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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kuki



PeterKa
26.12.2012, 12:05
Es gab viele Gründe die mich letztlich dazu bewogen haben mir einen KUKI zuzulegen.Zunächst einmal benötigte ich fix ein fliegendes Labor, für allerlei Spirenzchen über die ich zu gegebener Zeit berichten werde. Und da ich wegen der vielen anderen Sachen nur noch wenig Zeit übrig habe, griff ich auf etwas Bewährtes zurück. Dann war da noch der Kontakt zu Wolfram Metzner, dem Konstrukteur des Modells, und zu Franzl, der einen Baukasten aufgelegt hat.

Der Kasten kam zusammen mit meinem Ultra Stunter. Er enthielt eine persönliche Widmung von Franz und trägt die Seriennummer 001... Ein Autogramm von Wolfram auf der Fläche wird die Chose abrunden. Er wohnt nicht sehr weit weg von mir... also relativ.. und eine Einladung besteht auch schon.

Nun gut, ein Baubericht darüber lohnt sich kaum, weil es fast nix zu Bauen gibt. Ich habe die Fläche in weniger als 2 Stunden auf dem Tisch zusammengeklebt. Und der Zweck der Übung ist noch geheim. Trotzdem immer mal ein paar Appetithäppchen.

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Das sieht alles sehr ordentlich aus und macht auch Spass. In 1-2 Wochen wird er fertig sein. Da kein Verbrenner reinkommt muß nichts lackiert werden, was die Sache sehr vereinfacht.

PeterKa

Bernd Langner
26.12.2012, 19:43
Hallo Peter


Ich würde aber trotzdem die Kanten gut festbügeln damit die Elektronen nicht unter die Folie kriechen:D

Gruß Bernd

PeterKa
28.12.2012, 13:21
Danke für den Tipp Bernd, ich hätte das glatt übersehen.

Also der Kuki sieht ja bullig aus, also hab ich auch einen bulligen Motor eingebaut. Viel hilft bekanntlich viel..

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Aber im Ernst, der Motor hat 350 Watt (die ich aber nur mit extrem großen Propellern herausholen kann). Ich werden ihn zwischen 250 und 300 Watt betreiben. Wie gesagt es ist ein Versuchsmodell, und da brauchts etwas Reserve nach oben.

Im Übrigen denke ich daß diese Motorgröße für so ein Modell nicht wahnsinnig übertrieben ist. Das Gewicht braucht er sowieso wegen des Schwerpunktes, und der Akku kann nicht beliebig weit nach vorne. Schaumermal.

Rennsemmel
28.12.2012, 18:53
Hallo Peter !

Mir fällt gerade ein, dass ich bei diesem Kuki hinten 20g Blei brauchte. Da hatte ich am Anfang den AP 15 mit 154g drin.
Aber ich denke, es lässt sich alles gut mit dem Akku einstellen, da er ja Schwerpunktnah zu liegen kommen wird.
Wenn er deutlich schwerer als 700g wird ,würde ich einen leichteren Motor nehmen.

Ansonsten : so sieht es aus, wenn man nach nem leichten Einschlag die Folie nicht kontrolliert.
Hat beim nächste Start etwas geknallt und dann hat es beim Fliegen immer ein Brummen gegeben. Flog sich dafür sogar recht gut .... nur etwas schwammig auf Höhe und insgesamt langsamer, Manöver hat er aber noch alle gemacht.
Ich muss aber sagen, dass ist das erste mal, das mir bei dem Flieger so was passiert ist. Der hat vorher schon ordentlich einstecken müssen, z.b. steckte auch schon ein paar mal senkrecht in der Erde, ohne dass etwas kaputt gegangen ist.

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Grüße !

PeterKa
28.12.2012, 19:30
Ich denke das wird schon hinhauen. Der Motor wiegt 150 Gramm, der Akku maximal 180, Regler und Gedöhns nochmal 30 Gramm. Fläche bügelfertig 120 Gramm Rumpf und Leitwerk ca 150. So schlecht kann ich gar nicht bauen, daß ich nicht unter 700 Gramm bleibe. Dabei habe ich noch eine große Reserve. Da ich eh immer nur 3 Minuten durchhalte benötige ich maximal 1500 maH wenn ich 30 Ampere verbraten sollte, was im Normalflug unrealistisch ist, da erwarte ich Ströme von 20 A. Jedenfalls kann der Akku deutlich kleiner ausfallen, was weiteres Gewicht einspart. Wie gesagt... falls...

Außerdem, es ist ein Fluglabor. Es kommt nicht auf optimales Flugverhalten sondern auf Robustheit an.

@Rensemmel: Moki S7 sieht auf den ersten Blickl nach Stahlgarnitur aus, müsste für letzte Gewissheit aufschrauben.

PeterKa

f4bscale
28.12.2012, 22:05
Da kann ich allen neuen KUKI Piloten nur recht viel Erfolg bein experimentiern wünschen. Vergesst bitte aber nicht beim Veröffentlichen der Ergebnise die Leinenlänge und erflogenen Rundenzeiten anzugeben. Wer kann, sollte auch die eingestellten Motordrehzahlen mit Luftschraubendaten nennen. Egal ob Verbrenner oder Elektroversion, das ist für die Überprüfung meiner theoretischen Überlegungen wichtig.

Allen ein gesundes neues Jahr

f4bscale

PeterKa
29.12.2012, 12:13
Ich hab ja schon vielerlei gesehen, aber die Scharniere für den KUKI waren für mich ein absolute Neuheit. Franz hatte mir ein Probescharnier beigelegt und das Material für die restlichen.

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So ein Scharnier ist in 2-3 Minuten gebaut.

Ich war dennoch nur teilzufrieden damit, denn ich liebe es, Ruder abnehmen zu können. Habe ich meinem Materialvorrat für meine Scale Kisten noch 0,2 mm Edelstahlblech gefunden, und daraus dann die abgebildeten Scharniere gebogen.

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Als Verbindung dient ein Stahl oder Kohlestab, je nachdem wie leicht man es braucht. Die Scharniere sind extem klein, folglich wird das Holz duch die Schlitze kaum zerstört. Da drückt man einfach eine scharfe Klinge rein (ich hab dafür ein Hohlkinge zum schneiden, und eine Sägeklinge zum vergrößern).

Die ganze Aktion war in 15 Minuten erledigt, ok jetzt müssen sie noch verklebt werden. Kosten: Fehlanzeige Edelstahl ist der reine Luxus, er war halt bei mir da.

PeterKa

PS: Habe gerade alles verklebt. Dabei fiel mir auf, daß die Scharniere auch ohne Klebstoff sehr fest saßen. Das liegt daran, daß sich die Laschen etwas aufspreizen, und sich mit dem Holz verkrallen. Ich muß sagen.. Einfach genial .. genial einfach. Es muß nicht immer Industrie herhalten für jedes Detail.

PeterKa
30.12.2012, 12:17
Der rohbaufertige Kukirumpf. Mal ein paar Impressionen. Durch die Abstrebungen des Motorspantes habe ich Fächer für Regler und Timer geschaffen, so daß alles später fein fein aufgeräumt aussieht.

Ja und das Höhenruder klappt durch sein Eigengewicht nacht unten weg.. so muß das.

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Im Ernst es ist wirklich nicht der geringste Aufwand. Die Vorfertigung lässt kaum Wünsche offen. Was man zum Bau mitbringen muß ist die Geduld ordentlich zu arbeiten, (zum Beispiel die Hände öfter mal waschen) das wars.


PeterKa

PeterKa
01.01.2013, 13:43
Was mir am Modellbau am meisten Spass macht ist das grabbeln in der Trickkiste.

Dem Bausatz lag das Steuersegement mit der Fahrradspeiche bei. das ist schonmal ein guter Trick. Zur Anlenkung eignet sich die Speiche weniger, Franz hat einen 4 mm Kohlestab vorgesehen, das macht Sinn.

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Die Stahlhülse ist für den Übergang vorgesehen und verhindert wirkungsvoll das Aufsplittern des Kohlestabes. Nun wollte ich das nicht einfach so verkleben, denn beim Bügeln und Fummeln an der Fläche ist der doofe Stab immer im Wege... mir jedenfalls. Und da habe ich eine Lüsterklemme eingepasst und verlötet. Die Schraube ein wenig kürzer gedremelt und auf die Fahradspeiche ein 3 mm Messingrohr gelötet. Schwupps passt alles saugend.

In der Fläche sind nun 2 kleine Löchlein. Das eine dient der Verschraubung des Steuersegementes. Auch hier habe ich einen kleinen Trick angewandt: Die Mutter ist mit der Schraube verlötet. Jetzt kann die Schraube beherzt angezogen werden, ohne das Steuersegment zu blockieren. Einfach gelle ;-) Das zweite Löchlein in der Fläche ist so angebracht, daß die Schraube für die Anlenkung erreicht wird. Nun kann die Fläche ohne das störende Gestänge gebügelt und verklebt werden.

Ein weiterer Vorteil der Mimik. Wenn z.B. die Steuerseile erneuert werden müssen, muß nur die untere Bespannung aufgeschnitten werden, so daß die Optik keinen Schaden nimmt. Dann kann sogar das Steuersegment demontiert werden.

Für unsere Profils sind das natürlich olle Kamellen, aber der eine oder andere Noob wird vielleicht davon profitieren können. (NOOB = Newbee= Anfänger)

Gutes neuen Jahr

PeterKa

PeterKa
01.01.2013, 17:26
So sieht der Kuki jetzt aus. Die Anlenkung ist fertig bis auf den Durchlass in der Fläche. Was auch noch ein wenig Arbeit macht ist das Akkufach, das ich weitgehend in der Fläche unterbringe. Aber dann ist Bespannen und lackieren dran.

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So wiegt er 325 Gramm (ohne den Akku versteht sich). 700 Gramm Abfluggewicht sind somit realistisch, und das bei einer Leistung von über 300 Watt, das ist etwa ein halbes PS.

PeterKa

PeterKa
03.01.2013, 18:46
Der Akkueinbau ist ja nicht wirklich schwierig, aber irgendwie hat das doch ein wenig an Zeit verschlungen.

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Ich habe mich für einen 1800er entschieden. Sicherheitshalber genügend Platz für 2200 gelassen. Ganz verschwindet er nicht in der Fläche, aber der Überstand ist nicht sehr groß. Befstigt wird er am Ende mit Klettband.

Das Segment musste ich nochmal verschieben. Es war zu nahe am Rumpf, dadurch bekam ich nicht genügend Ausschlag auf das Höhenruder. Aber so passt das jetzt.

PeterKa

PeterKa
05.01.2013, 18:56
Die mächtige Antriebseinheit. Nun wir wollen nicht übertreiben. Die 10*5 er Latte wird mit knapp 10000 Touren bei Vollgas drehen. Der Verbrauch in diesem Zustand 27 Ampere, macht in etwa 4 Minuten Laufzeit bei dem 1800er Akku. Also alles errrechnete Werte. Als Geschwindigkeit bei Vollgas erwarte ich dann Werte von 80 km/h. Vielleicht etwas weniger.

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Auf der anderen Seite ist der Timer (Prototyp) eingebaut. Über diesen wird nach erfolgreicher Erprobung ausgiebig berichtet. Noch trauen wir der Sache nicht so ganz. Die Signaldiode über den Motorzustand wird in die linke Flächenspitze eingebaut, die ja bekanntlich immer auf den Pilot zeigt. Ich hatte sie bei anderen Versuchen an Stellen liegen, die nicht immer sichtbar sind.

Die noch nicht sauber verlegten Strippen landen am Ende in der Fläche in dem Raum vor dem Akku. Man wird nichts mehr davon sehen.

Mit ein bisschen Sorgfalt kann man den Antrieb auch in ein Silhuettenmopdell ansprechend einbauen.

PeterKa

PeterKa
05.01.2013, 22:46
Ein kleines Detail über das ich mich sehr gefreut habe ist eine tadellos funktionierende Leineneintrittspunktverstellung. Das ist zwar sicherlich nicht ganz im "Anfängersinne", aber für mich überaus bedeutend. Lautet doch der Kern meiner Theorie, daß weniger der SP selbst, als vielmehr der Abstand SP-Leineneintritt das Flugverhalten ganz entscheidend bestimmt. Das will ich unter anderem am KUKI überprüfen und beweisen oder auch widerlegen, je nachdem wie es kommt. Ich beharre ja nicht auf der Richtigkeit meiner Gedanken und Rechnungen. Letztlich zählt das Experiment, und die Theorien müssen das bestätigen, sonst taugen sie nichts.

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Der Kuki ist für meine Pläne ideal. Einfachste Geometrie, schnell gebaut, einfach zu handeln. Dazu kommt ein Konstrukteur der meine Gedanken nicht in Bausch und Bogen als dünnflüssiges Gebrabbel eines Unwissenden brandmarkt, sondern sich im Detail damit auseinandergesetzt hat. Nicht in allem meiner Meinung, aber befruchtend, nicht vernichtend. Gut daß es immer noch genügend Menschen dieses Kalibers gibt. Und natürlich der brave Franzl, der mich in diesem Fall so liebevoll ausgestattet hat.

Beim Bau des Ultrastunters ist mir ein sehr interessantes Detail aufgefallen. Der Vogel hat nämlich exakt NULL Motorseitenzug (!!). Darauf wird sogar im Bauplan explizit hingewiesen. Vermutlich sollte die elegante Linienführung des Modells nicht durch eine schiefe Rumpfnase verunstaltet werden. Ein wenig war ich am Stutzen bis mir ein Licht aufging: Dafür ist der Leineneintrittspunkt sehr weit hinten. Der Konstrukteur (Biesterfeld) hatte das Zusammenspiel zwischen SP und Leineneintrittspunkt und Motorzug genau erkannt, und ausgenutzt und zwar bereits in den 50er Jahren. Für mich ist das genau das Indiz, welches meine Theorie, die letzendlich in die "Fesselfliegerweltformel" münden wird, stützt. Und der Beweis, daß das alles schon lange bekannt ist, aber irgendwie im Nirwana des Fesselflugbewustseins verschwunden ist.

Übrigens habe ich im Kuki nur knapp 2 Grad Seitenzug eingebaut, daß ist in etwa der Wert der benötigt wird um die Drall- und Kreiselkräfte auszugleichen. Alle anderen Parameter lassen sich verstellen, daher die Bezeichung "fliegendes Labor".

Sorry ich bin abgeschweift, sozusagen ins Off Topic geglitten. Aber meine Projekte lassen sich einfach nicht voneinander trennen, alles greift ineinander, aber alle haben dasselbe Ziel: Zu verstehen wie der Fesselflug im Innersten funktioniert.

PeterKa

Franz Haas
05.01.2013, 23:48
Hallo Peter

Jetzt werde ich aber rot vor Scham.
Da der Konstrukteur Wolfram Metzner einen genialen Plan gezeichnet hat und der Peter Ka
sehr ausführlich über die Schwerpunkt-Theorie geschrieben hat, lag es doch sehr nahe, beide
Erkenntnisse zusammenfließen zu lassen. Und das habe ich halt in die Serienproduktion
einfließen lassen. Ich finde es einfach richtig, zwei so gute Tatsachen zu vereinen.
Und das mit dem Ultra Stunter haben bis jetzt nur Wenige erkannt. Hut ab, Peter.
Aber genau so ist es! Schade nur, dass wir so weit auseinander wohnen. Ich glaube, dass wir drei jede
Menge Spaß zusammen haben würden.

Gruß, Franz Haas

PeterKa
06.01.2013, 13:29
Bevor die Lackier und Bespannarbeiten beginnen habe ich noch einmal alles zusammengefummelt um die Verkabelung und die Schwerpunktlage nochmals zu überprüfen.

Die gute Nachricht: Der Schwerpunkt stimmt auf Anhieb.

Die schlechte Nachricht: Das Gewicht ist mit 730 Gramm etwas hoch geraten. Er wird also endfertig sicher an die 800 Gramm wiegen. Allerdings muß man die Sache etwas relativieren: Immer noch hat er dann mit 45 Gr./Dm2 die Flächenbelastung eines Normalmodells, und der Schub übertrifft das Eigengewicht um etwa 1,5.. Sprich auch senkrecht nach oben kann ich noch satt beschleunigen. Also kein Grund zur Beunruhigung. Außerdem ist er nicht als Hochleistungsmodell gebaut, sondern als Meßbomber.

Hier mal ein paar Impressionen, bevor alles auseinandergebaut wird.

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Ein Detail das oft vernachlässigt wird und dann andauernd nachgebessert werden muß ist der Hecksporn. Ich hab ein Stück Weißblech weich auf den Sporn gelötet. Dieser ist mit dem Rumpf verzapft. Eine M3 Schraube sichert das ganze bombenfest. Zum Lackieren wird der Sporn einfach abgeschraubt. Klar mit UHU Plus geht das schneller. Aber mir gefällt das so besser.

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Die Verkabelung sieht immer noch etwas wüst aus, man sieht aber, daß sie komplett unter der Bespannung verschwinden wird, mit Aunahme der Akkuanschlüsse.

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Die starke Leuchtdiode in der Fläche. Das Kabel muß sorgfältig gesichert werden, damit es sich nicht mit den Steuerlitzen verheddern kann.

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Und das Ballastfach an der Außenfläche.

Jetzt kann ich endlich am Ultrastunter weiterwerkeln ;-)

PeterKa

Franz Haas
06.01.2013, 16:52
Hallo KUKI Freunde

Es ist wahnsinnig schön, wenn man sieht das der Peter so ein tolles Modell
aus dem Bausatz Nr 1 gezaubert hat.
Herzlichen Glückwunsch Peter.
Wünschenswert währe es, wenn durch unser Vorhaben so einige wieder zum Fesselflug zurückfinden
würden. Wolfram hat halt ein tolles Modell konstruiert.
Viele werden auch jetzt dank Peter erkennen, das der neue KUKI sehr viele verbesserungen aufweist.
Durch den stark vereinfachten Rumpfbau ( Balsa 10mm und eingearbeitete 10x10 Buchenleisten für den Motorträger ) geht der gesamte Rohbau sehr schnell. Peter hat es ja mit seiner Turbobauweise vorgemacht.

Gruß, Franz Haas

PeterKa
07.01.2013, 13:03
Heute morgen habe ich den Antrieb vermessen. Als Propeller war ein 10 * 6.5 montiert. Laut Datenblatt Motor zieht er dabei 35 A Strom... Nun das konnte ich nicht messen, aber die knapp 10000 RPM an der Latte schon. Ich finde das zu brachial, auch wenn die Struktur das wohl locker wegsteckt. Ich werde den Erstflug mit einer 9*7 versuchen, da sollte der Strom noch unter 30 Ampere bleiben. Selbst mit dieser Latte wird das Modell zu schnell unterwegs sein. Wolfram möge es mir nachsehen....

Aber das ist alles nicht schlimm, ich will einen größeren Geschwindigkeitsbereich abdecken, und Reserven haben. Die Feinjustierung der Drehzahl übernimmt ja die Elektronik, doch dazu (viel) später.

Heute Nachmittag wird lackiert... und angefangen mit der Bespannung.

PeterKa

f4bscale
07.01.2013, 20:57
127 km/h mit 15,92 m Leine ist mein persönlicher Rekord. Ich bin gespannt, wie schnell es elektrisch geht.

PeterKa
07.01.2013, 22:21
Ich denke nicht daß das so schnell wird, sind ja bloss 300 Watt. Aber 100 km/h werden es ganz sicher. Ihr müsst euch aber noch 2-3 Wochen gedulden.. vorher wird das nix mit Testflügen.

Aber in Wahrheit interessieren mich sowieso in diesem Fall die geringeren Geschwindigkeiten, altersbedingt ;-)

PeterKa

PeterKa
10.01.2013, 12:12
Ich habe mal versucht die Oberfläche zu zeigen, wie sie nach dem DD Lack aussehen sollte. Ist nicht sehr gut gelungen. Insbesondere ist der gleichmäßige Seidenglanz nicht erkennbar.

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Was man aber erkennt ist, daß die Schichten sehr dünn aufgetragen sind. Das Teil ist das Höhenruder... Jaja man hätte es auch bespannen können... ich weiß..

Die DD Schicht muss nun ausgiebig durchhärten. Ich warte 2-3 Tage bis zum Spritzen der Grundierung. Immer noch musste ich nicht schleifen. Die DDS Schicht ist sozusagen die Sperrschicht. Darunter darf nicht mehr geschliffen werden. Daher auch die lange Aushärtezeit. Früher hatte ich eine Sauna, da hab ich die Teile dann bei 60-70 Grad getempert.

Durch die Grundierung kommen dann die Löcher zum Vorschein, je nach Tiefe werden sie ausgeschliffen oder gespachtelt. Ich versuche Spachtel zu vermeiden. Er hat eine andere Oberflächenhärte, und egal wie dolle man schleift, man kann die gespachtelten Ränder immer sehen (wenn man es drauf anlegt). Besser ist es, wenn die Löcher nicht so tief sind und mit 2-3 mal Primer/Schleifen aufgefüllt werden können. Das wird bei der Kuki Oberfläche so funktionieren.

Auf der Schneidematte liegt auch noch der Marderpinsel, mit dem der DD Lack aufgebracht wurde. Da gibt es ein bezahlbares Set bei Conrad. Sind gute Pinsel ich nehme sie gerne.

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Hier dann noch der bespannte Flügel mit dem Akkufach. Der Bremsklotz hinten soll verhindern, daß sich der Akku nach hinten verabschieden kann. Auch kann man den Schlitz sehen, in welchen ich die überflüssigen Kabel hereinschiebe. Wenn alles verstaut ist kommt da ein Tesafilm drüber, fertig.

Der Stunter ist genauso weit gediehen. Jetzt habe ich erstmal 2 - 3 Tage Baupause.

PeterKa

PeterKa
13.01.2013, 08:17
Die Aushärtezeit ist abgelaufen, der erste Primer aufgebracht. Zeit für den ersten gründlichen Schliff mit 600er Papier.

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Das Höhenruder ist bereits fertig.

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Ich habe den Primer weit herunterschleifen können. Der DD Lack ist soviel härter, eine Durchschleifen ist fast unmöglich. Man erkennt schon daß die Oberfläche noch nicht perfekt ist, aber normalem Anspruch dürfte das bereits genügen... wohlgemerkt: 1 einziger Schleifgang.

Ich bringe nun noch 1-2 mal Primer auf. Je nach Qualitätsanspruch. Der letzte Schliff wird mit 1000er Papier gemacht und sollte nur die Oberfläche leicht anreißen (Lackierer nennen das brechen)

Normalerweise würde ich für ein Modell wie den KuKi solchen Aufwand nicht treiben. Ich betrachte es als Vorübung für den Stunter, dem ich eine makellose Oberfläche versprochen habe. Und ich wollte ein wenig von meinem Wissen weitergeben. Gerade beim Lackieren gibt es viel Geheimniskrämerei.

Es wird viel über Finish geschrieben. Trotzdem musste ich die meisten Tricks alleine herausfinden. Zum Beispiel die Extremverdünnung der Lacke. Und der Verzicht auf überflüssige Schleifgänge. Früher galt bei mir die Devise: Viel Schleifen macht glatt. Das ist glatt gelogen. Viel Schleifen macht Beulen. Wer einmal ein Urmodell gebaut hat weiß wovon ich spreche. Sauber arbeiten, dünne Schichten, vorsichtiges Schleifen.. das macht glatt. Aber das musste ich erst lernen. Hat Jahre gedauert.

PeterKa

PeterKa
16.01.2013, 11:22
Die Grundlackierung ist drauf.

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Die Verzierungen und Beschriftungen sind in Bordeaurot gehalten. Hoffe daß es so elegant aussieht wie ich es mir vorgestellt habe. In 2 Wochen ist Erstflug.

PeterKa

PeterKa
17.01.2013, 13:12
Sodele. Jetzt ist alles drauf. Der Rumpf muß nochmal farblos gespritzt werden, aber dann ist Schicht.

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Auf der Fläche sieht man den Meßstreifen für den Schwerpunkt

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Die Leinenführung mit Meßstreifen und Signaldiode (Timer). Sieht ordentlich aus, nicht supertruper, aber ok.

PeterKa

PeterKa
20.01.2013, 09:47
Hier die letztem Bilder vom startklaren Kuki.


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Nochmal die wichtigsten technischen Daten zusammengefasst:

Motor: Magic Torque 35/11 (Simprop)
Regler: Graupner 42 A
Latte: 9x6 CampProp
Timer: Neuentwicklung mit aktiver Drehzahlregelung
Akku: 1800 mAH
Strom: 30 A bei 11000 RPM
Gewicht betankt ;-) 805 gr (*seufz*)

Es ist zu erwarten daß ein riesiger Leistungsüberschuss da ist (auf Kosten des Gewichts versteht sich). Schaumermal.

PeterKa

Rennsemmel
20.01.2013, 11:33
Klasse Teil !

Einen Hinweis hätt ich aber noch: wenn die Räder so kleine slowfly-räder sind, tausch die gegen was Stabileres aus.
Die halten eine härtere Landung nicht aus.

Ansonsten : Viel Spaß beim Erstflug !

f4bscale
20.01.2013, 16:36
Wunderschönes Modell!!!!
Der Antrieb ist sicher etwas zu stark. Ich bin auf die Ergebnisse des Erstfuges gespannt.

Viele Grüße
aus Senftenberg

f4bscale

PeterKa
20.01.2013, 17:40
Wie bereits angedeutet, benötige ich für Meßflüge wenigstens 50 % Leistungsüberschuss, jedenfalls für die höheren Geschwindigkeiten. Das Mehrgewicht nehme ich in Kauf, zumal es noch moderat ist. 45 Gr/dm2 ist immer noch ein sehr guter Wert für gestreckten Gleitflug ohne Motor. Bei den Meßflügen werde ich trotzdem bis in die Nähe der theoretischen Mindestgeschwindigkeit kommen, und genau hier wird die Sche dann spannend.
Das Modell ist als Testmaschine beschafft und gebaut worden, naja und irgendwie ist es dann hübscher geworden als geplant... Shit happens halt ;-)

PeterKa

PeterKa
20.04.2013, 16:40
Heute bei Sonenschein und mäßigem Nordwind habe ich ihn endlich geflogen. Gleich Bodenstart, der zur Zitterpartie geriet, da die Motoranlaufzeit auf 4 Sekunden programmiert war, und der Helfer sofort losgelassen hatte. Aber das hat er souverän gepackt, hat halt mehr als eine viertel Runde gedauert bis er endlich abhob. Ich hatte 9000 RPM eingestellt, das ist etwa halbe Motorleistung. Damit flog ich Rundenzeiten in der 5 Sekunden Kante. Da ist deutlich mehr drin, aber wie gesagt, ich werde jetzt step by step die Chose optimieren. Das Gleitverhalten war auch ok, endlich mal eine Landung ohne Purzelbaum. Alles in Allem war ich doch sehr zufrieden und habe es für heute dabei belassen.

Motor Regler und Akku waren bei dem Flug nichtmal handwarm geworden. Das zeigt, wei weit ich von der Leistungsgrenze entfernt war.

PeterKa

lpaelke
20.04.2013, 19:56
Gleich Bodenstart, der zur Zitterpartie geriet, da die Motoranlaufzeit auf 4 Sekunden programmiert war, und der Helfer sofort losgelassen hatte.

Wie gesagt, das mit der Verzögerung hättest du mir auch vorher verraten können. :rolleyes: Dann hätte ich ihn auch locker noch ein bischen festhalten können. Ich bin da ganz andere Schubmonster gewohnt. :D

Beste Grüße,

Lutz

PeterKa
20.04.2013, 20:17
Jo den Schuh zieh ich mir an, blöd von mir... also volle Helferentlastung... alles gut

PeterKa

Franz Haas
20.04.2013, 20:39
Huhu Peter

Herzlichen Glückwunsch zum ERSTFLUG mit Landung ohne Überschlag!

Gruß, Franz Haas

f4bscale
21.04.2013, 21:50
Auch von mir herzlichen Glückwunsch und Holm und Rippenbruch für die weiteren Experimente.
Ich hoffe wir sehen uns zum Kukitreffen in Großenhain.

W.

PeterKa
26.04.2013, 12:23
Bevor es an weitere Messungen geht erst einmal die Grunddaten des Kuki:

Gewicht: 800 Gramm; Fläche=18 dm**2

Man beachte: ein Indiflieger hat 9 DM**2 und wiegt ca 500 Gramm mit Verbrenner. Die Flächenbelastung ist also 20% höher als beim elektrischen KUKI.

SP: 22 % der Flächentiefe. Leineneintrittspunkt: 35%. Leinenzug subjektiv angenehm.

Der Antrieb: Motor BL 35/11 Simprop; Akku 3S 1800 mAh.

Standmessung: U=10,1 V; I=33 A; RPM 11100 ;

Das gibt eine Leistungsaufnahme von 333,3 watt; Die Leistungsabgabe an den Prop wird dann ca. 250 Watt sein.

Die Maximale Flugdauer beträgt bei Vollgas 200 Sekunden.

Die Propellergeschwindigkeit beträgt 28,2 m/sec (101,5 km/h). Dies ist die maximale Geschwindigkeit die das Modell mit diesem Antriebsset erreichen kann. Zwar wird der Motor in der Luft nochmal 10% an RPM zulegen, dafür hat der Propeller in etwa 10% Schlupf, was sich in etwa ausgleicht.

Über den Timer wird die Drehzahl auf einen Wert zwischen 8500 und 9000 ausgeregelt. Mit 9000 RPM war ich für das Kunsflugprogramm (subjektiv betrachtet) schon etwas schnell. Die Stromaufnahme beim Geradeausflug wird sich dann zwischen 20 und 25 Ampere einpendeln, so daß eine Nettoflugzeit in der 5 Minuten Kante möglich sein wird.

Natürlich kann man den Prop verkleinern und erhält damit größere Geschwindigkeiten. Da aber gleichzeitig die Leistungsaufnahme stark abnimmt, wird sich ein deutlich höherer Schlupf einstellen. Eventuell werde ich das auch noch untersuchen.

Mit diesen paar Messungen ist schonmal grundsätzlich klar, was mit dem Modell möglich sein wird. Ich werde jetzt mit den ersten Meßreichen beginnen.

Begonnen wird mit der Abhängigkeit Drehzahl und Geschwindigkeit im Bereich zwischen 7000 und 11000 RPM. Es bleibt zu verifizieren, ob der Zusammenhang linear ist. Eventuell versuche ich das dann nochmal mit einem kleineren Propeller. Hier erwarte ich dann einen nichtlinearen Zusammenhang, der eine Hinweis auf Fehlanpassung liefern würde. Warten wirs ab.

Etwas was mich wirklich brennen interessiert wäre es den Leinenzug messen zu können. Ich aber noch keine rechte Idee wie ich das bewerkstelligen kann.

PeterKa

SHOESTRING
26.04.2013, 14:58
@PeterKa

Zitat:
Etwas was mich wirklich brennen interessiert wäre es den Leinenzug messen zu können. Ich aber noch keine rechte Idee wie ich das bewerkstelligen kann.
Zitat ende.

Henning Forbech DEN. hat dazu hierfür ein Kalkulationsprogramm geschrieben.
Einfach deine Werte eingeben und
auf "calculate" klicken .

http://www.f2d.dk/shutoff/calc/calc.htm


Gruß Peter

PeterKa
26.04.2013, 16:16
Danke gür den Tip Peter, aber die Formel ist natürlich pippiklar (mir jedenfalls), sprich ausrechnen kann ich das auch ohne Kalkulator. Mich interessieren die realen Verhältnisse, also solche Aussagen wie: "Im Rückenflug ist bei meinem Modell der Leinenzug deutlich schwächer"..... Nun in der Rechenformel ist die Rückenlage nicht vorgesehen, weil es nach der einfachen Fliehkraftregel Jacke wie Hose ist. Die meisten werden jedoch bestätigen, daß zumindest gefühlt unter manchen Bedingungen der Leinenzug auf dem Rücken geringer ist... Ich würde gerne wissen was das für Bedingungen sind, und was man am besten tut, um dies zu verhindern, oder ob dieser Effekt nur rein psychologisch ist, ich weiß es nicht mit letzter Sicherheit. Und gesagt klipp und kar hat es mir bisher auch keiner, also will ich es rauskriegen..

Genau für solche Dinge habe ich den KUKI gebaut.

PeterKa

SHOESTRING
26.04.2013, 17:15
Danke gür den Tip Peter, aber die Formel ist natürlich pippiklar (mir jedenfalls), sprich ausrechnen kann ich das auch ohne Kalkulator. Mich interessieren die realen Verhältnisse, also solche Aussagen wie: "Im Rückenflug ist bei meinem Modell der Leinenzug deutlich schwächer"..... Nun in der Rechenformel ist die Rückenlage nicht vorgesehen, weil es nach der einfachen Fliehkraftregel Jacke wie Hose ist. Die meisten werden jedoch bestätigen, daß zumindest gefühlt unter manchen Bedingungen der Leinenzug auf dem Rücken geringer ist... Ich würde gerne wissen was das für Bedingungen sind, und was man am besten tut, um dies zu verhindern, oder ob dieser Effekt nur rein psychologisch ist, ich weiß es nicht mit letzter Sicherheit. Und gesagt klipp und kar hat es mir bisher auch keiner, also will ich es rauskriegen..

Genau für solche Dinge habe ich den KUKI gebaut.

PeterKa

Weder bei meinem Brodak Cardinal noch bei meinem Yuvenko Combat Modell
habe Ich in Rückenfluglage weniger Leinenzug.
Warum ?
beide Flieger sind absolut gerade und verzugsfrei.
Hat ein Flieger im Rückenflug weniger Leinenzug und
mann kann im Extremfall das "wippen" (winken) des Randbogens der Außenfläche beobachten,
liegt ein "klassicher Flächenverzug" vor.
Nach der Verzug-Korrektur sollte der Flieger "Leinenzug-Neutral" fliegen.
Sicher kann mann daraus eine Formel basteln.
Falls mir das Formelergebnis aber verrät,
wieviel Grad und in welche Richtung,
welcher Flügel, verdreht werden muß........
seufz...
wäre mir schon sehr geholfen.

Viel Spass und Erfolg
Gruß Peter

PeterKa
26.04.2013, 18:18
Versteh mich recht. In diesem Fall geht es mir gar nicht darum eine "Formel" zu finden. Ich will nur verwertbare Fakten sammeln, und diese so genau wie möglich. Wenn Du sagst, daß ein verzogener Flühgel zu unterschiedlichem Leinenzug führt, voila, verzieh ich halt den Flügel vom Kuki um den Effekt zu beweisen oder zu widerlegen. Ob sich daraus mal eine Formel entwickelt wage ich zu bezweifeln, eine besonderen Wert für die Gemeinde hätte sie sowieso nicht. Am Anfang steht die Beobachtung, die sich in die Gesetze der Flugmechanik einfügen müssen. Es ist mir wichtig, jemandem der sich beklagt über diese oder jene schlechte Eigenschaft seines Fliegerchens, sagen zu können: Mach dies oder das und der Spuk ist vorbei. Aber damit das geht muß ich das alles verstehen. Und da bin ich nun schon seit mehr als einem Jahr dabei, nicht ohne Kopfschütteln zu verursachen, versteht sich ;-)

Ich will noch ein Beispiel: Als ich anfing, sagte man mir, je weiter hinten der Leineneintrittspunkt liegt umso mehr Leinenzugkraft hast Du. Nun das konnte ich so nicht verifizieren, denn die Chose ist etwas verzwickter. Bloß, ich hatte es ausgerechnet, und wer glaubt schon einem grenzdebilen Rechenkünstler. Wenn die Zugkraft aber in jeder Flugphase auf einem Display ablesbar ist, handelt es sich um unwiderlegbare Tatsachen. Und sollte ich falsch gerechnet haben, hätte ich die Möglichkeit meine Fehler zu korrigieren.

Ich habe übrigens geeignete Kraftmesser gefunden: Kofferwaagen. Diese haben einen Griff und eine Schlaufe, an die man den Koffer hängt. Kosten zwischen 10 und 30 Euro. Bin noch am überlegen ob ich das machen soll.

Ich finde das alles überaus spannend, erlaubt die Fesselfliegerei doch Messungen zur Flugmechanik, die im RC Flug nicht mit so einfachen Mitteln durchzuführen wären.

PeterKa

PeterKa
08.06.2013, 19:04
Heute habe ich ein ganze Reihe von Flügen mit dem KUKI gemacht. Mir einem neuen Graupner Cam Prop 9*6 und 11000 RPM Festdrehzahl erreiche ich jetzt Rundenzeiten von 3.6 Sekunden an der 16 m Leine. Diesen Speed hält die Maschine exakt 4 Minuten. Für einen Kuki ist das schon verdammt fix, für einen Peterka ist es geadezu wirbelwindig. Ich denke damit habe ich das sinnvolle Speedelimit erreicht. An Kunstflug ist nicht zu denken, aber der Leinenzug ist so gewaltig, da sind sicher 20 m Leine drin, das käme dann etewas moderater über. Aber das alles ist ja nicht nötig, ich kann mir mit dem neuen Timer jetzt jeden Speed zwischen 70 (oder weniger ?) und 100 kmh einstellen.

Mit Rundenzeiten von 3 Sekunden bin ich ganz sicher an der Grenze meiner physischen Möglichkeiten, aber das sollte gerade noch machbar sein. Den Tanz um den Hut habe ich nebenbei auch schon etwas geübt.

PeterKa

Rennsemmel
08.06.2013, 22:55
Hallo Peter !

Schön, dass der Kuki so gut funktioniert.

Grüße,
Basti

SHOESTRING
09.06.2013, 05:51
Heute habe ich ein ganze Reihe von Flügen mit dem KUKI gemacht. Mir einem neuen Graupner Cam Prop 9*6 und 11000 RPM Festdrehzahl erreiche ich jetzt Rundenzeiten von 3.6 Sekunden an der 16 m Leine. Diesen Speed hält die Maschine exakt 4 Minuten. Für einen Kuki ist das schon verdammt fix, für einen Peterka ist es geadezu wirbelwindig. Ich denke damit habe ich das sinnvolle Speedelimit erreicht. An Kunstflug ist nicht zu denken, aber der Leinenzug ist so gewaltig, da sind sicher 20 m Leine drin, das käme dann etewas moderater über. Aber das alles ist ja nicht nötig, ich kann mir mit dem neuen Timer jetzt jeden Speed zwischen 70 (oder weniger ?) und 100 kmh einstellen.

Mit Rundenzeiten von 3 Sekunden bin ich ganz sicher an der Grenze meiner physischen Möglichkeiten, aber das sollte gerade noch machbar sein. Den Tanz um den Hut habe ich nebenbei auch schon etwas geübt.

PeterKa

Mein Kompliment, S U P E R gemacht.

Ist schon klar dass Fesselflug gewissermaßen Sport ist.
Man muss dabei laufen und sich drehen.
Wenn du nun noch mehr 3 Sekunden Flüge übst
wirst du irgendwann (in naher Zukunft) die Grenzen deiner physischen Möglichkeiten überschreiten
weil Übung und Routine dich auf ein nächstes Level schubsen und
du dich fragen wirst , geht das nicht noch schneller ?.
Ein bekannter Satz lautet:

"Übung macht den Meister".

Trainingsfleiß vorausgesetzt.

Viel Spaß und Erfolg
Gruß Peter

PeterKa
09.06.2013, 09:49
nachzutrgen wäre noch, daß der Kuki bei den 100km/h überaus giftig auf das Ruder kommt. Nervöse Zuckungen am Handgriff werden extrem übelgenommen. Ich brauche immer 3-4 Runden bis ich ihn ganz ruhig in 2 Meter Höhe halten kann. Ist ja ganz logisch, die Auslegung ist je eher für 70-80 kmh. Ich fühle mich jetzt in der Lage, die erste Messreihe vorzunehmen, das heisst, eine Kurve die die Abhängigkeit von Drehzahl (Propellergeschwindigkeit) und Modellgeschwindigkeit darstellt. Wie bereits erwähnt, sollte das eigentlich eine Gerade sein, jede Abweichung davon ist ein Hinweis auf ein nicht optimiertes Modell.

PeterKa

PeterKa
10.06.2013, 08:13
In Vorbereitung der Messreihe habe ich mal einige Rechnungen angestellt. Die Ergebnisse war einigermaßen verblüffend, jedenfalls für mich. Der Propeller ist 9*6 Zoll, Drehzahl 11000 RPM, Strom ca 28 A, Leistung 280 Watt. Soweit so gut. Die gemessene Geschwindigkeit beträgt damit 101 km/h. Stellt sich die Frage, geht es noch schneller mit demselben Antrieb ?

Deshalb habe ich den Schlupf berechnet. Das ist das Verhältnis der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der Geschwindigkeit der Propellerluft und der Geschwindigkeit des Modells. Erwartet habe ich Werte von 10%. Die Rechnung ergibt aber genau 0%, der Wert sollte schlechtestenfalls auf 3% genau gemessen sein (Die einzige Unsicherheit ist der Einfluß der Haltung und des Arms des Steuernden, sowie dessen Eigenbewegung).

Das ist zunächst sehr verblüffend, sagt es doch aus, daß das Modell exakt so schnell fliegt, wie sich die Luftschraube durch eine Gewindestange schrauben würde. Die Ursache habe ich nach einigem Grübeln gefunden. Für Profis sicher kalter Kaffee, für mich eher neu: Der Kuki ist mit dem Antrieb völlig übermotorisiert. Der Motor spürt den Luftwiderstand des Modells gar nicht.

Wenn das so stimmt, muß ein erheblicher Geschwindigkeitszuwachs möglich sein. Zum Beispiel beträgt mit einer Latte von 8 Zoll Steigung die Propellergeschwindigkeit 134 km/h. Wenn ich also beispielsweise eine 8*8 Latte montiere (wenn es sowas gibt), dann sollte das der Antrieb noch locker packen, sprich die Leistung wird auch bei 300 Watt liegen, wenn die Drehzahl bei 11000 RPM konstant gehalten wird. Um die Geschwindigkweit zu steigern ist also keineswegs mehr Leistung erforderlich. So langsam verstehe ich dann auch, warum die Speeder so hoch drehen, wo doch jeder weiß, daß sie weit jenseits des Leistungsmaximums betrieben werden. Das spielt nämlich nicht die geringste Rolle, weil die Modelle sowieso immer übermotorisiert fliegen.

Meiner Überlegung nach kann ich die Luftschraube solange verkleinern, bis der Schlupf bei 10% angekommen ist. Das aber macht nur Sinn, wenn gleichzeitig die Steigung vergrößert wird, denn die Drehzahl ist ja immer dieselbe.

Ich werde unter diesem Gesichtspunkt noch ein wenig mit dem Antrieb spielen. mal sehen ob ich mit meinem eher behäbigen KUKI nicht doch die 3 Sekunden knacken kann ;-)

Wie gesagt, ich erzähle damit sicher nichts Neues. Neu ist, daß der Elektroantrieb verbunden mit unserem ConstantRPM Timer die Zusammenhänge glasklar und überprüfbar offenlegt.


PeterKa

PeterKa
10.06.2013, 18:04
Habe gerade bei Simprop eine 8*8 Latte bestellt. Nach meiner Vorhersage sollten damit die 3 Sekunden Rundenzeit erreichbar sein. Spannend :-)
peterKa

Rennsemmel
10.06.2013, 18:14
Hallo Peter !

Wird schon so sein ,wenn er die 11000 mit dem Prop dreht.

Kannst dir auch evtl. aeronaut 8x7 Klappblätter holen und die an ein gewinkeltes Mittelteil hängen, dann sollte auch ein 8x9 möglich sein.
Für eine Meßreihe würden sich auch evtl. die Ramoserverstellnaben lohnen.

Stell aber nicht zu viele Minuten ein und immer schön ruhig weiteratmen wenns schnell wird. 120 sind schon eine Hausnummer die ersten paar Male.
Achso, jetzt wäre dann auch ein guter Zeitpunkt das HR unempfindlicher einzustellen.

Grüße !

PeterKa
10.06.2013, 18:27
Er dreht die Latte 11000 rpm, da sei sicher... und mehr als 33 A wird er nicht nehmen. Die Propgeschwindigkeit ist dann 134. Sollte der Kuki dann echt 130 fliegen können ginge es sogar noch schneller. Ich rechne aber nur mit ca 120-125.

Mit der Steigung wollte ich eigentlich nicht viel experimentieren, wird mir zu aufwändig. Es kommt mir ja nicht mal auf den Affenspeed an, sondern darauf, wie sich der Schlupf entwickelt. Der Speed ist ein angenhmer Nebeneffekt zum üben und angeben.

Wolfram Metzner gibt als höchste von ihm erreichte Kuki Geschwindigkeit 125 km/h an, das einzustellen hätte einen gewissen errmm.... Charme ;-) Und das auch noch elektrisch....

Was die Minuten angeht... ich fliege exakt 2 Minuten... solage ich beim Testen bin. Die 3,6 Sekunden haben schon gereicht...

PeterKa

PeterKa
30.06.2013, 08:15
Gestern war ich in Schwalmtal bei dem MFV Brüggen zu Gast und habe viele Leute persönlich kennengelernt, die ich bisher nur aus dem Forum oder per Telefon kenne. Die Veranstaltung war vorbildlich, Herzlichen Dank an den Verein und seine engagierten Mitglieder.

Fliegerisch war der Tag (für mich) durchwachsen, dazu an anderer Stelle. Mein persönlicher Höhepunkt waren 2 KUKI Flüge, die ich von Willi habe durchführen lassen, da der Kuki in Kunstflugauslegung für Speed viel zu kibbelig ist. Es hätte einiger Maßnahmen bedurft um einen sicheren Flug durch mich zu gewährleisten (Schwerpunkt verlegen, Höhenruder verkleinern, etc.), Profis wie Willi sagen dazu... upps da tut sich was wenn man am Griff zippelt... Und er sagte auch nach dem ersten Flug: Peter, da geht noch was...

Aber der Reihe nach: Mit einem 9*6 Propeller war ich ja bereits, wie oben berichtet mit gut 100 km/h unterwegs gewesen. Für Schwalmbach hatte ich nun eine 8*8 Latte montiert und 11000 RPM eingestellt. Mit diesem Setup lag der Strom bei 25 Ampere, etwas niedriger als mit der 9*6. Das passt soweit ins Gesamtbild. Die Rundenzeit war 3,4 Sekunden, was einer Speed von ca 110 km/h entsprach. Beim Nachrechnen kam ich auf einen großen Schlupfwert von 18%, das kam mir spanisch vor. Diese Messungen müssten um hieb- und stichfest zu sein wiederholt werden.

Nach dem verschmitzten: da geht noch was .. von Willi habe ich nun am Timer etwas experimentiert. Dafür musste ich den Laptop auspacken, was mir in dieser Umgebung zugegebenermaßen etwas peinlich war. Zu Hause konnte ich keine Drehzahlen über 11500 RPM einstellen, weil sofort die Überlastwarnung ansprang. Zum Glück lasst sich unser Timer so programmieren, daß die Überlastwarnung nicht zum Abschalten des Motors führt. Also die Drehzahl auf 12000 erhöht, Willi instruiert und dann kam Versuch Nr 2.

Es geschah erstaunliches. Der Timer zeigte während der ganzen 90 Sekunden nicht ein einziges Mal Überlast an. Die Stromaufnahme im Flug vermindert sich deutlich mehr als vermutet, es muß sich um mindestens 10-15% handeln. Das war natürlich nur für mich als Techniker spannend. Die Bodencrew verlas die Rundenzeiten mit ungläubigem Staunen: 2,89 Sekunden.... Kritker werden bemängeln dass Willi geschummelt hat... Ich hab davon nix gesehen ;-)

Dann die Kontrollrechnung mit Taschenrechner: 129,9 Km/h. Die genaue Berechnung zu Hause ergab 132,8 km/h und einen Schlupf von 9%. Die Stromaufnahme habe ich noch nicht vorliegen, aber Motor und Akku waren nach 90 Sekunden nur handwarm.. da geht noch was ;-)

Wenn man es nun wirklich auf die maximale Geschwindigkeit abgesehen hätte, könnte man mit diesen Komponenten leicht auf 140 KM/h kommen, aber das werde ich nicht tun. Ich habe sehr viel gelernt, und werde den KUKI jetzt wieder seiner eigentlichen Bestimmung zuführen.

An diesem Tag war mein inzwischen heiß gelieber Kuki der schnellste Fesselflieger in der Luft gewesen. Cool gelle?

PeterKa

Ich habe noch die Strommessung nachzutragen: 32,2 Ampere das entspricht ca 321 Watt. (beim schnellsten Flug)

f4bscale
30.06.2013, 18:06
Hallo Peter,

herzilchen Glückwunsch zum schnellen KUKI.
Folgenden Tipp, um die Kippligkeit zu beseitigen. Wir sind damals mit Speedgriff geflogen. Also richtig in der Gabel. Der Abstand der Leinen am Griff war wenn ich mich richtig erinnere ca.3cm.

Viele Grüße

W.

Franz Haas
02.07.2013, 20:53
Hallo KUKI Freunde

Da hat der Peter ja kräftig hingelangt. Über 130 km/h mit dem KUKI Elektro sind schon eine Hausnummer.
Hier ein Foto von den KUKI`S.
Einmal als Verbrenner, Elektro und der Mini Kuki.

Gruß, Franz Haas

1017122

PeterKa
06.07.2013, 19:47
Heute habe ich Messreihen geflogen. Ausgehend von einer Drehzahl von 10000 RPM (101km/h) habe ich in 500er Schritten die Drehzahl reduziert und die Rundenzeit gemessen. Die niedrigste Drehzahl war 7000 RPM ( 63,8 km/h). Hier ist der Leinenzug nur noch das 2,5 fache des Modellgewichtes. Bodenstart war nur noch mit Anschubbsen möglich. Einmal in der Luft könnte der Kuki allerdings noch langsamer.

Die wichtigsten Erkenntnisse dieser Messungen auf den 1. Blick:
- Drehzahl und Geschwindigkeit sind mit diesem Propeller und in diesem Geschwindigkeitsbereich streng linear (!!!!).
- Der Schlupf ist vernachlässigbar klein, das Modell fliegt exakt so schnell wie sich der Propeller durch die Luft schraubt.
- Ab 100 km/ wird der Schlupf (sprich der Modellwiderstand) signifikant, da diese Flüge aber mit einem anderen Propeller durchgeführt worden waren sind sie nicht unbedingt vergleichbar. Die Abhängigkeiten des Propellerwirkungsgrades sind sehr verzwickt.

- bei 60 Km/h hat der KUKI eine Stromaufnahme von unter 10 A, benötigt also unter 100 Watt an Eingangsleistung. Bei 130 beträgt die Eingangsleistung 320 Watt.

Wozu ich das brauche ? Ich entwickle den FFS3, der eine konstante Geschwindigkeit in allen Fluglagen und allen Windststärken über Grund ermöglichen soll. Mit den heutigen Messungen ist sichergestellt, daß ich die Windgeschwindigkeit exakt messen, und ausgleichen kann, soweit das möglich ist ohne das Modell zu langsam oder zu schnell zu machen. Die Grenzen in denen ich regeln kann sind berechenbar geworden. Schöner Nebeneffekt: Der süße Kuki ist im Geschwindigkeitsbereich zwischen 60 und 130 km/h beherrschbar.

Für die Kunstflieger sind diese Daten recht wertvoll, aber die haben sich das vermutlich auf anderen Wegen verschafft. Mit einem Verbrenner sind solche Messungen nur sehr indirekt möglich.

Aus den Daten lassen sich noch viel mehr Informationen heerauslesen, aber das mache ich nicht hier.

PeterKa