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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Skywing Sbach 342 V2 – 48“ 3D Kunstflieger in Hybridbauweise von UpSideDownRc



PlanB
30.10.2012, 18:57
Kennt Ihr das? 3D soll es fliegen, lernen soll man damit können, aber bitte kein „welkes Blatt im Wind“ Fluggefühl vermitteln, robust sollte es sein und bezahlbar muss es sein. Klassischer Kunstflug wäre natürlich auch nicht schlecht, schließlich hat ja alles mit den ersten Rollen und Loopings angefangen – also soll es auch noch präzise fliegen.
Auf der Suche nach so einem Modell sind mir schon verschiedene Exemplare unter gekommen, von denen mir auch viele sehr gut gefallen haben, aber doch nicht wirklich alles vereinen konnten.
Wenn ein teurer Holzvogel in der Luft ist, mag ich auf Augenhöhe nichts Neues probieren und die dafür gedachte Schaumwaffel bläst mir der Wind weg - und so richtig „echt“ sieht das mit einem 500g Flieger auch nicht aus.

Positiv überrascht war ich von der Skywing MXS (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/332462-MXS-1-22m-EPP-von-UPSIDEDOWNRC) und deshalb interessierte mich die ähnlich konstruierten Sbach 342 V2 (http://www.upsidedownrc.com/epages/63391379.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63391379/Products/%22Sbach%20342%201.23m%20EPP%20V2%20A%22) ebenfalls. Mit etwa 10% mehr Flächeninhalt, ohne SFG`s und mit anderer Rumpf-/Flächengeometrie, dürften ihre Flugeigenschaften schon unterschiedlich sein und es besteht nicht die Gefahr, zwei Flieger mit identischem Charakter zu haben.

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Quelle UpSideDownRc

Technische Daten:
- Spannweite: 1235 mm
- Rumpflänge: 1095 mm 

- Tragflächeninhalt: 33.4 dm²
- Fluggewicht: ca.1250 g
- Motorisierung: 150g Outrunner mit 800-900kv
- Akkus: 3s 2200mAh

Die gewünschte Robustheit verleiht der Sbach ihr „Kleid“ aus dem elastischen EPP, was aber eigentlich nichts Besonderes ist – EPP Flieger gibt es wie Sand am Meer. Erst die Hybridbauweise, mit einem Skelett aus CFK vierkant Profilen, auf einer Holz-Unterkonstruktion und Schaumkerne aus hartem EPS, machen die Sbach zu etwas Besonderem. Die Kombination der verschiedenen Werkstoffe ergibt eine verwindungssteife Struktur mit guter Nehmerqualität, welche außerdem ein präzises Steuern ermöglicht.

Etwa 1,2kg sind in der 48“ Klasse kein Leichtgewicht, sondern normal. Damit sollte genug Gewicht vorhanden sein, um aus der kinetischen Energie heraus eine Figur zu fliegen, oder die Sbach gewollt in einen Strömungsabriss zu bringen, ohne das Tempo dafür auf Zeitlupe verringern zu müssen. Dennoch spricht eine Flächenbelastung von nur ~38g/dm² für gute langsam Flug Eigenschaften und eine geringe Landegeschwindigkeit.

Nachdem die Eckpunkte für mich alle stimmig waren und der Forumskollege Zisko noch dieses tolle Video online gestellt hat, war meine Begeisterung vollends geweckt.


http://vimeo.com/47042289#

Während ein Vereinskollege mit der orange/blauen Version liebäugelt, mit der Aussage: „Die schwarz/roten hat doch jeder“ kamen für mich nur diese klassischen Farben in Betracht und so wurde die Sbach 342 V2 bei www.upsidownrc.de geordert.
Nun bin ich gespannt der Dinge die da kommen werden :)

Schrottflyer
31.10.2012, 10:00
Viel Spass beim Bauen.;)
Arbeit hast ja nicht viel damit:D
Der Flugspass ist gewiss:)

PlanB
31.10.2012, 10:50
Moin Schrottflyer,

vor dem Spaß kommt noch das Grübeln :confused:

Denis und Wolfgang sagen, dass das Gewicht recht weit nach vorne muss, um den Schwerpunkt einzuhalten. Nun frage ich mich, ob das bei meiner V2 Version auch so ist. Im Vergleich mit der MXS sehe ich noch nicht den Grund, warum der Akku ganz nach vorne sollte - bei der MXS liegt er ja weit hinten am Steckungsrohr.
Den Akku zu verschieben ist natürlich kein großes Ding, aber ich würde dann auch den Empfänger woanders platzieren und die Kabellängen anders bemessen…..naja, schaun wir mal.

Schrottflyer
31.10.2012, 11:15
Meine kleine Sbach hat so ein schweres Setup, dass dieses Problem nicht auftrat.:rolleyes:
Hab jetzt noch den Motorträger verstärkt, dadurch kam der Motor 1,5 mm nach vorn somit auch der Schwerpunkt.
Ich pack jetzt hinten das Stabisystem rein.:D

PlanB
31.10.2012, 12:12
Der Baukasteninhalt

Verpackt im stabilem Karton, sind nur wenige Tage später, die säuberlich eingetüteten Einzelteile der Sbach 342 angekommen. Alle Beutel sind prima fixiert mit Klebebändern - ein Transportschaden ist fast ausgeschlossen.

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Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters und manch einer wird in der Silhouetten Ansicht nur einen Kastenrumpf erkennen, aber der zweite Blick offenbart mehr. Abgesehen von dem typischen S-Schlag im Rumpfrücken der Sbach (der trauriger Weise bei vielen Holzmodellen fehlt) wurde durchaus mehr Gestalt in die Gesamtform gebracht. Angefangen bei der leichten Andeutung einer gerundeten Cowling, über die sich verjüngende Kabinenhaube, zum trapezförmigen Rumpfrücken, bis hin zu dem, durch einen Spant profilierten Seitenleitwerk, ist das weit mehr als die Geometrie einer Kiste. Nur Schade, dass die Kanten nicht abgerundet worden, sonst hätte die Sbach mehr Figur als mancher Holz Flieger. Aber das könnte man in Eigenregie durchaus noch realisieren.

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Der Rumpf wirkt voluminös und etwas gedrungen, was dem 48“ Flieger mehr Größe verleiht und außerdem die charakteristischen Merkmale des Originals erkennen lässt. Identitätsprobleme sind aber aufgrund der einzigartigen Tunderbolt Lackierung eh ausgeschlossen :)

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Der Zugang zu Rumpfinneren ist über die magnetgesicherte Kabinenhaube großzügig bemessen. Die Haubenfixierung wirkt genauso bombenfest wie bei der MXS – ein Verlust des Deckels ist sehr unwahrscheinlich.

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Im Inneren erkennt man den aus Holz bestehenden Teilrumpf mit den Ober- und Unterzügen aus CFK Profilen. Das Steckungsrohr als auch dessen Führung sind ebenfalls aus CFK gefertigt. Die Oberzüge durchlaufen, zusammen mit einem Teil der Holzkonstruktion, den gesamten Rumpf und bringen damit viel Torsionsfestigkeit in den Aufbau.

Die großen Leitwerksruder kommen zwar ohne Profilierung, aber in Sandwich Bauweise daher. In der mittleren Schicht, aus hartem EPS, sind reichliche Verstärkungen angebracht, die wiederum aus Kohleprofilen bestehen. Bereits in den Rudern verklebt, befinden sich die Flies Scharniere und auf der Gegenseite wurden entsprechenden Öffnungen vorgeschnitten, sodass sich der Zusammenbau auf einen geringen Aufwand reduziert.

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Auch in den Flächen wurde mit Versteifungen nicht geknausert und es verwundert schon etwas, wie viel CFK in diesem günstigen Flieger steckt, selbst die Führungsrohre in den Flächen bestehen daraus.

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Interessant ist das Flächenprofil, mit einer Profildicke von nur 10% ist es recht schlank gehalten und erinnert eher an einen dynamischen Kunstflieger. Das muss allerdings wenig heißen, auch eine 2m EF Extra hat nur ein 11% dickes Profil.
Im Vergleich zu MXS ist es 1% dünner, fällt weniger bauchig aus und hat ein paar Zentimeter mehr Tiefe.
Oben Sbach, unten MXS.

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Der obligatorische Kleinteilbeutel beinhaltet alles was zum Komplettieren notwendig ist – inklusive Draht-Fahrwerk und Leichträdern.
Der ganze Baukasten vermittelt einen wertigen Gesamteindruck, wohin man auch schaut, jedes Einzelteil hat irgendeine gewisse Besonderheit. Man kann spüren, dass es sich nicht nur um ein ostasiatische Kommerz Produkt handelt, sondern neue Wege in der Material Kombination gegangen wurden und der Flieger in der zweiten Version noch weiter durchdacht ist.

D.Peters
31.10.2012, 12:36
Moin Schrottflyer,

vor dem Spaß kommt noch das Grübeln :confused:

Denis und Wolfgang sagen, dass das Gewicht recht weit nach vorne muss, um den Schwerpunkt einzuhalten. Nun frage ich mich, ob das bei meiner V2 Version auch so ist. Im Vergleich mit der MXS sehe ich noch nicht den Grund, warum der Akku ganz nach vorne sollte - bei der MXS liegt er ja weit hinten am Steckungsrohr

Hi

bei meinem Vogel muss der 3s 2200 mAh am Motorspant anschlagen, dann liegt der SP bei ca. 120mm von der Nasenleiste,
muss dazu aber gestehen dass ich mir beim Zusammenbau keine Gedanken um die allerleichtesten Komponenten gemacht habe, was heißen soll dass meine Verlängerungskabel zu den Leitwerksservos vom Querschnitt her eigentlich in ein 1,8m Modell gehören (hatte halt keine passenden zur Hand, daher dass verbaut was gerade in der Schublade lag)

dazu kommt noch dass die Sbach ein Stück länger ist als MXS, daher ist da schon von Natur aus mehr Material hinter dem SP verbaut




Der Rumpf wirkt voluminös und etwas gedrungen, was dem 48“ Flieger mehr Größe verleiht

ausser der überarbeiteten Innenstruktur ist der Rumpf der V2 um 2cm höher als der V1 Sbach

Grüße
Denis

PlanB
01.11.2012, 17:37
Die folgenden Komponenten werden für die Sbach verwendet.

Servos: Savöx SH 0265
Servoarme: CFK 27mm
Motor: Typhon 150
Regler: TopAce 45A

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Servos gibt es in der knapp 20g Größe reichlich, aber wenn man bei der Anschaffung in einer preislichen Region bleiben will, die der Sbach entspricht, wird die Auswahl schon kleiner. Mit dem Hintergrund, dass der Flieger auch schon mal unsanft aufkommen kann, sollte das Servo sinnvoller Weise noch ein Metallgetriebe haben – was die Auswahl weiter verkleinert.
Mittlerweile habe ich 19g Servos von 3 unterschiedlichen Herstellern im Einsatz, die in einem Preissegment zwischen 12€ und 20€ liegen. Eine Sorte hat Getriebespiel, die andere Wippt sich ständig auf und bei der Dritten habe ich noch Hoffnung, da sie erst knapp ein Dutzend Flüge hinter sich hat und bislang noch funktioniert.

Mit dem Savöx SH-255MG wurde etwas tiefer in die Tasche gegriffen als üblich, aber ich habe sehr positive Feedbacks dazu bekommen und wollte mal was „vernünftiges“ verbauen.
Dazu passend wurden Servoarm Verlängerungen aus CFK mitbestellt, denn ohne geht es nicht. Bei den brachialen Ausschlägen würde sonst die Last auf den Schubstangen hoch und die Anlenkung unpräzise werden.

Hier ist bereits die Vorbereitung zur Montage der Servoarme im Gange.

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Dazu müssen die original Arme angeschliffen, die Löcher für die Schrauben aufgebohrt werden und die CFK Arme gesenkt und ebenfalls aufgeraut werden. Ich benutze zusätzlich Sekundenkleber bei der Montage, aber dennoch kann man nicht auf die beiden mitgelieferten Schrauben verzichten.


Anschließend kamen die Savöx an den Servotester und durften dort eine volle Stunde rumrödeln.

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Das ist oft ganz aufschlussreich – nicht nur, dass sich das Metallgetriebe einläuft, sondern bereits die visuelle Kontrolle der Geschwindigkeit - ob sich z.B. ein Servo vor dem Endpunkt verlangsamt - kann schnell Informationen über die Qualität liefern. Oft hat man bei Billigservos extrem unterschiedliche Laufgeräusche und nach der Einlaufzeit stellt sich Getriebespiel ein, welches vorher nicht da gewesen ist. Die Savöx bestanden die Zeit ohne Mängel, keine sonderliche Erwärmung oder gar übermäßiges Getriebespiel stellte sich ein. Das Deathband betrug nach dem Einlaufen etwa 3µs, was ein sehr schöner Wert für ein Servo in der Größe ist. Bei weniger guten Herstellern kann dieser Wert auch doppelt so hoch sein und wird dann bei der Rückstellgenauigkeit spürbar auffällig.
Wie sie sich im längeren Gebrauch machen bleibt abzuwarten.


Besonders gespannt war ich auf den Motor von UpSideDownRc, ganz nach dem Motto „für 34€ kann man ja nichts falsch machen“ (außer eben 34€ vergeigt zu haben), wurde der Python 150 gleich mitbestellt.

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Sehr löblich, dass nicht nur das Montagematerial inklusive Mitnehmer und Stecker dabei ist, sondern auch noch die notwendigen Buchsen werden mitgeliefert.
Wie in dem Bild oben schon eingeblendet, ist das Gewicht von dem Triebling nur 131g ohne Stecker und Mitnehmer – kann doch gar nicht sein! In der 48“ Klasse werden eigentlich Motoren geflogen die einen Stator mit den Maßen 30x20mm haben und in dieser Größenordnung ist ein Gewicht von ~145g das Mindeste und mit allem Drum und Dran werden schnell auch 180g erreicht – warum ist der also so leicht?
Ein Blick ins Innere offenbart hochinteressante Dinge. Zum einen ist das kein 3020 sondern ein 2820. Der Stator hat also 2mm weniger Durchmesser als gewöhnlich und das ist schon eine eher seltene Zwischengröße. Aber noch viel erstaunlicher ist die Tatsache, dass der Stator aus 0,2mm Blechen besteht und nicht wie üblicher Weise – in dem unter 90€ Preissegment dieser Motorengröße – aus 0,35mm fetten Blechen. Dazu muss man wissen, je dünner umso gut, umso weniger Wirbelstromverluste.

In einer monströsen Vergrößerung dieses Bildes habe ich die Bleche gezählt. Es sind tatsächlich 99 Bleche auf 20mm Statorhöhe.

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Das verspricht einen guten Wirkungsgrad – zumindest im mittleren Lastbereich – und kann den etwas kleineren Statordurchmesser wahrscheinlich wieder wettmachen. Aber erst einige Testläufe auf dem Prüfstand werden genaue Ergebnisse bringen.

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Als Last-Luftschrauben wurden APC`s in der Größe von 10x5“ bis 14x7“ genommen und als Regler kam ein Hobbywing Platinum 100A zum Einsatz. Der auf dem Bild zu sehende TopAce wurde für spätere Tests benutzt, in denen er sich gegen den Platinum vergleichen soll.
Nachdem die ermittelten Werte in DriveCalc eingepflegt sind, ergibt sich ein todschickes Diagramm. Leider bringt das ohne Vergleich mit einem anderen Motor, nur den paar Leuten etwas, die sich ständig damit auseinander setzen. Also muss ein Vergleichsmotor her und ich sage es gleich vorweg, der ist gar nicht so einfach zu finden. Aufgrund der fein segmentierten Bleche und einem Luftspalt von nur 0,35mm liefert der leichte Python 150 recht ansehnlich Werte, aber da es sich um einen recht günstigen Motor handelt, will ich keine namenhafte Produkte zum Vergleich heran ziehen.
Allgemein bekannt und immer wieder gerne eingesetzt werden die Turnigy SK3 Motoren und ein fast vergleichbarer Typ wäre der SK3 3542 800kv, leider liegen mir aber nur die Daten von der 1000kv Version vor.
Besonders fair ist der Vergleich nicht für den Python 150, denn der Turnigy hat einen größeren Stator – 30x20mm zu 28x20mm – ist fast 10% schwerer und hat eine höhere Drehzahl. Womit er besser für die hohen Ströme geeignet ist.

Auch für Leute die DriveCalc selten oder gar nicht benötigen, ist der Verlauf der grünen Wirkungsgradkurve interessant, denn hier steckt im Motoren-Vergleich die meiste Aussagekraft hinter – wie viel der eingespeisten Leistung kommt an der Luftschraube an? Wenige Prozente entscheiden schon ob ein Motor gut ist oder eher nicht zu gebrauchen, ob er heiß läuft oder die Leistung vertragen wird.

Durchgezogene Linie Python 150, gestrichelte Line SK3 3542 1000
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Unschwer zu erkennen, dass der P150 von Beginn an einem weit besseren Wirkungsgrad vorzuweisen hat als der Turnigy und obwohl er kleiner und leichter ist, selbst bei hoher Leistung, nicht schlechter dasteht. Allerdings wäre der Vergleich im hohen Lastbereich noch besser für den P150 ausgefallen, wenn der SK3 eine identische Drehzahl hätte und nicht ~100kv mehr! Dann würde sich die Wirkungsgradkurve vom SK3 nach links verschieben, dennoch ist auch der 800kv Turnigy ein Motor den man durchaus in der Sbach fliegen könnte.

Es zeigt sich, dass die Kombination von Python 150 mit einer APC 14x7 gut harmoniert und wie auch bei anderen 3D Modellen dieser Größe, ist die Luftschraube eine gute Wahl.

Schrottflyer
01.11.2012, 17:51
Meine Hochachtung für diese genaue Beschreibung;) Da steckt richtig viel Mühe drinn. Ich bin heute nachmittag nur S Bach geflogen, und hab an Helis geschraubt. :cool:

Hotellima
01.11.2012, 19:56
Meine Hochachtung für diese genaue Beschreibung;) Da steckt richtig viel Mühe drinn. Ich bin heute nachmittag nur S Bach geflogen, und hab an Helis geschraubt. :cool:

Das kann ich auch nur bestätigen.. ein Beitrag der fast keine Wünsche offen lässt;)

mfg
Hartmut

PlanB
03.11.2012, 11:46
Danke @Hartmut & Schrottflyer für die motivierenden Worte. Irgendwie ist das ganze Geschreibsel ja eine Art, seine Begeisterung über etwas mitzuteilen und damit eigentlich keine große Arbeit :)


Kleine Fehlerkorrektur: Bei den Servos Handelt es sich um die Savöx SH-0255 - nicht 0265 und bevor jemand forschen muss, was die denn überhaupt können, sind hier noch die wesentlichen technischen Daten.

Abmessungen LxBxH: 22,8 x 12,0 x 29,4mm
Stellzeit 60° 6V: 0,13s
Stellkraft 6V: 3,9kg
Motor: Bürste
Getriebe: Metall
Gehäuse: teilweise Alu
Gewicht: 17g


Den TopAce 45A Regler gab es zu einem guten Preis zusammen mit dem Motor, aber als eingefleischter Benutzer von HobbyWing Platinum Reglern war ich etwas skeptisch und wollte doch mal sehen ob er etwas taugt.

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Technische Daten:
Strom Dauer/Kurz: 45A/65A
SBEC Strom: 5A
SBEC Spannung: 5.0V / 5.5V / 6.0V (Ausgangsspannung einstellbar)
Zellen: 5-18Ni / 2-6Lipo
Gewicht: 47g
Abmessungen: 70x30x12

Die Preis-/Leistungsklasse des Reglers ist vergleichbar mit dem HobbyWing Flyfun 40A (bekannt auch als Turnigy Plush 40A), allerdings bietet der TopAce ein paar wertvolle Einstellungen zusätzlich an.

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Bremse, Akkutyp und Abschaltspannung sind identisch, aber schon beim Timing bietet der TopAce eine größere Auswahl. Für uns Modellflieger sind die Einstellungen zwischen 15° und 18° Timing wichtig, denn fast alle mittelgroßen Motoren im Direktantrieb, mit 12 Nuten und 14 Polen, laufen in diesem Bereich mit einem sehr guten Wirkungsgrad. Aber auch für 2polige Getriebemotoren bietet der Regler Einstellungen im unteren Timingbereich. Der Hobbywing FlyFun hat hier nur die Optionen low, middle und high, was manchmal nicht genug ist.
Governor Mode und eine SBEC-Spannung, die in 3 Schritten gewählt werden kann, sind auch nicht selbstverständlich für einen so günstigen Regler.
Das Anlaufverhalten sorgt öfters für Missverständnisse, hier geht es nicht darum wie schnell der Motor hoch dreht. Ganz einfach ausgedrückt, gibt der Regler dem Motor einen Tritt, um zu sehen wie herum er sich drehen wird und nachdem das geklärt ist, beginnt erst das eigentliche Hochfahren der Drehzahl. Die Einstellung entscheidet wie feste der Tritt ist und ist nützlich wenn es Probleme beim Anlaufen geben sollte (z.B. Stottern), kann aber ansonsten auf der Werkseinstellung verbleiben.

Die Software des Reglers kann schon mal überzeugen, bleibt abzuwarten ob das die Leistung auch kann. Für diesen Test wurden mit dem Python 150, diesmal am TopAce 45A, zwei weitere Läufe gemacht. Einmal mit der Timing Einstellung 15° und dann noch mit dem Autotiming.

Durchgezogene Linie 15°, gestrichelte Autotiming
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Das Autotiming liefert eigentlich ganz gute Werte, aber schafft erst in einem Bereich eine Verbesserung, in dem der Motor bereits überlastet ist. Wesentlich ist jedoch, dass die Auto Einstellung die Drehzahl um etwa 60kv anhebt und der Strom dadurch von 44A auf über 48A klettert – das ist zu viel. Würde der maximale Strom unterhalb von 40A bleiben wäre es eine durchaus sinnvolle Wahl, um einen kleineren Propeller optimal anzupassen. Doch mit der APC 14x7 wird die Last zu hoch und der Wirkungsgrad verschlechtert sich soweit, dass kein Leistungszuwachs mehr spürbar ist. Mit der Kombination aus 15° Timing und APC 14x7 ist der Motor gut ausgelastet, aber nicht überlastet. Soll eine größere Schraube geflogen werden (z.B. APC 15x6) muss das Timing, auf Kosten des Wirkungsgrades, noch weiter runter. Sehr angenehm, dass der TopAce die dafür notwendigen Einstellungen bietet.

Im folgenden Diagramm ist der Vergleich zwischen Topace und Hobbywing Platinum zu sehen. Beide Regler sind auf 15° Timing eingestellt und es ist gut zu erkennen, dass der mehr als doppelt so teure Platinum, der außerdem für eine Last von 100A gedacht ist, die Nase leicht vorne hat. Allerdings macht der Unterschied an der Luftschraube gerade mal 3 Watt aus, die im Regler stecken bleiben und den TopAce etwas erwärmen, aber noch unterhalb der Körpertemperatur.

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Einstellmöglichkeiten, Leistung und Preis stimmen bei dem Paket aus Regler und Motor….da lohnt es sich nicht in China einzukaufen.

Schrottflyer
03.11.2012, 19:38
Hi Falko,
da der beschriebene Regler nen Governer Mode besitzt, und ich mich auch noch mit Helis rummschlag, wäre es möglich herauszufinden ob dieser die Drehzahl hällt;)
Die meisten Regler sind dazu nicht in der Lage, denn dies ist im Helibereich echt gut, wenn der beim Pitchen nicht einbricht und die Drehzahl einhällt.:eek:
Der 45A würde bei den 450ern passen, und da mus ich demnächst für nen Kollegen einen aufbauen.:cool:
Merci für deine Mühe Schrotty:)

PlanB
03.11.2012, 20:45
Das würde schon gehen, aber jetzt ist alles verbaut und ich komme nicht an die Kabel. Ich will aber später noch eine Flugaufzeichnung machen und dann muss das eh geändert werden….kann aber etwas dauern.

Mit 2 Luftschrauben und identischer Ansteuerung kann man das machen. Bei wie viel Prozent Gasweg willst du es denn wissen…70% - und bei welcher unterschiedlichen Last, ungefähr von 20A bis 30A?

Schrottflyer
03.11.2012, 21:36
Ja die Regler sind meist bei 70 bis 80 % offen und der Strom liegt bei 25a, peak 30a mehr braucht das Teil nicht ;)
Wenn das messen könntest wär super, es ist halt so wenn du hergehst und von +4 Grad Pitch stoßartig auf +10 gehst dann brechen die Regler ein, und wenn eine kaufst der nicht stark einbricht kostet der meist schon nen Hunni:cry:

PlanB
05.11.2012, 21:22
Der Aufbau

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Bevor es mit dem eigentlichen Bau/Zusammenstecken los geht werden die Servos vorbereitet. Hier sollte man sich Zeit lassen, denn ob ein Flieger wirklich präzise fliegt ist auch davon abhängig wie genau und spielfrei seine Servos und Anlenkungen arbeiten und ob alle Hebel die richtige Länge haben. Um die Länge der Servohebel zu bestimmen muss zuerst die Länge der Ruderhebel bekannt sein. Diese beträgt an den Querruder ~25mm und am Leitwerk ~23mm bis zum Drehpunkt. Mit den ~26mm langen CFK Servoarm-Verlängerungen sind so auf Quer etwa +-50° und auf Höhe/Seite etwa +-60° zu realisieren…..hört sich viel an, ist aber genau richtig und zum Einfliegen gibt es ja die Funktion Dualrate.

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Beim Anbringen der CFK Verlängerung ist zu beachten, dass der Servoabtrieb eine ungerade Anzahl von Zähnen hat (25). Es macht also einen Unterschied ob das Servohorn um 180° verdreht montiert wird und in welcher Richtung der CFK-Arm angebracht wird. Da der maximale Servoweg, inklusive Übersteuerung genutzt werden soll, muss bei Servoneutralstellung, der Arm, so gut es geht mittig stehen.

Wenn man die Verlängerungskabel anlötet macht es Sinn etwa 10cm lange Enden von den Servos abzuschneiden. Auf diese werden Buchsen angebracht und man hat gleich die Querruderanschlüsse.
Ansonsten muss man halt 2 lange und 2 kurze Servokabel-Verlängerungen kaufen.
Die Kabel der Querruderservos passen prima wie sie sind.

Die Gestängeanschlüsse verdienen auch Aufmerksamkeit, da sich hier leicht einiges an Spiel einschleichen kann. Bei mir sind sie alle nach innen gerichtet, das hat den Vorteil, dass die Stellkraft näher am Kugellager des Servos liegt. Außerdem stehen die Anschlüsse an den Flächen, weniger weit raus und können beim Transport die andere Fläche nicht beschädigen, falls sie mal aufeinander liegen. Der Nachteil ist, dass man zum Anziehen der Stellschraube das ganze Servohorn abschrauben muss – und das überstehende Gewinde muss auch noch entfernt werden.

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Nachdem ein 2mm Loch in den Servoarm gebohrt wurde, ist die Reihenfolge der Montage: Anschluss, Scheibe, Servohorn, Scheibe, Mutter. Die Mutter wird mit Loctite 2701 gesichert und so fest gezogen, dass sich der Anschluss schon etwas schwergängig drehen lässt und vollkommen spielfrei ist. Dann kommt ein winziger Tropfen Öl auf das Gelenk und es kann trocknen. Nach etwa 15 Minuten ist das Loctite fest und über Nacht ausgetrocknet, dann kann auch keine Veränderung mehr vorgenommen werden. Wenn man jetzt noch an der Mutter dreht, reißt sofort das Gewinde ab. Sollte einem gerade das hochfeste Loctite 2701 ausgegangen sein ;), kann man auch mit Sekundenkleber improvisieren.


Höhen und Seitenleitwerk sind eine feine Sache wenn der Flieger erst einmal in der Luft ist und zum Starten ist auch ein Fahrgestell nicht schlecht, aber beim Einbau von Elektronik und Antrieb stören mich die sperrigen Teile, deshalb beginne ich gerne mit dem Motor und Regler. Bei einer BEC Stromversorgung ist dann schon Spannung für die Servos vorhanden, um die Hebel auszurichten und den Weg zu kontrollieren.

Für das Motorkreuz sind auf dem Spant schon Bohrmarkierungen angebracht. Mit 2mm wird dort vorgebohrt, aber für den Python 150 muss man die Löcher ein ganz klein wenig enger beieinander setzten.

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Bevor jetzt der Motor montiert wird muss zuerst nachgeleimt werden. Motor- und Fahrwerksspannten bedürfen, in den Ecken, etwas zusätzlichem Sekundenkleber. Das ist nichts ungewöhnliches, selbst bei einem highend Flieger bin ich z.Z. alles am nachleimen. Man kann eher froh sein, dass nicht alles mit Leim zu gekleckert ist.
Dann den Motor anschrauben und die Kabel durch die 3 Löcher am unteren Ende des Spants führen.

Der Drehzahlsteller wird von unten, mittels 2 Kabelbindern fixiert. Zwischen Regler und Holz kann man etwas Schaumgummi legen. Vorher werden natürlich alle Stecker und Buchsen an den Regler gelötet.

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Das Empfänger- und Akkukabel kommt durch die vorhandenen Ausschnitte nach oben, in den Innenraum.

Schrottflyer
06.11.2012, 10:48
Hi Falko,
hast du für das CFK Fahrwerk das Chassie unten verstärkt? Seh echt ein Problem dass dieses hällt.
Meins von der kleinen hab ich aus VA-Draht gebogen das gibt nach und verbiegt nicht so leicht.:confused:

PlanB
06.11.2012, 11:02
Ja, habe ich und es ist auch nur an der Verstärkung angeschraubt. Wenn ich will kann jederzeit wieder das Draht-Fahrwerk montiert werden. Aber pssst……soweit bin ich doch noch gar nicht :)
Bilder davon folgen noch.

PlanB
06.11.2012, 16:06
Nachdem die Regler-Kabel bereits im Innenraum liegen, kann der Empfänger und die Akkuhalterung eingebaut werden. Ein erster erflogener Schwerpunkt liegt bei 130mm hinter der Nasenleiste und bringt den Empfänger weit nach hinten und den Akku in die Mitte zwischen Motorspant und Führungsrohr. Für meinen Geschmack kann der Schwerpunkt aber ruhig noch etwas weiter hinten sein.

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Als Befestigung für den Akku genügt der mitgelieferte Klettstreifen und ein Spant aus selbst angefertigten EPP oder Styropor. Die Position des etwa 10cm langen Klettstreifens kann man aus dem folgenden Bild entnehmen.

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Damit lässt sich der Akku von der Mitte bis zurück zum Führungsrohr verschieben. Das ist wichtig, denn z.B. ein anderer Motor wird, inklusive Backmountkreuz und Propadapter, kaum so leicht sein wie der Python (150g). Auch ein CFK Fahrwerk, oder ein Spinner bringt reichlich Gewicht nach vorne und dann muss der Akku weiter zurück.


Der Servo Einbau geht zügig von statten, da die 24x13mm Aussparungen wie gemacht sind für die Savöx SH-0255. An den vorhandenen Markierungen wird mit 1,5mm vorgebohrt und mit einer Schraube ein Gewinde vorgeschnitten. Dieses wird noch mit Sekundenkleber gehärtet und dann können alle Servos montiert werden.

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PlanB
07.11.2012, 00:24
Der Einbau des Höhenleitwerkes ist etwas Anspruchsvoller, wenn man dabei sämtliche Winkel kontrolliert. Man kann das HL auch einfach einkleben und gut ist, damit fliegt die Sbach trotzdem. Hier wird mit 2 zusätzlichen Schritten gezeigt, wie man prüft ob alles seine Richtigkeit hat.


EWD kontrollieren
Der EWD beträgt bei der Sbach um die, oder sogar exakt 0°
Ein großes Geodreieck wird, anhand der Flächenausfräsung, genau über Nasen- und Endleiste ausgerichtet. Daran wird ein Aluprofil angelegt und damit die Parallelität der HL Aussparung kontrolliert.

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Sieht prima aus, bis auf ein kleines Stück von der Innenauflage, welches in die Aussparung hinein schaut. Ich habe den winzigen Keil vorsichthalber heraus geschnitten.

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Ausrichtung der Tragflächen zum Seitenleitwerk
Flügel an den Rumpf stecken und auf einer ebenen Fläche, mit gleichem Abstand zum Untergrund, ausrichten und provisorisch fixieren.

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Es würde mich wundern wenn das Geodreieck, am Seitenleitwerk jetzt genau 90° anzeigt, aber +-2-3° sind noch vertretbar. Sollten dort aber 5° oder mehr zu sehen sein, muss das Führungsrohr der Tragflächen gerichtet werden. Das ist kein großer Aufwand, Führungsrohr lösen und das Loch im Holz, um ein paar Zehntel mm, in die gewünschte Richtung erweitern, ausrichten, festkleben, fertig - Ist aber nicht notwendig gewesen, hat recht gut gestimmt.



Höhenleitwerk einsetzten und ausrichten
…so geht es.

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Jetzt beginnt das Ausrichten des HL`s. Zuerst wird es auf die Mitte geschoben, dafür reicht ein Lineal. Gleichzeitig kann das große Geodreieck positioniert werden. Da der Rumpf schön gerade ist, reicht das Dreieck vollkommen aus um den 90° Winkel des HL`s zu bestimmen. Mit einem Zollstock rechts und links zu den Flügelspitzen hin zu messen, ist viel aufwändiger und ungenauer, wenn es zig mal wiederholt werden muss. Eigentlich macht man das auch mit einer dünnen Holz-Leiste, die an der Rumpfnase, schwenkbar befestigt wird, aber so präzise muss es nicht sein. Mit dem Dreieck wird das schon sehr genau.

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Nun peilt man von hinten, über das Höhenleitwerk, zur Tragfläche und kontrolliert ob der Winkel übereinstimmt…..was er natürlich nicht tun wird.

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Das sieht eigentlich schon ganz gut aus, wenn nicht die unterschiedlich ausgeschlagenen Querruder einen anderen Eindruck vermitteln würden. Deshalb sollten sie jetzt auch noch gar nicht angebracht sein.
Das HL nach links oder rechts zu drücken bring nichts. Wenn kein Spiel in der Aussparung vorhanden ist, muss das HL noch einmal raus und mit Schleifpapier ein wenig der Winkel nach gearbeitet werden. Ist danach ein klein wenig Spiel vorhanden, sodass der richtige Winkel, ohne viel Drücken erreicht wird, kann mit Hilfe eines kleinen Gewichtes weiter gemacht werden.

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Bei meiner Sbach musste nicht geschliffen werden, lediglich durch verschieben der Aluminiumscheibe konnte das HL genau ausgerichtet werden.


Bevor jetzt geleimt werden kann sollte nochmal alles genau kontrolliert werden, die Mittigkeit mit dem Lineal, der Winkel zum Rumpf mit dem Geodreieck und die Parallelität von HL und Tragfläche. Ist man sich sicher, dass wirklich alles passt, wird an den Eckpunkten jeweils ein Tropfen dickflüssiger Sekundenkleber aufgetragen – Pause oder Aktivatorspray.
Danach wird der Rumpf herumgedreht und wieder darf das Gewicht nicht vergessen werden! Genau ausrichten und auch hier mit Sekundenkleber vorerst nur fixieren und noch nicht endgültig verleimen.
Ist auch hier der Kleber getrocknet wird ein letztes Mal kontrolliert und wenn es stimmt, darf endlich alles verleimt werden. Stimmt es jedoch nicht, dann ist es kein großes Problem die paar Klebestellen wieder zu lösen und alles noch einmal von vorne zu machen :)

PlanB
07.11.2012, 21:13
Die Ruderflächen lassen sich bevorzug mit UHU Por anbringen. Das Einsetzten der Scharniere, in den noch nassen Klebstoff, ermöglicht ein genaues Ausrichten des Ruderspalts und der Leim greift nicht den Flächenkern aus hartem Styropor an. Nach etwa einer Stunde Ablüftzeit kann weiter gearbeitet werden, aber bevor man fliegt ist es besser eine Nacht vergehen zu lassen.

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Der Ruderspalt sollte etwa 1mm breit sein, um die großen Ausschläge zu ermöglichen. Außerdem muss ein Spalt zum Flügelübergang erhalten bleiben.

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Der Flügelübergang lässt sich einfach, auf 2 Holzbretter in die richtige Position bringen und wird ebenfalls mit UHU Por, oder mit 5/10 Minuten Epoxy verklebt

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Sämtliche Ruderhörner werden mit 10 Minuten Epoxy eingeklebt. Bei Sekundenkleber kann nur der speziell für Styropor (EPS) geeignete benutzt werden, andernfalls werden die Kerne in den Leitwerken beschädigt. Bei Seiten- und Höhenruder wird auf der gegenüber liegenden Seite des Ruderhorns ein Clip aufgesteckt, der sich ganz wie bei einem Kabelbinder selber fixiert.

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Werden die beiliegenden 1,7mm Stahlgestänge benutzt, muss das letzte Loch in den Ruderhörnern mit 1,8mm aufgebohrt werden. Bitte kein 2mm Bohrer verwenden nur weil kein 1,8er zur Hand ist, das gibt jede Menge Spiel in den Rudern.

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Zum Schluss wird noch das Fahrwerk eingesetzt und mit der beiliegenden Holzscheibe fixiert. Falls man mit dem Gedanken spielt, irgendwann mal ein anderes zu verbauen, bietet es sich an nur die Holzscheibe einzuleimen. Diese lässt sich dann später wieder ausbohren und der Fahrwerksdraht kann ohne große Operation heraus genommen werden. Aber man sollte sich im Klaren sein, dass kaum ein anderes Fahrwerk so leicht ist wie das aus dem Baukasten.

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Bevor der Leim ausgehärtet ist stellt man den Flieger auf eine ebene Fläche und kontrolliert links und rechts den Abstand der Flächen zum Boden. Nichts sieht so albern aus wie ein schief eingeleimtes Fahrwerk :)

PlanB
09.11.2012, 00:25
Bei dem folgenden Posting bin ich mir nicht sicher ob das überhaupt in ein Forum gehört, da es mehr eine Gebrauchsanleitung ist als ein Bericht. Ursprünglich sollte die Sbach nur vorgestellt werden und dann wurde es zu einem Baubericht. Damit das zu einem runden Abschluss findet und für vielleicht für den einen oder anderen Einsteiger einen Nutzen hat, habe ich mich dann doch entschieden eine Art „Info für den Erstflug“ mit anzuhängen.
Vielleicht habt Ihr ja auch noch Ideen/Ergänzungen dazu und helft jemand damit zu einem erfolgreichen 3D Einstieg?




Die Rudereinstellungen:
Am Sender werden alle Ruder auf maximalen Ausschlag programmiert, aber ohne, dass die Servos auf Anschlag laufen oder das Seitenruder das Höhenruder berührt.
Expo reicht für meinen Geschmack 50% auf Quer und Höhe, auf Seite 20% oder gar nichts. Aber für manche darf es auch etwas mehr sein, viele Leute fliegen mit bis zu 80% Expo. Es gibt kein richtiges oder falsches Expo – jeder wie er mag, einfach viel rumprobieren.
Dual Rate hingegen sollte bei den großen Ausschlägen, zumindest für Einsteiger recht sanft eingestellt sein. Wer zuerst nur ein paar Kreise drehen möchte, kann es runter auf 30-40% stellen und wird es mit der Zeit schon selber erhöhen, um mehr Ruderwirkung zu bekommen.

Der Schwerpunkt:
Mit den beschriebenen Komponenten und bei mittlerer Lage des Akkus, zwischen Steckungsrohr und Motorspant, wird sich der Schwerpunkt bei etwa 130mm, von der Nasenleiste entfernt einstellen. Damit ist der Flieger gut zu beherrschen, die Ruder stehen neutral und in Rückenlage muss leicht gedrückt werden. Natürlich ist da noch Platz für Experimente und ein Schwerpunkt von 135-140mm macht die Sbach noch etwas lebendiger. Mehr als 140mm ist dann nur etwas für Leute die im Rückenflug gerne ziehen – ich mag es nicht besonders.

Die Luftschraube:
Viele Propeller in der Größe von 12-15“ sind geeignet, aber die APC 14x7 passt eigentlich immer.
Bei sehr wenig Wind ist es ganz interessant mal eine APC 15x6 zu fliegen und viele langsame und schwebende Figuren zu probieren. Wenn es jedoch gut windig ist, macht es mehr Spaß eine APC14x8,5 oder eine JXF14x7 (Metts) zu montieren und etwas dynamischer unterwegs zu sein.

Der Akku:
3s und 2200mAh mit ca. 190g Gewicht sind eigentlich optimal. Hat der Akku deutlich mehr Gewicht, wird es schwierig den Schwerpunkt einzuhalten und der Flieger schnell kopflastig. Sind die Akkus leichter ist das zwar schön, aber auch mit 2200mAh sind nur etwa 6-7 Minuten Flugzeit möglich. Außerdem braucht ein kleinerer Akku eine recht hohe Belastbarkeit und das macht ihn dann auch wieder schwerer, da ist es besser bei anderen Sachen mit dem Gewicht zu knausern. Im Vergleich zu größeren Modellen, wird in der 1,2m Klasse mit einem eh schon recht geringen Akku-Gewichtsanteil, von nur ~15% geflogen.
Damit dem Akku bei den Spitzenströmen nicht die Puste ausgeht, ist eine Belastbarkeit von 30C oder mehr empfehlenswert.

Die Landung:
Eigentlich ist die Landung ein Kinderspiel und funktioniert aus jeder Situation, aber wie bei den meisten 3D Modellen, die einen Schwerpunkt besitzen der an der hinteren Grenze liegt, muss auch die Sbach gesteuert gelandet werden. Den Platz auf Augenhöhe anfliegen, den Motor abstellen und zusehen wie das Modell landet, funktioniert nicht besonders gut.
Wenn die Sbach nach unten soll, dann muss sie auch in diese Richtung gelenkt werden. Also macht es Sinn bei der Landung etwas Schleppgas stehen zu lassen und mit ein wenig Tiefenruder den Flieger auf den Boden zu bringen. Da man sehr schnell Geschwindigkeit abbauen kann, ist dafür weder eine Platzrunde, noch ein 100m weiter Anflug notwendig. Es geht natürlich auch ohne Schleppgas, indem man einfach zügig rein kommt, die Geschwindigkeit ist schnell weg und dann steuert man den Flieger auf den Boden. Nur immer weiter ziehen und auf die selbstständige Landung warten, das sollte man nicht, sonst fällt der Flieger irgendwann runter……was er wahrscheinlich heil überstehen wird, aber es schauen doch Leute zu :D

D.Peters
11.11.2012, 04:03
ich habe nun auch (unfreiwillig) eine V2 Sbach im Hangar

bevor mich jetzt jemand für völlig bekloppt erklärt und denkt ich hätte doch sowieso das Lager voll von diesen Dingern, hier die Geschichte des Modells:
diese Sbach wurde samt Antriebsstrang reklamiert und ist zu mir zurück geschickt worden
ich habe lediglich meine Servos, Empfänger und Akku eingebaut um den Flieger zu überprüfen, der Rest blieb unverändert, so wie der Käufer ihn abgeschickt hat

eigentlich habe ich schon eine V1 Sbach und hatte nicht vor ´ne V2 für mich zusammenzustecken, aber das Schicksal wollte es wohl anders :rolleyes:

im Video ist eine 13x6.5 APC verwendet, aber ´ne 14x7 währe wohl besser gewesen, habe ich vor allem beim Hovern gemerkt, es war heut auch recht windig, ca. 20km/h

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https://vimeo.com/53237688

https://vimeo.com/53237688

Grüße
Denis

PlanB
11.11.2012, 07:32
Hallo Denis,

sehr schönes Herbstvideo, bei dem man sieht, wie gut sich der Flieger bei dem Wetter macht.
Selber war ich 3 mal mit ihr draußen, aber mehr als ein Dutzend Flüge waren mir nicht gegönnt, entweder Regen oder selbst die 14x7 reichte kaum noch um gegen die Böen anzukämpfen.
Wegen 2 Waldstücken und einer Kiesgrube, die direkt an den Platz angrenzen, haben wir recht interessante Turbulenzen, die schon so manchen großen Flieger auf den Boden gedrückt haben. Die kleine Sbach wird natürlich auch heftig durchgerüttelt, aber sie schmiert bei einem Strömungsabriss nicht gleich ab, oder sackt ewig weit durch. Über die Flugeigenschaften bei Sauwetter bin ich jedenfalls schon mal begeistert :)

D.Peters
11.11.2012, 11:31
danke für die Komplimente :)
ich bin ebenfalls sehr erfreut über die Stabilität im Flug, selbst bei stärkerem Wind, dies verleitet aber auch zu mancherlei Blödsinn, siehe bei 3:04 und 3:51
allgemein fliege ich die Sbach zur Zeit lieber als die MXS weil die erstere nicht ganz so zappleig ist

übrigens, jetzt, wo ich auch eine v2 habe stimme ich dir beim SP volkommen zu, die 125mm der v1 sind viel zu kopflastig, im Video liegt er bei ca. 130-135mm


Grüße
Denis

PlanB
12.11.2012, 14:45
Nach 22 Akkus und durchgehend schlechtem Wetter, wächst der Spaß an der Sbach noch immer. Heute Morgen stand Messertrudeln an und das geht so einfach, dass solange dumm rum getrudelt wurde, bis sich die Motorschrauben lösten. Als sich das Luftschrauben-Geräusch nicht mehr schön anhörte, bin ich dann doch mal gelandet – zum Glück – der Motor hing nur noch an zwei Schrauben.
Bei normaler Motor-Montage wäre das nicht passiert, aber ich konnte es mir nicht verkneifen auf das Motorkreuz zu verzichten und 8g zu sparen :cool:

Gewichtseinsparung tut auch Not, denn das Drahtfahrwerk hat mir nicht gefallen und wurde durch ein „Schummelkohle-Fahrwerk“ ersetzt. Schummelkohle weil nur die erste Lage aus CFK ist und der Rest aus Glas, aber dafür ist es auch günstig.

Das putzt doch optisch richtig was weg?
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Angeboten wird das Fahrwerk für 1,5-2kg Flieger und wurde ursprünglich für eine 1,5m YAK mit 2,3kg gekauft. Das taugte leider gar nichts, weil es dafür viel zu labberig war, aber für die 1,2kg Sbach ist es absolut perfekt – sehr flexibel, aber mit der genau richtigen Tragkraft. Es ist etwa 2cm breiter, 1cm höher als das Original und wiegt 29g, womit es ~10g schwerer ist als der Drahtbügel. Weiter ~10g kommen mit der Befestigung und den Radschrauben zusammen.

Bei der Montage muss nichts umgebaut werden, sondern nur 2 Klötzchen, aus halbwegs festem Holz – bei mir Birkensperrholz – von unten eingeleimt werden.

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Die Holzstücke stützen sich von 4 Seiten ab und haben auch Verbindung zu den CFK Stäben, die durch den Rumpf verlaufen. Die alte Fahrwerksöffnung wurde mit einem Stück Balsa verschlossen und die 4 Schrauben, für das neue Fahrwerk, greifen ausschließlich in die beiden Holzstücke. Das Epp unter dem CFK wurde nicht entfernt und je nachdem wie feste die Schrauben angezogen werden, bringt es noch ein klein wenig zusätzliche Dämpfung.
Ich bin bewusst viel über den Platz gerollt und nach etwa 30 Starts und Landungen mussten nicht einmal die Schrauben nachgezogen werden. Da bei der MXS das Drahtfahrwerk hin und wieder nachgebogen werden musste, sind die zusätzlichen 20g für ein CFK/GFK Fahrwerk schon ein vertretbarer Gewichtsnachteil.

PlanB
14.11.2012, 20:59
Da der Motor eh schon lose war, wurde er auch gleich ausgebaut, zerlegt und mit einer neuen Wicklung versehen, die statt 12 jetzt 13 Windungen hat. Der Kupferquerschnitt stieg dabei um über 40% und durch die verbesserte Drehzahlsteifigkeit, liegt an der APC 14x7 die gleiche Leistung an wie vorher, aber mit ein paar Ampere weniger Stromaufnahme durch den verbesserten Wirkungsgrad.
Die Drehzahl ist von 922kv runter auf 850kv, aber durch die größere Menge Kupfer, ist leider das Gewicht um 9g gestiegen.

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Bei fast der gleichen Leistungsaufnahme wie vorher mit der APC 14x7, kann jetzt eine JXF 14x7(Metts) Holzlatte geflogen werden und die Ausgangsleitung ist um die ~4% mehr ETA angestiegen. Also gleiche Flugzeit, etwas mehr Dampf und eine schöne leise Holzlatte ohne Strömungsabrisse und mit mehr Grip.
Das typische Gebrumme der APC Latten bei Snaps oder Trudeln ist weg und beim Gas geben, während des Hoverns, greift die Latte noch einen Tick besser.

Hotellima
14.11.2012, 22:00
@ PlanB... Erst mal muss ich sagen, Super tolle Bilder und absolut prima kommentiert !!! Weiter so!! Hier kann man wirklich noch was lernen ;)

mfg
Hartmut

D.Peters
14.11.2012, 22:03
@ PlanB... Erst mal muss ich sagen, Super tolle Bilder und absolut prima kommentiert !!! Weiter so!! Hier kann man wirklich noch was lernen ;)

mfg
Hartmut

+1 :)






aber durch die größere Menge Kupfer, ist leider das Gewicht um 9g gestiegen.

das hast du doch mit dem Weglassen des Montagekreuzes wieder eingespart :D






– zum Glück – der Motor hing nur noch an zwei Schrauben.

906169

....also, da mein erstes Loctite Bild nicht forumskompatibel war und daher eine recht kurze Haltbarkeit hatte, hier nun mein eigenes Werk an dem ich alleine alle Rechte besitze :p
den Loctite-Mittelfest Schriftzug müsst ihr euch aber selber vorstellen, habe das Zeug nähmlich umgefüllt

:D:D:D

PlanB
14.11.2012, 22:32
Ja ich merke das schon, ihr zwei wollt mich nur in Verlegenheit bringen.:rolleyes:


das hast du doch mit dem Weglassen des Montagekreuzes wieder eingespart :D
Hehe, wenn Du wüsstest wo ich noch viel mehr Gewicht gespart habe würde Dir der Zahnschmelz pelzig werden…..wie schwer ist so ein TopAce 45A noch gleich? :D

D.Peters
14.11.2012, 22:55
Ja ich merke das schon, ihr zwei wollt mich nur in Verlegenheit bringen.:rolleyes:


Hehe, wenn Du wüsstest wo ich noch viel mehr Gewicht gespart habe würde Dir der Zahnschmelz pelzig werden…..wie schwer ist so ein TopAce 45A noch gleich? :D


hast du etwa die Motorkabel abgeschnitten....ist dein Antrieb jetzt wireless?? :D

PlanB
14.11.2012, 23:28
Nein ich habe den Regler nicht auf Bluetooth umgebaut, aber wenn man den 2cm dicken Schrumpfschlauch entfernt (naja, vielleicht nicht ganz 2cm dick :)), stößt man auf einen wärmeableitungssicher verpackten Kühlkörper, den man getrost durch eine 0,5mm dicke Aluscheibe ersetzten kann.
Die etwa 6cm langen, 2,5mm² dicken Kabel können auf die Hälfte gekürzt werden …..und dann müssten sie ja eigentlich auch nur noch halb so dick sein, um den gleichen Widerstand zu haben? Also gleich durch 3 kurze 1,5mm² Kabel ersetzt und alles wieder in hauchdünnen Schrumpfschlauch verpackt.
…und siehe da, der TopAce ist um 12g leichter :cool:

Ähmm, wie war das eigentlich mit der Garantie?


PS: Na klar wurden die Motorschrauben jetzt mit Loctite mittelfest eingesetzt…dat hält nu wat.

PlanB
18.11.2012, 00:36
Mit dem grenzwertig modifizierten Regler sind nun einige Akkus geflogen worden, ohne dass es zu Problemen gekommen ist. Obwohl er seines Kühlkörpers beraubt wurde, lassen ihn Ströme, die bis zu der nominalen Belastbarkeit reichen kalt.
Auf dem Bild erkennt man wie groß der Kühlkörper eigentlich ist und wenn man diesen klaglos weglassen kann, müsste doch eigentlich noch eine Menge mehr in dem Regler stecken.

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Bei der nächsten Bestellung werden Luftschrauben in der Größe 14x8,5 und 13x10 geordert. Damit möchte ich weiträumigen klassischen Kunstflug probieren. Die Ströme klettern damit auf etwas über 50A und ich bin recht gespannt wie sich Regler und Flieger dabei machen.
Falls es dem TopAce doch etwas warm werden sollte, kann der Kühlkörper wieder montiert werden und wie man es von anderen Reglern kennt, ein Fenster in den Schrumpfschlauch geschnitten werden.
Bislang bin ich jedenfalls sehr erstaunt wie belastbar dieser 45A ESC ist.

D.Peters
18.11.2012, 02:54
auf dieser Nahaufnahme sehe ich jetzt wie inkonsequent du bist, ...da häutet er den Regler, reißt ihm die Aluplatte ab, lötet neue Kabel an (geht möglicherweise noch über alle Lötstellen um das überschüssige Lot zu entfernen :D:D:D)
und dann das Unfassbare! sehe ich da wirklich 3 schwere Stecker zwischen Regler und Motor??? da währen doch noch locker 2,5g zu holen gewesen! :D

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Gruß

PlanB
18.11.2012, 10:46
Wieso denn inkonsequent? Ganz im Gegenteil, ich würde behaupten, dass ist Konsequenz in ihrer Urform! Du musst nämlich wissen, dass nach dem Kürzen, die Kabel nicht mehr lang genug waren für eine Verbindung zum Motor. Bevor ich jetzt aber längere Kabel anlöte, bau ich doch eher Stecker ein.
(und wer alles glaubt was im Forum steht, kauft auch einen Gebrauchtwagen von mir)


PS: ….und außerdem wiegen 3 Steckerpaare mit doppelten Lötstellen und Schrumpfschlauch 8g 907551

Schrottflyer
18.11.2012, 18:58
Die 40 Ampere könntet ihr doch per Bluetooth übertragen dann brauchst keine Kabel und Stecker:D

PlanB
24.11.2012, 11:54
Bei strahlendem Sonnenschein und durchschnittlich 20km/h Windgeschwindigkeit, war das Wetter genau richtig, um die eben eingetroffenen APC 14x8,5“ und 14x10“ zu testen. Die erste Runde wurde noch mit der JXF 14x7 Holzlatte gedreht, um einen Vergleich zu haben. Diese liefert 71km/h Vpitch im Stand und wenn man großzügige 80% davon als reales Tempo annimmt, sind 57km/h kein Ausbund an Geschwindigkeit, wenn die Böen teilweise mit bis zu 30km/h ankommen. Und so flog es sich dann auch, a la unfrisiertes Mofa, im ersten Gang bergauf. Wurde der Flieger erst einmal 100m vom Winde verweht, musste ich schon ganz schön asten, bis er wieder über dem Platz war.

Schon viel besser sah das mit der APC 14x8,5 aus, lediglich 15km/h mehr Vpitch machen sich in der Luft deutlich bemerkbar. Damit schnitt die Sbach sauber durch die Böen und auch mit Halbgas war gut voran zu kommen. Es kam so etwas wie Dynamik auf und das Fliegen war nicht nur angenehmer, sondern auch sicherer. Mein sehr bescheidenes Kunstflugprogramm ließ sich bewältigen und die Sache machte richtig Spaß.

Gut – aber das muss doch noch zu toppen sein! Mit einem etwas schlechten Gewissen, wegen dem kühlkörperlosen TopAce 45A Regler, wurde die APC 14x10 montiert. Die Gewissensbisse waren auch nicht ganz unbegründet, schließlich halten die NanoTech 45C Akkus, während den ersten 20 Sekunden, locker eine Spannung über 10,5 Volt und damit stellt sich ein Strom von etwa 53A ein.

910164

Der Wert von Vpitch steigt von 71 auf stolze 97km/h, aber der P150 sinkt im Wirkungsgrad um beinahe 4%, was richtig viel ist und trotz dicker Wicklung die Grenze seiner Leistungsmöglichkeit darstellt.

Und los ging`s mit Vollgas, abheben nach 3 Fliegerlängen, senkrecht nach oben und Abschwung in den Wind hinein…..hmm - so richtig dolle is das aber nich. Irgendwie auch nicht sonderlich besser als mit der APC 14x8,5, der „Aha Effekt“ blieb jedenfalls aus (gut, der war ja schon beim 8,5er Prop da gewesen). Die Drehzahl hörte sich deutlich niedriger an und die gefühlte Fluggeschwindigkeit war nur unwesentlich höher, dafür war aber die Landung recht spaßig. Der Wind hatte nochmal aufgefrischt und so langsam wurde das Fliegen zum Eiertanz, besonders beim Anflug auf unseren turbulenten Platz. So verlief dann auch die Landung, denn die 10er Steigung machen den Flieger bei Schleppgas um einiges flotter. Trotz heftigem Gegenwind bin ich prompt am Aufsetzt-Punkt vorbei gerauscht und durfte noch eine Ehrenrunde drehen.
Obwohl die Last hoch war, sind nach der Landung, der Motor und Regler nicht übermassig warm gewesen. Da nicht die ganze Zeit mit Vollgas geflogen werden konnte, hielten die Komponenten das gut aus.

Fazit: Durch den Verlust an Wirkungsgrad verbleiben an der APC 14x10 gerade mal ~10% mehr Leistung als an der APC 14x8,5. Das ist nicht genug um aus der Sbach einen Sturmvogel mit brachialem Geschwindigkeitszuwachs zu machen, aber mit der 14x8,5 kommt man auch prima vorwärts und das Fliegen bereitet selbst bei widrigen Windverhältnissen Vergnügen. Auch ohne handgewickelten Motor kann man diese Latte mal mitnehmen und bei entsprechend schlechtem Wetter sich freuen, dass man doch noch gut fliegen kann.

D.Peters
26.11.2012, 21:49
Durch den Verlust an Wirkungsgrad verbleiben an der APC 14x10 gerade mal ~10% mehr Leistung als an der APC 14x8,5. Das ist nicht genug um aus der Sbach einen Sturmvogel mit brachialem Geschwindigkeitszuwachs zu machen, aber mit der 14x8,5 kommt man auch prima vorwärts und das Fliegen bereitet selbst bei widrigen Windverhältnissen Vergnügen. Auch ohne handgewickelten Motor kann man diese Latte mal mitnehmen und bei entsprechend schlechtem Wetter sich freuen, dass man doch noch gut fliegen kann.

würde eine apc 13x10 evtl. der bessere Prop sein, wenn man 10" Steigung fliegen möchte?
vor deinen Experimenten habe ich mir eine apc 13x8 zum probieren geholt, offensichtlich währe der Motor damit wohl unterfordert :D:D, werd sie trotzdem mal draufmachen

Grüße
Denis

PlanB
27.11.2012, 13:27
würde eine apc 13x10 evtl. der bessere Prop sein, wenn man 10" Steigung fliegen möchte?


Ganz klares nein.
Ich muss etwas ausholen um das ersichtlich zu machen, angefangen indem ich mich mal selber kritisiere.

….und wenn man großzügige 80% davon als reales Tempo annimmt….

So eine Aussage ist natürlich vollkommener Unfug, aber solange es ungefähr hinkommt, erspart es Unmengen an Tipperei :D
Aber genau hier liegt eigentlich der Hund begraben, der Unterschied zwischen der tatsächlichen Modellgeschwindigkeit und errechneten Strömungsgeschwindigkeit, die irgendein Propeller erzeugt, steht in keinem festen Verhältnis – da muss ja auch noch ein wenig Energie aufgewendet werden – von nix kommt auch nix. Oder stimmt das vielleicht gar nicht, kommt manchmal auch von nix doch etwas?

Ich konstruiere jetzt mal ein vereinfachtes Beispiel, bei dem viel außer Acht gelassen wird und von dem nicht ein einziger Wert tatsächlich gemessen wurde, sondern dass nur zeigen soll worum es geht.
Sagen wir mal die Sbach braucht an der Luftschraube eine Leistung von 350W, um mit ihrem Luftwiderstand 70km/h zu erreichen. Nun ist aber eine recht fette, 3D optimierte, Holzlatte auf dem Modell, welche auch 350W verbraucht und mit der es nur 60km/h fliegt. Geschwindigkeitsbezogen ist das natürlich übel, aber fürs 3D-Gezappel prima. Ersetzt man die Schraube durch eine mit mehr Steigung, die aber kaum mehr Leistung aufnimmt, weil sie ein dünneres Blatt hat und für eine höhere Geschwindigkeit einen besseren Wirkungsgrad aufweist, dann könnte man subjektiv sagen, dass von nix doch etwas kommt – denn der Flieger ist schneller geworden. Stimmt natürlich nicht, die Geschwindigkeit kam durch die bessere Anpassung/Wirkungsgrad und weil die notwendige Leistung schon vorhanden war.

Angenommen die Sbach benötigt 450W, um eine Geschwindigkeit von 80km/h zu erreichen, dann kann man an Luftschrauben montieren was man will, egal mit welcher Steigung. Solange die 450 Watt nicht zur Verfügung stehen, wird der Vogel keine 80 fliegen. Von nix kommt eben doch nix :(

Wenn du also die 13x10 draufschraubst wird nur der Schlupf größer, aber nicht die Geschwindigkeit. Um schneller zu werden muss die Drehzahl steigen oder die Latte größer werden, auf jedenfall brauchst Du mehr leistung. Also 4s, oder ein größerer Motor, oder eine heiße Wicklung.

....aber die 14x8,5 ist schon prima für Kunstflug. Und bei 15° Timing sollte der serien P150 das auch schaffen - teste es doch mal. Oder noch besser, teste auch die 13x10, selbst wenn keine 80km/h drin sind, ändern sich doch die Flugeigenschaften enorm.

PlanB
27.11.2012, 23:26
Auch wenn das immer so eine Sache mit den DriveCalc Diagrammen ist, nach dem Motto wer misst, misst Mist, möchte ich damit trotzdem kurz zeigen, dass die APC 14x8,5 problemlos auf dem Serien-Python 150 funktioniert.

Bislang ist der P150 mit dem TopAce Regler meistens auf Autotiming betrieben worden, damit ergeben sich folgende Werte für eine APC 14x7.

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Stolze 48,4A zieht sich der kleine Motor weg und der Wirkungsgrad sinkt auf 65,8%. Trotzdem läuft der Motor damit weder heiß noch ist er überlastet – aber bis an seine Grenzen ausgelastet.


Knipst man das Autotiming jedoch aus und stellt feste 15° Timing ein, ändert sich einiges. Zum einen dreht der Motor etwas weniger und zum anderen läuft er auch noch ein wenig effizienter. Wenn man nun die 14x7 gegen eine APC 14x8,5 tauscht sieht das so aus.

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Trotz leistungshungriger Latte sinkt der aufgenommene Strom etwas, der Wirkungsgrad bleibt fast gleich und die Belastung hat sich für den Motor sogar minimal verringert.

Also wer kein 3D fliegen will, braucht nicht lange rätseln, Timing auf 15°, 14x8,5er draufschrauben und fertig ist der Kunstflugtrainer.

21msj83
28.11.2012, 11:44
Ich habe in meiner MXS einen Dymond Master HQ-3644 800kv verbaut.
Fliege den mit einer AeroNaut Cam Carbon 14x8 Klapplatte an einem 52er Mittelstück.
Bin sehr zufrieden damit im 3D hat sie ordentlich Durchzug man kann aber damit auch Dynamisch sehr schön fliegen.

Viele Grüße,
Matthias

D.Peters
01.12.2012, 12:15
Knipst man das Autotiming jedoch aus und stellt feste 15° Timing ein, ändert sich einiges. Zum einen dreht der Motor etwas weniger und zum anderen läuft er auch noch ein wenig effizienter. Wenn man nun die 14x7 gegen eine APC 14x8,5 tauscht sieht das so aus

hmm, die 14x8,5 ist sicherlich testenswert, aber ich habe im Augenblick die andere Richtung eingeschlagen, d.h. die 12x6 montiert, und warte jetzt nur auf den gens ace 4s 2200mAh Pack.....und evtl. besseres Wetter
war letzten Mittwoch mit der 70" Edge zum ersten Mal draußen und musste danach überall den Schlamm vom Flieger abknibbeln :mad:


Grüße
Denis

PlanB
02.12.2012, 09:53
hmm, die 14x8,5 ist sicherlich testenswert, aber ich habe im Augenblick die andere Richtung eingeschlagen, d.h. die 12x6 montiert, und warte jetzt nur auf den gens ace 4s 2200mAh Pack.....und evtl. besseres Wetter

Ah ja, so ne Art Raketentriebwerk für die Sbach? :D

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Mit beinahe 200W mehr und fast 10000U/min am Propeller, bin ich am meisten auf den Sound gespannt, ich hoffe Deine GoPro liefert eine gute Audioqualität?


war letzten Mittwoch mit der 70" Edge zum ersten Mal draußen und musste danach überall den Schlamm vom Flieger abknibbeln :mad:

…..und von den richtig interessanten Dingen bekommen wir nicht mehr zu hören – wie fliegt sie denn so? :cool:

D.Peters
03.12.2012, 22:15
Ah ja, so ne Art Raketentriebwerk für die Sbach?

naja, sowas in der Art, eigentlich möchte ich nicht wirklich die ganze Zeit schnell fliegen sondern eine bessere Beschleunigung aus dem Stand, mal gucken wie sie damit geht, bin mir nicht sicher inwieweit es für Kunstflug sinnvoll ist, viele Amis stehen ja auf 1,2m Flieger mit 4s wegen der Power, wir werden sehen

die Kamera bekommt den Sound eigentlich ganz gut mit, wenn man die gelöcherte Rückwand ans Gehäuse montiert


die GoPro-Mütze war natürlich auch beim Erstfliegen der 70" Edge dabei, aber es ist nichts spektakuläres auf´m Video, zwei erste Flüge bei ätzendem Wetter und viel Nebel, viel belangloses Rumgekurve, bißchen Hovern, usw., das aufregendste im Video sind 2 Rollenkreise, schon fast zu peinlich um es ins Internet zu stellen, halt eben Erstflüge...

ein Paar Daten: Fluggewicht 4380g mit gens ace 8s 4000mAh 25C (ohne Spinner und Radschuhe) , Dualsky XM6350EA-12 Motor, APC-E 18x10 Prop

erster Flug: 5 min, ca.1700mAh nachgeladen
zweiter Flug: 8 min, ca.2600mAh nachgeladen

sie ist ziemlich floaty, mit dem 6350EA Motor sehr gut motorisiert IMHO, er kam mir keinesfalls zu schwach vor, könnte evtl. eine 20x8 Latte vertragen insbesondere für 3D
ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl es könnte kritisch werden, kein besonderes oder kritisches Verhalten beim zu stark ziehen, manchmal habe ich vergessen dass es ein 4,5kg Flieger ist und entsprechend durchsackt, aber es ist zum Glück nichts passiert
ich bin sehr zufrieden mit der Kiste, sie muss aber auf jeden Fall richtig eingestellt werden um mehr übers Flugverhalten sagen zu können, leider ist jetzt aber nicht das richtige Wetter dafür...
...aber an der Sim kann fleißig geübt werden, mein 7 Jahre alter AFPD ist schon ziemlich ausgeleiert, aber der Weihnachtsmann hat schon mit einer RealFlight 6.5 Packung gewunken :)

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Grüße
Denis

PlanB
03.12.2012, 23:15
Wirklich ein schöner Vogel der ganz sicher einen richtigen Thread verdient hat. Die Bilder die ich von ihm kenne, stellen den Flieger locker auf eine Stufe mit den Extrem Flight und Sebart Modellen, aber für einen Spotpreis!
Wenn ich bedenke, dass meine 1,80er Yak mit einem 260g Getriebemotor und nur 6s 4000mAh gebaut wurde und gerade mal 200g leichter ist, dann müsste man die Edge ja ganz einfach unterhalb von 4kg bekommen……da muss man erst mal etwas ähnlich leichtes in der 70“ Klasse finden!
Mit 8s 4000 kommst du wohl auf recht lange Flugzeiten, ist aber auch eine ganze Menge Akku für den Flieger.
Ich bin gespannt was Du berichten wirst nachdem ein paar Dutzend Flüge gemacht sind.


Ich habe mich ja etwas über den Hacker A50-16S geärgert, weil die ersten Messungen nicht besonders waren – ABER – mit hochwertigem Regler und 15° Timing liefert der nur 362g schwere Motor gute Wert, noch bis 90A und an einer APC 20x10 Latte(dann ist aber auch Schluss mit lustig). Da Du auch noch so ein Schätzchen hast, ist der evtl. eine leichte Alternative für die Edge. Meiner wird im Moment mit 1,4mm Draht bewickelt, was rund 45% mehr Querschnitt bedeutet und ihn weit über 100A belastbar macht. Eine Nummer dünnerer Draht wäre nur ein Zehntel der Arbeit, aber wat mut dat mut.
Ich will damit nur sagen, schmeiß den A50 nicht weg, mit dem kann man noch was Schönes basteln, auch für 8s!

Magst Du beim Realflight denn dieses noch schlimmere Nachrollen als beim Phönix? Ich habe den G5 mal eine Woche getestet und war mit vielen Dingen gar nicht zufrieden. Irgendwie fliegen die Modelle auch alle gleich…..aber bei jedem Sim muss man sich ja ein halbwegs naturgetreu fliegenden Vogel selber basteln, richtig perfekt ist keiner und vielleicht ist der 6.5er auch besser geworden.

auer640
05.12.2012, 11:43
Hi Denis,

mich würde die 70" Edge auch sehr für nächsten Sommer reizen da ich ein paar passende Lipos und einen Regler hätte:
- 5000mAh 6S 30C Turnigy vom Trex 600
- 100A Robbe Roxxy 9100-6

Würde das 6S-Setup auch funktionieren? Welcher Motor würde da passen (Scorpion S4025-16, Hyperion ZS4025-16 oder etwas günstiger Dualsky XM5060CA-9)?

sg,
Chris

D.Peters
05.12.2012, 13:01
hi Christian!

es spricht nichts gegen 6s, solange die Sachen schwer genung sind, sonst bekommst du ein Problem mit´m Schwerpunkt

4,4kg AUW mit 6s sind problemlos machbar, wenn du aber die 4kg Marke mit 6s knacken willst dann musst du ein wenig umbauen, d.h. die Höhenruderservos müssen aus dem Heck raus und vorne nur ein HR Servo mit Seilzügen, ähnlich wie bei der GB 1.8m Yak

dein 5000mAh 6S 30C Turnigy soll laut google 800g wiegen, wenn du noch einen Motor mit ca. 400-450g Gewicht findest der an 6s eine 19-20" Latte bewegt dann hast du die benötigte Elektronik schon zusammen




Magst Du beim Realflight denn dieses noch schlimmere Nachrollen als beim Phönix? Ich habe den G5 mal eine Woche getestet und war mit vielen Dingen gar nicht zufrieden. Irgendwie fliegen die Modelle auch alle gleich…..aber bei jedem Sim muss man sich ja ein halbwegs naturgetreu fliegenden Vogel selber basteln, richtig perfekt ist keiner und vielleicht ist der 6.5er auch besser geworden.

Phönix habe ich nicht probiert, und RealFlight bisher auch nicht, kenne nur den AFPD und wollte mal was anderes probieren, ich denke die heutigen Sims werden alle besser sein als meine alte Krücke
bei rcgroups hat der RF6.5 einen sehr guten Ruf und es gibt dafür auch eine Reihe 3D Flieger zum Diownload denen man bescheinigt dass sie wohl sehr vorbildgetreu fliegen würden, daher der Griff zum RF

aber abgesehen davon glaube ich dass es keine Sim schafft ein Modell wirklich real wiederzugeben, muss sie eigentlich auch nicht weil mir 80-90% auch schon reichen
ich nutze die Sim nicht um zum Spaß irgendwelche tollen Modelle zu fliegen und ihre "Echtheit" zu genießen, sondern sehe sie als eine Versicherung gegen "Verküppler" und als Werkzeug zum Einüben von irgendwechen Figuren, Verhaltensweisen usw. an
ich brauche sie um meine Denke zu trainieren, und für nix anderes sonst
daher fliegen bei mir alle ach so tollen Modelle wie super detailgetreue Corsairs, Piper Cubs, DC-3´s uws. sofort raus
so eine DC-3 mit 4m Spannweite ist live eine imposante Erscheinung, aber am Computer gibt es nichts langweiligeres als so einem schwefälligen Vogel beim Fliegen zuzugucken

in den letzten Jahren habe ich im afpd auch nur 1-2 Modelle dauerhaft geflogen, alles Flieger die ich irgendwo runtergeladen habe und dann noch ein wenig nach persönlichen Geschmack eingestellt, so dass sie mir am realsten vorkamen

aber die Zeit hat sich gelohnt, denn sogut wie alles was ich heute kann, habe ich zuerst an der Sim gemacht, bis es auch im echten Leben klappte


Grüße
Denis

Hotellima
05.12.2012, 15:14
Also Leute.. hier sind Slow- und Parkflyer... und mir ist nicht bekannt, das solche Teile mit 4,3kg Gewicht und 4S-Lipos geflogen werden. Entweder zurück zum Thema oder ich mache zu.

mfg
Hartmut

auer640
05.12.2012, 15:47
@Denis: Eventuell legst du einen eigenen Thread an für die "kleine" Edge. Nicht, dass wir durcheinander kommen.

sg,
Chris

D.Peters
05.12.2012, 18:12
Also Leute.. hier sind Slow- und Parkflyer... und mir ist nicht bekannt, das solche Teile mit 4,3kg Gewicht und 4S-Lipos geflogen werden. Entweder zurück zum Thema oder ich mache zu.

mfg
Hartmut


hast ja vollkommen recht was den großen Flieger angeht

...aber ohne jetzt Ärger heraufzubeschwöhren, es ist durchaus nicht unüblich auch Schaummodelle wie die 1,2m Sbach mit 4s zu fliegen, geschieht nicht selten mit der 3dh 48" epp Extra, der 48" Yak und hin und wieder auch mit einem Skywing Flieger, nur bei uns ist es nicht so verbreitet

Grüße
Denis

auer640
05.12.2012, 18:44
Ich werde das 4S-Setup auf alle Fälle mit meiner neuen WM-Extra testen.
Chris ;)

21msj83
06.12.2012, 00:01
Bei meiner MXS bin ich jetzt auch auf 4S 2200mAh umgestiegen. Hängt jetzt viel bissiger am Gas :D
Das ganze mit einer 12x6er.

Viele Grüße,
Matthias

PlanB
06.12.2012, 00:24
Das ist ja interessant Matthias,

ich als alter Skeptiker habe die Befürchtung, dass der kleine Durchmesser der Latte sich doch beim Hovern, Harrierer, Torquen, usw. bemerkbar macht.
Die Geister scheiden sich wenn es darum geht was nun Sinn oder Unsinn macht, zum einen die bessere Anströmung der Ruderflächen durch schnellere Strahlgeschwindigkeit oder eben ein breiterer Luftstrahl durch eine größere Schraube - was dann eben mehr Ruderfläche anströmt.
Meine persönliche Erfahrung war stets, dass ich mit großer Luftschraube angenehmer und auch stabiler geflogen bin als mit einer kleinen hochtourigen.

Da Du jetzt den 4s Antrieb fliegst würde mich Deine Erfahrung dazu interessieren.

21msj83
06.12.2012, 10:49
Hi Falko,

Ich konnte keine Unterschied bei Harrier oder Torquen feststellen.
Es kommt aber vielleicht auch etwas auf den Flugstiel an.
Ich arbeite viel mit dem Gasknüppel, von daher habe ich immer genug anströmend auf den Rudern.
Wenn man etwas faul am Gasknüppel ist, kann es vielleicht sein, dass man einen Unterschied merkt.
Ich kann es mir aber nicht wirklich vorstellen...der Prop ist zwar links und rechts 2,56 cm kürzer, dafür hat man aber einen schnelleren Luftstrom.


Viele Grüße,
Matthias

D.Peters
06.12.2012, 12:12
habe meine erste mxs v1 anfangs mit hacker a30-16m und 12x6 betrieben, fliegen war möglich aber Dinge wie hover waren schwieriger
möglicherweise ändert sich das mit mehr Power an der Latte, mein 4s Akku ist in der Post, evtl. werde ich am WE den Unterschied zw. 3 un d 4s rausfinden

Matthias, mich würd ein Video deiner mxs mit 4s interessieren :)


Grüße
Denis

D.Peters
06.12.2012, 22:53
4-zeller heut angekommen, der Gewichtszuwachs hält sich in Grenzen

@Matthias
fliegst du jetzt spürbar länger mit dem 4s in der Mxs, oder nur kraftvoller?
da man ja bei 4s quasi mehr im "Tank" hat müsste man doch bei gleichem Flugstiel länger fliegen können :confused:

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21msj83
07.12.2012, 11:07
Bei 3S bin ich einen 1800er geflogen, damit war nach 4 Minuten Schluss.
Jetzt mit dem 4S 2200er habe ich den Timer bei 6 Minuten, habe aber noch nicht genau geschaut,
wieviel ich nachlade.... Evtl. geht es auch noch länger

Viele Grüße,
Matthias

auer640
07.12.2012, 11:41
Frage in die Runde: wo gibts denn die Gens Ace Lipos und taugen die was?
sg,
Chris

D.Peters
07.12.2012, 12:10
Frage in die Runde: wo gibts denn die Gens Ace Lipos

http://www.gensace.com




und taugen die was?

ja, IMHO
vom Fliegen her gefallen sie mir besser als die Hobbyking Akkus, die GA genießen auch einen recht guten Ruf im englischsprachigen Raum


Grüße
Denis

auer640
07.12.2012, 15:41
Ok, auf diese Seite bin ich auch schon gekommen.

Ich hab zur Zeit die Wellpower (http://shop.lindinger.at/product_info.php?cPath=1726&products_id=96331) vom Lindinger im Einsatz. Interessant wären da noch die neuen Smart Devil (http://www.braeckman.de/shop/index.php?page=details&path=/00000111/00000057/00000083&art=Smart26004S1P35C) von Braekmann. Die schneiden lt. Gerd Giese ziemlich gut ab.

D.Peters
07.12.2012, 17:04
Die schneiden lt. Gerd Giese ziemlich gut ab.

die gens ace (bis auf die ganz hohen C-Ratings) kommen beim Gerd Giese auch ziemlich gut weg

Grüße

AAAB507
07.12.2012, 23:59
Schöner Bericht, danke!

OT: Wir haben derzeit nur Erfahrungen mit den GensAce in kleiner (1000mAh) bzw. Wesentlich größer (4000 bzw. 5000 mAh). Bislang absolut gut. Sehr leicht, sehr gute Spannungslage (trotz "nur" 25C), wenig Drift...
Wirkliche Langzeiterfahrungen haben wir aber leider noch keine.

Gruß, Alex

Schrottflyer
08.12.2012, 09:20
Hab die Gens bis jetzt 20 Ladungen in der kleinen Sbach drinn gehabt, trotz der kleinen Kabel bringen die schön Druck am Prop.:D Mal sehen was die nach der 100. machen, die Nanos vom King sind nach 100 bei mir fertig:cry:

Im Moment ist wetterbedingt aber tote Hose, sollte es besser werden bring ich die 80 noch runter in diesem Jahr:D wenn nicht es wird Frühjahr, und meine Quirl müssen sich mit den Schnneflocken quälen:mad:

D.Peters
05.01.2013, 00:59
die Reparaturfreundlichkeit dieser Hybridkonstruktionen wird überall auf der Welt geschätzt, und nicht zuletzt deshalb sind die Modelle auch so populär

aber hat jemand von euch wirklich schon einmal so einen Flieger nach ´nem Volleinschlag an einem oder zwei Abenden wieder völlig hergestellt und flgtauglich gemacht?? das ist gar nicht so kompliziert! :)


um diese wunderbare Erfahrung zu machen, muss man nicht erst sein wertvoles Modell kaputtfliegen,
denn (wie es auch in jeder guten Kochsendung heißen würde), wir haben da schon mal etwas vorbereitet :D:D:


das Ergebnis eines zu nah am Planeten geflogenen Rollenkreises mit meiner WM EXtra
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Fläche und Querruder sind ein Mal komplett durch, und ca. 5cm von der Flächenspitze ist noch ein Bruch, aber dort ist der Flügel nicht ganz durchgebrochen sondern hängt noch an der Aussenhaut



der mit EPP ummantelte EPS-Kern in der Fläche ist ein recht spröder Schaum, und wenn er bricht, dann meist ohne sich vorher plastisch zu verformen
daher kann man die Bruchstücke einfach stumpf zusammenkleben und der Flügel wird nach dem Kleben fast genau so gerade wie eine neue Tragfläche

beim Ausrichten der zu klebenden Teile hat man auch nicht viel zu tun, weil sie in der Regel formschlüssig in einander greifen
aber bevor man den Kleber an die Bruchstücke schmiert ist es immer ratsam den Sitz und Passgenauigkeit der Teile zu kontrollieren
loose Styroporkugeln, die evtl. noch an den Bruchstellen haften, müssen vor dem Auftragen des Klebstoffes natürlich entfernt werden

im Grunde alles ganz einfach, die Bruchstücke zusammenpappen, und nach dem Aushärten den Holm an den Bruchstellen mit CFK Streifen schienen, sonst klatscht der Flieger beim nächsten Blender die Flächen zusammen :D




zur Flügelreparatur verwende ich gerne 3 Sorten von Klebstoff, zum einen Fermacell PU Kleber für die Verklebung des Flächenkerns, UHU-Por für die Aussenhaut, und 5min Epoxi für die CFK Streifen,
aber man könnte auch Epoxi für alles verwenden

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Fermacell eineitig auf die Klebestelle auftragen, eigentlich eher benetzen als auftragen denn mit dem Zeug muss man ein wenig vorsichtig sein weil es beim trocknen schäumt und expandiert, trägt man zu viel auf, dann quillt es noch lange aus dem Spalt und man muss es ständig abtragen bis es endlich trocken ist
den PU-Leim nur auf den EPS-Kern auftragen
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dann eine Raupe UHU-Por umlaufend auf die Aussenhaut (beide Seiten der Klebestelle), das UHU hat den Vorteil dass es die Klebestelle versiegelt und so das Fermacell welches evtl. herausquellen würde, zurückhält
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das Querruder wurde auf die selbe Art behandelt
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das UHU etwa 3-4 min Ablüften lassen, Bruchstücke zusammenfügen und auf ebenem Untergrund sichern
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wenn alles ausgehäret ist, kann die CFK-Verstärkung eingebracht werden

dazu die Aussenhaut mit scharfer Klinge an 3 Seiten aufschneiden, der Schnitt muss schräg sein damit sich die Stelle einfacher wieder verschliessen lässt
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CFK-Streifen an den Enden noch schnell schräg angeschliffen und Epoxi angerührt
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und rein damit
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jetzt nur noch die Aussenhaut mit UHU-Por wieder ankleben, und die Fläche sieht wieder aus als währe (fast) nichts gewesen :D
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Grüße
Denis

D.Peters
05.01.2013, 11:45
die reparierte Tragfläche
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auch so etwas geht wieder ganz gut zusammen

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nur war der UHU-Por-in-der-Aussenhaut-Trick noch nicht bekannt, deshalb sieht man den ausgetretenen Fermacell Kleber so gut

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PlanB
05.01.2013, 11:46
Hallo Denis,

schöne Reparaturanleitung, mit fest aushärtenden Leim für den harten Kern und elastischer Verbindung für das weiche EPP, das hört sich gut an.
Wie Du schon sagst kann man es auch nur mit Epoxy kleben, aber ich habe leider festgestellt, dass dünnflüssiges Harz vom EPP stark aufgesaugt wird und dadurch viel Gewicht mitbringt. Deine Methode gefällt mit besser, weil sie bestimmt leichter ist.

Wie schaut es denn mit dem Trimmen aus? Muss danach etwas Blei in die andere Fläche, oder macht sich das nicht bemerkbar?

D.Peters
05.01.2013, 20:57
hi Falko!

habe die Extra heut wieder in der Luft gehabt, und nichts besonderes festgestellt, die Materialmengen die da aufgetragen werden sind auch sehr überschaubar, daher erwarte ich keine gravierenden Veränderungen

wenn es ein total sauber ausgetrimmter f3a Flieger währe, könnte man evtl. etwas merken, sonst nicht, denke ich
ausserdem versuche ich mit diesen Modellen keine 500m langen super geraden Linien zu fliegen, deswegen würde ich erst recht nichts merken :D
selbst wenn Trimmblei nötig währe

Grüße
Denis

PlanB
05.01.2013, 22:13
In einem Moment geistiger Bewölkung, habe ich eine HK YAK 54 3D Monster angeklickt und abgesehen davon, dass der ganze Flieger krumm ist, wenn man ihn einfach nur zusammenbaut, musste er ausgetrimmt werden. Bei schnellen Außenloops und eng geflogenen Kurven mit Quer und Höhe, tendierte der Flieger sonst zum Rausdrehen. Erst einige Gramm Blei an der Flügelspitze brachten so viel Erfolg, dass die YAK einen begeisterten neuen Besitzer fand. :D

Schau mal wie sich die Extra macht, wenn Du damit ganz eng ums Eck fliegst, sollte sie sich rausdrehen…….
......oder Du fukelst und trimmst Seite gegens Rausdrehen, das zwar nicht besonders fein aber effektiv :cool:

D.Peters
05.01.2013, 22:57
Erst einige Gramm Blei an der Flügelspitze brachten so viel Erfolg, dass die YAK einen begeisterten neuen Besitzer fand.


he? hast du das Ding einem Vereinskollegen verscherbelt?? LOL

PlanB
05.01.2013, 23:32
Selbstverständlich an einen Kollega, hat ja schließlich Arbeit gemacht, sowas verkauft man doch nicht an Fremde! Aber zum einen sage ich bei jedem verkauften Flieger was seine Stärken und Schwächen sind und zum anderen sind ja auch die Ansprüche ganz anders.

Kennst Du doch? Wat dem een sing Uhl, is dem andrn sing Nachtijall.

D.Peters
06.01.2013, 00:04
im Lichte der Reparaturthematik, etwas zum schmunzeln.....wenn die nur wüßten wie gut sich diese Schaumkisten wieder zusammenkleben lassen.....:D


http://www.youtube.com/watch?v=ZFIWa53mocY

D.Peters
20.01.2013, 22:09
6cm Schnee, keine Skier notwendig :)

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in Sachen Sichtbarkeit ist die Extra der Sbach klar überlegen

und wo sind eure Bilder? oder haben sich alle in die warme Halle verkrochen??? :D


frostige Grüße
Denis

PlanB
21.01.2013, 00:23
Moin Denis,

bei uns ist es nicht nur kalt, sondern auch noch stürmisch. Bis es sich wieder etwa aufklärt bekommt mich niemand aus meiner kuschelig warmen Halle heraus. :)

Wenn es dann soweit ist, würde ich der Sbach gerne ein paar recht große SFG`s spendieren. Du hast sowas doch schon einmal bei der kleinen Sbach gemacht - wie waren denn die Auswirkungen, lohnen sich Experimente in der Richtung?
Nicht dass die Sbach eine Schwäche hätte, die damit kompensiert werden muss, es geht nur darum den Spieltrieb zu befriedigen. :D

D.Peters
21.01.2013, 12:17
hallo Falko,

was würdest du denn mit den sfgs gerne ändern? Flächenwackeln hat sie nicht, und Messer klappt auch super weil mehr als genug Rumpfseitenfläche

bei der kleinen Sbach habe ich versucht die Flugeigenschaften bei hohen Anstellwinkeln zu verbessern, aber die sfgs haben nicht ganz den erwünschten Effekt gehabt, Messerflug mit hohem Anstellwinkel wurde etwas besser weil etwas stabiler (nur marginal), insgesamt war es interessant zu probieren, und optisch haben sie mir auch gut gefallen, habe sie aber wieder entfernt weil sie das Händling in der Luft nur unwesentlich beeinflusst haben
genaugenommen braucht die kleine Sbach auch keine sfgs weil man sie auch ohne hoch anzustellen sehr langsam fliegen kann

bei der V1 MXS waren die sfgs eine spürbare Hilfe bezüglich Stabilität im Harrier und Messer, aber alle V2 Modelle die ich habe brauchen sie nicht wirklich, ausser aus optischen Gründen nach persönlichem Empfinden

...aber Versuch macht kluch, ein bißchen Depron und UHU-Por reicht um zu testen obs Sinn macht "richtige" SFGs, evtl. mit Magnetbefestigung anzufertigen

Gruß
Denis

PlanB
21.01.2013, 12:54
Was ich gerne ändern würde?
Sagen wir mal so, ich bin im Indoor Bereich jetzt sehr verwöhnt worden durch die Donatas Spies und Outdoor durch die YAK 55. Das sind beides Modelle die ganz neue Möglichkeiten eröffnen, aber bei denen man auch Abstriche machen muss.
Bleiben wir mal bei den Fliegern für draußen, die Yak bietet mit ihrer enormen Rumpfhöhe einen derart guten Seitlichen auftrieb, dass in alle rollenden Figuren eigentlich nur noch die Richtung gesteuert werden muss und die Höhe sehr leicht gehalten werden kann, aber der Flieger mag keinen Wind und trudelt auch nicht schön. Da ich ständig auf der Such nach der eierlegenden Wollmilchsau bin, ist es doch einen Versuch wert, den bereits sehr guten Flugeigenschaften der Sbach noch etwas mehr Seitenauftrieb hinzuzufügen?
Positive Veränderungen in bestimmten Fluglagen erkauft man meistens mit irgendwelchen Nachteilen bei anderen Flugeigenschaften. Man kann den Rumpf nicht immer höher und länger machen ohne irgendwann ein windanfälliges Modell zu bekommen was als Freestyler nicht mehr besonders gut ist. Deshalb möchte ich gerne ausloten in wie weit Veränderungen überaupt sinnvoll sind.

Wenn Du meinst es bringt evtl. nicht viel, dann verändere ich lieber erst einmal die SFG`s der MXS, dort brauche ich die Flügelspitzen nicht neu machen, bevor ich die Sbach umsonst verhunze :rolleyes:

D.Peters
21.01.2013, 18:36
ahh, ich ahne worauf es hinauslaufen soll:

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bei meinen SFG-Versuchen an der kleinen Sbach waren die verbesserten Rolleigenschaften am deutlichsten zu spüren, und an meinen anderen Versuchsfliegern war dieser Aspekt auch am meisten bemerkbar, du brauchst halt spürbar weniger Seitenruder um dem Höhenverlust beim Rollen entgegen zu wirken

wenn es dir primär darauf ankommt, dann wirst du mit sfgs an der Sbach auf jeden Fall Erfolg haben, dann bräuchtest du zum Rollen wahrscheinlich gar kein Seitenruder mehr :D

die Sbach Randbögen sind nahezu parallel zum Rumpf, am einfachsten schneidest dir die sfgs aus 6mm Depron und klebst sie mit Por einfach stumpf an den Randbogen, so halten sie gut genug für ein Paar Überprüfungsflüge, danach weißt du ob es sich lohnt da mehr Arbeit reinzustecken, anders waren die an meiner 39" Sbach auch nicht befestigt, danach kann man sie einfach wieder abreißen, ohne dass der Rest des Fliegers Schaden nimmt

wenn man die Spitzen der sfgs auch noch mit Kohle zur Fläche hin abstrebt (ähnlich wie es bei den Rümpfen der Shockflyer üblich ist) dann halten sie auch noch wesentlich länger als nur ein Paar Überprüfungsflüge, der einzige Nachteil dabei währe nur dass man sie nicht abnehmen kann wenn Wind aufkommt, aber zum Testen auf jeden Fall der schnellste Weg


falls du Interesse hast, ich hätte noch einen unbenutzten Satz V1 MXS sfgs von der rot/blauen, diese sind ca. doppelt so groß wie die aktuellen der V2 Modelle

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21msj83
21.01.2013, 23:50
Hi,

ich fliege meine MXS auch sehr gerne mit SFG :D

Vorteile bei:
========

Rollfiguren
Messerflug
Harrier (Weniger Flächenkippeln)

Nachteile:
======
Bei höherem Speed bracht man mehr Seitenruder für kleine Korrekturen
Höhere Seitenwind Anfälligkeit.

Viele Grüße,
Matthias

D.Peters
22.01.2013, 12:28
Hi,

ich fliege meine MXS auch sehr gerne mit SFG :D

Vorteile bei:
========

Rollfiguren
Messerflug
Harrier (Weniger Flächenkippeln)

Nachteile:
======
Bei höherem Speed bracht man mehr Seitenruder für kleine Korrekturen
Höhere Seitenwind Anfälligkeit.

Viele Grüße,
Matthias


meine erste mxs habe ich meistens mit sfgs bewegt, die zweite hatte dann nie welche gesehen, weil ich sie nicht mehr brauchte, was ich als wingrock interpretiert und mit sfgs habe versucht zu beheben war mein nervöser Daumen am Seitenruderknüppel, die v2 mxs hat bei mir auch keine Ohren drauf

kein V2 Modell braucht die Dinger wirklich IMHO

Grüße
Denis

21msj83
22.01.2013, 13:25
Nein, brauchen tut man sie nicht ... aber irgend wie sehen sie auch wieder cool aus :D

PlanB
22.01.2013, 15:49
Genau sooo habe ich mir das vorgestellt :D

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=938318&d=1358787891

Naja, vielleicht mache ich sie doch einen Tick kleiner als in Deiner Zeichnung, aber nur einen Tick :)

Danke für das Angebot Denis, aber ich mache die SFG`s aus 2x3mm 20g/dm³ Epp mit einer 192er S2 Glasmatte in der Mitte. Das bleibt dann schön schwabbelig, sodass mir nicht die Fläche beschädigt wird bei Bodenkontakt, aber ist dennoch sehr reißfest.

Ich vernehme hier zwischen den Zeilen so ein unterschwelliges „brauchen die V2`s nicht und macht auch keinen echten Zwerg“. Nö, brauchen die auch wirklich nicht, aber ich möchte nochmal klarstellen, dass es mir nicht darum geht irgendeine Schwäche des Fliegers zu begleichen, sondern einen spürbaren Eingriff in die Flugeigenschaften vorzunehmen.
Das geht soweit, dass die SFG`s eine „Vorspur“ von positven 4 Grad bekommen werden (ist vielleicht etwas viel, deshalb wird es variabel gestaltet). Hintergrund dafür ist, dass ähnlich wie bei den Indoor Fliegern, die nach oben stehen Tragfläche, im Messerflug, mehr Auftrieb bringt als die nach unten gerichtete (durch die Schrägstellung des Fliegers beim Messern). Das stabilisiert den Flieger ungemein in der Figur, was für ein Bündel an Nachteilen damit verbunden ist bleibt abzuwarten.

D.Peters
22.01.2013, 21:44
Ich vernehme hier zwischen den Zeilen so ein unterschwelliges „brauchen die V2`s nicht und macht auch keinen echten Zwerg“. Nö, brauchen die auch wirklich nicht, aber ich möchte nochmal klarstellen, dass es mir nicht darum geht irgendeine Schwäche des Fliegers zu begleichen, sondern einen spürbaren Eingriff in die Flugeigenschaften vorzunehmen.

das zwischen den Zeilen stehende sollte dich keinesfalls davon abhalten deine Ideen umzusetzen, das was du vor hast wird seine Wirkung mit Sicherheit nicht verfehlen

diese Hilfen im Messerflug kenne ich zur genüge von meinen Shokys, mag ich aber bei meinen eigenen 1,2m Fliegern nicht mehr in dem Umfang haben wie bein den Indoor Modellen

dann lass mal schnell Bilder Folgen :)

grüße

Plemo
05.03.2013, 15:43
Wow! Ein wirklich toller Beitrag.
Ich bin nun tatsächlich auch ziemlich scharf auf das Teil.

PlanB
08.04.2013, 19:48
Leider, leider ist meine Sbach nun weg. Dabei wollte ich heute eigentlich nur in aller Ruhe ein paar Akkus leeren, aber dann wurde ich massiv mit Geld bedroht… quasi ein Angebot das ich nicht ablehnen konnte.
Zum Glück war eine Mützenkamera dabei und da ich bislang nicht ein einziges Video von ihr gemacht habe, musste nun die letzte Chance ergriffen werden. Ihr bekommt also den Verkaufsflug präsentiert, aber abgesehen von meinem überflüssigen Geblubber ist das eine ungeporbte Alltagsaufnahme die zeigt, dass die Kleine auch bei wuscheligem Wetter Spaß macht :)


http://www.youtube.com/watch?v=3ur2oMmUts8

D.Peters
08.04.2013, 21:39
der Wind hört sich ja übel an, aber die Bildqualität ist besser als ich deiner Cam unterstellt habe.....oder hast du dir heimlich auch ´ne GoPro zugelegt?

PlanB
08.04.2013, 22:16
LoL Denis, das ist nicht einmal die Contour Roam! Sonst würde man trotz nur 120° Fischauge bei 1080p keinen Flieger erkennen können…..oder denken ich bin 100m weit weg….geschweige denn bei 180° Fischauge, da sieht man gar nix mehr.
Das ist mit der günstigen MycroCam 720 HD aufgenommen, die nicht alles unendlich weit weg erscheinen lässt.
Genau wegen dem Fischaugenobjektiv weiß ich auch nicht ob die GoPro so optimal ist als Mützencam?

D.Peters
11.04.2013, 21:56
dieser Einschlag liegt schon ein Paar Tage zurück, es ist nicht der erste......und wahrscheinlich nicht der Letzte befürchte ich, aber meine Sbach hält tapfer durch :)

Ursache war ein zu tief angesetzter Rollenlooping, alle Hauptbaugruppen sind heile geblieben, Flächen wurden aber samt Halterung verdreht so dass ein Flügel den Rumpf vorne rechts eingedrückt hat, und der andere hinten links

Halterung vom CFK Rohr wurde herausgerissen, das Führungsröhrchen in 3 Teile zerbrochen und der Akku ging durch sein Trägerbrettchen, und das Flächensteckungsrohr war auch hin


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soviel zum Schaden, jetzt kommt das Kleben:

Rumpfstruktur mit Stäbchen aus einem bekannten Schnellrestaurant geschient (wenn ich von meinen Kindern da reingeschleppt werde weil es in der Juniortüte wieder Spielzeug gibt das jeder im Kindergarten unbedingt haben muss) gehe ich da mit einer Handvoll dieser Stäbchen wieder raus :)

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Führungsrohr zusammengeklebt und mit einigen Wicklungen Glas+Sekundenkleber verstärkt sowie neue Halterung dafür gemacht

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alles an seinen Platz geklebt, das Akkubrett zusammengepuzzelt und von unten mit 4x4 Kiefernleiste verstärkt

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Grüße
Denis

PlanB
11.04.2013, 22:38
…und so taufen wir Dich auf den Namen 979301C Sbach…..

Spaß beiseite, das sieht doch richtig gut aus. Wenn von dem EPP nicht viel verloren geht sind die Flieger optisch zu 98% restaurierbar.

D.Peters
11.04.2013, 23:22
…und so taufen wir Dich auf den Namen 979301C Sbach….

bahahahahahahahahahaha ich roll mich auf´m Boden! McSbach! aber so kannst du inzwischen jeden meiner Skywings taufen weil sie schon alle diese Komponenten irgendwo verbaut haben, aber ich find´s cool vom McDonalds, die denken mit

so erreichen sie viele Zielgruppen, Kinder mit Spielzeug, Modellbauer mit Bastelmaterial :)

D.Peters
11.05.2013, 00:01
https://vimeo.com/65900412

https://vimeo.com/65900412


geschossen direkt vor den Türen von Fly Scale Modellbau (http://www.fly-scale.com/index.php?s=3)


Grüße
Denis

PlanB
11.05.2013, 09:33
Da kann man schon neidisch werden wenn man den Lukas, mit seinen paar Lenzen, fliegen sieht :)

Für mal eben so - super geflogen Lukas!

D.Peters
11.05.2013, 11:11
Für mal eben so - super geflogen Lukas!

In der Tat, es war seine allererste Runde mit diesem Flieger, und meinen Sender hat er erst zum zweiten Mal in den Fingern gehabt.





dieser Film ist gleich nach dem Sbach Video entstanden


https://vimeo.com/65933522

https://vimeo.com/65933522


Grüße

Schrottflyer
11.05.2013, 18:45
In der Tat, es war seine allererste Runde mit diesem Flieger, und meinen Sender hat er erst zum zweiten Mal in den Fingern gehabt.





dieser Film ist gleich nach dem Sbach Video entstanden


https://vimeo.com/65933522

https://vimeo.com/65933522


Grüße


Sind ein paar Schrottflyers bei :D Klasse geflogen Jungs hat ja auch ein tolles Model an der Funke hängen:)

PlanB
20.06.2013, 23:19
Gerade mal 2 Monate habe ich es ohne Sbach ausgehalten, doch dann musste wieder eine her. Obwohl ich zwischenzeitlich auch die „runde“ Skywing Edge hatte und damit eine ganze Reihe der SW Modelle geflogen bin, bleibt die Sbach mein Favorit. Die Unterschiede zwischen den Modellen sind zwar nicht Riesen groß, aber als Trainingsmodell und Flieger für zwischendurch entspricht die Sbach meinem Geschmack am meisten. Die hohe Seitenauftriebskraft vom Rumpf und der etwas größere Flächeninhalt machen viele Figuren einfacher, aber ohne dass ein Shockflyer Gefühl aufkommt.

An dem schwarz roten Design habe ich mich satt gesehen und deshalb wurde die neue in dem etwas fetzigeren orange/blau bestellt. Nur die silberne Kabinenhaube wurde schwarz lackiert, der Rest ist original.

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Servoarm Verlängerungen hatte ich vergessen zu bestellen und musste selber welche machen und weil ich gerade dabei war wurden auch neue Ruderhebel hergestellt.

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Die Unart stehende Servos in die Flächen zu bauen findet man heutzutage in fast allen Modellen – F3A und Segler mal ausgenommen. Dabei ist das für die Strömung alles andere als günstig und bei größeren Modellen könnte man sich auch die aufwendige Anlenkung mit Kugelköpfen sparen. Aber es lässt sich eben einfach einbauen und billig herstellen……was aber nicht heißt, dass man es nicht trotzdem ändern kann.
Liegende Servos mit CFK Schubstangen und leichten Gabelköpfen ->

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Die beiden Kleiderhaken zur Tragflächenbefestigung wollten mir auch nicht mehr so recht gefallen.

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Weniger wegen dem Gewicht, als wegen der Fummelei um die Gummiringe darauf zu bekommen. Über die GFK Hacken lassen sich die Gummis einfacher einfädeln und ganze 4g wurden auch noch gespart :)

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Schrottflyer
24.06.2013, 19:35
Den Gummis hab ich nicht getraut, wegen meinem Flugstil, darum hab ich Kabelbinder genommen die halten:D

PlanB
24.06.2013, 22:50
Habe ich anfangs auch nicht, aber nach ein paar hundert Flügen kann ich nichts schlechtes über die Gummiringe behaupten....es genügt wohl.

PlanB
24.06.2013, 23:15
Auf das schicke Fahrwerk aus Schummelkohle wollte ich natürlich auch nicht verzichten und obwohl es ~15g Gewicht kostet wurden wieder ein paar Holzklötzchen angefertigt und das wunderbar elastische Fahrwerk montiert.

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Bei der Vorgänger Sbach hatte sich schon gezeigt, dass auch harte Aufsetzer, bei dem die Räder die Grätsche machen, nicht zu einem Bruch führen….gut, kaputt bekommt man alles, aber nicht so leicht.

Die Montage ist denkbar einfach, nur die Holzklötzchen einleimen und den Fahrwerksbügel anschrauben.

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D.Peters
30.06.2013, 22:50
heute war hier endlich mal ein Tag ohne Regen und/oder Sturm

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zum Flügel zusammen halten nehme ich schon seit je her Kabelbinder, die Gummis haben bei mir immer den Belastungen standgehalten, waren aber nach einigen 10 Flügen recht schnell verschlissen von der Montage (bekamen kleine Risse und wurden spröde)

PlanB
20.10.2013, 10:54
Getragen von Gasstößen fliegt die Sbach im Harrier so hübsche Rollenkreise und plötzlich macht es Plumps:confused: Aber eigentlich war alles schön synchron – gut etwas Wind vielleicht - aber irgendwie war ich doch verärgert, zumal sich der Vogel auch noch am Flügel verletzte und operiert werden musste.

Nun war das nicht das erst mal, besonders beim Spielen mit dem Hund wird abgesehen von den Bissspuren oft das HL in Mitleidenschaft gezogen, weil die Sbach in den engen Kehren doch ein wenig abkippen kann und mit dem Leitwerk in der Grasnarbe einhackt.

Was tun? Einen Meter höher fliegen, nein das ist blöd, besser Kampf dem Strömungsabriss!
Wie wäre es denn mit Vortex Generatoren, die sollen doch bei der KMX solche Wunder wirken…..mal ausprobieren?!

Erst einmal spionieren wie das gemacht wird. Aha, also kurz vor der Dickenrücklage werden auf 2/3 der Fläche 4 von den Luft-Verquirlern positioniert. Der Äußerste leitet nach innen und dann immer abwechselnd…..die Dinger sind etwa 1x2cm groß und keilförmig.
Gut, das ist ja einfach zu realisieren und lässt sich bei einem EPP Flügel am besten auch aus EPP herstellen.

Einen 1cm breiten Epp-Streifen im 25° Winkel zu 16 Stücken verarbeitet.

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Lineal angelegt, außen 5cm innen 9cm.

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Ausrichten

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….und auf 2/3 der Außenfläche verteilt (natürlich nicht auf dem profillosen Randbogen).

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Das Ganze auf allen 4 Seiten, fertig sind die VG`s.

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Ob Flop oder Top zeigt sich heute auf dem Platz.

PlanB
20.10.2013, 22:50
Bei unruhigem Wetter und 6 Akkus mit den VG`s kann man noch nichts Endgültiges sagen, aber alleine dieser Satz beweist ja schon, dass die Unterschiede recht überschaubar sind.
Beim extrem langsamen Harrier machen sie sich positiv bemerkbar, aber der Flieger wird dadurch nicht zum Luftschiff. Wenn man ins Lee dreht muss natürlich immer noch mit Gas und Höhe gearbeitet werden, wenn auch vielleicht einen Tick weniger. Zieht man einen engen Loop und geht am oberen Scheitelpunkt schlagartig vom Gas ist das Durchsacken bis zum Boden etwas besser mit Seite und Quer zu steuern.
Insgesamt kommen die Unterschiede so selten zum Tragen, dass sich der minimale Bastelaufwand soeben mit dem Nutzen die Waage hält, andererseits gibt es aber auch nichts Negatives zu berichten.

Dann ist es jetzt ja an der Zeit mal über ein Paar SFG`s nachzudenken :D

steve1
02.05.2014, 12:07
HALLO;KANN MIR JEMAND SAGEN WO MANN DIE SBACH NOCH KAUFEN KANN.
DANKE GR.STEVE

D.Peters
02.05.2014, 12:17
nirgendswo, werden nicht mehr gebaut

HarryTheEagle
01.06.2014, 18:14
Hallo Zusammen,

angeregt durch die sehr positiven Berichte habe ich mir kurzerhand die SkyWing SBach in China bestellt.
Bei SkyWing auf der Homepage gibt es einen Link zu einem Chinesischen Distributor der die SkyWing Modelle vertreibt. Über die Kosten (Spez. Transport, Zollabfertigung etc.) wollen wir mal schweigen.

Leider tuh ich mir trotz detailiertem Studium der Forumsbeiträge echt schwer einen passenden und vorallem verfügbaren Antrieb zu finden.

Die meisten empfolenen Setups sind bereits nicht mehr erhältlich :-(

Ich will ein 3S Setup einsetzen und da habe ich folgende Motoren in den Berichten gefunden


Typhon 150 - Gibt es nicht mehr wurde vom Deutschen Händler von Skywing angeboten aber der hat leider zugemacht.
Dymond Master HQ 3644 - Gibt es leider bei Staufenbiehl auch nicht mehr
Hacker A30-14L - Verfügbar aber relativ teuer


Hat jemand von Euch noch andere Alternativen die mir 3S und der SBach gut gehen?
Vieleicht hat ja noch jemand ein Antriebsset vom ehemaligen dt. Händler rumliegen das er nicht mehr braucht - dann bitte PN an mich ;-)

Danke und Gruß
Harry