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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wo gibt es Federstahldraht in Zwischengrößen?



Razzo
20.02.2006, 23:18
Hallo,

überall kann man 2,0 und 2,5 mm Federstahldraht kaufen. Aber wo gibt es 2,3 oder 2,4 mm?

Für jeden Tip dankbar,
Razzo

Volker Cseke
21.02.2006, 09:31
Hallo Razzo,

im sogenannten Halbzeughandel sind auch Zwischengrößen erhältlich, jedoch oft nur für gewerbliche Abnehmer und in "bösen" Mengen, z.B. 10kg Mindestabnahme.

Wird schwer werden, eventuell mal einen Federnhersteller anbettelm.

Viele Grüße

Volker

Howi
24.02.2006, 19:39
Wie lange müßte der Federstahl den sein,wir sind Hersteller davon!!!!!

Razzo
25.02.2006, 14:12
Üblich sind doch 1m Stücke. Für das was ich vorhabe (Torsionsdrähte für RDS Anlenkungen) würden aber auch 50cm oder auch 25cm Stücke reichen. Wichtig ist, daß der Draht gerade ist. Ich habe auch mal bei einem Hersteller angefragt... da hätte ich aber für mindestens 50 € Draht abnehmen müssen und das bei Preisen zwischen 3 € und 5€ pro Meter (je nach Draht und Durchmesser). Das ist alles definitiv zuviel und zu teuer.

FamZim
26.02.2006, 23:16
Hallo

@ Howi
Ich habe für ein 20 kg modell meine federn fürs teleskop selber gewickelt.
Fürs bugrad aus 2mm und die andern aus 2,5mm .
Das ist schon heftig bei dem kleinen durchmesser.
Und 1m ist sehr kurz, 1,5m wären schon optimal !
Was gibt es denn für abmessungen und wooooo ??

@ Razzo

Bei einem kleinen segler mit aussenliegenden querrudern habe ich die 3mm messing-torsionsrohre gegen 3mm federstahl (weil stärker) ausgetauscht und nur probleme mit flattern erhalten, denn alles ist dann wie gummi!

Gruß Aloys.

Razzo
27.02.2006, 21:37
Hallo Aloys,

verstehe ich Dich richtig? Mit 3 mm Messing-Rohr war es OK und mit 3 mm (Feder-)Stahl nicht mehr? Das wundert mich, denn Federstahl hat definitiv einen deutlich größeren Schubmodul (typ. 80 GN/m^2) als Messing (36 GN/m^2). Also muss deine RDS Anlenkung mit dem Stahl steifer gewesen sein als mit dem Messing, da ja der Durchmesser der gleiche geblieben ist. Bist Du sicher dass Du bei dem Umbau keinen anderen Fehler eingebaut hast (wie z.B. eine nicht richtig angezogene oder nun gelockerte Stellschraube an der RDS Kupplung)?

Dann würde mich noch interessieren:
1) Wie groß ist der "kleine Segler"? Für einen 3 mm Draht in der RDS-Tasche müssen das ja ganz schön dicke QR sein.
2) Wie lang ist Dein RDS Torsionsdraht (vom Servo bis zum Knick)?

Gruß,
Razzo

FamZim
27.02.2006, 22:56
Hallo Razzo

Das modell ist ein versuchsmodell für dynamisches fliegen und eine eigenkonstruktion von mir .
Spannweite etwa 1,3 m und 1,3 kg gewicht ich werde mal nachmessen (morgen).
Mit dem messingrohr ist das modell viele stunden geflogen! warum ich es dann umgebaut habe weis ich nicht mehr, nur das dann sehr schnell ruderflattern auftrat, und es keinen spaas mehr machte.
Das profiel habe ich dem flügel vom albatross nachempfunden und es hat auch eine starke unterseitenwölbung. Dieser vogel segelt ja dynamisch zwischen den wellen und hat eine sehr hohe flächenbelastung !
Ist halt schon länger her aber das ruder kann man sehr weit bewegen mit dem FEDERstahldraht. Das messingrohr muste da schon längst VERbogen bez. verdreht werden. Man lernt ja nie aus!
Ich schaue mal nach den alles müste noch da sein !

Gruß Aloys.

FamZim
28.02.2006, 15:49
Hi Razzo

Bin vom dachboden wieder runter und habe das modell gefunden.
Also die spannweite ist 130 cm
die länge 88 cm
Die querruder sind 15 cm breit und 5cm tief,und sind mit einem "nur 2mm dicken" federstahldraht angelenkt.
Dieser ist 45 cm lang und man kann das ruder 30° rauf und runterbiegen ohne das das servo mit muss.
Wenn mans dann los läst federt es hin und her und bleibt dann in der mitte stehen.
Die messingrörchen hatten sich (meine ich) als zu schwach erwiesen den das modell machte beim landen gerne eine stecklandung wegen strömungsabriss durch überziehen.
Dem modell machte es zwar nichts aus, denn der kastenrumpf ist aus flugzeugsperrholz und aussen zum verschleifen noch 3mm balsa drauf, aber die querruderanlenkung (messing) ging dann doch zu bruch!!
Durch das hohle proviel neigten sie sehr zum flattern.
Federstahl ist ja für federn und das macht ER auf torsion natürlich auch, zum beispiel bei fahrwerken direkt in der fläche ohne diese windung wie beim bugfahrwerk.
Also nix für ungut !

Gruß Aloys.

Heute kämen natürlich zwei servos rein.

Razzo
28.02.2006, 19:03
Hallo Aloys,

irgendwie weiss ich nicht, ob wir von derselben Sache reden. Ich spreche von einer RDS-Anlenkung a la Harley Michaelis, bei der die Torsions-Anlenkungs-Drähte eher kurz sind (~4-10 cm). Bei 45 cm (!) Länge ist mir klar, dass das eine ordentliche Drehfeder ist, die du da hast. Aber die musst Du mit dem Messingrohr auch gehabt haben, wenn (!) es den gleichen Durchmesser hatte. Wenn Du aber ein 3 mm Messingrohr (mit Wanddicke x, unbekannt) geben einen 2 mm Stahldraht getauscht hast, dann ist das jetzt nicht einfach so zu vergleichen. Jetzt müsste man alle Parameter kennen, um rechnerisch zu ermitteln was von den beiden Anlenkungen verdrehsteifer ist/war.

Gruß,
Razzo

Volker Cseke
28.02.2006, 20:36
Hallo Razzo,

erklär mir doch mal, warum du die Zwischengröße brauchst, vielleicht kann ich dir helfen.

Viele Grüße

Volker

Razzo
28.02.2006, 23:09
Hallo Volker,

also der Auslöser für diese Frage war folgendes: für eine Querruder-Anlekung bei einem Segler verwende ich das sog. RDS Verfahren. Hier greift ein abgewinkelter Draht in eine im Querruder sitzende Tasche. Siehe z.B. diesen Thread (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=611). Bei meinem aktuellen Projekt habe ich 2,5 mm für diesen Draht vorgesehen und entsprechende Taschen gefertigt und in die QR eingebaut. Die Taschen waren aber a) ursprünglich schon etwas eng geraten und b) sind beim Einbau in die QR wohl im hinteren Teil wohl auch noch etwas zusammengedrückt worden. Ergebnis: der 2,5 mm Draht ist darin recht schwergängig. Die Idee war also einen 2,4 oder 2,3 mm Draht zu verwenden.

Unabhängig davon wäre es für mich interessant für zukünftige Segler Zwischenmaße wie 2,2 oder 2,3 oder 2,4 mm zu haben. Bei den RDS Anlenkungen muss man zwei gegenläufige Anforderungen erfüllen: erstens soll der Torsionsdraht möglich dick sein, damit er möglichst torsionssteif ist. Andererseits muss er natürlich inklusive einer Tasche in ein QR rein passen (und diese verfl.... QR haben leider die Eigenschaft nach hinten hin immer dünner zu werden :-) ). Es gibt eben Fälle wo 2,5 mm nicht mehr passt oder nur mit Ach und Krach. Durcfh Ausweichen auf 2,0 mm Draht büßt man eine Menge an Torsionssteifigkeit ein (Durchmesser geht in der 4. Potenz ein). Also hätte man gerne was zwischendrin...

Gruß,
Razzo

Volker Cseke
01.03.2006, 07:49
Hallo Razzo,

RDS ist mir bekannt.

Ich denke, du brauchst nur auf den letzten10 bis 20 mm den abgesetzten Durchmesser. Wenn du als Ausgangsmaterial Silberstahl (115Crxxx) verwendest, kann man das Ende in jedem Fall abdrehen und polieren. Dann härten und anlassen. Kommt zwar nicht ganz an die Werte von Federstahl, aber schon ganz gut in die Nähe.
Eventuell kann man auch den Federstahldraht auf der Maschine am Ende 1 bis 2 Zehntel runterschleifen. Man müßte mal probieren, ob 20 mm 2,5 Draht noch steif genug sind, damit es micht ballig wird. Gegenhalten mit Lünette ist bei dem Durchmesser nicht (zumindest auf meiner Maschine).

Viele Grüße

Volker

FamZim
01.03.2006, 11:16
Hi

Drähte oder dünne achsen spanne ich in die drehmaschine und lasse sie vorne nach oben drehen.
Geschliffen wird dann mit einem kleinen schleifstein in einer bormaschine.
Noch besser gehts mit so einem hochturigen kleinen teil!!

Gruß Aloys.

Razzo
01.03.2006, 22:35
Tja, Drehbank habe ich nicht. Aber wenn ich kurze RDS Anlenkungen habe, dann kann ich ja mal probieren einen 2,5 mm Draht in die Bohrmaschine einzuspannen und einfach die letzten 20 mm mit einem auf ein Holz aufgeklebtes Schleifpapier (Körnung 120?) etwas dünner zu kriegen (die Drehbank-Besitzer wird das sicher grausen). Dass das klappt, da bin ich recht zuversichtlich. Wenn es soweit ist werde ich das mal probieren.

Ach ja, poliert werden muss ja auch noch. Das könnte man doch so machen: den runtergeschliffenen Draht immer noch in der Bohrmaschine drehen lassen und dann einmal mit einer Gummi-Schleifscheibe, die selbst in einer Mini-Bohrmaschine dreht, drüber gehen (die abgeschliffenen 20 mm ein paar mal entlang fahren).