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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umfrage zu Opferplatten



Tonphis
13.08.2013, 21:18
Nabbend,

ich wollte mich mal umhören wie Ihr es mit euren Opferplatten haltet oder ob Ihr vl eine Alternative habt.
Ich habe bei meiner ProVario eine MDF Platte montiert (16mm), schön plan gefräst und im 60mm Raster m4er Einschlagmuttern eingesetzt. Das hat eigentlich auch sehr gut funktioniert. Nun habe ich in der letzten Zeit viel Alu gefräst und die Platte hat sich durch die Kühlung heftigt verzogen. Trotz das ich die Mindermängensxhmierung auf ein Minimum eingestellt habe leidet die Platte schon sehr stark. :-/

Nun habe ich keine Lust andauernd die Platte plan zu fräsen.
Benutzt ihr da ein anderes Holz?

Für ein paar Tips wäre ich sehr Dankbar!


Viele Grüße aus Kassel

Christian Knüll
13.08.2013, 22:06
Hallo,

Holz ist bei Feuchtigkeit generell nicht zweckmäßig - selbst Siebdruckplatten (einer der feuchtigkeitsresistentesten Holzwerkstoffe) quellen mit der Zeit etwas auf und verziehen sich. Gerade wenn die Feuchtigkeit nur an bestimmten Stellen ansteigt kann sich so eine Platte ganz ordentlich werfen.

Sobald es Feucht wird führt an einem Metalltisch kein Weg mehr vorbei - falls eine Opferplatte benötigt wird dann halt noch eine dünne Kunststoffplatte (falls es nicht allzu heiss wird und keine großartigen Punktbelastungen beim Spannen auftreten) oder gut zerspanbare Aluplatte dazwischen.


Viele Grüße

Christian

fliegerkind
13.08.2013, 23:10
Hallo!

Meine erste Aufspannplatte ist aus 16mm MDF, hat etwa 200 Stück M6-Einschlagmuttern und wird nur zum Trockenfräsen verwendet, zB. Holz oder POM (max. 1010x630mm). Wenn ich Alu, Messing oder Stahl fräse, kommt die erste Platte komplett runter und ich montiere meine zweite, kleinere, selbstgebaute ALU-Aufspannplatte (224 Stück M6 Gewinde im 30mm-Raster).

Diese Aluplatte habe ich plangefräst und sie wird immer am selben Platz montiert, damit ich damit immer genau arbeiten kann. Da wird auch ordentlich gepritschelt (Sprühfläschchen, Ölkanne). Rundherum habe ich 3mm Faserplatte als Abdeckung eingepasst, damit kein Schmutz unter die Fräse bzw. auf die Kugelgewindespindel gelangt. Sonst hat diese Faserplatte keine Funktion. Da ich für Metalle kaum grosse Aufspannflächen brauche, hat meine Platte etwa nur 350x450x15mm (ein Reststück um etwa € 25,00)).

1035032

1035033

Den Baubericht dazu findest Du auf
http://www.mandl.it/alu-aufspannplatte-teil-1/, die folgenden Beiträge sind jeweils am Beitragsende weiterverlinkt.

Liebe Grüße,
Heini

Erich Liechti
14.08.2013, 09:39
Hallo Fräser,

Gemäss Datenblatt müsste sich die MDF-Tricoya (http://www.holz-pur.ch/?page_id=635) Platte gut dazu eignen.


Grüsse aus der Schweiz

Erich

Reinhard
14.08.2013, 10:00
Hallo,

meine Fräse
http://www.cnc-concept.de/Basic1500-3-Achssteuerung-WinPCNC-Kress-FME1050
besteht aus Aluprofilen als Rahmen und steht auf einem Tisch, ebenfalls aus Aluprofilen.
Als "Bett" sind Alu-Nutenprofile verschraubt.

Da drauf liegt eine "normale" 22er Spanplatte, ursprünglich mittels M6-Schrauben (versenkt) mit den Nutenprofilen verschraubt.
Nachdem dann die eine Seite "total" verfräst war, habe ich die Platte lediglich umgedreht und nur aufgelegt, nicht mehr verschraubt, lediglich durch die "alten" Schrauben gegen Verrutschen gesichert.
Grund: Ich hätte für die Schraubenköpfe ja wieder Senkungen anbringen müssen (an den gleichen Stellen) --> Platte dafür zu "dünn".

Zwischenzeitlich habe ich diese Seite mittels Plan/Nutenfräser
http://www.handwerker-versand.de/products/Elektrowerkzeug-Zubehoer/Fraestechnik/Nutfraeser/Bosch-HM-Nutfraeser-8-25-mm-zweischneid.html
mal plan gefräst.
Wenn diese Seite jetzt dann auch wieder "verfräst" ist, drehe ich die Platte nochmal um (erste Seite wieder oben), plane die ....und dann ist die Platte wohl für den Sperrmüll.
Damit hätte ich die Platte dann 4x "genutzt", für mich ein guter "Wirkungsgrad".

Verzug:
Ich fräse lediglich Holz (Balsa und Sperrholz).
Ja, die Platte war vor dem Planen leicht "buckelig", hatte also einen "Verzug".
Hatte das mal versucht auszumessen, bin da auf etwa 0,5mm plus gekommen --> Fräser taucht um 0,5mm mehr in die Platte ein.

Ansonsten bemerke ich keine "Veränderungen" übers Jahr.
Temperaturschwankungen im Kellerraum: 14 ...... 19 °C zwischen Winter und Sommer. Luftfeuchtemessung habe ich keine gemacht.

Tonphis
14.08.2013, 15:40
Hallo,

danke für all eure wirklich guten Einwände.
Mir gefällt am besten die Variante mit dem Aluplatte von Heini.
Allerdings würde mich dieses Modell in meiner Größe knapp 200€ kosten.
Ist zwar immer noch billiger als eine richtige T-Nuten Platte aber naja... Wir basteln ja nur :-)

Heini wie machst du den Alublock auf deiner Maschine immer fest? Einfach mit vier Schrauben in die MDF Platte Schrauben oder demontierst du immer die ganze Opferplatte?

Gruß

Philipp

fliegerkind
14.08.2013, 21:55
Hi!

Ich schraube die MDF-Platte runter und die kleinere Aluplatte kommt anstatt derer rauf. Auf den vielen Fotos in meinen Blogbeiträgen sieht man das sehr schön. Deshalb auch der Hinweis, dass die Faserplatte rundherum nur eine Schmutzabdeckung ist (man könnte auch eine Folie, Karton, oder sonst was nehmen). Die Aluplatte wird mit Nutensteinen, die für immer und ewig in die jeweiligen Profile eingeklinkt sind, und mit 4 Innensechskantschrauben (an jeder Ecke) angeschraubt.

Der Zweck meines Umbaus war nicht nur die Möglichkeit, nasse Sachen fräsen zu können, sondern auch vibrationsfrei fräsen zu können. Die MDF-Platten sind da nämlich richtige Luder. In POM, PA oder allen Holzarten merkt man das nicht, aber in mittelhartem Alu, hartem Alu, oder gar in ST37/52 (Baustahlsorten) oder CK45 (Vergütungsstahl) ist das nicht egal, da beginnt das Werkstück auf MDF rasch zu vibrieren und zu schwingen. Das ist schlecht für die Qualität des Werkstücks und die Fräser sterben auch rascher.

Die Planfräsung der Aluplatte ist selbstgemacht und aufs Hundertstel genau. Probleme und Vibrationen gibt es gibt es so gut wie keine, speziell in Stahl ist nur mehr ein leises Brummen des Fräsers wahrzunehmen, ein angenehmer Ton (ich lade gelegentlich mal ein Video davon mit Ton hoch). Die 224 Gewinde der Aluplatte sind mit dem Akkuschrauber vom Hofer/Aldi eingebracht, Selbstkosten somit ca. € 25,00 bis € 30,00 (ich zahle allerdings fürs kg Alu AW5083 lediglich € 4,80 - üblich sind eher € 10,00 or above). Warum sage ich das nochmals: Du schreibst von etwa € 200,00 - denke eventuell nach, ob Du wirklich die gesamte Verfahrfläche aus Alu benötigst, das wird nämlich nur selten der Fall sein. Ich täte erst mal die wenigen Euros in so eine Platte mit selbstgemachten Gewinden investieren, und, bist Du zufrieden, kannst Du noch immer zu einer große Platte wechseln. 200 Gewinde schneiden ist nämlich schon viel Arbeit, wenns aber dann 800 oder so sind?

Auch kommst Du nach und nach auf Sachen, die Du vorher nicht mal zu denken gewagt hättest. Ich habe derzeit beispielsweise mein 160mm Vierbacken-Drehfutter meiner Drehmaschine auf der Aluplatte fixiert. Auf diesem Drehbankfutter wiederum habe ich eine Stahlronde (CK45) mit einem Durchmesser 160mm und mit 30mm Dicke befestigt. In diese Ronde fräse ich drei Löcher 30mm tief für M8-Gewinde rein, und ein Mittelloch mit ca. 45mm, das ich dann mit der Drehmaschine in eine 50mm Passung weiterbearbeite. Für eine Portalfräse eigentlich überdimensioniert das Ganze, aber mit einer Möderl P2 oder auch mit meinem Nachbau ist so etwas machbar. Mehr und mehr merke ich allerdings, dass der einzige Schwachpunkt die Chinafrässpindel 2.2kw ist. Die werde ich wohl oder übel genauer lagern müssen und auch den ER20-Konus werde ich nachschleifen müssen ( 3-4/100mm Spiel). Doch das ist eine andere Geschichte und wird im Herbst erfolgen.

Liebe Grüße,
Heini

Tonphis
14.08.2013, 22:49
Hallo Heini,

Danke für deine ganzen Tipps! Echt super!
Auch deine Seite ist toll. Leider fehlen auf dem iPhone einige Buttons usw. Das habe ich eben am Rechner gemerkt. Hatte deine Seite nur heute nacht am Handy besucht.
Am Rechner ist alles tip top. Da habe ich auch das mit der Platte verstanden.

Aber du hast mich auf eine Idee gebracht. Eine gute Freundin von mir arbeitet bei R Thyssen als Verkäuferin. Die will mir morgen mal den Preis für eine 2x1m 15mm Platte sagen. Sie meint liegt für Sie privat so um 140€ :-D *Freu*
Das wäre natürlich top!

Damti würde meine Maschine auf x und y sicher sehr stabil. Und aus dem Rest kann ich mir mein Portal etwas erhöhen und so schöne Winkel wie du fräsen!
Eine Frage habe ich aber noch.
Du gibst dir mit deiner Aufspannplatte so viel Mühe gegeben. Ist es da nicht schlecht die Presspappe auf dein Aluplatte zu legen? Das Material ist doch sicher etwas uneben oder?

Gruß

fliegerkind
14.08.2013, 23:02
Falls Du die mit Presspappe die Faserplatte mit ebenfalls einem 30x30mm-Lochraster meinst: Ja, da hast Du recht, die Presspappe ist halt nur ein passabler Durchfrässchutz. Wenn ich zB. die "Zwischenplatte für meinen Wechselstahlhalter (http://www.mandl.it/wechselstahlhalter-rcwxn-von-rc-machines-teil-2/)" aus Baustahl fräse, ist Genauigkeit nicht so angesagt und zum Vibrieren ist die 3mm dicke Zwischenlage zu dünn. Sie säuft sich halt mit Öl voll und ich werfe sie dann weg (stammt ohnehin von Gratis-Verpackungsmaterial-Palettenmaterial für Kopierpapier).

Bei besondes genauen Stücken mache ich das nicht, zB. schraube ich dann den Maschinenschraubstock auf die Aluplatte. Weil dessen Befestigungslochschienen nicht zum 30x30mm-Raster der Aluplatte passen, habe ich dafür wiederum ein Adapterstück aus einem Alurest gemacht. Das Gute an Alu ist, dass das trotz dieser mehrfachen Kombinationen nicht aufschwingt (also Zwischenplatte auf Aufspannplatte, oder Vierbackenfutter auf Aufspannplatte).

Wenn Du eine so große Platte um diesen Preis bekommst, ist das natürlich ein Schnäppchen. Ich kann Dir eines versichern: Du hast am Monatsende kein Geld mehr übrig, egal ob Du die Platte jetzt kaufst oder nicht. Also kauf sie! Pass aber auf, ob der Verfahrweg der Fräse reicht, sie komplett planzufräsen. Es wäre unschön, wenn Du die Ränder nicht bearbeiten könntest.

Liebe Grüße,
Heini

AndreasNe
17.08.2013, 00:20
Ihr macht alle ein Zirkus :-)

Bei mir ist eine wasserfeste Sperrholzplatte drauf und die wurde erst 2-mal in einem Jahr plangefräst. Ich saue beim Alufräsen so richtig rum, die Platte verzieht sich aber nicht. Wenn ich erst die komplette Platte abschrauben müsste um eine Alu-Aufspannplatte anzuschrauben, hätte ich schon keine Lust mehr auf's fräsen.

Aber jeder wie er es am besten findet :-)

Tonphis
19.08.2013, 12:06
Jedem das seine,

ich habe aber ähnliche Probleme bei meinen Werkstücken wie Heini.
Die 16mm MDF Platte vergammelt leicht vom Spiritus und die Kiste fängt auch leicht an zu vibrieren wenn ich Werkzeuge größer 3mm in härterem Material verwende.


Allerdings schreckt mich das umgebschraube der Opferplatte etwas ab. Bei meiner 1x1,4m Platte ist das auch schon immer ein ziemliches gehassel.
Macht es nicht sinn den dicken Alublock auf die Holzplatte zu spannen?

fliegerkind
19.08.2013, 13:27
Hi!

Du bringst mich damit auf andere Ideen: Z.B. könnte man ja die Aluplatte immer drauflassen und die Holzplatte "in den ersten Stock" verbannen" (also mit ganzflächlichem Unterlegen überall dort, wo keine Aluplatte ist). Dann bräuchtest Du nicht umspannen, sondern im Falle des Falles den "1. Stock" mit wenigen Schrauben entfernen?

LG, Heini

fliegerkind
19.08.2013, 22:56
Schau mal, wie pitsch-nass ich fräse: Beitrag #20 (hier) (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/403377-Kugelumlaufspindeln-welche-Dimensionen?p=3196088&viewfull=1#post3196088). Die Flüssigkeit, die nicht schon von den Spänen aufgesaugt wird, tropft auf die Aluplatte und ein Teil rinnt durch auf die Werkbank. Diese ist 5mal mit Parkettbodenlack klarlackiert. Die Pfütze wird nicht grösser, weil sie eher rascher verdunstet, als den Tisch runterzurinnen.

Gruß, Heini

Andreas U.
20.08.2013, 16:37
Hallo heini,

ich habe gerade eine Platte in 1000x500x15 bestellt und werde die in die Siebdruckplatte (21mm) einlassen. Somit kann ich jederzeit eine Opferplatte auf die Aluplatte schrauben und habe dazu eine bombenfeste Verbindung mit der Siebdruckplatte die auf dem Fräsengestell liegt.

Das wird eine richtig grosse Taschenbahn in Aspire ;-)

FamZim
20.08.2013, 17:31
Hallo

Muß es den eine OpferPLATTE sein ? reicht da eine unterlegung an den Befestigungsstellen nicht aus.
So mache ich es bei Aluteilen die stabiel gegen durchbiegen sind!

Gruß Aloys.

fliegerkind
20.08.2013, 18:48
Hallo!

Ja, da hast Du eine gute Frage gestellt. Das richtige Aufspannen beim Fräsen ist ein weites Thema. Wir könnten uns da so Manches bei den Betreibern von Standfräsen abschauen, die denken da meistens in "Metaller-Währungen". Allerdings sind dort einige Sachen grundlegend anders und oft auch teurer als bei uns (Z-Höhe, Größe des Kreuztisches, Drehzahl, teure Messmittel, Planunterlagen, Prismen, etc.). Jedenfalls wird dort meistens in einen guten Schraubstock investiert (Maschinenschraubstöcke, Sinusschraubstöcke, vor allem aber die sehr bewährten Niederzugschraubstöcke). Allerdings ist man da gleich mal ab € 100,00 oder mehr los (zB. 100mm Backenbreite) und hat dann wieder nicht die Ideallösung (man denke mal nur an unsere oft zu niedrige Z-Höhe, da geht sich en 100erter-Maschinenschraubstock kaum mehr aus, geschweige denn, dass man ihn winkelig anheben kann).

Somit "krampfen" wir Portalfräser halt möglichst kreativ herum, zB. an einer Aufspannplatte, die dann die eierlegende Wollmilchsau sein soll. Möglichst groß, massiv, stabil, kleiner Loch- oder Nutenraster - und - möglichst gratis, weil wir unser Baubudget schon längst hoffnungslos überzogen haben. Für die Balsaholzfraktion ist das natürlich alles kein brisantes Thema, die freuen sich, wenn ihr Modell dann fliegt. Doch bei Konstruktionen aus Metallen aller Art merkt man da halt rasch neue Bedürfnisse, vor allem welche, die ins Geld gehen. Kühlflüssigkeit, Genauigkeit im 100erstel-Bereich, Resonanzen, Vibrationen, Geldfaktor. Ich lache mir gerade den (Echt-)Dampflokomotivenbau an und muss immer wieder feststellen, was für ein kleiner Wurm ich doch bin :rolleyes:

Jedenfalls ist die Kreativität der Portalfräsenbesitzer ungebunden, wie man hier wieder eindrucksvoll lesen kann. Aber eines muss klar sein: Eine Ideallösung gibt es nicht. Jeder hat andere Bedürfnisse und Wünsche,
liebe Grüße, Heini

Andreas U.
26.08.2013, 08:05
Hallo Heini,

genau so ist es :D.

ich habe gestern "meditativ" der Fräse zugesehen wie sie eine 14,7mm tiefe Tasche mit einem 20mm Fräser in die Siebdruckplatte getrieben hat. Wohlgemerkt 1000x500mm
Es hat etwas gedauert...

Danach wurde in diese "Tasche" die 15mm Aluminiumplatte als Intarsienarbeit :D eingelegt und dann mit gut 360, 5mm Löchern perforiert. Danach wurden die Löcher gesenkt.

Ich habe dann noch angefangen die M6 Gewinde mit der nagelneuen Makita einzuschneiden. Gut wenn man einen Wechselakku hat der innerhlab von 28 min. wieder geladen ist. Die Makita ist ein Top Teil für sowas.
Kein Vergleich zu dem grünen Baumarktschrott von Bosch...:rolleyes:
Damits schön rechtwinklig wird habe ich einen Messingbolzen mit 70mm Durchmesser, 6mm gebohrt. Damit kann ich die Akkubohrmaschine schön rechtwinklig aufsetzen und die Gewinde schneiden.

Trotzdem habe ich dann gegen 21:00 aufgehört. Ich war gestern von 11:00 bis 21:00 durhgehend an dem Thema dran und habe mich selbst verflucht das ich zu doof bin mittels Aspire eine vernünftige xy Referenz hinzubekommen. Anderes Thema....:rolleyes:

Heute wird die Platte zuende geschnitten und nochmal rausgenommen und dann mittels 24Stunden Epoxy mit der Siebdruckplatte auf ewig verbunden. Das sollte jeglichen Verzug vermeiden.
Irgendwann mal kommen 2 Stück 1200x375mm T-Nutenplatten von Isel drauf aber im Moment bin ich nicht bereit dafür €600 auszugeben.

Tasche
1040121

Platte eingelegt:
1040122

gebohrt:
1040123

gesenkt
1040124
Ob ich die Platte noch abrichte, entscheide ich nach dem verkleben. Da die Tasche ja im Prinzip geplant ist und die Aluplatte mit Sicherheit keine 2/100stel Abweichung hat, spare ich mir die Mühe evtl. Aber das werde ich nach dem verkleben mal prüfen mit der Tastuhr.

Die Platte ist übrigens aus F48 1000x500x15mm, ziemlich hartes Zeug!

Christian Knüll
26.08.2013, 09:15
Hallo Andreas,

sehr schön :)

Wo hast du die Aluplatte her und was hat der Trümmer gekostet?


Viele Grüße

Christian

Andreas U.
26.08.2013, 09:43
Hallo Christian,
ich hab die Platte über einen lokalen Metallwarenhändler gekauft den ich schon lange kenne. Bei den Dimensionen bekommst Du sowas schwerlich als Rest und somit war es eine Auftragsbestellung. Das gute Stück hat 190,-- gekostet.

Da es eine Einmalinvestition ist und wenn alles gut läuft mehrere Jahre überdauern wird (schön die max. Z Tiefe begrenzen!!) ist es somit OK.

Gruß
Andreas

KarlG
26.08.2013, 10:08
Moin,


Da die Tasche ja im Prinzip geplant ist und die Aluplatte mit Sicherheit keine 2/100stel Abweichung hat, spare ich mir die Mühe evtl. Aber das werde ich nach dem verkleben mal prüfen mit der Tastuhr.

Sieht gewalzt aus - eher 2/10. Zumindest sind so die zulässigen Toleranzen ~0,2 - 0,4 mm/m bei 15mm Stärke.


Die Platte ist übrigens aus F48 1000x500x15mm, ziemlich hartes Zeug!

Was ist "F48"? Womit hast Du gebohrt? Normaler Spiralbohrer, Fräser, Schneidöl?

Gruss
Karl

Edith meint: F48 scheint 7075 zu sein, also AlZnMgCu1,5

fliegerkind
26.08.2013, 11:43
Hallo Andreas!

Die Platte ist toll geworden, schaut sehr schön und vor allem praktisch aus. Ob Planfräsen oder nicht, wird ja die Zukunft entscheiden - da ist keinerlei Eile notwendig. Entscheidend ist halt, wie Du Dich weiterentwickelst und wo Du Dich frästechnisch hinbewegst. Ob Du eher in Richtung Dampfmodellbau, Werkzeugbau und Ähnliches, wo viel mit Präzision zu arbeiten ist, tendierst, oder ob Du eher in den nicht so genauen Bastelbereich aus Holz tendierst. Jedenfalls kannst Du Dir ja zusätzlich jederzeit so ziemlich alles auf diese Platte aufspannen, und das dann genau ein-/herrichten. Z.B. eine weitere plangefräste, aber ganz kleine "Einmal-Wegwerf"-Aluplatte, gezielt genau für dieses eine Werkstück, das Du gerade herstellst (zB. 150x150mm,), oder auch ein Backenfutter einer Drehmaschine, oder eine niedrigere, gekaufte Planscheibe mit 4 Backen, wo Du so ziemlich alles spannen kannst, oder auch einen tollen Niederzugschraubstock. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und Du kannst herrlich damit "pritscheln" (hoffentlich ist die Siebdruckplatte wasserfest?). Zur verwendeten Alusorte: Mit F48 meinst Du wohl das AW7075? (laut Google gibt es da einige wenige Hinweise, dass das gemeint sein könnte).

Eine einzige Sorge könnte ich jetzt noch anbringen, damit ich nicht zuviel "lobe": :D

Hoffentlich hast Du das Alu stabil genug aufs Holz montiert und alles richtig untergelegt, damit es nicht zu vibrieren und schwingen anfängt, wenn Du schwerere Sachen machst. Ich hatte mir das damals nicht so getraut und daher liegt meine Aluplatte direkt auf den Basisträgern der Henriette. Es wäre interessant, wenn Du später einmal darüber berichten könntest!

Liebe Grüße, Heini

Andreas U.
26.08.2013, 12:39
Hallo Karl,

ich habe mit Schneidöl gearbeitet und mit einem 5mm HSS u/min 10.000 bei 10mm/s Vorschub, 5mm Zustellung am Stück dann Spanrückzug.
Es ist 7075. Also mehr als hart genug für diese Anwendung.

hier mal ein Video vom Bohren und Fasen:

http://www.youtube.com/watch?v=_HAc1bGh5Cw

http://www.youtube.com/watch?v=6gzPN6XX5e4

Der Senker hat da mit 8.000 gedreht und mit 5mm/s Vorschub. Ist allerdings auch kein Baumarktsenker....:rolleyes:

@Heini

wie ich schrieb wird die ganze Platte noch mit 24Stunden Epoxy mit der Holzplatte verklebt. Unter der Platte sind noch gut 6mm von der Siebdruckplatte über. Das ganze wird mit den Querträgern der Fräse verschraubt. Das sind die grossen M8 Senkkopfschrauben die Du da siehst. Sicher wird es gewisse Vibrationen haben. Das ist bei dem Aufbau aber Prinzipbedingt. Ich bin mir aber sehr sicher das dieser Aufbau alleine durch das Eigengewicht (die Aluplatte samt Sibdruckplatte wiegt zusammen 30kg) genügend absorbiert.

Die ganze Siebdruckplatte inkl. der Aluplatte ist mit 25 Stück dieser Schrauben mit der Fräsenkonstruktion verbunden.

Das sollte fürs gröbste reichen :D

Die Platte ist im Prinzip die gesunde Basis für sämtliche Aufspannarbeiten. Da kommt für Holz entweder ein Vakuumtisch drauf oder eine Obferplatte, für Platten-Metallbearbeitung dann nur eine Holzzwischenlage um vor Durchfräsung zu schützen ansonsten dan ein Schraubstock oder irgendwann mal eine 4te Achse samt Reitstock :D

Da habe ich jetzt so ziemlich alle Optionen offen.

Ob geplant werden muß oder nicht wird sich nach dem Verkleben zeigen. Ich fahre dann den ganzen Tisch mit der Messuhr ab.

Ich habe eh noch eine kleine Fehlwinkeligkeit in dem X Portal die ich beheben muß. Nachdem das gemacht wurde kommt dann die finale Ausrichtung.

Wie gesagt, ideal wäre eine T-Nutenplatte über die gesamte Fräse aber die möchte ich mir aktuell nicht leisten. Dier Fräse samt Nebenaggregaten hat genug Ressourcen verbrannt

Ein Vakuumtisch ist im Moment für mich eher auf der Prioritätsliste. Den mache ich mir aber selber. Für Holz reicht eine Holzkonstruktion an der Stelle und mein Seitenkanalverdichter steht grad so arbeitslos in der Ecke :D

KarlG
26.08.2013, 13:05
ich habe mit Schneidöl gearbeitet und mit einem 5mm HSS u/min 10.000 bei 10mm/s Vorschub, 5mm Zustellung am Stück dann Spanrückzug.
Es ist 7075. Also mehr als hart genug für diese Anwendung.

Danke! Ich habe ja viel mit "Trockenbohren" experimentiert, aber grade bei 7075 wird es ab 10mm Tiefe arg Grenzwertig und ich habe immer Angst, dass der Bohrer abbricht.

Das Senken ist Geil: Sssst - platsch... :D

Deine Spindel macht einen guten Eindruck bzgl. Rundlauf.

Gruss
Karl

fliegerkind
26.08.2013, 13:37
@Andreas:
Danke für die Zusatzinfos. Ich hätte nicht geglaubt, daß das bei dieser Drehzahl in AW7075 mit einem HSS-Fräser geht. Zur Stabilität: Naja, bei DEM Unterbau UND Epoxy ist das bombenfest, da vibriert schon alleine deswegen nicht mehr als direkt verschraubt, weil Du ja auf die Basis durchgeschraubt hast.

Echte Nutenplatte:

Glaub nur nicht, dass Dich eine Nutenplatte zufrieden machen würde. Das Teil ist entweder Ramsch, weil aus eloxierten Aluprofilen zusammengeschustert und höchst uneben, dafür billig - das geht wegen dem Eloxal auch nicht planfräsen, abgesehen davon ,dass es ohnehin zu dünn wäre. Oder Du kaufst dir eine echte gefräste Nutenplatte, und die kostet bei dieser Größe fast soviel wie die Fräse selbst. Wenn Du da jemals irrtümlich die Z-Achse samt Fräser reinstanzen solltest, hast Du einen guten Scheidungsgrund :)

Also finde ich die Platte mit den vielen Gewinden einfach das Beste überhaupt, auch, weil Du ja nach Belieben die Zahl der Löcher vermehren kannst. Ich wünsche Dir viel Spaß mit diesem tollen Ding, mir hast du jetzt einen Floh mehr ins Ohr gesetzt (ja, das Umspannen bei mir geht mir auf den Nerv - ich gebe es zu).

LG, Heini

Marco
26.08.2013, 21:26
Moin,
Nutenplatte ist auch nicht das gelbe... die Nuten sind meist eh nicht im passenden Abstand... so meine Erfahrung.

Ich denke die Ideallösung wird es nicht geben, kommt immer auf den Anwendungsfall an.

für mich wird der beste Kompromiss eine Dicke MDF Platte sein, auf den Nutentisch geschraubt, Werkstücke direkt aufgeschraubt und die Opferplatte regelmäßig planen...
dicke Bleche spanne ich eh fliegend auf dem Nutentisch.

Grüße,
Marco

Andreas U.
29.08.2013, 11:31
So, letztes Update dazu, die Platte ist gestern abgerichtet worden und somit kann man das als erfolgreich abschließen ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=F8MnPMwDVU4

KarlG
29.08.2013, 11:37
So, letztes Update dazu, die Platte ist gestern abgerichtet worden und somit kann man das als erfolgreich abschließen

Und wie eben/uneben war sie nun? Vor dem Planfräsen, meine ich....

Andreas U.
29.08.2013, 12:24
Also die Platte an sich war gar nicht so dramatisch uneben. Der Verzug ist durch die Montage an sich erfolgt weil die Platte ja mit sechs Schrauben an das Grundgestell gezogen wird. Je nachdem wie fest man die anzieht zieht sich die Platte dann auch etwas tiefer
Einer der Quertträger des Grundgestells scheint nen Zehntel tiefer zu sein wie die anderen. Somit zieht man die Aluplatte dort auch runter. Da "sticht" Gewindekraft gegen Materialstärke ;-)