Stromversorgung Servos und Schaltung

Gast_52819

User gesperrt
Hallo allerseits,

ich baue gerade einen 3er Freestyler und möchte meine Stromversorgung optimieren.
Daher möchte ich kurz fragen, was ihr von diesem Schaltschema haltet. Das wurde mir im Conrad vom Modellmenschen empfohlen, als er hörte dass ich 6 Servos an einen Empfänger anschließen will. So ein Experte bin ich auf dem Gebiet nicht und ich möchte vermeiden, auf eine Verkaufstaktik hereinzufallen.
Das Anschlusschema finde ich aber an sich schon recht schlüssig.

Foto.JPG

Mein Problem damit:
Ich möchte diese Schalter- Ladebuchse aus dem F3K-Bereich zwischen "Akku" und "Zentraler Lötstelle" verwenden.
schalter.gif

Meiner Einschätzung nach gibt es dann ein Problem:

Die Stiftleiste die ich nehmen will hat eine Spitzenlast von 3A (k.A. ob 250V o. 6V), was bei 6 S3150 zum Problem wird. Da kann ich zur Not auf die grauen 4er MPX-Stecker ausweichen, mir wären die kleinen aber aus Platzgründen lieber
DIE HIER würde ich nehmen.
Reichen die kleinen?



VG e
 

Maggi

User
Geil...was für eine Empfehlung eines "Fachmanns" weg vom Empfänger und dafür vermutlich auf einen 50 Cent Schalter alles gesetzt!!!

Ne mal im Ernst, die heutigen Empfänger können sicherlich 6 Futaba S3150 locker ab (wenn diese nicht alle zugleich in volle Blockade gehen), wenns auch ein geeigneter Empfänger ist und nicht ein Zweckentfremdeter Indoor Empfänger.
Schau doch einfach mal was dein Empfängerhersteller so angibt, was er abkann...unterm Strich ist nämlich nix anderes im Empfänger verbaut (wenns ein vernünftiger ist) als was deine Skizze zeigt....sprich der Strom wird dort auch nur über hoffentlich dick genug dimensionierte Leiterbahnen verteilt.

Bezüglich Schalter bin ich vollens weg von allem Schiebe/Kipp Mechaniken....ich hab vergoldete Stiftkontakte und passenden Buchse dazu....Herstellerangabe Dauerstrom 10A...einfach ins Servobrett ein Loch, dahinter die Buchse geklebt und von Oben kommt der Stift rein...fertig!
 
Das Schema ist soweit in Ordnung, macht aber m.E. nur bei einem HV Setup Sinn wenn du eine kräftigen LiFePo ohne BEC direkt an die Servos hängst. So wie du es hast bricht dir eher der NiMh Akku ein wenn mal du mal ganz viel ruderst. Als Schalter würde ich dann einen DPS von Emcotec nehmen (da ist auch gleich ein Ladekabel mit dran) oder noch besser einen Stecker.

Aber wie mein schon geschrieben wurde: Mit nem guten Empfänger solltest du die Servos auch direkt ansteuern können. Wäre mal interessant was du da so zu verbauen gedenkst.

Gruss, Andreas
 

UweHD

User
Geil...was für eine Empfehlung eines "Fachmanns" weg vom Empfänger und dafür vermutlich auf einen 50 Cent Schalter alles gesetzt!!!...
Wieso? Der Tip zur Stromlastverteilung als solches ist doch gut und richtig. Und es ist ganz allein deine Interpretation, dass der Mann von Conrad einen minderwertigen Schalter dazu empfohlen hätte.

Aber du hast natürlich recht, dass ein regulärer Empfänger mit 6 kleineren Servos klarkommen sollte. Ein Bekannter von mir fliegt in einer 2,3m Extra insgesamt 6 vergleichsweise stromhungrige >20kg Servos direkt am Graupner GR-16 HoTT Empfänger, ohne Probleme.
 

Gast_52819

User gesperrt
In meinen F3F-Maschinen fliege ich bis jetzt aber auch nicht anders. Alle 6 Servos an den 2,4 GHz-(Futaba-)Empfänger. Auch alle Piloten die ich kenne handhaben das so. Keiner macht sich die Arbeit da einen riesigen Kabelbaum zu löten. Aber wenn bei Starkwind in einer engen Wende die Servos hart belastet werden, dann bekomme ich weiche Knie und genau das ist der Knackpunkt (@maggi: "wenn diese nicht alle zugleich in volle Blockade gehen"..)

Der Ausgangspunkt für mich war einfach der Artikel von der AKAModell München, der mich so angemacht hat. Ich sehe nämlich mit den An- und Abgestecke vom Akku an den Empfänger die Kontakte auf Dauer die Hufe strecken, was ich vermeiden möchte. Das Schalter-/Ladesystem lässt sich ja auch simpel mit einem MPX-Stecker realisieren. Dann habe ich den soliden Kontakt da und muss nicht immer am Empfänger rumfummeln.

Die Empfehlung vom Tech-Nick im Conrad war fernab jeglicher Schalter und ich freue mich, dass es eine gute Empfehlung war.
Für einen Magnetschalter als Luxusvariante bin ich mir zu selbstbau-fein.

Ich denke ich werde das AKAModell System mit einem MPX-Stecker realisieren. Der ist dann Schalter und Ladebuchse zugleich und sollte den Strom aushalten.
Die kleinen Stiftleisten kommen dann wirklich nur in meinen F3K-Gürkchen.

Wisst ihr, wofür die Anschlussmöglichkeit eines externen Akkus da sein soll? Ich kann mir darunter nichts vorstellen, außer das ich Servos und Empfang testen will ohne den eingebauten Akku zu nutzen.
 

Maggi

User
Ich frag mich wie wir bis jetzt überhaupt fliegen konnten ;-)

Sicherlich ist es ratsam zur 2,4 Ghz Zeit und vorallem dem synchronen Ansteuern von Servos und den digitalen Biestern sich ein zwei Gedanken zumachen...aber irgendwo hat der Spaß auch ein Ende meine ich.

Je simpler desto besser meiner Meinung nach....wieder extra Kabel, Löten, Steckverbindungen usw das birgt auch Gefahren mit sich...ja da muss man schon genau wissen was man tut...bytheway, hab ich persönlich noch nie einen Absturz erlebt oder zumindest davon was gehört, dass der Empfänger wegen Überlast abgeraucht ist!!! Aber das ist meine Meinung dazu...gerne dürft ihr euch drauf stürzen und zerpflücken
 
Ich möchte hier auch noch meinen bescheidenen Senf dazu beitragen. Es ist echt interessant über was da alles nachgedacht und ausgeknobelt wird, aber hat sich mal einer die Mühe gemacht, an einem fertig konfektionierten Empfängerakku sich die Drahtstärke der Zuleitung anzuschauen ? Speziell vom gelben Mann ? Ich denke, bevor da was am Empfänger abraucht, glühen die Anschlußdrähte vom Empfängerakku und nehmen ihre Funktion als Sicherung war.
Änlich ist die Sachlage bei den "normalen" Ein-Ausschaltern, dünne Käbelchen, wohin man schaut. Aber auf was möchte man denn seine Empfangselektrik auslegen ? Kraftwerksmäßig oder Gewicht und Handhabbarkeit ?
Wenn, dann muß man sich über Alle Komponenten Gedanken machen, eventuell einiges selber bauen und löten, aber im Ernst, wer hat denn wirklich mal die Ströme seiner Servos unter Last gemessen ? Ich denke, wenn mal Digital-Servos alle im gleichen Moment unter Volllast laufen und ev. bis zu 10 A Peaks erzeugen, was macht der E-Empfänger ? Bricht er ein oder hält er die Spannung ? Es gibt sicher viele und dauerhaft funktionierende Lösungen, da muß jeder nach eigenen Vorstellungen handeln und entscheiden. Ich persönlich fliege meine großen E-Segler mit 6 Digitalservos und den dünnen originalen Käbelchen der Empfängerakkus schon seit mehr als 100 Flugstunden ohne Probleme. Und beim landen sind alle Servos in Bewegung.

NimH Akkus können bei guten Zellen schon mal bis zu 1.55V bei voller Zelle haben, ergibt bei 5 Stück, 7,75V, wenn die Servos nur bis 6V ausgelegt sind, gibt es da u.U. auch einige Probleme. Wir haben schon einige Servos gehabt, die das nicht vertragen haben und nach der Landung nur noch Kohlenstoff waren.

Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte das nicht ins Lächerliche ziehen, sondern nur als Anregung was noch alles u.U. dazu gehört. Und nun viel Spass beim planen.

Mit vielen Grüßen
Franz-Josef
 

Maggi

User
Danke Franz Josef....so mein ich das nämlich auch....da helfen die wildesten Konstruktionen nichts, wenn man sich wo anders nen Fehler quasi einbaut.
Bezüglich futaba s 3150 betreibe ich auch mit 5zellern...allerdings mit humanen kabelquerschnitten, die sicherlich etwas verlustleistung haben und somit die Spannungslage etwas abschwächen
 

Gast_52819

User gesperrt
Zur Info bzgl. des Themas:

Von der Lötstelle zum Akku sinds bei mir 1,5mm², dahinter zu den einzelnen Servos 0,22m².
Sollte ausreichen oder?
 

Knut

User
Zur Info bzgl. des Themas:

Von der Lötstelle zum Akku sinds bei mir 1,5mm², dahinter zu den einzelnen Servos 0,22m².
Sollte ausreichen oder?

Du bist ja wirklich auf der sicheren Seite. Mal im Ernst, 0,5 mm² tuts auch bei den 6 Servos dicke. Schön dünne und flexible Silikonleitung.
Die 6 Servos würde ich auch direkt an den Empänger stecken. Zweimal Spannung einspeisen, bzw. einmal wenn ein Hochstromanschluss vorhanden ist.
An Akku und Empfänger MPX Buchse/Stecker, ein/ausschalten/laden über diese. Also trennen und laden. Fertig. Das funktioniert.
Man kann vieles machen, hier ist das aber wirklich nicht nötig.
Was für einen Empfänger nutzt Du denn?

Tschüß
Knut
 

Gast_52819

User gesperrt
Empfänger: Futaba R6208 SB

Gut zu wissen, dass ich auf der sicheren Seite bin.. es war ein Heidenaufwand, die fetten Kabel durch die Ritzen im Rumpf zu fädeln.. zumal ich nun weiß, dass das nicht nötig ist.
Im Prinzip hab ich genau den Schaltkreis von oben umgesetzt und die grauen MPX-Stecker 3-Polig verwendet (die sind schön schmal). Der erste Test lief auch schon positiv ab.

Ich denke die nächsten Fileger mach ich genau so wieder, bis auf den Kabelquerschnitt.
 
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