PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Strombelastbarkeit von Kupferdraht pro mm²



AJ
07.05.2006, 08:09
Hallo,

ich spiele ein wenig mit dem Torcman Konfigurator (Excel-Sheet (http://www.torcman.de/konfiguration/Torcman_Konfigurator_301.xls)) herum um ackere mich sozusagen durch die vielen Werte, die dort verwendet werden.
Jetzt bin ich auf den Wert "Stromdichte A/mm²" gestossen, also der Strom, der pro mm² Kupferlackdraht durch die Windungen fließt, mit der Bemerkung "wird die Windung den Strom aushalten?".

Wieviel Strom darf/sollte man einem Draht pro mm² Querschnittfläche zumuten?

Wo wir grade dabei sind, wie sollte man z.B. die Angabe "3-5 Lipozellen, max. empfohlene Leistung 600 Watt" beim Torcman 350-20 14pol interpretieren ? Um 600 Watt zu erreichen müsste man bei 3 Lipozellen gut 60A investieren (was dann ca. 15A pro mm² Drahtquerschnittfläche wären), aber irgendwie sagt mit mein Gefühl dass das nicht sein kann :)

Wo liegen also da die Grenzen ?

Oli_L
07.05.2006, 09:56
Moin!

15A/mm² ist noch total ok. Gesetzliche Grenzwerte für Dauerbelastung von Leitungen (z.B. Hausinstallation) interessieren uns ja nicht....

Wenn du mal bei Powerditto (http://www.powerditto.de/draht_daten.html) guckst, dann siehst du Werte von über 40A/mm².

Sicher gilt immer, was die ohmschen Verluste des Motors angeht, möglichst viele Querschnitt zu verwenden, also statt Luft in Lücken des Stators lieber dickeren Draht reinquetschen!

Gruß,
Oliver

Voll GFK
07.05.2006, 13:08
Strombelastbarkeit ist immer relativ: Mit dem Strom steigt ( über den Widerstand) leider die Erwärmung, mit der Erwärmung meist wieder der Widerstand, also bei gleichem Strom wieder mehr Wärme. Die heizt punktuell irgendwo dann soweit auf, daß die Isolation versagt.
Die Kühlsituation und das Material des Kupferlackes haben auch großen Einfluß, ebenso die saubere Auslegung des Motors ( jedes % Wirkungsgrad ist wichtig).