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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schaum schneiden mit Profili



speedy573
19.12.2012, 11:49
Hallo,

möchte mit Profili Schneiddaten für einen Aegea Tragflügel erstellen.
Gebaut wird positiv mit Mylar, der Holm wird in einer separaten Form erstellt und vor dem Laminieren der Deckschichten an die Schaumteile geklebt.
Der Ausschnitt für den Holm im Tragflächenkern soll nach dem Schnitt der Profilkontur von oben bis auf die untere Schnittkontur des Profiles erfolgen.
Ebenso der Keil hinten für die Ruderverkastung.

Profili bietet zwar verschiedene Möglichkeiten Holmausschnitte zu machen, alle jedoch mit einem jeweils waagrechten Schnitt; das ist in diesem Fall nicht sinnvoll.
Eine Möglichkeit für den keilförmigen Schnitt der Ruderverkastung innerhalb der Profilkontur habe ich in Profili nicht gefunden.

Natürlich kann man dazu den GCode entsprechend von Hand modifizieren. Das funktioniert, jedoch das Ermitteln der Berührungspunkte auf der Profilkontur und die Erstellung der Fahrwege ist recht mühsam und zeitaufwändig.

Hat jemand einen Tipp wie das einfacher geht?

Gruss
Mike



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speedy573
01.01.2013, 16:41
Hallo,

nachdem die Lösungssuche nichts gebracht hat und auch Stefano keine Lösung parat hat wurden die GCodes selbstfrickelt.

Mit Hilfe von Excel wurden die Fahrwege für den Holmausschnitt und die Ruderverkastung berechnet und händisch in den von Profili erzeugten GCode eingefügt.
Nur noch Knopf drücken ;-))

Gruss
Mike

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v-form
05.01.2013, 21:00
Spitze, Seglerflächen in Mylar ist gerade auch mein Thema, Ich habe so etwas Ähnliches angfangen,bin mir bei den Ruderausführungen nur noch nicht so sicher. Du willst doch sicher auch eine Spaltabdeckung machen, oder? Wie genau?
Wie ist Dein Plan für den Gewebeaufbau?

Viele Grüße
Tobias

holli
06.01.2013, 08:19
könnt Ihr bitte auch Bilder einstellen, in welcher Rheienfolge ihr den Verbund aufbaut und wie Ihr das Mylar auflegt und verpresst.

ExtremerAnfänger
06.01.2013, 08:33
Hallo Mike,

super gemacht.
Wie laminierst du die Flächen, im Sack oder nur mit den Schalen verpressen... besteht nicht die Gefahr, wenn du die Holme im ersten Gang einklebst, dass die Oberfläche, da wo der Holm langläuft im Vakum-Sack einfällt? Ich dachte die Holme kommen erst nach dem die Oberseite fertig laminiert ist.. aber bekanntlich führen viele Weg zum Ziel.. bin gespannt wie es weitergeht ;)

Gruss
Jürgen

Wattsi
06.01.2013, 08:50
Glückwunsch zur AEGEA,
habe ich mir auf gleiche Weise gebaut, allerdings mit 2,3m und AG40-43
ich komme auf 21g Flächenbelastung.
Bauweise:
Einteilige Fläche,
Holmsteg nur in der Mitte, anstelle der Steckung und am Knick zu den Ohren.
Holmgurte aus Basaltrovings in eingeschliffene Nut
Beplankung: 2x50g 45°
Ich habe den Steg zur Ruderverkastung mit e. Rasierklinge ausgeschnitten, mit Wachs überzogen und wieder eingelegt. Schnittstelle mit Glas beplankt, damit obere u. untere Beplankung verbunden sind, laminiert, obere Beplankung mittig zum Steg aufgeschnitten, Steg entnommen. Das untere Glas dient als Scharnier.
Bei Interesse könnte ich noch Fotos einstellen.
Die Festigkeit ist ausreichen, überraschend torsionssteif.
Wolfgang

Gast_53593
06.01.2013, 10:11
Glückwunsch zur AEGEA,
habe ich mir auf gleiche Weise gebaut, allerdings mit 2,3m und AG40-43
ich komme auf 21g Flächenbelastung.
Bauweise:
Einteilige Fläche,
Holmsteg nur in der Mitte, anstelle der Steckung und am Knick zu den Ohren.
Holmgurte aus Basaltrovings in eingeschliffene Nut
Beplankung: 2x50g 45°
Ich habe den Steg zur Ruderverkastung mit e. Rasierklinge ausgeschnitten, mit Wachs überzogen und wieder eingelegt. Schnittstelle mit Glas beplankt, damit obere u. untere Beplankung verbunden sind, laminiert, obere Beplankung mittig zum Steg aufgeschnitten, Steg entnommen. Das untere Glas dient als Scharnier.
Bei Interesse könnte ich noch Fotos einstellen.
Die Festigkeit ist ausreichen, überraschend torsionssteif.
Wolfgang

Hi Wolfgang
Ja stelle doch mal Fotos ein
Norbert

Wattsi
06.01.2013, 12:23
Wäre dann aber hier nicht optimal plaziert.
Das würde dann bei Segelfugzeug/Baubericht besser aufgehoben
Der Threadstarter müste dort also ein neues Thema starten.
"Bau einer AEGEA"
Dann bin ich dort dabei
Wolfgang

speedy573
06.01.2013, 17:18
... dachte schon das Thema ist uninteressant.....

@Tobias
Gewebeaufbau Tragfläche:
D-Box 1x Aramid 36gr diagonal (von Holm um die Nase einteilig bis Holm, auf Schaumkern laminiert)
2x 49gr Glas diagonal über alles
lokale patches 1x49gr Glas (Servoschächte, Anschlussrippen an Steckung)
oben und unten auf Holm je 1x Textreme UD 38gr durchgehend bis Tip

Vorerst keine Spaltabdeckung. Am Ruderspalt (jeweils QR und WK oben) ist bei diesen AGs eine Unstetigkeit in der Kontur

@Jürgen
Danke, mal sehen wie es fertig aussieht...
Flächen kommen in die Vakuumtüte, das alles dann auf die Unterschalen, beschwert mit Sandsäcken.
Die Holme werden mit den geschnittenen Schaumteilen seitlich verklebt. Unterseite bündig, hier ist die Profilkontur mehr oder weniger gerade.
Die Holme haben 1mm Untermaß in der Höhe. Auf die Oberseite wird 1mm Balsa geklebt und dann auf Oberseitenkontur gestraakt. Sollte dann passen ohne dass die Kontur beim Pressen einfällt.

Holme nachträglich einkleben? Hmmm, das Oberflächenlaminat sollte wegen Torsion schon geschlossen sein.

@Wolfgang
Ja bitte Fotos....
Viele Wege führen nach Rom. Wir haben uns entschlossen den aufwändigen Holmaufbau gemäß Drela zu machen, allerdings mit abgespecktem Holm da die Aegeas elektrisch werden und nie an eine F3B Hammerwinde kommen.
Trotzdem soll der Holm entsprechend steif werden wie auch Drela auf Steifigkeit und nicht auf Festigkeit dimensioniert hat.
Dreiteiliger Flügel ist für uns wichtig wegen Packmaß.
Ruderverkastung machen wir ähnlich, 1x 49gr Glas diagonal um den V-Ausschnitt, Scharnier ist ein Streifen Aramid 36gr diagonal 20mm breit. Scharnierstreifen liegt unter den Glas-Deckschichten.

@all
Warum hier nicht weiter machen mit dem Bau der Aegea? Es geht doch um die Schaumkerne für Aegea, und damit fängt der Bau an.....

Inzwischen ist die Holmform gefräst und es geht an einen Probebau des Holmes. Bilder folgen wenn gewünscht.

Zur Info die gegenüber dem Original geänderte Flügelgeometrie als pdf. Die Pfeilung wurde am panel 2 zurückgenommen damit die Steckung nur in einer Achse winklig wird. Ansonsten wurden beide V-Form Winkel beibehalten wie von Drela vorgesehen. Eine hohe Eigenstabilität um die Hochachse macht bei der Thermikauslegung Sinn; dazu hat Drela einige Ausführungen gemacht, u.a. Kreisen nur mit SR.

Gruss
Mike

Wattsi
07.01.2013, 10:04
Das ist mein erster Versuch mit wing bagging.
Daher sind auch Erfahrungen gemacht worden, was nicht zu tun ist: Schleifen mit Nassschleifpapier.
Der Abrieb dabei arbeitet sich super ins Glasgewebe ein und der Versuch das rauszuschleifen ist nur eine Verschlimmbesserung.

Ich habe das AG40... verwendet wegen größerer SPW und weil es der Sprite von FVK mit 2m SPW ebenfalls hat.
Steifheit:
Gut, ist nicht supersteif, wenn ich am Rumpf schnell auf und ab rüttle, kommen die Flächen in Resonanzschwingung.
Im Flug sehe ich keine Durchbiegung. Da nur Handstarts am Hang reicht es ohne Holmsteg.
Würden sich die Flächen im Flug biegen, wäre mein Versuch ohne Steg auszukommen entsprechend zu korrigieren.
Ich nähere mich vom Minimum her ans Ziel: Nötige Verstärkungen fallen so auf
Von der anderen Seite her, zu viel Verstärkung erkennt man nicht =Übergewicht!

Holmgurt

Nuten einschleifen, Rovings einlegen, Folie drüber, mit Rasierklinge als Spachtel glatt streifen.
Etwaige Überstände können dann noch feingeschliffen werden

Oberfläche nach Beglasung:
super glatt!!

speedy573
17.01.2013, 15:16
Hier gehts weiter:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/372492-Baudoku-Aegea-II

Gruß
Mike