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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zakopane (Polen) 1953. Das Segelflugmodell Neptun gewinnt ......



D-OTTO
27.03.2012, 23:31
den polnisch –tschechischen Modellflugwettbewerb.

DDR 1954 Das Segelflugmodell Super Neptun wird als Bauplan veröffentlicht.
Bei dem A II Modell wurde ein MVA 301 Profil verwendet, das den Aufbau vereinfachen soll.

Und so sieht es aus.
Aufbau der Tragfläche
Die Endleiste3x8 KI wird aufgeschnitten und auf einer Nagelschablone in Form gebracht.
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Die vier Hauptholme 3x3 KI werden vorgebogen und anschließend die Rippen aufgefädelt.
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Die Nasenleiste 3x5 KI muss natürlich auch vorgebogen werden
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Der „Flächenstahl“ aus 1mm Alu/ Sperrholz/ Alu
Bild folgt
Der Randbogen aus 3x 1mm Sperrholz verleimt, im Plan wird Bambus vorgeschlagen. Dieser ist allerdings so stark dass die Leimstellen nicht gehalten haben.
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Das Foto ist vom HLW
Die fertige Fläche
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Aufbau des Rumpfes.
Die Seitenteile werden auf dem Plan aus 3x3 KI aufgebaut, dann mit dem Rumpfkopf Bestehend aus 3x 15mm Fi verleimt. Das Rumpfteil wird jetzt auf dem Rücken liegend auf dem Plan ausgerichtet und die Querstreben eingeleimt. Anschließend die zwei seitlichen Rumpfgurte eingeleimt.
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Da der Vogel ja schon mal auf dem Rücken liegt, wird das Seitenleitwerk gleich Stück für Stück mit aufgebaut
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Der Hochstarthaken aus 1mm Stahldraht wird gebogen und mit Zwirn an der KI Leiste festgewickelt und reichlich Leim gesichert gefestigt. Ich habe hierzu 0,3er Cu Draht und 2K Kleber genommen.
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Der Rumpfboden ist nicht aus Pappe, wie Bauplan steht, sondern aus 0,8er Sperrholz
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So das soll erst mal reichen.
Mehr demnächst
Gruß
Stefan

D-OTTO
31.03.2012, 23:18
Hallo Gemeinde,
wenn es schon keine Kommentare gibt hoffe ich doch das hier jemand mal reinschaut.;)

Es geht weiter

Zwischenzeitlich ist natürlich auch die linke Flächenhälfte entstanden.

Das Hlw ist im Prinzip so aufgebaut wie die Fläche, besteht aus 13 Rippen und hat eine leichte V-Form.
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Man sollte sich so langsam Gedanken machen wie das Modell gesteuert werden soll. Ja ich weis es ist ein Freiflieger, aber ich bevorzuge es das Modell vom Platz wieder zu holen und nicht aus Nachbars Rapsfeld oder gar aus dem Buchenwald

Zurück zur Anlenkung. Von einer V Leitwerksanlenkung wurde mir abgeraten, auch konnte ich ein ähnlich aufgebautes Modell in Augenschein nehmen. So beschloss ich, Höhe und Seite anzulenken. Das Seitenruder wirkt recht winzig soll aber funktionieren. Das Höhenruder wird über zwei Bautenzüge angesteuert. Ich behalte mir vor alles so zu bauen als sei es ein Freiflieger, also auch die Befestigung des HLW. Die hier zu sehende Endleiste ist geändert worden, das Mittelteil war viel zu breit.
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Für die Verklebungen am Modell habe ich Sekundenkleber und Weißleim genommen, jetzt würde ich Uhu-Hart dem Weißleim vorziehen. Die aufgefädelten Rippen habe ich mit Seku geklebt und die End und Nasenleisten mit Weißleim.

Warte auf Kommentare.
Gruß
Stefan

jochen_w.
01.04.2012, 21:14
Abend Stefan,
ich les auf jeden Fall mit! Es gibt halt nicht viel zu fragen oder zu beanstanden, da Du ja sehr ordentlich baust und alles gut erklärst. All zu viele Kommentare und Nebendiskussionen können so einen übersichtlichen, schön chronologisch aufgebauten Baubericht auch sehr zerstückeln und unübersichtlich machen, aber über 150 Klicks auf diesen Thread zeugen doch von einem vorhanden Interesse einiger Personen.
Das einzige was mir jetzt besonders aufgefallen ist, ist beim Rumpf als Du vom einkleben der Querstreben geschrieben hast, dass da keine Streben unter 45° zu sehen sind. Weder am Rumpf soweit, noch im Plan. Aber je nach Größe des Querschnitts im Verhältnis zur Länge eines Rumpfes muss das ja auch nicht immer notwendig sein. Manchmal genügen auch schon die unter 90°/ rechtwinklig zur Längsrichtung verbauten Streben zusammen mit der Bespannung aus. Es kommen hier ja auch keine besonders großen Torsionslasten auf den Rumpf.
Jedenfalls ist das ein schönes Modell, der name kommt mir im Zusammenhang mit antik-Segelflugmodellen irgendwoher bekannt vor, aber entweder täusche ich mich oder kann mich gerade nicht erinnern wie das Modell komplett aussieht. Deshalb freue ich mich schon auf ein Bild von deinem fertigen Neptun.

Gruß
Jochen

MK-Sven
01.04.2012, 21:17
Lese hier gerne mit! :)
Bin grade auf der Suche nach nem schönen antiken Segler.
Leider habe ich bisher nichts gefunden was meinen Vorstellungen entspricht.
Da ich eher nicht so der Bauer (eher der Flieger) bin bewundere ich die Leute die solche Projekte bauen wie Du es machst! :)
Ich finde bisher sieht Dein Modell sehr gut aus! :)

MfG

Sven

D-OTTO
01.04.2012, 22:55
@Jochen
eine Diagonale kommt noch rein und zwar im vorderen Bereich gleich hinterm Nasenklotz.
Dein Lob geht runter wie Öl, vielen Dank dafür. Ich bin kein großer Schreiberling, versuche immer so zu schreiben, daß das Lesen nicht langweilig wird und trotzdem alles wichtige rüber kommt.
Jetzt weis ich, das ich auf dem richtigen Weg bin.

@Sven
auch dir ein Dankeschön. Es gibt bei einigen Anbietern viele Baukästen für Antike Segler, wenn du Hilfe brauchst schick mir mal eine PN.
Ich betreibe Modellbau seit ´76 und habe erst vor ein paar Jahren festgestellt das ich eher der Modellbauer als flieger bin. Wenn ich fliege, dann was lieber was ruhiges wie Segler oder langsamere Maschienen. Das ist Entspannung und Belohnung für die vielen Stunden auf dem Dachboden.

Gruß
Stefan

D-OTTO
07.04.2012, 19:47
Hallo Geneinde,
ich muß gestehen, ich war etwas faul.;)
Dafür durfte der Flieger mal Frischluft schnuppern.
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Ich mache mir gerade Gedanken über den RC-einbau.

Zur Verfügung steht: 2 9g Servos, ein 4Kanal Empfänger, 350er 2sLipo, ein Spannungsregler, sowie einen Magnet-Schalter für F3F/F3B Modelle.

Das alles, will ich so unterbringen das man möglichst wenig davon sieht.

Dann schon mal ein frohes Osterfest.

Gruß

Stefan

D-OTTO
10.04.2012, 10:45
Hallo Gemeinde,
hier mal ein kleiner Eindruck zum Thema Fleißarbeit.


http://www.rcmovie.de/video/861265e277ddc29b39ff/Tragflaechenbefestigung-am-Segelflugmodell-Super-Neptun-1954


Viele Grüße
Stefan

D-OTTO
15.04.2012, 15:46
Hallo Freunde des gepflegeten Modellbaus,
leider hat es mich zu Ostern aus der Bahn gehauen. Daher ist nicht viel geschehen, ich habe hier aber noch die Bilder vom RC-Einbau.
Die Servos habe ich auf 2x 0,8er Sperrholz geschraubt, den Empfängerakku unter einen Deckel geklettet. Der Rest ist am Boden fixiert und wird durch die Verstärungen verdeckt. Den Akku kann ich somit jederzeit austauschen und hoffe das ich an die restlichen Einbauten nicht mehr dran muß.:D
Auch sitzt jetzt die Diagonalverstrebung an Ort und Stelle.

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Am Freitag ist auch das Vlies von Aeronaut gekommen.
Viele Gruße
Stefan

D-OTTO
15.04.2012, 15:56
Hier noch der Magnetschalter an seinem Arbeitsplatz.
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hänschen
15.04.2012, 16:04
ich hab das erst jetzt gesehen: Super!!!
Für die Verklebung der Rippen hätte ich Uhu-Hart vorgezogen, es hat im Sonnenlicht den Anschein als wären die Rippen nur gesteckt.

D-OTTO
15.04.2012, 16:40
Hallo Hans,
nun was soll ich sagen?
Die Rippen habe ich aufgeschoben, ausgerichtet und eigentlich wollte ich nur eine mit Seku fixieren. Nachdem das aber so gut gehalten hatte, habe ich einfach so weiter gemacht.:rolleyes: Für die anderen Klebestellen habe ich dann Weißleim genommen.
Aber du hast Recht, Uhu Hart ist die bessere Wahl.
Gruß
Stefan

hänschen
15.04.2012, 17:26
hi Stefan,
altes Kriegsleiden: wenn ich keinen Klebstoff sehe, ist keiner dran;)...
wirklich suuupersaubere Arbeit!

D-OTTO
27.04.2012, 17:54
Hallo Gemeinde,
hier der aktuelle Stand, durch Krankheit hat sich der Bau verzögert.
Bespannt habe ich das Modell mit Vlies von Aeroplan. Einfacher geht’s nicht. Das komplette Modell wird zunächst mit Porenfüller gestrichen, dabei reicht es die Teile an denen das Vlies später aufliegt zu benetzen. Anschließend schleifen, am besten mit einem Schleifpad und die ganze Prozedur wiederholen. Das Vlies zuschneiden und mit der glänzenden Seite nach außen, aufgelegt.
Das Vlies legt sich so glatt auf das man es nicht mal Spannen muss. Jetzt einem kleinen Pinsel in Verdünnung tunken und über die Stellen streichen auf denen das Vlies aufliegt. Das geht ruck zuck, die Verdünnung zieht sich auf den Sperrholzrippen und Kiefernleisten entlang. Da wo schon Vlies ist, geht das natürlich nicht, hier nimmt man am besten Spannlack oder Uhu Hart, den Spannlack aber nur sparsam verwenden.
Anschließend das Gebilde mit einem Folienbügeleisen straffen. Ich habe das Bügeleisen auf 120°-130°C eingestellt. Die mit Spannlack behandelten Stellen werden beim bügeln klebrig. Das ist natürlich gut für die Randbögen und Stöße.
Restarbeiten bestehen darin, alles 2-3x mit Spannlack und farbig zu gestalten. Soweit bin ich aber noch nicht.
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Gruß Stefan

MK-Sven
28.04.2012, 10:33
Hallo,

das Modell ist echt klasse geworden!
Sehe ich das richtig das das die billigen HK Servos sind? Korrigier mich bitte wenn ich (hoffentlich) danebenliege...
Ein solches Modell würde ich nicht mit so einfachen Dingern ausstatten, wenn da son Servo mal ausfallen sollte wäre es echt schade!
Beim Staufenbiel gibts doch auch günstigere Servos und die sind sehr gut meiner Erfahrung nach.

Ich bin mittlerweile auch fündig geworden was mein Antikmodell betrifft, das RC-Käuzchen von Aeroplan! :)
Mein Einstieg in die Antike! :)
Evtl. mit Baubericht!
Danke Dir nochmal für den Link zu Aeroplan!
Danach gibt es dann was Größeres von Aeroplan wenn alles gut läuft und mir das Bauen liegt!

VG Sven

D-OTTO
28.04.2012, 14:01
Hallo Sven,
danke für die Warnung. :)
Aber bis jetzt habe ich mit HK Servos gute Erfahrungen gemacht. Ich könnte hier eine Liste von Servos aufstellen die mir laufe der Zeit ausgefallen sind oder gleich defekt bei mir ankamen. Dabei sind auch die namhaften Hersteller und wie sich herraus stellte kommen auch die aus fern Ost.;)
Gruß
Stefan

D-OTTO
19.05.2012, 22:28
Hallo Gemeinde,
lange haben die letzten Arbeiten gedauert.
Das mit Vlies bespannte Modell, wurde 2x mit 1:1 verdünnten Spannlack gestrichen.
Dann wurde das blaue Papier zugeschnitten und mit Glutufix aufgebracht und wieder mit Spannlack gestrichen. Ich hatte auch hier verdünnten Spannlack genommen, besser wäre aber unverdünnt gewesen. Das gibt dann eine festere Oberfläche.
Zum Papier.
Das wiegt 4g pro Bogen und will mit einem ordentlich scharfen Messer, oder mit einer guten Schere geschnitten werden. Das macht richtig Arbeit und Streifen unter 5mm kosten Nerven.
Wenn es einmal liegt kann man das Papier sehr schön an die runde Rumpform anpassen. Lange gerade Streifen sind schwer zu legen, einmal ein Bogen im nassen Papier ist es vorbei.
Erste Gleitflüge,
habe ich auch schon gemacht. Zuvor haben noch 95g Blei, in Kugelform, in der Balastkammer ihren Platz gefunden. So komme ich auf ein Abfluggewicht von 495g, mit vollen Akku :D ;)
Die Gleitflüge gingen bei böigen Gegenwind bis 50m.
Der Bastelraum ist jetzt erst mal ausgefegt und vorerst gibt es keine neuen Projekte. Ich warte nur noch auf pessendes Wetter an einem freien Tag dann gehts raus mit Hochstartseil oder Gummi.
Hier noch ein paar Bilder.
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Gruß
Stefan