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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Onlinebau einer Sukhoi 31 nach Thomas Maier (Bildbericht)



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Gerhard_Hanssmann
28.09.2002, 19:16
http://www.rc-network.de/upload/1050577967.jpg

Die Sukhoi von Thomas Maier ist für mich ein vertrauter Anblick an der Wangener Linde, sowohl am Boden als auch in der Luft. Wie toll dieses Modell fliegt, habe ich schon oft mit Begeisterung bestaunen können. Heute Mittag durfte ich das Modell zum ersten Mal selbst fliegen. Es ist ein Traum. weiträumig 3 - D zu fliegen, ohne Grenzen, mit nur 1/3 Gas, aufwärts genauso schnell, wie abwärts langsam. Mein Entschluß steht fest: ich baue diese Sukhoi mit 10 Zellen 4/5 SC Sanyo, Lehner 15xy/z und 1:5 Reisenauer Mico Edition und 3-Blatt 17 x 9. Angestrebtes Gewicht 1500g bei 160 cm Spannweite. Den Bau werde ich hier ausführlich mit vielen Bildern dokumentieren. Also gleich DSL-Anschluß beantragen, damit sich die Ladezeiten in Grenzen halten. Bis zum nächsten Frühjahr wir das Teil fliegen. In ca. 4 Wochen gehts mit dem Bauen los.

http://www.rc-network.de/upload/1050565759.jpg


Danke an Thomas Maier (Bild) und Michael Baer für die Erlaubnis, die Sukhoi nach ihrem Plan bauen zu dürfen.





Technische Daten der geplanten Sukhoi

Spannweite: 160 cm
Flächeninhalt:49 dm^2
Abflugmasse: geplant unter 1500g
Flächenbelastung:31 g/gm^2
Rumpflänge:150 cm
RC-Funktionen: Höhe,Seite,Quer,Motor
Motor: Lehner 1530/8 Y mit 1:5 und AE Cam Carbon 17 x 9 Dreiblattluftschraube mit 61 mm Lochkreisdurchmesser
Akku: 10 Zellen Sanyo 4/5 Flight 1600 mAh
Standschub: 24 N (2,4 kg) bie ca 35 A

Inhaltsverzeichnis

S.1 Toms Leichtbausukhoi S.1 Tragflächenbau S.3 Querruderbau S.3 Anfertigen einer leichten CFK-Kabinenhaube S.3 Rumpfbau S.8 Leitwerksbau S.9 Bespannung S.10 Akkubefestigung und Schwerpunkt auswiegen S.11 Erstflug S.11 Flugeigenschaften S.11 Änderungen S.11 nein,nein,nein,neiiin S.12 Motormessungen S.12 Zusammenfassunghttp://www.rc-network.de/upload/1050565902.jpg

[ 11. Oktober 2003, 10:47: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

JP Philippe
29.09.2002, 11:26
Gibt's den Plan jetzt offiziel?
Habt ihr euch entschieden ihn zu veröffentlichen?

Gerhard_Hanssmann
04.10.2002, 13:45
Hallo
Gerade ist von Heerdegen das Holz für die Sukhoi angekommen. Balsaholz in der Dicke 1 mm mit ca 12 g pro Brett. Birken- und Buchenflugzeugsperrholz, 1 mm GFK Platten und Sekundenkleber. Hauptholme aus 5 x 2 mm Kiefer fehlen noch. Die Kabinenhaube von Jamara (Bestnr.16 11 21; Preis ca. 26 E; Erstatzteil für eine Jamarasukhoi) ist auch schon bestellt.

http://www.rc-network.de/upload/1050566548.jpg
>>Heerdegen<< (http://www.Heerdegen-Balsaholz.de) . Das Balsaholz ist handsortiert,Sortierklasse: mittel. Die Faserung ist parallel zu den Kanten.Das Holz ist schön gleichmäßig gewachsen. Bestens geeignet für Leichtbau.

[ 17. April 2003, 10:03: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

bart017
04.10.2002, 20:35
moin,

ich freue mich schon auf den bericht

da kann ich bestimmt noch einiges lernen

viel spaß beim bau

mfg flo

(nächts jahr sehe ich dann in aspach eine zweier staffel der sukhoi??)

Gerhard_Hanssmann
13.10.2002, 09:11
[ 19. August 2003, 08:54: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

TurboSchroegi
13.10.2002, 17:07
Original erstellt von JP Philippe:
Gibt's den Plan jetzt offiziel?
Habt ihr euch entschieden ihn zu veröffentlichen?Ja, was is' mit dem Plan ? Wenn's neue Infos gibt bitte her damit :D

Grüße + Danke TuboSchroegi

JP Philippe
13.10.2002, 17:42
Den Teil der schon fertig ist:
Teil 1 (http://people.freenet.de/jpop/Rumpf.pdf)

Gerhard_Hanssmann
13.10.2002, 17:44
Jean-Pierre hat den Plan der Sukhoi als PDF - Datei einen Beitrag weiter oben veröffentlicht.
Danke für die mühevolle Arbeit.

http://www.rc-network.de/upload/1050566835.jpg
Michael Baers Plan mit dem Rumpfrohbau.

[ 17. April 2003, 10:07: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Fritz
13.10.2002, 20:45
@ Gerd!
Bei dem Bild oben, welche Blätter sind da abgebildet? Welcher Spinner ist dort montiert und wo kann ich diese Schen bekommen. Suche im Moment alle Teile für meinen SD zusammen. Haube und Fahrwerk habe ich mir gestern bei Jörg abgeholt; """super Teile"""" und sehr leicht.

Gerhard_Hanssmann
14.10.2002, 17:04
Hallo Karl-Heinz
Dreiblattmittelstück gibts >>hier<< (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=2;t=000324)
Spinner ist von Meyer
Klappluftschrauben sind von Höllein: RF 18 x 6,5

Gerhard_Hanssmann
21.10.2002, 17:16
[ 19. August 2003, 08:55: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Jan
29.10.2002, 19:19
Da hattest Du ja wirklich eine gute Hand! Der Antrieb ist ja richtig klasse. Das Verhältnis Standschub/Abgabeleistung des Akkus in Gramm pro Watt g/W halte ich für sehr geeignet für Flieger, die weitgehend (Hovern, Torquen, 3-D-Fliegen) sehr langsam fliegen. Der riesige Prop. (18'') wird sicher beeindruckend aussehen. Bin sehr gespannt, wie das weitergeht!

Gerhard_Hanssmann
08.11.2002, 19:04
1.Tragflächenbau

Thomas Maier (rechts) und Michael Baer (links) beim Schneiden der Flächenheling für die Sukhoi.
http://www.rc-network.de/upload/1050580455.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050580510.jpg

Thomas Maier, unser Leichtbauspezialist.

Anfertigen der Rippen aus 1 mm Balsaholz. Durch die Aussparungen wiegen alle Rippen beider Flächen zusammen nur noch 20g, sie wurden um 7 g erleichtert. Rippe Nr. 4 dient zur Aufnahme des Querruderservos und wurde daher im hinteren Bereich mit 0,8 mm Sperrholz aufgedoppelt.

http://www.rc-network.de/upload/1050580562.jpg

[ 19. August 2003, 09:02: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
08.11.2002, 19:31
http://www.rc-network.de/upload/1050580703.jpg

Zuschleifen der Endleisten aus leichtem Balsaholz.
Gewicht ca. 10-13 g pro Brett und pro mm Dicke.
Hauptbaumaterial ist leichtes 1 mm Balsaholz mit 10 -13 g Masse
>>Schleifklotz<< (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=1;t=000261)
Balsahobel zur groben Formgebung bei Nasen - und Endleiste.

http://www.rc-network.de/upload/1050580757.jpg

Zuschneiden von Leisten mit dem Leistenschneider z.B von Conrad Elektronik Bestnr.228996-04 Preis 7,64E. Gekaufte Leisten sind zu schwer.
http://www.rc-network.de/upload/1050580811.jpg

Der Leistenschneider Läßt sich stufenlos bis 20 mm Leistenbreite einstellen.
http://www.rc-network.de/upload/1050580864.jpg

Ausrichten der Flächenheling auf einem ebenen Baubrett.

http://www.rc-network.de/upload/1050486796.jpg

Auf der Rückseite des Baubretts sind zwei Regalstützen aus Stahl festgeschraubt. Diese verhindern ein Verziehen des Baubretts bei Temperatur - und Luftfeuchtigkeitsschwankungen.

http://www.rc-network.de/upload/1050580925.jpg

Rippen, Hauptholm, Nasenleiste, Endleiste, Querruderanschlußleiste, Hauptholmverkastung 1,5 mm Balsa. Der Hauptholm (1500x5x2 mm)ist in der Mitte durchgängig, an den Enden werden jeweils ca. 10 cm angeschäftet.

http://www.rc-network.de/upload/1050581005.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050581081.jpg

Randbogenrippe.Hauptholm 2 x 5 mm Kiefer

Nun wird die Fläche aus der Heling entnommen. Auf der umgedrehten Seite wird weitergebaut.

[ 11. Oktober 2003, 11:15: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
11.11.2002, 16:32
[ 19. August 2003, 08:59: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
13.11.2002, 18:42
[ 19. August 2003, 09:03: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Jan
16.11.2002, 17:28
...Applaus!!! Eine tolle Innovation. Bin gespannt, ob der Antrieb in der Praxis hält, was die Theorie verspricht. Die STrahlgeschwindigkeit ist wunderbar gering. Der Flieger wird mit der gleichen GEschwindigkeit senkrecht steigen, wie senkrecht absteigen.
Die einzigen Bedenken, die ich hätte, wäre die mechanische Festigkeit. Das sieht - mit Verlaub - etwas klapprig aus. Wenn man sich die Masse des gewaltigen Props anschaut, dann ist mit einer nicht unerheblichen Kreiselprässeion zu rechnen.

Gerhard, wenn Du schon mal die Formelsammlung zur Hand hast - kannst Du mal schätzen, welche Belastungen bei einer gerissenen Rolle auf die Lager und die Getriebestruktur einwirken werden?

Ganz nebenbei: Das Getriebe sieht so klasse aus, dass ich glatt Lust hätte, mit dafür auch einen Flieger zu überlegen. Aber einen, bei dem ich nicht alles selbst machen müsste. Für die Suchoi reicht es bei mir nicht, fürchte ich, zumindest nicht in diesem Leben.

Michael Baer
17.11.2002, 20:20
Hi Jan!

Ich denke, das mit der Sukhoi kannst Du schon hinkriegen! Es wird ein längeres Projekt, das ist klar, ich bau jetzt seit ... ich glaube Mai an der Sukhoi rum. Ich bau halt, wenn ich Lust drauf habe, richtig schwierig ist's nicht, da wo's schwierig wird, gibt es an der Wangener Linde erstklassige Unterstützung, und selbst wenn Du Dir für den Bau eineinhalb Jahre Zeit lassen solltest, dann ist's in eineinhalb Jahren immer noch ein toller Flieger!! Das kannste schon schaffen !!!! Das Ergebnis ist's wert!!

Happy landings

Michael

Gerhard_Hanssmann
19.11.2002, 20:17
[ 19. August 2003, 09:07: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gast_56
21.11.2002, 11:24
Hallo Gerhard,
hast Du die Holme aus Kiefer geschäftet? Wie sieht die Verbindung der beiden Flächenteile im Detail aus? Wie wird die Fläche in der Mitte stabil gemacht?

Gruß und Dank,
Heiko

Gerhard_Hanssmann
21.11.2002, 14:05
Hallo Heiko
Eine Kieferleiste mit 2x5 mm ist 150 cm lang. Links und rechts ist jeweils ein Stück angeschäftet.
Die Fläche ist aus einem Stück gebaut, deswegen gibt es "eine Flächenverbindung im Detail" nicht. Der Hauptholm ist die Verbindung. In der Mitte kommen noch ein paar Beplankungen,Rippenaufleimer und Querstreben hin und die Aufnahme für den Flugakku. Dieser wird zwischen den Hauptholmen in der Fläche aufgenommen. Diese Stelle ist stabil, der Schwerpunkt liegt dann in oder in der Nähe der Tragfläche. Das hat im Messerflug Vorteile.
( :) Hallo Jan ;) Dein Lieblingsthema ).
Diese Bauschritte werde ich demnächst beschreiben.

[ 24. November 2002, 19:36: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
24.11.2002, 18:00
Nun sind alle Beplankungsteile und Rippenaufleimer auf der Oberseite der Tragfläche angebracht.

http://www.rc-network.de/upload/1050585648.jpg

Mit diesem kleinen Schleifklotz wird jede Klebestelle lokal verschliffen (KWB, wasserfest 240er Korn)

http://www.rc-network.de/upload/1050585707.jpg

Flächenmittelteil mit der Flächenauflage.
Mit der längeren Schleiflatte werden Bereiche bis ca. 20 cm verschliffen.

http://www.rc-network.de/upload/1050585800.jpg

Flächenauflage von der anderen Seite gesehen, einige Versteifungsleisten bei der hinteren Beplankung.

http://www.rc-network.de/upload/1050585872.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050585924.jpg

An dieser Rippe wird das Querruderservo befestigt.

http://www.rc-network.de/upload/1050585977.jpg

Hier ist der Aufbau des Randbogens und die Schäftstelle des Hauptholmes zu erkennen.


http://www.rc-network.de/upload/1050586032.jpg

Aufbau der Nasenleiste. Eine 10 mm breite Nasenleistenbeplankung ist schon angebracht. Diese sorgt durch das Übergreifen für eine feste Verbindung zwischen der Rippe und der Nasenleiste.

http://www.rc-network.de/upload/1050586096.jpg

Mit dieser langen Schleiflatte wird die Fläche verschliffen. Hier wird die Querruderanschlußleiste für das Ankleben des Beplankungsstreifens vorbereitet. Das Ende der Rippen ist nach dem Beplanken mit diesem Streifen u-förmig umfasst.

Bis jetzt hat die Fläche eine Masse von 105 g.

Im nächsten Schritt werden alle Beplankungteile und Rippenaufleimer auf der Unterseite der Fläche angebracht. Dazu wird die Fläche zum verzugsfreien Aufbau wieder in die Heling gelegt.

[ 17. April 2003, 15:29: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
27.11.2002, 13:15
http://www.rc-network.de/upload/1050586439.jpg

Aufbringen der Nasenleistenbeplankung. Es fehlt noch der vordere Abschluß der Nasenleiste aus einer leichten Balsaleiste.

http://www.rc-network.de/upload/1050586492.jpg

Aufkleben der Rippenaufleimer. Servorahmenbeplankung einkleben.

[ 17. April 2003, 15:35: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Hans-Peter Schäuffele
27.11.2002, 18:07
Hallo Gerhard,
erkläre mir doch mal bitte den Vorteil eines Akkueinbau´s in die Flügelenden. Wie wechselst Du da den Akku, aufschneiden ?!?
Oder wie soll ich mir die Positionierung des Akku´s auf dem Flügel erklären ?
Wann kommt der Erstflug ? Wie wär´s am 2. Weihnachtsfeiertag, bei Deinem Bautempo (inkl.Dokumentation !)machbar.
Hätte die Wangener Linde Stammbesatzung sicherlich Zeit.
Nichts für ungut !!
Weiter so !!

HPS ;)

Gerhard_Hanssmann
28.11.2002, 14:03
Hallo Hans-Peter
Der Akku ist hier am falschen Ort abgebildet. Er kommt in die Mitte der Tragfläche zwischen die Holme.
Ohne den Akku hat die Fläche bis jetzt eine Masse von 115 g. Heute Abend wird die Nasenleiste fertig gebaut.
Erstflug im März, April. So schnell baue ich nicht wie es hier momentan aussieht. Träumen kann man aber schon davon wie sie abhebt:

http://www.pixum.de/members/tenwarp/93b693da71b24d9d014567c25d0bbcac_2.jpg
von Warp seven

Und so ähnlich soll sie mal aussehen:

http://www.modellpilot.com/bat/su31/su31-o.jpg

>>Bildquelle<< (http://www.modellpilot.com/)

[ 28. Dezember 2002, 14:51: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
28.11.2002, 17:08
Nun wird die vierte Leiste, aus der die Nasenleiste besteht, angeklebt.

http://www.rc-network.de/upload/1050586633.jpg

Nach dem Trocknen wird die Nasenleiste grob mit dem Balsahobel geformt und anschließend mit der kurzen und der langen Schleiflatte verschliffen.

[ 17. April 2003, 15:37: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Warp seven
29.11.2002, 10:51
Hallo.

Gerne geschehen.

http://www.rc-network.de/upload/1107780942.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1107780979.jpg

Zur Zeit wird noch ein wenig mit Formen und Farben experimentiert, weiß allerdings noch nicht so richtig wie man am besten das Dekor auf das Modell bekommt. Ist auf jeden Fall erst einmal billiger als einen mißlungenen Entwurf wieder von der Maschine zu kratzen. Und man kann unter FMS seinen Entwurf nach Belieben drehen und wenden.

Wenn gewünscht, später mehr.

Werde auch weiterhin diese Online-Bau-Seite regelmäßig besuchen, das ist interessant.

mfG Warp seven

[ 07. Februar 2005, 13:56: Beitrag editiert von: Warp seven ]

Gerhard_Hanssmann
04.12.2002, 18:46
Die Tragfläche ist fertiggestellt

http://www.rc-network.de/upload/1050586735.jpg

Einige Detailaufnahmen
Nasenlaiste:

http://www.rc-network.de/upload/1050586783.jpg

Akkuschachtöffnung zwischen den Hauptholmen in der Flächenmitte. Verstärkung mit 1 mm Sperrholz:

http://www.rc-network.de/upload/1050586826.jpg

Servobefestigung an der Rippe, Balsarahmen für die Bespannung:

http://www.rc-network.de/upload/1050586883.jpg

Randbogen, Nasenleiste:

http://www.rc-network.de/upload/1050586925.jpg

[ 17. April 2003, 15:42: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
04.12.2002, 18:56
Der Akkuschacht mit 10 g Masse:

http://www.rc-network.de/upload/1050587218.jpg

Der eingebaute Akkuschacht:

http://www.rc-network.de/upload/1050587121.jpg
Widerlager in der Nasenleiste. Sperrholz 0,6 mm als Verstärkung:

http://www.rc-network.de/upload/1050587298.jpg

Seitliche Lagerung und Hauptlagerung zwischen den Hauptholmen:

http://www.rc-network.de/upload/1050587346.jpg

Hintere Lagerung, Sicherung des Akkus gegen Durchrutschen:

http://www.rc-network.de/upload/1050587394.jpg

Das Flächenmittelteil mit dem eingebauten Akkuschacht:

http://www.rc-network.de/upload/1050587433.jpg

Rückschau zum Tragflächenbau:
Es ist kaum zu glauben, dass aus 1 mm Balsaholz eine Tragfläche zu bauen ist. Alle Einzelteile sind filigran und zerbrechlich, deshalb sind einige Rippen und Beplankungsteile beim Bauen und Verschleifen angebrochen. Zu diesem Leichtbau gehört viel Geduld und Disziplin. Man darf nicht dazu neigen, lieber hier ein Millimeter mehr Material oder dort eine Leimraupe mehr anzubringen. Faszinierend ist es, wie mit minimalem Materialeinsatz, im ständigen Kampf mit der Waage, eine statisch ausgewogene Konstruktion aus Doppel – T – Trägern, U – Trägern und Raumverkastungen entseht. Die Hauptholme können trotz ihrer geringen Abmessungen mit 2 x 5 mm wegen der großen Flächendicke von bis zu 6 cm enorme Kräfte aufnehmen. Ohne Bespannung ist die Fläche jetzt schon verdrehsteif. Zu erwähnen sind auch die 1 mm Rippen mit ihren Aussparungen und den Rippenaufleimern, die zu einem Doppel – T – Träger zusmmengeleimt, bachtliche Stabilität und auch Robustheit mit sich bringen.
Der 10 g schwere Akkuschacht ist an den Stellen in die Tragfläche integriert, die besonders stabil sind. Dadurch wird kaum zusätzliches Material benötigt, um den Akku sicher zu positionieren. Die Lage des Akkus wird auch das Messerflugfliegen erleichtern, da im Messerflug durch den Akku keine störenden Drehmomente auf das Modell ausgeübt werden. Der Akku kann bequem zum Einstellen des Schwerpunktes, in gewissen Grenzen, verschoben werden. Mit 141 g Masse und vermutlich noch ca. 25 g für die beiden Querruder ist der Flächenbau in der Zielvorgabe von unter 150g geblieben. Bepannt und mit Servos ausgerüstet, dürfte die Masse der fertigen Tragfläche unter 250 g betragen.

[ 17. April 2003, 15:51: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Jan
04.12.2002, 19:56
Hey Gerhard:

STANDING OVATIONS!!!!!!

Ich bin - mal wieder - von Deiner Bautechnik begeistert. Möge das Wetter noch schön lange mies sein - dann ist ein Erstflug noch im jahr 2002 drin! Bleib dran! Ich unterstelle Dir dass Du ehrgeizig bist. Deshalb: Ich drücke Daumen, dass Deine Suchoi leichter wird als Toms!

Gerhard_Hanssmann
04.12.2002, 20:36
Jan, ein gesundes Maß an Ehrgeiz schadet nichts. Die Messlatte von Tom ist aber so angesetzt, dass die so einfach nicht getoppt wird. Schau mal Toms Rohbau:

http://www.rc-network.de/upload/1050587745.jpg

leichter machen geht kaum.
In diesem Jahr wird die Sukhoi bestimmt nicht mehr fertig. Mußt dich bis zum Frühlingsanfang gedulden, dann sind bei uns an der Wangener Linde hoffentlich die Baumaßnahmen abgeschlossen. Zum Erstflug bist Du eingeladen.

[ 17. April 2003, 15:56: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
21.12.2002, 18:56
Das fertiggestellte Querruder ist mit 1 mm Balsaholz aufgebaut und hat eine Masse von 15 g. Eigentlich nicht schlecht, aber Tom macht so etwas mit 7 g.
http://www.rc-network.de/upload/1050587935.jpg

Stützstreben, damit die Bespannung die filigrane Konstruktion nicht zusammendrückt.

http://www.rc-network.de/upload/1050588009.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050588051.jpg

Ruderhorn aus 1 mm GFK

http://www.rc-network.de/upload/1050588097.jpg

Verstärkung für die Fliesscharniere von Graupner.Eine senkrechte Verstrebung fehlt noch.

http://www.rc-network.de/upload/1050588152.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050588198.jpg

Die Scharniere werden nach dem Bespannen mit Sekundenkleber verklebt. Diese Scharniere sind stabil genug.

Die fertige Fläche mit Querrudern hat eine Masse von 176 g.

http://www.rc-network.de/upload/1050588240.jpg

Die sehr großen Querruder beginnen, abweichend vom Original, 10 cm neben der Rumpfwand. Sie befinden sich daher im Luftstrom der Luftschraube, so dass ein Aussteuern beim Torquen leicht möglich ist.

http://www.rc-network.de/upload/1050588290.jpg

[ 17. April 2003, 16:05: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
21.12.2002, 19:12
Anfertigen einer leichten CFK-Kabinenhaube

http://www.rc-network.de/upload/1077956229.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1077956282.jpg

Das überstehende Kohlegewebe wird nach dem Aushärten und dem Entformen mit einer gewöhnlichen Schere abgeschnitten. Anschließend noch etwas nachgeschliffen.

http://www.rc-network.de/upload/1077956384.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1077956421.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1077956456.jpg

Mehr dazu in diesem >>Magazinbeitrag<< (http://www.rc-network.de/magazin/artikel_03/art_03-0001/art_03-0001-00.html)

Als Form für die Kohlekabinenhaube diente eine Kabinenhaube von Jamara (Bestnr.16 11 21; Preis ca. 26 E; Erstatzteil für eine Jamarasukhoi 31.

[ 07. Mai 2004, 16:17: Beitrag editiert von: Gerhard H ]

Michael Baer
21.12.2002, 20:30
Ich bin auch gespannt, ob das geklappt hat! Sonst ist meine Maschine erst mal ein Kabrio, also Gehard, mach keinen Sch......! Ich hab mir über meine Kabinenhaube keine Gedanken gemacht, aber wenn Du hier jetzt schreibst, daß sich erst noch zeigen wird, ob die Originalhaube unbeschädigt ist, dann stellen sich meine Nackenhaare!! Die Haube gibt's nimmer!!!! Und ich will kein großes schwarzes CfK-Monster als Kabinenhaube, sondern dieses schöne durchsichtige Jamara-Teil. Sonst sieht man mein Instrument-Panel nicht!!!

Happy ent-forming

Michael

PS: noch was zu den 15 g Deines Querruders (siehe oben): Das kann nicht nur der Tom leichter bauen :D :D :D

[ 21. Dezember 2002, 23:04: Beitrag editiert von: Michael Baer ]

Gerhard_Hanssmann
22.12.2002, 08:44
Happy endforming. Die Originalhaube ist völlig unversehrt. Die CFK-Haube ist in Wolliqualität. Sie hat eine Masse von 38 g. Bin mit meinem ersten CFK-Teil sehr zufrieden.
Danke an die Helfenden: Michael Baer, Peter Westphal und >>>Jörg Wolter<<< (http://home.teleos-web.de/jwolter/flieger/)

[ 22. Dezember 2002, 20:58: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
22.12.2002, 09:38
[ 28. Februar 2004, 18:28: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
22.12.2002, 09:46
Hallo Michael
Zum Querruder:
Wie hast Du mir gesagt:" Schalt das Hirn aus und bau einfach Tom nach !"
Ich schaff das nicht, aber Du anscheinend schon. Dein Querruder wiegt 8g, wenn ich mich richtig erinnere...
Michael, durch mein leichtes Kabriodach hab ich das wieder aufgeholt.

[ 22. Dezember 2002, 10:25: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Hans-Peter Schäuffele
22.12.2002, 12:31
Hallo Gerhard, hallo Michael,
bei dem Sch...wetter müssten Eure Baufortschritte ja eigentlich viel größer sein ! Bin auf Eure Erstflüge gespannt, vor allem auf Tom´s Kommentare.
Kann mit Eurem Leichtbau-Fetischismus nicht mithalten, habe gerade einen Elektro-Impeller bei eBay für 22,50 € ersteigert für mein Eigenbaudelta. Irgendwie muss das Teil ja zum Fliegen zu bewegen sein, für´s Segeln wurde es zu schwer (340g Abfluggewicht).
http://hans-peter.schaeuffele.bei.t-online.de/Modelluebersicht/Segelflugzeuge/delta31.jpg

Gruss Hans-Peter

Mehr Info´s unter meiner homepage (http://hans-peter.schaeuffele.bei.t-online.de/index.html)

P.S. allen RC-Networkern ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches (und vor allem Holm- und Rippenbruchloses) 2003 !

Michael Baer
22.12.2002, 13:16
Hi Gerhard,

bin auch erleichtert, daß es mit deinem ersten CfK Teil so gut funktioniert hat! Der Schweiß auf meiner Stirn trocknet ab, der Säurewert meines Magens geht auf Normalwert zurück (ich kann jetzt wieder Weihnachtsplätzchen geniessen, anstatt Fingernägel zu kauen) und Blutdruck und Puls entfernen sich aus der Roten Zone!!

Schön auch, daß Deine Haube so leicht ist, das erkaufst Du Dir aber für einen hohen Preis: Dein Pilot ständig sitzt im Dunkeln und kriegt Depressionen und der Flieger sieht aus, als würde er in Tucson im "Pima Air Museum" stehen. Dort haben die meisten Flieger auch schwarz angemalte Kabinenhauben bzw Cockpitscheiben. Das sieht traurig aus. Kannst Du das CfK Teil nicht dazu verwenden, eine klare Haube zu ziehen?

Happy landings

Michael

Gerhard_Hanssmann
25.12.2002, 10:11
http://www.rc-network.de/upload/1050588595.jpg

Fröhliche Weihnachten

[ 17. April 2003, 16:10: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Hans-Peter Schäuffele
25.12.2002, 19:06
Hallo Gerhard, Hallo Michael, hallo User,
also ich muss mich ja wundern über Eure "Familienfreundlichkeit" (musste mich grad mal regelrecht wegschleichen nach CD-Regal-Montage, DVD-Player-Installation, geschenkte Software bei Sohnemann installiert, Ninco-Rennbahn-Fahrzeuge optimieren, Schwiegermutter´s klasse Pute genossen, u.s.w.) Schnieff, mein Case für die MPX 3010 liegt unberührt da ?!?
Pflegt mal Eure Familien etwas zeitintensiver, an 363 Tagen tolerieren die unser Hobby, da müsste Weihnachten doch ne Ausnahme sein !
MIchael, Gerhard´s Pilot muss im Dunkeln sitzen, dem wird´s sonst bei der Luft-Akrobatik schlecht !
Was macht ein Flieger mit einem Segelboot (hab ich aus Versehen zum Spottpreis in eBay ersteigert) ? Ne tolle grob 100 cm hohe Segeljacht - wie macht man die "Linde-tauglich" ??
An alle Modellflieger: geniesst den zweiten Feiertag bei Euren Familien.
An das RC-Team: wirklich tolle Arbeit - weiter so !!

Hans-Peter

Gerhard_Hanssmann
02.01.2003, 06:45
Rumpfbau



http://www.rc-network.de/upload/1050588669.jpg

Auch beim Rumpf ist das Hauptbaumaterial leichtes 1 mm Balsaholz. Zunächst werden aus 1 mm Balsaholz Leisten der Breite 8 mm mit dem Leistenschneider geschnitten.
Auf das Baubrett wird die Draufsicht des Rumpfes gezeichnet und mit Folie abgedeckt. Der Rumpf wird auf dem Rücken aufgebaut.

http://www.rc-network.de/upload/1050588717.jpg

Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass sich aus dieser Mittelebene des Rumpfes heraus ein verzugsfreier Aufbau des ganzen Rumpfes ergibt. Dazu müssen natürlich die Spanten rechtwinklig aufgebaut sein und die
richtige Größe haben. Die Symmetrieachse dieser Mittelebene ist Bezugslinie für die Höhenleitwerksanstellung, die Tragflächenanstellung und den Motorsturz. All diese Winkel betragen Null Grad.

http://www.rc-network.de/upload/1050588770.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050588806.jpg

Alle Spanten zusammen haben eine Masse von 5 g. Der Spant, der an die Nasenleiste und die Fahrwerksaufnahme angrenzt, ist aus 2 mm Balsa.

Die nächsten 4 Bilder zeigen, wie ein Spant eingebaut wird. Hierbei sollte man ohne Stecknadeln arbeiten, da sich die Spanten beim Einstecken der Stecknadeln sonst verbiegen.

http://www.rc-network.de/upload/1050588870.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050588904.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050588944.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050588980.jpg

Wichtig ist, mit wenig Sekundenkleber zu arbeiten, denn ausgehärtete Sekundenkleberreste auf er Aussenseite des Rumpfes abzuschleifen, ist sehr zeitraubend. Mit der Schraubenzieherspitze wird jeweils ein kleiner Tropfen Sekundenkleber an die Klebestelle gebracht.

[ 17. April 2003, 16:16: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
02.01.2003, 06:46
Die Mittelebene des Rumpfes mit den eingebauten Spanten. Im Flächenbereich werden keine Spanten eingebaut.

http://www.rc-network.de/upload/1050589088.jpg

Neben dem Rumpf liegt eine Flächenaufnahme aus 2 mm Balsa, die auf die Mittelebene geklebt wird.

http://www.rc-network.de/upload/1050589139.jpg

Bis jetzt ist die Masse des Gerippes auf 19 g angewachsen.

http://www.rc-network.de/upload/1050589178.jpg

Nun wird die Flächenauflage durch Aufkleben von 1,5 mm Balsastreifen verbreitert und an die Fläche angepasst. Dabei ist darauf zu achten, dass die Sehne von Nasenleistenspitze bis Endleiste parallel zur Mittelebene des Rumpfes ist. Die Flächenauflage wird so lange passend verschliffen, bis der mit der Schieblehre gemessene Abstand bei Nasen - bzw. Endleiste zur Unterlage übereinstimmt. Ein großer ebener Tisch ist bei dieser Arbeit hilfreich.

http://www.rc-network.de/upload/1050589262.jpg

Die oberen Querstege bei den vorderen zwei Spanten müssen später entfernt werden, damit der Akku in den Akkuschacht eingeführt werden kann.

Gegen die obere Flächenauflage wird die Fläche durch die Flächenverschraubung gedrückt.

http://www.rc-network.de/upload/1050589320.jpg

Die untere Flächenauflage hat zur Tragfläche ca. 1 mm Spiel, damit diese leichter in den Rumpf geschoben werden kann.
Das Anpassen der Flächenauflage ist eine sehr zeitraubende Arbeit. Sie ist aber sehr wichtig, da dadurch die EWD festgelegt wird.

http://www.rc-network.de/upload/1050589369.jpg

Nun hat der Rumpf eine Masse von 30g.

http://www.rc-network.de/upload/1050589415.jpg

[ 17. April 2003, 16:24: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
03.01.2003, 18:43
Die unteren Rumpfleisten werden verklebt. Dabei den Rumpfrücken auf ein ebenes Baubrett legen und die rechten Winkel aller Spanten und die richtige Lage der Leiste mit dem Lineal vor dem Verkleben, kontrollieren.

http://www.rc-network.de/upload/1050589508.jpg

[ 17. April 2003, 16:25: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
04.01.2003, 16:15
[ 04. Januar 2003, 22:40: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
04.01.2003, 16:38
Mit der langen Schleiflatte wird die senkrechte Leiste verschliffen, damit sich nachher mit der waagrechten Leiste eine saubere Kante der L-Leiste ergibt.

http://www.rc-network.de/upload/1050591580.jpg

Die waagrechte Leiste wird durch wenige Holzleimklebestellen geklebt und an den Spanten mit Baunadeln gesichert. Nach dem Trocknen wird von innen mit Sekundenkleber nachgeklebt.

http://www.rc-network.de/upload/1050591220.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050591274.jpg

Während der Klebearbeiten die Mittelebene des Rumpfes durch Gewichte auf das Baubrett drücken.


http://www.rc-network.de/upload/1050591322.jpg

Die Querstege mit etwas Holzleim an den Enden festkleben. Nach dem Trocknen von innen mit Sekundenkleber nachkleben und dabei den Spant mit einem kleinen Lineal gerade ausrichten.

http://www.rc-network.de/upload/1050591367.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050591402.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050591439.jpg

Jede Leiste ist zusammen mit anderen Leisten zu T-Träger oder L-Trägerleisten zusammengeklebt worden. Dies ergibt durch ein Minimum an Holzeinsatz ein Maximum an Stabilität. Der Rumpf hat jetzt eine Masse von 38g und ist jetzt schon verdrehsteif.

[ 17. April 2003, 17:00: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
04.01.2003, 22:18
Jean-Pierre war fleißig und wird den Flächenplan bald online stellen. Es fehlt dann noch der Plan zu den Leitwerken.
Vielen Dank für die mühevolle Arbeit.

Gerhard_Hanssmann
04.01.2003, 22:38
zwei besonders schöne Bilder:


http://www.rc-network.de/upload/1050591688.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050591731.jpg

[ 17. April 2003, 17:02: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

MaBa
05.01.2003, 10:00
Hallo Gerhard,

mich würde mal interesieren wie groß die Gewichtsersparnis ist, im Vergleich zu einem Rumpf der z.B. mit 5x5mm Balsaleisten gebaut ist?
Die Bilder sehen richtig toll aus. Zu so einer extremen Leichtbauweise hätte ich nicht so das richtige Vertrauen, aber warscheinlich denkt man immer viel zu stabiel. Deshalb sind auch meine Flieger oft etwas zu schwer!!!!!

Gruß Mathias

Gerhard_Hanssmann
05.01.2003, 11:01
Hallo Mathias
Vergleich:
8x1 mm als L - Leiste: 16 mm^2 Querschnitt
5x5 massiv 25 mm^2 Querschnitt

Mit leichten, selbst geschnittenen 5x5 Leisten wird der Rumpf ca. 50 % schwerer. Mit gekauften 5 x 5 Leisten wird es deutlich schwerer.
5x5 ist zum Nachbauen keine schlechte Wahl.
Bedenke aber 20 mal 10 Gramm gespart sind 200 g.

Ich hab >>früher<< (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=2;t=000064) auch immer zu massiv gebaut, obwohl es schon relativ leicht war. Unser Lehrmeister Thomas Maier baut und fliegt uns vor, zu welchen Leistungen sein Konzept fähig ist und zwar nicht nur bei Windstille. Die Bauweise von Thomas Maier hat seit ich ihn kenne (14 Jahre) noch nie in der Luft zu einem Zusammenbruch geführt.
Von seiner Sukhoi werd ich im Frühjahr ein Vidioclip hier veröffentlichen. Da kommst Du aus dem Staunen nicht mehr raus.

Der Rumpf ist bis jetzt schon erstaunlich stabil. Mit den noch fehlenden 3-D Teilen (Rumpfrücken, Cowling) ist er absolut verdrehsteif.

Um Jürgen Heilig zu zitieren: "Die Bespannung bringt die Stabilität". Ich sage noch dazu:"Vor dem Bespannen sind Rumpf und Fläche verdrehsteif und stabil genug".

Michael Baer lächelt:"Schalt das Hirn aus und bau einfach Tom nach".

Christian Baron
05.01.2003, 11:59
Hallo Jungs,
ich bin tief beeindruckt von diesem Modell!
den Rumpfplan habe ich ja gefunden und ausgedruckt, aber wo ist der Plan für die Flächen und Leitwerke versteckt? Mir würden schon folgende Angaben reichen:
Wurzelprofil:
Tiefe:
Endprofil:
Tiefe:
Rückpfeilung der Flächenvorderkante in mm am Endprofil:
Halbspannweite:
Rippenabstand:

HLW
Wurzeltiefe:
Endtiefe:
Hanbspannweite:

Gruß
Christian
http://ch.baron.bei.t-online.de

MaBa
05.01.2003, 13:53
Hallo Gerhard,

danke für deine schnelle Antwort. Deine Baubeschreibungen sind immer ein Denkanstoß, seine eigenen Konstruktionen zu überdenken.
Wie würdest du in so einem Rumpf, wie oben bebildert, einen 12-zelligen Akku(2400er)lagern. In der Fläche geht bei meinem Projekt nicht. Da habe ich schon genug Probleme mit dem Einziehfahrwerk. Bei der SU ist auch schon die Krafteinleitung der Tragfläche gut gelöst; bei meinem Tiefdecker brauche ich vor und im hinteren Bereich der Fläche einen Spannt um diese zu befestigen. Wie würdest du diese Spannten und den Akku in so einem filigranem Rumpf befestigen?

Danke Mathias

achso Spannweite 130cm, Rumpflänge 110cm, Masse 1500 bis 2000g soll ne Mustang werden

Gerhard_Hanssmann
05.01.2003, 13:54
Hallo Christian

Bitte etwas Geduld mit dem Flächenplan.

Mit den von Dir erfragten Daten geht es auch ohne Plan. Viele Maße sind gar nicht so entscheidend.

Tragfläche

Wurzelprofil: GHTM soll heißen Gerhard Hanssmann und Thomas Maier
Tiefe: 400 mm
Dicke:64mm (bei Tom 62mm)

Endprofil: verkleinert
Tiefe: 250 mm
Dicke: 42 mm (bei Tom 40 mm)

Vform: Oberseite der Tragfläche eben
EWD, Motorsturz: Null Grad

Rückpfeilung der Flächenvorderkante in mm am Endprofil: 35 mm bei mir, bei Tom 45 mm
Halbspannweite: 80 cm
Rippenabstand: 100 mm
genauer, von der Mitte aus gemessen in cm:
9; 19; 29; 39; 49;59; 69; 77; 80

HLW
Wurzeltiefe: 25 cm (gedachte Verlängerung)
Höhenrudertiefe innen 14 cm ( " )
Endtiefe: 16 cm
Höhenrudertiefe: 8 cm
Halbspannweite:29cm

Schwerpunk: später

Profil:

http://www.rc-network.de/upload/1050591831.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050591871.jpg

Das Querruder bei Rippe 2 ist 10,5 cm tief.
http://www.rc-network.de/upload/1050591913.jpg

Die Angabe 10 cm dient zum Größenvergleich.

Wenn das Verschicken per mail nicht zu aufwändig wird, mail ich an Interessenten das Profil.

[ 17. April 2003, 17:06: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Christian Baron
05.01.2003, 14:08
Hallo Gerhard,
recht vielen Dank für die schnelle Antwort.
Vom Profil brauche ich eigentlich nur die Dicke.
Gruß
Christian

Warp seven
05.01.2003, 20:17
Hallo.

Wenn ich mir diese schönen Bilder ansehe fange ich an darüber nachzudenken was ein Baunummer 17 Rumpf in Leisten-und Stäbchenbauweise wohl wiegen wird ...

Macht weiter so.

mfG Warp seven

Gerhard_Hanssmann
10.01.2003, 14:53
Aufbau der Flächenbefestigung:

http://www.rc-network.de/upload/1050592043.jpg

1 mm Buchensperrholz 174 x 20 mm
6 x 6 x 174 mm Balsa
6 x 4 x 174 mm Balsa
7 x 50 x 3 Balsasperrholz 2 Lagen für das Gewindeloch (rot schraffiert)

Alle Teile werden mit Weissleim zusammengeklebt und gepresst.

http://www.rc-network.de/upload/1050592091.jpg

In die Flächenbefestigung werden die 4,7 mm Löcher für das M 6 Gewinde gebohrt. Das Holz um das Bohrloch wird mit Sekundenkleber gehärtet. Mit einem M6 Gewindebohrer wird das Gewinde geschnitten. Das Gewinde wird nochmals mit Sekundenkleber gehärtet und geschnitten.

http://www.rc-network.de/upload/1050592144.jpg

Die fertige Flächenbefestigung hat eine Masse von 7 g.

Die Flächenbefestigung wird mit Epoxydharz und Kohlerowings eingeharzt.

http://www.rc-network.de/upload/1050592187.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050592221.jpg

Die Rumpfseitenwand ist im Bereich der Flächenhalterung u-förmig, mit einer Wanddicke von mindestens 3 mm, dies ist ausreichend stabil.


Die Schraubenführung aus 2 mm Balsaholz wird in die Tragfläche eingebaut.

http://www.rc-network.de/upload/1050592267.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050592300.jpg

[ 17. April 2003, 17:12: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
10.01.2003, 14:54
Das Ausrichten der Tragfläche durch Vermessen:

http://www.rc-network.de/upload/1050592388.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050592426.jpg

Der Anstellwinkel der Tragfläche wurde schon beim Einbau der Seitenteile auf Null Grad eingestellt.

Erst jetzt werden die 1 mm dicken Auflagen aus Buchensperrholz auf die Schraubenführung der Tragfläche geklebt. Damit ist das Ausrichten der Tragfläche abgeschlossen.

Die mit dem Rumpf verschraubte Tragfläche:

http://www.rc-network.de/upload/1050592468.jpg

Die 80 mm langen Kunststoffschrauben werden auf 70 mm gekürzt und mit einem Bleistiftspitzer angephast. So greifen sie sofort beim Eindrehen in das Holzgewinde.

[ 17. April 2003, 17:14: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
10.01.2003, 15:38
Fahrwerksbau und Fahrwerkshalterung:

Das Fahrwerk wird aus einem 5,0 mm Kohlerohr mit 3,1 mm Innendurchmesser und einer 3 mm Aludstange als Radachse aufgebaut . Zur Stabilitätserhöhung wird in das Kohlerohr ein 3,0 mm Kohlestab eingeharzt. Damit das Kohlerohr am unteren Ende bei Belastung nicht aufgespreitzt wird, sollte hier ein Kohlerowing um das Rohr und das gebogene Alustück geklebt werden.

http://www.rc-network.de/upload/1050592559.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050592592.jpg

Die Fahrwerksverkleidung ist aus 1 mm Balsaholz und einer 3 x 3 mm Vierkantbalsaleiste aufgebaut. An den Enden erhöht ein Kohlerowing, der mit Sekundenkleber geträkt wird, die Stabilität.

http://www.rc-network.de/upload/1065447057.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1065447099.jpg

Die Fahrwerksverkleidung wird nur auf den Kohlestab gesteckt und nicht verklebt, sie hält durch Klemmung. Dadurch macht die Fahrwerksverkleidung die Biegebelastungen des Kohlestabes beim Landen nicht mit.

http://www.rc-network.de/upload/1065447287.jpg

Ein fertiges Fahrwerksbein mit 73 mm Rad, wie auf dem Bild, hat eine Masse von 27 g.

Das obere Widerlager für das Fahrwerk ist aus 3 mm Balsasperrholz und 1 mm Buchensperrholz (2 g).

http://www.rc-network.de/upload/1050592628.jpg

Die Fahrwerksbefestigung ist folgendermaßen aufgebaut (9 g):
1 mm Buchensperrholz
3 mm Balsa mit 1 mm Sperrholzeinlagen im Bereich der Stützlager.
2 mm Buchensperrholz u-förmig als Fassung für die Stützlager aus 2 mm GFK. Füllmaterial aus 2 mm Balsa.
Abschlußbrettchen aus 2 mm Balsaholz.

[ 06. Oktober 2003, 20:01: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
11.01.2003, 12:03
Die mit Weissleim zusammengeklebte Fahrwerksaufnahme hat nun eine Masse von 11 g.

http://www.rc-network.de/upload/1050592748.jpg

Sie ist sehr stabil und könnte gewichstsparender aufgebaut werden.

Das Loch in der Fahrwerksaufnahme wird mit einer Rundfeile an die Schräglage des CFK-Fahrwerksstabs angepasst. Die kleinen Laschen aus 1 mm GFK fixieren das Fahrwerk. Durch Aufdrehen der Schraube und Drehen der Lasche kann das Fahrwerk aus dem Rumpf gezogen werden.

http://www.rc-network.de/upload/1050592799.jpg

[ 17. April 2003, 17:20: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
12.01.2003, 14:30
Die Fahrwerksaufnahme und das Widerlager des Fahrwerks werden in den Rumpf eingebaut und verstrebt.

http://www.rc-network.de/upload/1050592894.jpg

Die X-Verstrebung ist aus 2 mm Balsa.

http://www.rc-network.de/upload/1050592941.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050592975.jpg

Die Löcher für das 5 mm CFK-Fahrwerk sind durch eine Rundfeile angefertigt, deshalb entseht zum CFK-Rohr etwas Spiel. Um dieses Spiel zu reduzieren, wird auf eine 5 mm Stahlwelle Trennmittel aufgetragen und der Zwischenraum mit Epoxydharz aufgefüllt.

http://www.rc-network.de/upload/1050593011.jpg

Mit leichten Hammerschlägen auf die Stahlwelle wird diese nach dem Aushärten wieder entfernt.

http://www.rc-network.de/upload/1050593065.jpg

Fertig ist die H 7 Passung beim rechten Loch.

[ 17. April 2003, 17:24: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
13.01.2003, 18:50
Ausrichten und Fixieren des Fahrwerks

Der Rumpf wird mit der fest verschraubten Tragfläche durch das Fahrwerk so ausgerichtet, dass die Tragflächenenden vom Boden den gleichen Abstand haben.

http://www.rc-network.de/upload/1050607330.jpg

Die Radachsen erhalten eine geringe Vorspur, die mit einem Lineal kontrolliert wird.

http://www.rc-network.de/upload/1050607380.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050607419.jpg

Die Fahrwerksstäbe halten wegen der guten Passung in diesr Lage. Durch Heften der Auflageplättchen mit dem an der Klebestelle aufgerauten CFK-Stab mit dickflüßigem Sekundenkleber und Aktivatorspray wird nun die Lage des Fahrwerks endgültig fixiert. Das Fahrwerk wird aus dem Rumpf entfernt und an der Klebestelle mit eingedicktem Epoxydharz (Thixotropiermittel) nachgeklebt.
http://www.rc-network.de/upload/1050607459.jpg

Die drehbaren Laschen sichern das Fahrwerk. Durch Drehen der Lasche kann das Fahrwerk z.B. zum Transport aus dem Rumpf gezogen werden.

http://www.rc-network.de/upload/1050607503.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050607534.jpg



Der Bau des Rumpfkastens ist damit abgeschlossen.

Zusammenfasung:
Da die Flächenaussparung die Rumpfstatik nicht schwächt, ist durch die 4 durchgängigen Gurte und deren Verstrebung eine für den Materialeinsatz sehr stabile Konstruktion entstanden. Die Flächenkräfte und das Akkugewicht werden beim Hauptholm in die Flächenaufnahme des Rumpfes eingeleitet. An den verstrebten Rumpfkasten schließt die Fahrwerksaufnahme an. Für diese Krafteinleitungen in den Rumpf wird wegen der durchdachten Anordnung wenig Baumaterial benötigt.
Deshalb hat der nun fertiggestellte Kasten des Gesamtrumpfes vor dem Verschleifen eine Masse von nur 70 g (ohne Fahrwerk).

[ 06. Oktober 2003, 15:42: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
13.01.2003, 19:33
Bei der Bereifung der Sukhoi wurde ich durch RCN gesponsort. Als Gegenleistung musste ich Heinz-Werner Eickhoff versprechen, die SU in Aspach beim Elektroflugtreffen vozufliegen :) .
Die ultralight Felgen von RCN haben übrigens einen Durchmesser von 56 mm.


http://www.rc-network.de/upload/1050607658.jpg

Einbau des Hecksporns und der Seitenruderservohalterung

Zwischen den hinteren Spanten wird mit leichtem 3 x 3 mm Balsa verstrebt, um dem Rumpf zwischen Rumpfende und Rumpfrücken zu verstärken. Die Raumdiagonalverstrebung zwischen den vorletzten Spanten dient als Aufnahmelager für den Hecksporn aus 2 mm CFK. Durch 1 mm Sperrholzbrettchen wird der Hecksporn an den Spanten zusätzlich gelagert. Der Hecksporn hält durch Klemmung und kann daher leicht ausgewechselt werden.

http://www.rc-network.de/upload/1050607710.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050607748.jpg




Hier wird das Seitenruderservo platziert

http://www.rc-network.de/upload/1050607799.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050607849.jpg

Der Servohebel ist 4,5 cm lang und aus 1 mm GFK. Das Seitenruder wird über 2 Schubstangen aus 1,5 mm CFK angelenkt. Der Servohebel ist mit kleinen Spezialschrauben von Andreas Maier auf dem Originalservohebel festgeschraubt.

[ 17. April 2003, 21:31: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Warp seven
16.01.2003, 07:45
Hallo Gerhard.

Su-31 a http://www.rc-network.de/upload/1107781146.jpg Su-31 b http://www.rc-network.de/upload/1107781201.jpg Su-31 c http://www.rc-network.de/upload/1107781299.jpg
Su-31 d http://www.rc-network.de/upload/1107781358.jpg Su-26 a http://www.rc-network.de/upload/1107781540.jpg Su-26 b http://www.rc-network.de/upload/1107781421.jpgSu-26 c http://www.rc-network.de/upload/1107781588.jpg

und noch einen : http://www.rc-network.de/upload/1107781642.jpg

mfG Warp seven

[ 07. Februar 2005, 14:07: Beitrag editiert von: Warp seven ]

Gerhard_Hanssmann
16.01.2003, 10:13
Hinweis: auf die Bilder klicken, dann werden sie vergrößert dargestellt

Jens, vielen Dank für das Übertragen der Bilder.
Die Sukhoi wird so ähnlich gestaltet.
Da die Tragfläche und das Höhenleitwerk keine Beplankung haben, werden die Oberseiten weiss und die Unterseiten rot bespannt.
Rumpfboden und Rumpfrücken rot, Seitenwände weiss mit roten Streifen.
Seitenleitwerk wie auf dem Bild.
Die Tragflächenoberseite erhält noch zwei große rote Sterne, wie Toms Sukhoi.
Als Bespannfolie wird Oracover light scale weiss und light transparent rot gewählt.
Diese Sorten sind mit ca. 35 g / m^2 sehr leicht.

Hier eine schöne SU-31 von Michael:

[ 29. Januar 2003, 11:22: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
16.01.2003, 18:46
Die Rumpfentlüftung

Am Ende des Akkus wird die Entlüftung in den Rumpfboden eingebaut. Die Löcher sind für die Flächenschrauben, die so verlängert werden, dass sie bündig mit dem Rumpfboden abschließen. So können die Schrauben ganz einfach aus dem Rumpf und der Tragfläche beim Abbauen entnommen werden. Die Fläche kann ja nur mit herausgenommenen Schrauben aus der Flächenaufnahme des Rumpfes gezogen werden.

http://www.rc-network.de/upload/1050608007.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050608050.jpg

Die Verlängerung der Flächenschrauben wird durch eine 2 cm lange 2 mm Gewindestange hergestellt. Mit Sekundenkleber und Aktivator wird die Schraube zusätzlich verklebt. Die Verlängerung ist nur eine Ausdrehhilfe. Die Fläche hält am Schraubenkopf der langen Schraube.
Bei dem Entlüftungsbrettchen wird später noch eine Abrisskante angebracht, damit die erwärmte Luft besser aus dem Rumpf gezogen wird.



Bei diesem Bild ist zu erkennen, wie der Akku bei zusammengebautem Modell über die noch fehlende Wartungsklappe, in der nach vorne fortgesetzten Cowling, gewechselt werden kann.

http://www.rc-network.de/upload/1050608099.jpg

Bau des Rumpfrückens

Die Halbspanten für den charakteristischen Rumpfrücken der Sukhoi bestehen aus 4 mm Depron, das mit 1 mm Balsaholz umgurtet und mit Weissleim verklebt ist. Die Gurte gleichen Schneideungenauigkeiten bei den Spanten aus und erleichtern das Ankleben der 1 mm Beplankung.

http://www.rc-network.de/upload/1050608144.jpg

Die um 3 g durch Aussparungen erleichterten Depronspanten haben ohne die Balsagurte eine Masse von 10 g. Mit Balsa umgurtet sind es 12 g.

http://www.rc-network.de/upload/1050608185.jpg

Die Spanten der Rumpfbreite, notfalls durch Aufkleben von Balsa und Verschleifen, anpassen. Bei der nur 1 mm dicken Beplankung des Rumpfrückens kann nach dem Verkleben nicht mehr zum Ausgleich viel verschliffen werden.

[ 17. April 2003, 21:36: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gast_56
22.01.2003, 22:11
Hallo Gerhard,
eine kurze Zwischenfrage: Auf der ersten Seite dieses Berichts hast Du Messungen des Antriebs vorgenommen. Unter anderem steht dort auch etwas von einer Halbgas-Messung?!
Wie hast Du bei dieser Messung den Strom gemessen? Der Regler "pulst" doch bei Halbgas!? Hast Du ein Oszi zur Hand gehabt?

Gruß
Heiko

Gerhard_Hanssmann
22.01.2003, 22:20
Hallo Heiko

Alle Messungen wurden mit einem Zangenampermeter durchgeführt.

Gast_56
23.01.2003, 08:03
Hallo Gerhard,
hier (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=2;t=000488) und hier (http://www.rclineforum.de/cgi-bin/YaBB.pl?board=elektro&action=display&num=20585&start=30) kannst Du etwas zu Teillastmessungen lesen.

Noch eine Frage zum Akkuwechsel: Wie wird dieser vorgenommen? Muß die Fläche demontiert werden?

Gruß
Heiko

[ 23. Januar 2003, 08:05: Beitrag editiert von: Kebmo ]

Gerhard_Hanssmann
23.01.2003, 16:20
Hab auf S.5 einiges dazuedditiet.
Heiko, hier wird auch die Frage zum Akkuwechselt beantwortet.
Andreas, hast Du die Seitenruderanlenkung gesehen. Aspach läßt grüßen :)

Gerhard_Hanssmann
25.01.2003, 13:26
Nachdem die Halbspanten für den Rumpfrücken mit Weissleim auf den Rumpf geklebt worden sind, beträgt die Masse des Rumpfes 92 g.

http://www.rc-network.de/upload/1050608274.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050608317.jpg

[ 17. April 2003, 21:39: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
26.01.2003, 12:52
Die 1 mm Beplankungsbrettchen für den vorderen Rumpfrücken werden mit Weissleim zusammen geklebt und grob zugeschnitten. Im Gegenlicht kann dann die Abwicklung des Rumpfrückens genau abgezeichnet werden. Auch die Lage der Spanten abzeichnen, dies hilft nachher beim Befestigen mit Baunadeln.

http://www.rc-network.de/upload/1050608394.jpg

Die Beplankung wird genau zugeschnitten und verschliffen (13 g).

http://www.rc-network.de/upload/1050608443.jpg

Mit Weissleim wird die Beplankung an den Halbspanten festgeklebt und mit Baunadeln gesichert.

http://www.rc-network.de/upload/1050608490.jpg

[ 17. April 2003, 21:42: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gast_56
27.01.2003, 11:35
Gerhard,
wie sind die Daten (Stellkraft) der kleinen Servos? Du verwendest nur jeweils eines (?) für Seite/Höhe, reichen da die kleinen Servos?
Nachtrag: Hab's schon auf der ersten Seite gefunde... hat sich damit geklärt.

Gruß
Heiko

[ 27. Januar 2003, 11:49: Beitrag editiert von: Kebmo ]

Gerhard_Hanssmann
30.01.2003, 21:42
Der obere Teil des hinteren Rumpfrückens wird mit Weissleim verklebt. Dabei unbedingt den Rumpf auf dem ebenen Baubrett ausrichten und mit schweren Gegenständen gegen Verzug sichern.

http://www.rc-network.de/upload/1050608593.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050608646.jpg

[ 17. April 2003, 21:44: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
31.01.2003, 19:54
Der Rumpfrücken ist nun beplankt. Am Ende der Kabinenhaube sorgt die Verstrebung in der Rumpfseitenwand für die nötige Stabilität.

http://www.rc-network.de/upload/1050608872.jpg

Der Schulze Alpha 835 Empfänger wird am Rumpfboden in einer Empfängerhalterung sicher platziert. Für Wartungsarbeiten ist der Empfänger über die Flächenöffung zugänglich.

http://www.rc-network.de/upload/1050608757.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050608793.jpg



Der Rumpf hat nun eine Masse von 127 g.

[ 17. April 2003, 21:48: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
31.01.2003, 21:32
Durch die 3-D-Beplankung des Rumpfrückens ist der Rumpf torsionssteif geworden und das mit leichtem 1 mm Balsaholz als Hauptbaumaterial.

http://www.rc-network.de/upload/1050608958.jpg

[ 17. April 2003, 21:49: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
31.01.2003, 21:52
Anfertigen der Cowling

Für den Aufbau der Cowling ist eine Positivform aus Styropor zur richtigen Formgebung des Balsaholzes notwendig.

Andreas und Michael Grill beim Schneiden der Form.

http://www.rc-network.de/upload/1050609214.jpg

Meine Wenigkeit beim Schneiden der Rundung.

http://www.rc-network.de/upload/1050609285.jpg

Mit einem Schleifklotz wird die Rundung gleichmäßig in die Form geschliffen.

http://www.rc-network.de/upload/1050609340.jpg

[ 17. April 2003, 21:56: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

tebi
01.02.2003, 09:36
Hallo Gerhard,

mir ist aufgefallen, dass Du ein Dymond Servo SD 150 einsetzt. Mir hat jemand auf dem letzten E-Flugmeeting in Harsewinkel von schlechten Erfahrungen, sprich Aussetzern dieser Servos berichtet und unbedingt davon abgeraten.

Ich kann bis jetzt noch von keiner Erfahrung berichten, da ich noch keins im Einsatz hatte. Aber bevor ich schlechte Erfahrung mache, setze ich lieber gleich bewährte Komponenten ein.

Ich würde Dir zumindest bei diesem Modell, an dem Du (Ihr) monatelang arbeitet nur dringend raten, allerbeste Qualität bzgl. der Servos auszuwählen.

[ 01. Februar 2003, 09:38: Beitrag editiert von: tebi ]

Gerhard_Hanssmann
01.02.2003, 17:05
Hallo Uli
Das Rippmax SD 150 Servo (27,50 €) ist baugleich mit Robbe Futaba FS 40 Pico (24,50 € Höllein). Bis jetzt macht es auf mich einen sehr guten Eindruck. Die technischen Daten sprechen auch für das Servo.
Auf Querruder sind 2 Servos und auf Höhe sind auch 2 Servos. Das ist für mich eine beruhigende Auslegung. Beim Ausfall eines Servos muß das noch kein Absturtz bedeuten. Wie vor jedem Flug werde ich auch bei der Sukhoi immer die Ruderauschläge kontrollieren.

Gerhard_Hanssmann
01.02.2003, 23:24
Der Motorspant wird aus 4 Balsastücken mit 1,5 mm dicke zusammengeklebt. Die Faserung geht sternförmig nach aussen. Die Rückseite des Motorspants wird mit 0,6 mm Sperrholz verstärkt.
http://www.rc-network.de/upload/1050609422.jpg

Der 0,6 mm Sperrholzring auf der Vorderseite wird schräg angeschliffen und dient als Leimfläche für die Cowlingbeplankung. Das Loch in der Mitte wird mit Glasgewebe und Epoxydharz aufgefüllt, damit der Spant beim Festschrauben des Motors nicht nachgeben kann. Mit einer weiteren Lage Glasgewebe wird der 1 mm dicke GFK-Motorspant eingeharzt. Die Körnungen für die Bohrungen der Getriebeaufnahme sind schon auf dem GFK-Spant angebracht. Nach dem Aushärten werden die Löcher gebohrt.
http://www.rc-network.de/upload/1050609474.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050609509.jpg

Der fertige Motorspant mit 110 mm Durchmesser hat eine Masse von 10g. Er ist für einen 400 W Antrieb stabil genug. Zum Vergleich: ein 3 mm dicker GFK-Motorspant mit 45 mm Durchmesser hat eine Masse von 8 g.
Die Löcher im Motorspant passen für das Eigenbaugetriebe und für das Reisenauer Micro Edition Getriebe.
Die 2 größeren Löcher dienen der Kühlluftzufuhr..

http://www.rc-network.de/upload/1050609556.jpg

[ 17. April 2003, 21:59: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Christian Baron
02.02.2003, 11:49
Bisher gefällt mir der Bau der Sukhoi ausgesprochen gut und ich bin auch von den baulichen Lösungen sehr angetan, aber die Motorhaube aus Balsaholz ist doch etwas zu kompliziert aufgebaut für mein empfinden. Warscheinlich wirst Du für die Schwerpunkteinstellung noch Blei in die Nase kleben, da kannst Du doch die Haube auch etwas stabiler bauen.

1. Vorschlag:
Ist es nicht einfacher, den Styroporkern mit drei Lagen 80g/m2 Glasgewebe zu überziehen und ein paar Versteifungen aus Balsa vorher noch in die Oberfläche des Styropors einzulassen. Nach dem aushärten kann dann das Styropor entfernt werden und die Balsa oder Sperrholzteile verbleiben auf dem Laminat. Ist die Haube immer noch nicht steif genug, kann ja dann noch mit Spanten verstärkt werden.

2. Vorschlag:
Ich würde diese Motorhaube aber auch aus CFK herstellen, indem der Styroporkern mit einer Frapan-Folie versehen wird. Das Kohlenstoffasergewebe wird aufgelegt und getränkt. Die Oberfläche wird wiederum mit einer dünnen Folie belegt und das Ganze im Vakuum bei 0,2bar ausgehärtet. Durch die Folien innen und außen ist die Nacharbeit nicht so groß.

3. Vorschlag:
Noch ein Vorschlag, da ich nun schon mal schreibe, überzieh den Styroporkern mit Glasgewebe, spachtel und schleif ihn und mach eine Negativform daraus. Ich kann mir vorstellen, dass auch andere hier im Forum Interesse an einer Motorhaube hätten. Die Kabinenhaube kannst Du dann gleich auch noch machen! :)
Kann ich schon eine Bestellung aufgeben?
Gruß
Christian
P.S.: Danke für die Profilzeichnungen. Willst Du wissen welche Profile es sind oder möchtest Du die Koordinaten dazu haben? Ich kann sie mit meinen Programmen analysieren.

Gerhard_Hanssmann
02.02.2003, 21:28
Hallo Christan

Das ganze Modell ist von der Konzeption gewichtsoptimiert. Mir gelingt das leider nicht so gut wie Tom. Deswegen fliegt er mit 1300 g und ich habe 1500 g anvisiert. Das werde ich auch einhalten.
Mit dem Blei unter dem Motor setz´ ich mich aber dem Gespött meiner Kollegen aus. Wir wiegen unsere Modelle immer ohne Blei aus und verschieben notfalls die Komponenten. Das geht auch bei der Sukhoi.
Zum Nachbauen wären natürlich eine Kabinenhaube und eine Cowling in Leichtausführung eine enorme Erleichterung. Die Kabinenhaube habe ich nur deshalb angefertigt, weil diese voluminöse und bullige Haube von Jamara, die mir besonder gut gefällt, nicht mehr zu beziehen ist und ich nichts anders gefunden habe. Das Anfertigen der Kabinenhaube war zeitaufwändig und auch nicht ganz billig. Material ca 30 € wobei noch etwas übrig ist.
Die Motorhaube hätte ich auch aus CFK angefertigt, wenn eine Negativform vorhanden wäre. Diese anzufertigen, ist mir zu aufwändig. Wobei ich nun auch merke, dass die aus ca. 70 Teilen bestehende Cowling in Holzbauweise auch sehr zeitaufwändig ist.
Vom Gewicht her denke ich, dass die Holzbauweise eine der leichteren Alternativen ist. Von der Stabilität her habe ich überhaupt keine Bedenken. An wichtigen Stellen wird die Cowling GFK verstärkt. Die Sukhoi von Tom fliegt schon ca. 1 Jahr ohne dass die Auslegung der Statik Schwachpunkte aufzeigt.

Das Prifil kannst Du natürlich untersuchen und uns auch die Profilkoordinaten als Datei mitteilen. Vielleicht gibt es auch ein ähnliches, in Profildatensammlungen vorhandenes, Profil.
Dies könnte Jean Pierre, der immer noch am Flächenplan arbeitet, vielleicht hilfreich sein.
Mit dem Profil und dem Flächenplan sollte ein Nachbau sicherlich gelingen.
Deine Ergebnisse zum Profil möchte ich mit Deiner Erlaubnis in dem Magazinbeitrag, den es zu dieser Sukhoi geben wird, mitveröffentlichen.

Gerhard_Hanssmann
02.02.2003, 21:59
Um die Styroporform wird ein 1 mm x 30 mm Balsagurt gelegt. Die Klebestelle des Gurtes ist vorne zu erkennen. Dieser Gurt hilft später, die Cowling mit dem Rumpf zu verkleben. Auf diesem Gurt wird die Lage der Rumpfrückenbeplankung markiert. Damit ist der Motorspant nach dem Anbauen der Cowling an den Rumpf senkrecht zur Bezugsachse des Rumpfes. Auf diese einfache Weise ist der Motorzug richtig eingestellt.

http://www.rc-network.de/upload/1050609629.jpg

Aus 1,5 mm Balsaholz werden ca. 56 trapezförmige Beplankungsteile 10 mm x 80 mm x 6 mm ausgeschnitten.

http://www.rc-network.de/upload/1050609686.jpg

Die Styroporform wird mit Folie abgedeckt. Der Motorspant wird ausgemittelt und durch ein Gewicht fixiert.
Um die Spannung auf den Gurt gleichmässig zu verteilen wird an vier Stellen im zyklischen Wechsel mit dem Aufkleben der Cowlingbeplankung begonnen. Die Beplankungsteile werden mit Wasser vorbehandelt. Um die Holzfasern an die Biegung zu gewöhnen, werden die Beplankungsteile an dem konisch zulaufenden Hals einer Flasche vorgebogen, bis sie die richtige Krümmung haben.

http://www.rc-network.de/upload/1050609725.jpg

Am Gurt und am Motorspant wird mit Sekundenkleber geklebt, die längeren Seiten des Trapezes mit spaltfüllendem Weissleim. Beim Einpassen der Beplankungsteile darauf achten, dass die Kanten zum Mittelpunkt der Cowling zeigen.

http://www.rc-network.de/upload/1050609762.jpg

Nach ca. 1,5 Stunden Arbeit ist erst oder schon das erste Drittel der Cowling beplankt. Nach dem 2. Anlauf sind schon 40 der ca. 56 trapezförmigen Beplankungsteile verklebt.

http://www.rc-network.de/upload/1050609822.jpg

Nun sind alle Beplankungsteile an der Cowling angebracht.

http://www.rc-network.de/upload/1050609926.jpg

Nach dem Verschleifen ist die Wandstärke an einigen Stellen recht dünn geworden. Deshalb wird die Haube mit Glasgewebe 25 g/m^2 und Epoxydaharz überzogen.
Die Stelle der Cowling, an der die Dreiblattklappluftschraube anschlagen kann, wurde mit einem dickeren Glasgewebering verstärkt (gestrichelte rote Linie auf der Cowling).
http://www.rc-network.de/upload/1050609974.jpg

Nach dem Nassverschleifen und Entfernen einiger Klebebänder hat die Haube nun eine Masse von 29 g.

Auf der Innenseite werden 4 Kohlerowings und 25 g/m^2 Glasseide einlaminiert.

http://www.rc-network.de/upload/1050610015.jpg
Die fertige Cowling mit 39 g.

[ 17. April 2003, 22:07: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Schmidie
02.02.2003, 22:37
@ gerhard

ich würde, natürlich ganz ohne hintergedanken ;) vorschlagen... mach mir eine haube und ich mach ne form davon ;) ich glaube die geduld für ne handgefertigte haube habe ich nicht.

Christian Baron
03.02.2003, 17:15
Ich werde mich mit den Profilen auseinandersetzen. Mich hat im Moment die Grippe erwischt, daher kommen die Ergebnisse erst in ein paar tagen.
Gruß
Christian

Gerhard_Hanssmann
07.02.2003, 18:54
In diesem Bauschritt wird die Cowling mit dem Rumpf verklebt. Dazu wird nochmals die EWD (Null Grad) überprüft, da die Rumpfrückenbeplankung diese eventuell verändert haben könnte.

http://www.rc-network.de/upload/1050610114.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050610151.jpg

Die EWD stimmt noch. Die Rumprückenbeplankung ist verzugsfrei aufgebracht worden.

Kontrolle des Seitenzugs

http://www.rc-network.de/upload/1050610202.jpg

Der Seitenzug (Null Grad) stimmt, da die Kante der Rumpfrückenbeplankung senkrecht auf Mittelachse des Rumpfes steht.

Nun wird der Rumpf so unterlegt, dass die Höhenleitwerksauflage parallel zur Tischebene ist.

http://www.rc-network.de/upload/1050610245.jpg

Die Cowling wird mit Weissleim am Rumpf verklebt. Mit dem rechten Winkel wird sie ausgerichtet und anschließend fixiert. Damit stimmt der Motorsturtz (Null Grad).

http://www.rc-network.de/upload/1050610295.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050610336.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050610379.jpg

Durch das Ankleben der Cowling an die Kante der Rumpfrückenbeplankung stimmen Motorsturtz und Seitenzug. Ein Ausmessen wäre gar nicht notwendig gewesen.

[ 17. April 2003, 22:13: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Christian Baron
07.02.2003, 23:21
Ich habe die Profile der SU31, die Gerhard von seinen Musterrippen auf Papier übertragen hat, siehe Seite 4 dieses thread, zu brauchbaren Koordinaten verarbeitet.
Ich habe diese JPG Dateien ausgedruckt, auf den richtigen Maßstab mit einem Kopierer gebracht und dann die 1mm Beplankung aufgezeichnet. Die äußere Profilkontur der Wurzelrippe und der Endrippe habe ich dann auf Transparentpapier übertragen und eingescannt. Mein Profilprogramm Profili von Stefano Duranti:
http://www.profili2.com/eng/default.htm
kann neben der XFoil Berechnung auch .BMP-Dateien importieren. Die importierten Koordinaten wurden dann noch geglättet, von Hand und mit XFoil, und die Polaren berechnet.
Ich füge hier die Koordinaten dieser beiden Originalrippen als .dat an.
SU31-Wurzelrippe (http://www.cb-roter-baron.de/su31-1.dat)
SU31-Endrippe (http://www.cb-roter-baron.de/su31-3.dat)
Aus beiden Profilen habe ich dann durch mischen, auch das kann man mit dem Profili-Programm machen, ein mix erstellt. Dises Mischprofil wurde nochmals geglättet und auch bezüglich der Polaren näher betrachtet.
Das Ergebnis ist hier zu finden.
SU31mix (http://www.cb-roter-baron.de/SU31mix.dat)
Ich würde dieses Profil für die Wurzel- und Endrippe, also über den ganzen Flügel verwenden.
Die Polare ist hier zu sehen:
http://www.rc-network.de/upload/1095096721.JPG

Ich weiß, dass man das Profil noch weiter verbessern kann, mir reicht der Aufwand jetzt aber.
Übrigens ist das Profil sehr ähnlich dem S1046 mit 17%.
Wenn die Koordinaten in anderen Dateiformen benötigt werden, mail an mich.
Gruß
Christian
Roter Baron (http://www.cb-roter-baron.de)

[ 13. September 2004, 19:32: Beitrag editiert von: Christian Baron ]

Gerhard_Hanssmann
08.02.2003, 08:59
Christian, vielen Dank für die mühevolle Arbeit, die Profile zu untersuchen und aufzubereiten und hier so übersichtlich darzustellen. Deine Ergebnisse helfen beim Nachbau.
Mit Deiner Erlaubniss übernehme ich Deine Ergebnisse im Magazinbeitrag, der im Sommer zu dieser Sukhoi 31 erscheinen wird.

http://www.rc-network.de/upload/1050610480.jpg

[ 17. April 2003, 22:15: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Christian Baron
08.02.2003, 10:48
Hallo Gerhard,
natürlich kannst Du die Profile in den Beitrag für das Magazin übernehmen.
Ich hatte Spaß daran, mit dem Programm ein gezeichnetes Profil zu übernehmen und mit XFoil zu bearbeiten. Ich habe dies auch mit anderen Profilen schon gemacht, von denen nur noch eine Zeichnung vorhanden war.
Gruß
Christian

Gerhard_Hanssmann
09.02.2003, 10:44
Die Hilfsstege für die restliche Cowlingbeplankung werden eingeklebt. Die v-förmige Öffnung ist die Wartungsöffnung, durch die der Akku gewechselt werden kann.

http://www.rc-network.de/upload/1050610597.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050610661.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050610729.jpg

Nun sind die restlichen Beplankungsteile der Cowling eingepasst und verklebt.

http://www.rc-network.de/upload/1050610773.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050610828.jpg

Das Auflagebrettchen für den Regler

http://www.rc-network.de/upload/1050610869.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050610902.jpg

Der letzte Blick in den noch offenen Rumpfboden

http://www.rc-network.de/upload/1050610946.jpg

[ 17. April 2003, 22:23: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
09.02.2003, 16:33
Bis auf wenige Kleinigkeiten ist der Rumpfbau abgeschlossen. Die Masse des Rumpfes beträgt mit Fahrwerk, Rädern, Flächenschrauben und Kabinenhaube 245 g.

http://www.rc-network.de/upload/1050611051.jpg

Der gesamte Rumpf ist durch den Rumpfrücken und die Cowling torsionssteif geworden. Die Cowling hält sicher am Rumpf, obwohl sie rundum nur durch 1 mm Beplankungsteile des Rumpfes gehalten wird.

Der Deckel für die Wartungsklappe (4 g) wird durch einen Druckknopf gehalten.

http://www.rc-network.de/upload/1050611088.jpg

Die übergreifenden Leistchen halten den Deckel am Rumpf
http://www.rc-network.de/upload/1050611133.jpg



Die Ölkühleröffnung dient zum Anheben des Deckels.

http://www.rc-network.de/upload/1050611177.jpg



http://www.rc-network.de/upload/1050611230.jpg



http://www.rc-network.de/upload/1050611276.jpg

[ 17. April 2003, 22:28: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
12.02.2003, 18:17
Verkabelung

Um Gewicht zu sparen, wird die Servoverkabelung mit Kupferlackdraht ausgeführt. Signalkabel haben einen Durchmesser von 0,4 mm ( 0,13 mm^2), Plus- und Minuskabel haben einen Durchmesser von 0,5 mm (0,2mm^2), sofern wenigstens 2 Servos daran angeschlossen werden.

Die Kupferlackkabel haben eine Länge von 60 cm. Folgende Übersicht zeigt die Massen, um die es bei den verschiedenen Verkabelungsarten der 3 Leitwerksservos geht:

1,8 m flach 0,14 mm^2; 3 - adriges, dickes PVC Kabel 20 g
1,8 m verdrillt, 0,25 mm^2; 3 - adriges PVC Kabel 22 g
0,6 m Kupferlackkabel, 2 x 0,2 mm^2 und 3 x 0,13 mm^2; 4 g
Mit der Kupferlackverkabelung können immerhin ca. 16 g bei der Rumpfverkabelung gespart werden. Bei der Flächenverkabelung kommen nochmals ca. 7 g Ersparnis hinzu.

Dass die Drahtdicke von 0,5 mm vollkommen ausreichend ist, soll die Abschätzung des Spannungsabfalls an den Servokabeln zeigen:

Kabellänge des Plus- und Minuskabels, an dem die 3 Leitwerksservos gemeinsam angeschlosen sind: ca. 1,2 m, Drahtquerschnitt 0,2 mm^2
Stromstärke bei 3 laufenden Servos ca. 0,5 A
Spannungsversorgung durch BEC 5,0 V
Spezifischer Widerstand von Kupfer 0,0179 Ohm mm^2 / m
Widerstand der Servozuleitung: R = ro * l/ A = 0,0179 Ohm mm^2/m * 1,2m / 0,2 mm^2 = 0,11 Ohm

Der Spannungsabfall in den Servozuleitungen beträgt ca.
U = R * I = 0,11 Ohm * 0,5 A = 0,06 V
Im Vergleich zur anliegenden Spannung von 5,0 V ist dieser Spannungsabfall von unter 0,1 V zu vernachlässigen. Dickere Servokabel sind bei Servoströmen von zusammen höchstens ca. 1 A und einer Servokabellänge von deutlich unter 1 m nur unnötiges Gewicht.

Um die Kupferlackkabel verzinnen zu können, wird der Lack mit einem Feuerzeug an der vorgesehenen Lötstelle abgebrannt und der blanke Kupferdraht etwas verschliffen. Bei den so vorbereiteten Kupferkabeln ist ein Verzinnen dann leicht möglich.

http://www.rc-network.de/upload/1050643785.jpg


Die selbststeckende Servokabelverbindung zwischen den Querruderservos und dem Empfänger, als Stecksystem werden die grauen Flachstecker von Multiplex gewählt.

http://www.rc-network.de/upload/1050643826.jpg

Die Durchschiebeöffnung im Rumpf wird durch das kleine Hölzchen auf der Tragfläche beim Einschieben geschlossen.

http://www.rc-network.de/upload/1050643873.jpg


Die Servokabel aus Kupferlackdraht mit 0,4 mm Durchmesser.

http://www.rc-network.de/upload/1050643909.jpg



Das angeschlossene Querruderservo. Auf den Balsaklötzchen mit 1 mm Sperrholzauflage werden die Servos festgeschraubt.

http://www.rc-network.de/upload/1050643976.jpg

Die Kupferlackverkabelung der 2 Querruderservos einschließlich der 2 Empfängerstecker und der Flächensteckung hat eine Masse von 7 g.

Der Kabelbaum für die 3 Leitwerksservos mit gemeinsamen Plus - und Minuskabeln und getrennten Signalkabeln und drei Empfängersteckern hat eine Masse von 6 g.

http://www.rc-network.de/upload/1050644037.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050644071.jpg

Der im Rumpf eingebaute Kabelbaum



http://www.pixum.de/members/gerhard_hanssmann/642a78785c653df6ce557c605199f6ba_2.jpg

[ 18. April 2003, 07:35: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerd Giese
23.02.2003, 17:50
Hi,
also ich wäre damit sehr vorsichtig und möchte das differenzierter Betrachtet wissen!

Wo ist dabei die vertretbare Grenze bzw. Risiko -wer will mir die nennen???

Es geht hierbei nicht um den absoluten Spannungsverlust sonder um sogenannte Verkopplungen - kurzeitige Spannungseinbrüche wo sich die Servoelektronik des anderen Servos drauf reagieren kann. Äußern könnte sich derartiges z.B. durch "Servozittern", unruhiger Motorlauf! Die Versorgungsspannung würde aus sicht der Servos wie eine "ungesiebte, pulsierende " Gleichspannung aussehen! Die Servos sind für solche Fälle schon intern mittels eines Kondensators entkoppelt aber dieser ist eben nicht für die Eigenexperimente ausgelegt. Übrigens, dieser Kondensator ist auch "unser" Übeltäter weil wir nur die Servos bis maximal 6V betreiben dürfen!

Drum ja auch der "mindest geforderte" Vorschlag den Leitungsquerschnitt mit jedem Servo auch zu ERHÖHEN ( Servoanzahl * 0,15mm^2) - bitte das sollte uns die Funktionszuverlässigkeit wert sein! Auch wenn das vielleicht 2-5g an Mehrgewicht bedeutet!!! ;)
Dann entfernt lieber das Empfängergehäuse und packt ihn in einen Luftballon! :D

Ach, ich hab mal kurz fix ein Exelprogrämmchen Leitungsberechnung (http://home.t-online.de/home/gegie/datenbank.htm) geschrieben! Damit erhält man wenigsten den absoluten Spannungsverlust.

Gerhard_Hanssmann
23.02.2003, 18:21
Gerd, bevor bei uns Modelle einen Erstflug machen, werden sie in jeder Hinsicht am Boden getestet. Das gilt insbesondere für so wichtige Punkte wie BEC, Servoverkabelung, Reichweite....
Bei den oben angesprochenen Servos und erst recht bei den Rippmax SD 150 mit Strömen von 30 - 200 mA ist eine gemeinsame Stromversorgung von 3 Servos kein Problem.
Hier:

http://www.rc-network.de/upload/1050644165.jpg

hier:

http://www.rc-network.de/upload/1050644241.jpg

und hier:

http://www.rc-network.de/upload/1050644292.jpg

funktioniert das schon seit Jahren ohne Probleme.
Bei diesen Modellen kann auch das Empfängergehäuse nicht mehr entfernt werden.

[ 18. April 2003, 07:38: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

moonraker
23.02.2003, 19:30
also wenns auf die sicherheit geht, ist mir es das "gewicht" wert. lackdraht muss sorgfälltigst verarbeitet werden, sonst hat man gleich probleme an den lötstellen, lötstellen sind sowieso zu vermeiden, wenns anders auch geht, und verdrillt schadet auch nicht.
bitte das bedenken und nicht unbedingt nachmachen.
mfg, roland

Gerhard_Hanssmann
26.02.2003, 19:02
http://www.rc-network.de/upload/1050644373.jpg

Beim Einschieben der Fläche in den Rumpf entsehen wegen der selbsteckenden Querruderkabelsteckverbindung Querrkräfte im Rumpf. Diese werden durch einige nachträglich angebrachte Verstrebungen aus 3 x 3 mm Balsa am Rumpfboden aufgefangen.

http://www.rc-network.de/upload/1051942980.jpg

Am Regler können die Akkukabel und die 3 Motorzuleitungen etwas gekürzt werden (Ersparnis 10 g). Das Kabel zum Empfänger muß etwas verlängert werden. So hat der Regler eine Masse von 48 g.

Der komplette Antriebsstrang (762 g),das ist mehr als die halbe Abflugmasse der Sukhoi.

http://www.rc-network.de/upload/1050644424.jpg

Motor: Lehner 1530/8 Y mit 1 : 5 Micro Gear Reisenauer (190 g)
Dreiblattklappluftschraube 17 x 9 mit 61 mm Dreiblattmittelstück und 60 mm Spinner (63 g)
Steller BK Electronics Micro 1855 BEC (48 g)
Akku Sanyo 4/5 Flight 1600 mAh (461 g)

Die gesamte Verkabelung wird einem Funktionstest unterzogen. Der Empfänger wird mit dem BEC-Regler und dem Flugakku verbunden. Die 3 Leitwerksservos sind über den Kabelbaum mit dem Empfänger verbunden.

http://www.rc-network.de/upload/1050644476.jpg

Mit dem Uni Test werden die Spannung und die Stromstärke an einem Servo gemessen.

http://www.rc-network.de/upload/1050644721.jpg

Unbelastet beträgt die Spannung 4,96 V.

http://www.rc-network.de/upload/1050644553.jpg

Bei heftigsten Servobewegungen der 3 Leitwerksservos sinkt die Spannung auf bis ca. 4,90 V. Dabei fließt durch die Kupferlackverkabelung ein Strom von ca. 300 mA für 3 Servos.

http://www.rc-network.de/upload/1050644597.jpg

Der Spannungsabfall ist also minimal, die Servos funktionieren einwandfrei. Ein durchgeführter Reichweitentest ergibt mit dem Schulze Empfänger normale Reichweite ohne Störungen.

[ 03. Mai 2003, 08:24: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Warp seven
05.03.2003, 17:50
Hallo.

Habe mir das aufmerksam angesehen und gelesen.

Ich möchte folgende Bedenken gegen die Kupferlackdrahtverkabelung anmelden :

1.) die prinzipiell höhere Anfälligkeit gegen Kurzschluß. Die ist gegeben wenn nur ein Draht nachlässig verlegt wurde.

2.) jede Flugzeugzelle schwingt und vibriert ein wenig, egal wie gut der Prop ausgewuchtet ist. Ich hätte Bedenken daß es deswegen zum Drahtbruch kommen kann, irgendwann nach zwei, drei oder vier Jahren. Niemand weiß wo bei so einem System die Schwingungsknoten liegen ...

mfG Warp seven

Michael Baer
05.03.2003, 23:58
Hi Warp seven!

zu 1.

Wenn Du ein Projekt wie diese SU in Angriff nimmst, dann verlegst Du Drähte nicht nachlässig! Wir gehen hier nach den sieben "P"s vor: Proper Preflight Planning Prevents Piss Poor Performance". Kurzschluß wirds keinen geben!

zu 2.

Tom fliegt diese Verdrahtungen seit längerem ( seit mehreren Jahren)und hat bisher keinen "Drahtbruch" zu verzeichnen. Auch hier ists eine Frage des "wie" und nicht eine Frage des "ob".

Fazit:

Wir wollen hier bestimmt nicht die allgemeine Kupferlackdraht-Verkabelung propagieren. Die wird sicher nicht in jeder Anwendung realisierbar sein. Wir sind jedoch davon überzeugt, daß diese Art der Verkabelung in der Sukhoi (Konstruktion Tom Maier) sicher realisierbar ist. Die dort eingebauten Servos mit entsprechenden Strömen spielen dabei natürlich eine wesentliche Rolle.

Wir sind uns sicher einig darüber, daß wir für jedes elektrisch angetriebene Modell den Antriebsstrang entsprechend auswählen und diesen möglichst optimieren wollen.

Bei der Sukhoi versuchen wir das auch für die RC Komponenten. Wir sehen den beschrittenen Weg als machbar an, sollten sich wider Erwarten Probleme ergeben, werden wir's Euch wissen lassen.

Happy landings

Michael

Warp seven
06.03.2003, 11:09
Hallo, Michael Baer.

Ich erkenne die Argumente an. Und wünsche euch daß Du Recht hat und nicht ich.

Jeder hat eben seine eigene Art zu bauen und wenn es eine Kupferlackdrahtverkabelung sein soll dann soll es eben so sein.

mfG Warp seven

Christian Baron
20.03.2003, 20:00
Hallo Gerhard,
fliegt sie schon, Deine SU?
Könntest mindestens mal zeigen wie sie jetzt bespannt aussieht. :)
Gruß
Christian

Gerhard_Hanssmann
20.03.2003, 21:01
Hallo Christian
Beim Bau der Sukhoi hat mich momentan eine gewisse Baumüdigkeit eingeholt. Bin aber gerade durch Michaels Sukhoi für den Weiterbau motiviert worden. Seine SU ist fertig bespannt und wartet auf die letzten Einstellungen und Prüfungen, bevor der Erstflug stattfinden wird.
An meiner SU müssen noch die Leitwerke gefertigt werden, damit der Rohbau abgeschlossen ist.
Vielleicht kann ich euch in 2-3 Wochen die fertigen Leitwerke zeigen.
So ein Projekt dauert bei mir immer länger. Mein Ziel ist es ja auch nicht, heute zu bauen und morgen zu fliegen.
Die Fans der Leichtbausu bleiben jedenfalls immer auf dem neuesten Stand. :)

Gast_56
31.03.2003, 10:42
Hallo Gerhard,
eine Frage zu dem 300mA-Strom, den die 3 Servos ziehen. Steigt dieser Wert bei "mechanischer" Last am Servoarm noch an? Benötigen die Servos mehr Strom, wenn die Ruder montiert sind und Wind auf den Rudern steht?
Mit welcher Dauerlast ist das BEC von BK angegeben? Auf deren Homepage finde ich nur einen Wert von 3A, aber leider ohne Hinweis, ob dies ein Spitzenwert ist oder Dauerlast.

Gruß
Heiko

Gerhard_Hanssmann
31.03.2003, 14:21
Heiko, der Strom steig unter Last noch an.
Liefere bald Laststromwerte nach. 3 A ist der BEC Spitzenstrom. Die Hersteller sind bei diesen Angaben aus Haftungsgründen sehr vorsichtig.
Mein Lehner 1870 BEC-Regler wird bei 10 Zellen und funflyerüblichen Ruderausschlägen und Dauermotorsteuerung nur handwarm und bleib auch bei mehreren Flügen direkt nacheinander, einschließlich Motor, nur handwarm.
Die Verlustleistung von P = (U 10 Zellen - 5 V) * I Durchschnitt der Servos kann offensichtlich so abgeführt werden, dass der Regler an der Oberfläche keine 40 Grad warm wird. Die Festspannungsregler regelt bei Temperaturen von ca 110 Grad zum Schutz den Strom zurück. Das wäre der BEC-Gau, der bei mir noch nie eingetreten ist.

Beim Durchschnittsstrom bedenke auch mit welch kleinen Empfängerakkus manche Kollegen mehrere Flüge mit 4 Servos hintereinander wagen.
Hier sind schon Kapazitäten von ca. 200 mAh und weniger genannt worden.

Gast_56
01.04.2003, 12:35
Hallo Gerhard,
Du wirst an dem BK-BEC 5 Servos SD150 betreiben. Ich plane die gleiche Anzahl von Servos für meinen Wildstyle.
Dieser Steller (PDF-Dokument 700kB) (http://www.strat.at/datei/TMM_xxxx_3_pl.pdf) kann bis zu 4A und verkraftet eine Verlustleistung von dauernd 5W.
Ich rechne mal kurz (10 Zellen=11V): 11V-5V=6V;
5W/6V=830mA
Da komme ich hoffentlich (im Dauerbetrieb) nie hin mit den 5 Servos im FunFlyer, oder?
Kurzzeitig (10-20sec.) verträgt das BEC deutlich mehr!!

Gruß
Heiko

Jan
01.04.2003, 12:56
...nur zur Ergänzung: Der Strombedarf kann schon recht heftig werden. Ein Bekannter hat einen FunFlyer, verbrennergetrieben, den er mit 5 Servos ausgerüstet hat. Es handelt sich um die digitalen Servos von Grp./JR in Standardgröße. Flugzeit etwa 12 bis 14 Minuten. Er hatte bisher einen 600er Akku drin. Bei Entladeversuchen zu Hause hat er festgestellt, dass er mit diesem Akku lediglich sichere 4 Flüge machen durfte, danach wurde es gefährlich. Stromverbrauch bis max. 120 mAh pro Flug.

Von Andreas Schleicher habe ich gehört, dass sein 12 bis 15 kg. Jet (turbinengetrieben) ca. 250 mAh pro Flug (ca. 6 bis 8 Minuten) braucht. Die Servoausstattung ist wohl auch sehr aufwändig, ca. 6 8411er.

Mich würde es sehr interessieren, eine Art Datenlogger für die Ermittlung des Strombedarfs mal einzusetzen. Es gibt ja von UI-Elektronik eine Akkuweiche, die den aus den Akkus entnommenen Strom ermittelt. Das könnte was sein. Ich habe dazu <<<hier>>> (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=26;t=000637) einen Thread eröffnet.

Schmidie
01.04.2003, 15:13
@ gerhard

sag mal, der flächenplan... hab ich den überlesen oder hat dein zeichenmeister das noch nicht geschafft?

ich hab hier noch sonen motor... der fühlt sich in seiner kiste nicht wohl :D

Michael Schöttner
01.04.2003, 16:12
@kebmo,

die 5W des TM Stellers halte ich schlichtweg für illusorisch. Selbst wenn der Festspannungsregler in einem TO-220 Gehäuse untergebracht wäre, könnte er maximal 2W abführen. Das kleine SO-8 einfach nur flach auf einem Stückchen Platine wird bei 5W so warm werden, dass sich die Platine verfärbt!
Lieber würde ich Kupferlackdraht zur Verdrahtung meiner Servos verwenden, als diesem Steller 5W Verlustleistung zuzumuten!
Die Belastung des BEC ist nicht ganz zu unterschätzen. Gerade die kleinen leichten Servos ziehen Ströme, dass es sich gewaschen hat. Je kleiner der Motor im Servo, desto schlechter der Wirkungsgrad. Also muß man bei einigermaßen aktzeptablen Stellmomenten mit wahnsinns Strömen arbeiten. Da zieht der eine oder andere Winzling mal locker 1A!

Schöne Grüße,
Michael

Gast_56
01.04.2003, 18:53
Die starken Leistungsbauteile werden mit Aluminiumplatten, welche ausschließlich an den
Aussenseiten platziert sind, gekühlt.

Ich bin auf Gerhards Praxistests gespannt mit den kleinen Servos. Der BK-Steller wird dann ja auch nicht viel mehr vertragen. Bei 3A "Spitze" liegt der Steller ja noch etwas unter dem TMM. Über Dauerbelastung und Belastung über z.B. 10 sec. findet man bei BK leider keine Infos.

Gruß
Heiko

Gerhard_Hanssmann
01.04.2003, 21:20
Hallo Markus, freut mich , wennDu die SU nachbauen willest. Ob der Zeichenmeister den SU Plan noch vervollständigt, kann ich nicht sagen. Ich habe schon lange keinen Kontakt mehr mit ihm gehabt.
Mit >>>diesen Daten<<< (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=2;t=000443;p=4)5.1.03; 13:54 und dem Beitrag von >>Christian<< 7.2.03; 23:21 (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=2;t=000443;p=6) kannst Du bestimmt ohne Plan eine Fläche anfertigen.

Schmidie
01.04.2003, 22:08
@ gerhard

ich muss ehrlich zugeben... ich bin ein bischen faul nen eigenen plan zu malen. auserdem kann ich ohne ein stück papier mit ein paar linien drauf keine fläche bauen :rolleyes: im übrigen wollte ich das gute stück etwa auf mini diablothin grösse zaubern. da würde meine motor besser passen, da ich die extreme bauweise bestimmt an meinen wänden kaputt kloppe :( (blöde dachwerkstatt)

Gerhard_Hanssmann
05.04.2003, 11:02
http://www.rc-network.de/upload/1049531720.jpg

Diese Türschlitz - SU hat mich am Weiterbau der Edel -SU abgehalten. Nach erfolgtem Erstflog und ev. notwendigen Änderungen an der Türschlitz - SU, geht es mit der Edel - SU weiter.

Übrigens Michaels SU ist kurz vor dem Erstflug.

Michael Baer
06.04.2003, 22:11
@ Gerhard,

wird aber auch Zeit!!!!!!(daß Du Dich endlich wieder um die richtige SU kümmern willst)

Happy landings

Michael

[ 06. April 2003, 22:12: Beitrag editiert von: Michael Baer ]

Gerhard_Hanssmann
13.04.2003, 14:34
8 Leitwerksbau

Höhenleitwerk

Die Dämpungsfläche des Höhenleitwerks wird aus 11 x 5 mm Balsa für die Nasen- und Endleisten, 1,5 mm Balsa für die Rippen und 1 mm Balsa für die Beplankungen und Rippenaufleimer, erstellt.

http://www.rc-network.de/upload/1050236287.jpg

Für die Aufnahme der 2 Futabahöhenruderservos FS 40 Pico werden 4 Balsaklötzchen mit 1 mm Sperrholzauflage auf die Beplankung geklebt. Mit Holzschräubchen werden die Servos verschraubt.

http://www.rc-network.de/upload/1050236579.jpg

Die verschliffene Dämpfungsfläche des Höhenleitwerks hat eine Masse von 13 g.

Oberseite:

http://www.rc-network.de/upload/1050303993.jpg

Unterseite:

http://www.rc-network.de/upload/1050304037.jpg

Unterseite, Servoaufnahme:

http://www.rc-network.de/upload/1050304106.jpg

Die zwei Höhenruderhälften werden aus 1,5 mm Balsa für die Rippen, und 1 mm Balsa für die Beplankungen hergestellt.

http://www.rc-network.de/upload/1050399054.jpg

Eine fertiggestellte Höhenruderhälfte hat eine Masse von 7 g.
Die 5 x 3 mm Balsaleiste dient als Aufnahme für die Fliespatentscharniere und sorgt für den nötigen Freiraum zum Bewegen des Höhenruders.

http://www.rc-network.de/upload/1050421388.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1050421425.jpg

[ 20. April 2003, 09:30: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
18.04.2003, 13:35
Das fertige Höhenleitwerk hat eine Spannweite von 64 cm. Es wurde um jeweils 3 cm für die Ausgleichsfläche an den Höhenrudern gegenüber Toms Plan verbreitert.
Die Masse beträgt 27 g.

http://www.rc-network.de/upload/1050665348.jpg

Die Fliespatentscharniere lassen sich mit Sekundenkleber sichern und sind ausreichend stabil Das Ruderhorn ist aus 1 mm GFK angefertigt und mit Sekundenkleber verklebt.

http://www.rc-network.de/upload/1050741490.jpg

Die am Höhenruder angebrachte 5x3 mm Balsaleiste sorgt für genügend Freiraum, so dass sich große Endausschläge ergeben.

http://www.rc-network.de/upload/1050665546.jpg

Seitenleitwerk

Aus der Erfahrung von der Vorgänger - SU wissen wir, dass das Seitenleitwerk größer sein sollte. Das Seitenruder wird daher nach oben und hinten vergrößert und erhält eine Dämdpungsflosse.
Die Maße sind : Höhe 32 cm, Mittellinie Tiefe 22 cm. Die Form des Seitenruders ist der Originalsukhoi besser angeglichen.

http://www.rc-network.de/upload/1050688041.jpg

Die Dämpfungsflosse des Seitenleitwerks wird aus 10 x 6 mm Balsa für die Nasenleiste, 10 x5 mm Balsa für die Endleiste, 1,5 mm Rippen und 1 mm Beplankungen aufgebaut.

http://www.rc-network.de/upload/1050770637.jpg

Die verschliffene Dämpfungsflosse hat eine Masse von 4 g.

http://www.rc-network.de/upload/1050823585.jpg

Das Seitenruder wird mit 1,5 mm Rippen ,1 mm Beplankungen und einigen Füllstücken gebaut (6 g).

http://www.rc-network.de/upload/1051006081.jpg

[ 22. April 2003, 12:09: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
23.04.2003, 13:29
Das fertige Seitenruder hat eine Masse von 9 g.
Der Ruderhebel ist aus 1 mm GFK angefertigt.

http://www.rc-network.de/upload/1051097280.jpg

Auch beim Seitenruder werden Fliespatentscharniere verwendet.

http://www.rc-network.de/upload/1051097351.jpg

Gerhard_Hanssmann
26.04.2003, 19:00
Die Dämpfungsflossen des Höhen - und Seitenleitwerks werden senkrecht und mittig miteinander verklebt. Die Anpassung an den Rumpf wird vorbereitet.

http://www.rc-network.de/upload/1051376365.jpg

Einige Hilfsleisten und Spanten für das Anbringen der Beplankung

http://www.rc-network.de/upload/1051430144.jpg

Die 1 mm Beplankung wird angepast und verklebt.

http://www.rc-network.de/upload/1051433462.jpg

Das fertige Leitwerk hat mit Scharnieren und Ruderhebeln eine Masse von 48 g.

http://www.rc-network.de/upload/1051448506.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1051448564.jpg

Das rohbaufertige Modell (mit Fahrwerk, Rädern, Kabinenhaube, Servoverkabelung, 5 Stück FS Pico 40 Servos mit je 9g, Flächenschrauben und Anlenkungsteilen) hat eine Masse von 580 g. Rechnet man die Servos und deren Verkabelung heraus, so beträgt die Rohbaumasse ca. 515 g.

Zum Verspachteln des Modells wird der Dekor-Spachtel Mastic-Léger für innen und außen von Molto verwendet. Erhältlich im " Bauhaus " Baumarkt für ca.5 € das 200 g Gebinde.
Der Spachtel ist weiß, sehr leicht, läßt sich wunderbar, auch auf leichtem und weichem Balsaholz, übergangsfrei verschleifen, ist wasserverdünnbar, trocknet schnell, ist gut zu verarbeiten, hält auch auf Depron, Styropor und Styrodur und die gut schließende Kunstoffdose schützt vor dem Austrocknen.
>>Produktinformation Dekor-Spachtel<< (http://www.molto.de/produkt_detail_info.jsp?pid=7). Die EAN-Nummer des Spachtel lautet: 4007591141200

http://www.rc-network.de/upload/1057333309.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1057333381.jpg

[ 05. Juli 2003, 06:51: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
01.05.2003, 19:01
http://www.rc-network.de/upload/1051808376.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1051808423.jpg

Bilder von der rohbaufertigen SU:

http://www.rc-network.de/upload/1051808062.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1051808178.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1051808233.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1051808376.jpg

[ 11. Januar 2004, 21:41: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Johannes Wiesner
01.05.2003, 21:05
Hallo Gerhard
ich verfolge schon einige Zeit deinen Baubericht und jetzt muss ich dir auch mal mein Lob aussprechen. Also Der Rohbau der Suchoi ist wirklich aller erste Sahne und dann das Gewicht... Eine wirklich tolle Leistung und das beste daran: Wir können auch noch dabei lernen, wie man leichte(re) Flieger baut.
Und bevor mir jetzt hier noch einer auf meiner Schleimspur ausrutscht (Nur ein Witz ich mein das o.g.natürlich schon ernst) noch eine Frage: Ich hab noch einen Kontronik Fun 400-36 herumliegen... der bräuchte doch nur ein passendes Getriebe um so eine Su zu bepowern-oder?
Also weiterhin noch viel Spass
mfg Hannes

[ 01. Mai 2003, 21:17: Beitrag editiert von: Johannes Wiesner ]

Michael Baer
01.05.2003, 22:57
Hallo Gerhard!

Zum Erstflug ist die Speichenrädchen-Krankheit aber auskuriert!

@ alle anderen:

Kann mir vielleicht jemand Tipps geben, wie ich einen Twinjet mit Speichenrädchen Kill Raketen ausrüsten kann?!?

Happy landings

(auf vernünftigem Fahrwerk!!)

Michael

[ 02. Mai 2003, 11:52: Beitrag editiert von: Michael Baer ]

Gerd Giese
02.05.2003, 08:32
Hi Gerhard,
kurz zu der Sukhoi.
Die sieht ja vom allerfeinsten aus und dann das Gewicht! Habe auch
den Baubericht mit verfolgt. Was ihr da erarbeitet ist Leichtbau auf höchstem Niveau und Wegweisend, wie ich finde!
Da ich aus verschiedenen Gründen kein Holzwurm bin drängt sich förmlich bei mir die Frage auf, was k-o-s-t-e-t ein Rohbau von Euch?
:rolleyes: Ich würde die sogar persönlich abholen! :D

GG

JP Philippe
02.05.2003, 09:32
Liebe Gemeinde,
die ein oder anderen unter Euch mögen sich noch an mich erinnern, ich wollte den Plan für die Su zeichen.
Nun, ich habe einen Satz Zeichnungen fertig, allerdings ist mein Problem mit dem Zeichnungen, dass sie auch nicht annähernd das zeigen, was man braucht um das Flugzeug halbwegs autonom aufzubauen. Die einzige Möglichkeit ist IMHO ein Orginal nebendran zu stellen und - anhand der skizzen - nachzubauen.
Ich persönlich habe den Versuch etwas ähnliches zu bauen aufgegeben, da ich eine Alternative entdeckt habe: Der Raven von Thomas Schunk, Bilder davon gibt's in der aktuellen FMT und die kompletten Infos hier: www.rc-line.de->Forum-> (http://www.rc-line.de->Forum->) Slow-Flyer->Depron Grossmodelle.
Das Modell ist ein Raven mit 2m Spannweite und 2,5kg Gewicht. Er ist deutlich einfacher zu bauen als die SU.

booma
02.05.2003, 09:56
Hi JP,

auch wenn es eher nicht zum Thread-Thema gehört. Wir (2 Rheinenser) bauen zur Zeit ebenfalls an 2 Schunk-Raven. Wir stehen aber noch ganz am Anfang: Spanten, Rippen, Negativ-Flächenhälfte, einige Rumpfteile sind bereits fertig, verbunden ist jedoch noch nichts.
Wenn Du Lust hast öffne doch einen neuen Thread der Art "Onlinebau einer Raven nach Tom Schunk (Bildbericht)". Unsere Mitwirkung hättest Du sicher.

Michael Baer
02.05.2003, 12:27
@ gegie:

Hallo Gerd,

ich will mal versuchen, Deine Frage nach den Kosten für einen Rohbau zu beantworten: Die Materialkosten sind überschaubar, die handwerklichen Schwierigkeiten halten sich in Grenzen, der Bau ist aber sehr zeitaufwendig, und dieser Zeitansatz ist nur ideell bewertbar.

Ich habe schlußendlich vom ersten Bleistiftstrich bis zum Erstflug fast elf Monate gebraucht. Die haben sich für mich auch durchaus gelohnt. Mein Flieger ist natürlich schwerer als der von Tom und wahrscheinlich auch als der vom Gerhard ( da braucht der Gerhard noch nicht mal an vernünftigen Rädern zu sparen!), aber es war das erste Projekt dieser Art, das ich in Angriff genommen habe und ich bin auch so mit dem Resultat sehr zufrieden.

Als Modell"bauer" lernte ich eine Menge dazu, ein typischer Holzwurm bin ich sicher nicht, es war auch das erste Projekt, bei dem eine Briefwaage auf dem Baubrett stand und ich habe bestimmt nicht alles optimal gelöst.

Würde ich noch eine bauen? Ja, bestimmt. Wenn meine jetzige abstürzt, dann würde mich das motivieren, nochmal eine zu bauen.

Diese Motivation für einen "Verkaufs-Rohbau" aufzubringen, schaffe zumindest ich nicht.

Wir haben immer noch fest vor, den Plan vernünftig auszuarbeiten und mit diesem und Gerhards Baubericht wird der Nachbau weniger zeitaufwendig und bestimmt nicht schwieriger.
Wir haben noch an Detail-Lösungen gearbeitet, die viel Zeit verschlungen haben, das wird bei den "Planbauten" einfacher werden.

Vielleicht kannst Du Dich ja doch mit dem Gedanken an einen Nachbau anfreunden (oder Du erwischst Gerhard in einem Moment, in dem er nicht "Nein" sagen kann)

Happy landings

Michael

Gerhard_Hanssmann
02.05.2003, 19:31
Das Miterleben des Baus der SU war und ist für viele von euch interessant.
Die in diesen Bericht investierte Arbeit hat sich gelohnt , wenn der Baubericht der Leichtbau - SU zu weiteren Ideen führt und den einen oder anderen zum Nachbauen animiert.
Für die Blumen bedanke ich mich.
Uns, Tom, Michael und mir hat es auch Spaß gemacht. Wir haben oft wegen der SU diskutiert und sind immer zu Lösungen gekommen, von denen alle provitierten.

Noch ist der Bau der SU nicht abgeschlossen. Wir können euch noch länger unterhalten.

@Johannes

Der 400-36 ist eine Nummer zu klein. Die Drehzahl ist auch zu hoch um eine 17 Zoll Dreiblattluftschraube zu drehen.
Für eine Dauerleistung von 200-300 W ist dieser Motor nicht gebaut.

Michael hat folgendes Setup:

Motor: Kontronik Fun 480-33
Getriebe: Eigenbau 6.8 : 1
Regler: Hacker Master 70 3P
Akku: 8 Zellen
Luftschraube: Dreiblatt Aeronaut 18 x 11 mit 62 mm Dreiblatt Mittelstück
Empfänger: ACT DSQ 8
Servos: 2 x Robbe FS 40 pico für Quer, 2 x C 261 für Höhe und 1 x C 261 für Seite

Der Antrieb zieht bei Vollgas 39,6 A , dreht die Luftschraube dabei mit 3240 U/min und liefert einen Schub von 2200 gr. Bei einem Schub von 1600 gr dreht die Luftschraube mit 2870 U/min und der Motor zieht 26 A.
Auch dieser Motor
will gekühlt werden, .

Gerhard_Hanssmann
13.05.2003, 16:56
9 Bespannung

Die Oberseite des Modells wird mit Oracover light scale weiß (35 g/m^2) bespannt (Bestnr. 31 - 099). Diese Folie ist sehr leicht und hochdeckend, da die Rückseite alubedampft ist. Zur Lageerkennung wird die Unterseite mit Oracover Easycoat rot Bestnr. 40 - 023) bespannt. Diese Polyesterbespannfolie ist nicht transparent und mit ca. 55 g/m^2 deutlich leichter als Oracover
Die schwer zu bespannenden Teile erhalten eine Grundierung und werden mit Kunstharzlack, dessen Farbton auf die Folie abgestimmt ist ( Farbkarte natural colour system NCS glänzend S 1002/B ), lackiert.

http://www.rc-network.de/upload/1052837318.jpg

Die mühevoll gebaute, und während des Baus rustikal aussehende Cowling, erhält so nun ein ganz akzeptables Gesicht.

http://www.rc-network.de/upload/1052837383.jpg

Der Kühlluftaustritt und die Wartungsklappe werden auch lackiert.
http://www.rc-network.de/upload/1052837527.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1052837605.jpg

[ 05. August 2003, 17:20: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gast_56
04.06.2003, 07:50
Hallo Gerhard!
Ist die SU schon bespannt?
Mich interessiert noch die Servobefestigung für die Querruder. Das einzige Bild, welches ich gefunden habe, ist dieses hier:

http://www.rc-network.de/upload/1050643976.jpg

Was mir noch unklar ist:

- Hast Du lediglich kleine Balsaklötzchen zur Befestigung genommen und diese noch mit 1/1.5mm Sperrholz verstärkt (damit die Schraube hält)?
- Schaut das Servo aus der Fläche heraus? Wenn ja, wie ist die Foliendurchführung gelöst?
- Schaut die Anlenbkung aus der Fläche heraus? Wenn ja, wie ist die Foliendurchführung gelöst?

Da ich bei meinem WildStyle die Befestigung wegen kleinerer Servos (als vorgesehen) erneuern muß, würde ich mich über einige Detailinfos freuen.

Gruß
Heiko

Gerhard_Hanssmann
23.06.2003, 20:42
Bei der SU hab ich eine sehr lange Bau- und Besinnungspause eingelegt. Eine Entscheidung über die Farbgebung der Bespannung musste reifen. Ich hatte vor, aus Gewichtsgründen, die SU oben Oralight scale weiß, also undurchsichtig, und unten transparent rot zur Fluglageerkennung, zu bespannen. Alle meine Kollegen bearbeiteten mich bei jedem Fliegertreffen. Doch jedes Mal kam ich zu meiner ursprünglichen Farbidee zurück. Aber zum Weiterbespannen traute ich mich dann doch nicht. Die letzte Hilfe gab mir nun meine Frau:"Bespann sie unten rot, nicht transparent rot, sondern eine Art ferrarirot".
Nun ist die Entscheidung gefallen: oben Oralight scale weiß unten Easycoat rot von Oracover (undurchsichtig). Die genaueren Daten der Folie gebe ich noch durch. Die Folie wiegt ca. 55 g / m^2. Das Mehrgewicht kann ich verschmerzen. Auch konnte mich der ewige Speichenräderlästerer, Michael, davon überzeugen, dass Ballonreifen besser zur SU passen als Speichenräder. Damit wird die SU nun ca. 50 g schwerer. In 2 Wochen gehts weiter mit dem Bespannen.

[ 23. Juni 2003, 20:44: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
24.06.2003, 21:44
Die leichte rote, nicht transparente Bespannfolie heißt: Easycoat rot Bestnr. 40-023-010 (10m Rolle)von Oracover. Die Masse ist 55 g pro m^2.
Dieser Folientyp ist ziemlich unbekannt und wird von kaum einem Händler bevorratet. Unter der angegebenen Betellnr. kann sie aber problemlos von Oravover bezogen werden.
Andere Farben (weiß, dunkelrot, hellrot, rot, goldgelb,gelb,...) mit 49 - 62 g / m^2 sind auch leiferbar.

Michael Baer
26.06.2003, 12:22
Hallo Gerhard!

Gott sei Dank hast Du eine vernünftige Frau!!!!

Ferrarirot find ich prima, also schwing endlich das Bügeleisen!

happy landings

Michael

Gerhard_Hanssmann
12.07.2003, 11:44
Das fertig bespannte Leitwerk hat nun eine Masse von 64 g.

http://www.rc-network.de/upload/1058002973.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1058003020.jpg

Der Rumpf wird oben weiß und unten rot bespannt.

http://www.rc-network.de/upload/1058272250.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1058272293.jpg

[ 15. Juli 2003, 14:31: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
16.07.2003, 14:26
http://www.rc-network.de/upload/1058357695.jpg

Das Leitwerk wird mit langsam abbindendem Weissleim auf dem Rumpf angebracht, genauestens ausgerichtet und gesichert. Nach dem Abbinden des Weissleims wird der Rumpfrücken an der Klebestelle mit Leichtspachtel ausgeglichen, verschliffen und an dieser Stelle bespannt. Die 2 Höhenruderservos und das Seitenruderservo werden eingebaut und deren Verkabelung fertiggestellt. Danach wird die hintere Rumpfseitenwand bespannt.

flight 86
16.07.2003, 15:20
Hi,

sieht fantastisch aus - so sauber gebaut und schön Gratuliere!!!

Netten Gruß

Philipp

Jan
16.07.2003, 20:46
...besonders gut gefallen mir auch die Räderchen! So uneingeschränkt unspeichig!!!! :D

Gerhard_Hanssmann
17.07.2003, 08:00
[ 03. August 2003, 19:51: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Michael Baer
17.07.2003, 12:08
Hallo Flight 86!

bis hierher sieht's gut aus, aber warte mal, bis die Kabinenhaube drauf ist! Nachtschwarz! Der arme Pilot sitzt im Dunkeln! Hoffentlich packt Gerhard ihm ne K...Tüte ein.

Hallo Jan!

die Räder find ich auch gut! Ist aber bei Gerhard nicht die Einsicht, eher die Erkenntnis, daß Speichenräder bei der Fahrwerksauslegung zu reparaturintensiv sind!!

Hallo Gerhard,

bist Du am Bügeln?

@ alle:

wir haben heute die Schriftzüge für die Sukhois bei Michael Grill "ge-Schneid-Plottert" und jetzt hat Gerhard einen gigantischen Motivationsschub bekommen. An meiner Su sieht er, wie toll das alles wird...............wenn er seine schwarze Kabinenhaube gegen eine etwas dezentere Version austauschen wird.

Happy landings

Michael!

[ 17. Juli 2003, 00:11: Beitrag editiert von: Michael Baer ]

Michael Baer
17.07.2003, 14:56
Hallo Gerhard,

die Kabinenhaube der Originalmaschine ist getönt, aber transparent!! Wenn Du das auch so hinbekommst, dann zieh ich den Hut!!

Happy landings,

happy bügeln

happy löten

usw.

Michael

misi
17.07.2003, 18:14
da hab ich doch den hammertip zwecks Kabinenhaubetönung

einfach bei den RC Autos klauen

dort gibt es von Tamiya Lexan Scheibenfarbe in verschiedenen Tönungen...

da kannste von leicht getönt bis dunkel alles hinbekommen :o )

Gerhard_Hanssmann
19.07.2003, 18:22
Die Höhenruder werden durch 2 FS Pioco 40 mit 1 mm Stahldraht spielfrei angelenkt. Das Seitenruder wird durch 0,5 mm Stahldraht und einem FS Pico 40 Servo spielfrei angelenkt. Die Pico 40 Servos sind recht robust, kräftig, schnell und neutralisieren gut.

http://www.rc-network.de/upload/1058630543.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1058630577.jpg

Das Widerlager des Hecksporns verhindert ein Durchfedern das Hecksporns bei härteren Landungen bis auf den Rumpfboden. So ist das Seitenruderservo vor Bodenberührung hinreichend geschützt.
Die 2 mm CFK Stäbe sind nur gesteckt und können leicht ausgewechselt werden.

http://www.rc-network.de/upload/1058630784.jpg

Die Strömungsabrisskante am Entlüftungsschacht wird angebracht.

http://www.rc-network.de/upload/1058630888.jpg

Der Rumpf ist mit Oracover light scale weiß (35 g/m^2) bespannt. Die Folie ist wegen der auf der Innenseite aufgedampften Aluschicht deckend und undurchsichtig. Wegen der abschirmenden Wirkung der alubedampften Folie ist besondere Sorgfalt bei der Antennenverlegung notwendig. Die Antenne darf keinesfalls im Rumpfinnern verlegt werden, sonst wird sie von den elektromagnetischen Wellen der Senderantenne abgeschirmit. Die Verlegung als Schleppantenne mit einer Festhalteschnur ist die einfachste und leichteste Lösung. Sie verhindert, dass die Antenne jemals in den drehenden Propeller gelangen kann.

http://www.rc-network.de/upload/1058631234.jpg

[ 22. Juli 2003, 07:50: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Michael Baer
20.07.2003, 18:10
Hallo Gerhard!

Der "Hecksporn" ist doch wohl nicht Dein Ernst!?! Ich schenk Dir ein Spornradfahrwerk, ich bau's auch ein!

Da muß ein Rad hin!!

happy landings

Michael

Gerhard_Hanssmann
21.07.2003, 15:45
Nach dem Motoreinbau hat der Rumpf incl. der Hardware eine Masse von 771 g. Die 10 Zellen TS 1950 FAUP
(403 g) und die Rohbaufläche mit Servos (ca.200 g) lassen eine Abflugmasse von unter 1500 g in greifbare Nähe rücken.

http://www.rc-network.de/upload/1058794675.jpg

Die Öffnung der Wartungsklappe führt dem Regler über 2 dicke Trinkhalme Kühlluft zu.

http://www.rc-network.de/upload/1058875838.jpg

[ 22. Juli 2003, 14:48: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
22.07.2003, 14:45
Der Motor treibt eine Dreiblattklappluftschraube 17 x 9 an. Befestigt wird das Mittelstück über 3 um 120 Grad versetzte Madenschräubchen M3. Das Anschleifen der Welle ist wenigstens einmal notwendig. Das abgebildete Dreiblattmittelstück mit 60 mm Lochkreisdurchmesser in Lightversion hat eine Masse von ca. 11g. Ohne Erleichterungsfräsungen sind es ca. 17g. Der Werkstoff ist Al Mg 4,5 Mn 07 mit einer sehr hohen Zugfestigkeit von ca.300 N/mm^2.

Das Dreiblattmittelstück kann bei Martin.Hoerner@arcor.de bezogen werden.

http://www.rc-network.de/upload/1058900266.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1058900340.jpg

Die Dreiblattmittelstücke werden natürlich mit jedem anderen Lochkreisdurchmesser und jeder Zentralbohrung gefertigt.

Sollte das Mittelstück zu den Meyerspinnern (Meyer, Tel: 0421/553220) passen, muß der Lochkreisdurchmesser 0 bis 2 mm größer als der Spinnerdurchmesser sein. Bei 0 mm mehr klemmt der Spinner sehr gut, für die Luftschraubenbefestigungsschrauben sind aber kleine Aussparungen in den Spinner zu fräsen und die Montage ist nicht ganz einfach. Bei 1 mm mehr, klemmt es gut. Bei 2 mm mehr, geht die Montage einfach, dafür ist zum Sichern dickflüssiger Sekundenkleber notwendig.

Die nächsten Bilder zeigen, wie der Spinner montiert und gehalten wird:

http://www.rc-network.de/upload/1058900404.jpg


Beim Spinner sind die Aussparungen für das Mittelstück und die Motorwelle auszuschneiden.

http://www.rc-network.de/upload/1058900913.jpg

Nun wird ein Luftschraubenblatt am Dreiblattmittelstück mit der Befestigungsschraube montiert. Das Dreiblattmittelstück muss ab jetzt auf der Motorachse befestigt sein.
Jetzt wird der Spinner vorsichtig auf das Dreiblattmittelstück gedrückt. Danach werden die 2 anderen Blätter montiert. Demontage umgekehrt.

http://www.rc-network.de/upload/1058900658.jpg

Durch die drei Schraubenköpfe und Muttern wird der Spinner zentriert und sicher geklemmt.

>>Infos zu Dreiblattmittelstück<< (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=2;t=000324;p=)

http://www.rc-network.de/upload/1058794710.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1058794820.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1058794852.jpg

[ 22. Juli 2003, 21:08: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
28.07.2003, 20:08
Die Bespannung der Tragfläche

http://www.rc-network.de/upload/1059415011.jpg

Die Patentscharniere sind sehr leicht einzubauen. Es genügt ein mit dem Balsamesser geschnittener Schlitz um die Scharniere mit Sekundenkleber dauerhaft und sicher zu verkleben. Kleine Verstärkungen im Scharnierbereich sind vorteilhaft.

http://www.rc-network.de/upload/1059415050.jpg

Die Tragfläche und die Querruder sind trotz ihrer geringen Masse von 256 g durch die Bespannung sehr verdrehsteif geworden.

Jan
29.07.2003, 23:28
...ach ist die hübsch, *schwärm*
viel zu schade zum Fliegen.

Johannes Wiesner
30.07.2003, 22:31
Guten Abend
@Gerhard, danke für deine Antwort (kommt leider etwas spät aber ich hab erst jetzt wider mal nachgelesen). Mein gendanke war den Motor noch höher zu untersetzen(soweit das technisch möglich ist), um auf die gleiche Drehzahl zu kommen wie ihr.
Gruß Hannes

Gerhard_Hanssmann
03.08.2003, 19:48
Die Anlenkung der Querruder geschieht spielfrei über 1 mm Stahldrähte.

http://www.rc-network.de/upload/1059932133.jpg

[ 06. August 2003, 17:56: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
03.08.2003, 19:49
FedEx-Desigin

Die von FedEx gesponsorte Originalsukhoi des bekannten amerikanischen Kunstflugpiloten ... , hat folgendes Aussehen:

http://www.rc-network.de/upload/1050577967.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1058822448.jpg

Dieser Schriftzug wird von Michael Baer designed und von Michael Grill angefertigt.

Michael Grill beim Eingeben des Schriftzuges in den Computer.

http://www.rc-network.de/upload/1059932509.jpg

Der fertig geplottete Schriftzug

http://www.rc-network.de/upload/1059932580.jpg

Das Anbringen des Schriftzuges auf der Tragfläche

http://www.rc-network.de/upload/1059932657.jpg

Eine erstklassige Arbeit unserer Designer

http://www.rc-network.de/upload/1059932725.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1059932792.jpg

Zum Schutz vor Transportschäden erhält die Tragfläche Schutztaschen aus beidseitig glatten Luftpolsterfolien, die mit einem Folienschweißgerät zusammengeschweißt werden. Die Folie ist in den Dehner Gartenmärkten für ca. 4€ pro laufendem Meter zu haben.

http://www.rc-network.de/upload/1060185305.jpg

[ 06. August 2003, 17:57: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
03.08.2003, 20:02
Akkubefestigung und Schwerpunkt auswiegen

Der GFK-Akkuschacht ist für Sub C Zellen der Größe Sanyo Flight 4/5 ausgelegt. Da die TS 1950 FAUP mehr Kapazität und weniger Masse hat, wird dieser Akku vornehmlich eingesetzt. Dazu ist ein Adapter notwendig, der die TS FAUP sicher im Akkuschacht hält.
Aus 1,5 mm GFK-Platten und 1,5 mm Kohletäben wird dieser Adapter mit einer Masse von 2 g hergestellt.

http://www.rc-network.de/upload/1059933668.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1059933710.jpg

Gerhard_Hanssmann
04.08.2003, 17:12
Der Akku wird im Akkuschacht am hinteren Ende durch einen Styroporklotz fixiert. Am vorderen Ende wird der Akku durch die Akkuverriegelung aus Balsasperrholz (3 g) gehalten.

http://www.rc-network.de/upload/1060008806.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1060008839.jpg

Die 6 mm Kunstoffschraube ist fest mit der grünen Holzmutter verbunden. Der rote Akkuriegel kann nach dem Spindelprinzip über die leicht von der Wartungsklappe zugängliche Kunstoffschraube nach vorne bzw nach hinten gedreht werden. So läßt sich der Akku ca. 5 cm zur Schwerpunktsabstimmung verschieben. Der Schwerpunkt liegt beim Hauptholm, von der Nasenleiste aus gemessen bei 15 cm bei einer Flächentiefe von 40 cm.

Durch Drehen des Akkuriegels um 90° wird der Akku freigegeben. Das 6 mm Holzgewinde des Akkuriegels kann durch Sekundenkleber im Gewinde schwergängig gemacht werden.

http://www.rc-network.de/upload/1060009146.jpg

Auf der Fahrwerksaufnahme wird die Akkuverriegelung festgeklebt. Die kleinere Kunststoffschraube stützt den Akku. Ansicht über den Flächenausschnitt.

http://www.rc-network.de/upload/1060785587.jpg

Die Akkuverriegelung über die Wartungsklappe betrachtet.

http://www.rc-network.de/upload/1060010238.jpg

[ 13. August 2003, 16:40: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
05.08.2003, 16:51
Bis auf kleine Desigarbeiten ist der Bau der SU - 31 abgeschlossen. Abflugfertig mit 10 TS 1950 FAUP beträgt die Startmasse 1452 g. Für ein 160 cm Modell mit ca. 400 W Antriebsleistung ein erstaunlicher Wert, der vielversprechende Kunstflugleistungen verspricht.

http://www.rc-network.de/upload/1060094780.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1060094820.jpg

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http://www.rc-network.de/upload/1060094890.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1060094943.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1060094980.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1060785945.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1060785980.jpg

[ 13. August 2003, 16:46: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Michael Baer
12.08.2003, 14:08
Hallo Leute!

Am Samstag Abend hatte Gerhard ERSTFLUG mit seiner SU!!

Seither fliegt er mit der Maschine fast pausenlos und pflügt bei den Landungen mit dem Hecksporn gnadenlos unsere gepflegte Graspiste um (er nennt das zwar vertikutieren, wir denken jedoch, daß "umzackern" die bessere Bezeichnung wäre :D :D )

Happy landings

Michael

sd
12.08.2003, 18:25
Na dann "endlich" :D herzlich glückwunsch zum gelungenen Erstflug. Fliegt die Su denn jetzt wie du es dir erwartet hast? Mach doch mal einen kleinen Flugbericht :)

Grüße
Stefan

misi
12.08.2003, 19:40
nach meiner groben faustformel braucht der gerhard ca 240W um senkrecht zu fliegen, der Rest ist dann purer Spass

ich hoffe Gerhard, das Teil ist VOLLGASFEST??? :) :)

Grüße

Micha

[ 12. August 2003, 19:41: Beitrag editiert von: misi ]

Gerhard_Hanssmann
13.08.2003, 17:02
Erstflug

Bei der Modellprogrammierung werden 3 Flugzustände angelegt: Normalflug, Landung, Extrem.
In diesen Flugzuständen sind die Ruderausschläge:

Normalflug:
Höhe 30°, Expo -70%;
Seite 45°, Expo -20%
Quer 15°; Expo -70%

Landung:
Höhe 25°, Expo -80%;
Seite 35°, Expo -50%
Quer 10°; Expo -75%

Extrem:
Höhe 40°, Expo -40%;
Seite 45°, Expo +50%
Quer 20°; Expo +50%

Die Leichtgängigkeit der Ruder, die Ruderwege und die Richtung der Ruderausschläge im Vergleich zu den Knüppelbewegungen werden gewissenhaft geprüft.

Die Dreiblattluftschraube 17 x 9 wird durch Aufkleben von PVC-Isolierband gewuchtet. Der Probelauf im Modell zeigt keine Vibrationen.

Der Reichweitentest verläuft im üblichen Rahmen.

Der Erstflug war am 9.8.03 gegen 19 Uhr 45. An diesem sehr heißen Spätnachmittag war es fast windstill, also optimale Bedingungen.

Der angespannte Pilot mit wackeligen Knien, der zum x-ten Male alles ausprobiert.

http://www.rc-network.de/upload/1060786352.jpg

Nach unter 1 m Startstrecke hebt die SU ab und fliegt, als ob sie noch nie etwas anderes getan hätte.

http://www.rc-network.de/upload/1060786537.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1060786574.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1060786626.jpg



Beim Anstechen und beim senkrechten Sturzflug mit und ohne Motorkraft behält die SU ihre Flugbahn bei. Motorsturz und EWD sind richtig eingestellt. Der Schwerpunkt in Höhe des Hauptholmes scheint eine gute Wahl zu sein, da im Normal- und im Rückenflug keine Korrekturen notwendig sind.

http://www.rc-network.de/upload/1060786705.jpg

Beim senkrechten Steigflug ist etwas Seite rechts notwendig. Hier muss Motorseitenzug nach rechts eingestellt werden.
Auf Anhieb gelingen viele dem Vorbild entsprechende Kunstflugfiguren. Selbst hovern geht mit Halbgas, wenngleich die Seitenruderwirkung etwas träge ist.
Im Messerflug mit Halbgas ist das Anstellen des Rumpfes mit etwas Seitenruder und leicht gezogenem Höhenruder notwendig. Ein Wegdrehen zur Längsachse ist nicht festzustellen.
Die Langsamflugeigenschaften sind Dank der geringen Flächenbelastung sehr gutmütig. Selbst mit voll gezogenem Höhenruder und etwas Gas kann die SU durch gut dosierte Querruderausschläge am Wegkippen gehindert werden.
Der Landeanflug und die butterweiche erste Landung runden einen gelungenen siebenminütigen Erstflug ab.

http://www.rc-network.de/upload/1060786766.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1060786803.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1060786881.jpg

Nach den ersten Flügen wird ca. 3 ° Motorseitenzug nach rechts eingestellt. Damit ist die Ausbrechneigung im senkrechten Steigflug nach links geringer.

Zum Einfliegen von Kunstflugmodellen sind auf folgenden Internetseiten wertvolle Tipps zu lesen:

>>RC-Kunstflug<< (http://www.rc-kunstflug.de/howto/howto.htm)

>>Seite von Loys Nachtmann<< (http://www.loys-nachtmann.de/)

>>Walter Holzwarth<< (http://home.t-online.de/home/Walter.Holzwarth/htm-modell/index2.htm)

Mit den 10 Zellen TS 1950 FAUP fliegt die SU zwischen 7 und 10 min Kunstflug, natürlich auch mit einigen langsameren Passagen. Die Teillastfestigkeit der verwendeten Komponenten belegen nach 4 Flügen hintereinander bei Außentemperaturen von 25 - 30 °C folgende Daten:
Motor Lehner 1530 ca. 48°C
Regler mit Bec für 5 Pico 40 Servos 44°C
Akku TS 1950 FAUP ca. 42 °C.

Bei Verwendung unterschiedlicher Akkutypen sind folgende durchschnittlichen Flugzeiten zu erwarten:
Sanyo 1600 mAh flight, 6,5 min
TS 1950 FAUP 9 min
GP 3300 12 min.
Die Flugperformance ist mit der TS FAUP Zelle, trotz der etwas schlechteren Spannungslage gegenüber der 3300er Zelle, wegen der bis zu 200 g geringeren Masse, am besten. Die Sanyo 1600 wird ca. 10 Grad wärmer als die anderen Zellen.

Akkuspannungsvergleich mit dem Lehner 1530/8 Y mit 1:5 und 17x9 AE Dreiblatt mit 61 mm MS:
GP 3300; 10,8V; 33,5 A; Standschub ca. 22 N
Sanyo 2400; 11,1V; 35,7A; 24N
4/5Sanyo 1600; 10,7V; 33A; 22N
TS1959FAUP; 10,6V; 33,4A; 22N

Alle Akkus P&M, gemessen nach jeweils ca. 1 min Motorlaufzeit.

Zusammenfassung der Motorisierung bei den ersten Flügen:
Lehner 1530/8 Y
Steller Lehner 1850 micro bec
Reisenauer micro edition 5 : 1
Dreiblattklappluftschraube AE CC 17 x 9 mit 61 mm Mittelstück
Akku TS 1950 FAUP
nach 1 min Laufzeit: 10,6V; 33,4A; 3810/min; Standschub 22N
Flugzeit ca. 8 - 10 min.

[ 17. August 2003, 12:38: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
17.08.2003, 13:58
Flugeigenschaften

Die geringe Flächenbelastung von 30 g/dm^2 und das sich nach außen verjüngende Profil verleihen der SU beim Fliegen einen breiten Geschwindigkeitsbereich von ca. 10 km/h bis 50 km/h. Die Eingangsleistung von ca. 400 W bei einem Modellgewicht von 1452 g geben dem Modell Kraft und Wendigkeit, wie sie für weiträumigen Kunstflug benötigt werden. Damit ist das Betätigungsfeld der SU abgesteckt: in erster Linie Kunstflug, eingeschränkt Funflyern und nebensächlich Wiesenschleichen.

Die Langsamflugeigenschaften der SU sind völlig unkritisch, die Ruderwirkung ist präzise und sich andeutendes Abschmieren lässt sich mit einem kurzen Gasstoß beherschen. Die gutmütigen Langsamflugeigenschaften machen das Landen immer zu einem Erlebnis.

Der mittlere Geschwindigkeitsbereich von 20 bis 40 km/h eignet sich besonders gut zum Einüben von Kunstflugfiguren, da genügend Zeit verbleibt, um die richtigen Steuerbefehle zu geben.

In allen Geschwindigkeitsbereichen lässt sich die SU gefühlvoll über alle Ruder steuern. Die eingesetzten Pico FS 40 Servos werden dabei ihrer Aufgabe voll gerecht.

Beim Kunstflug zeigt die SU besonders, was in ihr steckt.
Loopings aller Art, positiv, negativ, mit und ohne Ecken, lassen sich weiträumig und langsam fliegen. Stehende und liegende Achter, vier- und achteckige Loopings, Achter mit 2 Quadraten liegend, auf- und abwärts, Diamanten und Lawinen lassen sich an den Himmel zaubern.
Die Motorisierung der SU ermöglicht senkrechtes Steigen mit Rollen direkt nach dem Start. Turn und Humpty bump mit und ohne Ecken sind Figuren, die weiträumig geflogen werden können.

Schnelle und langsame Rollen, 4 – und 8 – Punktrollen, positive – und negative gerissene Rollen lassen sich exakt steuern.
Messerflug mit Halbgas und geringer Rumpfanstellung und leicht gezogenem Höhenruder ohne Querruderkorrektur ermöglichen die breite Rumpfform und das große Seitenleitwerk. Mit einem 5/8 Messerfluglooping und anschließender 1/4 Rolle kann der Messerflug abgeschlossen werden, ohne das Modell in der Statik zu überfordern. Besonders imposant ist die Figurenfolge: Messerflug - negative gerissene Rolle – Messerflug. Hierbei rastet die SU nach dem Loslassen der Knüppel, wegen der geringen Trägheitsmomente um alle Achsen, förmlich in der erreichten Fluglage ein.
Normal- und Rückenflugtrudeln und Rückenflugflachtrudeln ,Slipen und Tellerkurven runden das Kunstflugspektrum der SU ab.

Funflyflugmanöver wie Hovern und Torquen sind mit der SU auch möglich. Beim Torquen ist allerdings die Seitenruderwirkung nicht so ausgeprägt. Hier wäre ein kürzerer Leitwerkshebelarm und ein größeres Seitenruder hilfreich. Die SU ist eben eine Kunstflug – SU und keine TOC – SU.

Das Flugverhalten und das Flugbild der SU sind beeindruckend und bestechend.

[ 19. August 2003, 08:31: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
17.08.2003, 13:59
Änderungen

1. Getriebewechsel

Das Reisenauer Micro Edition 1:5 hat den Nachteil, dass die Achslagerungen der Abtriebswelle nahe beieinander liegen. Bei großen Luftschrauben ( i.b Dreiblattluftschrauben) und schnellen Richtungsänderungen des Modells führt dies zu großen Drehimpulsänderungen der Luftschraube und damit zu großen Drehmomenten, die an der Lagerung der Abtriebswelle hebeln (Kreiselkräfte) und zu Spiel und Kugellagerschaden führen kann.

Ein leichtes Eigenbaustirnradgetriebe für 1:4 bis 1:8 Untersetzungen, bei dem die Abtriebswelle in weitem Abstand 3-fach kugelgelagert ist, wird nun in der SU eingesetzt. Durch einfaches Auswechseln des Motorritzels mit Hilfe des Abziehers von >>>Andreas Maier<<< (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=2;t=000424) kann die Untersetzung leicht abgeändert werden.


Das Getriebegehäuse ist mit 0,8 mm GFK-Platten, Alu-U-Schenkeln und Kohlerowings zusammengeklebt und verschraubt. Der Getriebekopf ist von einem Wedico-Getriebe. Er sorgt für den großen Abstand der Lager.

http://www.rc-network.de/upload/1050567955.jpg

Rückseite mit Lagerhalterung für das Kugellager der Abtriebswelle.

http://www.rc-network.de/upload/1061195255.jpg

Vorderseite

http://www.rc-network.de/upload/1061195397.jpg

Die v-förmig zulaufenden Schenkel des Getriebegehäuses werden aussen mit GFK-Platten und innen mit Kohlerowings verstärkt, damit das Getriebegehäuse nicht aufschaukeln kann.

http://www.rc-network.de/upload/1061195601.jpg

Das fertige Getriebe hat eine Masse von 48 g.
http://www.rc-network.de/upload/1050568369.jpg

Auf dem Bild ist auch das Drehteil zur Achsbefestigung des Hauptzahnrades abgebildet.

http://www.rc-network.de/upload/1050568428.jpg

Hier sind alle Einzelteile zu erkennen, die auf der Abtriebswelle montiert sind:

http://www.rc-network.de/upload/1050568484.jpg

Durch ein Langloch bei der Motorbefestigung kann der Wellenabstand beim Wechseln von 1:4 in ca. 0,1 er Schritten bis 1:8, leicht eingestellt werden. Damit ist eine ideale Anpassung der Drehzahl an 17 bis 18 Zollluftschrauben möglich.
Mit den Kunstoffschrauben und Muttern wird die Motorgetriebe-Einheit am Motorspant befestigt.
Die Ritzel sind von GM-Graupner aus dem Carbereich.

Das Hauptzahnrad ist aus Delrin GM Bestnr. 93821.136 für 7,10 E mit 136 Zähnen.
Das Motorritzel ist aus Stahl GM Bestnr. 93816.28 für 6,30E mit 28 Zähnen. So ist die Untersetzung ca. 1:4,82. Es gibt viele weitere Motorritzel, so dass Untersetzungen von 1 : 4 bis 1 : 8 an die Motordrehzahl und die verwendete Luftschraube angepasst werden können. Im Carbereich werden damit Leistungen von ca. 300 W umgesetzt. Bis knapp 400 W sollte die Anwendung kein Problem sein.
Der Getriebekopf (schwarz) dient zu Lagerung der Abtriebswelle. Er ist vom Wedico Plantetengetriebe 5,2 : 1 Art. Nr 5564 Ersatzteil Nr.21982. Der Getriebekopf wiegt unbearbeitet 12 g, nach der Erleichterungsbearbeitung nur noch 6 g.
Mit minimalstem Aufwand ist mit diesem Getriebe eine Feinanpassung der Luftschraube an die gewünschte Drehzahl bzw. Leistung möglich.

Die nächsten Flüge mit der SU werden mit folgender Motorauslegung durchgeführt:

http://www.rc-network.de/upload/1061272070.jpg

Lehner 1530/8 Y
Steller Lehner 1850 micro bec
Stirnradgetriebe 4,86 : 1
Dreiblattklappluftschraube AE CC 17 x 9 mit 61 mm Mittelstück
Akku TS 1950 FAUP

Flugtests mit RF 18x6,5 und RF 17x10 jeweils Dreiblatt 61 mm werden auch durchgeführt.

[ 23. September 2003, 15:04: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
17.08.2003, 13:59
2. Akkuschacht

Der Akkuschacht für SUB-C Zellen (15 g mit Adapter) wird gegen einen CFK-Akkuschacht (7g) für die TS 1950 FAUP Zellen ausgewechselt. Die Klebestellen zur Fläche sind so ausgeführt, dass ein neuer Akkuschacht für die zukunftsträchtigen Lithium Polymerzellen leicht eingebaut werden kann.

http://www.rc-network.de/upload/1064322815.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1064322869.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1064322900.jpg

3. Stabantenne

Im Rückenflug und im Messerflug wird die Schleppantenne von der alubedampften scale weiß Folie unter ungünstigen Bedingungen verdeckt und es kommt kurzzeitig zu kleinen Störungen, die sich als kleine Zucker hauptsächlich auf Seitenruder bemerkbar machen. Der Schulze 835 Empfänger blinkt bis zu 6 mal pro Flug.
Eine 50 cm lange Stabantenne mit 50 cm Antennenlitze, L-förmig verlegt,(Gesamtlänge mit Silbersteckverbindung so lang wie die ursprüngliche Antenne) reduziert diese Störungen. Nun blinkt der Schulzeempfänger bis zu 4 mal. Auch hier gibt es im Messerflug mit auf den Sender oder von ihm wegzeigender Stabantenne hin und wieder kurze Störungen. Die Stabantenne mit der GFK-Platte im Rumpfrücken erhöhen die Masse um ca. 14 g.

http://www.rc-network.de/upload/1064765841.jpg

4.Luftschraube

Das Geschwindigkeitsspektrum der SU verlangt bei der vorgegebenen Motordrehzahl Luftschrauben mit 10 bis 11 Zoll Steigung.
Die SU wird nun mit der Aeronaut Cam Carbon 17 x 11 mit 61 mm Dreiblattmittelstück geflogen. Diese Luftschraubenkombination macht die SU quicklebendig, wie es für weiträumigen und kraftvollen Kunstflug sein muss.
Erstaunlicherweise hovert die SU mit der 17x11 Dreiblatt viel besser als mit der 17x9 oder 17x10 (alles Dreiblatt). Für das Hovern stellt der Antrieb bei diesen Luftschrauben immer genügend Standschub zur Verfügung. Das Problem liegt an der geringen Strahlgeschwindigkeit am Seitenruder, bzw. dem langen Leitwerkshebelarm. Bei geringer Strahlgeschwindigkeit ist ein Aussteuern beim Hovern mit Seitenruder schlecht möglich. Auf die anderen Ruder reagiert die SU beim Hovern gut.
Wird nun die Steigung erhöht, so ist die Strahlgeschwindigkeit beim Hovern bei der großen Steigung höher als bei der kleinen Steigung. Dies reicht nun bei der SU für genügend Steuerdruck auf dem Seitenruder auch beim Hovern.

Folgendes Beispiel soll diesen Zusammenhang nochmals unterlegen. Die Zahlenwerte stammen aus
>>dieser Simulation .<< (http://elektromodellflug.de/Uploads/Standschub160.xls)

Alles Zweiblatt, weil das Programm nicht mit Dreiblatt rechnet.

17x9; 11V; 18,6A; 3690/min; Standschub 15N bei 14,1 m/s Strahlgeschwindigkeit.

17x10; 11V; 18,5A; 3560/min; Standschub 15N bei 15,1 m/s Stahlgeschwindigkeit.

17x11; 11V; 18,5A; 3450/min; Standschub 15N bei 16,1 m/s Strahlgeschwindigkeit.

16x13; 11V; 19,7A; 3610/min; Standschub 15N bei 19,9 m/s Strahlgeschwindigkeit.

[ 04. Oktober 2003, 11:00: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
17.08.2003, 14:00
Nein, nein, nein, neiin

http://www.rc-network.de/upload/1063733214.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1063733244.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1063733277.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1063733317.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1063733352.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1063733385.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1063733422.jpg

:o

[ 04. Oktober 2003, 10:36: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
18.08.2003, 11:11
Leider hab ich am 16.9.03 beim Zusammenbau der SU die Flächenschrauben vergessen. So konnte die SU 2 ganze Flüge mit den üblichen Figuren fliegen, ohne dass wir etwas bemerkten. Dies ist um so erstaunlicher, weil bei negativen Figuren der Rumpfunterteil Kräfte aufnehmen muss, für die er nicht gebaut ist.
Beim 3 Flug, nach insgesamt ca. 17 min ohne Flächenschrauben, wurde die Fläche im steilen Rückenflugtrudeln ca. 5 cm aus dem Rumpf getrieben.
Die Querrudersteckung wurde dabei ausgesteckt und das Modell war nicht mehr steuerbar. Versteinert konnte ich nur noch 2 bis 3 Umdrehungen zuschauen, bis der Einschlag zu sehen und hören war. Das Einschlaggeräusch ließ auf nichts Gutes schließen.
Beim Betrachten der Bruchbilder ist erkennbar, dass die Schraubenaufnahme im Rumpf und der Fläche keinerlei Beschädigungen aufweist. Ferner ist die Querrudersteckung unbeschädigt. Beim Auseinanderbauen merkte ich schließlich, dass keine Flächenschrauben im Modell waren. Sie lagen in der Wartungskiste.
Nach 2 Tagen Ruhepause begann eine Reparatur, die ich in dieser Geschwindigkeit noch nie durchführte.
Antrieb war das schöne, windstille Wetter, das sich für das E-Meeting in Aspach übers Wochenende andeutete. In ca.20 stündiger Arbeit konnte die SU für Aspach flugfertig repariert werden. Zeitaufwändige Oberflächenarbeiten fehlten noch.
Der erste Flug nach der Reparatur sollte Samstags in Aspach sein. Natürlich war ich gespannt, wie das Modell die Reparatur verkraftet hat und wie es neu zu trimmen ist.
Start-Vollgas und Getriebesalet ohne abzuheben. Beim Absturz hatte sich ein Kugellager gelöst, so dass die Abtriebswelle nicht richtig gelagert war. Trotz eines Probelaufs einen Tag zuvor, ist mir das nicht aufgefallen.
Sonntags war auch dieser Getriebeschaden behoben und die SU konnte zusammen mit Michael`s SU Synchronflug vorführen. Dabei war ich wegen Übernächtigung und der Ungwissheit über das Flugverhalten der SU so aufgeregt, dass die Daumen die Sticks der Fernsteuerung kaum richtig greifen konnten und ein vernünftiges Fliegen im Verband eigentlich nicht möglich war.
Leider konnte die SU in Aspach nicht voll zeigen wie man auch mit 10 Zellen und Leichtbauweise kraftvollen Kunstflug üben kann. Nächstes Jahr kommen wir wieder.

Hier noch ein paar Bilder von der abgeschlossenen Reparatur:

http://www.rc-network.de/upload/1064751012.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1064751048.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1064751078.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1064751470.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1064751342.jpg


Der Absturz hat auch gezeigt, wie robust die 1 mm Leichtbauweise ist.

[ 04. Oktober 2003, 10:55: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Jan
18.08.2003, 23:01
...einen ganz herzlichen Glückwunsch zum Erstflug! Es war eine doch etwas länger währende Geburt. Aber jetzt kommt der Brettlesflieger doch hoffentlich endlich erst mal ins Regal. Richtige Flugzeuge sind doch schöner!

Gerhard_Hanssmann
19.08.2003, 11:35
Der erste Flug nach der Reparatur sollte Samstags in Aspach sein. Natürlich bin ich gespannt, wie das Modell die Reparatur verkraftet hat und wie es neu zu trimmen ist.
Start-Vollgas und Getriebesalet ohne abzuheben. Beim Absturz hatte sich ein Kugellager gelöst, so dass die Abtriebswelle nicht richtig gelagert war. Trotz eines Probelaufs einen Tag zuvor, ist mir das nicht aufgefallen.
Sonntags war auch dieser Getriebeschaden behoben und die SU konnte zusammen mit Michael`s SU Synchronflug vorführen. Dabei war ich wegen Übernächtigung und der Ungwissheit über das Flugverhalten der SU so aufgeregt, dass die Daumen die Sticks der Fernsteuerung kaum richtig greifen konnten und ein vernünftiges Fliegen im Verband eigentlich nicht möglich war.
Leider konnte die SU in Aspach nicht voll zeigen wie man auch mit 10 Zellen und Leichtbauweise kraftvollen Kunstflug üben kann. Nächstes Jahr kommen wir wieder.

L. Retzbach

http://www.rc-network.de/upload/1064693436.JPG

http://www.rc-network.de/upload/1064693506.JPG

http://www.rc-network.de/upload/1064693570.JPG

Thomas Maier, der Leichtbauspezialist und SU-Vater zeigt mir, wo´s lang geht.

http://www.rc-network.de/upload/1064693606.JPG

Die SU´s mit M. Baer und G. Hanssmann

http://www.rc-network.de/upload/1064693696.JPG

http://www.rc-network.de/upload/1064693796.JPG

[ 04. Oktober 2003, 10:59: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerd Giese
19.08.2003, 11:58
Hi Gerhard,
auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zum geglückten Erstflug! *** TOP ***
... doch fallen mir zwei Dinge auf!
1. Das Foto zum Erstflug muß getstellt sein! Deine Knie sind ja auf dem Photo scharf abgebildet! Meine hättest Du nicht erkennen können!!! :D
2. Bei der Siegespose - wo Du die SU hochhälst - hättest Du ruhig den Strahlemann machen können! :p Keine Frage, wir alle wären es jedenfalls! ;)

[ 19. August 2003, 11:59: Beitrag editiert von: gegie ]

Jan
19.08.2003, 13:08
...die neuen Fotos von dem Getrieb stimmen mich sprachlos! Technisch betrachtet wunderschön!!!!!

Gerd Giese
19.08.2003, 13:32
Hi Gerhard,
zu:
Das Reisenauer Micro Edition 1:5 hat den Nachteil, dass die Achslagerungen der Abtriebswelle nahe beieinander liegen. Bei großen Luftschrauben ( i.b Dreiblattluftschrauben) und schnellen Richtungsänderungen des Modells führt dies zu großen Drehimpulsänderungen der Luftschraube und damit zu großen Drehmomenten, die an der Lagerung der Abtriebswelle hebeln (Kreiselkräfte) und zu Spiel und Kugellagerschaden führen kann.
... dann fällt auf, dass der Getriebekopf mit Kunstoffschrauben gehalten wird! :confused:
Bleibt das so? Die Drehimpulsänderungen wirken an der vorderen Lagerhalterung am Größten!
... oder ist das Getriebe "Fototechnisch" zusammengeschraubt?

Gerhard_Hanssmann
19.08.2003, 14:22
Gerd, die Drehimpulsänderungen ergeben sich durch die Richtungsänderungen des Modells oder durch die Änderung der Drehzahl. Dadurch wirkt auf das Modell ein Drehmoment (Vektor d L/dt = Vektor M).
Beim Vorgängergetriebe ist der Abstand der Achslagerpunkte gering (geschätzt deutlich weniger als 1 cm). Die 4 Kunstoffschrauben sind auf einem Quadrat mit Seitenlänge 2,7 cm angeordnet. Damit ist hier die Kraft deutlich kleiner (M = r x F vektoriell). Welche Scher- und Zugkraft eine 3 mm Kunstoffschraube aushält, weiss ich nicht. Jedenfalls ist es so, dass die Motoreinheitsbefestigung über Kunststoffschrauben gerissene Rollen oder eckige Flugfiguren aushält.
Bei Tom´s Sukhoi hält das schon 1 1/2 Jahre.
Die Motorbefestigung ist nicht die schwächste Stelle der Flugzeugzelle. Nach nunmehr 50 Flügen hat sich die schwächste Stelle noch keinen Tropfen Zack verlangt. Wo ist die schwächste Stelle ?

Gerd, funktioniert Dein elektronischer Briefkasten noch, oder hab ich den komplett verstopft ?

[ 19. August 2003, 17:45: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerd Giese
19.08.2003, 14:27
... erstaunlich, das Gefühl spielt einem mal wieder einen Streich! :eek: Gemessen bzw. errechnet habe ich die Kräfte noch NIE !!!

*************************************
Email :confused: - ich habe genauso zurückgeschrieben!
Hast nichts erhalten?
Schick mir mal die aktuelle Emailadresse.
*************************************

[ 19. August 2003, 14:30: Beitrag editiert von: gegie ]

misi
19.08.2003, 19:04
hallo gerhard

bei deinen schrauben kommt ja theoretisch hauptsächlich Scherung vor, das kann man sehr leicht mit sicherheitsfaktor und nylonschrauben ausrechnenn

habe leider gerade keine tabellen da :)

vielleicth wenn du mich mal in einem Monat anschreibst, dann kann man das nachrechnen

Gerhard_Hanssmann
03.10.2003, 11:30
Standschubmessungen

http://www.rc-network.de/upload/1065863151.jpeg

http://www.rc-network.de/upload/1065863247.jpeg

Datenreihenfolge bei allen Messungen:
Luftschraube mit Mittelstück; Spannung; Stromstärke; el. Leistung; Drehzahl; Standschub in g; spez. Standschub in Gramm/Watt; Strahlgeschwindigkeit

Messung: Lehner 1530/8 Y mit 1:5 für die Leichtbau Sukhoi
Aeronaut 17x9; 2 Blatt 46 mm; 13V; 25,6A; 333W; 4440/min; 1950g; 5,8 g/W; 16,7 m/s
Aeronaut 17x9; 3 Blatt 46 mm; 11,2V; 29,3A; 328W; 4200/min; 2200g; 6,7 g/W; 15,8 m/s
RF 18x6,5; 3 Blatt 46 mm; 11,4V; 25A; 285 W; 4400/min; 2100g; 7,4g/W; 12,1 m/s
RF 17x10; 3 Blatt 46 mm; 11,3V; 31,5A; 356W; 4150/min; 2100g; 5,9 g/W; 17,3 m/s

Halbgasmessung:
Aeronaut 17x9; 3 Blatt 46 mm; 11,8V; 17A; 200W; 3530/min; 1500g; 7,4 g/W, 13,2 m/s
RF 18x6,5; 3 Blatt 46 mm; 11,8V; 15,5A; 183W; 3800/min; 1500g; 8,2 g/W; 10,3 m/s

Ergebnis:
Der Vergleich der 17x9 als 2- bzw. 3-Blattluftschraube bei vergleichbarer Eingangsleistung liefert: die Drehzahl bei der 3 BL ist etwas geringer als bei der 2 BL. Der Standschub bei 3 BL ist höher als bei der 2 BL. Beim Wechsel von 2 BL auf 3 BL steigt der Strom um ca 10 bis 20 % an, bei gleichem Lochkreisdurchmesser.

Dreiblattluftschrauben haben beim Kunstflug den angenehmen Nebeneffekt, dass sie bei Abwärtsbewegungen im Leerlauf das Modell zusätzlich mehr abbremsen als Zweiblattluftschrauben. Dadurch können z.B. Loopings mit großem Durchmesser mit fast konstanter Geschwindigkeit geflogen werden

Zitat:
"Luftschraube, die Qual der Wahl

Aus der Gegenüberstellung der Messdaten der Luftschrauben wird schnell ersichtlich, dass die Vierblatt den besten Luftschraubenwirkungsgrad aufweist. Jedoch ist der Gewinn zwischen drei und vier Blättern nicht mehr so eklatant wie zwischen zwei und drei Blättern. Ein deutlicher Unterschied stellt sich beim Fliegen ein. Kommt es gerade beim Torquen zum typischen Geräusch abreißender Strömung an der Luftschraube, unterbleibt dies völlig bei drei- und vierblättrigen Varianten. Auch zeigt sich hier spontanes Umsetzen der Drehzahländerung des Motors. Man hat das Gefühl, mehr Biss zu haben. In der Praxis kommeen bei mir nur noch die 3- u. 4 - blättrigen Varianten zur Anwendung. Da es ja unter anderem ums Torquen geht, sollte im Sinne eines guten Wirkungsgrades die Differenz zwischen beschleunigtem Luftstrahl und Umgebungsluft gering sein. Da das Modell beim Torquen quasi in der Luft steht, ist die Geschwindigkeit der Umgebungsluft 0 m/s. Großer Luftschraubendurchmesser mit geringer Steigung ist gefragt. Der optimale Luftschraubenwirkungsgrad stellt sich aber mit möglichst großer Steigung ein. In der Praxis bin ich bei der Abmessung 17x9" hrausgekommen. Zwar wäre die 17x8" besser,durch die etwas höhere Flächenbelastung meines Super Diablotin erweist sich aber die 9" Steigung als stromsparender in den Passagen dazwischen."

Zitat Ende

Aus FMT RC Elektoflug EXTRA Ausgabe 2003 Bericht Fun - Flyer Super Diablotin; Abschnitt: Luftschraube, die Qual der Wahl S.13. Autor: Frank Vieten.

Etwas Luftschraubentheorie

>>Klick<< (http://www.mh-aerotools.de/airfoils/propuls1.htm#TOC)

>>Umrechnung von 2 auf 3-Blatt bei gleicher Leistung<< (http://www.mh-aerotools.de/airfoils/propuls2.htm#MultibladeSelection)

[ 11. April 2005, 17:54: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
06.10.2003, 15:46
[ 08. Februar 2004, 07:22: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Kraeuterbutter
11.10.2003, 01:16
also ich muss schon sagen..
WOW !
wahnsinn..

jetzt solltest noch LiPo probieren..
mit z.B:

2000HD Kokam
3s2p
solltest zwar etwas weniger Spannung haben,
dafür aber 4000mAh.. DAuerstrombelastbarkeit 25A, 40A kurz
sollte doch reichen ?
Gewicht: 260g
gegenüber 380g der 1950FAUP

oder:

3s5p 350er Kokam
1750mah
150g Gewicht !!!!!
über 40A kurzzeitig
30A Dauer

K. Volker
18.10.2003, 18:25
Hallo Gerhard,
ich schaue mir immer wieder gerne den Bericht an, aber die "Patchwork-Wolldecke" als Untergrund für Deine Bilder ist der Hammer...
:D :D
Gruß

Volker

(Ich bin der, der vor Monaten mal nach den technischen Daten Deiner Cessna Skylane per E-Mail gefragt hat)

Gerd Giese
05.11.2003, 10:43
Moin moin,
Gerhard hat mir ein Video zugeschickt - sehenswert wie ich finde!
Ich stelle es hier mal "online"!
11 MByte - WMV (http://www.elektromodellflug.de/uploads/Sukhoi%2031Film%20256.wmv) - OFFLINE seid 14.11.03

[ 14. November 2003, 13:12: Beitrag editiert von: gegie ]

K. Volker
05.11.2003, 11:04
KLASSE!

Abheben nach einem Meter!

Das ist Leichtbau...

Gruß

Volker

Gerhard_Hanssmann
28.11.2003, 19:55
Video mit der SU >>11MB<< (http://www.modellbauchaos.de/rc-network/SU31_Video.wmv)

Im Frühjahr ehält die SU drei in Reihe geschaltete Lipoly 3s1p. Aus heutiger Sicht werden es die >>Irate 2600<< (http://www.akkumotion.de/shop/) mit 3 x 52 g = 156 g und einer Strombelastbarkeit von ca. 39 A sein.


Lithium-Polymerzelle Kapazität: 2600 mAh Gewicht: 52g Maße: 89 x 56 x 4,7 (L x B x H) Milimeter

Belastung 10C Dauer und 15C Kurzzeitig!

Damit wird die SU um 240 g leichter. Sie hat dann nur noch eine Masse von 1260 g. Die Flugzeit wird dann vermutlich um 11 min liegen.
Damit ist aus dem Hovern eine Anfangsbeschleunigung von ca. a = F/m = (25N-12,6N)/1,26 kg = 10 m/s^2 = 1 g möglich (Standschub 25 N).

[ 28. November 2003, 19:57: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
21.12.2003, 21:42
Das Eigenbaugetriebe 1 : 4,86 wir gegen ein Mini Gear BK 22-5 Planetengetriebe 1 : 5 von >>BK - Electronics<< (http://www.bk-electronics.com/modellbau/de/) ( Seite wird im Januar aktuallisiert) ausgetauscht.

http://www.rc-network.de/upload/1072038250.JPG

http://www.rc-network.de/upload/1072038287.JPG

Das Getriebe ist bis ca. 450 W belastbar und wiegt mit Flansch und Ritzel ca. 36 g. Die 6 mm Abtriebswelle ist aus Titan.

Mit einem 1,5 mm GFK-Adapter passt das Planetengetriebe in die Aufnahmelöcher für das Eigenbaugetriebe.

http://www.rc-network.de/upload/1072038738.JPG

Das Dreiblattmittelstück hat nun Erleichterungsfräsungen und wird mit Madenschrauben an der Abtriebswelle befestigt. Durch das leichtere Getriebe/ Dreiblattmittelstück lassen sich ca. 30 g einsparen.

http://www.rc-network.de/upload/1072038964.JPG

Das montierte Getriebe

http://www.rc-network.de/upload/1072039019.JPG

http://www.rc-network.de/upload/1072039054.JPG

Die ersten Flüge hat das neue Getriebe gut überstanden. Durch die große Dreiblattluftschraube wird die Lagerung der Abtriebswelle bei schnellen Richtungsänderungen des Modells besonders stark beansprucht. Ein Härtetest für das Getriebe.

[ 12. September 2004, 10:47: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
05.02.2004, 19:11
Neben 10 TS 1950 FAUP werden bei der SU nun auch 3s2p Konion mit 2x 1100 mAh als Energiespender eingesetzt. Die Abflugmasse liegt dann bei 1350 g.

http://www.rc-network.de/upload/1076004543.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1076004581.jpg

Als Steller wird nun ein Jazz 55-6-18 mit Lipolyabschaltung verwendet. Der Steller hat ein sehr leistungsfähiges BEC mit Dauerstrom von 1,5 A und das von 6 V - 25 V.

http://www.rc-network.de/upload/1076149735.jpg

Jazz

Der Jazz läßt den Motor völlig ruckfrei bei geringsten Drehzahlen anlaufen. Dieses Anlaufen ist sehr schonend für das Getriebe.
Die Stromversorgung der Empfangsanlage mit 5 Servos durch das Bec aus dem 3s2p Konion ist auch bei heftigsten Ruderbewegungen gewährleistet, ohne den Regler noch zusätzlich heftig aufzuheizen.
Im Teillastbereich wurde der Regler bis 50°C Oberflächentemperatur erwärmt, die BEC-Stromversorgung war auch hier immer sichergestellt.
Reichweitentests mit eingeschobener Antenne ergeben zu anderen Empfängerstromversorgungen keine messbaren Veränderungen. Flugerfahrung fehlt noch.
Die programmierbare Lipolyabschaltung regelt bei 3s2p Konion bei 9,15 V ab, also bei 3,05 V pro Lipolyzelle. Bei 10 angeschlossenen TS FAUP 1950 wird ebenfalls bei 9,15 V mit programmierter Lipolyabschaltung abgeregelt, als bei 0,9 V pro NiMd - Zelle.

Das sanfte Hochregeln des Motors und die sichere BEC Stromversorgung bis 25 V - Flugakku sind ein schlagkräftiges Argument für den Jazz.

2s3p- Konion

Mit der 17 x 11 Dreiblattluftschraube müssen die 3s2p Konion dem Lehner 1530 bis zu 37 A zu Verfügung stellen. Bei Strömen von 15 - 25 A und manchmal Vollgas bis 37 A wird der Akku nach ca. 4 min 35° C warm. Um den Motor nicht zu überfordern, wurde nun eine Abkühlpause von 15 min eingelegt.
Nach ca. 4 : 30 min regelte der Regler bei fast Vollgas zum ersten Mal ab. Nach 5 min wird auch bei ca. 20 A abgeregelt. Der Akku bleibt bei dem Messversuch mit bis 35 ° C am kühlsten.
Die weitere Entladug des Akkus am Lade- Entladegerät ergab eine Restladungsmenge von 492 mAh. Beim Aufladen mit 2,2 A (Parallel !) konnten nun 2361 mAh eingeladen werden.
Im Vergleich zu den TS FAUP ist der 3s2p Konion mit 130 g weniger Masse und etwas mehr Kapazität bei vergleichbarem Preis von diesem Versuch her gesehen, überlegen.

Bei schönem Wetter werden Vergleiche zwischen den TS 1950 FAUP und den 3s2p Konions im Flug erstellt und nachgereicht. Die erste Entladung des 3s2p Konions ist völlig zufriedenstellend.

[ 12. Februar 2004, 19:31: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

mec
09.02.2004, 16:17
hi gerhard,

frage off topic:
bist du dir sicher, dass die zahnräder (zumindest einige davon) aus Ti sind (magnetprobe)?
würde mich wundern.

mec

Gerhard_Hanssmann
09.02.2004, 17:06
Hallo mec, so ist es zumindest im Katalog abgedruckt.
Magnetprobe mach ich bei den nächsten Wartungsarbeiten hoffentlich erst in ....

http://www.rc-network.de/upload/1076342793.jpg

mec
09.02.2004, 17:42
danke gerhard.

na ja, ob titan bei zahnrädern sinn macht?

mec

Eckehard
09.02.2004, 17:51
Hi,

also ich verstehe das so:

Antriebswelle: Titan
Planeten Welle: Titan
Planeten Ritzel: Stahl

Oder?

Eckehard

Christoph Eicker
12.02.2004, 09:01
Hallo Gerhard,

die neuen Getriebe von BK sehen sehr interessant aus. Allerdings scheinen zumindest die kleinen Modelle sehr große Ähnlichkeit mit dem Reisenauer Micro Edition Getriebe zu haben. Gibt es da irgendwelche Verbindungen??

Eine weitere Frage zu den Konion Zellen: Ich würde die wegen des Gewichtes gerne anstelle eines 10 Zellen Kan Packs einsetzen (natürlich mit etwas schlechterer Spannungslage!). Wie muss ich beim verlöten vorgehen um die 11,1 V Spannung zu erhalten?? Einfach Inline verlöten und jeweils ein Kabel von - und + aus nach vorne führen??

Danke für die Hilfe,

beste Grüße

Christoph

Gerhard_Hanssmann
12.02.2004, 18:59
>>Hier<< (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=27;t=000617;p=2) ist die Konfektionierung der Konion beschrieben.

Das BK 22 Getriebe ist für Leistungen um 500 W dimensioniert. Das Micro Edidion von Reisenauer für ca. 300 W. Das BK 22 und das Micro Edidion von Reisenauer sind unterschiedliche Getriebe.
Die 17 x 11 Luftschraube belastet die Lagerung der Abtriebswelle enorm. Bis jetzt hält die Lagerung diesen Belastungen noch stand.

Die unterschiedlichen Abmesungen der 10 TS 1950 FAUP (215 x 35,4 x 17,8 mm) und er 3s2p Konion (195 x 36,7 x 18,3 mm) machen es erforderlich, einen neuen Akkuschacht zu bauen ( 7 g). Wegen der ähnlichen Abmessungen können in dem Akkuschacht beide Akkutypen verwendet werden. Dies ist ein angenehmer Vorteil der inlineverlöteten Konions gegenüber der streichholzschachtelbauform anderer Lipolies. Auf den Bildern sind die unterschiedlichen Endanschläge für beide Akkutypen gut zu erkennen.

http://www.rc-network.de/upload/1076749280.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1076749319.jpg

10 TSFAUP

http://www.rc-network.de/upload/1076608563.jpg

3s2p Konion

http://www.rc-network.de/upload/1076749638.jpg

Da sich die Akkumitte ungefähr im Schwerpunkt befindet, kann problemlos zwischen beiden Akkutypen hin- und hergewechselt werden.

Mit den Konion beträgt die Abflugmasse 1389 g, mit den FAUP sind es 1521 g.

[ 14. Februar 2004, 10:07: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
16.02.2004, 17:45
Der erste Flug der SU mit den 3s2p Konion und dem Jazz-Regler war erfolgreich.
Der Jazz läßt den Motor sehr getriebeschonend anlaufen Durch das getaktete BEC sind im Flug keine Störungen und Reichweitenprobleme bemerkbar. Die Leuchtdiode beim Schulzeempfänger blinkt nicht. Die Unterspannungserkennung (Lipolymodus Nr.9 und Segelflugmodus Nr.2) regelt den Strom recht früh zurück. Aus dem Akku lassen sich nach der Unterspannungserkennung bei ca. Halbgas noch 600 mAh entladen. Kunstflugzeit 7:10 min Akkutemperatur 31 ° C bei Aussendemperatur von 5 ° C. Mit nur 1389 g ist die SU viel temperamentvoller unterwegs. Die 132 g weniger Startmasse machen sich beim Fliegen von Kunstflugfiguren positiv bemerkbar. Die Gasknüppelstellung ist während des Fluges meistens zwischen 1/4 - 1/2 Gas, das entspricht ca.12 - 25 A. Kurzzeitig höhere Stromstöße von 5 - 10 s nehmen die Konies klaglos hin.
Im Segelflugmodus und Lipolymodus greift die Unterspannung bei ca. 3,05 V/Zelle . In einem 3s2p Konion (2200 mAh) waren zu diesem Zeitpunkt noch ca. 600 mAh an Ladung enthalten. Diese frühe Abschaltung ist für genügend BEC-Reserven im ausgedehnten Segelflug gedacht.
Beim Motorflugmodus und Lipolymodus ist die Unterspannungsabschaltung auch bei 3,05 V / Zelle. Diese Unterspannungserkennung ist zu früh, die Abschaltung sollte bei ca. 2,6 - 2,7 V erfolgen. Der Spannungseinbruch der Lipolies deutet sich im Motorflug durch nachlassende Leistung an, der Pilot sollte also auf die Unterspannungsabschaltung eingestellt sein. Nach der Unterspannungsabschaltung sollte zügig, nicht eilig, gelandet werden. Wiedereinschalten des Motors, um sanfte Schleppgaslandungen durchzuführen, bringen den Regler nicht sofort zur erneuten Unterspannungserkennung.
Der Jazz ist nun auf Motormoellmodus und Lipolyabschaltung programmiert.

[ 28. Februar 2004, 17:54: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
28.02.2004, 18:12
Weitere Flugerfahrung mit den Konions.

Bei drei weiteren Flügen mit Flugzeiten zwischen 7 : 30 und 8 : 30 min bis zur Lipolyspannungsabschaltung zeigten die Konions ihr Leistungsvermögen. Die um ca. 130 g verringerte Masse macht das Modell agieler und spritziger. Zuhause konnte aus den Akkus zwischen 670 und 720 mAh ausgeladen werden.
Mit TS 1950 FAUP, die gerade ihren Winterschlaf hinter sich haben, konnten nur Flugzeiten um 6 : 30 min ereicht werden. Die Temperatur der TS FAUP ist nach den Flügen auch höher als bei den Konions. Diese sind gerade mal handwarm.
Die Konion ist für die SU der ideale Akku, mit geringer Masse, langerer Flugzeit bei angemessener Leistung für den Kunstflug.
Der Jazz mit dem getakteten BEC hat nach wie vor zu keinen Empfangsstörungen geführt.

tebi
28.02.2004, 20:46
Hallo Gerhard,

zwei Dinge würden würden mich sehr interessieren:

- wie würdestet du über die Spannungslage der Konion im Vergleich zu den TS 1950 urteilen? Merkst du keinen Unterschied im Flug? Die gepushten TS müßten ja denke ich über 10 Volt gebracht haben und wenn ich die Grafik von Mike richtig einschätze, liegen die Konion eher unter 10 Volt.

- wie handhabst du den Beat-Regler? Er ist nun auf Lipoly programmiert. Fliegst du die selbe Programmierung auch mit den TS Akkus? Oder müßtest du den Regler umständlich wieder umprogrammieren?

Danke!

Gerhard_Hanssmann
28.02.2004, 23:33
Hallo Uli

Die Spannung von 10 Zellen TS 1950 FAUP ist bei Volllast von ca. 40 A bei 9,6 V gegenüber ca. 9,3 V bei 3s2p Konion.

Der Jazz schaltet bei 3 Konies und 10 TS FAUP im Lipolymodus bei ca. 9,1 V ab, ohne Lipolymodus ist die Unterspannungserkennung bei 7,5 V.
Bei Segelflugmodellen ist das vernünfig, weil damit genügend BEC-Reserven für den Segelflug gegeben sind. Bei Motormodellen sollte die Abschaltung unter Last bei ca. 2,6-2,7 V pro Lipolyzelle sein.
Für die nächsten Flüge mit Konies und AUPs werde ich den Jazz auf Modus 2 (Segelflugmodus) mit Standartunterspannungserkennung von ca. 0,75 V/ NiCd (NiMh) Zelle umprogrammieren. Dies entspricht bei den 3s Konies einer Abschaltspannung von 2,5 V/ Zelle. Die nachlassende Leistung der Zellen ist vorher zu erkennen, so dass die Unterspannungserkennung gar nicht greifen muss.

>>U-I - Kurve der Konion<< (http://elektromodellflug.de/konion-test.htm) von Gerd Giese

[ 29. Februar 2004, 09:23: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
03.03.2004, 16:48
Nun ist der Jazz mit Modus 2 (Segelflug) mit Unterspannungserkennung 0,75 V/ NiCd Zelle programmiert. Der Jazz erkennt die 3s2p Konies mit einer Leerlaufspannung von 12,5 V als 10 NiCd/NiMd Zellen. Getestet wurde das mit einem fast leeren NiMd Akku, dessen Leerlaufspannung 12,5 V ist, die Unterspannungserkennung erfolgt bei 7,5 V.

Mit dieser Reglereinstellung wurden heute bei 2 °C Assentemperatur 8 Flüge durcheführt.

5 Flüge mit TS 1950 FAUP. Flugdauer ca. 7:30 min mit Unterspannungsabschaltung durch den Regler.Zellentemperatur gut warm zum Händ wärmen. Aus den TS FAUP ließen sich noch weitere ca. 250 - 290 mAh durch das Entladegerät entladen.

3 Flüge mit 3s2p Konion. Flugdauer ca. 8:30 min. Abbruch des Fluges bevor die Unterspannungserkennung eingreift. Mit den Zellen lassen sich nach dem Flug kaum die Hände wärmen. Aus den Konions ließen sich noch weitere ca. 390 - 740 mAh mit einem Entladegerät entladen. Die Flugdauer kann also noch weiter ausgedehnt werden. Die geringere Masse führt bei besserer Flugleistung zu geringerem Strom und bei der höheren Kapazität der Konions (2200mAh) ui längeren Flugzeiten. Die Zellen werden von Flug zu Flug besser. Die längere Zeit gelagerten und voll geladenen Zellen können ohne Vorladen geflogen werden.
In einem Isoliergefäß mit einer Wärmflasche sollten die Zellen auf ca. 35 ° C vorgewärmt werden.

http://www.rc-network.de/upload/1078328802.jpg

Mit der NiCd Unterspannungserkennung gibt es nun keine plötzlichen Absteller bei Spannungseinbrüchen mehr.
Ideal wäre es, wenn der Jazz im Lipolymodus bei 2,6 - 2,7 V/ Lipolyzelle unter Last ab ca. 10 A abschalten würde.

[ 04. März 2004, 20:24: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

tebi
04.03.2004, 19:30
Hallo Gerhard,

ich habe mir heute meinen ersten 3sp2 Konion zusammengelötet und Vergleichstest (nach der ersten Ladung) mit 8 und 10 TS 1900 AUP gemacht.

Das du von nur einer Spannungsdifferenz von 9,6 zu 9,3 Volt sprichst, wundert mich nach meinen ersten Messungen, der diese bei mir größer, zum Nachteil der Konions ist. Wenn ich nachher mehr Zeit habe, stelle ich die konkreten Daten ein.

Nach der ersten Messung macht es den Anschein, als wären sie ein guter Ersatz für den 8-er Pack TS 1900 AUP. (60g leichter bei höherer Spannung und etwas mehr Kapazität). Mein 10-Pack TS hat bisher noch deutlich mehr Druck.

Möglicherweise werden die Konions nach mehreren Ladungen etwas besser, wie gesagt, bisher nur 1 Ladung.

Meine Frage noch vorab:

was sagt Mike eigentlich zum erneuten Laden? Sollte wie bei NimH eine Differenz von mehreren Stunden vorhanden sein? Oder möglichst erst am nächsten Tag?)

Die komplette Entladung erfolgte erstmal mit 2A mit meinem Spectra I auf 3 Volt pro Zelle. Kann ich davon ausgehen, dass bedingte durch die schonende Entladung ohne Erwärmung eine direkt Ladung wieder möglich ist?

Gerhard_Hanssmann
04.03.2004, 21:03
Hallo Uli, hab die Akkudiskussion bei den Akkus weitergeführt, damit hier noch einige Beitragsmöglichkeiten bis zur Threadschließung übrig bleiben.

Zum Jazz:

Im Lipolymodus erkennt der Jazz 10 voll geladene NiMd Akkus als 3 Lipolyakkus. Die Unterspannungserkennung ist bei ca. 9,1 V.

Im Segelflugmodus mit normaler Unterspannungserkennung (für NiCd/NiMd bei 0,75 V/ Zelle) erkennt der Jazz ein 3s2p Konionpack mit Leerlaufspannung vom 12,5 V als 10zelligen NiCd/NiMd-Akku. Die Unterspannungserkennung ist bei 7,5 V.

Gerhard_Hanssmann
13.03.2004, 19:03
Bei etwas freundlicherem Wetter konnten heute mit der SU 5 Flüge mit Ts 1950 FAUP von 7 - 8 min und 4 Flüge mit den 3s2p Konion von 9 - 10 min Flugdauer durchfeführt werden. Die etwas älteren Konies bringen jetzt ihre volle Leistung. Die NiCd Unterspannung des Jazz bei 7,5 V hat noch nie bei den Konies eingreifen müssen. Die Zellen haben nach dem Fliegen noch eine Restladung von ca. 200-300mAh.
Der Durchschnittsstrom dürfte bei ca. 13 A liegen.
Die Flugleistungen sind durch das niedrigere Gewicht der SU bei den Konies besser als bei den TS FAUP.
Die Startstrecke ist unter 1 m ( eine längere Startstrecke ist dem Michael wegen des kratzenden Hecksporns auf dem Asphalt nicht zuzumuten), dannach geht es sofort senkrecht mit langsamen Rollen nach oben und das Kunstflugprogramm beginnt, so gut es der Pilot eben kann.

Mittlerweile werden die Konies mit 3 A (3s2p) geladen.

Gast_56
13.03.2004, 20:14
Hallo Gerhard!
Damit kommst Du mit Deiner SU auf die gleichen Werte, wie ich bei meinem Wildstyle. Auch ich bin schon 9:30 Minuten geflogen, was den 13A entspricht :)
Ein Vergleichsfliegen der beiden Modelle wäre sicher 'mal interessant. Ähnliche Leistung, ähnliches Gewicht. Dafür kommt Deine SU auf 30cm mehr Spannweite :D :eek:
Für Deine Modelle scheint ein 3s2p-Konie-Pack ideal zu sein. Aber wahrscheinlich gibt's auch bei Dir (wie auch bei mir) mit einigen Modellen Probleme mit dem Schwerpunkt, gell?

Tolle Flugleistungen mit Deiner 160cm-SU, Hut ab!!

Gruss
Heiko

Gerhard_Hanssmann
02.04.2004, 22:12
Mit den 3s2p Konies fliegt die SU nun ca. 10:30 min. Die Akkus werden nach mehreren Zyklen erst so richtig fitt. Die geringere Masse verleiht dem Modell trotz der niedrigeren Spannung der Konies gegenüber 10 TS 1950 FAUP bessere Flugleistungen. Die TS AUPs kommen immer weniger zum Einsatzt.

http://www.rc-network.de/upload/1080936409.jpg

Ludwig Retzbach ist von den Flugleistungen der SU 31 mit nur noch 1389 g begeistert. :rcn:

Michael Baer
02.04.2004, 23:44
Hallo Gerhard

Bei dem Gewicht solltest Du Dir ein Spornrad leisten, damit's ein richtiges Flugzeug wird!! Und wenn der Pilot endlich 'ne vernünftige Kabinenhaube kriegt, dann ko..t er Dir die Mühle nicht mehr voll!

Gewichtsersparnis ist nun wirklich kein Argument mehr! :D

Also: Tu was !!!!!

Happy landings

Michael

Gerhard_Hanssmann
07.04.2004, 15:38
Der Verschluss der Wartungsklappe wurde verbesert.
Zwei 5 x 5 >>Magnete<< (http://www.mfly.de/) sorgen für eine exakte Positionierung der Wartungsklappe und für einen sicheren Halt.

http://www.rc-network.de/upload/1081345080.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1081345106.jpg

Gast_56
07.04.2004, 19:11
Moin Gerhard!
Halten die Magnete wirklich? Der Wind pustet doch ganz gut in den Kühllufteinlass für den Regler. Das müßte den Deckel jetzt viel leichter anheben, oder? Was gefiel Dir am Druckknopf nicht?

Gruss
Heiko

Gerhard_Hanssmann
07.04.2004, 19:12
Technische Daten nach vielen Änderungen:

Spannweite: 160 cm
Flächeninhalt:49 dm^2
Abflugmasse: 1300 g mit 3s3p Irate 830
Flächenbelastung:26,5 g/dm^2
Rumpflänge:150 cm
Maßstab: ca. 5:1 semiscale
RC-Funktionen: Höhe, Seite, Quer, Motor
Motor: Lehner 1530/8 Y mit 1:5 BK- 22 Getriebe und RASA 17 x 12 Dreiblattluftschraube mit 61 mm Lochkreisdurchmesser
Maximale Stromaufnahme: 39 A
Akku: 3s2p Irate 830; 3s1p Kokam 3200; 3s2p Konion 1100
Standschub: 2,7 N (2,7 kg)

[ 07. April 2005, 21:30: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Gerhard_Hanssmann
13.06.2004, 18:14
Da die Sukhoi recht schnell fliegt, wird die AE CC 17x11 gegen eine Rasa 17x12 ausgewechselt. Die größere Steigung könnte gut zu Geschwindigkeit passen.

http://www.rc-network.de/upload/1087142935.jpg

Die Luftschraubenblätter werden mit Hilfe kleiner Isolierbandstreifen, die außen auf der Rückseite der Blätter aufgeklebt werden, ausgewuchtet.

http://www.rc-network.de/upload/1087143330.jpg

Probeflüge morgen.

[ 13. Juni 2004, 18:20: Beitrag editiert von: Gerhard H ]

RC Flieger
13.06.2004, 21:09
Echt ein irrer Flieger!!!! Und so leicht
Was mich mal allgemein interessiert wo du die 1mm Drähte für die Anlenkung der Ruder Herbekommst. Im Baumarkt gibt es sowas jedenfalls nicht.
MfG Martin

Gerhard_Hanssmann
14.06.2004, 22:11
Hallo Martin
0,5 mm Stahldraht gibts im gut sortierten Modellbaugeschäft. Fesselfluglitze mit 0,5 mm Durchmesser geht auch.
Zur Not,o,5 mm Konstantandraht, von Conrad Elektronik.

Mit der Rasa 17x12 und 62 mm 3BLMS ist die Stromaufnahme des Motors knapp 40 A, fast 10 % mehr als mit der 17x11 Dreiblatt AE CC.
Mit der neuen LS fliegt die SU rasanter, für dynamischen Kunstflug besser. Die Flugzeit ist nun mit den 3s2p-Konion bei 9.30 bis 10 min etwas kürzer. Nach dem Flug sind die Akkus gut handwarm.

Gerhard_Hanssmann
15.08.2004, 15:08
13. Jahrestag des Erstfluges

Vor einem Jahr hatte die SU ihren erfolgreichen Erstflug. In dieser Zeit absolvierte die SU einige hundert Flüge, bei denen die Leichtbauweise keine Schwächen zeigte, die SU war mehr in der Luft, als auf der Werkbank.
Die einzige Änderung am Modell wurde an den Fahrwerksverkleidungen vorgenommen. Diese sind nun nicht mehr mit dem Fahrwerkskohlestab verklebt.
Die Änderung am Antriebsstrang waren:
Einsatz immer leichterer Akkus.
RF 17 x 12 Luftschraubenblätter.
Wechsel des Eigenbaugetriebes gegen das BK-22 Getriebe 5:1. Dieses Getriebe ist den ständig wechselnden Drehzahlen und Richtungsänderungen beim Einsatzt der großen Luftschrauben gewachsen.
Der Jazz 55-6-18 sorgt zur Freude des Getriebes für schonenden Anlauf und regelt den Motor bestens hoch. Das kräftige BEC versorgt den Empfänger und die Servos zuverläßig mit Strom und wird kaum wärmer als 40 °.

Zum Geburtstag erhält die SU einen 3s3p-Irate 830 Lipoly-Akku.
Der neu anzufertigende Akkuschacht kann die 3s2p Konion oder den Irate aufnehmen.

Akkuschacht 6 g:

http://www.rc-network.de/upload/1092574816.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1092574859.jpg

Mit den Irates beträgt die Abflugmasse nun: ca 1300 g (werde noch genau messen).

Christian Baron
13.09.2004, 19:38
Habe die Profildateien auf Seite 6 wieder in Stand gesetzt. Die Dateien sind jetzt wieder download-bar und die Polare ist jetzt hochgeladen und zu sehen. Durch die Umstellungen auf meiner Homepage waren sie zeitweise verschwunden.
Wie sieht es mit CAD-Plänen der Sukhoi 31 aus?
Wurde nichts mehr gemacht?
Gruß
Christian

Gerhard_Hanssmann
15.09.2004, 19:42
Hallo Christian.
Schön, dass die Profildaten wieder online sind.
Am Plan wurde nicht mehr weitergearbeitet. Die Möglichkeit, CAD-Pläne zu erstellen haben wir nicht.

[ 07. April 2005, 21:30: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]

Warp seven
07.02.2005, 14:12
Hallo.

Prima. Die restaurierten Seiten gefallen mir wirklich gut. Allerdings fehlten noch 10 Bilder auf den Seiten 2 und 5 und das war meine Schuld. Ich habe die Bilder nachgereicht.

mfg Warp seven

Gerhard_Hanssmann
03.08.2005, 18:39
Der Akkuschacht der SU wurde wieder einmal geändert.

2641


Die SU wird nun nur noch mit Kokam 3200 mAh in 3s1p Schaltung geflogen. Wer den Performancevorteil einmal erlebt hat, will mit keine anderen Akkus mehr fliegen.
Flugzeit nun ca. 12 min mit anstrengendem Kunstflugprogramm.

2642


Die SU hat das Torquen gelernt.
Hovern ist mit Querruder nur schwer zu steuern. Hierzu sollte das Querruder bis zum Rumpf reichen. Die Querruderwirkung ist beim Hovern etwas dürftig.

Die Kokam 3200 haben bis jetzt ca. 90 Zyklen hinter sich. Kapazitätsverlust von ca. 5 %. Laden mit 3,2 A mit Balancer und Orbitlader, Belastung bis ca. 48 A.

Gerhard_Hanssmann
24.10.2005, 17:55
7318



Einer aus der Fedex-Truppe. Zum Glück nichts Schlimmes passiert.

Gerhard_Hanssmann
07.12.2005, 15:49
Die Sukhoi erhält Querruder, die bis zum Rumpf gehen. Dadurch wird das Aussteuern beim Hovern leichter.

10669


Die Ausschläge des Querruders wurden durch große CFK-Servoruderhebel vergrößert. Es kommen nun C 271 Servos mit Metallgetriebe zum Einsatz. Leider 3 g schwerer als die D 60.

10670

10671

Gast_56
07.12.2005, 16:14
Hallo Gerhard,

woher bekommt man diese kleinen Schräubchen, die Du zur Befestigung des größeren Servoarms verwendest?
Ist der zusätzlich auf den kleineren aufgeklebt? Haben die Schrauben Muttern?

Danke
Heiko

Gerhard_Hanssmann
07.12.2005, 18:28
Hallo Heiko

Die Hebel sind aus 1 mm CFK mit der Laubsäge ausgesägt und mit dem Kunstoffservohebel mit Sekundenkleber verklebt und zusätzlich mit Schrauben gesichert. Die Schrauben sind gekürzt und ohne Muttern.
Arbeitsaufwand ca. 10-15 min.
Die Schrauben sind aus dem Modelleisenbahnsortiment von TRIX:
Nr. 66 548
1,2 x 7 mm
150 Stück
sehr teuer.

Eckehard
08.12.2005, 10:53
Hi,

Gerhard, das Gestänge ist imho mit einer Kröpfzange am Ruderarm/horn zum Z gebogen.....

Was mich da immer stört, ist die "Höhe" des Z ts.....

Dadurch kann es dazukommen, daß der Draht sich im Loch des (dünnen) Ruderhorn an der Klappe rutscht und zusätzliches Spiel entsteht....

(Die Höhe des Z ts ist größer als die Dicke des Ruderhorns)

Das kann man imho auf dem unteren Bild recht gut erahnen.....

Hast Du ne Idee, wie man das verhindern kann?

Eckehard

Gerhard_Hanssmann
08.12.2005, 16:25
Hallo Eckehard, so entseht bei der abgebildeten Ruderanlenkung eine Rückstellungenauigkeit von ca. 1 mm hinten am Querruder gemessen.
Das ist an der Grenze, die tolerierbar ist.
Falls das Spiel zu groß ist, wird zwischem letztem Z-Bogen und Ruderhorn ein Tropfen Stabilit Express angebracht, wobei darauf geachtet wird, dass der Stabilit nicht mit dem Ruderhorn verklebt. So kann man das Spiel einfach minimieren.

Gerhard_Hanssmann
09.12.2005, 09:06
Das Seitenruderservo und die Seilzuganlenkung werden auch ausgewechselt.
Der Seilzug ist aus 0,3 mm Stahldraht, der mit Hilfe von Kabelhülsen verlötet wird.

10763

10764

Die Anlenkung ist spielfrei.

Gerhard_Hanssmann
09.12.2005, 16:21
Da sich die verlängerten Querruder nun im Luftstrom des Luftschraube befinden, kann das Hovern jetzt ausgesteuert werden. Die Querruderwirkung ist so groß, dass die SU damit sogar in Drehrichtung des Propellers torquen kann.
Die Stromaufnahme des Motors wurde durch eine Luftschraube mit größerer Steigung erhöht. Der zusätzliche Ruderdruck durch die größere Strahlgeschwindigkeit hilft beim Hovern auch mit.
Der Umbau hat sich gelohnt !

Motor: Lehner 1530/8 Y mit 1:5 BK-40 Getriebe
AE CC 17 x 13 Dreiblattluftschraube mit 62 mm Lochkreisdurchmesser
Maximale Stromaufnahme: 52 A natürlich nur kurzzeitig.
3720/min; 20 m/s Strahlgeschwindigkeit
Akku: 3s1p Kokam 3200mAh
Jazz 55-6-18 BEC
Flugzeiten 10-11 min.

Gerhard_Hanssmann
10.12.2005, 17:18
Das C-271 und die Seilzuganlenkung macht beim Messerfluglooping einen sehr guten Eindruck. Auch in der kritischen "unten rum Phase" reicht das Drehmoment des Servos aus. Die vergrößerten Ausschläge tun ihr übriges.
Durch die größeren Querruder und die ebenfalls vergrößerten Ausschläge, ist die Rollrate deutlich höher. Powerrollen im leichten Gegenwind gelingen fast im Stand mit hoher Drehrate. Das C-271 auf den Querruder macht auch einen guten Eindruck. Das Getriebespiel bei dem Metallgetriebe des C 271 ist deutlich geringer als bei den seither verwendeten D 60 bzw. Pico FS 40.
Als nächstes werden die Höhenruderservos gegen C 281 digital ausgewechselt.

Gerhard_Hanssmann
12.12.2005, 15:54
Die 2 Höhenruderservos D 60 werden gegen C 281 Digital gewichtsneutral ausgewechselt.
Das Höhenrudergestänge ist nur wenige cm lang und kann daher aus 1 mm Stahldraht realisiert werden. Da die Servohebel 1,5 mm Löcher haben, werden diese mit Bowdenzuginnenröhrchen ausgebuchst.
Dazu wird das vorhandene 1,5 mm Loch auf 1,8 mm aufgebohrt. Mit einem Bowdenzugröhrchen wird diese 1,8 mm Bohrung ausgebuchst. Das Bowdenzugröhrchen wird mit Sekundenkleber gesichert und auf die Breite des Servohebels abgelängt. Anschließend wird das Bowdenzuginnenröhrchen auf 1 mm (und etwas, Bohrer herumnoddeln)aufgebohrt. Fertig ist die spielfreie Anlenkung mit dem originalen Servoruderhebel.

11081

Gerhard_Hanssmann
14.12.2005, 17:14
Das C 271 Digitalservo hat bei 5,2V eine Blockierstromaufnahme von ca.330 mA, der Bewegungsstrom beträgt ca. 120 mA. Das Servo ist kräftig und spielarm, i.b. überzeugt die hohe Haltekraft des Servos.

11224


11225

Seite C 271 MG
Höhe 2 x C 281 DS

Gerhard_Hanssmann
28.12.2005, 16:51
Die alte Antriebseinheit:

Motor: Lehner 1530/8 Y mit 1:5 BK-40 Getriebe
AE CC 17 x 13 Dreiblattluftschraube mit 62 mm Lochkreisdurchmesser
Maximale Stromaufnahme: 52 A natürlich nur kurzzeitig.
3720/min; 20 m/s Strahlgeschwindigkeit
Akku: 3s1p Kokam 3200mAh
Jazz 55-6-18 BEC
Flugzeiten 10-11 min

12251


wird gegen die neue:

Motor: Lehner 1530/7 Y mit 1:5 Conrad-Stirnradgetriebe
RF 18,5 x 12 mit 62 mm Zweiblattmittelstück
Maximale Stromaufnahme: 52 A natürlich nur kurzzeitig.
4200/min; 21m/s Strahlgeschwindigkeit
Akku: 3s1p Kokam 3200mAh
Jazz 55-6-18 BEC
Flugzeiten 10-11 min

ausgewechselt.

Für den Wechsel sind ausschlaggebend:
Die geringere Masse
*von Motor und Getriebe, vorher 262 g, jetzt 193 g
*der Luftschraube, vorher 75g, jetzt 61 g

Die größere Strahlgeschwindigkeit und der größere Luftschraubendurchmesser.

Der Ruderdruck i.b. an den Querrudern ist nun noch größer, so läßt sich die SU beim Hovern leicht still halten.


Dieses leichte 6:1 Stirnradgetriebe von Conrad mit einer Masse von nur ca. 30 g kommt zum Einsatz. Das Getriebe ist 2-fach kugelgelagert und gibt der Abtriebswelle genügend Halt für die wildesten Fluhmanöver.
Das Motorritzel hat 12 Zähne, das Großrad hat 60 Zähne.

Conrad Bestnr. 230364

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=2645&stc=1


Die Bundkugellager wurden mit Loctite 603 mit der Getriebegrundplatte verklebt. Um ein Verrutschen der Getriebegrundplatte gegen den Motor zu verhindern, wurde das Langloch ausgebuchst , mit Epoxydharz ausgefüllt

12252

und mit einer 1,5 mm dicken CFK-Platte mit dem Motor verschraubt.

12253


Damit ist die SU 83 g leichter geworden.
Abflugmasse jetzt:1364 g

Gerhard_Hanssmann
28.12.2005, 20:03
Die Motor-Getriebekombination wird geräuschdämpfend mit 3 Schrauben, die in Servotüllen schwimmend gelagert sind, mit dem Rumpf verschraubt. Die Schrauben werden mit Schraubensicherungslack gesichert.

12280

12281

RAVENFAN
28.12.2005, 20:44
hi,
@gerhard: muss man bei dem motor den nicht hinten abstützen so 10mm hinter dem motorende? also bei meinem alten Hacker b20 26S musste ich das machen da er zu stark vibrierte. Also ich denke ein 3mm herex oder wabenspant dürfte nix wiegen und gute arbeit verrichten, also kein kompleter ringspant sonder halt bloß ein streifen mit einem loch drin wo du den motor dann nach hinten rausziehen kannst
is nur so ein tipp;)
Gruß
Michael

Gerhard_Hanssmann
29.12.2005, 15:05
Hallo Michael

Die Cowling ist ausreichend stabil. Sie hat immerhin schon einige hunterd Flüge durchgehalten.
Jetzt mit der schwimmenden Motorbefestigung läßt sich die Antriebseinheit schon einige mm am Motorende hin und her drücken. In meinen anderen Modellen ohne hintere Mororabstützung , CAP 232 und Epsilon, hat sich das nicht als nachteilig erwiesen.
Voraussichtlich gehts ohne. Ich beobachte das Ganze und bin gegebenenfalls lernfähig.

Gerhard_Hanssmann
06.01.2006, 15:11
Die neuen Komponenten und das vergrößerte Querruder haben die ersten Flugerprobungen wie erwartet bestanden.
Die C 271 Servo mit Metallgetriebe und robustem Servohebel sind ihrer Aufgabe bei der Anlenkung der Querruder und des Seitenruder voll gewachsen. Selbst bei Flugmanövern mit erhötem Seitenruderdruck, wie z.B im Messerfluglooping, steuert das C 271 diese Belastungen sehr gut aus.
Das Stirnradgetriebe hat natürlich nicht mehr die Laufkultur eines hochwertigen Planetengetriebes. Das deutlich reduzierte Gewicht ist jedoch eine Entschädigung für die etwas erhöhte Lärmentwicklung.

Die vergrößerten Querruder und Querruderausschläge und der breitere Luftstrom der Luftschraube ermöglichen das Aussteuern des Hoverns. Powerrollen sind mit beachtlicher Drehrate fliegbar.

Die nunmehr 550W Eingangsleistung verhelfen der 1,36 kg schweren SU (ca. 400 W pro kg) zu sehr dynamischen Kunstflugeigenschaften. Die Figuren können sehr weiträumig und in den Abwärtspassagen entsprechend langsam geflogen werden. Duch die Änderungen haben sich die 3D - Eigenschaften verbessert.

Die SU übt momentan Rollenloopings, auch nur mit einer Rolle und Rollenkreise mit jeweils einer Rolle pro 1/4 Kreis mit abwechselnder Rollrichtung.


Der größte Fortschritt in der Steigerung der Flugleistung der SU wurde vor einem Jahr durch den Einsatzt der Kokam 3200er Zellen erzielt.

Gerhard_Hanssmann
09.01.2006, 16:53
Statt des Schulze 835(ohne Punkt) wird in der SU nun der >>PAF Sexta Empfänger << (http://www.paf-flugmodelle.de/empfanger/mpfanger.htm) mit intelligenter Signalaufbereitung verwendet.
Der Sexta arbeitet mit >>Bergtechnologie<< (http://www.rcgroups.com/forums/showpost.php?p=3013392&postcount=3)der Schulze >>nicht<< (http://www.rcgroups.com/forums/showpost.php?p=3051833&postcount=6).
>> und klick<< (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=30668&highlight=PAF+Sexta)

Die >>hier<< (http://www.rc-network.de/forum/showpost.php?p=38920&postcount=154) beschriebenen Empfangsstörungen sind nun Vergangenheit.
Die Stabantenne wurde demontiert ( ca. 13 g leichter), die Antenne des PAF-Sexta läuft schräg nach hinten zum Seitenleitwerk und ist ca. 30 cm verlängert.
Der PAF Sexta Empfänger macht vom Sendersignal einen "Fingerabdruck". Passt ein empfangenes Signal nicht zum Fingerabdruck, so wird es ausgeblendet. Eine Kanaldoppelbelegung führt mit dem PAF Sexta nicht zwangsläufig zum Modellverlust. Hat das Fremdsignal trotz gleichem Kanal eine andere Modulationsart oder Kanalzahl, so wird es ausgeblendet.

Im Elektromodell 1/2006 gibt es einen ausführlichen Test des PAF Sexta.

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Gerd Giese
09.01.2006, 17:36
Topp Gerhard,
ich kann dir zum MZK-Empfänger nur 100% zupflichten. Für mich der "allround-" Empfänger den ich schon seit Längerem völlig ohne Probleme verwende.

Wie kommst Du auf die Übersetzung - das Getriebe ist nicht standardmäßig mit 6:1 lieferbar - laut deren Page immer um die 3:1!

Gerhard_Hanssmann
09.01.2006, 17:58
ja, Gerd, der Empfänger ist Topp.
Er ist bei mir auch im Jamping Jack, dem Epsilon, der CAP 232 und bald auch in der Edge 540, meinem nächsten Projekt.

Gerhard_Hanssmann
10.01.2006, 17:17
Berichtigung: >hier ("Dieses leichte 6:1 Stirnradgetriebe von Conrad")< (http://www.rc-network.de/forum/showpost.php?p=360067&postcount=214) muss es 5 : 1 lauten.

Einige Erläuterungen zu diesem Stirnradgetriebe:

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=2645&stc=1


Das Getriebe ist bei Conrad in 4 verschiedenen Baugrößen erhältlich. Das hier vorgestellte Getriebe ist das zweitkleinste und macht bei Belastung von ca. 550 W mit 18 " Luftschrauben bis auf das etwas aufdringlichere Getriebelaufgeräusch einen sehr guten Eindruck. Unbedingt notwendig ist die CFK-Zwischenplatte, damit sich die Getriebegrundplatte nicht gegenüber dem Motor verschieben kann. Die Bundkugellager sollten auch mit Loctite 603 mit der Alugrundplatte verklebt werden, sonst besteht die Gefahr, dass die Kugellageraufnahme in der Alugrundplatte mit der Zeit ausgeschlagen wird und die Abtriebswelle so Spiel erhält.







Bestnr: 230364 Untersetzung 3,16 : 1 mit 60 Zähnen und 19er Ritzel . Abtriebswelle 5 mm.
Dazu gibt es ein 50er Hauptrad 23 03 90 und Motorritzel von 10 bis 20 Zähnen. Modul 0,5.
Das 12 Ritzel mit 3 mm Bohrung hat die Bestellnr. 230373.

Das Ritzel hat eine Madenschraube. Den Bereich der Madenschraube ist bei mir weggedreht und das Loch ist auf 3,17 aufgebohrt. Das Ritzel ist mit Loctite 603 mit der Motorwelle verklebt.


10 er Ritzel :230371
11 er Ritzel: 230372
12er Ritzel: 230373
14 er Ritzel: 230374



In der SU ist das 5:1 Getriebe mit 60 Zähnen auf dem Hauptrad und 12 Zähnen auf dem Motorritzel eingebaut.


http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=12253&d=1135784847


Auch in der >>CAP 232<< (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=3508&highlight=CAP+232) und dem >>Epsilon<< (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=32305&highlight=Epsilon) ist diese Getriebe mit positiven Erfahrungen eingebaut.
>>Hier<< (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=32305&page=4&highlight=Epsilon) ist der Getriebeaufbau detailliert beschrieben.

Gerhard_Hanssmann
13.01.2006, 09:28
Beim Winterfliegen sind alle Lufteintrittsöffungen beim Rumpf mit Klebeband zugeklebt. Die Akkus werden vorgewärmt eingesetzt.

Auf dem Heizkörper werden die Akkus gleichmäßig auf ca. 30 °C erwärmt. Hin und wieder den Akku umdrehen.

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In eine Isolierttasche wird eine mit heißem Wasser gefüllte 1,5 l Sigg-Flasche gelegt.

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Die so vorgewärmten Akkus bringen ähnliche Flugleistungen und Flugzeiten zustande wie im Sommer.
Nebenbei können auch mal die Hände mit der Wärmflasche aufgewärmt werden.

Ralf Berger
13.01.2006, 21:46
Beinhart,Gerhard, Beinhart

Jan
14.01.2006, 15:58
Ich bin tief beeindruckt!!!! :eek:

Gerhard_Hanssmann
27.01.2006, 12:05
Neben den 3s1p Kokam 3200mAh (283g) werden auch 3s1p PolyQuest 3300 mAh in der SU eingesetzt. Der PQ Akku wurde etwas modifiziert. Die 4mm^2 Kabel wurden durch 2,5 mm ^2Kabel ersetzt. Der PQ Akku passt mit der im Bild gezeigten Kabelführung in den für die Kokam 3200 gebauten Akkuschacht und hat eine Masse von 253 g.
Mit 3s PQ 3300 beträgt die Abflugmasse nun 1334 g.

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Gast_9815
17.07.2006, 10:18
Stimmt es, dass Thomas Maiers Original mit einem Kontronik 480BL an nur 8 Zellen betrieben wurde?

Gast_56
17.07.2006, 10:23
Hier ist der Beitrag:

Sukhoi 1,6 m, 1,3 kg, 8 Zellen (Bildbericht, lange Ladezeit) (http://rc-network.de/forum/showthread.php?t=3027)

Gruß
Heiko

Gerhard_Hanssmann
12.09.2006, 20:50
Die SU-31 fliegt schon über 3 Jahre überaus erfolgreich.

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Gerhard_Hanssmann
25.10.2006, 12:51
Motor Lehner 1530-7 D
Getriebe: Reisenauer Super Chief 6:1
Luftschraube: 3Blatt AE CC 18 x 13 mit 62 mm Mittelstück
3s1p Kokam 3200 mAh

10,4 V; 52 A; 3410/min; 18,5 m/s

>Vorher< (http://www.rc-network.de/forum/showpost.php?p=360067&postcount=214)

Die geringe Strahlgeschwindigkeit ist ausreichend.
Der Antrieb ist gut genug für alle Kunstflugfiguren und fürs Hovern.
Flugzeiten 10-13 min.

Das Superchiefgetriebe hat ein angenehmes Laufgeräusch gegenüber dem seither verwendeten Stirnradgetriebe.
Die 3 Blattluftschraube läuft sehr ruhig und leise.
Dreiblattluftschrauben haben beim Kunstflug den angenehmen Nebeneffekt, dass sie bei Abwärtsbewegungen im Leerlauf das Modell zusätzlich mehr abbremsen als Zweiblattluftschrauben. Dadurch können z.B. Loopings mit großem Durchmesser mit fast konstanter Geschwindigkeit geflogen werden.

Die Abflugmasse beträgt nun 1435 g.

Felis-concolor
25.10.2006, 20:44
Hallo Gerhard
ich bin zufällig über diesen thread gestolpert...

ich glaube es gibt kaum eine interessantere geschichte
bei dem teil mit dem absturz ist mir fast das herz stehen geblieben

meinen vollen respekt zu dieser arbeit
neige mein haupt in demut vor dir

gruß
günter

Gerhard_Hanssmann
29.08.2007, 14:04
Video (http://www.myvideo.de/watch/2239660)

thschaef
03.11.2007, 13:05
Hallo zusammen,

schicker Flieger und toller Baubericht. Gratulation !

Beim lesen der vielen Seiten habe ich aber nur Teil 1 des Plans gefunden. Habe ich die anderen beiden übersehen bzw. gibt es diese Planteile überhaupt ?

Viele Grüße,
Thomas

Gerhard_Hanssmann
03.11.2007, 19:32
.... nur Teil 1 des Plans gefunden. Habe ich die anderen beiden übersehen bzw. gibt es diese Planteile überhaupt ?

Viele Grüße,
Thomas


Es gibt keine Pläne zur SU.

Gerhard_Hanssmann
24.12.2007, 18:45
Fröhliche Weihnachten

Gerhard_Hanssmann
27.07.2008, 15:58
Superstar von Thomas Maier
160 cm Spannweite; 1 mm Balsaholzbauweise ; Abflugmasse ca. 1,1 kg.

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Gerhard_Hanssmann
16.08.2008, 12:30
Der Erstflug der Sukhoi 31 jährt sich zum 5ten Male.
Ihre Alltagstauglichkeit hat sie trotz der Leichtbauweise mit überwiegend 1 mm Balsaholz bewiesen. Servoverkabelungen mit Kupferlackdraht gehören heute zum Standard bei Leichtbauweise. Interessant, wie manche Mitleser und Schreiber (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?p=38856#post38856)damals dachten.

helmi
21.02.2010, 17:33
Hello
Habe mit großer Interesse den Baubericht gelesen ! Wirklich super wie hier alle Register gezogen werden um ein Modell in Leichtbauweise enstehen zu lassen. Man kann hier einiges lernen! Meine Frage zum Leitwerk wäre folgende ? Ist es Leitwerk praktisch eben, d.H. kein Profil und nur die Flosse läuft spitz aus. Gibt es von dir einen Baubericht eines Leitwerk mit Profil in Rippenbauweise, das würde mich interessieren.
Grüße Helmut

Gerhard_Hanssmann
21.02.2010, 19:34
Hallo Helmut

Ja, die Entsehung der SU 31 ist schon spannend.
Das Höhenleitwerk ist eben und das Höhenruder läuft zur Endleiste hin spitz zu. Seitenleitwerk ebenso.
Zu profilierten Leitwerken hab ich keinen Baubericht.
Meine Größte hat auch eine ebene Platte als Höhenleitwerk.

>>Klick<< (http://rc-network.de/forum/showthread.php?t=129844) mit >>Video<< (http://www.youtube.com/watch?v=znwbEXDUCwE)

helmi
21.02.2010, 20:20
Hallo Gerhard
Das Video kannte ich schon, ist trotzdem immer wieder faszinierend wie langsam das Modell fliegt !
Das heißt du bist der Meinung das ein ebenes Leitwerk weder optisch noch Aerodynamisch störend ist. Da ich gerade ein Leitwerk plane zu bauen muß ich feststellen das ein profiliertes Leitwerk in Rippenbauweise doch sehr aufwändig ist. Durch das symmetrische Profil kann man das Leitwerk beim Bau nicht gut ohne Hilfsmittel ( Füsschen oder ähnliches )am Baubrett auflegen und es wird schwierig es verzugsfrei hinzubekommen. Da die Endleiste der Dämpfungsfläche konisch wäre ist auch eine Hohlkehle schwierig zu realisieren.
Ich glaube wenn ich ein ebenes Leitwerk baue erspare ich mir einiges an Aufwand. Bei einen Höhenleitwerk mit 60 cm Spannweite wäre eine Stärke von 10 mm OK oder ?
Grüße Helmut

Gerhard_Hanssmann
22.02.2010, 07:48
Hallo Helmut

Du nennst ja schon die Vorteile/Nachteile eines ebenen Höhenleitwerks gegenüber einem profilierten.
10 mm Dicke bei sinnvollem Aufbau des ebenen Höhenleitwerks reicht bei "sanfter" Anwenung.

KO
22.02.2010, 09:32
Hallo Helmut,

was baust du denn da?
Hat es dir der Kunstflug jetzt doch angetan?

Grüße Klaus

helmi
25.02.2010, 18:16
Hello
Nee nichts mit Kunstflug. Eine Cessna 172 in Leichtbauweise geistert mir schon seit längeren im Kopf herum. Allerdings habe ich mich noch nicht zum bauen entschließen können da ich wenig Bauerfahrung habe. Die gekauften Cessnas sind alle zu schwer und fliegen daher zu schnell. Darum faszinieren mich die Modelle von Hr. Hanssmann, wenn man das Flugvideo von der Bellanca sieht - ein Traum !
Falls ich mich zum Bau der Cessna entschließe starte ich einen neuen Beitrag.
Grüße Helmut

Güpfl
06.11.2010, 00:26
Das was der steilste Baubericht, denn ich je gesehen habe. Einfach unglaublich ! Ich bin begeistert.

LG Günther

Reini450
15.11.2011, 17:32
Hallo Leute,

bin erst heute über diesen super Vogel "gestolpert".
Würde ihn gerne nachbauen, aber der Link zum pdf-Plan funktioniert leider nicht.
Kann mir diesbezüglich jemand aushelfen und vielleicht den Plan per mail zu kommen lassen?
Danke schon mal im Voraus.

Gruß Reini

Gerhard_Hanssmann
30.03.2013, 18:57
Zum 10jährigen Geburtstag wird die Sukhoi etwas überarbeitet
4s Antrieb mit Lipo 2200 mAh
3 Blattluftschraube ca. 17 x 9 AE CC mit 62 mm Mittelstück
Sebart Design in blau weiß rot silber.

Ralf Berger
30.03.2013, 19:00
ahha .. Das tolle Wetter zwingt einem ja in den Keller..
Ich mach gerade nen Häckelkurs.,..:D
mal gespannt wie die Sukoi imneuen Gewand ausschaut..
Oldstyler meets modern Art..

Gerhard_Hanssmann
30.03.2013, 19:23
Ja, bei dem Wetter ist das ein passendes Projekt.

Die Su mit 1,6 m Spannweite wird mit 4s auf eine Abflugmasse von unter 1,4 kg kommen.

2 Hyperion DS 11 MG auf Höhe
1 Hyperion DS 13 MG auf Seite mit Seilzuganlenkung von vorne
2 Hyperion DS 11 MG auf Querruder
Jazz 55

Gerhard_Hanssmann
31.03.2013, 17:58
Nach einigen Probeläufen zeichnet sich folgende Motorenwahl ab:
Kora 25-16
Jazz 55
4s Lipo 2200 mAh
Luftschraube
3 Blatt mit 62 mm Mittelstück RF 17 x 10
3 Blatt mit 62 mm Mittelstück RF 17 x 12
3 Blatt mit 62 mm Mittelstück AE CC 18 x11

Stromaufnahme zwischen 40 und 50 A

Gerhard_Hanssmann
16.05.2013, 18:14
Die SU 31 ist überarbeitet und hat ein leistungsfähiges Setup mit schickem Design.

Motor Dymond Master HQ 4253 mit 410/Vmin, 282 g
Luftschraubenblätter RF 16 x 8 mit 37 mm Mittekstück und 50 mm Spinner
6s Lipo 2200 mAh als 2 x3s in Serie
Jazz 55
Stromaufnahme des Motors bis ca. 45 A
Flugzeit 11 - 12 min
5 Servos am BEC des Jazz
Querruder je ein Sanwa SDX 762
Höhenruder 2 Stück Hyperion DS 11 AMB
Seitenruder Hyperion DS 13 TMB
Abflugmasse 1621 g

Die SU mit 160 cm Spannweite geht mit dem 1 kW Setup bei nur 1,6 kg Abflugmasse äußerst spritzig zur Sache.