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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zu Wölbklappen am Nuri



hotwinglet
21.08.2014, 11:38
1208737

Hatte meinen Pfeil 1 m . 25 ´Pfeilung , Zentralleitwerk, Hs 522 mit in Dänemark.

Bombe sag ich da nur. gerannt wie Teufel ! Wurde schon angesprochen wo es den käuflich gibt un dob da ein Kreisel drin ist......

Aber die Landung. ..... Vorab Modell hat nix abbekommen.

Geht nur wirklich tief reinkommen und hoffen das es passt. 10 Anflüge sind da nix , eher die Regel. Wenn so um die 6-8 Windstärken auf Hanstholm zublasen.

Meine anderen 2 Pfeile 1,4 m SPW. gingen auch gut, liegen satt in der Luft, denen fehlt die Agilität des Kleinen .

Mein Nächster soll also 1,2 m SPW haben und klappen zum Landen.

Wenn man mal sieht wie easy die Leitwerkler sehr hoch reinkommen , die Klappen fahren und super stabil im Schrittempo einlanden ( wo es einem die Hosen fast auszieht vor Aufwind) wird man schon mit seinem Renner etwas neidisch.

Ist ein Pfeil überhaupt so zum Landen zu bewegen ? Denn mein X-Mess hatte auch Klappen die aber nur bedingt wirksamwaren und sehr zeitverzögernd arbeiteten, was für eine Landung absolut nix ist.

Ein Pfeil soll es sein 25-30 `Pfeilung haben und natürlich gehen wie die Sau auf Schienen.

Oder muss der Flugspaß immer mit sehr aufregenden Landungen bezahlt werden?

Danke

Gruß
Andreas1208733120873412087351208736

Porkus
21.08.2014, 14:31
Die Leitwerkler bremsen halt durch "Butterfly", QR hoch und Klappen runter. Das geht bedingt auch beim 4 Klappen Nurflügler, z.B. mal beim Hai oder Killerhai anschauen.

Aber auch so ein 2 Klappen Holznuri hab ich irgendwie immer gelandet bekommen, der Vorteil beim Nurflügler ist ja, dass bei harten Landungen meist nix kaput geht :)

hotwinglet
21.08.2014, 15:15
Ja- sieht halt immer so aus als wenn man als Rüpel zur Landung ankommt und dann doch nix draus wrid ( ich mich nicht traue ) weils beim nächsten Anflug es vielleicht besser passt.

Will halt ungerne für die Landequalitäten auf einen Leitwerkler umsteigen wollen.

Weil mit einer Ziellandung was anpeilen is nicht. Wenns passt dann geht nix mehr auch wenn dann die Landezone ungeeignet und hart ist. Muss ja nicht sein..

Vielleicht gibts ja doch noch Hoffnung !

Chrima
21.08.2014, 15:48
Ist ein Pfeil überhaupt so zum Landen zu bewegen ? Denn mein X-Mess hatte auch Klappen die aber nur bedingt wirksamwaren und sehr zeitverzögernd arbeiteten, was für eine Landung absolut nix ist.

Ein Pfeil soll es sein 25-30 `Pfeilung haben und natürlich gehen wie die Sau auf Schienen.

Oder muss der Flugspaß immer mit sehr aufregenden Landungen bezahlt werden?



Hi Andreas

Das habe ich ja schon damals von Deinem Vespertilio berichtet.

Wenn es gut trägt kann man wohl bremsen, aber man kann keinen Auftrieb vernichten !
Und wenn ich dann noch Tiefe geben muss, verwölbe ich das Profil aussen auch noch und kreiere noch mehr Auftrieb.
Eben schön zu sehen beim Foto von Bernd (ganz unten!) (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/118410-12.-Nurflügeltreffen-2009?p=1348855&viewfull=1#post1348855)

Die Idee kam dann, die Klappen komplett nach oben zu fahren. Würde aber eine andere Anlenkung bedingen und habe ich deshalb auch nie probiert.

Am Hang flieg ich nun auch eh lieber Brettkonfiguration.
Du wirst dann auch noch auf den Geschmack kommen ! ;)

Grüsse
Christian

hotwinglet
21.08.2014, 16:02
Damit es schmeckt muss ein gutes Rezept her !

Haste da was von Dr. Oetker für mich?

Hab ehrlich gesagt noch kein Brett gesehen das klappentauglich ist. Die, die ich gesehen haben fielen in Kniehöhe immer ins Gras-- dazu brauchts auch kein Brett.

Bin noch lernfähig.

Chrima
21.08.2014, 16:08
Zu Beginn des Videos im Beitrag hier (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/79353-Ein-neues-Brett-entsteht!!!?p=3491722&viewfull=1#post3491722) sieht man, wie die Klappen fahren.
Und sie bremsen ! ;)
Auf richtig ernsthafte Bedingungen warte ich aber auch noch...

UweH
21.08.2014, 16:13
Vielleicht gibts ja doch noch Hoffnung !

Hallo Andreas, die Klappenwirkung beim Pfeil ist von der Pfeilung und der Streckung abhängig. Je nachdem was man mit den Klappen machen will, ob Höhenruder steuern, mehr Wölbklappenfunktion oder stärker bremsen muss man dann für das jeweilige Flugzeug die richtige Klappenlänge bestimmen. Das heißt es gibt bei dem Thema keine Pauschalaussage.
Beim X-mess wirken die inneren Klappen als Kombination von Wölbklappe und Trimmruder, für wirksamere Bremsen müssten sie länger sein oder noch besser die komplette Endleiste in 6 Klappen aufgeteilt, ein Leitwerker hat auch 4 Klappen im Flügel plus Höhenleitwerk.
Für einen 1,2 m Nuri lohnt der Aufwand mit den 6 Klappen nicht, da ist es wohl ausreichend die Wölbklappenfunktion einzuschränken und bei 4 Klappen die inneren als Bremsen zu optimieren.

Gruß,

Uwe

KurtHarders
21.08.2014, 18:46
Hallo Andreas,
bei meinem Hai2 haben die inneren Klappen bei 90° nach unten stark gebremst. Höhenruderausgleich war nicht erforderlich, der Hai wurde langsam und blieb steuerbar. Auch ein senkrechter Abstieg aus 50-100m Höhe war kein Problem, da die Bremse drastisch wirkte.
Bei meinem fast fertigen Hai3 habe ich 8 Klappen vorgesehen, innen will ich dadurch in 2 Stufen bremsen, aussen wollte ich einfach mal spielen :-).
Grüße, Kurt

Holger W.
21.08.2014, 19:07
'n Abend,

Wenn's um möglichst viel Widerstand zum Landen geht, wie wär's mit nem spreizbaren SLW (bei dem Vogel ganz oben) oder gegenläufig angelenkten Winglets (bei den anderen)?
Das wirkt momentenneutral und gibt den gewünschten Bremseffekt, ohne Dutzende von Klappen am Flügel abstimmen zu müssen.
H.

UweH
21.08.2014, 20:54
gegenläufig angelenkten Winglets (bei den anderen)?
Das wirkt momentenneutral und gibt den gewünschten Bremseffekt

Nö, guggst Du Wirkung von ausgeschlagenen Wingletklappen: http://www.zanonia-flyers.de/klappe2.htm


Die Wirkungsweise lässt sich einfach erläutern: Stellt Euch die WL´s in Flügelebene abgeklappt vor. Ein Ausschlag „nach oben“ (aufgestellt: „nach innen“) ergibt einen Höhen – Impuls und passt das WL an die Flugphase „Langsamflug/Hochauftrieb“ an. Umgekehrt gilt dasselbe.

Also nix momentenneutral.

Gruß,

Uwe.

Holger W.
22.08.2014, 06:02
Aha. Demnach müsste man ja mit gleichsinnigem Ausschlag der WLs den Nuri zum Rollen bringen kõnnen.

Hier geht es ja nun um das genaue Gegenteil dessen, was die Jungs da versucht haben, und ordentlich Widerstand gibts in jedem Fall. Und für die Anpassung der Sinkrate haben wir noch ein HR...
H.

UweH
22.08.2014, 08:47
ordentlich Widerstand gibts in jedem Fall.


Hallo Holger, das bezweifle ich beim Pfeil. Um viel Widerstahnd zu erzeugen kann man große Flächen als Speedbrakes in den Wind halten oder die Zirkulationsverteilung ordentlich verbiegen. Da an den Winglets die Zirkulationsstärke wegen der elliptischen Verteilung aber stark abnimmt ist auch der erzielbare Widerstandszuwachs durch Wingletklappen geringer als am Innenflügel, dazu kommen noch Schränkungseffekte die das Abrißverhalten beeinflussen.
Ich würde mit dem Innenflügel bremsen, nicht mit den Winglets.
Das schwanzlastige Moment der nach innen ausgeschlagenen Wingletklappen mit Tiefenruder auszugleichen und damit Widerstand und Zusatzauftrieb zu erzeugen wäre aber mal einen Versuch wert, aber dann mit mehr als nur den Außenklappen.

Das Spreizruder ist übrigens auch beim Brett nicht ganz momentenfrei und es wurde schon versucht das positiv zu nutzen, z.B. Peter Wick hat dazu Versuche gemacht. Ein Zusatzwiderstand der ein schwanzlastiges Moment erzeugt wie das Spreizruder kann durch die Flügelklappen mit Tiefenruder ausgeglichen werden. Das Tiefenruder wirkt in dem Fall wie eine Wölbklappe und erhöht den Maximalauftrieb, was als Landehilfe ja ausdrücklich gewünscht ist und beim Brett sonst fehlt. Leider war die Wirkung im Vergleich zum Bauaufwand eines flatterfreien Spreizruders zu gering.
Bei 2 innen liegenden Seitenrudern die gegensinnig sehr stark ausschlagen funktioniert zumindest die Bremswirkung recht gut, wie man an den damit fliegenden Fauvels sieht.

Gruß,

Uwe.

Porkus
22.08.2014, 09:06
Mach ne Karniggel-Landung, die geht überall auch mit 2 Klappen, hab sogar Ziellandewettbewerb damit gewonnen, da ham die Leitwerkler gestaunt :)

Man schlägt im Endanflug Haken wie ein Karniggel und nutzt den höhen Widerstand bei hohem Auftrieb durch Höhe ziehen. Erst mit 90° Kurven hart runterbremsen, dann sanfte 45° Kurven vor der Landung, die Flugbahn etwa so wie ein Slalom Skifahrer.

Braucht ein wenig Übung in Sicherheitshöhe, aber die Nurflügler-Piloten haben eh mehr drauf :p

P.S: oder so landen, is ja auch ein Nurflügler
http://www.mailsoft.com/FSX_SpaceShuttle/spaceshuttle_8.jpg

Chrima
22.08.2014, 10:23
Das Tiefenruder wirkt in dem Fall wie eine Wölbklappe und erhöht den Maximalauftrieb, was als Landehilfe ja ausdrücklich gewünscht ist und beim Brett sonst fehlt.

Hi Uwe

Tja da schreibst Du genau das Gegenteil, von dem was ich mit der Vespertilio bei Starkwind erfahren habe... :confused: betreffend dem "erwünscht".

Schlussendlich kommt es eben auch auf den Hang und seine Landemöglichkeiten an.
Wenn ich mit einem voll ballastierten Besenstil in der ruhigen (?) Leeseite des Hanges landen muss, bin ich froh, wenn ich mit ganz wenig Butterfly den Auftrieb erhöhen kann um ihn langsamer aufsetzen lassen zu können.

Wenn man aber bei Starkwind auf der Luvseite runter muss, und da kenne ich mehrere Hänge, wo das in den Bergen der Fall ist, dann brauche ich einfach einen "Anker" und keinen zusätzlichen Auftrieb.
Mit WK auf beinahe 90° ist dann sicher hilfreich, da habe ich auch schon dort meinen Flieger runter geholt für einen Reflight, wo sie jetzt den neuen F3F-Rekord flogen. Nur die auf tief stehenden QR beim Pfeil wären dann eben wieder kontraproduktiv.

Grüsse
Christian

UweH
22.08.2014, 10:38
Hallo Christian, erwünscht ist ein hoher Zusatzwiderstand für stärkeres Sinken und höherer Maximalauftrieb für niedrige Landegeschwindigkeit. Bei den Leitwerkern bringt das Butterfly beides, deshalb bremsen die damit so gut.

Auch beim X-mess störte mich dass man mit den 4 Klappen zwar den Auftrieb erhöhen und die Mindestgeschwindigkeit damit senken konnte, aber dabei fahren für das Momentengleichgewicht alle Klappen runter und der Widerstandszuwachs war nur sehr gering, das Ding wollte wie Dein Vespertilio einfach nicht runter.
Ideal wäre der Anker wenn man mit den Bremsen die Gleitleistung drastisch verschlechtern kann und den Flieger durch den Zusatzauftrieb auf den Kopf stellen ohne dass er wesentlich schneller wird, so machen es auch die Butterlfly-Leitwerker.

Für Langsamflug braucht man viel Auftrieb, nicht mehr Widerstand.
Mehr Widerstand bringt schlechtere Flugleistung, aber außer im ballistischen Flug keine niedrigere Fluggeschwindigkeit.
Das ist doch genau dass Problem der Bretter mit Butterflybremsen, sie fallen schneller, fliegen dabei aber nicht wirklich langsamer.

Gruß,

Uwe.

Porkus
22.08.2014, 11:29
Das ist doch genau dass Problem der Bretter mit Butterflybremsen, sie fallen schneller, fliegen dabei aber nicht wirklich langsamer.

Wenn man bei Hangaufwind landen will ist es garnicht schlecht wenn das Modell etwas steiler reinkommt, geht beim Killerhai recht gut mit Butterfly.

Das Problem ist nur, das man viel Ruderwirkung verliert, gerade bei Wind und Turbulenzen ungünstig. Also lande ich meist nur bei ruhigem Wetter mit Butterfly und brems bei Wind mit scharfen Kurven runter.

UweH
22.08.2014, 11:35
Mach ne Karniggel-Landung, die geht überall auch mit 2 Klappen, hab sogar Ziellandewettbewerb damit gewonnen, da ham die Leitwerkler gestaunt :)

Man schlägt im Endanflug Haken wie ein Karniggel und nutzt den höhen Widerstand bei hohem Auftrieb durch Höhe ziehen. Erst mit 90° Kurven hart runterbremsen, dann sanfte 45° Kurven vor der Landung, die Flugbahn etwa so wie ein Slalom Skifahrer.

Braucht ein wenig Übung in Sicherheitshöhe, aber die Nurflügler-Piloten haben eh mehr drauf :p


Ach ja, das Karniggel :D...kannte ich noch nicht, danke, ich werd das mal ausprobieren ;)

Beim Bremsfallschirm macht mir die fehlende 2. Chance bei verpatzem Landeanflug Bauchgrummeln, aber das Shuttle bremst ja auch mit dem hohen Anstellwinkel, das kennen Brettpiloten so ähnlich auch als Hyperstall und funktioniert bei großem Platz und wenig Verwirbelungen annehmbar. Ich hab das am Montag mit dem Minirock am turbulenten Hang mit kleinem Landefeld wieder mal probiert, aber trotz Tütenwirbeln durch die wie beim Shuttle gepfeilte Nase keine Chance damit durchs Lee runter zu kommen :(

Gruß,

Uwe.

Holger W.
22.08.2014, 12:26
So ein Shuttle hatte übrigens nicht nur einen Bremsfallschirm, sondern auch ein spreizbares Seitenruder...
;)

Chrima
22.08.2014, 13:01
Hallo Christian, erwünscht ist ein hoher Zusatzwiderstand für stärkeres Sinken und höherer Maximalauftrieb für niedrige Landegeschwindigkeit. Bei den Leitwerkern bringt das Butterfly beides, deshalb bremsen die damit so gut.

Auch beim X-mess störte mich dass man mit den 4 Klappen zwar den Auftrieb erhöhen und die Mindestgeschwindigkeit damit senken konnte, aber dabei fahren für das Momentengleichgewicht alle Klappen runter und der Widerstandszuwachs war nur sehr gering, das Ding wollte wie Dein Vespertilio einfach nicht runter.
Ideal wäre der Anker wenn man mit den Bremsen die Gleitleistung drastisch verschlechtern kann und den Flieger durch den Zusatzauftrieb auf den Kopf stellen ohne dass er wesentlich schneller wird, so machen es auch die Butterlfly-Leitwerker.

Für Langsamflug braucht man viel Auftrieb, nicht mehr Widerstand.
Mehr Widerstand bringt schlechtere Flugleistung, aber außer im ballistischen Flug keine niedrigere Fluggeschwindigkeit.
Das ist doch genau dass Problem der Bretter mit Butterflybremsen, sie fallen schneller, fliegen dabei aber nicht wirklich langsamer.

Gruß,

Uwe.

Hallo Uwe

Ha ha, wie immer hast natürlich nur Du recht. ;)

Nur dass ich eben für mich ganz persönlich bei gutem AUFwind am Hang keinen zusätzlichen AUFtrieb am Flieger brauche.
Und die Landegeschwindigkeit ist bei mir auch immer grösser wie die Windgeschwindigkeit, also nicht minimal. (wir sprachen von Starkwind und Luvseite)
Aber wie schon gesagt, jeder hat da seinen eigenen Hang in der Vorstellung und die sind logischerweise nicht die Selben.

(warum habe ich nur einen StrongSpeed aufgebaut, wo doch der StrongThermik mehr Auftrieb hätte... :rolleyes:)


Und tschüss!

Christian

NochSoEiner
22.08.2014, 15:46
Ich möchte an dieser Stelle mal einfach so diese Idee in den Raum werfen:

Wenn es nur um die Landung geht, wie wären denn Bremsklappen auf der Oberseite, so wie sie in RES Modellen zum Einsatz kommen? Die sind einfach zu bauen, bleiben nicht im Gras hängen und können beliebig groß dimensioniert werden. Sowas habe ich mir bei meinen Landungen am Hang auch schon oft gewünscht. Vor allem bei Windstärke >6 in Dänemark.

Gruß
Arne

UweH
22.08.2014, 20:01
Ha ha, wie immer hast natürlich nur Du recht. ;)

Hallo Christian, das ist doch Quatsch.

Aber Du hast natürlich damit Recht dass jeder am Hang anders landet und wenn man im Luv gegen starken Wind eindrehen kann, dann braucht man oft gar keine oder nur minimale Landehilfen und dafür vielleicht bessere Manövrierbarkeit.
Mir ging es um so eine Landetechnik wie hier bei einem F3J, ich habe sowas noch nie in dieser Form bei einem Nurflügel gesehen und dazu genügt es nicht nur mehr Widerstand zu erzeugen, dazu braucht man auch mehr Auftrieb damit der Flieger beim auf den Kopf stellen nicht schnell wird:

http://vimeo.com/22931010


http://vimeo.com/22931010

oder noch extremer hier und dazu noch mit Erklärungen zu den Klappenwirkungen beim Leitwerker:

https://www.youtube.com/watch?v=p6RHAx100sk


https://www.youtube.com/watch?v=p6RHAx100sk

So würde ich mir das Bremsen auch bei Nurflügeln wünschen, incl. individuelle Abstimmbarkeit der Klappenwirkung.
Beim Pfeil hat man nach meiner persönlichen Meinung bessere Chancen ähnliches zu erreichen als beim Brett, aber nicht mit der Klappenkonfiguration von X-mess oder Vespertilio.

@Arne: ich habe diese für RES typischen Spoiler in meinem ARES Pfeilnurflügel, die funktionieren zur Verschlechterung des Gleitwinkels brachial, aber auch hier wird der Flieger nicht langsam und was das bedeutet sieht man am Ende dieses Videos etwa ab 2:45

http://vimeo.com/44282043


http://vimeo.com/44282043


Gruß,

Uwe.

Pfeiffer
23.08.2014, 08:42
Hallo Andreas,

hab ein Kind auf dem Arm, deshalb nur Steno. Die WK müssen beim Bremsen um 80° nach unten ausschlagen, dann bremst es auch vergleichbar. Im Wettbewerb treffe ich jedenfalls sehr häufig den inneren Landekreis. 6 Klappen bremsen übrigens noch besser als vier. Aber vier geht aber auch.

Viele Grüße Bernd

hotwinglet
23.08.2014, 18:16
Und wie wäre es mit einer Drehbbremsklappe in Wölbklappengröße?

Hat das schon mal jemand versucht?

Gruß
Andreas

Porkus
25.08.2014, 13:06
Und wie wäre es mit einer Drehbbremsklappe in Wölbklappengröße?

Hat das schon mal jemand versucht?

Gruß
Andreas

Gibt es auch, Sirion von Gerten hatte sowas mal. Das Problem ist wie immer beim Nuri, dass die Höhenruderwirkung ausgeglichen werden muss, gut Frage ob sich der Aufwand lohnt.

Mit etwas Geschick braucht man das alles nicht, Widerstand läßt sich ganz einfach mit dem Höhenruder erzeugen. Zieht man Höhe erhöht sich der Auftrieb, z.B. 1 kg Gewicht und 3 kg Auftrieb wären 3g Lastvielfaches. Der Widerstand steigt deutlich, ich glaub sogar mehr als Auftrieb, is auch egal, es bremst wie die Sau...
Da man ja keine Loopings im Endanflug machen will legt man das Modell in die Kurve, entweder fliegt man einen Vollkreis oder hin und her (Karniggellandung). Die Gefahr ist hier ein Strömungsabriss (High-Speed-Stall, gerissene Rolle), je langsamer das Modell wird, desto weniger darf man ziehen, mit etwas Übung in großer Höhe aber leicht zu lernen. Geht auch am Hang im Luv, man kommt schnell rein, bremst mit einem Vollkries runter und schlägt vor der Landung noch 2-3 Haken, die Restenergie geht in die Grashalme.

NochSoEiner
25.08.2014, 13:18
@Arne: ich habe diese für RES typischen Spoiler in meinem ARES Pfeilnurflügel, die funktionieren zur Verschlechterung des Gleitwinkels brachial, aber auch hier wird der Flieger nicht langsam und was das bedeutet sieht man am Ende dieses Videos etwa ab 2:45


Hallo Uwe,
Schöne Lanschaft hast Du da zum Hangfliegen. Da bin ich als Norddeutscher "Flachländer" ein bißchen neidisch.

Ich erkenne auf dem Video, dass der Flieger mit den Klappen im Landeanflug nach unten gedrückt wird, ohne viel Fahrt zu verlieren. Ich weis nicht genau, wie sich die "RES" Klappen verhalten, aber Ähnliches habe ich bei meinem Hawk und meinem Merlin mit hochgestellten Querrudern beobachtet. Mit diesen Fliegern kann ich das runter drücken in ein bremsen umwandeln, indem ich kurz ein wenig Höhe ziehe. Der Flieger nimmt dann die Nase hoch und sinkt aber wegen der QR trotzdem weiter. Nach ein wenig Übung kann ich mitlerweile meinen Hawk im Schleichflug mit dem Heck zuerst auf der Wiese parken. Natürlich bremst das nicht so gut, wie 80 Grad Wölbklappen, aber es reicht, um den Hawk sicher runter zu kriegen.

Geht das mit deinem Nuri auch?

Viele Grüße
Arne

hotwinglet
25.08.2014, 13:49
Mit viel Höhenruder kann man den Pfeil schon langsam machen. Nur er baut keine Höhe ab !

UweH
25.08.2014, 15:25
Der Flieger nimmt dann die Nase hoch und sinkt aber wegen der QR trotzdem weiter. Nach ein wenig Übung kann ich mitlerweile meinen Hawk im Schleichflug mit dem Heck zuerst auf der Wiese parken. Natürlich bremst das nicht so gut, wie 80 Grad Wölbklappen, aber es reicht, um den Hawk sicher runter zu kriegen.

Geht das mit deinem Nuri auch?


Hallo Arne,

das geht mit Spoilern bei einem Nurflügel auch und für die RES-Landung in der Ebene wird der ARES auch so eingestellt. An dem Hang im Video muss ich über eine Baum- und Buschreihe wenn ich zum landen von hinten anfliege und dann steil runter um nicht wieder über die Hangkante hinaus zu schießen, dabei kann ich den Flieger nicht gut langsam ziehen. Ich habe dort oft auch Focus und Pace VX geflogen, die kann man mit Butterfly besser auf den Kopf stellen und sie werden vor dem aufsetzen nicht so schnell wie meine dort eingesetzten Nurflügel.
Den Strong Mini hab ich dort ähnlich ausgehungert wie Porkus das vorschlägt, nur ohne Karniggelhaken, aber der Anflugraum ist voller Büsche und einzelner kleiner Bäume, die Landefläche ist sehr klein, da ist eine gute Landung eher Glücksache weil man keinen Platz zum Haken schlagen hat.

Gruß,

Uwe.

Tucanova
25.08.2014, 16:12
das heißt also - zumindest für Bretter:
Drehbremsklappe und/oder Bremsklappe oben gehen beide, vernichten aber Auftrieb. Ergo: Flieger wird schneller. Da kann ich je noch Konfiguration mit den Querruder außen gegenhalten, was den Anstellwinkel erhöht und wieder für mehr Auftrieb sorgt, also die Fluggeschwindigkeit wieder etwas senkt. Alles in Allem wird die Kiste am Ende stärker sinken aber wohl kaum langsamer werden. Das ist fliegbar, muss aber für Hanglandungen eingeübt sein...
Karl-Heinz

Westwindpilot
28.08.2014, 08:30
Hallo zusammen

Vielleicht eine dumme Frage:
Könnte man nicht mit Störklappen Nurflügler abbremsen?
Oder ist dort das Problem mit den Einbauhöhen und dem kaum vorhandenen Platz im Flügel?

Gruss
Pablo

UweH
28.08.2014, 08:47
Vielleicht eine dumme Frage:
Könnte man nicht mit Störklappen Nurflügler abbremsen?

Hallo Pablo,

es gibt keine dummen Fragen, aber es gibt dumme Antworten, die untere ist wieder mal so eine ;)

Störklappen wirken genauso wie die oben beschriebenen Spoiler der RES-Modelle: sie verschlechtern den Gleitwinkel, aber bremsen nicht im Sinne einer verringerbaren Fluggeschwindigkeit. Die Einauhöhe und Platz im Flügel ist nicht kritisch weil die Einbauposition nicht kritisch ist. Sie wirken fast immer kopflastig wenn sie wie üblich nach oben ausfahren, das wird mit Höhenruderzumischung kompensiert.

Will man das Probelm lösen, sollte man sich dem Thema systematisch nähern und erst mal überlegen wie die gute Butterflywirkung beim Leitwerker überhaupt zustande kommt. Warum kann man einen Leitwerker auf den Kopf stellen ohne dass er stark beschleunigt, aber einen Nurflügel nicht? Dabei muss man Brett und Pfeil unterschiedlich betrachten, weil die Steuerung bei den beiden aus aerodynamischer Sicht unterschiedlich funktioniert.

Gruß,

Uwe.

Tucanova
28.08.2014, 12:04
Störklappen, die nach oben ausfahren wurden in der manntragenden Fliegerei erfunden, um die Geschwindigkeit im Sturzflug (nach Orientierungsverlust in einer Wolke) zu begrenzen und damit zu verhindern, dass es ein Flugzeug "zerlegt". In der Folge wurden und werden sie auch benutzt, um die Sinkgeschwindigkeit zu erhöhen. Die Geschwindigkeit im Sturzflug begrenzen können sie auch beim Nuri - aber mit 100 km/h wollte ich nicht landen. :D
Alles, was Auftrieb beim Nurflügel vernichtet, macht den Flieger schneller! :p Dafür erhöht sich in Normalfluglage die Sinkgeschwindigkeit.
Also muss das Alles zusammenpassen, Sinken, Fluggeschwindigkeit und das Landefeld :D Ein Einschweben in Schrittgeschwindigkeit dürfte es beim Brett mit Störklappen nach oben wohl kaum geben.... :cry: es sei denn ab Windgeschwindigkeiten so ab 15 m/sec von vorne...
Karl-Heinz