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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Thermik zentrieren - Schwerpunkt, Taktik ?



Porkus
08.03.2012, 08:51
Mal eine Frage an die alten Hasen, welcher Schwerpunkt ist zum Thermikfliegen am besten? Kann man mit verschiedenen Schwerpunkten die Reaktion vom Modell auf Thermik verändern, ob die Nase hoch oder Runter geht etc. ?

Eigentlich fliege ich gerne fast neutral, also nur minimal kopflastig. So ist der Segler wendiger und kann enger und langsamer kreisen. So ist es halt schwieriger sauber zu fliegen, man muss die Geschwindigkeit gut abschätzen können. Ist aber das ist kein Problem den Segler habe ich inzwischen im Griff.

Mit Akku weiter vorne wäre der Segler halt etwas "eigenstabiler" und würde bei Änderung der Geschwindigkeit mehr die Nase hoch/runter nehmen. Nur zeigt er dann auch Thermik besser an oder wackelt er einfach nur rum?

Dann wäre noch die Frage, wie man die Thermik ohne Vario am besten zentriert, man ist ja darauf angewiesen das beste Steigen an den Reaktionen des Modells zu erkennen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, am besten läßt man den Vogel ohne Seitenruder mit ca. 30° Kurvenneigung laufen, dann sieht man am besten wenn er aus dem Bart rausfällt.
Flachkreisen mit vollem Seitenruder und etwas Querruder zum Abstützen bekomme ich auch gut hin, bloß muß ich häufig mit dem Höhenruder korrigieren, sonst wird der Segler zu langsam und geht über die innere Fläche erstmal ins trudeln. Ob da ein kopflastiger Schwerpunkt lohnt, oder kostet der wieder mehr Flugleistung als das Flachkreisen bringt?

P.S: Der Segler hat etwas über 2m, 1.45 kg, 43-44 g/dm², also nicht unbedingt die Thermikschleiche.

Also wäre halt noch die Frage, ob man damit sinnvoll Thermikfliegen üben kann oder muß ein leichter Balsageier mit 20 g/dm² her?

COOLMOVE
08.03.2012, 09:00
am besten läßt man den Vogel ohne Seitenruder mit ca. 30° Kurvenneigung laufen, dann sieht man am besten wenn er aus dem Bart rausfällt.
?

So sieht man es ständig, kreisen ohne Seitenruder ist kein richtiges kreisen, mehr ein schieben und das ist speziell beim segelfliegen leistungshemmend.

Gruß Rainer

Sniping-Jack
08.03.2012, 09:24
Auch mit 120g/dm² lässt sich ganz wunderbar Thermik nutzen. Es ist nicht die FB, die das entscheidet. Und auch nicht direkt der SP, bzw die EWD.
Die von dir angesprochenen Floater können halt auch die kleinsten und schwächsten Felder noch beackern. Man muss halt selber wissen, was man will,
bzw. wenn die Wahl auf das Modell schon gefallen ist, welche Thermikfelder es zu nutzen gilt.

Wegen SP/EWD: Je eigenstabiler der Flieger ist, desto leichter fliegt es sich auch ohne ständige Korrekturen. Es ist nicht entscheidend, dass man stets auch gewisslich im Zentrum des besten Steigens ist, sondern es ist viel wichtiger, dass man möglichst nicht rausfällt!
Zwei Segler in der Thermik: der eine hält sich solala, wo noch steigen ist, kann dies aber zuverlässig nutzen. Der andere versucht stets im Bereich des besten Steigens zu fliegen und scheitert aber immer wieder mal, weil sein SP/EWD auf beste Leistung getrimmt ist und deshalb nicht "wie von selbst" kreist. Der Segler mit dem geringeren, aber zuverlässigeren Steigen wird mehr Spaß haben und weiter raufkommen. Denn gerade in großer Höhe, wenn die genaue Lageerkennung zweifelhaft wird, ist man darauf angewiesen, dass das Modell auch "selber" fliegt.
Selbstverständlich wird es auch Könner geben, die auch ein weniger stabiles Modell sauber zentrieren und damit in Nullkommanix unter der Wolke hängen.
Allein, ich kanns halt nicht und ich vermute, damit bin ich nicht allein.

Fazit: was immer du anstellst, um möglichst selten aus der Thermik zu fallen, bringt dich wirklich weiter. Es ist nicht wichtig, ob du mit 1, 2 oder nur 0,5m/s steigst - Hauptsache du tust das kontinuierlich. Jedes Herausfallen hingegen kostet dich jedesmal duzende an Umdrehungen!

Und wie immer: das ist nur meine Sicht der Dinge, das mag ein jeder wieder anders sehen. :)

Porkus
08.03.2012, 11:30
Fazit: was immer du anstellst, um möglichst selten aus der Thermik zu fallen, bringt dich wirklich weiter. Es ist nicht wichtig, ob du mit 1, 2 oder nur 0,5m/s steigst - Hauptsache du tust das kontinuierlich. Jedes Herausfallen hingegen kostet dich jedesmal duzende an Umdrehungen!

Woran genau erkennt man das Herausfallen am besten, Modell wird langsamer und die Nase geht runter?

Die nächste Frage wäre wie man das herausfallen am besten verhindert, kann man so fliegen das sich das Modell von selbst in der Mitte der Thermik hält?

Ohne Vario das Steigen/Sinken zu erkennen ist halt nicht einfach wenn man schräg von unten draufschaut, am schlimmsten ist es wenn die Thermik genau über dem Platz ist. Die Fluglage erkenne ich mit meinen Adleraugen jedoch recht gut, auch wenn das Modell weit weg ist.

JogDive
08.03.2012, 12:43
Das Einleiten des Kreisens definitiv mit Quer-Seite gleichsinnig kombiniert.

Zentrieren? - an dem Punkt wo du denkst es es geht am besten - aufrichten - 21...22 - einkreisen. Wichtig ist immer wieder zwischendurch das Aufrichten an dem Punkt wo es am besten zieht- 2 Sekunden zählen als grobe Faustformel -und dann wieder schön steil rein in den Bart. Ich mache das stellenweiße sehr brutal, ob früher manntragend auf x-Mustern oder im Modellsegelflug und habe durch diese Methode zu 99% Erfolg gehabt.

Schwerpunkt? Ich habe über die Jahre beobachtet das zu kopflastige Segler immer die Neigung haben nach dem einleiten in die Kurve ins Kurveninnere zu fallen und schon fängt das geeier an. Erfliege dir einen Schwerpunkt der hinten liegt und das Modell dennoch nicht kritisch wird. Du wirst auch merken das du einen kleinen Leistungszuwachs verspürst wo die kopflastigen Kameraden nicht mithalten können.

thomasr
08.03.2012, 13:54
Hallo,
ich habe mal einen sehr, sehr erfahrenen Kollegen gebeten mir beim Einfliegen eines f3B'lers zu helfen. Er fliegt meist F3B und F3f Modelle an Hängen , die weniger steile Kanten haben, sondern eher große Überhöhungen und damit draußen mehr thermisch, als direkt an der Kante zu fliegen sind. Er definiert Leistung nicht nur durch Geschwindikeit und schnelle Wenden, sondern vor allem auch über das "Oben" bleiben, bzw das Steigen in der Thermik.
Er stellt die Modelle so ein, dass es nur noch einen wirklich minimalen Abfangbogen gibt und der Schwerpunkt somit maximal hinten liegt. Er dreht das Modell auf den Rücken und meint: Wenn du jetzt nur noch minimalst drücken musst ist's richtig.
Das Ergebnis spricht aus meiner Sicht, was die Thermikleitung betrifft, für sich. Ob das jedem liegt und ob das in jedem Gelände notwendig ist, kann ich nicht sagen. Bei schwächerem Tragen und eher thermischen Bedingungen ist es nach meinem Erleben jedenfalls so.
Der Kollege hat jedenfalls keine Probleme damit, nach dem Abwerfen des Modells erst mal 150m tief ins Tal zu fliegen. Auf meine Frage, was machste denn jetzt wenns nicht trägt, sagt er: "Irgendwas geht immer" und so ist's bei ihm auch, denn schwupps ist er wieder oben.

Gruß
Thomas

Sniping-Jack
08.03.2012, 14:35
Der Mann weiß einfach: Wo's runter geht, gehts auch wieder rauf. ;)

Selbstverständlich bleibt es unwidersprochen, dass eine gewinge EWD Leistung frei setzt. Und ein SP, der zu weit vorne liegt, macht freilich auch irgendwann Probleme. Aber das ändert nichts daran, dass SP/EWD zu den individuellen Vorstellungen des Piloten passen sollten und dass dessen Vorstellungen sich auch auch mit seinem fliegerischen Können decken. Wann immer man davon abweicht, büßt man das irgendwo/irgendwann. ;)

Was das Rausfallen betrifft: Glaubs mir, das zu beschreiben ist müßig, denn du WIRST es merken: der Vogel steigt nicht mehr! ;)

Porkus
09.03.2012, 09:54
Schonmal gut zu wissen das Experten den Schwerpunkt möglichst weit nach hinten. Auch wenn das Fliegen so schwerer ist, da hilft nur üben, viele Flugstunden lang. Bisher war ich meist mit E-Seglern am Hang, in der Ebene Thermik suchen ist halt was anderes.

Gibt es noch eine Trick, mit dem das Modell Thermik gut anzeigt, z.B. durch Nase hoch/runter? Möglichst langsam fliegen mit leicht gezogenem Höhenruder, oder besser etwas schneller und dafür möglichst ohne Gewackel?

Von wo schaut man beim Thermik suchen am besten auf´s Modell? Direkt von vorne/hinten wohl nicht, mir scheint es macht Sinn von der Seite drauf zu schauen.

JogDive
09.03.2012, 09:59
Für diese Fragen gibt es kein Allheilmittel. Das kommt mit der Übung und vor allem mit "der Schulung des Auges" von gaaanz allein

Btw: kauf dir nen gescheites Vario, dann haste die Sorgen ncih mehr

Sniping-Jack
09.03.2012, 10:17
Da fällt mir was ein: Was kostet ein Vario? Schon einiges, stimmts?
Aber ein Temperatursensor ist sowas von billig! Er muss nur halbwegs schnell sein.
Dann kann man sich statt des Varios auch die Temperatur telemetrieren lassen.
Die dann in Töne umwandeln - ansteigend und absteigend, wie beim Vario auch.
Das wäre dann genau das, was Vögel auch tun. Die merken nämlich auch nicht,
wenn sie einen halben Meter an Höhe gewonnen haben. Aber sie wissen: wo's
warm ist, da trägts. :D

(PS: Nicht so ernst nehmen. ;))

Bleiente
09.03.2012, 11:23
Hallo Guido,

das mit dem Tempsensor hab ich vor 2 Jahren mal an einem auf Leistung getrimmten 1.5m Brett-Nuri ausprobiert.
Steigt die Temperatur wird flacher gekreist, sinkt die Temperatur wird steiler gekreist.

Funktioniert erstaunlich gut und ist weit einfacher zu installieren als ein Vario mit einer Düse.
Mit einem Vario ohne Fahrtkompensation komme ich überhaupt nicht klar.

@Porkus, ich bin selber Thermikanfänger und finde Thermik grundsätzlich senkrecht über mir.
Hab mir schon zig mal einen Nerv am Hals eingezwickt :).
Das einzige woran ich merke dass der Flieger in der Thermik fliegt ist der erhöhte Steueraufwand.
Wird der Segler (Brett-Nuri) ausgespuckt fliegt er danach gerne eine weitere Kurve.
Ich erklär mir das so, dass der Abwind um eine Blase herum dem Aussenflügel eine Watsch'n verpasst die die Schräglage reduziert.

Dann heisst es schnell eine 180 Gradkurve fliegen und hoffen dass die Blase noch da ist :).

Da ich normal mit einem stark gepfeilten 2.5m Nuri beim Thermikfliegen bin hab ich es etwas leichter.
Durch die einseitige Watsch'n von oben nickt der Vogel etwas auf und der Aussenflügel wird schneller. Er dreht wie von Geisterhand in den Aufwind zurück.
Nur lern ich so das Thermikfliegen nie wenn der Geier das selber macht :).

Edit: Oben hängt der Thermikgeier der nur rauf, aber nicht runter will:
http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=789352&d=1331206323

Gruss Andi

JogDive
09.03.2012, 11:54
Porkus,
du hast in deinem Profil als Region "Rhein/Main" angegeben. Dort wohne ich auch...
Warum kommst du nicht im Sommer einfach mal mit mir Segelfliegen auf unserem Modellfluggelände?

Ich habe mich mit meiner Beschreibung schon weit aus dem Fenster gelehnt weil es eigentlich keine statische Beschreibung zum Thermikfliegen gibt. Es gibt nur gegenwärtige Situationen die dynamisch ausgesteuert werden müssen.
Per Faustformel das Thermikfliegen zu beschreiben ist weit weg vom Ziel. Da hilft nur üben üben und das gewonnene verinnerlichen. Alles brauch seine Zeit denn kein Bart ist wie der andere - unterschiedlich stark, unterschiedlich durch Wind versetzt (denkt es euch wie ein Schlauch der nach oben steigt und dieser kann durch Wind extrem versetzt werden, enger oder breiter mit zunehmender Höhe werden), Bärte von unten sehr schwach und immer stärker werdend, Bärte die unten extrem stark sind und nach oben hin abschwächen....etc...etc

Daher meine Beschreibung: dort wo es am meisten Steigt die Kiste aufrichten, kurz geradeaus und wieder rein. Man muss immer wieder verlagern wenn Wind im Spiel ist

Relaxr
09.03.2012, 13:56
Ja die Rhein-Main Thermik entwickelt sich bereits, bin auch kein Profi und ohne Vario unterwegs, ich mache es bisher wie folgt:

SP nach hinten, ergibt langsamen und sensiblen Flug.

Flächenbelastung niedriger, Floater: sagen wir mal bis so 25-40g/dm2 - Zunächst fliege ich Strecke (bei keinem Wind verwölbt) , um überhaupt was an Thermik zu finden. Bei der eher wackeligen Einstellung des SP wird der Flieger für mein Empfinden stabiler, wenn er Thermik "spürt", er geht aus der Rücklage eher in normales Fliegen/Steigen über. Und: man kann leicht ziehen und er steigt und hungert nicht aus. Das Steigen sieht man mE selten richtig gut, die Flächenwackelei auch kaum, ausser in Hammerbärten. In der Thermik fliegt er also angenehmer und stabiler. Nun kreise ich durch SR/QR (ganz kurzer Input) ein und halte mit Seite/QR mögl. flach eine Kurve. Wenn das so weitergeht ist der Flieger drin. Das Rausfallen merkt man sofort, da es unmittelbar abwärts geht, der Flieger senkt die Nase und nimmt fahrt auf. Das drinbleiben ist die Kunst, ich versuche mir die Lage der Blase vorzustellen, falls ich rausfalle gehe ich dorthin zurück, bzw, entsprechend der Windrichtung etwas versetzt.

Flächenbelastung höher > 40gr/dm2: diese Flieger nehmen mE am besten aus stabiler fahrt Thermik auf (kein Gehungere möglich!) meist auch unverwölbt. Mit nem RG15 fliege ich eher nen leicht versetztenden Rundkurs und schaue. Im schnelleren Flug sieht man das Steigen ganz gut ("Hüpfer"), dann muss man eben Zonen finden, wo man im Rundflug mehr Gewinne als Verluste sieht. Hierbei ist verlustarmes Kurven wichtig. Und wenn man nen wirklich kräftigen Bart hat , fange ich oft an recht aggressiv und steil zu kreisen. Da macht man dann tw. in drei Kreisen richtig Höhe gut. Wenn ich aus sowas rausfalle, versuche ich auch mit harten Wenden gleich wieder reinzustechen. Manche Flieger wollen gar nicht in die Thermik rein, da scheint das Abwindfeld drumherum wie ein unsichtbarer Vorhang zu wirken.

Mit nem Vario sicher alles objektiver, aber so lernt man besser .....und in einigen Wochen geht die Thermikzeit ja los :D:D

Grüsse markus

Maggi
09.03.2012, 16:05
Ich hab auch Anfangs versucht ohne Vario mit E Segler Thermik fliegen zu erlernen.....unterm Strich kam ich da aber nie vorwärts...denn wenn es mal offensichtlich Steigen gab, hab ich dann versucht in der Thermik zu bleiben....hat es nicht geklappt, hat man schnell mal den Motor angemacht und der ganze Ehrgeiz war dahin ;-)

Mit Vario hingegen, hört man auch leichtes steigen und versucht öfter mal ne Kurve zu fliegen....was unterm Strich nicht schlecht ist, denn dann erlernt man auch das KURVEN fliegen, was meiner Meinung nach ziemlich wichtig ist beim Thermik kurbeln....nicht zu unterschätzen ist die gewisse Sicherheit die man mit einem Vario hat....man traut sich auch mal etwas weiter weg zu fliegen, oder tiefer ins Tal....wenn allgemein Saufen angesagt ist, bekommt man das auch deutlich zu hören im Ohr und kann so rechtzeitig den Rückflug oder Aussenlandung einleiten....das hat schon einige male am Hang geholfen, wenn dann die Rush Hour an der Lande Zone beginnt ;-)

Das war alles schon schön und gut, aber als ich dann komplett auf E Antrieb verzichtet hatte und mir reine Segler angeschafft habe, erst dann hatte ich auch richtig Erfolg mit Thermik.....das vorher war alles nur spielerei und nutzlos meiner Meinung, denn die Auslegung eines E Seglers ist nicht immer optimal für den Segel Betrieb!

Um übrigens lästige Nackenschmerzen zu umgehen würde ich dir nen bequemen Campingstuhl empfehlen....das war nach dem Vario und Segelflieger die nächste Anschaffung :-)

h.eberbach
09.03.2012, 16:15
Die beste Methode um das Thermikfliegen OHNE Vario zu lernen ist - ein Vario zu KAUFEN. ;) :)

Erstens (wie oben schon geschrieben), ohne TEK, lernt man dann Kurven zu fliegen mit und ohne Windeinfluss, und
zweitens, lernt man die Modellreaktionen in Verbindung zu bringen mit dem tatsächlichen Steig-/Sinkverhalten des Modells (vorzugsweise mit TEK) und das übt ungemein! (ohne Scherz!)

Die Sache hat nur einen Haken ;) : Es könnte sein, dass man am"Vario hängen bleibt" :) :)
- aber, warum denn nicht?

Gruß
Herbert

COOLMOVE
09.03.2012, 16:19
Ich hab auch Anfangs versucht ohne Vario mit E Segler Thermik fliegen zu erlernen.....unterm Strich kam ich da aber nie vorwärts...denn wenn es mal offensichtlich Steigen gab, hab ich dann versucht in der Thermik zu bleiben....hat es nicht geklappt, hat man schnell mal den Motor angemacht und der ganze Ehrgeiz war dahin ;-)

Das war alles schon schön und gut, aber als ich dann komplett auf E Antrieb verzichtet hatte und mir reine Segler angeschafft habe, erst dann hatte ich auch richtig Erfolg mit Thermik.....das vorher war alles nur spielerei und nutzlos meiner Meinung,


Danke! Endlich mal einer der genau das bestätigt was ich immer sage und dann oft beschimpft werde.

Gruß Rainer

Maggi
09.03.2012, 18:05
@Coolmove:
Versuch macht kluch ;-) ich wollte es selber ja nicht glauben, musste diese Erfahrung aber erst am eigenen Leib so erfahren.....ALTE Hasen haben mir das schon Anfangs gesagt ;-)

OK ich kann es verstehen wenn man im Flachland lebt und dann eben arrgumentiert, dass man so ja nie auf ne Ausgangshöhe kommt.....da hat man aber mit einem Flitschen Segler auch wieder den sportlichen Aspekt abgedeckt, und vorzugsweise hab ich meine Hangrocker Geräte alle mit Flitschenhaken versehen ;-)
Per normalen Flitschen (ich rede nicht von den Power Mega Flitschen bis in 300m Höhe) erreicht man locker eine Ausgangshöhe (ohne große Anstrengung bei mir 70-90m), in der man auch Thermikanschluß hat....um nun die wenige zarte Thermik dort zu finden, hilft das Vario ungemein, und damit lässt sich imho locker die Flugzeit anfangs verdoppeln....irgendwann kennt man dann seine Ecken wo was geht und auf was man achten muss, und startet so gezielt in den Bart hinein....

@Thread Starter
Um welches Modell handelt es sich denn genau und was für nen Sender handelt es sich? Eventuell gibts ja schon gute Telemtrie Möglichkeiten mit Vario....aber bitte beachte, dass ein Vario Sensor nicht gleich ein vollwertiges Vario ist!

Bertram Radelow
09.03.2012, 18:32
Ich kann Herbert nur zustimmen!

Mit dem Vario lernt man am Anfang vor allem sehen (und Kreise fliegen :cool:) - und zwar sieht man recht schnell, dass das Modell schon eine halbe Sekunde steigt bevor der Piepston in die Höhe geht. Irgendwann hat man das dann verinnerlicht, und fällt auch nicht mehr auf den auf sich selber zu blasenden Wind herein, der einem immer suggeriert, das Modell würde steigen (es wird aber leider grösser dabei statt kleiner).

Ich kreise immer möglichst schiebefrei, also niemals "flach".
Schwerpunkt habe ich eher hinten, aber nicht extrem ausgereizt. Eine gewisse Eigenstabilität ist nötig. Ein hohes V (2x4° bei geraden Flächen) ist hilfreich und vereinfacht das Kreisen sehr.

Beim Kreisen muss man natürlich ein wenig ziehen (geringere projezierte Flügelfläche, die Auftrieb erzeugen kann), deswegen spiele ich immer ein wenig mit dem Trimm, je nachdem ob ich überwiegend suche oder kreise.

Das Flächenanheben, wenn man einen Bart seitlich trifft, sieht man (mit Varioübung) irgendwann auch mal mehr so intuitiv. Und dann halt dagegensteuern.

Ich bin nicht DER Thermikkünstler, aber langsam geht es. Letzte Woche bin ich bei einem Flug aus mittlerer Höhe ohne Vario (leider wieder defekt) mehrfach ziemlich hoch und wieder runter, und das mit >80g/dm² Flächenbelastung. Gelernt habe ich es mit Vario, wie Herbert es beschrieben hat, aber irgendwann braucht man es nicht mehr so sehr, man sieht sein Modell steigen. Am Hang braucht man es sowieso nicht zum Steigen, und davon abgesehen ist ein schöner Thermikflug ohne Vario befriedigender als mit. Manchmal habe ich Vario drin, manchmal nicht, je nach Laune. Im Moment ist es wie gesagt defekt, mal sehen.

Thermik ist hier seit 10 Tagen übrigens recht heftig, aber spät und hoch (14°°, ab 350-400m)

Bertram

edit: und Maggis und Coolmoves Meinung teile ich ebenfalls zu 100%

Bleiente
09.03.2012, 23:36
Hallo Bertram,


Thermik ist hier seit 10 Tagen übrigens recht heftig, aber spät und hoch (14°°, ab 350-400m)

wenn ich um 14:00 die Firma verlasse bin ich arbeitslos und wenn ich mit einem 1.5m Flieger 400m hoch fliege bin ich danach blind :).

Gruss Andi

Bertram Radelow
10.03.2012, 01:05
hi Andi,

gewisse Vorteile darf man als Teilvorruhestandsbezieher schon haben.

Das verwendete Modell war ein wenig (etwas über 3x) grösser, und vor allem wird es von unten durch den die Sonne stark reflektierenden Schnee hell angeleuchtet. Sowie der Schnee im Mai weg ist, kann man das gleiche Modell nur halb so hoch fliegen (auch weil der Himmel als solcher dann nicht mehr so dunkelblau ist wie im Hochwinter). Zum Trost: unsere richtige Winterflugsaison ist hier nur Feb&März, und die richtige Hangflugsaison nur Juli&August. Die anderen Monate sind nur Kompromiss oder gar nichts und wir müssen temporär auswandern.

Bertram

Bleiente
10.03.2012, 01:10
Hallo Bertram,

als ich noch jung war hatte ich an einem 2.März im letzten Jahrtausend 14m Steigen mit einem Impuls 17 ( Anfängerdrachen ).
Kaltluft hat was :D :D :D.

Gruss Andi

Porkus
12.03.2012, 13:41
Die Anlage ist von Spectrum, allerdings eine simple ohne Telemetrie.

Kennt jemand eine gutes und bezahlbares Funkvario? Sollte mir evt. doch einfach mal ein Vario zulegen.

MaartenX
12.03.2012, 17:42
Kennt jemand eine gutes und bezahlbares Funkvario?

Ein WS Tech Classic Sound ist zum üben prima, zeigt nur steigen und senken und das reicht für mich.
In die bucht billig zu haben ( oder die börse in diesem Forum ;))

MaartenX
12.03.2012, 17:46
Zum thema SP gibt es hier ein meiner meinung nach gütes video mit eine güte erklärung für richtige SP lage:

http://www.youtube.com/watch?v=OszYGaxdlwM

LG aus Holland, Maarten

bruch
12.03.2012, 17:50
Der Mann mag ja Ahnung haben, aber wenn ich einem Frosch die Kehle zudrücke verstehe ich mehr...

...und das liegt nicht an fehlenden Sprachkenntnissen.

Freundliche Grüße
bruch

Sniping-Jack
12.03.2012, 18:07
Sinngemäß hat er etwa folgendes gesagt (was ich übrigens durchaus auch so sehe):

Wenn der SP etwas weiter vorne ist, hat das Fliegerle eine bessere Eigenstabilität und fliegt mit sehr wenigen Steuerkorrekturen.
Jede Korrektur, die man machen muss, kostet Widerstand und damit Leistung. Den SP nach hinten zu legen, setzt zwar erstmal Leistung frei,
aber wegen den nun deutlich häufiger notwendigen Korrekturen ist die Bilanz unterm Strich dann doch negativ.

Und das unterstützt, was ich zu Anfang bereits sage: Das Modell, das quasi von selbst kreist, wird am Ende das Bessere sein, selbst wenn
ein anderes Modell mit objektiv mehr Leistung im selben Schlauch kurbelt. Die bessere Listung wird meist mit mehr Korrekturen erkauft und
das Risiko, aus dem bart zu fallen steigt ebenfalls. Lieber etwas weniger, das dafür aber um so zuverlässiger.

Just m2c. :)

Bertram Radelow
12.03.2012, 18:08
Er hat es nicht verwunden, dass ihn ein deutscher Mitbewerber bei einem (F3J?) Wettbewerb bei toter Luft um eineinhalb Minuten versägt hat. Dieser hatte den SP weiter vorne, und dadurch ein viel ruhigeres Modell, während sein eigenes schwanzlastiges nervöses Modell ständig gesteuert werden musste (und dadurch Widerstand erzeugte). Inzwischen fliegt er F3J eher kopflastig und F3B ganz wenig schwanzlastig (um eine gute Steuerbarkeit zu erhalten).
Ich mache das zwar bisher nicht so (und fliege auch keine Wettbewerbe), aber eines mache ich schon: so ruhig wie möglich fliegen, sanft kreisen etc.

Bertram
______________________

ha! Doppelpost :D

MaartenX
12.03.2012, 19:47
@Bertram und Guido: das habt ihr jungs da prima übersetzt:D:D:D

Also leichte segler SP verhaltungsmassig ein bissl weiter vorne und für mehr schwere segler SP verhaltungmassig mehr nach hinten.
Ruhig fliegen uns schön kreisen ist immer besser :)

LG aus Holland, Maarten

Sniping-Jack
12.03.2012, 20:16
Nein, der SP ist eine gewichtsunabhängige Größe.
Seine Positionierung, wie auch die EWD, haben die gleiche Auswirkung
unabhängig vom Gesamtgewicht.
Was jedoch einen Einfluss hat, ist das Profil! Es hat je nach Typ
auch ein gewisses Rollmoment, ebenso wie ein HLW neben der
EWD auch noch Auftrieb liefern kann. Unjd um das Maß voll zu
machen, kann auch noch der Druckpunkt mit dem Anstellwinkel
wandern. Dann wird es vollends lustig. :D
Aber das Gewicht spielt dabei keine direkte Rolle - versprochen. :)

Jedenfalls sind oben an geführte Unterschiede geeignet, einiges
an Verwirrung unter uns Piloten zu stiften. Ich schätze, das ist einer
der Hauptgründe, wieso es auch nach Jahrzehnten immer wieder
zu solchen Debatten kommen kann. Meiner Meinung nach. ;)

Gast_2676
12.03.2012, 20:29
Moin,

ich habe da noch eine ganz andere Frage. Um welche Ausmaße handelt es sich denn so bei einem Bart, sprich: in welchem Radius / Durchmesser sollte ich denn letzten Endes den Versuch starten, die Thermik zu zentrieren?

Grüße,
Tibor

MarkusN
12.03.2012, 20:33
Das ist wie mit den Frauen: die kommen in allen Grössen und Formen. In Bodennähe IDR eng und zerrissen. Der engste Kreis, den Du un Dein Modell fliegen könnt, ohne viel Höhe zu verlieren, ist der beste.

Sniping-Jack
12.03.2012, 21:13
Jopp. Und dann gibbes noch die Ablösungen. Für die gilt dasselbe, nur dass du da höchstens einmal kurz rausfallen darfst.
Denn wenn sie an deinem Segler erst vorbeigezogen ist, war's das und dein Segler wird heftig durchgeschüttelt, steigt aber nicht mehr.

So gaaanz grob kann man das Geschehen so beschreiben:

Wenn die Sonne eine gewisse Position/Stärke erreicht hat, erwärmt sich die feuchte Luft über hellen Flächen als erstes und steigt
als "Thermikblase" oder auch "Ablösung" nach oben. Das wiederholt sich dann in bestimmten Abständen und wenn die Bedingungen
günstig sind, vereinigen sich Ablösungen in rascher Folge zu einem einzigen Thermikschlauch.

Da die Luft mit zunehmender Höhe kälter wird, steigt die warme Luft auch immer schneller vund großflächiger wegen der Ausdehnung der
aufsteigenden Warmluft. Je weiter du rauf kommst, desto angenehmer wird es meist - bis zu dem Punkt, wo du dir Sorgen machst, wie
es wieder runter geht. ;)

Das Verwirbelte in Bodennähe kommt von der seitlich nachströhmenden Luft. Die muss sich quasi erstmal "ausrichten". Das gibt sich
dann mit zunehmender Höhe.


Aber das ist nur ein winziger Ausriss, Thermik im Flachland, in den Alpen, Hangwind, beides zusammen und all sowas ist eine spannende
und vielfältige Sache. Da hilft nur: Bücher besorgen und lesen, probieren, wieder lesen, wieder probieren und Erfahrung sammeln.
Irgendwann "siehst" du die Thermik dann. Vögel, Insekten, oder einfach die plötzlich wechselnde Windrichtung und die Lufttemperatur.
All das weißt du dann richtig zu deuten und Thermiksuche wird nicht mehr zu einem Zufallserlebnis, sondern eine von dir gesteuerte Erfahrung. :)

MarkusN
12.03.2012, 21:24
Da die Luft mit zunehmender Höhe kälter wird, steigt die warme Luft auch immer schneller vund großflächiger wegen der Ausdehnung der
aufsteigenden Warmluft. Schön wärs. Das stimmt nur bei labiler Schichtung der Atmosphäre. Ergibt sich z.B. dann, wenn kalte Luft über warben Boden fliesst. Da geht es dann fast überall. Umgekehrt gibt es Tage, da ist die Luft faul, und es geht gar nichts. Gern in stabilen Hochdrucklagen, wenn das Wetter lange schön ist. Da geht man dann besser baden.

Sniping-Jack
13.03.2012, 10:38
Was heißt "schön wär's"? :eek:
Es IST doch so, dass im Normalfall die Luft mit zunehmender Höhe (wir reden von "erdnahen" Luftschichten, die für Modellsegler zugänglich sind) kälter wird.
Richtig oder falsch?

Ich rede auch nicht vom Hochsommer, wenn eine vergleichsweise gleichmäßige Durchwärmung die gewünschen Temperaturdifferenzen vermindert und somit für Modellflug
in der Ebene nicht so knackig sind wie im Frühjahr. Alpinen Segelflug lasse ich mal aussen vor, da habe ich so gut wie keine praktischen Erfahrungen.

Ich weiß selber aus manchmal leidvoller eigener Erfahrung, dass es in der Praxis sehr viel komplexer ist und dann auch noch stark mit den lokalen Begebenheiten schwankt.
Aber um erstmal die Grundsätze zu lernen, ist es ein ganz normales und übliches Muster, die Dinge erstmal zu vereinfachen und die Praxis für den Moment aussen vor zu lassen.
Kompliziert wird es ganz von allein. ;) Ich erinnere, dass meine Aussage auf eine ganz bestimmte Frage zielte und dass die Frage durchblickenließ, dass der Fragesteller
noch nicht viel über das Wesen der Thermik zu wissen scheint. Kein Ding, jeder muss ja mal irgendwo anfangen. :)

Also nochmal: Am Beginn des Tages ist die Luft erstmal ruhig und kühl und je weiter oben, desto kälter. Und durch die zunehmende Sonneneinstrahlung erwärmt sich die Boden-
nahe Luft und steigt nach oben. Und je weiter rauf, desto schneller und desto weiträumiger. Das ist nicht nur ein Ideal, das nie passiert, sondern das kann man auch selber
oft genz genau so erleben. Darauf basiert nun alles weitere und all die Ausnahmen und all die Faktoren, die dafür sorgen, dass alles nicht so einfach bleibt, wie es scheint. ;)

Ich hoffe, wir können uns da soweit einigen. :)

MarkusN
13.03.2012, 11:05
Was heißt "schön wär's"? :eek:
Es IST doch so, dass im Normalfall die Luft mit zunehmender Höhe (wir reden von "erdnahen" Luftschichten, die für Modellsegler zugänglich sind) kälter wird.
Richtig oder falsch?Es ist so. Da beim Aufsteigen der Druck aber sinkt, dehnt sich die aufsteigende Luft aus und kühlt dabei auch ab (sogenannte adiabatische Abkühlung). Den umgekehrten Effekt kennst Du von der Fahrradpumpe. Die wird beim Pumpen heiss. Nicht etwa wegen der Reibung des Kolbens, sondern weil sich ein komprimiertes Gas beim Verdichten aufheizt. Labile Schichtung heisst, dass die "liegende" Luft mit der Höhe stärker abkühlt, als die aufsteigende Luftblase. Die Temperaturdifferenz wird damit immer grösser, die Thermik mit der Höhe stärker. Typische Lagen dafür ergeben sich vor allem im Frühling und Frühsommer.

Stabile Schichtung dagegen heisst, dass die geschichtete Atmosphäre sich langsamer mit der Höhe abkühlt als die steigende Blase, die Blase erreicht damit irgendwann die Temperatur der Umgebungsluft und steigt nicht weiter. Die zugehörige Höhe heisst dann im Segelflugwetterbericht "Top der Blauthermik". Solche Lagen ergeben sich typischerweise im Hochsommer und Herbst. Die Segelflieger entnehmen diese Informationen dem Emagramm 1) oder "Temp". Das zeichnet das Temperaturprofil über der Höhe auf, plus zusätzlich die trockenadiabatischen und feuchtadiabatischen (gelten in der Wolke) Abkühlungskurven der aufsteigenden Luft. Daran kann man ablesen, wie gross die Temperaturunterschiede der aufsteigenden Luft zur Umgebungsluft werden.

Wolkenbildung kompliziert das ganze zusätzlich. Die Kondensationswärme des ausfallenden Wassers reduziert die Abkühlung der aufsteigenden Luft. Die Energie, die aus dem kondensierenden Wasser kommt, wirkt als Thermikmotor.

Gift für die Thermik sind sogenannte Inversionslagen, wenn die Temperatur in der Höhe plötzlich zunimmt. Typisch dafür ist ein Kaltluftsee im Winter, in dem der Hochnebel und der Dreck aus Auspuffen und Schornsteinen gefangen bleiben, während darüber Luftaustausch stattfindet und schönstes Wetter herrscht.
Gut sichtbar wird eine Inversion am Ambosskopf einer Gewitterwolke. In der Gewitterwolke herrschen ja starke thermische Aufwinde. An der Tropopause (Grenzfläche zwischen Troposphäre und Stratosphäre) liegt immer eine Inversion. Diese hält die aufsteigende Warmluft auf. Da sie nicht weiter hoch kann, muss sie in die Breite gehen.

1) mehr zum Emagramm hier (http://www.bergbahnen-werfenweng.com/fileadmin/user_storage/downloads/temperaturgradient.pdf).

Deswegen: Ich bin durchaus einig mit Dir, aber nur für den Fall günstigen Thermikwetters (ideal ist nach dem Durchgang einer Kaltfront). Wenn man allerdings dem Rauch eines Gartenfeuers zugucken kann, wie er dem Boden nachschleicht, dann lässt man den Thermikflieger besser zu Hause und nimmt etwas Motorisiertes oder geht wandern. Wenn man soche Zeichen zu lesen weiss, bleibt einem manche Frustration beim Thermikfliegen erspart.

Sniping-Jack
13.03.2012, 14:40
Danke für deinen schönen Exkurs in die Thermodynamik und Wetterkunde! :)
Ja, so stands auch in den "MODELL- oder FMT-Spezial"-Heften drin. Aber es ist leider zu lange her, so dass
ich das nurmehr als "Bauchwissen" abrufen kann und nicht mehr so schön mit den richtigen Fachbegriffen.

Ich sollte die verloren gegangenen Fach-Hefte durch ein Buch ersetzen, das ist einfach zu interessant! Ich
komm zwar halbwegs klar beim Fliegen, aber man kann immer dazulernen. Welches Büchlein würdest du aus
deiner Sicht empfehlen?

MarkusN
13.03.2012, 15:59
Für den Modellflieger? Ganz klar "Das Themikbuch für Modellflieger" von Markus Lisken und Ulf Gerber. (http://www.amazon.de/Das-Thermikbuch-f%C3%BCr-Modellflieger-Thermik/dp/3881800441) Macht ausserdem Spass zu lesen.

Sniping-Jack
13.03.2012, 17:27
*Klick* Kommt morgen oder übermorgen. :)

amigofly
13.03.2012, 23:58
Für den Modellflieger? Ganz klar "Das Themikbuch für Modellflieger" von Markus Lisken und Ulf Gerber. (http://www.amazon.de/Das-Thermikbuch-f%C3%BCr-Modellflieger-Thermik/dp/3881800441) Macht ausserdem Spass zu lesen.

Entweder man heftet sich einem alten Thermikfuchs auf die Fersen,
oder man kauft dieses Buch.... ( was vielleicht etwas leichter ist :D )

...kann ich nur empfehlen, eines der feinsten Fachbücher die ich
in letzter Zeit gekauft hab, gleich ob im Sommer am Badesee, oder
irgendwo im Urlaub, das Buch ist als Lektüre immer dabei,
während andere Schundromane lesen, unterhält mich diese Lektüre
vom feinsten und hat auch noch einen sehr großen Informationsgehalt...

Im freien ( wenn man kein Modell mit hat ) kann man dann
oft aufs feinste das Geschehen am Himmel beobachten
was dann auch gleichzeitig eine gute Übung ist die man
am nächsten Flugtag ( wenns trägt ) gleich in die Praxis umsetzen
kann.
Seit ich dieses Buch hab, sehe ich Wolken und Wetterentwicklung ganz
anders, bin oft auch sehr traurig, wenn ich unterwegs bin,
Thermik sehe und kein entsprechendes Modell dabei hab.......


Man(n) wird erstaunt sein, was es alles so zwischen Himmel und Erde gibt :)


LG

AMIGO ( Norbert )

Sniping-Jack
14.03.2012, 12:14
Mir kommt der Schreibstil SEEEEHR bekannt vor.
Kann es sein, dass der Autor auch für jene Thermik-Artikel in den FMT/Modell-Spezial aus den 80er und 90er verantwortlich zeichnete?

PS: es liegt jetzt vor mir und ich brauche nun nur noch die Muße, es genüsslich zu Gemüte zu führen.
In der Zeit, da ich die nicht finde, lege ich es unter meine Ventus2c, vielleicht diffundiert ja die Essenz des Buches in den Flieger! :D

Sniping-Jack
19.03.2012, 19:32
Bin fast durch, Teil Zwei von Ulf Gerber fehlt noch. :)

War lustig, das meiste treffend bis genial in seiner Einfachheit, aber mittendrin auch....lasst es mich mal "unübersichtlich" nennen. ;)
Und mache Dinge sind halt auch einfach falsch gewesen oder rein spekulativ. Aber das spielt keine Rolle und tut der Sache keinen
Abbruch. Und es war schön zu lesen, dass da noch einer ist, der dem KISS-Prinzip frönt: Nicht die Leistung des Seglers ist entscheidend,
sondern dass das, was man tut, möglichst gut funktioniert. Und wer seinen Amigo beherrscht, fliegt der F3B-Maschine halt trotzdem
davon, weil er mühelos auch in mittlerer Höhe noch entspannt ein Bläslein auskurbeln kann, wo der F3B längst auf (nicht vorhandene)
große Bärte warten muss, weil das Kleinvieh einfach nicht mehr sauber zentriert werden kann. Oder anders gesagt, um mich selber zu zitieren:
Einmal aus dem Bart gefallen kostet allemal mehr, als mit einem Papierflieger mit schlechtem Gleiten ununterbrochen zu steigen.

Ich habs am WE mit einigem Entsetzen festgestellt: Meine mA kann zwar halbwegs langsam, aber in der Thermik deswegen lange noch nicht eng!
Fazit: Ich kann nur mittelprächtige Thermik mitnehmen, die kleineren und damit viel häufigeren Ablösungen muss ich links liegen lassen. :(
Aber ich bin eh schon am köcheln, was ich noch mit dem ganzen balsa und Depron anstelle, hehehe. :D

In diesem Sinne: Fröhliches Kurbeln und wer das Buch noch nicht hat, sollte sich ernsthaft den Kauf überlegen - oder ein Vario anschaffen. :D

Anbei: Welches wäre da das mit dem besten Preisleistungsverhältnis? Also nicht das Billigste und auch nicht das alleredelste. Aber keine
komischen Pseudo-Ausgaben. Schon ein richtiges. Muss aber kein TEK haben. Sollte dies bei der Version mit dem besten PLV dabei sein, ok.
Wenn nicht, auch gut.

Bleiente
19.03.2012, 22:15
Hallo Guido,

ja das Buch ist köstlich zu lesen. Hab es seit Samstag und bin fast durch :).

Nur den angeblichen Abwind am Rand einer Blase oder eines Bartes kann ich nicht nachvollziehen.
Ich hab einige Mess-Flüge durchgeführt und konnte das noch nicht messen.
Auch am Rand einer Blase geht es bergauf, auch wenn es ruppiger ist :D.

Gruss Andi

Sniping-Jack
19.03.2012, 22:45
Ich weiß, was du meinst und das könnte damit zusammenhängen, dass weder Lisken noch Gerber Bart und Blase sauber trennen.
Solange sich eine Blase noch nicht abgelöst hat, hast du am Rand sehr wohl sinken, da die Luft im Inneren zirkuliert. Die Zirkulation
kann durch Wind natürlich verzerrt werden, aber generell ist das erstmal so.

Wenn sich die Blase jedoch ablöst, sieht es anders aus: Sie "rollt" sich quasi an der stehenden Aussenluft ab, während es im Inneren
nun deutlich schneller aufwärts geht, als vorher noch am Boden. Wenn die Blase also mit 1m/s steigt, ist das Steigen im Inneren 2m/s,
während es am Rand ebendiese 0m/s hat - von den erwähnten Turbulenzen mal abgesehen. Wobei die hauptsächlich an der Unterseite
und an den unteren Flanken auftreten und ein Indikator dafür sind, dass der Hauptteil der Blase bereits an dir vorbeigezogen ist.
Es ist jedenfalls nicht das ausgeprägte Sinken, wie es z.B. ein Bart (Schlauch) mit sich bringt. Wenn sich die Ablösezeiten derart
verkürzen, dass sich die einzelnen Blasen zum Schlauch vereinigen, MUSS die aufsteigende Luft von irgendwoher nachgeliefert werden.
In Bodennähe ist das der Wind, den wir auch an windschwachen Tagen ganz plötzlich bemerken und weiter oben geht es zunehmend
abwärtsgerichtet um den Bart herum. Es geht ja gar nicht anders.

Das war z.B. einer der Punkte, wo sich Lisken meiner Meinung nach nicht klar genug äussert und zum Teil gar nicht darauf eingeht oder
teilweise dann auch Dinge behauptet, ohne sie zu erklären. Z.B. dass Thermik gegen den Wind wandern soll. Das hat er zwar mehrfach
eingeflochten, aber nirgens erklärt. Sollte ich was überlesen haben, bitte ich um einen Hinweis.

Aber nochmal: Macht trotzdem Spaß und regt vor allem zum Nachdenken und Beobachten an! :) Hatte zwar auch früher schon humorvolle
und lehrreiche Beiträge zu dem Thema genossen, aber mit der Zeit verblasst halt so maches wieder. Da war/ist es schon wieder ein beson-
deres Vergnügen, dieses Büchlein. :)

Wiederflieger
19.03.2012, 22:56
Hallo Guido,

habe hier bis jetzt still mitgelesen und wollte Dir nur mal eine positive Rückmeldung aus dem (ebenfalls) Thermik-Amateurlager geben. Mit den wirklich qualifizierten Kollegen hier im fred kann ich natürlich nicht mitreden. Aber Deine Fragen bzw. Kommentare erinnern mich daran, wie es bei mir letztes Jahr Ende des Sommers 2011 anfing:

Als Papa von 3 kleinen Kindern und einem nicht gerade wenig zeintensiven Job habe ich grundsätzlich viiiiel zu wenig Zeit zum Fliegen. Und schon gar nicht zum systematischen Thermik-Schnüffeln à la semiprofessioneller Feierabend- und Wochenend-Meteorologe. Es ist vielmehr so, dass es eben Sa. oder So. mit Glück über Mittag oder am Nachmittag mal ein Zeitfenster von 1-2 Stunden gibt, wo ich auf den Feldern neben unserem Dorf was versuchen kann. Meistens hat es da allerdings bislang nie so richtig gepasst mit den Bärten. Entweder sie waren nicht da oder zumindest habe ich sie nicht gefunden. Kennt man ja :p
Außer im Frühjahr über Mittag. Da bin ich mit meiner uralten Fiesta einmal in so einem Ding hängen geblieben (genau überm Kopf natürlich - gut für den Nacken), da ging es immer höher und ich hatte wirklich schon Angst, sie wieder heil da raus zu kriegen.

Na ja, und als Modellbauer sucht man ja immer nach Verbesserungspotential. Da habe ich mir dann auch das erwähnte Buch gekauft und mit viel Freude abends (nach Sonnenuntergang= außerhalb der Thermikzeit) geschmökert. Danach stand fest. Jetzt musste ein Vario her! In der Bucht habe ich dann einige Wochen Ausschau gehalten. Fabrikat erstmal bewusst offen gelassen. Der Preis war (leider) ein nicht unwesentliches Kriterium. Schließlich habe ich dann für einen fairen Preis ein gebrauchtes Piccolario mit Handfunke (Stabo Xp 4000, glaube ich. Liegt draußen in der Fliegerkiste in der Garage) erstanden und mit viel Euphorie in meinen Segler eingebaut.
Dann musste ich allerdings (es war Herbst geworden) erst mal ein paar Tage/ Wochenenden abwarten, bis Flugwetter war.:(
Abe irgendwann ging es dann endlich raus. Und was soll ich sagen... Das Fliegen damit ist wirklich kein Vergleich. Gleich beim ersten Flug mehrmals Anschluss gefunden und jeweils bis zu 100 m gut gemacht. Und das bei wirklich nicht idealen herbstlichen Bedingungen. An den Knopf im Ohr und das Piepsen (und leider auch Rauschen) muss man sich gewöhnen. Aber die Umstellung lohnt sich wirklich! Gerade wenn Du nicht nachmittagelang Fliegen kannst oder willst ist so ein Vario eine Riesenhilfe, die Flugzeiten (und die wollen wir ja, wenn wir endlich draußen sind) effektiv zu verlängern. Es macht einfach gleich nochmal so viel Spaß wie vorher. Insofern stimmt es m.E. wenn hier im Forum und auch woanders die Leute sagen, durch die Anschaffung eines Varios hätten sie sich jahrelanges Rumprobieren und einigen Frust sparen können.

Fliegen muss man natürlich immernoch selbst. Und hier ist sicherlich jeweils noch einiges Potential zu heben (v.a. bei Wiesenfliegern wie mir :D) Zum Kreisen/ Zentrieren kann ich daher nichts Hilfreiches beitragen. Da haben meine Vorredner sicher schon alles - und viel besser - geschrieben. Außerdem betrachte ich mich da wie gesagt selbst noch als ziemlichen Anfänger.

Langer Rede kurzer Sinn: wenn irgend möglich und finanzierbar kauf Dir ein Vario! Fabrikat ist, denke ich, für den Anfang und bei normaler Nutzung (nicht im extrem-alpinen Bereich etc.) wahrscheinlich nicht so entscheidend. In der Bucht sehe ich derzeit wieder einige interessante Angebote und auch hier in der Börse gibt es jetzt zum Saison-Beginn die ein oder andere Möglichkeit. Ich denke, viele Kollegen rüsten gerade auf 2,4 Ghz/ Telemetrie um. Da sind dann wirklich gute Geräte, die vor ein paar Jahren noch richtig teuer (und heutzutage deshalb nicht weniger gut) waren, für teilweise deutlich unter 200,- € (mit LPD) zu haben. Wenn es also nicht unbedingt das neueste am Markt sein muss ist das Angebot derzeit wirklich gut. Natürlich kannst Du auch noch einige Monate warten und wegen der Umstellerei auf 2,4 Ghz werden die Preise für die "alten" 433 MHz-Geräte sicherlich noch weiter sinken. Aber das ist so wie mit EDV-Software und der ganzen "Unterhaltungselektronik". Wenn man länger wartet, gibt es immer irgendwo wieder einen noch besseren Preis. Aber während der Wartezeit verpasst Du auch etliche schöne Flüge in der nun beginnenden Frühjahrsthermik. Und um systematisch das aus dem Buch Erlernte in eigene Erfahrung umzusetzen zählt letztlich nicht der Preis des Varios sondern die Flugzeit damit :)

Da musst Du selber bewerten, was für Dich Priorität hat.

In diesem Sinne wünsche ich Dir noch viele schöne Stunden in der Thermik (mit oder ohne Vario)

Florian

Maggi
19.03.2012, 22:58
Hallo Guido,
ne Frage bezüglich deines Vario Interesses....mit welchem System fliegst du denn, eventuell kannst du dort ja ein gutes Vario bereits einsetzen..ich meine nicht die Vario Sensoren für paar Euro, sondern ein wie von dir gewünschtes richtiges Vario?!

Bei deiner Auswahl solltest du versuchen auch Hörproben mal zu bekommen, aus meiner persönlichen Erfahrung gibt es nichts störenderes als ein unangenehmes Vario beim fliegen...schließlich trellert dir das ständig ins Ohr und sollte daher auch angenehm für deine Gehörgänge sein ;-)

Edit:
Hat sich also doch noch einer dazwischen geschoben :-)
Ja das mit dem Rauschen ist so ne Sache, da hatte ich in letzter Saison wirklich schmunzeln müssen, als jemand mit nem richtig schönen Großsegler, bestem Equipment und ne 2400 Euro Funke dann sein LPD demonstrativ ohne Knopf im Ohr am Berg startete....wenigie Minuten später kam er dann in den Höhenbereich wo vom Ton nicht mehr viel übrig war und das Rauschen überhand genommen hat....ich empfand das extrem aufdringlich und nervend....übrigens hatte ich selber nen Knopf im Ohr welches mir die Vario Daten von meinem TX Modul (Weatronic) übermittelte....der Kollege nahms mit Humor und wir tranken Abends dann noch ein Bier zusammen bei nem netten Geplauder :-)

Porkus
20.03.2012, 09:18
Ich glaube ich hab es nun endlich kapiert mit der Thermik - auch ohne Vario :)
Letzte Woche war der E-Segler über 2 Stunden oben mit vieleicht 1 min Motorlaufzeit. :cool:

Das Gelände war eine Mischung aus einem 50m hohem Hügel und vielen Feldern in der Ebene, wobei der Hangaufwind eigentlich nur zum starten oder beim Absaufen nötig war, meist war der Segler sehr weit oben.

Der E-Segler war ein relativ simples Teil ohne Wölbklappen, 2.1m, 1400g, ca. 42g/dm², GFK Rumpf mit Styro-Holz Flächen.
Ich stimmen also voll zu, dass ein einfacher Segler langt, selbst wenn es ein 50€ Easyglider ist. Klar geht ein F3J Teil für 1000€ besser, aber das ganze Gequarke das man mindestens ein 3m Ding aus Voll-Kohle haben muss ist einfach falsch.

So habe ich es hinbekommen:
Man muss erstmal den Schwerpunkt sehr weit hinten legen, bis man auf dem Rücken kaum noch drücken muss. Beim schnellen Gleitflug andrücken sollte nur noch ein minimaler Abfangbogen kommen. Nun trimmt man das Höhenruder so weit auf ziehen, dass das Modell langsam fliegt ohne hoch und runter zu pumpen.
Dann stellt man die Querruder ca. 2mm nach unten (per Schalter weit oben erstmal). Das verringert die Schränkung und macht das Modell giftiger, es geht schnell mal ins Trudeln.
Nun wird stundenlang geübt die Kiste so zu fliegen. Es ist schwer das ziggige Modell in den Griff zu bekommen, aber nach 10-20 Flugstunden geht es dann doch, man muss es nur wollen. Flachkreisen mit geringen Korekturen und Strömungsabriss abfangen muss perfekt sitzen.

Wenn man es durchzieht ist das Modell kaum wieder zu erkennen, es fliegt nicht nur langsamer sondern reagiert sehr empfindlich auf Thermik, durch Veränderung der Fluglage.

Die Veränderung der Fluglage verrät einem wo die Thermik ist :)

Bleiente
20.03.2012, 10:39
Hallo Porkus,

Glückwunsch zum 2 Stundenflug :).

Gruss Andi

Claas
20.03.2012, 10:54
Ho Porkus,

dein Ansatz ist nicht schlecht - allerdings muß nicht das sensibelst eingestellte Modell auch die beste Thermikleistung erbringen.
Bei ruhigen Wetterlagen flieg ich auch gerne instabil, bei etwas ruppigerem Wetter kreist es sich besser, wenn das Modell stabiler fliegt, dann fällt man nicht so leicht aus der Thermik.
Außer Flachkreisen solltest du auch Steilkreisen üben, denn für jeden Bart gibt es nur genau eine passende Schräglage und kleine enge Bärte kannst du nur effizient mit etwas höherer Geschwindigkeit und Schräglage auskreisen!
Aber das Allerwichtigste hast du genau richtig erkannt: Viele Flugstunden und üben bis der Arzt kommt!

Viele Grüße,
Claas

Sniping-Jack
20.03.2012, 11:08
Vielen Dank für das ausführliche Feedback! Immer her mit solchen Infos! :)

Ich entwerfe mal ein nicht ganz zu Ende gedachtes Szenario:
Meine Flieger sind tendentiell eher klein. So zwischen 2m und momentan 3,6m. Und es sind fast alle Scaler mit durchaus eher schlanken Flächen.
Das heißt: Ich kann nicht hoch hinaus und längere Ritte an der Schmerzgrenze der Sichtbarkeit wären für mich das genaue Gegenteil von Spaß.
Ergo denke ich eher an ein häufigeres, aber nicht so hohes Aufsteigen und umgehendes Verheizen der Höhe, um erneut hochzuklettern. Je nach
Wetter natürlich. Sowas geht ohne Vario fast nicht. Nicht mit diesen Modellen. Nehmen wir mal die Ventus 2c in 3m, an der ich gerade bastle.
Damit gehen nur ein paar wenige 100m, ehe die Lageerkennung stressig wird. Ergo macht da ein Vario ganz sicher Sinn. Und ja, keins dieser billigen
ohne Ausgleichsdose!

Zur Technik: ich habe zwar eine DX7s mit Telemetriefähigkeit (der Transmitter im Modell fehlt halt noch, der bei der DX8 dabei ist), aber mit 7K
kann ich die Ventus nicht betreiben. Da ist ein DS20 drin und der ist vollbelegt. Das Vario kann/soll also eine eigenständige Lösung sein und es sollte
sich idealerweise leicht von einem in den anderen Flieger umbauen lassen. Mindestens die beiden DG-600 möchte ich ebenfalls mit Vario betreiben,
da beide nach demselben Motto betrieben werden (wenn gebaut). Als Preis habe ich mich schon mit Größen jenseits 100 Euro abgefunden. Und
klar kann es etwas sein, das nicht mehr der letzte Schrei ist. Aber es sollte natürlich technisch 1a und ansonsten in gutem Zustand sein sowie
in allen wichtigen Punkten überzeugend sein. Die Art der Töne ist dabei noch eher flexibel als übermäßiges Rauschen bereits in mittleren Höhen.
Mit der DG komme ich schon auch ein paar Hundert Meter, ehe es unentspannt wird.

Der Tipp mit dem "mal selber hören" ist sicher eine gute Idee. Mindestens Einen im alten Verein kann ich fragen, im neuen Verein sind sicher auch noch
Kandidaten, die ich fragen kann. Aber ich will natürlich bereits im Vorfeld so gut wie möglich informiert sein.

@Porcus:
Im Grunde tust du genau das Gegenteil dessen, was im Buch so warm empfohlen wird: einen möglichst eigenstabil operierenden Segler in die Thermik
zu schicken. Es ist nicht wichtig, mit der bestmöglichen Steigrate nach oben zu gelangen, sondern mit der größtmöglichen Zuverlässigkeit. Das ist
auf lange Sicht stets die beste Wahl. Du magst einen besonders guten tag erwischt haben, wo deine Methode funktioniert hat, aber das kann morgen
bereits total anders aussehen. ;)

amigofly
20.03.2012, 12:28
Hallo Freunde Hallo Guido


Bei dem Bücklein ist es wie in der Schule, Humorvoll
vorgetragen , bleibt sicher mehr hängen als nit
hochwissenschftlichen Daten und Fakten, ich schmökere
da sehr oft rein.

Ich dank mann muss unterscheiden , ob Telemetrie oder
Vario, ich hab mir jetzt auch noch die Keiti Box Pro zugelegt,
allerdings entteuscht, damit kann ich vorab nur mal Daten
aufzeichnen, ein Sprachausgabe und ein Ton wie bei den
Manntragenden fehlt mir da leider,
Das Problem das da auftreten kann hab ich gerade in der Bizzard
Diskussion gelesen...
Nach dem Start Piepst und kreischt es ... der EInsteiger schaut instinktiv
auf das Display , während der Vogel von dannen zieht um anschließend
unkontrolliert wieder einzuschlagen.
Hab mit der ASW das MVario ausprobiert... es sind zwar Morsesignale
zu hören, die man richtig zuordnen muss, nichts aber von eimen
Vario wie es sich gehört.
... eben wie beim Link Vario von WS Tech, das mitlerweile ja nicht
nur mit Jeti Systemen zusammen arbeitet,
Vorteil des Systems, es hat keinen eigenen Sender an Bord und
arbeitet über den Rückkanal der Anlage. es arbeitet mit der Bordversorgung,
Datenaufzeichnung erfolgt nicht mehr im Modell sondern am
Boden in der Ground Unit, je nach ausbau können aber trotzdem
Telemetriedaten , wie Akku Kapazität, Bordspannung etc aufgezeichnet
und auch ( je nach Geschmack ) mittels Sprachausgabe
in das Ohr des Piloten geflüstert werden., hat man noch ein
GPS Moduk an Bord, könnte im Fall einer eventuellen Außenlandung
die letzte bekannte Position des Modells ermittet werden....
..noch ein kleiner Vorteil, Ich brauch nur einmal die Grounde Unit am
Sender und kann einige Modelle mit den Bordkomponenten ausstatten,
oder ich steck die Komponenten einfach in ein anderes Modell...
Hat man mehrere Modelle, wäre die Anschaffung weiterer Board Units
überlegenswert.
Zur Tek Düse bin ich noch nicht gekommen, eine solche wird aber demnächst in
einem 3,5 Meter spnnenden Segler ihren Platz finden,
so kann dann auch die "Knüppelthermik" weitestgehend reduziert werden.

Ich hab auch das Gefühl, daß das WS Tech System eine wesentlich bessere
Auflösung hat.
Deshalb halt ich nix von diesen pseudo Vario Systemen, die keine
Sprachausgabe haben und änderungen in enen gewöhnungsbedürftigen Code
ausgeben.

Ich bin ehrlich gesagt von der Jeti Box fürs erste mal entteuscht,
obwohl sie eine Reihe praktischer Funktionen hat, die ich wohl zu schätzen weiß
Während des Fliegens interessiert mich das Display nicht da haben die Augen
beim Modell zu sein, es ist leider mangels entsprechender Soundsynthese fürs erste
als Vario bei mir durchgefallen, .. weil ich schon zu sehr vom WS Tech verwöhnt bin :)


LG

AMIGO ( Norbert )

Porkus
20.03.2012, 13:23
Ho Porkus,

dein Ansatz ist nicht schlecht - allerdings muß nicht das sensibelst eingestellte Modell auch die beste Thermikleistung erbringen.
Bei ruhigen Wetterlagen flieg ich auch gerne instabil, bei etwas ruppigerem Wetter kreist es sich besser, wenn das Modell stabiler fliegt, dann fällt man nicht so leicht aus der Thermik.
Außer Flachkreisen solltest du auch Steilkreisen üben, denn für jeden Bart gibt es nur genau eine passende Schräglage und kleine enge Bärte kannst du nur effizient mit etwas höherer Geschwindigkeit und Schräglage auskreisen!
Aber das Allerwichtigste hast du genau richtig erkannt: Viele Flugstunden und üben bis der Arzt kommt!

Viele Grüße,
Claas

Es war beim 2 Stunden Flug recht bockig bei etwa 20-30 km/h Wind. Mit einem kopflastigen eigenstabilen Modell hatte ich Schwierigkeiten die Thermik zu erkennen, weil das Modell die Fluglage weniger geändert hat. Wenn man erstmal drin ist geht es stabil mit weniger Geruckel, nur muss man erstmal reinkommen.

Bei einem fast neutralem Schwerpunkt muss man ja auch leicht ziehen um langsam zu fliegen und beim Kreisen muss man noch mehr ziehen. Dadurch hat man wieder eine gewisse Stabilität, wenn das Modell sehr weit oben ist fliegt man halt einfach größere Kreise mit etwas mehr Fahrt. Ich weiß nicht wie man es Beschreiben soll, aber irgendwie klappt es, also üben bis der Arzt kommt.

Maggi
20.03.2012, 18:47
Für nen vergleich der Töne sollte man mal echt ne gesamelte Liste erstellen :-)

Zumindest gibt es hier:
http://www.pp-rc.de/SHOP/vario.htm

ne Hörprobe....

Vom WS LinkVario kann ich eine beisteuern (Aufgenommen hier in meinem Büro gerade eben)....leider kann man die hier nicht uploaden, daher schreib mich einfach an, wenn du sie per Mail haben möchtest!


Nun fehlt nur noch eine vom Piccolario...leider bin ich bis dato da noch nie fündig geworden...mir persönlich gefiel das WS am besten ;-)

h.eberbach
21.03.2012, 16:35
Hörprobe von wstech Classic ... auf der Webseite www.wstech.de

Gruß
Herbert

Sniping-Jack
21.03.2012, 16:44
Zu spät, ich habe heute die erste Hörprobe gekauft. :D

Maggi
21.03.2012, 16:51
Guido ich denke das wirst du nicht bereuen ;-)

Kurz mal Offtopic...gibts in deiner neuen Heimat irgend was Hang ähnliches wo es sich lohnt den weiten Weg auf sich zu nehmen??? Uns beiden steht noch ne Diskussion bezüglich mechanischer QR Differenzierung aus :-)

Sniping-Jack
21.03.2012, 18:16
Hehehe, klaro. :D Also für dich wär's schon weit zum Ipf. Aber wenn du zu mir kämst, wär das der halbe Weg.
Dann umladen und ich schraddel uns dann zum Ipf. Wär sicher ganz und gar kein Problem aus meiner Sicht. :)

Maggi
21.03.2012, 18:22
Siehste
IPF steht immer noch auf meiner Watchlist :-) Ich nehm es mir seit 2 Jahren vor, aber irgendwie hat es nie sollen sein :-)
Bei welchen Windrichtungen ist der vernünftig fliegbar?

chrisk83
21.03.2012, 18:26
Mhm :D Guido :D wenn meine Ventus fertig ist, könnt ich mir das auch vorstellen :D

Naja, 9./10. Juni bin ich in Mittenwald auf nem Bogenturnier (über 2 Tage) da werd ich meine Ventus auch mitnehmen ;)

Sniping-Jack
21.03.2012, 18:53
Welche Windrichtung? Eigentlich alle ausser einer: Ost-Nord-Ost ist das glaubich. Es ist ein sog. Zeugenberg, der mehr oder minder
aus allen Richtungen fliegbar ist, aber wenn er "übers Eck" angeblasen wird, kann es sein, dass man mehrmals am Tag ein paar Meter
laufen muss. Allerdings hat man dann trotzdem immer wieder Thermik direkt am Hang und kann Höhe tanken, um sich dann weiterzuhangeln.
So sollte es jedenfalls mit Vario möglich sein - if not, hätte das Dingens seinen Zweck ja voll verfehlt. ;)

@Chris:
Hab ich das richtig mitgeschnitten? Du würdest auch mal an den Ipf kommen? Kloa!
Aber auch erst, wenn MEINE fertig ist. :D
Du kämst aber von bissi weiter weg, gelle? Ob sich da ein Tagesritt lohnt?
Ich würde da ein Zimmer in Bopfingen nehmen. :rolleyes:

Aber da sollten wir dann vielleicht einen eigenen "Ipf-Treffen"-Fred in Café eröffnen,
um hier nicht allzulange offtopic zu gehen. Nur so als Vorschlag. :)

Eckart Müller
22.03.2012, 10:34
Aber da sollten wir dann vielleicht einen eigenen "Ipf-Treffen"-Fred in Café eröffnen,
um hier nicht allzulange offtopic zu gehen. Nur so als Vorschlag. :)

Café ist nicht so gut, besser ist ein entsprechender Thread in Treffen und Termine (http://www.rc-network.de/forum/forumdisplay.php/47-Treffen-amp-Termine) mit 'nem Link von hier nach dort. Dafür ist die Rubrik schließlich eingerichtet worden!

Eckart

Sniping-Jack
22.03.2012, 11:31
Danke, gerne!

cthiessenhusen
23.03.2012, 22:15
Hallo,

allen die ein Telemetriesystem von Jeti oder M-Link haben kann ich nur das GPS Modul von SM Modelbau empfehlen. Das besitzt ein Vario über Luftdruck und ein GPS Modul. Die Tonausgabe geht in meinem Fall über den Jeti Transmitter. Ich habe mir noch eine Kopfhöhrerbuchse eingebaut die den Ton an der Funke ausschaltet wenn man einen Kopfhöhrer einsteckt. Außerdem hat man noch alle Vorteile des GPS und kann sich den Flug danach in Google Earth virtualisieren. Das Ding kostet nur 119,-€ und es werden ständig Softwareupdates geboten. Ich bin total begeistert und möchte es nicht mehr missen.

Grüße

Christian

Maggi
23.03.2012, 22:48
Hättest du dazu ne Hörprobe???
Was wird alles ausgegeben und ermittelt?
In wie weit hat es dir schon geholfen beim Thermikfliegen?

cthiessenhusen
24.03.2012, 08:53
Hallo,

Hörprobe kann ich dir leider nicht bieten. Die Ansage erfolgt über einen Piepton der um so schneller ertönt um so stärker das Steigen ist. Du kannst einstellen wie empfindlich das angezeigt wird und ob du nur Steigen oder auch sinken höhren willst. Ich habe das kleine Jeti Display, hier werden dir noch alle Werte wie Höhe, Geschwindigkeit, Entfernung, GPS Position usw. angezeigt. Mir hilft es sehr gut weil ich sehr schnell merke wenn es nach oben geht. Wenn du auf die Seite von SM Modellbau (http://www.sm-modellbau.de/shop/product_info.php?products_id=119&cPath=15) gehst kannst du alle Details lesen.

Grüße

Christian

Maggi
24.03.2012, 13:56
Hast du das schon mal mit nem richtigen variometer vergleichen können? Ich glaube nicht dass das aneinander richtiges ran kommen wird.

cthiessenhusen
25.03.2012, 09:58
Vergleichen ist schwer, aber das ist ja ein richtiges barometrisches Vario. Kombiniert mit einem GPS Logger, also zwei Geräte in einem. Macht zum Beispiel auch sehr exakte Geschwindigkeitsmessungen weil es die Geschwindigkeit über Grund und den Höhenverlust mit einrechnet. Nachzuprüfen sind sollche Messungen natürlich schwer.
Aber mit dem Vario bekommt man auf jeden Fall schon das kleinste Steigen mit, der kleinste einstellbare Wert ist ab 0,1 m/S. Aber da piepst es ja wegen jeder Verwirbelung. Ich habe es auf 0,5 m/S eingestellt und habe damit schon oft Thermik gefunden die ich sonst nicht bemerkt hätte.

Grüße

Christian

Maggi
25.03.2012, 16:28
Eine Druckdose allein macht ja kein Variometer aus...da gehört technisch noch einiges dazu.

Wenn die Auswertung der Daten zu träge ist, dann wird einem mal schnell die Werte einfach zu spät zum reagieren angezeigt und dann hat ein solches "Vario" gar keinen Sinn mehr denn man fliegt schlichtweg immer an der nutzbaren Thermik vorbei.
Ich kenne die SM Produkte auch und gehe davon aus, dass das alles qualitativ auch OK ist, aber bezüglich Hörprobe wäre es imho extrem wichtig das mal zu vergleichen, denn aus eigener Erfahrung weiß ist, dass eine unangenehme Signalisierung extrem auf die Nerven gehen kann, und das soll ja nicht im Sinne des Erfinders sein ;-) Was mich eben etwas stutzig macht, SM verkauft es eben nicht als Vario...vermutlich weil die Wissen dass dazu noch einiges mehr gehört als eine Höhenmessung oder lustiges gepiepe ;-)

cthiessenhusen
25.03.2012, 20:08
Hallo,

ich kann nur sagen bei uns im Verein fliegen es inzwischen drei Leute und die sind alle sehr zufrieden.

Grüße

Christian

Maggi
25.03.2012, 20:50
Na dann könntest du ja mal ne hörprobe am pc aufnehmen ;-)

cthiessenhusen
26.03.2012, 12:31
Hm, wie mach ich das denn, den Logger im Zimmer ein bisschen in die Lüft werfen:)
Ich muss mal schauen

Grüße

Christian

Maggi
26.03.2012, 12:44
Ja zum Beispiel :-) Das funktioniert natürlich nur wenn die Auflösung des Sensors auch fein eingestellt ist.
Alternativ kann man seinen Sprössling mit dem Flieger die Straße/Treppenhaus oder nahen Hügel rauf und runter scheuchen :-) Selber sitzt man(n) dann vor dem Rechner und nimmt dann den Ausgabe Ton per LINE IN am PC auf....alternativ wäre auch ein Video mit Kamera/Handy möglich :-)
Vorteil, das Kind wird dabei müde und man kann sich dann seinem Hobby wieder zuwenden :-)

joheit
27.04.2012, 14:08
Bin gerade zufällig über diesen Beitrag gestolpert und möchte mal eine Behauptung zur Diskussion stellen:

In einem Artikel von Mark Drela habe ich bezgl. Schwerpunktlage beim Thermik-Fliegen folgendes gelesen: Die Flugleistung (bestes Gleiten) ändert sich beim Ändern der Schwerpunktlage kaum, sofern man in gewissen Grenzen bleibt. Was sich ändert ist das Flugverhalten bei Einfliegen in die Thermik.
Ein „eher kopflastiges Modell“ steigt eher in sich ohne starke Änderung des Anstellwinkels.
Ein „eher hecklastiges Modell“ ändert stärker seinen Anstellwinkel, was das Erkennen von Thermik erleichtert.

Nun meine Behauptung:
Wenn ich mit Vario fliege benötige ich dieses zusätzliche Erkennungsmerkmal nicht und kann mein Modell eigenstabiler, also „eher kopflastig“ trimmen, ohne Nachteile zu haben. Daher macht es wenig Sinn, die hintere Schwerpunktlage auszureizen mit häufig(eren) Strömungsabrissen in großer Höhe, in der ich die Fluglage und -geschwindigkeit nicht mehr gut erkennen kann.

Mich würde hierzu Eure Meinung interessieren.

Gruß
Jörg

Sniping-Jack
27.04.2012, 15:51
Mein Senf dazu:

- Fliege deinen Flieger so ein, dass du damit am Besten zurecht kommst - was immer das dann auch ist
- finde die Thermik - mit oder ohne Vario
- kreise darin, ohne rauszufallen
- habe Spaß!

That's it. ;)

h.eberbach
30.04.2012, 18:00
Jörg/joheit,

volle Zustimmung!!!

Meines Erachtens hat sich vor ca. 15 +/- Jahren im Zuge der rasanten Leistungsentwicklung bei F3B und -J eine "Manie" unter "Sonntagsfliegern" entwickelt, die versucht haben, den (fast) professionell trainierten Kaderpiloten in Bezug auf Schwerpunktpositionen nachzueifern. Als reiner Flachlandflieger ziehe ich eine stabilere Trimmlage vor weil man mit EINER schlechten Kurve mehr Höhenverlust einfährt als man durch "optimale" Trimmung gewinnen kann.

Trotzdem - oder gerade deswegen - habe ich vor kurzem RIESENglück beanspruchen müssen: Nach dem Aufbau eines Stecktriebwerks habe ich beim erneuten Einfliegen eines altbewährten Modells offenbar den Schwerpunkt etwas zu weit nach hinten verlegt, denn ich war zwar sehr zufrieden mit dem gezeigten Flugverhalten, aber offensichtlich habe ich einen Steigflug in ungünstiger Sichtlage reichlich überzogen beendet. Das Modell fing an zu Trudeln, war nicht mehr abzufangen und fuhr durch junge Bäume in einen großen Reisighaufen - KEIN Kratzer.........................

Was zu beweisen war ;)

Gruß
Herbert

Hans Hoffmann
07.09.2014, 11:08
Hallo,

Ich hatte gestern mein ganz besonderes Aha-Erlebnis. Schwache Flachlandthermik, kürzeste Flugzeiten, ob mit oder ohne Vario (ohne Vario stellt sich immer gleich ein etwas anderer Flugstil ein). Flieger: RES-Segler. Dann den Segler mit größtmöglicher Höhentrimmung einfach ohne zu steuern laufengelassen. Und das Teil grast alleine den Himmel ab!
Kurvt mal links-, mal rechtsherum. Die Variotöne hatte ich ausgeschaltet, auf dem Display kletterte die Höhenangabe von anfänglichen 60m auf das Doppelte. Ich hab dann wegen Mittagspause abgebrochen.
Fazit: Das Modell kann das Thermikfliegen besser ohne Piloteneinwirkung.

Gruß Hans

Sniping-Jack
07.09.2014, 20:12
Wie du aber auch sagst: DIESES Modell. Ja, wenn ein Modell daurauf ausgelegt ist,
ist der größte Feind des Steigens der Mensch am Knüppel - Isso. ;)

Aber leider, leider ist das nur zum Leil so und schon gar nicht bei allzu vielen Modellen.
Die Variohersteller werden also weiterhin ihren Schnitt machen - und das völlig zurecht. :)