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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das verflixte löten



flight 86
31.03.2003, 18:07
Hi,

Bei mir hat sich durch die E-Motorvibrationen das Reglerkabel am Motor gelöst!

Nach nochmaligem anlöten ist es im Flug wieder gerissen!
Was soll ich tun?

Mit wieviel Watt-Lötkolben lötet ihr denn?

Bitte schnell antworten :mad: Verzweiflung :mad:

Gruß

Philipp

Gerhard_Hanssmann
31.03.2003, 18:29
1. Luftschraube gut wuchten.
2. Anschlußkabel verzinnen, mit mindestens 50 W Lötkolben. Die Lötzeit ist ca. 1 s. Sonst ist dein Lötkolben zu schwach.
3. Die Anschlußstelle am Motor verzinnen.
4. Kabel mit Motor verlöten. Lötzeit ca. 1 s.

flight 86
31.03.2003, 18:33
Hi,

Soll ich das Lötzinn in die Kupferlitze rinnen lassen - richtig? :confused:
ist das verzinnen??

Hab nen 30W Lötkolben - soll ich nen 100W L. besorgen aus dem Baumarkt?

Tschüss

Philipp

Gerhard_Hanssmann
31.03.2003, 18:37
Original erstellt von flight 86:
Hi,

Soll ich das Lötzinn in die Kupferlitze rinnen lassen - richtig? :confused:
ist das verzinnen??

Philippja, nur dann hält die Lötstelle.

100 W ist viel, besser 75 W.

flight 86
31.03.2003, 18:40
Hi,

100W ist zu viel oder nicht?

Nachteile bei 100W??????????

Philipp

Gerhard_Hanssmann
31.03.2003, 19:02
dünnere Kabel kannst du mit dem 100 W Lötkolben nicht mehr Löten, da die Isolation wegschmilzt.
Deine Motorkabel werden 1,5 - 2,5 mm^2 Querschnitt haben. Da ist 75 W gut genug.
Mit 75 W kannst Du auch Akkus
>>verlöten<< (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=27;t=000071)

Friedrich
31.03.2003, 20:09
Hallo Gerhard
da hast du aber schnelle Finger gehabt, den gleichen Beitrag 9x eingestellt :D :D

[ 31. März 2003, 20:10: Beitrag editiert von: Friedrich ]

Gerald Lehr
31.03.2003, 20:19
Hi hi, nur so hat der Gerhard über 1300 Postings geschafft. *duckundwech* :D :D

moonraker
31.03.2003, 22:32
sonst, wenns schnell gehn muss: lötmit der spitze in den bunsenbrenner, und ab gehts..
allerdings solls nicht schad sein um den Lötkolben...
mfg, roland

dieter w
01.04.2003, 10:13
Hallo
Kleiner Widerspruch zu Gerhards Aussage, dass man mit 100W-Kolben die Isolierung kleiner Kabel wegschmilzt:
Die Löttemperatur eines 100W-Kolbens ist nicht höher als die eines 50- oder 75W-Kolbens. Allerdings ist die Spitze viel dicker bzw. breiter, so dass in kurzer Zeit mehr Hitze an eine zu lötende Stelle angegeben werden kann. Damit verkürzt sich die Lötzeit, was die Lötstelle durchaus verbessert.
Daher: solange die dicke Spitze eines 100W-Kolbens nicht stört und der Kolben selbst nicht als unhandlich angesehen wird, ist er eine gute Wahl!
Gruß Dieter

flight 86
01.04.2003, 19:14
Hi,

ich kenn mich jetzt mit dem Kabel (Isolierung) nicht mehr aus! schmilzt sie jetzt weg oder nicht?
Habe 2mm Kabelquerschnitt!

Philipp

flight 86
01.04.2003, 19:19
Hi,

unter Kabelquerschnitt meine ich die Kupferlitze!

Philipp

Michael Brakhage
01.04.2003, 20:13
hallo

ich glaube mehr, das für eine gute lötstelle weniger der lötkolben, als mehr der bediener des gleichen ausschlaggebend ist.

ich bin nun seit mehr als 13 jahren in einem elektronik/elektroberuf tätig.
ich kann zwar recht passabel löten. aber ich würde mir nie zumassen zu sagen, das ich gut löten kann.

im rco hat vor 1-2 jahren mal jemand einen artikel über lötstellen im militärischen flugbereich verfassen wollen. dazu ist es leider leider nie gekommen. das währe mit sicherheit sehr interessant geworden. man lernt nie aus.

z.b. ist eine lötstelle schon schlecht, wenn beim verzinnen der litze das flüssige lötzinn unter die isolierung fliesst. und das tut es bei uns hobby-lötern mit 100%iger sicherheit durch den kappilareffekt. dadurch ist nämlich keine rüttelsicherheit mehr gegeben. das kabel kann bei vibrationen einfach abbrechen. ich weiss bis heute nicht, wie das militär solche lötstellen herstellt, währe aber sehr daran interessiert.

privat löte ich mit eine temperaturgeregelten lötstation vom blauen klaus. ich meine, das der kolben 60 watt hat. ich kann dort 3 temperaturen einstellen. das reicht mir.

tip an flight86: wenn dir das kabel am motor abreisst.... bei den speed400-derivaten sind langlöcher in den anschlussösen. dort kannst du deine leitung zuerst durchstecken. dann die ganze sache schön warm machen, etwas lötzinn hinzuführen und 1-2 sek. warten, sodas das lötzinn bis in alle ecken fliessen kann. die meisten lötstellen sind nämlich nur klebeverbindungen.

weiterhin solltest du lange durchhängende kabelschlaufen vermeiden.

Romain
01.04.2003, 22:11
Hallo Philipp,
eine ganz andere Idee: kontrolliere mal ob dein Motor immer noch fest an den Motorspant angschraubt ist oder ob sich die Schrauben mit der Zeit etwas gelöst haben,was die Vibrationen erklären könnte.
Nur so 'ne Idee!
MfG
Romain

flight 86
02.04.2003, 14:28
Hi,

erstmals danke an alle!!!
:cool: :cool: :cool: Ihr habt mir viel geholfen!

ich kenn mich jetzt mit dem Kabel (Isolierung) nicht mehr aus! schmilzt sie jetzt weg oder nicht?
Habe 2mm (Durchmesser) der Kupferlitze!

Ich werde es heute mit dem 100W Lötkolben versuchen - was meint ihr dazu?

Gruß

Philipp

flight 86
03.04.2003, 16:44
Hi,

Ich habs gestern ausprobiert und es gelingt gut - möchte aber noch nicht sagen, dass ich es kann!!!
Bin für weitere Tipps dankbar!

Gruß

Philipp

moonraker
03.04.2003, 19:57
100w heisst das er wenn man die wärme abführt (=löten) das er die temperatur länger hält bzw schneller die lötstelle aufheizt.. und lieber ein wenig die isolierung verhizen (ist ja eh unterm schrumpfschlauch), als eine klate lötstelle haben (=pickn)
das zinn muss richtig schön reinfließen
mfg, roland

Matthen
03.04.2003, 20:34
Hallo

Das mit dem Abbrechen kann aber auch daran liegen, daß Lötzinn in die Leitung fließt (durch Kapilarität). Die dadurch verhärtete Leitung bricht recht schnell. Also viel Wärme bei wenig Lötzinn. Ein 60 Watt Lötkolben mit spitzer Spitze ist aber völlig ausreichend.

MfG. Matthias

RSchu
04.04.2003, 08:40
Original erstellt von Matthen:
Hallo

Das mit dem Abbrechen kann aber auch daran liegen, daß Lötzinn in die Leitung fließt (durch Kapilarität). Die dadurch verhärtete Leitung bricht recht schnell.
MfG. MatthiasHallo,
ich bemühe mich die Litze und die Entstörkondensatoren so mit den Motoranschlüssen zu verlöten, dass ich noch nen Schrumpfschlauch drüber kriege.

Rolf

bart017
04.04.2003, 09:19
moin moin,

ich verwende immer einen 40 W Ersa lötkolben
damit löte ich auch 2,5mm² kabel wenn es sein muss

wenn ich die kabel in 4mm goldis löte oder akkuzellen verlöte dann benutze ich einen 75W Weller lötkolben

hatte früher einen 100W noname der hat das nicht geschaft

also qualität des lötkolbens ist schon wichtig aber eben nicht alles

das mit der zeitangabe von 1-2 sek. ist immer mit vorsicht zu geniesen
weil das auf die temperatur ankommt
bei meinem alten 100w lötkolben habe ich bald 10 sek auf einer akkuzelle verbracht bis das lötzin geschmolzen ist (mit hammerlötspitze beim inline-verlöten) mit den neuen 75w bin ich grad mal 1 sek drauf

die zeit kommt also stark auf die leistung und die temperatur von jedem lötkolben an und kann deshalb nicht einfach pauschal gesagt werden (meine Meinung!!)

mfg flo

STErwin
05.04.2003, 14:57
Original erstellt von flight 86:
Hi,

ich kenn mich jetzt mit dem Kabel (Isolierung) nicht mehr aus! schmilzt sie jetzt weg oder nicht?
Habe 2mm (Durchmesser) der Kupferlitze!

PhilippBei Kabeln wird der Querschnitt in mm² angegeben. Nicht der Durchmesser. Wenn du tatsächlich 2mm Durchmesser hast, hättest Du also eine Querschnit von d² * Pi / 4 (2*2*3.14/4=3.14 mm²) Die ist allerdigs unwahrscheinlich weil keine Normdimension.
Ist aber auch nicht wichtig.
Meine Variante:
30 W Lökolben für kleiner Lötarbeiten (z.B. Servokabel)
60 W Kabel für E-Motoren (von 1.5 - 4 mm²).
100 W mit Hammerlötspitze fürs Akkulöten.

In Deinem Fall wäre auch dier 75 W eine gute Wahl.
Die Isolierung schmilzt dann wege wenn du zu lange herumlötest. Am besten vorher üben.

mfg erwin

Knut
06.04.2003, 18:52
Hallo,

Ein 60-100 W Lötkloben ist für Deine Lötaufgabe schon das richtige. ( Kabelquerschnitt 2-2,5 mm²)100 W muß aber nicht sein.
Achte auf eine saubere/verzinnte Lötspitze. Nicht so ein schwarzer verzunderter Haken. ( Im kalten Zustand läßt sie sich mit der Feile ordenlich bearbeiten und beim anschließenden Hochheizen im richtigen Moment mit Lötzinn ( mit Kolophoniumseele) ordendlich verzinnen.
Dann Kabel verzinnen. Lötspitze an das Kabel halten, an das abisolierte natürlich und gleichzeitig Lötzinn zuführen. Fertig.
Mache das gleiche mit dem Motoranschluß. Jetzt Kabel an den Anschluß halten, kurz noch mal zum Lötzinn und verlöten. Wenn Dir jemand den Motor und das Kabel halten kann und Du die Lötstelle erwärmst und gleichzeitig Lötzinn mit Kolohoniumseele zuführen kannst, ist das optimal. (Lötzinn und Flußmittel wird gleichzeitig zugeführt und das Kolophonium verbrennt nicht schon unterwegs.)Ohne Flußmittel wird wird es keine Lötverbindung, sondern kleben.
Dein Isolierung schmilzt in der kurzen Zeit nicht, bei den Reglern wird meist auch Silikonisolierung verwendet.
Wichtig:
1. Richtiger Lötkolben (W)
2. Saubere und verzinnte Spitze
3. Elektroniklötzinn ( Kolohoniumseele) wichtig!
(Fett und Säure sind in diesem Bereich Tabu)
4. Alle Lötstellen sauber ( metallisch blank )
5. Kurze Lötzeit (1-3 s), Zinn muß fließen
(je nach Größe der Lötstelle kann es aber auch schon mal länger sein)
5. Nicht verwackeln. Gegebenenfalls Zähne zusammenbeißen. Ansonsten:Kalte Lötstelle > Bruch

Das letzte was an Deiner Art Lötstelle bei Vibrationen brechen sollte, ist die Lötstelle selbst.

Und nun viel Erfolg beim Löten. Übung macht den Meister.

Tschüß Knut

[ 06. April 2003, 19:55: Beitrag editiert von: Knut ]

flight 86
07.04.2003, 16:53
Hallo,

:cool: :p

Ich möchte allen und damit meine ich alle die mir weitergeholfen haben das Löten zu erlernen geholfen haben DANKEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Vielen Dank !!!!!!!!!!!!!!! :cool: :p