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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PUR-Gelcoat



Philipp Stahl
01.03.2013, 18:54
Hi!

Gibts Erfahrungen mit dem PUR-Gelcoat Durelastic von Frei, z.B. erhältlich bei R&G?

Ich suche nämlich einen Ersatz für T35 UP-Vorgelat. Der Grund, warum ich vom UP weg will ist primär der Geruch, ansonsten war ich mit den Eigenschaften und der Verarbeitung des Vorgelats sehr zufrieden.

Ich habe nur die Möglichkeit den Gelcoat zu streichen/zu rollern.

Fragliche Punkte sind:

- Geruch tatsächlich "angenehmer"?
- Viskosität und Verdünnbarkeit
- Anbindung an Epoxidharz (L285)
- UV-Beständigkeit
- Schleif- und Polierbarkeit
- Wartezeit bis laminiert werden kann
- Deckkraft

EP-Gelcoats habe ich wegen der schlechten UV-Beständigkeit zunächst als Alternative ausgeschlossen. Ist die UV-Stabilität bei EP-Harzen wirklich so kritisch?

Vielen Dank für eure Hinweise!

Sirow
02.03.2013, 10:13
Moin,

Was ist denn mit dem Lack von Breddermann?
Käme der auch in Frage?

Der ist von einigen schon verwendet worden. Riechen tut der deutlich weniger.
Persönlich hab ich ihn noch nicht verwendet aber im Bekanntenkreis 2 Leute. Die sind beide zufrieden.

Gruß,
Mirko

Abgleiter
02.03.2013, 15:01
Also meines Wissens ist Breddermann auch nur Wiederverkäufer der In-Mould Produkte.

Ich verarbeite sowohl T-35 als auch In-Mould.

T-35
ist sehr unkritisch auf äußere Einflüsse wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc. Die Bauteile werdern deutschlich schwerer da die aufgetragene Schichtstärke produktbedingt dicker ist.
T-35 Oberflächen sind bedeutend UV-stabiler wie T-30, jedoch tritt nach ca. 3-4 Jahren (wenn viel geflogen wird) eine Vergilbung ein. Dies kann mann durch polieren hinauszögern. Negativ ist leider die Geruchsentwicklung.

In-Mould
hat nach meinen Erfahrungen ein Problem mit Luftfeuchtigkeit und gibt leider sehr harte Oberflächen. Dies merkt man beim besäumen der Kanten. Hier platzen ganz kleine Teilchen ab. Die laminierten Bauteile sind leichter, da mit bedeutend weniger Material eine deckende Oberfläche erzielt wird. Die Gebindegrößen sollten nicht so groß gewält werden, da bei jedem Öffnen des Deckels Luft und damit Feuchtigkeit in die Dose eindringt.

Leider habe ich neuerdings Problem mit In-Mould. Ich verarbeite das Material genau wie die letzten 2 Jahre, nur in jüngster Zeit bleibt bei mir patentiell In-Mould Lack beim entformen in der Form und das Laminat ist an diesen Stellen spiegelglatt.

Der Hersteller hat mir auch noch nicht weiterhelfen können.

Gruß - Christian

attack
30.03.2013, 22:33
http://www.bto-epoxy.com/Pages/default.aspx

Haben sehr gute Produkte dazu!

Nur kurzes e.mail - bekommst sicher gute und fachmännische Auskuft!

Liebe Grüße

Hannes

webmaster - www.f3f.at

rc-Rainer
01.04.2013, 17:22
Hallo Christian,

die von Dir geschilderten Probleme bezüglich abplatzen des In-Mould Lacks hatte ich 2010, wo ich von Vorgelat auf In-Mould Lack umgestiegen bin, auch gehabt. Hier im Forum bekam ich dann den entscheidenden Tipp, die Form bzw. den Lack vor dem Einlegen des Gewebes dünn mit eingedickten Harz (Tixo) auszustreichen - seitdem habe ich überhaupt keine Probleme mehr mit abgeplatzten Lackstellen. So verarbeitet hält der In-Mould Lack so wie ich es von Vorgelat gewohnt war und das zusätzliche Harz ist gewichtstechnisch vernachlässigbar, da es wirklich ausreicht das Harz hauchdünn mit einem harten Pinsel (Borsten gekürzt) auf der Oberfläche zu verstreichen.

Seitdem setzte ich nur noch den In-Mould Lack von Breddermann wie beschrieben ein und das inzwischen bei vielen Modellen ohne Probleme.

Hier findest Du den Bericht ab #48:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/160971-Vorgelat-oder-Inmould-PU-Lack/page4

Gruß
Rainer