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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Baubericht: "Long Cabin"



hollyglane
30.08.2014, 19:37
...Plan ist da, Holz ist da, Lust ist da - also warum auf den Herbst warten. Draußen sieht es ja eh schon so aus :-(

Ich werde mal versuchen, euch an meinen Bastelleien teilhaben zu lassen und dabei noch den einen oder anderen Tipp von den "Exbärden" zu bekommen. Bisher habe ich hier immer nur gelesen und mächtig Spaß gehabt - jetzt bin ich auch mal dran. Werde also immer mal wieder vom Baufortschritt berichten - vielleicht interessiert es ja den Einen oder Anderen.

Schon wäre, wenn parallel noch jemand mitbaut - wie sieht`s aus??

Eins vorweg: Gebaut wird der/die "Long Cabin" nach einem alten Plan, den ich mir bei outerzone besorgt habe. Die Puristen werden es vermutlich nicht verstehen - ich habe NICHT vor, das Modell streng nach Plan zu bauen, sondern habe vor, einige Dinge anders zu machen. z.B.:
- geschraubte Flächen - keine Gummis
- Flächenmittelteil, entsprechend etwas andere Form des hinteren Rumpfs
- Elektroantrieb
... aussehen soll er aber trotzdem wie ein Oldie...

...und ich fürchte, es wird mitten drin wohl auch immer wieder mal Pausen geben...

Heute habe mit den Flächenrippen angefangen:


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...und gleich die erste Frage: Laut Plan soll zum Erreichen der V-Form an beiden Flächenenden 20,5cm unterlegt werden. Müßte doch i.O. sein, wenn ich das zumindest auf 18cm reduziere, oder? Ist immer noch ganz schön happig...(siehe mittleren Flächenholm)


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Gruß,
Holger

Patrick Kuban
31.08.2014, 15:44
Hallo Holger,


Laut Plan soll zum Erreichen der V-Form an beiden Flächenenden 20,5cm unterlegt werden. Müßte doch i.O. sein, wenn ich das zumindest auf 18cm reduziere, oder?

Der Unterschied zwischen 10° und guten 9° pro Seite ist nicht wirklich bedeutsam.

servus,
Patrick

stufra
01.09.2014, 18:27
Hallo Holger!

Gratulation zu deiner Entscheidung einen Oldy nach Plan zu bauen.

Ich habe auch schon etliche auf diese Art und Weise produziert.
Die erste Bastelarbeit beginnt ja schon damit, den Ausdruck von Outerzone zusammenzukleben.:)
Mich fasziniert vor allem wenn man sämtliche Teile selbst herstellen muss und daraus Schritt für Schritt ein dreidimensionales Gebilde entsteht, welches zu guter Letzt auch noch besser fliegt, als man es erwartet hatte.
Auch ich habe meistens Abänderungen gegenüber dem Plan vorgenommen, vorallem dann, wenn die Modelle damals für Freiflug konstruiert wurden. Da schadet unter anderem ein ordentlicher Kastenholm und eine verringerte V-Form nichts.

Viel Spass und Ausdauer bei deinem Projekt.
Freue mich schon auf die nächsten Fotos.

Viele Grüße
Franz

hollyglane
03.09.2014, 21:51
Franz: Danke für die aufmunternden Worte...

Wie zu erwarten, geht es bei mir eher schleppend voran. Das wird sich auch wohl in den nächsten Monaten nicht grundlegend ändern - Familie, Job, sch.. Garten usw. Also bitte nicht wundern. Egal, bin trotzdem ein wenig voran gekommen...

Nasen/Endleisten vorbereitet...


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Flächenholme vorbereitet...


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...und die ersten Rippen verklebt...


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Habe heute mal etwas in die Zukunft gedacht - würde den Flieger am Ende gerne mit "Koverall" überziehen. Wie ich irgendwo gelesen habe, muß man dazu ja als Erstes das Holz bearbeiten um die Poren zu versiegeln. Was nimmt dafür am besten, um das Holz im selben Schritt auch schon etwas abzudunkeln - sieht sicher besser aus unter der hellen Bespannung.

Gruß,
Holger

Patrick Kuban
03.09.2014, 23:36
Hallo Holger

Du beizt zuerst das unbehandelte, nur überschliffene Holz dunkel, grundierst danach. Alternativ kannst Du auch den PoFü einfärben, zB mit Deinen Humbroldöschenresten. Trocknen lassen, schleifen, nochmal grundieren, nicht mehr schleifen. Dann das Koverall mit Azeton festtupfen, anföhnen, den Lack aufsprühen, nicht streichen, weil's Dir sonst die dunkle Grundierung verschmiert.

Ich hatte mich an anderen Stellen schon über Spannlack und auch über Koverall ausgelassen, such da mal nach. (Ich sitz hier gerade unter der Wasserkuppe und tipp auf'm Taschenhirn, das macht ned soo'n Spass ;-/ )

Servus,
Patrick

stufra
04.09.2014, 20:45
Hallo Holger

Du beizt zuerst das unbehandelte, nur überschliffene Holz dunkel, grundierst danach. Alternativ kannst Du auch den PoFü einfärben, zB mit Deinen Humbroldöschenresten. Trocknen lassen, schleifen, nochmal grundieren, nicht mehr schleifen. Dann das Koverall mit Azeton festtupfen, anföhnen, den Lack aufsprühen, nicht streichen, weil's Dir sonst die dunkle Grundierung verschmiert.

Ich hatte mich an anderen Stellen schon über Spannlack und auch über Koverall ausgelassen, such da mal nach. (Ich sitz hier gerade unter der Wasserkuppe und tipp auf'm Taschenhirn, das macht ned soo'n Spass ;-/ )

Servus,
Patrick

Dabei hat es mich einmal ordendlich erwischt.
Ich habe den Klebelack bzw. Porenfüller mit braunen Pikmenten eingefärbt, damit nach der Bespannung das dunkle Holz der Rippen gut zur Geltung kommt.
Dann habe ich Koverall daraufgelegt und schön mit Aceton auf den Klebestellen eingestrichen. Genau was Patrick erwähnt hat, habe ich dabei falsch gemacht.
Aceton hat den brauen Klebelack angelöst und durch die Bespannung gezogen. Alles war verschmiert und unansehnlich. (habe gestrichen anstatt nur getupft.)
Weil es eh schon wurscht war, habe ich auch den Spannlack etwas eingefärbt und die ganze Bespannung kreuz und quer gestrichen.
Daraus entstand eine neue Kreation: "Antik-Brutal"
und so schaut das dann aus.
Egal, zum herumgurken genügt es und fliegen tut sie nicht schlecht die Sablatnik, nach FMT Bauplan gebaut.
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Viele Grüße
Franz

hollyglane
06.09.2014, 18:49
Franz: ...das Unglück sieht aber nicht schlecht aus - schön antik.

…so, weiter geht es mit dem Randbogen und der nach außen hin schmaler werdende Fläche. Für einen Anfänger wie mich schon eine neue Herausforderung. Die Nasenleisten der lediglich ZWEI Flächen, die ich bisher selber gebaut habe, waren komplett gleichmäßig dick und exakt so lang wie die gegenüber liegende Endleiste – also alles schön hässlich im rechten Winkel. Ich fange einfach mal an – der Weg ist das Ziel.

Einzelstücke des Randbogens grob ausgeschnitten (immer alles im Doppelpack für die andere Flächenhälfte) und miteinander verleimt – später wird alles genau verschliffen.


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Als nächstes werden die restlichen, immer kleiner werdenden Rippen geschnitten (sind leider im Plan in ihrer Kontur nicht abgebildet).

Wer grobe Fehler sieht oder weiß wie es besser geht - bitte aufschreien !!

hollyglane
07.09.2014, 12:08
Hallo Patrick,

danke für deinen Tipp. Habe aber irgendwo gelesen, dass Balsaholz eine Behandlung mit Beize nicht gut verträgt. Du hattest kein Problem? Weiterhin kam irgendwo der Tipp, dass jemand sein Holzgerippe mit Kaffee eingerieben hat um es abzudunkeln ?!?!

Das Verkleben des Koverall machen viele übrigens einfach mit Leim. An den Rändern rundherum auftragen, antrocknen lassen und dann das Vlies mit dem Bügeleisen aufkleben. Die Ergebnisse sehen sehr gut aus – allerdings auf unbehandeltem Holz. Auf dunklem Holz könnte ich mir vorstellen, dass der Leim mehr auffällt.

…aber bis ich soweit bin vergeht noch viel Zeit…:cry:

hastf1b
07.09.2014, 13:24
Als nächstes werden die restlichen, immer kleiner werdenden Rippen geschnitten (sind leider im Plan in ihrer Kontur nicht abgebildet).



Wenn du einen Kopierer hast der vergrößern und verkleinern kann, kannst von der Mittelrippe die entsprechenden Verkleinerungen herstellen.
Lohnt sich in jedem Fall.

Seit einiger Zeit bringe ich das Polyester Vlies mit dem abgebildeten Klebestift auf. Auftrag wie beim Leim antrocknen lassen Vlies aufbügeln. Ist vollkommen transparent. Kannst ja mal Versuche machen.

Heinz

stufra
09.09.2014, 08:22
Ich habe bei meinem derzeitigen Projekt, der "Jige Nyou" folgende Methode angewendet die Rippen maßstäblich zu verkleinern:
Die Hauptrippe sollte senkrecht auf einem A4 Blatt platz haben. Diese wurde eingescannt und mit meinem uralten CorelDraw 4 verkleinert. Maßstab auf Milimeter eingestellt, Rippen mit der Maus (am Eckpunkt fassen) hingezogen und danach platzsparend am Blatt positioniert. Die Ausschnitte für die Holme müssen allerdings vom Naturmaß abgenommen werden.
Franz

aibex
09.09.2014, 09:00
Hi Holger,

ich freue mich immer wieder wenn ich Bauberichte entdecke. Umso mehr freue ich mich wenn diese von schönen Bildern begleitet werden. Umso weniger freue ich mich wenn ich diese Bilder nicht anschauen kann. Aus Sicherheitsgründen sind auf meiner Arbeit externe Uploadplattformen gesperrt, also in den Pausen mal schnell den Baubericht anschauen ist nicht. Es wäre nett wenn du die Bilder auch bei RCN einstellen würdest.

Besten Dank

hollyglane
09.09.2014, 11:58
Ich habe bei meinem derzeitigen Projekt, der "Jige Nyou" folgende Methode angewendet die Rippen maßstäblich zu verkleinern:
Die Hauptrippe sollte senkrecht auf einem A4 Blatt platz haben. Diese wurde eingescannt und mit meinem uralten CorelDraw 4 verkleinert. Maßstab auf Milimeter eingestellt, Rippen mit der Maus (am Eckpunkt fassen) hingezogen und danach platzsparend am Blatt positioniert. Die Ausschnitte für die Holme müssen allerdings vom Naturmaß abgenommen werden.
Franz

...ja Franz - auf die Art mache ich es auch. Nutze dazu noch eine Asbach-Version vom Pagemaker....


...was die Bilder betrifft: Mal sehen - weiß garnicht wie das Hochladen im Forum läuft. Für mich ist die Variante mit der Auslagerung eigentlich ideal - habe dort immer alle Bilder und kann von überall dran und auch bei Bedarf anderweitig verteilen. Möchte das eigentlich nur ungern umstellen.
Gruß,
Holger

aibex
09.09.2014, 12:06
Möchte das eigentlich nur ungern umstellen.


Musst du ja auch nicht. Ich glaube jedenfalls dass ich nicht der einzige bin bei dem am PC auf der Arbeit solche externen Uploadplattformen gesperrt sind. Und wenn du in 5 Jahren vielleicht deinen Upload-Account löschst dann wird dieser Thread sinnfrei, da dann die Bilder weg sind.

Insofern: your choice.

Trotzdem weiterhin viel Spass beim Bau.

Eckart Müller
10.09.2014, 10:52
(...) weiß garnicht wie das Hochladen im Forum läuft. (...)
So geht das (http://www.rc-network.de/forum/content.php/152-Bilder-im-Forum-hochladen)!
Und um es noch mal zu wiederholen: Es ist extrem frustrierend für jeden User, wenn nach einer gewissen Zeit nur noch leere Platzhalter statt der Bilder angezeigt werden, oder, was ebenso ärgerlich ist, ein Link ins Leere führt (Beispiel (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/7868-Mystery-ARF-von-Fliegerland))!
All das kann nicht passieren, wenn die Bilder bei :rcn: hochgeladen werden.

hollyglane
11.09.2014, 20:43
OK - eure Einwände in Bezug auf die Bilder sind ja nicht von der Hand zu weisen - ich will dann mal versuchen,
die zukünftigen Bilder hier direkt einzustellen. An den bisher Eingestellten kann ich nichts mehr ändern. Vielleicht kann der Eckart ja noch was drehen…

.
…so, habe jetzt die Randbögen und die letzten Rippen fertig gestellt.
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Momentan alles noch etwas wabbelig – aber es kommen ja noch die oberen Holme, die Nasenleisten und die oberen Beplankungen. Damit und der anschließenden Bespannung hoffe ich, erhält die Fläche dann die ausreichende Steifigkeit.

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Lieben Gruß,
Holger

stufra
13.09.2014, 18:15
Wenn du einen Kopierer hast der vergrößern und verkleinern kann, kannst von der Mittelrippe die entsprechenden Verkleinerungen herstellen.
Lohnt sich in jedem Fall.

Seit einiger Zeit bringe ich das Polyester Vlies mit dem abgebildeten Klebestift auf. Auftrag wie beim Leim antrocknen lassen Vlies aufbügeln. Ist vollkommen transparent. Kannst ja mal Versuche machen.

Heinz

Hallo Heinz!

Ich habe das Koverall zum 1. Mal mit deiner geschilderten Methode (Klebestift) aufgebracht.
Das funktioniert ganz toll!!!!
Damit erspare ich mir das Anrühren des Klebelackes und das Einstreichen mit Aceton.
Vor dem Spannen habe ich diese Klebeflächen zur Sicherheit einmal mit Spannlack gestrichen.
Das hält sehr gut.
Danke für den wirklich genialen Tipp.

Viele Grüße
Franz

hollyglane
13.09.2014, 18:25
...schön zu hören Franz. Habe mir nach dem Tip vom Heinz auch einfach mal 3 Sticks davon bestellt. Schon die Tatsache, dass ich mir die Schmiererei beim Verreiben der Leimschnecke sparen und mit dem Stick sauber auftragen kann hat mich neugierig gemacht. Wird wohl nächste Woche kommen und werde dann mal probieren.

Danke euch Beiden und ein schönes WE,
Holger

hollyglane
19.09.2014, 00:22
…in den letzten Tagen ist nicht so viel passiert – das Wetter war einfach zu gut.

Habe aber trotzdem etwas Zeit gefunden, um die Nasenleisten und die 2mm Beplankung zu verkleben.

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Danach gab es ordentlich Staub - SCHLEIFEN war angesagt. Gott sei Dank habe ich mir letztes Jahr einen Schleifklotz vom Perma-Grit zugelegt. Eine der besten Investitionen – super effektiv und auf Holz unverwüstlich. Auf Dauer gesehen, kann da von „TEUER“ sicher keine Rede sein.

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Jetziger Stand der Dinge:

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Als nächstes werde ich mich an den Rumpf machen. Habe noch keine Ahnung wie genau. Da ich die Flächen ja nicht mit Gummis sondern mit Nylonschrauben befestigen möchte, werde ich anstatt der klassischen, reinen Stäbchenbauweise wohl Spanten im Rumpf verbauen müssen. Da ich eh damit rechne, im vorderen Flieger Zusatzgewichte zu benötigen, kommt es auf etwas mehr Gewicht vor dem Schwerpunkt wohl nicht so an.
Thema Schwerpunkt: ….hat jemand zufällig ne Info wo der genau liegt? Im Plan ist nichts eingezeichnet und im Netz habe ich auch nichts gefunden. Versuche mich wohl erstmal am unteren Flächenholm zu orientieren – der liegt ziemlich genau bei 1/3 der Flächentiefe. Was würdet ihr machen?

...so in etwa stelle ich mir die Spanten vor…

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…und da sollen sie hin…

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Die vertikalen Vierkantleisten bekommen eine Nut und werden auf die Stirnseiten der Spanten geklebt, damit später von außen alles normal aussieht. (in Kunst hatte ich schon damals nur ne schmeichelhafte 4 !!)

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…mal sehen, was daraus wird…

Gruß,
Holger

Dieter F.
19.09.2014, 14:08
Das Modell hat ein "tragendes" Leitwerk, daher könnte der SP sich weiter hinten befinden als 1/3 von vorn. Hast Du schon mal in den englischen oder den US- Foren nachgesehen? Ansonsten schreib einefach eine e-mail an BenBuckle oder Flair, die können sicher Auskunft geben. Bei meinem Powerhouse ist der SP bei ca. 50%, bei meiner Miss America bei ca. 40 %, Nachfragen ist das einfachste.

hollyglane
19.09.2014, 18:17
Hallo Dieter,

...in den US und GB Foren habe ich noch nichts gefunden. Der Kollegen, der den Plan eingestellt hat, reagiert leider auch nicht auf meine Anfrage. Habe jetzt erstmal eine Mail an den Ben Buckle Shop geschickt - mal sehen ob da was zurück kommt...

Danke und schönes WE,
Holger

hollyglane
21.09.2014, 01:51
…Spanten ausgesägt und schon mal am Plan geprüft…

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…Vertikalleisten vorbereitet…

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…wenn man mich lässt, fange ich dann mal morgen mit dem Kleben des Gittergerüsts an.


Jetzt erstmal ein anderes Problem:
Dieter sprach ja das tragende Profil des Höhenleitwerks an. Irgendwie verwirrt mich da gerade dessen Darstellung auf dem von mir verwendeten Plan (Plan A). Soll da ein Verzug in der Fläche nach außen hin dargestellt werden oder wie muss ich das verstehen?

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Habe im Netz noch einen anderen Plan gefunden (Plan B)

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…demnach also einfach gerade Unterseite ohne irgendeinen Verzug oder Sonstiges.

????:confused:

Gruß,
Holger

hastf1b
21.09.2014, 08:13
@ Holger


Soll da ein Verzug in der Fläche nach außen hin dargestellt werden oder wie muss ich das verstehen?

Bei einem elliptischen- oder trapezförmigem HLW nehmen die Rippen nach außen in Länge und Dicke/Höhe ab. Wenn man nun das HLW flach auf dem Baubrett aufbaut sieht es optisch aus als wäre eine negative V-Form eingebaut. Daher unterlegt man die äußeren Rippen immer mit der Hälfte der geringeren Dicke/Höhe. Dann bleiben Nasen- und Endleiste auf einer Linie. Das ist meiner Meinung nach in Zeichnung A gemeint.

Heinz

stufra
21.09.2014, 08:43
Hallo Holger!
Ich möchte hier nicht auf gescheit machen, oder unseren Kollegen vorgreifen.
Vor diesem Problem (wo ist der Schwerpunkt) stand ich auch, als ich das Motorflugmodell "Gengelbach" baute.
Dabei handelt es sich im einen deutschen Plan aus den 40er Jahren, ohne Schwerpunktangabe und ohne Ruderklappen. (Freiflugmodell)
Dieses ca. 2m große Modell hat eine gepfeilte Fläche und ein riesiges tragendes Leitwerk.
Ich habe hier im Forum nachgefragt und mir wurde angeraten mit einem frei erhältlichen Berechnungsprogramm den Schwerpunkt zu bestimmen.
Ich verwendete 2 Programme, wobei keines auf ein tragendes Profil des Leitwerkes Rücksicht nahm.
Zum Vergleich versuchte ich es mit der graphischen Methode. Die Ergebnisse zeigten geringe Abweichungen. Der SP lag ein paar Zentimeter vor der Endleiste.
Vielleicht kam mir in meinem Fall das Höhenleitwerk, welches ich als Pendelruder ausführte, zu gute.
Das Modell flog auf Anhieb nach ein paar Metern Rollstrecke und es ist sehr gut steuerbar. Seine Fluggeschwindigkeit ist eher gering.
Ich hatte bis jetzt keinen Grund, mit der Lage des SP zu experimentieren.

Ich bewundere deine Genauigkeit und Sauberkeit beim Bau und freue mich auf weitere interessante Fotos.
Viel Spass dabei.
Viele Grüße Franz

hollyglane
21.09.2014, 13:23
...oje - das werden ja noch haarige Entscheidungen, die ich da in Bezug auf Höhenleitwerk und Schwerpunkt zu treffen habe. Hoffe da noch auf weitere klare Ansagen von euch....

Danke Heinz:
...das Unterlegen der Rippen leuchtet mir ein und macht Sinn. Heißt aber trotzdem, dass das Unterprofil der Rippen GERADE ist? Im Plan A macht das irgendwie nicht den Eindruck. Vielleicht habe ich auch nur einen Knick in der Optik ;-)

Danke Franz:
...heißt also, dass alles möglich ist. Schwerpunkt bei 1/3 von Vorne oder aber auch kurz vor der Endleiste? Das kann ja heiter werden. Mall sehen, ob dazu noch eine Info von Ben Buckle kommt.

..und schon die nächste Frage: Meine unteren Rumpfholme sind nicht gerade aus weichem Balsa und lassen sich, insbesondere im vorderen Bereich, nur sehr widerwillig in Form bringen. Macht Ihr die vorher nass und lasst sie in der entsprechenden Form wieder abtrocknen?

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Gruß, Holger

hastf1b
21.09.2014, 15:51
@ Holger



..und schon die nächste Frage: Meine unteren Rumpfholme sind nicht gerade aus weichem Balsa und lassen sich, insbesondere im vorderen Bereich, nur sehr widerwillig in Form bringen. Macht Ihr die vorher nass und lasst sie in der entsprechenden Form wieder abtrocknen?


Ja, wässern und in der Form trocknen lassen. Dabei ruhig etwas "überbiegen" da die Leisten Erfahrungsgemäß nach dem Trocknen wieder etwas "zurück" gehen.

Heinz

stufra
21.09.2014, 19:13
...heißt also, dass alles möglich ist. Schwerpunkt bei 1/3 von Vorne oder aber auch kurz vor der Endleiste? Das kann ja heiter werden. Mall sehen, ob dazu noch eine Info von Ben Buckle kommt.

Achtung Missverständnis!
So war das nicht gemeint!!

Der Gengelbach hat eine Pfeilung bei der Tragfläche. (Flächen verlaufen schräg nach hinten) Das heißt, die Nasenleiste und auch die Endleiste verlaufen nicht senkrecht zur Längsmittellinie des Rumpfes.
Deshalb ist der Schwerpunkt so weit hinten. Bei dir wird er im vorderen Drittel liegen, weil du eine gerade Fläche hast.

Grüße Franz

hollyglane
22.09.2014, 23:39
…heute ist nicht viel passiert – nur ein paar kleine Leisten der oberen Rumpfteile geklebt.

Trotz intensiven Wässern ist mir natürlich beim Biegen der unteren Rumpfleisten eine gebrochen :cry: – wollte wohl zuviel auf einmal. Habe dann zwei Neue aus etwas weicherem Balsa geschnitten, eine knappe Stunde ins Wasser gelegt und wieder eingespannt. Diesmal ohne „Überbiegen“ – wird, wenn nötig, dann im einem zweiten Schritt noch mal nach gebogen. Mal sehen wie es morgen aussieht.

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Gruß,
Holger

hollyglane
28.09.2014, 23:09
…und weiter geht`s im Bericht der kleinen Schritte…

…die Seitenteile sind endlich fertig.

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…als nächstes habe ich die Motorplatte und die Akkurutsche grob vorgefertigt.

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…um sie dann an die Spanten anzupassen.

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Als nächstes muss ich mir jetzt wohl Gedanken um eine Art Helling und die Anfertigung einiger Winkel machen, zwischen denen ich den Rumpf gleichmäßig einspannen und vernünftig in Form bringen kann.

Gruß,
Holger

Klabautermaennchen
01.10.2014, 10:29
Hallo Holger,

ich habs so gemacht:
http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=422560&stc=1&d=1268643484

Weitere Bilder findest du im Baubericht unter: Ben Buckle Falcon

Viele Grüsse
Heinz

hastf1b
01.10.2014, 17:38
Als nächstes muss ich mir jetzt wohl Gedanken um eine Art Helling und die Anfertigung einiger Winkel machen, zwischen denen ich den Rumpf gleichmäßig einspannen und vernünftig in Form bringen kann.



Ich hatte mir seinerzeit zum Bau des Grunau Baby Rumpf diese Winkel aus dem Baumarkt geholt.

Heinz

hollyglane
01.10.2014, 17:45
Hallo Heinz,

..ja, danke. Ich kenne deine Bilder und werde es dir wohl nachmachen.

Ist übrigens ein schöner, interessanter Bericht und auch Flieger..

Gruß.
Holger

hollyglane
01.10.2014, 17:51
Nochmal hallo Heinz,

...auch nicht schlecht. Das Langloch macht die Sache etwas flexibler. Wie hoch sind die Winkel? Kostspielig?

Gruß,
Holger

hastf1b
01.10.2014, 18:35
Nochmal hallo Heinz,

...auch nicht schlecht. Das Langloch macht die Sache etwas flexibler. Wie hoch sind die Winkel? Kostspielig?

Gruß,
Holger

Diese Winkel sind 12 cm hoch. Man bekommt sie aber in vielen Abmessungen. Du kannst ja vorne höhere nehmen und hinten kleinere. Zum Preis kann ich nichts mehr sagen das Grunau Baby habe ich ca. 1995 gebaut.

Heinz

hollyglane
03.10.2014, 02:53
…um später am zusammen geklebten Rumpf möglichst wenig rumbasteln zu müssen, versuche ich noch die meisten Dinge im Vorfeld möglichst passgenau vorzubereiten und auch für Löcher zur Kabeldurchführung zu sorgen – hier der Vorderteil mit der Motorplatte. Mal sehen, was ich am Ende doch wieder vergessen habe.

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Der kleine Raum unter dem hinteren Teil der Platte ist für den Regler vorgesehen.

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Gruß,
Holger

hollyglane
03.10.2014, 21:42
…die Motorhalterung sitzt. Die Löcher im Holz sind etwas größer als die in den Aluwinkeln – so bleibt es bei der Einstellung des Seitenzugs flexibel. Der eventuell nötige Sturz wird durch Unterlegscheiben an den oberen Schrauben erreicht.

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Die Motorwelle liegt jetzt auf gleichem Niveau wie die Motorplatte. Bei Verbrennermotoren (für die dieser Plan ja eigentlich ausgelegt ist) läge sie wohl etwas oberhalb der Platte. Das würde mir aber Probleme bei der Erstellung des oberen Motordeckels machen, da der Motor etwas zu hoch käme. Ich hoffe, diese Verschiebung ist so OK und wirkt sich nicht negativ auf die Flugeigenschaften aus ??:confused:

Ist der Motor mit 900 U/V bei 4S für dieses Modell wohl noch etwas zu hoch drehend ??:confused:

Gruß,
Holger

hollyglane
04.10.2014, 18:13
…jetzt wird`s ernst – der Spanten wollen verklebt werden. Ich habe zwar noch immer keine Winkel, aber der mittlere Spant kann schon mal im rechten Winkel verklebt werden.

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Zwischen den Leisten auf dem Baubrett sitzen die Spanten so fest, dass ich versucht bin, es auch bei den Anderen ohne Winkel und nur mit Klemmen zu probieren – verrutschen kann da eigentlich nichts.

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Gruß,
Holger

hollyglane
04.10.2014, 23:47
…der hintere Spant ließ sich auch noch gut ohne große Hilfsmittel einleimen…

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…beim Vorderen entstand dann aber aufgrund der Rumpfwölbung soviel Druck (auch auf den Hinteren), dass ich nach Heinz Manier doch zwei Rahmen drum herum gebaut habe.

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In dieser Lage werde ich den Rumpf jetzt einige Tage belassen, damit sich das Holz in Ruhe entsprechend ziehen kann.

Nicht von den Planlinien irritieren lassen. Erstens ist mein Rumpf gewollt etwas breiter und zweitens liegt der Plan nicht ganz gerade - ich habe mich nach der Linie auf den Klötzen und den Mittelpunktmarkierungen an den Spanten orientiert. Soweit passt alles - auch wenn es auf dem letzten Bild etwas schief aussieht.

Gruß,
Holger

hollyglane
05.10.2014, 14:01
Noch eine Frage an die „Exbärden“: :confused::confused:

Da die Servos wahrscheinlich hinter dem vermuteten Schwerpunkt platziert werden, sollten sie nicht so schwer sein. Ich habe hier noch zwei gut funktionierende Kleine vom Chinamann rumliegen – würden die für diesen Langsamflieger nicht schon ausreichen? Aufgrund der Größe könnte ich die auch noch schön seitlich der Akkurutsche installieren.
Bisher habe ich immer nur „Standards“ verbaut und kann überhaupt nicht einschätzen, wie die angegebene Stellkraft zu bewerten ist.

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Danke im Voraus und allen einen schönen Sonntag,
Holger

hollyglane
06.10.2014, 20:16
…einige Ergänzungen am immer noch inhaftierten Rumpf.

- hintere Fahrwerksauflage

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- hintere Querleisten eingeklebt. Am eigentlich spantenfreien Element habe ich jetzt doch noch einen kurzen, unteren Spantbogen eingeklebt. Vielleicht ein Fehler – mache mir immer mehr Sorgen um die Stabilität als um das Gewicht. :(

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- als nächstes wurde die Motorplatte eingeleimt

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:confused::confused: Fällt nicht vielleicht doch noch jemandem was Schlaues zu meinen Fragen ein: :confused::confused:

- Höhe der Motorwelle
- Drehzahl des Motors
- Tauglichkeit der Servos

Danke und Gruß,
Holger

hollyglane
08.10.2014, 01:20
Das Thema „Servos“ hat sich erstmal erledigt. Habe mir die Corona CS238MG beim Chinamann mit 4kg/4,6kg Stellkraft bestellt – 1,8kg erschien mir doch etwas schlapp. Die 238èr fliegen Andere in Ihren Calmatos – da sollten die für diesen Schleicher auch reichen (wiegen übrigens 22g).


Heute habe ich nur den vorderen Spant eingeklebt.

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Zum Thema Motor (Einbauhöhe bzw. Drehzahl) bin ich leider immer noch nicht schlauer. :cry:

Gruß,
Holger

hollyglane
09.10.2014, 00:32
Langsam aber sicher rückt der Zeitpunkt zum Bau des Höhenleitwerks näher. Hatte das Thema im Beitrag 21 schon einmal angesprochen. Jetzt habe ich mal alle Rippen (ausgehend von der Wurzelrippe) auf die im Plan eingezeichneten Längen skaliert – natürlich nimmt dabei auch deren Höhe ab (siehe Bild). Bedeutet also, dass das Profil und somit auch die Endleiste bzw. Nasenleiste des eigentlichen Höhenruders zur Seite hin deutlich flacher wird. Nach Heinz Verständnis wird dann jede Rippen unterfüttert, um das Niveau aller Querleisten auf einer Höhe zu halten. Wird das immer so gemacht oder gibt es auch andere Bauweisen?:confused:

Heinz: bitte nicht falsch verstehen - will dein Wissen nicht anzweifeln, hätte es nur gerne bestätigt.


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Gruß,
Holger

opflettner
14.10.2014, 22:41
Holger, Holger, Du erfreust mein Herz

hollyglane
15.10.2014, 00:27
Holger, Holger, Du erfreust mein Herz

…olala…so nette Worte von meinem „Modellbaupapst“ an den kleinen Jünger. Das geht ja runter wie Butter und motiviert weiter zu machen ....

Die letzten Tage ist nicht viel passiert – lediglich die vordere Fahrwerksaufnahme hat ein wenig Gestalt angenommen.

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Gruß,
Holger

Gast_32271
15.10.2014, 11:36
in planausschnitt A
sind nasen und endleiste sowie holm mit der unterseite fest aus baubrett "genagel" und die rippen dazwischen geleimt,
durch die verringereung der profilhöhe/rippenhöhe ist die unterseite gerade und die oberseite sieht nach "ne
gativer" V-form aus .......

einfach mal fragen wie die jungs das wohl vor vielen jahren gemacht haben .................
ihr glaubt doch nicht wirklich das da jemand eine helling für höhenleitwerk gebaut hat
auch mal einfach denken, wen die nasenleiste sich vom baubrett abhene würde zum randbogen hin ....... dann hätte das leitwerk schränkung .............

hollyglane
15.10.2014, 18:29
auch mal einfach denken, wen die nasenleiste sich vom baubrett abhene würde zum randbogen hin ....... dann hätte das leitwerk schränkung .............

...aber der Holm und die Endleiste würden doch im gleichen Maß mit nach oben wandern - somit auch keine Schränkung in der Fläche. ....oder bin ich jetzt total verpeilt? :mad: …elendes Thema.


Alle Leisten auf dem Brett festnageln und ein Höhenleitwerk mit gerader Unterseite und „negativer V-Form“ bauen (hat die Tragfläche übrigens auch), wäre wohl das Einfachste und womöglich auch so, wie es früher gemacht wurde.

Vielleicht gibt es einen Mittelweg um es nicht so extrem aussehen und insbesondere den Holm nicht so flach werden zu lassen.

Habe die Rippen noch mal auf Länge gebracht – diesmal aber nicht skaliert sondern lediglich gestaucht.

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Sieht so natürlich unmöglich aus. Jetzt könnte man doch alle schön gleichmäßig (insbesondere im vorderen Bereich) auf ein optisch erträgliches Maß herunterschleifen und auch den Holm auf annähernd gleichbleibender Höhe halten. Allerdings hätte man dann natürlich außen und innen unterschiedliche Profilverläufe.

...vielleicht sollte ich doch besser in die ARF-Fraktion wechseln ;-)
Holger

opflettner
18.10.2014, 00:38
Euer Problem mit dem Höhenleitwerk ist verständlich. Es stellt sich allerdings nur, wenn das gesammte Höhenleitwerk, also rechte und linke Hälfte in einem Stück gebaut werden soll.
Ich hab da immer zwei Hälften draus gemacht und diese dann am Ende so verbunden, dass die Nasen und Endleiste dann wieder in einer Ebene lag, oder eine leichte V-Form hatte.
Mann muss vielleicht dann einen zusätzlichen Holmverbinder bauen, oder montiert die rechte und linke Hälfte einzeln.

Weiterhin viel Spass beim Bauen !

hollyglane
26.10.2014, 23:23
Hallo,

...habe mich lange nicht gemeldet - aber ich lebe noch!

Zur Zeit komme ich leider nicht zum Weiterbauen. Mein Onkel ist vor 6 Wochen verstorben und ich bin seit über einer Woche, in jeder freien Minute dabei, sein Haus zu leeren damit es demnächst verkauft werden kann. Niemand kann sich vorstellen, was sich da in den letzten Jahren angesammelt hat. Insbesondere Werkzeug in allen Varianten - das Meiste noch original verpackt und nie gebraucht. Ebenso Bücher und Elektronikkram in großen Mengen.
Nicht, dass es falsch verstanden wird - er war kein Messi sondern wohl ein etwas kaufsüchtiger Junggeselle im Beschaffungswahn. Ich habe es natürlich nicht übers Herz gebracht, all diese Sachen der demnächst anrückenden Entrümpelungsfirma zu überlassen, sondern habe vieles davon nach Hause gekart um es zu ordnen, einiges selber zu behalten und einiges irgendwie an den Mann zu bringen. Wie auch immer - es wartet jedenfalls noch viel Arbeit auf mich. Insofern werde ich mein Projekt wohl noch ein wenig auf Eis legen müssen. Sobald es weitergeht, werde ich auch wieder hier berichten - versprochen.

Gruss,
Holger

hollyglane
16.12.2014, 01:40
…aus erklärten Gründen ist der Bau in den letzten Wochen leider kaum vorangekommen. Einen kleinen Fortschritt hat es dennoch gegeben – ich habe etwas am Seitenleitwerk gebastelt.

Die Grundform wurde aus 1mm dünnem Sperrholz gebaut und anschließend mit Balsa beklebt. Das harte Sperrholz gab nun die Formen vor und erleichterte das anschließende Verschleifen enorm. Danke für den Tipp an Björn (mike82m).

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Um auf dem Boden etwas manövrierfähiger zu sein, habe ich mich für den Einbau eines Spornrades entschieden und mir Eines zurecht gebogen.

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Zur Führung durch das Seitenruder habe ich im Leitwerk eine Kunststoffhülse verbaut in die der Draht des Rades eingeschoben wird.

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Der vordere Teil wird als nächstes entsprechend gebaut.

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Gruß,
Holger

hollyglane
29.12.2014, 01:44
…der vordere Teil des Seitenleitwerks nimmt auch langsam Formen an…

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…das Höhenleitwerk wurde jetzt platt auf dem Plan zweiteilig aufgebaut und soll später mit leichter V-Form an der zentralen Balsaplatte verklebt werden.

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…leider hatte ich nichts mehr vom 1mm-Sperrholz und habe den Außenrand deshalb hier aus zwei Balsaleisten gebaut. Zur Stabilisierung habe ich noch einen kleinen Zusatzholm aus Pappelsperrholz eingesetzt.

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…so ungefähr soll das Seitenleitwerk mit Spornrad dann mal am Rumpf aussehen...

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...und ich verlasse mich darauf, dass Ihr bitte laut aufschreit wenn hier etwas völlig in die Kurve geht. Bin mir einfach bei so vielen Kleinigkeiten unsicher ob es nicht bessere Varianten gibt.


Gruß,
Holger

hollyglane
30.12.2014, 21:53
Ich habe mittlerweile so meine Zweifel über den Sinn des hinzugefügten Holms – schließlich bringt er zusätzliches Gewicht an der denkbar ungünstigsten Stelle im Heck des Fliegers. Da er noch nicht verklebt ist, werde ich ihn durch einen leichteren Balsaholm ersetzen. Der ist zwar weniger stabil, aber ich habe durch ihn zumindest einen weiteren Klebepunkt am zentralen Balsabrett.

Mittlerweile bin ich mit dem Bau der Höhenruder angefangen. Da die beiden Höhenleitwerke mit einer leichten V-Form am Rumpf angebracht werden sollen, kann ich die beiden Ruderplatten nicht miteinander verbinden, sondern muss sie wohl einzeln anlenken. Mal sehen wie sich das gestaltet – bringt natürlich auch wieder Zusatzgewicht im Heck wo ja auch schon das Spornrad an der Gewichtsschraube dreht. Hoffe, dass sich das durch den dicken Akku vorne ausgleichen lässt.

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Ich wünsche schonmal allen Mitlesenden einen guten Rutsch ins neue Jahr und...... benehmt euch anständig ;-)

Gruß,
Holger

hollyglane
30.12.2014, 23:01
...aktuelle Frage: :confused:

würden zwei Ruderscharniere pro Höhenruderblatt reichen - also jeweils in Höhe der äüßeren Rippen - oder muß ich zentral auch noch Eines setzen???

Oliver.Prinz
01.01.2015, 11:45
Hallo,

Zu Deiner Frage, ob zwei Ruderscharnier pro Höhenleitwerkspaar in Ordnung sind:

Das kommt etwas auf die Länge des Ruders und dessen Steifigkeit an. Ist es leicht quer zu Flugrichtung
"verbieg-/verdrehbar", dann würde ich eher zu drei Scharnieren (pro Seite) tendieren. Ist das Ruder
allerdings sehr biegesteif, reichen zwei durchaus aus.
Allerdings: Es sollte (muss) ein Scharnier sehr nahe an der Ruderanlenkung sitzen, damit sich das Ruder
beim Anlenken nicht verbiegt und die Kräfte "gut aufnehmen" kann.
Mir ist selbst einmal ein Baufehler passiert, als das Scharnier zu weit vom Anlenkungspunkt entfernt war
und ich dann das Ruder festhielt und leicht den Steuerknüppel bewegte. Dann hat sich das Ruder in einer
leichten S-Form verbogen. Unschön. Wurde mittlerweile aber korrigiert. Scharnier sitzt fast direkt am
Ruderhebel und nun passt's.

Viel Erfolg weiterhin,
Oliver.

hollyglane
01.01.2015, 13:49
Hallo Oliver,

...danke - wünsche dir zunächst einmal ein "gutes neues Jahr" und hoffe, dein Start hinein ist gelungen.

Zum Ruder: Gesamtlänge ca. 32cm, max. Tiefe ca. 11cm. Trotz des 15mm hohen und 5mm starken Holms, ist es nicht ganz verwindungssteif. Der Abstand vom Ruderhorm zum ersten Scharnier würde bei der ersten Rippe ungefähr 6 cm betragen - wohl etwas zuviel? Ist einfach durch kleine Balsadreiecke besser zu vertuschen, wenn die Scharniere an den Rippen sitzen aber was nutzt es, wenn es zu instabil wird. Also werde ich dann dreifach anlenken: an der äüßeren Rippe, an der übernächste Rippe und dicht am Ruderhorn - dann sollte es passen.

LG,
Holger

hollyglane
01.01.2015, 16:18
…will ja nicht nerven aber da taucht schon die nächste Unsicherheit auf:

Aufgrund der unschönen Schrauben oben auf der Ruderfläche möchte ich die Ruderhörner gerne einkleben und nicht verschrauben. Habe natürlich gerade keine Passenden zur Hand und habe mir welche aus 2mm Sperrholz geschliffen.

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...aber ob die halten oder ich mir doch noch welche aus Alu schleifen muss? :confused:

Gruß,
Holger

Christian Volkmar
01.01.2015, 16:50
Hallo Holger,

nimm lieber GFK Ruderhörner. Sperrholz leiert schnell aus.

hollyglane
01.01.2015, 18:09
..habe leider kein GFK-Material. Werde mir dann mal ein paar Fertige bestellen..

Danke,
Holger

hänschen
01.01.2015, 18:25
Sperrholz leiert schnell aus.

Löcher können mit Sekundenkleber gehärtet werden, manche bauen Ruderhörner aus kleinen Stücken von einem Zollstock (Buche massiv).

hollyglane
01.01.2015, 22:03
...wollte nicht warten und habe jetzt doch noch zwei Hörner für die Seitenruder aus Alu gefeilt. Das eine Holzhorn ist mir nach etwas Biegen schon in der Hand zerbrochen.

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Eines wiegt übrigens 12g - das läßt sich verschmerzen.

LG,
Holger

hollyglane
02.01.2015, 13:17
...hat schon mal jemand anstatt der traditionellen Ruderhörner die kleinen Augenschrauben mit 2 oder 3mm Gewinde verwendet? Eigentlich doch ideal - die sind sowohl in der Höhe als auch in der seitlichen Ausrichtung total flexibel. Müßten sich doch z.B. auch aus diesen Löthülsen mit Gewinde einfach anfertigen lassen.

LG,
Holger

opflettner
02.01.2015, 14:37
Alles gut.
Die Alu-Ruderhörner gefallen mir sehr gut.
Hilfreich ist es, den Teil, der im Holz verschwindet, entweder gut an zu rauhen, besser noch mit einigen kleinen Löchern zu versehen und dann mit genügend 5 Minuten Epoxy ein zu kleben. Der Kleber dringt dann auch durch die Löcher und schafft so eine wirklich gute Verbindung des Alus mit dem Holz.

Als Ruderscharniere würde ich so was empfehlen: http://www.ebay.de/itm/251761640800?_trksid=p2060778.m2748.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT

Oliver.Prinz
03.01.2015, 08:38
Als Ruderscharniere würde ich so was empfehlen: http://www.ebay.de/itm/251761640800?_trksid=p2060778.m2748.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT

Diese Scharniere wiegen 3g pro Stück. Wenn man dann 4 Stück braucht, muss man -je nach Hebel/Rumpflänge- dieses Gewicht mit Faktor 2-3 wieder in der Nase kompensieren,
was dann schon wieder ca. 24-36g zusätzlich sind. Bei größeren Fliegern ist das sicherlich noch in Ordnung. Hier würde ich aber zu leichteren Varianten greifen.

Oliver.

opflettner
03.01.2015, 10:25
Hallo Oliver,



Zum Ruder: Gesamtlänge ca. 32cm, max. Tiefe ca. 11cm.
Holger

Bei dieser Rudergröße sehe ich das "Gewichtsproblem" nicht so wirklich. Ich würde da lieber auf langfristiges sicheres funktionieren setzen.
Wenn ich da aber wirklich auf das Gewicht achten will, dann darf ich auch keine Ruderhörner aus Alu nehmen und es gibt die von mir vorgeschlagenen Ruderscharniere ja auch noch ne Nummer kleiner.

hollyglane
03.01.2015, 15:34
...muß mich zum Gewicht der Ruderhörner erstmal korrigieren - ich sollte auch das Komma beachten. Laut meiner Waage wiegt ein Ruderhorn also 1,3g und ein Scharnier 0,5g.

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Ich werde jetzt die Aluhörner und auf jeder Seite drei Scharniere verbauen (eines davon direkt am Horn). Das ist dann hinreichend stabil und ich denke vom Gewicht her durch den dicken Akku vorne auch zu verschmerzen. Bei diesem tragenden Höhenruderprofil ist die Frage der Gewichtsverteilung doch wahrscheinlich ohnehin auch noch anders zu bewerten als bei einer platten Fläche - oder ??

LG,
Holger

opflettner
03.01.2015, 17:59
Da hast Du doch genau das richtige.

hollyglane
04.01.2015, 00:22
...kleiner Fortschritt - so wird es werden.

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Werde in den Schaft des Ruderhorns noch ein paar Löcher bohren und zusätzlich von der Leitwerksseite durch eines der Löcher einen Zahnstocher einleimen.

Wenn das Horn ganz eintaucht, liegt die Mitte des oberen Lochs bei ca. 1,7cm vom Ruder. Reicht das oder sollte es eher etwas weiter herausstehen?

LG,
Holger

opflettner
04.01.2015, 01:08
Am besten machst Du das Ruderhorn so lamg wie den Servohebel. Eine 1/1 Übersetzung ist da immer das Beste. an sonsten gilt, Kürzeres Ruderhorn= größerer Ausschlag = weniger Kraft am Ruder und umgekehrt.

hollyglane
04.01.2015, 16:00
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Christian Volkmar
04.01.2015, 19:41
Das sieht jetzt sehr zuverlässig aus.
Gut das Dir das Sperrholzruderhorn gleich kaputt gegangen ist.
Ich hatte vor vielen Jahren in Ermangelung von vernünftigen Material Sperrholzruderhörner verwendet.
Die haben sich im laufenden Betrieb verabschiedet. Gut das es bei der Vorflugkontrolle aufgefallen ist.
Sind beim Herausziehen aus den Flächenschutztaschen angebrochen und hätten den Flug mit Sicherheit nicht überstanden.
Deshalb immer Vorflugkontrolle durchführen.

hollyglane
04.01.2015, 20:16
Hallo Christian,

ja, eure Einwände waren total richtig - wieder etwas Lehrgeld gespart. Das ist der Grund warum ich froh bin, hier unter "Aufsicht" bauen zu können.

LG,
Holger

opflettner
04.01.2015, 20:53
Hier gibt es viele nützliche tools, z.B. eines um die Ruderkräfte und die damit nötigen Servos zu berechnen.
http://www.modellflug-freakshow.at/downloads.html

sehr empfehlenswert.

hollyglane
06.01.2015, 00:35
...als nächstes steht die Zusammenführung der Leitwerkseinheiten an. Neben der geraden Ausrichtung wird es wichtig sein, einen vernünftigen Übergang vom Höhen- zum Seitenleitwerk zu schaffen, um später genügend Fläche zum Ankleben der Bespannung in horizontaler als auch vertikaler Richtung zu haben. So sieht die Baustelle aus...

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Jetzt ist es an der Zeit, die Matratze zu suchen - der Urlaub ist vorbei :cry:

LG,
Holger

hollyglane
15.01.2015, 00:35
…habe noch etwas an Leitwerk und Rumpf gebastelt.

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…muss jetzt noch die Dreiecke an den Scharnieren einkleben, - dann die Seitenruderflosse bespannen, - dann alles zusammensetzen und anschließend die Beplankung am Übergang anbringen und den Rest der Leitwerke bespannen.

Bin mir in Sachen Bespannung aber immer noch etwas unschlüssig und habe gerade auch die Nase voll vom Holz und habe deshalb erstmal am Fahrwerk angefangen. Zum gleichmäßigen Biegen habe ich mir eine kleine Konstrukte gebaut…

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Zur Verbindung der zwei Fahrwerksteile habe ich mir aus dünnem Kupferblech zwei Hülsen gedreht…

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Zusammengesteckt sieht es jetzt so aus…

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Soll noch mit Kupferlitze umwickelt und dann verlötet werden.

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...OK - die Reifen sind vielleich etwas wuchtig....(aber sogar leichter als die 90er die ich hier noch liegen habe)

Nochmal zur Bespannung:
Von der vorherigen Abdunkelung des Holzes habe ich mich verabschiedet. Bereits besorgt habe ich Koverall sowie zwei der von Franz empfohlenen Klebestifte. Allerdings ist mir das Koverall zu weiß - hätte lieber einen cremigen/beigen Ton. Überlege deshalb, die anschließende Versiegelung entweder mit ganz leicht eingefärbten Spannlack oder aber mit fertigen, farbigen Parkettlack (vielleicht Eiche hell) zu machen. Die Transparenz soll erhalten bleiben. Was denkt ihr???:confused:

LG,
Holger

opflettner
15.01.2015, 22:43
Diese Scharniere wiegen 3g pro Stück. Wenn man dann 4 Stück braucht, muss man -je nach Hebel/Rumpflänge- dieses Gewicht mit Faktor 2-3 wieder in der Nase kompensieren,
was dann schon wieder ca. 24-36g zusätzlich sind. Bei größeren Fliegern ist das sicherlich noch in Ordnung. Hier würde ich aber zu leichteren Varianten greifen.

Oliver.


Hat mir ja nun wirklich keine Ruhe gelassen.
Das Gewicht von 3 g bezieht sich auf die Verpackungseinheit von 10 Scharnieren.
also 0,3 g pro Scharnier.
Das kann man ja nun wirklich nicht als zu schwer ansehen.
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hollyglane
16.01.2015, 19:06
...na OP - dann ist die Welt ja jetzt wieder i.O. ;)

So, das Fahrwerk ist auch zusammengebraten...

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Ich werde mir jetzt erstmal ein kleines Balsagerüst bauen, um daran dann mit dem Koverall und dem Klebestift etwas rumtesten zu können.
LG,
Holger

Elfman
17.01.2015, 11:21
Koverall mit dem kontaktkleber aufzukleben ist interessant. Bitte Berichte darüber ausführlich:)

hollyglane
17.01.2015, 16:40
…zuerst einmal habe ich mir ein Testopfer gebastelt und einmal an den Rändern mit Clou Schleifgrund bestrichen, antrocknen lassen und geschliffen. Sollte man eigentlich an allen, mit dem Vlies in Berührung kommenden Stellen zwei bis dreimal wiederholen – aber ist ja nur ein Testobjekt.

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…dazu der von Franz empfohlene Kleber

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…damit die Ränder eingestrichen. Das ist mit diesem Stift eine echte Wohltat – kein Geschmiere – kein Gestank – SUPER ! Dann antrocknen lassen (willkommene Zigarettenpause), Koverall aufgelegt und auf kleiner Stufe (damit sich das Material nicht schon jetzt zusammen zieht) auf den zwei langen, gegenüber liegenden Rändern angebügelt. Der Kleber löst sich leicht und verbindet sich gut mit dem Vlies.

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Links und rechts wölbt sich jetzt das Koverall ganz ordentlich und lässt mich zweifeln, ob das so alles funktionieren kann.

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…aber kein Problem – alles lässt sich hinziehen und liegt glatt auf – bin begeistert – soweit so gut….

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Wie ich oben schon schrieb, ist mir das Koverall eigentlich zu weiß und ich hätte es gerne, ohne lackieren zu müssen, nach der Oberflächenversiegelung bereits etwas farblich verändert. Also der Gedanke, mit farbigen Parkettlack/Holzlasur zu versiegeln. Parkettlack habe ich leider nicht da und habe deshalb zu einem alten Rest Holzlasur in „Kiefer“ gegriffen. Der Farbton ist jetzt natürlich nicht das was mir vorschwebt – sollte heller sein - in etwa wie Balsaholz. Aber egal – will ja eigentlich auch erstmal die Möglichkeiten ertesten. Also, Pinsel leicht in die Brühe und auf die geklebten Ränder gestrichen/getupft.

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Das Vlies nimmt die Farbe sofort auf verbindet sich scheinbar auch noch stärker mit dem Kleber. Antrocknen lassen und ungeduldig zum Fön gegriffen. Dann noch die Felder eingestrichen.

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Jetzt wird es deutlich: Das Vlies spannt sich prima und haftet an den mit Farbe behandelten Stellen deutlich besser als an den nur Geklebten - hier löst es sich leicht.

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Also – Lehre Nr. 1: Vorm Fönen auf jeden Fall die Klebestellen mit dem Versiegelungslack vorbehandeln, trocknen lassen und erst danach spannen!! Außerdem den Kleber nicht zu dünn auftragen, damit sich auch was ins Vlies ziehen kann.

Zudem erkennt man am Holm (der nicht grundiert und auch nicht mit Kleber bestrichen wurde) wie dort die Farbe scheinbar stärker einzieht und sich dort auch die Holzfasern hochstellen.

Also - Lehre Nr. 2: Nicht auf die Holzversiegelung verzichten!! Ich werde auf jeden Fall alles mindestens zweimal grundieren und schleifen.

Das andere Problem ist, die Farbe gleichmäßig aufzutragen um Deckungsunterschiede (siehe oberes Feld - oben mittig) zu vermeiden. Für einen Farblegasteniker wie mich nicht so einfach. Allerdings soll es ja auch etwas „antik“ aussehen – sonst hätte ich auch Folie nehmen können.

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Um die Farbdeckung nicht weiter zu erhöhen und die jetzige Transparenz zu erhalten, werde ich jetzt den zweiten Versiegelungsgang mit unverdünntem Spannlack machen. Auch das zweite Feld werde ich damit einstreichen um zu sehen, ob die Koverallfarbe vielleicht auch schon so etwas cremiger/bräunlicher wird. Werde weiter berichten…

Auf jeden Fall läßt sich jetzt schon sagen, dass der Klebestifttipp vom Franz klasse ist - Danke dafür.


LG,
Holger

Milan
18.01.2015, 08:50
Hallo Holger.

Was für ein schöner Baubericht.

Klasse Bohrer und Säge an deiner Werkstattwand.:D

LG

Harry

stufra
18.01.2015, 09:34
Ich möchte darauf hinweisen, dass nicht ich die Methode mit dem Klebestift erfunden habe.
Diesen Trick habe ich hier bei RCN entdeckt und lediglich weitergegeben.
Ich möchte mich nicht mit fremden Fender schmücken.

Noch eine Anregung zur Farbgebung.
Ich habe das Koverall bis her immer zuerst 3 bis 4 Mal mit einem verdünnten- und 1 bis 2 Mal mit unverdünnten Spannlack gestrichen, bis die Poren alle zu waren.
(Stellen, an denen das Gewebe nicht geschlossen ist, sieht man erst dann, wenn man einen farbigen Anstrich aufbringt. Dann ist es aber zu spät.)

Vielleicht wäre es eine Möglichkeit eine gleichmässige Farbsättigung hinzubekommen, wenn man den Lack (Spannlack) nur ganz leicht einfärbt. Wäre interessant, wie das Ergebnis nach 5 maligen Anstrich aussieht.
Vielleicht passt das in die gestartete Versuchsreihe

Weiterhin viel Spass und Ausdauer!

Oliver.Prinz
18.01.2015, 10:07
Hallo zusammen,

Nachdem ich selbst schon mehrere Flieger erfolgreich mit (Kleider-)Futterstoff bespannt habe, kann ich das nur jedem empfehlen,
der Koverall nutzt. Wichtig nur: es muss Futterstoff aus Polyester sein, damit dieser sich mit dem Bügeleisen leicht spannen lässt.
Noch dazu gibt es Futterstoff in unglauchlich vielen Farben, ist fast immer 1,4m breit und kosten ein Bruchteil von Koverall.
In meinen Fällen mopse ich den immer meiner lieben Frau :D

Ich für meinen Teil nutze ausschließlich den UHU contact Klebestift, bereite also die Kontakt-/Klebestellen nicht extra vor.
Hinterher kommen dann wieder 2 Spannlackschichten drauf. Funktioniert hervorragend. Und auch das eventuell nachträglich
Entfernen einer solchen Bespannung ist mit einem Bügeleisen gut wieder möglich.

Kleiner Tip noch beim ersten Auflegen und Spannen:
Das Gewebe zuerst in Spannweiten-Richtung spannen und mit dem Bügeleisen "ankleben" und erst danach in Flugrichtung
weiter spannen. Damit bleibt das Gewebe zwischen den Rippen "oben" und es gibt kaum Dellen zwischen den Rippen.

Oliver.

hollyglane
18.01.2015, 15:29
Harry: …ja die alten Sägen, Bohrer und Hobel und sind noch von meinem Opa. Bringe es nicht übers Herz, sie in den Kamin zu schmeißen und habe ihnen einen Ehrenplatz im Hobbykeller an der Wand zugewiesen.

Danke erstmal für eure Rückmeldungen. Hier herrscht leider noch der Frust. Nach einem Versuch, den Spannlack nur ganz leicht mit der Lasur einzufärben kam nach dem ersten Auftrag das heraus…

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…also Käse. Das beste scheint zu sein, das weiße Koverall zu akzeptieren, Spannlack drauf und zufrieden sein.

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In meinem Frust habe ich zwischendurch einfach mal matten Klarlack aus der Spraydose auf ein Feld gehauen. Ich wollte erreichen, dass sich die Poren dadurch schon mal grob verschließen und der Spannlack anschließend nicht nach innen laufen und dort Nasen bilden kann. …auch Käse…
Ein zufälliger Nebeneffekt war: Der Klarlack kam auch auf Stellen, die zuvor schon mit Spannlack bezogen waren und bildete dort eine glatte, leicht glänzende Oberfläche. Ganz schön aber für mich in diesem Fall auch nicht zu gebrauchen

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Vielleicht sollte ich, wie Oliver vorschlägt, doch noch versuchen an Futterstoff zu kommen. Meine Frau hat keinen – ich könnte höchstens heimlich was aus Ihren Kleidern schneiden. Irgendwann fällt das aber auf und dann….
Aber wozu hat man eine Schwiegermutter – ich werde mal fragen, ob sie etwas naturfarbenes aus Polyester in ihrem Arsenal hat. Bis dahin tu ich mir erstmal weiter selber leid…

LG,
Holger

hollyglane
18.01.2015, 15:53
...was ich noch fragen wollte:

- Koverall hat doch keine Faserrichtung die zu beachten ist - oder?

- benutzt ihr zum Spannlackauftrag Pinsel oder Tücher?

- ist die Gefahr des Eindringens und der Nasenbildung auf der Innenseite bei verdünntem Spannlack nicht deutlich höher?

- Spannlack aus der Spraydose gibt es wohl nicht? ;-)

- wie macht ihr die Stöße? Überlappungen nehmen an diesen Stellen die Sicht aufs Holz.

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hollyglane
19.01.2015, 17:20
Hallo Oliver,

bevor ich mich anschließend ärgere, möchte ich gerne noch deinem Rat folgen und es mit Futterstoff in Polyester versuchen. Es gibt scheinbar gewaltige Unterschiede in der Konsistenz, die sich im Gewicht pro qm niederschlägt. Habe hier etwas gefunden, das vom Gewicht her OK sein sollte.

http://www.nirotextil.de/Futterstoffe/Futterstoff-aus-100-Polyester::1.html

Habe nur etwas Sorge, dass die Maschen bei leichtem Material vielleicht zu weit sind, und der Spannlack dann zu sehr nach innen läuft und dort Nasen bilden kann. Kannst du dazu bitte nochmal von deinen Erfahrungen berichten - Danke.

LG,
Holger

Oliver.Prinz
19.01.2015, 18:15
Hallo Holger,

Durch Futter läuft Spannlack genauso gut oder schlecht wie durch Seide oder Antik-Vlies.
Es kommt ganz stark auf die Aufbring-Technik an.

Fast immer ist Futterstoff ziemlich engmaschig, anders ist's bei dünnen Gardienenstoffen,
die deutlich weit-maschiger sind. Deswegen nehme ich das Futter.

Ich nutze sogar ziemlich mit Nitro runter-verdünnten Spannlack, damit er gut zerfließt und
sich nicht so schnell Pinselstriche auf der Oberfläche abzeichnen. Aber ... dazu darf der Pinsel
nicht stark mit "Spannlack gefüllt" sein und man muss den Lack mit einer fächernden Bewegung
auf die Oberfläche übertragen. Also kein typischer Pinselstrich. Der drückt zu sehr von oben
auf die Bespannung und damit den Lack ins/durch Gewebe. Eher ein sehr flache Wisch-,
Hin- und Herbewegung des Pinsels, als ob man die Oberfläche ganz fein abstreichen möchte.

Empfehlen würde ich diese (mehrfach erprobte) Reihenfolge:
1.Anstrich: ganz feiner Spannlackanstrich, nicht alle Löcher/Poren werden geschlossen,
mehrere Stunden trocknen,
2.Anstrich: deutlich dickerer Lackanstrich, alle Löcher/Poren verschließen sich, ev. sieht jetzt die
Oberfläche streifig aus,
mehrere Stunden trocknen,
3.Anstrich: mit reiner Nitro-Verdünnung, die Lackoberfläche wird angelöst und zerfließt gleich
wieder. Dadurch eliminiert man ggf. aufgetretene unschöne typisch weiße Spannlackschlieren und
gleichzeitig egalisiert sich eine pinsel-streifige Oberfläche. Nicht mit Nitro sparen und flott arbeiten.

Bin auf Deine ersten Futter-Erfahrungen gespannt.

Liebe Grüße,
Oliver.

hollyglane
25.01.2015, 16:06
...tja Oliver - ich lebe hier wohl in der "Futterstoff-Diaspora". Nachdem ich die Bestände meiner Schwiegermutter und auch die zweier (kleiner) Stoffläden durchwühlt habe, bin ich erfolglos nach Hause gekommen und habe nun doch etwas im www bestellt. Ist immer etwas riskant, wenn man so was nicht in Natura gesehen und gefühlt hat – mal sehen was kommt.

In der Zwischenzeit habe ich an den Mittelteilen der Flächen weiter gebastelt. Habe "damals" beim Flächenbau Verstärkungen an die Holme gebaut, die jetzt miteinander in Verbindung gebracht werden müßen. Ziel ist es, die Gesamtfläche in sich so stabil zu machen, dass auf die Flächenverschraubung nur die vertikalen Kräfte nach oben wirken.

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Die inneren Rippen (4mm Balsa plus außen 1mm Sperrholz), eine Verkastung des Hauptholms und andere Verbinder wurden gebaut.

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Alles passt sauber zusammen und macht einen stabilen Eindruck (der hoffentlich nicht täuscht). Die Übertragung der nach oben wirkenden Kräfte am Hauptholm auf die vorderen Anschraubpunkte sollen zwei Brettchen aus Pappelsperrholz übernehmen, die in der Verkastung in einer gefrästen Nut sitzen.
An dieser Stelle geht’s jetzt erstmal weiter, bis der Futterstoff im Briefkasten liegt….

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LG,
Holger

hollyglane
27.01.2015, 14:18
....das ging ja mal schnell - der Futterstoff ist heute angekommen. Meine Sorgen bezüglich der Farbe und Transparenz haben sich in Luft aufgelöst. Gekommen ist genau das, was ich mir erhofft habe.

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Farbvergleich: Futterstoff - Koverall


Wenn noch jemand so seine Probleme mit der Farbe des Koverall hat - hier der Link zur cremigen und wirklich günstigen (1,40 €/m) Alternative:

http://www.ebay.de/itm/281558062209?_trksid=p2060778.m2749.l2648&var=580576613611&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT

Natürlich kann ich noch nichts zur Verarbeitung sagen - werde jetzt erstmal die Flächenmittelteile fertig stellen und dann das Koverall von meinem Opferstück abmachen und erneut mit den Tests beginnen. Sollte nach Olivers Methode alles positiv verlaufen, werde ich mir auf alle Fälle noch ein paar Meter für spätere Projekte nachordern.

LG,
Holger

Oliver.Prinz
28.01.2015, 17:06
Hallo Holger,

Leider kann man bei RCN nach wie vor keine Videos einstellen und muss immer den Umweg über YouTube gehen.
Denn anders hätte ich schon längst ein Mini-Video eingestellt, das Vieles nur durch's Anschauen erklärt.
Vielleicht raffe ich mich irgendwann doch noch auf und schreibe 'mal einen Bericht über diese Futterstoff-Bespann-
technik, die wirklich prima funktioniert.

Dir speziell biete ich aber an, dass Du mir gerne eine PN schreiben kannst, bei deren Rückantwort Du dann meine
Telefonnummer bekommst. Dann können wir live und verbal bestimmt einige Stolpersteine -wenn's denn welche
gibt- aus dem Weg räumen.

Oliver.

hollyglane
31.01.2015, 15:32
Vielen Dank zunächst einmal für das nette Angebot an Oliver – habe alles Weitere bereits in einer PN an ihn geklärt.

So, jetzt bin ich mit dem Flächenmittelteil und den Flächenverschraubungen einigermaßen auf dem Laufenden. Im vorderen Rumpf wie auch im hinteren Teil habe ich entsprechend Brettchen mit Einschlagmuttern angebracht – das war ja auch ursprünglich der Grund, Spanten zu verbauen, die die Kräfte aufnehmen und verteilen sollen. Die Bereiche in den Flächen wurden aufgefüllt und verstärkt, um die Schrauben aufnehmen zu können. Was soll ich groß erzählen – ist auf den Bildern hoffentlich hinreichend zu erkennen:

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Die Speerholzplatte muß noch mit 1,5er Balsa überklebt werden...

An dieser Stelle konnte ich es mir nicht verkneifen, alles bisher Entstandene mal zusammen zu stecken, gemütlich Platz zu nehmen und alles bei einer Zigarette und einer Flasche Bier genüsslich zu betrachten. Auch wenn noch viel zu tun ist - es sieht doch schon nach einem Flugzeug aus….:)

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Bei solchen Gelegenheiten denkt man natürlich auch schon mal an den Erstflug - oje:cry: - hoffe da auf Unterstützung von Björn aus dem Bad Iburger Verein. Björn - liest du hier eigentlich noch mit oder bist du schon geflüchtet?

LG,
Holger

hollyglane
01.02.2015, 15:02
...da hat mal wieder die Grobmotorik gesiegt - Ergebnis: fünf losgerissene Vertikalstreben im hinteren Rumpfbereich, der aufgrund des fehlenden Rumpfrückens noch etwas labil ist.

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...ich habe genervt wieder alles verklebt und jetzt jede Strebe sowohl von oben als auch von unten mit Zahnstochern verstiftet. Wird wohl kaum auffallen - oben werden die Stellen später von den Rippen verdeckt und von unten...naja...

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...viellecht lag es auch am Bier...;)

hollyglane
03.02.2015, 15:15
Hallo liebe Mitleser (die es hoffentlich noch gibt?),
...ich habe heute einen halben Tag frei und vorhin das Koverall bestmöglich von meinem Testobjekt entfernt. So gut es ging (ist ja schon Kleber drauf) noch einmal Porenfüller drauf, trocknen lassen und alles neu geschliffen. Jetzt ist das erste Stück Futterstoff zugeschnitten und auf die Rückseite (zuerst in Längsrichtung) geklebt/gebügelt worden. Nach Olivers Methode wird jetzt wie folgt (Zitat) weiter verfahren:

*** Empfehlen würde ich diese (mehrfach erprobte) Reihenfolge:
*** 1.Anstrich: ganz feiner Spannlackanstrich, nicht alle Löcher/Poren werden geschlossen,
*** mehrere Stunden trocknen,
*** 2.Anstrich: deutlich dickerer Lackanstrich, alle Löcher/Poren verschließen sich, ev. sieht jetzt die
*** Oberfläche streifig aus,
*** mehrere Stunden trocknen,
*** 3.Anstrich: mit reiner Nitro-Verdünnung, die Lackoberfläche wird angelöst und zerfließt gleich
*** wieder. Dadurch eliminiert man ggf. aufgetretene unschöne typisch weiße Spannlackschlieren und
*** gleichzeitig egalisiert sich eine pinsel-streifige Oberfläche. Nicht mit Nitro sparen und flott arbeiten.

Aus den vorherigen Statements entnehme ich, dass Punkt 1 mit einem 1:1 Spannlack/Verdünnung Gemisch erfolgen muß. Diesen Punkt sollte ich wahrscheinlich zweimal machen!?:confused:. Punkt 2 - also in diesem Falle der dritte Anstrich kann dann mit unverdünntem Spannlack erfolgen. Vor Punkt 3 graut mir schon - mit purer Verdünnung - mal sehen...

Melde mich wieder...

LG,
Holger

Milan
03.02.2015, 15:48
Hallo Holger!

Haben wir nicht ein tolles Hobby? Da bruddelt man Jahre, wenn nicht Jahrzehnte mit dem Modellbauen herum und steht immer noch vor neuen Ungewissheiten - äähm "Herausforderungen", die es zu bezwingen gilt.
Viel Glück, das wird schon. Schlimmstenfalls stirbt dein Testopfer den Heldentot.
Wenn es dann gelingt ist es umso schöner.
Ich hoffe das die Futterseide nicht im Laufe der Zeit, oder durch Temperaturunterschiede, oder hohe Luftfeuchtigkeit wieder schlaff wird.
Bin gespannt wie es weitergeht.

ZlG

Harry

hollyglane
03.02.2015, 17:29
ALARM - will gerade die 1:1 Mischung machen und sehe, dass ich keine Verdünnung sondern Terpentinersatz im Kanister habe.

Das geht doch hoffentlich auch ???:confused:

Bitte um schnelle Antwort - Danke.

Oliver.Prinz
03.02.2015, 21:14
Hallo Holger,

Mit anderen Lösemitteln wäre ich vorsichtig.
Am besten verdünnst Du Spannlack mit "reinem" Nitro (ohne Benzin-Zusätze, die färben leicht gelblich).

Die Sorge von Harry "... Ich hoffe das die Futterseide nicht im Laufe der Zeit, oder durch Temperaturunterschiede,
oder hohe Luftfeuchtigkeit wieder schlaff wird..." kann ich nehmen: ich bin letztes Jahr mit einem Futterstoff-Flieger
in einen Platzregen gekommen. Keine Chance rechtzeitig ins Auto zu kommen. Flieger war pitsch-nass. Und Ja, dann
war die Bespannung auch mehr als schlaff. ABER ... nach dem Trocknen war alles wieder wie vorher. Allerdings hatte
ich dann die Flügel so "eingespannt", dass sich kein Verzug einstellen konnte (wenn man die Flügel einfach hätte so
trocknen lassen).
Auch "im Laufe der Zeit" oder Temperaturunterschiede machen dieser Bespannung nichts aus. Mein Strolch muss
aufgrund seiner Größe auf dem bitter-kalten Speicher überwintern. Das macht er ganz gut.

Verzug ist das einzige Thema, das eine lange Lagerung zum Vorschein bringt. Aber das passiert mit Antik-Vlies- und/oder
Papierbespannung ebenfalls. Ist also kein "nur Futterstoff-Thema".

Ansonsten kann ich Dich nur ermuntern, weiter zu machen. Das funktioniert so wunderbar.

Oliver.

hollyglane
03.02.2015, 22:15
...da ich ja nun nicht weitermachen kann und erstmal Nitro-Verdünnung besorgen muß, habe ich mal etwas rumgespielt und bin einem Stück Futterstoff mit dem Bügeleisen auf höchster Stufe auf den Pelz gerückt. Oje - habe ich mich doch wieder zu früh gefreut? Der Stoff läßt sich nichts anmerken - ein Stück Koverall zieht sich bei diesen Temperaturen sofort zusammen. Habe ich jetzt auch noch den falschen Stoff erwischt? (100% Polyester, bis 30Grad waschbar) :cry:ich will aufn Arm...

Was nun - irgendwie ist hier doch der Wurm drin...

LG,
Holger

Dieter F.
04.02.2015, 08:54
Wieso nimmst Du nicht einfach Bespannvlies? Das ist bewährt, günstig und für Deinen Flieger auch optimal geeignet. Da wird auch nichts schlaff, auch wenns mal etwas draufregnen sollte (vorausgesetzt, es istordentlich lackiert).

Milan
04.02.2015, 12:05
Mahlzeit.


ich will aufn Arm...

Köstlich :D:D:D



Wieso nimmst Du nicht einfach Bespannvlies?

Ich denke das sich Holger rein optische Vorteile gegenüber Vlies/Koverall verspricht.
Allerdings, die mechanischen Nachteile der Seide (nicht dauerhaft - zuverlässig stramm, permanente Verzugsgefahr) wie sie Oliver beschreibt sind aber auch nicht ohne. :confused:

@Holger

Das mit dem Wurm löst du so: Zieh den Test mit der Seide komplett durch; inclusive beregnen und entscheide dann, ob der besseren Optik? wegen die Futterseide immer noch die erste Wahl ist.

LG

Harry

hollyglane
04.02.2015, 14:26
...stehe beiden Varianten (Koverall / Futterstoff) grundsätzlich ganz offen und unvoreingenommen gegenüber. Momentan favorisiere ich aber den Futterstoff, da er mir einfach farblich besser gefällt. Mal sehen, wie es mit dem Futterstoff weiter geht - der Bügeleisentest von gestern läßt mich da eher skeptisch werden. Habe viel mehr Reduzierung durch Hitze erwartet - da tut sich so gut wie garnichts. Vielleicht erreicht der Spannlackauftrag da ja noch etwas.

LG,
Holger

Milan
04.02.2015, 15:32
........oder die fertig bespannte Fläche in die Waschmaschine geben und bei 60° waschen, dann müßte das Polyester eigentlich schrumpfen.

Nee im ernst: ich vermute das die Seide die Farbe des getrockneten Spannlacks annimmt. Die Seide ist hauchdünn, das ist nicht viel mit eigener Farbdeckung.
Bin gespannt wie Bolle was für ein Ergebnis dabei rauskommt.

LG

Harry

Oliver.Prinz
05.02.2015, 06:44
Vorsicht: Seit ein paar Einträgen wird nun Futterstoff mit Seide beschrieben.
Das ist nicht richtig.

Die Bespannmethoden von Futterstoff und Seide sind deutlich unterschiedlich
und -so empfinde ich es- Seide lässt sich einiges schwerer bespannen.
Futterstoff färbt im Übrigen nicht ab, was bei Seide aber durchaus möglich ist.

@Holger:
Wenn Du schreibst, Du hast Polyester-Futterstoff, sollte dem Spannen nichts
im Wege stehen. Aber klar, eine große Delle wirst Du nicht so einfach wegbügeln
können, wie z.B. mit Oracover. ABER: Es ist eh sehr viel besser, wenn man den
Stoff während des Aufbringens schon sauber "vorspannt". Nicht viel, aber so, dass
kaum/keine Dellen oder Wenig-Gespanntes übrig bleibt.
Was im Übrigen für alle Bespannungen gilt.

Mir ist es schon passiert, dass ich beim Aufbringen des Futterstoffs nicht sorgfältig
genug gearbeitet hatte. Ich konnte dann mit dem Bügeleisen eine große Delle nicht
spannen. In einem solchen Fall habe ich die Klebestelle (UHU contact) mit dem Bügel-
eisen stark erwärmt und nochmals nachgespannt. Das geht gut.
Auch habe ich schon mit Spannlack bestrichene Stelle nochmals mit dem Bügeleisen
nachgespannt. Hier nahm ich dann deutlich mehr Hitze.

@alle:
Am liebsten würde ich "allen Skeptikern" all meine Modelle in die Hand drücken, die
beweisen, welche wunderbare Alternative Futterstoff ist.

Oliver.

hollyglane
05.02.2015, 10:14
....ich werde wohl heute abend noch zum Baumarkt kommen um mir die Nitro-Verdünnung zu holen. Dann geht es einfach mal unbeirrt weiter und ich werde sehen was am Ende rauskommt.

Der Stoff ist rundherum recht sauber verklebt und eigentlich auch schon ganz gut vorgespannt. Etwas mehr Reaktion auf Hitze wie beim Koverall wäre schön - aber wenn es letzten Endes auch so geht....

LG,
Holger

1tuppi
05.02.2015, 12:56
Zuallererst: Ein schöner Baubericht!

Ich wünsche Dir, dass Dein Baumarkt wirklich reine Nitroverdünnung hat. Ich wäre sehr vorsichtig mit den Nitroverdünnungen, die angeblich auch für Chlorkautschuklacke und was-weiß-ich noch für andere Lacksorten geeignet sein sollen. Wenn Du Pech hast, ist da irgendein Anteil drin, den der Spannlack nicht mag und dann einen Klumpen bildet. Garupner hatte früher zwei verschiedene Sorten Spannlack; bei der einen Sorte musste man exakt die vorgeschriebene Verdünnung verwenden (natürlich von Graupner...) ansonsten hatte man Klumpen und Krümel...

Die einzige Verdünnung, bei der ich bei den jetzt noch erhältlichen Sorten Spannlack keine Probleme gehabt habe, ist Aceton.

Thorsten

hollyglane
05.02.2015, 13:54
Hallo Thorsten,

...danke für den Hinweis - leider schon zu spät. Habe gerade die Mittagspause genutzt um mir einen Liter zu besorgen. Drauf steht "Nitro-Verdünnung" - ob es auch drin ist, erfahre ich dann wohl heute Abend. Werde zum Testen auch erst mal nur eine geringe Menge anmischen.

Ich habe übrigens den Spannlack von Aeronaut.

LG,
Holger

hollyglane
06.02.2015, 16:45
…so, habe die ersten Testversuche mit Futterstoff gemacht. Ihr wollt ja, dass ich davon berichte – also haue ich hier einfach mal alles raus…

Der Stoff wurde auf beiden Seiten rundherum mit dem Uhu Kraftkleber aufgeklebt.

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Bis auf ein paar kleine Dellen lag er schon recht gut an.

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Diese Dellen ließen sich mit dem Bügeleisen beseitigen. Nachdem der Kleber völlig getrocknet war, habe ich die Klebestellen mit 1:1 verdünntem Spannlack/Nitroverdünnung satt angetupft/-gestrichen und 1Std. trocknen lassen. Die Nitro-Verdünnung (Renovo vom hagebau) und der Spannlack (Aeronaut) vertragen sich wunderbar – keine Klümpchen- oder Flockenbildung.

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Danach wurde der verdünnte Spannlack zweimal auf die Felder wedelnd aufgetragen – nach jedem Anstrich natürlich komplett abtrocknen lassen (was recht schnell ging). Bestrichen wurden die vier Felder rechts. Die Felder der zweiten Reihe habe ich dann noch zweimal mit annähernd unverdünntem Spannlack bestrichen. Das Ergebnis sah so aus.

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…nach dem Trocknen (2Std.) sah es so aus.

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Verglichen mit den rechts daneben liegenden Feldern, die nur zweimal mit verdünntem Spannlack bezogen wurden, ist der Auftrag und auch das Pinselmuster deutlich zu erkennen. Um das etwas zu glätten, sollte die Fläche jetzt noch mit reiner Nitro-Verdünnung bearbeitet werden.

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Nachdem die Verdünnung verflogen/getrocknet war, hat sich das Bild leider nicht sonderlich verändert.

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….also noch mal die Verdünnung drauf....

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…aber auch diesmal ist der Lack nicht wirklich verlaufen und geglättet. Das schönste, gleichmäßige Bild erzielt man also auf jeden Fall wohl mit 1:1verdünntem Spannlack. Ich denke, wenn man den drei- bis viermal aufträgt, bekommt man damit auch alles verschlossen.

Also alles durchaus vergleichbar mit meinen bisherigen Koverall Erfahrungen. Was mir aber gar nicht gefällt: Der Futterstoff ist zwar glatt und wirft keine Falten – spannen tut das Koverall aber deutlich strammer. Auch die zwei zusätzlich unverdünnt behandelten Flächen sind nicht wirklich strammer geworden. Bügeleisen, Fön und Spannlack sind scheinbar zu schwach für dieses Material.

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Jetzt bleibt mir nur noch eine Möglichkeit: der Stoff muss im Vorfeld mit Gewalt gespannt werden. Ich habe also die Hardcore-Waffe :mad: aus dem Kasten geholt – eine Heißluftpistole von Steinel, mit der man auch wenn nötig einen Brand legen kann. Auf Stufe 1 habe ich jetzt mein Opferstück vorsichtig nachbehandelt. Die bereits mit Spannlack überzogenen Partien wurden sofort gelb – der Rest aber hat mich verstanden und sich so gespannt, wie ich es mir schon von der Bügeleisenbehandlung erhofft hatte. Jetzt habe ich wieder 4 Felder mit 1:1 Mischung bearbeitet. Nach dem vierten Anstrich sieht es jetzt so aus.

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…ganz OK – Spannung ist auch gut. Man sieht nach dem vierten Anstrich jetzt allerdings auch hier leichte Pinselspuren. Vielleicht bekomme ich das mit einem anderen Pinsel aber auch noch besser hin.

Grundsätzlich kann man also sagen, die Bespannung mit Futterstoff funktioniert - auch wenn mir die Koverall Variante aufgrund der besseren Schrumpffähigkeit einfacher erscheint. Kann aber natürlich auch an meinem Stoff liegen - sicher gibt es auch hier Unterschiede.

LG,
Holger

Oliver.Prinz
06.02.2015, 18:40
Hallo Holger,

Gleich vorab: Es ist wirklich sehr schön, wie detailliert Du hier berichtest. Das ist wirklich klasse !

Auf den Fotos meine ich einige kleine "Fehlerchen" zu erkennen:
• Der UHU contact kann komplett getrocknet sein (klebt dann nicht mehr) und Du "klebst" den Futterstoff mit Hilfe
des Bügeleisens an. Also mit Hitze. Du musst nicht "mit Spannlack ankleben" (das ist die "alte" Methode).

• Was mich stutzig macht: Wenn Du wedelnd den Spannlack aufträgst, wieso sieht man dann auf den Bildern
sehr schön gerade Pinselstriche. Die sollten eigentlich durch das Wendeln gar nicht in Erscheinung treten.
Die Wedelbewegung muss quasi aus dem Handgelenk kommen, also kein typischer Pinselstrich.

• Die einzelnen Spannlack-Anstriche müssen deutlich länger trocknen dürfen, ich meine hier mehrere Stunden, besser bis
zum Folgetag. Denn, wenn er zwar "trocken aussieht", hat er noch längst nicht "seine Festigkeit" erreicht. Das ist auch der
Grund, weswegen Du mit dem "Zwischenanstrich" mit Nitro kein gutes Ergebnis erzielt hast. Dann ist der Lack noch zu frisch,
löst Du diesen viel zu leicht und "zu tief" an und Du drückst quasi mit dem Pinsel wieder Steifen rein.

• Ich vermute auch, der Pinsel hat "etwas störrische Borsten" und die Borsten legen sich nur schwer um. Mein Pinsel hat
ca. 3cm lange Borsten, die sich leicht umlegen, sobald sie eine Oberfläche berühren.

• Mir gelingen die Nitro-Zwischenanstriche im Übrigen noch viel besser, indem ich den Pinsel ganz flach über die Ober-
fläche ziehe (also annähernd tangential, anstatt "von oben").

• Beim Nitro-Anstrich muss man sehr flott arbeiten. Mit dem Pinsel trage ich wirklich viel Nitro auf, verstreiche es sehr schnell,
sodass ich eine gleichmäßig mit Nitro benetzte (fast schwimmende) Oberfläche sehe. Sobald das Nitro den Spannlack zu viel
anlöst, war man zu langsam und dieses Nitro-Spannlack-Gemisch fühlt sich beim Streichen schon wieder dicker an.

• Meine besten Futterstoffbespannungen haben zwei Spannlack-Anstriche: der erste mit wenig Spannlack und der zweite mit
satt Spannlack (alle 1:1 verdünnt). Dann einen finalen Nitro-Endanstrich (rein zur Schönheit).
Die Spannkraft ist vollkommend ausreichend.

Leider liest sich das Ganze hier fürchterlich kompliziert, obwohl es das überhaupt nicht ist.

Ich hoffe, ich konnte Dir und den Mitleser etwas helfen.

Oliver.

hollyglane
06.02.2015, 19:18
Hallo Oliver,

...danke für die schnelle Antwort!



• Der UHU contact kann komplett getrocknet sein (klebt dann nicht mehr) und Du "klebst" den Futterstoff mit Hilfe des Bügeleisens an. Also mit Hitze. Du musst nicht "mit Spannlack ankleben" (das ist die "alte" Methode).
OK - kann ich einen Schritt sparen.

• Was mich stutzig macht: Wenn Du wedelnd den Spannlack aufträgst, wieso sieht man dann auf den Bildern
sehr schön gerade Pinselstriche. Die sollten eigentlich durch das Wendeln gar nicht in Erscheinung treten.
Die Wedelbewegung muss quasi aus dem Handgelenk kommen, also kein typischer Pinselstrich.
Habe nur die ersten zwei Durchgänge gewedelt um das Eindringen zu verhindern - danach habe ich gestrichen. Werde ich ändern....

• Die einzelnen Spannlack-Anstriche müssen deutlich länger trocknen dürfen, ich meine hier mehrere Stunden, besser bis zum Folgetag. Denn, wenn er zwar "trocken aussieht", hat er noch längst nicht "seine Festigkeit" erreicht. Das ist auch der Grund, weswegen Du mit dem "Zwischenanstrich" mit Nitro kein gutes Ergebnis erzielt hast. Dann ist der Lack noch zu frisch, löst Du diesen viel zu leicht und "zu tief" an und Du drückst quasi mit dem Pinsel wieder Steifen rein.
Gilt das für jeden Durchgang oder nur für den Letzten vor der Nitrobehandlung?

• Ich vermute auch, der Pinsel hat "etwas störrische Borsten" und die Borsten legen sich nur schwer um. Mein Pinsel hat ca. 3cm lange Borsten, die sich leicht umlegen, sobald sie eine Oberfläche berühren.
Stimmt - ist relativ hart und wohl auch zu klein (ca. 15mm breit). Werde ich ändern...

• Mir gelingen die Nitro-Zwischenanstriche im Übrigen noch viel besser, indem ich den Pinsel ganz flach über die Oberfläche ziehe (also annähernd tangential, anstatt "von oben").
• Beim Nitro-Anstrich muss man sehr flott arbeiten. Mit dem Pinsel trage ich wirklich viel Nitro auf, verstreiche es sehr schnell, sodass ich eine gleichmäßig mit Nitro benetzte (fast schwimmende) Oberfläche sehe. Sobald das Nitro den Spannlack zu viel anlöst, war man zu langsam und dieses Nitro-Spannlack-Gemisch fühlt sich beim Streichen schon wieder dicker an.
Denke das eigentlich auch so gemacht zu haben. Also nochmal probieren...

• Meine besten Futterstoffbespannungen haben zwei Spannlack-Anstriche: der erste mit wenig Spannlack und der zweite mit satt Spannlack (alle 1:1 verdünnt). Dann einen finalen Nitro-Endanstrich (rein zur Schönheit).
Die Spannkraft ist vollkommend ausreichend.
Mißverständnis - habe "deutlich dickerer Lackanstrich" als Anstrich mit weniger Verdünnung verstanden. Also Mischungsverhältnis beibehalten und nur den Pinsel stärker tränken.

Leider liest sich das Ganze hier fürchterlich kompliziert, obwohl es das überhaupt nicht ist.
Ist garnicht so schlimm - Übung bringt irgendwann Routine...

Ich hoffe, ich konnte Dir und den Mitleser etwas helfen.
Konntest du - Danke.

Also, auf ein Neues. Habe ja noch ein paar freie Felder...
Holger

Oliver.Prinz
07.02.2015, 18:33
Hallo Holger,

Zu Deiner Frage:

• Die einzelnen Spannlack-Anstriche müssen deutlich länger trocknen dürfen, ich meine hier mehrere Stunden, besser bis zum Folgetag. Denn, wenn er zwar "trocken aussieht", hat er noch längst nicht "seine Festigkeit" erreicht. Das ist auch der Grund, weswegen Du mit dem "Zwischenanstrich" mit Nitro kein gutes Ergebnis erzielt hast. Dann ist der Lack noch zu frisch, löst Du diesen viel zu leicht und "zu tief" an und Du drückst quasi mit dem Pinsel wieder Steifen rein.
Gilt das für jeden Durchgang oder nur für den Letzten vor der Nitrobehandlung?

Die Spannlack-Anstriche sollen länger (Folgetag) durchtrocknen, damit sie nicht vom (finalen) Nitro-Anstrich
so leicht bzw. so "tief" angelöst werden können.

Oliver.

hollyglane
08.02.2015, 23:55
…viel Zeit für`s Hobby blieb an diesem Wochenende leider nicht. Habe trotzdem noch etwas ausprobiert:

Heute morgen ein weiteres Feld mit verdünntem Spannlack „eingewedelt“ (wie von Oliver beschrieben) um die Poren erstmal weitestgehend zu schließen - könnte man sicher auch noch einmal wiederholen. Bis vorhin abtrocknen lassen und dann den zweiten Auftrag aufgespritzt. Mit der Airbrush Pistole funktioniert das nicht – das Spannlackgemisch ist für diese Düsen zu dickflüssig und die Sprühweite zu gering. Was aber super ging, war das Spritzen mit dieser alten, eigentlich schon ausrangierten Billigversion.

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Diese Pistole stammt aus einem Beginner-Set, wie es sie z.B. auch von Revell gibt und ist für kleines Geld gebraucht gut zu bekommen. Zur Lackierung von kleinen Modellautos taugt sie nicht – hierfür scheint sie aber genau richtig zu sein um (mit 2bar) einen für unsere Zwecke gleichmäßigen Auftrag hinzubekommen. Auf jeden Fall besser, als ich es je mit noch so einem guten Pinsel hinbekommen würde. Bin gespannt, wie es morgen abgetrocknet aussieht.

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LG,
Holger

hollyglane
09.02.2015, 13:38
...ich schon wieder.

Möchte nur als kleinen Nachtrag zur letzten Meldung mitteilen, dass ich gestern abend noch ein weiteres Feld bespritzt habe, OHNE es vorher mit dem Pinsel bearbeitet zu haben - das Feld war also "jungfräulich". Nachdem es jetzt abgetrocknet ist, habe ich hier eine glatte, geschlossene Fläche. Auch gegen das Licht gehalten, gibt es keinen "Sternenhimmel" - alle Poren sind verschlossen. Ein Bild werde ich heute abend noch nachreichen. Man kann also das ganze Prozedere mit dieser Art des Lackauftrags auch in EINEM Schritt erledigen!

LG,
Holger

hollyglane
09.02.2015, 18:21
..hier nun zwei Bilder dazu:

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..ist bildlich immer etwas schwierig darzustellen. Hat aber einen schön gleichmäßigen, matten Glanz und ist wirklich dicht.

LG,
Holger

Oliver.Prinz
09.02.2015, 20:23
Wow Holger, das toppt ja (fast ;)) auch meine Futter-Bespannungsmethode. Echt klasse.
Danke wieder für diese ausführliche Dokumentation.

Wie ist denn die Belastung mit Dämpfen, wenn Du air-brushst? Vermutlich ziemlich schlimm, da so
viel Luft "verblasen" wird. Aber mit GAX-Maske dürfte auch das in den Griff zu bekommen sein.

Wie empfindest Du nun letztendlich die Futterstoff-Bespannung?
Gut, besser, superb, revolutionär, ... ?

Liebe Grüße,
Oliver.

hollyglane
09.02.2015, 21:40
Hallo Oliver,

...ich muß gestehen, ich habe die Versuche bei geöffnetem Kellerfenster und ohne Maske (besitze keine) vollzogen. Sicher nicht zu empfehlen aber es waren ja nur kleine Flächen. Das es aber deutlich schlimmer war als bei meinen Pinselversuchen kann ich auch nicht behaupten.

Zum Futterstoff: Ja, keine Frage - eine gute Lösung! Die Vorteile liegen in der Farbvielfalt und dem geringen Preis (ich habe 1,40€ für 1m x 1,50m bezahlt). Der Nachteil in meinem Fall ist eben, dass ich eine ordentliche Spannung nur mit der Hardcoe-Methode in Form einer Heißluftpistole erreichen kann - wenn man nicht vorsichtig genug ist, kann das natürlich auch schon mal in die Uhr gehen. Ansonsten ist eigentlich alles mit Koverall vergleichbar.

Ich werde in diesem Fall meinen Flieger also wohl mit dem Futterstoff überziehen. Zur Spannlackbehandlung der großen Flächen muß ich auf etwas besseres Wetter warten und das Prozedere dann ins Carport verlegen. Jetzt werde ich erstmal das "kleine" Seitenleitwerk beziehen, um es danach mit dem Höhenleitwerk zu verkleben. Ich glaube das ist einfacher, als umgekehrt. Ob ich die ganze Leitwerkseinheit dann auch erst nach der Bespannung des Rumpfes an diesen klebe????

Was mich noch gerade verunsichert: Sind die Ruderausschläge ausreichend oder muß ich noch etwas wegschleifen?? Habe keine Lehre um die Grade zu ermitteln - kann man das nicht auch über den Daumen in cm nach links und rechts bzw. oben und unten ausdrücken?

LG,
Holger

ratzfatz
12.02.2015, 12:54
Zum Futterstoff: Ja, keine Frage - eine gute Lösung! Die Vorteile liegen in der Farbvielfalt und dem geringen Preis (ich habe 1,40€ für 1m x 1,50m bezahlt). Der Nachteil in meinem Fall ist eben, dass ich eine ordentliche Spannung nur mit der Hardcoe-Methode in Form einer Heißluftpistole erreichen kann - wenn man nicht vorsichtig genug ist, kann das natürlich auch schon mal in die Uhr gehen. Ansonsten ist eigentlich alles mit Koverall vergleichbar.
LG,
Holger

Musst Du beim Koverall denn nicht auch mit der Heissluftpistole und/oder Bügeleisen spannen?
ng
christoph

hollyglane
12.02.2015, 21:35
Musst Du beim Koverall denn nicht auch mit der Heissluftpistole und/oder Bügeleisen spannen?

Hey Christoph,

..klar, das Koverall wird auch mit Hitze gespannt. Allerdings reicht dazu schon mein kleines, altes Bügeleisen auf mittlerer Stufe. Selbst auf höchster Stufe kann das bei meinem Futterstoff leider nicht viel bewirken - da muß dann eben die Heißluftpistole ran - dann klappt es.

Aber wie gesagt - ich will das nicht verallgemeinern. Womöglich gibt es dahin gehend auch unter den Polyester Futterstoffen Unterschiede. Ich fürchte aber, dass der Grenzbereich zwischen "Spannen und Loch einbrennen" bei dieser Hardcore-Methode geringer ist und man entsprechend vorsichtiger sein muß. Beim Test ist alles gut gegangen und ich hoffe, dass sich das im Echtbetrieb nicht ändern wird.

Ich sehe in dieser Methode und der "Unlust" am Zusammenziehen aber auch noch einen weiteren Vorteil. Beim Futterstoff blieben alle geklebten Stellen sauber und gerade - beim Koverall hatte ich da zwei Problemstellen: Als ich die freien Flächen mit dem Bügeleisen gespannt habe, bin ich auch noch unvorsichtig über die geklebten Stellen gefahren - dabei hat sich auch dort das Koverall an zwei Stellen dermaßen zusammengezogen, dass man auf`s nackte Holz gucken konnte.

Hat nicht noch einer eine "Faustregel" in Bezug auf die Ruderausschläge bereit?? :confused:

LG,
Holger

hollyglane
14.02.2015, 21:20
....nachdem ich nun seit ein paar Tagen nichts Produktives am Modell gemacht habe, fiel mir eben das Glas auf, in dem ich den Spannlack angemischt habe.

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Mein Gemisch sieht plötzlich aus wie eine Urinprobe :eek:. Da scheint es wohl doch kleine Unstimmigkeiten zwischen dem Spannlack und der Nitro-Verdünnung zu geben. Die fertig behandelten Flächen auf meinem Testopfer haben sich farblich aber nicht verändert - Gott sei Dank!

Daraus muß man wohl die Erkenntnis ziehen, dass der angemischte Lack möglichst sofort zu verarbeiten ist und nicht gelagert werden kann. Ist es euch ähnlich ergangen?

LG,
Holger

Elfman
14.02.2015, 23:39
Sieht tatsächlich aus wie Pippi. :):):)

Der letzte Spannlach den ich benutzte , von Graupner, war immer glasklar, vertrocknete nur mit der Zeit wenn er offen stand. Pippifarben wurde der nie :rolleyes:

hollyglane
28.03.2015, 12:45
Hallo – möchte mich nach kleiner Schaffenspause wieder zurück melden. Viel war in den letzten Wochen leider nicht möglich. Die Leitwerkseinheit und auch alle Ruderplatten wurden schon mal mit Futterstoff überzogen.

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…der Spannlack folgt demnächst bei gutem Wetter mit der kleinen Airbrush-Pistole im Carport.


Also habe ich erstmal mit der Rumpffront weiter gemacht. Der obere Teil der Haube soll geschraubt werden – der untere Teil muss zum Akkuwechsel leicht abnehmbar sein und soll sich deshalb mit Magneten am Rumpf halten.

Hier die Entstehung des oberen Teils…..

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…und der unteren Stufe am Rumpf, auf der später der untere Haubenteil aufliegen soll…

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Nach einer Menge Staub sah es dann grob verschliffen schon mal so aus….

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Der hintere Teil wird natürlich fest mit dem Rumpf verklebt. Von unten habe ich die Motorplatte aus zwei Gründen noch aufgefüttert: Zum Einen lässt sich die Haube dann besser am Propeller vorbei nach vorne abziehen und zum Zweiten habe ich in den 5mm links und rechts jeweils einen Magneten versteckt. Gedeckelt wurde das Ganze noch mit 0,6er Speerholz, was der Magnetwirkung keinen großen Verlust beschert. Die Löcher nehmen die Schrauben auf, mit der der obere Deckel gehalten wird.

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…und jetzt geht es langsam am unteren Teil weiter…

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LG,

opflettner
28.03.2015, 18:43
Deine bespannten Teile sehen sehr schön aus.
Welchen Spannlack verwendest Du? Mit Nitroverdünner hatte ich bei Spannlack auch Probleme, der wurde ganz weiß...auf jeden Fall habe ich mich dann , weinenden Auges, wegen den Kosten; doch für den, zu dem jeweiligen Spannlack angebotenen, original-Verdünner entschieden.

hollyglane
29.03.2015, 13:49
Hallo OP,

...schön von dir zu hören. Die überzogenen Teile sind aber allesamt noch jungfräulich und noch NICHT mit Spannlack versiegelt - das werde ich dann später bei gutem Wetter draußen machen. Ich habe den Spannlack von Aeronaut und dazu eine Nitroverdünnung aus dem "hagebau" namens Renovo. Die vertragen sich eigentlich sehr gut und das damit behandelte Teststück sieht sehr gut aus. Allerdings hat sich das im Glas verbliebene Restgemisch, wie oben beschrieben, farblich verändert - sieht jetzt aus wie eine Urinprobe :-) Auf dem Futterstoff ist davon aber nichts zu sehen. Also immer nur soviel anmischen wie auch direkt verarbeitet werden kann!

LG,
Holger

hollyglane
30.03.2015, 18:41
….beim gestrigen Sturm- und Regenwetter hat Papa sich in den Keller verkrochen und wieder etwas Balsastaub produziert…

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…währe wohl schöner gewesen, wenn ich auch die Seitenteile mit der Stirnseite nach außen verklebt hatte. Da die ganze Front wahrscheinlich aber eh unter Farbe verschwindet, ist das Ganze wohl nicht so tragisch.

Jetzt suche ich erstmal nach der Motivation, alles sauber in Form zu schleifen und genau am Rumpf anzupassen. Wie ich das so sehe, werde ich heute wohl nichts mehr finden...:mad:

LG,
Holger

opflettner
30.03.2015, 20:04
schöne "Resteverwerung"

hollyglane
06.04.2015, 14:47
OP: ...wir lassen hier eben nix verkommen...

…zunächst aber erstmal „frohe Ostern“ an Alle. Traditionsgemäß geht bei mir an solchen Tagen nicht viel in Sachen Hobby – Kaffeetrinken mit den Lieben ist angesagt. Bevor gleich die Schwiegereltern anrücken, hier noch ein kleiner Nachtrag:

Ich habe die Haube mittlerweile verschliffen und mich mühsam per Papierform an die Frontscheibe gemacht. Das langsame Heranschnippeln an die richtigen Rundungen ist echt übel. Das Ergebnis ist auch nicht perfekt und muss vielleicht noch einmal neu angegangen werden. Der jetzige Stand…

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LG,
Holger

hollyglane
16.04.2015, 17:24
Hallo,

...leider komme ich schon seit Tagen wiedermal nicht so wirklich weiter - halt das Übliche - Job, Haus und Hof und natürlich auch die Familie. Dennoch schwiert mir natürlich immer die Baustelle durch den Kopf und ich überlege, ob ich nicht doch noch eine kleine Abwurfklappe einbauen sollte. Meine Frage: Würde eine einzelne, sich hinten öffnende Klappe nicht wirken wie ein Höhenruder? Zwei sich seitlich öffnende Klappen wären mit einem Servo wohl nur mit einer komplizierten Mechanik möglich? So richtig gute und dabei einfache Lösungen kann mir auch die Suchmaschine nicht zeigen. Hat jemand einen Vorschlag?

Danke,
Holger

hastf1b
16.04.2015, 18:50
Ganz schnell und grob eine Skizze gemacht. Lösung mit zwei kleinen Ringösen. eine Öse an den Rumpf (Seitenwand oder Boden) die zweite an die Klappe. Einen 0,8 mm Stahldraht oder dickes Perlonseil durch die beiden Ösen schieben Klappe geschlossen. Beim bewegen des Ruderarms wird der Draht/Perlon aus den beiden Ringösen heraus gezogen Klappe öffnet sich. Nur als Anhalt ist noch ausbaufähig.:)

Heinz

hollyglane
19.04.2015, 11:14
Hallo Heinz,

..ja danke, das würde schon gehen - nur kriege ich die Klappen dann nicht wieder zu. Auf der Intermodellbau stand eine schöne "Miss-America", bei der auch nur eine, sich hinten abneigende Klappe verbaut war. Scheint also auch zu gehen und wäre dann von der Ansteuerung her auch nicht kompliziert. Meine Sorge war nur, dass so eine Klappe dann ausgefahren wie ein Tiefenruder wirken könnte.

LG,
Holger

hastf1b
19.04.2015, 11:49
Noch`n Gedicht. (Frei nach Heinz Erhardt) :)

Die Klappe seitlich, rechts oder links, oben anschlagen. Im Innenraum eine schräge Rampe einbauen damit das Füllgut durch die Schwerkraft heraus fällt. Mechanismus mit den Ösen wie oben beschrieben. Evtl. schließt sich die Klappe durch den Fahrwind wieder oder einen kleinen Spoiler anbringen.

Heinz

hollyglane
26.04.2015, 15:23
Heinz: danke für die Skizzen. Meinst du nicht, dass sich eine frei schwingenden Klappe schon aufgrund des Fahrt/Flugwindes und vielleicht geringem Abwurfgewichts (z.B. ein kleiner Fallschirmspringer) erst garnicht richtig öffnen wird? Würde das doch gerne per Servo direkt steuern. Im Moment habe ich aber keine Ahnung wie es mit dem Schwerpunkt laufen wird - deshalb werde ich den Plan der Abwurfklappe doch erstmal ganz ans Ende der Bauphase verschieben.

….nachdem ich die Entscheidung lange vor mir her geschoben habe, wurde heute nun doch die Leitwerkseinheit mit dem Rumpf verklebt.

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...ist ja auch nicht übermäßig groß und sollte auch so ganz gut zu händeln sein. Jetzt kommt der Rumpfrücken dran – bei den dazu notwendigen Rippen taste ich mich gerade langsam an deren Form heran. Die vom Plan kann ich nicht verwenden, da ich ja den Rumpf im vorderen Bereich etwas breiter und die Flächen mit einem geraden Mittelteil versehen habe. Die Rippenstärke wird 4mm (2 x 2mm verleimte Balsabrettchen) betragen.

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LG,
Holger

hollyglane
24.05.2015, 21:49
…an der leider nur sehr eingeschränkt vorhandenen Hobbyzeit hat sich nichts geändert und so geht es nur langsam voran - hoffe, ihr habt euch nicht alle schon entnervt abgewandt. Die Rippen für den Rumpfrücken mit den eingelassenen kleinen Löchern für die Ruderanlenkungen sind entstanden und verklebt.

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…der Bereich vor dem Leitwerk wurde beplankt.

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…die PVC-Röhrchen für die Anlenkungen sitzen auch. Da geht es jetzt in gewohnt kleinen Schritten weiter.

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LG,
Holger

opflettner
24.05.2015, 22:57
sieht vielversprechend aus.
Und schöne Pfingsten mit gutem Flugwetter.

hollyglane
25.05.2015, 00:21
...Danke OP - wünsche ich dir auch. Die Familie hat mir heute "Freigang" gewährt und ich war als Besucher (bei schönstem Wetter) zum Luftzirkus des Modellflugclubs "Ikarus" in Harsewinkel. Die größte und beste Modellflugshow die ich kenne - einfach genial.:):)

LG,
Holger

hollyglane
30.05.2015, 18:08
…die Führungsrohre für die Anlenkungen sind verklebt.

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…der Rumpfaustritt. Eigentlich wollte ich die Röhrchen aus dem hinteren Feld rausführen – so ist aber die Verwindung geringer und alles läuft geschmeidiger.

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LG,
Holger

hollyglane
31.05.2015, 15:24
…Servos und Empfänger suchen ihr Plätzchen.
Würde gerne alle Komponenten auf einem leicht ausbaubaren Brett verbauen. In etwa so...

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Ich bin mir noch etwas unschlüssig, wie ich die Antennen verlege – sollen ja ca. im 90° Winkel zueinander stehen. Vielleicht Eine im PVC Röhrchen nach hinten und die Andere im PVC-Röhrchen nach unten führen?:confused:

Die nach unten Geführte würde ungefähr 3 - 4 cm aus dem Rumpf gucken. (siehe die roten Skizzen im letzten Bild)

LG,
Holger

Nichtflügler
31.05.2015, 18:53
Die Antennen kann man komplett im Rumpf lassen, da braucht nix rausgucken.

Die Ausrichtung mit 90 Grad Winkel ist ok.

hollyglane
06.06.2015, 15:01
…so, die Servos sitzen und die Gestänge sind erstmal verlötet. Die zusätzliche Sicherungsschraube hätte ich mir wahrscheinlich auch schenken können. Das Brett wird vorne geklemmt und hinten durch die vier Servoschrauben gehalten.

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..jetzt geht es an den Antenneneinbau.

Nichtflügler: ..ja, aber das Rausschauen wird sich aufgrund der Antennenlänge wohl nicht ganz vermeiden lassen.

LG,
Holger

Nichtflügler
06.06.2015, 23:33
Von den Antennen zählen nur die letzten 3 cm, der Rest ist nur abgeschirmtes Verlängerungskabel.
Eine also direkt nach hinten legen und die andere hätte doch mindestens 5 cm Platz nach unten, da kannst du den Rest der Antenne beliebig verlegen, meinetwegen auch Knoten reinmachen oder Kringel oder was immer du möchtest. :D
Nur die letzten 3 cm sollten geradlinig nach unten stehen.

hollyglane
07.06.2015, 00:15
Von den Antennen zählen nur die letzten 3 cm, der Rest ist nur abgeschirmtes Verlängerungskabel.
Eine also direkt nach hinten legen und die andere hätte doch mindestens 5 cm Platz nach unten, da kannst du den Rest der Antenne beliebig verlegen, meinetwegen auch Knoten reinmachen oder Kringel oder was immer du möchtest. :D
Nur die letzten 3 cm sollten geradlinig nach unten stehen.

...ist das wirklich so? Habe immer geglaubt, die Antennenlänge wäre von entscheidener Bedeutung. Würde mir die Sache natürlich vereinfachen - danke für die Info.

LG,
Holger

Eckart Müller
07.06.2015, 12:50
Ja, das ist wirklich so. Seit 2,4 GHz gang und gäbe ist!

matzito
09.06.2015, 06:42
Ein schoenes Projekt, nur die Gestaenge erscheinen mir doch ein bischen sehr schwer, kann man da nicht Kunststoffzuege nehemen mit 0,8mm Innendraht?

hollyglane
09.06.2015, 13:13
Ein schoenes Projekt, nur die Gestaenge erscheinen mir doch ein bischen sehr schwer, kann man da nicht Kunststoffzuege nehemen mit 0,8mm Innendraht?

Hallo matzito,

...ja, - danke, das Bauen macht auch richtig Laune.

Zum Gestänge: Ich habe solche Kunststoffzüge mit Innendrahtstücken an den Enden hier. Wenn ich die auf die entsprechende Länge kürze, bleibt mir auf der einen Seite nur der Kunststoff - deshalb habe ich die mir zur Verfügung stehenden Federstahldrähte verwendet. Sind wirklich schon sehr massiv und schwer. Gingen vielleicht auch reine 0,8er Stahldrähte oder biegen die sich wohl im Flug außerhalb der Führungsrohre zu sehr durch? ...oder gibt es auch Kunststoffzüge mit durchgehendem Stahldraht? Muß mal etwas googlen...

LG,
Holger

Langenohl
09.06.2015, 13:30
Ja, die Kunstoffzüge gibt es. Da passen 0,8 mm Stahldrähte rein.
Ich habe übrigens mal die GFK-Bowdenzüge und die Bowdenhülsen von EMC-Vega ausprobiert. Die Gewindehülsen messen nur 2 mm im Durchmesser, somit können die fertigen Züge jederzeit komplett aus dem Röhrchen herausgezogen werden.

opflettner
09.06.2015, 13:59
Hier findest Du eigentlich alles, was Du für die Anlenkungen brauchst. Schnelle Lieferung garantiert. http://www.modellhobby.de/Zubehoer/Anlenkungen-Schaniere.htm?shop=k_staufenb&SessionId=&a=catalog&t=12&c=118&p=118

hollyglane
21.06.2015, 17:43
...habe jetzt Kunststoffzüge mit 0,8er Innendraht bekommen. Gibt es einen Trick, den dünnen Draht irgendwie gerade in die Hülsen zu löten? Habe die Lötung schon mehrfach wieder gelöst und erneut erkalten lassen - gerade geht irgendwie anders.
Zumindest war das ein Vorteil der dickeren Gestänge.

LG,
Holger

opflettner
21.06.2015, 18:12
@ Holger
es gibt wie immer mehrere Möglichkeiten:
1. Nicht löten:
(Schraubhülse) Kunststoffinnenrohr, 2mm. mit innenliegendem Stahldraht in die Hülse schrauben.eventuell mit Kleber sichern.
1.a. Gestämgeanschlüsse. An beiden Seiten Gestängeanschlüsse nutzen.
2. Löten:
Staldrahr um 180 g umbiegen, so dass er klemmend in die Löthülse eingeführt werden kann, dann die fixierte, mit der Öffnung nach oben stehende Hülse mit Lötzinn anfüllen, dabei kann man auch den Draht fixieren wenn es nötig erscheint.
3. Fertig konfektioniertes Bautenzuggestänge kaufen, dann hat man das Problem nicht, wenn man auf der anderen Seite einen gestängeanschluss nutzt.

hier ein Link zu Gestängeanschlüsse:
http://www.modellhobby.de/Zubehoer/Anlenkungen-Schaniere/Gestaengeanschluss-1-5-2mm-4-Stk-.htm?shop=k_staufenb&SessionId=&a=article&ProdNr=0511034456&t=12&c=118&p=118

hollyglane
21.06.2015, 21:10
Hey OP,
..ja, diese Gestängeanschlüsse habe ich hier noch vom RC-Liner liegen. Mit der Mutter und der Madenschraube waren mir die damals sehr suspekt und ich hatte Sorge, dass sich das trotz Sicherungslack irgendwann losrappelt. Habe Sie gerade mal rausgekramt - die Öffnung wäre für die Kunststoffzüge mit Stahllitze genau passend. Könnte vielleicht die andere Seite einfach in Z-Form biegen und im Servoarm einfädeln. Die Madenschraube muß dann nur so fest angezogen werden, dass es den Draht nicht rauszieht. ...oder nur den 0,8er Draht einklemmen?

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LG,
Holger

opflettner
21.06.2015, 21:47
Eigentlich wird der Draht durch den Druck der Madenschraube auf die Hülse festgeklemmt.
Aber ganz Vorsichtige , dazu gehöre ich auch manchmal. lassen nach dem Einführen des Drahts etwas Schraubenlack oder auch Sekundenkleber am Draht lang laufen. Aber Vorsicht, davon sollte nichts auf die Ausenseite der Innenhülle kommen, sonst gleitet die nicht mehr im Rohr.
Es reicht völlig, wenn man das am Ende des Innenrohs mit einem kleinen Tropfen fixiert.
Hast Du mal versucht, das Innenrohr in den Gabelkopf ein zu schrauben? das geht eigentlich ganz gut, wenn man das Innenrohr mit Sandpapier etwas anspitzt. Das Gewinde schneidet sich dann in den Kunststoff ein und man hat so auch eine Verstellmöglichkeit.
Wenn Du mit Z Biegung und Gestängeanschluss arbeiten möchtest, würde ich den Gestängeanschluss an das Servo bauen und das Z an das Ruder.

hollyglane
21.06.2015, 22:06
Wenn Du mit Z Biegung und Gestängeanschluss arbeiten möchtest, würde ich den Gestängeanschluss an das Servo bauen und das Z an das Ruder.

....nur ungern - wo liegt der Vorteil?

1. so liegen die Rüderhörner genau in Flucht zu den Kunststoffröhrchen
2. wird es sehr eng zwischen den Ruderhörnern
3. die Löcher in den Alu-Anlenkhebeln am Ruder sind für einen 0,8er etwas groß

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LG,
Holger

hollyglane
21.06.2015, 22:21
...wow - habe gerade die Einschraubmethode ausprobiert - super, hält bombenfest.

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LG,
Holger

hollyglane
21.06.2015, 22:49
...den Stahldraht gebogen und ein kleiner Klecks Lötzinn drauf. Jetzt kann man ein Schwein dranhängen :)

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Danke OP - wäre ich im Leben nicht drauf gekommen. Die Idee mit dem "Z" ist damit gestorben....
Werde mir jetzt noch 2mm Stoppmuttern für die Gestängeanschlüsse besorgen.

LG,
Holger

opflettner
21.06.2015, 23:44
Na alles gut.
:)

hollyglane
23.06.2015, 00:32
Hallo Matzito,
...bin deinem Rat gefolgt und habe die Gestänge mit OP`s Unterstützung getauscht - Danke.

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...hoffe, so ist jetzt alles OK.


Der Regler hat auch seinen Platz gefunden....

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...bleibt noch das Verlegen der Antennen und dann sollte technisch soweit alles erledigt sein.

LG,
Holger

hollyglane
30.06.2015, 17:46
....weiß immer noch nicht wo der Schwerpunkt nun wirklich liegt. Habe alles mal zusammengesteckt um schonmal zu erahnen, ob ich bei einem angenommenen Schwerpunkt von etwa einem Drittel der Flächentiefe mit der Gewichtsverteilung ungefähr hinkomme. Das scheint ganz gut zu passen. Allerdings fehlt natürlich noch (abgesehen von den Leitwerken) die Bespannung.

Das es bei meiner Bauweise und den großen Antriebskomponenten nicht gerade ein echter Leichtbau wird, war wohl zu vermuten. Insgesamt komme ich im jetzigen Zustand auf 2070g. Das setzt sich zusammen aus:

Rumpf inkl. Motor, Fahrwerk, Servos, Regler, Empfänger und Anlenkungen: 1230g
4S Akku: 370g
beide Flächen inkl. Verbinder: 470g

Der Futterstoff wiegt 50g/qm.

Flächengröße: 28 cm tief, 210 cm Spannweite

...jetzt bin ich gespannt, was die "Exbärden" dazu sagen. Prügelt ruhig auf mich ein...:cry:

LG,
Holger

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Nichtflügler
30.06.2015, 22:35
Na ja, das hört sich dann schon nach body mass index 30 :eek: an, aber auch damit kann man glücklich leben, wenn man beachtet, wo man hintritt bzw landet :D

MINARE
01.07.2015, 08:50
....weiß immer noch nicht wo der Schwerpunkt nun wirklich liegt.

Flächengröße: 28 cm tief, 210 cm Spannweite




Hallo Holger,

zur Ermittlung des richtigen Schwerpunktes benötigt man außer den vorgenannten Daten auch noch die mittlere Flächentiefe des Höhenleitwerk und die Spannweite. Außerdem den Abstand von der Nasenleiste Fläche zur Nasenleiste des Höhenleitwerks.

Gruß Minare

hollyglane
01.07.2015, 18:02
Hallo Minare,

...werde die Werte morgen mal messen und posten - heute komme ich nicht dazu - mein Dad hat seinen 83`sten Geburtstag.

Wie messe ich denn den Nasenleistenabstand? ...auch mittig am Höhenleitwerk? Außerdem hat das Höhenleitwerk ein tragendes Profil - spielt doch sicher auch ne Rolle, oder?

Danke und LG,
Holger

MINARE
01.07.2015, 21:22
Hallo Holger,

Du ermittelst den Abstand von der Vorderkante der Nasenleiste der Fläche zur Vorderkante der Nasenleiste des Höhenleitwerks, im Bereich der mittleren Profiltiefe.
Der Einfluß des Profils des Höhenleitwerks ist zunächst unwichtig. Er wird i. d. R. erst, sofern erforderlich, nach den ersten Flügen korrigiert.

Gruß Minare

hollyglane
02.07.2015, 18:11
Hallo Holger,

Du ermittelst den Abstand von der Vorderkante der Nasenleiste der Fläche zur Vorderkante der Nasenleiste des Höhenleitwerks, im Bereich der mittleren Profiltiefe.
Der Einfluß des Profils des Höhenleitwerks ist zunächst unwichtig. Er wird i. d. R. erst, sofern erforderlich, nach den ersten Flügen korrigiert.

Gruß Minare

Hey,
...habe den Zollstock angelegt und ein paar Zahlen auf`s Papier gebracht. Dazu diese stark vereinfachte Skizze, um zu sehen, wo (insbes. Leitwerkstiefe und Nasenleistenabstand) gemessen wurde.

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Hoffe, ich habe das so richtig verstanden.

Danke und LG,
Holger

MINARE
03.07.2015, 16:47
Hallo Holger,

das hast Du super gemacht!

Der günstigste Bereich für den Schwerpunkt an Deinem Modell liegt zwischen 109 und 131mm hinter der Vorderkante der Nasenleiste der Fläche. Am besten nimmst Du den Mittelwert von 116mm.
Bei dieser Schwerpunktlage sind die ersten Flüge i.d. R. garantiert erfolgreich. Erforderliche Korrekturen am Flugverhalten erfolgen dann immer durch Veränderung der Einstellwinkeldifferenz.

Gruß Minare

hollyglane
04.07.2015, 17:49
Hallo Minare,

...Danke für deine Mühe. Verrätst du mir noch, wie du diese Werte ermittelt hast?

Bin schon ein wenig erstaunt, dass der Schwerpunkt doch deutlich hinter dem ersten Drittel der Fläche liegt - was aber sehr gut zu der vorliegenden Gewichtsverteilung passt. So habe ich mit der genauen Positionierung des Akkus etwas mehr Spielraum und muß ihn nicht auf`s äußerste nach vorne ziehen.

Nochmal Danke und LG,
Holger

MINARE
04.07.2015, 20:23
Hallo Holger,

WingLängs4 heißt das Zauberwort. Das ist das bekannte Schwerpunktprogramm von Jörg Rußow. Ich verwende es schon seit vielen Jahren. Das Programm gibt es hier zum Download: http://home.germany.net/100-173822/schwerp.htm

Und hier findest Du die Beschreibung dazu. http://home.arcor.de/d_meissner/Beschreibung_Laengs4.pdf

Viele Grüße Minare

hollyglane
08.07.2015, 20:03
…die freundliche Hilfe von Minare hat mir jetzt zum Thema „Schwerpunkt“ schon mal deutlich mehr Klarheit gebracht. Antriebstechnisch tun sich aber noch immer Fragezeichen auf. Die Wahl auf einen 3548 in Verbindung mit den 4S Akkus hängt damit zusammen, dass sie ersten schon mal da waren und ich zweitens ohnehin das Gewicht in der kurzen Schnauze brauche – so muss zumindest kein weiterer Ballast eingeklebt werden. Jetzt habe ich mal mit den Komponenten im DriveCalc rumgespielt und bin auf folgendes Ergebnis gekommen.

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Was haltet ihr davon? …recht hohe zu erwartende Flugzeit …Wattzahl vielleicht zu gering?

Erstaunt war ich, welche massiven Unterschiede sich allein durch die Prop-Wahl ergeben. Ergebnisse verschiedener Props gleicher Größe aber von unterschiedlichen Herstellern drifteten gewaltig auseinander. Würde ja auch gerne einen Holzprop anbauen – geht das bei der relativ hohen Maximaldrehzahl überhaupt?

Freue mich über Vorschläge.....

LG,
Holger

Nichtflügler
09.07.2015, 16:30
Hallo Holger !

Nimm einfach die Luftschraube 1 oder 2 Nummern größer, also 11x6 oder 12x7, dann ist bei Bedarf immer genug Leistung abrufbar und beim normalen Rundflug bist du sowieso immer nur bei Halbgas. Mit dem Antrieb ist das Modell dann zwar total überpowert, aber für den Start hat man dann einfach mehr Reserven, der Motor könnte das locker schaffen. Ich würde so mit DriveCalc rumspielen, bis ein Strom von ca 30-35 A rauskommt.

Vor den Drehzahlen brauchst du keine :confused: Angst haben, bei den hier aktuellen Luftschraubengrößen muß man erst ab 20 000 U min mal anfangen, über sowas nachzudenken.

weiterhin viel Bastelspaß wünscht

der Nichtflügler

hollyglane
09.07.2015, 18:04
Hey Nichtflügler,

....OK - hier mal zwei weitere Kalkulationen:

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...die 11x5 ist eine Holzlatte - die dann vielleicht in 11x6? Ist so leider nicht in der Datenbank enthalten.

Habe hier auch noch eine 11x4 Holzlatte liegen, die ich auf dem letzten Flohmarkt für 2,-€ mal nur so auf Verdacht mitgenommen habe. Ich dachte, für einen Langsamflieger sollte die Steigung eher gering sein. Ist übrigens die Latte auf den letzten Photos der vorherigen Seite.

P.S.: hast du übrigens auch einen "richtigen" Namen? Dein Nickname ist doch hoffentlich nicht Programm, oder?

Danke dir,
Holger

Nichtflügler
09.07.2015, 19:44
Hallo Holger !

Die 11x6 sieht gut aus, auch V opt mit 70 km/h ist ok bei Vollgas. Da du beim Rundflug fast immer nur mit höchstens Halbgas fliegen wirst ist dann auch die Drehzahl ja deutlich reduziert und der Fortschrittsgrad der Luftschraube sollte schon 20% über der Fluggeschwindigkeit des Modells sein. Modellgeschwindigkeit schätze ich auf 10 m/sek, das ist langsam für so einen großen Flieger, das sind dann ca 36 km/h + 20% = 43,2 km/h

Auch die Originalmotoren damals drehten ja nicht wirklich hoch, gibt es eine Vorgabe für Luftschraubengröße von damals?

Die erhöhte Maximalleistung kann beim Starten sehr wichtig werden, da gerade die Oldtimer mit der großen V-Form immer sehr seitenwindempfindlich sind und ein kräftiger Gasstoß bringt erstmal eine verbesserte Seitenruderwirkung und auch das Modell schnell auf Sicherheitshöhe. Vorbildgetreu startet das Modell dann aber nur bei Halbgas.

Ich habe natürlich auch einen richtigen Namen, aber der ist streng geheim, du darfst mich aber Carsten nennen.
Der "Nichtflügler" stammt aus meinen Periode als Nurflügelbauer mit wechselnden Erfolgen. Nurflügler die einfach nicht fliegen wollten waren eben Nichtflügler. Ich hatte da einige prächtige Exemplare. :D

mfg
Carsten

hollyglane
25.08.2015, 23:52
….so, der schöne Italien-Urlaub ist beendet und ich bin zurück im gerade regnerischen Osnabrücker Land. Nach drei modellbaufreien Wochen juckte es in den Fingern und ich bin gleich im Keller verschwunden. Die Abwurfklappe will endlich gebaut werden. Um im Bereich des Schwerpunkts zu bleiben, habe ich mich für die kleinere, vordere Rumpföffnung entschieden. Die Klappe sollte demontierbar sein – deshalb geschraubte Halterungen.

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Fehlt noch das Servo und die Anlenkung. Leider ruft morgen aber schon wieder der Job - kann also mal wieder dauern...:(

In der Zwischenzeit sind auch die Holzlatten eingetroffen – Danke noch mal an Carsten für die Unterstützung.

LG,
Holger

hollyglane
27.08.2015, 22:07
...Servo und Anlenkung sind eingebaut. Gesteuert wird es über einen der Linearschieber im Sender - der Ruderweg mußte nach oben auf 85% und nach unten auf 20% beschränkt werden. Ist nicht riesig, aber für z.B. einen kleinen Fallschirmspringer aus dem Spielzeughandel reicht es. Bleibt zu hoffen, dass die ausgefahrene Klappe nicht zu sehr bremst oder gar als Höhenruder wirkt.

Klappengröße: 11 x 6,5 cm

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LG,
Holger

opflettner
02.09.2015, 16:42
Du machst ja gute Fortschritte.

hollyglane
03.09.2015, 19:31
Hey OP,

...schön, dass du weiterhin dabei bist. Wenn ich sehe was du so raushaust, muß das mit dem "guten Fortschritt" doch wohl etwas ironisch gemeint sein :D

Der Baubeginn liegt bereits ein Jahr zurück - aber irgendwann.....

Wenn ich etwas näher dran wäre, würde ich sicher deiner Jugendgruppe (bin ja erst 50) beitreten - dann ginge es anders voran.

LG,
Holger

opflettner
03.09.2015, 20:00
Nein,nein, ich habe das nicht ironisch gemeint, sondern auf den technischen Fortschritt bezogen, denn was ist Zeit, wenn das Hobby Spass macht? Da ist die Zeit doch vollkommen unwichtig.

hollyglane
11.09.2015, 16:35
…mein ganz persönlicher Horror rückt näher – die Bespannarbeiten.

Die Holzarbeiten gehen so langsam dem Ende entgegen – eigentlich schade. Habe jetzt noch die Fensterrahmen gemacht, auf jeder Seite eine geschraubte Klappe in die Seitenverkleidung eingelassen und die Klettverriegelung an der Akkurutsche angebracht.

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Jetzt geht es an die Bespannung. Lange vor mir her geschoben habe ich gestern die Flächen verschliffen, zweimal mit Schleifgrund behandelt und den Futterstoff aufgebügelt. Entgegen meinen Testversuchen im Februar, ließ sich der Stoff diesmal überraschenderweise deutlich besser spannen – habe jetzt aber auch ein anderes Alt-Bügeleisen aus dem Nachlass meiner Schwieger-Omi ;) und auch beim ersten Fixieren stärker vorgespannt.

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Sieht soweit ganz gut aus. Nur die Überlappungen an den Rundbögen sind nicht so schön geworden – das hätte ich vorher noch mal an einem Testobjekt üben sollen.

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So, jetzt sollte es möglichst einen lauten Knall geben – dürfte auch ruhig etwas wehtun ;-) – und der Spannlack müsste wie von Geisterhand schön gleichmäßig auf den Flächen haften. Wird wohl nicht passieren … also Augen zu und durch.

Bis dahin,
Holger

hollyglane
12.09.2015, 12:00
…und tatsächlich hat sich jetzt auch ein „Bekloppter“ gefunden, der naiv genug ist in meinen Flieger einzusteigen – wenn der wüsste…:D

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OK - Greg ist nun alles andere als „Antik“, aber das Ganze soll ja auch nur ein Gag sein. Von der Größe ist er ideal für meinen kleinen Abwurfschacht. Der Schirm hat übrigens einen Durchmesser von ca. 45cm.

LG,
Holger

hollyglane
17.09.2015, 01:31
…oje, spät geworden – habe heute begonnen, dem Rumpf seinen Mantel zu verpassen. Hier noch schnell drei Bilder und dann ab in die Kissen…

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Möchte nach Möglichkeit sichtbare Überlappungen vermeiden – daher (abgesehen vom Boden) alles in einem Stück. Ist etwas tricky – aber mit viel Ruhe scheint es zu gehen.

LG,
Holger

hollyglane
19.09.2015, 02:00
…so, der Rumpf ist eingekleidet.

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Ich hatte etwas Sorge, die zwei Nasenteile zu bespannen – völlig unbegründet. Der Futterstoff lässt sich ganz einfach um alle Rundungen ziehen. Das bekommt wirklich jeder hin. Wichtig ist nur, den Stoff ausreichend überstehen zu lassen, damit man ordentlich dran ziehen kann. Bei den Randbögen der Flächen habe ich den Fehler gemacht, den Stoff zu früh abgeschnitten zu haben. Hier die Ergebnisse…

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Ich bin bislang wirklich sehr glücklich damit, mich für den Futterstoff entschieden zu haben. Er ist nicht nur konkurrenzlos günstig, sondern läßt sich auch prima verarbeiten. An dieser Stelle noch einmal ein dickes DANKE für den Rat an Oliver !!

Als nächstes muss am Rumpf der Stoff in den Bereichen der Fenster und der Klappen ausgeschnitten werden. Dazu eine Frage: Sollte ich das jetzt tun oder besser nachdem der Spannlackauftrag erfolgt ist ??? :confused:

LG,
Holger

opflettner
19.09.2015, 08:40
Auf jeden Fall erst nach dem Spannlack Auftrag die Ausschnitte machen.
Die Bespannung wird ja nochmal ordentlich zusammengezogen. Wenn Du die Ausschnitte vorher machst, zieht es Dir den Stoff von den Leisten um den Ausschnitt herum wieder runter.

hollyglane
19.09.2015, 13:41
Hallo OP,

...ja, das waren auch meine Bedenken. Da alle Felder des Rumpfs aber bereits sehr gut gespannt sind und der Futterstoff überall sauber aufliegt, muss eigentlich keine weitere Spannung durch den Lack mehr erfolgen - es geht mir hier nur noch um die Versiegelung des Stoffes. Kann man deshalb nicht vielleicht anstatt des Spannlacks einen 1:1 verdünnten Klarlack verwenden?

Der besonders kritische Punkt ist wohl das Feld unterhalb der Serviceklappe, da es oben nur an einer eher dünnen Fläche haftet.

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LG,
Holger

Dr.Huber
19.09.2015, 21:51
Wie wäre es wenn du bei der Serviceklappe etwas weiter innen einschneidest und den dann überstehenden Stoff um die Leiste herum umschlägst , anbügelst/ anklebst.

Dann sollte es reichen auch wenn noch etwas zu spannen ist....? Oder?

Nichtflügler
19.09.2015, 22:15
Man kann dem Spannlack auch die spannende Wirkung nehmen, indem man pro 100 gr einige Tropfen Rizinusöl :eek: zugibt. Das haben wir früher gemacht, wenn die Seidenbespannung schon gut gespannt aber noch nicht dicht war. Man vermeidet dann übermäßiges Spannen und damit evtl auftretende Verzüge und bleibt doch beim gleichen Lack wegen der Verträglichkeit.

mfg
der Nichtflügler

opflettner
19.09.2015, 22:20
Durch den Spannlackauftrag wird der Stoff auch noch zusätzlich auf dem Trägermaterial verklebt und hält dann besser. Man kann natürlich auch jeden anderen Lack vwerwenden, wenn man wirklich auf die Spannwirkung verzichten kann, allerdings sollte man dabei beachten, dass der inzwischen vielleicht gut gespannte Stoff durch den Lackeintrag zwischen die Fäden an Vollumen zu nimmt und dann nachher wie ein nasser Sack im Winde flattert, Zumindest besteht diese Gefahr, deswegen würde ich da immer mit Spannlack drauf gehen. Ist der dann ausgetrocknet, kann man ja gerne mit anderem Lack zur Farbgestaltung drüber, aber zum Porenfüllen ist da Spannlack angesagt.

Bei der Fliegerei ist es anders als bei den Fallschirmen, bei uns Fliegern muss die Stoffschicht immer Winddicht sein, sonst ist bei den Flächen die Aerodynamik mal eine gewesen und es liegt keine Strömung an. beim Fallschirm soll eine gewisse Menge Luft durch den Schirm durch gehen, sondst wird er zur Tragfläche...
Also dicht machen mit Spannlack.

hollyglane
20.09.2015, 11:50
…den Stoff am Holzstab um die Ecke kleben wäre natürlich das nahe liegende – geht aber nicht, da oben im Holzstab eine Nut gefräst ist, in die die Klappe eingesteckt wird.

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…die Rizinusöl Variante klingt auch interessant – so was müsste ich aber erst besorgen. Wirkt das Zeug nicht auch stark abführend? :D

Werde also einfach warten bis der 1:1-verdünnte Spannlack aufgetragen ist.

Wie ich ja schon nach meinen Tests im Februar schrieb, werde ich den Auftrag mit der „Low-Cost“ Airbrushpistole versuchen – ist für mich Pinsellegasteniker wohl einfach die beste Variante. Stattfinden soll das eigentlich draußen im Carport. Ist das momentan leider eher schlechte Wetter da ein Problem - Luftfeuchtigkeit und so…?

LG,
Holger

opflettner
20.09.2015, 13:50
wenn du das Modell aus dem Trockenen zum Spannlackauftrag in die Garage schleppst, sehe ich da kein Problem.
Sagt Dir der Begriff "Fixativröhrchen" noch etwas?1413138

hollyglane
20.09.2015, 19:01
Sagt Dir der Begriff "Fixativröhrchen" noch etwas?1413138

...um ehrlich zu sein: ich musste googeln.

Diese "Low-Cost" Airbrushpistolen arbeiten nach dem selben Prinzip - Gott sei Dank habe ich für die Luftzufuhr einen Kompressor. Diese Flächen mit diesem Röhrchen würde ich auch wohl nicht überstehen. :o

Hier noch der komplette Rumpf:

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LG,
Holger

opflettner
20.09.2015, 19:30
Na ja, eigentlich funktioniert ja jede Spritzpistolle nach dem Prinzip. ob low oder havy cost.... Sie unterscheiden sich nur im Ventiel und bei den meisten Spritzpistolen läuft die Farbe von oben rein und braucht nicht durch die Luftströmung angesaugt werden. Für kleine Ecken geht das aber mit dem Fixativröhrchen ganz ordentlich.

Nichtflügler
20.09.2015, 19:32
…die Rizinusöl Variante klingt auch interessant – so was müsste ich aber erst besorgen. Wirkt das Zeug nicht auch stark abführend? :D.....



Sowas hatte in den "antiken Zeiten" jeder Modellflieger in seinem Schrank. Rizinusöl war ja das standard Schmiermittel für jeden Verbrennermotor. Oder auch Bestandteil von selbstgebrauten Gummi-Schmiermittel für die Wackelfields.

Auch heute noch ist Rizinus Öl ein Pfennigartikel aus der Apotheke, ca. € 2,- kleine Flasche.

p.s.: der Rumpf sieht ja super aus, ich lese immer sehr interessiert weiter mit, Danke dafür!


mfg
der Nichtflügler

hollyglane
20.09.2015, 20:18
p.s.: der Rumpf sieht ja super aus, ich lese immer sehr interessiert weiter mit, Danke dafür!


...ich habe zu danken für die prima Unterstützung hier.....

Rennsemmel
22.09.2015, 16:28
Hallo !

Schönes Modell.

Als Hinweis: Habe mir mit Spannlack schon Rumpfdeckel aus Pappelsperrholz und 3mm Balsa Krummgezogen(1cm auf 150mm länge), solltest also wirklich nur so viel wie notwendig davon anwenden. Auch so manche Freiflieger-Nasenleiste hat sich gern zwischen den Rippen so 3mm reingezogen.
Deshalb bin ich mit dem Zeug etwas vorsichtiger geworden.
Ansonsten gibt es zum füllen von Poren ja auch -> Porenfüller, der spannt nicht. Entweder den Teuren von Graupner, ich nehme aber gern Schnellschliffgrund von Clou. Der hat aber einen Gelbstich, eventuell nicht so schick bei Sicht-Seide, kann man aber evtl. durch eine Lasur wieder in den Griff bekommen.
Problem ist ( bei mir )aber immer, den Lack nicht durch die Seide im Rumpfinneren zu Rotznasen verlaufen zu lassen... :(

Grüße,
Sebastian !

hastf1b
22.09.2015, 19:37
Problem ist ( bei mir )aber immer, den Lack nicht durch die Seide im Rumpfinneren zu Rotznasen verlaufen zu lassen...


Den ersten Anstrich unverdünnt auftragen und immer eine Rolle Küchenkrepp griffbereit haben um den überschüssigen Lack aufzusaugen.

Heinz

opflettner
22.09.2015, 20:30
ja, mit Spannlack kann heute nicht mehr jeder umgehen.
1. Auftrag unverdünnt, dann jeweils weiter verdünnen. Bei Papier ist die Spannwirkung in der Regel größer als bei Stoff, weil die Fasern mehr Spannlack aufnehemn. Der Futterstoff selber wird wohl, da Kunstfasern, nicht sehr viel Lack aufnehmen, da werden nur die Zwischenräume aufgefüllt.
Aber auch hier gilt wie bei vielen anderen Lackproblemen: Immer Proben anfertigen.

hollyglane
22.09.2015, 23:43
....ich habe ja bereits im Februar einige Tests gemacht und hier berichtet. Auf Seite 8 (insbesondere Beitrag 107 / 108) ist das beste erzielte Ergebnis mit der Airbrushpistole kurz beschrieben. Der Futterstoff war ordentlich vorgespannt und ist durch den Auftrag nicht mehr spürbar straffer geworden (nur dicht) - sieht auch heute noch so aus wie damals.

Werde mich mit dieser Methode demnächst auch am Original versuchen und hoffen.....

LG,
Holger

opflettner
23.09.2015, 09:34
Wird schon klappen, da habe ich keine Sorge.

hollyglane
26.09.2015, 20:27
....da der Knall leider ausgeblieben ist und ansonsten auch niemand da war, der es mir abnehmen wollte, habe ich mit den ersten "Spritzereien" angefangen. Die Leitwerke habe ich wie geplant mit der kleinen AB-Pistole gemacht - hat gut geklappt.

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Ich habe aber schnell gemerkt, dass das bei größeren Flächen auch eine langwierige Prozedur werden kann. Deshalb wurde die "GROßE" rausgeholt, die ich letztes Jahr von meiner Frau geschenkt bekommen habe um eigentlich damit den Zaun zu spritzen :D. Habe es bis dato aber elegant vor mir her geschoben - heißt also null Erfahrung mit dem Teil. Nach einigem Drehen an den vielen Rädchen :D und vielen Versuchen an einer alten Hartfaserplatte ging es irgendwann ganz gut. Also musste jetzt eine Unterseite der Flächen dran glauben. Um sie dicht zu bekommen, musste ich diesmal zweimal drüber.

…hier die Pistole...

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...hier noch feucht nach dem zweiten Gang...

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…hier abgetrocknet...

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Immer schwierig, das Ergebnis auf Bildern darzustellen – ist aber ganz gut geworden – lediglich an ein paar wenigen Stellen gibt es (vor die Lampe gehalten) noch einen kleinen „Sternenhimmel“. Muss ich wohl punktuell nochmal drüber.

LG,
Holger

opflettner
26.09.2015, 21:11
sieht ja ganz prima aus, allerdings würde ich mich bemühen immer die Ober- und Unterseite gleichzeitig mii Spannlack ein zu sprühen, sonst kann, muss nicht, aber kann, es gewaltige Verzüge geben.

hollyglane
26.09.2015, 21:46
sieht ja ganz prima aus, allerdings würde ich mich bemühen immer die Ober- und Unterseite gleichzeitig mii Spannlack ein zu sprühen, sonst kann, muss nicht, aber kann, es gewaltige Verzüge geben.


...OK - Danke, noch ist nichts passiert. Also gerade nochmal die Nachbarn aufgeschreckt und den Krachmacher-Kompressor angeschmissen. Jetzt ist zumindest schonmal die erste Schicht auch oben drauf.

LG,
Holger

hollyglane
30.09.2015, 21:00
...die Bespannung der Flächen ist erledigt. Ich habe es wie schon erwähnt mit der AB-Pistole gemacht. Das Ergebnis ist gut – alle Poren dicht und gut gespannt (Trommeleffekt).

Der Auftrag der 1:1 Mischung (Nitroverdünnung/Spannlack) ging mit der „großen“ AB bei breiter Verteilung schnell von der Hand. Allerdings waren mehrere Gänge nötig. Nach dem zweiten Gang war das Ergebnis eigentlich schon gut – bei genauester Betrachtung wurden aber doch noch ein paar wenige Stellen entdeckt, die nicht perfekt geschlossen waren. Nach dem dritten Überzug passte alles.

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Diese gleichmäßige Oberfläche hätte ich mit dem Pinsel garantiert nicht hinbekommen. Der einzige Nachteil: Der Lackverbrauch ist sicher höher, da beim Spritzen natürlich so einiges vorbei geht. Die Anzahl der notwendigen Aufträge ist bei weiteren Versuchen und mehr Routine durch mehr Lackauftrag pro Gang vielleicht auch noch zu minimieren indem man…
- den Verteilkegel reduziert
- langsamer über die Fläche wedelt
- das Lack / Luft Verhältnis an der Pistole verändert

Die Gefahr von Läufern oder Lücken im Auftrag bei geringerer Verteilbreite durch die Düse ist natürlich auch größer. Deshalb habe ich irgendwann nicht weiter experimentiert und die weiteren Arbeitsgänge gerne in Kauf genommen. Noch zu beachten ist, dass man vorab rundum die Ränder mit Lack überzieht.

In den nächsten Tagen, werde ich mir dann mal den Rumpf vornehmen. Hier kommt es ja auch wohl nicht so auf die absolute Dichte der Poren an – zumindest dort nicht, wo später auch kein Farblack aufgetragen wird.

LG,
Holger

opflettner
30.09.2015, 21:32
Alles Bestens, was man sehen kann, = eine gelungene Aktion.

Elfman
21.10.2015, 18:33
@hollyglane
Hast ne PN

hollyglane
22.10.2015, 14:42
....Ralf (elfman) fragte nach dem verwendeten Futterstoff. Falls es noch jemanden interessiert - hier der aktuelle Link:

http://www.ebay.de/itm/1-Meter-Futte...item419dcc3b45
...bin mit dem Anbieter weder verwandt noch bin ich umsatzbeteiligt. Die Anbieter teurerer Materialien mögen es mir verzeihen. ;)

Ich habe die cremefarbene Variante gewählt. Die Idee und die Überzeugungsarbeit, hier Futterstoff zu verwenden, kam übrigens von Oliver Prinz - Danke dafür, war ein guter Tipp....

...und der Rumpf wird auch bald in Angriff genommen...
LG,
Holger

hollyglane
22.10.2015, 15:11
...und ein kleines Problem gibt es in diesem Zusammenhang auch noch. An ein paar wenigen Stellen gibt es unschöne dunkle Stellen.

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Ich nehme an, dass es an diesen Stellen zuviel Kleber in Verbindung mit zu viel Hitze gegeben hat. Keine Ahnung, ob das wirklich der Grund ist und ob es dieses Problem mit Leim vielleicht nicht gegeben hätte. Hat mich anfänglich geärgert - jetzt sehe ich es locker - eben antik, da muss ja nicht alles pikobello sein. ;)

LG,
Holger

hollyglane
24.10.2015, 13:11
...sch....e!! :cry: :cry:

Jetzt hat es mich auch erwischt. Habe gestern noch mal eben die Leitwerkshälften am Rumpf besprüht. Die Unterseite der einen Hälfte weist heute deutliche Spuren auf. Warum?? Vielleicht ist die Erklärung, dass ich sonst immer sofort mit den frisch besprühten Flächen zurück in den warmen Keller gegangen bin und es dort austrocknen lassen ließ. Gestern aber habe ich den Rumpf noch einige Zeit im Carport liegen lassen und mich erstmal um andere Gartenarbeiten gekümmert. :( Womöglich ist die momentan doch recht hohe Luftfeuchtigkeit dafür verantwortlich? Es gibt wohl keine Möglichkeit, das jetzt noch zu richten ohne die Bespannung dort komplett zu ersetzen - oder?

Hier ein Bild - habe den Kontrast etwas erhöht, damit es auf dem Bild deutlicher wird.

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... und wenn ich jetzt noch eine reine Nitro-Schicht drüber ziehe? Könnte das was bringen??

LG,
Holger

Nichtflügler
24.10.2015, 19:34
Die weißen Wolken kommen von der Luftfeuchtigkeit. Durch die hohe Verdunstung der Nitroverdünnung kühlen die Stellen ab und nehmen dann Feuchtigkeit auf.

Die Wolken gehen beim nächsten Anstrich mit Spannlack wieder weg, dann aber bitte im geheizten Raum!

hollyglane
25.10.2015, 01:32
Hallo Carsten,

...schön von dir zu hören. Das klingt ja nach Hoffnung. Mal sehen - vielleicht kriege ich es morgen (nee heute) noch hin, einen weiteren Überzug zu machen. Im Keller ist das etwas schwierig - der Geruch zieht durchs ganze Haus und mir wird kollektiv mit "Mord" gedroht. Vielleicht stelle ich einfach mal die E-Heizung für eine halbe Stunde in die geschlossene Garage und versuche es dann dort. Werde berichten...

Danke und LG,
Holger

Oliver.Prinz
26.10.2015, 07:54
Hi Holly,

Bei dieser Witterung würde ich aber auch von der Garage absehen. Es ist zu kalt und zu feucht.

Auch bei mir im Zimmer gibt es immer Mal wieder milchige Stellen. Ganz besonders, wenn ich etwas ungeduldig bin
und nicht einen Tag warte, bevor ich mit dem nächsten Spannlackanstrich fortfahre.
ABER .... wenn Du reine Nitroverdünnung sehr schnell aufträgst, dann verschwinden beim "Abtrocknen" diese weiß-
lichen Stellen wieder. Ich schreibe bewusst "sehr schnell", denn die Nitroverdünnung löst den Spannlack ebenso
"sehr schnell" an. Und dann sollte der Pinsel keine Spuren in die Spannlackschicht ziehen. Im Prinzip bringst Du mit
dem Pinsel nur die Nitrolösung auf, löst damit den Spannlack und musst aber von dieser Stelle weg sein, bevor der
Pinsel Striche zieht. Das Nitro muss dann noch dünnflüssig genug sein, um von allein zu verlaufen. Hier also viel
Nitro auf den Pinsel und flott von Stelle zu Stelle voranpinseln.

Weiterhin viel Erfolg,
Oliver.

hollyglane
26.10.2015, 22:32
Hallo Oliver,

...die Pinselproblematik betrifft mich bei Verwendung der AB-Pistole ja eh nicht. Ich habe jetzt aber zunächst einfach mal, wie von Carsten geraten, eine weitere Schicht 1:1-Gemisch aufgetragen und siehe da - die Wolken sind tatsächlich wieder verschwunden. PUH....das freut mich erstmal sehr.

Von der Garage habe ich dabei Abstand genommen. Für diese verhältnismäßig kleinen Stellen habe ich mich in den äußersten und wärmsten Kellerraum (Heizungsraum) bei geöffneten Fenster verkrochen. Das war durch dessen Lage auch von der Geruchsbelastung her OK.

Die oben gezeigte Stelle sieht jetzt wieder so aus:

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LG,
Holger

hollyglane
28.10.2015, 11:09
…so, oder so ähnlich möchte ich den Rumpf lackieren.

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Da ich es wohl nicht hinbekommen werde die Rundungen freihändig sauber abzukleben, hatte ich die Idee, diese Skizze in Originalgröße ausdrucken, doppelseitiges Klebeband auf der Papierrückseite anbringen, ausschneiden und dann auf den Rumpf zu kleben. Herkömmliches, doppelseitiges Klebeband werde ich aber vermutlich nicht wieder sauber und ohne Schäden abziehen können.

Gibt es da was spezielles??:confused: Wie macht ihr das??:confused:

LG,
Holger

aibex
28.10.2015, 11:54
Wäre es eine Möglichkeit die Schablone nur zum Anbringen eines schmalen Maskierbandes (http://www.airbrush24.com/MASKIERMATERIAL/Maskierbaender:::706_709.html) zu benutzen, d.h. Schablone auflegen, mit Tesa sichern und entlang der Kontur mit Maskierband abzukleben?

Milan
28.10.2015, 15:53
Hallo Holger.

Stimmt, Maskierband ist genau das Richtige!

Das mögliche Unterlaufen der gewünschten Farbe unter das Maskierband kannst du vermeiden indem du zuvor einen Lackauftrag mit der gleichen "Erstfarbe" (Spannlack?) entlang der Kante vom Maskierfolie machst - dann erst den andersfarbigen Lack aufbringen.

LG

Harry

hollyglane
28.10.2015, 17:50
...ja - Maskierband habe ich hier. Habe damit auch schon häufig, in der selben Art und Weise wie Harry es beschrieben hat, an meinen 1/32er Modellautos gearbeitet - das ist also schon geläufig.

Mein Problem besteht hier darin, mit dem Band freihändig diese weiten Rundungen sauber und gleichmäßig hin zu bekommen - deshalb der Gedanke mit den ausgeschnittenen Papierschablonen. Eine Möglichkeit wäre sicher auch, das ausgedruckte Blatt mit einen Prittstift auf Din/A4 Maskierfolie zu kleben und dann auszuschneiden - das zieht aber ins Geld. Ideal wäre doppelseitiges Klebeband mit ähnlichen Eigenschaften wie Maskierfolie - insbesondere was das anschließende Abziehen betrifft. Deshalb die Frage, wie ihr das bei euren Modellen hinbekommen habt. Jim`s Variante ist auch einen Versuch wert...

Cleopatra024
13.11.2015, 12:38
Hallo Holger,
Von einem erfahrenen Modellbauer habe ich den Tip bekommen, die BespannSEIDE feucht aufzuziehen, festzukleben, bei ihm mit Spannlack durchlackieren und dann trocknen zu lassen, am Folgetag dann mit spannlacken zu beginnen.

@unterlaufen der Markierfolie:
Tatsächlich ein Problem, das mich regelmässig masslos ärgert. Vielleicht ist der Tip gar nicht schlecht, mit Spannlack den Folienrand zu übermalen und dann beim abziehen der Folie die Überschussfarbe mitsamt dem Spannlackuntergrund randscharf mitabzureissen. Tönt genial.

Mit Doppelklebeband Papier aufzukleben etc ist sicher kein guter Gedanke! Genausogut könntest Du mit Bespannfolie die Farben ausschneiden und auf die Seide aufkleben, sieht wohl auch nicht viel besser aus.

Wenn antik, dann auch antike Farbtechnik meiner Meinung nach.
Gruss Werner

hollyglane
13.11.2015, 16:13
Hallo Werner,

...ja - das Unterlaufen des Abklebebandes kannst du vermeiden, wenn du nach dem Abkleben zunächst nochmal am Abklebeband die Grundfarbe aufträgst. Danach sind die womöglich unter dem Abklebeband vorhandenen kleinen Löcher geschlossen und die zweite Farbe kann nicht mehr unterlaufen. Das mache ich bei meinen Modellautos auch so und es funktioniert wunderbar. Dauert halt etwas länger, da die Grundfarbe natürlich vor dem Auftrag der Zweitfarbe erstmal wieder trocknen muß.

...zum doppelseitigen Klebeband: Da hast du was falsch verstanden - ich will damit natürlich nicht Dekorationspapier dauerhaft aufbringen sondern lediglich die aus Papier geschnittenen Spritzschablonen !!

Ich habe jetzt doch günstig zwei DIN/A4 Bögen Abklebefolie bekommen. Daraus will ich mir die Schablonen ausschneiden. In vier Wochen bekomme ich einen kleinen Schneidplotter - solange werde ich damit noch warten.

Ansonsten ist auf der Baustelle leider nicht viel Neues passiert - Freizeit ist eben nur schlecht planbar. Zumindest hat auch der Rumpf mittlerweile seinen Spannlackauftrag erhalten und wartet darauf, dass Herrchen mal wieder etwas Zeit hat...

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...und Lack ist auch schon da. Habe die Verträglichkeit an meinem Testopfer geprüft - alles piko bello...

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LG,
Holger

Cleopatra024
13.11.2015, 17:25
Hallo Holger,
Hatte ich tatsächlich so verstanden, jetzt stimmt die Welt (nur meine) wieder.

Spannend zu sehen, wenn das Juwel fertig ist UND fliegt!

Besten Dank Werner

hollyglane
17.06.2016, 21:42
….nach einer langen Durststrecke melde ich mich hier zurück. Nachdem die gröbsten Arbeiten am Flieger abgeschlossen waren, hat mich die große Lustlosigkeit gepackt. Irgendwie konnte ich mich einfach nicht mehr aufraffen. Hinzu kamen tausend andere Verpflichtungen, die mich zusätzlich abgehalten haben und keine Langeweile aufkommen ließen.

Seit ein paar Tagen bin ich jetzt wieder aktiv und will den Endspurt hier noch ergänzen.

Der Rumpf wurde lackiert und ist bis auf das Verkleben der Ruder eigentlich fertig.

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….weiter geht es mit den Flächen. Hier werde ich wohl nur wenig Farbe aufbringen, um möglichst viel "Durchblick" zu behalten. Mal sehen…..

LG,
Holger

hollyglane
22.06.2016, 00:17
…habe mir dann heute die Flächen vorgenommen. Nur etwas Farbe im Mittelteil. Wollte eigentlich die Randbögen auch noch lacken - habe mich dann aber erstmal dagegen entschieden. Vielleicht mache ich es noch....

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Die Schriftzüge habe ich mit meinem kleinen Schneidplotter aus Folienresten (die ich von einer freundlichen Werbefirma für lau bekommen habe) hergestellt. Die Folie hat etwas Struktur, was auf diesem Modell ganz gut passt.

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LG,
Holger

hollyglane
03.07.2016, 14:03
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Der Bau und somit auch der Baubericht sind beendet!

An dieser Stelle ein dickes „DANKE“ an alle Mitleser und insbesondere an die Kollegen, die mir durch ihre Kommentare, Anregungen und teils umfangreichen Erklärungen sehr bei der Arbeit geholfen haben!!

Entgegen meinen Befürchtungen, hat im Großen und Ganzen alles prima geklappt. Wie von Anfang an geplant, ist hier ein etwas vom Plan abweichendes Oldtimermodell entstanden – die Puristen unter euch mögen es mir verzeihen. Somit ist es sicher kein „echter Antikflieger“, dafür aber ein Flieger wie ich ihn wollte. Wenn er jetzt auch noch fliegt……
Besonders freue ich mich über die Entscheidung, für die Bespannung einen Futterstoff aus 100% Polyester verwendet zu haben. Ohne Olivers konsequentes Werben für dieses Material hätte ich es sicher nie ausprobiert. Es ist unfassbar günstig, super zu verarbeiten und aufgrund der sehr flexiblen Farbwahl sieht es in meinen Augen auch noch besser aus als das üblicherweise verwendete Koverall.

Mir hat dieser Baubericht nicht nur beim Bau geholfen, sondern auch richtig Spaß gemacht – ich hoffe, dem einen oder anderen von euch ging es ähnlich!?

Am Ende stehen folgende Eckdaten:
Spannweite: 210cm
Länge: 122cm
Abfluggewicht: 2337g
- Rumpf inkl. Motor, Fahrwerk, Servos, Regler, Empfänger, Anlenkungen und 4S-Akku: 1720g
- beide Flächen inkl. Verbinder: 617g

…hier noch ein paar Bilder vom fertigen Flieger an der frischen Luft….

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Tschau,
Holger

Nichtflügler
03.07.2016, 16:07
Hallo Holger,
das ist ein wunderschönes Modell geworden und ich wünsche viele erfolgreiche Flüge!
mfg
der Nichtflügler

Oliver.Prinz
03.07.2016, 18:48
Lieber Holger,

Einen wunderschönen Antiken hast Du da gebaut. Ganz klasse!

Freut mich, wenn Dir der Futterstoff eine Bespannvariante sein konnte.

Viel schöne & erfolgreiche Flüge mit Deinem Neuen,
Oliver.

Dieter F.
03.07.2016, 19:15
Da kann ich nur zustimmen, ein sehr schöner Antikflieger ist das geworden!
Aber eins fehlt dem Bericht noch, bevor er wirklich zu Ende ist: der Erstflug und ein Bilder davon. Das kommt doch noch? ;)

wolf_rueffel
05.12.2016, 14:52
Hallo Holger,


darf ich denn mal nachfragen was aus dem schönen Modell geworden ist ?
Gab es denn jetzt ein Erstflug ?

Grüße
André

hollyglane
06.12.2016, 19:23
..ich hab die Frage schon befürchtet - musste irgendwann kommen.

Nein - es hat noch keinen Flugversuch gegeben. Ich bin ja generell nicht so der Vielflieger - habe dieses Jahr lediglich meine Charter ein paar Mal in die Luft gelassen. Zum Erstflug brauche ich Unterstützung. Aufgrund der wenigen Zeit beider Parteien hat sich das bisher aber immer noch nicht ergeben. Sobald was passiert ist, werde ich hier darüber berichten.

Mittlerweile habe ich ein neues Projekt begonnen - aber auch das ist schon seit Wochen wieder ins Stocken geraten. Ich hoffe auf 2017 !!


LG,
Holger

sidi996
27.01.2017, 20:05
Hallo
Welche Bezugsquellen gibt es? Außer Amazon habe ich nichts gefunden, der Stift kommt wohl aus Polen.

Gruß Dieter

Patrick Kuban
28.01.2017, 00:11
Hallo Dieter,

ich versuche Deine Frage zu präzisieren, um sie zu verstehen. Ich habe einen recht genau zwei Jahre alten Post (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/472305-Baubericht-quot-Long-Cabin-quot?p=3644929&viewfull=1#post3644929) von Oliver gefunden, in dem er einen solchen Kleber benennt. Meinst Du den? Uhu hatte allerdings viele Kontaktkleber und hat sie teilweise noch immer, Du sprachst aber von einem Stift. Und von "nur bei Amazon", dort fand ich diesen (https://www.amazon.de/UHU-Contact-Kraftkleber-Stick-wasserfest-anzuwenden/dp/B002KLSJ46).

Frage 1: Warum rate ich mir das alles mühselig her?
Frage 2: Warum kaufst Du den nicht einfach?
Antwort 3: ich hatte mal einen (https://dl.dropboxusercontent.com/u/1807770/Modelle/_Ware/Uhu_contact_48975_Bespannungskleber_k.jpg) dafür ausgesprochen tauglichen, bei Krick im Juni 2013 gekauft, bei Uhu seit sieben Jahren nicht mehr im Lieferbestand, es gäbe auch keinen Ersatz für den. Der war bei mir deutlich billiger als bei Amazon bzw. aa_pegasus, drum isser auch alle.
(Antwort 4 auf Frage 1: Weil ich'n Depp bin. Drum geh ich jetzt auch ins Bett ;-)

servus,
Patrick

sidi996
28.01.2017, 03:26
Hallo Dieter,

ich versuche Deine Frage zu präzisieren, um sie zu verstehen. Ich habe einen recht genau zwei Jahre alten Post (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/472305-Baubericht-quot-Long-Cabin-quot?p=3644929&viewfull=1#post3644929) von Oliver gefunden, in dem er einen solchen Kleber benennt. Meinst Du den? Uhu hatte allerdings viele Kontaktkleber und hat sie teilweise noch immer, Du sprachst aber von einem Stift. Und von "nur bei Amazon", dort fand ich diesen (https://www.amazon.de/UHU-Contact-Kraftkleber-Stick-wasserfest-anzuwenden/dp/B002KLSJ46).

Frage 1: Warum rate ich mir das alles mühselig her?
Frage 2: Warum kaufst Du den nicht einfach?
Antwort 3: ich hatte mal einen (https://dl.dropboxusercontent.com/u/1807770/Modelle/_Ware/Uhu_contact_48975_Bespannungskleber_k.jpg) dafür ausgesprochen tauglichen, bei Krick im Juni 2013 gekauft, bei Uhu seit sieben Jahren nicht mehr im Lieferbestand, es gäbe auch keinen Ersatz für den. Der war bei mir deutlich billiger als bei Amazon bzw. aa_pegasus, drum isser auch alle.
(Antwort 4 auf Frage 1: Weil ich'n Depp bin. Drum geh ich jetzt auch ins Bett ;-)

servus,
Patrick

Daß er bei Uhu nicht mehr im Programm ist, habe ich nicht herausgefunden. Vielen Dank, hoffentlich hast du trotzdem gut geschlafen.



Gruß Dieter