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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Qual der Wahl



calamity joe
26.12.2013, 19:27
Hallo zusammen,

als Wiedereinsteiger mit langer Erfahrung im Modellbau und -flug, aber eher mit Großseglern, ab und an mal Motor, bin ich mir klar darüber, daß der Fluglehrer eher zu einem Hochdecker / Schulterdecker oder wenigstens leichten und langsam fliegenden 3-Achser raten wird. Dem soll man sich nicht verschließen, will man eher fliegen üben, statt reparieren. Ergo peile ich so etwas an.

Geflogen bin ich gut, die Landungen waren nicht selten ruppig. Also sollte das erste Modell auch was aushalten, bis ich mit meiner Schwäche besser umgehe.

Jetzt bin ich, durch mitlesen im Forum, hin- und hergerissen. Einerseits nicht unbedingt der Fan von Doppeldeckern, stach mir einer ins Auge, bei dem ich schwach werden könnte. Weiter fiel mir unter den Eindeckern ua die Dornier Merkur auf, von der ich einen Plan erstand. Letztlich habe ich auch einen Plan von einem Sporttiefdecker vergangener Tage, aber eben Tiefdecker. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Wichtig ist mir dabei Folgendes: 2-Bein Hauptfahrwerk mit Sporn oder Spornrad, E-Antrieb, Spannweite rund 2m, niedrige Flächenbelastung resp. Langsamflugtauglichkeit. Und ich möchte das Teil selbst bauen, besser noch selbst konstruieren.

Habt Ihr Anregungen, was da in Frage käme oder seid ihr alle noch schlapp von der Weihnachts-Freßorgie? Bin Holzwurm, mit Schaum kann ich mich nicht anfreunden.

calamity joe
26.12.2013, 21:23
Fresse bestimmt keinen, wenn man mir antwortet! Dachte, hier gibt es reihenweise Praxiserfahrene? :(

kioto
26.12.2013, 21:56
Hallo Joe,
Leider ist Deine Fragestellung recht unkonkret. Soll Dir ein Modell vorgeschlagen werden?. Am Schluß bemerkst Du, das Du am liebsten selber konstruieren würdest.
Bei Deinen Anforderungen würde ich spontan sagen, Piper. Fliegt eigentlich immer. Such Dir ne 3 Seitenansicht, vergrößern und in Balsa Rippenbauweise oder in Depron 6mm mit Kohleholmen. Dornier Merkur ist sicherlich ähnlich. Tief- und Doppeldecker gibts von einfach (Klemm) bis schwierig (Focker 3-Decker oder Pitts Kunstflug) zu fliegen, besonders bei 2m Spannweite.
Ansonsten kommen als Vorbilder alle Hochdecker bis von 1910-1960 in Frage. Die neuern haben meist 3-Bein Fahrwerk.

Wenn Du konkrete Fragen hast, wird Dir sicher geholfen werden.

Gruß Werner am NO-Kanal

calamity joe
26.12.2013, 22:24
Hallo Werner,

hast Recht, sorry. Aber Dein Beitrag hat mir schon ein Stück geholfen. Denke auch, es kommt auf die Gesamtauslegung an und so verstehe ich das, was Du geschrieben hast. Es fällt mir einfach schwer, einen klaren Vorteil für einen Doppeldecker oder Hoch-/Schulterdecker zu sehen, der es eindeutig macht, zu sagen "genau das Teil isses".

Die Ansaldo SVA5 wäre der Doppeldecker - schickes Teil und auch nicht an jeder Ecke zig mal zu sehen.

Eine Dornier Merkur wäre eine Alternative, um zwei konkrete Beispiele zu nennen.

Wenn ich, nach einiger Zeit, wieder fliegerisch in Übung bin, peile ich Warbirds (WW II) und Rennflugzeuge (30er Jahre oder umgebaute WW II Jäger) an, das sind idR Tiefdecker mit 2-Bein Hauptfahrwerk.

Es gibt heutzutage nicht viele Modelle, die mir, halbfertig, gefallen und wenn, sind sie für mich idR kaum bezahlbar (oder vom Gefühl her einfach zu teuer). Außerdem war ich von Anfang an an selbst bauen gewöhnt, für einige Zeit sogar an selbst konstruieren. Und es juckt mich einfach, das nochmal anzugehen.

Bei jeder Wahl spielt sicher auch der eigene Geschmack eine Rolle. Meiner tendiert eher zu den gefälligen Formen der 30er Jahre, als zu den modernen. Die Kisten aus der Zeit davor haben auch ihren Reiz, sind aber in der Handhabung komplexer, wenn ich an all die Stützstäbchen und Seile zur Verspannung denke. Doch sie sind Zeitzeugen und zudem solche menschlicher Leistungen und daher auch interessant.

phöbus
27.12.2013, 10:13
Auch ich flog bisher ausschließlich (größere) Segler und hatte dann den Wunsch auf ein Motormodell mit ähnlichem Anforderungsprofil:

".....eher zu einem Hochdecker / Schulterdecker oder wenigstens leichten und langsam fliegenden 3-Achser raten wird...."
Das dachte ich auch und hab trotzdem einen Tiefdecker gebaut - obwohl ich kaum Vergleichsmöglichkeiten habe, ein wirklich geeignetes Um-/Einsteigermodell
http://www.khk-flugmodelle.de/merlin.html

".....die Landungen waren nicht selten ruppig. Also sollte das erste Modell auch was aushalten....."
Das Modell ist wirklich stabil gebaut und verzeiht auch gröbere Ruppigkeiten. Dafür etwas mehr Gewicht, was aber im Flug nicht zu spüren ist. Landeklappen (mit Spalt) erleichtern das Landen - geht aber auch sehr gut ohne.

"... habe ich auch einen Plan von einem Sporttiefdecker vergangener Tage, aber eben Tiefdecker ...."
s.o.

"...Wichtig ist mir dabei Folgendes: 2-Bein Hauptfahrwerk mit Sporn oder Spornrad, E-Antrieb, Spannweite rund 2m, niedrige Flächenbelastung resp. Langsamflugtauglichkeit. Und ich möchte das Teil selbst bauen..."
Hat der Merlin alles.
2-Bein, Heckrad von KHK
Spannweite 2,06m.
Ich fliege mit 10s und (im Stand ca. 53 A); geht auch mit 8s evtl. auch 6s (entsprechend weniger Gewicht)
Gewicht mit 10s 6,4kg >> Flächenbelastung ca. 78
Selbst zu bauen mit einem wirklich hervorragendem Baukasten (Qualität, Passgenauigkeit, Ausstattung)

Huskydoc
27.12.2013, 10:35
Moin Joe,
wundert mich ein wenig, dass hier noch keiner Outerzone vorgeschlagen hat.
Flieger auswählen, Plan runterladen, auf gewünschte Größe ausdrucken und loslegen.
Und das gute daran für dich ist, dass man je nach Plan und Grundkonstruktion das Modell bei einer Umskalierung an die Flugbelastung Umkonstuieren muss(kann, sollte).

Oder ich habe dich nicht richtig verstanden:confused:

DV1963
27.12.2013, 11:18
Hallo zusammen,

ähnliche Vorstellungen lagen auch bei mir zu Grunde.
Wenn man beim Fliegen gewisse Toleanzen hat und auch mal etwas ruppig arbeitet,
dann kann man nicht mit den filigransten Materialen und Modellen auf Dauer fliegen.

So bin ich ebenfalls auf die Merlin gekommen und habe sie mir in der Verbrennerausführung mit DLA 32 gekauft.
Befinde mich zZt. im Bau.
Um aber hier nicht den extrem guten und vollständigen Bausatz auszuführen gibt es in der Ausgabe der FMT 12/2013
einen Test von diesem Modell.
Vielleicht mal ansehen.

Ebenfalls ist auf DMAX Die Modellbauer im Videoarchiv ein Bericht von KHK mit der Merlin zu sehen.

Gruß und einen guten Rutsch in Neue Jahr.
Gruß
Detlef:)