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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hangar 9 P-40B Warhawk 50 mit elektromotor



morrigan
01.04.2013, 20:38
Hallo,

Ich will euch hier ein Paar Bilder meiner Hangar9 P-40B vom Bau und danach zeigen.
Es ist seit ich auf Holzmodelle umgestiegen bin mein erster Warbird.
Eigentlich wollte ich eine kompletten ausführlichen Baubericht machen, nachdem die Anleitung aber so detailliert war, habe ich darauf verzichtet. So laufe ich schon nicht die Gefahr, den Foto mit Sekundenkleber oder Harz zu versauen.

http://s7d5.scene7.com/is/image/horizonhobby/HAN2595_a0?$pdpLand$
Quelle:http://www.horizonhobby.com

Herstellerangaben:
Spannweite: 141 cm
Länge: 121 cm
Tragflächeninhalt: 34.2 qdm
Gewicht: 3.10 - 3.60 Kg

Mit Verbrenner oder E Motor zu betreiben.

Eigentlich komme ich eher aus der Kunstflug Ecke.
Aber nachdem http://www.d-m-t.at/ die P-40B im Angebot hatte, habe ich einfach mal zugeschlagen und gedacht, flieg mal was anderes. Einen neuen passenden Motor hatte ich noch.

Ausstatten wollte ich die P-40B mit folgenden Komponenten

Motor: Aeolian 4260 KV500 @15x8 2Blatt
Hobbywing 80A Regler
Turnigy 5A Sbec
4 x Graupner/JS DES 577BB

Das ganze sollte an 6S 4000mah betrieben werden, da ich davon einige habe.
Ich war mir jedoch nicht sicher, ob ich mit dem Schwerpunkt und allem hinkommen würde. Auf der einen Seite war mein Motor leichter, auf der anderen Seite hatte ich einen 6S Akku statt der empfohlenen 5S.

Einige Tage nach der Bestellung kam auch schon das Paket an. Doppelt verpackt, sollte passen.

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Den Karton hatte ich mir größer vorgestellt. Erscheint mir klein für ein 141cm Flughzeug.

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Ok, die Tragflächen sind beide drin. Alles schön einzeln in Folie verpackt.

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Zwischen den Tragflächen und Rudern ist ein Karton zur Abtrennung des Rumpf und der Restlichen Teile.

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Nochmals separat in 2 innenliegenden Kartons befindet sich die GFK Motorhaupe, die GFK Bauchverkleidung, Fahrwerk, Cokpit und sämtliches Zubehör bis auf die Pilotenpuppe

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Die GFK Haube ist in Papier gewickelt und mit einem Karton zusätzlich stabilisiert um sie vor Beschädigungen zu schützen.

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Ein prüfender Blick in den Rumpf...

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Hier alle Teile im Überblick. Positiv finde ich das Zubehör, Bohrschablonen für 3 Verschiedene Motoren, Klettbänder für die Akkubefestigung usw.
Auch Verkleidungen und eine Schablone zum Ausschnieden der Tragflächen, falls man das optional erhältliche EZFW einbauen will.
Einzig der Pilot fehlt, den es separat zu bestellen gibt. Das finde ich etwas schade, er kostet weniger als 6 Euro bei den meisten Händler, die wenigsten haben ihn aber vorrätig. Separat bestellen kostet meist fast gleich viel Porto wie die Pilotenpuppe.
Hier hat Hangar 9 meines Erachtens einen unnötigen logistischen Mehraufwand geschaffen, sowohl für Händler als auch für Kunden.

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Die Anleitung ist auch dabei, dann kann es ja eigentlich los gehen. (nur in Englisch, viele Bilder und relativ ausführlich)

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Erst mal habe ich alle Teile inspiziert. So weit macht alles einen ordentlichen Eindruck. Die Folie ist sehr gut gebügelt, so gut wie keine Falten, bis auf das Höhenleitwerk. Dank Ultracote sollte das jedoch überhaupt kein Problem sein.
Aufgefallen sind mir lediglich im Inneren vereinzelte Holzrückstände, bzw. Späne die hier und da hingen, wo sie eigentlich nicht hingehören:

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Doch bevor es endgültig mit dem Bau losgehen sollte, mussten alle Teile noch auf die Waage.

Rumpf: 423g
Tragfläche l: 260g
Tragfläche r: 261g
Höhenleitwerk: 62g
Seitenleitwerk: 33g
Motorbox Elektro: 60g (optional)
Holz Innenausbau: 73g
Kanzel: 25g
Räder: 165g
Fahrwerk v+ Heck: 128g
Kleinteile Schrauben: 108g
Radverkleidung: 22g
Tragflächenverkleidung EZFW: 30g (optional)
Anlenkungstangen: 38g
Spinner: 65g
Bauchverkleidung: 32g
Cowling: 105g
Tank: 63g (optional)
Motorträger Benzin: 42g (Optional

Je nachdem ob man für Verbrenner oder für Elektro ausbaut kann man noch 24g (verbrenner) oder 33g (elektro) für das Montagebrett für die Servos und Tank abziehen, da das Wahlweise zum Einsatz kommt (Ist bei Holzteile für Innenausbau mit eingerechnet)

Für meine Ausbauvariante Elektro komme ich so auf ein Baukastengewicht von grob 1848g.
Einige Teile habe ich in der Tüte gewogen, einige werden dann aus diesen Packungen z.T. nicht gebraucht, so dass sich das Gewicht nochmals minimal reduziert. Das kann man aber wohl vernachlässigen, weil man oft wo anders dann wieder was braucht, was das ausgleicht :(

Der zum Einsatz kommende Motor hat 305g, 2 benötigte Servoverlängerungen um die 15g und die vier DES 577BB haben jeweils 37g Gewicht. Meine Akkus wiegen 620g. Der Regler dürfte um die 80g haben und das SBec nochmals 30g.

Ganz grob überschlagen strebe ich beim Bau ein für mich angestrebtes Gewicht von 3200g inkl. Akku an.
Damit kann man leben, wenn ich es auch nicht als Leichtgewicht empfinde. Aber ich liege damit nur knapp über den Angaben von Hangar 9 und das obwohl ich ein 6S Setup habe.

Mich als Kunstflug Pilot haben die sehr schweren Räder geschockt. In 90mm gibt es doch auch leichtere als 165g. Als ich die gewogen habe, war mir auch klar, warum nach Aussagen von anderen so eine drastische Verlagerung des Schwerpunkts stattfindet, wenn man das Fahrwerk ein bzw. ausfährt. Wenn 165g um 10-15cm verschoben werden spürt man das natürlich.

Hier werde ich ggf. mal andere Räder montieren. In Schaum sollten hier unter Umständen 100g eingespart werden können. Das später angedachte EZWF wird es evt. auch danken.

Vorerst war es das einmal.

Gruß Bernd

morrigan
03.04.2013, 19:08
Als erstes habe ich die Querruder anscharniert. Dazu habe ich die Vliesscharniere mit einer Nadel in der Mitte durchstochen, so dass sie genau gleichweit in die Querruder wie auch in die Tragflächen reingehen und dann mit frischem dünnflüssigem CA verklebt.

Danach kamen die Servos dran. Frisch von Schweighöfer geliefert. Waren super Verpackt. Nicht nur im Karton sondern auch noch zusätzlich in einer Luftpolstertasche (Lose Servos).

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Die Servo Verlängerungen habe ich mit Schrumpfschlauch gesichert. Normalerweise löte ich immer, aber die Arbeit wollte ich mir dieses mal ersparen und bei dem Flieger kommt es nicht auf jedes Gramm an.
Für das durchziehen der Servokabel war eine Schnur in den Tragflächen eingeklebt. Diese habe ich hinterher gleich wieder verwendet und für ein zukünftiges Fahrwerk eingeklebt. Da die Tragfläche miteinander verklebt wird, wäre das sonst evt. etwas schwierig das Kabel für dieses durch zu bekommen.

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Nach dem Einbau der Servos habe ich die beiden Tragflächenhälften mit Harz verklebt. Eine Flächenverbinder aus Holz mit Winkel ist dabei. Die Tragflächen habe ich während des Aushärten mit Klebeband fixiert.

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Ich habe dann das Fahrwerk vorbereitet und in die Flächen verschraubt. Das ganze machte so weit einen guten Eindruck. Im Nachhinein hätte ich etwas nachgearbeitet, aber dazu komme ich später noch.

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Die Flächen habe ich dann an den Rumpf geschraubt, um einen Anhaltspunkt für die Montage des Höhenleitwerks zu haben. Während der Trockenzeiten habe ich den Innenausbau mit den Servos gemacht und den Motordom angeschraubt. Wenn man streng nach Bauanleitung vorgeht, müsste man hier manchmal ggf. etwas warten.

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Nach dem Ausmessen, und zigfacher Kontrolle habe ich das Höhenleitwerk dann mit Harz verklebt, das Höhenruder eingeklebt und mit dem Stahlverbinder verbunden. Für mich immer die unangenehmste Arbeit beim Bau, weil ich will, dass es genau passt und das dann immer eine ziemliche Schieberei ist, bis wirklich an allen Ecken und Winkeln alles passt.
Anschliessend habe ich das Seitenleitwerk und Seitenruder eingeklebt.

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Im Anschluss habe ich Kleinikgeiten gemacht wie die Kugelsichere Scheibe im Cockpit verklebt, den Instrumentenaufkleber angebracht und den Sitz des Piloten eingeklebt. Weiterhin habe ich den Motor montiert um die GFK Haube anzupassen. Dazu wurde die Spinnerrückplatte montiert und dann die Cowling danach ausgerichtet und drauf geachtet, dass Farblich die Übergänge auch passen.

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Das Cockpit habe ich mit Uhu Por verklebt. Hinterlässt keine Spuren, bleibt flexibel und kann man bei Bedarf wieder abmachen (da ich noch keinen Piloten habe, diesen aber ggf. nachrüsten wollte)

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Spinner drauf, Cowling dran und Anlenkungen fertig. Die Aufkleber haben ihren Weg ebenfalls schon gefunden.

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Ziemlich zum Schluss habe ich dann die Verkleidung am Fahrwerk und am Bauch angebracht. Die Verkleidungen am Fahrwerk sind verschraubt, der GFK Bauch ist mit Sekunden Kleber verklebt. Dazu wurde etwas Folie entfernt.

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morrigan
03.04.2013, 19:26
Am Ostermontag war es soweit. Es war alles fertig. Kleinigkeiten wie die Auspuffanlage, die MG´s fehlen noch, aber das wollte ich auch erst nach dem Erstflug machen.
Für den Erstflug hatte ich mal einen 15 x 8 Propeller, das war nicht mein endgültiges Ziel, aber am Anfang bringt der genügend Schub, so dass ein sicherer Erstflug stattfinden konnte.

Mit dem Schwerpunkt kam ich gerade so hin, etwas weiter hinten wäre nicht schlecht.

Hier die Bilder vor dem Erstflug:

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Der Erstflug verlief so weit unspektakulär. Es war aber sehr windig, ich hätte das bei dem Wind nicht machen sollen.
Das Flugzeug konnte ich nicht richtig einschätzen bei dem Wind. Aber es flog beherrschbar.

Allerdings habe ich es bei dem Wind nicht geschafft, das Flugzeug auf der asphaltierten Landebahn herunter zu bekommen und so ging es in die Wiese.

Leider hat es mir dabei das Fahrwerk zerlegt was auch zu leichten Beschädigungen der Tragflächen und der Fahrwerksverkleidungen führte :(

Im Nachhinein hätte ich hier anders verarbeitet. Ich hatte noch überlegt, die Klötze des Fahrwerks zusätzlich zu den Schrauben seitlich zu verkleben, da ich aber später auf ein EZFW umsteigen wollte hätte ich es wohl nicht mehr richtig heraus bekommen.

Auf jeden Fall hat sich bei der Landung in der Wiese der Holzblock von der Abdeckplatte gelöst. Der Fahrwerksdraht fungiert hier wunderbar als Hebel. Die Verklebung zwischen Holzblock und Abdeckplatte war mit diesem typischen weißen China Kleber ausgeführt. Offensichtlich nicht sonderlich gut.
Ich habe jetzt bei der Reparatur einfach 2 Schrauben von oben eingedreht, die die Platte und den Holzblock zusätzlich zusammenhalten.

Ich habe bei diesem Flugzeug eigentlich noch nicht von einem derartigen Problem beim Fahrwerk gelesen. Vielleicht hatte ich einfach nur Pech, oder es liegt evt. auch daran, dass die meisten gleich ein EZFW einbauen?
Die Landung war zwar nicht Bilderbuchmässig, aber so hart war sie nun auch wieder nicht.

Na gut, Montag Nachmittag habe ich das auch gleich repariert und verstärkt und bin dann am Dienstag noch 3 mal in der Luft gewesen.

2 mal mit dem alten Propeller. Danach mit einem 14 x 10 Propeller. Leider harmoniert der nicht mit dem Spinner.
Mit dem 14 x 10 fliegt sie eine Spur schneller, hat immer noch genügend Schub (Errechnete Pitchgeschwindigkeit 142 km/h)

Alles in allem fliegt sie sehr gutmütig, wie ein Sportflugzeug. Nur bei den Landungen muss ich mich etwas umstellen, die sind etwas heisser als mit den Kunstfliegern :)

Ich bin am überlegen ein EZFW von Hobbyking einzubauen und ggf. Leichträder um Gewicht zu sparen. Mit beiden Maßnahmen könnte ich vorne etwas Gewicht sparen und den Schwerpunkt weiter nach hinten bringen, bzw. damit die Möglichkeit bekommen damit zu variieren.

Derzeit steigt sie bei Vollgas leicht an, was schöne Tiefflüge etwas erschwert. Wenn ich das Höhenruder tiefer stelle, dann sinkt sie im langsameren Flug aber zu weit und ich muss Höhe ziehen. Denke mit Schwerkraftverlagerung lässt sich das evt. etwas verbessern, ansonsten müsste ich evt. einen Mischer programmieren.

Ich werde mich jetzt wohl noch auf die Suche nach einem Propeller machen, mit dem sie schneller ist und der trotzdem zum Spinner passt, bin mir nicht sicher, ob es da was gibt mit einer 10er Steigung?


Gruß Bernd