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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Problem mit Regler, wer kann helfen?



ulinux
25.03.2012, 21:08
Hallo

Ich habe einen Elektroschlepper gebaut und gestern und heute die ersten Flüge gemacht. Doch leider hab ich große Probleme mit dem Regler.
Meine Ausrüstung:
- Motor: Graupner Compact 640Z
- Akku: Rockamp 2x 3S5000 und SLS 2x 4S5000mAh, jeweils in Reihe als 6S (Rockamp) und 8S (SLS)
- Regler: Hobbywing/KDS 120A HV
- gemessene Ströme im Stand: ca. 52A bei 6S; ca. 80A bei 8S

Mein Problem:
Ich starte, fliege ein paar Runden, nehme dann Gas auf 0 zurück und baue etwas Höhe ab. Dann gebe ich wieder langsam Gas, aber es tut sich nix. Keine Leistung, keine Drehzahl, einfach nix. Es kann sein, das nach ein paar Mal Gas raus und rein wieder was kommt, aber ich musste dadurch auch schon 2 mal notlanden.
Ich hab schon versch. Timings probiert, von 18° bis 26°. Auch das startverhalten habe ich von normal auf mittel geändert.
Am Boden ist das Problem nicht nachvollziehbar, da läuft der Motor immer wieder an.

Akkus sind ok, waren immer voll, keine Zelle die ausgefallen ist, hab ich extra kontrolliert.
Kann es irgendwie am mitlaufenden Prop liegen, ist der einzige Unterschied der mir einfällt.

Ich hoffe jemand kennt das Problem, notfalls muss ich nen neuen Regler kaufen.

Gruß
Uli

pierre_mousel
26.03.2012, 07:57
Hallo



Akkus sind ok, waren immer voll, keine Zelle die ausgefallen ist, hab ich extra kontrolliert.
Kann es irgendwie am mitlaufenden Prop liegen, ist der einzige Unterschied der mir einfällt.

Ich hoffe jemand kennt das Problem, notfalls muss ich nen neuen Regler kaufen.

Gruß
Uli

Hast du denn schon mal ohne mitlaufendem Prop probiert. Kann sein dass der Regler dadurch eine falsche Rückmeldung kriegt.
Davon abgesehen bremst ein mitdrehender Prop mehr als ein stehender.

ulinux
26.03.2012, 08:52
Hallo Pierre


Hast du denn schon mal ohne mitlaufendem Prop probiert. Kann sein dass der Regler dadurch eine falsche Rückmaldung kriegt.
Davon abgesehen bremst ein mitdrehender Prop mehr als ein stehender.

Wenn ich das am Boden probiere, dann läuft der Prop ja nur kurz nach und steht wenn ich wieder Gas gebe. Das funktioniert.
In der Luft soll der Prop ja eigentlich auch mitdrehen, um beim schnellen Abstieg zu bremsen. Ich kann dann höchstens zum testen die Motorbremse aktivieren und schauen ob ich in der Luft das Probem dann immer noch habe.
Aber normalerweise dürfte das ja nicht sein, egal ob der Regler beim Heli oder Motorflieger eingesetzt wird, oder?

Gruß
Uli

pierre_mousel
26.03.2012, 09:05
In der Luft soll der Prop ja eigentlich auch mitdrehen, um beim schnellen Abstieg zu bremsen. Ich kann dann höchstens zum testen die Motorbremse aktivieren und schauen ob ich in der Luft das Probem dann immer noch habe.


Gruß
Uli

Probieren geht über studieren.

Für den Abstieg kannst die ja nur ein wenig Gas geben so dass der Motor leicht mitdreht. Musst nur auf eine gute Kühlung des Reglers achten weil der durch den Teillastbetrieb arg beansprucht wird. Die Helis haben ja einen Freilauf, den hast du nicht.

Teamspirit
26.03.2012, 20:33
Hallo Uli,

das Problem kenne ich selbst an Combos, die eigentlich tadellos laufen: Nach längerer "Segelzeit" eines Motormodells im Leerlauf mit durch den Wind frei drehender Luftschraube lässt sich der Motor manchmal nur widerwillig zum Anlaufen überreden.
Meine Lösung heißt Standgas, wie aus alten Verbrennerzeiten wird die Trimmung des Gasknüppels dazu verwendet, den Motor mit einem Standgas zu versehen, damit habe ich zum einen eine direktere Gasannahme und - viel wichtiger - die Gasannahme ist so absolut zuverlässig. Zur Reglerbelastung: Theoretisch müsste sich eine Mehrbelastung ergeben, aber diese ist in der Praxis überhaupt nicht spürbar: weder wird der Regler wärmer noch verkürzt sich die Flugzeit.

MfG, Axel

s.nase
27.03.2012, 01:21
Bei sehr geringem "Standgas" ist auch die Reglerbelastung nur sehr gering. Anders sieht es im Teillastbereich(30-80%) aus, da zieht der Motor ja auch schon reichlich Strom, den der Regler aber dabei immer noch "abdämpfen" muß. Möglichst geringes Standgas damit der Regler die Synkronität zum Motor nicht verliert, ist also kein Problem für den Regler.

Warum der Regler die Synkonisierung verliert, kann ich mir auch nicht so richtig vorstellen. Eventuell "magnetisiert" sich der Motor durch den "Generatorbetrieb" auf, und dadurch erkennt der Regler die Rotordrehzahl und -Position nicht mehr richtig.

ulinux
27.03.2012, 09:43
Hallo

Das mit dem Standgas könnte funktionieren, aber ich kann mich noch nicht so ganz mit dem Gedanken anfreunden, das der Motor dann immer dreht, auch nach der Landung. Ich weis, beim Verbrenner ists genau so, muss ich mich vlt. nur daran gewöhnen.
Ich werde auf jeden Fall mal die Bremse und das Standgas probieren, empfinde ich aber beides nur als Notlösung, eine funktionierende Regler/Motor-Kombination wäre mir lieber.
Ist da dann eher Motor oder Regler das Problem? Ich würde jetzt eher einen anderen Regler kaufen, oder kann ich dann da das gleiche Problem wieder bekommen? Ich dachte da jetzt an einen Castle ICE2, Hobbyking Superbrain oder evtl. Roxxy, sollte Preislich aber deutlich unter 200,- Euro liegen. Hat da vielleicht noch jemand einen Geheimtip?

Gruß
Uli

pierre_mousel
27.03.2012, 10:11
Hallo
...
Ich werde auf jeden Fall mal die Bremse und das Standgas probieren, empfinde ich aber beides nur als Notlösung, eine funktionierende Regler/Motor-Kombination wäre mir lieber.
Ist da dann eher Motor oder Regler das Problem?
...
Gruß
Uli

Meiner Meinung nach der Regler. Hast du keinen anderen mit dem du mal probieren könntest ??

Peter Stöhr
27.03.2012, 10:27
Hi *,

ganz ehrlich, ich käme nie auf die Idee beim Segler die Luftschraube im Segelbetrieb mitlaufen zu lassen, da kann ich ja gleich nen Bremsfallschirm am Heck befestigen ;) Von dem Problem beim Anlaufen des Motors mal ganz zu schweigen, den sich drehenden Motor wieder korrekt anlaufen zu lassen ist für die billigeren Regler schon ein Problemen.

Achja, fürs Landen gibt's auch bessere Methoden, angefangen bei hochgestellten Querrudern bis hin zu Butterfly. So etwas ist besser dosierter und wohl auch problemloser in der Umsetzung.

Viele Grüße
Peter

ulinux
27.03.2012, 11:02
Hi Peter!


Hi *,

ganz ehrlich, ich käme nie auf die Idee beim Segler die Luftschraube im Segelbetrieb mitlaufen zu lassen, da kann ich ja gleich nen Bremsfallschirm am Heck befestigen ;) Von dem Problem beim Anlaufen des Motors mal ganz zu schweigen, den sich drehenden Motor wieder korrekt anlaufen zu lassen ist für die billigeren Regler schon ein Problemen.

Achja, fürs Landen gibt's auch bessere Methoden, angefangen bei hochgestellten Querrudern bis hin zu Butterfly. So etwas ist besser dosierter und wohl auch problemloser in der Umsetzung.

Viele Grüße
Peter

Bei meinen Seglern mache ich das ja so, aber hier handelt es sich um meine Schleppmaschine, wie im ersten Beitrag kurz erwähnt. ;) :)
Und bei dem KDS/Hobbywing bin ich davon ausgegangen das es kein Billigregler ist, da er wohl oft auch in nicht gerade günstigen Helis eingesetzt wird.

Gruß
Uli

Küstenschreck
27.03.2012, 11:59
Moin Uli
wie soll der Regler ein Drehfeld aufbauen wenn der Motor am drehen ist, versuch mal beim Auto während es rollt ohne Kupplung einen Gang einzulegen

KurtHarders
27.03.2012, 12:21
Hallo Uli,



Das mit dem Standgas könnte funktionieren, aber ich kann mich noch nicht so ganz mit dem Gedanken anfreunden, das der Motor dann immer dreht, auch nach der Landung. Ich weis, beim Verbrenner ists genau so, muss ich mich vlt. nur daran gewöhnen.

Dann mach doch einen Schalter im Sender zum "Hauptschalter". Der Gasknüppel geht von fast-aus bis Vollgas und der Schalter stellt ganz ab. Habe ich aus Sicherheitsgründen in jedem Programm.
Grüße, Kurt

Teamspirit
27.03.2012, 22:21
Hallo Elektrofreunde,

natürlich fliege ich meine Elektrosegler (im weiteren Sinne) mit Bremse...
Das Standgas wird so eingestellt, dass der Motor gerade eben läuft, die minimale Reglermehrleistung ist vernachlässigbar. Ich kann mir 3D-Fliegen ohne Standgas und die damit verbundene sichere und zügige Gasannahme nicht (mehr) vorstellen.
Wer landet denn seinen Elektromotorflieger (mit Fahrwerk) mit stehender Luftschraube? Sieht weder gut aus und ein sanftes Aufsetzen ohne Schleppgas ist auch irgendwie schwierig...

Viele Grüße, Axel

ulinux
28.03.2012, 14:34
Hallo

Also ich denke ich werde jetzt mal mit Motorbremse und/oder Standgas testen, bzw. fliegen bis ich einen anderen Regler habe.

Kann mir da jemand einen Tip geben, bzw. mir bei der Ausawahl ein bisschen helfen?

Auf meiner Kandidaten-Liste stehen:
- Castle Ice2 120A HV (http://www.castlecreations.com/products/phoenix-ice2-hv.html)
- Robbe Roxxy 9100-12 (http://www.robbe.de/roxxy-blcontrol-9100-12-opto.html)
- LiPolice 100A-HV Opto (http://www.der-schweighofer.at/artikel/90317/drehzahlregler_lipolice_esc_100a-hv-opto)
- Hobbyking Superbrain 100A HV (http://www.hobbyking.com/hobbyking/store/__10944__Turnigy_Super_Brain_100A_Brushless_ESC.html)
- GensAce 90A HV (http://www.gensace.com/epages/genspow.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/genspow/Products/Mars-BL90A)

Meine Rahmenbedingungen:
- 6-8S LiPo
- min. 80A Dauer
- unter 200,- Euro incl. Zubehör (Prog-Karte, etc)

Gruß
Uli