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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Donner 5.3 von Sven Hollenbeck



whiskus
24.02.2006, 09:50
Hallo,

wer kennt den Donner 5.3 von Sven Hollenbeck? Ich habe einen solchen Vogel und mir erscheint er für F3b dank des MH32 (modifiziert?) ein bischen wenig Dynamik zu haben. War der Flieger nur so ein Versuch mit dem MH32 oder mache ich was falsch (3kg Ballast...)?

Gruß,
Stephan

deftones
24.02.2006, 10:29
Hallo,

na dann machst Du wohl was falsch. Bis letzte Saison konnte man mit dem Ding noch Wettbewerbe gewinnen. Besonders Speedlastig ist der Entwurf nicht und Du kannst wohl schwerer als 3kg im Speed fliegen. Etwa 3° Negativklappe kann das MH32 dabei ganz gut vertragen.

Benjamin

whiskus
24.02.2006, 10:53
Aha, ich wußte nicht, daß der noch im Wettbewerb geflogen wird. Ich selbst fliege kein F3b und hab den Flieger nur am Hang mit max. 2,6kg (300g Ballast) oder zum Thermikfliegen verwendet.
Es herrscht nur der allgemeine Tenor vor, daß ein MH32 nichts für F3b ist, sondern eher für F3J...

Karl Hinsch
24.02.2006, 11:43
Hallo Stephan,

der Donner 5.3 ist ein gutes Stück, habe ich selber über 4 Jahre regelmäßig bei F3B- und F3J-Wettbewerben sowie Europa- und Weltmeisterschaften in F3J mit zum Teil großem Erfolg eingesetzt.

Was das verwendete Profil MH-32 angeht, das war bei der Entwicklung des Donner 5.3 im Jahre 1998 das Profil der Wahl. Mittlerweile werden insbesondere bei F3B wieder andere Profile mit weniger Wölbung verwendet. Für F3J ist das Profil aber nach wie vor gut einsetzbar.

Das Modell selbst ist recht gutmütig und wirklich prima zu fliegen, mir hat es jedenfalls viel Spaß bereitet.

Benni hat allerdings Recht, so richtig schnell wird der Donner nicht, wenn dann nur mit viel Ballast im Bauch.

Gruß, Karl Hinsch

whiskus
24.02.2006, 12:17
Ich fliege den Donner sehr gern, absolut gutmütig, gescheite Streckenleistung und spitze in der Thermik. Ein wunderbarer "Allrounder" eben.
Nur machen wir bei uns viele Hangwettbewerbe (www.f3f.de) und da bleibt er in jeder Wende fast stehen. Nun dachte ich, wenn er so gut bei F3B gewesen sein soll, dann muss im F3F doch ebenso ein bischen mehr Geschwindigkeit aus dem Kasten herauszuholen sein. Wahrscheinlich bin ich nur zu vorsichtig mit der Ballastierung oder doch eher wie Herr Siegmann schreibt "Das MH-32 fühlt sich im Vergleich mit dem RG-15 stumpf an, es erreicht nicht annähernd diese Dynamik."

whiskus
27.02.2006, 20:22
Hallo Karl,

noch eine Frage an Dich persönlich zum Donner 5.3: wie viel WK sollte man in den verschiedenen Flugphasen zum QR beimischen, um ein schnelleres Einleiten zu bewirken? Wie schaut es mit snapflap aus? Das MH32 ist ja bereits stark gewölbt, muß da snapflap sein?

Viele Grüße,
Stephan

Karl Hinsch
27.02.2006, 21:20
Hallo Stephan,

Re: Wölbklappenmitnahme bei Querruder
Da das Querruder recht groß ist, brauchts eigentlich nicht mehr allzu viel Wölbklappe dazu. Aus dem Gedächtnis denke ich es waren bezüglich der Mitnahme der Wölbklappen ca. 9 mm hoch und nur wenig (1 mm) nach unten, also Differenzierung sehr hoch einstellen.

Re: Snap-Flap
Zunächst einmal wird dies nur bei der Funktion "Ziehen" benötigt. Da Snap-Flap nur beim Speedflug und Streckenflug gebraucht wird und dabei die Tragfläche schon etwas entwölbt geflogen wird, liegt das Maximum für Snap-Flap bei 4 mm positiv bei Ziehen des Höhenruders, gemessen an der Innenkante der Wölbklappe. Das bedeutet, das insgesamt die Wölbklappen bei vollem Snap-Flap nur wenig ins positive gehen (beim Speed 3 mm entwölbt, bei Snap-Flap dann max. 1 mm positiv verwölbt). Das Querruder geht dabei etwas weniger mit als die Wölbklappe.

Gruß, Karl Hinsch

whiskus
28.02.2006, 10:16
Vielen Dank, Karl!