PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Scalesegler mit Holmbrücke... Brainstorming



heikoherling
12.01.2006, 12:34
Hallo,

wollte mal eine kleine Umfrage starten was die Gemeinde von Scale Modellen mit Holmbrücke hält...

Meiner Meinung nach ist diese Flächenbefestigungsart das innovativste überhaupt. Die Krafteinleitung in Fläche und Rumpf ist optimal da der Holm sich praktisch verlängert und in die Gegenfläche greift. Außerdem ist die Arretierung der Flächen mit einem zentralen Bolzen erledigt. Genial und nicht umsonst bei den manntragenden Standard.

Welche Modelle kennt Ihr mit Holmbrücke ? Ich kenne z.Z. nur 2 obwohl es mit Sicherheit mehrere gibt, den neuen CFK Duo Discus von Thommy mit 5,33 m und die ASH 25 von Lenger mit ca. 6,90 m. Schade das nicht mehrere Hersteller dieses Konzept anbieten.

Gibt es im Kunstflugbereich (Fox, Swift...) auch Modelle mit Holmbrücke ?

Bin gespannt was kommt...

Grüße

Heiko

LS Flieger
12.01.2006, 12:51
Die LS 8-18 von HE-Faserverbundwerkstoffe ist so gefertigt, bzw woe das Original.


Gruß Horst:cool:

henneDahuhn
12.01.2006, 12:57
Hallo!

Holmbrücke ist ja schön und gut, aber im Modellbereich ist es genau so gut
die Kraft über rund oder 4-kantsteckungen einzuleiten.

ausserdem ist die herstellung von holmstummeln schwieriger und deswegen wird es auch teurer sein.

Und mal dir bitte mal aus, wie eine reparatur, sei es nur eines weißbruches an solch einem belasteten holmstummel aussieht.....ich glaube, so etwas könnten die wenigsten reparieren, darum halte ich besonders in sachen kunstflug-modelle nichts davon.........es sieht halt schön aus, meine meinung.

gruß henneDahuhn!

modellbobby
12.01.2006, 13:42
Sehe ich genauso wie hennedahuhn, im extremen F3F wo fiese Haken geflogen werden, halten auch die dicken 4kant Verbinder.

Ich denke das beste ist. rohr oder 4kant schwimmend gelagert.

Wenn Du unbedingt eine Holmbrücke bauen willst, dann gucke mal in den Nimbus2b thread von Christian. Der hat sowas vor. Und hoffe auf keinen Bruch in der Holmbrücke...

Steffen
12.01.2006, 13:50
Holmbrücke ist ja schön und gut, aber im Modellbereich ist es genau so gut
die Kraft über rund oder 4-kantsteckungen einzuleiten.

Das sehe ich deutlichst anders.



ausserdem ist die herstellung von holmstummeln schwieriger und deswegen wird es auch teurer sein.

Das allerdings nicht :D

Ciao, Steffen

Thommy
12.01.2006, 14:16
Hallo,
eine Holmbrücke ist eine ideale Art der Flächenverbindung, vor allem wenn man auch noch das Gewicht der gesamten Konstruktion berücksichtigt.
Deswegen müssen die Modelle letzten Endes nicht leichter sein, sie können eben auch bei gleichem Gewicht stabiler sein.
Gerade bei Modellen mit ungewöhnlicher Geometrie, wie dem Duo, ist es ein verdammt schwer einen Flächenverbinder vernünftig und harmonisch unterzubringen.

Der Vergleich mit kleineren Modellen geht deshalb fehl, weil dort Hebelarme und die auftretenden Kräfte in keinster weise vergleichbar sind.
Auch bei den Zweckmodellen ist eine holbrücke übrigens das stabilste bei geringstem Gewicht. Nennt sich dort nur einteilige Fläche. ;)

Eine Reparatur einer solchen Holmverbindung ist sicher schwer, nur wenn das mal nötig ist, wie sieht da wohl der Rest des Modelles aus. Und eine zerfetzte Verbindertasche bei einem normalen Modell ist sicher auch nicht jedermanns Sache bei der Reparatur.

weiteres Plus einer Holmbrücke ist übrigens auch die einfach zu lösende Flächenarretierung.

Unsere Pilatus hat übrigens auch eine Kohleholmbrücke (Zunge/Zunge)

Gruß
Thommy

elektroernie
12.01.2006, 14:58
Das sehe ich deutlichst anders.


Das allerdings nicht :D

Ciao, Steffen

Servus Steffen
auch wenn du von der Materie wesentlich mehr Ahnung hast wie wir alle, mit deinen Beiträgen ist nicht immer wirklich was anzufangen. Sonderlich konstruktiv ist das nicht.

cu
ernie

Yeti
12.01.2006, 15:22
Ich übersetze mal:

henneDahuhn:

Holmbrücke ist ja schön und gut, aber im Modellbereich ist es genau so gut die Kraft über rund oder 4-kantsteckungen einzuleiten.


Steffen:

Das sehe ich deutlichst anders.

Übersetzung: Dieser Meinung bin ich nicht (ergänzend möchte ich mutmaßen: Eine Holmbrücke ist "besser" als eine Rund- oder 4-Kantsteckung)

Ergänzung des Übersetzers: Eine Holmbrücke kann bei gleicher Festigkeit leichter ausgeführt werden.

henneDahuhn:

ausserdem ist die herstellung von holmstummeln schwieriger und deswegen wird es auch teurer sein.

Steffen:

Das allerdings nicht

Übersetzung: Das sehe ich allerdings nicht anders / Hier gebe ich dir recht / Full ack!

Ergänzung des Übersetzers: Nicht überall lohnt sich der zusätzliche Bau-/Kosten-Aufwand einer Holmbrücke.

Gruß Yeti

Thommy
12.01.2006, 18:22
Hallo Yeti,
kann man diech auch für Frau -> deutsch bzw. deutsch -> Frau in Anspruch nehmen ?
Gruß
Thommy

Yeti
12.01.2006, 18:36
Nein, sorry. Ich beherrsche nur logisch aufgebaute Sprachen :D

elektroernie
12.01.2006, 18:57
Servus
..und warum gibts bei der "Diana", wo wirklich Gewicht gespart und stabil gebaut werden mußte, keine Holmbrücke, sondern einen 4-Kant-Verbinder? Und das bei 13% Profildick und 260 liter Wasser in den Flächen.
Ich weiß, die deutschen Flugzeugbauer sind eh die Besten.
cu
Ernie

LS8-18
12.01.2006, 19:40
Weil die Diana auch keinen Holm im Flügel hat sondern mehrere Stringer (soweit ich das richtig in Erinnerung habe) ! Wo kein Holm, da auch keine Holmbrücke ;)

Yeti
12.01.2006, 19:41
Hallo Ernie!

Wenn du dir die Flügelverbindung der Diana mal aus der Nähe angeschaut hättest, würdest du gesehen haben, dass das deutlich mehr ist als ein einfacher Vierkantverbinder. Dass man Gewicht sparen kann, wenn man die Flügelteilung nach außen verlegt (nicht anderes passiert nämlich bei der Diana), wissen übrigens auch deutsche Flugzeugbauer. Allerdings ist die Sache mit dem Mittelstück bei bemannten Segelflugzeugen etwas unhandlicher beim Auf- und Abrüsten (hast du auch den zur Diana gehörenden Anhänger gesehen?)

Gruß Yeti

elektroernie
12.01.2006, 23:47
Servus Yeti
kenne die Diana leider nur von Fotos, wußte nicht, daß der Holmstummel fest mit dem Rumpf verbunden ist und weiß auch nicht, wie er von der Nähe aussieht.
(dumme) Frage:wieso schreibst du, dass die Flügelteilung nach außen verlegt wurde. der Flügel geht doch bis zum Rumpf?! Oder meinst du die Krafteinleitung in den Flügel.
cu
Ernie
PS endlich mal wieder ein spannendes Thema, mal was anderes wie auf 15 Siten Fred einen fast fertigen voll GFK Segler fertigzustellen.

Steffen
13.01.2006, 01:01
auch wenn du von der Materie wesentlich mehr Ahnung hast wie wir alle, mit deinen Beiträgen ist nicht immer wirklich was anzufangen.

Tja, ich versuche halt manchmal die Leute mit einem gezielten Kommentar zu eigenem Denken anzuregen.

Ist vielleicht zu viel erwartet :rolleyes:

Aber Yeti hat es ja einfach dargelegt :D

Ciao, Steffen

Gast_8039
13.01.2006, 08:41
Hallo,
das könnte ne interessante Sache werden hier. Mich juckts zur Zeit ebenfalls schwer, ein neues Projekt anzufangen (Nachbau eines Rennklassesegler mit > 5m). Und zwar vollgasfest. Hier ist m.E. nur eine Kohle- Holmbrücke inkl. einem einwandfreien Flügelaufbau möglich. Eine Frage stellt sich mir dabei vor allem: wie kann ich mit rel. beschränkten Mitteln einer Standardwerkstatt einen wirklich hochwertigen Holm- und Flügelbau realisieren.

flymaik
13.01.2006, 09:00
Guten morgen
Ich möchte mich der Frage von Achim anschließen.Hab gerade ne 5m
ASH 26 im Planugsstadium und weiß noch nicht so recht ob Holmbrücke oder nicht?

Yeti
13.01.2006, 10:25
(dumme) Frage:wieso schreibst du, dass die Flügelteilung nach außen verlegt wurde. der Flügel geht doch bis zum Rumpf?! Oder meinst du die Krafteinleitung in den Flügel.


Ja, die meine ich. Das Biegemoment wird bei der Diana außerhalb des Rumpfes abgesetzt. Der Hauptgrund für diese Konstruktion dürfte aber in der außergewöhnlichen Holmstruktur liegen. Die Diana hat sehr breite Holmgurte (eigentlich sind es in die Flügelschale integrierte UD-Lagen), so dass eine herkömmliche Flügelteilung nicht möglich gewesen wäre.

@Achim: Was meinst du, würde dir in deiner Werkstatt fehlen, um so etwas zu bauen?

Gruß Yeti

Jaw
13.01.2006, 10:33
Hallo,
es gibt sicherlich mehrere Möglichkeiten für einen hochwertigen Aufbau.
Ich würde so etwas nur in gescheiten Negativformen bauen. Hierfür sind dann halt wieder Urmodelle nötig, oder man läßt sich etwas Fräsen. Auf der Homepage von LS-Flugzeugbau (DG ;) ) gibt es ein paar Bilder, wo man sicherlich etwas abschauen könnte. Auch bei HE-Faserverbundwerkstoffe, im Flügelbau, kann man sich mal ein Bild davon machen.
Wenn es nicht zu weit weg ist, geht doch mal zu DG und schauts euch an:
http://www.ls-flugzeugbau.de/offene-tuer.html#2006.
Da kann man sicherlich noch etwas lernen/sehen.
Und mit Pinsel, Schere, Rolle und Spachtel kann doch jeder umgehen, oder?

Bruchsal ist doch nicht allzuweit von Sindelfingen weg, oder? :)

Gruß Jan

Gast_8039
13.01.2006, 14:13
Hallo,
Wie Flächen, Holme, Holmbrücken bzw. die Krafteinleitung in selbige aufzubauen ist, ist mir klar. Habe da gewisse berufliche Vorschädigung ;). Das entscheidende Kriterium ist, eben auf eine entsprechende Form verzichten zu können. Ich habe da so meine Vorstellung und bin zur Zeit am Grübeln, wie entsprechend variable "Formgebungswerkzeuge" für den Aufbau auf einem ebenen (!) Tisch aussehen könnten. Im Prinzip denke ich daran, die geometrischen Vorgaben durch entsprechend auf der Werkbank verschiebliche und arretierbare Anschläge zu realisieren, durch die das Formnest gebildet würde. Der Holmkern kann ohnehin problemlos vorgefertigt werden. Da ich noch auf größerer Mengen hervorragend trennender PTFE-Folie und eine Vakuumpumpe zurückgreifen kann, würde ich das ebenfalls nutzen wollen.
@ Jan: auf der DG-Seite bin ich fast daheim! Die ist klasse. Wenn die noch Dipl-Ings Kunststofftechnik bräuchten mit tiefgreifender "Faserverbundschädigung".... vielleicht sollte ich doch mal hin... ;)

Ralf Wunder
13.01.2006, 14:40
Hallo, so schwierig ist das mit der Holmstummeln m.e. nicht.
Bei meinem 4 m Fox und bei meinem 5 m Fox habe ich jeweils eine Zunge/Zunge Steckung eingebaut.
Der Holm wird durch die Wurzelrippe hindurch bis an die andere Fläche weitergeführt.
In den Stummel habe ich einen geschliffenen Paßbolzen 6 bzw. 10 mm eingesetzt.
In der gegenüberliegenden Wurzelrippe als Lagerung eine Bohrhülse mit entsprechendem Durchmesser.
Ich lasse mitlerweile die Holme bereits vor der Wurzelrippe konisch zulaufen, damit ich in der Flächenanfpormung mit einer kleineren Aussparung hinkommen.
Die Wurzelrippen sind mit 2 aussenliegenden Torsionbolzen am Rumpf fixiert.

Die Verwendung von Holmstummel hat meines Erachtens folgende Vorteile:

GAU> Bei einem heftigen Einschlag lösen sich sofort die Flächen vom Rumpf
(Bei einem zu Tief geflogenen Looping habe ich selber gesehen, wie die Flächen wegflogen. Die einzige Beschädigung im Rumpf war ein 5 Mark-Stück großes Loch, was durch einen Holmstummel produziert wurde. Bei einer Rundstahl oder Flachstahlsteckung wäre die Beschädigung mit Sicherheit größer ausgefallen)

Ändern der V-Form ist auch im Nachheinein durch versetzen der Bohrhülsen möglich.

Ändern der EWD ist durch versetzen der Torsionbolzen auch im Nachhinein möglich.

Die Anregung zu dieser Steckung habe ich vor ein paar Jahren durch einen Kobuz 3 der Gebr. Seitz erhalten. Harald fliegt seinen 10 Jahre alten Kobuz immer noch im Akro. Bei ihm besteht der Holmstummel aus 6mm Flugzeugsperrholz, aufgedickt mit Balsa auf 20 mm Breite, oben und unten mit je 15 Lagen 220 gr. UD-Glasband. Fluggewicht 11-12 kg.

Gruß Ralf

Merlin
13.01.2006, 16:20
Achim,

auf den Seiten von Christian Baron (ASH25) siehst Du wie er´s macht - ohne Formen. Schaut mir ziemlich danach aus, als ob´s mit Bordmitteln zu machen ist.

Gruss,
Bernd

Gast_8039
17.01.2006, 07:50
Hallo Bernd,
hast Du nen Link? Danke!

flymaik
17.01.2006, 09:53
Der Link ist hier (http://www.cb-roter-baron.de/ash25flaechen.html)

Gast_8039
17.01.2006, 14:14
Gracias:)
Wolln ma lesn...

Christian Volkmar
17.01.2006, 18:30
Hallo.
Ihr könnt ja mal bei meinem Projekt Nimbus 2b nachsehen, wie ich das gelöst habe.:)