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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : KIS meets RES : zanzara mit gefrästen AG04 Profilbrettchen!



st_canoe
04.07.2014, 19:10
Hallo zusammen,

die meisten werden sie kennen, die aus dem vollen Balsabrett gefrästen AG04 Profilbrettchen. Mit denen baut Werner Stark seit Jahren seine KIS Schmeißgeier. Aus diesen Profilbrettchen soll im Folgenden ein RES Modell entstehen. Ob das funktioniert wird sich zeigen. Bei den überschaubaren Kosten ist das Risiko glücklicherweise gering.

Das Modell ist schon relativ weit fortgeschritten und soll seinen ersten Einsatz beim RES Wettbewerb in Penzberg haben. Bis dahin ist noch eine Woche Zeit. Schaumermal ;)

Theoretische Überlegungen zur Auslegung gab es keine, das meiste ist abgekupfert :) und vieles wird aus dem Bauch heraus entschieden. Wenn ich was nachgelesen habe, dann z.B. bei Franz Perseke, in "Modellflug in Theorie und Praxis" und im RC Soaring Digest.

Die ersten Bilder kommen im Zeitraffer und los gehts mit dem Ablängen der Tragflächensegmente.

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Die mittig geteilten Flächen haben eine dreifache V-Form mit einem 1m breiten Mittelteil. In die Mittelteile habe ich bei ca. 1/3 Flächentiefe zwei 3mm Schlitze im Abstand von 8mm gefräst.

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In die passend ausgearbeiteten Schlitze wurden dann 3x8mm Kiefernleisten geklebt. Zwischen den Kiefernleisten wird dann später die Steckung verankert. Das wird z.B. bei Schweißguts Ximango so gemacht.

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Dann werden die Segmente zur angepeilten V-Form verschliffen.

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Die drei Flächensegmente ergeben eine elliptisch angenäherte Form. Die Idee dazu stammt aus einem Artikel im RC Soaring Digest 6/2013 "Adventures with Nonplanar Wings". Dort wird beschrieben, das eine elliptische V-Form Widerstand reduziert und das ist auf keinen Fall ein Nachteil.

.... wird fortgesetzt.

Grüße, steve

st_canoe
04.07.2014, 19:43
Und noch zwei Bilder:

Die äußeren Segmente werden ausgerichtet und verklebt. Als Klebstoff benutze ich meist "Aliphatic Resin Glue". Der überbrückt auch mal 'nen Spalt und muss nicht unbedingt gepresst werden.

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Grüße, steve

st_canoe
05.07.2014, 15:37
Hallo zusammen,

mit den KIS Profilbrettchen geht der Flächenbau zügig voran. Mit schnellen Klebstoffen ist so eine Fläche an einem Nachmittag gebaut.

Im nächsten Arbeitsgang wird der Raum für die Steckung ausgearbeitet. Dazu habe ich ein Werkzeug genutzt, das für den Linolschnitt gedacht ist. Den Rest erledigt dann Feile und Schleifpapier.

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Als Steckung kommt ein 6cm langes Messingrohr und ein 6mm Stahl zum Einsatz.

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Die Röhrchen habe ich mit UHU Endfest zwischen die Kiefernleisten eingeklebt. Ich hoffe, das das ausreichend für die Belastungen beim Hochstart ist. Die Flächen sind genau mit vorgesehener V-Form ausgerichtet unmd werden mit einem gewachsten CFK Stäbchen in Position gehalten.

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Bei den Randbögen habe ich mich auch den dem oben genannten Artikel orientiert und die Ohren schräg abgeschnitten. Dann wird die äußere Kante einfach scharf angeschliffen. Laut alter Messungen im Windkanal soll so ein Randbogen wenig Widerstand erzeugen. (Siehe "Adventures with Nonplanar Wings" im RC Soaring Digest) Einfach zu bauen ist er allemal.

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Im Bereich der Steckung werden noch 15mm breite 1mm starke Sperrholzstreifen aufgeleimt, die den Bereich oben und unten verstärken.

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Der erst mal letzte Arbeitsgang an den Flächen ist das Anleimen der Ohren an die Mittelteile. Die Knicke werden vor dem Lackieren mit einem Streifen Glasgewebe verstärkt.

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Bisher wird der Flieger ein RE und kein RES, da ich bisher keinen Spoiler eingebaut habe. Ich möchte erst ein mal abwarten, ob die Flächen die Belastung des Hochstarts aushalten, bevor ich sie durch Ausbrüche schwäche. Das Servo für den Spoiler soll dann im Rumpf sitzen und über ein Gestänge die Spoiler ansteuern.

Weiterhin hat die Fläche nur ca. 1,90m Spannweite, da die Brettchen in 1m Länge geliefert werden und durch die V Form Spannweite verloren geht. Beim nächsten Satz Flächen werde ich die äußersten 5-6cm durch ein leichtes Balsbrettchen ersetzen, das dann passen in Profilform geschliffen wird. Dann steigt die Spannweite wieder auf 2m.

Als nächstes kommt der Rumpf aufs Baubrett.

Grüße, steve

little_wing
05.07.2014, 17:49
Hallo Steve, gute Idee mit dem KISS!
Meine Frage, welche Flächentiefen lassen sich denn mit den Brettchen maximal realisieren?
Gruß
Rainer

st_canoe
05.07.2014, 19:22
Hi Rainer,

die Flächentiefe beträgt 160mm. Das ist durch das Profilbrettchen und die Endfahne fest vorgegeben.

Grüße, steve

st_canoe
05.07.2014, 21:51
Hallo zusammen,

der Entwurf für den Rumpf entsteht auf einem Stück Papier mit Bleistift und Kurvenlineal. Akku, Servos und der Empfänger werden positioniert und drumherum die Außenkontour skizziert. Der Heckausleger wird ein CFK Pfeilschaft mit 9mm Außendurchmesser (Easton Fatboy). Die Position wir gleich mit eingezeichnet. Genau wie die Tragflächenauflage.

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Den aufgezeichneten Rumpf habe ich ausgeschnitten und auf 4mm Sperrholz übertragen. Das ergibt die Schablone für die weiteren Rumpfteile.

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Mit der Schablone werden 2 Teile aus 1mm Birkensperrholz und ein Teil aus 3mm Pappelsperrholz hergestellt. Das Teil aus Pappelsperrholz muss etwas größer werden, damit der Rumpf später eine schönere Form bekommt.

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Aus der mittleren Pappelrippe wird dann der Raum für die Steuerung ausgespart.

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Nun wird die Pappelrippe links und rechts mit Balsaresten beklebt bis die geplante Rumpfdicke erreicht ist. Super Resteverwertung!

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Gut beschwert bleibt alles gerade.

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So sieht der Rohling nach dem Trocknen aus.

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Grob in Form geschliffen kann man schauen, ob die Komponenten tatsächlich passen.

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Später werden dann die 1mm Sperrholzteile seitlich angeleimt.

Grüße, steve

st_canoe
06.07.2014, 09:50
Hallo zusammen,

im Zeitraffer gehts weiter. Der Thread nähert sich so langsam dem aktuellen Baufortschritt: Ich bastele gerade an den Leitwerken.

Aber der Reihen nach. Um eine etwas gefälligere Rumpfform zu bekommen wird die Nase vor dem Verleimen der Seitenteile schräg angeschliffen. Hier sieht man auch ganz gut die Schichtbauweise in der der Rumpf hergestellt ist. 4x 4mm Balsa und 1x 3mm Sperrholz ergeben 19mm innere Rumpfbreite. Das reicht gerade für vier 900er Akkus die so kompakt wie es geht zusammen gelötet sind. Im Bereich des Heckauslegers habe ich den Rumpf bis auf 10mm Breite verschliffen, um einen schönen Übergang zum CFK Rohr zu erzeugen.

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Dann werden die Seitenteile aufgeleimt.

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Als nächstes habe ich den gut angeschliffenen Pfeilschaft genau ausgerichtet und mit etwas 2K Kleber angeheftet.

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Bisher wird noch alles parallel gebaut. Die EWD stelle ich später über Beilagen auf der Tragflächenauflage ein. Nachdem alles noch mal auf korrekte Ausrichtung kontrolliert ist wird das Rohr mir passenden Balsastücken und reichlich 2K Kleber verleimt.

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Hier werden Restbestände von Stabilit Express verbraucht, so wie fast der gesamte Flieger bisher aus Resten gebaut ist.

Die Länge von Rumpf, Ausleger sowie die Position der Tragfächenauflange und den Leitwerks sind angelehnt an den Miles, den ich auch noch fliege, und den SimplyRES. Die Nase ist aber eher kürzer, da ich lieber mehr Blei nahe des Schwerpunkts fliege. Das ergibt meiner Meinung nach ein harmonischeres Flugverhalten. Ich bin schon gespannt wie viel Blei ich benötige um den Schwerpunkt einzustellen und wie schwer der Flieger dann letztendlich wird. Bisher habe ich noch nichts gewogen!

Grüße, steve

st_canoe
06.07.2014, 14:08
Servus,

am Rumpf fallen nur noch wenige Arbeiten an. Im Bereich der Flächenauflage verstärke ich den Rumpf mit zwei Kiefernleisten an den Seiten und zwei 3mm Pappelbrettchen zwischen den Seitenteilen.

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Über die Brettchen laufen auch die Bowdenzüge für Seite und Höhe. Da erst geplant war die Züge im Heckrohr laufen zu lassen sind die Brettchen jetzt hoch angebracht und versperren den geraden Weg. Mittlerweile laufen die Züge auf dem Heckausleger und die Verbindungsbrettchen werden etwas ausgenommen um eine gerade Anlenkung zu realisieren.

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In die Seitenteilen sind zwei Ausbrüche gedremelt, die als Haken für die Befestigung der Tragflächen dienen. Die wird ganz traditionell mit Gummis gehalten. Nur das die Gummis nicht an heraus stehenden Dübeln eingehängt werden sondern stromlinienförmig in der Rumpf integriert sind. Stabilisiert werden die Einhängepunkte durch die seitlichen Kiefernleisten. Hinten werden die Gummis einfach um den Rumpf geführt.

Grüße, steve

DiMü
06.07.2014, 21:19
Hallo Steve,
mach bloß schnell weiter, für mich ist es das interessanteste Projekt in der ganzen RES Szene . Ich drück Dir alle Zeigedaumen das es
so funktioniert wie Du es Dir vorstellst.
herzliche Grüße Dieter

Aerofred
06.07.2014, 22:03
Hallo Steven,
tolles Konzept, ich hoffe, Du schaffst es, bis Penzberg fertig zu werden, damit wir den Vergleich zu den Rippenflügeln sehen.
Ich fühle mir Dir, ich will bis dahin auch noch ein neues Flugzeug fertig bringen.

CU
Christoph

st_canoe
07.07.2014, 21:10
Hallo zusammen,

schön das euch der Flieger gefällt. Mir haben die Modelle mit den Profilbrettchen schon immer gut gefallen und gut geflogen sind sie sowieso. Nicht mit allerhöchster Leistung aber gut genug um mithalten zu können. Außerdem mag ich Projekte wo was voran geht... Die Chancen bis zu Wochenende fertig zu sein sind gut. Es ist nicht mehr viel zu tun...

Darum gehts jetzt mit dem Leitwerk weiter, das ganz klassisch aus 3mm Balsaleisten entstanden ist. Ich hatte noch ein 3te Wahl Brett in dem alle Härten vorgekommen sind. Alles was wie ein Holm wirken könnte ist härteres Balsa, alles Flugrichtung weiches Balsa. Das ergibt ein leichtes und dennoch stabiles Leitwerk.

Seiten- und Höhenleitwerk sind gedämpft. Das Höhenleitwerk hat etwas 10% der Flügelfläche, eine ähnliche Randbogenform und eine kleine Ruderklappe. Beim Seitenleitwerk ist es genau umgekehrt. Die Dämpfungsfläche ist klein und das Ruder groß. Das Design ist nicht so der Bringer, da gelingt mir einfach nichts cooles :D

Wie immer bei dem Flieger werden die Umrisse auf einem Stück Papier skizziert.

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Beim Seitenleitwerk sind schön die unterschiedlichen Entwürfe zu sehen. Wenn es mir gefällt kommt Folie übers Papier und los gehts. Und es kam seit langem mal wieder UHU Hart für die meisten Klebestellen zum Einsatz. Kaum zu glauben, aber der klebt sogar sehr gut :) Es muss nicht immer Sekundenkleber oder Holzleim sein. UHU Hart ist zudem leicht und füllt Spalten aus.

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Bespannt habe ich mit Polyestervlies und versiegelt mit verdünntem Spannlack. Das ergibt eine der leichtesten Bespannungen. Eigentlich wollte ich mit farbigem Papier bespannen, außer bei der Klappe für das Höhenleitwerk ist es mir nicht so richtig gelungen. Das selbst gefärbte Papier war nicht so toll. Da muss ich erst wieder nachbestellen.

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Fast fertig :)

Grüße, steve

little_wing
07.07.2014, 22:01
...dass heute noch jemand mit Papier, Bleistift, Dreieck und Kurvenlineal ein Modell auf die Beine stellt ohne CAD und Fräse anzuwerfen, das finde ich Megacool!!
Die KISS- Bauweise frei nach Werner Stark auf ein RES Modell zu übertragen verdient auch gehörig
Respekt, ist doch durch die Beschränkung der Brettgröße und der Spannweite nur max. 32qdm Flügelfläche möglich. da nutzen z.B. andere Bauweisen die Regeln besser aus um auf eine entsprechend niedrige Flächenbelastung zu kommen ( > mehr Flügelfläche) die bei heutigen Konstuktionen so ungefähr bei 12 bis 14g liegt, wobei die aber auch kein Dogma für ein erfolgreiches RES Modell sein muss.
Ich bin gespannt wie es weitergeht und vor allem wie's dann fliegt, weiter so!

Viele Grüße
Rainer

UweH
07.07.2014, 22:13
Außerdem mag ich Projekte wo was voran geht... Die Chancen bis zu Wochenende fertig zu sein sind gut. Es ist nicht mehr viel zu tun...

Hi steve, gib Gas damit wir am Samstag noch trainieren und einstellen können...aber gib nicht zu viel Gas damit der Bau so sauber weiter geht wie bisher :rolleyes:;)

Gruß,

Uwe.

st_canoe
08.07.2014, 10:33
Hallo zusammen,

heute wird der Flieger fertig und soll fliegen!

Aber der Reihe nach. Die Servos sind in eine Brettchen eingebaut, das in den Rumpf geschraubt wird. Einfach von der Seite durch die Seitenwand hindurch. Das war nötig, da sonst der Akku nicht mehr erreichbar wäre. Der Empfänger liegt unter der Fläche, da ist genügend Platz

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Dann kommt ein wirklich gerade Brett auf die Werkbank und der Rumpf und besonders der Heckausleger wird eben und im rechten Winkel ausgerichtet.

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Als Leitwerksträger dient ein Balsabrettchen, das unten an den 9mm Rohrdurchmesser angepasst und mit Sekundenkleber an das CFK Rohr geklebt ist. Oben bleibt eine gerade Fläche die möglichst genau ausgerichtet wird.

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Darauf ist wiederum das Leitwerk mit Kontaktkleber (Uhu POR) aufgeklebt. Ich hab mir bewusst die Option offen gelassen das Leitwerk leicht entfernen zu können, sollten sich bei der Erprobung Probleme einstellen. Für den Wettbewerb sichere ich die Klebestelle noch irgendwie. Der zufällig noch zu sehende Schulwinkel ist Gold wert um so empfindliche Teile genau auszurichten.

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Der voll bestückte Rumpf ist keinen Millimeter dicker als nötig.

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Die Servokabel laufen unterhalb der Servos. Einen Schalter gibt es nicht, ich stecke wie immer zwei Kabel zusammen.

Die EWD ist ausgemessen und per Balsaunterlage auf ca. 1° bis 1,5° eingestellt. Das sollte keine Überraschungen bringen.

Mit Winlängs habe ich den Schwerpunkt für den Erstflug berechnet und mit 30g Blei einstellen können. In der Zwischenzeit wurden Rumpf und Flächen mit Porenfüller und Parkettlack versiegelt. Gewogen habe ich ihn auch (oder sie, sie soll ja schließlich zanzara = Mücke heißen) : 560g Abfluggewicht ohne Hochstarthaken und mit einem Flächengummi.

Wenn sich der Schwerpunkt so bestätigt sind 570g drin. Damit bin ich voll zufrieden. Denn mehr war mit den schweren Profilbrettchen nicht drin. Die werden nämlich ganz unterschiedlich geliefert. Mann kann Glück haben oder wie ich eher schwere bekommen. Aber das ist mir in diesem Fall egal, das ich erst mal das Konzept an sich überprüfen möchte. Optimieren kann man dann an vielen Stellen.

Passt ' s Wetter, wird heute Nachmittag geflogen. Und wenn es nur ein einziger Wurf ist um grob den Schwerpunkt zu bestätigen.

Grüße, steve

P.S. Ein Bild vom kompletten Flieger gibt' s erst wenn er am Stück gelandet ist ;)

st_canoe
08.07.2014, 10:43
Noch ein Nachtrag. Die Flächen habe ich zwischenzeitlich einem statischen Belastungstest unterzogen. Dazu habe ich die mit Stahlstift verbundene Fläche bei ca. 30cm Spannweite beidseitig aufgelegt und mittig langsam bis 3kg belastet. Dabei biegen sich die Flächen etwas aber die Verbindung der Messingröhrchen zu den Kiefernleisten hat gehalten. Das macht Hoffnung das das die Steckung beim Hochstart keine Probleme macht.

Der Heckausleger aus dem Pfeilschaft ist möglicherweise auch noch eine Schwachstelle, da der Schaft nur 0,5mm Wandstärke hat. Aber das zeigt sich.

Grüße, steve

st_canoe
09.07.2014, 20:57
Hallo zusammen,

nachdem Zanzara ihre ersten zwei Flüge erfolgreich hinter sich gebracht hat gibt' s jetzt die versprochenen Bilder. Aber zuerst ein paar Worte zu den ersten Flügen. Der erst Flug fand rennenderweise in der Hand statt und zeigte eine leichte Schwanzlastigkeit. Mit 10g Blei mehr habe ich dann geworfen und sie ist artig gerade geflogen. Der zweite Flug war dann gleich am 1/2 RES Set mir dem blauen Hobbyking Gummi. 2,5x ausgezogen hat der Hochstart einwandfrei geklappt und eine Platzrunde war drin. Dann hat es wieder angefangen zu regnen....

Aber sie fliegt und alles hat gehalten. Wie es bei vollem Zug am originalen RES Set ausschaut kann ich nicht sagen, denn ich besitzt keines. Aber das probiere ich in Penzberg, wenn das Wetter mitspielt.

So sieht sie komplett zusammen gebaut aus:

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So werden die Flächen montiert. Nur das im Flugbetrieb 3-4 Gummis benötigt werden.

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Die Flächen werden mit Tesa verbunden. Den Spalt fülle ich noch mit Balsa auf, das hat aber keine Eile. Die kleinen Dreiecke sind aus 0,6er Sperrholz und schützen die Balsa Endleiste vor den Gummiringen.

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Der etwas verstellbare Hochstarthaken ist logischerweise auch selbst gelötet :) und momentan einige Grad vor dem Schwerpunkt. Die richtige Position muss ich noch erfliegen.

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Die Flächenauflage und die Ausrichtung der Fläche ist noch eine Baustelle, die momentan provisorisch gelöst ist. Die kleinen Holzklötzchen führen die Fläche einigermaßen, aber da überlege ich mir noch was besseres. Genau wie bei der Haube, die gefällt mir auch noch nicht.

Fluggewicht mit CFK Steckung 570g. Mit Stahl Steckung 600g.

Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen und viele Grüße,

steve

falko1964
10.07.2014, 07:37
Hallo Steve,

herzlichen Glückwunsch zu deinem Erstflug.
Der Bau gefällt mir. Zur Zeit hast du aber ein 2-achsigen Segler. Spoiler fehlen noch.
Wo hast du die Profilbretter AG04 her?
Ich habe einen KIS mit Querrudern (Spannweite 1,20m). Der fliegt super.
Nach dem Vorbild weitere Segler bauen, ist eine gute Idee.

Falko

st_canoe
10.07.2014, 07:57
Hallo Steve,

herzlichen Glückwunsch zu deinem Erstflug.
Der Bau gefällt mir. Zur Zeit hast du aber ein 2-achsigen Segler. Spoiler fehlen noch.
Wo hast du die Profilbretter AG04 her?
Ich habe einen KIS mit Querrudern (Spannweite 1,20m). Der fliegt super.
Nach dem Vorbild weitere Segler bauen, ist eine gute Idee.

Falko

Hallo Falko,

die AG04 Brettchen habe ich von Modellbau Steber (http://www.steber.de/) und der bekommst sie meines Wissens aus Österreich von der Fa. Aigner (http://www.balsa.at/).

Auf die Spoiler habe ich bewusst verzichtet um zuerst Erfahrungen mit der Fläche zu sammeln. Das Gute an der Bauweise ist ja, das sie sich jederzeit nachrüsten lassen.

Grüße, steve

falko1964
10.07.2014, 09:24
Hallo Steve,


Danke für den Tipp mit den Profilbrettchen.

Berichte bitte weiter mit dem Einbau des Spoilers. Vielleicht kannst du (ähnlich wie beim Holiday von RS) leicht aussermittig anordenen.
Und direkt aus dem Profil herausschneiden. Muß mal zuhause die Skizze zum Aufbau heraussuchen.

Danke. Falko

falko1964
12.07.2014, 11:46
Hallo Steve,

habe die Beschreibung zum Holiday gefunden.
Dort heißen diese Klappen --> Störklappen.
So in der Art könnte ich mir das vorstellen.
Ich habe allerdings keine Ahnung ob Störklappen das Gleiche sind wie der Spoiler beim RES. ?????

Falko

st_canoe
12.07.2014, 14:45
Hallo Falco,

vielen Dank für den Vorschlag. Diese Klappen baut R.Schweißgut gerne in seine Modelle ein, da sie einfach herzustellen sind und ausgezeichnet wirken. Es gibt meiner Meinung nur einen Nachteil. Die Klappen sind schwer luftdicht hin zu bekommen. Es gibt durch den Spalt um die Klappen permanent einen Druckausgleich von Profiloberseite und Profilunterseite. Damit wird Auftrieb vernichtet und dass möchte ich ungern. Der Druckausgleich erklärt auch die gute Wirksamkeit dieser Klappen im offenen Zustand.

Ich werde auf jeden Fall Klappen einbauen, die in die Profiloberseite eingelassen sind und nur über eine Steigerung des Luftwiderstands wirken. Bei den AG04 Brettchen stehen allerdings an der angepeilten Stelle nur 8-9mm Balsa zur Verfügung. Das wird nicht ganz so einfach....

Danke nochmals und Grüße,

steve

st_canoe
16.07.2014, 21:24
Hallo zusammen,

letztes Wochenende hatte ich die Gelegenheit den Flieger unter Wettbewerbsbedingungen zu testen. Schon mal vorab, Zanzara hat sich gut geschlagen, ich weniger ;)

Fläche und Rumpf haben den Hochstart gut ausgehalten und nichts hat geflattert. Die Tragflächenbefestigung mit den Gummis hat auch keine Probleme gemacht. Das war das wichtigste Ziel. Sie fliegt sich sehr gutmütig, war bei schlechten Bedingungen gut zu kontrollieren und sehr langsam zu bewegen. Sie ist auch wendig genug um sehr kleine Aufwindfelder auszunutzen. Mit einem geübten Piloten an den Knüppeln könnte sie durchaus vorne mitfliegen. Dazu brauchts allerdings Spoiler, die beim Landen für die nötige Präzision sorgen.

Besser ginge es wie immer mit weniger Gewicht. Das lässt sich allerdings nur mit einer besseren Selektion der AG04 Brettchen erreichen, worauf man beim Kauf leider keinen Einfluss hat.

Jetzt fliege ich sie erst mal einige Zeit und versuche an leichtere Profilbrettchen zu kommen. Beim Hersteller sind die Brettchen in 120cm Länge erhältlich. Damit kann man problemlos einen 2m Flügel bauen.

Einige Bilder von Zanzara in der Luft reiche ich noch nach.

Grüße, steve
~

UweH
16.07.2014, 21:52
Einige Bilder von Zanzara in der Luft reiche ich noch nach.


Hallo steve, da kann ich ein bisschen aushelfen, hier ein paar Bilder vom Wettbewerb in Penzberg.
Zanzara fliegt wirklich sehr gut, hält die Beanspruchung im Wettbewerb klaglos aus und wenn man deutlich unter 500 Gramm bauen kann ist man sicher konkurrenzfähig.

Gruß,

Uwe.

P.S.: wie man sieht kann man auch ohne Spoiler gute Landewertungen hin bekommen, aber mit Spoiler trifft man auch die dazugehörige Zeitvorgabe genauer ;)


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falko1964
18.07.2014, 08:38
Hallo Steve,

wollte dich mal fragen wie du die grundlegende Geometrie des Seglers festgelegt hast.
Tragfläche leuchte mir noch ein - entsprechend der Regeln für RES (max. Spannweite).
Beim Rumpf habe ich keine wirkliche Idee. Eventuell würde ich mich an meinem KIS halten.
Vielleicht hast du mal eine kleine Skizze.

Danke, Falko.

st_canoe
19.07.2014, 11:00
Hallo Falko,

die Geometrie ist angelehnt an bekannte RES Modelle wie den Miles, SimplyRes und andere hier aus dem Forum. Angepasst und gemischt mit eigenen Ideen ist dieser Flieger entstanden.

Ich hab Zanzara in Vortex (http://www.flz-vortex.de/flz_vortex.html) eingegeben und zusätzlich einen "Rumpf" modelliert. Aus der angehängten Datei kannst Du alle Maße gewinnen. Das gläserne Modell sozusagen;)

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Hier noch einige technische Daten:

Spannweite: 1,93m
Länge: 1,14m
Gewicht 570g
Flächenbelastung 16g/dm²

Jetzt geht ich erst mal fliegen :)

Grüße, steve

cumulusxp
19.07.2014, 12:05
Zum Thema Störklappen und dem Vorschlag von Falko hatte ich grad eine Idee: man könnte doch die Flächen auf der Unterseite im Bereich der Störklappen einfach mit Folie bespannen. Dann muß da nur ein kleiner Ausschnitt für die Anlenkung rein. Vielleicht noch rechts und links von unten ein kleines Brettchen als Anschlag, mit dem üblichen Magneten zum zuhalten.
Ich denke das könnte klappen.

Schönen Gruß
Jörg

Dix
19.07.2014, 21:03
Wenn man auf die Spoiler eine steife Folie aufklebt, dann kann man die Klappen auch nachträglich beliebig vergrössern.

Bei echten den Flügel durchstoßenden Störklappen ist es praktisch nicht möglich, die Dinger wirklich gescheit dicht zu kriegen. Was im Maßstab 1:1 schon bescheiden bis garnicht klappt (Schleicher-Holzflugzeuge), kannst Du um Modellbaubereich erst recht haken. Zumindest, wenn Du die gleichen Anspüche stellst, wie bei den Großen. Also z.B. Leicht- und Freigängigkeit, Zuverlässigkeit, ...

st_canoe
20.07.2014, 21:29
Hallo zusammen,

vielen Dank für die guten Ideen. Ich werde allerdings kein Loch in die Fläche schneiden. Ich habs oben schon geschrieben, Druckausgleich zwischen Ober und Unterseite ist für jedes Flugzeug kontraproduktiv. Weiterhin möchte ich die Fläche nicht durch ein größeres Loch schwächen.

Mir schwebt momentan eine 1mm Sperrholzplatte vor, die in einer passend ausgefrästen Wanne liegt. Das Profil wird relativ bald nach der größten Dicke gerade und daher lässt sich das gute mit einer ebenen Platte machen. Aufgestellt wird die Platte entweder mit einem sehr kleinen Servo oder einem Zugdraht aus Nitinol. Der wird kürzer wenn Strom durch fließt und er sich erwärmt. Ob und wie das funktioniert muss ich noch testen. Mit dem Nitinol Draht habe ich schon gearbeitet. Damals hat ein Käfer seine Beine damit angehoben und ist so langsam gelaufen.

Grüße, steve

Sichel
05.03.2018, 16:59
Hallo Steve, darf ich kurz fragen welchen Anstellwinkel der AG04 Flügel
Ihrer Zanzara hat? Ich baue gerade einen Segler ähnlich dem Ur Amigo
mit einem AG04 Holz von Aigner, der Bericht über die Zanzara hat mich dazu inspiriert.
Mein Bericht ist in der Rubrik Retromodelle im Forum.

Vielen Dank und Grüsse,
Helmut

Sichel
05.03.2018, 22:06
Ah, ich hatte übersehen, dass die EWD in Post 14 erwähnt
ist, meine Frage hat sich also erledigt!

Gruss,
Helmut