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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Junior 60 - Profil ändern



Daniel Loertscher
07.12.2013, 17:59
Hallo

Habe in einem 'Moment der Umnachtung' einen Baukasten des 'Junior 60' eines englischen Herstellers gekauft.
Jetzt, nachdem ich mit dem Bau angefangen habe, stelle ich fest, dass ich mit einem Frässatz von 'Aeroplan' wohl besser gefahren wäre.

Ich habe den Rumpf im vorderen Bereich geringfügig umgezeichnet, dh. soweit verlängert, dass der 'Junior 60' wohl noch als solcher erkennbar bleibt, ich jedoch kein/ weniger Blei zur Schwerpunkteinstellung brauchen werde. Der Elektroantrieb ist nicht gerade ein Schwergewicht...

Zu meiner Frage. Die ausgestanzten Rippen wandern gleich in die Tonne - die Stanzung ist unter jeder Kritik, die Ränder eingedrückt und eingerissen.
Ich werde somit einen neuen Rippenblock erstellen und frage mich, ob ich das originale (Hohl-) Profil nicht mit einem simplen Clark-Y ersetzen soll.
Der zu erwartende Auftrieb wird auch so mehr als genügend sein. Ebenfalls werde ich die V-Form zurücknehmen. Wieviel Grad denkt ihr wäre ein guter Wert?

Danke für die Hilfe, Daniel

NB Der 'Junior 60' wurde m.W. mal von Ben Buckle gezeichnet und ein erster Baukasten kam auf den Markt. Der vorliegende Plan wurde später etwas umgezeichnet und der englische Hersteller vermarktet den Baukasten heute noch. Wie ich im Internet gesehen habe, bedarf auch das Flügel-Mittelstück (Knickverstärkung) einer Ueberarbeitung.

Gast_49295
07.12.2013, 23:28
Hallo Daniel,
warum das Profil ändern? Bei Outerzone existiert ein Bauplan, es dürfte nicht schwierig sein, das Profil dort mit dem Blockverfahren in Rippen umzusetzen (zumindest nicht schwieriger, als ein Clark Y zu bauen). Aber mit Sicherheit "fliegt" das Clark Y ebenso gut.
Rudi

Daniel Loertscher
07.12.2013, 23:44
Hallo Daniel,
warum das Profil ändern? Bei Outerzone existiert ein Bauplan, es dürfte nicht schwierig sein, das Profil dort mit dem Blockverfahren in Rippen umzusetzen (zumindest nicht schwieriger, als ein Clark Y zu bauen). Aber mit Sicherheit "fliegt" das Clark Y ebenso gut.
Rudi

Hallo Rudi
Das Hohlprofil, zusammen mit einer grossen V-Form, wurde seinerzeit für Freiflugmodelle und erste Fernlenkmodelle eingesetzt. Damit grosser Auftrieb und Eigenstabilität. Heute, denke ich, nicht mehr nötig und eher unerwünscht.
Rippenblock herstellen, ob Clark oder anderes - kein Problem.

Gruss, Daniel

MINARE
08.12.2013, 09:51
Hallo Daniel,

der Junior 60 wurde 1946 von dem damals erst 20 jährigen Engländer Albert Edward Hatful für die Firma Keil Kraft entworfen.

Eine Änderung der V-Form ist nicht empfehlenswert, da sich dabei die Wirkung des Seitenruders verringert und zudem das typische Junior 60 Flugbild garantiert verloren geht.
Eine Änderung auf ein Clark Y Profil bringt eine Zunahme der Fluggeschwindigkeit, was für ein Antikmodell aus dieser Zeit eigentlich nicht gewünscht ist.

Die Schwerpunktangabe im Plan der Firma Ben Buckle ist nicht optimal. Ich habe für meinen Junior 60 den Schwerpunkt mit dem bekannten Schwerpunktprogramm WinLaengs4 von Jörg Rußow ermittelt. Der liegt etwa 4 cm hinter dem Plan Schwerpunkt. Nachdem dann auch noch die EWD ganz erheblich reduziert worden ist, fliegt der Vogel perfekt.

Das bestätigen mir übrigens auch alljährlich Deine Eidgenossen beim Antiktreffen in Zofingen auf dem Modellflugplatz Rossweid.

Hier gibt's einige excellente Bilder von dieser Veranstaltung: https://www.dropbox.com/sh/neifvltyemjf1wa/A9WTXJmyro

Gruß,
Minare

Daniel Loertscher
08.12.2013, 20:23
Hallo 'Minare'

Danke für deine Ausführungen und den Hinweis auf die Bilder vom Antiktreffen in Zofingen. Habe da etwelche meiner Bekannten gesehen, die auch beim Retro-Fliegen der MG Bern in Mühleturnen dabei waren. Deshalb und aus Freude an diesem Treffen tue ich mir die 'Mühen' mit den 'Junior 60' auch an!!!

Ich weiss ja nicht, aber ich bin da etwas anderer Meinung als du: Wenn ich an die vergangenen Zeiten mit den Variophon-/ Varioton-Empfangsanlagen zurückdenke, mit den schweren Servos und den Deac-Akkus, so bin ich der Meinung, dass man heutzutage alles soweit ändern sollte, dass mit moderner Technik und originalgetreuen Antikmodellen ein möglichst authentischer, wie damals praktizierter Flugstil ausgeführt werden kann.
Ob dies mit Hohlprofilen und Einstellwinkeln von 5°+ noch angenehm zu Fliegen ist, bleibe mal in den Raum gestellt.
Die Höhen- und Seitenruder des 'Flair'-Bausatzes wurden schon zweckdienlich vergrössert, aber es 'stinkt' mir gewaltig, X-Gramm Blei in der Rumpfschnauze mitfliegen zu lassen, nur weil früher die RC-Anlagen und Motore um einiges schwerer waren und diese Massnahme damit unvermeidlich war.
Jedem das Seine: Ich habe die Schnauze um einige cm verlängert und werde die V-Form zurücknehmen. Das sehen m.E. nur die wahrhaftigen Experten und mit denen diskutiere ich dann besonders gerne...
Grüsse & vielen Dank, Daniel

Heinz E.
09.12.2013, 15:26
Hallo MINARE,
deine Bilder zeigen ein schönes Treffen bei euch. Dabei habe ich ein Bild gefunden, das mich besonders interessiert. Welches Modell ist das,welches auf Bild 71 gezeigt wird?
mit besten Grüßen
Heinz

Daniel Loertscher
12.12.2013, 08:37
Hallo

Offenbar werden durch den gesetzten Titel 'Junior 60 - Profil ändern' ein zu kleiner Kreis von Sachverständigen angesprochen, bzw. das Modell ist wohl zu wenig weit verbreitet.
Aus diesem Grunde habe ich unter der Rubrik 'Modellflug allgemein' einen etwas weitreichenderen Thread unter dem Titel 'Einstellwinkel bei tragendem Profil'
eingestellt. Der 'Junior 60' von Flair wird darin auch angesprochen.

Gruss, Daniel

MINARE
13.12.2013, 13:01
Hallo Heinz,

es sind (leider) nicht meine Bilder, sondern die Bilder eines Mitgliedes der Fluggruppe Zofingen.

Der Name des E-Seglers (Bild Nr. 71) ist mir nicht bekannt. Wenn gewünscht kann ich aber gerne versuchen, über meinen Bekannten, den Veranstalter, diese Information zu bekommen.

Gruß, Minare