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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : GFK-Fahrwerk für 22 Kg Motorsegler neu bauen



grob
28.05.2013, 21:31
Hallo,
ich hab mal eine Frage an die Experten in der GFK Technik.

Das Fahrwerk meines Motorseglers ( 22 Kg Gewicht ) liegt nach mehr als 200 Starts in den letzen Zügen und zeigt Ermüdungsbrüche.

Da es den Hersteller nicht mehr am Markt gibt und kein Fahrwerk mehr zu beschaffen ist, muss ich mir ein neues selber bauen.
Habe mal Bilder vom Fahrwerk eingefügt, damit man sich das Ganze besser vorstellen kann.
Noch ein paar Angaben:
Spurbreite ca. 60 cm; Höhe Radachse zum Rumpf ca. 20 cm; Tiefe im Rumpf 5,5 cm; Rumpfbreite 37 cm, Dicke 0,8 cm

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Folgendes hab ich mir mal Überlegt.
Ich bau mir eine Form aus Styrodur und laminiere die beiden Fahrwerkshälften zusammen und scheide sie später auseinander.
Als Gewebe stelle ich mir vor Glasgewebe 220 gr Unidirektional zu verwenden. um die entspechende Dicke von ca. 8mm zu erhalten wären ca. 35 Lagen notwendig.
Wer hat denn schon mal so was ähnliches laminiert und könnte mir noch den ein oder anderen Tipp geben?

Viele Grüße

Wilfried

Nils_93
28.05.2013, 21:59
Alter Schwede, 22 KG :eek:
Was für ein Modell ist es denn?

Na, also meine Empfehlung wäre KHK (http://www.khk-flugmodelle.de/info-fahrwerke.html) anzusprechen.
Wenn sich jemand mit Fahrwerken auskennt, dann er. Mag sein das es ggf. etwas kostspielig wird weil er das Fahrwerk speziell anfertigen muss, aber im Endeffekt ist es das Geld wert, denn bei einem Fahrwerksversagen würde dann ja doch so einiges kaputt gehen.

Ich hoffe dir mit dem Link geholfen zu haben,

Nils

Gast_8624
29.05.2013, 00:33
...Ich bau mir eine Form aus Styrodur und laminiere die beiden Fahrwerkshälften zusammen und scheide sie später auseinander....

Hallo Wilfried,

das Fahrwerk ist jetzt zweiteilig, warum eine Form für einteilig und dann auseinander schneiden?

Der Fahrwerksschenkel aus einer (einteiligen) Form ist doch sowohl links wie rechts zu verwenden...

Als Gewebe geht bei 8mm Dicke des Fahrwerksschenkels auch deutlich mehr als 220 g/m² --> weniger Lagen

Gruß Rolf

Christian_S
29.05.2013, 07:38
Ich würde ganz einfach ein Fahrwerksbein von unten mit beschichteter Spanplatte unterfüttern (verschalen). Mit dem alten Fahrwerk als Schablone, kannst du gleich die Bohrungen in die Bretter setzen. Die klebst du mit Tesa ab und behandelst die ganze Form mit Trennwachs. Wenn das neue Fahrwerk ausgehärtet ist, kannst du von unten die Löcher bohren, exakt und ohne lästiges Anzeichnen.

Gruß Christian

FamZim
29.05.2013, 13:55
Hallo Wilfried

Da es wohl oben im Knick delaminiert, würde ich den Innenradius 2 bis 3 mal grösser wählen .
Gegen delaminieren an dieser Ställe hält nur das Harz.
Bei einem grösserem Radius ist am Teil-Umpfang auch die Fläche grösser und hällt besser.

Gruß Aloys.

grob
29.05.2013, 22:56
Hallo zusammen
und Danke für die Ratschläge.

Zur ersten Frage zum Modell > eine Grob 109 B im Maßstab 1:3 mit 5,80 m Spannweite ( Siehe www.motorsegler-ig.de )
KHK > kenne ich, dort ist aber keine entsprechende Form verfügbar.
Fahrwerk einteilig erstellen. > Ich muß das Fahrwerk sowieso mittig trennen, und spare mir arbeit beim Erstellen der Form.

Ich habe mal das alte Fahrwerk durchgebrochen um den inneren Aufbau zu sehen. Außen ist jeweils eine Lage GFK-Köpergewebe und dazwischen jede Menge GFK Rowings. Der Ermüdungsbruch ist an der Knickstelle, dort wo das Fahrwerk aus dem Rumpf kommt. Diese Stelle wird mit einem größeren Radius erstellt, damit dort nicht so hohe Biegekräfte wirken.

Viele Grüße
Wilfried