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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tecshape - Relaxx 2.0: Wer kann erste Erfahrungen berichten?



SirToby
13.02.2014, 19:10
Hallo Kollegen,

laut Tecshape ( http://www.tecshape.de/index.php/en/hikashop-menu-for-categories-listing/product/28-relaxx-2-0 ) wird der Relaxx 2.0 in diesem Monat ausgeliefert.

Mich würden mal die ersten Eindrücke des Modells interessieren!

Grüße
Tobias

http://www.tecshape.de/media/com_hikashop/upload/1_28226.jpg
Bildquelle: http://www.tecshape.de/media/com_hikashop/upload/1_28226.jpg

Phoenix35
02.03.2014, 22:14
bevor dieses wahrscheinlich sehr gute und für mich sehr attraktive Modell hier aus allen Spalten rutscht:

auf der Seite gibt es Änderungen am Modell -

es hat jetzt andere Leitwerke und doppelte V-Form in den Außenflächen - gefällt mir sehr gut.

Viele Grüße

Uli

alpha-prot
05.03.2014, 21:42
Hallo zusammen,

es ist so weit. Der Relaxx ist fertig und nun kann hier ja mal ein paar Details anführen. Vielleicht inspiriert ja die Bauweise den einen oder anderen. Zu den Flugeigenschaften, sage ich hier mal nichts, dass können dann ja die, die einen beziehen, nachholen.


Die Fotos zeigen den Baufortschritt.

Hier sieht man den schnellen Aufbau des Rumpfes. Der besteht aus 3 gefrästen 3mm Sperrholzteilen in den Mitte. Ausfräsungen für Muttern und Stecker/Kabel fürs Bremsklappen Servo sind eingearbeitet. Zudem gibt einen verstellbaren Hochstarthacken. Das ist sicher ein sehr nützliches Detail. Aussen kommen zunächst 1mm Sperrholz Seitenwände drauf. Dort sind die Aussparungen für die Servoarme ausgefräst. Jetzt kommen Boden und Deckel drauf (auch gefräst). Diese geben eine leichte Wölbung vor, damit der Empfänger (max 13mm breit) reinpasst. Ganz aussen kommen 3mm Balsawände rauf. Diese haben die Ausfräsungen für die Servos und einen Kanal für die Schubstangen. Nun noch die Nase rauf und das ganze schön rund verschleifen.


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Die Leitwerke bestehen aus jeweils 2 identisch gefrästen Brettchen. Ich habe da viele verschieden Bauweisen probiert aber finde das in Bezug auf Stabilität und Bauaufwand am besten. Die Brettchen werden übereinander geklebt, dann verschliffen. Es liegen Schleifschablonen bei, die sehr gut die Kontur zeigen (HT Profile). Da die Brettchen ja auch immer genau die Mitte anzeigen (da wo sie verklebt sind) ist das schleifen recht einfach und sicher. Die Wippe für das Pendelhöhenleitwerk ist aus GFK gefräst. Verwendet wird ein 2mm Kohlestab. Das Ruderhorn hat 2 Füsschen/Stege die gut ins Balsa greifen. Für Leute die das Leitwerk gerne abnehmbar ausführen möchten gibt es ein interessantes Detail: Die GFK Teile haben auf einer Seite ein M3 Gewinde. Damit kann man den CFK Leitwerksträger durchbohren und das Höhenleitwerk mit einer M3 Schraube festschrauben.

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Die Fläche besitzt eine 10x10mm CFK Holm. Dieser erweist sich beim bauen als sehr hilfreich. Helling ist nicht erforderlich. Der Aufbau geht wirklich schnell und genau von der Hand. Die Anzahl der Rippen ist nach aussen hin abnehmend. Da nehmen die Belastungen ja auch ab. Insgesamt werden relativ viele Rippen/Nasenrippen verwendet um eine gute
Profiltreue insbesondere an der Nase zu gewährleisten. Optimal sind da Rippenflächen ohne Beplankung sicher nicht aber es sieht halt sehr schön aus. Die Aussparung für das Bremsklappen Servo ist natürlich drin. Die Bremsklappe besteht aus einem ausgefrästen Balsarahmen und 1mm Sperrholz. Die Randbögen werden folgendermaßen aufgebaut: Gefräste Grundplatte auf der 4 Rippen aufgeklebt werden. Dann wird alles verschliffen. Damit sind diese nicht die leichtesten, dafür aber recht robust!


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Und fertig sieht das Modell dann so aus:

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So, hoffe das euch das Modell inspiriert. Bei Fragen einfach melden.
Ach ja: Das Fluggewicht liegt bei dem gezeigten Modell bei 465 Gramm.

VG
Rainer

Jaro 61
06.03.2014, 13:22
Servus Rainer !

Also inspiriert hat mich der Relaxx schon von Anfang an. Aber das weißt ja eh ;)

Ich frage mich gerade wie man am geschicktesten Ballast befestigt ... hmm, ev. seitlich mit
dem Hochstarthaken "mitschrauben" oder Ähnliches ?
Der Rumpf bietet im Schwerpunktbereich ja wenig Platz ;) Wie handhabst Du das ?

lG
jaro

Karhedron
06.03.2014, 16:38
Hallo,
und ja ich hätte da ein paar fragen zum Relaxx.

Da ich, was den Holzbau, betrifft ziemlicher Anfänger bin (bisher nur einen KIS) stellt sich mir die frage ob so ein 2m Rippenflügel für mich machbar ist. Also in anderen Worten: Gibt es eine gute (bebilderte? ) Anleitung? ...und wie ist die Passung der teile?

Wie gut ist der Baukasten ausgestattet? Müsste ich ausser Folie noch andere Dinge (Kleinteile) besorgen?

Thema Folie: reicht Oralight oder braucht's der Stabilität wegen Oracover? ...und am Leitwerk?

Und als letztes würde mich noch interessieren wie die Flächensteckung gelöst ist! (Auch hier: alles dabei? )

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe und freundliche grüße
Thomas

alpha-prot
07.03.2014, 08:23
@ Karo: "Der Rumpf bietet im Schwerpunktbereich ja wenig Platz Wie handhabst Du das ?

Ja, der Rumpf ist schön schlank. Am einfachsten, wie Du schon genannt hast, von aussen/unten anschrauben. Ist etwas, was man selber gestalten kann.

@ Thomas: Der Bau ist relativ einfach. Wenn ich an meine ersten Balsamodelle Anfang der 80er denke, ist es sogar wesentlich einfacher und die Gefahr, dass man Verzug einbaut ist deutlich geringer. Eine bebilderte Bauanleitung wird mitgeliefert. Die Passung der Teile ist gut aber auch eng gewählt. Soll heissen, dass man beim aufschieben der Rippen vorsichtig vorgehen sollte. Der Vorteil ist aber, dass man einen sehr schön geraden und nicht verzogenen Flügel erhält.

Der Baukasten enthält alle Teile zum Bau des Modelles und für die Anlenkung. Die Anlenkung geschieht über 0,8mm CFK Stab, der an den Enden mit einem 0,8/1mm Stahldraht bestückt wird (Schrumpfschlauch). Ist auch enthalten. Zudem ist ein Stück CFK Rowing für die Ummantelung an den Verbindern ebenfalls dabei. Die Verbinder sind ganz aussen aus 2x3mm Sperrholz gefräst. Diese werden in den Holm geklebt. Am ersten Knick ist es ein 6mm Gfk Teil das in die Holme gesteckt wird. Somit sind die Flächen ab dem ersten Knick abnehmbar und wenn Interesse besteht können andere V-Form Verbinder erstellt und verwendet werden.

Bzgl. Bespannung: Oralight ist völlig ausreichend.

VG

alpha-prot
15.03.2014, 12:31
http://www.youtube.com/watch?v=RU7rH-iBPX8&feature=youtu.be

Yoshio
15.03.2014, 17:57
Eine Frage, bin zufällige über das Video auf ein weiteres Video gestoßen in welchem man den Relaxx mit V-Leitwerk sieht, war mir bisher so nicht bewußt, gibt es zum V-Leitwerk auf Fotos?

plastikmann
15.03.2014, 18:07
Wie geht sich das eigentlich mit dem kurzen Hebel am Pendelruder aus - massig Dualrate am Servo ?

Jaro 61
15.03.2014, 18:56
So ein Fluggelände, vor der Haustüre wäre nicht schlecht ...

Macht einen sehr agilen Eindruck, der Relaxx :cool:

alpha-prot
18.03.2014, 15:20
@Yoshio: V-Leitwerk ist in progress…. War mein erster Ansatz im Herbst 2013. Bin dann aber auf K-Leitwerk umgeschwenkt. Gibt ja immer Vor- und Nachteile.

@Dominik: up 100%, dn 63% Servoweg. Dabei ist das Gestänge ganz innen am Servoarm angeschlossen. Bei mir funktioniert das gut. Aber Du hast recht, ggf. werde ich die Wippe 1-2mm höher setzen und damit den Hebelarm verlängern.

@Jaro: Ja, die doppelte V-Form macht sich voll bezahlt. Zudem ist die Anzahl der "Rippen" nach aussen abnehmend. Dadurch spart man aussen Gewicht = geringere Massenträgheit.

Dix
18.03.2014, 15:28
Man könnte das Kreuzleitwerk etwas vor Bodenkontakt schützen durch einen kurzen Schleifsporn.
Dann wäre das Heck beim Bodenkontakt höher und gleichzeitig sogar der Bodenanstellwinkel negativ.

Sind die vielen Sperrholzteile an der Rumpfkeule und im Mittelflügel auch ausgespart? Das schaut irgendwie so massiv aus.

alpha-prot
18.03.2014, 19:46
Schleifsporn am Heck kann man natürlich machen. Jeder nach seinem Geschmack.
Die drei Mittelteile sind ausgespart. Sieht man auf dem 2.ten Foto. Allerdings nicht so extrem, damit noch genügend Klebefläche vorhanden ist.

speedy573
25.03.2014, 22:56
Geliefert zwei Wochen nach Bestellung, Preis ist ok, was will man mehr?

Tolle Verpackung, das sind zwei Bausätze:
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Soweit alles dabei. Ein paar kleine bugs in den Frästeilen, nicht der Rede wert. Qualität der Fräsungen ist top!

Interessante Auslegung:
Pultrudierte Kohle Quadratrohre als Hauptholm, das ist wirklich was Neues!
Minimalrumpf mit Leitwerksträgerrohr aus Kohlegewebe (!!!)
und nichtzuletzt Drela Konzept!

Alles zusammen denke ich ist das wirklich mal was innovatives in der Szene, scheint mit kundiger Hand konstruiert.

Na ja zu meckern gibts immer irgendwas. Daß Kämme zum genauen Ausrichten vor allem der zahlreichen Nasen-Halbrippen nicht dabei sind ist zwar nicht so schön, man hilft sich halt selbst. Die Infos zu den (unterschiedlichen) Rippenabständen sind etwas versteckt in der Bastelanleitung, aber zu finden. Als Techniker wünscht man sich aber doch eine technische Zeichnung mit der relevanten Maßen.
Vielleicht eine Anregung für den Hersteller?

Wenn gewünscht stelle ich die dxf der Rippenkämme gerne zur Verfügung.

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Nach zwei Abenden mit Bestandsaufnahme, ein wenig CAD / CAM / Fräsen und Sekundengepapp siehts dann so aus
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Lohnt sich kaum selbst Bilder hier einzustellen. Weiter oben im thread sind anschauliche Fotos des Fliegers.

Bis jetzt nur eine Änderung. Habe die Aufnahme für das Spoilerservo vergrößert und werde dort auch ein D47 (wie auf Höhe und Seite) einbauen. So kann ich den Flieger komplett mit 2S1P Lipo ohne Spannungsregler betreiben. Der schmale Rumpf bietet sich dafür an, denke nicht daß dort Eneloops reinpassen.
Um den Kritikern gleich zu begegnen: ich betreibe in allen meinen SAL's seit Jahren ausschließlich D47 direkt an Zweizeller Lipo. Hatte noch nie Ärger mit den D47, und ich fliege viel damit...
Also warum nicht auch in einem RES?

Gruß
Mike

Jaro 61
26.03.2014, 19:08
Servus Mike !



Soweit alles dabei. Ein paar kleine bugs in den Frästeilen, nicht der Rede wert. Qualität der Fräsungen ist top!


Super dass Du hier einen Baubericht startest :)

Aha, ein paar kleine Wanzen in den Frästeilen ... machst mich neugierig. Wie schauen diese aus ?
Ich werd den Bau demnächst auch angehen ;) Also bitte weiter berichten.

Gruß
jaro

alpha-prot
27.03.2014, 11:20
@ Mike: Vielen Dank fürs Feedback! Habe mich der Bugs angenommen :D

Bzgl. der Rippenschablone ist meine Meinung, dass die beiliegende Schablone für den Abstand der Vollrippen ausreicht. Der Abstand der Nasenrippen ist so klein, dass diese mit dem Auge schnell und ausreichend genau positioniert werden können.

speedy573
30.03.2014, 03:29
@Jaro
Kleine Fehler in den Fräsdateien sind bereits herstellerseitig korrigiert, also kein Grund das Thema zu vertiefen.

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Weiter gehts mit dem Bau. Ich versuche es einfach so zu schildern wie ich es erfahren habe.
Der Text zum Bild ist jeweils unterhalb des Bildes

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Ausrichten der Anschlußrippen am Innenflügel. Leider keine Schablone für den halben V-Winkel dabei.
Es ist jeweils eine Balsarippe 3mm mit einer Sperrholzrippe 3mm zu verkleben und diese werden dann gemeinsam unter 95° verklebt.


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Entgegen der Bauanleitung wurden zuerst die Holme 8x8 der Außenflügel mit Sperrholzverbindern und Stabilit verklebt. Vorher die Rohre innen gut aufgerauht. Warum ich das so gemacht habe sieht man beim nächsten Bild.


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Rippenkämme der beiden Außenflügelteile vereinfachen das Ausrichten. Zuerst die beiden identischen Balsarippen 2,5mm im halben V-Winkel an der Knickstelle verklebt und von dort aus die Folgerippen nach innen und außen ausgerichtet.
Mit der dem Kit beiliegenden einfachen Abstandslehre (für jeweils 2 Rippen) hätte ich keine Geduld. Und das Ausrichten der Nasen-Halbrippen nach Augenmaß muss man auch mögen...


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Pause.... Katze ist der Meinung daß die 3mm Kohle Nasenrohre besser zum Spielen geeignet sind wie zum Einkleben :-))


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Zusammen....
Endleiste ist Sperrholz 1,2mm 11mm breit. Wird aus einem Streifen mit Cuttermesser rausgeschnitten und es bleibt ein Reststreifen ca. 3mm breit übrig. Ob das wirklich so viel Mehraufwand ist die Streifen mit der Fräse zu fertigen?


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Eigenwillige Randbogenkonstruktion. Boden ist Balsa 3mm Faserrichtung diagonal. Darauf Formteile aus 3mm Balsa weich. Wieviele Dreher bei der Landung hält der Randbogen aus?


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Nasenrippen gefräst als offene Kontur. Die schmalen Enden müssen selbst mit dem Cutter herausgeschnitten und verputzt werden, und das sind ganz viele Teile. Hier scheint die wirtschaftliche Fertigungsoptimierung als Kostenfaktor im Vordergrund zu stehen.
De Teile haben jeweils ein holding tab, ein zweites pro Teil zu setzen und Kontur schließen ist ja nicht der Megaaufwand im CAM, denke ich.


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Alle Holmausschnitte mussten nachbearbeitet werden. Es fehlten rundum ca. 0,2mm, bei dem z.T. sehr weichen Balsa problematisch da gerade beim Außenflügel nicht viel Material übrig bleibt. Und feilt man zu wenig weg ist die Passung zu eng und die Rippe bricht beim Auffädeln auf das Quadratrohr. Erstmal kein Thema dies mit CA wieder zu kleben, aber der Sekundenkleber ist nach Härtung sehr viel härter wie das extrem weiche Balsa. Alles weitere möge der geneigte Leser selbst nachvollziehen...


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Weiter gehts mit dem HLW. Wird aus zwei identischen Frästeilen Balsa 2,5mm zusammengeklebt. Was passiert wenn ein Teil aus Balsa Marke Hartholz und das andere aus extrem weichem Balsa ist? Es wird sehr krumm.....
Schock auf der Waage, grob verschliffen ca. 17gr. Geht gar nicht.....
Über den Sinn ein Brett auszufräsen könnte man diskutieren. Was bringt eine Diagonale deren Faserrichtung dann zwangsweise wiederum 45° ist?
Also den Cutter angesetzt und rausgeschnitten.


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Innen alles rausgeschnitten. Aussen Balsa Faserrichtung in Flugrichtung angeklebt. Rippen und Diagonalen aus den (gottseidank) superharten Reststücken geschnitten und verklebt.


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SLW Flosse, entsprechend Hlw mit 1x Balsa 3mm superhart und 1x Balsa 3mm superweich.


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Scratch built, nur Kontur vorne und hinten wiederverwendet. War ein ziemlicher Aufwand, hat sich aber gelohnt. Die Leitwerke haben jetzt mit der Lieferversion nicht mehr viel gemeinsam ausser der Geometrie, die habe ich beibehalten.
HLW 16,8gr Original, jetzt 9,8gr
SLW Ruder vorher 8,5gr, jetzt 2,8gr
SLW Flosse vorher 6,8gr, jetzt 4,3gr.
Teile sind jetzt sehr viel torsionssteifer und ich kann mit den richtigen Faserorientierungen besser schlafen... ;-))


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Grob zusammengesteckt, die Waage zeigt 334gr komplett mit den beiden D47 im Rumpf. Das lässt hoffen.
Allerdings siehts so aus als wäre mit einem 2S1P 600mAh Lipo noch massiv Blei nötig trotz der viel leichteren Leitwerke.
Und welcher Akku überhaupt reinpasst ist noch ein Thema welches noch ungelöst ist. Der erwähnte Lipo passt erstmal nicht in den Rumpf. Hmmm....
Tragfläche komplett ohne Spoiler und ohne Spoilerservo / Anlenkung wiegt 210gr.


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Vorgesehen waren in der Mitte 6 Stück Rippen aus 3mm Sperrholz. Ich habe nur 4 dieser Sperrholzrippen eingebaut da ich der Meinung bin daß ein zusammengeklebter massiver Sperrholzklotz 12mm breit doch eigentlich die auftretenden Kräfte an der Wurzel locker aushalten muss.
Demzufolge sind alle Rippen um die fehlenden 3mm pro Seite nach innen gerückt. Der Spalt zwischen Ende der Spoileraufnahme und der angrenzenden Rippe ist jedoch ca. 10mm auf beiden Seiten.....
Die Bremsklappe (Spoiler) ist übrigens ein Sperrholzteil 300x17x1,2mm ohne weitere Verstärkungen. Wir werden sehen....

Schmankerl am Rande: zum Glück habe ich die zwei Sperrholzrippen in der Mitte (Wurzel) weggelassen. Dadurch ergeben sich zwar 6mm weniger Spannweite beim Mittelstück, aber Glück gehabt. Beim Schneiden des Holmes an der Trennstelle zu den Außenflügeln war durch die Winkelstellung der Anschlußrippen gerade noch so viel Material am Hauptholm daß dieser mit den Anschlußrippen aussen bündig geschnitten werden konnte. Leider kein Bild davon...

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So Leute, Schlußkommentar zum Rohbau. Bin nicht begeistert. Zu viele Kleinigkeiten die entweder nicht passen oder nicht zu Ende konstruiert sind.
Die Materialauswahl des Balsaholzes nach Dichte sollte nicht so kompliziert sein.
Daß Geometrien nicht passen kann passieren. Aber dafür macht man eine Vorserie. Bei dem aufgerufenen Preis kann ich verlangen daß grundsätzliche Fehler beseitigt sind, oder?
Wenn man vergleicht was man z.B. beim Pures geliefert bekommt (gewickelte Rohre Spezialanfertigung, keine Massenware wie beim Relaxx) dann passt das hier nicht.
Und vergleiche ich die Lieferqualität z.B. bei Decker Produkten möchte ich hier keinen Kommentar machen.

Noch ist der Apparat nicht in der Luft, vielleicht relativiert sich dann doch einiges. Aber wenn ich mir die Leitwerksvolumina zu anderen RES anschaue habe ich doch Zweifel. Aber vielleicht fliegt der Relaxx ja auch ohne geometrische Schränkung ganz prima....

Gruß
Mike

alpha-prot
31.03.2014, 11:59
Vorweg: Den Relaxx habe ich im Prinzip für mich selber konstruiert und damit Lösungen und Verfahren verwendet, die ich als sinnvoll erachte. Das viele Wege nach Rom führen ist klar, und das manche Modellbauer meine Lösungen nicht optimal finden ist natürlich verständlich.

Kurze Anmerkungen zu den Bemerkungen:

1) Schablone halber V-Winkel: Wird in Zukunft mitgeliefert. Ich persönlich finde das nicht so wichtig, da ich zum fliegen eh die Flügelteile mit Tesafilm oben und unten fixiere. Damit ist ein Spalt abgedeckt. Bei dem äusseren Knick ist eh Bügelfolie drüber.

2) Nasenrippen: Die Nasenrippen werden über ein Füsschen in der Kontur und am Ende, also dort wo wir nicht nacharbeiten müssen, weil die Schnittfläche ja nirgendwo anliegt, gehalten. Das ist bewusst so gewählt um die Anzahl der Füsschen in der Kontur zu reduzieren. Somit muss nicht soviel in an der Profilkontur geschliffen werden.

3)Holmausschnitte: Ich mache das so: Rippen auf den Tisch legen, Holm einstechen, Rippen mit "4 Finger, 4 Ecken" auf dem Holm verschieben. Siehe Fotos:

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4)Leitwerke: Da habe ich einiges ausprobiert und bin bei diese Lösung gelandet. Warum: Die Balsabrettchen verklebe ich mit CA dick. Leicht und schnell. Man darf halt nicht falsch aufeinandersetzen. Daraus ergibt sich eine deutlich stabilere Platte (Torsion- und Biegefestigkeit) als wenn man eine dicke Balsaplatte nimmt. Nun wird geschliffen. Es liegen ja gefräste Halbschablonen die die Profilierung zeigen bei. Wenn man das so schleift, nimmt man etwa 1/3 des Materials weg. Damit wird das ja wieder leichter, aber ist auch gleichzeitig stabil. Ich finde das besser als das rumgefummel mit sehr kleinen Rippen, sollte man eine Rippenkonstruktion planen. Gewicht: Am Ende zählt doch das Gesamtgewicht. Meine Modelle wiegen bei null Wind knapp 470 Gramm. Bei Wind lege ich gerne 10-20 Gramm in die Nase um mit höheren Stabilitätsmassen zu fliegen. Hier mal ein paar Bilder von den Versuchen und von den montierten Leitwerken.

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5) Schränkung: Meines Wissens nach wird geometrische Schränkung angewendet um das Überziehverhalten zu vereinfachen. Strömung reisst im Flügelmittel ab, während sie an den Aussenteilen aufgrund des geringeren Anstellwinkels noch anliegt. Ich persönlich sehe das Überziehverhalten von Leichtwindseglern eher als unkritisch an. Daher habe ich eben "nur" aerodynamisch geschränkt und bin damit voll zufrieden.

Feigao
01.04.2014, 09:06
Hallo,

ich hab gestern meinen Relaxx-Baukasten bekommen :)

Geliefert wurde er, wie im Mail als Liefertermin angegeben - Danke Rainer.

Hier mal ein Blick auf meine drei RES-Baukästen

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Der Miles hat definitiv die hochwertigste Verpackung. Holzteile kann ich nur noch in Form des fertigen Fliegers fotografieren ;).

Pures und Relaxx sind von der Verpackung und dem Volumen ziemlich ebenbürtig. Wobei der Pures etwas kompletter ausgestattet ist.

Dokumentation kann von beiden Fliegern im Internet heruntergeladen werden.

Mal schauen wenn's Wetter wieder schlechter wird, dann beginnt das bauen.

Grüße Heinz

Hans Hoffmann
01.04.2014, 12:35
Der Miles hat definitiv die hochwertigste Verpackung. Holzteile kann ich nur noch in Form des fertigen Fliegers fotografieren ;).


Hallo Heinz,

stell doch mal Deinen Miles vor und schreib, wie er sich in der Luft benimmt. Könnte mir vorstellen, daß er für schlewig-holsteinische Verhältnisse besser
geeignet ist als die absoluten Wiesenschleicher.

Gruß Hans

Feigao
01.04.2014, 14:16
Hallo Heinz,

stell doch mal Deinen Miles vor und schreib, wie er sich in der Luft benimmt. Könnte mir vorstellen, daß er für schlewig-holsteinische Verhältnisse besser
geeignet ist als die absoluten Wiesenschleicher.

Gruß Hans

Hallo Hans,

passt nicht so richtig in diesen Thread , da es hier über den Relaxx gehen soll.

Über den Miles findest Du hier (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/97230-Miles-2-m-Hochleistungsmodell-aus-Holz/page01) alles wichtige.

Mein Miles braucht auf jeden Fall Wind von vorne mit dem RES-Gummi oder den Gummi einfach mehr ausziehen als im Reglement erlaubt. F3B-Winde mit Schuss geht auch:p. DS kann ich nicht, hat aber Philipp Kolb schon demonstriert. Am Wochenende hab ich bei nicht ganz einfachen Bedingungen mit einer Supra und einem 2m Alex XL mithalten können. Problem am Miles ist aber, daß er seit langem nicht mehr lieferbar und meines Wissens auch nicht mehr produziert wird. Die Gerüchteküche munkelt aber, daß es bald was neues bzgl. Miles geben soll...

Um im Wettbewerb auch etwas für die ruhigen Tage zu haben, hab ich mir den Relaxx zugelegt. Mal schauen was dann die Praxis zeigt.

Wenn du mehr Info's haben willst, dann bitte PM.

Gruß Heinz

seppschweiger
04.04.2014, 23:39
Hallo
welchen Akku verwendet ihr?
Wo liegt der Schwerpunkt?

Gruß Sepp

speedy573
17.04.2014, 00:45
Hallo Leute,

die Bauphase des Relaxx ist beendet.
Bespannt wurde mit Oracover light, alles unspektakulär.
Auch das SLW wurde vor Verklebung mit dem Rumpfrohr komplett bespannt. Ruderscharnier ist Oracover, in einem Stück aufgebügelt.


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Die Seitenleitwerksflosse habe ich nicht wie in der Anleitung beschrieben oben auf das Rohr geklebt sondern habe wie bei SALs üblich in das Rohr oben einen Schlitz mit der Kontur der Flosse gedremelt. Dann Schleifpapier zusammengerollt und den Leitwerksträger innen sorgfältig angeschliffen. Anschließend einen Stopfen aus Balsa zusammengeklebt (oben im Bild) und auf der Drehbank auf saugendes Innenmaß des Kohlerohres gedreht. Dieser Stopfen wurde dann soweit eingeschoben daß die Bohrungsmitte des abnehmbaren Pendel-HLWs in der Mitte des Stopfens war.
Sinn der Aktion ist ein Verstärkung des Kohlerohres gegen Zusammendrücken mit der Schraube der HLW-Wippe.
Anschließend wurden erst der Stopfen und dann die SLW-Flosse mit CA eingeklebt.



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Natürlich ging das Bohren für die Schraube M3 der HLW-Wippe schief....
Aufgebohrt auf D=4,0mm und dann satt mit UHU-Plus eingeklebt. Vorher Rumpfrohr und Schraube mit Trennmittel (Fett) behandeln ;-))
Wäre prima gewesen wenn eine Bohrschablone mit im Kit gewesen wäre....
Und eine M3 Nylonschraube hält auch statt der mitglieferten Stahlversion.

Ganz viel Zeit habe ich mit der HLW und SLW Anlenkung verbracht. Beim Höhenruder hatte ich einen ausgeprägten Stick-Slip Effekt. Hat sich auch mit Teflonspray nicht verbessert, die Außenrohre (innen ca. 0,9mm, Kohlestange 1,0mm) sind mit dem Lösungsmittel des Teflonsprays gequollen. Mit allen Tricks ging die Hysterese des HLW an der Hinterkante von ca. 3mm nicht weg, einfach zu viel Haftreibung.
Erst das Ersetzen der Kohlestange gegen einen Stahldraht 0,8mm brachte den gewünschten Erfolg.
Beim SR ist noch eine geringe Hysterese vorhanden, kann damit leben. Beim Pendel HLW geht das nicht.

Ärgerlich empfinde ich die Auslegung der Hebelverhältnisse an Servo- und Ruderhörnern. An den Ruderhörnern gibt es nur eine Bohrung; am Servo kann man nicht weiter innen einhängen weil man nicht dran kommt. Erforderliche Servowegbegrenzungen auf 40-60% sind suboptimal. Ruderhörner mit größerem Hebelarm zur Drehachse wären leicht machbar und so könnte man den vollen Servoweg nutzen. Na ja...
Und ein Hinweis auf sinnvolle HLW-Ausschläge wäre auch hilfreich.


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An den Außenflächen ist der ungestützte Abstand der Wurzelrippe zwischen Holm und Endleiste zu groß. Die Bespannung hat die vorher perfekte Passung zum Mittelflügel zu Nichte gemacht.
Am Mittelflügel ist das kein Thema durch das Kohlerohr im hinteren Bereich.
Beim Aufschieben der Ohren muß man am Torsionsstift hinten die Wurzelrippe der Außenfläche stützen sonst verbiegt sich diese dramatisch.
Warum habe ich dort trotz anfänglicher Bedenken keine Diagonalen (vom Hersteller nicht vorgesehen) eingeklebt? Grrrr.....
Daß der gefräste Verbinder im Außenflügel dann ca. 1,5mm Spiel in Flugrichtung hat fällt dann nicht mehr ins Gewicht; irgendwie funktioniert das dann schon.

Apropos Kohlerohr im Mittelflügel hinten. Prima Ansatz bestens bewährte Drela AG-Profile zu verwenden. Aber wenn man sich mit der Profilauslegung der Serie AG35-38 befasst stellt man fest daß auf der Oberseite bei ca. 70% ein Knick in der Profilkontur ist. Und zufälligerweise ist genau am Knick eine Balsaleiste auf der Oberseite in Spannweitenrichtung vorgesehen. Sicherlich ein guter Ansatz einen solchen Sprung in der Kontur und die Leiste wegzulassen....


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Verwendet wird ein 2S1P 350mAh Lipo. Passt in der Breite mit beherztem Krafteinsatz (dabei macht der Rumpf dicke Backen) und in der Höhe gerade so in den Rumpf. Dazu noch ca. 37gr. Blei und der Schwerpunkt passt ansatzweise. Schade nur daß der Akku gerade mal 21gr auf die Waage bringt. Egal, in meinen SALs fliege ich mit gleichem Akku aber vier Servos gute zwei Stunden, sollte also klappen.
Und jetzt das Erfreuliche: der Flieger wiegt flugfertig 448gr! Das ist gegenüber der Herstellerangabe von "ab 480gr" doch sehr erfreulich. Die zuvor beschriebene Nachbesserung an den Leitwerken ist daran sicherlich beteiligt.


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Schön sieht er aus, oder? Ich finde schon daß die Optik durchaus ansprechend ist.

Und wie fliegt der Apparat?
Na ja, bei Hammerthermik am Hang fliegt erstmal alles. SR kommt prima, beim HR habe ich gleich die Ausschläge nochmal um 50% reduziert. 50% von 50% Servowegreduzierung sind dann? Egal... liegt wohl auch an der Schwerpunktlage. Nach Herstellerangabe eingestellt ist er zwar fliegbar, aber die Stabilität ist sehr gering. Wunderbar thermikgierig, zeigt den leichtesten Aufwind durch "Nase hoch" an. Ziemlich anstrengende Knüppelei. Und kippt ganz prima über den Flügel ab wenn man zu langsam fliegt.
Also ca. 10gr Blei zusätzlich in die Nase und.... der Flieger ist nicht wiederzuerkennen. Nix mehr Nase hoch, er ist total stumpf, zeigt Thermik nur noch stark verzögert an. Aber fliegt stabiler.

Ein endgültiges Urteil zu fällen ist sicherlich viel zu früh; dazu fehlt noch einiges an Feintuning. Aber nach gut 1,5h in der Luft glaube ich doch eine Tendenz zu erkennen. Nach grobem Überschlag scheint die HLW Fläche, wie bereits angedeutet, doch sehr klein. Vielleicht melden sich die Experten für Flugmechanik mal dazu.
Ich jedenfalls habe wenig Intention an einem Baukastenflieger grundsätzliche Konstruktionsänderungen vorzunehmen. Wäre toll wenn er einfach so gut fliegen würde wie ich das von Drela Entwürfen gewohnt bin. Diese Grundsätzlichkeiten kenne ich nicht von den vielen Supergees und Aegeas welche wir im Team gebaut haben. Da passt von Anfang an wirklich alles.

Vielleicht bin ich auch viel zu verliebt in meine SAL-Flieger... und es ist mein erster RES... und nach einer gefühlten Ewigkeit wieder ein 2-Achser....

Aber schön sieht er aus, oder?

Gruß
Mike

Robert_Hollstein
18.04.2014, 01:53
Hallo Mike,
ja schön isser tatsächlich und erst das Gewicht => Hut ab, hast ja richtig was rausgeholt, mit Deinen neuen Leitwerken.

Vielen Dank für Deinen "kritischen" Bericht. Aus den Fachzeitschriften bekommt mann ja immer nur die weichgespülten
Ausführungen zu lesen.

Bin aber von Deinen Ausführungen ein wenig "erschreckt", da ich auch einen Bausatz habe und bald mit dem Bau anfangen möchte.:confused:

Was sagt den der Hersteller dazu?

Drela ist schon ein Fuchs, wenn es um Strömung bei niedriger Geschwindigkeit ankommt.
Bin kein Aerodramtiker, aber die Wirbel bei langsamer Fahrt, mit hoher Anstellung, müssen ja irgendwie
wieder beruhigt werden. (Stichwort "Kante")
Hab auch ein Super Gee und auch einen ähnlichen 2m Entwurf wie die Aegea => fliegt so wie er soll.
Schleichgang in der Thermik finde ich toll und da mag ich mir nicht allzuviele Gedanken über Abreissverhalten machen.
=> könnte hier eine Schränkung helfen? (Hab mit dem Bau ja noch nicht begonnen)

Bitte berichte weiter über Deine Flugerfahrung mit dem Relaxx.


Fliegergruß:cool:
Robert

cumulusxp
21.04.2014, 06:19
Hallo,
ich baue auch gerade einen Relaxx, und die Beiträge von Mike haben mir sehr geholfen.Hier möchte ich ein paar Anmerkungen zu den Erfahrungen von Mike und den Kommentaren des Konstrukteurs machen.
Ich baue von aussen nach innen und hinten nach vorne da ich noch auf die Servo‘s warte. Daher habe ich erst mit Aussenflügeln und Leitwerk angefangen. Rippenkämme habe ich nicht vermisst, mit den beiliegenden Abstandsschablonen kann man die Rippen ordentlich ausrichten. Das Auffädeln wie in #18 beschrieben geht ganz gut, mir ist keine Rippe gebrochen. Für die Halbrippen habe ich auf den Schablonen Markierungen angebracht, damit kann man sie einfach ausrichten. Ich habe sie nach dem Zusammenbau oben wo sie abschgeschnitten werden mit der Schleiflatte kurz verrundet, das sieht ordentlich aus und geht schnell.
Allerdings wird der letzte Abstand ca. 1mm zu kurz, wenn die Holme auf 230 mm abgeschnitten werden. Ich habe die Teilstücke einzeln aufgebaut, und mit aufgestecktem Aussenteil die Rippe vom Innenteil ausgerichtet. Das gibt einen spaltfreien Übergang. Den Randbogen finde ich ganz ok, fühlt sich ziemlich stabil an. Die Teile sind durch den Vierkantholm ziemlich verwindungssteif, eine Schränkung bekommt man da nicht so einfach rein.
Soweit finde ich das alles nicht so tragisch. Beim Höhenleitwerk fand ich sofort das es Optoaerodynamisch viel zu klein aussieht. Da werde ich ein grösseres bauen, und SLW ebenfalls mit anderem Aufbau. Die Brettchen waren bei mir im Übrigen für HLW und Ruder beide sehr weich, Flosse mittelhart. Mag sein das es beim Prototyp funktioniert hat, ich finde es aber nicht so gelungen.
Damit zum Schatten --- die Anleitung ist mit Abstand das mickrigste was ich in dem Segment gesehen habe. Der Relaxx hat 14 Seiten, auch noch 2 sprachig, zum herunterladen, und ein paar Fotos extra. Manche Bauschritte werden überhaupt nicht erwähnt. Na klar bekommt ein einigermassen erfahrener Modellbauer so ein 3D-Puzzle zusammen. Wäre alles nicht so schlimm wenn das von Beginn an klar ist. Aber der Webauftritt vermittelt bei mir eine Erwartungshaltung an eine High End Edelschmiede, und nicht an ne Bastelbude. Zum Vergleich: Resi-solide gemachte Anleitung und Pläne als PDF’s per mail, Baba Jaga 70 Seiten liebevoll gemachte Beschreibung auf CD beiliegend. Beim Picares enthält die CD ausser der Anleitung und Schreinermeisters Baubericht aus diesem Forum hier noch hunderte Foto’s und Videos und es liegt ein gedruckter Plan für die Fläche bei.
Bei Relaxx ist der Modellbauer ziemlich allein gelassen, und gerade in Details ist der Aufbau kein Standard und es fehlen nützliche Hinweise.
Ein paar Tipps von mir: erst die Leitwerksmontage vorbereiten solange das Heckrohr in ganzer Länge ist, wenn alles passt kann man’s immer noch kürzen und sonst hat man 3 – 4 Versuche frei. Danach erst mit dem Rumpf verkleben. Das Kabel für das Spoilerservo schon vor dem Verkleben der Rumpfteile einlegen, sonst bekommt man es nur schwer um’s Eck. In die Rippen ein kleines Entlüftungsloch bohren, dann blähen sich die Flügen beim Bügeln nicht auf.
Wenn der Bau weiter fortschreitet hänge ich noch ein paar Bilder rein, und ich bin sehr gespannt auf weitere Flugberichte.
Gruß
Jörg

speedy573
21.04.2014, 21:05
Hallo Leute,

weiter gehts mit der Schadensbegrenzung.

Es steckt zu viel Geld und Zeit in dem Flieger um ihn in die Tonne zu stecken. Und verkaufen kann man ihn im Urzustand mit gutem Gewissen auch nicht.
Also ran ans neue HLW, da sollte eigentlich der Konstrukteur seine Hausaufgaben gemacht haben.

Bei ähnlichem Flächeninhalt und ähnlichem Leitwerkshebelarm könnte das HLW vom Allegro Light passen:
http://www.charlesriverrc.org/articles/allegrolite2m/markdrela_allegrolite2m.htm

Jede Menge gute Infos über den Flieger, da braucht man keine Bauanleitung.

Um den Zeitaufwand in Grenzen zu halten habe ich einfacherweise den Leitwerksplan ausgedruckt und die Geometrie des Allegro HLW 1:1 übernommen.
Lediglich die Bauweise wurde ingepasst da ich nicht genügend 5mm Balsa da hatte.



1151370
Mit ausgesuchtem Balsa und Rippen im hinteren Bereich sind 9,2gr Rohbaugewicht akzeptabel. Mit eingebautem "spine" aus einem Kohlerundstab D=1,0mm ähnlich wie von Drela vorgesehen.
Das neue HLW hat knapp 20% mehr Fläche und vor allem eine geringere Streckung. Ich könnte mir vorstellen daß die größere Streckung des Original-HLW sich negativ auf den Auftriebsanstieg am HLW auswirkt. Optik ist nicht immer alles...


1151375
Hatte noch einen V-Mount von unserem Aegea Projekt übrig.
Wie dieser Pendelruderbügel gebaut ist wurde hier schon beschrieben:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/372492-Baudoku-Aegea-II
Es wurden wieder die M2 Alu-Gelenkköpfe verwendet da diese sich bei den Aegeas sehr gut bewährt haben; absolut spielfrei.
Jetzt ist auch Platz für einen längeren Anlenkhebel. Das Mehrgewicht des fertigen neuen HLWs mit V-Mount und Anlenkung liegt bei ca. 2,0gr.

Im gleichen Zug wurde auch das SLW Ruderhorn durch eines mit längerem Hebel ersetzt.



1151376
Und so wurde der V-Mount mit montiertem HLW auf der Helling an das Rumpfrohr geklebt. Geht ganz einfach und exakt, lediglich die Abstände re / li HLW Randbogen zu den Endrippen des Mittelflügels wurden eingemessen.



1151377
Passt, oder?

Und jetzt die obligatorische Frage: wie fliegt der Relaxx jetzt?

Denke es ist eine deutliche Verbesserung. Der Schwerpunkt ist jetzt ca. 10mm vor der Herstellerangabe. Habe kein Blei hinzugefügt, d.h. das Gesamtgewicht ist identisch zur Version mit Original HLW.
Abfangbogen ist schwach ausgeprägt und der Relaxx lässt sich jetzt sauber Kurbeln, deutlich besser jedenfalls wie vorher. Und der Servoweg wird genutzt was sicherlich mit der Original Anlenkgeometrie vorher einen Einfluß auf das handling hatte.

Das Seitenruder ist doch zu klein, ich wünsche mir eine deutlich bessere Wirkung. Im Vergleich zum Allegro fehlen hier auch grob geschätzt 15-20% Fläche.

Das Überziehverhalten hat sich verbessert. Allerdings fällt auf daß der Relaxx jetzt im Langsamflug für mein subjektives Empfinden sehr deutlich an Leistung verliert. Ich konnte das am sehr schwach tragenden Hang reproduzieren. Und ich bin mir dabei sicher daß der Flieger noch nicht überzogen war. In niedriger Höhe (<5m über Hangkante) konnte man dabei gut den Anstellwinkel beobachten und gleichzeitig den Leistungssprung (nach unten) feststellen. Da stimmt immer noch etwas nicht. Gilt für Geradeaus und Kurvenflug.

Und die Spoilerwirkung ist ein Witz. Als Landehilfe unbrauchbar. Max. Ausschlag ca. 75°.
Man vergleiche die Spoilergröße beim Allegro (link s.o.).


Ok, Teil eins (HLW) scheint geklappt zu haben.
Nächste Aufgabe ist die Leistung im Langsamflug zu verbessern. Das wird wohl der mühsamere Teil.
Ob das mit Turbulatoren in Griff zu bekommen ist steht aus.

Ziemlich ärgerliche Sache als Kunde an einem CNC Baukastenflieger solch grundlegende Änderungen vornehmen zu müssen :-(
Da helfen auch die besten CAD-Kenntnisse nix......

Aber er sieht immer noch schön aus, oder?

Gruß
Mike

Klaus Jakob
22.04.2014, 07:13
Hallo Leute,

weiter gehts mit der Schadensbegrenzung.
Es steckt zu viel Geld und Zeit in dem Flieger um ihn in die Tonne zu stecken. Und verkaufen kann man ihn im Urzustand mit gutem Gewissen auch nicht.
Also ran ans neue HLW, da sollte eigentlich der Konstrukteur seine Hausaufgaben gemacht haben.
...

Gruß
Mike

Hallo Mike,

danke für den ehrlichen Bericht. Das mit den ausgefrästen Leitwerken hätte mich auch gestört, Deine Verbesserung (Stegbauweise) beweist ja den richtigen Weg.
Vielleicht gibt uns der Konstrukteur (Rainer Moosmayer?) Hinweise darauf, wie er zu seinen Lösungen gekommen ist, speziell das winzige Höhenleitwerk. Es sind ja doch Basisfehler drin, die so nicht passieren dürfen.

Ohne Statement des Konstrukteurs bleibt der Eindruck bestehen, dass ein unausgereiftes Modell -mit der heißen Nadel gestrickt- auf den Markt geworfen wurde.

Klaus.

alpha-prot
22.04.2014, 14:42
Also hier mein Kommentar:

Ich bin der Meinung, dass es sich um doch sehr subjektive Bemerkungen handelt.
Ich nehme die Kritik einer zu kurzen Baubeschreibung gerne an. Daher entstanden sicher auch die Baufehler, die beanstandet wurden.
Zu den einzelnen Bemerkungen:

CFK Stäbe sitzen zu stramm und sind nicht leichtgängig: Wenn man die PVC Röhrchen entgratet (das habe ich in der Anleitung nicht erwähnt weil ich davon ausgegangen bin das man das eben macht) laufen die Stäbe wunderbar leicht. Verlegt man den Stab geradlinig ist auch keine Hysterese drin.

Hebelverhältnis: Es geht um den Servoweg bei Tiefenruderausschlag. Ich finde das eine Reduktion das Servoweges beim Tiefenruder nicht so ins Gewicht fällt. Bei Höhenruderausschlag wäre das anders. Aber ich werde jedem längere Ruderhörner nach senden.

Wurzelrippe: Wenn ich Folie aufziehe (und ich bin sicher nicht ein außergewöhnlich guter Modellbauer) ist das nicht krumm. Das hängt damit zusammen, dass ich nach dem Bügeln vorsichtig nur die Falten in den Ecken „lokal“ wegföhne. Das sieht dann so aus:

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Der Torsionsstift passt nicht: Hängt ggf. auch damit zusammen, dass keine V-Form in die Stoßrippen geschliffen wurde. Ich mache das auch nicht komplett aber zumindest etwas anschleifen. Dann funktioniert die Torsionssicherung.

Flächeninhalt Höhenleitwerk: Der Allegro composite (ein 2m RES Modell von Mark Drela) hat einen Flächeninhalt (Pendelhöhenleitwerk) von 39 sq in. Der Relaxx hat: 25451mm2
So: 39 sq. in. = 25161mm2. Es ist richtig, dass der Allegro Lite hat ein etwas grösseres Leitwerk hat (45 sq. in.)

Aber: Es ist doch eine sehr subjektive Aussage und auch Geschmacksempfindung wie etwas fliegt. Der Relaxx fängt sich mit dem originalen Leitwerk nach dem Strömmungsabriss ein. Die Steuerwirksamkeit im Langsamflug ist in meinen Augen ausreichend und ich finde er fliegt insgesamt sehr angenehm. Das ist meine Meinung. Andere Piloten haben andere Meinungen.

Feigao
23.04.2014, 10:28
Hallo Mike,

ich gehöre auch zu den Besitzern eines Relaxx :)

Und ich muß nun etwas Partei für Rainer und seinen Relaxx übernehmen, bevor alle Welt das Bild bekommt, der Relaxx sei eine Katastrophe.

Habe im Vorfeld, bevor ich den Baukasten bestellt habe, einen sehr netten Emailverkehr mit Rainer gehabt. Der Bausatz kam zu dem von Rainer angegebenen Zeitpunkt.

Alles sauber verpackt und vollständig. Das ist schon mal sehr positiv, denn da hab ich auch schon andere Erfahrungen gemacht. Ein Bausatz mit Frästeilen, alle um 10% größer als der Plan war meine bisherige schlechteste Erfahrung.

Bauanleitung ist wirklich etwas mager, aber für jemanden der schon das eine oder andere Modell gebaut hat, reicht es. Wenn man unsicher ist, hilft einem Rainer sicher per Mail zeitnah weiter. Gehe ich mal davon aus, habe ich aber noch nicht gebraucht.

Bisher passen bei mir alle Teile perfekt und die Rippen sitzen stramm auf dem Rohr. Besser als wenn sie lümmeln. So braucht man nicht mal ein Baubrett ;-)

Das Abschneiden der Halbrippen find ich auch besser als mit einem zusätzlichen Steg. Wie Rainer schon geschrieben hat braucht man dann nicht so sehr an der Rippe rumschleifen. Lineal anlegen, Brett durchschneiden und die Rippen sind ausgeschnitten.

Rippen ausrichten ist mit einem Brettchen genau so gut zu machen wie mit dem Kamm. Wenn mal eine Rippe leicht versetzt ist, kein Problem. Sieht man nicht und fliegen tut er deswegen sicher auch nicht schlechter.

Höhe und Seite ist wirklich etwas weich. Aber wir reden hier von einem Leichtwindflieger. Und die Belastungen von Höhe und Seite halten die Dinger sicher aus ohne groß negativen Einfluß auf die Flugeigenschaften zu haben. Bei meinen Flugkünsten sowieso. Zudem kommt Folie drauf und die bringt nochmal was. Meine nervösen Daumen machen sicher mehr Höhe kaputt als ein Höhenruder das sich bei höherer Belastung leicht verformt. Zum heizen ist es sowieso der falsche Flieger.

Das Problem mit den eingezogenen Anschlußrippen kenn ich auch von anderen Fliegern. Miles, Climaxx, Pures ... Liegt natürlich daran, wenn man die Folie zu arg spannt. Wer sicher gehen will klebt eine Verstrebung ein und gut ist. habe ich mit Balsaresten (aus den Baukästen) beim Miles und Climaxx gemacht.

Ich bau meine Relaxx so wie es Rainer vorgesehen hat und flieg ihn mal einen Sommer lang. Wenn ich dann nicht zufrieden bin, kann ich immer noch das eine oder andere ändern.

Ich hab mir den Relaxx gekauft, weil ich den zur Zeit leichtesten 2m RES-Flieger (als Bausatz) haben wollte. Ich denke, dafür ist er ausgelegt und das nicht unbedingt auf Kosten der Stabilität.

Rainer liest (und schreibt) hier ja mit und wird sich sicher dem einen oder anderen Punkt annehmen und in die Serie einbringen.

Wer etwas Bauerfahrung mitbringt bekommt mit dem Relaxx den aktuell leichtesten 2m RES-Flieger, den man ohne zusätzliche Modifikationen bauen kann. Wenn man deine Einträge liest, dann bekommt man den Eindruck, daß der Relaxx nur mit Modifikationen zu bauen ist.

Die Tipps von Jörg sind super:
Leitwerksmontage vor Montage am Rumpf - 3 – 4 Versuche frei.

Das Kabel für das Spoilerservo schon vor dem Verkleben der Rumpfteile einlegen, sonst bekommt man es nur schwer um’s Eck - zu spät für meinen Baufortschritt.

In die Rippen ein kleines Entlüftungsloch bohren, dann blähen sich die Flügen beim Bügeln nicht auf - mach ich auch immer und hab ich bei allen meinen gebauten Baukästen bisher vermisst.

Jörg, ich bin natürlich weiterhin an deinen Veränderungen interessiert, auch wenn wir bei dem einen oder anderen Kritikpunkt am Relaxx unterschiedlicher Meinung sind.

Gruß Heinz

little_wing
23.04.2014, 12:16
Endlich mal jemand, der die doch stellenweise recht harsche Kritik an dem relaxx2.0 wieder relativiert. Die Ratschläge von Heinz kann ich eigentlich nachvollziehen und sie scheinen mir durchaus praxisgerecht.

Beim Mitlesen dachte ich auch manchesmal, dass viele der kritisierten Details von einem "gestandenen" Modellbauer ohne größere Probleme gelöst werden könnten, weil sie zum Standardrepertoire gehören um einen solchen Flieger zusammenzubauen.
Das wäre z.B. das Rippenauffädeln, Bespannungseinzug an den Rippen, Verlegung von Ruderanlenkungen usw.

Allerdings finde ich auch einige konstruktive Lösungen für überarbeitungswürdig, z.B. finde ich die Ruderhebel zu klein um eine vernünftige Einstellung der Servowege zu finden, ist aber auch ein prinzipieller Nachteil der außengeführten Züge.

Das Hlw hat schon eine grenzwertig kleine Fläche, damit ergibt sich wohl ein sehr kleines Stabilitätsmaß, was nicht jedermanns Sache ist.
Die kritisierte Materialauswahl für das Hlw (hart/weich) sollte nicht vorkommen, für einen Leichtsegler ist die Bauweise aber durchaus praxisgerecht, da sind manche Baukastenflieger oft sehr überdimensiniert und damit zu schwer.

Ich kenne den Flieger nur von den veröffentlichten Eckdaten und hier vom Mitlesen und finde ihn von der Auslegung (Profilierung, V-Formwahl, Hebelverhältnisse) und vom erzielbaren Fluggewicht für sehr interessant, auch um an Wettbewerben erfolgreich teilzunehmen.
Also sollte man das Konzept nicht voreilig mit zu harter Kritik aus dem Rennen werfen und Nachbesserung zulassen, das ist meine Meinung

Viele Grüße aus Bayern
Rainer

Feigao
23.04.2014, 13:45
Jörg, ich bin natürlich weiterhin an deinen Veränderungen interessiert, auch wenn wir bei dem einen oder anderen Kritikpunkt am Relaxx unterschiedlicher Meinung sind.


Hallo,

kleine Korrektur, sollte natürlich "Mike, ich bin .... " und nicht "Jörg, ..." stehen.



Die kritisierte Materialauswahl für das Hlw (hart/weich) sollte nicht vorkommen


Ist bei meinem Baukasten auch nicht so. HLW und SLW sind mittelhart. SLW hab ich mit dickflüssigem Seku geklebt. Mach ich bei so großen Flächen nicht mehr. Da ich als mitfünfzigerjähriger Gleitsichtbrillenträger zum Ausrichtigen richtig ran muß, beißt der Kleber in der Nasse und die Finger kleben an den Holzteilen. Das HLW hab ich gleich mit Ponal wasserfest geklebt. Auf dem Baubrett liegen beide Bauausführungen vor dem Schleifen plan, ohne Verzug.

Nebenbei, gestern abend nochmals RES-Training auf unserem Platz gehabt. Wir hoffen, daß in Kermess die roten Laternen jemand anderes bekommt. Rainer wir sehen uns :), auch wenn die Wettervorhersage eher Nürnberger Wetter :( vorhersagt.


Gruß Heinz

alpha-prot
23.04.2014, 13:59
Konstruktiver Kritik nehme ich mich ja gerne an. Daher habe ich am Vormittag die Ruderhörner für Seiten- und Höhenruder überarbeitet.
Ist tatsächlich besser. Ich werde damit morgen fliegen gehen und die Funktion überprüfen. Wenn alles passt, bekommt jeder, der einen Relaxx gekauft hat, diese in den nächsten Tagen nachgeliefert.
Hier die neuen Ruderhörner:
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Noch eine kurze Anmerkung bzgl. der Spoilerklappe: Es ist kein Problem, 90 Grad Ausschlagwinkel zu erhalten, wenn man den Servoarm nicht 90Grad auf das Servo steckt sondern leicht nach vorne zeigend. Dann erhält man ja den grössten "Verfahrweg".
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little_wing
23.04.2014, 14:01
Hallo Heinz,

ich hab so das Gefühl, dass ihr seit Nürnberg andere Flieger gebaut habt und mit denen seitdem eisern trainiert ;)
Nürnberg war auch für mich nicht nur vom Wetter her "nass nei gange..."
Die Regenerprobung haben wir als Bonus gegenüber vielen anderen Teilnehmern in Kermeß schon in der Tasche...abwarten :D

Gruß
Rainer

cumulusxp
24.04.2014, 05:25
Hallo,
anbei ein paar Bilder von meinem Leitwerksaufbau.
Ich weiß, 2x 3mm Rohr ist reichlich Kohle da hinten, aber ich hoffe das es dann wenigstens die Bekannschaft von maulgeworfenen Haufen o.ä. übersteht. Die Steckung ist 2mm Kohlestab und kann dann abscheren.
Wie man sieht werden die grossen Erfindungen der Menschheit oft paralell gemacht, so auch hier die Seitliche Anlenkung des HLW damit das Ruderhorn länger wird. Leider werde ich nicht in die Geschichtsbücher eingehen da die Erstveröffenlichung aus Dänemark kommt.....
Die Bohrungen sind bei mir vor dem Drehpunkt, damit ergibt sich automatisch ein grösserer Ausschlag nach oben.
Ich habe die ganze Anordnung etwas weg vom SAL normalisiert. Mir gefälllt es halt besser als ein einsam sich auf dem Ausleger hinlümmelndes HLW, und ich werde das Teil bestimmt nicht am Randbogen packen und dann wegwerfen.
Ach ja, meine Briefwaage zeigt 13g für's HLW und 9g für SLW komplett.

Gruß
Jörg

cumulusxp
27.04.2014, 07:40
Hallo,

meine Servo's sind gekommen, daher kann ich mit dem Bau fortfahren.
Ein paar von meinen Erfahrungen und Baufehlern können vielleicht anderne Mitbauern nützlich sein.
1153886
Die Servo's einzukleben fand ich nicht so eine gute Idee, ich habe sie auf eingeleimte Klötzchen geschraubt.
Im Falle eines Falles können sie so besser getauscht werden. Die Anleitung schlägt vor Heißkleber zu verwenden und falls nötig den Rumpf zu erwärmen........
Auf dem Bild sieht man auch das bereits installierte Kabel für's Spoilerservo. Spätestens jetzt muss das rein.

Gruß
Jörg

Klaus Jakob
27.04.2014, 09:07
Hallo Jörg,

gut, dass Du die Servos nicht verklebt hast.

Der Tipp mit dem Heißkleber in der Betriebsanleitung zeigt die fehlende Praxiserfahrung des Konstrukteurs.
Wer seine Servos mit Heißkleber einklebt, riskiert, dass sich das Gehäuse verzieht und das Getriebe klemmt.
Vom schlechten Ausbau ganz zus schweigen.

Klaus.

cumulusxp
27.04.2014, 11:24
Hallo,

beim Relaxx werden zwei 1mm Sperrholzseitenteile an das Mittelstück geklebt, und dann mit Boden und Deckel die geschwungene Vorderkeule gestaltet. Bei mir bekam sie eine ausgeprägte Bananenform nach Rechts. Das war zum Teil meine Unachtsamkeit, keine Ahnung wie man das Gebilde vernünftig ausrichten soll, aber auch ein kleines Fräsproblem. An dem Trägerbrettchen sieht man, das die Teile auf einer Seite mehr Radius haben als auf der Anderen. Auf die Länge und bei den labilen Teilen wirkt sich das dann aus.

cumulusxp
27.04.2014, 11:27
Daraufhin habe ich die ganze Chose wieder raus gepopelt, und neue Deckel und Böden gemacht. Diesmal mit paralellen Seiten, hinten 9mm breit so lange wie das massive Mittelstück ist, und vorne 15mm damit meine Innereien etwas mehr Platz haben. Ein paar Zentimeter Übergang ebenfalls gerade. Damit bekam ich mit 3mm Unterlage beim schmalen Teil ein schön gerades Vorderteil.
Die habe 3mm Beplankung auf die gleiche Weise aufgebracht.

cumulusxp
27.04.2014, 11:40
Noch eine Hürde beim Rumpf war die Steckerposition für das Spoilerservo. Als ich die Fläche probeweise aufsteckte, lag die Mitte der Fläche versetzt zum Rumpf. Alles noch mal studiert und nachgesehen ob ich was übersehen habe. In der Anleitung steht zur Buchse im Flächenmittestück nur "noch nicht festkleben". Nach etwas grübeln kam ich drauf: der Stecker ist konstruktiv 1,5mm aus der Mitte versetzt, nämlich die Hälfte des 3mm zentralen Rumpfplättchens. Die Buchsen-Ausfräsung ist 3mm aus der Mitte versetzt, da die Flügelmitte aus 2 3er Rippen besteht und dann kommt die Ausfräsung.
Also die Kabel noch mal abgelötet, 1,5mm Sperrholz an der Rippe rausgepopelt und dann alles wieder rein.
Das hat ein wenig genervt.
Auf dem Bild ist der Ausgangszustand, die Buchse muss etwas nach rechts, daneben habe ich dann ein Stückchen 1,5er SPH geklebt. Jetzt klappt alles.
Im übrigen muss von dem Horn, das am Rumpf oben über den Flügel reicht innen ein wenig ausgenommen werden, sonst lässt sich der Flügel nicht montieren.

Feigao
28.04.2014, 11:17
Hallo Jörg,

bei mir sind die drei Bodenbrettchen auch asymetrisch. Da mein Runmpf aber keine Beule bekommt und mit 9mm gerade nach vorne läuft hab ich die sowieso gekappt.

Die Fläche passt bei mir ohne Nacharbeit des Horn.

Meine Tipps:
Ich hab die Sperrholzrippen des Mittelstück mit Weissleim als Paket geklebt und erst dann aufgefädelt. Das würde ich nicht mehr machen, weil ich einen winzigen Verzug rein bekommen habe und dann die Öffnung fürs Rohr nacharbeiten mußte. Habe trotzdem einen ganze leichten Versatz an der Endleiste gegenüber den Balsarippen. Selber vermurkst, deshalb stört es mich nicht ;). Die aufgefädelten Balsarippen dagegen sind alle in einer Flucht. Also auch die Sperrholzrippen auffädeln, ausrichten und mit Seku verkleben.

Die mittleren 3 Rippen habe ich im Abstand von 33,.. mm ausgerichtet. Damit schließt die letzte Rippe direkt mit dem Bremsklappenbrettchen ab. Ich hab es dann zusätzlich an die äußere Rippe verklebt. Somit ist das Brettchen außen zusätzlich stabilisiert und sieht für mich optisch besser aus.

Die Steckeröffnung ist mir auch aufgefallen. Da hat mir Rainer das selbe geschrieben wie du es ausgeführt hast.

@Klaus: Das mit dem Heißkleber geht schon. Es reicht ja rechts und links an den Laschen etwas Kleber. Da verzieht sich kein Gehäuse. Man muß ja nicht das ganze Servo mit Kleber vollschmieren.

Die Kleberlösung ist halt die minimalistische Lösung. Ich mach es ähnlich wie Jörg.

Gruß Heinz

little_wing
28.04.2014, 17:11
Hallo relaxxer,

das auf den ersten Blick "komfortable", elektrische ankoppeln des Spoilerservos nur durch aufsetzen der Fläche auf den Rumpf scheint eine verlockende Angelegenheit, ich aber halte diese feste Steckverbindung für recht anfällig was Beschädigungen im alltäglichen Flugbetrieb angeht, ist meiner Meinung nicht so wirklich im Sinne von "robust design".

Die eingeklebten Steckerteile, besonders die freiliegenden Pins, können schon bei einer etwas unsanften Landung mit Dreher beschädigt werden --> die Fläche verdreht sich im Sitz der Flächenschrauben um wenige mm oder Grad, die Steckverbindung kann das aber nicht! --> beschädigte Steckerteile:(
Die eingeklebten Steckerteile zu ersetzen dürfte zu einer ziemlichen Fummelei werden, nicht so ohne weiteres machbar auf dem Flugfeld.
Ich würde daher eine lose Steckverbindung wie bei anderen RESlern verwenden, da kann es im schlimmsten Fall zu einem etwas gequetschten Kabel führen.
Noch eine Frage: sind die Flächenschrauben aus Nylon?

Grüße aus Bayern
Rainer

Dix
28.04.2014, 17:42
Lösungsvorschlag: Zentrierstifte direkt daneben setzen!
Damit ist dann die Fläche kraftschlüssig und positionsgenau geführt. Der Stecker bleibt ausschliesslich axial (und natürlich auch elektrisch) belastet.
Allerdings verzichtet man damit aber auf die Funktion der Flügelverschraubung als Sollbruchstelle im Crashfall.

Man kann auch die Zentrierstifte weglassen und sich ständig zwingen, die Fläche durch Ranschrauben zu befestigen. Anstatt Aufsetzen und dann erst nach den Schrauben fummeln...

alpha-prot
28.04.2014, 21:07
Hallo zusammen,

ein paar Anmerkungen meinerseits.

Ich bin am Wochenende mit dem Relaxx bei Windstille am Abend geflogen um die Größe des Höhenleitwerkes zu überprüfen. Ein Freund hat mit dem Handy draufgehalten.


https://www.youtube.com/watch?v=YcDrRSZeh2Q

Ich musste feststellen, dass Mike recht hat. Auch ich bin nun der Meinung, dass das Höhenleitwerk zu klein ist um langsam fliegen zu können. Wie ist es dazu gekommen? Seit Herbst letzten Jahres habe ich mit dem Relaxx viel bei Wind (ist eben Dänemark), am Hang und mit Motoraufsatz in der Ebene geflogen. Nie aber wirklich bei Windstille in der Segler Konfiguration (also ohne das Gewicht vom Motoraufsatz). Je leichter das Modell wird, desto langsamer möchte man fliegen und wenn Mike nun auch noch ein Abfluggewicht von 450gr realisiert hat, wird das tatsächlich nicht mehr schön sein. Das habe ich jetzt auch gemerkt. Daher habe ich ein neues Leitwerk entworfen und gehe damit morgen fliegen (46,4in2, also im Bereich von dem gewohnten). Alle, die einen Relaxx haben, bekommen dieses, sofern es sich bewährt und sie es wünschen zusammen mit den Ruderhörnern und einem neuen Hochstarthaken nachgeliefert. Der neue Haken ist wegen dem Leitwerk. Da der Neutralpunkt nach hinten wandern wird, kann der Schwerpunkt ja folgen und dann ist der Haken ggf. zu weit vorne.

Kurz zu den Nylonschrauben: Im Bausatz sind Stahlschrauben enthalten. Halte ich für robuster. Mit Nylon hatte ich mal ein unglückliches Erlebnis und verwende diese seitdem nicht mehr (war aber meine eigene Schuld – nach Fest kommt ab, oder wie war das)

Rumpfdeckel: Sorry dafür! Ist eigentlich schon im CAD korrigiert gewesen aber habe ich dann wohl doch noch nicht ins CAM eingearbeitet.

Stecker: Ist eine filigrane Sache. Gebe ich zu. Am besten die Fläche zusammenbauen und dann das Servo rein (wie in der Beschreibung). Erst jetzt sieht man, dass die Rippen der Fläche nicht über den 3mm Teilen des Rumpfes liegen. Und das die Tasche versetzt ist. Trotzdem muss man etwas an der Steckertasche im Flügel, genauer erste linke Rippe, feilen. Sonst passt der nicht rein. Schwimmender Stecker ist sicher nicht verkehrt.

Anbei noch die Fotos von dem überarbeiten Leitwerk. Die Bauweise belasse ich so. Ich finde das ist ein guter Kompromiss aus Festigkeit, Baugeschwindigkeit und Gewicht. Dieses wiegt geschliffen 12g und hat mich 25 min gekostet (mit elektrischen Schleifgerät, keine Bespannung). Bzgl. Faserrichtung: Auch so eine Sache. Meine Faserrichtig gebauten Leitwerke wirken nicht fester. Hängt eventuell damit zusammen, dass das Balsa in Bezug auf Torsion kaum Kräfte aufnimmt sondern mehr als Stützstoff wirkt. Die Torsionskräfte werden vielleicht viel mehr von der festeren Folie aufgenommen. Dann kommt ja auch daher die Stabilität. Hat da jemand mal was untersucht? Allerdings würde ich auch kein einzelnes 4mm Brettchen verwenden. Das verkleben der Hälften bringt nämlich viel Biegesteifigkeit.

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Feigao
29.04.2014, 08:54
Guten Morgen,

am Sonntag abend, nach dem verregneten Ausflug nach Kermess, und gestern Abend das Mittelteil aufgefädelt und geklebt. Dabei die Methode von Rainer angewendet. Alle Rippen sind heil geblieben. Etwas fummelig und vor allem sollte man sich dabei Zeit lassen, dann klappt das gut.

Rippenabstand ca 33,.. bis 34mm. So, daß es an den Rippen rechts und links an der Verkastung des Bremsspoiler und außen mit der Spannweite ausgeht.

Dazu hab ich mir aus den Reststücken eine Schablone geschnitten. Bei der Auslegung konnte ich meine Mathe-Kenntnisse wieder auffrischen ;)

1155362

Auf dem nachfolgenden Bild fehlen noch die unter 5 Grad einzuklebenden Abschlußrippen aus Balsa und Sperrholz.

1155361

Ab der Bremsklappe braucht es etwas mehr Rippenabstand um den Meter zu bekommen. Also die letzte Rippe, nicht die Abschlußrippen, mit dem Metermaß von außen eingemessen. Mit dem nun festgelegten Abstand zur Mitte die Endrippe auf der Gegenseite eingesetzt.

1155360

Ich hab mir eine weitere, etwas größere Abstandschablone gespart. Die restlichen Rippen wurden mit der Schablone und etwas Augenmaß ausgerichtet. Sieht man oben. Alles in allem keine große Angelegenheit.

Den Stecker werde ich auch nur reinlegen. Im Falle eines Falles fällt die Reparatur leichter aus. Durch die Befestigung mit Stahlschrauben ist jedoch vermutlich eine größere Reparatur notwendig, wenn sich die Fläche so verdreht hat, daß der Stecker ab ist. Am Miles hab ich auch die orginal Stahschrauben dran. Bisher ging da alles gut und bei unsanften Landungen haben sich maximal die Ohren gelöst.

Da ich den Flieger (wie den Miles) die meiste Zeit mit montiertem Mittelteil transportieren werde ist die Gefahr den Stecker beim Zusammenbau zu zerstören gering.

Eventuell schau ich mal nach federnden Miniaturkontakten.

Das Seitenruder ist auch geschliffen. Von den 6gr sind nun nur noch 4,7gr übrig. Der Rest in meinen Atemwegen, auf der Brille und etwas auf dem Boden.

Schönen Tag, Heinz

Dix
29.04.2014, 09:50
Also wenn du eh das Mittelteil mehr oder weniger dauerhaft festschraubst, dann würde ich auf den Zwangsanschluss verzichten und an einem kurzen Kabelende den Stecker manuell bedienbar machen.
Und Nylonschrauben verwenden.
Dann hast Du

die mechanische Überlastsicherung im Flügel-Rumpfübergang.
Der Stecker bleibt einigermaßen heile, wenn es doch mal zum Fall der Fälle kommt.
kaum Gefahr, mit den Fingern Kabel kaputt zu machen, weils es eh kaum bedient wird.

Feigao
29.04.2014, 10:57
Hallo Dirk,

geb ich Dir in allen Punkten recht und ist am Miles, bis auf die Verschraubung, so realisiert. Bedingt durch den schmalen Rumpf des Relaxx läßt sich dies, aus meiner Sicht ohne Schwächung des Rumpfes, nicht realisieren. Es ginge natürlich auch so.

SuperSimply-RES-Rumpf 1 (http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=1155079&stc=1&d=1398685884)

SuperSimply-RES-Rumpf 2 (http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=1155080&stc=1&d=1398685884)

Nur das entspricht so gar nicht meiner Vorstellung wie ein Rumpf auszusehen hat.

Gruß Heinz

Chandrayaan
29.04.2014, 12:00
Hallo Heinz,
Gerhards Rumpf auf den gezeigten Bildern ist aber auch noch nicht fertig. Das Modell wurde innerhalb von einer Woche gebaut und zeigt noch die unverkleideten Zustand des Rumpfes.
Gruss
Martin

Hans Hoffmann
29.04.2014, 12:13
SuperSimply-RES-Rumpf 1 (http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=1155079&stc=1&d=1398685884)

SuperSimply-RES-Rumpf 2 (http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=1155080&stc=1&d=1398685884)

Nur das entspricht so gar nicht meiner Vorstellung wie ein Rumpf auszusehen hat.

Gruß Heinz

Da drüber eine Aufstecknase aus leichtem Tiefziehmaterial. Ist das dann noch regelkonform?

Gruß hans

little_wing
29.04.2014, 12:39
Hallo Heinz und alle Mitleser,

dass das Aussehen eines Fliegers natürlich eine nicht unwichtige Rolle spielt, dem stimme ich voll zu und sehe das genauso.
Darüber hinaus ist mir aber die bessere Haptik eines verkleideten, glatten Rumpfes besonders besonders wichtig, da ich den Flieger oft aus der Luft fange (außer beim Wettbewerb natürlich :D) und da will ich keine Antennen oder sonstiges in der Hand halten. Außerdem muss der Flieger beim Hochstart gscheit zu halten sein.
Ich denke auch, dass der Gerhard seinen "Nacktrumpf" doch noch mit einer formschönen Verkleidung versieht, wenn sich der neue Flieger in der Erprobung bewährt hat. Das wird man auf dem nächsten Wettbewerb dann sehen können, die Verkleidung sollte natürlich regelkonform aus "holzähnlichen" Materialien sein ;)

Meine Bedenken gegen die Steckerlösung wurden ja in den vorangegangenen Beiträgen aufgegriffen, so gehen z.B. die Punkte, die Dirk angeführt hat in die richtige Richtung was die Alltagtauglichkeit angeht.

Ein simplyRES-Rumpf kann auch beispielsweise so aussehen (hat dazu noch kleine Vorzüge bei der Klappenbetätigung ;);) :


Weiterhin frohes Bauen und ich hoffe den Flieger dann in Dachau in Aktion zu sehen

Gruß
Rainer

alpha-prot
29.04.2014, 16:04
War heute mit dem neuen Höhenleitwerk fliegen. Sieht prima aus. Nun ist die Fluggeschwindigkeit so gering, dass das Seitenleitwerk auch vergrössert wurde. Habe ich anschliessend gleich gemacht. Hier ein Flug kurzer Flug mit provisorisch vergrössertem Seitenleitwerk.
Der Start ist etwas seltsam, weil ich nur ein schweres 12mm F3B Bungee von EMS habe. Also ist eher kurz, schnell und am Ende ist das Gummi zu schwer. Aber geht trotzdem.


https://www.youtube.com/watch?v=pzgP_hl8xvg&feature=youtu.be

So sieht das neue Seitenleitwerk aus:

115545811554591155460

cumulusxp
30.04.2014, 04:36
Hallo zusammen,

mein Relaxx hat seine Haut bekommen, hier ein paar Bilder aus der Zwischenzeit:
Hier sieht man die Flügelübergänge. An der Steckung habe ich 10mm Magnete eingebaut um die Flügel zusammen zu halten. Das klappt beim Picares sehr gut, und ich finde es praktisch wenn man nicht jedes mal beim Fliegen mit Tesa hantieren muss. Ich weiß, man sollte hier abkleben wegen dem Druckausgleich und so. Das kann ich ja im Wettbewerb machen und mich dann an den ungeahnten Mehrleistungen erfreuen.
Die Trennung zwischen den Aussenflügeln habe ich auch mit Diagonalen abgestützt. Meine Idee war sie einzeln zu bespannen und dann erst mit Folie zusammen zu bügeln. Dies geht bei der Resi ganz gut und ist handlicher beim bespannen.

cumulusxp
30.04.2014, 04:44
Mein Rumpf hat zwei Deckel bekommen. Hinten für Servos und Empfänger, da muss man ja nur gelegentlich dran und es reicht ein Tesa als Verschluß. Vorn ein seperater Deckel für den Akku, damit man ihn einfach anstecken oder zum Laden rausnehmen kann. Bei dem originalen einen Deckel muss man erst dem Empfänger rausnehmen um an den Akku zu kommen. Ich habe einen Magnetverschluß dran gemacht. EIne M8er Mutter die auf der Werkbank herumlag dient als Gewicht und Gegenhalter.
Ich finde die Rumpfform ist doch ganz gefällig geworden trotz der paralellen Seitenteile.
Die Gewichte liefere ich noch nach.

cumulusxp
30.04.2014, 04:55
Zum Schluß die ersten Bilder mit Bespannung.
Bei der Rumpfmontage kam mir wieder die neue Kontur zu gute, vorne unterlegen wie gewohnt und am Leitwerk 8mm, das gab einen geraden Rumpf. Die Keule habe ich einzeln bespannt das ging so besser. Ein Stück Folie für rundherum.
Zwichen den Aussenflügeln hats immer noch ein wenig eingezogen, mit zwei Streifen Folie oben und unten sind sie jetzt nur angesteckt und angebügelt. Ich habe die kurzen Stücke in einem Stück bespannt, hinten an der Endleiste fixieren, dann oben um die Nase herumziehen und unten wieder zur Endleiste. So musste ich nicht die Folie an die 2mm Kohlenase heften.
Den Mittelflügel habe ich in vier Stück gemacht, da geht's besser an der Nase.
Anfangs war ich von der Sperrholzendleiste ganz begeistert, aber nach der Bügelei finde ich es nicht mehr so eine gute Idee. Ist sehr labil und verzieht sich leicht durch die Spannung. Eine konventionelle Leiste aus zwei Balsastreifen oben und unten ist mehr Arbeit, aber dann ist sie robuster und bleibt besser in der Kontur.

Soweit erst mal, Gewichte gibt's wenn die Innereien drin sind.

Gruß
Jörg

Feigao
30.04.2014, 12:07
Hallo Jörg,

gefällt mir gut. Konntest Du heute nacht auch nicht schlafen? Bin auch um 4Uhr aufgewacht, bin aber liegengeblieben und nicht in die Werkstatt.

Ist das Oracover Orange transparent?

@Rainer
Trotz der aussenliegenden Anlenkung schaut nichts über die Rumpfwand raus. Sieht man gut im letzten Video beim Start.

Gruß Heinz

little_wing
30.04.2014, 13:37
Hallo Jörg,

@Rainer
Trotz der aussenliegenden Anlenkung schaut nichts über die Rumpfwand raus. Sieht man gut im letzten Video beim Start.

Gruß Heinz


@ Jörg
die einfarbige Bespannung ohne Schnickschnack finde ich auch sehr schön, hat was von Retro, da waren die Flieger mangels Farbe auch oft einfarbig. Hoffentlich ist der Kontrast in großen Höhen und dazu noch bei diesigen Bedingungen auch ausreichend für eine gute Erkennbarkeit.

@Heinz,
ich meinte nicht den relaxx-Rumpf, da stören die Anlenkungen beim Handling vielleicht nicht. Mein Einwand bezog sich auf den Rumpf von Gerhard, der scheint mir für Handlandungen halt nicht so geeignet...

Gruß aus Bayern
Rainer

cumulusxp
30.04.2014, 21:11
Hallo zusammen,

heute durfte er zum ersten Mal nach draussen. Nachmittags die Innereien und Anlenkung eingebaut, grob ausgewogen und dann bin ich erst Mal zum Platz. Schnell zusammengesteckt, Handstart... und er geht einfach. Ohne nachtrimmen oder sonst was aus der Hand 70m abgeglitten. Was willst Du mehr. Ein paar Handstarts, dann habe ich ihn ans kurze Seil gehängt. 7m Gummi und 50m Seil, also ein Halbes RES Set. Die Starthöhen waren noch nicht optimal, trotz Haken ganz nach hinten steigt er ziemlich flach weg. Aber oben fliegt er einwandfrei. Erster Eindruck nach ein paar dutzend Hochstarts: Ich finde er geht nicht schlecht. Habe bis jetzt nur mit der Resi grössere Erfahrungen gemacht. Die Sinkgeschwindigkeit und das Ansprechen auf kleine Ablösungen (Thermik gab's heute keine mehr) sind vergleichbar. Aber er kann deutlich schneller gleiten ohne grösseren Höhenverlust, marschiert einfach wenn er soll. Da macht die Resi nicht so gut Strecke. Meine neuen Leitwerke gefallen mir sehr gut, erstens wegen der Aeroästhetik und die Wirkung ist absolut ok. Ich habe den Ausleger 4 cm kürzer abgeschnitten, also 55 cm. Allerdings sitzt das HLW trotzden weiter hinten als Original, nur das SLW kommt nach vorne.
Wenn der Gummi zieht ist er nicht sehr gut zu halten, der Rumpf ist arg winzig da. Evtl. mach ich Schmirgel dran für den Grip.
Jetzt kommen noch Feinheiten. Ein neuer Hochstarthaken, den werde ich wohl selbst machen damit's schneller geht. Die Führungsröhrchen richtig festkleben, ist jetzt nur Tesa. Eine Abdeckung für's SLW Servo. Da guckt das Horn rechts raus und stört beim Fangen.

Für die Statistiker noch die Gewichte Rohbau/Bespannt: HLW 13g/17g, SLW 8g/10g, Heckrohr 22g, Rumpfkeule 77g/80g, Flügel 218g/260g.
Der Rohbau wog komplett mit 1 Servo 347g, Fluggewicht war heute 485g.
Damit bin ich zufrieden. Ich habe ja einiges an Zusatzgewicht eingebaut: 8g die Flügelmagnete (bei den Foto's vor der Garage waren übrigens keine Verbinder drin, die hatte ich in der Werkstatt vergessen. Die Aussenflügel hängen nur am Torsionsstift und den Magneten). 3g für die zusätzlichen Diagonalverstrebungen. Und natürlich Oracover und nicht Oralight.
Rainer und Heinz, jetzt habt ihr mich erwischt. Der musste natürlich Orange transparent werden, wie mein erster Graupner Dandy 1976. Die Farbe gibt's leider nicht in light, aber das war's mir Wert.

Wenn wir noch mehr Flüge drauf haben dann gibt's noch eine Zusammenfassung. So richtig spannend wird es ohnehin erst im direkten Vergleich mit Pures und Baba Jaga. Die liegen als nächstes bei mir auf der Werkbank.

Schönen Gruß
Jörg

cumulusxp
30.04.2014, 22:52
N'Abend noch mal,

hab den neuen Hochstarthaken fertig.
Auf dem ersten Bild hängt er noch an der Stange. Baumarkt Alu 25x3.
Dann abgetrennt und fertig verputzt.
Und schließlich am Arbeitsplatz.
Ich habe die Nut so weit nach hinten gelegt, das sie genau unterm Schwerpunkt liegen kann, oder etwas nach vorne. Bei dem niedrigen Rumpf kann das nur minimal sein.
Die Nut ist etwas breiter, weil die EMC-Vega Ringe ziemlich dick sind. Im alten Haken haben sie geklemmt. (Bin mit dem Fallschirm und Seil unten dran Kreise geflogen bis er gelandet war)

Na dann, Gruß
Jörg

Hans Hoffmann
01.05.2014, 08:41
Die Nut ist etwas breiter, weil die EMC-Vega Ringe ziemlich dick sind. Im alten Haken haben sie geklemmt. (Bin mit dem Fallschirm und Seil unten dran Kreise geflogen bis er gelandet war)


Als Hochstartring reichen auch kleine Schlüsselringe. Wäre ich selbst nicht drauf gekommen, ich hab aber einen kleinen Nuri XXS von den Küstenfliegern. Dafür gibt es eine kleine
Flitsche mit besagtem Ring. So ein Ring hält das RES-Hochstartset bis zum Anschlag ausgezogen ohne Probleme aus.

Gruß Hans

Feigao
01.05.2014, 09:45
Hallo Jörg,

Ich bin nicht so der Experte bzgl. Hochstart und hab da noch nicht viel experimentiert.

Aber müßte der Haken nicht weiter nach vorne damit er steiler nach oben geht?

Gruß Heinz

Franz Zier
01.05.2014, 11:23
Heinz im gegenteil je weiter nach hinten um so steiler, bis es dann halt nicht mehr geht. Eine grobe Faustregel besagt, dass der Hochstarthaken ca 15° vom Schwerpunkt nach vor befestigt wird. Mit Versuchen wird dann die richtige Stelle, je nach Wind, Profil, usw. ermittelt.
Vorne wird dann der "Flitschenhaken" montiert. Da bekommt man einen flachen Abschusswinkel.

Franz

plastikmann
01.05.2014, 11:55
Frage am Rande - warum nehmt ihr eigentlich Ringe und keine Kabelmantel eines 1,5 quadrat Kabel der aufs Seil gefädelt und dann eine Schlaufe geknotet wird ?

Hans Hoffmann
01.05.2014, 13:03
Frage am Rande - warum nehmt ihr eigentlich Ringe und keine Kabelmantel eines 1,5 quadrat Kabel der aufs Seil gefädelt und dann eine Schlaufe geknotet wird ?
Weil wir (zumindest ich) diese Lösung nicht kannten! Der Ring geht sicher aus dem Haken und der Ring läßt sich gut am Fallschirm befestigen und der Ring läßt sich gut in einem Schlitz in der Seiltrommel befestigen zum Aufwickeln des Seils.

Gruß Hans

UweH
01.05.2014, 13:15
......und die im Wettbewerb verwendeten Hochstartsets haben einen Ring, deshalb verwende ich das auch fürs Training um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben wenns drauf an kommt. Ich hatte z.B. für meinen anfangs verwendeten dickeren Gummi einen Haken gemacht der für das EMC-Vega-Set zu eng war weil ich früher kleinere Ringe verwendet habe.

Gruß,

Uwe.

little_wing
01.05.2014, 13:33
...dass Gute (und bewährte) ist oft des (scheinbar) Besseren Feind...so ist das nun mal :)

Geknotete Kabelschwänze gehen als Notbehelf vielleicht gerade noch so durch...

Feigao
01.05.2014, 15:03
Danke Franz, wieder was gelernt

cumulusxp
10.05.2014, 17:23
Hallo zusammen,

hier ist es ja ein wenig ruhig geworden. Soo gutes Flugwetter war's doch gar nicht?
Ich habe jedenfalls nur wenig Gelegenheit gehabt zum Fliegen, meistens war's bescheiden.
Ein paar Flugtage bei durchwachsenem Wetter konnte ich trotzdem machen.
Ich finde der Relaxx schlägt sich ganz gut. Heute bei bockigem Wind und etwas Nieselregen mit 3/4 Set probiert.
Da war nix zu finden ausser ein paar Wirbeln, trotzdem 2 1/2 bis 3 1/2 Minuten geschafft.
Am Ende war der Wind so heftig, das der Gummi beim Start immer länger wurde. Ich schätze der Relaxx hat die 11m so auf 40m ausgezogen, dann habe ich ihn aus dem Seil geschnickt. Mit dem Schwerpunkt 5mm vor der Herstellerangabe und Hakenposition nach hinten mit meinem neuen Haken, steigt er einwandfrei am Seil.
Also die übrigen Erbauer, nicht verzagen sondern relaxen. Der geht schon.
Die Angebote der grösseren Leitwerke und so weiter würde ich annehmen, es zahlt sich aus. Das Seitenleitwerk hat bei mir Originalgröße. Für's normale Fliegen völlig ausreichend. Wenn es sehr bockig ist im Landeanflug, dann darf es etwas mehr sein.
Das rüste ich vielleicht noch nach.

Schönen Gruß
Jörg

Feigao
13.05.2014, 23:51
Hallo Jörg,

hast du recht, Wetter ist eigentlich baufreundlich. Wenn da nicht noch neben dem Relaxx andere Baustellen wären;)

Rainer hat mir die neuen Teile zukommen lassen und liegen nun schon über eine Woche hier.

Als da wären:

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- Neues, vergrößertes Höhenleitwerk
- Neues, vergrößertes Seitenleitwerk
- Größere Ruderhörner
- Neuer Hochstarthaken

Bauart ist beibehalten worden, also jeweils ein Ober- und Unterteil, welches zusammengeklebt wird.

Gewichtsmäßig ist bei mir das neue Seitenleitwerk leichter als das Ursprüngliche. Das Leitwerk hab ich bereits fertig geschliffen und wiegt zusammen 8,5gr.

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Das neue Höhenruder wiegt ungeschliffen 18,5gr und ist damit 5gr schwerer als das Alte.

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Hier noch die Ruderhörner und der Hochstarthaken alt/neu

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Hoffe, daß ich die nächsten Tage weitermachen kann.

Gruß Heinz

speedy573
18.05.2014, 20:00
Hallo Leute,

ganz schön ruhig geworden hier, was ist los?

Mein Relaxx war inzwischen einige Stunden in der Luft; es hat mir einfach keine Ruhe gelassen herauszufinden was mit dem Flieger los ist.
Da ich ausschließlich am Hang fliege waren zahlreiche Flüge mit Flugzeiten von 1-2h am Stück machbar, je nach Wetter und Laune.


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An den Außenflügeln habe ich Zick-Zack Turbulatoren Dicke ca. 0,3mm nur auf der Oberseite aufgeklebt.
Zusätzlich über die Gesamtspannweite bei 65% Tiefe ein Maskierband 8mm breit Dicke ca. 0,1mm, ebenfalls nur auf der Oberseite.
Das rote Band ist mit der Vorderkante an der von Drela vorgesehenen Position der Unstetigkeit in der Profilkontur oben. Dieser Knick in der Originalkontur wurde ja bei der Relaxx Profilierung wegrationalisiert.


1164500



Ergebnis des Versuches mit den Turbulatoren:

Volltreffer!

Der in geringer Flughöhe optisch warnehmbare maximale Anstellwinkel des Fliegers bevor die Strömung aufgibt ist jetzt deutlich höher. Der vorher beobachtete Leistungseinbruch (erhöhte Sinkgeschwindigkeit) im Langsamflug ist nicht mehr vorhanden.

Das Überziehverhalten ist jetzt lammfromm. Fliegt man im Kurvenflug extrem langsam ist der Gesamtanstellwinkel des Relaxx kurz vor dem Abriß schon so hoch daß man automatisch das Höhenruder nachlässt.
Zieht man noch weiter nimmt der Flieger die Nase herunter und dreht in Kurvenrichtung. Das Ganze findet relativ langsam und gemütlich statt; beim Nachlassen des Höhenruders stoppt die Drehbewegung sofort.
Sehr angenehm, so muß das sein!

Die optimale Einstellung des Schwerpunktes findet in relativ engen Grenzen statt; +/- 3gr entscheiden über Handling und Leistung.
Fliege jetzt mit sehr kleinem Stabilitätsmaß. Der Flieger ist minimal stabil und fängt in einem sehr großen Abfangbogen ab.
Denke das ist ein annehmbarer Kompromiß zwischen Leistung und Steuerverhalten.
Interessanterweise musste ich nach Aufkleben der Turbulatoren noch ca. 8gr Blei dazupacken.

Warum die Turbulatoren eine so gut erkennbare und vor allem reproduzierbare Wirkung haben könnt ihr sicher selbst nachvollziehen....

Weiterhin fällt die zu kleine Seitenleitwerksfläche auf; ich habe noch die Originalgeometrie.
Dabei geht es weniger um die Wirksamkeit bei Ruderausschlag sondern um die Stabilität um die Gierachse. Lässt man den Flieger eine Weile ohne Steuereingabe geradeaus fliegen bewirkt die kleinste Störung eine Drehung um die Hochachse. Dies kann sowohl nach rechts wie auch nach links erfolgen, es gibt keine bevorzugte Richtung.
Ein klares Indiz dafür daß die Richtungsstabilität zu gering ist. Die V-Form sollte groß genug sein.

Und dann ist da immer noch die fehlende Spoilerwirkung. Habe nochmal nachgemessen, der Spoiler öffnet knapp über 80° zur Oberseite.
Schade um das gute D47 welches leider keinen sinnvollen Dienst verrichten kann. Thermikkreisen und Steigen geht wirklich gut mit voll ausgefahrenem Spoiler.

Aber dafür trudelt der Relaxx extrem gut, sehr langsam und sehr steil. Das ist ein highlight, ein durchaus probates Mittel um aus großer Höhe schnell und schonend abzusteigen.
Getestet mit bis zu 22 Umdrehungen am Stück, das Trudeln ist stabil ohne Spiralsturzneigung.
Leider als Landehilfe weniger geeignet....

Habe einige Starts an einem F3B Bungee mit ca. 20m Leine gemacht. Die Steifigkeit des Flügels gegen Biegung ist beachtlich. Zumindest ist der Flügel nach anfänglicher Skepsis am F3B Gummi nicht geplatzt.
Ob die Position des Hakens passt kann man natürlich beim Bungeestart nicht herausfinden.

Es lohnt sich durchaus ein wenig zu experimentieren. Ob die Ergebnisse dann optimal sind ist fraglich. Letztendlich ist das was ich probiert habe zwar erfolgreich (nach meinen Maßstäben und bei vorgegebener Basis), aber immer nur ein herumdoktern an Symptomen. Die Ursachen liegen tiefer und sind mit entsprechenden Entwurfsansätzen lösbar.

Aber sicherlich ist das ganze Dilemma mit meinem Relaxx nur in meinen Baufehlern begründet.

Gruß
Mike

Dix
19.05.2014, 09:37
Hast Du das Aufkleben nacheinander ausprobiert, sodass Du den Effekt eindeutig zuordnen kannst?
Ist ja nix Neues, den Außenflügel ordentlich zu verschränken. Das Zackenband bringt da ähnliche Wirkung.

Seitenrudergröße: Ist die V-Form vllt schon zu groß und der Vogel "überstabil"?

Spoiler: Ich finde Spoiler vom Wirkprinzip eh nicht so toll, weil ihre Wirkung recht bescheiden ist. Erst recht bei Deiner Monsterstreckung in Verbindung mit der geringen Größe. Kleb doch mal was Steifes auf die Klappe, sodass sie aufgestellt doppelt so groß ist. Ich denke da an eine dünne steife Folie. Mylar oder so. Der dürfte erst so richtig was bringen bei kleinem Anstellwinkel, also im Schnellflug. Während Du im Langsamflug auch mit teilweise abgelöstem Flügel immernoch im besten Steigen in der Thermik rumgeigst und sich dann auch noch der Spolier sowieso schon (mindestens teilweise) in der Ablösung befindet, wirst Du wohl auch nicht viel Wirkung bemerken.

speedy573
20.05.2014, 00:01
@ Dix

Zuerst habe ich die Turbulatoren außen aufgepappt. Damit wurde das Überziehverhalten gutmütiger.
Dann den Streifen bei 65%t. Ob das einen merklichen Gewinn gebracht hat? Subjektiv ja, mangels Messtechnik natürlich umstritten. Ich meine eine deutliche Tendenz zur Verringerung des Eigensinkens im Langsamflug zu erkennen. Beweisen kann ich das natürlich nicht. Aber geschadet hats auch nicht.

Der Turbulator außen soll ja die fehlende Schränkung ersetzen; und offensichtlich funktioniert das ja auch.

Die V-Form bewegt sich im üblichen Bereich für 2-Achser bei 2m Spannweite.
Das Seitenleitwerksvolumen ist deutlich kleiner wie beim Allegro.

Mit dem Spoiler habe ich nichts zu tun, das ist Serienstand.
Klar werkelt der Spoiler bei hohen Ca im teil-abgelösten Bereich. Fliegt man schneller ist schon eine Wirkung erkennbar, aber wer fliegt schon mit kleinem alpha wenn er landen will? Absteigen aus Thermik mit Spoiler geht auch nicht weil der Flieger um vernünftige Sinkraten zu erreichen viel zu schnell wird.
Denke auch daß Länge und Tiefe des Spoilers zu klein sind.
Ist ein guter Vorschlag die Tiefe des Spoilers durch Folie zu vergrößern. Vielleicht hilft ja die Stolperkante auch im eingefahrenen Zustand ;-))

Gruß
Mike

Dix
20.05.2014, 10:03
Vielleicht hilft ja die Stolperkante auch im eingefahrenen Zustand ;-))

Wozu dann überhaupt einfahren? :p Achja, ich vergaß: Der Schnellflug... Also umpolen. :D

Quantitative Beurteilung lässt sich wohl nur morgens früh um 6Uhr durchführen, solange die Luft noch frei von thermischer Aktivität ist.
Stoppuhr für die Sinkrate. (Vergleich mit "Normalzustand") Oder halt Logger auslesen.

UweH
20.05.2014, 10:39
wer fliegt schon mit kleinem alpha wenn er landen will?

Hallo Mike, ein oft gehörter Ruf beim Landeanflug während des RES-Wettbewerbs in Penzberg im letzten Jahr: "...Nase runter"
Wenn man im Wettbewerb zum landen rumhungert bekommt man Schwierigkeiten den Punkt zu treffen.
Trotzdem, der Spoiler sollte schon bei allen Anstellwinkeln ausreichende Wirkung zeigen.
Mich wundert es etwas dass dies beim Relaxx nicht funktionieren soll, bei den meisten RES-Fliegern ist die Spoilerwirkung bei großen Ausfahrwinkeln recht heftig.

Gruß,

Uwe.

cumulusxp
03.06.2014, 12:37
Hallo zusammen,

es ist ja schon länger ruhig in diesem thread. Ich wollte gern unsere Flugerfahrungen den anderen Erbauern mitgeben, anscheinend hat sonst niemand den Relaxx artgerecht (als RES Modell) eingesetzt, oder jedenfalls nichts drüber geschrieben.
Der Relaxx ist jetzt bei uns im Verein seit einigen Wochen in Betrieb, er fristet sein Dasein als jedermanns Ersatzflieger und wird unter einer Handvoll Piloten herumgereicht. Von einem Jugendlichen der es erst in diesem Jahr gelernt hat bis zum alten Hasen ist alles dabei. Er schlägt sich mit 3 RESi's, einem Picares und einem Pures. Am Wochenende sind wir auch noch zusammen mit Gezores geflogen.
Mein erster Eindruck vor ein paar Wochen hat sich für mich bestätigt. Die Leistungen sind im Vergleich nicht schlechter. Der Pures geht im Allgemeinen am Besten, die anderen sind etwa gleichauf. Allerdings liegt das Spektrum vom Relaxx mehr bei stärkeren Wind, da geht er deutlich besser wenn z.B. die RESi's ihre liebe Not haben. Die Hochstarthöhen sind absolut vergleichbar, hier geht die RESi bei schwachem Wind am höchsten.
Die weniger Erfahrenen fliegen ihn nicht so gern, wer seinen Vorteil zu nutzen weiß wenn's bockig ist greift drauf zu. Man muss ihn einfach laufen lassen. Dann kann man auch einen grösseren Bereich absuchen oder gegen den Wind in Aufwindbereiche fliegen wo die anderen nicht mehr hinkommen.
Die Klappe reicht wenn man damit umgehen kann für eine präzise Landung. Jedoch würde ich das nächste Mal die Fläche vergössern um das Handling den anderen RES-Fliegern anzugleichen.
Zu den Stolperkanten: Die hat nur der Picares, der Pures nicht und RESi ebensowenig.
Sinnvolle Änderungen waren für mich die neuen Leitwerke und der geänderte Hochstarthaken. Die neue Rumpfkontur hat den Bau wesentlich vereinfacht, und an den Magneten in der Fläche freue ich mich jedes Mal. Die äusseren Ohren nur anzustecken war keine gute Idee, der 6x6 Verbinder muss zur Krafteinleitung in den Holm geklebt werden.
Ansonsten ist er extrem robust, meine Kandidaten gehen nicht eben behutsam damit um.
So ich hoffe ich habe den übrigen Erbauern etwas Mut gemacht. An sich ist es akademisch denn Rainer möchte ihn ja nicht weiter vertreiben. Aber wer weiß.....

Schönen Gruß
Jörg

cumulusxp
10.01.2015, 17:09
Hallo,

ich wollte meinen zweiten Relaxx hier vorstellen. Der Bausatz ist zwar nicht mehr zu haben, aber evtl. hat ihn ja noch jemand nicht angefangen herumliegen.
Ich habe beim Aufbau nach den Erfahrungen vom ersten Relaxx einige Änderungen vorgenommen. Beim Flügel habe ich die Klappe vergrössert. Zwei Rippenfelder breiter und in der Tiefe zugelegt was ging. Sie ist jetzt aus 3mm Balsa, und nur ein Rahmen aus Leisten drum. Die Wirkung ist jetzt super, geht genau so wie bei den anderen Konstruktionen so dass man sich nicht umstellen muss. Auf dem Bild habe ich die Originale zum Vergleich drauf gelegt.
An den Rippenenden habe ich auf die Endleiste 1,5mm Balsaecken geklebt, damit wird sie nicht mehr von der Folie nach unten gezogen.
Das Leitwerk ist frei Schnauze, ich habe versucht das leichtestmögliche abnehmbare Leitwerk zu bauen. Profil HT12, das SLW ist ein Pendelleitwerk und dreht auf 'nem 3mm Kohlerohr, das Pendel HLW auf einem 2mm Stab der im 3mm Rohrholm steckt. Wiegt komplett bespannt 21g. Ok, 'nen Design Award gibt's nicht dafür.
Insgesamt ist er ca. 40g leichter geworden. Ich hatte mir mehr versprochen aber das Holmrohr hat eine grössere Wandstärke und so auch mehr Gewicht.
Die ersten Flüge waren recht vielversprechend, die spontanen Kommentare auf dem Platz waren "Oh der geht aber gut".
Auf Seite kommt er leicht verzögert aber die Wirkung ist ausreichend. Ich hatte Bedenken das im Hochstart was flattert aber kein Problem.
Jetzt muss das Wetter besser werden damit er zeigen kann wie er im Vergleich mit den Platzhirschen geht.

Schönen Gruß

Jörg

plastikmann
10.01.2015, 17:34
Welche Folie ist denn das Weiss ? Schaut sehr gut aus......

cumulusxp
10.01.2015, 17:47
Hi,

das ist Oralight weiß transparent. Unten ist Oralight rot transparent.
Das gibt nen sehr schönen Effekt wenn die Sonne drauf scheint.
In grösserer Höhe meint man das LED's drin sind ;)

Gruß
Jörg

plastikmann
13.01.2015, 16:13
Sehr cool, danke ! Muss ich beim nächsten Flieger dringend mal probieren - genau das weiss hab ich noch irgendwo, muss mal schaun wann und was ich zum probieren mal baue.