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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Museum Wasserkuppe: F2B Kunstflug



PeterKa
27.05.2014, 09:25
Es sind nur wenige F2B Modelle ausgestellt, dafür sind sie durchweg eine Augenweide. Mir persönlich gehlen neuere Modelle, die mit ihren langestreckten Silhuetten sehr markant aussehen. Auch ein Exponat mit Elektroantrieb der modernen Bauart, wie zum Beispiel aus der Feder von Peter German würde blendend in die Sammlung passen.

KatalogNr F2B0301 Marionette Bj 1982 Geza Egervary
1168460

KatalogNr F2B0303 Boogie Woogie ca Bj. 1970 Claus Maikis (Traumhaft, gelle ?)
1168461

KatalogNr F2B0304 Ryan St. Bj ? Claus Maikis
1168462

KatalogNr F2B0305 Ultra Stunter. Konstr. Biesterfeld, gebaut von Axel Jungherz. Bj ? Baukasten Fa Graupner
1168463

KatalogNr F2B0305 Alles unbekannt.
1168464

KatalogNr F2B0306 HE55 Bj 1953 (Czewikow ? konnte den Namen nicht genau lesen)
1168465

Rennsemmel
27.05.2014, 21:42
Der mit den Roten Rädern ist der "Volttimer" vom C.Maikis. Das erste und bisher einzigste Elektrofesselflugmodell, dass es beim VTH als Plan gibt. Damit hat er 1993 bei einem Konstruktionswettbewerb der FMT gewonnen. Bauplan ist in der 7/93 drin. Habe mir den Plan letztens besorgt, weil ich noch ein E-Fesselflieger mittlerer Größe bauen will.
Habe dann festgestellt, dass der Flieger nach den von dir erforschten Gesichtspunkten konstruiert hätte sein können. (längerer Hebelarm, dünneres Profil) Müsste , nach Plan gebaut , mit modernen Komponenten gut gehen.
Die Marionette hab ich auf Fotos der Kehnen-Seite gesehen. Da weiss bestimmt Willi was.

Grüße,
Sebastian

Willi_S.
28.05.2014, 10:19
Hallo.

Zu der Marionette gibt es wohl nicht viel zusagen, das ist eine von Geza Egervarys "vielen" Marionetten. Welche Version und Ausführung kann ich beim besten Willen nicht sagen. Ich glaube mich zu erinnern, daß dieses Modell öfter als "Ersatzmodell" mit auf einer EM oder WM war. Auf einem Bild in Claudias Forum müßte auch eines von Geza mit diesem Modell sein.

Der "Boogie Woogie" von Claus Maikis ist auf keinen Fall aus den 70er Jahren! Dieses Modell hat er extra für den ersten Doppeldecker-Wettbewerb auf den "Cabbage Patch Nationals" in Peterborough/England gebaut. Das genau Jahr weiß ich nicht mehr, müßte ich in alten Aeromodellern blättern, aber es war sicherlich in den 1990er Jahren! Beim Aeromodeller planservice gab/gibt es den Plan vom Boogie Woogie noch.

Gruß
Willi

Willi_S.
28.05.2014, 10:46
Hallo.

Hab' ein wenig gesucht und bin auf folgende Info gestoßen:

Es gibt ein Gruppenfoto der Teilnehmer auf der Deutschen Meisterschaft F2B 1982 in Bietigheim, dort steht Dr. Geza Egervary hinten links und hält genau dieses Modell in der Hand. Also könnte 1982 als Baujahr durchaus richtig sein.
Übrigens gibt es von der Marionette nach wie vor einen Bauplan im VTH-Verlag, FMT Pläne Fessellflug.

Auch zum Boogie Woogie bin ich fündig geworden: Der Plan erschien im Aeromodeller November 1993 und hat die Nummer AM 1732. Unter dieser Nummer ist er immer noch zu beziehen.
Dann hat Claus dieses Modell entweder auf den Cabbage Patch Nationals 1992 oder 1993 geflogen und damit auch in einem von diesen beiden Jahren gebaut, denn in Peterborough war die Farbe des Modells fast noch feucht und hatte nur ganz wenige Flüge gemacht. Also "1970er Jahre" ist völliger Blödsinn.

Noch eine Anekdote zu diesem Modell von den Cabbage Patch Nationals: Wie der Name schon sagt fand dieser "Wettbewerb" auf einem mehr oder weniger wild bewachsenem "Acker" statt, einem "Kohlfeld" eben. Das Gras war recht lang und an einen Bodenstart mit diesem Modell nicht zu denken. Also mußte Claus sich notgedrungen zu einem Handstart durchringen. Es war ihm anzusehen, daß ihm nicht ganz wohl dabei war. Also wurde ein mutiger Starthelfer gesucht und in Form des bekannten englischen Fesselfiegers Dave Day auch gefunden. Dem schien das überhaupt nichts auszumachen, er packte das Modell in der Mitte des Oberflügels, wartete auf Claus' Zeichen, machte dann wenige Schritte und entliess das Modell in die Luft. So, als wenn es nichts einfacheres gäbe. Claus ist trotz dieser "diffizielen" Starts recht gut geflogen und ist hinter Dave Day mit seiner Stearman (Abonnements-Sieger in OTS) Zweiter geworden.

Gruß
Willi

PeterKa
30.05.2014, 12:01
Hier das aktuelle Verzeichnis der Modelle.1169941

PeterKa

PeG
15.06.2014, 22:50
KatalogNr F2B0306 HE55 Bj 1953 (Czewikow ? konnte den Namen nicht genau lesen) - [/I]

Hallo PeterKa,
stimmt der Name ist tatsächlich auf den ersten Blick nicht so einfach zu lesen. Der Konstrukteuer, Erbauer und Pilot heißt Karl Gnewikow und ist mein Vater. Er ist heute 92 Jahre alt und erfreut sich guter Gesundheit. Und es freut ihn sehr, dass Du auch seinem Modell im Museum Deine Aufmerksamkeit gewidmet hast. Und erstaunt ist er vor allem darüber als ich ihm mitteilte das es auch heute noch einen recht großen Kreis von Modellfliegern gibt, die den Fesselflug fröhnen. Sein aktive Zeit dazu war von Anfang bis Ende der "Fünfziger" In dieser Zeit war er sehr aktiv, auch bei vielen Wettbewerben, konstruierte und baute seine Modelle eigentlich ausschließlich selbst. Seine Modelle "E4A" und "Torero" wurden seinerzeit auch bei Graupner bzw. Lange Verlag als Bauplan verkauft. Mit fast allen Namhaften in der Fesselfliegerei Aktiven (Konstrukteure, Piloten, Händler) zu der Zeit war er bekannt und befreundet. Falls Du vielleicht Interesse an weiteren Infos über sein Fliegerleben hast, schau doch mal hier rein:
http://http://www.segelflug-gnewikow.de.to/
Unter dem Schalter "Mein Leben in der Fliegerei" findest Du dort auch noch etwas über seine Fesselflugkarriere.

Im Bild hier der Schreiber dieser Zeilen, Peter Gnewikow im Jahr 1955 mit Vater Karl und seinem E4A

1177057[I] -

Auch ich hab heute noch zwei Fesselflieger an der Wand hängen die ich in meiner Jugend baute und flog, darunter eine für damalige Verhältnisse denke ich recht schöne scale Me 109 mit nem 5 ccm Enya Glühzünder drin, allerdings seit gut ca. 50 Jahren nicht mehr gelaufen....!

Mit fessefliegerischen Grüßen, weiterhin viel, viel Spass beim Fliegen im Kreis- Karl und Peter Gnewikow

PeterKa
16.06.2014, 09:16
WOW was für eine Freude :-) Liebe Grüße an Deinen Vater. Leider hat der angegebene Link nicht funktioniert. Mit diesem Hintergrund wird das Modell gleich sehr viel wertvoller. Ein paar kleine Fragen hätte ich noch dazu. Hat Dein Vater eine Idee auf welchen Wegen das Modell in das Museum gekommen ist ? Ich vermute über die Sammlung von Dr. Rubin ? Hatte dieses Modell nennenswerte Erfolge? Immerhin gibt es einen Zeitungsausschnitt, der Deinen Vater umgeben von einer Menschentraube in Frankfurt zeigt. (Ich war damals übrigens 3 Jahre und wohnte in Wiebaden, also ganz in der Nähe). Gibt es über den Motor etwas zu sagen, immerhin stammt es etwa aus dem Jahr 1953, da war so etwas doch noch schwer zu bekommen und teuer. Der Motor auf diesem Photo ist ja wohl ein Taifun. Ich möchte die Informationen auf den Schautafeln dahingehend ergänzen. Wir können auch über Email korrespondieren (dr.klimesch@pekasus.de).

Liebe Grüße

PeterKa

hastf1b
16.06.2014, 11:25
Noch etwas zu Karl Gnewikow und seinem Modell "E 4a". Leider sind die Buchstaben auf dem Motorgehäuse sehr unleserlich. Außer dieser Zeichnung gibt es auch keinen weiteren Text. (Die Quellenangabe ergibt sich aus dem ersten Bild.)

Heinz

Hans-Jürgen Fischer
16.06.2014, 12:07
Hallo Peter,

sieh bitte hier auf die tolle Seite! Wunderbare Fotos von Herr Gnewikow und seine Segelflugzeug-Lebensgeschichte

http://segelflug-gnewikow.de.to/

Gruß
Hans-Jürgen

Rennsemmel
16.06.2014, 15:40
Hallo !

Der Motor auf der Zeichnung wird ein 2,5ccm ED Racer sein. Passt auch in die Zeit.
Was für ein Motor auf dem Foto ist, kann ich auf den ersten Blick nicht erkennen.

http://wiki.rc-network.de/index.php/E.D._RACER_2.46_c.c._Mk._II

MfG,
Sebastian

hastf1b
16.06.2014, 16:25
Da ich kein Fesselflieger bin, die Frage, ist ein 2,5 ccm Motor nicht zu schwach für die Modellgröße besonders bei Kunstflug? Der Motor auf dem Bild sieht den Dimensionen nach eher nach einem 3,5 – 4 ccm Motor aus.

Heinz

PeG
16.06.2014, 17:36
Hallo zusammen,
mein Vater hatte das Modell E4A in unterschiedlichen Größen gebaut und geflogen. Er hatte dabei üblicher Weise Motoren der Größe 3,5- 5,0 ccm, Selbstzünder und auch Glühzünder verwendet. Mit der Spannweite 110 cm, wie in der Skizze abgebildet, hatte er meistens 3,5 ccm Motoren verbaut.

Beste Grüße, Peter

Garagedweller
16.06.2014, 18:38
Hallo!


KatalogNr F2B0306 HE55 Bj 1953 (Czewikow ? konnte den Namen nicht genau lesen) - [/I]

Hallo PeterKa,
...
Seine Modelle "E4A" und "Torero" wurden seinerzeit auch bei Graupner bzw. Lange Verlag als Bauplan verkauft.
...

Mit fessefliegerischen Grüßen, weiterhin viel, viel Spass beim Fliegen im Kreis- Karl und Peter Gnewikow

Hier die Seite aus dem Graupner 12F 1955 Katalog zum „Torero” Flugmodell.

Gruss,
Eppo

Rennsemmel
16.06.2014, 20:53
Hallo !

Wenn der 2,5er gut läuft geht das bestimmt . Die Profile waren damals deutlich dünner, ausserdem haben die Diesel wirklich große Props bewegen können. Bei meinem 2,5er Webra ist ein 9x6 angegeben, der in der luft bestimmt auf 10000 touren ging.
Man musste vermutlich schon mehr auf den Wind achten und etwas mehr schwung für die Figuren holen. So etwas wie das Kleeblatt stand auch nicht auf dem Programm.
Die aktuellen Fuchsjäger haben ja auch um die 1,2 m Spannweite, also ich denke , das ging.
Mehr hubraum ist natürlich komfortabler.


Viele Grüße,
Sebastian

PeG
17.06.2014, 16:47
Unglaublich was dieses Forum hier neben dem aktuellen Interesse am Fesselflug so alles zu Tage fördert. Das hätte Karl nicht für möglich gehalten, dass noch Magazine existieren in denen auch seine Modelle abgebildet sind. Vielen Dank für's scannen und Einstellen.
Beste Grüße von Ihm an alle Aktiven und Freunde des Fesselflugs und auch von mir, Peter Gnewikow

Jarek
20.06.2014, 11:02
Entstehung eines F2a-Models:
http://pfmrc.eu/index.php?/topic/35716-budowa-modelu-f2a-fotorelacja/

Das Bericht in einem polnischen Forum, vom amtierenden, polnischen Meister dieser Modellklasse. Ist zwar in polnischer Sprache, aber die Bilder sprechen für sich. Fellslflug ist in Polen immer noch sehr populär.

Bei Fragen kann ich gern das eine oder andere übersetzen, wenn's nicht allzu viel wird.

Bitte um Verzeihung, in der Überschrift habe ich leider einen Fehler eingebaut. Peinlich, peinlich...

hastf1b
02.07.2014, 19:08
Bei der Suche nach einem anderen Artikel habe ich dieses Bild noch gefunden. Aus "Der Flugmodellbau" Heft 4/1953.

Heinz

PeG
03.07.2014, 18:12
Hallo Heinz,
vielen dank für das Zeigen des Bild's. Ja, so hab ich einen seiner am häufigsten geflogen Flieger in Erinnerung. Ich werde das Bild ihm am Wochenende zeigen.
Grüße, Peter

hastf1b
05.07.2014, 10:50
Hallo Modi, wenn das hier nicht passt einfach löschen. Den betreffenden Leuten kann ich das per E-mail senden. Im Sinne des Museums Wasserkuppe evtl. doch von Interesse.

Heinz

PeterKa
05.07.2014, 12:34
Danke für das schöne Bild. Ich werde es ganz sicher verwenden. Übrigens treffe ich mich in den nächsten Tagen mit Herrn Gnewikow, der heute 92 ist und in Raum Frankfurt im Altersheim ist. Bin sehr gespannt, was er mir über den Fesselflug in der Nachkriegszeit berichten kann.

PeterKa

PeterKa
24.07.2014, 22:31
Ich möchte ein wenig über den Besuch bei Max und Karl Gnewikow berichten.

Es geht um das Exponat F2B0306.

Folgendes konnte geklärt werden. Das Modell stammt aus dem Jahr 1950 und hatt einen englischen Motor "Frog 500". Das Modell wurde unter dem Namen E4a berühmt und gewann die Hessenmeisterschaft 1950 (ohne nenneswerte Konkurrenz). Zu dem Exponat gehört noch der Original Pokal gestiftet von der Firma "Spielwaren Bekle" aus Frankfurt, der aber entweder abhanden gekommen ist, oder sich in einer anderen Vitrine befindet.

Die Beschriftung HE50 ist Karls Startnummer. Der Name E4a kam zustande, weil es wohl der 4rte Prototyp war, der Serienreif wurde .. und E steht für Easy.

Der an dem Modell befestigte Fesselfluggriff (der berühmt berüchtigte Meister) wurde erst mehrere Jahre später bei Programm bei Graupner aufgenommen, gehört als nicht authentisch zu dem Modell.

Soweit die nackten Fakten, aber wir haben natürlich noch viel mehr erzählt, auch über den Krieg, in welchem Karl als Lastenseglerpilot zum Einsatz kam, von seinem Aufenthalt bei der SFS bei Hans Jacobs und Stamer, von seiner Kriegsgefangenschaft bei den Amerikanern aus der er 1947 entlassen wurde, nicht ohne den Amerikanern eine stattliche Sammlung selbstgemachter Photos zu hinterlassen... Und ein Photoalbum, mit Alltagsbildern aus dem PW Lager aus Materialien einer abgeschossenen Me 109 gefertigt.

Da saßen wir nun auf der Terasse bei Sonnenschein, 3 Piloten aus 2 Generationen, und ich muß sagen daß es für mich die schönsten 2 Stunden waren die ich seit langem verbracht habe.

Und wir haben auch über Fesselflug gesprochen. Den hat Karl von einem befreundeten Amerikaner gelernt zusammen mit dem gesamten damaligen FAI Programm, daß er wie besessen solange übte, bis er von miemandem in Deutschland mehr zu schlagen war und mehrfach Hessischer Landesmeister wurde. Auch die Deutsche Meisterschaft 1953 in Berlin flog er mit, aber wegen eines technischen Defektes konnte er den letzten Wertungsflug nicht mehr durchführen, So fehlt ihm bis heute der Titel "Deutscher Meister". Zu weiteren Versuchen kam es nicht mehr, den da warteten die großen Segelflieger auf Restauration, der erst war ein L-Spatz, da wars dann vorbei mit dem Fesselflug.

Penibel ist jeder Abschnitt in Photoalben dokumentiert. Er hat damals unglaublich viel Modelle, auch sehr exotische, gebaut.

Dann kam eine Einladung nach Spanien zum Schaufliegen. Dafür konstruierte er den Torero, eine sehr fortschrittliche Konstruktion, für die sich dann später Graupner interessierte und auch ein paar Jahre im Programm führte. Das Original habe ich an der Decke hängend bewundern können, zusammen mit einem von ihm konstruierten Steuergriff, der sich als zu teuer für die Serienfertigung bei Graupner herausstellte, die sich dann für den primitiveren und daher preiswerteren Meister entschied.

Noch ein paar Worte zu den Problemen, die damals der Fesselflug bereitet hat:

Es gab keine deutschen Motoren, nur Vorkriegsmodelle wie Kratmo und Felgiebel. Doch in England wurden schon sehr modern anmutende Dieselmotoren gefertigt, und die konnte man sich bestellen. Per Katalog und über den Zoll. Kaum einer konnte sich das leisten. Mitte der 50er Jahre rollte dann mit Taifun die erste Serienproduktion von Modellmotoren an. Wenig später kam Webra aus Österreich dazu, aber darüber wissen andere sicher viel besser Bescheid als ich.

Die Fesselleinen waren Pianodraht, in der Regel 0,3-0,4 mm. Die Modelle waren papierbespannt und lackiert mit irgendeinem Lack der sich nach mehreren Versuchen als am spritfestesten herausgestellt hatte.

Es gibt noch so viel zu erzählen, aber für heute soll es genug sein.

Der Besuch war so interessant und meine Gesprächspartner so liebenswert, daß ein wirklich nachhaltiges Erlebnis daraus geworden ist. Danke.

PeterKa

MichaelW
25.07.2014, 17:20
A propos Motoren: Im Mai 1955 bekam ich zu meinem 15. Geburtstag einen Webra „Mach 1“, der mir damals besser gefiel als die Taifune und enorm leistungsfähig war- aber auch teuer: er kostete 60 DM. Er sollte 0,33 PS bei 16000/min bringen. Auswahl gab es da also schon. Er war nur, wegen der Ansaugung hinten, schwer zu montieren. Ich hatte mir einen „Student“ von Graupner gebaut. Wegen des Ansaugrohrs blieb vom Kopfspant nicht viel übrig, und so zerriß der Motor das Modell schon beim ersten Start...

Diesen Motor habe ich vor einiger Zeit auf der Wasserkuppe abgeliefert, zusammen mit dem Freiflugmodell „Zugvogel“ von Hans Finus (allerdings einem neuen Nachbau), in das ich ihn danach eingebaut hatte. Zu dem Bild muß ich gestehen, daß dieser neue Zugvogel elektrifiziert, der Original- Zylinderkopf also nur Attrappe ist.

hastf1b
25.07.2014, 18:47
A propos Motoren: Im Mai 1955 bekam ich zu meinem 15. Geburtstag einen Webra „Mach 1“, der mir damals besser gefiel als die Taifune..... Ich hatte mir einen „Student“ von Graupner gebaut. Wegen des Ansaugrohrs blieb vom Kopfspant nicht viel übrig, und so zerriß der Motor das Modell schon beim ersten Start...



Da warst du aber auch sehr mutig.;) Für den "Student" waren 1,5 ccm vorgesehen, er hatte ja nur 80 cm Spannweite.

Heinz

MichaelW
25.07.2014, 19:16
Vielen Dank, Heinz. Über das „Student“- Bild freue ich mich besonders, es kommt in meine Sammlung. Ich habe ihn seit damals nicht mehr gesehen, erinnere mich aber nach all den Jahren noch an den Duft, als ich an Weihnachten den Baukasten aufmachte. Ich baute mir auf den Rat eines schon etwas erfahreneren Freundes ein einfaches Brettmodell, das ging dann mit dem Mach 1 gut.
Gruß Michael

Garagedweller
25.07.2014, 19:46
Hallo!


Da warst du aber auch sehr mutig.;) Für den "Student" waren 1,5 ccm vorgesehen, er hatte ja nur 80 cm Spannweite.

Heinz

Auf dem Umschlag meines 'Student' Bauplans wird angegeben „[...] für Motore von 2,5ccm Hubraum”, und auf S.10 der Bauanleitung werden die TAIFUN Motoren 'Rasant' und 'Tornado' empfohlen.

Allerdings:


Erste Seite der 'Student' Bauanleitung

Triebwerk: „Taifun” Hochleistungs-Dieselmotore 1,5-2,5ccm Hubraum



Siehe die Anhänge zu alldem.

Auf dem Bauplan sieht es mir nach einem 2,5er Webra aus.

Gruss,
Eppo

P.S.: Mein Bauplan hat die Nummer 1193, der von Heinz ist 1194.

hastf1b
25.07.2014, 21:24
Was hat Graupner sich dabei nur gedacht?:) Hier gibt es nochmal die Werkstoffpackung mit der Nr. 1194 aber für 2,5 ccm.
Eppo bei dir ist es nur der Bauplan daher die unterschiedliche Nummer.

Heinz

Rennsemmel
25.07.2014, 23:52
Auf dem Plan ist ken Mach 1 gezeichnet, sondern ein Webra Winner mit deutlich weniger Muckis.(erkennbar an Heckflansch und Kurbelwellendrehschieber)
Da die 2,5er vermutlich auch Teurer waren, haben sie vermutlich, als die Leistung der 1,5er Diesel so weit verbessert werden konnte das sie an die des 2,5er Winner herankamen, das Modell Motorentechnisch etwas herabgestuft.
Ergibt Sinn, da das recht kleine Modell mit dem Mach 1 wirklch ziemlich abgehen müsste und ein Einsteiger damit sicher überfordert wäre. Ausserdem wirds mit 1,5er insgesamt etwas Preiswerter gewesen sein.

Mfg , Sebastian

P.S.: hier noch mein Winner ( alte Version ohne Seitenflansche)

1194328

Garagedweller
26.07.2014, 20:35
Hallo!


[...]

Eppo bei dir ist es nur der Bauplan daher die unterschiedliche Nummer.

Heinz

Hast Recht, Heinz. Im Moment hatten da meine 'Gehirnzellen' nicht richtig geschaltet.:(:o

Hier noch ein paar 'zusammengebastelte' Auszüge aus dem Graupner 12F (1955) Katalog zu den empfohlenen Triebwerken für den „Student”.

Gruss,
Eppo

PeG
07.09.2015, 13:01
>Im Bild hier der Schreiber dieser Zeilen, Peter Gnewikow im Jahr 1955 mit Vater Karl und seinem E4A

1177057[I] -<

Für historisch interessierte Fesselflieger hier Nachtrag zu meinem Beitrag #6 vom 15.6.14
Die 2 Bilder sind mir heute beim Aufräumen in die Hände gefallen. Sie zeigen meinen Vater und mich als 13- jährigen 1965, als wir auf einem regionalen Sportfest in Rüsselsheim dem Publikum eine Fuchsjagd demonstrieren konnten. Beeindruckend was für Menschenmassen damals noch für ein allgemeins Sportfest zu begeistern waren.

1406927

1406928

Mit fessefliegerischen Grüßen, weiterhin viel, viel Spass beim Fliegen im Kreis- Karl und Peter Gnewikow[/QUOTE]

hastf1b
08.09.2015, 08:58
Schöne Zeitdokumente, Peter. Danke.

Heinz

hastf1b
24.09.2015, 19:34
Gerade entdeckt. Es gab sogar einen Bauplan vom E 4a.

Heinz

JaRa
25.09.2015, 08:47
Interessante Infos!
Gibt es einen bestimmten Grund, warum die Querruder bei einigen der Modelle relativ weit innen enden, anstatt bis zur Flügelspitze geführt zu werden?
Etwa hier:
1415565

Willi_S.
25.09.2015, 10:02
Hallo.

Die Klappen an den Flügeln sind keine Querruder sondern "Manöverklappen" - neudeutsch Flaps. Diese Klappen dienen nicht zur Steuerung um die Längsachse, sondern sie werden benutzt, um die Wendigkeit des Modells um die Querachse zu erhöhen. Dazu schlagen sie gegensinnig aber gleichzeitig mit dem Höhenruder aus. Dies führt zu einer größeren Wölbung des Flügelprofils und damit zu einer Auftriebserhöhung. Dadurch lassen sich die Figuren mit den scharfen Ecken besser fliegen.
Allerdings erhöht sich auch der Widerstand des Profils und das ist vielleicht ein Grund, warum bei diesem Modell die Flaps nicht bis zum Flügelende verlaufen. Kann auch einfach nur ein persönliche Vorliebe des Konstrukteurs gewesen sein oder eine Anlehnung an die Klappen des Vorbildflugzeuges.
Ob es direkt aerodynamische Gründe für diese Art der Flaps gibt, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Bei den Spitzenpiloten findet man alle möglichen Variationen der Flapauslegung, von durchgehend über die gesamte Spannweite bis hin zu ganz kurzen und schmalen Flaps innen am Flügel á la Beringer Caudron. Irgendwie zu funktionieren scheint das alles.

Gruß
Willi

PeG
25.09.2015, 11:17
[QUOTE=hastf1b;3825052]Gerade entdeckt. Es gab sogar einen Bauplan vom E 4a.

Hallo Heinz, ist ja interessant, dass Du den Plan gefunden hast. Danke für's Zeigen hier. Muss mal direkt schauen, denke, dass Karl so ein Exemplar noch in seinem Archiv hat.
Grüße, Peter

Rennsemmel
25.09.2015, 11:44
Den Plan gibts glaub ich sogar noch beim Hucke-Archiv.

Grüße !