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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DFS Rhönbussard Maßstab 1:2



Andreas Blase
31.12.2012, 21:05
Hallo,

aufgrund einiger Berichte über Oldtimer Holzbauten reifte in mir der Wunsch, auch einen Oldtimer aus Holz zubauen. Auf der suche nach einem geeigneten Segler stieß ich auf den Rhönbussard.

Der Maßstab sollte möglichst 1:2 sein. Ein berfreundeter Holzwurm sagte mir mal, je größer ein Oldtimer Modell ist, um so besser fliegt es.

Bei meinen Überlegungen nach einem geeigneten Modell hatte ich mir unter anderem die Hütter H17 genauer angesehen. Nach einigen recherchen hätte ich alle Bauzeichnugen in Kopie des originals bekommen können. Da mir aber das Leitwerk zu klein vorkommt und die pummelige Spannweite verbunden mit den großen Ruderspalten keine gute Gleitleistung erwarten lässt, habe ich dieses Muster wieder verworfen.

Ein Grunau Baby gefällt mir auch sehr gut, aber auf jedem Schlepptreffen zugenüge anzutreffen.

Der DFS Rhönbussard passt von seinen Maßen her ganz gut. Die Fläche lässt sich dreigeteilt bauen. Im Maßstab 1:2 ergibt das eine Spannweite von etwa 7,15 Meter und eine Länge von etwa 2,90 Meter mit Seitenruder.

Die dreigeteilte Tragfläche und der Rumpf ohne Seitenruder passen dann in mein Auto.

Seit einigen Tagen suche ich nach Unterlagen und Bilder jeglicher Art über den Bussard. So fand ich in der Modell Zeitschrift 05/2009 bis 07/2009 einen Bericht über den Rhönbussard im Maßstab 1:2. Es gibt eine DVD aus der Zeitschrift zu diesem Bericht (DVD 03/2009 zum Heft 5/2009). Leider habe ich diese DVD nicht. Wenn jemand diese DVD hat bitte melden. Auch wäre ein Kontakt zu dem Erbauer des Bussard super. Vielleicht kennt jemand diesen Bussard und dessen Erbauer. Über Kontaktdaten wär ich sehr dankbar.

Im Internet brachte die Suche nach Bildern zu keinem großen Erfolg. Interessant ist, dass die Hütter H17 mehr vertreten ist und sich erheblich mehr Bilder und Unterlagen finden lassen.

Ich bin für Bilder und Infos vom Rhönbussard jeglicher Art sehr dankbar. Werde sehr bald nochmal das Deutsche Segelflug Museum auf der WAKU besuchen, um den Rhönbussard D-Hesselberg genauer anzusehen und zu fotografieren.

Bei Beat Galliker aus der Schweiz bin ich bezüglich original Bauunterlagen fündig geworden. Am Mittwoch wird ein großer Teil der kopien des originalen Zeichnungssatz bei mir eintreffen. Vielen Dank dafür!

Auch die Kontaktaufnahme bei den Oldtimer Fliegern auf der Wasserkuppe war erfolgreich. Ich hoffe dort die fehlenden Zeichnungen zubekommen. Der Oldtimer Club fliegt den Bussard.

Ich kann eher gut mit GFK umgehen. Der Holzbau wird mich fordern. Gerade hier im Forum sind aber einige Holzwürmer, die mich hoffentlich unterstützen werden.

Am Anfang wird es erstmal sehr theoretisch. Es gibt noch einige Grundsatzfragen, die ich vorher klären möchte. Dazu gehört die Auslegung des Holm´s oder die Beplankung am Rumpf (Balsa mit Matte oder Sperrholz). Sind 3mm Pappelsperrholzrippen leichter als Rippen in Stäbchenbauweise.... usw.

Das ist kein Projekt, dass innerhalb eines halben Jahres fertig werden muss.

Da meine 1:2,3 Ka6CR nun fast fertiggestellt ist, werde ich euch in diesem DFS Rhönbussard Tread mit vielen Foto´s und Info´s weiterhin nerven.

Ich hoffe auf eure Hilfe, um den DFS Rhönbussard entstehen zulassen.

Viele Grüße

Andreas

927714

moflieger
01.01.2013, 19:07
Hallo Andreas,

da hast Du Dir einen schönen Oldie als zukünftige Baustelle ausgewählt und in 1:2, das wird ein richtig "handliches" Holz-Modell werden...;)
Wie könnte es gewichtsmässig hinkommen?

Die fliegenden 1:2,2 Musger's mit 7,82m von Fa. Schneider und auch die große 1:2 OrlikII mit 7,5m von Oldgliders konnten wohl die 25kg nicht einhalten. Ich habe mit meinem Orlik eventuell auch das Problem.:mad:
Ich wünsche Dir natürlich viel Erfolg und Spaß beim Bau dieses schönen Modells.

Grüße
Jürgen

Andreas Blase
01.01.2013, 19:28
Hallo Jürgen,

der Rhönbussard aus der Modell Zeitschrift wog 23,8 Kg.

Daher hatte ich überlegt, ob der Rumpf mit Balsa Beplankung und eine Matte darüber (deine Methode) leichter ist wie in Sperrholz beplankt. Der Bussard aus der Zeitschrift hatte 4 Kg Blei in der Nase.

Wenn ich hinten leicht bleibe könnte ich da schon ein wenig einsparen.

Desweiteren wurden dort die Leitwerke aus 3mm Pappelsperrholz gebaut. Die Überlegung ist, ob Pappel Rippen leichter sind wie Stäbchenbauweise.

Vielleicht hat jemand Erfahrungen gemacht bezüglich der verschiedenen Bauausführungen und den entsprechenden Gewichten.

Gruß

Andreas

oldtimersegler
01.01.2013, 19:59
Hallo Andreas,

ohne wieder des "meckerns" bezichtigt zu werden und ich hoffe nicht
das mein Beitrag schon wieder gelöscht wird:confused::confused:;)

Als ich angefangen habe meine "Mozwoa" zu bauen,
habe ich einige Testrippen in Spreisseltechnik gebaut und habe die
Erfahrung gemacht, da ich sie verglichen habe
mit den Rippen meines Grunau Baby`s in M 1:2,5, da sind die Rippen aus 2mm
Birkensperrholz.

Die Rippen in Spreisseltechnik aus Kiefer mit Verstärkungsecken waren ca. 1g leichter
und dafür auch noch mind. 3fach so stabiel;)

Hinzu kommt noch, dass man bei der Spreisseltechnik keinerlei Aufleimer auf die Rippen
kommen, die sind nämlich von vornherein 6mm breit.

Gruß Olli

Andreas Blase
01.01.2013, 20:18
Hallo Olli,

schön das Du da bist. Deine und die Hilfe vom Jürgen werde ich auf jeden Fall benötigen.

Das sind sehr interessante Erfahrungswerte. Ist 2mm Birkensperrholz schwerer wie 3mm Pappelsperrholz? Ich glaube schon, oder?

Ich möchte, wenn ich die Rippen aus Sperrholz baue die Ausfräsungen (von Hand) wie beim original machen (Spreissel-Optik). Waren in deinen 1g schwereren Rippen Ausfräsungen drin?

Hast Du vielleicht Fotos von den verschiedenen Rippen?

Gruß

Andreas

PS: Das mit den gelöschten Beiträge kenne ich. Tut mir leid für dich, ich weiss wie man sich dabei fühlt.

moflieger
01.01.2013, 22:18
Hallo Andreas,

ohne es gewogen zu haben gehe ich davon aus, dass Birke schwerer ist wie Pappel weil das Birken-Sperrholz härter/stabiler/fester/schwerer ist. Die Rippen in Leistenbauweise, ich habe diese bei Hols der Teufel bei Flächentiefe 60cm gebaut, sind sehr stabil. Für mich war es eine Mords-Fummelei, ich hätte einige Male alles in den Eimer werfen können. Aber es war dann auch mal fertig und ich war erstaunt, wie fest das Flächengerüst war, insbesondere mit der Sperrholz-Nase bis zum Holm.
Wenn alle Rippen gleich groß sind, bis auf Querruderbereich, dann ist es schon eine Überlegung wert in Leiste die Rippen herzustellen. Ich kenne leider nicht den Flächenriß Deines neuen Projektes.
Wenn jede Rippe ein anderes Maß hat ist es fast Strafarbeit.:mad:

Grüße
Jürgen

Andreas Blase
01.01.2013, 22:37
Hallo Jürgen,

danke für deine Antwort.

Die Rippen im Mittelflugel sind auch 600mm tief, wie bei deinem Hol´s den Teufel.

Ein Übersichtsplan ist unten angehängt und zeigt einen kleineren Bussard, der sich im Bau befindet und ganz toll wird. Copyright steht drauf.

Kannst Du noch sagen mit was für Leisten Du die Rippen gebaut hast? Kiefer 2/4mm? Hast Du vielleicht ein Foto von den Rippen?

Gruß

Andreas

928291

oldtimersegler
01.01.2013, 23:37
Hallo Andreas,

die gleich großen Rippen im Formklotz bauen und
die Ungleichgroßen immer zu zweit, für rechts und links,
in der Nagelschablone bauen;)

Ja, meine Rippen für`s Baby, haben Aussparrungen wie bei
Spreisselrippen

Schau hier

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/7679-Grunau-Baby-IIb?highlight=Grunau+Baby

Gruß Olli

moflieger
01.01.2013, 23:59
Hallo Andreas,

ich habe nur noch ein Bild gefunden, ist schon einige Jahre her.
Damals hatte ich mit 3x5mm Leisten gebaut. Man sieht noch durch die Servoöffnung ein wenig von den Rippen.
Die habe ich damals auch zuerst mit einer Nagelschablone und dann aber effektiver im Formklotz gebaut. Alles dann ohne Aufleimer... die kleinen verschiedenen Sperrholzplättchen, im Handbuch für Hols der Teufel heißen die Dinger Holzbleche(???), hatten mich fast geschafft!

Grüße
Jürgen

Andreas Blase
02.01.2013, 00:13
Hallo Jürgen,

das sieht ja super aus.

Ich werde jetzt mal abwarten bis Mittwoch die Pläne aus der Schweiz kommen. Dann lege ich fest, wie ich die Rippen baue. Ich tendiere aber zur Spresseltechnik.

Schonmal vielen Dank an euch beiden Jürgen und Olli. Das hat mir schon sehr weitergeholfen. Im Kopf entsteht der Flieger langsam.

Gruß

Andreas

Andreas Blase
02.01.2013, 21:46
Hallo,

ich nutze diesen Tread unter anderem für Notizen, die ich für den bau benötige. Diese Liste wird immer wieder erweitert, sodass am ende ein Nachschlagewerk zur Verfügung steht. Vielleicht für euch auch interessant.

Spreisselrippen:

- Rippen im Innenflügel aus Kiefer 3/6mm
- Rippen in den Außenflügeln aus Kiefer 2/6mm
- gleich große Rippen (innen Flügel) auf Rippenform, hergestellt mit Holzstempel, herstellen
- verschieden große Rippen auf Nagelbrett herstellen
- immer die Holzteile für zwei Rippen gleichzeitig einspannen, Hölzchen dazwischen legen
- vorder Teile der Rippen mit Wasserkocker weicher machen
- Nasenklotz aus 6mm Birkensperrholz, einschnitte für Rippen Gurt oben und unten vorher einbringen, Maserung beachten
- Verstärkungsplättchen (Holzbleche) an den Stoßstellen aus 0,4mm Birkensperrholz, mit Schere ausschneiden. Maserung beachten
- Nasenleiste aus Kiefer 3/15mm
- Ausschnitt für Nasenleiste nach Fertigstellung der Rippen einbringen
- Holzteile verkleben mit Ponal G3

Ich lese gerade das Buch von Hans Jacobs von 1935 " Werkstattpraxis für den bau von Gleit- und Segelflugzeugen".

Man lernt sehr viel über den Holzbau und das einhalten von Maserungen sowie Fertigungstechniken. Die Aha Momente werden mit in die Notizenliste aufgenommen.

Dazu später mehr.

Gruß

Andreas

moflieger
02.01.2013, 22:52
Hallo Andreas

genau dieses Buch habe ich schon vor Jahren verinnerlicht und für den "Hols der Teufel" habe ich noch "Segelflugzeug - Anleitung zum Selbstbau mit 4 Bauplänen von H. Jacobs". Das letztere war das 138. Bändchen der Sammlung Spiel und Arbeit vom Maier Verlag Ravensburg aus dem Jahr 1932 - auch ein Schätzchen. Das war die Anleitung quasi für Jedermann(der es konnte), ein manntragendes Segelflugzeug in der damaligen Zeit zu bauen.
Eigentlich ist es ganz einfach... Du hast alles schön der Reihe nach notiert.

Viel Erfolg.

Grüße
Jürgen

Gast_8624
02.01.2013, 23:40
...Ich lese gerade das Buch von Hans Jacobs von 1935 " Werkstattpraxis für den bau von Gleit- und Segelflugzeugen".

Hallo Andreas,

das Buch ist ein "Muss" für einen Holzwurm, ich habe es auch seit ein par Jahren :)

Ja, der Hans Jacobs hat nicht "nur" als Konstrukteur des Röhnbussard gewirkt, sondern auch für die Praktiker in der Werkstatt das Wissen über den Holzbau niedergeschrieben sodaß wir noch heute noch davon profitieren.

Mehr über Hans Jacobs gibt es hier:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/356359-quot-Hans-Jacobs-Pionierleben-im-Flugzeugbau-quot-Segelflugzeuge-Lastensegler-Jagdflugzeuge?highlight=Jacobs

Gruß Rolf

Andreas Blase
03.01.2013, 00:30
Hallo,

das Buch ist wirklich sehr interessant. Es spricht für die damalige Zeit, dass geniale Köpfe wie Hans Jacobs Ihr Wissen sogar in Form eines Buches weitergeben.

In der heutigen Zeit ist das leider nicht mehr so, da Leute die sich als genialen Kopf fühlen Ihr Wissen nicht mehr weitergeben, um besser da zu stehen.

Insider aus der Berufswelt. Ihr kennt das vielleicht.

Schuldigung, dass musste sein.

Viele Grüße.

Andreas

Andreas Blase
03.01.2013, 23:44
Hallo,

dank Maik bekomme ich die Modell DVD 03/2009 zu Heft 5/2009, wo der Rhönbussard gefilmt wurde.

Der Erbauer heisst Host Will. Kennt jemand Horst und kann einen Kontakt herstellen?

Bei RC Movie habe ich ein Video gefunden. Leider funktioniert RC Movie nicht immer. Am besten in den Nachtstunden versuchen (Server-Problem?!)


http://www.rcmovie.de/video/9fd83fdce8ce5eb58cab/Rhoen-Bussard-im-F-Schlepp

Gruß

Andreas

moflieger
04.01.2013, 09:59
Hallo,

leider ist das Video hinsichtlich des Seglers bescheiden. Mir ist aufgefallen, wenn ich richtig gesehen habe, dass der Segler die ganze Zeit mit ausgefahrenen Bremsklappen unterwegs war. Ist wohl nicht ganz üblich??? Ansonsten wären Sequenzen aus der Nähe vor Start und/oder Landung vom Rhönbussard wünschenswert gewesen.
Gruß
Jürgen

Andreas Blase
04.01.2013, 10:44
Hallo Jürgen,

das Video ist wirklich nicht toll. Ich glaube auch das die Klappen die ganze Zeit draußen waren. Vielleicht hat das Servo zu wenig Kraft. Die untere Klappe öffnet entgegen der Flugrichtung (DFS Drehbremsklappe).

Bei mir wird die Klappe nur oben auf dem Flügel sein. Gibt es im original genauso (WAKU OSC Bussard).

Ansonsten war der ganze Schlepp nicht so dolle. Teilweise sinkt die Schleppmaschine und der Segler holt die Schleppmaschine ein. :eek: Das dürfte bei dem Stirnwiderstand eigentlich niemals auftreten.

Ich hoffe, dass auf der DVD vom Maik, der Filmbericht aussagekräftiger ist.

Die Kufe ist auch so ein Thema. Der WAKU OSC Bussard hat eine geänderte Kufe, damit bei der Landung der Flieger nicht immer so auf die Nase geht. Die Aufhängung ist um einen oder Zwei Spanten weiter nach vorne verlegt. Sieht ja schon extrem aus, wenn der Bussard landet und dann auf der Nase abbremst.

Gruß

Andreas

Gast_15021
12.01.2013, 13:21
Hallo Andreas.

Wie weit biste mit den Rippen?
Isch hab a schunn solsche gebaut.
Wonns disch indressiert kommsch in Bärmesens vorbei.
Gruß
Marc