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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MEGA 16/25/6 umwickeln



Philipp.Irmscher
18.03.2012, 19:55
Hallo!

Habe gerade meinen MEGA 16/25/6 auseinander genommen, um einen 16/25/1 draus zu machen.
Leider bin ich daran gescheitert die Wicklung zu entfernen.
Wie macht man das am besten?

Angefügt ein Bild vom Stand der Dinge.


Grüße
Philipp

FamZim
19.03.2012, 10:37
Hi Phillip

Die strubbelige Seite muß komplett glatt sein, mit Teppichmesser nach und nach die Dräte abschneiden, oder abdrehen, oder feilen ;)
Dann heiß machen, bis es nach Amper richt, und Gruppenweise auf der anderen Seite heraushebeln, mit Schraubendreher oder Zange. Nachdrücken in der Nut hilft auch.
Und nicht so um die Ecke ziehen dann geht der Isoring kaputt ;)

Gruß Aloys.

Philipp.Irmscher
19.03.2012, 18:45
Hat Prima geklappt! Danke! :)

Leider ist der Stator jetzt in zwei Teilen... Wie füge ich den wieder zusammen? Zusammenpressen und mit dünnen Sekundenkleber?

Grüße
Philipp

pierre_mousel
20.03.2012, 12:49
Hat Prima geklappt! Danke! :)

Leider ist der Stator jetzt in zwei Teilen... Wie füge ich den wieder zusammen? Zusammenpressen und mit dünnen Sekundenkleber?

Grüße
Philipp

Genau so. Aber auf saubere Ausrichtung achten. Eventuell einen keil zum ausrichten in die nuten legen

Kailee
20.03.2012, 20:45
Philipp,

kennste vielleicht schon aber wenn nicht, auf tuning.powerditto.de (http://www.tuning.powerditto.de/) gibt's auch ein Paar Artikel zu Mega Innenläufer. Hier im Forum gibt's auch schon ein Paar Artikel dazu, inkl. Tips zu Änderung der Nenndrehzahl etc...


Gruss,


Kai.

Philipp.Irmscher
06.04.2012, 13:31
Habe den Motor jetzt fertig! :)

Habe ihm eine Wicklung mit 2x 1mm und 1x 1,5mm Querschnitt verpasst. Macht also eine Querschnitssfläche von ca. 3,3mm2
Verschaltet ist er im Stern. Leider habe ich zu spät gesehen, dass der käufliche 16/25/1 im Dreieck verschaltet ist. Dann wird der nächste eben Dreieck.

Meine Leerlaufmessung erscheint mir aber etwas kurios:

Drehzahl 20000 U/min
Spannung 8V
Strom 9A
kV 2500


Ist der Strom nicht zu hoch?

Philipp.Irmscher
02.11.2012, 12:34
Habe den Motor nocheinmal ausgepackt!

Habe ihn damals vermutlich falsch vermessen... Nicht auf die Pole geachtet und so im Unilog falsche Daten ermittelt!
Es ist jetzt ein 16/25/1 mit 3,3mm^2 Kupferquerschnitt im Stern verschaltet.

Er hat eine Leerlaufdrehzahl von 5150kV (38.000 U/min bei 7,35V).


Jetzt wieder das große Problem: Strom dabei 9A
Ein anderer Rotor hat das gleiche Ergebnis gebracht.
Das ganze bei 10V bringt etwas mehr Strom (ca. 12A) und 50.000 U/min.

Dann hab ich mal mit Luftschraube gemessen (5,25x6,25)
24.000 U/min
85A 9V
Weiß nicht mehr ob es Vollgas war, jedenfalls ein miserabler Wirkungsgrad!


Habe mal aufgeschnappt, dass etwas in Sättigung geht. War das der Stator?
Falls ja, warum funktioniert dann der original 16/25/1 mit 4800kV?

Grüße
Philipp

Behemoth
02.11.2012, 19:41
Hi Phillip, ja das klingt für mich nach ner Sättigung.
Die Statorbleche gehen in die Sättigung, dadurch geht dann der Strom hoch. Hab ich mal versucht in nem anderen Thread zu erklären, ist aber schwierig zu erklären finde ich ... Aloys hats dann nochmal alles etwas berichtgt ^^

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/353123-3026-Neu-wickeln

Ab Post 7

Meine Empfehlung, schraub die [1/min/V] ein wenig runter ;)

Grüße Andrej

Philipp.Irmscher
02.11.2012, 21:56
Ja, jetzt wo du es sagst, fällt mir die Erklärung wieder ein.

Was mich aber etwas stutzig macht, ist dass es den Motor ja mit 4800kV (glaub ich) gibt...

So weit ich das mit der Sättigung kappiert habe, dürfte das ganze erst ab einer gewissen Drehzahl auftreten und der Strom unverhältnismäßig stark mit der Drehzahl steigt.

Soweit ich das im Log sehe, steigt der Strom von Anfang an stark.

Was dazu kommt, sauber läuft der Motor nicht hoch. Er zuckt ab und zu, kurz vor der maximalen Drehzahl auch mit einer Stromspitze von 24A.

Behemoth
02.11.2012, 22:35
Ja das mit der Drehzahl ist richtig.

Sicher dass es GENAU der motor ist ? Gleiche Blechdicke , gleiche Statorlänge etc ?

Deine Drehzahl baut sich aber auch von anfang an auf oder? ;)

Du sagtest du hast den als Einwinder gemacht? Da kommen viele Regler nicht mit klar .. Zumindest mit meinem ARC .... versuch es doch mal mit nem anderen Regler ?

Grüße

Andrej

Philipp.Irmscher
02.11.2012, 22:56
Gute idee mit dem anderen Regler, leider nicht die Lösung gewesen.
Hatte zwar keinen "guten" anderen Regler zur Hand, aber der ICE und auch der Turnigy Plush machen beide das gleiche.

Philipp.Irmscher
02.11.2012, 23:00
Das mit der Sättigung hast du wohl besser verstanden als ich. Was hällst du davon:
Mega gibt an, dass die Rotoren 50.000U/min ohne Probleme mitmachen, also auch die Statoren. Ist das nicht egal mit welcher Spannung und welcher Wicklung?

Philipp.Irmscher
04.11.2012, 20:27
Ich werde aus dem Motor nicht schlau... :confused:

Hab ein wenig mit der Programmierung vom Regler gespielt, nichts hat geholfen. (Timing, PWM, Hochlaufzeit, Startup-Power...)
Lediglich beim Timing verringert sich die Drehzahl von 50.000 U/min bie 30° auf ca. 45.000 U/min bei 6°. Das war aber zu erwarten oder?

Zwei Sachen sind mir diesmal stark aufgefallen:

1. Der Motor wird selbst bei niedriger Drehzahl (22.000 U/min, 3,5A, 12V) innerhalb von 10 Sekunden sehr heiß.
2. Sobald ich etwas höher mit der Drehzahl gehe, zuckt der Motor stark, und wenn ich nicht schnell den Gashebel nach vorn schiebe, bleibt er vor Zucken fast stehen.

Hat jemand Rat?!

Grüße
Philipp

Behemoth
04.11.2012, 20:42
Nein ist nicht egal.

Letztenendes ist der fließende Strom für das B Feld verantwortlich. Bei hoher "kV" bekommste bei geringen Spannungen hohe Ströme raus. Du kannst aber auch mehr Zellen und weniger "kV" nehmen, um den Strom zu senken. Du erreichst dann die gleiche Drehzahl, aber mit vieeeel weniger Verlusten . ( I^2*Ri =Pverlust)...Auch einer der Gründe, warum dein leerlaufstrom so dermaßen in die höhe geht.
So und jetzt kommen wir zur Sättigung. Jedes Material hat ne eigene Sättigungskurve, in der du ablesen kannst, wie viel Energie du aufwenden musst, um welche Feldstärke zu erzeugen. Diese Kurve genügt fast einer E-funktion, will heißen irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem du um die Feldstärke zu ändern dermaßen viel Strom aufwenden musst, bis es raucht :D

Und ich waage es mal zu behaupten dass dein Motor im Leerlauf schon fast verglüht :( Denn eins ist klar, die Energie die im Leerlauf umgesetzt wird, die ist weg ! Die kannst du nicht nutzen, die verpufft in Wärme ....

Hoffe es dir etwas verdeutlicht zu haben ^^

Grüße

Andrej

Kailee
04.11.2012, 21:06
Und ich waage es mal zu behaupten dass dein Motor im Leerlauf schon fast verglüht :( Denn eins ist klar, die Energie die im Leerlauf umgesetzt wird, die ist weg ! Die kannst du nicht nutzen, die verpufft in Wärme ....



Genau, und in diesem Fall ist das 42W die da in Hitze umgesetzt werden, schon ein guter Lötkolben! Daher kein Wunder dass der so heiss wird.

Aber; meine selbst gewickelten Megas kommen auch auf ähnliche Werte, die mit richtig viel Kupfer drin (hab z.B. einen mit 2 Teilmotoren mit jeweils 2 Strands 1.06er als 22/45/2YY , also umgerechnet knapp 3.5mm^2 pro Phase) auf teilweise noch mehr. Der wird im Leerlauf auch richtig warm, aber in der Luft tut er's prächtig! Ist halt der Nachteil der doch ziemlich dicken Bleche in den Megas.

Gruss,

Kai.

Philipp.Irmscher
04.11.2012, 22:51
Hab einen Tip bekommen, dass das Ruckeln wahrscheinlich von den "schlechten" Reglern kOmmt.
Welcher Regler kommt denn mit dem Einwinder zurecht? Die ICE Regler sind ja normalerweise nicht schlecht.

Zu Kailee:
Sprich bei 2-2,5kW könnte er eine ganz gute Figur machen?
Dafür war er nämlich gedacht.
Mit Propeller dran wurde er bei 85A nicht wirklich heißer... Zumindest nicht wesentlich schneller.

Das mit der Sättigung, ich weiß nicht... Den Motor gibt es ja so. Und im Log bei 24.000 U/min genehmigt er sich auch schon 3,5A, würde bedeuten, er ist hier auch schon in der Sättigung.

Grüße
Philipp

Behemoth
04.11.2012, 23:15
Dann mach doch einfach einen Praxistest ;)
Mehr als verglühen kann er ja nicht ^^ Aber was kümmerts dich, du kannst ja wickeln ;)

Und du weißt ja wie man im Volksmund sagt, IL sollte man nicht ohne Last laufen lassen :-) Und das hat auch seinen Grund, die drehen dann viel zu hoch, und der regler kann das Feld verlieren. Vllt ist das ja dein Ruckeln ;)

Grüße

Andrej

Philipp.Irmscher
04.11.2012, 23:20
Ich denke darauf läuft es hinaus... Und bevor ich ihn wieder strippe, lass ich ihn lieber zum Test einmal glühen und strippe dann... :D
Der Test muss aber leider noch bis zum Wochenende warten.

Der Motor soll ja an 4s unter last laufen, daher Leerlauf an 3s! Probleme gibts ja nur im mittleren Drehzahlbereich.

Werde berichten!
Grüße
Philipp

FamZim
04.11.2012, 23:27
Hallöchen

Die Sättigung übernehmen eigendlich die Magnete die im Motor sind, das sind nicht die Verlustbehafteten.
Aber durch ständiges Ummagnetisieren gibt es Ummagnetisierverluste, die sich in Verluste in der Hystereseschleife darstellen.
Mal einen Link zu sowas:
https://www.google.de/search?q=hystereseschleife&hl=de&client=firefox-a&hs=1AU&rls=org.mozilla:de:official&prmd=imvns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=9OSWULqDCpDWsgbG-IGwCA&ved=0CCIQsAQ&biw=1024&bih=605

Dazu kommt noch die Wärmeentwicklung die in den Blechen durch Ströme die dort induziert werden entstehen, je dicker die sind je ausgeprägter ist das.
Also Bleche mit schmaler Hystereseschleife (sehr gutes Blech) und dünne verwenden.
Je höher die Frequenz um so wichtiger wird das.

Da bei Einwindern nur geringe Spannungen zum messen an den Steller gehen sollte da auch kein HV Steller genommen werden, ich weiß ja nicht welchen Ihr da habt.
Der kann im Zwischengasbereich ewentuel streiken ?

Der Betrieb mit doppelter Spannung und gleicher Drehzahl erfordert auch doppelte Windungszahl.
Dadurch wird der Draht doppelt so lang, bei halbem Querschnitt.
Macht nach Adam Riese 4 facher CU Widerstand, bei dann halbem Strom drotzdem 2 facher Spannungsverlußt in der Wicklung.
Macht Summa Sumarum wieder die gleichen Verlußte wie mit der dicken Wicklung, also auch gleicher Wirkungsgrad.

Gruß Aloys.

Kailee
05.11.2012, 00:20
Zu Kailee:
Sprich bei 2-2,5kW könnte er eine ganz gute Figur machen?
Dafür war er nämlich gedacht.


Kommt halt auf den Draht an. Mein bisher langlebigster 45er hat 1.5er single, 2 Teilmotoren, lächelt bei 3.5kW müde an 6s. Hab einen 30er mit doppelt 1,06er und ebenfalls 2 Teilmotoren ans Limit getrieben um zu sehen wie weit es gehen könnte, bei 6s & 250A hat die Wicklung dann nach ca. 15-20 Sekunden aufgegeben, die Magnete waren dann allerdings auch hinüber. Abhängig von Statorlänge (Gewicht!) kann man die Megas schon mit Einfachdracht für 200A Peak wickeln, halt nur kurzzeitig für zB F5B. Mit doppeltem Draht passt mehr Kupfer in die fast quadratischen slots, dann ist auf jeden Fall noch mehr drinne. Hab allerdings noch nicht mit mehr als 6S experimentiert.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist das ich den Motor nicht einzeln sehe, sondern als Teil des Gesamtsystems Antrieb, bei dem noch andere Stellschrauben zum Erfolg erforderlich sind, hautsächlich Getriebe und Prop.

Rotoren gibt's übrigens bei Mega auch einzeln, bisher hat man mir da vorbildlich geholfen. Aber aufpassen da die Rotoren von den "E" Motoren kleinere kV bei gleicher Wicklung geben, aber dass mache ich mir inzwischen zunutze wg dem höherem Drehmoment.

Ich finde selbst die Megas einfach toll, super Preis/Leistung wenn man selbst etwas mit neuem Kupfer nachhilft!

Gruss,


Kai.

Philipp.Irmscher
05.11.2012, 14:20
Gewickelt ist er mit 2x1mm und 1x1,5mm parallel. 3,3mm^2 Kupfer.
Gewicht waren glaub ich 120-130g. Klar dass ich da keine 1750Wmin drüber jagen kann. Aber insgesamt 25-30s Motorlauf müsste er verkraften.

Getriebe wird ein KPG25 5,2:1, an 4s und RFM14x14,5 oder etwas in der Richtung.
Taste mich dann von 2s ausgehend vor und schaue ob die Ströme explodieren.

Grüße
Philipp

Philipp.Irmscher
05.11.2012, 15:31
Der Regler ist ein Himodel ICE 150 (LV).
Das das ganze als Hotlinerantrieb dient, kann ich zur Not auf den Teillastbereich verzichten.