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TurboSchroegi
25.09.2002, 15:48
Hallo ?

Kann mir jemand sagen, welchen Wirkungsgrad ein (Planeten)Getriebe für den E-Flug hat ?
(Z.B. benutze ich ein Reisenauer Micro-Edition 4:1)

Grüße TurboSchroegi

ICE-T
25.09.2002, 16:09
Hallo!

Genau kann ich es dir auch nicht sagen; aber als
Anhaltswert mit 0,9 liegst du sicher nicht schlecht

Grüße
Wolfgang

PS: Habe selbe 2 Micro Edition; sind echt tolle
Getriebe die auch fast nicht zu hören sind

Andreas Maier
25.09.2002, 17:20
planeten getriebe haben im allgemeinen einen
verlußt von 3% einschließlich wellendichtringen!
siehe hp von "SEW"
stirnradflachgetr. ca 90-95%wirkungsgrad.
schräg/geradeverzahnt/hohlradgetriebe.
mfg.:andreas

TurboSchroegi
25.09.2002, 17:21
Original erstellt von ICE-T:
Hallo!

Genau kann ich es dir auch nicht sagenHi !

Is' schon klar! Hängt ja auch von einer Menge Faktoren ab. So ein Daumenwert ist schon das was ich gesucht habe. Bisher habe ich immer 0,95 angenommen. War ich zu optimistisch ?

Grüße + Danke TurboSchroegi

Peter Rother
25.09.2002, 18:05
haengt auch von der Leistung ab.

Bei ganz geringe Leistung, zB Teillast ist das Eta niedrig (Grundwiderstand), dann geht's hoch! Bei Keramik beschichteten Zahnraedern wird's an die 95%-97%. Beim eifachen Graupner 2.8:1 mit Stirnraedern wird's eher an die 93%

Snoopy
25.09.2002, 19:51
95%-97%? Sind die Werte nicht ein wenig optimistisch?
Hätte ich schlechter eingeschätzt, besonders weil unsere kleinen Planetengetriebe wegen der recht kleinen Zähnezahlen eine recht hohe Selbsthemmung haben. Ich weiss nur, dass man bei Windrädern (wir haben in Konstruktionslehre im vierten Semester selbst eines konstruiert) einen erheblichen Aufwand treibt, wobei dann 97-99% rauskommen. Zugegeben wir reden hier von ganz anderen Drehzahlen und Drehmomenten, aber dafür dürfen die Dinger auch so schwer sein wie sie wollen.

Hast Du dazu Messwerte Peter? Das würde mich sehr interessieren! (Du wärst ja z.B. in der Lage einen Motor ohne und mit Getriebe zu vermessen)

Andreas Maier
25.09.2002, 20:53
schau einfach bei SEW rein(www.sew.de)
planetengetriebe -baureihe-psf 210
oder fpl 210- oder fpl 210 (das sind die kleinen
getriebe mit 2abtriebslagern verspannt! +2wellendichtringen+fettfüllung-spielarm!!!
d.h. bei 3winkelminuten spiel ist trotz hoher reibung der wirkungsgrad weit über 95%!
bei 6 winkelminuten spiel ca 3%verluste.
slipstick-effekte sind hier nicht zu berücksichtigen.
siehe auch:neugart(https://www.neugart.com/de-de/)
und (www.alphagetriebe.de)
mfg.:andreas

[ 25. September 2002, 21:01: Beitrag editiert von: elo-gustel ]

Wimh
25.09.2002, 21:21
Original erstellt von Snoopy:
95%-97%? Sind die Werte nicht ein wenig optimistisch?
Ja und nein; Maxon gibt fur seine planetengetriebe werte von 80 bis 85%, aber das ist bei kleinen leistungen. Wir (Reisenauer ZB) betreiben diese dinger weit ausserhalb die spezifikationen (und erwarten auch nicht ueber 10.000 stunden lebensdauer dabei). Laut Ulf Herder sind die verlusten eines planetengetriebes weitgehend konstant , bei so 1000W ein sind 2-3 % verluste (immer noch 20-30w) also durchaus realistisch, wenn das getriebe optimal eingestellt ist , nicht zuviel fett drin ist etc, etc.Bei 200W sieht es dan schon ganz anders aus ( bei geringen leistungen rechne ich mit mindestens 15%!)

[ 25. September 2002, 21:28: Beitrag editiert von: Wim ]

Jürgen Heilig
26.09.2002, 07:06
Beispiel: 280BB mit 4,4:1 Maxon
Leerlaufstromaufnahme ohne = 0,7A, mit Getriebe 1,1-1,2A. Das Getriebe "schluckt" also rund 2,7W (Eingangsleistung) ohne Last. Selbst wenn die Verlustleistung gleich bleiben würde, kommt man dann bei 27W Eingangsleistung (Slow-Fly/Park-Fly) auf max. 90% Getriebewirkungsgrad. :) Jürgen

TurboSchroegi
26.09.2002, 08:22
Bei 200W sieht es dan schon ganz anders aus ( bei geringen leistungen rechne ich mit mindestens 15%!)Hi !

:eek: :eek: :eek: Das haut mich jetz schon um, vorallem weil ich im konkreten Fall das Getriebe ja in einem 1,5 kg Softliner betreibe und P(Getriebe IN) nicht sonderlich groß ist!

Wenn ich mir allerdings weiter unten Jürgens Beitrag ansehe muss ich sagen: Mensch bin ich blöd! Ich hab' ja die Ströme selbst gemessen! Warum bin ich nicht drauf gekommen mir das auszurechnen ? Sonst rechne ich auch jeden Sch... aus! Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht :)

Auf jeden Fall bestätigt die Rechnung die 15%! Das ist ja krass! :(

Grüße TurboSchroegi

Motormike
26.09.2002, 08:28
FUN400-23 12V IL 0,6A dasselbe mit Aeronaut Getriebe 0,81A an 12V.

FlugFisch
26.09.2002, 10:08
Hi..

ich hab mal den kompletten Antriebsstrang eines Logo30 Helis vermessen.
Resultat: der Getriebeverlust ist stark drehzahlabhaengig, aber kaum vom Drehmoment.
Dabei ist folgendes Diagramm entstanden:
http://www.iag.uni-stuttgart.de/people/andreas.fischer/images/model/getriebeverlust.gif

Falls das auf die normalen Getriebe uebertragbar ist, sollte man bei der Messung der Verluste im Leerlauf (schnell drehende Motoren) vorsichtig sein, da evtl. zuviel Verlustleistung rauskommt.
Die von Motormike warscheinlich mit geregelter Drehzahl gemachte Messung (oder?) scheint da schon eher aussagekraeftig zu sein.

mfg
FF

[ 26. September 2002, 10:09: Beitrag editiert von: FlugFisch ]

Jürgen Braitmaier
26.09.2002, 12:44
@alle,

aus meiner Sicht sind Getriebeverluste für den
"Normalflieger" vernachlässigbar,da durch die mögliche Wahl von größeren Luftschrauben-durchmessern der Gesamtwirkungsgrad wieder ansteigt.(geringere Propellerkreisbelastung)

Gruß Jürgen

Andreas Maier
26.09.2002, 16:50
um reibungsverlußte so gering wie möglich zu halten,bedarf es dem jeweiligen einsatzzweck
zugeordnetem schmierstoff!!!!!!!!
reisenauer hat auch 2verschiedene!
von klüber gibt es sehr gute! ;))))
dann klappts auch mit ~3%verlußt!
mfg.:andreas

ICE-T
26.09.2002, 19:28
Hallo!

Ich glaube auch das der Getriebeverlust bei "Normalfliegern" keine große Rolle spielt; zumindest habe ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht; Es gibt auch sicher qualitative und technische Unterschiede der Getriebe selbst.

Ich persönlich würde jedoch mit einem Faktor von max. 0,95 rechnen.

Ich hab mir auch die Seiten von sew und neugart angesehen. Meiner Meinung nach können die Getriebe nur bedingt für Vergleiche hergezogen werden, da sie sich in Größe und Drehzahlen schon sehr von jenen die wir im Modellbau einsetzen unterscheiden.

Grüße Wolfgang

Andreas Maier
26.09.2002, 19:59
die getriebe von sew,neugart,...sind spielarmm
und mit doppellippigen wellendichtringen versehen!
d.h. diese haben sogar noch eine höhere reibung.
und 3%verlust.
mfg.:andreas

Kraeuterbutter
27.09.2002, 02:10
wie schauts denn da dann eigentlich beim LRK-MOtor aus ?
da fällt ja Getriebe weg..

bei Vollgas und viel Leistung ist wahrscheinlich/unter umständen
(nur ne Annahme von mir)
ein kleiner schnelldrehender 2Pol MOtor (Kontronik, Hacker, Lehner, ...) mit Getriebe doch noch etwas besser im Wirkungsgrad als ein LRK

ABER: wenn jetzt der Motor sagen wir nur mit 15% läuft (Segler, DAuerflieger, Slowflyer, was weiß ich)..
dann steigen ja die Getriebeverluste, richtig ?
15% wurde hier mal wo genannt..

wie schaut das nun bei so nem LRK im Teillastbetrieb aus ?
bei TEillast ist ja grundsätzlich Wirkungsgrad geringer (egal welcher Motor)
konkret:
Aussenläufer vs. 2pol schnelldrehend mit GEtriebe BEI TEILLAST

Jürgen Heilig
27.09.2002, 06:46
Hallo Kräuterbutter,

Die Aussage mit dem schlechteren Wirkungsgrad bei Teillast gilt nur für die Regler. In den meisten Fällen werden unsere Motoren jenseits des Wirkungsgradmaximums betrieben, so dass der Wirkungsgrad bei Teillast sogar steigen kann. :) Jürgen

Kraeuterbutter
28.09.2002, 13:57
ok, wie schauts dann im "Set" aus, denn ein Motor ohne Regler bringt ja nix..

wie stark geht denn da maximal der Wirkungsgrad bei Teillast runter ?
sinds bloss 2-3 % oder doch 15-20% die der Motor bei Teillast an Wirkungsgrad verliert ???

Snoopy
28.09.2002, 18:35
Original erstellt von Jürgen Heilig:
Hallo Kräuterbutter,

Die Aussage mit dem schlechteren Wirkungsgrad bei Teillast gilt nur für die Regler. In den meisten Fällen werden unsere Motoren jenseits des Wirkungsgradmaximums betrieben, so dass der Wirkungsgrad bei Teillast sogar steigen kann. :) JürgenStimmt nicht, bei Teillast entstehen nicht nur die Schaltverluste im Steller sondern durch die zerhackte Spannung auch zusätzliche Verluste im Motor, die wiederum stark von der Induktivität abhängig sind.
Dass der Motorwirkungsgrad bei Teillast steigt wenn man ihn bei Vollgas jenseits des maxeta betreibt ist auch ein Irrglaube, da am Motor selber eine geringere Effektivspannung anliegt, bei der das maxeta ebenfalls geringer ist als bei der Vollgasspannung.

Jürgen Heilig
29.09.2002, 19:55
Die meisten Billigmotoren werden sowohl mit Strömen weit über dem maximalen Wirkungsgrad betrieben, als auch mit deutlich überhöhter Spannung.
Im Teillastbetrieb ist es durchaus möglich dass die effektive Spannung im Bereich der Nennspannung des Motors liegt und der Strom in die Nähe des maximalen Motorwirkungsgrads rückt. :) Jürgen

Motormike
08.10.2002, 11:04
Sodele ich bau mir grad fuer ne Cap nen Motor zusammen.
FUN400-28 (31mOhm)

(bei 33600U/Min (exakt) an 12V schluckt der 0,81A im Leerlauf. Heute Abend bastel ich Getriebe drauf und mess mal bei selber Drehzahl.

Motormike
09.10.2002, 08:26
Bei 33600U/Min nun mit dem 2,33:1 Aeronaut (ich kann auch noch die Raedchen tauschen und das 2,64 und 3:1 messen falls Interesse) Getriebe nun 0,98A ohne Schmierung (die kommt noch). Jetzt kommt einmal ne Oelfuellung und danach ne Fettfuellung rein und es wird weiter gemessen. Danach werden 10 Fluege simuliert und noch einmal gemessen, da die Erfahrung zeigt, daß nach dem Einlaufen des ganzen Systems diese Werte weiter verbessert werden.

Motormike
09.10.2002, 08:42
Das mit dem Oel hab ich gelassen, sonst haette ich nicht viele Überlebenschancen wenn ich das Oel beim laufen lassen in der Gegend verteile.

Nun bei selbiger Drehzahl mit der richtigen Menge Fett: 0,95A
etwas zuviel Fett: 0.98A
mehr Fett: 1,03A
viel zuviel Fett: 1,13A

Christian Lucas
09.10.2002, 09:09
Hi Mike,
"off topic on",Du scheinst mir schon in Aspach
etwas dünner ausgesehen zu haben,aber wie ich sehe machst Du dir zuviel gedanken um Colesterinwerte.Die Colesterin Lüge Artikel in Bild der Wissenschaft lesen dann schmeckt der Braten wie er soll.

Motormike
09.10.2002, 09:31
/off topic on
ohje hier ne Zeitung kriegen, das ist tiefstes Land... ;) . Regler probiert?
/off topic off

Interessant war jetzt der Versuch, das Getriebe von jemand zusammenbauen zu lassen, der sowas noch nie gemacht hat. IL = 1,48A und kratzende Geraeusche. Was ist passiert? Die Schrauben wurden ungleichmaessig an den Anschlag geknallt, der Aufsatz saß etwas versetzt und verbogen darauf. Ein bisserl Sorgfalt sollte also schon sein. Sobald ich die Adapterplatten fuer das Planetengetriebe habe, damit mit demselben Motor gemessen werden kann wird dies fortgesetzt.

Snoopy
09.10.2002, 10:37
Original erstellt von Motormike:
/off topic on
ohje hier ne Zeitung kriegen, das ist tiefstes Land... ;) . Regler probiert?
/off topic off

Ein bisserl Sorgfalt sollte also schon sein. Sobald ich die Adapterplatten fuer das Planetengetriebe habe, damit mit demselben Motor gemessen werden kann wird dies fortgesetzt.Hihi, das kenn ich :)
Bei Planetengetrieben mache ich das so, dass ich den Flansch des Getriebes in einen Schraubstock sachte einspanne und die Schrauben nur handwarm anziehe, so dass ich den Flansch noch bewegen kann. Dann das ganze auf geringstes Geräusch bzw. geringsten Strom (sollte ja das gleiche ergeben) optimiere. Da der Flansch eingespannt ist lässt sich das Getriebe abschrauben ohne was zu verschieben. Dann noch Schrauben anziehen und feddich.

Andreas Maier
09.10.2002, 16:51
hallo leute,
das mit dem schmierstoff ist temperatur- und lastabhängig.z.b.:wenn's sehr kalt ist dünneren
schmierstoff,bei hitze "etwas dickeren"
ich nehme bei kleinen lasten ~400er klasse:
---klüberpaste 46 MR 401- gibt es bei conrad
bis 300 watt(starke 5/600er):
-von klüber:AMBLYGON TA 15/2
ab 300 watt im reisenauer,maxon,.... :
-von klüber:ISOFLEX TOPAS NCA 52(004179/212031)
dieses ist leider nicht gerade billig-aber sehr gut!-es genügt wenn die zahnflanken mit dem pinsel eingefettet werden und ein wenig an die anlaufscheiben/planflächen.lieber etwas öfter wie zuviel.
daß natürlich alle achsen in ihrer flucht laufen sollen,bzw.planetengetriebe zentrisch,davon gehe ich aus!
mit freundlichen grüßen:andreas

[ 09. Oktober 2002, 16:57: Beitrag editiert von: elo-gustel ]

haschenk
09.10.2002, 18:11
Hallo Mike,
so wie du das machst, kannst du den Getriebe-Wirkungsgrad nicht messen. Was du bei deiner Methode findest, sind nur die Verluste durch Lagerreibung (ohne Last!!),ein wenig Walkarbeit vom Fett und ein klein wenig durch das Abrollen der Zahnflanken.

Die wesentlichen Verluste entstehen erst, wenn du "Leistung" durch das Getriebe schickst. Im Idealfall müsste man (unter Last) das Drehmoment am Getriebe-Eingang und -Ausgang messen. Die Drehzahlen sind ja bekannt; daraus Leistungen rechnen und dann das Verhältnis bilden.

Ich habe ein Getriebe, das ich gelegentlich im Rahmen von Messungen verwende. Stammt meiner Erinnerung nach von robbe ("offen", 2 Aluplatinen, Kunststoffzahnrad und Ms-Ritzel, Abtrieb kugelgelagert). Von dem habe ich mal den Wirkungsgrad folgendermaßen bestimmt:

Last war ein Microheli-Rotor, Motor ein Faulhaber 3557 mit genau bekannten Daten ("Messmotor"). Aus dem Motorstrom kann man bei so einem Motor das abgegebene Drehmoment genau berechnen. Bei der gegebenen Konstellation war es gerade noch (kurzzeitig) möglich, den Rotor im Direktantrieb zu messen, und dann natürlich auch problemlos unter Zwischenschaltung des Getriebes. Aus den Daten mit/ohne Getriebe kann man dann den Getriebewirkungsgrad berechnen. Für dieses Getriebe haben sich 96% ergeben, wobei natürlich +/- 1% ohne weiteres als Fehler drin sind. Dieser Wert ist aufgrund der Konstruktionsmerkmale des Getriebes plausibel und entspricht auch meiner Erfahrung mit anderen Getrieben.

Viel Wissenswertes zu unseren Getrieben gibt es auch in dem Buch
O. Wennmacher, "Elektroflug-Getriebe". FMT-Fachbuch, vth-Verlag.
Unbedingt lesenswert.

Grüße,
Helmut

[ 09. Oktober 2002, 18:14: Beitrag editiert von: haschenk ]

TurboSchroegi
09.10.2002, 18:38
Hi Folks !

Das dieses Thema soviel Resonanz findet, hätte ich nicht gedacht! Whow :eek:

Offensichtlich ist der Wirkungsgrad eines Getriebes eine Funktion über der Leistung mit irgendeinem einem konstanten Faktor dabei. So wie es aussieht ist das ganze auch nicht linear (welch' Überraschung ;) ). Hmmm ... Was mir allerdings nicht klar ist, welche Verluste entstehen bei "viel Leistung" die man durch's Getriebe jagt, die nicht auch entstehen würden, wenn man - so wie Mike - "wenig Leistung" durch's Getriebe jagt. Die Pappenheimer müssten ja dieselben sein - der Zahlenwert ist halt anders.
Für mich klingt das einwenig nach "Erzeuge zusätzliche Verlustfaktoren durch mehr Leistung". Was verstehe ich jetzt schon wieder nicht :confused: :confused:

Grüße TurboSchroegi

Motormike
09.10.2002, 20:21
@haschenk
Erzaehl mal um wieviel schlechter es bei Last wird. Gehen wir mal von 200Watt (10V 20A)Eingangsleistung bei ca. 80% Motorwirkunsggrad aus.

[ 09. Oktober 2002, 20:23: Beitrag editiert von: Motormike ]

haschenk
09.10.2002, 20:35
Hi Schroegi,

es ist so, wie du ahnst. In den "Ingenieurs-Handbüchern" und erst recht in spezieller Fachliteratur gibt es dazu jede Menge zu lesen. Zum Glück brauchen wir nur einen ganz kleinen Ausschnitt davon.

Getriebe-Typ, Ausführung im Detail usw., dann aber auch Drehzahl und durchgeleitete Leistung haben Einfluß auf den Wirkungsgrad. Es gibt z.B. Getriebebauformen, die man nur in einem bestimmten Drehzahlbereich betreiben kann/darf, ohne immense Verluste zu haben. Das nur zum "Allgemeinen", betrifft unsere Getriebe nur am Rande.

Aber nur die "Leerlauf-Verluste" zu messen, wie es der Mike macht, reicht nicht aus.

Nur noch am Rande wegen eines möglichen "Aha-Effekts": In den scheinbar simplen Getrieben in unseren Servos steckt Einiges an knowhow. Diese Getriebe sind 3-stufig (selten), 4-stufig (meistens) und 5-stufig (manchmal, besonders bei kleinen Servos). Stufenwirkungsgrade multiplizieren sich bekanntlich, und dann kann man leicht in den Bereich kommen, wo eine "5" in der ersten Stelle steht; d.h. etwa die Hälfte der vom Servomotor abgegebenen Leistung kommt am Abtriebshebel schon garnicht mehr an. Bei den namhaften Herstellern wissen die Konstrukteure natürlich, was zu tun ist.

Gruß,
Helmut

haschenk
09.10.2002, 21:10
Hallo Mike,

deine Frage läßt so nicht beantworten.
Ohne Last am Getriebeausgang ist der Wirkungsgrad Null (wenigstens formal). Du steckst Leistung rein, wenn auch nicht viel; in deinem Beispiel (0,95-0,81)A*12V = 1,68 W = Leerlaufverlust deines Getriebs bei dieser Drehzahl. Aber rauskriegen tust du nichts => Wirkungsgrad Null.
Vielleicht fairer gesagt: Die Wirkungsgraddefinition macht da keinen Sinn.

Ich bin bei den E-Flug-Getrieben im Moment nicht ganz up to date, aber für das Eggenweiler-Getriebe (schrägverzahnt, Kugellager ?) würde ich mal ein eta von 94% schätzen. Im Betrieb gehen dann gem. deiner Annahme für den Motor 160*0,06 = 9,6 W rein.
Etwas mehr als im Leerlauf ist das schon ;) .

Gruß,
Helmut

Motormike
09.10.2002, 21:40
@Haschenk
Ist zuviel....

Christian Lucas
09.10.2002, 22:02
Hallo Mike,
laufenlassen hab ich den Tango mit beat regler schon aber aus Zeitgründne noch nicht im tiefflug über dem Wasser sondern nur im Pool um alle systeme zu überpüfen.
Es hatte mich ja auch schon mal Interessiert welche Verluste in den derzeit verwendeten Getrieben so entstehen,habe damals im RCO aber nur eine Mail bekommen die aber einem Reisenauer Getriebe nach messung wie Helmut ein eta von 94%
bescheinigen.War ein Micro Edition 4:1. Ich möchte aus einem Kontronik 3,7:1 Getriebe einen Gegenläufigen Hubi bauen,wäre sehr kompakt und die Untersetzung verdoppelt sich.Vieleicht wirds auch ein Segler Aufzug,nur einfach rauf und runter.

Gerd Giese
10.10.2002, 06:33
Hi Mike,
könnte man nicht den "selben" Motor zwei mal vermessen? Einmal mit Getriebe die Leistungsdaten und einmal ohne Getriebe die Leistungsdaten. Das muß natürlich unter gleichen Bedingungen passieren wie, Temperatur, Spannung, Strom und BelastungsLeistung. Die Differenz die sich jetzt ergibt, wäre das nicht der Getriebeverlust bzw. umgerechnet der Wirkungsgrad?
Oder ist das zu naiv gedacht und zu ungenau?

Gruß
Gerd

Motormike
10.10.2002, 07:00
@Gegie wollteich machen, nur brauche ich den Pruefstand und Chefe kam gestern abend ins Hospital, das also verzoegert sich dann wieder und mein Adapter von Motor/Getriebe auf Pruefstand ist auch net fertisch also verschieben wir das ganze wieder.....sobald es dann funktioniert werden wir dann die Motordrehzahl bei 200W Eingang mit und ohne Getriebe messen.
Ich benutze das Aeronaut Getriebe in einem anderen Modell bei ca. 330Watt Eingang und bei 6% Verlust wuerde sich das Getriebe nicht so dolle halten.

[ 10. Oktober 2002, 07:01: Beitrag editiert von: Motormike ]

Christian Lucas
10.10.2002, 09:00
Beste Grüße an H.Konrath von mir ,möge der Boxenstopp
bei Ihm genauso schnell gehen wie bei meine Tangowicklungsumbau.

Motormike
10.10.2002, 09:04
Is net so tragisch nur nen saubloeder Leistenbruch....

Gerd Giese
18.10.2002, 17:46
Hi Mike,
hast Du schon mal messen können und Ergebnisse gesammelt?

Gruß
Gerd

Motormike
21.10.2002, 10:37
Neee, die bauen noch dran....

Andreas Maier
21.10.2002, 12:40
mal ne andere frage?
ich bin fast der meinung daß es auf 2%unterschied nicht ankommt wenn:
1)die luftschraube richtig gewählt wurde!
----Das macht mehr als 2% aus----
2)die accus und kabel:gepushte zellen,inline,
Cu-zellenverbinder so breit wie das +pol 0,7mm dick,4qmm kabel(so kurz wie möglich).
--wesentlich besser wie standart zellen,punktgeschweißt,1,5qmm kabel,
amp-stecker,.....
3)in jedem tabellenbuch sind werte von ~95%angegeben.-bei planetengetr(1stufig),
richtiges fett,gut eingelaufen,(achsen der planetenr. stimmen auf 0,005mm),dann sind 3% verlust standart.

mfg.:andreas

TurboSchroegi
21.10.2002, 13:54
Original erstellt von elo-gustel:
mal ne andere frage?
ich bin fast der meinung daß es auf 2%unterschied nicht ankommt wenn:
Hi Andreas !

Das sehe ich mittlerweile auch so. Wenn man sich mal ansieht was Luftschrauben so für Wirkungsgrade haben und was mit der Spannung passiert wenn die Ströme zu hoch werden - kann ich dir nur recht geben.

Ich bin deshalb auch hergegangen und habe in meinen Berechnungen den Wert abhängig von der Leistung gemacht und bin bei std. Leistungen als minimalen Verlust bei den von dir angegebenen 3%.

Grüße TurboSchroegi

Andreas Maier
21.10.2002, 15:34
zumal die motor-getriebekombination
das salz in der suppe ist!
beispiel:
lehner 2250/22 , 30zellen , LSmenz s20x10
getr.2,8:1, 5380U/min, 56,0 amp
getr.3,0:1, 5560U/min, 47,5 amp
getr.3,5:1, 5270U/min, 37,5 amp
getr.4,0:1, 4970U/min, 29,9 amp
ich hoffe daß hiermit verdeutlicht wird wie
entscheidend die richtige übersetzung ist.
doch dies ist meißt auch recht aufwendig zu ermitteln.
mfg.:andreas

[ 21. Oktober 2002, 15:56: Beitrag editiert von: elo-gustel ]