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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reglerabschaltungen im Sommer -Erfahrungen



jürgi
17.07.2012, 13:04
Es gibt offensichtlich nicht wenige Kollegen (mich eingeschlossen) die bei Temperaturen im Sommer (25/30 Grad) bei hochdrehenden EDF-Motoren Abschaltprobleme haben. Dieses auch bei hochwertigen teuren Stellern! Trotz Montage von Kühlkörper, Installation im Kanal und gute Auslegung. Hier sprechen wir hauptsächlich von 6 S und zwischen 90 und 120 Amp.Leistungen. Vielleicht können hier mal einige Erfahrungen gepostet werden. Interessant wäre auch, welche Fernost-Steller sich gut machen.
Beste Grüße
Jürgen
Ps. habe die Erfahrungsanfrage nicht bei Reglern/Steller gestellt. Da toben sich vornehmlich die Hubipiloten aus. "EDF" ist jedoch bei den "heutigen Leistungen" eine andere Welt!

fredi0_9
17.07.2012, 13:34
haha du meinst sicher letzten Sommer.....das Problem konnte ich dieses Jahr noch nicht feststellen :-)

DieterH
17.07.2012, 14:15
.....das Problem konnte ich dieses Jahr noch nicht feststellen :-)
O ja - vor 2 - 3 Wochen hatte es bei uns schon eine Zeitlang über 30 Grad ! :)
Genau da hat auch mein YGE80 in einer F-19 überhitzt . Durch die Einfach-Bauart mußte ich viel Teilgas fliegen und prompt schaltete der Regler schon 2mal im blödesten Moment ab, sodaß es jeweils zur Außenlandung kam. Jedesmal war dann der Regler brennheiß, obwohl ich zuhause bei Vollast am Stand nur 65 A gemessen habe.
Bei der Fehlersuche bin ich dann draufgekommen, daß ich einen schon älteren YGE eingbaut hatte, der sich mit der ProgCard nicht programmieren ließ. Daraufhin hab ich natürlich einen neuen YGE80 eingebaut und auf EDF programmiert. Nu ja - aber jetzt spielt das Wetter wieder nicht mit, damit ich sehen kann, obs geholfen hat.
Übrigens: in meiner 4mot Herkules mit Bürstenmotoren hatte ich auch mal Hitzeprobleme. Ein kleiner PC-Lüfter direkt auf den Regler geschnallt wirkte Wunder !! ;)
Gruß
Dieter

Hermann2349
17.07.2012, 14:32
Hallo Jürgen

Man sollte nicht alles glauben oder selbst testen,was auf vielen Regler- und Motordatenblätter steht. ;) Meine Erfahrung bei EDF's bis jetzt leider nur bis 80 Amp.Standstrom 120A Regler und der muß
am Boden mindestens einen simulierten Flug mit mehr Vollgasanteil als ich fliege bei 30Grad/C durchhalten. Hatte auch schon einen, da zog der Impeller 69A und der Regler hatte 77A Dauer lt. Datenblatt.Nach 3 Min. war Schluß.Trotz meiner Meinung nach genügent Luftstom.Programmiert war Temp.abschaltung 90 Grad. Jetzt werkelt ein 120A Regler den läßt alles sogar bei 35Grad/C im Schatten "cool"

Daher verwende ich bei EDF's nur Bewertes, da mind.40-50% mehr Strom draufsteht als der Motor im Stand zieht. Bei manchen würde ich sogar 60% aufschlagen:D Ja und dann kommt es auf die Flugweise drauf an.So geht es mir auch beim Hubi,ich blutiger Anfanger, fliege mit einem T-Rex 600 14 Minuten gemütlich im Governormod durch die Gegend bei 30 Grad/C und man glaubt nicht wie warm der Regler wird.Bei mehrheitlich 25A geloggt. Hoffentlich fallen jetzt nicht wieder welche über mich her.:D :D

Grüße
Hermann

jürgi
17.07.2012, 15:08
Nein, Hermann-niemand fällt über Dich her. Jeder soll seine Erfahrungen posten. Wohl denen -die nie Abschaltprobleme haben (oder gute Aussenlandemöglichkeiten).
Gruß
Jürgen

BZFrank
17.07.2012, 15:35
Ich kann bisher nur sagen das mir die Regler halten. Sowohl die "billigen" HET 75A Regler in der Su-27 (2x2w25 an HET6904) als auch der YGE 120 in der Gripen mit knap 100A Belastung als auch der YGE120HV in der L-39 mit 8S. Wobei das am Flugstil liegen könnte - anscheinend fliege ich ziemlich 'binär' wie man mir schon sagte. ;) (Sprich wenig Teillast, entweder 0%-50% oder gleich 100% aber kaum dazwischen).

Mal eine LogView Auswertung:

http://www.wizards.de/~frank/images/modell/L39/HET_L39_8S_GensAce4000mAh25C_16JUN2012_LogView.pdf

Gruß

Frank

jürgi
17.07.2012, 15:48
Hallo Frank,
da hast Du sicher recht -der Flugstil hat womöglich auch Einfluß. Zwischen 50% und 90% liegt wohl die stärkste Reglerbelastung (vermute ich mal). Nicht umsonst empfiehlt Heino Jung (besonders bei Progkarte) unbedingt den Vollgasanteil (Licht aus) zu kontrollieren. Ja und dann gibt es ja noch mächtige Unterschiede im Motorenaufbau!
Gruß
Jürgen

Schorch
17.07.2012, 17:05
Ein EDF-Jet wird immer einen überdimensionierten Steller benötigen, da die Schaltverluste durch die teilweise sehr speziellen Motoren deutlich höher sind als bei Motormodellen, E-Seglern oder Helis. Im Idealfall würde der Steller komplett von Kühlluft umflossen, was bei Motormodellen einfach realisierbar ist und ihn kühl hält. Im Einlaufkanal eines Impellers kosten die damit einhergehenden Verwirbelungen zuviel Leistung, also wird der Steller normalerweise in einer Mulde eingebaut und nur der Kühlkörper sofern vorhanden - bekommt etwas Frischluft. Die restliche Elektronik arbeitet im Schwitzkasten, aber auch hier entsteht Verlustwärme. Microprozessor, BEC, stromführende Leitungen, um nur einige zu nennen. Diese Verlustleistung kann nicht abgeführt werden und heizt nun zusätzlich die Endstufen auf. Kommt jetzt ein "scharfer" Motor dazu, der den Steller nahe an die Grenze der Kommutierungen pro Sekunde bringt, entsteht durch die vielen Schaltvorgänge mehr Verlustwärme. Eine höhere Takfrequenz läßt zwar den Motor kühler bleiben, heizt aber dafür dem Steller mehr ein.

Ist im Rumpf genug Platz, bleibt eine Alternative: dem Steller einen eigenen Luftkanal spendieren, der entweder vom Fahrtwind "bedient" wird, oder den Steller dort von einem eigenen Lüfter von Luft umfließen lassen. Wobei dieser Lüfter durchaus einer der kräftigeren Sorte mit mehr Geräuschentwicklung sein darf, Hauptsache er macht ordentlich Wind und nicht nur ein laues Lüftchen.

Selbst bei Stellern mit gutem Wirkungsgrad dank selektierter, niederohmiger FET´s entsteht ab 4S und mehr durchaus eine Verlustleistung, mit der man als Lötkolben bequem Elektronik oder sogar Akkukabel löten könnte. Zudem sind einige BEC´s grenzwertig niedrig ausgelegt. Ein 3A SBEC kann mit 3 oder 4 Digiservos schon hoffnungslos überfordert sein. Mit zunehmender Erwärmung sinkt die Belastbarkeit und es entsteht zusätzlich dank des steigenden Innenwiderstandes der aktiven Bauteile noch mehr Verlustleistung, die wieder mehr Wärme erzeugt, der Innenwiderstand steigt weiter... ein endloser Rattenschwanz bis zur Abschaltung.

Was fehlt, ist ein echter Impeller-Steller, der mit einer kleinen Kühlfläche auskommt. Dieser darf ruhig etwas mehr in die Länge und Breite gehen, Hauptsache er paßt damit in den Ansaugkanal. Ideal wäre ein Kühlkörper, der zum Teil des Ansaugkanals wird, also passend gebogen ist.

jürgi
17.07.2012, 18:38
Hallo Schorch,
es kommen ja laufend neue Steller/Regler auf dem Markt z.B http://www.eflight.ch/shop/USER_ARTIKEL_HANDLING_AUFRUF.php?Kategorie_ID=337&Ziel_ID=14944 Hochgelobt mit starken BEC,viel Kühlkörper und viel Kupfer innen.Wenn das alles stimmt- gibt es immer noch momöglich die Schwachstellen mit Billigteilen (Feeds). Wie soll man da noch durchblicken?
Gruß
Jürgen
Ps. und dieser soll mit 63 g fast dasselbe leisten http://www.eflight.ch/shop/USER_ARTIKEL_HANDLING_AUFRUF.php?Kategorie_ID=337&Ziel_ID=14941

BZFrank
17.07.2012, 19:33
Noch als Zusatz - in keinem meiner Impeller-Modelle wird das Regler-BEC benutzt. Es wird immer ein separates, sehr großzügig dimensioniertes UBEC (+ Stützakku) verwendet. Das sorgt auch für weniger Probleme, speziell im Sommer.

Gruß

Frank

H.F
17.07.2012, 19:43
genau, da gebe ich Frank absolut recht.

wenn's bei mir abschaltungen gibt wegen zu hoher temperatur im regler wird unter anderem gleich das bec getrennt. macht z.t mehr aus als man denkt!
ich verwende in den impellermodellen zum grössten teil tsunami oder het regler. preiswert und gut.
auch bei meinen bekannten weit verbreitet und bewährt.
wer ganz sicher gehen will hängt wie eben gesagt das bec ab und hängt den regler hinter dem motor in "die röhre".

wenns richtig grob sein soll vertraue ich auf die cc phönix ice regler.

mfg


hugo

hanne
17.07.2012, 20:18
Nabend

Schön wäre es,wenn sich heiner jung zu dem Proplem äußern würde?

Danke Wolfgang

BZFrank
17.07.2012, 21:36
Ps. und dieser soll mit 63 g fast dasselbe leisten http://www.eflight.ch/shop/USER_ARTIKEL_HANDLING_AUFRUF.php?Kategorie_ID=337&Ziel_ID=14941

Die ePower Regler sehen mir den Torcster ziemlich ähnlich... gleiche Chinafabrik? ;)

http://www.natterer-modellbau.de/shop/Regler/Flug/Brushless/Torcster:::160_161_164_486.html

(Wobei die Torcster die ich bisher hatte echt gut waren, saubere Regelung und keine Probleme im Betrieb)

Egal, weiter zum Thema... :)

Gruß

Frank

E-speed buff
17.07.2012, 22:03
Hi Jürgi

Ich hatte am Pfiingstwochenende beim Speed Treff in Wünneberg genau das selbe.
Alle drei meine Flieger haben nach ~2 Minuten Flugzeit Regler abschaltung gehabt. Alle drei Ubertemperatur!
Funjet Ultra 4S, ~100A Standstrom an Jazz80LV, Funjet Ultra an 6S, ~150A Standstrom an YGE120LV und Kelly 50EP an 6S, ~100A Standstrom an Jive80HV.
Diese Überlast wird bei 20Grad klaglos weggesteckt.

Grüsse
René

jürgi
17.07.2012, 22:22
Nabend

Schön wäre es,wenn sich heiner jung zu dem Proplem äußern würde?

Danke Wolfgang

Heino Jung wird sich hier sicher nicht äussern. Es betrifft ja andere Hersteller auch!
Gruß Jürgen
Ps.der Grund für diese Anfrage http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/331361-Viper-Composite-1450-mm?p=2839887&viewfull=1#post2839887
Der Oliver fliegt in Italien und traut sich nun den Erstflug nicht.

schiwo1
17.07.2012, 22:32
Das ist ein Problem dass ich bei Stellern unterschiedlichster Hersteller bei hohen Aussentemperaturen erlebt habe.
Speziell tritt das Problem bei starkem Teillastbetrieb auf (EDF, F3A) und Zellenzahlen am Steller Limit auf.
Meine Abhilfe: zusaetzlichen Kuehlkoerper aus dem Elektronikshop (1-2€) montieren und Ruhe ist.
Just my 2 cents.
Ach ja, BEC vermeiden und separaten Akku fuer den Rx verwenden.
Stephan

jürgi
17.07.2012, 23:26
Hallo Stephan,
Kühlkörper helfen-aber leider nicht immer. Mein Maco- Jet schaltet bei 27 Grad Aussentemp. nach 4 Min. ab (6 S 97 A. mit 120er YGE). Meine rote Hunter hat schon bei 25 Grad abgeschaltet (Motor 10er Tenshock 2000 KV). Die Regler sind 2 Jahre alt und stecken im Winter alles weg! Waren bislang alle auf Autotiming -das mache ich künftig nicht mehr, sondern suche lieber eine low-Variante.
Gruß
Jürgen

Hermann2349
17.07.2012, 23:44
Hallo Jürgen

Meiner Meinung nach wird der Regler/Steller im roten Modell gar nicht so gut gekühlt ,wie man sich das manchmal vorstellen möchte.Ich denke da gibt es zu viele Verwirbelungen bei den Kühlrippen,ohne das Wärme abgefürt wird.Da bringt eventuell ein kleiner Ventilator von oben drauf und seitlich weg ,mehr Kühlleistung/Wärmeabfuhr. Bin aber kein Luftströmungsgelehrter,nur so gefühlsmäßige Erfahrung. :-D

Gruß
Hermann

BZFrank
18.07.2012, 03:08
Autotiming

Die Auskunft habe ich von Ludwig Retzbach, der letztes Jahr mal einen ganzen Haufen Regler vermessen hat:

Autotiming bedeutet bei vielen Reglern nicht das sie sich "Anpassen", sondern schlicht 30 Grad. (Equivalent zu "High") Der Grund ist das mit so einem Setting jeder Motor - gerade auch Hochpoler - ohne Einstellungsänderung zum Laufen zu bekommen ist (selbst Zweipoler, mit schlechtem Wirkungsgrad, aber immerhin es dreht sich).

Ergo immer erst per Proc-Card/Stick das Timing passend zum Motor programmieren. Das bringt dann gffs. etwas weniger Leistung aber spart Strom und Wärmeentwicklung.

Gruß

Frank

jürgi
18.07.2012, 09:43
Nein, Abschalter bei 4 S habe ich noch nie gehabt. Bei meinen kleinen Schäumlingen z.B Phase 3 F-16 oder Meteor gab es -egal wie hoch die Aussentemp. war -niemals Abschaltungen. Obwohl mit 2 W 18 Motoren (55 A.) und einem preisgünstigen 60 A. Robbe Roxy Steller eher knapp aus gelegt. Meine Aeronaut Panther flog Jahre, bis auf 6 S und 80 Amp. hochgerüstet, immer ohne Abschalter. Ab 6 S und jenseits 90 Amp. wird es gefährlich! Deshalb sieht man jetzt bei uns im Verein immer mehr Hobbywing Pentium im Einsatz. Die bringen halt mit UBEC dann 175 g auf die Waage -bleiben aber selbst bei 6 S und 120 Amp. noch kalt.
Gruß
Jürgen
Ps. ich will die Pentium auch nicht über den grünen Klee loben. Im Hubi-Forum wird da auch über Abfackeln berichtet- Tenor: entweder sie gehen nur 3 Flüge oder sie halten ewig.

GePo
18.07.2012, 11:12
Zur Reglerkühlung gehört meiner Meinung nach auch, dass Luft DURCH den Regler kann und die dann auch abgeführt werden kann!!
Wenn nur ein Kühlkörper in den Kanal ragt und rundum mit "Silikon" abgedichtet wird - stirb auch der Regler an HITZESTAU (einfach ausgedrückt).
Ein Cola wird auch nicht erfrischend kühl wenn ich die Dose nur an die Aussenwand des Kühlschranks stelle... :rolleyes:

Ich hatte mit Spinn99 immerwieder Absteller bei 8 -10s und max 98A - trotz Abschalt-Temp.-Erhöhung und Kühlung. Jetzt verwende ich für HV die FOXY120A Regler vom örtlichen Händler. Die haben auch bei 135A Spitzenstrom an 10s noch keine Probleme verursacht und sind mit ca 120€ auch deutlich günstiger als vermeintliche "Qualitätsware".

Kühlen Kopf bewahren ;)
Georg

Loopsy
18.07.2012, 11:18
Also meine drei Fälle soweit:

1) CMPHawk mit Midifan und Tenshock 22-30-10 mit YGE120LV (internes BEC): Abschaltung nach 2 Minuten Halbgasfliegerei (Erstflug), Absturz;
Regler war direkt hinter einer Lufthutze des Modells eingebaut;

2) Testlauf im Viperjet, Midifan uns YGE90HV (extenes BEC), Abschaltung nach 2,5 Minuten. Regler im Duct eingebaut.

3) Habu32 mit Jetfan80 und YGE120HV, Abschaltung nach 2 Minuten.


Temperaturen hier im Sommer sind dauerhaft über 30°C, ich brauche also eine dauerhafte Lösung.

Ich wäre bereit, einen PC-Lüfter zusätzlich auf den Regler anzubringen, der die warme Luft innerhalb des Rumpfes vom Kühlblech absaugt. (oder wäre "draufblasen" besser?)
Es müßte also ein kleiner Lüfter sein, 30mm ist glaube ich das kleinste, und man müßte ihn mit 12V versorgen.
Wie bekomme ich denn die 24V vom Flugakku auf 12V reduziert ? Ich will ja nicht noch extra nen "Kühlerakku" einbauen..... :D

g.neuboeck
18.07.2012, 11:37
Hallo Leute!

Aus leidvoller Erfahrung haben sich folgende Erfolgsfaktoren für ein Temperaturfestes Reglersetup herauskristalisiert:

- kein BEC
- Regler muss 20% mehr Strom können
- Immer die Hochvoltausführung mit Optokoppler nehmen auch wenn es teurer ist
- Regler Bauweise mit Kühlkörper und kein!!!!! Schrumpfschlauch
- Hochwertregler sind nicht zwingend EDF tauglich
- Kein Autotiming
- Kabelverlängerung nur an den 3 Motorkabeln
- Reglerkühlkörper müssen!!!!! In den Impellerluftstrom hinein stehen auch wenn es nicht gut ausieht

Seit ich diese Faktoren ausnahmslos!!!! beherzige fliege ich auch bei Temperaturen jenseits der 30 Grad.
Die Reglerkühlung ist wichtiger sie die strommässige Überdimensionierung.
Ich verwende bei 6-10S mittlerweile die 100A Regler von Hobbywing und die Foxy 120A Regler nicht aus Kostengründen sondern weil sie funktionieren.
Das sind ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen.

Grüße aus Triest

Gernot

SpeedFlap
18.07.2012, 12:23
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ein PC Lüfterchen den Luftdurchsatz erreichen soll, der bei Fluggeschwindigkeit im Ansaugkanal vorherrscht. Macht mal bei 150 auf der Autobahn das Fenster einen Spalt auf und haltet 2 Finger raus. Genauso gehts im Kanal zu.

Daß die Regler trotz üppig dimensionierter Kühlkörper abschalten, liegt schon fast unvermeidlich an ihrer kompakten, mehrlagigen Bauweise.
Die äußere Lage Transistoren hat wahrlich gute Kühlung und liegt direkt unter dem Blech.
Die Innere Lage Transistoren muss ihre Abwärme durch die Leiterplatte und die äußere Lage hindurch abführen. Die haben weit mehr als den doppelten thermischen Widerstand, werden dadurch auch wesentlich heißer. Durch den doppelten Wärmestrom auf derselben Querschnittsfläche verringert sich die Belastbarkeit der Transistoren gegenüber ihrer theoretisch möglichen (bei optimaler Kühlung) auf unter die Hälfte.

Der Temperatursensor sitzt (wenn er korrekt plaziert wurde) an der heissesten Stelle und schaltet entsprechend "früh" ab.
Toll, der Regler überlebt, aber das Modell ist hin. Hier fehlt noch etwas weitergehendes Systemdenken, wie man im Überlebensinteresse der Gesamtanlage eine bessere Frühwarn- Leistungsreduzierung- Notlauf- Strategie fahren könnte. Das geht an die Reglerhersteller und ist hier weniger Thema.


Mein Lösungsansatz würde ganz klar auf Innenkühlung gehen.
Viele schneiden doch sowieso Zusatzlöcher in den Kanal um den Innenraum abzusaugen. Im Kanal ist bei Motorleistung immer Unterdruck. Wenn man dem Regler den Schrumpfschlauch vorn und hinten beschneidet, dann einen Schlauch oder Kunststoffrohr am hinteren Ende des Reglers andockt und aufs Loch im Kanal klebt, dann ziehts durch den Regler durch wie ein Staubsauger.
Die Wirkung müsste mal mit einem Regler mit Temperaturlogger geprüft werden. Ich hab sowas leider nicht.

Gruß,
Claus

SpeedFlap
18.07.2012, 12:38
- Immer die Hochvoltausführung mit Optokoppler nehmen auch wenn es teurer ist

Das möchte ich hinterfragen, bzw. andiskutieren.

* Immer Optos bevorzugen --- ja. BEC bringt zusätzlich Wärmeentwicklung und ist räumlich zu trennen. Rein der thermischen Probleme wegen kann man aber auch einen BEC Regler nehmen, Plus abtrennen und ein externes BEC verbauen.

* Immer Hochvolt --- nicht generell, zumindest nicht bei 6S Akkus. HV Regler haben Transistoren der 60V Klasse, "normale" 6S Regler haben 30V Transistoren.
Die 60V Transistoren bezahlen ihre Spannungsfestigkeit mit erhöhtem R_DS_On (Durchschaltwiderstand) und werden bei gleichem Strom und ähnlicher Preisklasse heißer.
Daher müssen HV Regler, sollten sie den gleichen Strom auf demselben Bauraum durchsetzen wollen, die besten teuersten Transistoren verbauen, welche man bekommen kann. Wird so ein Regler mit nur 6S betrieben, ist das Geld unter Umständen umsonst ausgegeben, für eine Eigenschaft, die bei 6S Betrieb keinen Vorteil bringt. HV bedeutet also erstmal nur höhere Spannungsfestigkeit, aber nicht automatsich höhere Belastbarkeit.

Wenn ich also z.B. 100A an 6S ziehe und Hitzeprobleme habe, nehme ich lieber einen 150A 6S als einen 120A HV.

Claus

Loopsy
18.07.2012, 13:06
@Claus

Super HIntergrundinformationen, vielen Dank dafür !
Würde schon wieder meine Kaufentscheidung beeinflussen (Falls China Regler in Frage kommt),
ob ich einen 150A Opto oder einen 120A HV Opto nehmen würde.
Bis dato tendierte ich auf den 120A HV.....jetzt vielleicht nicht mehr ;)

SpeedFlap
18.07.2012, 13:19
Noch was zu den preiswerten Chinareglern.
Das sind zwar unglaublich große schwere Klötze, aber sie haben Oberfläche, und damit hohe Querschnittsfläche für die Wärmeabfuhr. Vorausgesetzt man schneidet ein Fenster in den Schrumpfschlauch (wer hat sich das bloß ausgedacht, die Kühlbleche einzuschrumpfen?) und kratzt die Aufkleber runter.
Mit schwant allerdings, daß im Gegenzug jetzt billigere Transistoren verbaut werden, also der Gewinn an Kühlleistung durch höheren Wärmeanfall zunichte gemacht wird. Die Gesamtkosten gehen dabei runter, werden aber mit Gewicht bezahlt.
Wenn jemand kaputte YGE HV oder Hobbywing oder anderes Nachbauzeugs hat, kann er mir gerne mal die Transistortypen mailen.

EveryDayTheBlues
18.07.2012, 13:44
Hi,
bezgl. HV Reglern:
Ich hatte heute ein interessanntes Gespräch mit einem Experten: ich brauche einen Rgler der einen Speedcroco der im Stand an 6s 160A nimmt zuverlässig 20 sec. vollgas dreht (im Flug sinds dann eh nur ca.110 A). Ich wollte den 150A LV Typ haben, er hat mir aber dringendst abgeraten und zum 120HV geraten......hmmm was stimmt nun?

Mfg, EDTB

Relaxr
18.07.2012, 14:57
Mein 2W-Motor zieht im Mini-Fan ca. 60A, der Regler ist ein YGE80. Fakt ist, nach 3 min Flugzeit, mit sagen wir 80% der Zeit bei ca. Halbgas und dem Rest zwischen 75-100% leistung ist der YGE sehr heiss - nein noch keine Abschaltung. Dennoch habe ich jetzt ne Luftführung über den Regler weg integriert, mal schaun was es nutzt. Das der YGE keine Kühlrippen hat wundert mich eh, die Kühlplatte ist mit wegegschrumpft. Kann man sowas nicht mit nem geriffelten Alukühlkörper bestücken............also ich hab jetzt keinen Bock hier mit nem 100er oder 120er Regler zu fliegen. Der 80er war mir teuer genug...........:rolleyes:

Schorch
18.07.2012, 15:19
- Regler muss 20% mehr Strom können

Mach da getrost 35 - 50 % draus. Die 20 % Reserve passen bei konventionellen Antrieben, aber nicht mehr bei den hochtourigen Impellermotoren. Das "Warum" habe ich in meinem vorherigen Posting zu erklären versucht. Bei 450er Helis mit hochtourigen Motoren (3500 KV oder mehr) gibt es auch öfter Probleme mit der Wärmeentwicklung im Steller oder Regler. Tauscht man dann gegen einen 2500 oder 2100 KV Motor mit passendem Ritzel, ist das Problem bei gleicher Rotordrehzahl und Leistungsaufnahme verschwunden. Der Regler bleibt plötzlich kühl oder wird nur handwarm statt heiß. Die Anzahl der Feldumdrehungen ist hier das Problem:

Mehr Feldumdrehungen = mehr Schaltvorgänge = mehr Schaltverluste = mehr Wärmeentwicklung

Deswegen würde ich persönlich bei einem hochwertigen Impellermotor mit entsprechender Leistung den Steller immer mit 50 % Reserve kalkulieren.

Detlef Kaehler
18.07.2012, 17:03
Hallo zusammen,

ich überlege auf meinen YGE 120 LV auch einen Kühlkörper anzubringen, Frage womit klebt man das?

Detlef

Schorch
18.07.2012, 17:26
Es gibt einen speziellen Kleber dafür, Wärmeleitkleber, ist gut aber teuer.

http://www.conrad.de/ce/de/overview/0205053/Waermeleitkleber

s.t.e.f.a.n
18.07.2012, 19:13
...tut mir leid, aber das muß jetzt sein:
Dazu hat ja schon mal "jemand" was geschrieben, hier in Beitrag #19:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/296354-F-86-Sabre-neu/page2

Stefan

BZFrank
18.07.2012, 19:53
Ich benutze leitfähiges Epoxy.

http://www.mgchemicals.com/products/8331.html

Das hält und leitet Wärme sehr gut.

jürgi
18.07.2012, 20:14
Ich benutze leitfähiges Epoxy.

http://www.mgchemicals.com/products/8331.html

Das hält und leitet Wärme sehr gut.

Heino Jung macht das meines Wissens mit dünnen Silicon. Seine Wärmeleitplatten sind auch so verklebt -habe ich selbst festgestellt. Ich habe mal die Wärmeleitpaste von Corad benutzt -sie hält nicht gut.
Jürgen

DieterH
18.07.2012, 20:31
Frage an die Experten :
Kann man nicht normalen CA-Kleber für den Kühlkörper verwenden ?
Müsste doch auch wärmeleitend und hitzefest sein - oder ?
Gruß
Dieter

Schorch
18.07.2012, 20:35
CA-Kleber ist spröde, kann sich bei Metallen lösen und das war´s dann mit der Zusatzkühlung. Im Einlaufkanal bedeutet das einen geschredderten Läufer mit entsprechenden Folgeschäden..

jürgi
18.07.2012, 20:51
Hallo Oliver,
da gibt es nun jede Menge hilfreiche Antworten. Auf Dein Problem übertragen heißt das -Du bist zunächst bei Deinen italienischen Temperaturen gegroundet. Dein Steller kann zwar mehr als 6 Zellen -aber er wird mit deinem 90 Amp. Setup nicht fertig. Alternative wäre z.B ein 6 S Hobbywing Pentium 150 Amp. für 80 Euro- das ergibt ca. 50 g Mehrgewicht, die Deine große Viper leicht wegsteckt. Du hast dann zwei Möglichkeiten zur Plazierung. Entweder Du schneidest den Kanal größer auf und plazierst den Steller seitlich -oder baust den Regler mittig zwischen die Einlaufkanäle ein. Bei der ersten Variante mußt Du den Lipo aus der Mitte hinaus versetzen -sonst bist Du nicht mehr waagerecht um die Querachse ausgewogen. Bei der zweiten Variante (wird bei uns oft praktiziert) mußt Du unbedingt ein Loch in die Kanalzusammenführung schneiden (direkt vor dem Fan-Spinner).
Das erfordert dann gleichermaßen ein Loch unter der Rumpfspitze -damit ein satter Durchzug gewährleistet ist. Ob Du Deinem kleinen UBEC vertraust ist auch Gefühlssache. Ich habe heute 3 Jeti BEC das Stück 44 Euro bestellt. Dieses hat den Vorteil, daß man zusätzlich noch einen kleinen Stützaccu zuschalten kann. Dieser Fred ist noch nicht zu Ende -da kommen vermutlich noch ein paar hilfreiche Erkenntnisse.
Gruß
Jürgen
Ps.Hinweis: bis 80 Amp. Leistung habe ich lange Zeit auch einen 80er YGE ohne Probleme geflogen- ab 6 S und jenseits 90 A. ändern sich die Verhältnisse dramatisch und bei hochsommerlichen Temp. kommt die Stunde der Wahrheit.

schiwo1
18.07.2012, 22:47
Frage an die Experten :
Kann man nicht normalen CA-Kleber für den Kühlkörper verwenden ?
Müsste doch auch wärmeleitend und hitzefest sein - oder ?
Gruß
Dieter

CA tuts wunderbar wenn die Klebeflaeche entsprechend sauber vorbehandelt wird. Mit den Spezial Kuehlkoerperklebern hab ich schlechte Erfahrungen gemacht - super bei den normalen Elektronikanwendungen aber nicht im Modell bei harten Landungen etc. wo das Ding dann irgendwann abfaellt.
Gruss Stephan

MeiBi
19.07.2012, 07:25
Halli Hallo

Noch was zu den großen Chinareglern und großer Wärmeleitfähigkeit: Was bringts wenn die Fet´s nicht alle die gleiche Höhe vom löten haben oder leicht schräg sitzen und der Kühlkörper nicht überall satt aufliegt?
Weiß leider nicht mehr welche zwei Regler das waren...

Verwende selbst im Funjet einen K-Force 100A bei ~100A und BEC (Axi 6D), hatte schon letztes Jahr im Sommer keine Probleme. Ist auch sauber aufgebaut das Ding.

Bei zwei Roxxy 960 ist mir das BEC durchgebrannt, und das im Frühjahr bei 15°C.

Hatschi

jürgi
19.07.2012, 09:01
Halli Hallo

Noch was zu den großen Chinareglern und großer Wärmeleitfähigkeit: Was bringts wenn die Fet´s nicht alle die gleiche Höhe vom löten haben oder leicht schräg sitzen und der Kühlkörper nicht überall satt aufliegt?
Weiß leider nicht mehr welche zwei Regler das waren...

Verwende selbst im Funjet einen K-Force 100A bei ~100A und BEC (Axi 6D), hatte schon letztes Jahr im Sommer keine Probleme. Ist auch sauber aufgebaut das Ding.

Bei zwei Roxxy 960 ist mir das BEC durchgebrannt, und das im Frühjahr bei 15°C.

Hatschi

Die Tunigy K- Force und die Hobbywing Pentium kommen offensichtlich aus derselben China-Schmiede (sieht jedenfalls so aus).
Gruß
Jürgen

DieterH
19.07.2012, 09:38
CA tuts wunderbar wenn die Klebeflaeche entsprechend sauber vorbehandelt wird. Mit den Spezial Kuehlkoerperklebern hab ich schlechte Erfahrungen gemacht - super bei den normalen Elektronikanwendungen aber nicht im Modell bei harten Landungen etc. wo das Ding dann irgendwann abfaellt.
Gruss Stephan

Ich würde mich sowieso niemals auf die Kleberfestigkeit allein verlassen.
Zusätzlich dann noch Schrumpfschlauch-Ringe, Kabelbinder oder eine Schraubung durch den Kühlkörper, je nach Einbau-Situation.
@jürgi: Wärmeleitpaste ist eben nur eine Paste und wird niemals richtig hart . . .
Gruß
Dieter

FoxausRhens
19.07.2012, 09:58
Danke, für den Thread auch wenn ich jetzt bei meinem neuen Flieger einige Dinge noch verändern muß, habe jetzt gerade ein Hobbywing UBEC bestellt. Verwendet wird als Hauptregler ein Trocster 6 S Regeler 115A für einen Antrieb mit 90 - 100 Ampere (Wemotec Fan 22-30-10T) , also werde ich vorher die Standfestigkeit testen.

Cabona
19.07.2012, 10:10
Es gibt einen speziellen Kleber dafür, Wärmeleitkleber, ist gut aber teuer.

http://www.conrad.de/ce/de/overview/0205053/Waermeleitkleber

Geht auch günstiger

http://such002.reichelt.de/?SID=13UAe@838AAAIAABhiUnc1f89951e207db453d3a0288088f8ecf5;ACTION=446

Cabona
19.07.2012, 13:14
Geht auch günstiger

http://such002.reichelt.de/?SID=13UAe@838AAAIAABhiUnc1f89951e207db453d3a0288088f8ecf5;ACTION=446

Da der Link scheinbar nicht funktioniert

http://www.reichelt.de/Waermeleit-paste-folien-scheiben/WK-709-5ML/3/index.html?;ACTION=3;LA=446;ARTICLE=35418;GROUPID=3384;artnr=WK+709-5ML;SID=13UAe@838AAAIAABhiUnc1f89951e207db453d3a0288088f8ecf5

Alternativ wäre noch beidseitig klebende Wärmeleitfolie.
http://www.reichelt.de/Waermeleit-paste-folien-scheiben/WL-FOLIE-404-11/3/index.html?;ACTION=3;LA=3;ARTICLE=112269;GROUPID=3384;SID=13UAe@838AAAIAABhiUnc1f89951e207db453d3a02 88088f8ecf5

Mit Silikonkleber oder Silikondichtmassen wäre ich vorsichtig, wenn die essigvernetzend sind ist das nicht gerade für Elektronikbauteile geeignet.

jürgi
19.07.2012, 16:59
Danke, für den Thread auch wenn ich jetzt bei meinem neuen Flieger einige Dinge noch verändern muß, habe jetzt gerade ein Hobbywing UBEC bestellt. Verwendet wird als Hauptregler ein Trocster 6 S Regeler 115A für einen Antrieb mit 90 - 100 Ampere (Wemotec Fan 22-30-10T) , also werde ich vorher die Standfestigkeit testen.

Hallo Fox,
ich hatte dieses Jahr so etwas wie eine schwarze Serie. Ich will das Hobbywing UBEC nicht verunglimpfen -aber mich hat es beim Erstflug verlassen. Also erstmal ausreichend Bodentests machen (und wiederholen wenns warm ist). In Post 64 das Disaster http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/331361-Viper-Composite-1450-mm?p=2832335&viewfull=1#post2832335
Gruß
Jürgen

FoxausRhens
19.07.2012, 22:01
Verstehe ich das richtig, das Ubec hat sich verabschiedet und nicht der Regler ?

jürgi
19.07.2012, 22:29
Verstehe ich das richtig, das Ubec hat sich verabschiedet und nicht der Regler ?

Richtig-das UBEC hat sich verabschiedet. Das muß aber nichts heißen, diese Dinger sind ja häufig im Einsatz. Meines ist ganz einfach 15 Sek. nach dem Start abgefackelt. Jetzt nehme ich nur noch diese
http://www.voltmaster.de/Stromversorgungssysteme/Jeti/Jeti-S-BEC.html Die 15 Euro Mehrpreis sind mir das allemal wert! Bei meinen noch vorhandenen 120er YGE wird der rote Stecker gezogen und ich mache das wie Georg Neuböck zuvor beschrieben hat -bei hoher Belastung immer ein seperates BEC.
Gruß
Jürgen

MeiBi
20.07.2012, 08:16
Halli Hallo

Wärmeleitpaste ist auch nur ein "Porenfüller", genau so wie Superkleber, dick aufgetragen nicht brauchbar für seinen Zweck.

Hatschi

g.neuboeck
20.07.2012, 10:42
Hallo Leute!

Bezüglich BEC bin ich hier missverstanden worden.
Wenn ich sage kein BEC dann meine ich kein UBEC sondern eine Doppelstromversorgung bestehend aus zwei 2S Lipos und einer Akkuweiche eines Qualitätsherstellers. Auch wenn es teurer und schwerer ist!

Grüße
Gernot

BZFrank
20.07.2012, 19:06
Halte ich für zu schwer, jedes Gramm zählt und die zwei 2S Lipos wollen auch gepfegt sein. Was spricht gegen ein hoch dimensioniertes Qualitäts-UBEC mit Pufferakku. z.b. Jeti SBEC mit 4 Zeller 350mAh (oder 800mAh) NiMH. Mindestens genauso sicher und wesentlich leichter.

Gruß

Frank

shamu
20.07.2012, 20:23
Ich setze bei den größeren Fliegern immer LiFe als Stromversorgung ein, das funktioniert Super und es ist kein elektronisches Bauteil dazwischen!

hubendubl
20.07.2012, 22:12
Ich setze bei den größeren Fliegern immer LiFe als Stromversorgung ein, das funktioniert Super und es ist kein elektronisches Bauteil dazwischen!

Hallo Stephan wie ist das gemeint 1 Zelle oder 2 bitte kannst du das genauer erklären .???
Richard

jürgi
21.07.2012, 10:52
Hallo Stephan wie ist das gemeint 1 Zelle oder 2 bitte kannst du das genauer erklären .???
Richard

Eine Zelle (LiFe) mit 3,8 Volt ist wohl etwas wenig. Bei zwei Zellen ist es wohl ohne Stromreduzierer zu viel. (Vielleicht hochstromtauglicher Empfänger mit Hochstromservos). Der Stephan wird sein Geheimnis sicher lüften.
Gruß
Jürgen

shamu
21.07.2012, 20:24
Sers zusammen,

Also, ich benutze 2s LiFe, allerdings nicht die Becherzellen, sondern flachzellen, die sehen aus wie LiPo' s.
Die Ladeschlussspannung liegt bei 3,6V pro Zelle was einer Endspannung von 7,2 Volt entspricht. Nach ca. 15 Minuten liegt die Spannung dann bei ca. 6,5V. Das funktioniert bei meinen Graupner DES Servos wunderbar.
Für Servos denen man so etwas nicht zutraut kann man dann gerne noch eine Schottky Diode einlösen und gut is...

In meiner F16 fliege ich einen 2s2100 mAh mit 180g (Flieger wiegt 10kg)
In meiner Rafale hab ich einen 2s1600 mAh mit 80g (Flieger wiegt 4kg), hier aber mit Schottky Diode

jürgi
21.07.2012, 22:12
Danke Stephan,
viele Wege führen zum Ziel. Wir bauen gerade an zwei Flotten-Jets mit den Vereinskollegen (Venom und L-59). Bei mir sieht das jetzt so aus. Das linke Set ist ein 100/120er YGE mit satten Kühlkörper- Gewicht mit dem Monster SBEC 128 g. Das Werks-BEC ist still gelegt! Antrieb bei 6 S ist ein Midifan mit HET bei knapp 85 Ampere. Das rechte Set ist ein 6 S Hobbywing Pentium 150 A. und auch hier wieder das Jeti BEC. Komplettgewicht mit BEC 169 g. Der geplante Antrieb zieht ca. 95 Ampere (bei 50 % Acculadung). Bei den Jets mache nur noch Teil-Bugfahrwerksklappen und ein "mindestens" daumengroßes Loch in der Kanalzusammenführung -also ständiger Airstream im Rumpf.
Gruß
Jürgen

jürgi
22.07.2012, 09:35
Da gab es eine Nachfrage zu "mindestens daumengroßes Loch". Eine allgemein gültige Regel kann es nicht geben. Bei meiner im Bau befindlichen L-59 kann man sehr schön erkennen -diese Öffnung ist 2x daumengroß. Der Grund ist einleuchtend. Die Känäle sind eher (für 2000 Watt) zu knapp ausgelegt. Je Einlauf sind das weniger als 8 x 4 cm im Radius. Der 150 A Hobbywing Pentium wird vor der Ductöffnung/Zusammenführung auf einem Sperrholzbrett plaziert. Wir haben heraus gefunden, daß der starke Regler in dieser Konstellation nicht unbedingt mit den Kühlrippen im Kanal montiert werden muß (die Einbaulage muß man vorher testen). Diese Zusatzöffnung vor dem Impellerspinner gibt dem Regler ständige Kühlung und erhöht den Standschub. Im Gegensatz zu "klassischen open Duct" mit Einlauflippe haben wir hier keine negativen Auswirkungen auf die Endgeschwindigkeit.
Gruß
Jürgen
Ps.die mittige Einbauplazierung würde ich mit einem schmalen zweilagigen LV-Regler nicht machen (immer im Kanal)

FoxausRhens
29.07.2012, 00:16
Beim ersten Test ist mein Regler abgefackelt. Wollte heute das erste mal den Antrieb testen, dabei stellte ich fest das der Wemo Tec Fan in die falsche Richtung lief also habe ich den Regler umprog. und noch mal getestet , ergebnis es kamm eine dicke stinkende schwarze Wolke aus dem Flieger. Im Regler ist irgendwas durch geschmort.
Setup
Wemotec Fan mit Tenshock Motor
2 x 3S

Regler Torcster Speedcontroller Pro V 115 Ampere

Besse auf dem Werktisch als in der Luft, am Montag geht der Regele jedenfalls zurück an den Händler , mal schauen was ich als Alternative nehme.
Welche Erfahrungen habt ihr mit den Hobbywing Platinum ?

Viele Grüße

Alex

jürgi
29.07.2012, 18:43
@Alex
Der Hobbywing Pentium 6 S 150 Amp. ist bei uns bis 120 A. im Einsatz! Seidenweicher Lauf und bleibt bei angenehmer Betriebstemperatur. Ist zwar breit -dafür aber einlagig und nicht zuletzt deshalb termisch im Vorteil. In den letzten Tagen hatten wir hochsommerliche Temperaturen um 30 Grad. Ich habe mein (YGE Abschalt)Set aus meiner zerstörten Hunter nunmehr ausgiebig in einer Venom getestet. Aber es gab Veränderungen!
Der 120er YGE bekam den roten Stecker gezogen (guter Tip von Gernot Neuboeck). Als Stromversorgung dient nun ein externes BEC und das integrierte WerksBEC kann nun keine Wärme mehr produzieren. Anstelle des 2000 KV 6 Pool Tenshock Motors werkelt nunmehr ein termisch guter 4 pooliger HET Motor. Die Änderung dieser Faktoren führt zu einer heftigen Verbesserung. Obwohl der YGE eingebaut nun 10 Amp. mehr (knapp 100 A.) verkraften muß -und bei dieser Power praktisch permanent im Teillastbereich taktet, sind die Abschalttendenzen absolut nicht mehr vorhanden.
Gruß
Jürgen

eTony
03.08.2012, 19:03
Ich muss noch einmal auf das Thema zurückkommen.
Zu Hause habe ich einen Probelauf mit einem Het 600-37-2 und Hobbywing Pentium 100A Regler mit 6S Lipo durchgeführt.
Bei Knüppel Mittelstellung und 2 Minuten Probelauf bei Timing 12.5° mit 12khz PWM habe ich eine Regler-Temperatur von
70°C mit dem Infrarot Thermometer gemessen. Der Regler war komplett ungekühlt und ein externes BEC wurde verwendet.

Bei welcher Temperatur schaltet in der Regel ein Regler ab. Was sind eure Erfahrungen. Das Flugmodell ist schon gebaut und
eine Kühlung wird schwer sein noch nachträglich einzubauen. Habe ich bei der Reglertemperatur und dem Regler mit dem
Setup akut Handlungsbedarf. (Muss ich mir Sorgen machen ?) Ich habe was Reglerabstellen und durchgebrannten Reglern
betrifft noch nicht die Erfahrung auf die ich zurückgreifen kann . Das sind Erfahrungen die ich auch in Zukunft vermeiden möchte.
Deshalb meine Frage.

Gruß eTony

jürgi
03.08.2012, 21:49
Hallo Tony,
ist hier schon alles beschrieben auf was es ankommt. Ohne Details zu kennen, wird Dir niemand einen guten Rat geben können. Eines ist sicher -ohne Kühlung bist Du nicht auf der sicheren Seite. Wo ist das Problem, nachträglich für guten Kühldurchzug im Rumpf zu sorgen? In Schönheit sterben (Aussenlandung riskieren) geht natürlich auch -macht aber keinen Sinn!
Gruß
Jürgen

eTony
04.08.2012, 07:58
Hallo Jürgi,

Du hast recht ohne genauere Informationen gehts nicht.
Es geht um eine RBC-Panther. Anhand der Bilder siehst du die jetzt Situation.

859093
859092
859091

Eine Luftzufuhr zum Akku Schacht ist bis jetzt nicht eingebaut.
Eine Stelle die optisch für mich aktzeptabel ist, ist mir noch nicht eingefallen.
Ein Durchbruch zu den Lufteinlässen. Da komme ich mit meinen
Wurstfingern nicht um die Kurve.

Was für Möglichkeiten gibt es für mich und oder wie habt ihr ähnliche Situationen
entschärft. (wenns gar nicht weiterhilft baue ich halt einen 200A Regler ein,
ein Fliegerkamerad betreibt damit auch komplett ungekühlt erfolgreich seinen
Impeller Jet gleiche Leistungsklasse)

Gruß eTony

jürgi
04.08.2012, 09:38
Hallo Toni,
bei meiner Aeronaut Panther wars kein Problem. Unter der Nase ein daumengroßes Loch und in der Ductzusammenführung ebenfalls. Alternativ -vorn an einem Einlassduct eine Öffnung und Kühlkörper in den Luftstrom.
Ich kenne die RBC nicht-aber es gibt hier einige Leute die diesen Jet fliegen. Wäre echt schade um das schöne Model,war ja auch eine ganze Menge Arbeit.
Gruß
Jürgen

eTony
04.08.2012, 12:42
Hallo Jürgi,

Danke für deine Antwort. Hab jetzt die Inspiration.

Luftzusammenführung vom Duct kommt ein Daumengroßes Loch rein. Zum Akkuschacht ebenfalls.
Und vor der Akkuhaube kommt ebenfalls ein Loch rein. Dann werde ich die Panther am Boden trocken einen Akku leeren lassen.
Wenn es dann keinen Absteller gibt sollte das passen.

Danke und Gruß eTony

Loopsy
13.08.2012, 15:35
Ich habe nun den 150A Opto Regler von Platinum hier liegen, der den
YGE90HV (bzw YGE120) ersetzen wird. Ich bin ja hitzegeplagt hier....

Man, ist das ein "Brummer"....kein Wunder, daß der Klumpen kühl bleibt ! :D

Bild anbei, fluchtest erfolgt dann (endlich) Ende der Woche in meiner Viper....:p

862879

Hermann2349
13.08.2012, 15:50
Hallo Jürgi,

Danke für deine Antwort. Hab jetzt die Inspiration.

Luftzusammenführung vom Duct kommt ein Daumengroßes Loch rein. Zum Akkuschacht ebenfalls.
Und vor der Akkuhaube kommt ebenfalls ein Loch rein. Dann werde ich die Panther am Boden trocken einen Akku leeren lassen.
Wenn es dann keinen Absteller gibt sollte das passen.

Danke und Gruß eTony

Hallo Tony

Also wenn ein Flug am Boden simulierst wird ,mit "Vollgas" "Dreiviertelgas und "Halbgas" -Passagen bis der Akku seine 80% Kapa verloren hat und der Regler schaltet nicht ab oder geht in Flammen auf,dann hält er auch einen Flug in der Luft durch.
Aber bitte mehr Dreiviertelgas-Passagen.:-D
Grüße
Hermann

jürgi
13.08.2012, 20:36
Habe jetzt reichlich Erfahrungen bei Sommertemp. über 30 Grad sammeln können. Die Probleme sind wie weggeblasen. Mein 120er YGE -der schon bei ca. 85 A. zumachte kann jetzt über 100 Amp. verkraften. Entscheidend war ein zahmeres und speziell dem Motor angepasstes Timing (Autotiming raus). Und ebenso wichtig: das integrierte BEC stillegen und durch eine externe Stromversorgung (bei mir das Jeti-BEC) ersetzen.
Gruß
Jürgen
@Loopsy -Deine Entscheidung war richtig -die 25 g Mehrgewicht sind nicht entscheidend. Einlagige Steller sind termisch einfach im Vorteil gegenüber den zweilagigen. Werkseingebaute BECs müssen auch takten und erzeugen satt Wärme -also raus damit bei "Hochstromanwendungen".(nach Erstflug bitte berichten).

Gaggi
14.08.2012, 09:54
Habe hier auch mal ein paar Worte zum Thema:

Mein Mega 22-30-2F + Ice 100 (V1!) an 6S SLSAPL geht mit abgeschaltetem und sep. BEC (7Amp) mit 8x DES DigiServos + FWVentil -vom kleinen Chinesen- ohne jegliches Prop, auch bei 35Grad bei Voll+Teillastpassagen.
Gut, die Kombi zieht auch nicht gleich so viel wie eure Antriebe ... Der Regler liegt jedoch auch noch direkt im Einlauf vor'm Midi Pro und wird so auch richtig gut mit kalter Luft angepustet .... (MB339 Thread).

Also, ich unterstreiche wieder meine Aussage: Int. BEC abschalten und ein ext. verwenden. Aber auch hier Vorsicht: Das Ext. gerne größer Wählen, da auch hier Sicherheitsreserven das ein oder andere Modell retten kann ..

Gruß
Uwe

Detlef Kaehler
14.08.2012, 11:57
Hallo Jürgen,

ich hab auch den YGE 120 und kann Deine Beobachtungen bestätigen. Bei mir fließen zwar "nur" 75 A, aber er wurde mit Werkseinstellung 18 Grad schon sehr warm. Kühlung bekommt er nur umgelenkt durch den Bugrad-Schacht und Absaugung in den Einlaufkanal. Hab das Timing jetzt auf 6 Grad (Het-Innenläufer) und Temperatur ist geringer, allerdings auch nur mit Fingertest. Das BEC hatte ich vorher schon stillgelegt und ein separates verwendet. Der Motorstrom ist allerdings so gut wie gleich geblieben, vielleicht 1 oder 2 A weniger.

Gruß

Detlef

WeMoTec
14.08.2012, 18:23
Ich verfolge den Thread ja auch schon länger mit und hatte auch mit Einigen die hier Probleme schilderten Kontakt (Kunden), und habe auch mit verschiedenen Herstellern gesprochen.

Letztlich hat aber eigene Erkenntnis überrascht. :D

1. BEC abschalten
Ich frage mich ja seit längerem, warum ich einen teuren Regler mit excellentem BEC wähle, dieses vorsorglich abklemmen soll, um es durch ein externes BEC zu ersetzen, das ja meist (nicht immer, z.B. Jetu u.a.) dann auch von fragwürdiger Qualität ist.
Ich kenne jedenfalls erheblich mehr Absturzfälle wegen externer BECs, als wegen ausfallender BECs in qualitativ guten Reglern.

Bei abschaltenden Stellern wird ja eigentlich nie von ausfallendem BEC berichtet. Zumal mir mehrere Reglerhersteller erläuterten, daß ihre BEC selbst bei Abfackeln der Endstufe geschützt sind.

Gernots Hinweis auf die zusätzliche Verlustwärme fand ich zunächst schlüssig, bis ein Hersteller mich bat, doch einfach mal das BEC im Regler maximal zu belasten. Fazit: Erwärmung des Reglers durch BEC kaum feststellbar.

2. Zur Kühlung:
Auch ich selbst habe in der Vergangenheit geraten, Kühlkörper im Einlaß zu platzieren, ein wenig bringt das ja. Wogegen eine Platzierung im Rumpf wie oben bei der Panther trotz Pseudokühlung doch eher marginal ist.

Nun berichtete mir ein Kunde, daß er in seinem Habu 32 einen YGE 120 am Tenshock 22-30-9 mit einem zusätzlichen Kühlkörper und zusätzlichen Kondensatoren im Einlauf platziert hat mit den Kühlrippen im Luftstrom. Trotz Überdimensionierung (knapp 100A Strom, 120er Regler) kam es auch mit diesen Maßnahmen nach zwei Minuten zu Abstellern.

In einem anderen Habu 32 haben wir exakt die gleiche Konstellation, allerdings ohne jede Modifikation.
Das Modell hat völlig problemlos rund 50 Flüge hinter sich, teils auch bei extremer Hitze.
Der Unterschied: Hier wurde der Regler ganz "old fashioned" hinter dem Motor platziert.

Dem "Problemkunden" wurde ein Umbau angeraten und seitdem hat er auch keinerlei Probleme mehr.

Zweites Beispiel: Für einen Flugtag haben wir auf die Schnelle einen Antrieb für eine 4,3 m ASW 27 gestrickt.
Antrieb 6s/90A Dauer, nur dummerweise hatten wir nur einen 80er (!) YGE rumliegen. Zuerst haben wir den mit etwas Bauchschmerzen genommen, denn er wird in der Startphase natürlich dauerbelastet und nicht auszudenken, wenn bei einem 7 kg Segler der Regler mal gerade kurz nach dem Bodenstart dicht macht.

Auch dieser Antrieb ist jetzt über Monate im Einsatz, ebenfalls völlig ohne Probleme, trotz eigentlich fahrlässiger Unterdimensionierung.

Ergo: Regler wieder hinter den Motor, glücklich sein, fertig.

Was mich wundert, bis vor wenigen Jahren war diese Anordnung eigentlich Standard und hier auch dutzende Mal beschrieben.
Ich frage mich, an welcher Stelle eigentlich diese sinnvolle Anordnung aus der Mode gekommen ist? :rolleyes:

Ich habe das Ergebnis auch mit Reglerherstellern erörtert. Die Vermutung geht dahin, daß hinter dem Motor der Regler nicht nur an Oberfläche, sondern auch zwischen den Lagen besser gekühlt wird.
Zumindest beim Midi Fan und seinem integrierten Lüfter entsteht ja auch ein recht starker Sog in diesem Bereich (wenn Motore mit offenem Lagerschild benutzt werden).

Noch ein Hinweis in anderer Sache:
Weiter oben wurde geraten, am Boden eine komplette Akkuladung bei Vollgas zu simulieren. Davon kann ich nur DRINGEND abraten. Es mag etwas über den Regler aussagen, aber viele Motoren werden heute im Grenzbereich eingesetzt und eine ganze Akkuladung bei mangelnder Kühlung ist schon grob fahrlässig und kann den Motor dauerhaft zerstören.
Wer das macht, sollte doch bitte auch mal mit dem Auto im ersten Gang auf die Autobahn fahren und und ohne Schalten Vollgas geben um hier dann anschließend zu berichten, ob nach 100 km die Drehzahlbegrenzung noch zuverlässig funktioniert....

Oliver

Detlef Kaehler
14.08.2012, 19:34
Hallo Oliver,

ich denke auch dass Regler direkt hinter dem Impeller kühlungstechnisch schon optimal wäre, was mich davon abgehalten hat ist die Notwendigkeit zusätzlicher Kondensatoren in der Leitung. Bei meiner Hunter habe ich bis vorne zum Akku gesamt ca. 90 cm Kabellänge. Ist manchmal je nach Modell auch bischen schwierig da nachträglich noch was zu ändern, bei der Hunter wäre es eine grössere Operation.

Beim nächsten Projekt (Eigenbau) werde ich mal folgendes versuchen zu erreichen: Akku, Regler und Impeller so weit es geht näher zusammenrücken um die Kabellängen zu minimieren. Spart bei dickeren Kabeln auch einiges an Gewicht. Wenn die Zugangsmöglichkeit im Modell z.B. hinter dem Cockpit liegt, kann man den Akku schonmal mit den Kabeln nach hinten zeigend einbauen. Dann den Regler kurz dahinter (also vor dem Impeller) oder evtl. wirklich hinter dem Impeller. Bei einem offenen Einflaufsystem ohne großartige Kanäle wäre das ganze von der Raumaufteilung einigermassen flexibel. Nachteil dabei ist natürlich (weil der Impeller aus Schwerpunktgründen weiter nach vorne muss) der längere Auslass. Den hat die Hunter aber auch jetzt schon wegen dem elend langen Rumpf und gefühlt hatte ich da nicht soviel Leistungsverlust.

Dass bei baugleichen Reglern der eine dicht macht und der andere nicht...ich könnte mir vorstellen dass es da schon eine gewisse Bauteilestreuung gibt, auch bei den teureren Markenreglern.

Detlef

WeMoTec
14.08.2012, 20:23
Spart bei dickeren Kabeln auch einiges an Gewicht.

Oh ja, das sit so. Ich erschrecke regelmäßig, wenn ich mal 1 m 6qmm Litze auf die Waage lege. :D



Nachteil dabei ist natürlich (weil der Impeller aus Schwerpunktgründen weiter nach vorne muss) der längere Auslass.


Na der gesamte Kanal wird ja nicht wirklich länger.
Aber da ich bekanntlich kein Freund offener Systeme bin (und diese mich auch in Effeln wieder nicht überzeugt haben), halte ich mich da zurück. :D
Aber ordentliche Düse sollte kein Problem sein.

Ein anderer Aspekt ist auch, daß sich die Flugeigenschaften eines Modells deutlich ändern, wenn Impeller und Akku kompakt um den Schwerpunkt liegen. JePe hat da schon vor Jahren drauf hingewiesen, daß das Modell dadurch agiler um die Querachse wird. Ein Modell mit einem als Kreisel wirkenden Impeller weit hinten im Rumpf ist nicht der Weisheit letzter Schluß!



Dass bei baugleichen Reglern der eine dicht macht und der andere nicht...ich könnte mir vorstellen dass es da schon eine gewisse Bauteilestreuung gibt, auch bei den teureren Markenreglern.

Detlef

Klar kann das sein.
Aber hier war halt auffällig: gleiches Modell, gleicher Regler, gleicher Motor, gleicher Impeller und der Regler im Einlaß hatte trotz zusätzlichen Kühlrippen Probleme, der andere nicht.
Und die Probleme des ersten Reglers verschwanden schlagartig nachdem er hinter dem Motor positioniert wurde.

Oliver