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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrung - Werte mit Dymond Master HQ Motoren



Porkus
15.03.2012, 13:24
Kennt sich jemand mit den Dymond Master HQ Motoren aus? Wie sind die so vom Wirkungsgrad her?

Den hier wollte ich in einen E-Segler einbauen: DYMOND-MASTER-HQ-3651 (http://www.modellhobby.de/Motoren/E-Motoren/DYMOND-brushless-Motoren/Aussenlaeufer-Motoren/DYMOND-MASTER-HQ-3651.htm?shop=k_staufenb&SessionId=&a=article&ProdNr=03121724&t=11&c=3258&p=3258)

Der Segler (Excel Competition) wiegt ca. 1700-1800g und sollte senkrecht steigen können.

Den Motor gibt es mit 700kv oder 900kv, als Akku soll ein 3s 3200 ran. Welcher wäre wohl besser und mit welcher Klapplatte? Ich dachte an den 700kv mit einer 15x8 oder 15x10.

Der Motor kostet etwa 50€, gibt es bessere Alternativen oder irgend einen sinnvollen Grund für ein Getriebemotor über 200 Ökken hinzulegen?

mb74
15.03.2012, 14:12
Schau,Dir doch mal einen Poly-Tec Antrieb an.480 Klasse .Getriebeantrieb für recht kleines Geld.Ich denke da findest Du das richtige.

spacy
15.03.2012, 23:23
Beim senkrecht steigen gehst du vom Strom her Richtung Standstrom.
Da ist der Motor in der 700 k/v Variante an 3s mit einer 16x8 Aero Cam 42 mm mit 3 kg Schub bei 49,7 A schon leicht in Überlast.
Den würd ich dann nicht mehr im schlecht belüfteten Rumpf innen einbauen.
Motor außen vor den Spant gesetzt mag vielleicht noch gehen.
Vielleicht hilft auch ein Mittelstück mit - 2,5 oder - 5 Grad, um die Steigung und den Strom reduzieren.
mit der 15x8 wirds wohl nix werden mit richtig senkrecht. Gut steigen wird er aber schon.

Die Wicklung vom 900 k/v 3650 verträgt mit 50 A mehr Strom, aber groß ist der Unterschied nicht

flymaik
16.03.2012, 10:37
Der Motor kostet etwa 50€, gibt es bessere Alternativen oder irgend einen sinnvollen Grund für ein Getriebemotor über 200 Ökken hinzulegen?


wir kommen hie langsam von der Eingangsfrage weg, aber es is immer noch nahe an der Lösung deines Problems.
Ich weis nicht, wie immer diese Summen genannt werden. Sonst wird immer bis zum Erbrechen gesucht, alles noch irgendwie 3€ günstiger zu bekommen.:rolleyes:
Du brauchst keine 200 € für eine Getriebeantrieb auszugeben, wenn du bereit und in der Lage bist, etwas Eigeninitiative aufzubringen.
Ein ME vom Andy kostet mit allem Drum und Drann ~90€.
Nun noch einen Motor deiner Wahl, denn Senkrecht ist nicht gleich senkrecht. Wenn deine Ansprüche mit der Zeit wachsen brauchst du ja nur den Motor zu wechseln. Getriebe ist ja schon da.:p
Motoren aus dem Impeller oder Racebootbereich gibt es leistungsfähig zu günstigen Preisen.
z.B ARC 28-58-1
Het 2W 23
Tenshock 1530 9 oder 10
mit allerdings dann schon wieder bei 200€ zusammen mit der 1540er Serie von Tenshock
450er Heli AL's sollten auch noch brauchbar gehen,

Peter Dörscheln
16.03.2012, 11:32
Der Motor kostet etwa 50€, gibt es bessere Alternativen oder irgend einen sinnvollen Grund für ein Getriebemotor über 200 Ökken hinzulegen?

Die Dymond-HQ Serie sind gute Gebrauchsmotoren, die bei guter Abstimmung mit entspr. Leistung, einem netten Wirkungsgrad und ordentlicher mechanischer Auslegung klaglos ihren Dienst tun. Bei Standard-Anwendungen greife ich auch immer auf die HQ-Serie zurück, mir gefallen die Motoren und der Service stimmt.
Das ist aber nicht das, was du vorhast, und die 90 Grad im Direktantrieb kannst du knicken. Zumindest auf Dauer, da du die Maschinchen mit 65 A - 70 A grillen würdest. Und diese Leistung brauchst du, wenn du mit senkrecht wirklich 90 Grad meinst. Von daher lässt sich die Frage "gibt es irgend einen sinnvollen Grund für ein Getriebemotor über 200 Ökken hinzulegen?" eindeutig mit "JA!" beantworten: diese Motoren leisten genau das, was du haben willst (und noch entspr. mehr - senkrecht beschleunigen etc.). Um die 1,8 kg wirklich senkrecht in den Himmel zu jagen brauchen die Antriebe Leistung und Standvermögen - und das kostet eben und ist für 50.- € nicht zu haben. Meiner Meinung nach hast du 3 Möglichkeiten:

du gehst von deiner "senkrecht"-Forderung weg und bekommst mit einem gut abgestimmten Aussenläufer (z.B. die von dir erwähnten Dymond HQ) einen sauber laufenden Antrieb mit guten Flugleistungen.
du nimmst entspr. Geld in die Hand und kaufst dir einen Getriebeantrieb von Kontronik, Hacker, Plettenberg. 90 Grad sind dann kein Thema, allerdings kostet das entsprechend.
du verzichtest auf die Namen der großen drei Hersteller und holst dir einen PolyTec mit Getriebe. Willst du aus 3 Zellen das Maximum rausholen, dann einen PolyTec 490 mit Getriebe, es gibt da noch einen schärferen als den 490/33 (ich glaube, /36). Damit gehts dann auch echt senkrecht für weit unter 200 €. Ich habe einen 490/33 mit Getriebe, der meinen EC-3 bei etwa 50 A Stromaufnahme echt gut befeuerte - trotzdem war auch da von senkrecht im Sinne von 90 Grad keine Rede. Den Absturz des EC_3 hat er jedenfalls mit einem von der Welle gelösten Ritzel quittert. Auseinanderschrauben des Maxxon-Getriebes war einfach, Teile reinigen, Ritzel mit Loctite verkleben, fetten, zusammenbauen - der Motor läuft heute wieder so gut wie vorher. Von daher finde ich das Preis/Leistungsverhälnis wirklich okay.



Gruß,
Peter

pierre_mousel
16.03.2012, 11:36
Prinzipiell spricht für den Getriebeantrieb dass er leichter bei gleicher Leistung.

Aber ob dir die 50 - 70 g und evt. einen besseren Wirkungsgrad das Wert musst du selbst entscheiden.

Aber nicht mit Innenläufern, die fressen den Gewichtsvorteil fast wieder auf, das Leichteste ist eine AL-Getriebe Kombination.

spacy
16.03.2012, 13:16
4. Variante: AL mit höherer Strombelastbarkeit wählen. Das bedeutet höhere K/V, kleinerer Löffel, mehr Drehzahl. Effizienz leidet ein paar Prozentpunkte. kleinerer Faltprop bremst aber etwas weniger im Gleitflug.

793466

Prop ist die Aeronaut Cam Carbon 11x6

http://www.freakware.de/shop/artikeldetails.php?show_artikel=39185
Ist baugleich bzw gefertigt von Scorpion
Die Wicklungen halten was aus.

Dazu ein -2,5 Grad Mittelstück 42 mm. Dann hat man faktisch eine 11x 5,2 (oder so), das gibt noch etwas mehr Drehzahl/Schub bei ein paar einzelnen Amps weniger.
http://www.hoelleinshop.de/Zubehoer/Luftschrauben-Spinner-Mitnehmer-und-Zubehoer/Mittelteile-fuer-Klappluftschrauben/Mittelteile-Aeronaut/Alu-Mittelstueck-42mm-2-5-8mm-Blattaufnahme-Aeronaut-724212.htm?shop=hoellein&SessionId=&a=article&ProdNr=AN724212&t=49303&c=2970&p=2970

flymaik
16.03.2012, 15:21
4. Variante: AL mit höherer Strombelastbarkeit wählen. Das bedeutet höhere K/V, kleinerer Löffel, mehr Drehzahl. Effizienz leidet ein paar Prozentpunkte.



Die Effizienz leidet nicht nur ein paar Punkte am Motor. Dafür kann man noch das eine oder andere Auge noch problemlos zudrücken, ;)sondern viel mehr durch den Einsatz der (zu) kleinen Luftschraube.




Aber ob dir die 50 - 70 g und evt. einen besseren Wirkungsgrad das Wert musst du selbst entscheiden.



Fahr dich mal nicht so an den Eta Werten vom Motor fest;)
Der Getriebeantrieb ermöglicht größere Luftschrauben. Das bringt viel mehr als 4-5% beim Motor

Reisenauer Antriebe
16.03.2012, 16:25
Der macht das mit einer 15x8er:

http://www.reisenauer.de/artikeldetails.php5?aid=1120

Gruß Andy Reisenauer

Porkus
19.03.2012, 09:57
Dann werde ich eben den 700 kv Motor nehmen und einfach mal selber den Strom messen. DYMOND-MASTER-HQ-3651 (http://www.modellhobby.de/Motoren/E-Motoren/DYMOND-brushless-Motoren/Aussenlaeufer-Motoren/DYMOND-MASTER-HQ-3651.htm?shop=k_staufenb&SessionId=&a=article&ProdNr=03121724&t=11&c=3258&p=3258)

Wenn der Segler nicht senkrecht steigt wäre das nicht so tragisch, mit ca. 500 Watt bei 1700-1800g ist er schnell genug oben.

Hat schonmal jemand den Motor mit einer 15x8 laufen lassen und den Strom gemessen?

flymaik
19.03.2012, 13:54
die LS wird ihn zu sehr aus bremsen eher 14x9 oder 10
Letzteres ist aber schon guter Überlastbetrieb!!!

spacy
19.03.2012, 15:03
wenigstens Steigung kleiner machen, d.h. -2,5 oder -5 Grad Mittelstück verwenden

flymaik
19.03.2012, 15:21
wenigstens Steigung kleiner machen, d.h. -2,5 oder -5 Grad Mittelstück verwenden

:confused::confused: warum das? der EC ist doch kein Softliner.

spacy
19.03.2012, 17:47
Hi,
der Themenstarter spricht von "E-Segler". Daraus schließe ich, daß sein Flugprofil nicht hotlinertypisch ist, sondern mehr schnell hochziehen und dann absegeln heißt.
Demzufolge muß das Teil nicht mit 300 m/s steigen können. Mit dem Dymond Motor und 500 Watt ist es sowieso weit von der Hotlinerei weg.
Deswegen kann man getrost auf das Abwürgen (+Grillen) des Motors beim Steigen verzichten und auf ein paar einzelne m/s gleich mit und fliegt statt dessen eine geringere Steigung, welche den Vogel auch noch besser nach oben befördert.

Porkus
20.03.2012, 10:07
Ich werde den Motor nicht grillen, weil ich erstmal den Strom messen werde und sofort abschalte wenn der Antrieb über 55A im Stand zieht. Wie man den Segler fliegt ohne den Motor zu grillen weiß ich auch, ich habe schon ein ähnlichen Segler der 55A im Stand zieht und etwa 40-45 in der Luft. (Das 1400g Teil geht übrigens senkrecht mit ca. 20m/s)

Es wäre natürlich extrem hilfreich, wenn mir jemand sagen könnte, wieviel Ampere der 700 kv Motor mit einer 15x8, 15x10 oder 14x10 zieht, dann muss ich evt. eine Latte weniger kaufen.

flymaik
20.03.2012, 11:50
Demzufolge muß das Teil nicht mit 300 m/s steigen können.

immer dies Übertreibungen:rolleyes:




.statt dessen eine geringere Steigung, welche den Vogel auch noch besser nach oben befördert.

hier liegst du mmn daneben, denn der EC kann durchaus problemlos etwas schneller geflogen,
Somit sind geringe Steigungen und Strahlgeschwindigkeiten hier nicht passend.
man sollte die Leistung schon versuchen effektiv einzusetzen. Erst recht wenn es nicht für mehr Leistung reicht.;)
dazu gehört nun auch mal ne Abstimmung Modell/ Luftschraube und nicht nur Motor /Luftschraube.

um halbwegs Spass zu haben. würde ich mindestens was um eine 14x10 zusammensuchen.
Mit Stromangaben wär ich vorsichtig. Lieber selber messen, denn je nach Zellen und deren Fitnes, sind da schnell man 5A Differenz drin.