PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Profil für Elektrothermoksegler



JoMe
07.01.2005, 20:15
Hey zusammen,

ich möchte meinem vorhanden GFK E-Segler ( ca. 1700 gr., 8 / 10 Zellen, LRK 350-20-10,5 14 pol.,ca 105cm . Rumpflänge ) einen neue Fläche verpassen. Dafür suche ich ein Profil, das für Thermikflug prädestiniert ist.
Man liest immer mal wieder , das SD 7037 soll ein sehr gutes Profil für diese Vorhaben sein, was meint Ihr dazu?
Habe überhaupt keine Lust mit mehreren Versuchsfläche ( mit verschiedenen Profilen ) zu experementieren, da ich das Rad nicht zweimal erfinden will.
Bin mal auf Eure Kommentare gespannt.

Gruss Jochen

hattl
07.01.2005, 20:48
Hallo Jochen,

klassische Rippenbauweise oder beplankte Styrokerne?

Grüße, hattl

JoMe
09.01.2005, 13:07
[QUOTE]Original erstellt von hattl:
[QB]Hallo Jochen,

klassische Rippenbauweise oder beplankte Styrokerne?

Rippenfläche, so ca. 2,40 m Spw.entweder mit Kohlerohrholm oder einefach mit Leisten, muss mal sehen .
Nebenbei mal gefragt, die klassische Verbindung der Flächen besteht ja aus Stahlverbinder ( 5 / 6mm Rundmat. ), gelagert in Messinghülsen, was gibt es da an Alternativen ( hat da nicht MPX so´nen Stecksystem ), ich meine nicht die Servoverbindung, da kommen die MPX-Stecker rein.

Gruss Jochen

Voll GFK
09.01.2005, 13:23
High,
Du willst einen vorhandenen Rumpf nehmen, welche Auflage hat der ? Oder Anformung ? Warum nicht dasselbe Profil, sondern ein anderes ?
Steckverbindung: Bei der von Dir beschriebenen Auslegung 10 Zellen, 240 cm Spw ist ein 6 mm Stahl bereits überfordert, was machst denn, wenn Du aus der Thermik aussteigen musst ? 8mm gerade, die V-Form in den Flächen aingebaut, das würde ich empfehlen, ggf. kannst dann auch mal auf Kohle ausweichen. Wovon ich aber immer abrate.
Wichtig ist auch der Bauaufwand, den Du betreiben willst. Kannst Du Rippenblock machen, oder Styroflächen schneiden ? Vakuumieren ? Moderne, mehrfach unterseitig gewölbte Profile bauen sich nicht so schön, zumindest nicht ohne Helling, und eine saubere Endleiste muss man auch hinbekommen. Und willst in die Flächen Servos einbauen, ist es wichtig, die richtige Dicke hinter dem Holm zu erreichen. Also, Trapez oder keines.
Hast ein Profilprogramm dafür ? Da lässt sich das schön machen.
Das Selig ist ein schönes Profil, mein Thermikstar hatte es ( auch 2,40 m, gerade Mitte, Ohren gesteckt und Trapez).

[ 09. Januar 2005, 13:24: Beitrag editiert von: Voll GFK ]

JoMe
09.01.2005, 14:40
Du willst einen vorhandenen Rumpf nehmen, welche Auflage hat der ?

Auflage gerade

Warum nicht dasselbe Profil, sondern ein anderes ?

Möchte mit dem Flieger universeller sein; da ich in der Ebene fliege, und es manchmal mit mener Einschätzung happert, welches Modell heute gerade richtig ist ( bei uns auf der Wiese ist ziemlich selten Thermik )
Steckverbindung: kannst dann auch mal auf Kohle ausweichen. Wovon ich aber immer abrate.

Weshalb hälst Du nichts von Kohle ?
Wichtig ist auch der Bauaufwand, den Du betreiben willst. Kannst Du Rippenblock machen.

Ja , habe Rippen schon öfters " geschnitz " :))

Hast ein Profilprogramm dafür ? Da lässt sich das schön machen.

Habe das Profili 2 ,zum ausdrucken, geht das sehr gut.

Das Selig ist ein schönes Profil, mein Thermikstar hatte es ( auch 2,40 m, gerade Mitte, Ohren gesteckt und Trapez).[/QB][/QUOTE]

Welches Selig wäre das denn ?

Danke schon mal für die bisherigen schnellen Antworten.

Gruss Jochen

Bertram H.
09.01.2005, 23:27
Hallo Jochen!

Die Vorschläge der Vorredner waren m. E. noch eher theoretisch... ;)

Mein Elektron (FVK) fliegt mit einer Eigenbaufläche mit SD 7032 mit 2,3m SPW.
Das SD 7032 bietet gegenüber dem SD 7037 bei einer Rippenfläche den Vorteil der etwas größeren Bauhöhe und damit Torsionssteifigkeit
Meine Fläche ist nasenbeplankt (oder heute "D-Box" ...) mit Rippenaufleimern und für Thermikflug bei weitem ausreichend steif genug, Quadratloopings aus ordentlich Höhe sind Null Problem.
Allerdings habe ich den Holm auch eher "Angst"-dimensioniert mit 2 mal Kieferholm 12x5 und massiver (!) Balsafüllung, nachdem ein sog. "Elektroflug-Holm" des Vorgängers (nicht FVK!) bei einem lauwarmern Looping dem Modell den Gnadenschuß gab.... :rolleyes:
6mm-Federstahl ist m. E. völlig ausreichend bei einer Rippenfläche mit 2,4m.

Jungs wir reden hier von Thermikflug, nicht von DS :)
Bevor der Stahl krumm ist hat eine leichte Rippenfläche eh die Gebetsstellung angenommen.

Rein bautechnisch sind die SD 7032 und 7037 in Rippenbauweise nicht ganz pflegeleicht wegen der doch recht schlank/dünn auslaufenden Endleiste und auch wegen der gewölbten Unterseite.

Wenn's etwas weniger aufwendig zu bauen sein soll habe ich ein S3021 mit gerader Unterseite verwendet, das durchaus gute Leistungen bringt.

Ein SD 7037 habe ich habe ich in Styro/Glas/Abachi für stärkeren Wind am Hang (besseres Durchsetzungsvermögen gegen Wind).
In Rippenbauweise wäre es aus Steifigkeitsgründen nicht mein Favorit.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter, und warte schon mal auf die Kommentare zu Thema Profile und Rippenflächen... :D

Grüße,

Bertram

[ 09. Januar 2005, 23:31: Beitrag editiert von: Bertram H. ]

JoMe
10.01.2005, 12:22
Hallo Jungs,

langsam wird´s konkret mit den Vorschlägen über mein Vorhaben mit Thermikflügel.
Wie gut sind die HQ-Profile ( welche davon sind für Thermik geeignet )?

Wer weiss noch was darüber ?

Gruss Jochen

TurboSchroegi
10.01.2005, 20:03
Hi Folks !

Nimm ein Clark-Y - der Steigzahl wegen. Du willst ja Thermik fliegen. Und vor allem auch als Rippenfläche einfach zu bauen (gerade Unterseite).

Grüße Helmut

JoMe
11.01.2005, 07:12
Hallo Helmut, ist ds Clark Y nicht was für Motormaschinen, hat doch einen recht hohen Luftwiderstand ?
Verbessere mich wenn ich falsch liege.

Gruss Jochen

Hi Folks !

Nimm ein Clark-Y - der Steigzahl wegen. Du willst ja Thermik fliegen. Und vor allem auch als Rippenfläche einfach zu bauen (gerade Unterseite).

Grüße Helmut[/QB][/QUOTE]

TurboSchroegi
11.01.2005, 09:12
Hi Jochen!

Ne, ne - das geht schon auch für Segler. Du möchtest ja nicht bestes Gleiten sondern Thermikfliegen. Da ist die Steigzahl (ca^1,5/cw) entscheidend und nicht die Gleitzahl(ca/cw). An den Definitionen siehst Du schon, das bei der Steigzahl der Einfluss des ca deutlich stärker ist/wird als bei der Gleitzahl, bei der ca und cw gleichermaßen eingehen.

Sicher gibt es viele bessere Profile (es gibt aber auch bessere Bauweisen als Rippe ;) ).

Deine Vorgaben waren allerdings:

Thermikflug prädestiniert
keine Lust ... zu experementieren
Rippenfläche
Unterschätze nicht den Faktor Baufehler und Folienbespannung bei Rippenflächen. Gut, mit Clark-Y bist Du nicht sehr sexy. Du kannst aber selber noch am Profil rumschrauben und das Clark-y von 11,irgendwas % um einen Prozentpunkt dünner machen. Du hast dann ein Clark-Ymod und kannst sagen du hast es selbst "gerechnet" (was auch immer das heissen mag) und dann ist das schon ein klein wenig sexy ;)
Grüße Helmut

JoMe
11.01.2005, 12:05
Gut, mit Clark-Y bist Du nicht sehr sexy. Du kannst aber selber noch am Profil rumschrauben und das Clark-y von 11,irgendwas % um einen Prozentpunkt dünner machen. Du hast dann ein Clark-Ymod und kannst sagen du hast es selbst "gerechnet" (was auch immer das heissen mag) und dann ist das schon ein klein wenig sexy ;)

Au ja, klasse ich nenne es dann Clark Y-JM-Thermik.
Das mit den Baufehler ( besser die Genauigkeit )lasse ich gelten.
Was ist denn sonst noch so als Profilmöglichkeit auf dem " Markt " ?

Gruss Jochen

TurboSchroegi
11.01.2005, 12:21
Hi!

Das S3021 wäre noch eins ;)

Bedenke: Ein Profil ist noch kein Flügel. Wenn Du Thermik fliegen willst, musst Du eng kreisen können ohne Abriss. Hirnschmalz in eine Flügelauslegung auf gutes Kreisflugverhalten zu legen ist hier m.E. Prio 1. V-Form, Knickohren, gute Tiefe aussen usw. sind hier alles Stichpunkte.

EDIT: Hanz von Johannes (http://leinauer.de/aero/hanz/planhanz.pdf) ist ein typischer Vertreter.

Grüße Helmut

[ 11. Januar 2005, 12:24: Beitrag editiert von: TurboSchroegi ]

rjm
11.01.2005, 14:42
Hi,

habe vor Jahren mal um vorhandene Komponenten einen 2,40 m e-segler gebaut. da habe ich das E214 genommen und in Holm und Rippe aufgebaut. Das Teil fliegt recht zufriedenstellend, auch in der Thermik. Mit neueren Akkus (leichteren) würden sich die Flugleistungen sicherlich no´chmals steigern lassen.

von rg-profilen rate ich eher ab, weil die eine
recht hohe profilgenauigkeit verlangen, um an ihre leistungen zu kommen.

gruß
rjm

JoMe
11.01.2005, 14:54
@rjm :

von rg-profilen rate ich eher ab, weil die eine
recht hohe profilgenauigkeit verlangen, um an ihre leistungen zu kommen.

gruß
rjm[/QB][/QUOTE]

Habe auch schon gehört, dass beim Eppler ( speziell E 205 ) eine hohe Genauigkeit Voraussetztung ist ( da besonders in der Nasenleiste ), weiss aber nichts genaues darüber.

Weiss nun auch nicht so genau was ich nehmen soll, doch von der Auslegeung her,hier vielleicht mal einen Ansatz :

Flächentiefe inne 23-25 cm,

" " aussen 15-20 cm,

Einfachknickflügel auf ca, 2/3 der Spw.( je Hälfte ).

Wer weiss dazu noch was .

Gruss Jcohen

TurboSchroegi
11.01.2005, 15:45
Hi Jochen!

Habe mal einen mitlerweilen recht alten Fred (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic&f=4&t=000498&p=) für Dich ausgegraben.

Nimmst Du jetzt endlich das Clark-Y (meinertwegen 10%) Du Ungläubiger :D :D ??

Grüße + viel Spaß beim Bauen und Fliegen
Helmut

JoMe
12.01.2005, 07:18
[Guten Morgen ,

Ihr habt mich überzeugt mit dem " sexy Clark y " . Na dann werde ich mir doch mal das gute alte Clark Y auf 9- 9,5 % ausdrucken und schauen wie es sich auf dem Papier mal macht ( mit der Profildicke ).
Danke für Eure Vorschläge.

Wenn es dann im Sommer mit der Thermik nicht funtzt, dann höre wir uns wieder :))) .

Gruss Jochen

heinzi
12.01.2005, 08:38
auf die gefahr ebenfalls gesteinigt zu werden:

wiso spricht hier niemand ernsthaft vom E205.
vom sexy clark-y (9.5%) dürften die unterschiede vermutlich in der strichdicke untergehen?
auf www.aerodesign.de (http://www.aerodesign.de) wird zwar dieses profil (also das eppler205) gründlichst zerpflückt.
aber, so meine erfahrung, so schlecht kann es irgendwie doch nicht sein. (hat nicht auch der EON600 das E205)
(und mit dem nasenradius kannst du so ziemlich jedes profil zur sau machen)
meine erfahrungen:
1: eigenbauprofil aus meinen anfängen, baugenauigkeit war damals eigentlich noch kein thema, segler ca 3m spannweite. folienbespannte rippenfläche. das ding ist beim landen unheimlich langsam zu machen. entgegen aller theorie! geschwindigkeit mag er hingegen nicht besonders, das liegt aber an der flächenbefestigung mittels flachstahl und dem weichen plastikrumpf (wie heisst das material doch gleich was carrerea damals hatte?)(auch flachstahl war damals das nonplusultra)
2: fenix von JR: elektro segler mit rippenfläche, auch dieser mags eigentlich lieber langsam als schnell. im schnellflug ist die geschwindigkeit subiektiv schnell raus (trotz anscheinend geringem widerstand bei höheren geschwindigkeiten!
3: EON600. hab ich auch meinen ersten fertig. ist aber noch nicht geflogen.
4: fast vergessen: meinen last down xxl. auch da eeigntlich nichts auszusetzten.

aber das clark-ys ist sicher keine schlechte wahl.("s" steht für sexy)(sexy steht dann wohl für abgemagert?) (pass aber auf, dass es kein klappergerüst wird) (schliesslich haben wir männer doch unsere freude an gewissen rundungen?)

[ 12. Januar 2005, 08:43: Beitrag editiert von: heinzi ]

JoMe
12.01.2005, 12:06
Ha wusste ich´s doch, dass da einer mit dem E 205 dahergeschlappt kommt, man muss lange genug warten.
Mal im Ernst, man hört recht viel Schlechtes vom E 205, in Bezug auf Selberstricken.
So weit ich weiss, habe ich auf meinem Signo von Simprop auf E 205 drauf ( verbessert mich wenn es nicht stimmt ), und da fliegt es sich nicht schlecht, ist aber auch kein " Überflieger ".

Gruss Jochen

Bertram H.
12.01.2005, 12:41
Hi all!

Auch wenn ich Helmuts Überzeugungsarbeit
"Nimmst Du jetzt endlich das Clark-Y (meinertwegen 10%) Du Ungläubiger :D : D??..." nicht untergraben möchte ;) , denke ich, daß es heute durchaus leistungsfähigere Profile für den geforderten Einsatzweck gibt.
Die zu erwartende Baugenauigkeit wird die marginalen theoretischen Unterschiede der Profile zwar wahrscheinlich eh mehr als kompensieren.
Allerdings legt man in diesem Fred m. E. zu viel Wert auf den Hochauftriebs-Bereich, im zitierten Fred gings ja um einen echten Thermikschleicher..
In der Praxis wird ein Segler mit 1700g auf 2,4m und damit überschlagsweise ca. 35...38g/dm^2 eher nicht die ganze Zeit mit einem ca >1 und 5 m/s Fluggeschwindigkeit in der Luft "rumdümpeln".
In diesem Bereich ist/wäre das Clark Y mit seinem Riesen- Nasenradius unwidersprochen immer noch eine gute Alternative.
Bei allen andern Einsatzbereichen, d. h. wenns nicht nur ein reiner Leichtwindsegler werden soll, wird ein neuzeitlicheres dünneres Profil mit geringerem Widerstand die Nase vorn haben.

Wenn es ein Profil mit gerade Unterseite sein soll, dann doch in diesem Fall eher ein S3021.
Zwei meiner Segler in Rippenbauweise fliegen/flogen mit S3021. Selbst bei geringer Flächenbelastung finde ich den großen nutzbaren Geschwindigkeitsbereich sehr angenehm.

Ich baue gerade an einer Rippenfläche mit Clark Y für Juniors E-Motor-Trainer (Colibri von Simprop).
Die Profildicke ist bei großen Profiltiefen für heutige Zeiten echt mächtig... ;) .
Das gibt bestimmt wieder einen guten "Constant-Speed-Flieger", selbst in Abwärtsfiguen kaum Geschwindigkeitszunahme... :) , aber wer das mag oder gern mit dem Segler gegen auffrischenden Wind einparkt, warum nicht? :D

Zum Thema HQ's:
Auf die Gefahr hin, daß mich die Gemeinde jetzt steinigt:
Auch wenn Helmut Quabecks aktueller "Relaxer" in (allerdings augenscheinlich supersauberer) Rippenweise (!) gebaut ist, profitieren seine Profile m. E. doch überwiegend von ihrer langen laminaren Laufstrecke.
Bei offener oder wenig präziser Rippenbauweise sollte man auf die eher nicht hoffen...

Mein Tip: S3021 ohne Rechenfehler oder das sog. "sexy gerechnete" Clark Y mod. mit ca. 9,5% ;) .
Mehr Dicke braucht bei der Spannweite kein Mensch.

Grüße,

Bertram

[ 12. Januar 2005, 00:46: Beitrag editiert von: Bertram H. ]

flight 86
12.01.2005, 14:31
Hi,

die genannten Profile wie Clark Y, Eppler 205, Selig 3010 oder 3021 bin ich jetzt schon zur genüge geflogen, da fehlt die Dynamik bei den Profilen.

Wenn du nicht nur einen Gurkenselger haben willst sondern die gemachte Höhe auch mit etwas Kunstflug vernichten willst, dann denke nach ob das RG 15 oder dessen Nachfloger HN354 nicht viel besser passt.
Ich bin beide Profile auf F3B Maschinen geflogen, und mein Favourite bleibt das HN354.
Ich setzt vorraus,dass du genau baust, denn das RG 15 oder das HN354 bringt dir auch nichts wenns ungenau gebaut ist. Allerdings wenns gut gebaut ist hast du einen super dynamischen Floater der dann auch Strecke besser fliegt als ein E205Flieger und auch im Kunstflug keine schlechte Figur macht.

lg

Philipp

JoMe
13.01.2005, 07:20
Hey Zusammen,

die Rippenflächesoll eine D-Box erhalten ( nicht aus teurem AFK / CFK sondern 2mm Balsabeplankung ).
Da mit der Endleitse aus CFK hört sich nicht schlecht an, frage mich gerade nur, wie ich diese schön sauber und ohne wellen hinbekommen soll - natürlichmit keinem grossem Bauaufwand :))) ( Hmmm ich könnte ja mit meinen alten Rotorblattformen versuchen so eine Endleiste zu wurschteln, da sind die Enden gewiss kleiner als 1mm ) .
Nene, die Fläche soll ganz aus Balsa bestehen, also konventionell und " Althergebracht ".´
Nun werde ich mir mal Gedanken machen müssen, was von den Vorschlägen für mich Nutzvoll ist, vielleicht nehme ich doch das " Baukritische " E 205 .

Gruss Jochen

JoMe
13.01.2005, 07:22
Habe noch was vergessen, die Bespannung wird Folie ( Oracover ? ).

Gruss Jochen

flight 86
13.01.2005, 08:56
Hi Bertram,

du hast recht, baulich ist es schwierig ein MG 06 oder Hn354 zu bauen, doch das zahlt sich alle mal aus, da die Flugdynamik dann um Welten besser ist.

Vorallem wenn ich jetzt eh schon eine schöne Rippenfläche baue und dafür 20h sitze, wieso baue ich dann nicht lieber 30h und habe dann aber ein Modell, das wesentlich besser fliegt als mit nem E205!
Die Rippen kann man doch auch aus 2mm Pappelsperrholz bauen und innen ausfräsen, dann passt auch die Stabilität!

überlegs dir nochnmal Jochen!

Netten Gruß

Hans Rupp
13.01.2005, 09:17
Hallo,

das HN354 in Rippe ist immer kein HN354.

Man kann natürlich das Rad zum 37millionsten mal neu erfinden. Oder man schaut, was sich bewährt hat.

Daher würde ich mir hier (http://www.charlesriverrc.org/articles/allegrolite2m/markdrela_allegrolite2m.htm) Profil, Bauweise etc. abschauen. Da bist Du State of the art.

Hans

P.S. wegen der höheren Flächenbelastung eines Elektroseglers eher bei den höher gewölbten, dickeren Profilen durchgängig bleiben.

[ 13. Januar 2005, 09:18: Beitrag editiert von: Hans Rupp ]

JoMe
13.01.2005, 12:20
Die Rippen kann man doch auch aus 2mm Pappelsperrholz bauen und innen ausfräsen, dann passt auch die Stabilität!

überlegs dir nochnmal Jochen!

Ja hab´s mir überlegt, bevor ich Sperrholzrippen aushöhle, schneide ich mir Styrokerne und beplanke sie ( habe aber leider nichts zum Vaccumpressen !! ).

Ich will noch irgendwie Spass beim bauen haben und Rippen aushöhlen ist nichts für mich.

Überlegungen gehen nun dahin :
- Rippenfläche ( Balsa, Rippen und belankung 2mm ??) mit Nasenbeplankung und Rippenaufleimer ( ca. 7 mm breit )
-Spwn. 2,40 m
- Flächentief innen 24cm , aussen 18cm
- Einfachknick ca. 6 - 8 Grad ( je Hälfte, 0 grad in der Mitte )
- 2x Kiefernleisten als Holm Balsaverkastet( könnte auch ein 10mm Kohlerohr mehmen ist aber auch reichlich teuer dann )
-Rippenabstand 8- 10 cm
- Steckung 2 x 6mm Rundstahl in Messingrohr gel.

So weit mal meine Überlegeung / Festlegung.

Weiss nun jemand noch was nachzutragen ( bestimmt :)) ), dann soll er sich nun melden oder für immer schweigen ( kommt mir irgendwie bekannt vor dieser Satz :)) )

Gruss Jochen

TurboSchroegi
13.01.2005, 12:22
Hi !


Wenn es dann im Sommer mit der Thermik nicht funtzt, dann höre wir uns wieder :))) Habe ich schon auf den Haftungsauschluss hingewiesen ? :D :D

*duckundfastwech*

@Hans: Die AG Profile machen einen guten Eindruck. Hab noch nie (bewußt) ein Modell damit fliegen sehen. Gehen die auch so wie sie aussehen?

Grüße Helmut

heinzi
13.01.2005, 12:41
hallo jome

Ha wusste ich´s doch, dass da einer mit dem E 205 dahergeschlappt kommt den umgangston hab ich mal überhört. ;)

E 205 dahergeschlappt hast du was gegen dieses profil, hast doch selber eigentlich gute erfahrungen damit.

wäre aber vieleicht an der zeit, dass du mal definierst was du nun eigentlich willst:

suche ich ein Profil, das für Thermikflug prädestiniert ist
Rippenfläche,
Möchte mit dem Flieger universeller sein
bei uns auf der Wiese ist ziemlich selten Thermik
Wichtig ist auch der Bauaufwand
Was ist denn sonst noch so als Profilmöglichkeit auf dem " Markt " ? richtig geordnet sind da ziemliche widersprüche drin

- also es soll eine rippenfläche sein aber wenig bauaufwand.?
das ist dann am einfachsten mit gerader unterseite. das schmälert die auswahl aber enorm ein. zudem ist die prädestinierung für thermik weg!

prädestiniert für thermik ? wenn bei euch selten thermik herscht?? versteh ich nicht!

prädestiniert für thermik oder nun doch eher universell??

profilmöglichkeiten auf dem markt: du hast nach alternativen gefragt, ich hab dir eine gegeben.
und anscheinend hast du selber keine schlechten erfahrugen gemacht damit oder?


Habe auch schon gehört, dass beim Eppler ( speziell E 205 ) eine hohe Genauigkeit Voraussetztung ist ( da besonders in der Nasenleiste ), weiss aber nichts genaues darüber.
""gehört"" wenn ich das nur schon höre.
nochmals: mit der nasenleiste kannst du dir jedes profil versauen. zur profiltreue siehe auch meine kommentare und die vielen eon600 die mit rippenflügel ohne aufleimer daherkommen und alle bestens fliegen.
zum eon600 ist noch anzumerken dass es kein anfänger (und für diese ist der flieger ja gedacht) es hinbringt, die nasenlesite auch nur annähernd profilgetreu zu schleifen. so filigran ist der flügel in diesem baustatium. da ist natürlich eine behauptung von mir! aber ich hab immerhin einer gebaut.

nun ich bin kein aerodynamiker, aber grundsätzlich gilt doch bei allen profilen: je genauer sie sind, desto näher kommen auch die eigenschaften an die theoretischen eigenschaften ran. bei rippenbauweise ist es doch eigentlich müssig über profiltreue zu diskutieren.

ich meine ja nur dass das E205 eigentlich nicht so schlecht sein kann, wie es manchmal gemacht wird.

wenn ich die wahl hätte, würde ich vermutlich heute das clark-y bauen. aber nicht zu dünn soll ja auch noch eine gewisse stabilität haben. ;)

[ 13. Januar 2005, 13:42: Beitrag editiert von: heinzi ]

Bertram H.
13.01.2005, 12:55
Hi Philipp,

das HN354 ist bestimmt ein Super-Profil und wird derzeit bei jeder dritten Neuerscheinung im Bereich F3... eingesetzt.
Für den von Jochen angefragten Einsatzzweck (Rippenfläche !!!) ist es trotzdem wohl eher eine suboptimale Idee.
Auch wenn Jochen bisher nichts dazu gesagt hat, ob er auf seine Rippen eine Bespannung oder vielleicht doch noch eine Beplankung aufbringen möchte:
Bei 7,88 % Dicke und der dünnen Endfahne wünsche ich viel Spaß beim Versuch daraus eine halbwegs steife Rippenfläche zu bauen... :)

Obwohl, am Ende hast Du sogar recht! Jochen hat ja nicht gesagt, daß er seine Rippen nicht aus CFK sägen und mit ordentlich CFK beplanken möchte... :D
Vielleicht schlägt ja jemand jetzt noch das MG 06 vor; ist derzeit auch sehr en vogue und ob 7,3 % oder 7,8 % Dicke spielt auch fast schon keine Rolle mehr, oder? ;)

Im Ernst, die Idee mit dem E205 ist so abwegig nicht, auch wenn ich pers. da heute das S3021 vorziehen würde.
Ganze Generationen sind mit dem E205 glücklich und zufrieden geflogen als es noch "moderner" war, wahrscheinlich weil Sie damals noch nicht wußten, daß ganze Heerscharen von (theoretischen?) Ablöseblasen über Ihre Profiloberseite herfallen.
Allerdings hatte man damals auch noch heute als "unmodern" geltende aber bewährte Flächengeometrien, raue Papierbespannung etc. die das ganz kaschiert haben.

Jochen, meines Erachtens wirst Du bei Rippenbauweise mit keinem der genannten pflegeleichte Profile mit gerader Unterseite (E205, S3021, Clark Y "S"...)ein schlechtes Ergebnis erzielen, wenn Du am Außenflügel ausreichend Tiefe läßt (160mm...), eine Prise schränkst und evtl. noch doppelte V-Form einbaust.
Führt bei Thermikseglern in den meisten Fällen zu nervenschonendem Handling, ob es modern genug ausschaut ist natürlich Geschmacksache.
Ich würde außerdem immer bis zum Holm beplanken und breite Aufleimer auf die Rippen kleben. Damit ist zumindest mal das unkontrollierte Einfallen der Bespannung verhindert, das Profil hat auch zwischen den Rippen noch eine gewisse Ähnlichkeit mit den Koordinaten und die Torsionssteifigkeit profitiert enorm.

Grüße,

Bertram

Gast_00010
13.01.2005, 13:10
Ja, los. Schlagt euch ein bißchen. :D

Ich fliege seit Jahren einen Brillant mit E 387 :D :D :D
Der wir nur über das V-Leitwerk gesteuert, hat eine Rippenfläche und bleibt ewig oben. Ideal fürs Flachland.

Und wenn man zu schnell wieder unten ist, schiebt mans aufs Profil, hähä.

heinzi
13.01.2005, 13:36
Ja, los. Schlagt euch ein bißchen und das sagt ein modi.

ok, der hunger hat mich wohl etwas geplagt, zum schlagen hab ich heute keine lust. ändere deshalb den :mad: auf einen ;)

[ 13. Januar 2005, 13:45: Beitrag editiert von: heinzi ]

Gast_00010
13.01.2005, 14:21
und das sagt ein modi Klar, auch ein Modi braucht mal was fürs Auge ;) :)

JoMe
13.01.2005, 14:57
Ja, los. Schlagt euch ein bißchen. :D

Fällt mir im Traum nicht ein :) , jeder kann seine Meinung vertreten wie er will.

Gruss Jochen

jwl
13.01.2005, 15:06
clark-y

http://leinauer.de/aero/movies/hanz01.mpg

hier mit 40g/dm2 http://leinauer.de/aero/movies/hanz02.mpg

das clark-y ist sehr unempfindlich gegen überbleien
duch die hohe dicke lässt es sehr stabil und einfach bauen und stürzen ohne ende.

beim clark-y sollte man einfach immer ein paar bleiplatten im gepäck haben um es an die witterungsbedinungen anpassen zu können.

gruss jwl

TurboSchroegi
13.01.2005, 15:16
Hey Johannes !

Für das Gewicht hat er ja die Elektrifizierung :D

Bist Du wieder Zuhause?

Grüße Helmut

[ 13. Januar 2005, 15:18: Beitrag editiert von: TurboSchroegi ]

Bertram H.
13.01.2005, 19:38
Hi Jochen,

noch 2 Tips zu Rippen und EL:

Bei einer D-Box-Fläche liefern die Rippen selbst praktisch keinen Beitrag zur Torsionssteifigkeit.
Den Aufwand mit starken (Pappel-)Rippen kann man sich getrost sparen und in eine liebevolle Holverkastung investieren.

Eine leichte, steife und dünne Endleiste entsteht eher nicht aus einem Fräsprofil aus dem Sortiment des " Marktführers", sondern z. B. "hohl" gebaut mit 2 Beplankungsstreifen, die mit einer Prise Kohle-Rowings entlang der Hinterkante der Rippen verklebt werden, nur für den Fall, daß auch Deine "Rotorblätter" einzeln nicht 1,2m lang sind... :D

Grüße,

Bertram

[ 13. Januar 2005, 19:39: Beitrag editiert von: Bertram H. ]

Gast_00010
13.01.2005, 21:32
Bei einer D-Box-Fläche liefern die Rippen selbst praktisch keinen Beitrag zur Torsionssteifigkeit. Kannst du erklären wieso?

Bertram H.
14.01.2005, 01:08
Moin Jürgen,

gemäß meinem rudimentären Restwissen gelten in der technischen Mechanik nur geschlossene Profile als torsionssteif, offene Profile generell als torsionweich.

Eine D-Box ist ein geschlossenes Profil, der Mittenabstand der Oberfläche/ Beplankung geht z.B in 3. Potenz ein.
In der Paxis: wenn Du einen Rippenflügel vor und nach dem Beplanken verdrehst spürst Du, daß sich mit minimalem Materialaufwand die Torsionssteifigkeit vervielfacht hat.

Bei offenen Profilen tauchen nicht unerhebliche Schubspannungen auf, die z. B. der Verbund Rippe/Bespannung/Endleiste nicht besonders gut bewältigen kann.
Den Bereich hinter dem Holm sehe ich praktisch als offenes Profil an, da an der Oberfläche, wo die Spannungen maximal sind, nur ein Hauch Folie mit hoher Elastiztät rumhängt, die Dicke der Rippen geht hier nur linear ein.

Detaillierter steht das z. B.
hier (http://www.mb401.de/3.Semester/Mechanik/mechanik.pdf)

In der Praxis zeigt sich der Effekt bei allen modernen Tragflächen: Die Torsionssteifigkeit kommt von der (GFK/CFK-)Schale, bei bei Styroflächen ggf. von der Faserlage unter der Beplankung, Rippen glänzen zunehmend durch Abwesenheit.

Bei den aktuellen Floatern mit D-Box ist diese hoffentlich nicht ohne Grund aus GFK, die Rippen meist dennoch aus Balsa und nicht etwa aus GFK oder CFK. ;)

Ich hoffe das war so korrekt und verständlich dargestellt.

Grüße,

Bertram

JoMe
14.01.2005, 07:16
Eine leichte, steife und dünne Endleiste entsteht eher nicht aus einem Fräsprofil aus dem Sortiment des " Marktführers", sondern z. B. "hohl" gebaut mit 2 Beplankungsstreifen, die mit einer Prise Kohle-Rowings entlang der Hinterkante der Rippen verklebt werden, nur für den Fall, daß auch Deine "Rotorblätter" einzeln nicht 1,2m lang sind... :D

Guten Morgen Bertram, eigentlich wollte ich tatsächlich eine gefräste El nehmen, werde es diesesmal dann mit der Beplankung der Rippen im Endbereich versuchen.

Gruss Jochen

Gast_00010
14.01.2005, 08:17
Ok, wenn wir von der D-Box als G/CFK-Schale sprechen kann ich das nachvollziehen.

Allerdings gibt es die "D-Box" als Prinzip im Flächenbau ja auch schon seit Balsazeiten. So hat mein oben erwähnter Brillant eine Balsa-Vollbeplankung zwischen Nasenleiste und Holm, die Endleisten sind wie von dir beschrieben ebenfalls als beplankte Rippen ausgeführt. Der Rest auch mit Aufleimern, aber damals eben noch ohne CFK.