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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Störungen durch Lautsprecher



Arno Wetzel
09.05.2006, 20:52
Ich habe festgestellt, das der Lautsprecher für das Sound Modul in meinem Schiff teilweise erhebliche Stöungen im RC-Bereich erzeugt.

Es hängt wohl offensichtlich mit der Magnetspule zusammen, was anderes kann es ja wohl nicht sein.
Ist so etwas bekannt und was kann man dagenen machen?

Ingo Seibert
09.05.2006, 23:43
Hallo Arno,

aus meiner Schiffchenzeit weiß ich noch, dass mir ein überdimensionaler Lautsprecher für den Dieselgenerator bzw. dessen Magnet wohl die Abstimmung des Empfängers versaut hatte. Der Effekt trat allerdings nicht mehr auf, nachdem ich den Empfänger ca. 20 cm vom LS entfernt angebracht hatte. Eventuell kannst/solltest Du den LS magnetisch schirmen. Hast Du mal ein Bild bzw. Maße vom magneten? Eventuell habe ich noch was in der Grabbelkiste ...

Arno Wetzel
10.05.2006, 21:25
Hallo Ingo!

Also der Lautsprecher ist schon ziemlich weit weg vom Empfänger.

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Es liegt aber eindeutig daran, ich hab´s jetzt noch einmal intensiv getestet.
Also, allo Augen sind auf dich gerichtet. :D
Mach mal Vorschlag! ;)

Ingo Seibert
10.05.2006, 22:14
Hallo Arno,

starte mal spaßeshalber den Versuch und drehe das Empfängergehäuse 45°-weise um alle Achsen. Ich vermute mal, dass hochkant und diagonal zur Rumpflängsachse die wenigsten Störungen auftreten, wenn überhaupt noch ;)

BTW: Wo bekommt man denn noch die alten 6014 Nautic-Module her :eek: ? Ach ja, und Deine Zusatzstromversorgunsdingensplatine könntest Du spaßeshalber mal in Alufolie einwickeln bzw. Ferritkerne in die Zuleitung zum Empfänger einschleifen.

pompebled
26.05.2006, 19:42
Hallo Arno,

Wenn nichts hilft, ist der Lautsprecher aus zu wechseln gegen ein Exemplar mit abgeschirmten Magneten, wie bei Centerspeaker in Dolby Surroundsysteme benützt werden (u.A. bei Conrad zu bestellen).

Gruss, Jan.

Ingo Seibert
26.05.2006, 22:32
N´abend,

neues Chassis muß nicht, ein Kompensationsmagnet tut´s auch. Einfach ein anderes/altes Chassis schlachten, und den etwa gleich großen oder etwas kleineren Magneten "gegenpolig" andrückenm. Kurz vorm Berühren der Magnete, wenn die Abstoßung am größten ist, kehrt sich die Sache um. Vorher etwas 5-Minuten Epoxy auf die Stirnflächen streichen, hält bombig.

Allerdings bezweifle ich, dass der gute Herr Tesla hier im Spiel ist. Versuch ersatzweise mal einen 2,2 Ohm Widerstand (~ 3W) in Reihe und einen 22 Ohm parallel zu schalten. Sollte sich was ändern (außer der Lautstärke ;) ), kann man immer noch in der Richtung weitermachen.

axman
27.05.2006, 21:46
Hallo,

wen der Tonerzeuger den Lautsprecher mit digitalen Signalen ansteuert, kann das auch ein Störungsgrund sein. Wenn nämlich digitale Spannungstreppen oder Pulsbreitenmodulation verwendet wird, dann liegen Schaltflanken auf den Lautsprecherleitungen. Ich denke bei einfachen Generatoren wird da nicht so hochwertig gefiltert. Diese Flanken können Oberwellen bis in den Fernszeuerungsbereich (40MHz?) erzeugen. Die Lautsprecherleitungen geben prächtige Antennen zur Verbreitung des Störnebels ab.

Tip: versuche es mit Feritkernen mit ca. 6 Windungen in den Lautsprecherleitungen direkt am Ausgang des Geräuschgenerators.

Ich habe selbst mehrere Runden bei der Entstörung von einfachen Piezopiepern in Sehelfliegern hinter mir. Da sind die Raumbedingungen allerdings sehr schwierig. Die Servos zuckten wild bei jedem Piep.

Gruss
Axel