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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Form schleifen



Raphael
29.05.2013, 21:06
Hi

habe hier eine Flächenform, welche Negativ aus dem Grünen gefräst wurde.
Die Unterseite ist nun fertig geschliffen und poliert, aber ob ich mir das ein zweites Mal antuen möchte? Das war von Hand wirklich eine unglaubliche Sch****-Arbeit. Und ja, das ist nicht meine erste Form (Fräulein Rottenmeier Flächenform damals mit Markus Wanner geschliffen, ging irgendwie viel einfacher?!)

Die Form ist sehr fein gefräst, aber das Grüne ist halt doch schon sehr zäh (soll es ja später auch sein)...

Mein Vorgehen war:

-800er
-1000er
-1200er
-1500er
-2000er
-2500er
-3000er
-grobe Politur
-Feinpolitur

natürlich immer nass (einfach nur Leitungswasser).

Alles von Hand. Fürs Polieren bekomme ich nun vom Kollegen eine professionelle Poliermaschine und werde diese auch vorsichtig einsetzen.

Aber gibt's für's Schleifen keine gescheitere (maschinelle) Lösung? Bin da auch bereit Geld in die Hand zu nehmen, meine geschätzt 50 Arbeitsstunden sind mir auch was wert.

Habe sogar dieses enorm teure Micro-Mesh Schleifpapier gekauft, war davon nicht begeistert (hatte den Eindruck, es hinterliesse Kratzer) und bin dann wieder auf SIA zurück.

Jeder Tip wird geschätzt!

Grüsse
Raphael

Arne
29.05.2013, 22:31
Hallo Raphael,

ich kenne leider noch keine Alternative zu dieser Arbeit. Und wenn das Ergebnis so perfekt wie möglch sein soll dann kannst du das Fitneßstudio noch länger weglassen und dich auf die nächte Form freuen. Sorry, dass zumindest ich keine andere Alternative kenne :rolleyes:

Gruß Arne

Raphael
30.05.2013, 10:14
Hey Arne

danke für Deine Antwort! Hättest Dich etwas zurückhalten können, dann hätte ich etwas länger Hoffnung gehabt ;) :(

Wie geht ihr denn genau vor? Ich bin mir immer recht unsicher, wann auf die nächst feinere Stufe gewechselt werden soll. Vielleicht bin ich auch zu früh vom 800er weggegangen? Welches Schleifpapier nutzt ihr? Schleifst Du auch für jede Körnung wieder 90 Grad zur letzten, um zu sehen, wann alle Spuren vom vorigen weg sind?

Ach und nochwas, an einer Formhälfte hat's wegen einem Fräsfehler leider keinen Überstand an der Nasenleiste, den ich normalerweise ganz zum Schluss wegschleife - wie schützt man so eine Kante am besten? Tesa ist ja ziemlich schnell wieder weg...

LG!
Raphael

f3d
30.05.2013, 11:02
Hallo Raphael,

ich fräse die Formen positiv in das braune oder auch das grüne Material. Lieber aber in das braune.

Die Fräsqualität ist sehr gut und dann schleife ich trocken mit 800er die letzten kleine Fusseln weg.

Dann lackiere ich das Urmodell mit Auto 2K Lack in 2 unterschiedlichen Farben übereinander.

Dann schleife ich naß mit 2000 er die Oberfläche damit sie perfekt glatt ist aber ja nicht durch.

Dann arbeite ich nur noch mit der Maschine von Dynabrade und den Produkten von 3M. Auch nicht vergessen das super Trizact Schleifpad zu benutzen.

Ich brauche für eine Form mit 60dm2 maximal 1 Tag nach dem Fräsen bis zum Abformen.

Die Qualität meiner Formen ist 100% perfekt ohne den geringsten Kratzer, auch für das kritischste Auge.

Deine Vorgehensweise, die immer noch vielfach praktiziert wird , halte ich für totalen nonsens, da es viel aufwändiger ist und im Ergebnis schlechter. Oftmals werden die Kanten rund geschliffen und die Nähte sehen später aus wie gek....



MFG Michael

Pfeiffer
30.05.2013, 11:19
Es mag sein, dass mich jetzt alle mit faulen Eiern bewerfen, aber ich fange mit 350er Schleifpapier an. Allerdings ganz vorsichtig. Dann gehe ich relativ schnell auf 400er und 600er über. Mit dem 600er schleife ich dann bis man keine Frässpuren mehr sieht, und dann kommt erst das 1000er.

So jetzt ducke ich mich weg, ihr könnt mit den faulen Eiern werfen.

Viele Grüße

Bernd

Arne
30.05.2013, 11:50
Lieber Michael.

wie immer, oder? Das was du machst ist das beste und geilste überhaupt und alle anderen Wege zum Ziel sind Schwachsinn? Hab ich das so korrekt zusammengefasst? Man, lass dir in diesem Leben doch nochmal was neues einfallen, das langweilt nur noch...:(
Achja, die Randbedingungen, die Raphael genannt hat (und dass so Blockmaterialien mit geringer Dichte eher nicht geeignet sind und dazu eh schon im grünen gefräst wurde) hast auch nicht gelesen oder? Also auch noch am Thema vorbei, Glückwunsch.

Arne
30.05.2013, 11:56
Bernd,

kein Grund zu Eiern zu greifen. Die Körnung mit der du beginnst hängt von der Qualität des Schlichtens zusammen. Man sollte da so fein anfangen wie möglich, so dass sich der erste Gang in überschaubarer Zeit schleift. Wenn du gröber als nötig anfängst ist die Gefahr, dass die Präzision leidet größer, du willst ja grad eben nur auf die Täler der Fräserspuren runterschleifen im ersten Gang.

Eisvogel
30.05.2013, 12:05
Ach und nochwas, an einer Formhälfte hat's wegen einem Fräsfehler leider keinen Überstand an der Nasenleiste, den ich normalerweise ganz zum Schluss wegschleife - wie schützt man so eine Kante am besten? Tesa ist ja ziemlich schnell wieder weg...

Laß die ne ne Konturenschablone aus 3-4mm MDF oder ähnlichem fräsen, diese dann mit den Paßstiften aufstecken und beim schleifen mit der anderen Hand andrücken.

Raphael
30.05.2013, 14:50
Lieber Michael.

wie immer, oder? Das was du machst ist das beste und geilste überhaupt und alle anderen Wege zum Ziel sind Schwachsinn? Hab ich das so korrekt zusammengefasst? Man, lass dir in diesem Leben doch nochmal was neues einfallen, das langweilt nur noch...:(
Achja, die Randbedingungen, die Raphael genannt hat (und dass so Blockmaterialien mit geringer Dichte eher nicht geeignet sind und dazu eh schon im grünen gefräst wurde) hast auch nicht gelesen oder? Also auch noch am Thema vorbei, Glückwunsch.

Arne, nicht aus der Ruhe bringen lassen :) Sein Input vor dem Hintergrund der gezeigten Leistungen am Hahnenmoos sagen doch viel aus. Vielleicht glänzen meine Flieger nicht so sehr wie seine, aber... lassen wir das ;)

Raphael
30.05.2013, 14:50
Laß die ne ne Konturenschablone aus 3-4mm MDF oder ähnlichem fräsen, diese dann mit den Paßstiften aufstecken und beim schleifen mit der anderen Hand andrücken.

gute Idee! Hab direkt mal angefragt, für den Bock mit der verfrästen Form sollte das und auch gleich noch eine Schablone für die Fläche aus MDF eigentlich drinliegen :)

Raphael
30.05.2013, 14:52
Bernd,

kein Grund zu Eiern zu greifen. Die Körnung mit der du beginnst hängt von der Qualität des Schlichtens zusammen. Man sollte da so fein anfangen wie möglich, so dass sich der erste Gang in überschaubarer Zeit schleift. Wenn du gröber als nötig anfängst ist die Gefahr, dass die Präzision leidet größer, du willst ja grad eben nur auf die Täler der Fräserspuren runterschleifen im ersten Gang.

vielleicht könnte ich aber schon auch mit 600er starten, ich mache das immer so: von Hand Kreuzmuster mit Bleistift aufmalen, dann schleifen. So sieht man schön, wo man schon "gut" ist.

Aber nochmal die Frage: Wechselst Du/ihr die Schleifrichtung für jeden Feinheitsgrad?

Arne
30.05.2013, 15:59
Aber nochmal die Frage: Wechselst Du/ihr die Schleifrichtung für jeden Feinheitsgrad?

JA

Eisvogel
30.05.2013, 16:30
gute Idee! Hab direkt mal angefragt, für den Bock mit der verfrästen Form sollte das und auch gleich noch eine Schablone für die Fläche aus MDF eigentlich drinliegen :)

Bei der Gelegenheit kannst du dir auch gleich die Zuschnittschablonen für die Gewebe, den Stützstoff, den Endkantenzuschnitt und evtl. für die Einbauten wie Holme und Servos fräsen lassen. Bei meinen Formen (von Reinhard Ecker) laß ich mir diese immer gleich mitfräsen, das erspart eine Menge Arbeit und ist wesentlich exakter als handgeschnittene.