PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Thema:Thermikfliegen



PaulBoetticher
21.02.2006, 16:03
Hallo, ich habe schon das ganze Forum nach dem Thema Thermikfliegen durchsucht und nichts gefunden!

Meine ersten Fragen:
Neulich habe ich gehört, dass man das Seitenruder bei Thermikfliegern mit den Querrudern mischt!
Macht man das wirklich?
Wär natürlich denkbar, dass man so die Thermik besser ausnutzt und gleich zwei Sachen mit einem Knüppel erledigt!
Am Besten ist es wenn mir einer die ganze Flugtechnik in der Thermik erklärt, oder einen guten Link weiß!

Zweite Frage: Wo finde ich die Thermik?
Gibt es bestimmte Anzeichen in der Natur, die auf Thermik hinweisen, auch bei Blauthermik. Die Sache mit den Greifvögeln kenn ich schon!

Noch ne Frage! Lohnt es sich ein Variometer anzuschaffen?
Auch wichtig währe dabei, wie empfindlich den Vario sein muss um es gebrauchen zu können?
Ich glaub eine Empfindlichkeit von 0,5Meter in Sek. ist ziehmlich grob oder?

Viele Grüße
Paul

Liasis
21.02.2006, 16:14
Soviel ich weiss, mischen die guten Piloten Seite und Quer eben NICHT per Sendermischer! Mittels Querruder wird der Segler im Grunde in die Kurve hineingebracht, danach wird das weitere Kurvensteuern/Kreisen in der Thermikblase mit dem Seitenruder gemacht. Quer dient dann lediglich noch zum Abstützen. Also so hab ich das in etwa verstanden. Bin noch fleissig am Ueben, habs noch lange nicht im Griff.

Ebenso gibts viele erfahrene Piloten, welche aufs Vario schwören. Kann glaublich noch ganz hilfreich sein im alpinen Fliegen. Ich habe auch eines und benutze dies in meinen zwei Grosssegler. Aber noch nicht oft, das ständige Gepiepse kann auch nervig sein.
Aber wie erwähnt: im Gebirge ists bzw. kanns sehr hilfreich sein. Wohl wird eine gewisse Erfahrung benötigt, um das Gerät fliegerisch gut auszunützen, bzw. nach dem Vario zu fliegen.
Gruss Liasis

Thommy
21.02.2006, 16:32
Hallo Paul,
wenn man wirklich erfolgreich in der Thermik fliegen möchte, läßt man das mit dem koppeln von Seite und Quer lieber. Wer beide Funktionen getrennt steuern kann, ist normalerweise im Vorteil.
Für Anfänger ist es aber durchaus akzeptabel, da man dann sich nur auf 2 Funktionen sich konzentrieren muß.

Ein Standardwerk und absolut empfehlenswert ist das "Thermikbuch für Modellflieger" von Markus Lisken (siehe Suchmaschine hier). Dort wird intensiv darauf eingegangen. Geier, Flächenwackeln, sowie Quellwolken, die sich aufbauen sind die bekanntesten Zeichen für Thermik. Das Sicherste ist das Piepsen des Varios :D
Ein Vario sollte mindestens 0,1m/s auflösen, sie üblichen Verdächtigen liegen bei 5 cm/s. (auch hierzu wirft die Suchmaschine sicherlich mehr aus, als Du wirklich lesen möchtest). 0,5m/s kannst Du üblicherweise mit dem bloßen Auge auf 50m Entfernung erkennen und dann bräuchtest Du ja kein Vario mehr .
Mit einem Vario kannst Du also Thermik nutzen, von der Du ohne gar nichts mitbekommst. Nicht umsonst sind Varios ja auf den meisten Wettbewerben verboten, denn damit spielt man beim Zeitfliegen einfach in einer anderen Liga.

Aber Vorsicht, ich bin befangen, denn ich verkaufe Varios ;)

Ach ja, wenn man immer mit Vario fliegt, nimmt man das kaum noch bewusst war, es ist einfach ein weiterer Sinneseindruck der automatisch ins Fliegen mit einfließt.

Gruß
Thommy

Tucanova
21.02.2006, 17:00
Hallo Paul,
ich habe gehört, dass sogar F3J-Piloten mit kombiniertem Quer/Seitenruder fliegen. Bei einer Computeranlage kann man die Funktion auf einen Schalter legen, den sog. Kombiswitch. Für mich war das zu Beginn meiner Steuerung von Quer und Seite sehr hilfreich. Entscheidend ist dabei das richtige Mischungsverhältnis. Dafür gibts keinen festen Wert. Das hängt davon ab, wieviel V-Form der Flügel hat: je mehr V-Form umso mehr Querruder musst Du reinmischen, dass die Kiste sich schräg legt. Wenn Du dann immer wieder mal den Schalter auf "Aus" stellst, kannst Du peu a peu lernen, getrennt zu steuern - und das ist in der Tat sauberer als kombiniert. ;)
Thermik zu finden ist nicht leicht. Es braucht sehr viel Übung und ein geschultes Auge. Wenn Du deinen Flieger gut kennst, wirst Du im Lauf der Zeit sehen, wenn er anfängt zu steigen. Mach aus jedem Flug einen Thermikflug und frag ein paar erfahrene Kollegen, die grade so rumstehen...:D
Gruß! Karl-Heinz.

Liasis
21.02.2006, 17:02
Ja ich bins nochmals.
Mit der Suchfunktion 'Thermik' findest Du in diesem Forum doch allerhand. Auch Themen zum Vario. Hier grad ein ganz gut erklärter Beitrag, den Thommy mal geschrieben hat:

Wenn man über einen normalen Segelflugtag noch einmal nachdenkt, dann fällt einem auf, dass die Hammerthermik eher selten vorkommt, ordentliches Steigen ist schon häufiger, und dass es ein bisschen trägt, das ist sogar sehr häufig der Fall.

Hier kommt nun das Vario ins Spiel, ein guter Pilot erkennt ungefähr 0,5m/s steigen auf eine entfernung von ca 50m. Wenn Du allerdings keinen Vergleich hast wie den Horizont, also steil über Dir oder unter Dir fliegst, wird es wesentlich schwieriger. Ein modernes Modellflugvario erkennt 5-10 cm/s, und das unabhängig von Winkel und Entfernung.

2. Punkt ist, ohne Vario kreist Du oft auf Verdacht ein, um festzustellen, ob was geht oder nicht, so ein Kreis dauert mindestens 10-15s. Mit einem durchschnittlichen Modell verlierst Du wenn doch nichts da ist schnell 10-15m. Mit Vario merkst Du schon im Geradeausflug, ob es sich lohnt einzukreisen oder nicht.

Ein Vario erweitert Dir den nutzbaren Bereich der Thermik sehr weit auf die schwache Seite.

Oft hilft zum Überbrücken sogar an Stellen zu fliegen, an denen es nur nicht so schnell runter geht wie an anderen. Gerade im Gebirge kann so etwas schon das Modellleben retten.
Gerade bei schwachen Bedingungen kannst Du mit dem Höhenwert noch besser Entscheidungen treffen.

Ich bin früher auch öfters mit einem F3J am Gummiseil geflogen, selbst wenn es so schwach geht, dass Du nur 1-3m in 20s machst, kannst Du mit Höhenmesser feststellen was Sache ist, das Variosignal selbst, hilft dann kaum mehr weiter.
Hier erleichtern die Zahlen dann die Entscheidung.

Eine besonders interessante Methode zur Schulung benutzte vor einigen Jahren die F3J-Nationalmanschaft. Die Modelle waren zur optimierung des Hochstarts und zur Schulung des Thermikauges mit Vario mit Höhenmesser ausgerüstet. Allerdings hatte nicht der Pilot den Ohrhörer sondern sein Coach. Das war für die Piloten und Helfer eine sehr wertvolle Erfahrung.

Wer mit Vario fliegt, erlebt Thermik viel intensiver als ohne Vario, insofern schult es auch das Thermikgefühl. Trotzdem sollte man natürlich nicht die Erfahrungen die man ohne Vario gemacht hat, ausser Acht lassen. Thermik funktioniert für Modelle mit und ohne Vario gleich. Kreisende Vögel, Schwälbchen, ein Flächenwackeln ... sind immer Anzeichen für Thermik, mit Vario kannst Du sie nur leichter finden und besser zentrieren, oder den Abwinden besser ausweichen.

Für die allermeisten die mal ein Vario geflogen haben, stellt sich die Frage, wie es ohne ist nicht mehr.
Die meisten möchten schon auf Grund der Möglichkeit jederzeit die Bordspannung abrufen zu können, nicht mehr auf das Vario verzichten.
Gerade am Gummiseil hat man keine Höhe zu verschenken.

Risiken und Nebenwirkungen sind sicher Suchtgefahr, steifes Genick und womöglich Bewegungsmangel
Gruß
Thommy


Gruss Daniel

crakob
21.02.2006, 20:23
"....Wer mit Vario fliegt, erlebt Thermik viel intensiver als ohne Vario,...."

das kann ich nur 1000% unterstützen !!

Ost
21.02.2006, 20:29
Es gibt auch andere Beobachtungen zum Thema Vario!
Hat man ein Steigen gefunden, konzentrieren sich einige meiner Kameraden viel zu sehr darauf, in dieser Thermik zu kurbeln.
Merken dabei nicht, daß es woanders besser geht und kreisen unentwegt in "Ihrer" Thermik.
Wenn ein Modell thermikempfindlich eingestellt ist merkt man schon an der Fluglage und dem "Gefühl" am Knüppel, ob da was ist oder nicht.
Vario hat Vorteile über dem Piloten, tief unten im Tal und nach dem Ausklinken im F-Schlepp = große Höhe.
Erfahrung ohne Vario ist durch nichts zu ersetzen, Gefühl ebensowenig.
Wir fliegen häufiger mit identischen Maschinen aus dem F-Schlepp, ich immer ohne Vario, mein Kumpel mit. Aber weil meine Maschine besser eingestellt ist, ich mehr Erfahrung habe und auch weit dynamischer fliege, den ganzen Platz ausnutze, hab ich bestimmt nicht weniger Erfolg;)
Man verläßt sich vielleicht gerne auf die Technik, die eigenen Sinne stumpfen dabei ab.
Das Gedödel nervt außerdem gehörig.
Also man sollte der Technik durchaus kritisch gegenüberstehen und so ein Vario allenfalls als Ergänzung betrachten.
Ich brauch´s nicht, es nimmt einem auch einen Teil vom Erfolgserlebnis, weil man sich ja "helfen" lassen hat.


Natürlich nur m.M.
jedem die Seine:D

Grüße
Oliver

Hg
21.02.2006, 20:48
Wieso ich mit dem Vario mehr an einem Bart festhalten soll, als ein Pilot ohne Vario leuchtet mir nicht ein...
Dass das Vario Geräusch eine reine Gewohnheitssache ist, beweisen wohl die vielen Piloten, die stundenlange Flüge mit Vario machen.
Was die Vario-Gegner nicht einsehen wollen: Das Vario welches Thermik erfindet gibt es leider noch nicht! (sonst wäre Thommy wohl reich) :) Wenns keine Thermik hat, finde ich sie auch mit Vario nicht. Und wenn ich die Thermik gefunden habe, muss ich sie auch erst noch ausfliegen können.
Um auf die anfängliche Frage einzugehen:
Ich konnte durchs Vario Fliegen meine Thermikfähigkeiten def. verbessern. Ein Anfänger ist sicher überfordert, wenn er am Anfang auch noch aufs Vario hören muss.
Da ich nahezu nur in den Bergen fliege bringt mir das Vario mit der Höhenansage sehr viel, wenn ich am absaufen bin, finde ich selten gleich den Hammerbart, häufig ist es ein kämpfen, eine Hälfte kreisen Steigen, die andere Sinken, was überwiegt nun? Mir sagt die freundliche (in diesen Momenten manchmal eher böse) Dame dann alle 10Sekunden die Höhe an, so weiss ich genau, ob das Kreisen was bringt oder nicht.
Seitenruder und Querruder würde ich einzeln steuern. Beim Kreisen kannst Du mit der Seite in die Kurve lenken und mit Querruder der Kurve entgegen steuern um das Modell flach zu halten. Wenn Du mit fix gemischt hast, legt sich das Modell immer mehr in die Kurve rein.
Gruss
Hg

Claus Eckert
21.02.2006, 21:11
Hallo

Seitenruder sagt ja eigentlich schon alles. Einkreisen in die Thermik mit Seitenruder und Abstützen beim Kreisen mit Querruder. Wenn es überhaupt erforderlich ist, denn das ist stark vom Modell abhängig. Eigentlich sollte man sich von Beginn angewöhnen Kurven mit dem Seitenruder zu fliegen.

Ich persönlich finde es sieht komisch aus, wenn sich ein Segler um die Längsachse dreht und dann ein Kurve fliegt. Die arme Hochachse wird leider oft vernachlässigt. ;)

Wichtig für die Bildung von Thermik ist ein Temperaturunterschied. Zum Beispiel kalte Umgebungsluft und erwärmte Luft über dunklen Flächen. Deshalb findet man Thermik oft über "Nahtstellen" von hellem und dunklem Untergrund.
Oder an Hängen, dort entsteht der Temperaturunterschied durch die Stellung der Hangfläche zur Sonne. Der "schräg gestellte Boden" kann die Wärme besser aufnehmen (macht man bei Solarzellen auch so). Irgendwann reicht der Temperaturunterschied zur Umgebungsluft aus, um eine "umgekehrte Lawine" auszulösen. Die warme Luft zieht den Berg hinauf.

Bei uns in den Alpen geht es jetzt bald los. Wenn nur noch Schneereste an den Hängen liegen, aber die "Märzensonne" die Südseiten der Hänge aufwärmt.
Später am Tag wenn die Sonne die Täler aufheizt, steigen dann die warmen Luftmassen aus dem Tal herauf. Wenn kein Temperaturunterschied mehr da ist, geht man besser in die nächstgelegene Wirtschaft. ;)

Abends gibt es dann die "Umkehrthermik". Da streicht die Luft vom Hang talwärts und steigt in der Talmitte auf. Segelflugzeugpiloten "scannen" dann besonders genau den Horizont. Kann ja sein, das es einer auf Kollisionskurs auch eilig hat nach Hause zu kommen :D

Luftfeuchtigkeit spielt ebenfalls eine Rolle für die Bildung von Thermik. Aber das führt in der Kürze zu weit.

Im Laufe der Zeit lernt man "strategisch" zu fliegen. Jeder Platz, jeder Hang hat seinen "Hausbart". Warum es an diesen Stellen immer geht? Mit Beobachtungsgabe und Grundwissen über die Entstehung von Thermik fällt die Erklärung leicht.

Btw: Wer würde sich denn berufen fühlen einen Magazinartikel über Thermik zu schreiben? Muss ja keine wissenschaftliche Abhandlung sein. ;)

Maistaucher
21.02.2006, 21:22
...Wer würde sich denn berufen fühlen einen Magazinartikel über Thermik zu schreiben? Muss ja keine wissenschaftliche Abhandlung sein...


Super Idee! :)
Ich wäre sicherlich einer der ersten Leser, da mich das Thema auch sehr interessiert.
(Bin nämlich immer zu faul, in den Buchladen zu rennen oder nächtelang im WWW zu suchen.)
Also, wo sind die Spezialisten?!

Grüße,
Maistaucher

Berndt.R
21.02.2006, 21:29
Hallo

Ich habe gerade das Buch "Aufwind gibt es überall" von Robert Schweißgut gelesen. Ich finde es sehr interessant und aufschlussreich.

Das oben genannt Buch von Markus Lisken kann man fast schon als Bibel für Thermikflieger bezeichnen.
Aber Theorie ist ja schön und gut, die Praxis machts.
Also raus auf den Platz und üben.


Salut René

Ost
21.02.2006, 21:34
Wieso ich mit dem Vario mehr an einem Bart festhalten soll, als ein Pilot ohne Vario leuchtet mir nicht ein...

Hg

Das hab ich auch nicht gesagt, sondern beobachtet, daß "meine" Varioflieger sich so auf´s auskurbeln "ihrer" Thermik konzentrieren, daß sie den Hammerbart 100 Meter weiter gar nicht bemerken ODER darauf verzichten zu wandern, weil sie ja ebenfalls Thermik haben. Doch genau das kann den Unterschied zwischen oben und weit oben ausmachen und damit auch den Unterschied zwischen Landen müssen und noch genug Höhe zu haben um erneut auf die Suche zu gehen.
Ich bezweifle nicht den Sinn des Varios, schon gar nicht im Gebirge/Talflug!
Ich habe nur eine andere Meinung dazu. Aber ich flieg fast nur noch Ebene und such Thermik in einer Entfernung, wo man Thermikeinflüsse noch deutlich sehen kann.
Aus dem Tal wieder hochzukommen ist mit Vario sicherlich einfacher möglich,
aber wenn ich´s ohne "fremde Hilfe" schaffe ist für mich der Reiz größer.
Wie gesagt- nur auf mich bezogen und jedem die Seine:)

Will hier keine Disk. Pro/Contra Vario anzetteln.

Grüße
Oliver

Uwe Gartmann
21.02.2006, 21:43
Ich fliege verschiedene Modelle mit und ohne Seitenruderbeimischung. Grössere ohne, kleinere mit, vorallem am Hang. Beim Ausgleichen von starken Querlagen wir das Heck dabei natürlich ebenfalls herumgestossen.

Wie es sich mit Vario fliegt, kann ich momentan nicht sagen. Ich hoffe mein Vario kommt in Bälde, gell Thommy ;)

Uwe

eon
21.02.2006, 22:47
Hallo,
ich habe mein erstes Hangjahr ohne Vario hinter micht gebracht und das war auch gut so, denn die diversen Kämpfe (auch die verlorenen) schulen das Auge und schärfen die Sinne. Gleichwohl bin ich der Auffassung, dass ein Vario eine absolut sinnvolle Investition ist. In der Regel reicht rein finanziell gesehen ein "gerettetes" Modell von durchschnittlichem Wert (wer viel alpin unterwegs ist, weiß wovon ich rede).

Bzgl. der Mutter aller Ungereimtheiten - die Thermik - möchte ich darauf hinweisen, dass mir persönlich weniger das als "Bibel" hochgejubelte Werk von Markus Lisken als vielmehr Bücher über Wetter und seine Entstehungs- bzw. Erscheinungsformen weiter geholfen haben. Wer der erwähnten "Mutter" unter den Rock schauen möchte, kommt um meteologische Begrifflichkeiten aus meiner Sicht nicht herum und sollte sich die Zeit nehmen, Wetterphänomene zu beobachten und lernen sie zu deuten. Das bringt den Vorteil mit sich, dass man mit der Zeit das regionale Wetter versteht und so besser einschätzen kann, ob sich der Weg zum Hang lohnen könnte oder nicht. Als einfacher Einstieg sollte man sich zunächst mit den drei wesentlichsten Größen des Wettergeschehens Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und Temparatur auseinander setzten. Im Anschluss ist das Thema der Frontensysteme aus meiner Sicht sehr hilfreich. Ist aber nur meine persönliche Meinung;)

Wer Literaturtipps benötigt.......

Im übrigen gilt wie bei allen schönen Dingen des Lebens "learning by flying.. oder so ähnlich", von daher war ich heute zum "learning" mit dem Soarmaster Compact am Hörnle um feststellen zu müssen, dass ein Elektrosegler keinen wirklichen Adrenalinschub verursacht:cry: . Habe mir dann von den dortigen Kollegen sagen lassen, dass dies unter Umständen am Motor liegen könnte..... :D


Grüße

Andi

p.s.
Die Kollegen mit Vario fliegen nicht besser.......... nur länger :)

Ost
21.02.2006, 23:24
Hallo,
ivon daher war ich heute zum "learning" mit dem Soarmaster Compact am Hörnle um feststellen zu müssen, dass ein Elektrosegler keinen wirklichen Adrenalinschub verursacht:cry: . Habe mir dann von den dortigen Kollegen sagen lassen, dass dies unter Umständen am Motor liegen könnte..... :D


Grüße

Andi

p.s.
Die Kollegen mit Vario fliegen nicht besser.......... nur länger :)

:D
ZUm P.S.
Wirklich? Das würde ich zumindest nicht verallgemeinern.
Auch ich würde mit Vario länger fliegen aber nicht jeder mit Vario auf meinem Platz fliegt länger als die "ohne"!
Zweifelsohne kann man aber schneller Erfolg haben.
Jeder kennt doch die Kollegen, die immer beim "Saufen" fliegen,
vielleicht könnte die ein Vario davon überzeugen mal woanders zu fliegen:D

Grüße
Oliver

Claus Eckert
22.02.2006, 01:22
Hallo

Zitat von eon:


Als einfacher Einstieg sollte man sich zunächst mit den drei wesentlichsten Größen des Wettergeschehens Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und Temparatur auseinander setzten. Im Anschluss ist das Thema der Frontensysteme aus meiner Sicht sehr hilfreich.

Absolute Zustimmung. Das sind sehr wichtige Grundlagen die man einigermaßen verstehen soll.
Die Kunst besteht darin, dieses Wissen so zu vermitteln, dass es nicht wissenschaftlich ist, sich auf das Wesentliche beschränkt und vor allem eines bewußt macht. Anders als bei der Flugplanung in der normalen Fliegerei, sind wir auf einen regionalen Raum begrenzt und in der untersten Schicht der Atmosphäre.

Was bedeuten kann, es gibt "Großwetterlagen" da braucht man eigentlich gar nicht den Flieger in das Auto zu laden. Trotzdem geht es am Hang oder auf dem Modellflugplatz komischerweise tierisch gut.

Diese Erfahrung hat bestimmt schon jeder mal gemacht. Da sind wir eben an dem Punkt angelangt, der letztendlich nur durch die Praxis vor Ort erlernt werden kann.

Eventuell wälze ich mal in meinen Lernunterlagen und versuche das Thema einigermaßen verständlich rüberzubringen. Wird zwar vielleicht etwas oberflächlich, aber um ein Grundverständnis zu vermitteln könnte es reichen. Mehr als die Piloten müssen wir bestimmt nicht wissen ;)

Außerdem fallen mir da sofort einige Fachleute aus der Segelfliegerei ein, die hier sehr aktiv sind und bestimmt helfen. Und haben wir nicht sogar einen "professionellen Wetterkundler" unter uns? ;)

Frank Thorn
22.02.2006, 08:22
Ich fliege fast nur Thermik in der Ebene. Seit vielen Jahren mit Vario. Ich möchte das bei größeren Modellen nicht mehr missen, da es mir bei einem großen Aktionsradius mehr Sicherheit gibt.
Thermik fliegen muß man lernen, da hilft das Vario gar nicht. Natur beobachten, Änderungen in der Windrichtung, plötzliche Temperaturunterschiede, Vögel, Mücken, Flimmern in der Luft sind die Indikatoren für Thermik. Wenn man darauf achtet klappts auch mit dem Finden der Thermik.
Drin bleiben ist eine andere Sache. Die Reichmann'sche Zentrierregel sagt wies geht. Steil kurven wo es wenig steigt, flacher kurven wo es mehr steigt. Wer das wirklich beherzigt kann auch zentrieren.
Was man braucht ist ein auf gutes, enges Kreisen eingestelltes Modell. Ein Vario bringt nur was in einem optimal fliegenden Modell, welches man wirklich gut kennt. Flieger kaufen, Vario rein und dann mit falscher Schwerpunktlage oder Ruderabstimmung rumeiern ist meist der Grund für Mißerfolg.
Oliver hat recht, man sollte immer den gesamten Luftraum im Auge behalten, denn oft kann man sich den zähen Kampf om ein paar Höhenmeter sparen, da es woanders einen Fahrstuhl gibt.
Mir hat das Thermikbuch geholfen. Habs bestimmt 3 mal gelesen. Bin relativ schnell von ein paar Glückstreffern pro Flugtag und Flugzeiten von weniger als 10 min. pro Hochstart zu Stundenflügen gekommen. Mein längster Flug aus einem Hochstart war über 3 Stunden. Das ist richtig anstrengend. So lange Flüge erfordern allerdings wirklich gute Wetterlagen und vor allen Dingen ein eigenstbil fliegendes Modell. Ich hatte damals eine Sagitta 900.
Heute fliege ich schnellere Modelle mit 4-Klappenflügel. Das macht mehr Spaß, da man auch mal heizen kann. In dem Punkt kann ich die Position von M. Lisken nicht teilen.

Gruß
Frank

Gast_5351
22.02.2006, 08:37
Hallo Leute!

Das meiste ist ja gesagt worden. Ich selber fliege seit einer Saison mit Vario und möchte es nicht mehr missen. Nur die Kollegen nerven immer, ich solle den Lautsprecher an der Funke anmachen. Schmarotzer die ;-)
Ein weiterer Punkt mich für ein Vario zu entscheiden war die Spannungsüberwachung!! Hat mir bereits einmal das Modell gerettet. Also habe ich das Geld für das Vario dicke wieder drin!
Ein weiterer Tip neben den diversen Büchern (Lieblingsbuch Thermikbuch für Modellsegelflieger) ist das Internet. Schaut mal auf den Seiten der manntragenden Zunft! Dort gibt es viele Links zu Wettervorhersagen für Segelflieger. Dort stehen Angaben wie zu erwartende Thermik, Thermikdauer und ungefähre Stärke. Sind natürlich nur Schätzwerte, aber passen doch oft sehr gut.
Sehr zu empfehlen ist auch mal ein Mitflug im Segelflugzeug! Es ist ein echtes Erlebnis, wenn man von unsichtbarer Kraft schneller nach oben bewegt wird als in manchem Aufzug. Durfte selber Steigen von bis zu 4,5m/s erleben! Wahnsinn! :rolleyes:

Und die wichtigste Ausrüstungsgegenstände beim Thermikfliegen in der Ebene?? Genau!! Der Liegestuhl und die Sonnencreme :D

MfG Jan

Claus Eckert
22.02.2006, 08:55
Hallo

Manchml muss man nur eine Nacht über einem Thema schlafen und schon hat man die Lösung. ;) Auf meiner HP ist ein Link auf eine sehr gute Wetter-Homepage. Da steht natürlich vieles über Thermik drin.

Das ist sie. (http://www.wetterklima.de/flug/soaring/Overview.htm)Viel Spaß beim schmökern.

Thommy
22.02.2006, 09:12
Hallo,
der Vergleich den Oliver aufmacht ist aus meiner Sicht nicht der richtige. Es geht nicht darum dass es Variopiloten gibt, die schlechter fliegen als andere. Aus meiner Sicht geht es darum ob der noch nicht so erfahrene Pilot mit Vario besser fliegt oder länger oben bleibt , als ohne. Und das kann man mit Sicherheit mit ja beantworten.
Auch die Frage mit dem schlecht eingestellten Modell triffts aus meiner Sicht nicht, dennob ein Modell gut oder schlecht eingestellt ist hat in erster Linie mit Vario nichts zu tun.
Gleiches gilt für das Szenario des am schwachen Steigen klebenden Variopiloten, während der Pilot ohne Vario zielsicher in den Hammerbart steuert (ok ich habs noch etwas überzeichnet).
Für das Fliegen mit Vario gelten sicher auch die gleichen Grundregeln wie für Thermikfliegen ohne Vario, nur kann ein Variopilot eben schon im Geradeausflug erkennen wo es steigt, und durch das differenzierte Variosignal ist das zentrieren natürlich einfacher, steuern muß man aber trotzdem selber.
Je schwächer die allgemeinen Bedingungen sind oder je schlechter man das Modell sieht, egal ob wegen Entfernung oder ungünstigem Blickwinkel, umso hilfreicher ist das Vario.
Nach meiner Erfahrung hilft das Vario auch beim Thermikfliegen lernen. Der Grund ist sehr einfach, denn mit Vario wird auch dem unerfahrenen Piloten ganz unmissverständlich signalisiert, wo es hochgeht, damit steigen seine Chancen länger oben zu bleiben und dadurch bekommt er mehr Übung. Das führt beim einen früher bei anderen später zu einer Verbesserung, wodurch er noch länger oben bleibt ...
Das ist aber ein Prozess, der mit dem Einbau des Varios beginnen kann, aber auf keinen Fall damit endet.
Ein Vario ergänzt Erfahrung aber ersetzt sie nicht und ein Vario soll auch nur ein Hilfsmittel sein und nicht plötzlich im Mittelpunkt stehen.

Gruß
Thommy

Dude
22.02.2006, 09:13
Hi,
bei mir hat sich das Vario vor allem in der Ebene bemerkbar gemacht.
Die durchschnittlichen Flugzeiten mit einem Akuu haben sich etwa verdoppelt.
An kleineren Hängen, wo ich immer einengünstigen Winkel habe, um Steigen zu erkennen bringt es weniger. zur Sichherheit ist es auf jeden Fall ein Riesenbeitrag.
Würde mir sofort wieder eins kaufen, wenn ich mal die strukturelle Integrität durch zu große Beschleunigungen zerstören würde.

eon
22.02.2006, 12:48
das ist sicher richtig
:)

PaulBoetticher
22.02.2006, 17:33
Hallo,
ich bin echt überwältigt, wie viele hier geantwortet haben.
Ist sehr interessant was hier so alles erzählt wird! Alles kann ich wirklich gut gebrauchen.
Habe gerade das Buch "Flug ohne Motor" gelesen und es ist wirklich sehr gut.
Alles was hier übers Wettergeschehen ersählt wurde, hat sich darin wiedergefunden.
Ich selbst habe noch keinen Segler aber ich habe mir schon so etwas ausgeguckt! Den Last Down XXL von Staufenbiel. Was sagt ihr zu dem Flieger. Alpines Segelfliegen wollte ich damit auch angehen, fliegen in der Thermik steht trotzdem im Vordergrund.

An Claus Eckert:
Bist du schon mal am Sudelfeld in der Nähe von Miesbach geflogen?
Dort wäre wahrscheinlich mein erster Start in den Alpen.

Aber noch mal zurück zum Flieger!
Habt ihr noch bessere Vorschläge als den Last Down?
Sollte aber relativ Preisgünstig sein.

Viele Grüße
Paul

eon
22.02.2006, 20:01
Hi Paul,
Sudelfeld (Bayrischzell) bin ich letztes Jahr knapp ne Woche gewesen - fands aber nicht so berauschend, weil irgendwie immer eines dieser braunen, vierbeinigen, behörnten Tierchen beim Landen gelangweilt im Weg rumstand oder derart neugierig war, dass sie einem auf die Tragflächen treten, wenn man sie nicht schnell genug weg jagt - vielleicht sehen Kühe einfach schlecht und müssen, um die Verarbeitungsgüte eines GfK-Modells bewerten zu können, deshalb "näher" ran:)

Umgekehrt betrachtet - die Beschaffenheit der Hufe war jedenfalls "erste Sahne".

Grüße

Andi

eon
22.02.2006, 20:09
Hallo Claus,
Danke für den Link - interessante Seite, obgleich die Aufbereitung für einen Neuling nicht wirklich attraktiv ist - inhaltlich aber sehr zu empfehlen

Grüße

Andi

Tucanova
22.02.2006, 20:13
Hi,
muss noch zwei wichtige Tipps loswerden:
Wettermäßig ist Norwestwind auf der Rückseite eines Tiefs (also nach einem Regen, die Luft ist klar und kühl) optimales Thermikwetter. Wir haben bei uns einen West /Nordwesthang, da gehts dann vom Hang weg in die Blase wirklich super hoch.:) Besonders gut im Frühjahr April/Mai.
Coaching hilft am Anfang sehr viel. Wenn bei uns im Verein Jugendliche ihren ersten Thermiksegler an die Winde hängen, sind sie über jeden Tipp dankbar.("Da steigts, grade aus weiter und dann einkreisen!" "Was,wie, wo gehts hoch?" "Na genau da, wo Du gerade fliegst"). Das Erfolgserlebnis kommt direkt. Hat Euch schon mal Philipp Kolb beim F3J gecoacht? Dann wisst Ihr, was ich meine. Der riecht die Thermik förmlich auf mindestens 500 Meter Entfernung...:D
Karl-Heinz.

Ingo Martin
22.02.2006, 22:13
Hallo zusammen,
Thommy und den Kühen am Sudelfeld sei Dank. Und der Themik, die im Gebirge/am Sudelfeld bei entsprechenden Wetterlagen immer irgendwo steht. Aber nicht grün angestrichen ist, auf dass sie jeder findet, zentriert und nutzt.
Ohne Vario kann ich auch fliegen - mit fühle ich mich besser und fliege immer sicherer. Warum? ist in vielen anderen Berichten beschrieben.
Die Kühe am Sudelfeld sind von uns jedes Jahr auf`s neue bestellt, um Flachländern das Gebirgsfliegen etwas schwerer zu machen. Besonders beim landen. Es sind ja nicht nur die Kreaturen, die meist dort stehen, wo man landen will, auch die Kuhtritte und die Kuhfladen sind beim landen hinderlich. Und fordern Tribut. Besonders von den Kollegen, die ihre Modelle für Golfrasenlandungen ausgestattet haben. Auch die Händler brauchen Nachfrage, um zu überleben.
Fazit: Thermik ist überall, sie zu erkennen erfordert jahrelange Erfahrungen und manchmal auch etwas Glück und gute Nerven bei Absaufern, um wieder hochzukommen. Gebirgsfliegen ist anders, wie fliegen am Flachlandflugplatz. Und auch hier gilt es, das richtige Modell richtig auszubauen.
Ingo

Claus Eckert
23.02.2006, 09:04
Hallo Paul

Die Beschreibung für das Sudelfled haben Ingo und Andy bestens erledigt. Wann würdest Du denn den Weg aus dem hohen Norden, in das gelobte Land suchen? ;)
Es sind ja hier bei RC-Network einge User aus der Gegend. Vielleicht kann man da was arrangieren.

PaulBoetticher
23.02.2006, 09:43
Bis ich da runter komme, dauert das noch ein Bisschen, den wir haben noch nicht Sommerferien!
Würde mich aber über ein kleines Treffen mit Erfahrenen freuen.
Aber was sagt ihr zu meinen Segler, wenn sich keiner meldet, scheint er ja ziemlich unbekannt zu sein. Macht ruhig neue Vorschläge, dass Kosten sollten aber nicht weit jenseits dem 200 Punkt liegen!

Viele Grüße
Paul

Peer
23.02.2006, 10:13
Hallo Paul,

mit dem Last Down kannst Du nix verkehrt machen,
ist ein Allround-Modell für kleines Geld - ABER:

Für "richtigen" Thermikflug ausschließlich in der Ebene
empfehle ich den PARAGON, einen reinen Holz-Rippen-Flieger.
Gibt's in verschiedenen Größen,
z.B. http://cgi.ebay.de/Paragon-XL-3300mm-Spw-Segler-ARC_W0QQitemZ3735190050QQcategoryZ9156QQcmdZViewItem

Optimal für den Einstieg !

Der wird bei uns auf dem Platz nun schon seit Jahren
geflogen - knapp 3 m Spw., super gutmütig, langsam
fliegend und bei Bedarf leicht zu elektrifizieren.

Und natürlich sehr reparaturfreundlich.

Die Thermikleistung ist bis 3 Windstärken über jeglichen
Zweifel erhaben - mindestens modernen F3B Modellen
ebenbürtig !


Für die Berge kannst Du dann ja ein zweites Modell mit
mehr Gewicht und mehr Durchzug anschaffen.

Peer

PaulBoetticher
23.02.2006, 13:20
Nicht schlecht das Modell, aber ich bin nun schon etwas länger kein Anfänger
mehr. Habe bestimmt schon mehr als vier Flieger eingflogen, unter anderem auch den Segler von meinen Freund OleBlank2000.

Das Problem ist, dass ich schon ziemlich viele Flieger habe.
Deswegen suche ich mir halt ein modell, dass für Hang- und Thermikflug gut ausgelegt ist.

Ausserdem sind die Tragflächen vom Last Down relativ gut zu reparieren oder?
Was sagen die anderen dazu?
Eure Meinung ist mir wichtig!!!!!!

Paul

Merlin
23.02.2006, 20:52
Hallo Paul,

so wie ich das verstanden habe, bis du zwar kein Fluganfänger mehr, aber ein Thermikfluganfänger, richtig?

Was hast Du denn für Segler, mit denen Du Thermikfliegen probiert hast?

Bzgl. Paragon und Last-Down: Für´s Thermikfliegen(!) im Flachland ist der Paragon bestimmt prima. Den Last-Down von einem Kameraden bin ich schon geflogen, find den Flieger aber fürs Thermikfliegen überhaupt nicht gut. IMHO Mäßige Thermikempfindlichkeit, schlechtes Kreisflugverhalten. Wenn richtig trägt vielleicht, aber bestimmt nicht zum ThermikFliegenlernen.
Das Kreisflugverhalten ist aus meiner Sicht die entscheidende Größe, um den Einstieg zu finden. HLG´s sind klasse!

Gruß,
Bernd

Philipp Stahl
23.02.2006, 21:36
Ein HLG mit etwa 2 m Spannweite und um die 600 g ist sicher eine richtige Wahl. Vor allem können sie auch bei nicht so vielversprechenden Bedingungen eingesetzt werden, und genau da lernt man das konzentrierte, feinfühlige Thermikfliegen. Am Anfang des Thermikfliegen erleichtern sie das Erkennen der Thermik durch ein deutliches Heben. Einziger Nachteil ist der geringe Aktionsradius. An thermisch stark aktiven Tagen, also an Tagen mit mäßigem Wind kommen sie nur schwerlich voran. Außerdem ist er so handlich, dass er überall mit kann.

PaulBoetticher
24.02.2006, 08:20
Hallo,
einen HLG habe ich schon! Den Apache von Staufenbiel!
Ich habe ihn zu Weihnachten bekommen, konnte aber noch nicht richtig in der Thermik fliegen, weil zu kalt und keine Thermik.
Ich Dachte an den Last Down, weil ich halt noch kein richtigen Hangsegler habe, aber schon ziemlich oft beim Hangsegeln zugeschaut habe. Der gesuchte Segler sollte halt auch in der Thermik fliegen können. Ausserdem kommt man mit dem HLG nicht so weit hoch, weil so klein!(1,5m Spannweite).

Paul

N1700SCR
24.02.2006, 08:49
Ich kann Dir auch grundsätzlich das Buch vom Liesken empfehlen.
Es hat mir sehr viel gebracht, ist unkonventionell geschrieben und sehr
kurzweilig. Habe es auch mehrmals gelesen. Dazu habe ich mir dann ein Buch von den manntragenden Kollegen geholt, Flugwetterkunde. Ist zwar nicht billig, aber sehr aufschlussreich und anspruchvoll für die Vertiefung der ziemlich komplexen ZUsammenhänge des Wetters.

Fiegertechnisch kann ich Dir den Riser 100 empfehlen. Zwar muss man Bauzeit investieren und die Saison geht schon bald los, aber ich habe ihn
mit stabilen Verkastungen an den Holmen und vor allem mit SH Störklappen
ausgestattet. Und natürlich Thommys Vario. Macht einfach Spaß. Die letzte geflogene Höhe lag bei 650m lt. Vario, in diesen Höhen ging es großräumig so rasant nach oben, daß das Piepsen garnicht abreissen wollte, egal, wie man an den Knüppeln rührte . Man konnte machen was man wollte, es ging nur fahrstuhlmäßig nach oben...Ich war froh, stabile Flächen und vor allem die Klappen gehabt zu haben.

Am Anfang wirst Du danach lechtzen, nach oben zu kommen, aber wenn Du erst mal echte Probleme hast, wieder runter zu kommen, dann weisst Du, wovon ich rede. Das kommt natürlich nicht jeden Tag vor.

Stabil sollte er sein und ausreichend groß, um ihn in 500m Höhe noch sehen zu können. So 2m, besser 2,5m wäre ziemlich ideal. Da Dein Budget bei 200 Öre liegt, bietet sich diese Klasse an. Ich habe noch einen Sharon Pro mit 3,7m für "später" liegen.

Gruß Klaus

AndreasH
24.02.2006, 09:25
Hallo,

ich möchte mich auchmal kurz einklinken!

meines Erachtens muss man zwei Arten vom Thermikfliegen unterscheiden!

1) Das Fliegen in relativ kleiner Entfernung vom Piloten und bis zu mäßiger Höhe (vergleiche HLG)

2) Das großräumige Fliegen mit größeren Modellen in bis in recht hohe Höhen (1000 m?)

Danach richtet sich dann auch die Modellwahl!

Zum herumschleichen in der Nähe ist ein HLG, Libelle, Riser etc. sicherlich gut geeignet;
Diese Art des Fliegens hat auch den Vorteil, dass man das Modell und somit z.B. das steigen gut erkennt!

Zum großräumigen Fliegen benötigt man dann aber andere Modelle - z.B. F3J mit ca. 3,5 m oder echte Großsegler!
Man muß in weiter Entfernung in der Lage sein das Modell gut zu erkennen; zudem muss das auch zügig fligen können um weite Entfernungen schnell und mit wenig Höhenverlust überbrücken zu können!

Ich habe über DREI Schienen gelernt!

A)
Bei F3B/J Wettbewerben vorbei schauen, den Piloten über die schulter blicken - und auch mal nach Taktik, Flugeinteilung etc. fragen! Es wird bereitwillig Auskunft gegeben!

B)
Richtig nach vorne gebracht hat mich der Einsatz eines Varios!
Man lernt das erste mal das eigene Modell wirklich kennen! - man sieht - und bekommt über das Vario bestätigt, was gerade "abgeht".

Dieses Wissen über die Eigenschaften des Modells kann ich auch in die "variolosen Einsätze" mitnehmen! Ich finde inzwischen Aufwinde oder Nullschieber viel zuverlässiger als vorher!

C) Fliegen in geringer Höhe, z.B. aus einem kurzen Gummiseil!
Der kampf um jeden Meter und weitere 10 Sekunden in geringer Höhe schult das Auge und das "Feeling" für das Modell!


Das aller wichtigste ist aber, dass man ein vernünftiges Modell flieht und dieses bis zum Umfallen einsetzt!
Erst, wenn man SEIN Modell wirklich kennt, kann man das Potential wirklich nutzen!

Grüße Andreas

stobi
24.02.2006, 10:26
Hye,

das ist schon interessant was es alles für Modelle gibt. Ich habe auch den Riser oder den Bird of Time gebaut.
Mit denen habe ich dann immer nach Termik gesucht.
Und nix gefunden, oder nur wenn es brachial ging.
Dann habe ich mir eine Experience aufgebaut.
Mittelteil mit V-Form, Ohren von der alten T-Exe und das Leitwerk etwas größer, aber dafür halb so schwer wie die Serie. Ergebnis : 2200g.
Wohl die leichteste Exe die es gab.
Die Spalten der Ruder werden abgeklebt!
Und siehe da - überall ist Termik.
Wichtig war wohl auch das perfekte Verschleifen des Flügels.
Das S3021 hat eine Saugnase. Dieser Bereich wird mit einer Schablone geprüft.
Das zweite Modell war dann ein Soarmaster. Der läuft etwas besser.
Modelle wie Riser oder Bird of Time sind wohl nett, aber nicht Leistungsfähig.
Die Profile bremsen, der unbeplankte Rippenflügel macht den Auftrieb in Eimer.
Das Einfliegen und Einstellen ist wichtig:
Den Schwerpunkt so weit hinten, wie es geht. Erfliegen!!
Bei leichten Modellen die EWD reduzieren. Dann wirken auch die Wölbis besser.
Flugtaktik: Da wo Termik vermutet wird gerade durchgeflogen, ohne Steuerbewegung. Das Modell hebt auf der Seite der Blase den Flügel. Rechter Flügel hebt sich=> rechts rein.
Das beste steigen kommt oft erst weiter hinten, also der ersten Lupfer mal durchfliegen. Wenn nix mehr kommt zurück.
Modelle, die richtig eingestellt sind, werden im Steigen eines Aufwindes zunächst langsamer. Die wollen reingedrückt werden.
Schön aber, daß sie es anzeigen.
Mit Seitenruder und Höhenruder die Kurve steuern. Mit dem Querruder zur Gegenrichtung abstützen. Doch Vorsicht: Jede Steuerbewegung macht höhe kaputt. Die Wölbklappen unterstützen den langsamen Kurvenflug.
Es soll versucht werden so sauber wie möglich zu kreisen. Wird die Kiste zu langsam, geht auch Leistung verlohren. Das ist alles ein Kompromiss.
Wenn nix zu finden ist, das Gelände im weiträumigen Zickzack abfliegen.
Vor dem Flug sollte man sich Zeit nehmen, das Gelände zu beobachten.
Wechselwinde, Blätter, Samen von Lövenzahn....den kann man auch hochwerfen.
Ich fliege meist am Gummi, als ausgleich fürs Büro. Da strengt man sich dann mehr an. Ist ja anstrengend, so ein Gummistart.
Und dann üben, üben, üben...
Der Tip sich jemand aus der F3J - Zene zu suchen ist auch nicht falsch.
Abgucken führt schneller zum Erfolg.

So weit meine Erfahrung, aber jeder machts anders.

Grüße Peter

Bronco OV 10
24.02.2006, 11:44
Hallo, das ein Riser 100 nicht in der Thermik geht kann ich nun wirklich nicht bestätigen. In unserem Verein gab es mindesten 8 stück alle Elektrisch mit 10 Zellen bestückt, und selbst mit diesem erhöhten Gewicht nimmt der Riser nun wirklich jeden Hauch an Thermik mit. Die meisten Riser wurden durch den Abstieg aus der Thermik zerstört, weil die wenigsten Klappen eingebaut hatten. Es werden bei uns auch heut noch Riser 100 gebaut aber nur noch mit Klappen. Ich habe sogar einen Riser auf 3,4m vergrößert nur so zum Spaß und der geht in der Thermik wie die "Sau " bei einem Gewicht von 4 kg. Wenn es mit dem Riser nicht hoch geht dann ist keine Thermik da;) . Den Last Down habe ich auch schon in den Händen gehabt, ich war von der Qualität nicht so überzeugt, na ja ist eben billig aber nach meiner Meinung nicht Preiwert! und für den Hang bestimmt nicht geeignet , die Flächen waren sehr weich

Gruß Michael

PaulBoetticher
24.02.2006, 12:31
Lässt sich den der Riser 100 auch gut am Hang fliegen?
Was für eine Spannweite hat er den?

Paul

Bronco OV 10
24.02.2006, 15:23
Hallo Paul,

der Riser 100 hat 2,5m Spannweite, es gibt jedoch auch einen Riser der hat 2,0m aber wir haben immer den Riser 100 geflogen. Zum Hangfliegen stellt sich dann die Frage wie willst du am Hang fliegen ? Zum heizen und bolzen ist er sicher nicht geeignet, dazu ist die Rippenfläche nicht fest genug und das Profil gibt auch keine Geschwindigkeit her, gegen starken Wind ist das dann schon ein kämpfen. Aber bei schwacher Lage geht er sicher auch am Hang sehr gut. Aber wenn wir hier im Sauerland an den Hang gehen dann wollen wir auch richtig bolzen, dann nehmen wir dann nicht den Riser sondern einen voll GFK Modell. Wir fliegen auch gern den Big Excel von Simprop der Kostet zwar 320.- Euros fertig Bespannt ( bei Wiggerich ) ist aber nach meiner Meinung jeden Euro wert und somit Preiwert. Schau dir den mal an, der hat bei unserem Hangflugurlaub in den Alpen schon richtig was wegstecken müssen. Schau mal auf unserer HP unter Bilder oder Filme.

Gruß Michael

David
24.02.2006, 19:07
Zum Thema: Combi Switch

Kann mir bitte einer von den "seitenruder zu querruder misch gegnern* bestätigen, dass man bei einem Absaufer meistens nicht in der Lage ist, Seitenruder passend mitzusteuern.

Ich hoffe, das von mir angehängte Bild erscheint.

David

David
24.02.2006, 19:10
.... es kam zu keiner Außenlandung in 300m Tiefe....

haki
24.02.2006, 20:55
Hallo David,

ich gehöre wohl zu dieser Fraktion ("seitenruder zu querruder misch gegnern*).

Bei einem Absaufer kann es schon mal dazu kommen, dass man die Lage des Modells nicht mehr richtig erkennt und die hoffentlich vorhandenen Bärte nicht mehr so sauber auskurbeln kann.
Eine Kurve mit Ouer und Seite einleiten müsste aber auch in so einer Situation noch möglich sein und nur hier bringt die Mischfunktion Quer auf Seite etwas. Beim Rest des Kurvenfluges, der bei längerer Kurbelei dann den erheblichen Anteil ausmacht, ist das Kombiswich nur hinderlich da ja wie beschrieben die Längsneigung mit dem Querruder korrigiert wird und die eigentliche Kurve mit Höhe und Seite geflogen wird.
Ausserdem ist bei den meisten die Querruderdifferenzierung so hoch gewählt, dass das Modell beim Einleiten ausschließlich mit Quer sowieso in die Kurvenbahn hineindreht und man erst danach das Seitenruder benötigt.

Super Erlebnis, wenn man von soweit unten wieder hochgekommen ist!

Gruss Hannes

Tucanova
24.02.2006, 22:48
Hi,
bei einem Absaufer, wenn der Flieger schon tief unten ist, gibt es ein ganz anderes Problem: die Geschwindigkeit des Fliegers richtig einzuschätzen beim Blick von oben drauf. Außerdem möchte man doch gerne wieder hoch kommen und zieht deshalb immer mehr...:rolleyes: und dann der Strömungsabriss. - Herztropfen! :eek: Will sagen, es ist viel wichtiger, dass ein Flieger sehr sehr gutmütig ist (kein seitliches Abschmieren bei zu geringer Fahrt). Eine unsauber geflogene Kurve ist da das deutlich geringere Problem.:D
Karl-Heinz.

PaulBoetticher
25.02.2006, 18:05
So wie es aus sieht, kann man auch mit dem Riser 100
am Hang fliegen!
Zwar nicht so rasen aber da bin ich auch garnicht so hinterher!
Ich frage mich, bis wie viel Meter man den Riser, ader andere Modelle mit
2,5m man noch erkennen kann, ich meine die Fluglage beherrschen kann?

Paul

Isy81
25.02.2006, 18:14
HI,
ich denke die höhe in der man das flugzeug noch sieht bzw beherschen kann hängt auch sehr von der lackierung und der an dem tag herrschenden wetterlage ab.....

Hier ein Riser am Hang. Höhe leider unbekannt....
17421


Mfg
Dominik

OleBlank2000
25.02.2006, 22:10
Hallo Leute,

ich suche die gleiche Hardware (Modell) wie Paul,
der Preis sollte nicht über 200E liegen. Daher erbitte ich mal ein
paar Empfehlungen. Ich hatte aber auch schon den Lastdown XXL
ins Auge gefasst. Einer der 3 meterklasse sollte es sein.



Viele Grüße, vor allem an Paul

Hg
25.02.2006, 22:34
Hallo David
Auch ich gehöre zu denen, die schon mal abgesoffen sind (-400m mit und ohne Erfolg).
1. reagiert das Modell genau gleich ob in +300 oder -300m
2. Combi Switch bringt dann meiner Meinung nach nicht mehr, Du fliegst dann eher mit noch weniger Leistung, da jede Steuerkorrektur Verlust bringt.
3. bin ich dann jeweils froh, wenn ich ein Vario drinnen habe, und wenns nur darum geht die Aussenlandestelle anzupeilen
Gruss
Hg
(der sich vorgenommen hat, in der kommenden RCN Woche auf dem Hahnenmoos keine Aussenlandung machen zu müssen)

Markus Baldingen
26.02.2006, 00:58
Guten Abend,
zum Thema Kurvenflug:



Seitenruder sagt ja eigentlich schon alles. Einkreisen in die Thermik mit Seitenruder und Abstützen beim Kreisen mit Querruder. Wenn es überhaupt erforderlich ist, denn das ist stark vom Modell abhängig. Eigentlich sollte man sich von Beginn angewöhnen Kurven mit dem Seitenruder zu fliegen.

Seitenruder sagt überhaupt nichts... eine Drehung um die Hochachse leitet noch lange keine Kurve ein. Meiner Meinung nach vernachlässigt ein solches Denken die dritte Dimension des Fliegens: es ist eben nicht wie beim Autofahren.
Ein optimal eingestelltes, neutral konstruiertes Kunstflugmodell giert bei Seitenruderbetätigung nur und behält ansonsten die Flugbahn bei. Die Auftriebskraft wirkt weiterhin vertikal. Motor-Kunstflieger fliegen schon mal zum Spaß Kreise mit horizontal liegenden Flügeln. Das eiert nur so herum...
Ein zweiachsgesteuertes Modell kurvt nur deshalb, weil sich der außen liegende Flügel durch die V-Form hebt.
Nur wenn die Auftriebskraft von der Vertikalen abweicht kann das Modell eine Kurve fliegen. Dies wird durch Rollen um die Längsachse und gleichzeitiges Ziehen erreicht.
Eigentlich ist das Seitenruder sogar nur ein Hilfsmittel, um das negative Wendemoment beim Rollen zu kompensieren, das durch den höheren Widerstand des Flügels, bei dem das QR nach unten ausschlägt, entsteht.
Seht Euch einmal die Lehrbücher des manntragenden Segelflugs an: Die Kurve wird mit Querruder eingeleitet, wobei man die Nase bzw. den Horizont mit Höhenruder oben hält und das Seitenruder "nur" dazu dient, den Faden gerade zu halten.
Bei den meisten Modell-Segelflugzeugen kann man durch genügende Querruderdifferenzierung (notfalls auch nur nach oben ausschlagend) auf das Seitenruder komplett verzichten.
Ich möchte hier dem Eindruck, der Combi-Switch hindere am sauberen Kurvenflug, vehement widersprechen!
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß außer bei Kunstflug, beim Slip und zur Antriebskompensation Seitenruder immer proportional zum Querruder gegeben werden muß: egal, ob beim Einleiten der Kurve oder beim Abstützen.

Gruß,
Markus

hannesk
26.02.2006, 01:40
Guten Abend,
zum Thema Kurvenflug:
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß außer bei Kunstflug, beim Slip und zur Antriebskompensation Seitenruder immer proportional zum Querruder gegeben werden muß: egal, ob beim Einleiten der Kurve oder beim Abstützen.

Gruß,
Markus

hallo markus,

du hast schon recht, hängt vom flieger ab. bei welchem segelflieger gibst du immer soviel seite wie quer? bei welcher differenzierung?

bloß neugierig
hannes

haki
26.02.2006, 04:33
Hallo Markus,

es ist schon spät, vielleicht kann ich dir deshalb in einigen Punkten nicht folgen:


Seitenruder sagt überhaupt nichts... eine Drehung um die Hochachse leitet noch lange keine Kurve ein
Daher wird die Kurve auch mit Quer und Seite eingeleitet bzw. wie schonmal bemerkt bei grosser Differenzierung auch nur mit Quer.


Ein optimal eingestelltes, neutral konstruiertes Kunstflugmodell giert bei Seitenruderbetätigung nur und behält ansonsten die Flugbahn bei. Die Auftriebskraft wirkt weiterhin vertikal. Motor-Kunstflieger fliegen schon mal zum Spaß Kreise mit horizontal liegenden Flügeln.
Wenn die Rumpfseitenfläche grossgenug ist hat man bei Seitenruderausschlag soviel "horizontalen Auftrieb" dass man damit problemlos eine Kurve fliegen kann; wie du ja auch beschreibst.


Eigentlich ist das Seitenruder sogar nur ein Hilfsmittel, um das negative Wendemoment beim Rollen zu kompensieren
Das negative Wendemoment sollte durch eine entsprechende Differenzierung verhindert werden.

Nach der Kurveneinleitung dreht das Modell um die Hoch und die Querachse, d.h. es wird Höhen und Seitenruder benötigt. Man kann die Kurve auch nur mit Höhenruder fliegen, dabei schiebt das Modell jedoch mehr oder weniger duch die Kurve und das Profil und der Rumpf wird seitlich angeströmt was einen Leistungsverlust mitsich bringt. Das wollen die Modellflieger und die Manntragenden mit ihrem Faden nicht.
Um die Neigung um die Längsachse zu korrigieren muss oftmals mit Quer "gegengehalten" werden; in diesem Fall schlägt das Seitenruder bei Kombiswitch entgegen der Kurvenrichtung aus :( .

Gruss Hannes

PaulBoetticher
27.02.2006, 08:12
Hallo,
wie ist das eigentlich mit dem Höhenruder?
Wenn ich in der Thermik kreise, bleibt das Höhenruder stätig neutral oder?
Natürlich nicht im Kurvenflug mit ausschließlich Quer.

Gestern bin ich mit meinem HLG geflogen. War wohl der erste richtige Thermiktag im Jahr(Bei mir).
Raus auf die hügel hat mich ein Bushard gelockt, bei dem ich genau beobachten konnte, wie er in einen Bart einkreiste und mindestens 2,5m/Sek.
machte. In wenigen Sekunden war der von ungefähr 30 auf 150 Meter gestiegen.
Also HLG raus auf die Hügel. Erst dann stellte ich fest, dass ziemlich stätiger starker Wind bließ.
Ist wohl immer so oder?
Auf jeden Fall verhielt sich der Fieger unheimlich hippeltig und so richtig höhe war nicht drin.


Paul

Frank Thorn
27.02.2006, 08:55
Guten Morgen!

Die Diskussion über Combi-Switch oder nicht ist doch ziemlich akademisch.

Wenn der Paul noch keine Erfahrung im Thermikfliegen hat, ist er doch mit einem Zweiachser am besten bedient. Dann kann er sich auf das Suchen und finden von Thermik konzentrieren und muß sich nicht mit der Steuerungstechnik seines Fliegers befassen.
Ich habs oben schon gesagt, mein erster richtig guter Thermikflieger war eine Sagitta 900. Die wog fast 1900g und war ohne Thermik schneller unten als der Fallschirm des Hochstartseils. Wenns trug, war die Steigleistung atemberaubend. Ein entscheidender Aspekt war, daß das Modell wirklich sturzflugfest gebaut war. Das beruhigt ungemein bei starker Thermik.

Mit den taktischen Feinheiten, wie Ausfliegen von Bärten im Lee wird Paul sich eh erst auseinandersetzen, wenn er ein Gefühl fürs Suchen und Zentrieren entwickelt hat.

Mein Tipp an Paul
# Hol dir den Riser. Bau sauber und flieg das exakt Modell ein. Kauf dir auf jeden Fall das Thermikbuch und schau dir die Homepage von J. W. Leinauer, sowie die Artikel über Thermiksegler auf Schlechtflieger.de an.
# Wenn der Flieger macht was du willst, das heißt sauber kreist und du ein Gefühl für Thermik entwickelt hast, hol dir ein Vario. Das beruhigt die Nerven ungemein, wenss weiter weg und sehr hoch geht. Ist auch gut als Abstiegshilfe zu gebrauchen...
# Wenn du das alles wirklich im Griff hast, kannst du nach Dreiachsern und 4-Klappenfliegern schauen.

Wegen deiner Frage zum Höhenruder:
Meine reinen Thermiksegler stelle ich immer so ein, daß bei engstem Kurbelradius das Höhenruder mehr oder weniger voll durchgezogen ist. Bei seeehr engen Bärten ist das die einzige Möglichkeit im Bart zu bleiben. Das Modell würde ausserhalb des Aufwindes in einen Spiralsturz gehen. Steht aber alles in der "Thermikbibel".

Gruß
Frank

Bronco OV 10
27.02.2006, 14:37
Hallo Paul

Den Riser 100 kannst du auch in größeren Höhen noch gut sehen, denn er hat eine sehr große Flächentiefe und so einen " Zweckflieger " kannst du ja auch mit Neonfarben bespannen das hilft auch. Auch der Einbau von Störklappen ist sehr zu empfehlen, nicht für die Landung sondern den Abstieg aus der Thermik. Übrigens bin ich am Samstag (25.03.06) mit meinem 3,4m Riser geflogen 30 sec. Motorlaufzeit, 45min Flugzeit größte Höhe 450m sehr gute Thermik trotz kaltem Ostwind....und das Vario habe ich nur genutzt um die Höhe fest zu stellen. Mein Bruder mit dem Riser 100 ist auch ohne Vario 40min geflogen und er fliegt erst seit Herbst letzten Jahres.

Gruß Michael

N1700SCR
27.02.2006, 14:44
Also, die Höhe, in der ich meinen Riser noch erkennen konnte, war 650m lt. Piccolario. Das Leitwerk ist dann nicht mehr zu erkennen, die Fläche und Rumpf waren noch zu unterscheiden. Abhängig ist das ganze von der Lackierung/Bespannung. Ein dunkeler Farbton bringt hier Vorteile. Ferner sind Luftfeuchtigkeit, Lichtverhältnisse bzw. Einstrahlung und Kontrast etc. mit von Bedeutung. Die 650m waren bei wolkenlosem Himmel fast genau senkrecht über mir. Lt. Lieskens Buch werden Modelle nicht einfach nur kleiner, sonder verschwinden plötzlich einfach. Da ich das ganze nicht auf die Spitze treiben wollte, bin ich dann mit den Klappen auf augenfreundliche 350m abgestiegen. Wesentlich ist aber, daß man immer die Fluglage erkennt, besonders wenn man weiter raus in der Ebene fliegt.

Falls Du Dich für einen Riser 100 entscheidest, kann ich Dir bei Bedarf noch Tips zur Verkastung der Holme und zu den Störklappen geben (nicht die, die man als Option des Bausatzes mit einbauen kann).
Ferner ist lesen wichtig, damit man weiss, was man tut. Als nächste Ausbaustufe wäre dann ein Vario fällig.

Wenn hier jemand behauptet, der Riser ginge nicht in Thermik.... :-))))

Viele Grüße
Klaus

PS: Der Bausatz kostet irgend was zwischen 70 und 80 Öre.

Merlin
27.02.2006, 18:43
Hallo Paul,

was Du mit dem Bussard erlebt hast hört sich doch schon mal toll an. Das Dein Versuch Thermik zu finden nicht so erfolgreich wie erwartet war, liegt z.B. daran, daß der Bart einfach weg war als Du endlich mit Deinem HLG auf dem Hügel warst,
daß es vielleicht zu spät war, weil das Zeitfenster, an dem sich Thermik entwickelt, schon zu war.
Wenn es zu dem ziemlich windig war, dann erschwert das die Sache schon ganz schön.
Aber: wenn Du an einem ruhigen, sonnigen Frühlingstag auf den Hügel gehst, ist die Wahrscheinlichkeit Anschluß zu finden ziemlich groß. Und dann warte nicht, bis der Bussard an dir vorbei ist, sondern flieg zu ihm hin! Das wird schon!

Und was das Thermikfliegen mit einem Dreiachser angeht: das wird garantiert nicht einfacher als mit einem 2-Achs HLG oder einem Riser.

Gruß,
Bernd

Gast_4749
27.02.2006, 18:48
..........Übrigens bin ich am Samstag (25.03.06) mit meinem 3,4m Riser geflogen 30 sec. Motorlaufzeit, ........
Gruß Michael


? was bei mit ist heute der 27.2.2006 redest du von der Zukunft

PaulBoetticher
27.02.2006, 19:50
Ich stehe jetzt zwischen der Entscheidung den Riser oder den Last Down zu nehmen! Das ist ziemilich hart! Der Last Down sieht nämlich nach meiner Meinung nach etwas besser aus und seine Beschreibung ist auch nicht schlecht, ebenso wie beim Riser.
Ich wollte aber erst das Thermikbuch für Modellflieger durchlesen, bevor überhaupt etwas passiert.

650Meter Höhe liegt doch so im oberen Mittel der Höhen, die im Modelsegelflug erreicht und geflogen werden oder?

Paul

DieterK.
27.02.2006, 20:17
Hallo Paul,
der vier Klappen Last Down XXL ist vielleicht nicht unbedingt der optimale
Einstieg, obwohl es ein sehr guter Flieger ist. Aber wie gesagt, er hat bereits vier Klappen. Der LD XL ist mit 2,80 Meter und nur Querruder die kleinere Version, diesen kenn ich aber nicht.
Ich fliege neben meinem (nun verkauften) LD XXL als Thermiksegler auch den Thermik Sport von Graupner. Der ist super in der Thermik und lammfromm. Hat allerdings leider nur 2,50 Meter Spannweite. Allerdings hat Graupner nun einen
Maxi Sport mit 3.20 Metern Spannweite als Neuheit 2006 im Programm, dessen Auslegung ist auch klar auf Thermikflug. Vielleicht ist der ja was für Dich? Ansonsten wie gesagt, der Thermik Sport ist super! Ist auch schon ewig im Graupner Programm, d.h. er wird viel gekauft.....
Das Buch über Thermikflug ist im übrigen spitze. Damit hab ich meine Kenntnisse auch verfeinert und optimiert.
Viel Spaß weiterhin und die richtige Entscheidung bei der "Qual der Wahl"....
Gruß
Dieter

Markus Baldingen
27.02.2006, 20:44
Die Diskussion über Combi-Switch oder nicht ist doch ziemlich akademisch.

Hast absolut Recht, Frank!

Um meinen Beitrag zu diesem Unter-Thema vorerst abzuschließen:
Es kommt tatsächlich auch wesentlich auf das Modell an, auf die Fluggeschwindigkeit und, wie die beiden Hannesse ;) sehr richtig festgestellt haben, nicht zuletzt auf die QR-Differenzierung.

Außer in der "Akro"-Flugphase fliege ich meinen Kranich von MPX/Tangent mit konstant ca. 50% Differenzierung. Das NWRM* ist hier immer noch deutlich ausgeprägt.

Bei der Landung ist Combi ohnehin immer aus, da ich die Flügel gerade legen können möchte, ohne gleich Schlangenlinien zu fliegen.

Wichtig war mir halt, zu sagen, daß der Kurvenflug im wesentlichen durch Verlagerung des Auftriebsvektors aus der Vertikalen entsteht, und nicht durch so eine Art "Powerslide" per Seitenruder...

Zum Riser 100 möchte ich noch sagen:
Das ist schon ein klasse Modell und ein sehr guter Thermikflieger (in meinem Club habe ich 2 elektrisch betriebene Exemplare kennen gelernt). Allein aufgrund seiner Größe kann man ihn in den Höhen und auch horizontalen Entfernungen betreiben, in denen thermisch oft erst so richtig die Post abgeht. Wegen der Zweiachssteuerung und der leichten Bauweise denke ich auch, daß er unbedingt gut wirksame Luftbremsen braucht!

Irgendwann kommt vielleicht der Tag, an dem Du Dich "vergißt" (sehr hoch fliegst) und gleichzeitig mordsmäßige Bedingungen herrschen: dann kann es wirklich kriminell werden.

Letzten Sommer hatte ich solch ein Erlebnis: war mit meinem Kranich schon recht hoch gestiegen, als ich feststellen mußte, daß es in jeder Ecke des Himmels nur noch aufwärts ging - und zwar massiv. Aus dem Bart herausfliegen war nicht mehr: überall heftigstes Steigen. Wirklich kein allzu tolles Gefühl, wenn das Modell immer kleiner wird und Dir nur noch begrenzte Zeit für einen kontrollierten Abstieg bleibt.

Mit Störklappen wäre es möglicherweise recht einfach gegangen, leider hat mein Kranich keine. Also Querruder hoch (und das ist bei mir nicht zu knapp)... aber nach Minuten war noch kein wesentliches Sinken zu erkennen. Trudeln kann mein Kranich überhaupt nicht gut: nach ca. 1 Umdrehung liegt die Strömung immer wieder an, und so flog ich minutenlang eine Art Dauerloops, bis ich ich den Vogel endlich in einer Höhe hatte, in der ich ihn kontrolliert auf den Rücken legen konnte, um so mit schlotternden Knien die letzte Höhe abzubauen.
In dieser Situation konnte ich meinen Kranich vielleicht nur deswegen retten, da es eine relativ schwere Version mit brettharten, kohleverstärkten Flügeln ist.

Zur gleichen Zeit hat ein wirklich sehr erfahrener Clubkamerad, der normalerweise große Mehrklappensegler fliegt, seinen guten, altgedienten "Bauermann"-Zweiachssegler durch Kontrollverlust verloren.

Mein Tip:
Nimm den Riser 100, baue gut wirkende Luftbremsen ein, und von dem gesparten Geld hast Du das Piccolario schon teilweise finanziert (zumal wenn Du auf den Euro schauen mußt)...

Und... denk immer an die Sage von Ikarus!;)

Gruß,
Markus

*NWRM=negatives Wenderollmoment (als ziemlich anglophiler Mensch LIEBE ich solche Abkürzungen...) ;)

DieterK.
27.02.2006, 21:13
Ähm, also entweder versteh ich hier was falsch, oder aber irgendwas stimmt nicht. Also in unserer Aufstiegserlaubnis ist die maximal erlaubte Flughöhe 200 Meter. Hab auch schon mal von genehmigten 300 Metern andererorts gelesen. Gut, hab auch schon mal mitgekriegt, daß jemand mit Piccolario und Hammerthermik plötzlich was von 400 Metern gesagt hat, bevor er dann schnell runter ist, denn da konnte man das Fliegerchen schon äußerst schlecht erkennen. Mir war da auch mal was von kontrolliertem Luftraum usw. Also ich find 600 Meter schon hammermäßig, zumindest war ich noch nie annähernd so hoch oben (darf es ja auch gar nicht...). Wie macht ihr das denn? Und als Mittelwert für Modellflieger wär mir das auch verdammt hoch. Nur mal so aus Interesse.
Gruß
Dieter

Markus Baldingen
27.02.2006, 21:44
Hallo Dieter,
zur Einteilung des Luftraums hab ich hier auf die Schnelle etwas gefunden:

http://www.luftrecht-online.de/einzelheiten/luftraum/luftraum0.htm

Mit einem 4 m-Segler (z. B. Alpina) ist 400 m Höhe über dem Platz etwas ganz alltägliches...

Unser Cessna-Pilot, mit dem mein Clubkamerad und ich einmal einen über dem Wald niedergegangenen Riser 100 gesucht haben, wurde schon recht nachdenklich, als wir ihm von unseren maximalen Flughöhen berichtet haben.

Wir haben einen genehmigungsfreien Platz ohne besondere Aufstiegserlaubnis und abgelegen von "manntragenden" Flugplätzen, so daß 2500 ft. über Grund kein Problem darstellen sollten.

Dabei gibt es bei uns selten, aber regelmäßig Verkehr deutlich unter 2500 ft.
Für alle meine Clubkameraden kann ich zumindest sagen, daß die Rettung des Modells im Fall einer Annäherung sicherlich der allerletzte Gedanke ist...

Gruß,
Markus

EDIT:
Ich glaube, der letzte Absatz war etwas schwammig formuliert...
Wenn sich ein auch nur halbwegs tief fliegendes Flugzeug möglicherweise unserem Platz nähert, wird reflexartig sofort gelandet!

kurbel
27.02.2006, 23:10
Bei der Profilierung des Risers ist Rückenflug einen Versuch Wert, um Abzusteigen. Das wird zwar nur gehen, wenn man das Modell noch einigermaßen gut sehen kann (es will ja ständig zurückrollen), aber die Wirkung dürfte ganz gut sein (kein Witz). Man muss allerdings in der Lage sein das Ding vom Zurückrollen abzuhalten, was nicht unbedingt zum Standardrepertoire eines typischen 'Einsteigers' gehört.
Der Riser ist aber mit Sicherheit eines der besten 'Mittel' um ins Thermikfliegen 'reinzukommen. Es ist eben einfacher, sich auf die neue Aufgabe Thermikfliegen zu konzentrieren, wenn einem das Modell selbst fliegerisch möglichst wenig Konzentration abverlangt. Und dafür ist der Riser genau richtig. Nur zu viel Wind sollte nicht sein, sonst wird er sich schwer tun, dagegen anzukommen.

Kurbel

DieterK.
28.02.2006, 10:42
Hallo Markus,
vielen Dank für Deine ausführliche Info. Bei uns ist leider in der Aufstiegserlaubnis die 200 Meter Marke definiert. Was mich aber am meisten stört ist, daß auch oft manntragende sehr sehr nieder über unseren Platz fliegen, obwohl die eigentlich auch wissen müssten, daß dort ein Modellflugplatz ist. Also warum noch Gefahr provozieren?
Und so ganz schnell mit einem leicht gebauten Thermiksegler runterzukommen wenn grad einer im Anflug ist, ist manchmal gar nicht so einfach. Ich versuch
auch abzusteigen und in jedem Fall woanders hinzufliegen als dort wo die Route des manntragenden Fliegers hindeutet, sofern er diese nicht noch kurzfristig ändert. Aber ehrlich gesagt, mulmig ist mir da schon immer ein wenig. Ich denke unsere Erlaubnis hängt mit dem in 40 Kilometer Entfernung liegenden Verkehrsflughafen zusammen, könnt ich mir jedenfalls vorstellen.
Na ja, war für mich halt nur mal interessant zu erfahren, warum es andernorts möglich ist und wir solche Einschränkungen haben.
Danke nochmals!
Gruß
Dieter

Bronco OV 10
28.02.2006, 11:25
? was bei mit ist heute der 27.2.2006 redest du von der Zukunft

Entschuldigung " Oegeat " es war natürlich der 25.02.2006.....das hält aber auch aller genau hier ;) :cool:

hsteinhaus
28.02.2006, 12:14
Hallo,

zu den Manntragenden: wir fliegen zeitweise auch in sehr enger Nachbarschaft miteinander, reden miteinander und fliegen dort hin und wieder auch mal selbst mit. Dabei haben sich vor allem folgende Dinge herausgestellt:
Der Pilot in der Cessna schaut durchaus hin und wieder nach vorne aus dem Fenster, aber so gut wie nie senkrecht nach oben oder nach unten ;) Ein Modell ist durchaus erkennbar und kein Pilot, der an seinem Leben hängt, wird da absichtlich draufhalten.

1. Fazit: Die Gefahr, mit einem gemütlich in der Thermik kreisenden Riser eine Kollision zu verursachen ist vergleichsweise gering, aber die nach einem versuchten Notabstieg mehr oder weniger senkrecht vom Himmel regnenden Trümmer können durchaus Löcher in der Cessna hinterlassen.

2. Fazit: Vorsicht mit Modellen, die mehr oder weniger senkrecht steigen oder schneller als die Cessna fliegen. Diese ist so ca. mit 220 Sachen unterwegs, ein angestochener Hotliner ist deutlich schneller. Ein langsamer Thermiksegler hat jedoch keine Chance, wegzufliegen.

3. Fazit: Keinen unberechenbarer Ausweichkurs mit heftigen Haken und Loopings einschlagen, den unsere Modelle sind bei weitem wendiger als alles manntragende Fluggerät. Stattdessen langsame und stetige Kurve vom Flugzeug weg, Geschwindigkeit des Modells reduzieren.

Ansonsten halte ich es für relativ normal, das bei einem längeren Thermikflug ein paar manntragende in halber Höhe unter dem Riser durchfliegen, kein Grund zur Panik. Motor(modell)flugzeuge, insbesondere im Kunstflug, sind da etwas problematischer, auch weil viele Piloten manntragender Flugzeuge keine Vorstellung von der erreichbaren Geschwindigkeit und der Wendigkeit unserer Modell haben und diese daher falsch einschätzen.

Die genannten Höhenangaben einiger Leute sind schon plausibel. Ich habe selbst schon gemessen und mir etwa folgende Richtwerte für meinen Riser100 und meine persönlcihe Sehkraft gemerkt: Rumpf verschwindet bei ca. 700m, das Leitwerk bei ca. 1000m. Bei 1200 über Grund ist für mich endgültig Schluss, da kann ich die Lage des Risers nur noch erraten. Klappen raus und beherzt Tiefenruder...

Viele Grüße,
Holger

Claus Eckert
28.02.2006, 15:29
Hallo Markus


Sorry für die späte Reaktion.


Seitenruder sagt überhaupt nichts... eine Drehung um die Hochachse leitet noch lange keine Kurve ein. Meiner Meinung nach vernachlässigt ein solches Denken die dritte Dimension des Fliegens: es ist eben nicht wie beim Autofahren.
Ein optimal eingestelltes, neutral konstruiertes Kunstflugmodell giert bei Seitenruderbetätigung nur und behält ansonsten die Flugbahn bei.

Soweit ich den Thread verfolgt habe, ging es nicht um ein "optimal eingestelltes Kunstflugmodell". Sondern um ein ganz "normales" Segelflugmodell welches einfach sauber seine Kreise ziehen soll. Der Höhenrudereinsatz beim Kurvenflug ist wohl obligatorisch und mit dem Denken in der dritten Dimension beim Fliegen, habe ich garantiert keine Probleme :D ;) :)

Kleines Beispiel aus der UL-Fliegerei, zusätzlicher Querrudereinsatz zum Seitenruder beim Kurvenflug mit 45 Grad Schräglage: Eurofox fast kein Querruderausschlag nötig (wenige Millimeter am Knüppel), Remos G3 etwas mehr (2-3 cm), DD Vagabund "spürbar reinlangen" :D . Kommt eben auf die Konstruktion, die Fluggeschwindigkeit und einige andere Faktoren an.

PaulBoetticher
28.02.2006, 15:49
Gibt es eigentlich eine größere Version von Riser 100 als 2,5m?
Mein problem ist, dass ich mir nicht gleich ein neues größeres Modell kaufen will, wenn ich das Thermikfliegen erlernt habe. Mein Wunsch ist es nämlich ein Modell zu besitzen, mit dem ich in alle Höhen komme, wenn mal gut thermik ist.
Es soll dann auch bei diesem modell bleiben., Habe schon so viele.

Paul

hsteinhaus
28.02.2006, 16:00
Nein, der Riser100 ist schon die größere Version. In meinen Augen ist er allerdings der beste Thermikflieger für große Höhen, den ich bislang gesehen habe. Mit anderen und z.T. größeren Modellen (z.B. XL3200, 4-Klappen-Flügel, wesentlich bessere Gleitleistungen) fliege ich nicht annähernd so lange und so hoch. Die richtig dicken oder richtig schmucken Flieger starten während eines typischen Riser-Termikflugs (so ca. 2h bis Genickstarre trotz Campingstuhl) sowieso 3-5mal ;)

Viele Grüße,
Holger

haki
28.02.2006, 17:58
Hallo Paul,

ich glaube die Grösse des Riser 100 ist für einen Thermikflugeinsteiger völlig in Ordnung. Genannte Flughöhen bis 600m sind auch noch ausreichend wenn du am Thermikfliegen gefallen gefunden hast.
Problematisch wird es mit dem Modell eher wenn man die tollen Flughöhen mal erreicht hat: was jetzt? Mit dem Riser hast du eben wenig Möglichkeiten was Dynamik und Kunstflug anbelangt (2-Achser?). Das ist dann als würde man mit dem Rad eine lange Paßstrasse hochfahren und mit dem Bus wieder zurück ins Tal.

Zum Einstieg in das Modellfliegen ist der Riser mit seiner Bauart, optik und Steuerfunktionen ok. Wenn du allerdings schon länger fliegst ("so viele" Modelle)
würde ich wenigstens ein Modell mit Querrudern nehmen.

Gruss Hannes

hsteinhaus
28.02.2006, 21:44
Zum Thema Querruder: mein Riser 100 hat in Eigenregie welche bekommen - allerdings sind diese weit weniger nützlich als die Störklappen. Im Grunde braucht man sie bei diesem Modell nur beim engen bodennahen Kreisen um den Flieger gegen die Kreisrichtung abzustützen sowie im Landeanflug bei Seitenwind.

Zum Thema Kunstflug und Thermik: ich habe noch keinen Kunstflugsegler gesehen, der vernünftig in der Thermik fliegt. In >600m Höhe ist m.E. nur noch ein Flugzeug zu gebrauchen, das minutenlang komplett ohne Steuerung eigenstabil fliegt, da man die Fluglage ohnehin nicht mehr wirklich erkennen kann. Ein Kunstflugsegler ist das Gegenteil davon, schließlich soll er ja agil und wendig sein. Für mich liegt der Reiz am Thermikfliegen jedenfalls eher im Obenbleiben als im Runterrasen.

Viele Grüße,
Holger

haki
28.02.2006, 22:23
Hallo Holger,

es ist richtig, dass Konstruktionen wie hier der Riser durch seine Eigenstabilität sicherer an der Sichtgrenze bewegt werden können wie schnellere und nicht ganz so lammfromm fliegende Modelle.
Was tut man jedoch wenn man an der Sichtgrenze ist? Weiterkurbeln geht nicht sonst isser weg. Irgendwohinfliegen wo es nicht mehr so gut geht um dann nach ein paar Minuten im nächsten Bart gleich wieder an der Grenze zu sein? Nun wenn man den Höhenabbau etwas interessanter gestalten kann ist das doch nur ein Vorteil und dazu braucht man auch keinen Kustflugsegler sondern nur ein festes und (wenns dann auch mal eine Rolle sein darf) um drei Achsen steuerbares Modell.

Gruss Hannes

PaulBoetticher
01.03.2006, 08:06
Hallo,
ich denke ich werde dann mal den Riser nehmen. Er ist relativ günstig und hat so wie es sich anhört sehr gute Flugeigenschaften.
Die frage ist nur was ich für Servos benötige?
Querruder werden auf jeden Fall eingebaut.
Müssen auch Wölbklappen dazu kommen?
Ein sollte ich sagen, ich kenne mich mit Störklappen überhaupt nicht aus!
Noch eine Frage wäre, ob ich ihn gleich auf Elektro aufbaue, oder erst mal nur Segler fliege?

Wo hat ihr eure Riser 100 gekauft?

Wie war die Qualität des Bausatzes?
Paul

PaulBoetticher
01.03.2006, 08:22
Ich habe neulich etwas von einem Vario gehört, mit dem sich selbst die motordrehzahl messen lässt.
Ich habe leider nur den Namen vergessen. Ich glaube etwas mit V1 oder so.
Habt ihr vielleicht eine Ahnung?
Oder macht neue Vorschläge welche Varios gut sind!

Paul

Thommy
01.03.2006, 08:56
Hallo Paul,
gib einfach mal Vario in die Suchmaschine ein, und Du wirst mit Ergebnissen überschüttet.
Das VT1 ist von Simprop und kann, wenn ich mich richtig erinnere, unter anderem Daten von einigen Simpropreglern auf dem Infodisplay am Boden anzeigen.
Gruß
Thommy

hsteinhaus
01.03.2006, 09:46
Hallo Paul,

gekauft habe ich ihn bei Höllein, die Qualität des Bausatzes würde ein CNC-verwöhnter Modellbauer wohl mal als mäßig bezeichnen (Stanzteile). Auch wenn man hin und wieder mal Schleifpapier benötigt, gabs aber keine größeren Probleme beim Bau. Die Querruder habe ich mit 9g-Servos angelenkt (lagen gerade herum), Wölbklappen würde ich auf keinen Fall einbauen. Erstens bringt das bei der Profilierung des Risers sicher nichts und zweitens geht das auf Kosten der Stabilitiät der Fläche.

Zu den Störklappen: die sind im Bauplan eingezeichnet und beschrieben, allerdings würde ich die die seltsame Anlenkung durch je einem Miniservo in der Fläche ersetzen. Meine sind übrigens ein Rippenfeld nach außen verlängert und in der Tiefe auch ca. 5mm größer geworden, damit kann bei bei konstant 80 km/h nahezu senkrecht absteigen, wenns mal zu heftig wird.

Pack auf jeden Fall einen E-Antrieb rein, das spart am Anfang ne Menge Frust und erweitert auch die taktischen Möglichkeiten. Mein Riser ist mit knapp 3kg unterwegs - hin und wieder kommen nochmal 250g für ne Kamera dazu. Insofern sind da keine Probleme zu erwarten.

Zum Thema "was mach ich mit der Höhe":

Ein Blick in die Elbaue nahe Lutherstadt Wittenberg
17824

Nicht zur Nachahmung empfohlen: Die 2.30m-Z50 eines Vereinskollegen:
17825

Gesellschaft:
17826

Wittenberg:
17827

Leider ist die Bildqualität nicht so, wie man es inzwischen dank Digicam gewohnt ist, aber die Aktion wird dieses Jahr mit einer aktuellen CAM wiederholt...

Viele Grüße,
Holger

PS.: auf den Bildern auch gut erkennbar 2 der 3 Optimalfarben für nen Thermikflieger. Nicht zu sehen: die schwarze Unterseite der Flächen. Wer mit einem weißen Segler auf Thermikjagd geht, hat entweder Luchsaugen oder früher oder später keinen Segler mehr...

PPS: Mein Riser hat einen Ultra 220/30 5:1 brushless an 10 Zellen drin, mittlerweile gibts aber jede Menge preiswerte Außenläufer, die prima passen. Die originale Motorisierung (Speed 600 Getriebe) aus dem Höllein-Katalog reicht für den Anfang aber auch.

Bronco OV 10
01.03.2006, 09:52
Hallo Paul,

den Riser mit Querrudern zu bauen macht wenig Sinn, Er läßt sich mit Höhe-Seite sehr gut fliegen selbst mein Eigenbau mit 3,4m hat keine Querruder und läßt sich sehr gut steuern. Für Höhen und Seitenruder kannst du Standardservos wie Graupner C 577 oder ähnliches einbauen. Als Störklappen haben wir 250mm Doppelstockklappen eingebaut, die solltest du im Flügel so einbauen das sie in der Verlängerung nach hinten nicht das Höhenleitwerk verwirbeln. Das heißt in der Fläche so weit nach außen das sie fast bis an den Tragflächenknick reichen. Die Landeklappen kannst du mit zwei Servos in der 15-16mm Klasse anlenken GWS oder so.

Wir haben alle Riser mit E-Motoren gebaut die meisten mit 10 Zellen und Robbe Planeta 600 den gibts aber bei Robbe nicht mehr . Der Kollege der den Riser im Moment baut wird einen Brushlessmotor Graupner Compakt 490 Außenläufer einbauen. Den Motor gibts bei Wiggerich für 69,- Euros.

Gruß Michael

Peer
01.03.2006, 10:13
Tach !

So, sind wir also doch wieder bei 2-Achs Thermik-Seglern ?
Nichts gegen den Riser, aber gegen den Paragon XL
sieht der Riser echt Sch.... aus !

Ausserdem hat der Riser keine serienmäßige Beplankung
auf der Fläche....was ziemlich viel an Stabilität kostet.
Und zu klein finde ICH ihn auch.

Störklappen auf jeden Fall einbauen, Querruder sind
wirklich nicht nötig, das Ding kreist mit Seite / Höhe
super eng !

Elektrische Steighilfen machen Sinn, speziell am Anfang -
ausserdem kann der Flieger das Zusatzgewicht gut
vertragen. Bei uns werden im Moment altmodische
Bürstenmotoren mit 1:4 bis 1:7 Getriebe und 10 Zellen
geflogen - auch ohne Thermik bleibst Du mind. 3/4 Std.
oben ......

Zu den Flughöhen: Also bei klarem Wetter empfinde ich
500 m (mit einem F3B-Flieger, ca. 3,10m) schon als ganz
schön hoch - wer will denn da oben noch etwas über das
SUCHEN + FINDEN der Thermik lernen ?

Höchstens ABSTIEGE oder Flattertests kann man von da
oben üben (oder Heizen mit festen Fliegern)

Peer

PaulBoetticher
01.03.2006, 12:04
Hallo Bronco,

wie verhielt sich denn die verlängerte Verion in der Themrik? Besser oder schlechter als die Normalversion.
An welchen Stellen hast du die Tragflächen verlängert und hast du den Rumpf auch verlängert?

Paul

PaulBoetticher
01.03.2006, 12:06
An hsteinhaus,
sind diese Metalstäbe in deinen Flügeln das Vario für die Geschwindigkeitsmessung?
In wie viel Meter Höhe sind diese Bilder gemacht worden?
Paul

Bronco OV 10
01.03.2006, 14:15
Hallo Paul,

ich hab den ganzen Bauplan vergrößern lassen und den Riser komplett in der neuen Größe gebaut. Er fliegt so gut wie das Original ist nur eben größer ;) http://www.mfc-attendorn.de/bilder/neuebilder/bilder%202005/gross/001.jpg

Gruß Michael

PaulBoetticher
01.03.2006, 14:32
In welchen Maßstab denn?
Heißt vergrößern, dass auch der Rumpf, einfach alles größer ist?
Das Material hast du dir dann selber beschafft oder?
Wie teuer waren denn die Baukosten, wenn alles neu gekauft werden musste?

Paul

Bronco OV 10
01.03.2006, 16:08
Hallo Paul,

Ich habe die Zeichnungen im Copyshop mit 135% vergrößern lassen, also alles auch den Rumpf, einfach alles auf 135%, Die Leisten und das Holz habe ich dann auf die Größen und Stärken verändert die es bei Graupner( Balsaholz )und im Baumarkt ( Sperrholz und Kiefernleisten) gibt. Und dann sägen, schnitzen,schleifen und kleben......;) Die Baukosten habe ich nicht festgehalten aber die Leisten und das Sperrkolz waren im Baumarkt nicht sehr teuer, ich denke mal alles zusammen keine 100.- Euros Baukosten.

Ich baue halt gern, zur zeit eine Bronco, auch nach einem vergrößerten Bauplan. Dazu habe ich hier unter Motorflug einen Thread eröffnet http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=41857

haki
01.03.2006, 18:22
Hallo Michael,

die Jungs auf dem Bild mit dem vergrösserten Riser sehen alle aus als hätten sie generell immer gerne etwas mehr :D :D .

Gruss Hannes

hsteinhaus
01.03.2006, 21:08
Nicht schlecht, der Mega-Riser ;)

Zu den Bildern: Ja, das Metallrohr gehört zu einem Eigenbau-Speed-/Höhenmesser/Vario. Allerdings habe ich mir seinerzeit beim Fotografieren leider die Höhen bzw. die Zeiten nicht notiert.

Viele Grüße,
Holger

PaulBoetticher
02.03.2006, 07:55
Könnt ihr mir vielleicht noch mal sagen, was ihr für Elektromotoren in euchren Fliegern habt?
Wenn ich ihn auf Elektro aufbaue, kommt wahrscheinlich nur ein LiPo-Akku rein und ein Brushless-Motor.
Ich wollte mit dem Motor keine 5m/s schaffen, deshalb muss er auch nicht alzu stark sein. Nur zu suchen der bodennahen Thermik!

Paul

Bronco OV 10
02.03.2006, 09:39
Hallo Paul,

der Riser der bei uns im Bau ist wird mit dem Graupner Compakt 480 12V Best. Nr. 7715 und 10 Zellen ausgerüstet. Ich denke das er in den nächsten 2 Wochen fertig wird, dann kann ich Dir mehr zu dieser Motorisierung sagenhttp://shop.graupner.de/productimages/7714.jpg

auf dem Bild ist der 480 9,6V

Den Motor gibt's wie gesagt bei Wiggerich schon für 69,- Euros.

Gruß Michael

Bronco OV 10
02.03.2006, 09:42
Hallo Michael,

die Jungs auf dem Bild mit dem vergrösserten Riser sehen alle aus als hätten sie generell immer gerne etwas mehr :D :D .

Gruss Hannes


Hallo Hannes,


bei uns wird halt nicht nur viel geflogen sondern auch viel gegrillt...;) schau mal auf unserer HP

Gruß Michael

N1700SCR
02.03.2006, 10:36
Hi Paul,

ich habe in meinem Riser 100 den vom Höllein (auch dort gekauft, ist ein amerikanischer Bausatz ) empfohlenen Aeronaut Getriebemotor (eine Art Edel-600er mit Aeronaut schrägverzahntem 4,4:1
Stirnradgetriebe, ist mit gut 30 Öre günstig und gut) eingebaut, passender Spant liegt bei. Später den E-Antrieb einbauen macht kaum Sinn, da die Nase
entsprechend gekürzt wird und die Servos, Akku etc. andere Einbauorte bekommen. Dann lieber gleich richtig. Als Akku habe ich einen 8zelligen GP2200
(ist 140gr. leichter, als ein 3700er) Regler einen einfachen Kontronik SUN 3000 mit BEC. Hier voll Hightech aufzurüsten mit bushless, Lipo etc. widerspricht m.E. Deiner ursprünglichen Aussagen von 200,- Preislimit.
So wirds einigermassen leicht und günstig.

Störklappen habe ich die kleinen (ich glaub 250mm) Schempp-Hirth SK von Graupner genommen. Klappen hinter dem Hauptholm Richtung Flächenknick, die
Servos (HS81) im beplankten Teil der Fläche an der Wurzelrippe und über Gestänge angelenkt. Erfordert ein wenig "Eigenkonstruktion" aber funzt prima.
Als Servos für Höhe und Seite habe ich die 5077 von Graupner genommen.
Und baue gleich die Schraubbefestigung für die Flächen ein, mit Gummis würde ich nicht mehr rumfummeln.
Verkastung habe ich am Hauptholm beidseitig bis zum Flächenknick und ab Flächenknick einseitig ausgeführt. 1mm Pappelsperrholz habe ich genommen.

Querruder erfordern eine ganze Menge an Änderung an der Fläche, dazu Servos, Kabel, Stecker, die Stabilität leidet auch. Ich würds lassen.

Viele Grüße
Klaus

PaulBoetticher
03.03.2006, 11:21
Hallo,
ich dachte, dass die Störklappen im Bausatz beiliegen!
Noch eine Frage wäre, wie du die Flügel mit Schrauben befestigst hast.

Was für ein Vario könnt ihr mir empfehlen?
Ich kenne mich in diesen Sachen überhaupt nicht aus!
Es sollte all sie wichtigen Flugdaten anzeigen können. unter anderen vielleicht auch die
Fluggeschwindigkeit!

Paul

N1700SCR
03.03.2006, 20:09
Hi Paul,

Srörklappen liegen dem Bausatz bei. Allerdings sind das 2mm Balsaleisten mit 15x3 cm. Wird über eine Perlonschnur angelenkt, recht schottische Konstruktion. Ich habe da etwas solider gebaut und die kleinen Störklappen von Graupner genommen, ausreichend für Segler bis etwa 3,5m. Für den Einbau musste ich mir halt was eigenes einfallen lassen, Anlenkung wie geschrieben über Gestänge mit je einem HS81, kostet zwar deutlich mehr,
gefällt mir aber deutlich besser.

Die Verschraubung der Fläche ist gut im Bauplan beschrieben. Ich habe 4 Nylon-Schrauben genommen, 2xM5 und 2xM4. Wenn Du den Bauplan studierst, wirst Du es sehen. Denk auch über eine zusätzliche Verkastung der Holme nach, hat bei mir viel Gebracht und das Mehrgewicht ist vernachlässigbar.

CU
Klaus

Hubi60
03.03.2006, 22:13
Hallo Paul,
die Störklappen, die dem Baukasten beiliegen sind wirklich nicht zu empfehlen, schon gar nicht mit der Anlenkung, du solltest schon die Doppelstockklappen nehmen und hinter die Verkastung so weit wie möglich nach außen hin setzen, wobei die 240mm langen Klappen ausreichend sind und bei ebay für unter 20 Euro zu haben sind.
Ich habe die Verkastung des Hauptholmes von beiden Seiten bis zu den Flächenenden hin mit 1,5mm Balsaholz durchgezogen.
Einen Motor solltest du wenn, dann sofort mit einbauen, außerdem hast du dann in brenzligen Situationen immer die Sicherheit das Modell abzufangen oder aus Gefahrensituationen rauszubewegen, und ohne fremde Hilfe selbst zu starten.:)
Gruß Hubertus
http://www.mfc-attendorn.de/hintergrund/riser.jpg
Auf dem Foto siehst du im Vordergrund den Risen/Riser von meinem Bruder Michael(Bronco OV10) und im Hintergrund meinen Riser 100

Isy81
03.03.2006, 22:24
HI,
ich kann jetzt nur von der reinen segler version sprechen und muß sagen das die original klappen sicherlich nicht schick und up to date sind aber sie verrichten ihren dienst für dieses flugzeug sehr gut auch mit der original anlenkung.

Ich würde, wenn du erst anfängst du fliegen allerdings eine befestigung mit "gummis" vorziehen da im falle eines falles denke ich weniger kaputt geht. sieht sicherlich nicht ganz so schick aus aber auch das erfüllt seinen zweck eigentlich sehr gut....

@Hubi, warum sind sie nicht zu empfehlen??? die anlenkung ist komisch aber funktioniert.. habe ähnliche allerdings mit "drehachse" im Fiesta und auch da funktionieren sie wunderbar... versteh nicht warum man sie nicht nehmen sollte....

Mfg
Dominik

postfrosch
04.03.2006, 01:10
Fein, alles dreht sich um einen Rippenflieger mit bekannt geringem Gewicht.
Eigentlich war doch das Problem: Wie erkenne und erfliege ich die Aufwindfelder! Was machen wir denn mit der Beimischung von Seite und Quer?
Bei allem Wohlwollen muss ich doch sagen, das daß Erkennen undAusfliegen von Thermik sehr abhängig vom Modell und Pilot sind.
Für mich gilt folgender GRUNDSATZ:
Beobachte dein Modell UND die Umgebung! Sowohl die in Bodennähe als auch in großer Höher wahrnehmbaren Bewegungen können hilfreich sein, um Thermik zu finden. Ein vertrautes Gebiet sollte ab und an einfach nur beobachtet werden. Schau den Vögeln zu, die haben meist immer gleiche Wege, welche auch für dein Modell nutzbar sein werden! Das sind für mich gewissermaßen Strassen, die mir bei schwachen Bedingungen das Obenbleiben ermöglichen. Somit ist man meist vor dem Absaufen bewahrt!
Ein auf das Modell geschultes Auge ersetzt durchaus ein Hilfsmittel, welches nun ja bekanntlich Vario genannt wird. Ich mag keine Vario, für mich macht das den Unterschied zwischen Sport und Langeweile aus! Nur wer sein Modell wirklich KENNT, wird sofort eine kurze Böhe vom Thermik unterscheiden können. Wer das Vario denn nutzt, OK, jedem das seine.
Ab und an wird durch höhere Geschwindigkeit ein Aufwindfeld erst nutzbar! Daher nicht zwanghaft Herumhungern! Immer, auch in geringer Höhe das Abwandern der Thermik beachten! Es kann durchaus sein, das der Auftrieb nur wenige Meter neben der angegriffenen Blase weit höher ist. Daher meine Empfehlung, mache lieber einen ovalen Kreis und versetzte auch gewollt! Mit der Zeit kommt dafür Ortsabhängig ein gewisses Gespühr.
Und wenn nix geht, lieber mal den Flieger liegen lassen und das Gelände beobachten. Hilft auch beim Absaufen, das Modell ohne Schaden irgendwo zu Landen! Nebenbei ist das auch noch Entspannung PUR!
So nebenbei noch, das Beimischen von Quer auf Seite ist nicht Strafbar, für Anfänger oder Faule sicher der Bringer! Richtig gemacht ist das auch wirklich eine Erleichtung. Auch ich habe diese Möglichkeit immer noch, aber schaltbar! Wenn es mal wirklich Wild ist mit dem Aufwindfeld oder das Abturnen ansteht, schalten aber alle geübten Piloten auf Manuell! Daher auch hier mein Tipp: öfter mal alles MANUELL steuern! Das schult!

Soo, was mach ich mit meinem zerbrechlichen Flieger, wenn ich nicht mehr weiter hoch will? Keine Stöhrklappen, kein Butterfy, kein Querruder! Naaaaa?
Probates Mittel ist der Rückenflug! Oder einfach immer Überziehen, nur in Hammerthermik wird hier sicher keine Höhe abgebaut. Soweit es die Festigkeit erlaubt helfen auch Negativloops mit anschl. Rückenflug und dann wieder Negativloops mit anschl. Rückenflug u.s w. Dabei soweit wie Möglich Strecke machen, mit dem Wind! Dabei kommt das Modell meist auch wieder näher zum Piloten. Da ist dann auch meist die Thermik zu Ende.
Wenn nichts mehr hilft, alles auf Anschlag und so lassen! Sonst nix machen.
Und beten, das hier die Thermik, die wir vorher soooo gesucht haben auch mal wieder verschwindet.
Soweit mein kleines 1 mal 1 für die, welche noch üben. Alle anderen werden sicher nur auf den Hammerbart warten und sich freuen!
Alle geschilderten Situationen gelten für das Ruhrgebiet und nahegelegene Bodenerhebungen wie Halden und Dörnberg, Flachland sowie Küste und die Wasserkuppe!
Alpin kenn ich noch nicht, da muss ein anderer mal die Beichte ablegen!
Schönen Gruß an den Moderator und alle Interessierten,
ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sind nur meine kleinen Erfahrungen im laufe der Zeit!
Der Postfrosch
HARRY

Jürgen N.
04.03.2006, 11:48
Noch etwas, was immer wieder im Stress vergessen wird:
wenn's nur noch hoch geht, unbedingt woanders hinfliegen!!!
Nichts wie weg, so schnell wie möglich, schlimmer kann es kaum mehr kommen.
In einem 4 Meter oder mehr Bart nützen die schönsten Loopings und Kapriolen nichts.
Gruss Jürgen

Claus Eckert
04.03.2006, 12:09
Hi

Probates Mittel aus dem Hammerbart auszusteigen ist immer noch Folgendes: Fahrt gegen null verringern, Höhenruderknüppel zum Körper, Seite voll links oder rechts und abwarten. Da der Aufwind dann zum Gegenwind wird, muss beim beim Ausleiten des Trudelns etwas vorsichtig mit dem Höhenruder umgehen. Ausleiten: Knüppel neutral evtl. kurz mit Seite und Höhe dagegen, um die Drehbewegung abzustoppen. Sanft ziehen und wieder in den Bart steigen. ;)

Das geht mit fast jedem Modell, da die Belastung beim Trudeln relativ gering ist und das Abfangen i.d.R. der Belastung eines Abfangbogens aus einem Looping entspricht. Einige Modelle benötigen einen kurzen Querruder-Impuls um abzukippen.

So ein trudelnder Dragon macht schon was her ;)

tanni60
05.03.2006, 09:57
Auf Wetter.com undter Sportwetter Segelfugbericht

Wetterlage:
Am Rande einer umfangreichen Tiefdruckzone über Skandinavien gelangt mit einer nordwestlichen Höhenströmung weiterhin labil geschichtete Kaltluft nach NRW. Im Tagsverlauf überquert eine Kaltfront von Nordwesten her das Vorhersagegebiet.

Wolken und Niederschlag:
Anfangs 2 bis 4/8 Stratocumulus in 1300 M, im Bergland auch tiefer Stratus. Vormittags Bildung von 2 bis 4/8 Cumulus bei 600 bis 800 m. Mittags von Nordwesten her zunehmend dichte Stratocumulusbewölkung bei 700 bis 1200 m und aufkommende Schnee- oder Schneeregenschauer. Dabei CB- Bewölkung.

Thermik:
nicht nutzbar

Thermikbeginn:
entfällt

Thermikbeginn im Bergland:
entfällt

Thermikende:
entfällt

Tageshöchsttemperatur:
4 Grad C

Wetterwirksame Sperrschichten:
sind nicht ausgeprägt

Bodensicht:
10 bis 20 km, morgens örtliche Dunst- und Nebelfeldern. Im Niederschlag zeitweise 2 bis 6 km.

Nullgradgrenze:
anfangs am Boden, auf ca 300 Meter ansteigend

Bodenwind:
Südwest bis West mit 10 bis 30 km/h, Böen um 50 km/h.

Höhenwinde:
14 Uhr:
1000 m 280 Grad 45 km/h - 6 Grad C
1500 m 280 Grad 45 km/h - 9 Grad C
2000 m 280 Grad 45 km/h -13 Grad C
3000 m 280 Grad 45 km/h -21 Grad C


Kann nur dringend empfehlen, den zu lesen, bevor man gefrustet nach anderen Ursachen sucht.

Zum Abstieg: ja, weg fliegen erste Maßnahme
Anstiege hängen stark vom Flieger ab:

mein Pfeil hat keine Störklappen, mein Lightwing auch nicht:

wenn Plan 1 Support benötigt gehe ich in weite Steilkurven mit möglichts 90 Grad Schräglage. Dann trägt nichts mehr und der Speed bleibt wie das Modell kontrollierbar.

Zum Thema Modellauswahl:

E-Segler MPX EasyGlider: fliegt gut, ist robust und nimmt Termik gut an.

Jürgen N.
05.03.2006, 10:28
So ein trudelnder Dragon macht schon was her
Es gibt durchaus Bärte, da steigt ein leichter, "trudelnder" Segler!
Richtig "trudeln", d.h. totaler Strömungsabriss ist ja meist unmöglich mit diesen Dingern.
Wir haben schon elebt, dass ein Eierfisch so die Flächen abmontierte, der Rumpf senkrecht zu Mutter Erde kam, die Flächen aber minutenlang im Fimament verweilten und sogar stiegen!
Gruss Jürgen
Wenn ich so zum Fenster raussschaue, kann ich kaum glauben dass es je wieder so wird... :(

PaulBoetticher
07.03.2006, 17:53
Habe jetzt das Thermikbuch(für Modellflieger) zum Geburtstag bekommen!Steht allerhand dirn, ich meine es ist sehr informativ.:D

Aber was könnt ihr mir für ein Vario empfehlen?
Und was bedeutet eigentlich TEK bei den verschiedenen Varios?

Paul

kurbel
07.03.2006, 19:06
TEK heißt Totalenergiekompensation.
Das bedeutet, dass das Vario diejenigen Höhenänderungen herausfiltert,
die nur durch kurzfristige Knüppelei entstehen.

Nimmt die Fahrt ab und die Höhe zu, weil du am Höhenruder ziehst,
zeigt ein unkompensiertes Vario dieses als Steigen an (klar ist ja auch kurzfristig welches),
nur ist es deswegen leider trotzdem keine Thermik.

Deine Totalenergie, also die Summe aus (kinetischer) Bewegungsenergie (durch Geschwindigkeit)
und (potentieller) Lageenergie (durch Höhe), kannst du insgesamt ja auch nicht dadurch ändern, das du ziehst.
Das TEK-Vario filtert diese 'Knüppelthermik' bis zu einem gewissen Grad heraus
und wenn es Steigen anzeigt (oder meinetwegen auch anpiept),
dann ist dieses Steigen hervorgerufen durch die Luftmassenbewegung.
Das macht die Erkennung und das Zentrieren der Thermik deutlich einfacher.

Um diese Kompensation zu erreichen, gibt es mehrere Möglichkeiten.
Eine weit verbreitete ist die Verwendung einer 'TEK-Düse'.
Wenn man das Vario an eine solche anschließt,
hat man schon eine recht gute Kompensation, je nach Bauart der Düse.

Kurbel

Matthias_BT
07.03.2006, 19:32
Hallo erstmal alle zusammen von einem neuen Forumsteilnehmer.

Ich habe diesen Thread spannend verfolgt, da ich die gleichen Fragen stellen könnte wie Paul.

Arbeite mich zur Zeit auch durch das "Thermikbuch" und hoffe das ich das Theoretische alsbald auch ausprobieren kann.

Leider lassen unsere Bayrischen Wetterverhältnisse alles andere zu als schon die Anfahrt zum Modellflugplatz.

Meine Frage, habe seit letztem Jahr eine "alte" Multiplex Fiesta:

Bin ich besser bedient, wenn ich
a) mir ein HLG-ähnliches 2m-Modell kaufe (habe den SuperFips von CHK ins Auge gefasst)

oder

b) mir ein Vario anschaffe.


Achja, fliegen klappt mit der Fiesta, Thermik fand ich bisjetzt (hoffe es lag auch viel an fehlender Theorie) noch keine, Angst habe ich nur bei jeder Landung - war mit den Motorfligern einfacher, eigentlich ja nur wegen dem Gefühl der Möglichkeit des "durchstartens".

Stehe derzeit etwas "auf dem Schlauch" und warte auf besseres Wetter und freue mich schon jetzt über euere Meinungen. Danke,

Matthias

Anfänger
07.03.2006, 19:54
Hi,

ich komme auch aus Bayern.
Leider ist es ein weit verbreitet Irrtum, das Thermik nur an warmen Tagen vorkommt. In diesem Jahr waren bereits mehrere ausgedehnte Thermikflüge bei -5°C möglich. Entscheiden hierfür ist das Gelände und die entsprechende Sonneneinstrahlung bzw. bei einer heranziehenden Kaltfront die Bodentemperatur. Von Karl Hinsch gibt es unter F3J einen schönen Bericht über das Aufsuchen von Thermik. Der steht auf der Internetseite vom Modellflugverein Burgau.
Ich hatte das Glück einen guten Lehrmeister oder zwei beim Thermikfliegen länger zu beobachten und diese mit meinen Fragen zu löchern wie,
warum fliegt ihr jetzt gerade dahin
wie habt ihr das gesehen
usw.

Gruß
Herwig

Karl Hinsch
07.03.2006, 20:12
Hallo Herwig,

erst mal herzlichen Dank für die Blumen wegen des eingestellten Berichtes über das Aufspüren von Thermik auf der Webseite des MFC Burgau.

Allerdings handelt es sich hierbei um eine Einführung in die Wettbewerbsklasse F3J, zu dem natürlich auch das Suchen und Nutzen von Thermik gehört. Der angesprochene Artikel befindet sich aber eigentlich auf einer anderen Webseite und ist nur vom MFC Burgau auf deren Webpage eingebettet worden.

Hier findet sich der eigentliche Artikel sowie weitere Informationen zum Thema F3J:

Modellflug-Webseite des DAeC: www.modellflug-im-daec.de

Direkter Verweis auf den Wettbewerbsbereich Fernlenkflug: www.modellflug-im-daec.de/leistungssport/fernlenflug/ferlenk_index.htm
Dann weiterklicken auf: F3J - die Wettbewerbsklasse -> Grundlagen -> Einführung in die F3J Klasse

Oder einfach auf der genannten DAeC Seite durchklicken:
Leistungssport -> Fernlenkflug F3,F5 -> F3J - die Wettbewerbsklasse -> Grundlagen -> Einführung in die F3J Klasse


Gruß, Karl Hinsch

Gast_4749
08.03.2006, 01:12
Thermiksuche, Wetterbeobachtung
Die nach dem Start zur Verfügung stehende Höhe reicht ohne Aufwind bei einem normalen Modell für einen Flug von etwa 7 Minuten Dauer. Um länger zu fliegen und damit die Rahmenzeit von 10 bzw. 15 Min. voll ausnutzen zu können, müssen Aufwinde aufgespürt und ausgenutzt werden.

Die Grundlage für Thermik ist bis auf wenige Ausnahmen immer die Sonneneinstrahlung. Diese Einstrahlung heizt das Gelände auf, das diese Wärme an die darüberliegende Luft abgibt. Warme Luft ist leicher als kalte Luft (Beispiel: Heißluftballon) und steigt damit auf.

Die erwärmte Luft bildet zunächst ein Polster direkt über dem Erdboden, steigt also nicht von alleine auf, sondern braucht gewissermaßen einen Auslöser. Wird warme Luft beispielsweise durch den Wind an eine Waldkante oder Baumreihe getrieben, so löst sich die Warmluft an dieser Stelle vom Boden ab.

Insgesamt betrachtet sind die Methoden Thermik aufzuspüren vielfältig, so daß nachfolgend nur einige Tips im Überblick gegeben werden:

„Gelände lesen“, Flächen mit hoher Reflexion bieten bei Sonneneinstrahlung bessere Chancen für Aufwinde (helle Flächen wie Kornfelder oder Kiesflächen), dunkle Flächen wie Straßen, Plätze oder frischer Acker heizen sich stärker auf und geben diese Wärme auch bei Abdeckung durch Wolken verstärkt ab.

Waldkanten, auf die der Wind bläst, bieten exzellente Abrißkanten für Warmluftpolster und sollten daher unbedingt geprüft und angeflogen werden.

Der Sonne zugewandte Seiten wie Hausdächer, Hügel und Hänge werden von der Sonne im Idealfall senkrecht bestrahlt und heizen sich so stärker auf als andere Geländeteile.

In windgeschützten Ecken, in die die Sonne einstrahlen kann, bildet sich schnell ein Warmluftpolster, daß nicht vom Wind weggetragen wird.

Bei Schwachwind ist insbesondere auf Windsprünge zu achten; nimmt beispielsweise die Windgeschwindigkeit plötzlich zu und dabei ev. die Lufttemperatur ab, so ist vor kurzem ein Aufwind gestartet, der nun aus der Umgebung kühlere Luft nachsaugt und damit Bodenwind erzeugt.

Ebenfalls bei Schwachwind können schon geringe Störungen wie fahrende Autos, einzelstehende Bäume oder Hecken vorhandene Warmluftpolster zum Aufsteigen bringen.

Kreisende Vögel sind exzellente Termikanzeiger und stören sich normalerweise nicht an Modellen, die mit ihnen zusammen im selben Aufwind kreisen.

Plötzlich auftretende Verwirbelungen und Böen zeigen ein sich gerade ablösendes Aufwindpaket an. Eventuell aufgewirbelter Staub dient dabei hervorragend als Anzeiger der Thermikblase.





http://www.modellflug-im-daec.de/leistungssport/fernlenflug/f3j/grundlagen/f3j__einfuehrung.htm :D

Karl Hinsch
08.03.2006, 08:42
Hallo oegeat,

nett das du eine Passage aus dem genannten Artikel auf der Webpage des DAeC rauskopiert und hier eingestellt hast. Trotzdem ist es wohl besser den gesamten Text durchzulesen, da dort noch einiges mehr drinsteht (z.B. Taktik bei der Thermiksuche, Hochstarttechnik, Landeeinteilung usw.).

Der von dir angegebene Link führt zwar direkt zu diesem Artikel, aber ich hatte absichtlich diesen direkten Link nicht angegeben, da in dem Bereich F3J auf der DAeC-Webpage noch einige weitere, hoffentlich interessante Beiträge zu finden sind.

Gruß, Karl Hinsch

Matthias_BT
09.03.2006, 11:12
Hallo zusammen,

jetzt muß ich noch mal nachfragen, da der Messebesuch näher rückt und somit auch der "muss-ich-haben-effekt"...

Laufe ich als Thermik"einsteiger" besser mit so nem HLG-ähnlichem Teil oder einem Vario? (gesamte Fragestellung hier in Beitrag 101 dieses Thread´s)

Grüße
Matthias

PaulBoetticher
09.03.2006, 18:20
Zurück zu Thermikfliegen!
Eins habe ich noch nicht so genau verstanden?
Wie schnell zieht der Bart bei 2m/Sek. Windgeschwindigkeit?
Ich sage jetzt so mal in 50Meter Höhe!
Muss ich mich mit dem Segler auch vom Wind, genauso wie der Bart, treiben lassen, dass heißt mitziehen?
Ich hätte sonst gedacht, ich immer mit dem Flieger wieder zurück in den Wind stoßen muss, um den selben Kreisstandort bei zu behalten.

Grüße
Paul

kurbel
09.03.2006, 18:38
Das kommt, wie immer, drauf an, vor allem, in welcher Höhe man/das Modell unterwegs ist. In geringeren Höhen mag es eher vorkommen, dass der Bart zwar leewärts geneigt ist, aber quasi ortsfest. Je langsamer man darin steigt, desto kleiner ist der nötige leewärtige Versatz um drin zu bleiben. Eher fällt man leewärts/nach unten aus der geneigten warmluftwurst heraus und muss etwas gegen den Wind verlagern um wieder hereinzukommen. Ab einer gewissen Höhe (schwer zu sagen, wo die Grenze liegt) tendieren Bärte dazu vom Boden abgelöst mit dem Wind abzutreiben. Wolken scheinen dabei einzelne Bärte 'einzusammeln' und zu größeren Bärten/Steigzonen zu verschmelzen. Dann kann man sich das eher als senkrecht stehende Bärte vorstellen, die sich mit etwa Windgeschwindigkeit fortbewegen. Dann muss man sich um drin zu bleiben mit eben dieser Windgeschwindingkeit mitversetzen lassen, egal wie schnell man steigt, auch beim Nullschieber (wenn man nicht mehr schafft, als gerade eben Höhe zu halten). Das kann die Sache sehr anstrengend machen, wenn kein Überlandflug gefragt ist. Wenn man auf der Leeseite des Flugplatzes nen Nullschieber hat hilft der einem erstmal eigentlich nicht weiter, es sei denn man ist sich ziemlich sicher, 'der kommt nochmal'...

Kurbel

Pike
09.03.2006, 18:43
Hallo Paul,
du meinst wie stark versetzt die Thermik sich seitlich? Das ist bei 2m/s Windgeschwindigkeit irgendetwas zwischen 0,1m/s gegen den Wind und 0,2m/s mit dem Wind. Daher empfehle ich immer, das Modell nie absichtlich seitlich zu versetzen, solange es noch zentriert ist. Dann nimmt die Blase das Modell auch seitlich mit sich mit.

und Matthias,
wenn du mit einem Fiesta noch keine Thermik gesehen hast, dann musst du dein Modell besser beobachten. Am besten nutzt du zunächst Tage mit schwachem Wind, der häufig die Richtung wechselt, dann ist erstens mehr Thermik und zweitens sieht man bei schwachem Wind die Thermik deutlicher. Erst wenn dein Kleinhirn die Flugfunktion übernommen hat, kann dein Großhirn das Verhalten des Modells verfolgen und dann siehst du Thermik. Wenn du dann so weit bist, hast du auch freie Hirnzellen, um auf ein Vario zu achten. Und bleib beim Fiesta, das ist für den Zweck ein sehr gutes Modell. Und wenn du gerade den Liesken liest, dann hüte dich davor das nachzumachen, was er in Sachen Elektronik empfiehlt - das ist nämlich absoluter Mist.

Und an alle,
ich halte es für legitim Quer und Seite in der Thermik zu koppeln, wenn es einem leichter fällt. Wenn man es nicht gekoppelt besser kann, ist es aber auch ok, es muss jeder selbst für sich entscheiden. Meine Auffassung ist, dass das Modell von selbst kreisen muss, d.h. ins Quer- oder Seitenruder lange ich beim Kreisen bestenfalls alle zwei Umdrehungen einmal ganz leicht korrigierend ein, die meiste Arbeit macht das Höhenruder. Bei den seltenen, und winzig kleinen Korrekturen ist es dann schon wurscht ob die Seite mitläuft. Meine Modelle kreisen dadurch zwar mit deutlicher Querlage, sie können aber extrem eng kreisen und sie bleiben vor allem an Ort und Stelle und im Zentrum des Aufwindes.

tschüß,
Pike

PaulBoetticher
09.03.2006, 21:41
Das heißt, wenn mein Vario in 50m Höhe einen Nullschieber zeigt, soll ich nicht versuchen mit dem modell konstant gegen den Wind zu halten, sondern mich mit ihm in der selben Geschwindigkeit, beim Kreisen, treiben lassen?
Wir nehmen mal an, dass es nicht wichtig ist ob ich in Lee des Landeplatzes bin! Ich stehen auf einer sehr großen Wiese.
Ich fliege nicht im Verein, deshalb kann mir auch keiner eine Empfehlung geben, wo es an Besten hoch geht!

Ich werde demnächst ein Bild von meiner "ehemaligen Kuh- Wiese" einstellen.
Eigendlich ist sie perfekt, denn rießig groß und ist als Ausgleichsfläche der Autobahn still gelegt. - Nur der Bauer mäht sie mir mal-

GRuß
Paul

kurbel
09.03.2006, 22:48
Der Punkt ist eigentlich, dass du immer wieder neu 'erfühlen' musst wo aktuell das Zentrum des Bartes ist. Man kann sich leider meist nicht nach Schema F ausrechnen, wie sich ein Bart verhält oder verhalten wird. Aber mit zunehmender Erfahrung fällt es leichter das Verhalten des Modells/Flugzeugs zu deuten. Man ahnt, auch schon im Voraus, wo ein Bart abgehen könnte, oder wohin man evtl. die Kreise verlagern muss, damit das Steigen optimal wird. Dann wiederum gibt es auch die sehr sicher vorhersagbaren Hausbärte, 'die immer gehen'. Je nach Gelände ist das eine sichere Bank und wer sein Gelände kennt weiß wo er nach Thermik suchen muss.

Eine große Hilfe können auch erfahrene Thermikflieger sein, die das Gelände schon kennen und Tipps dazu geben können oder aber jemand, der dir während du fliegst hilfreiche Ansagen machen kann, so wie auch bei jedem f3b/f3j-Wettbewerb ein Helfer dem Piloten soufliert (ein guter Helfer ist da schon was wert).

Ich muss aber gestehen, dass die allermeisten Thermikerlebnisse, die ich hatte, nicht mit Modellen waren, sondern beim Segelfliegen. Und gewisse Dinge werden dadurch einfacher, dass man drin sitzt (allerdings nicht alle). Ich konnte längst Thermikfliegen mit Segelflugzeugen, bevor ich das mal beim Modellfliegen erlebt habe. Und da muss man es nochmal ein bisschen neu lernen...:rolleyes:

Edit: Ok, wer lesen, kann is klar im Vorteil... Du hast keine Vereinskollegen, die dich anleiten könnten, habs vercheckt. :rolleyes:

Kurbel

PaulBoetticher
10.03.2006, 07:55
Hallo, vielleicht könnt ihr mir dann (von den Bildern abhängig) sagen, wo ich die Thermik am besten finden kann. Es wäre doch eigentlich nur sinnvoll sich ein Vario anzuschaffen, wenn eineTEK-Düse dabei ist oder? Wenn man in diese Forum Bilder einstellt, braucht man kein Webspace nicht wahr? paul

Ich muss die Bilder noch erst machen, bevor ich sie einstelle1

Pike
10.03.2006, 08:58
Das heißt, wenn mein Vario in 50m Höhe einen Nullschieber zeigt, soll ich nicht versuchen mit dem modell konstant gegen den Wind zu halten, sondern mich mit ihm in der selben Geschwindigkeit, beim Kreisen, treiben lassen?
Das hängt nicht vom Vario ab. Wenn du die Umgebung gut beobachtet hättest, dann wüsstest du ungefähr wo es hochgehen könnte. Wenn ich nun einen Hammerbart irgendwo vermuten würde, würde ich mich dorthin begeben, wenn nicht, dann ist ein Nullschieber aber auch keine gute Idee, wenn er einen mit ins Lee nimmt. Mit dem Bart gehe ich nur ins Lee mit, wenn er so viel Höhe bringt, dass ich nach dem Zurückfliegen gegen den Wind noch mehr Höhe habe als vorher. Da treten dann aber wieder die guten Schalentiere in den Vordergrund, denn schnell und gut gleiten können die Balsarippenteile in der Regel nicht.

Jürgen N.
10.03.2006, 08:59
Es wäre doch eigentlich nur sinnvoll sich ein Vario anzuschaffen, wenn eineTEK-Düse dabei ist oder?
Nein!
TEK ist ein Komfort/Luxus, den wir zwar lange Jahre vermissten, aber nicht unbedingt brauchten.
Mit der Zeit lernten wir schnell zu unterscheiden, ob es piepste weil wir zogen oder weil es wirklich aufwärts ging.
TEK bringt Ruhe in den Ohrstöpsel. Es geht aber auch ohne. Ich ergänze aber alle Modelle und baue nur noch "mit".
Gruss Jürgen

PaulBoetticher
10.03.2006, 12:02
Habe noch mal ne frage!
Gibt es nicht auch üirgendwo varios gebraucht zu kauen.
200€ für so ein kleines Teil ist ganz schön viel!
Sollte halt auch nur ein ganz einfaches sein, aber ich finde da nicht so richtig was, nur diese Profiteile.
meine Bedingungen wären ja auch nur die Anzeige von Höhe, Steigen-Sinken(Vario), und vielleicht noch die Bordspannung.

Paul

Pike
10.03.2006, 12:16
Höhe, Steigen, Sinken und Bordspannung sind aber nun mal die Umfänge der "einfachen" Profiteile.

Frank Thorn
10.03.2006, 12:35
Ich hatte für viele Jahre das helios von Multiplex im Einsatz. In Holzfliegern geht das einwandfrei. Ist 27 MHZ. Dadurch hat man zwei lange Antennen, die man abstimmen muß. Als Vario funzt es einwandfrei. Hab damit meine längsten Flüge gemacht.

Gibt es bestimmt noch irgendwo gebraucht. Frag mal in der Börse danach oder Ebay....

Gruß
Frank

Gast_4749
10.03.2006, 22:05
thermik ist überall ! auch auf einem feld wo weit und breit nix ist

hir ein video

http://leinauer.de/aero/movies/hanz03.mpg

hier etwas über das modell

http://leinauer.de/aero/hanz/

grüße

ps: zeitgleich möchte ich auf ........ http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=30876&highlight=leinauer verweisen

PaulBoetticher
10.03.2006, 22:59
Wie stellt man am besten fest, ob die Thermik labil oder stabil ist?
Braucht man spezielle Geräte?

Paul

kurbel
10.03.2006, 23:16
Also, ich kenne nur stabile oder labile Luftschichtung. Der Thermikwetterbericht gibt normalerweise Auskunft über die Art und Schichtung der aktuellen, bzw. kommenden Luftmasse. Im Grunde liegt der Unterschied im Grad der Temperaturabnahme mit der Höhe, je stärker, desto labil. Auf der Rückseite einer Kaltfront ist normalerweise sehr labil angesagt, was starke Thermik begünstigt. Meist ist das sogar eher zu labil, die Wolken tendieren dann zur 'Überentwicklung' inklusive Schauern und Gewittern. Nach Durchzug der Front stabilisiert sich aber die Schichtung mit der Zeit, die Überentwicklung hört auf, und es bleibt noch gute Thermik. Meist ist ein bis zwei Tage nach Durchzug der Front das beste Wetter. Wenn dann die Luftmasse nach einigen Tagen 'veraltet', wird es immer stabiler und die Thermik immer schwächer, höchste Zeit für eine neue Kaltfront. Warmfronten sind dagegen für nix zu gebrauchen, außer für grauen Himmel, Nieselregen und dicke Luft...

Kurbel

PaulBoetticher
11.03.2006, 13:02
Stimmt, du hast recht!
Ich meine natürlich die Luftschichtung!

Paul

Maistaucher
16.03.2006, 09:28
Ich habe mir in Sinsheim nun auch mal das "Thermikbuch für Modellflieger" zugelegt.
Er schreibt ja ganz lustig, wobei, ich könnte mir vorstellen, das diese Zweideutigkeiten auf Dauer auch anstrengend werden können.
(Das ist ja fast so, als würde man den ganzen Tag im Cafe-Klatsch-Forum lesen, das hält auch kein normaler Modellflieger aus...
Oh, Widerspruch in sich: normal <-> Modellflieger...:D )

Die ersten Seiten habe ich bereits hinter mir.
Hört sich alles ganz simpel an:
Einfach von Cumulus zu Cumulus hoppen, gigantische Höhen erreichen
und so hunderte von Kilometern (!...) mit dem Modellflieger zurücklegen.
Werde sofort mein Vario wieder wegwerfen. :D

Aufsteigende Grüße,
Thermiktaucher

Sebastian St.
16.03.2006, 09:43
Werde sofort mein Vario wieder wegwerfen. :D

Aufsteigende Grüße,
Thermiktaucher


Aber bitte in meine Richtung! :D :cool:

Maistaucher
16.03.2006, 13:03
Wollt´s gerade tun, wirklich,
aber, da verspüre ich doch glatt wieder diesen Schmerz in der Schulter meines Wurfarms...
Tja, so wird das leider dann doch nichts. :D

Variotische Grüße,
Cumulustaucher

PaulBoetticher
22.03.2006, 13:40
Hallo,
noch ne Frage wäre, wie das Mischverhältnis bei einem Kombiswitsch(Seiten-Querruder)sein sollte? 100% Oder nur 50%? Hängt wahrscheinlich auch vom jeweiligen Modell ab.

Habt ihr schon eure ersten Frühlingsthermikflüge hinter euch?
Ich jedenfalls noch nicht, denn der Riser ist noch nicht fertig und in meinem HLG fehlt mir noch ein Querruder(D47)

Paul

Gast_5351
22.03.2006, 13:44
Hi!

Tip von mir bzw persönliche Meinung: Lass das Combiswitch weg. Bei einem langsamen Thermikflieger (eigentlich bei allen anderen auch) sollte man es hinbekommen SR und QR getrennt zu steuern. Das Steuern erleichtert es nur, wenn es perfekt eingestellt ist. Und bis man das hinbekommen hat hat man das getrennte Steuern 5 mal gelernt ;-)

MfG Jan

hannesk
23.03.2006, 00:29
Hallo,
noch ne Frage wäre, wie das Mischverhältnis bei einem Kombiswitsch(Seiten-Querruder)sein sollte? 100% Oder nur 50%? Hängt wahrscheinlich auch vom jeweiligen Modell ab.

Habt ihr schon eure ersten Frühlingsthermikflüge hinter euch?
Ich jedenfalls noch nicht, denn der Riser ist noch nicht fertig und in meinem HLG fehlt mir noch ein Querruder(D47)

Paul

1. kombiswitch :cry: :cry: :cry: :cry:

2. ja, am sonntag, mit hlg (der beste einstieg)

3. zum thema: schau mal in das buch von angelo d'arrigo rein:
http://www.kulturradio.de/_/auslese/beitrag_jsp/activeid=31/key=tipp_961070.html

bissi weihrauch :( aber richtige einstellung: üben-üben-üben

viel spaß
hannesk

Anfänger
23.03.2006, 10:30
Hi,

ich habe am Montag und Dienstag jeweils 2h bis 3h die Thermik mit meinem Slingshot gefunden.
Die Thermik war in der Ebene zwar gering aber doch vorhanden. Die Flüge erfolgten gegen 10:00 und 14:00.
Aus meiner Sicht gibt es nur bei Inversionswetterlagen keine brauchbare Thermik. An den übrigen Tagen ist einfach probieren angesagt.

Viel Glück beim Suchen
Herwig

Ludwigsparky
23.03.2006, 10:36
Hi Zusammen,

hier ein link zwar fürs Gleitschirmfliegen, aber schaut mal unter dem Punkt "Der kleine Ligapilot" nach, dort steht einiges zum Thema: www.lahmeente.de

Gruß, Ludwig

amorok
23.03.2006, 12:44
Hallo,
noch ne Frage wäre, wie das Mischverhältnis bei einem Kombiswitsch(Seiten-Querruder)sein sollte? 100% Oder nur 50%? Hängt wahrscheinlich auch vom jeweiligen Modell ab.

Habt ihr schon eure ersten Frühlingsthermikflüge hinter euch?
Ich jedenfalls noch nicht, denn der Riser ist noch nicht fertig und in meinem HLG fehlt mir noch ein Querruder(D47)

Paul
am besten 0 %:D denn kombiswitsch ist mit einem wort gesagt ---> mist
am besten getrennt fliegen lernen:p

DieterK.
23.03.2006, 17:55
Hallo Paul,

hier gehen die Meinungen wie bei so vielem anderen auch auseinander. Ich bin ein Späteinsteiger, mir haben alte Hasen damals z. Bsp. den Kombiswitch empfohlen und ich habs dann natürlich auch so gemacht. Zuerst mit 50 % Seite dazu gemischt, dann aber 100 %.
Ich fands zum Erfahrung sammeln sehr gut. Und vor den anderen "Thermikgeiern" bin ich auch meistens nicht gelandet..... Zwischenzeitlich versuche ich auch (mit mehr oder weniger Erfolg) getrennt auszusteuern, habe aber den Switch immer noch auf einem Schalter zum einschalten dabei. Einzig bei Kunstflugambitionen ist es nicht empfehlenswert, hat man mir gesagt......
Also einfach probieren.....

Ach ja, erste Thermikflüge diese Woche mit meinem Thermik Sport, sein Name ist halt Programm.....
Nun warten die anderen Modelle ungeduldig auf ihren ersten Einsatz in 2006....

Viel Spaß bei unserem schönen Hobby

Gruß
Dieter

Maistaucher
29.03.2006, 09:33
...Wollt´s gerade tun...

@Sebastian Steffen
Ich habe inzwischen weitergelesen.
Meine Schulter ist zwar wieder in Ordnung, aber das mit dem Wegewerfen wird jetzt nun doch nichts. :rolleyes:

Da steht doch, dass man mit einem Anfänger-Segler natürlich die mitleidigen Blicke der Profis auf sich zieht
und interessierte Zuschauer nicht hinterm Ofen hervorlocken kann, aber doch wohl ganz gut das Thermiksegeln üben kann.

Da passt es ganz gut, dass ich den guten alten 2m-Segler doch noch nicht entsorgt habe. Außerdem ist in der Haube noch Platz für´s Vario.

Jetzt muss nur noch das Wetter mitmachen. Nach der ewigen Kälte nervt jetzt der Regen.

Viele Grüße,
Maistaucher

Claus Eckert
29.03.2006, 09:49
Hallo

Kombiswitch vereinfacht vordergründig. Gerade so, als würde man Autofahren im Automatik-Fahrzeug lernen. Den Umgang mit dem Getriebe kann man immer noch lernen. :cool:

Interessanterweise findet die Kombiswitch-Diskussion am häufigsten unter Modellseglerpiloten statt. Warum wohl? ;)

Das wäre ja fast ein eigener Thread...

Weyershausen
29.03.2006, 22:19
Hallo,


Hallo

Interessanterweise findet die Kombiswitch-Diskussion am häufigsten unter Modellseglerpiloten statt. Warum wohl? ;)


Weil das negative Wendemoment bei einem Motormodell nicht nur nicht stört, sondern sogar erwünscht ist, um gerade Rollen fliegen zu können. Bei meinem Kunstflugtiefdecker sind die Querruder so differenziert, dass der Ausschlag nach unten etwas größer(!) ist als nach oben. Das gibt gerade, wie auf der Schnur gezogene Rollen, ohne dass man viel korrigieren muss. Will man Kurven fliegen, so leitet man sie mit Querruder ein und zieht dann mit dem Höhenruder herum.

Beim Segler sieht das ganz anders aus. Nur mit Querruder oder nur mit Seitenruder geflogene Kurven sind eine Katastrophe und bewirken unnötig viel Höhenverlust. Gut geflogene Kurven benötigen eigentlich immer beide Ausschläge gleichzeitig in einem festen Verhältnis zueinander. Das kann man erreichen, indem man immer beide Knüppel gleichsinnig bewegt, was auf die Dauer ziemlich anstrengend ist. Zudem leidet darunter die Konzentration auf die Steuerung des Höhenruders.

Ich fliege deshalb Segler immer mit Kombiswitch. Der Querruderknüppel nimmt dabei das Seitenruder immer zu 150% mit, weil nach meinem Geschmack die Seitenruderwirksamkeit im Verhältnis zur Wirksamkeit der Querrruder immer zu gering ist. Das heißt, wenn der Querruderknüppel gerade bei ca. 70% Weg ist, hat das Seitenruder bereits Vollausschlag.

Um wieder auf den Autovergleich zurückzukommen. Kombiswitch würde ich eher mit ABS vegleichen. Ein echter Könner mag auf glatter Fahrbahn ohne ABS einen kürzeren Bremsweg erreichen. Die Mehrzahl der Autofahrer jedoch profitiert von dieser elektronischen Hilfseinrichtung.

Gruß
Gerald

hannesk
29.03.2006, 23:00
Hallo,

Um wieder auf den Autovergleich zurückzukommen. Kombiswitch würde ich eher mit ABS vegleichen. Ein echter Könner mag auf glatter Fahrbahn ohne ABS einen kürzeren Bremsweg erreichen. Die Mehrzahl der Autofahrer jedoch profitiert von dieser elektronischen Hilfseinrichtung.

Gruß
Gerald

naja,

wenn du beim autovergleich bleiben willst kann auch nicht jeder ein formel1 auto fahren, ob mit oder ohne abs. bei einem hlg mit querruder mag das pro kombi stimmen. wenn die streckung groß wird mußt du beim engen kreisen stützen. das kannst du mit kombi auch, aber du hast dann querruder (oder seitenruder je nachdem) auf 2 knüppeln.

mir ist das zu kompliziert, deshalb :cry: einen 3d crack der motorzunft befragt ob er zaubermischereien macht schüttelt den kopf: zu kompliziert, lieber klare funktionen immer gleich. naja da dachte ich kleiner seglerpilot so falsch liege ich nicht.

übrigens ist beim abs der bremsweg beim "normalen" kfz LÄNGER, auch für einen normalen autofahrer, nur die steuerbarkeit bleibt besser (beim esr ist das anders), und darin liegt der profit, weil halt lieschen müller schleudern nicht übt und das eine mal, wo es nötig wird der kompromiß ist lieber längerer bremsweg aber ausweichen können (darin könnte ein vorteil vom kombi liegen: kollision im letzten moment besser vermeiden können :D - da muß nur noch die richtung stimmen).

wir gehen aber doch auf den flugplatz und üben :D den ganzen nachmittag lang :D :D bis der nacken schmerzt :D :D :D am hang tut der nacken weniger weh, da noch länger :D

ich will keinen bekehren :) :) geht eh nicht :D - wenn man 25 jahre schon so geflogen ist. ich denke bloß man sollte das anfängern nicht zu sehr nahelegen, sondern lieber erklären wie und warum eine kurve sauber geflogen wird, und dann muß er halt auch nackenschmerzen erdulden :D, schon weil sein flieger nicht mehr runter will wenn ers erst mal begriffen hat :D .

viele liebe grüße
hannesk

Karl Hinsch
30.03.2006, 07:41
Hallo,

wenn die Zumischung von Seitenruder zum Querruder (Kombiswitch) nur was für Anfänger ist und Könner immer ohne fliegen, dann oute ich mich mal als Anfänger. Ich fliege nämlich meine Wettbewerbsmodelle immer MIT Kombiswitch.

Das hat folgenden Grund:
Für das Einleiten einer Kurve braucht man bekannterweise (wurde hier auch schon öfters beschrieben) beide Ruder in einem sinnvollen Verhältnis zueinander. Insbesondere beim schnellen Kurvenwechsel innerhalb einer Thermikblase (schnelle Verlagerung, wenn man merkt man kreist neben dem Zentrum) ist das mit dem richtigen Verhältnis aber gar nicht so einfach hinzubekommen, vor allem nicht in größerer Entfernung. Hier hilft die richtige Zumischung von Seitenruder ungemein. Daher stelle ich diese Zumischung beim Einfliegen des Modells so ein, das das Modell bei einem schnellen Kurvenwechsel nicht schiebt (Rumpf schräg von der Seite angeströmt). Diese Zumischung liegt so bei ca. 60 bis 80%, je nach Ruderwirksamkeit des Seitenruders (V-Leitwerk eher mehr, Kreuzleitwerk eher weniger)

Beim stationären Kurvenflug sieht es natürlich anders aus. Hier übersteuere ich die Zumischung wieder, d.h. das Seitenruder hat einen im Wesentlichen konstanten Ausschlag in Kurvenrichtung, mit dem Querruder wird etwas entgegen der Kurvenrichtung abgestützt (die kurveninnere Fläche hat weniger Fahrt und erzeugt daher auch weniger Auftrieb, was durch den Ausschlag engegen der Kurvenrichtung über mehr Verwölbung der inneren Fläche ausgeglichen wird).
Das Übersteuern des Kombiswitches klappt eigentlich problemlos, man verliert ja die Steuerbarkeit des Seitenruders nicht wenn man Kombiswitch einsetzt.

Gruß, Karl Hinsch

Claus Eckert
30.03.2006, 08:25
Hallo

Sauberen Kurvenflug sollte man ohne Kombi-Switch lernen. Ich denke da sind wir uns einig. ;) Deshalb auch der Satz "Kombiswitch vereinfacht vordergründig."

Ob man es dann nach der Lernphase einsetzt oder nicht, dass muss jeder selber entscheiden.

Weyershausen
30.03.2006, 21:42
Hallo,

im Grunde sind wir uns einig. Es muss jeder selbst entscheiden, ob er mit oder ohne Kombi-Switch fliegen möchte.

Aber lernen sollte man das Segelfliegen lieber mit, weil sich der Lernerfolg einfach schneller einstellt. Erst wenn der Flugschüler sicher starten, fliegen und landen kann, ist er in der Lage zu beurteilen, ob die strikte Trennung von Ouer- und Seitenrudersteuerung für ihn vorteilhaft ist.

Ich glaube, dass viele Modellsegelflieger einfach deshalb auf die "alte Schule" schwören, weil es von Anbeginn der (manntragenden) Segelfliegerei bis heute an allen Segelflugschulen so gelehrt wird. Aber man muss einfach auch mal sehen, dass in vielen Dingen die Modellflieger mit ihren vielfältigen elektronischen Möglichkeiten die Vorreiter sind.

Der Beschreibung von Karl ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Wer so steuert, fliegt schon verdammt nah am Optimum, denke ich.

Gruß
Gerald

haki
30.03.2006, 23:50
Hallo,

als ich angefangen habe 3-Achs-Segler zu fliegen war das erstmal imgrunde noch reine 2-Achssteuerei; toll endlich ein zackiges Querruder statt dem lahmen Seitenruder. Das Seitenruder wurde eigentlich nur zum Drehen in Turns verwendet. Nachteile beim Fliegen aufgrund des vernachlässigten Seitenruders konnte ich damals noch nicht feststellen.
Bis mich einmal ein "alter Hase" ermahnt hat ich solle in den Kurven mit Seitenruder steuern (flacher Kreisen) sonst würde ich nie lange obenbleiben; das hat dann auch bestens funktioniert Ich bin überzeugt, dass es für einen "Dreiachsanfänger" wichtig ist zu lernen Seitenruder während der Kurve zu steuern, dabei ist ein Schieben beim Einleiten der Kurve eher lernförderlich um den Fehler zu erkennen.
Im Allgemeinen wäre mir Kombiswitch auch ausserhalb des Kreisens hinderlich, z.B wenn man die Lage des Modells mit Querruder um die Längsachse korrigieren muss (Böen, zerissene Thermik) will es ja dann in eine Kurve hineindrehen. Mir ist es einfach wichtig trotz aller technischen Möglichkeiten über alle drei Achsen volle Kontrolle zu haben.

Gruss Hannes

hsteinhaus
31.03.2006, 10:45
Hallo,

was defintiv gegen das Verlangen hilft, mit Kombiswitch zu fliegen: Heli fliegen lernen, am besten mit Heading-Hold-Kreisel. Nachdem Du das erste mal rückwärts aus der Kurve gekommen bist, weist Du definitiv, wozu ein Seitenruder bzw. ein Heckrotor gut ist ;)

Viele Grüße,
Holger

Weyershausen
31.03.2006, 13:38
Hallo,

also auch keinen Butterfly-Mischer am Segler einsetzen, weil dieser am Heli nicht so gut kommt?

Vielleicht ist es weiter oben nicht deutlich geworden: An meinem F3A-Modell setze ich kein Kombiswitch ein. Das hindert mich aber nicht daran, es bei einem F3J-Segler zu tun. Andere Modelle erfordern andere Programme.

Gruß
Gerald

hannesk
31.03.2006, 14:23
Hallo,

also auch keinen Butterfly-Mischer am Segler einsetzen, weil dieser am Heli nicht so gut kommt?

Vielleicht ist es weiter oben nicht deutlich geworden: An meinem F3A-Modell setze ich kein Kombiswitch ein. Das hindert mich aber nicht daran, es bei einem F3J-Segler zu tun. Andere Modelle erfordern andere Programme.

Gruß
Gerald

hallo gerald,

das ist schon der punkt. man muß trennen A welche klappen müssen wann wie stehen damit das ergebnis stimmt, und B wie komme ich dazu.

mit meinem anti k ging es mir mehr darum, daß ein anfänger (oder wenistens einer der so tut, siehe thread start) nicht glauben soll er braucht mit k nicht alle ruder (so a-la mit kombiswitch fliegt wie hlg).

ich fliege scale segler (und allerlei mit motor aber alles ohne wettbewerb), und hab einfach schwierigkeiten an der fernsteuerung während des fluges rumzuschalten. nach einer phase probieren mit programm umschalten, und dann z.b. beim abhauen vor dem hubschrauber vergessen die wölbklappen reinzutun (mit :cry: ), hab ich mir die einfache methode angeeignet "immer gleich". die eine oder andere fehlschaltung (zwischen den ohren) bei kollegen sind mir inzwischen bestätigung.

bei einem f3j start mit schuß etc. ist das sicher was anderes, und bei entsprechender konzentration.

mich würde interessieren, ob es sowas wie einen ruderstellungslogger gibt, der nicht viel arbeit macht (im prinzip reicht einem synthi empfänger beizubringen die ruderstellungen als daten auszuspeien, oder was äquivalentes). dann könnte man mal drangehen eine typische "profi-kurve" als stellung-zeit diagramm aufzumalen, das sagt mehr als 1000 worte (vielleicht mit einem synchronen video). es ist ja auch so daß das sehr vom fluggerät abhängt, und man z.b. beim optimieren der differenzierung anhaltspunkte finden könnte. in der wettbewerbsszene gibts doch sowas bestimmt :confused: :confused:

dann könnte jemand dem paul (ist der überhaupt noch da??) vorfliegen, wie das geht..

grüße
hannesk

stobi
31.03.2006, 15:10
Hye,

also ein Punkt spricht auf jeden Fall gegen den Kombiswitch.
Je weniger Ruder im Einsatz sind, desto geringer ist der aerodynamische Wiederstand.:cool:
Wenn ich ne Kiste in der Kurve mit Quer abstütze, will ich nicht, daß mein Seitenruder da mitmischt, das Heck wegdrückt.
Bei ruhigen und schwachen Wetterlagen habe ich schon Leute nur mit der Trimmung auf Seite fliegen gesehen.
Grund war die Ausschläge so gering wie nötig zu halten.
Ich kann nur jedem, der Kombi fliegt raten, sich durchzubeißen.
Mit den Simulatoren, die es heute gibt, kein problem mehr.
Alle die ich kenne, und sich durchgebissen haben, berichten von längeren Termikflügen.
Ich muß oft nur landen, weil ich zwischendurch mal Durst habe....:D
Beim Landeanflug ist ein geübter Seitenruder-Pilot sowieso im Vorteil.:D ;)

Grüße Peter

Claus Eckert
31.03.2006, 15:37
Hallo

Dreiachs-Fliegen ohne Kombi-Switch lernen, sollte eigentlich obligatorisch sein. Es macht n.m.M. wenig Sinn zweiachsgesteuert den Seitenrudereinsatz zu üben und dann in der Lernphase beim Dreiachsfliegen das Seitenruder mit dem Querruder via KS zu mischen.

Da gibt es noch einen Punkt der in diesem Zusammenhang immer wieder zu hören ist. Beim Einstieg in die Dreiachs-Fliegerei das Querruder auf die Knüppelposition des ehemaligen "Zweiachs-Seitenruders" zu legen. "Weil man ja auf dem Knüppel das Kurvenfliegen schon gelernt hat."
Das man mit diesem "Lernpfad", anschließend gerne zum Kombi-Switch greift, um das Schieben der Kiste zu verhindern, leuchtet schon ein. ;)

Fichtl Norbert
31.03.2006, 22:03
Hallo Karl,
ich fliege, so wie Du, seit Jahren auch mit Kombi-Switch und gebe beim Kurbeln Seitenruder dazu. Geht gut und ich werd’s auch nicht ändern.

Allerdings schalte ich beim F-Schlepp den Kombi-Switch aus. Da versuche ich mit dem Querruder die Schräglage der Schleppmaschine zu halten und mit dem Seitenruder die Richtung. Mit dem Kombi-Switch erhöht sich nach meiner Meinung die Gefahr, dass durch Korrekturen sich der Segler „seitlich aufschaukelt“.

Gruß
Norbert

DG-Fan
01.04.2006, 00:58
Hallo Norbert,
beim F-Schlepp halte ich meinen Segler nur mit dem Querruder waagerecht.Das Seitenruder brauche ich dabei überhaupt nicht.Könnte auch meine linke Hand in die Tasche beim Schleppen stecken.Alles andere macht ja die Schleppmaschine.Kompi-Switch habe ich noch nie benutzt.

Gruß
Thomas

Karl Hinsch
01.04.2006, 11:04
Hallo Norbert,

klar gibt es Situationen, bei denen Kombiswitch überflüssig oder sogar schädlich ist, aber dieser Thread beschäftigt sich ja mit dem Fliegen in der Thermik.
Auch ich schalte in anderen Flugsituationen den Kombiswitch ab bzw. ändere die Zumischung, z.B. bei den in F3B geforderten Flugaufgaben Speed (keiner) und Strecke (eher noch mehr). Auch beim Kunstflug hat Kombiswitch nix zu suchen. Für verschiedene Flugaufgaben gibts aber schon seit geraumer Zeit verschiedene Flugphaseneinstellungen, die man am Sender per Schalter schnell aktivieren kann.

Ich wollte mit meinem letzten Beitrag eigentlich nur ausdrücken, das die Verwendung von Kombiswitch nicht nur was für Anfänger ist und Experten immer ohne sowas auskommen. Wir haben nunmal im Modellflug viel mehr (u.a. elektronsche) Möglichkeiten das Flugzeug so einzustellen, das es die von uns geforderte Leistung bringt.
Deswegen wehre ich mich auch gegen die Vorstellung fast aller Segelflugpiloten, Modellflug wäre nur Spielzeug und bestenfalls als Vorbereitung für das "richtige" Fliegen geeignet. Ich habe selbst übrigens seit 25 Jahren eine Segelfluglizenz, kenne mich also in beiden Welten einigermaßen aus.

Gruß, Karl Hinsch

kurbel
01.04.2006, 12:03
Das kann ich nur unterstreichen.
Kenne auch beide 'Welten', Segelflug und Modellerei.
Mich stört es auch, dass Modellfliegen meist als 'Minigolf' abgetan und belächelt wird.
Tatsache ist, dass Modellfliegen nicht nur die 'richtige' Fliegerei im kleinen kopiert,
sondern viele Facetten hat, die in der 'richtigen' Fliegerei garnicht möglich wären.

Ich kann übrigens bis Heute beim Modellfliegen das SR nicht sinnvoll zum QR bedienen, hab ich nie gelernt,
beim Segelfliegen dagegen fand ich das eigentlich immer sehr einfach. ;)

Kurbel

DieterK.
01.04.2006, 14:22
Hallo Karl,

ich freue mich über die Aussagen in Deinen zwei Beiträgen. Wenn ein Wettbewerbspilot hier postet, daß er auch gelegentlich zum Kombiswitch greift, fühlt man sich nicht mehr ganz so "anfängerhaft" wenn man es selbst benutzt. Bei uns im Verein fliegen im übrigen auch absolute Könner zuweilen mit Kombiswitch, speziell bei ihren F3J Seglern. Und ich schäme mich auch absolut nicht, daß ich diese Einstellung bei allen meinen Seglern eingestellt habe, allerdings zwischenzeitlich zum beliebigen ein- und ausschalten auf einem Schalter. Mir hat es jedenfalls was gebracht. Ich versuche natürlich auch die getrennte Steuerung beim Thermikkurbeln, das klappt beim einen Flieger besser, beim anderen weniger. Liegt aber vermutlich doch eher beim Piloten als beim Modell..... Aber bald soll ja das Wetter besser werden, dann kann ich wieder üben üben üben...
Gruß
Dieter

Weyershausen
01.04.2006, 17:54
Hallo,

bei Claus' letztem Beitrag ist mir eine Sache aufgefallen, über die ich mir vorher nie Gedanken machte. Ich fliege auf dem linken Knüppel Höhe und Seite, auf dem rechten Knüppel Quer und Butterfly. Es ist nun nicht so, dass ich nicht auch schon versucht hätte, ohne Kombiswitch zu segeln, was einer geringen Sinkgeschwindigkeit aber eher abträglich war.

Vielleicht sollte ich einfach mal die Querruder auf den linken und das Seitenruder auf den rechten Knüppel legen. Wie macht ihr das?

Gruß
Gerald

chrisrp
01.04.2006, 21:52
cool ! nie wieder thermik suchen, einfach NUR NOCH HINFLIEGEN !!

habe mir heute beim siebert luftfahrtbedarf ne sonnenbrille mit photoaktivem infrarotfilter geholt---->da lassen sich doch tatsächlich die thermikbegünstigenden wirbel in bodennähe viel genauer erkennen;

vario ? brauch ich nicht mehr !

das brillenmodell heißt "ir-graphixbooster"!

Telefon-Nr. des Optikers Schielmann: 0815-4711








(zugegeben; etwas spät zum 1. April:D :D , aber ich hab heute gaaaanz brav meinen substitute weitergebaut...)

nun solls mal langsam sonnig werden, gelle ?


Grüße aus dem Rheinland
Christian

Siberian
02.04.2006, 11:05
Ich fliege auf dem linken Knüppel Höhe und Seite, auf dem rechten Knüppel Quer und Butterfly.

Vielleicht sollte ich einfach mal die Querruder auf den linken und das Seitenruder auf den rechten Knüppel legen. Wie macht ihr das?


Hallo, Gerald;

so fliege ich schon seit 20 Jahren ;-)

Der Vorteil für mich, vor allem beim selbststarten von E- Modellen, aber auch von Seglern am Hang, ich habe die linke Hand gleich an den "wichtigen" Funktionen Quer und Höhe...

Viele Grüße aus dem Schwarzwald

Peter

Weyershausen
16.04.2006, 11:55
Hallo,

gestern habe ich es auszuprobiert und Seite und Quer getauscht. Die neue Knüppelbelegung lautet also:

Links: Höhe und Quer
Rechts: Seite (mit ca. 70% Querrudermitnahme) und Bremsklappen

Ich muss sagen, dass mir die neue Belegung tatsächlich besser gefällt, als die alte. Allerdings mag ich trotzdem nicht auf Combiswitch verzichten. Ich leite eine Kurve jetzt mit dem rechten Knüppel ein und korrigiere danach mit dem linken die Querneigung. Das funktioniert erstaunlich gut, fast als hätte ich es nie anders gemacht.

Gruß
Gerald

haki
16.04.2006, 17:47
Hallo

Klasse, nun mischt du ausser Quer auf Seite auch noch Seite auf Quer; jetzt müsste man nur noch Höhe irgendwie mit rein bekommen, dann könnte man alles auf einen Schalter legen.
Also nurnoch zum Bart hinfliegen (ir-graphixbooster hilft), Schalter umlegen und das Modell genüsslich beobachten wie es von alleine perfekt einkreist und richtig zentriert Höhe gewinnt.
Aber ist klar, wenn man eine moderne Computeranlage mit diesen ganzen Möglichkeiten hat sollte man es auch nutzen.
Die andere Möglichkeit wäre natürlich dieses aufwendige Dreiachsgedöhns wegzulassen und sich auf Modelle zu beschränken, die nur über zwei Achsen gesteuert werden. Da ist das mit der Mischerprogrammierung dann auch nicht so aufwendig.
:rolleyes: :rolleyes:

Gruss Hannes

Weyershausen
16.04.2006, 18:46
Phantasier:
Klasse, nun mischt du außer Quer auf Seite auch noch Seite auf Quer;... :confused: :confused: :confused:
____________________________________________________________

Apropos Möglichkeiten der Elektronik: Hat eigentlich schon mal jemand daran gedacht (oder es bereits probiert), die Längsachse seines Seglers mit einem Kreisel zu stabilisieren? Ich weiß, dass ich mich mit diesem Gedanken der Gefahr aussetze, als Häretiker gesteinigt zu werden, aber egal.

Gruß
Gerald

haki
16.04.2006, 19:11
Seite (mit ca. 70% Querrudermitnahme)

Ich leite eine Kurve jetzt mit dem rechten Knüppel ein und korrigiere danach mit dem linken die Querneigung

Also ich habe das eben so verstanden, dass du nun rechts Seite hast und beim Kurveneinleiten Seite betätigst und dabei 70% Quer mitgehen. Und ausserdem noch Kombiswitch (Quer auf Seite) eingestellt ist.

Gruss Hannes

tanni60
16.04.2006, 19:29
warum besorgst du dir keinen Kreisel ?

gibts schon für 40 Ocken und regelt je eine Achse.

Es gibt auch Autopiloten, die sowohl thermik als auch Hangauftrieb selbst aussteuern.

Dann kann man das Modell fliegen lassen und zuhause SpongeBob oder Musikanntenstadl kucken, je nach Vorliebe.

Claus Eckert
16.04.2006, 19:50
Hallo


Hat eigentlich schon mal jemand daran gedacht (oder es bereits probiert), die Längsachse seines Seglers mit einem Kreisel zu stabilisieren?

Habe ich in der ASW 19 drin, zweck wegen Schleppens. Da ich aber selten schleppe liegt das Teil nur im Rumpf drin.
Wobei ich zugeben muss, dass ich fataler Weise einmal beim Hangfliegen das Ding versehentlich eingeschaltet hattee. Da ist die ASW sowas von durch die Thermik gebrettert, kannst Du dir nicht vorstellen. Da hätte sich eine ganze Elefantenherde auf eine Flächenspitze setzen können, die wäre ungerührt geradeaus geflogen. :cry: Nach der Landung beim Zurücktragen des Modells habe ich, an den nachstellenden Querrudern gemerkt, was los ist. :rolleyes:

Weyershausen
16.04.2006, 22:49
Hallo,

@Hannes: Bei meinem Sender (mc 4000) kann ich unter der Option Combiswitch wählen, ob der Geber "Seite" den Geber "Quer", oder umgekehrt, ob der Geber "Quer" den Geber "Seite" mitnimmt. Außerdem kann ich die prozentuale Mitnahme einstellen, hier: 100% Seitenruderausschlag bewirken 70% Querruderausschlag. Der Querrudergeber (linker Steuerknüppel) hat bei meiner Einstellung keinen Einfluss auf das Seitenruder.

@tanni60: Ich habe mir deshalb bisher keinen Kreisel besorgt, weil ich genau das befürchtete, was Claus beschrieb: man übersieht die Thermik, weil der Kreisel die Tendenz des Seglers, vom Aufwind wegzudrehen, übersteuert. Einen Vorteil hätte ich mir noch beim Kreisen versprochen, weil die Querlage super stabil wäre.

Ich habe am Rande mitbekommen, dass es Systeme geben soll, die selbstständig Thermik finden und ausnutzen. Wie gut sind die? Die Frage ist rein akademischer Natur. Ich vergleiche das mal mit einem Schachcomputer: Es hat die Menschen seit langem interessiert, ob es jemals eine Maschine geben würde, die jeden menschlichen Gegner im Schach besiegen könnte. Ebenso wäre es interessant zu erfahren, ob ein Computer beispielweise irgendwann einmal in der Lage wäre, jeden F3J-Wettbewerb zu gewinnen. Das mag absurd klingen. Andererseits, wer konnte sich vor 50 Jahren ausmalen, dass Maschinen überhaupt jemals in der Lage wären, Schach zu spielen?

Eins ist klar: autonome Steuerungssysteme halten mich ebenso wenig davon ab, selbst zu fliegen, wie Schachcomputer mich daran hindern, selbst zu spielen. Aber darum geht es nicht.

Gruß
Gerald

PaulBoetticher
19.04.2006, 21:09
Nochmal zurück zum Riser!

Ich habe ihn jetzt schon so weit zusammengebaut, dass ich mich frage, welche Störklappen ich einbauen sollte? Hatte nicht vor, die im bauplan vorgesehenden zu nehmen. Welche empfiehlt ihr mir.

Sie sollten mindenstens 250mm lang sein und 25mm weit herausfahren.



Paul

N1700SCR
01.05.2006, 17:00
Also ich habe die kleinen SH-Klappen von Graupner drin, erfordert zwar ein wenig "Eigenkonstruktion", arbeitet aber sehr zufriedenstellend.
Angelenkt mit je einem HS81.
Schau mal in den früheren BEiträgen in diesem Sräd nach....

Viele Grüße
Klaus

PaulBoetticher
11.05.2006, 08:08
Hallo,
ich wollte jetzt noch mal von dem Erstflug meines Riser 100 berichten.
Letzt Woche habe ich ihn fertig zusammen gebaut! Die ersten flugversuche waren schon super, doch der Wind war ein bisschen zu stark.
Nächster Tag waren die besten Bedingungen erfüllt! Sehr warm, gute Thermik-obwohl stabil, und wenig Wind.
Der Flieger flog genial. Sehr eingenstabil! Ich konnte die Hände von der Fernsteuerung nehmen- der Riser kreiste völlig ohne Steuerkorrekturen die Blase aus. Wenn es dann mit der Blase zu ende ging, flog er hinaus und gleich in die nächste Blase rein. Er hat sich wirklich die Blasen selber gesucht.

Die Flugstabilität ist, wenn der Motor läuft, nicht sehr gut! Ist ziehmlich wackelig.
Ich habe die im internet vorgeschlagene Motorisierung einebaut. Akku 1700 nicd! Der kommt sicherlich bald neu.

Naja und dann, nach einer Halben Stunde Flugzeit, löse sich die schraubbare Flächenbefestigung. - Flächen ab und der Rumpf schoss wie ein Pfeil Richutung
Boden. Rumpf ist reparabel- die Flächen sind so gut wie heil!. Zum Glück
Trotzdem habe ich mich total über das fliegerische Erfolgserlebnis gefreut.

Viele Grüße
Paul Boetticher

N1700SCR
06.06.2006, 09:34
Mensch Paul,

wie löst sich den der Rumpf von der Fläche ? Hat es die Einschlagmuttern
aus dem Gegenlager gerissen ? oder hast Du (zu schwache)Nylonschrauben verwendet ?

Ich habe 2 mal M5 und 2 mal M4 hinten (alles Nylon) für die Flächenbefestigung genommen. Da passiert nix. Habe den Rumpf an der vorderen Befestigung noch verstärkt bzw. mit Verstrebungen (Sperrholz)
die Aufnahme abgestützt. Wenn Dir sowas in der Luft passiert, war das evt. ein Baufehler ? Na, zumindest scheint er gut geflogen zu haben. Baust Du schon einen neuen Rumpf ?

Viele Grüße
KLB

Weyershausen
24.06.2007, 18:27
So kann es gehen: War ich noch vor einem Jahr Verfechter der Kombiswitch-Steuerung, so habe ich mich inzwischen vom "Saulus zum Paulus " gewandelt. Seit etwa 12 Wochen steuere ich meine F3J-Segler nur noch mit Seite und Quer auf getrennten Knüppeln. Das war am Anfang reichlich ungewohnt. Zur Sicherheit hatte ich deshalb zunächst vor dem Landeanflug wieder auf Kombiswitch umgeschaltet, aber die Zeiten sind jetzt auch vorbei.

Inzwischen glaube ich, dass man nur mit getrennter Steuerung optimal Kurven fliegen kann. So wie ich jetzt Quer- und Seitenruder einsetze, wäre das mit Kombiswitch gar nicht gegangen. Ich habe jetzt einfach viel mehr Kontrolle über

-Kurvenradius
-Querneigung
-Fluggeschwindigkeit beim Kreisen
-Ausgleich des Kreisversatz durch Windeinfluss

Die Kreise ähneln jetzt viel stärker denen der Greifvögel. Es kommt seltener zum Strömungsabriss und die Sinkgeschwindigkeit des Modells in der Kurve erscheint mir geringer als vorher.

Deshalb vielen Dank an alle, die beharrlich für die Trennung von Seiten- und Querrudersteuerung argumentiert haben.

Gruß
Gerald

haki
24.06.2007, 18:31
Biddeschön ! :D

Gruss Hannes

DieterK.
25.06.2007, 21:37
@Gerald: Genau so wie Dir geht es mir auch. Habe mir zwar noch den Kombiswitch auf nen Schalter gelegt, fliege aber seit dieser Flugsaison auch fast nur noch getrennt. Man ist ja lernfähig......:D
Grüßle
Didi