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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schaumveredelung -einfach und wirksam



jürgi
14.09.2012, 14:08
In einem anderen Fred hatte ich das Thema kurz angerissen und es wurde mehrmals per mail nachgefragt. Anhand meiner Airmacchi MB 339 habe ich diese Methode erstmals selbst ausprobiert. Ein Vereinskollege hat diese Veredelungsart für sich entdeckt und nun machen es viele nach. Bei uns im Verein gibt es ja keine Berührungsängste bezgl. Schaummodelle, selbst unsere Kerosin und EDF-GFK Kollegen tauchen häufig mit Schaummodellen auf. Nun weiß man ja, daß die Schaummodelle nur eine geringe Habwertzeit bezgl. schönes Aussehen haben. Die Griff-und Transportabnutzungen sind nach kurzer Zeit unübersehbar. Beglasen ist ein hoher Aufwand und bei EPO geht es sowieso nicht. Mit unserer Methode bekommt man natürlich keinen GFK-Jet, aber eine harte und hochglänzende Oberfläche mit enormer Haltbarkeit -der Jet bleibt für lange Zeit schön.
Anleitung: In jedem Baumarkt gibt es (meist Hausmarke) "Wasserlack" transparent. Nicht in der Sprüdose, sondern zum Verstreichen. In meinem Fall noch nicht einmal hochglänzend, sondern seidenmatt. Das ist jedoch sekundär, denn der Wasserlack ist ja nur eine Trägerschutzschicht. Mit einem breiten Pinsel aufgetragen sieht man zunächst leichte Pinselstreifen, die sich dann später verflüchtigen. Ich habe abends angefangen die Oberseiten Flügel und Rumpf zu streichen -in 30 Min. erledigt. Am nächsten Tag die restlichen Arbeiten unten durchgeführt. Warten bis alles trocken ist und dann die Agregate (Impeller, Regler,Stecker usw.) abkleben.
Der Rest ist einfach erklärt. Zunächst mit dem scharfen Acryllack nur einnebeln und schauen ob alles dicht ist und nichts angeknabbert wird. Dann eine gleichmäßige höchglänzende Lackschicht aufbringen. Bei den Flügelunterseiten reicht meist nur einnebeln um Gewicht zu sparen. Der Wasserlack ist sehr ergiebig, ich habe für den relativ großen Jet nur 2 cm aus der 375 ml Dose verbraucht. Die 400 ml Acryldose habe ich zu dreiviertel versprüht. Man kann auch alles verbraten -dann wirds noch schöner. Insgesammt habe ich nun 120 g Mehrgewicht gegenüber der unlackierten Version. Kein Problem für den großen Vogel -er wiegt nun leicht über 3 kg und hat mit 6 S 5300 Gens ace und Midifan mit HET 2100 KV einen Standschub von 3,1 kg- das macht sich gut.
Beste Grüße
Jürgen

Andromepat
14.09.2012, 14:57
In jedem Baumarkt gibt es (meist Hausmarke) "Wasserlack" transparent.
Du glaubst garnicht, dass ich erst im dritten Baumarkt so etwas gefunden habe. War übrigens auch ein Obi. Entweder gibts das in den anderen wirklich nicht, oder das "Fachpersonal" hat einfach keine Ahnung über den Bestand.

jürgi
14.09.2012, 15:38
Du glaubst garnicht, dass ich erst im dritten Baumarkt so etwas gefunden habe. War übrigens auch ein Obi. Entweder gibts das in den anderen wirklich nicht, oder das "Fachpersonal" hat einfach keine Ahnung über den Bestand.

Man muß schon genau hinschauen und lesen -sonst wird das nichts. Wenn man vom Personal endlich mal jemanden findet -hat der garantiert keine Ahnung. Aber wer sucht, der findet auch!
Gruß
Jürgen
Ps.da wo der Wasserlack aufgetragen wird ,muß auf jeden Fall mindestens ein Acrylnebel drauf. Der Wasserlack allein hat den Hang immer klebrig zu sein, besonders bei hoher Luffeuchtigkeit.

nsx
14.09.2012, 16:32
Hallöle!

Gleiches Ergebnis bei selbiger Verarbeitung mit härterer Oberfläche mit wasserlößlichem Parkettlack;o)

Gruß!

Andreas

nsx
14.09.2012, 16:42
Ganz vergessen!
@ Jürgi

Bugfahrwerksbein bis ca 5mm über der Imbusschraube die die Feder hält kürzen das deine MB nicht mehr so viel Anstellung hat,da neigt die MB wesentlich weniger zum springen bei einer schnelleren Landung. Da ist zumindest die Erfahrung die mein Kollege und ich mit unseren MB's gemacht haben.

Gruß!

Andreas

jürgi
14.09.2012, 16:53
Ganz vergessen!
@ Jürgi

Bugfahrwerksbein bis ca 5mm über der Imbusschraube die die Feder hält kürzen das deine MB nicht mehr so viel Anstellung hat,da neigt die MB wesentlich weniger zum springen bei einer schnelleren Landung. Da ist zumindest die Erfahrung die mein Kollege und ich mit unseren MB's gemacht haben.

Gruß!

Andreas

Danke Andreas,
mach ich doch glatt. Morgen ist Erstflug.
Gruß
Jürgen
Ps.die Eurokit Federschwingen sind etwas zu hart für das 3 kg Leichtgewicht -da sollten weichere Federn rein.

WeMoTec
14.09.2012, 18:09
Die Federn sind bei 3 kg eigentlich optimal, nur die Meinungen gehen da weit auseinander. :D
Ne im Ernst, ein und die selbe Feder hat schon Kommentare hervorgerufen von "zu hart, die federt nicht" bis zu "weich und völlig unbrauchbar".
Faustformel: Die Feder sollte sich im Stand gerade nicht oder nur ganz leicht dehnen. Wenn eine Dehnung schon sichtbar ist, ist die Feder zu weich.

Oliver

GerhardP
14.09.2012, 18:26
Was auch sehr gut funktioniert ist Safe-coat (http://www.step-four.at/hp2/index.php?action=2896) von Stepfour. Wird einfach mit dem Pinsel aufgetragen. Das Modell schaut dann schrecklich aus, weil nach einiger Zeit weiße Streifen bleiben. Dann keine Panik und über Nacht rocknen lassen. Am nächsten Tag hat man ein wunderbar glatte Oberfläche in etwa Seidenmatt.

Andromepat
14.09.2012, 21:23
Man muß schon genau hinschauen und lesen -sonst wird das nichts. Wenn man vom Personal endlich mal jemanden findet -hat der garantiert keine Ahnung. Aber wer sucht, der findet auch!Ich betrachte das mal nicht als Unterstellung unterlassener Recherche im Markt und sage dir: Bei den Lacken stand es definitiv nicht. Ist ja auch wurst, im Obi gabs das nicht nur, der Verkäufer konnte mich sogar kompetenter dazu beraten, als ich es erwartet hätte. Und außerdem gibts dort auch farbige Lacke auf Wasserbasis.


Was auch sehr gut funktioniert ist Safe-coat (http://www.step-four.at/hp2/index.php?action=2896) von Stepfour. Wird einfach mit dem Pinsel aufgetragen. Das Modell schaut dann schrecklich aus, weil nach einiger Zeit weiße Streifen bleiben. Dann keine Panik und über Nacht rocknen lassen. Am nächsten Tag hat man ein wunderbar glatte Oberfläche in etwa Seidenmatt. Der Preis ist schon heftig, gibts Vorteile gegenüber Jürgens Lösung?

jürgi
14.09.2012, 21:31
Nicht nur wegen dem Design (Netherland) -sondern auch wg. Flugeigenschaften. Diese Langxiang F-16 mit ca. 90 cm Spann ist ein Geheimtip. Die Maschine von meinem Vereinskollegen lässt keine Wünsche offen.
Mit angelenkten Querrudern und Tailerons fliegt sie ohne Vector alle erdenklichen Flugmanöver. Wohlgemerkt im Schritttempo! Hoovern in Cobra und auf den Strahl stellen ist alles im Programm. Bei full speed geht sie ein Höllentempo. Ausgerüstet mit 4 S 2500er Lipo und dem (80 A) Schweißbrenner von ARC 48-1 im Minifan geht sie mit Schub fast 1 zu 2. Mit unserer zuvor beschriebenen Veredelung erreicht diese F-16 fast GFK-Qualitäten und wiegt flugfertig nur 1050 g. Herz was wills Du mehr!
Gruß
Jürgen
Ps. egal ob Obi-Wasserlack oder Parketwasserlack -eine Acryllackierung zum Abschluß gehört unbedingt darauf

GerhardP
14.09.2012, 21:49
Der Vorteil von safe-coat ist dass es nur einmal mit dem Pinsel aufgetragen werden muss. Die Lösung von Jürgi ist natürlich High-End. Für kleinere Modelle möchte man sich den Aufwand vielleicht nicht antun. Meine kleine Rafale von FMS und die Bae Hawk, sowie die L-39 von Flyfly habe ich so beschichtet und der Zeitaufwand war sehr gering. Ich würde sagen beide Methoden sind super.

jürgi
15.09.2012, 09:42
Gehört nicht ganz hierher-aber es gab eine Nachfrage. Dieses Design wird derzeit nicht angeboten. Aber in grau ist sie nackt z.Z für 100 Euro zu haben. Mit Minifan und 2 W 18 geht sie perfekt! Auf Seitenruder (keine Anströmung) und Vector kann man leicht verzichten. Die Maschine von meinem Kollegen wurde im Ducteinlauf und Griffbereich mit Matte verstärkt. Ausserdem unter dem Flügel auf jeder Seite ein 5 cm Langloch als Cheaterhole (zu wenig Luft im Schritttempo). Ohne großen Aufwand kann man leicht eine Tigermeet produzieren und mit unserer Veredelung erhält man einen 1. Klasse Hingucker!
Gruß
Jürgen

P300 Pilot
15.09.2012, 10:21
Danke für diese Hinweise - wenn ich es richtig verstanden habe: komplett mit pinsel wasserklarlack oder parkettlack (wasserbasis) streichen, anschliessend mit Acryl Lack hochglanz spritzen. Wie ist es mit Dekorbogen (vorher oder nachher anbringen)?
Es geht um meinen Tucano der Firma Novaflight (gleiche Firma wie vom Viper Jet EDF).

Danke für eine Rückmeldung

Cees Smit

jürgi
15.09.2012, 10:52
Wasserklarlack schön mit breiten Pinsel porentief aufstreichen und gut trocknen lassen. Mit dem scharfen Acyllack erst nur einnebeln und trocknen lassen (10 Min). Genau untersuchen ob alles dicht ist. Falls nicht-nochmal mit Wasserlack nachbessern. Decore wie man will. Ich habe meine Decalls zuerst aufgebracht und dann später mitlackiert.
Gruß
Jürgen

LowPass
15.09.2012, 10:53
Ich würde ihn vorher aufbringen, da er dann mit versiegelt ist und es sieht besser aus.


Gehört nicht ganz hierher-aber es gab eine Nachfrage. Dieses Design wird derzeit nicht angeboten.

http://www.aero-tech.ch/de/giant-f16-falcon-edf70mm-kit-p-1266.html

Gruß Frank;)

jürgi
15.09.2012, 11:10
Danke Frank,
für den Hinweis. Bei dem Preis (nackt) ist die graue eine gute Alternative. Für Tigermeet gibt es reichlich Designvarianten und ist leicht machbar.
Gruß
Jürgen
Ps. Fahrwerk uninteressant-steigt senkrecht aus der Hand

LowPass
15.09.2012, 13:41
Oder sonst bei HET gleich mit 2W20 für 113.- Euro, der Preis ist natürlich Hammer!:D

http://www.highendrc.com/index_eproduct_view.php?products_id=291

Gruß;)

schaumschlaeger
15.09.2012, 14:43
Oder sonst bei HET gleich mit 2W20 für 113.- Euro, der Preis ist natürlich Hammer!:D

http://www.highendrc.com/index_eproduct_view.php?products_id=291

Gruß;)

Hab reingeschaut, mit den extremen Versandkosten plus 20% EUSt plus womöglich Zoll relativiert sich das alles - wo gibt es ihn um 100 in Europa mit zivilem Versand?

Vergleichsweise günstig ist die RC Lander F-16 bei RC Castle derzeit (Euro als Währung nehmen), 60 für den Flieger, und ca. 28 Versand, das wir dann inkl Steuer nicht
viel mehr als 100 Euro - als Kit ohne alles

http://rc-castle.com/shop/product_info.php?currency=EUR&products_id=2337

Wie gut ist die RC Lander im Vergleich zur LanXiang (außer dass sie kleiner ist)? Material ist ja auch bei Lander, entgegen den ganzen Angaben, dichtes Styro und nicht EPO...
Überzug mit Parkettlack sollte gehen, unten beim Einlass zusätzlich Gewebe oder Japanpapier, das geht doch auch mit Parkettlack, oder?

Gruß
Clemens

jürgi
15.09.2012, 15:22
Gibts bei Fa Gräser http://www.flugzeug-modellbau.com/flugzeug-modellbau-shop/Flugzeuge/Impeller/Lanxiang-F16-Falcon-ARF-Impellerjet-Scale-mit-Einziehfahrwerk--1.html Haben wir allerdings schon für unter 100 Euro gesehen z.B ebay. Nein -die "Lander" F-16 ist absolut kein Vergleich! Sie ist nicht nur kleiner, sondern das Lander Material auch schwerer. Die unvergleichlichen Flugeigenschaften der Lanxiang erreicht man durch die Kopplung der Querruder mit den Tailerons. Ein Kollege hat das mit 4 Servos und elektronisch gemacht. Ein anderer Vereinskollege hat die Original Verbundanlenkungen genommen -dann reichen für die komplette Maschine 2 Servos völlig aus. Ziel muß sein -Abfluggewicht (einschließlich Veredelung) bei ca. 1000 g. Der 2 W 18 macht ca. 1400 g Standschub mit 4 S. Das reicht dann fürs Hinstellen -der 2 w 20 ist allerdings für die Endlos-Cobra etwas zu schwach!
Gruß
Jürgen

schaumschlaeger
15.09.2012, 16:45
Danke für den Hinweis! Das mit der Kopplung Ailerons - Tailerons (die man ja nicht nur bei der LanXiang verwenden kann, sondern
auch bei Phase3, Lander etc?) verstehe ich nicht:

an meinem AMX Jet (nur 2 Servos) habe ich die Querruder nicht an die Servos gehängt da ja die Querruder (beide gemeinsam,
wie flaps) RAUFgehen wenn man HÖHE gibt, und vice versa. Also genau umgekehrt wie bei snap flaps.

Das bewirkt dass ein Jet wie der AMX in der Kurve stärker absackt - da nehme ich lieber in Kauf dass er (nur mit den Tailerons)
nicht so unheimlich schnell rollt (das finde ich ohnehin komisch und sehr un-scale, bei einem Microjet ist das - für mich - was anderes,
der sieht ja auch nicht aus wie ein echter Jet in dem ein Pilot drinsitzt der gewisse Belastungsgrenzen hat :-)

Nun die Frage: Für bessere Eigenschaften bei Langsamflug (Cobra, high alpha), ist es da besser die Querruder sind nach "snap flap"
mit Höhe gekoppelt und gehen runter wenn das Höhenruder raufgeht, oder so wie man es mit zentralen Querruder - Tailerons
machen kann, also Querruder rauf wenn die Höhenruder runtergehen?

Wie man es mit den Mischern hinbekommt dass Querruder und Tailerons bei QUER in dieselbe Richtung ausschlagen und bei Höhe
genau das Gegenteil machen fällt mir aus dem Stand grade nicht ein, mit Deltamix alleine wird das nicht gehen, oder?

Gruß
Clemens

jürgi
15.09.2012, 20:12
Also die Probleme von Schaumschläer kann ich nicht recht nachvollziehen. Bei uns im Verein sind wir eher für das paktische Modellfliegen ausgerichtet (wir machen auch Decals drauf, die nicht Original sind). Spaß beiseite -Koppelungen bei 4 Servos können die meisten Anlagen z.B über Schalterstellungen realisieren. In den Bildern wird die Originalanlenkung gezeigt. Die läuft über nur zwei Servos und die Hebel sind perfekt abgestimmt. Diese Lanxiang F-16 macht nahezu alle Manöver, eiert nicht rum und fliegt erstklassig. Die Maschine ist gerade erst eingeflogen und bekommt nun eine Tigermeet Lackierung. Natürlich ist anschließende Veredelung Pflicht!
Gruß
Jürgen
Ps. Bild mitte zeigt ein Teil der zusätzlichen Cheaterholes -ohne diese zusätzliche Luftzufuhr geht es nicht gut aufwärts (aus dem Stand).
Und Dualrate und Expo auf einen Schalter ist auch eine Empfehlung!

Hummerfresse
16.09.2012, 07:25
@Jürgi.

das ganze müsste auf DEPRON ja auch gehen, oder?

Jeder kennt das bestimmt. man baut ein Modell / Rumpf aus Depron.
Verkleben z.B. mit Uhu-Por bzw. Styro-Sekundenkleber.
Um die Teile zu fixieren verwende ich teilweise Kreppband bzw. Tesafilm. Dies hinerlässt auf Depron aber immer seine Spuren beim abziehen.
Da dabei immer eine ganz leichte Faserschicht mit abgerissen wird. Wenn ich nun vor dem lackieren mit der Klarlack-Pinsel-Methode drüber gehe und erst dann lackiere, dann müssten diese Stellen doch wieder ausgebessert werden bzw. nach dem lackiere nicht mehr zu sehen sein, oder?

Genau so ist es, wenn man Depron schleift, das sieht dann nach dem lackieren auch anders aus, als die ungeschliffenen Stellen.
Auch hier müsste man doch mehr Gleichmäßigkeit rein bringen mit dem Klarlack?

Bin da für jeden Tipp danbar.

besten Gruß
Manuel

jürgi
16.09.2012, 09:51
Hallo Manuel,
ich denke, der Wasserlack geht auch auf Depron. Kauf doch mal eine kleine Dose und probier es an wenig relewanten Teilen (z.B innen) aus.
Gruß
Jürgen

LowPass
16.09.2012, 10:51
Ich würde mir auch gern eine F-16 zulegen, was meint Ihr denn welche?
Die Lander und die FMS fällt schon mal raus, dann bleibt ja nur noch die Freewing und die Starmax über.

Gruß Frank;)

Hummerfresse
16.09.2012, 20:09
HI Jürgen

alles klar.
mache ich die Tage, wenn ich an nem Obi vorbei komm und gebe dann kurz Rückmeldung hier

Gruß
Manuel

Funflyer 69
17.09.2012, 14:30
Hallo Jürgen,

Du sorgst aber auch dafür, dass Diejenigen, welche sich von Dir Tipps holen, den Baumarktmitarbeitern die Schweißperlen auf die Stirn treiben. ;)

Acrylfarben sind wasserbasierende Farben. Lösungsmittel ist also Wasser. Acrylfarben können meist ohne Vorbehandlung auf jegliches Styro gespritzt/gestrichen werden. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Acrylfarbe

Der von Dir bezeichnete "scharfe" Acryllack ist laut Deinem Foto ein Kunstharzlack. Kunstharz- oder auch Alkydharzlacke aber besitzen tatsächlich Lösungsmittel, die sich nicht mit den meisten Styromaterialien nicht vertragen. Ursprünglich war das sogar mal Alkohol. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Alkydharzlack

Es gibt in den Baumärkten übrigens auch sehr gut deckende Acrylfarben, welche - wegen des Wassers als Lösungsmittel - ohne jegliche Vorbehandlung auf das Styro gespritzt/gestrichen werden können.

Vielleicht lässt es sich mit dieser Richtigstellung ja besser einkaufen...:cool:

Gruss
Sascha

DieterH
17.09.2012, 15:51
Es gibt in den Baumärkten übrigens auch sehr gut deckende Acrylfarben, welche - wegen des Wassers als Lösungsmittel - ohne jegliche Vorbehandlung auf das Styro gespritzt/gestrichen werden können.

Genau - oder mit Vorbehandlung durch eine Leim/Talkum-Grundierung !
Dann geht auch ein Kunstharzlack, der nicht klebrig bleibt und auf dem alle Decals prima halten ! ;)
Gruß
Dieter

Jansi
17.09.2012, 22:00
Ich hab da auch nochmal ne Frage... ich habe den PU Lack von Jepe. Ist der zu vergleichen mit dem Lack aus dem Baumarkt?

Ich habe mal eine Probe von dem Lack auf ein altes Modell (EPS) gestrichen, war aber nicht wirklich begeistert von der Oberflächenhärte.

Jan

Guido Kirsch
27.09.2012, 12:50
Habe mir die OBI Lacke aus dem ersten Post besorgt und das ganze an einem übrigen Bömbchen / Tank einer
HTG L-39 ausprobiert.
Der Wasserlack ließ sich erst flächig und deckend verstreichen nachdem ich das EPO Teil solange mit
Silikonentferner abgerieben habe, bis es eine matte Oberfläche bekommt.
Da war wohl noch zuviel Trennmittel drauf.

Gruß, Guido

jürgi
27.09.2012, 15:39
Sascha (Funflyer) hat mit Recht darauf hingewiesen, dass "Acryllack" irreführend ist. Grundsätzlich ist immer zuerst eine Deckschicht aus "puren Wasserlack" notwendig! Manche Jets sind sehr schön lackiert und haben zudem noch eine leichte glänzende Schicht aufgetragen bekommen. Man darf sich da nicht täuschen -da geht ein agressiver "Kunstharzlack" sofort durch! Es gibt Acyrillack auf "Wasserbasis" und welche mit "Beimischungen" -da sollte man sehr vorsichtig sein und diese keinesfalls direkt auftragen. Wir kennen nur dieses von mir beschriebene System. Also erst Wasserlack und nach ausgiebiger Trocknung dann den hochglänzenden scharfen "Kunstharzlack". Das ergibt eine starke und haltbare hochglänzende Oberfläche. Ob da womöglich anfangs noch Trennmittelreste mit z.B Prielwasser oder womöglich Benzin entfernt werden müssen, sollte man erst prüfen-schaden tut es nicht.
Gruß
Jürgen

SpeedFlap
27.09.2012, 16:27
Daß EPO Trennmittel hat, ist ein Märchen. Immer wieder gehört.

In der Fertigung wird außer Wasserdampf keine weitere Chemikalie eingesetzt. Die Trennmittel-Vermutung liegt an der seidenmatt glänzenden Oberfläche von EPO, die sich beim Drüberreiben wachsig schmierig anfühlt. Die ist ausser den Perlenkanten so glatt, daß auf dem Material kein normaler Lack haftet.
Durch das "Abwaschen von Trennmittel" wird in Wirklichkeit die Oberfläche chemisch angelöst. Diverse Primer bewirken das gleiche.

Da allerdings das Material beim Zusammenbau heftigst abgefingert wird, gelangt wieder jede Menge Hautfett auf die Oberfläche. Das soll natürlich runter.

Claus

Der Schwabe
01.11.2012, 20:21
Hallo zusammen,
ich bau mir gerade eine D.H.100 Vampire von HK zusammen und würde gern die etwas "weiche" Oberfläche des Modells ein wenig "härter" und Schmutzunempfindlicher machen. Nun schreib ihr hier von verschiedenen Produkten auf Wasserbasis verwendet am Schluss aber auch immer einen Kunstharzlack. Müsste eigentlich ein auf Wasserbasis hergestellter Parkettlack nicht schon ausreichen.
z.B. der hier : http://www.clou.de/bau-heimwerker/beratung/produktansicht//l10-aqua-clou-treppen-parkett-versiegelungslack/
Den, soviel ich weiß, verwenden die Schreiner auch nur diesen ohne eine anschliessende Nachbehandlung. Oder, denkt ihr, ist die entstehende Schutzschicht nicht hart genug ?

Scrad
02.11.2012, 01:15
Hallo,

die Geschichte mit den "Wasserlacken" um Schaummodelle etwas wiederstandsfähiger und schöner zu gestalten habe ich und auch viele andere hier schon vor einigen Jahren ausgiebig praktiziert und diverse Methoden getestet.
Da gibts auch schon reichlich uralte Threds wenns um die farbliche Gestaltung diverser Schaumflieger geht.

Da hier anscheinend immer noch etwas Verwirrung herrscht,was,wie und wo am besten zu verwenden/beziehen ist,mal ganz ausführlich und von vorne in allen Einzelheiten und Variationen.

Wem es zu lang ist,einfach weiterscrollen ;)

Um in jedem Baumarkt fündig zu werden einfach von Clou Parkettlack oder Treppenlack auf Wasserbasis verlangen/suchen.Den hat wirklich so gut wie jeder Markt,ist von allen Produkten die ich da so durch habe der beste,aber auch der teuerste.
Die oben beschriebene Eigenart des klebrig bleibens bei Feuchtigkeit kenne ich weder von diesem Produkt,noch von allen anderen die ich je testete :confused:
Muß halt mindestens 24h trocknen und volle Durchhärtung erfolgt erst nach 2-5 Tagen je nach Dicke des Auftrags.Wasser braucht halt seine Zeit um sich zu verflüchtigen,vor allem wenn die Oberfläche schon angetrocknet ist und die darunter liegenden Schichten noch Feuchtigkeit enthalten.

Zuvor muß man die Modelle mal in 2 Gruppen einteilen.Um die große Verwirrung welche mit mittlerweile zig unterschiedlichen Bezeichnungen hervorgerufen wird nicht noch größer zu machen,nenne ich die eine Gruppe mal "Styropor" Flieger und die andere "Elapor" Flieger wie z.B. der Funjet.

Um die beiden Gruppen sicher zu unterscheiden,einfach einen Tropfen Aceton oder auch Nitroverdünnung an unsichtbarer Stelle aufbringen.Styropor löst sich sofort auf,Elapor bleibt völlig unbeeindruckt von dieser Behandlung.Ersteres verträgt auch so gut wie kein Verkleben mit dünnflüssigen Sekundenklebern ohne sich aufzulösen , zweiteres läßt sich perfekt mit diesen CA Klebern verkleben.

Wer sich ein wenig damit beschäftigt hat,unterscheidet die Materialien schon beim anfassen....

Die meisten der großen und billigen Schaumjets sind aus Styropor,mal mehr mal weniger hoch verdichtet.

Und dieses vertragen so gut wie keine Sprühdosen aus dem Baumarkt ohne das mit Wasserlack vorher versiegelt wird.
Ich habe unzählige Dosen verschiedenster Baumärkte/Marken probiert.Egal was draufsteht , auch wenn Acyl/lösemittelfrei usw. ausgewiesen wird,die Baumarktsprühdosen lösen den Kram einfach auf.
Da funktionieren nur die Streichlacke auf Wasserbasis , welche aber meist keine wirklich schönen Oberflächen hervorbringen und recht schwer bleiben auch nach dem abtrocknen.

Die einzigen Sprühdosen die auf Styropor direkt funktionieren sind spezielle aus dem Modellbaubereich wie z.B. Graupner,Krick,Jamara Styro Sprühdosen oder selten zu findende Sprühdosen in Bastelläden womit z.B. auch Stuckimitate aus Styro besprüht werden können.

Diese Lacke sind alle recht teuer,decken schlecht und ergeben keine schönen Oberflächen.Zudem stinken die andersartigen enthaltenen Lösemittel bestialisch wie ich finde, greifen aber Styropor nicht an.

Alle Modelle aus Elapor artigem Material vertragen den direkten Auftrag sämtlicher auf dem Markt erhältlicher Sprühdosen problemlos.Im Gegenteil,je agressiver das Lösemittel,desto besser der Verbund.
Hier muß ich nicht mit Wasserlack vorbehandeln um das Material vor dem Sprühlack zu schützen.Um eine schönere Oberfläche zu erhalten sollte man es aber dennoch tun.

Wie aber schon gesagt wurde,bei Styropor MUß der Wasserlack drunter wenn ich "Baumarktsprühdosen/Autozubehör ect." verwenden will,und zwar nahtlos und absolut dicht.Ein kleines Loch an der Oberfläche durch das der Sprühlack eindringen kann,macht sonst üblen Lochfraß ;)


Zur Vorgehensweise unabhängig vom Schaummaterial:

Vorab schonmal,rollen ist deutlich besser als pinseln ! Wird glatter und verhindert meist den bei einigen Oberflächen auftetenden Abperleffekt.Eine feine Schaumstoffrolle hat sich hier bewährt.


Wird an der Oberfläche vorher geschliffen,um z.B. die oft vorhandenen "Nippel" zu beseitigen,wird der erste Auftrag nach dem abtrocknen recht rau und evtl. etwas fusselig.Hier muß dann mit 300-500 Schleifpapier drübergearbeitet werden um die Rauhigkeiten zu entfernen (mit wenig Druck ohne wieder durchzuschleifen).Danach dann noch mindestens 2 eher 3 mal auftragen und es wird richtig schön glatt.Geschliffen wird aber nur nach dem ersten Auftrag.Immer mindestens 1 Tag warten nach jedem Auftrag,sonst klebts und ist weich bis zäh und läßt sich schlecht schleifen !

Wird an der Oberfläche vor der Behandlung nicht geschliffen , gibts gerade bei Elapor schonmal das Problem,das der Wasserlack beim pinseln gerne etwas abperlt.Besser ist hier generell das Rollen wie oben schon geschrieben.
Geht auch das nicht wirklich gut was bei einigen wenigen Elapor Oberflächen schonmal auftritt,vor dem rollen ein wenig Wasserlack mit der Hand aufreiben bzw. quasi einmassieren.Danach ist jeder Abpereffekt verschwunden.


Auf den Bildern hier im Thread sieht man meist die Struktur des Schaums noch recht deutlich.

Wer auch das noch wegbekommen will sollte mindestens 4-5 Schichten Wasserlack aufbringen und jedesmal danach schleifen bevor der eigentliche Lach aufgesprüht wird.

Reicht auch das nicht,kann bei einer der ersten oder zweiten Schicht der Wasserlack mit Talkum angerührt werden bis er etwas dicker ist.Der füllt dann alle Poren,läßt sich super schleifen, und nach weiteren 1-2 Schichten ohne Talkum ist jegliche Struktur verschwunden.Dann Lack drauf aus der Sprühdose....

Ist alles recht viel Arbeit,aber wers mag......


Aufkleber würde ich nicht vor der Behandlung aufbringen ! Zum einen perlt der Wasserlack gern darauf ab was dann flecken gibt und nicht wirklich gut aussieht,zum anderen sind die meisten dieser Lacke nicht 100% klar und brilliant,so das der Aufkleber an Farbkraft verliert.......


Der Funjet auf dem Bild ist mit obigen Methoden gestaltet worden.Ist ein FJ Ultra , war also Grau vorher.
Ein wenig Orastik Folie ist auch verbaut.Damit läßt sich auch jeder Schaumjet schnell und einfach bespannen.....



Gruß Jörg

Der Schwabe
02.11.2012, 08:04
Moin scrad,
erst mal DANKE für deine tolle " Aufklärung" in Sachen Wasserlacke. Da es sich bei beim Material meiner Vampire um EPO oder sowas ähnliches handelt, ( Sekundenkleberfest ) muß ich mir ja bzgl. des Lackes keine allzu große Sorten machen. Ich werde aber trotzdem einen Clou Parkett- und Treppenlack auf Wasserbasis kaufen, damit ich den auch für andere Modelle problemlos verwenden kann. Sollte das mit der schöneren und festeren Oberfläche tatsächlich so sein, würde sich das ja auch für meine anderen Schaummodelle anbieten. Denn, z.B. bei meinem Wow...! entstehen beim Landen am Rumpfboden immer "Grasflecken" die, wenn es einen stört, nur mit ordentlich Arbeit entfernt werden können. Da wäre so eine Schutzschicht schon was gutes.
Also werde ich mir in den nächsten Tagen eine kleine Dose von dem Zeugs besorgen und testen. Ich werde dann anschliessend meine Erfahrungen hier posten.

SpeedFlap
02.11.2012, 12:46
Hi Scrad,

Tolle umfassende Abhandlung, sowas gehört ins Wiki. Ich füge gern was hinzu.

In allen Fällen, wo der große Aufwand zum Porenfüllen und erreichen einer extrem gleichmässigen Oberfläche NICHT getrieben werden soll, sondern einfach nur abriebfeste robuste Farbe drauf, eignet sich eine Folierung deutlich besser. Zudem ist die Ausbesserung von Stauch/Bruchstellen und der Ersatz von Rumpfböden nach 100 Schleiflandungen wesentlich einfacher. Dünne Foliensorten lassen sich überlappend/stossend kleben, ohne daß man die Folienränder großartig sieht.



Ein wenig Orastik Folie ist auch verbaut.Damit läßt sich auch jeder Schaumjet schnell und einfach bespannen.....


Orastick ist für EPO/Elapor nur zweite Wahl. Grund ist die Verarbeitungsmethode und Materialeigenschaft.
Besser eignet sich Oracal, vorzugsweise leiche Sorte 951. 751c auch für kleinflächige Sachen und Logos/Schriftplotts, weil nicht ganz so dünn.
Es ist viel dauerelastischer und passt sich der elastischen Schaumoberfläche gut an, macht seine Verformung mit, die unter Belastung entsteht.
Es wird unter leichter Vorspannung aufgerieben, bei schwierigen Stellen kann ein normaler Haarfön bei mäßiger Temperatur die Dehnbarkeit verbessern und Überdehnung zurückstellen. Die Hitze einer klassischen Spannfolie braucht man hier nicht, das passt auch nicht richtig zum empfindlichen Schaum, der ja ab 100° schon das Popcorn macht.

Claus

Loopsy
02.11.2012, 18:51
Da ich zum Testen keine Schaumwaffel hier herumliegen habe :

Wie muss man sich eine "Clou-versiegelte" Oberfläche vorstellen ?
Wird das Material unempfindlich gegen Druck und Stauchungen ?

Mir ist schon klar, daß man das nicht mit einer Beglasung vergleichen kann.
Aber wenn die Oberflächengüte zunimmt, fliegt die Maschine sicherlich auch
schneller dadurch und das alleine wäre ja schon ein Erfolg.

Die ganzen Schaumflieger haben mich bisher nicht so angemacht, die Beglasung
ist mir zu aufwändig und den Flieger "original" mit all den Quetschungen/Stauchungen
nach ein paar Starts....ist nicht so mein Ding. :rolleyes:

Kann man das mit diesem Parkettlack minimieren ? In diesem Fall würde ich wohl
wirklich auch mal so einen Schaumhobel anschaffen....

gast_7323
03.11.2012, 14:02
Hi Scrad,
Super Information,gut beschrieben und hilfreich !!!!!!
MfG HiAmp,Peter

burny
28.11.2012, 18:45
Und bevor sich jemand Safe Coat bestellt.....
Für den gleichen Preis wie die 500g Dose gibt´s 10 Liter Wasserfesten Holzleim!
Gleiches Produkt nur nen anderer Name ;)

Der Schwabe
28.11.2012, 21:14
Hallo burny,
versteh ich das richtig ? Du pinselst wasserfesten Holzleim direkt auf's Modell ? Oder muß man den Holzleim zuvor etwas verdünnen ? Mir hat mal ein "älterer" Vereinskollege erzählt, dass er früher die ersten Styromodelle mit Tapetenkleister und Seidenpapier "bespannt" hat. Aber das ist ja was ganz anderes als das, was wir hier diskutieren.

burny
29.11.2012, 20:10
Wollte damit nur sagen, das Safe Coat wasserfester Holzleim ist!

Der Schwabe
29.11.2012, 20:21
Hi,
und das funktioniert wirklich? Hat das von euch schon mal einer gemacht und mit z.B. Parkettlack verglichen ? Wäre ja dann eine echte kostengünstige Alternative. Ich selbst hab mir nämlich eine Dose Clou Aqua Parkettlackdose gekauft und zum Test ein nicht so tolles Modell damit gestrichen. Es ist ein draht geschnittenes EPP Modell dessen Rumpf nach jeder Landung immer schwer zu reinigen war. Nach der " Behandlung" ist die Oberfläche des Rumpfes deutlich härter und lässt sich viel besser reinigen. Wenn das mit wasserfestem Holzleim auch geht wäre das eine echt gute Alternative.

GerhardP
29.11.2012, 21:37
@Burny:
Safe Coat riecht zumindest so wie Leim. Das wäre aber schon ziemlich unverfroren, wenn es sich tatsächlich nur um Leim handelt.

burny
29.11.2012, 21:58
Habe mir eine Dose Safe Coat bestellt und beim Öffnen sofort an Holzleim gedacht...
Also ab in´s Labor und ma ne Probe davon, und vom Holzleim dort gelassen.
Ergebnis: Ich hätte nur eine von beiden Proben da lassen können :-D

Ich hatte zuvor auch Wasserlöslichen Parkettlack benutzt und wollte Safe Coat auch mal ausprobieren.
Verwendet habe ich es noch nicht, kann also auch noch nichts über die Festigkeit danach sagen.

Ich finde die Idee der Firma mit dem Leim nicht schlecht.
Die meisten haben sich schon Gedanken über eine Beschichtungsmöglichkeit von Schum-Modellen gemacht, aber nie an den Leim gedacht....
Dabei ist es eigentlich ganz logisch...
Jeder der mal ein Regal oder eine Holzkiste gebaut hat und ordentlich geleimt hat, und es anschließend lackiert hat weiß, das Leimstellen Klar aushärten und sich prima überlackieren lassen.
Probierts doch einfach mal selbst aus mit nem Reststück Depron oder Styropor

DieterH
29.11.2012, 23:09
Leute - kennt ihr diesen Thread :
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/229672-Styrooberfläche-robuster-machen
:p :D

mking
24.09.2013, 11:43
Hatt jemand schon 4 schichten aufgetragen ? Werde wohl 4 schichten machen. Wollte nur fragen wie der unterschied zwischen 2 und 4 ist. bezüglich härte .. mfg mike

jogibär
24.09.2013, 11:52
Der Härtegrad nimmt nicht umbedingt zu, aber je mehr Schichten du machst (Schleifen nicht vergessen) desto schöner wird die Oberfläche zum Lackieren.
Wenn du dann noch ein Tropfen Farbe dazu gibst siehst du auch besser ob du alle ecken hast.

Gruß

Jogibär

zfang
17.04.2016, 20:58
Hallo Lackfreunde:

Habe mal einige Versuche gestartet mit verschiedenen Materialien:

1589017158901815890191589020

Dabei wurde ein alter Elaporflügel mit verschiedenen Materialien behandelt.

1) Mit Isoporopanol abgewischt
2) Angeschliffen mit 220er
3) Behandelt mit dem Multiplex Primer - 1mal abgerieben mit damit befeuchtetem Tuch
4) Mit dem Holzleim/Wasser/Talkumgemisch - 3mal gestrichen mit leichtem Überschleifen
5) gänzlich unbehandelt

Lackieren mit 2 mal braunem Acryllack (Baumarkt)

Danach wurde ein Streifen Tesafilm und ein Abdeckband (ähnlich Kreppband, aber glatt) aufgetragen, gut angedrückt und dann abgezogen als Hafttest

Ergebnisse siehe Bilder:

- Isoprop kann man sich sparen
- Angeschliffen nicht wirklich besser, sieht auch matt aus
- Primer und auch der Holzleim/Talkum erhöhen die Haftfestigkeit wirklich deutlich. Die Holzleimfläche ist auch sichtbar glatter. Wenn man einen Lack findet, der auf dem Holzleim (noch) besser haftet kommt man zum optisch schönsten Ergebnis.
- Unbehandelt ist wie Isoprop oder angeschliffen.

Evtl wäre es gut mit Lösemittelhaltigem Lack zu testen, ob sich der mit dem Untergrund noch besser verbindet.

Gruß

Volker

Flyrian
10.05.2018, 08:58
Was ist mit den Plastikteilen an den Modellen wie z.B. Fahrwerkstüren oder Spinner?

Sollten diese auch vorher abgeklebt werden?