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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Heckpendeln und ich



MJK
21.08.2012, 11:19
Seit Februar 2012 beschäftige ich mich mit dem Thema Heli :)

Nun habe ich bereits 2 Helis deren Heck wunderbar pendelt und ich habe trotz "Suchfunktion" keine Idee mehr warum.

Zur "Geschichte":
Um in die Fliegerei mit Helis einzusteigen habe ich mir 3 unterschiedliche Größen günstiger Helis gekauft um das Zusammenbauen zu lernen und die Technik zu verstehen.
Die Komponenten sollten auch günstig sein da ich fürs erste nur an den Zusammenbau und schweben sowie maximal kleinen Rundflug dachte (mehr ist es bisher auch nicht).

Ein HK 600 sollte meinen größten Heli darstellen. Er war auf Grund der Größe für mich auch am "einfachsten" mechanisch zusammen zu bauen.
Ein HK 450 und ein HK 250 sind die anderen beiden Größen. Alle mit Paddel ausgestattet, also noch kein FBL.
Der 450er kam als erstes zum Einsatz und fliegt für meine Ansprüche sehr gut. Ich habe ihm mittlerweile en V-Stabi verpasst und es macht großen Spaß damit zu fliegen, denn das Fluggefühl ist für mich viel sicherer (eh klar ;-) )

Auch der 250er macht viel Spaß, denn er funktioniert auch bestens und verlangt von mir etwas weniger "Respekt" wodurch ich mich auch etwas mehr traue.

Der 600er ist schon beeindruckend und verlangt auf Grund seiner Abmessungen am meisten Respekt. Mehr als Schweben und hin- und her-fliegen ist da für mich noch nicht drin.
Allerdings pendelt das Heck im Heading-Lock-Modus sodass ei Abheben schwer und ein Fliegen nicht möglich ist.
Ich dachte in erster Linie an die günstigen Komponenten und habe nach sorgfältiger Prüfung der Mechanik (Spannung des Riemen, Spiel in der Heckanlenkung (Stange und Heckrotor)) das Heckservo gegen ein schnelleres Savöx und den Kreisel gegen ein Align GP780 getauscht.
Ohne Erfolg. Der Heli läuft rund und der Spurlauf passt.
Im Normalmodus kann ich den 600er allerdings ohne Heckpendeln fliegen.
Natürlich habe ich auch die EMpfindlichkeit des(der) Kreisel geprüft, alle Einstell-Varianten versucht, den Hebel der Anlenkung verkleinert, sogar die Rotordrehzahl durch ein anderes Ritzel erhöht,aber nichts hat auch nur das geringste verändert.
Nun denke ich schön lansam an den Regler der ev. nicht mitspielt, doch mein kleiner 250er lässt mich nun auch am "falschen" Regler zweifeln.

Zum 250er: Er flog (mit seinen preislich günstigsten Komponenten) bestens. Weil mir FBL jedoch so gut gefällt habe ich ein Microbeast besorgt, Digi-Servos, einen FBL-Kopf erstanden und mich an den Einbau gemacht. Beim ersten Test (ohne schweben/fliegen) funktioniert alles wie es soll.
Beim Abheben jedoch .. man kann es nun erahnen ... ein Heckpendeln.
Ich habe nun wieder meine bisherige Erfahrung eingesetzt und zu überprüfen begonnen: Sitz (Lagerung) des Microbeast, Heckgestänge, Spurlauf/Rundlauf, Sensibilitätseinstellungen des Microbeast, doch es schwingt und schwingt. Sogar in beiden Modi, sodass ich nicht mehr als 1m abheben kann um dann gleich wieder zu landen.

Was habe ich nun beim 250er verändert sodass auf einmal ein Heckpendeln auftritt. Am neuen Microbeast wird es ja wohl nicht liegen. Am Regler auch nicht, denn der hat doch zuvor funktioniert. Der Akku war auch voll geladen, die Heckanlenkung ist die gleiche. Die Servos sogar schneller (und "besser").

Tja, .. mir fällt nicht mehr viel ein, doch ein Profi hat vielleicht noch den einen oder anderen ergänzenden Tip?! :-) ... aufgeben kommt für mich (noch ;-) ) nicht in Frage :-)

Viper2097
21.08.2012, 13:59
Was passiert wenn du die Empfindlichkeit im HH Modus schrittweise herunterstellst?
Sonst hätte ich noch gesagt dass dein Regler einen sehr schlechten Governor Modus hat, aber wenns im Normalmode problemlos funktioniert, dann kanns ja eigentlich nur am HH liegen.

ODER, die Mutter aller Heckproblem: :D
Verwendest du eine Graupner Fernsteuerung? Wenn ja, ist da der Standardmäßige Mischer Pitch -> Heck eh ausgeschalten? Der ist nämlich standardmäßig auf 30% und macht jeden HH Kreisel damit unfliegbar...

ODER, das allseits bekannte HK Problem:
Die HK Heli Kits sind zwar gut und um Welten besser als ihr Ruf, aber nach wie vor kann man Blattlager-, Haupt- und Heckrotorwelle vergessen. Auch wenn die augenscheinlich in Ordnung sind (an einen Messchieber legen, gegen das Licht schaun und die Welle dabei drehen) haben die mal gerne einen Schlag weg.
Vibrationen dadurch können sich durchaus in einem herumzicken des Kreiselsystems bemerkbar machen. Tauscht man diese drei Wellen aht man meist einen neuen Heli...

WalterH
21.08.2012, 14:44
Ich bin da kein Spezialist aber vielleicht hilfts dennoch.
Stimmen die Werte für die Servo Wiederholfrequenz (20ms ?) deiner Anlage mit dem überein, was Dein Gyro erwartet?
Cheers
Walter

MJK
21.08.2012, 16:29
Danke für Eure Ideen!

@Empfindlichkeiten einstellen: Ja, habe schon alles probiert.

@Fernsteuerung Graupner: Es ist zwar keine Graupner, doch Heck habe ich bei Pitch bei beiden Helis nicht beigemischt.

@Governor: könnte nur beim 600er ev. eine Rolle spielen da ich noch keinen anderen regler probiert habe. Beim 250er hat mein Regler einwandfrei mit den Paddeln funktioniert.

@Wellen und Lager: naja, ich könnte ich schon alles tauschen, aber eigentlich läuft alles recht rund ohne Vibrationen (meine Einschätzung - vielleicht bin ich hier zu naiv). Auch die Rotorblätter habe ich beim 250er bereits getauscht. alles so weit fein (wieder meine Einschätzung ;-) )

@Wiederholfrequenz: das kann man einstellen? Beim Microbeast habe ich bisher nur das einstellen der Ansteuerfrequenz gefunden und liegt bei mir bei 50Hz. Sollte passen. Beim 600er hatte ich schon 2 unterschiedliche Servos im Heck ohne "Besserung"

Schorch
21.08.2012, 18:16
Die Mütter aller Heckprobleme sind meist 2 Dinge:

- unsaubere Heckeinstellung
- Vibrationen, auch ganz feine

Der GP-780 hat nicht zu Unrecht den Ruf, eine Zimtzicke zu sein. Vibrationen die man nicht sieht, aber als leichtes "brummen" am Heckrohr spüren kann, können diesen Gyro bereits aus dem Tritt bringen. Das Gyrosystem vom µBeast ist übrigens auch nicht ganz so unempfindlich auf Vibrationen. Aber die Vibrationen kann man in den Griff bekommen. Zuerst einmal: hast du Paddel und Heckrotorblätter mit einer Feinwaage bzw. Goldwaage ausgewogen? Das ist sehr wichtig, da hier bei geringen Unterschieden feine Vibrationen entstehen, die einen modernen Gyro stören können. Auch den HK-401B kann man im HH-Modus damit gewaltig aus dem Tritt bringen, bis hin zum ansteuern des Servos auf Endanschlag - mit entsprechenden Folgen.

Also erstmal Vibrationsbeseitigung betreiben. Dann den Gyro richtig lagern, bei mir haben sich 2 Lagen Tesa Montageband für Spiegel mit einer Metallplatte dazwischen beim GP-780 bewährt. Der zickt bei mir auf dem Belt CP V2 kein bißchen rum. Im Schwebeflug sollte der Heckrotor bei Neutralstellung bereits das Drehmoment ausgleichen können, ohne das der Gyro eingreift, dann ist die Heckeinstellung schon fast geschafft. Das erfliege ich immer im Normal-Modus mit ganz geringer Gyrowirkung. Danach kann ich in beiden Modi die maximale Wirkung erfliegen und gehe dann zwischen 3 und 5 % runter, damit bei plötzlichen Böen das Heck nicht zum hin und her schlagen animiert wird. Und das war´s dann auch schon, damit fliegen meine Helis, ich kann im Flug zwischen den Modi umschalten soviel ich will, das Heck hält.

Ganz wichtig: der Heckrotor muß sich ohne Servo vom Gestänge aus superleicht bewegen lassen, klemmen darf da rein gar nix. Eine schwergängige Kugelpfanne genügt und das Heck ist kaum ruhig zu bekommen. Bei meinen HK-Helis nehme ich grundsätzlich Align Kugelpfannen, die sind deutlich besser als die beiliegenden. Leider mußte ich auch schon öfter Gestänge mit austauschen, weil die bei den HK´s etwas zu dünn waren und die Align Kugelpfannen sich da einfach draufschieben lassen. Rotorwellen checke ich, indem ich sie auf einer Glasplatte rollen lasse. Lager mußte ich bisher nur selten tauschen, Getriebe hauptsächlich beim 600er. Dort waren bisher auch die meisten krummen Rotorwellen zu finden. Ingesamt fliegen meine HK-Helis und die eines Freundes mit moderaten Drehzahlen und nur wenigen Tauschteilen sehr zuverlässig. Bei manchen Helis habe ich nur die Kugelpfannen getauscht, der Rest ist original HK.

Wichtig bei HK-Helis allgemein: Endkontrolle ist Kundensache! Ich nehme grundsätzlich jeden vormontierten Heli (auch Align) komplett auseinander und baue ihn akkurat selbst neu auf. Mit einem Lötkolben werden gesicherte Schrauben zuverlässig gelöst, bis sie sich leicht rausdrehen lassen, ohne daß das etwas weichere Material ruiniert wird. Dann kommt bei der Neumontage mittelfeste Schraubensicherung nur dorthin, wo sie hingehört, nämlich an Schrauben in Metall. Und Fett (technische Vaseline) an die Dämpfungsgummis und Drucklager der Blatthalter. Sorgfältig aufgebaut, halten diese günstigen Helis meinen Beanspruchungen im Rundflug mit leichten Turneinlagen lange Zeit zuverlässig stand.

Noch ein Tip zum HK-600 GT: Landegestell komplett gegen das vom Thunder Tiger Raptor wechseln, das ist wesentlich haltbarer und paßt meiner Meinung nach auch besser zum Heli. Und die Paddel auch vom Raptor nehmen, die passen super und du hast bei niedrigeren Drehzahlen noch gute Steuerwirkung. So kann man den 600er schon ab 1400 Umdrehungen mit Helitec S-Schlag Blättern fliegen, er verbraucht dabei deutlich weniger Strom als wenn man ihn ordentlich drehen läßt.

MJK
21.08.2012, 20:22
Tja, diese Vibrationen ... ;-)

Ich habe mich nun meinem 250er angenommen und noch einmal so gut als mir möglich überarbeitet. Das Heck leichtgängigst gemacht, die Rotorblätter nachgewogen (beide 11g), die Heckrotorblätter kann ich nicht wiegen, beide unter 1g, die (neue) Hauptrotorwelle dennoch getauscht, den 1A-Spurlauf kontrolliert, ... keine Besserung/Änderung.

Ok, ein minimales Vibriren wenn ich meinen Finger aufs Heckrohr lege kann ich feststellen, aber möge der den ersten Stein werfen dessen 250er Röhrchen nicht etwas zittert ;-)) ... Ich kann, oder besser möchte mir nicht vorstellen dass das microbeast soooo sensibel ist, denn dann wäre es so gut wie unbrauchbar, .. aber das glaube ich eh nicht. Ich bin überzeugt dass es ein geniales Teil ist. Übrigens mit einem HK GA-250 Mini Gyro hat das selbe Heck einwandfrei funktioniert.

Ich habe auch bereits mal das Microbeast mit Doppelklebeband/5mm Schaumstoff/Doppelklebeband befestigt um "harte" Vibrationen "absolut"? fern zu halten. Es hat genau so geschwungen.

Meine Ursachenforschung muß also noch weiter gehen :cry:

Schorch
21.08.2012, 23:27
Auf der Taumelscheibe gibt es keine Probleme mit der Stabilität? Dann können wir Vibrationen abhaken und uns auf die Einstellung des Heckgyros im µBeast widmen. Da gibt es nämlich "viel zuviel" zu verstellen. Ich sage nur DMA. Setz diese ganzen Ausgleichs-und Kompensationseinstellungen mal auf Null zurück und probiere es damit. Zumindest im Normal-Modus muß das Heck irgendwann mal ruhig stehen, denn das µBeast ist wirklich nicht schlecht. Halt nur manchmal etwas zickig. Das ist allerdings der Assan GA-250 auch, und mit dem hat´s doch funktioniert. Also: pack den einfach wieder so drauf wie früher und versuch´s damit, laß das µBeast nur die Taumelscheibe stabilisieren. Wedelt der Heli dann immer noch mit dem Schwänzchen, bau das alte Heckservo wieder ein. Superschnelle Heckservos können manchmal eine echte Plage sein, wie ich selbst schon erleben durfte. Funktioniert das Heck mit dem GA-250 wieder, probier nochmal den Heckgyro vom µBeast.

Damit bist du erstmal einige Stunden beschäftigt, so können wir den Fehler langsam einkreisen. Irgendwann muß es besser werden, spätestens mit dem GA-250 und dem alten Heckservo.

MJK
22.08.2012, 07:56
.... Irgendwann muß es besser werden, spätestens mit dem GA-250 und dem alten Heckservo.

:p .. das habe ich mir auch schon überlegt und werde es nach dem kommenden Wochenende ausprobieren (denn es stimmt, .. da bin ich ein paar Stunden beschäftigt ;) )

Zuvor werde ich noch das mit dem DMA? und dem "Nullstellen" probieren .. sobald ich rausgefunden habe was Du damit meinst ;)

Schorch
22.08.2012, 11:12
Das µBeast hat einige Einstelloptionen für den Heckrotor wie Drehmomentausgleich bei Pitch, um beim 3D-Gezappel das Heck ruhig zu halten. Diese Einstellungen sind im Handbuch gut beschrieben und sollten für die Einstellflüge deaktiviert werden.

vlk
22.08.2012, 17:12
Wie groß ist der Abstand der Kugel zur Mitte am Heckservo?

Bisher hatte sich herausgestellt, das ein Abstand von sagen wir mal über 5mm zum Pendeln führt!
Ganz weg wirst Du es vielleicht nicht wegbekommen!

Mache doch mal ein Foto und nenne das Maß!

Und das Servo selbst ist auch wichtig, habe wegen der Größe des Robbe 555 Speed mal ein FS 61 BB Speed Carbon versucht, das ging überhaupt nicht!

In der Beziehung scheint der 250, bei mir ein Align 250se sehr empfindlich zu sein!

MJK
28.08.2012, 18:44
Vielen Dank für Eure Tipps! sie haben mir geholfen und "Mut" gemacht den Fehler weiter zu suchen.

Nun wird es peinlich, .. aber das Rätsel beim 250er ist nun gelöst. Es war doch die Heckmechanik :rolleyes:

Ich habe schon wirklich viel versucht, wieder das alte Servo und wieder alle möglichen Einstellungen des Beast etc., doch (nun eh klar) nichts hat zum Erfolg geführt.
Am Schluß dachte ich dass es vielleicht doch an Vibrationen des Rotorkopfes läge und wollte schon fast "aufgeben" denn soo fein kann ich gar nicht arbeiten dass nicht irgendwo was zu spüren ist. Ein letzter Test an der Heckmechanik hat mir gezeigt, dass es minimal hakt. Dem bin ich nachgegangen und habe ein Schräubchen gefunden welches sich leicht gelöst hat (das womit man den Blatthalter an den Heck-Blattwelle befestigt). Mit ganz feinem justieren und einem Tröpfchen Öl habe ich es dann doch hinbekommen dass das Heck nun nicht mehr pendelt .. zumindest jetzt mit meinem alten Analogservo ;) . Die Empfindlichkeit der Heckeinstellung ist dennoch auf minimal gestellt, doch ich kann nun endlich ruhig schweben (zum fliegen bin ich noch nicht gekommen - Garten zu klein)

Also das Beast ist empfindlicher als mein alter Gyro (oder sagt man altes Gyro?), aber das ist ja nichts schlechtes.

Ich denke sobald mein 250er nun endlich eingestellt ist werde ich mir auch mal die Heckmechanik des 600ers genauer ansehen und mit meinem neuen Wissen überprüfen :) (obwohl, hier habe ich gerade die Heckmechanik überprüft ... läuft super fein ohne zu hake,n klemmen, schleifen etc. .. wird also an was anderem liegen)

MJK
05.09.2012, 20:13
Wie groß ist der Abstand der Kugel zur Mitte am Heckservo?

Bisher hatte sich herausgestellt, das ein Abstand von sagen wir mal über 5mm zum Pendeln führt!
Ganz weg wirst Du es vielleicht nicht wegbekommen!

Mache doch mal ein Foto und nenne das Maß!

Und das Servo selbst ist auch wichtig, habe wegen der Größe des Robbe 555 Speed mal ein FS 61 BB Speed Carbon versucht, das ging überhaupt nicht!

In der Beziehung scheint der 250, bei mir ein Align 250se sehr empfindlich zu sein!

Meinst Du die Servoarm-Länge? .. also das wäre bei mir am 3. Loch mit 8mm. Ich könnte die Kugel auch noch am 2. Loch mit 6mm montieren, das innerste Loch mit 4mm ist etwas zu eng für meine Kugelköpfe denke ich.

vlk
05.09.2012, 20:48
Ist Dein Problem nicht gelöst?

Ja, ich meine die Servoarm-Länge!
Benutzt Du da eine Kugel? Dann kannst Du auch ins innerste Loch!

MJK
06.09.2012, 09:14
Ist Dein Problem nicht gelöst?

Ja, ich meine die Servoarm-Länge!
Benutzt Du da eine Kugel? Dann kannst Du auch ins innerste Loch!

Bedingt gelöst! Der kleine Heli ist noch immer seeehr empfindlich und zappelig. Doch mit dem Versetzen der Kugel habe ich nun die Empfindlichkeitsstufe von der geringsten auf die dritt-geringste bekommen. Wieder ein kleiner Teilerfolg - Danke! Hätte nicht gedacht dass man die Kugel ganz nach innen setzen "kann".
Nun ist es so, dass bei stufe 1 und 2 der Heli bereits wegdriftet (bzw. dreht) und bei Stufe 3 gerade mal so geht und bei Stufe 4 wieder zappelt. Mir sagt ddies, dass das Heck mechanisch noch nicht exakt passt.

Ich werde nun die komplette Heckmechanik noch tauschen (bisher habe ich sie nur überarbeitet) und hoffe damit noch mehr Ruhe zu bekommen.

vlk
07.09.2012, 13:47
Was meinst Du mit Stufen?
Hast Du das Heck im Normalmodus am Gestänge getrimmt?

MJK
07.09.2012, 15:30
Was meinst Du mit Stufen?
Hast Du das Heck im Normalmodus am Gestänge getrimmt?

Die Heckempfindlichkeit wird am Microbeast mit den LEDs A,B,C,... angezeigt. Ich meinte somit Stufe A, B, ...

Jetzt muß ich fragen: Was meinst Du mit am Gestänge getrimmt?

:p

vlk
07.09.2012, 18:16
Für den Anfang wird aber F oder G empfohlen!
Schalte den Kreisel auf Normalmod = LED Violett, Knüppel genau in Mitte und überprüfen ob der Heckservohebel genau im rechten Winkel zum Gestänge ist!
Jetzt versuche vorsichtig abzuheben und mit dem Heckknüppel das Heck geradehalten!
Die Drift stellst Du am Gestänge ein, bis der Heli beim Schweben nicht mehr wegdreht oder 1/2 Umdrehung am Gelenk das Gegenteil ergibt!

Danach die Ausschläge im Beast korrigieren, damit die Schiebehülse nicht anschlägt!
Ab jetzt kannst Du wieder im HH Modus fliegen!

Es gibt auch noch eine andere Methode!

Knüppel bei Normal in Mitte, Gestänge so verstellen das die Schiebehülse nach beiden Seite gleich viel Weg hat, also in die Mitte stellen!
Allerdings kannst Du dann meist nicht im Normalmodus fliegen, da der Heli wegdrehen würde!

Aber Pendeln bekommst Du dadurch nicht weg!

Wie sieht es bei Dir mit der Heckrotorwelle aus, lässt die sich axial bewegen? Ziehe und drücke sie mal und schaue ob sich dabei das Riemenrad seitlich bewegt!

MJK
07.09.2012, 19:22
Hi!

Danke! Am Heck war eine Umdrehung am Gestänge notwendig damit die Drift im Normalmodus ganz weg ist. Die Gestänge sind schön mittig. Die Ausschläge habe ich brav korrigiert obwohl fast nichts notwendig war ;)

Axial lässt sich nichts bewegen. Alles gut. Der Schiebehülse und den beiden Armen/Gestänge zu den Heckrotorblättern traue ich allerdings nicht zu 100%

Ich habe einmal in einem Video gesehen wie man einen Haupt-Rotorkopf und die Rotorblätter für einen 600er zentriert und wuchtet. Sehr präzise alles.
Ich würde auch gerne mein Heck beim 250er ganz perfekt zentrieren und wuchten, allerdings ... was gibt es da für Möglichkeiten bei so kleinen Bauteilen? Meine Waage kann nur aufs Gramm genau und nicht drunter.

Gibt es da auch gute Videos/Tutorials?

Zwei weitere Fragen drängen sich mir beim Thema Pendeln und Vibrationen auf:

Wie konrolliere ich das Zahnflankenspiel bei 250, 450 und 600?

Was kontrolliere ich die richtige Riemenspannung bei 250 und 600?

vlk
07.09.2012, 20:13
Bei Vibrationen kann ich Dir helfen, nur jeder für sich selbst muss entscheiden ob es ihm zu gefährlich ist!

Zunächst lässt Du ohne Haupt und Heckblätter die Drehzahl ganz langsam hochlaufen und wieder ganz langsam zurück!
Dabei hältst Du den Heli von hinten unten am Chassis mit einer Hand in der Luft und beobachtest dabei den Steuerdraht für das Heck!

Sind irgendwo Vibrationen, wird der Draht aufschwingen!

Bei einem Heli mit Paddelkopf muss dieser auch abgebaut werden!
Fährt man jetzt die Drehzahl langsam hoch und runter, wird fast 100% kein Aufschwingen des Draht zu sehen sein, wenn doch, Wellen überprüfen!

Jetzt die Heckblätter drauf und wieder testen, sind Schwingungen am Draht zu sehen, auf ein Blatt etwas Tesa kleben und testen!
Ist es schlechter, anderes Blatt bekleben, ist es besser, mehr oder weniger Tesa versuchen!
Bei meinem 250se schwingt danach nichts!
Aber Achtung, je nach Einstellung wird das Heck versuchen wegzudrehen, weshalb ich das nur im HH Modus mache und immer den Heli hochhalten!

Bei einem Heli mit Paddel müsste die Paddeleinstellung überprüft werden, wie das geht, kann ich erklären wenn es sich um einen Paddelheli handelt!
Ist bei der Paddel alles Topp, aber der Draht schwingt auf, klebt man einfach einen Streifen auf ein Paddel und schaut genau wie schon beim Heck erklärt auf den Steuerdraht!

So kann man auch mit den Hauptblättern vorgehen, aber da am besten beim Schweben!

Zum Zahnflankenspiel!
Einfach so dicht ran, das wenn Du die Motorglocke mit am Chassis abgestützter Hand festhältst, am Hauptrad geringes Spiel feststellst!
Jetzt das Hauptrad ein Stück weiterdrehen und wieder Prüfen, so lange bis Du die engste Stelle gefunden und markiert hast!
An der engsten Stelle wird jetzt das Spiel eingestellt, so das das Hauptrad fast kein fühlbares Spiel hat, man aber die Bewegung zwischen den Zahnräder sehen kann!
Von Papier zum einstellen halte ich nichts!

Riemenspannung kann man schwer erklären!
Beim 250er gehe ich mit einem kleinen Schraubendreher zwischen Abtriebsriemenrad und Heckrohr und drücke den Riemen von außen nach innen!
Hier kann ich ohne Gewalt den Abstand zur gegenüberliegenden Seite ca. 1/4 bis 1/3 verkleinern!

Beim Logo 500 mit den kleinen Finger auf der rechten Seite hinter dem Riemenrad ein paar mm ohne Kraftaufwand!

MJK
07.09.2012, 20:47
Hi Sigi!

Danke! Ich habe mit Freude und Interesse Deine ausführliche Nachricht gelesen! und werde gleich morgen mal nach Deinem Plan die Helis auf Vibrationen Prüfen :-)

Das mit dem Zahnrad und der "engsten Stelle" leuchtet mir ein, doch bedeutet das dann nicht das das Zahnrad unrund ist wenn es eine engste Stelle gibt?

vlk
08.09.2012, 09:38
Ja, leider, aber da die Räder aus Kunststoff gespritzt sind geht das scheinbar nicht besser oder wäre zu teuer!
Je nach Hersteller gibt es aber welche wo nur der Zahnkranz selbst aus Kunststoff ist, der Rest aus ALU!

Dann gibt es noch die Möglichkeit bei geschraubter Nabe, diese im Rad zu versetzen um eine günstigere Stelle zu finden!
Ist der Schlag nicht all zu groß, auch Seitenschlag, mache Dir da keine Gedanken, einstellen und fliegen gehen!

MJK
08.09.2012, 10:30
So, nun habe ich meinen 250er geprüft und kann glücklicher Weise kein Aufschwingen feststellen. Ein mimimales Vibrieren kann ich aber in der Hand spüren wenn ich den Heli halte. Meiner Meinung nach läuft aber alles so weit rund, wenngleich der 250er kein Vorführmodell mit 100%iger Präzision ist.
Er schwebt nun auch schon recht fein ohne zu pendeln. Auf F oder G komme ich allerdings noch nicht. Bin gespannt ob die neue Heckanlenkung dann was daran ändert.

MJK
27.10.2012, 16:09
http://www.smilies.4-user.de/include/Schilder/smilie_a_015.gif (http://www.smilies.4-user.de)

Nach vielen Stunden in der Werkstatt, viel Recherche und Messungen stellt sich bei allen meinen Helis heraus, dass das Pendeln von unwuchtigen Motoren und nicht genügend dynamisch gewuchteten Heckblättern herrührt.

Auf die Motoren bin ich nur mit Hilfe der Frequenzanalyse vom VStabi gekommen. Genau die Motorfrequenz/Drehzahl hat immer am meisten Spitzen verursacht.
Da ich nicht 3 VStabis Pro für meine 3 Helis habe, bin ich bei den anderen Motoren mit Hilfe eines Vibrations-Apps für mein Handy zu Leibe gerückt. Mit dem konnte ich dann ganz gut die Motoren außerhalb der Helis wuchten.

Meine Rotorblätter sind zwar statisch alle gewuchtet und ausgewogen, aber dynamisch war immer noch Handlungsbedarf. Auch hier ist das Handy mit dem Vibrations-App sehr hilfreich.

Ich hätte nicht gedacht, dass es hier derart präzise zugeht, doch komme ich nun schön langsam in das Vergnügen mit sauber laufenden Helis zu fliegen :)

Danke für Eure Hilfe und Tipps! Falls jemand noch etwas genaueres von meinen Analysen und Fehlerbehebung wissen will, bitte einfach fragen.