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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Flieger oder Rasenmäher?



Ost
07.11.2005, 06:57
Hi,
hab dieses interessante Teil gefunden.
Kann sowas fliegen oder ist´s nur eine sinnlose Motorhalterung?
http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=8233&stc=1

Grüße
Oliver

propbuster
07.11.2005, 08:25
Haben die Rotoren eine passende Unwucht, sollte es zumindest hüpfen können. :D

Claus Eckert
07.11.2005, 08:39
Hallo

Könnte das ein "Überschallprofilverwirbelungsgenerator" sein oder ist das eine "Wäscheleinengesteuertetrocknerdrohne"? :D

Dix
07.11.2005, 08:51
Also Rasenmähen kann das Ding nicht:
- Dafür sind die Klingen nicht scharf genug
- und haben zuviel Bodenfreiheit.

Zu Fliegen könnte man das Gerät bekommen, wenn die bei einem Hubschauber der Blattanstellwinkel bei einem Umlauf entsprechend variiert (Stichwort Taumelscheibe) und dann noch genügend Leistung investiert wird.

Oder man machts noch häßlicher, dann wird von alleine abgestoßen. :D

Ost
07.11.2005, 09:22
Das war gut DIX :D
Aber wenn das Gras hoch genug ist (so wie bei mir!)?
Ich hab natürlich den Vorteil des höher auflößenden Bilds,
aber jedes Blatt ist an einer runden Scheibe auf der Achse durch eine Schubstange angelenkt.
Wenn ich diese Scheibe per Servo drehen kann, dann verändern die Blätter ihre EWD. Leider alle und somit wäre das für die Katz :cry:
Mit ner Taumelscheibe könnte das wirklch gehen, aber die vorhandene Scheibe scheint fest zu sein. Zumindest sieht ne Taumelscheibe anders aus.

Das Ding kann sich doch außer durch Unwuchten keinen Millimeter vom Boden heben :D

Grüße
Oliver

Dr. Lagu
07.11.2005, 10:32
Ihr habt doch keine Ahnung. Es handelt sich um eine "Abachi-Ernte-Drohne". :D

Ost
07.11.2005, 11:45
Wir tun dem genialen Konstrukteur einfach Unrecht- man sollte sich nicht einfachlächerlich darüber machen! :mad:




































Buuhahahahahahahahahah! :D
Der ist Landwirt, denn das Prinzip ist das eines Mähdreschers!.
Dazu passt auch der Ton vom Motor:
Määääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääh-spotz!
Falls das wirklich fliegt nehm ich alles zurück und schreib nie wieder was im Cafe Klatsch!
Zumindest nicht unter meinem Namen ;)

Grüße
Oliver

Ingo Seibert
07.11.2005, 11:57
Mooooooooment Kinners,

das sieht mir sehr nach der "Vertikalisierung" eines Voith-Schneider Antriebes aus! Für die Unwissenden:

Voith Schneider® Propeller

Nach der Idee des österreichischen Ingenieurs Ernst Schneider wurde bei Voith vor über 78 Jahren ein weltweit einzigartiger Schiffsantrieb entwickelt, mit dem Schub nach allen Richtungen und in jeder beliebigen Größe stufenlos präzise und schnell erzeugt werden kann. Dabei sind Antrieb und Steuerung in einem Aggregat vereinigt.

Diese Lösung ist einfach und bestechend zugleich: Beim Voith Schneider® Propeller rotiert ein mit dem Schiffsboden eben abschließender, mit mehreren achsparallelen Flügeln besetzter Radkörper um seine senkrechte Achse. Der gleichförmigen Drehbewegung wird zur Schuberzeugung eine Schwingbewegung der einzelnen Propellerflügel um ihre eigene Achse überlagert. Der Flügelausschlag bestimmt die Schubgröße, die Phasenlage zwischen 0° und 360° gibt die Schubrichtung an. Dadurch bedingt kann in allen Richtungen der gleiche Schub erzeugt werden - der ideale Verstellpropeller. Beide Variablen - Schubgröße und Schubrichtung - werden durch ein mechanisches Getriebe, die Kinematik, gesteuert.

Sollte dieses Prinzip nicht auch auf "Luft" anwendbar sein? Wenn dem so wäre, dann würde es sich bei dem gezeigten Modell um eine pfiffige Idee handeln, die von der Bewegungsfähigkeit her jeden Hubschrauber in den Schatten stellen würde. Ob allerdings die gezeigte Ausführung mit dem mickrigen Motörchen wirklich flugfähig ist, wage ich zu bezweifeln.

Trotzdem: Nicht lustig machen, bevor man das Prinzip nicht verstanden hat - Lilienthal, Galileo, Da Vinci und andere wurden ob ihrer heute "normalen", damals ketzerischen Gedanken auch verhöhnt ;)

Ost
07.11.2005, 12:18
Neneeeeee,
tun wir doch auch net.
Wir haben ja schon festgestellt, daß man mit ner Taumelscheibe sowas verwirklichen könnte.
Doch der hat keine Taumelscheibe, sondern nur ne Scheibe.
Der Voith-Schneider Antrieb ist genial, aber seine Blätter drehen sich doch ein wenig mehr als es hier möglich wäre, oder ;)
Durchläuft ein Messer nicht beide Strömungsrichtungen?
Grüße
Oliver

Konrad Kunik
07.11.2005, 12:23
ich schicke das mal zu den Experimentierfreudigen...

Ost
07.11.2005, 18:14
Ich beantrage die Rückführung des Threads.
Wir haben so schön abgelästert :D
Ablästern ist Klasse ;)

Yeti
07.11.2005, 19:34
Falls das wirklich fliegt nehm ich alles zurück und schreib nie wieder was im Cafe Klatsch!


Ich drücke dem Konstrukteur beide Daumen!

Ost
08.11.2005, 08:33
Das ist jetzt aber ganz schön gemein!

Nach meiner Richtigstellung im "endlich" Thread solltest Du doch keine sooooooo schlechte Meinung über mich haben ;)

Aber egal- ich stehe zu meiner Androhung :D
Locker, denn das wird nie passieren. :cry:
Das "Projekt" scheitert an zuvielen Problemen und einem falschen Ansatz.

Grüße
Oliver

Yeti
08.11.2005, 09:17
Das "Projekt" scheitert an zuvielen Problemen und einem falschen Ansatz.


Wieso "falscher Ansatz"? Prinzipiell kann das funktionieren, s. Beitrag von Ingo.

Ost
08.11.2005, 09:59
Unter dem falschen Ansatz verstehe ich Actio= Reactio.
http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=8298&stc=1

Man sieht deutlich, daß alle 3 Blätter auf EINER runden Scheibe per Schubstange fixiert sind. Selbst wenn man diese Scheibe per Servo drehen könnte, dann würden alle 3 Blätter z.B. mehr Anstellwinkel bekommen.
8301
Somit ergibt sich für jedes Blatt derselbe Auftrieb,
jedoch wenn das oberen Blatt gerade lupft, drücken die 2 unteren umgekehrt,
d.h. das gibt vielleicht ein Wirbelwind, aber leider keinerlei Auftrieb.
Damit kann man vielleicht einen Minitornado verursachen, aber nicht fliegen.
Ein anderes Problem wäre die Umsetzung des Voith-Schneider Antriebs mit Hilfe eines Getriebes.
Kannst Du mir mal erklären, wie sich die Blattanstellwinkel des Antriebs verhalten?
Wie funktioniert der V-S Antrieb denn genau?
Erzeugen die Messer "Auftrieb" durch entsprechende Stellung im Wasser oder funktioniert ein Messer quasi als Paddel?
Hab noch nichts dazu finden können?

Grüße
Oliver

FlugFisch
08.11.2005, 10:25
Moin.

Im Prinzip ist ein Voith-Schneider-Antrieb nix anderes als eine zyklische Blattverstellung, gewissermassen ein Rotorkopf, bei dem die Blätter parallel zur Rotorachse verlegt sind.
Prinzipiell funktioniert das (natürlich) auch in Luft, und man kann damit Schub erzeugen, und zwar in jeder Richung senkrecht zur "zylinderachse".

Inwieweit das in der gezeigten Anordnung Sinn macht, bleibt mal dahingestellt... Schub nach oben und zur Seite, klar, macht Sinn. Nach UNTEN ginge aber auch, und das braucht´s meist weniger ;)
Auch eine Giersteuerung durch differenziellen SChub ist so nicht möglich.

Das Hauptproblem dürfte aber darin liegen dass so ein Antrieb besch.... Wirkungsgrade hat, insbesondere als tragender Schuberzeuger a la Hubschrauberrotor. Das Verhältnis induzierter (Nutz)leistung zu parasitärer (Widerstands)leistung ist SEHR VIEL schlechter als bei z.B. einem normalen Hubschrauberrotor, da in der Abwärts- und Aufwärtsphase der Bewegung der Blätter zwar der parasitäre Widerstand überwunden werden muss, aber kein Schub erzeugt wird. Auch nicht gerade vorteilhaft ist die Tatsache, dass die von oben projizierte "Wirkfläche", innerhalb der eine Abwärtsströmung erzeugt werden kann, sehr klein ist. Das Ding hat also eine abstrus große "Flächenbelastung", wenn man so will, was auch nicht gerade auf Sparsamkeit bei der induzierten Wirkleistung schliessen lässt.

Bei Vorwärtsfahrt könnte man sich mit solchen Walzenrotoren einiges an "gratis"-Übergangsauftrieb abgreifen... aber nur, wenn die Walzen SPANNWEITIG angeordnet währen... sowas wurde auch schon in ähnlicher Weise (als "Tangetiallüfter" ohne Blattverstellung mit entsprechender Düse, also nicht als VS-Antrieb) sowohl im Modellmaßstab als auch full scale gebaut und geflogen.

Fazit: mit sehr viel Leistung und wilder Entschlossenheit könnte man sowas tatsächlich irgendwie zum Abheben bringen. Es bietet aber jede Menge Nachteile gegenüber "klassischen" Konzepten.

P.S. ich sehe gerade dass die Walzen in Längsrichtung zweigeteil sind... eine vollständige Manövrierfähigkeit ähnlich wie bei den 4-Rotor-Schwebeplattformen ist damit gegeben.

grüssle

andi

Claus Eckert
08.11.2005, 11:39
Hallo Andi

Zu meinem technischen Verständnis eine Frage:

Wie könnte denn bei dieser Konstruktion definiert werden, welche Schubkräfte zu einem Manöver oder zur Auftriebserzeugung genutzt werden, wenn die Schubkräfte senkrecht zur Zylinderachse in alle Richtungen entstehen?

Yeti
08.11.2005, 11:59
Unter dem falschen Ansatz verstehe ich Actio= Reactio.


Na das wär doch schonmal ein richtiger Ansatz ;)



Man sieht deutlich, daß alle 3 Blätter auf EINER runden Scheibe per Schubstange fixiert sind.


Das sehe ich zum Beispiel nicht :rolleyes:



Selbst wenn man diese Scheibe per Servo drehen könnte, dann würden alle 3 Blätter z.B. mehr Anstellwinkel bekommen.
Somit ergibt sich für jedes Blatt derselbe Auftrieb,
jedoch wenn das oberen Blatt gerade lupft, drücken die 2 unteren umgekehrt,
d.h. das gibt vielleicht ein Wirbelwind, aber leider keinerlei Auftrieb.
Damit kann man vielleicht einen Minitornado verursachen, aber nicht fliegen.


Mit nur einer kollektiven Blattverstellung funktioniert der Voith-Schneider Propeller natürlich nicht, s. Beitrag von Flugfisch-Andi. Um eine resultierende Kraft zu erzeugen, ist eine zyklische Blattverstellung erforderlich. Neben der Blattlagerung erkennt man auf dem Bild eine Schubstange. Wenn diese auf der Welle (verstellbar) exzentrisch gelagert ist, dann hat man schon, was man braucht. Durch die Teilung der Rotoren ist somit auch eine Gier- und Nickbewegung möglich (unterschiedlicher Auftrieb vorne und hinten, bzw. Kippen des Auftriebsvektors), Rollen um die Längsachse durch unterschiedlichen Auftrieb links und rechts.



Kannst Du mir mal erklären, wie sich die Blattanstellwinkel des Antriebs verhalten?
Wie funktioniert der V-S Antrieb denn genau?
Erzeugen die Messer "Auftrieb" durch entsprechende Stellung im Wasser oder funktioniert ein Messer quasi als Paddel?
Hab noch nichts dazu finden können?


Guckstu hier: http://www.voithturbo.de/applications/documents/document_files/659_d_n2801.pdf

Gruß Yeti

FlugFisch
08.11.2005, 12:30
Hi..

der Voith-Link von Yeti erklärt einigermassen ausführlich, wie der VS-Propeller funktioniert.

Der VS-Propeller benötigt also eine zyklische Verstellung (durch exzentrisches VERSCHIEBEN der Anlenkscheibe, nicht durch verdrehen), um Standschub zu erzeugen.

Übrigens, nur so am Rande, selbst GANZ OHNE zyklische Blattverstellung kann so eine "Flügelwalze", wenn korrekt konstruiert, Autrieb bringen, und nicht mal wenig. Dazu muss lediglich eine Anströmung quer zur Drehachse auftreffen.
Warum das so ist, dazu muss man sich im Detail die Geschwindigkeitsverhältnisse an den Blattsegmenten anschauen, insbesondere die Überlagerung aus Rotationsgeschwindigkeit und Anströmgeschwindigkeit.
Bei "geeignetem" kollektiven Anstellwinkel kann man sich dann sogar den Antrieb sparen, das Ding rotiert von alleine... also quasi das zylindrische Pendant zu einem Tragschrauber (mit dem unterschied, dass der Walzenrotor meist nicht selbstanlaufend ist). Dasselbe Prinzip wird beim Darrieus-Rotor (windrichtungsunabhängige Windkraftanlage) eingesetzt.

grüssle
andi

Ost
08.11.2005, 17:28
Andi´s Windkraftanlage ist sehr interessant,
funktioniert aber- so wie ich´s begriffen habe, durch ein Nichtsymetrisch profiliertes Blatt.
Auch der Hinweis mit der Anstömung und unterschiedliche Geschwindigkeiten an vor/rücklaufenden Blättern fördert die Aktivität der Gehirnzellen ;)
Wären die Walzen quer angeordnet und hinten ein Propeller, dann ergibt das tatsächlich AUftrieb.
Is halt net :(
@Jeti
schau doch nochmal genau hin-
jedes Blatt ist an derselben EINEN Scheibe mit ner Schubstange verbunden.
D.h. jede Änderung am Winkel eines Blatts führt automatisch zu genau der gleichen Änderung an den 2 anderen Blättern.
Durch einen positiven Anstellwinkel kann man mit diesen symetrischen Blättern also einen genau auf die Drehachse zeigenden Schub erzeugen,
durch negative Winkel bläßt das Dingens nach außen.
Aber halt nicht nach unten :cry: ---Kollektive Verstellung
Der Voit-Schneider Antrieb- danke für den sehr interessanten Link-
hat wie Du schon sagtest, eine zyklische Verstellung und könnte in der tatsächlich dem Flugapparat zum Fliegen verhelfen.

Leider- der Mähdrescher wird nicht fliegen können.
Wenn doch...... muß ich mir einen geheimen Namen für´s Klatsch zulegen ;)

Grüße
Oliver

FlugFisch
08.11.2005, 18:19
@Jeti
schau doch nochmal genau hin-
jedes Blatt ist an derselben EINEN Scheibe mit ner Schubstange verbunden.


Wer sagt denn, dass diese SCheibe GEDREHT werden muss? Denk mal drüber nach was passiert, wenn die SCheibe, an der die Gestänge eingehängt sind, relativ zur Drehachse parallel verschoben und ihr Mittelpunkt im nichtrotierenden System festgehalten wird.

grüssle

andi

Ost
08.11.2005, 18:24
Dann wickeln sich die Gestänge um die Achse.
Bleibt die Scheibe stehen, verändern sich die Blätter, ja,
aber dann kollidieren die Gestänge mit der Drehachse.
Würde tatsächlich gehen, wenn die Gestänge VOR der Achse liegen würden,
die Scheibe also nicht AUF einem Rohr (in dem der eigentliche Rotor läuft) sonder der Rotor selber auf einer Hohlwelle montiert wäre und die Scheibe auf der feststehenden inneren Achse?
Oder ich hab nen Knick in der Leitung ;)

Aber ich gebe zu, je mehr man darüber nachdenkt desto interessanter wird das Projekt.
Wenn ich jedoch an die ozillierenden und bewegten Massen denke,
die Schräubchen würden das niemals halten,
denn die nötige Drehzahl wäre nicht von Pappe.

Grüße
Oliver

Yeti
08.11.2005, 22:31
Also ich finde, man kann auf dem Bild weder erkennen, wie die zyklische Blattverstellung funktioniert, noch: ob sie überhaupt funktioniert. Genausowenig kann man erkennen, dass sie nicht funktioniert, also ist das jetzt alles blos Spekulation. Einigen wir uns darauf, dass es funktionieren könnte ;)

Wo hast du das Bild denn gefunden? Gibt es noch mehr Bilder oder eine Beschreibung des Projektes?

Gruß Yeti

Ost
08.11.2005, 22:45
Das hat mir mein Bruder geschickt.
Der ist Hubifreak und wollte meine Meinung wissen.
Du hast recht- man kann zwar sehen, wo was wie befestigt ist, aber wo was wie sich´s dreht oder drehen läßt ist Spekulation.
Vielleicht gibt´s noch mehr wo er´s her hat?
Mal fragen.

Grüße
Oliver

kurbel
08.11.2005, 23:07
Andi´s Windkraftanlage ist sehr interessant,
funktioniert aber- so wie ich´s begriffen habe, durch ein Nichtsymetrisch profiliertes Blatt.Nöö, sie funzt ausgerechnet mit symmetrischen Blättern, mit Einstellwinkel null. Und wenn ich sage symmetrisch, dann meine ich damit, dass das Profil sogar tatsächlich eine Ellipse sein kann. Dann ist es auch egal in welcher Drehrichtung man sie laufen lässt (Nee, das ist jetzt wirklich ernst gemeint, kein Witz), nur anschubbsen muss man sie nach einem Stillstand immer, denn von allein läuft sie nicht los.

Kurbel

Ost
09.11.2005, 08:25
Hi,
unter "nichtsymetrisch" meinte ich eine unterschiedliche Wölbung der Außen zur Innenseite.
8405

Aber das muß ja nicht stimmen, was ich hier gefunden habe?
Was ich mir die halbe Nacht überlegt habe ist- funktioniert das auch umgekehrt?
Also erzeugt der Rotor mit Motor angetrieben Auftrieb?
Ich bin darüber eingeschlafen daß dieser Darrieus Rotor nur dann Auftribe leisten würde, wenn er durch die Luft bewegt werden würde, weil nur dann ein Unterschied zwischen vor/rücklaufenden Blättern entstehen würde und so eine Kraft entsteht.
Dann könnte so ein Rotor, wenn der "Flieger" einen Vortriebspropeller hätte, Auftrieb entwickeln.
Aber ich bin weder Aerodynamiker noch Physiker, nur rel. erfahren mit konventionellen Flugzeugen ;)

Grüße
Oliver

FlugFisch
09.11.2005, 09:00
Hi..

sehr richtig erkannt... wenn du von Aussen eine Strömung aufprägst, kann das Auftrieb erzeugen.
Der (dauerhafte) Antrieb des Rotors kann ggf. sogar entfallen.

grüssle

andi

Torque
16.11.2005, 17:33
Vielleicht fliegt das Teil ja wenn man alla "Zurück in die Zukunft" einen
Flux Kompensator einbaut!?

http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/uploads/01333_1093373536_Flux_Kompensator.jpg

Gruß KAI

Bertram Radelow
16.11.2005, 19:24
Haunabu!

Bertram

opflettner
19.11.2005, 20:07
Hi,
is ja sehr interessant, aber irgendwo hab ich das schon mal gesehen, weis aber im Moment nicht wo.
Also ich denke, wenn die Blattverstellung so aussieht, dass das obenliegende und untenliegende Blatt eine positive Winkeldifferenz zur Wagerechten hat, das in Aufwärz-oder -Abwärzbewegung befindliche Blatt im seitlichen Scheitelpunkt senkrecht steht, ist ein Auftrieb möglich. So wie es aussieht ist diese Steuerung mit der auf dem Foto gezeigten Anlenkung zumindest möglich. Also müsste das Ding sich bei entsprechenden Drehzahlen vom Boden abheben. Die gezielte Steuerung im Flug ( Seitwärts, Hochachse, Längsache und Quer dürfte aber etwas kompliziert, und ohne Kreisel sicher nicht umsetzbar sein.
Es muss doch heraus zu finden sein, wer das Ding gebaut hat. Wo, bei welcher Gelagenheit wurde denn das Foto aufgenommen?
Auf jeden Fall, ob es funktioniert oder nicht, ein Lob an den Erbauer, er hat sich ne ganze Menge Mühe gegeben um eine Idee experimental umzusetzen. Das ist doch das, was den Modellbau unter Anderem so interessant macht oder?
Op.

Ost
20.11.2005, 08:45
Das Bild ist von einem anderen Hubschrauberforum und ich hab´s von meinem Bruder erhalten.
Auch dort gibt es keine weiteren Info´s.
Wie schon gesagt ist für mich- ich hab ja noch eine etwas bessere Auflösung des Bilds- nicht erkenntlich, daß das obere/ untere Blatt sich entgegengesetzt bewegen kann um oben und unten Auftrieb zu erzeugen.
Das kann man wohl nur durch "Fingerprobe" erfahren oder vom Erbauer.
Mir erscheint die Anordnung dermaßen unlogisch, daß ich das Teil nur für ein Ausstellungsstück halte.
Unlogisch auch deshalb, weil im Vorwärtsflug eine Menge verschenkt werden würde durch die parallel zur Flugströmung liegenden Rotoren.
Lägen sie quer, dann würde die Strömung eher zum Auftrieb beitragen.
Ich glaube auch nicht, daß das Ding die nötigen Drehzahlen erreichen kann um anzuheben, selbst wenn es eine zyklische Steuerung hätte.
Die Blattgeschwindigkeit wäre nicht unerheblich und die z.T.filigrane Konstruktion mit den Fliehkräften setzt hier Grenzen.

Grüße
Oliver

spacetrax
09.12.2005, 06:48
das Ding hat auf der Seite das Zeichen der US Airforce, als soll es etwas zum fliegen sein. meiner meinung nach, erzeugt das Ding in der Mitte der Rotoren ein wenig Vakuum.

FamZim
10.12.2005, 13:55
Da ich das süstem grundsätzlich für flugfähig halte, will ich doch auf einen denkfehler im neutralen profiel hinweisen.
So wie jeder propeller eine schränkung hat um eine optimale vorwärtsbewegung zu gewärleisten, muss die gerade profielmitte gewölbt sein, denn die "tragfläche" bewegt sich auf einem radius im kreis.
Genau dieser radius ist die gerade die mitten durch das profiel geht, und nicht eine wirklich gerade !!

Gruß Aloys.

Ost
10.12.2005, 19:01
Wenn Du die einzelnen Blätter zyklisch verstellen kannst,
kann man das gerade oben laufende Blatt positiv anstellen,
während das Blatt ganz unten negativ angestellt wird.
Dazu ist ein symetrisches Profil sehr nützlich ;)
Nur leider kann ich keine solche Blattverstellung sehen.
Selbst wenn es ginge gibt das viel hin und her z.B. an den Gestängen und somit unkontrollierbare Vibrationen.
Immerhin sitzen die Massen ja ziemlich weit außen.
In einem normalen Heli gibt es zwar auch solche Gestänge, aber die sitzen ganz innen.
wenn ich mir dann den Umlaufradius angucke,
dann denke ich daß zum Abheben eine ziemliche Drehzahl benötigt wird die über den üblichen Drehzahlen konv. Hubis liegt.
Ich denke, der Erbauer hat sich folgendes gedacht:
warum einfach, wenn es auch kompliziert geht :cool:

Grüße
Oliver

FamZim
11.12.2005, 15:04
Hi

Ich finde es ist nicht kompliziert!
Mann muss es nur verstehen.
Zum steuern wie einen Voith Schneider Prop benötigt mann nur eine steuerscheibe die achsversetzt zur drehachse der props "nach oben" verstellt werden kann .
Dadurch werden alle blätter zyklisch verstellt und haben immer die "Nase" oben.
Auf dem bild ist es doch zu erkennen. Die haubt- und antriebsachse geht bis zur mitte der blätter, und da kuckt die verstellung heraus.
Alle blätter sind an zwei stellen zur achse gelagert und an einer stelle, gegen zentrifugalkräfte zu den anderen beiden abgespannt.
Die steuerung erfolgt nur einmal und zwar in der mitte.
Wenn ich Euch noch überzeugen könnte das die "Provielsehne" der radius des gesammten systems ist und daher bei der profilierung berücksichtigt werden muss wären wir ein stückchen weiter!!

Gruß Aloys.

kurbel
11.12.2005, 15:26
Ein großer konstruktiver Vorteil der üblichen Hubschrauberrotoren gegenüber diesem 'Mähwerk' ist, dass die Hauptbelastung, die 'Zentrifugalkraft' längs der Rotorblätter wirkt, was eine nahezu reine Zugbelastung ergibt, die 'recht einfach' in den Griff zu bekommen ist. Bei dem 'Mähwerk' resultiert aber aus der 'Zentrifugalkraft' dann eine große Biegebelastung, was mechanisch viel anspruchsvoller ist.

Kurbel

FamZim
11.12.2005, 16:09
Hi

Der mensch kann nicht fliegen und fliegt doch!
Wasser fliest immer bergab und wir bekommen es doch hinauf!
Und dieses "geräht" bringen die richtigen leute auch zum fliegen!
Jedenfals meine meinung!!

Gruß Aloys.

Experimentalhans
16.12.2005, 21:12
... nur sehe ich nicht, wie es manövrieren kann. Der Motor treibt über den Zahnriemen die "Mähdrescherwalzen" an, die zyklische Blattverstellung sorgt für sinnvolle Anstellwinkel - also wird das Teil abheben
(wenn der Motor stark genug für das Gewicht der Aluträger ist).
Was nicht erkennbar ist, sind die Elemente für den Vortrieb und für die Steuerung. Die Fuhre läuft Gefahr vom Winde verweht zu werden. Da muß der Erfinder noch was entwickeln.
Außerdem hat das Gerät sicher einen etwas steilen Gleitwinkel, wenn der Motor stehen bleibt.

Insgesamt finde ich den Ansatz interessant und die Ausführung ist wahrlich professionell.
Ich hoffe, der Experimentator läßt sich von den Lästerern hier nicht entmutigen.

Gruß

Hans

Ost
17.12.2005, 13:10
Ich als Oberlästerer:D kann einfach die zyklische Blattverstellung nicht erkennen und ich hab ja ein etwas besseres Bild.(Trotz der Hinweise auf Voith)
Geht einfach net in meinen Kopf rein.
Wenn es eine wirkliche zyklische Verstellung hätte, dann ist die auch getrennt auf alle 4 Rotoren anlenkbar und somit die Frage der Steuerung zumindest angedeutet.
Aber nur ein eingebauter PC kann das Wechselspiel der Rotoren steuern,
denn wie will man eigentlich das per Knüppel hinbekommen?
Die 4! rotoren müssen Quer, Roll, Nick und Hub steuern.
Viel Spaß beim steuern;)

Und wie will man eigentlich die Scheibe, die die Stangen zur Blattverstellung anlenkt ansteuern? Denn die Scheibe muß mitdrehen, denn sonst wickeln sich die Gestänge um die Achse und es ist keine Taumelscheibe. Die sieht sogar fest aus.
Ich glaube daß das nur eine Art Juxmodell ist und keinen Millimeter abheben kann.

Grüße
Oliver

Michy
19.12.2005, 11:13
Hallo, :)

die Profile der Blätter sind im Anstellwinkel steuerbar. Das Prinzip
nutzt der Voit - Antrieb, kann man sich aber auch in jedem Naturkunde
Museum bei etwas "besseren" Wassermühlen anschaue. Da dreht sich das dann sehr langsam und ist dann gut zu verstehen.
Ich denke man kann dann den "Pitch" auf der linken und rechten Seite unterschiedlich steuern, so dass man schon mal die "Absturzrichtung" beeinflussen kann. Die Blätter auf einer Seite sind auch geteilt; evtl. kann man ja auch die vordere und hintere Seite getrennt steuern ?
Ich denke nicht,dass dieses Teil schon mal in der Luft war; finde aber die Idee und die Ausführung echt toll.

Gruss Michy

Experimentalhans
20.12.2005, 21:15
Hallo Ost,
schau mal genau hin.

11735

Diese Stangen dienen eindeutig der Blattverstellung.
Was nicht zu erkennen ist, ist die Steuerung deiser Blattverstellung. Im Wellentunnel ist beim besten Willen kein Platz für Servos.
Die Taumelscheibe ist in diesem Fall übrigens eine Exzenterscheibe. Das paßt schon. Ein Dünnringlager mit aufgesetztem Ring, exzentrisch gelagert, schon stimmt die Richtung.
Dieser Exzenterring müßte in seiner Exzentrizität verdreht werden, um den Auftrieb zu variieren. Und die Möglichkeit dafür habe ich noch nicht entdeckt.

Wer hat den Hobel eigentlich gebaut? Der soll sich doch mal äußern.

Gruß

Hans

Übrigens, sagte ich schon, daß ich den Motor für etwas schwachbrüstig halte für so viel Aluminium?

Ost
22.12.2005, 16:48
Hi,
also die Stangen zur Veränderung des Blattanstellwinkels sind ja ganz nett aber auch entscheidene Bestandteile meiner "Kritik" in verschiedenen Antworten hier.
Ich kann mir auch vorstellen, daß man durch verschieben der Aluscheibe auf der Achse, verdrehen derselben auf der Achse während eines Umlaufs oder/und kippen der "Taumelscheibe" (denn das ist es eindeutig nicht!) eine Änderung des Blattanstellwinkels erreichen kann und zwar unterschiedlich für die 3 Blätter.
Jedoch ist zumindest nicht erkennbar, ob diese Scheibe überhaupt zu IRGENDEINER Bewegung auf der Achse imstande ist.
Sie muß sich genau wie die Achse mitdrehen, sonst wickelt sie´s drumrum.
Sie muß mit der gleichen Umlaufgeschwindigkeit wie der Rotor mitdrehen.
Man könnte sie verschieben dann ändert sich der Winkel aller Blätter- aber gleichsinnig. Man könnte einen gewissen Vorlauf/Nachlauf realisieren, aber wieder vermag ich nicht zu erkennen, wie daraus ein Differenzierter Blattanstellwinkel verwirklicht werden kann. Erschwerdend kommt noch hinzu, daß es sich um einen "Dreiblattrotor" handelt, d.h. man muß nicht nur "Sorge" tragen daß das jeweils gegenüberliegende Blatt einmal "drückt" bzw. "zieht",
sondern muß auch das 3. Blatt in die Rechnung einkalkulieren.
Ich halte es niemals für ausgeschlossen so einen Rotor dazu zu bringen Auftrieb zu erzeugen,
aber diese Konstruktion kann das m.M. nach auf keinen Fall.
Wenn ich mir einen normalen Rotorkopf anschaue, dann weiß ich wie kompliziert das in dem Falle schon ist.
Im vorliegenden Fall erscheint das Ganze so simpel (mechanisch) daß der Erbauer dafür ein Patent haben müßte- wenn´s funktionieren täte.
Trotz allen Hinweisen auf Voith-Schneider, Exzenterscheibe etc. vermag ich nicht nachzuvollziehen, wie das Ganze
1. Auftrieb erzeugen
2. steuerbar sein soll

Dann meine Hinweise auf die rotierenden Massen- da geh ich doch mal ganz stark davon aus, daß sich die Führungsstangen der Blätter durch die wechselnden Belastungen der erforderlich schnellen Rotation (ich mein natürlich nicht die Zentrifugalkräfte!) schlicht den Vibrationen nachgeben werden.
Was da passieren kann kenn ich aus jahrzehntelanger Erfahrung mit Helis und da scheint mir die Drehzahl um einiges niedriger zu sein wie hier.

Wie gesagt, ich will nicht abstreiten, daß man so ein Teil tatsächlich bauen und fliegen könnte, aber NICHT so wie hier.
Wenn doch, dann war ich halt zu blöd es zu kapieren, der Erbauer zu genial für mich.;)
Da brech ich mir nichts ab dabei:D

Grüße
Oliver