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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie am besten das Stator Blechpaket fixieren?



PlanB
30.06.2012, 13:22
Hier liegt ein kleiner Hacker A20-30M Evo, der einen 11x5 oder sogar 11x7 Propeller antreiben soll. Eigentlich kein großes Thema – aus den 30Wdg. 4x0,13mm Delta werden 20Wdg. 0,63mm Stern.
Nun wollte ich wegen dem Zwerg keinen großen Aufwand betreiben, aber die originale Windung war nicht ohne Beschädigung der Pulverbeschichtung runter zu bekommen. Gut – jetzt habe ich reichlich mehr Platz, evtl. sogar für einen 0,7er Draht, aber dafür trennen sich die Bleche.

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Wie kann ich das Blechpaket am besten/einfachsten fixieren? Wenn ich versuche ein paar Haltewindungen anzubringen verrutscht es bereits etwas, deshalb wollte ich schon 3 kurze GFK Rohwings von außen auf die Hammerköpfe kleben.

Ich habe erst ein paar Motoren gewickelt und stand bislang nicht vor dem Problem, wie löst Ihr das?

Stephan2
30.06.2012, 16:01
Moin Falco,

auf ein gut passendes Rohr den Stator auffädeln.
Vorsichtig etwas (!) dünnflüssigen Sekundenkleber auf 3 oder 4 Hamerköpfe drauf (z.B. 1-4-7-10).

Den Stator abnehmen, sollte noch gut gehen, wenn nicht hast Du zu viel Seku genommen. :p

Jetzt kannst Du den Stator mit Seku tränken. Anschliessend solange das Zeugs noch flüssig ist
gut abwischen.

Stator fertig. Sollte halten. :)

Grüße
Stephan

PlanB
30.06.2012, 21:31
Hallo Stephan,
das ist ja zu einfach, wäre ich nicht draufgekommen :) danke.

Der Stator liegt jetzt im Eisfach, damit sollte genug Zeit sein um die Bleche noch richtig zu positionieren bevor der CA Kleber anzieht.

Wenn es klappt werde ich heute noch die Stirnseiten mit Glas belegen und die Nuten freischneiden. So viel Arbeit sollte das kleine Ding eigentlich nicht verursachen – naja, nennt sich ja Hobby.

Stephan2
01.07.2012, 01:05
OK, sorry.
War von Deinem Foto ausgegangen, da sieht der Stator ja noch ordentlich ausgerichtet aus.

Die Bleche sollten latürnich vor dem Verkleben ausgerichtet sein.
Des Weiteren bietet es sich an, das Blechpaket zu pressen, während der Seku aufgebracht wird.

Gute Nacht
Stephan

PlanB
01.07.2012, 10:22
….doch, doch, er war schon noch so ausgerichtet wie auf dem Foto zu sehen ist. Das Kleben war mit dem tiefgekühlten Stator auch kein Problem. Es blieb genug Zeit alle Hammerköpfe zu Zacken, den Sitz der Bleche zu prüfen, überflüssigen Kleber weg zu wischen und den Stator in den Parallelschraubstock zu spannen, bevor der Stator warm genug war und der CA-Kleber anfing zu binden.

Zwischenzeitlich wurden beide Stirnseiten mit 190g S2Gewebe belegt, der UHU Endfest 300 bei 100° eingebrutzelt und die Nuten freigeschnitten. Womit ich dann beim nächsten Problem wäre.
Selbstverständlich habe ich kein Capton-, Nomex-, Aramidpapier hier rumliegen, wo mit kann ich alternativ die Nuten Isolieren….Backpapier?

PlanB
04.07.2012, 21:14
Die Sache mit dem Backpapier ließ mir keine Ruhe und eine 20x0,63mm Wicklung wurde damit angebracht. Irgendwann zwischen Mitternacht und Morgengrauen war das Motörchen dann fertig zum Testlauf. Da es schon spät war und die vorherigen Handwicklungen alle auf Anhieb funktionierten wurde diesmal gar nicht groß gemessen, sondern gleich angeschlossen. Nach ca. 3 Sekunden Halbgas wollte mir der kleine Hacker irgendetwas mitteilen, dafür benutzte er Rauchzeichen und schwache Lichtsignale.
Am nächsten Tag zeigten sich gleich 3 Kurzschlüsse, jeweils in den Ecken zwischen Stiel und Hammerkopf. Der Kerbwirkung hatte weder das Backpapier noch die Glasgewebeschicht standgehalten.

Am bereits neue gewickelten Stator noch immer gut zu sehen.
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Ohne Aramidpapier war also kein weiterkommen, deshalb an dieser Stelle einen besonderen Dank an Aloys, der mir völlig selbstlos das benötigte Isopapier zukommen ließ.

Obwohl mit 0,1mm Dicke recht dünnes Papier verbaut wurde, ließen sich beim besten Willen keine 20Wdg. mehr aufbringen, bei 10+9 Wdg. war Schluss, aber kein Kurzschluss!
Besonders schön ließ er sich nicht wickeln, weil der Draht schon heftig gequetscht werden musste.
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Der statische Widerstand sank von 196mOhm auf 130mOhm, aber die Drehzahl nur von 999 auf 968kv. Damit kann jetzt zwar eine GWS 11x7 HD gedreht werden, ohne dass der Motor komplett einbricht, aber für den 400g Flieger ist das viel zu viel Power.
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Und wer sich frag warum ein so kleiner Motor unbedingt eine 11x7 drehen soll sieht den Grund beim heutigen Testflug.


….es hovert sich viel besser.

Fazit:
Backpapier ist gut zum Backen.

FamZim
04.07.2012, 21:20
Hallo Falko

Schön das es geklappt hat ;)
Aber wickeln üben, ist schon die halbe Iso wert.

Gruß Aloys.

PlanB
05.07.2012, 00:12
Soviel Übung wie an diesem Motor bekam wollte ich eigentlich gar nicht haben :)
Aber die nächsten 2 sind schon in Arbeit…..macht irgendwie süchtig.