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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungsbericht: Baba Jaga competition (Vorserienmuster)



little_wing
11.03.2015, 18:14
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Hallo RES Fan's,

in der RES-Saison 2014 tauchte auf einigen Wettbewerben die Weiterentwicklung der Baba Jaga auf und wurde dort auch erfolgreich eingesetzt (z.B. hat Ruben Bühler damit den Gesamtsieg in der Bavarian open errungen).
Mit den Erfahrungen aus den Jahren 2012 und 2013, die die beiden Konstrukteure Ruben Bühler und Jonas Ilg mit der Vorgängerin sammeln konnten, haben sie sich dann im letzten Jahr daran gemacht, die ohnehin schon leistungsfähige Ur-Baba Jaga nochmals zu verbessern, das Ergebnis ist nun die Baba Jaga competition.
Eines der Hauptziele für die Entwicklung der Nachfolgerin war es, das Durchsetzungsvermögen gegen den Wind deutlich zu verbessern, um das Modell z. B. bei auffrischendem Wind im Wettbewerb noch möglichst großräumig auf der Suche nach Aufwindfeldern fliegen zu können. Gleichzeitig galt es aber auch, von den bekannt sehr guten Hochstarthöhen (Vorgabe von der Ur-Baba) nichts zu verschenken.
Die komplette Konstruktion wurde ebenfalls im Hinblick auf noch mehr Gewichtsreduzierung überarbeitet (am Beispiel Rumpf). Konsequenter Leichtbau bedeutet aber auch, dass das Modell bei bei Wind durch Aufballastieren immer noch eingesetzt werden kann, also war eine möglichst einfach und schnell zu beladende Ballastkammer vorzuhalten.
Die einfache, stabile Bauweise der Baba Jaga und das eh schon unkomplizierte Handling sollte auf jeden Fall beibehalten oder sogar noch verbessert werden.

Ich erhielt Mitte letzten Jahres von Ruben einen Frästeile-Bausatz aus der Vorserie, der die wichtigsten Teile enthielt, die ich nicht selbst herstellen konnte, als da sind Rippensatz, Spanten, Holme und Gurte, CfK-Leitwerksträger, Leitwerkswippe.
Daraus ist nun (endlich) das Modell im Rohbau entstanden (einige Bilder vorab)

Da das Modell wie gesagt im Rohbau schon fertig gestellt ist, wird es an dieser Stelle von mir auch keinen Baufortschrittsbericht geben nach dem Motto „…heute Abend wieder zehn Rippen eingeklebt und die Nase geschliffen…“. Mein Bericht soll lediglich dazu dienen, meine Erfahrungen die ich beim Aufbau des Vorserienmusters gesammelt habe zu dokumentieren und vielleicht Anregungen und eine Diskussionsgrundlage für ähnlich gelagerte Anwendungsfälle und interessante Details zu geben.

Hier erstmal zusammengefasst die wichtigsten Konstruktionsmerkmale der competition:


Der Flügelgrundriß sieht auf den ersten Blick der Ur-Baba ziemlich ähnlich, ist aber komplett neu aufgeteilt. So hat nun der Innenflügel schon eine Trapezform mit geringer Zuspitzung. Die Spannweitenaufteilung der drei Flügelteile wurde ebenfalls geändert, hat aber immer noch die sehr schlanken Außenflügel mit hoher Zuspitzung (kommt der Auftriebsverteilung zu Gute (sagt Ruben).

Der neue Profilstrak mit neu den entwickelten Profilen BC70, BC50 und BC30.
Von mir (laienhaft) kurz zusammengefasst heißt dies: die neuen Profile sind durchweg deutlich dünner (um die 8%), die Unterseiten sind konkav. Der Profilstrak wurde außerdem bezüglich Dicken- und Wölbungsverteilung an die am Flügel in auftretenden Re-Zahlen für ein gewähltes (?) Auslegungs-Ca von angepasst (vielleicht kann Ruben das noch mal an dieser Stelle genauer beschreiben als ich).
Durch die dünnen, konkav gewölbten Profile und die sehr filigrane Endfahne ist der Aufbau der Flügelteile mit Füßchen an den Rippen zwingend, damit Profilsehne und Schränkung genau eingehalten werden können. Beim Material für die Rippen wurde daher auch sinnvoller weise etwas festeres Balsa gewählt. Überhaupt glänzt der Bausatz schon in der Vorserie durch eine für den Einsatzzweck absolut passende Holzauswahl und präzise Fräsungen.
Der dünnen Endfahne wegen wird auch eine Endleiste aus 0,8er Sperrholz verwendet, um einmal mit den Ausfräsungen Gewicht zu sparen und um zum anderen die dem Sperrholz eigenen Eigenspannungen besser im Zaum zu halten.

Der Flügel ist analog der Baba Jaga dreigeteilt: Innenflügel und zwei Außenflügel links/rechts. Die Steckung erfolgt am Innen-(zentralflügel) über CfK-Zungen (3x12mm) die in Taschen gesteckt sind. Gebildet werden die Taschen aus Ober- und Untergurt mit seitlich eingeklebten Sperrholzverkastungen. Dank der präzisen Passungen der Kastenteile und der Zungen kann alles mit dünnem Sekunde verklebt werden, der schön in alle (engen) Spalte läuft. Aufpassen muss man natürlich, dass die Zungen vor dem Verkleben wieder entnommen wurden, sonst heißt es „alles auf Anfang…“ Zusätzlich sind die Taschen noch mit einer Kevlarwicklung gegen Aufplatzen verstärkt, das hält!

Die V-Form beträgt zwischen Innenflügel und Mittelflügel 7°, zwischen Mittelflügel und Außenflügel sind es 10°.

Die geteilten Störklappen (Größe 145x40mm) reichen jeweils über die letzten drei Rippenfelder des Innenflügels. Sie werden im Vorserienmuster über einen Torsionsantrieb und ein zentrales Servo im Innenflügel angetrieben. Das Torsionsrohr ist ein ultraleichtes, selbstgefertigtes CfK-Röhrchen, das in den Rippen gelagert ist.
Mit der Aufteilung auf zwei Klappen wird zwar nicht mehr die brachiale Wirkung der riesigen, zentralen Klappe der Ur-Baba erreicht, die ein fast senkrechtes Absteigen aus der Thermik erlaubte. Das angenehmere Handling von zwei Klappen im Landeanflug mit weicherem Ansprechen und die deutlich geringerer Lastigkeitsänderung rechtfertigen aber wohl den Aufwand (persönliche Erfahrungen liegen mir noch nicht vor, das wird sich in der Erprobung erst zeigen müssen).

Der neue Rumpf besteht aus einem sehr schlanken Rumpfboot mit konischem CfK-Leitwerksträger, das Rumpfboot wird nach dem üblichen Standard in Kastenbauweise mit Vierkant-Eckleisten und Spanten aufgebaut und bietet so betrachtet keine Überraschung. Die Lagerung des Leitwerksträgers erfolgt in zwei Rumpfspanten, das Rumpfende wird sehr eng ohne Heckkonus an das Rohr angeschmiegt, sodass ein weicher Übergangsbereich angeschliffen werden kann (ich habe den dünnen Abschluß noch mit einer dezenten Kevlarwicklung verstärkt).
Verstellbarer Hochstarthaken, bleibt wahrscheinlich der Vorserie vorbehalten da er doch recht bauaufwändig ist.

Eine flexible Ballastierung ist fester Bestandteil des Änderungsumfangs der competition. Aufgrund der durch die „Fastenkur“ erzielbaren niedrigen Fluggewichte der Baba Jaga competition (ab 380g) ist eine Anpassung an verschiedene Windbedingungen nur erreichbar über eine Erhöhung der Flächenbelastung in kleineren Schritten. Vorgesehen ist ein in den Hauptspanten gelagertes Rohr im Schwerpunktbereich (ähnlich der Ur-Baba) das über die Haubenöffnung mit Gewichten bis zu 360g bestückt werden kann.

Die Leitwerke sind eigentlich das einzige Übernahmeteil von der Ur-Baba in Form, Material und Ansteuerung. Das Höhenleitwerk ist ein Pendelleitwerk mit der von der Ur-Baba bekannten Wippenlagerung, Seitenleitwerk ist konventionell als Klappenleitwerk ausgeführt. Wichtiger Punkt bei den Leitwerken - und auch recht aufwändig - ist eine saubere, vollsymmetrische Proflilierung (nach der Drela-Methode oder auch Freihand). Das spart noch dazu das eine oder andere Gramm am Rumpfende (meine Leitwerke kamen von vorher 19g nach der Schleiforgie auf 15g (unbespannt).


Als RC-Komponenten kommen bei mir zu Einsatz drei Dymond D60, ein HOTT GR12 und ein ENELOOP 800mAh, der allerdings wegen der schmalen Rumpfnase zu einer Sonderform zusammengelötet wurde (Bild folgt).
Ein D60 ist zumindest für die Klappenfunktion zwingend, da in dem engen Raum unter der Tragfläche fast nichts anderes reinpasst, die Flansche zwickt man am besten auch noch ab.
Noch mit an Bord ist im Akkupack eingeschrumpft ein kleiner Kippschalter (der ist mir immer wichtig, ich mag kein Kabelgefummel am Empfänger um den Akku anzuschließen).


Gewichte des Rohbaumodells in Gramm, alle Teile verschliffen:
- Zentralfläche mit Servo, Klappen, Torsionsrohr, Anlenkhebel 95
- Außenflügel mit verklebten Steckungen (li.43g/re. 43g) 86
- Rumpf mit Leitwerksträger, Hochstarthaken 87
- Leitwerke 15
in Summe: 283

was noch fehlt (geschätzt/gewogen):
-RC-Equipment 105
- Folie Oralight ca. 40
- Ruderanlenkteile ca. 10
- HLW-Wippe ca. 8
- Trimmblei geschä.ca. 20

Voraussichtliches Fluggewicht (mit Schätzungen/Wägung) 466

Das ist auf den ersten Blick nicht extrem leicht, es muss sich noch zeigen wo ich am Ende herauskomme, warten wir mal ab...




So, das war erstmal der wichtigste Part, um die Baba Jaga competition zu beschreiben. Bevor es an die Finisharbeiten wie Bespannen, Leitwerksträger einjustieren und verkleben, Anlage einsetzen, Schwerpunkt vorab ermitteln (hoffentlich kein Blei notwendig!?), Wippe bauen, Konzept für die Ruderanlenkung (Faden?) ausdenken, einige erklärende Fotos nachmachen, usw. brauche ich noch etwas Zeit und zuerstmal einen Kaffee…

Viele Grüße
Rainer

Kayb
12.03.2015, 00:31
Hallo,

Danke für den ausführlichen Bericht Rainer. Und ich drück die Daumen, dass zumindest die 20g Trimmblei noch wegfallen.

Auf der Homepage der AKAModell ist ein Bericht von uns zur Baba-Competition (http://www.uni-stuttgart.de/akamodell/projekte/?p=434). Dort sind auch Polaren der Profile zu finden. Sie sind dafür ausgelegt im für RES interessanten CA und Reynoldszahl-bereich bei gleicher Bandbereite des Profils wie beim AG3x-Strak (Allegro), weniger Widerstand zu produzieren.

Gruß Ruben

soec
12.03.2015, 08:44
Sehr schöner Bericht!
Da bekomme ich richtig Lust meine Baba Competition endlich fertigzustellen ;-)
Ich werde bei Gelegenheit auch mal ein paar Fotos meiner Baba-Comp. einstellen.

Gruß

Stephan

Kayb
14.03.2015, 00:46
Ich hab mal noch nen paar Bilder von der Baba-Competition. Ist der genau Flieger mit dem ich die Bayernliga gewinnen konnte.

Bilder sind nach ner Weile Hangflug bei sehr schwachwindigen Bedingungen entstanden.


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Liegestuhlflieger
14.03.2015, 08:47
Hallo Ruben,

sehr schöner Flieger, der auch sehr gut fliegt, wie ich mich in Coburg überzeugen konnte.

Kann man den Flieger auch mal als Bausatz erhalten?

Viele Grüße
Dietmar

mattersburger
14.03.2015, 09:00
Hallo Ruben,

sehr schöner Flieger

Kann man den Flieger auch mal als Bausatz erhalten?

Viele Grüße
Dietmar

Hallo

möchte mich Dietmar s Meinung und Frage anschließen.

LG Andreas

mattersburger
14.03.2015, 09:12
Hallo Rainer

sehr schön und informativ dein Bericht, selbstverständlich auch das Modell :D

Gibt es eine kleine Skizze oder schematische Darstellung des Hochstarthakens die du hier freundlicherweise rein stellen könntest, oder gibt's eventuell einen Link wo man die Funktionsweise sehen und verstehen kann?
Ich könnte den für meinen GenRes brauchen, damit ich mal die Ideale Position herausfinden kann.
Habs ja schon ein wenig im Kopf "sortiert" aber wie sich oft herausstellt haben andere ja auch sehr gute Ideen. :D

LG Andreas

Kayb
14.03.2015, 09:21
Hallo Dietmar,

es ist geplant, dass Modellbauservice Schuster den Flieger, wie die Baba-Jaga auch, in sein Programm aufnimmt.
Das dauert aber noch etwas. Eine Bauanleitung muss noch erstellt werden. Das braucht noch ein bisschen Zeit.

Ich empfehle ohnehin vorher eine Baba-Jaga zu bauen. Die zwei Flieger sind sehr ähnlich im Aufbau, die Baba-Competition ist etwas komplizierter aufzubauen. Mit etwas Übung gelingt der 2. Flieger dann immer besser.

Flugtechnisch sind das Handling und die Flugeigenschaften nahezu identisch. Ein Umstieg zwischen dem Modellen ist also Problemlos möglich. Man muss sich nur noch an das Plus an Flugleistung und das geringere Minimalgewicht gewöhnen.

Gruß Ruben

soec
14.03.2015, 11:47
Hey,

hier noch zwei Rohbaubilder des mittleren Flügelsegments meiner Baba Comp.
Gut zusehen ist die Anlenkung der zwei Störklappen.

Liegestuhlflieger
14.03.2015, 12:46
Hallo Ruben,

vielen Dank für die Info!

Danke auch an Rainer und Stephan für die Rohbaubilder - sehr interessant!

Viele Grüße
Dietmar

Kayb
14.03.2015, 13:43
Der verstellbare Hochstarthaken ist ein Schlitten an dem der Haken festgemacht ist.
Dieser wird mit 2 Schrauben und einem Brettchen mit 2 Gewinden gegen den Rumpf als Arretierung verpresst. Hat bisher immer ohne Probleme gehalten.

Die oben gezeigte Anlenkung der Bremsklappen über ein Torsionsgestänge mit zentral sitzendem Servo wird es in einer käuflichen Version nicht geben. Das Torsionsgestänge ist ein Handlaminat. Eine Lösung über 2 Microservos ist nicht schwerer, aber deutlich einfacher zu bauen.

Gruß Ruben

little_wing
14.03.2015, 15:00
Hallo Rainer

sehr schön und informativ dein Bericht, selbstverständlich auch das Modell :D

Gibt es eine kleine Skizze oder schematische Darstellung des Hochstarthakens die du hier freundlicherweise rein stellen könntest, oder gibt's eventuell einen Link wo man die Funktionsweise sehen und verstehen kann?
Ich könnte den für meinen GenRes brauchen, damit ich mal die Ideale Position herausfinden kann.
Habs ja schon ein wenig im Kopf "sortiert" aber wie sich oft herausstellt haben andere ja auch sehr gute Ideen. :D

LG Andreas



Hallo Andreas,
will mal versuchen anhand einer schnellen Handskizze den verstellbaren Hochstarthaken zu erklären:

Der Hochstarthaken ist aus 1,5er Stahldraht in 3 Ebenen gebogen. Dieser wird mit zwei Sperrholzplättchen verklebt: der Lagerplatte mit dem Ausschnitt des Hakens und einer Sperrholzunterlage die den Druck zum Rumpf aufnimmt. Die beiden Platten sind zum verstellen mit Langlöchern versehen (siehe Fotos). Das erste Foto in den Rumpf fotografiert zeigt das Langloch für den Haken, das zweite den verschraubten Haken mit den Langlöchern in der Trägerplatte. Die Arretierung im Rumpf erfolgt dann über zwei M3-Schrauben (am besten Senkschrauben) die in ein Aluplättchen mit Gewinde geschraubt werden.


Viele Grüße
Rainer

little_wing
14.03.2015, 15:37
.....Die oben gezeigte Anlenkung der Bremsklappen über ein Torsionsgestänge mit zentral sitzendem Servo wird es in einer käuflichen Version nicht geben. Das Torsionsgestänge ist ein Handlaminat. Eine Lösung über 2 Microservos ist nicht schwerer, aber deutlich einfacher zu bauen.

Gruß Ruben

...da hat Ruben recht, die Torsionsanlenkung ist zwar superleicht, aber man muss schon sehr aufpassen, dass sich beim Arbeiten an der Tragfläche der eine oder andere Tropfen Sekundenkleber sich mal "verläuft" und prompt ist das Torsionsröhrchen fest:mad:
Zum Glück ist mir das nicht passiert, hier mal zwei Bilder wie der Einbau aussehen kann (Toresionsröhrchen ist freigängig geblieben :D), Servo und Anlenkhebel werden nach Einjustieren der Verstellwege -bewußt - verklebt!


Ergänzend noch ein paar Bilder zum Empfängerakku. Möglich ist die Verwendung eines kleinen zweizelligen Lipo oder eines NiMh mit 4 zellen im AAA-Format, vom Gewicht ist das fast neutral. Da ich den Dymond D60 keine wirkliche Hochvolttauglichkeit zutraue, habe ich mich für den Eneloop 800 entschieden. Der muss nun allerdings aufgrund der sehr schmalen Rumpfnase in einer Sonderform - wie auf dem Bild zu sehen - zusammengelötet werden damit er möglichst weit vorne hinter dem Nasenspant zu liegen kommt (Schwerpunkt!)
D.h. die vorderen Zellen stehen hochkant, die hinteren sind liegend angeordnet. Da ja bekanntlich Platz noch in der kleinsten Hütte ist, konnte ein kleiner Schalter auch noch mit eingeschrumpft werden.

Gruß
Rainer

mattersburger
14.03.2015, 22:58
Hallo Andreas,
will mal versuchen anhand einer schnellen Handskizze den verstellbaren Hochstarthaken zu erklären:

Der Hochstarthaken ist aus 1,5er Stahldraht in 3 Ebenen gebogen. Dieser wird mit zwei Sperrholzplättchen verklebt: der Lagerplatte mit dem Ausschnitt des Hakens und einer Sperrholzunterlage die den Druck zum Rumpf aufnimmt. Die beiden Platten sind zum verstellen mit Langlöchern versehen (siehe Fotos). Das erste Foto in den Rumpf fotografiert zeigt das Langloch für den Haken, das zweite den verschraubten Haken mit den Langlöchern in der Trägerplatte. Die Arretierung im Rumpf erfolgt dann über zwei M3-Schrauben (am besten Senkschrauben) die in ein Aluplättchen mit Gewinde geschraubt werden.


Viele Grüße
Rainer

Danke Kayb Danke Danke Rainer super Die Idee darf ich mir "ausborgen" ? :D:D

LG Andreas
Der dieses Forum der vielen Genie s wegen liebt

Kayb
16.03.2015, 06:55
Servus Andreas,

nachdem der Rainer dir sogar ne Zeichnung gemacht hat, musst du die Lösung nehmen. Was anderes bleibt dir ja gar nicht mehr übrig *g*.

Gruß Ruben

Peer
16.03.2015, 11:20
Bei diesen klotzigen Akkus kann man ja Angst bekommen....!

Dieser hier ist deutlich dezenter, mit einem kleinen Regler bringt man ihn auf 5,0 V (oder nimmt alle Servos in Hochvolt, die Dymonde D47/D60 können das sowieso)
http://www.alb-modelltechnik.de/Akkus/Lipo-Akkus/Red-Power-Lipo-Akkus/Red-Power-0600mAh-74V::4209.html?gclid=CMflr9HSrMQCFRHHtAodAA8AgQ

Gruß
Peer

UweH
16.03.2015, 12:59
Bei diesen klotzigen Akkus kann man ja Angst bekommen....!

Dieser hier ist deutlich dezenter, mit einem kleinen Regler bringt man ihn auf 5,0 V (oder nimmt alle Servos in Hochvolt, die Dymonde D47/D60 können das sowieso)
http://www.alb-modelltechnik.de/Akkus/Lipo-Akkus/Red-Power-Lipo-Akkus/Red-Power-0600mAh-74V::4209.html?gclid=CMflr9HSrMQCFRHHtAodAA8AgQ

Gruß
Peer


Hallo Peer, bei den meisten RES-Modellen hast Du die Wahl zwischen 600 mAh plus Spannungsbegrenzer bzw. Hochvolt (D60/D47) plus viel Blei, oder 800 mAh mit wenig Blei. Die Eneloops passen in alle aktuellen RES-Rümpfe, auch wenn manchmal speziell gelötete Konfigurationen notwendig sind wie hier beim Babacomp.
Also keine Angst vor dickeren Akkus in RES, die 50 cm mehr Spannweite als bei F3K vertragen das ohne Nachteile.

Gruß,

Uwe.

Kayb
16.03.2015, 18:42
Die Nase der Baba-Competition ist in dem Status, welcher hier gezeigt ist auf Lipozellen gemünzt. Der Rumpf war in erster Version kürzer, damit sind wir mit 4 Zellen Eneloop AAA fast ohne Trimmblei hingekommen. Für Lipo hab ich den Rumpf dann verlängert, ohne ihn dick genug für 4 AAA Zellen als Würfel zu machen (wäre mir zu klobig geworden). Mit Lipo habe ich aber noch Trimmblei gebaucht.
Um ohne Trimmblei hinzukommen müsste die Heckpartie leichter werden. Die Heckausleger sind auf Steifigkeit gebaut (Hochstart bei Wind). Auch könnten wir auf kosten der Robustheit am Leitwerk noch was einsparen. Mit solchen Maßnahmen könnte ich nen Flieger nah an die 350g kriegen. Das ist schon verdammt leicht und bringt, außer bei ganz toter Luft, nichts mehr.

Wir fliegen derzeit Flächenbelastungen ab 11g/dm², wenn wir ohne Ballast fliegen. Auf den Wettbewerben letzte Session haben wir kaum Flüge ohne Ballast gemacht.

Gruß Ruben

little_wing
16.03.2015, 20:01
Das mit dem "angsteinflößenden" Akkuklotz wollt ich dann doch nicht auf mir sitzen lassen, soll sich ja niemand hier sich ängstigen müssen :D
Ich habe daher auf die Schnelle mal den Flieger im Rohbau zusammengesteckt und den Schwerpunkt gefühlt: der Flieger ist leicht kopflastig (dank des schwereren Akkus).
Das Gesamtgewicht liegt in dieser Konfiguration, also ohne Folie, noch ohne Faden-Ruderanlenkung bei 362g.
An meinen Leitwerken habe ich auf Anraten heute nochmals geschliffen und 14g erreicht. Durch die Folie legen meine Leitwerke in der Regel 2-3g zu, das dürfte kaum oder wenig Einfluß auf den Schwerpunkt haben. Der Großteil einer Folienbespannung verteilt sich auf Fläche und Rumpf gewichtsmäßig etwa um den Schwerpunkt, mit der Tendenz eher zu kopflastig bei Carbon-Leitwerksträger, so meine Erfahrung.
Damit sehe ich mich in meiner Wahl für den eneloop eigentlich bestätigt, so ganz ohne Blei...:p
...wobei natürlich die red Power schnuckelig klein, leicht und dazu noch recht preiswert sind, wenn man den Rumpf verlängern würde durchaus eine Option, aber zu lange Rümpfe haben bekanntlich auch ihre Nachteile.

Grüße von
Rainer

Kayb
01.04.2015, 23:24
Ich bin grade am Bau für nen Flieger um Bilder für die Bauanleitung zu machen.

Leitwerks-Brettchen haben wir auf 4mm Balsa von 5mm geändert. Leitwerk vorm verschleifen: 13g.

Nach verschleifen:

1326209

Wobei ich schon nen ziemlich leichtes Brettchen genommen hab, wenig Sekundenkleber und das Leitwerk auch noch ordentlich dünn geschliffen hab (insbesondere zu den Rändern). Am Ende bauch ich jetzt dann noch Blei am Heck, dass mein Schwerpunkt stimmt.

Gruß Ruben

Schmirgel
02.04.2015, 09:46
Hallo Ruben,

wie schwer sind denn nun die Leitwerke nachdem du sie in der Schleiferei hattest ?

Auf dem letzten Foto war sehrallerhöchstwahrscheins der Waagenakku leer.

Ich das ein 400er oder 800er oder 2000er Eneloop ?

Gruß
Gerhard

Hans Rupp
02.04.2015, 10:08
Hallo Gerhard,

das sind die neu an der Uni Stuttgart neu entwickelten Hologrammleitwerke, die wiegen einfach nichts mehr :cool:

Hans

Kayb
02.04.2015, 11:20
Das Leitwerk nach dem Verschleifen wiegt 7g. Plus Folie müsste so auf 10g kommen.

Gruß Ruben

Jensbot
02.04.2015, 11:42
Herr Drela in allen Ehren, aber ich mag die SLW-Geometrie einfach nicht mehr...

Bischen mehr 2015 Desgin könnt's schon sein. Anonsten sieht die Hexe schick aus! :D ;)

mattersburger
02.04.2015, 12:23
Das Leitwerk nach dem Verschleifen wiegt 7g. Plus Folie müsste so auf 10g kommen.

Gruß Ruben

Hallo Ruben, ich bin fassungslos :( , das schlepp ich ja das doppelte Gewicht ,(noch ohne Folie !) da hinten mit!! :cry:
Da wirds wohl in meinem Keller auch noch mal stauben müssen, kann ich da echt das leichteste, zu bekommende Balsa verwenden? Festigkeit?

LG Andreas

Ps.. kann man euer neues Profil mal wo klauen, runterladen oder so ?:D:D

Ps.: Ps.: Seid ihr noch bei der Originalgröße der Leitwerke nach Drela, kann man, wenn, wieviel, kleiner bauen?

HeinM
02.04.2015, 13:05
Herr Drela in allen Ehren, aber ich mag die SLW-Geometrie einfach nicht mehr...

Bischen mehr 2015 Desgin könnt's schon sein. Anonsten sieht die Hexe schick aus! :D ;)

Klare, gerade Formen sind aber am einfachsten und schnellsten zu verschleifen

mattersburger
02.04.2015, 13:47
Herr Drela in allen Ehren, aber ich mag die SLW-Geometrie einfach nicht mehr...

Bischen mehr 2015 Desgin könnt's schon sein. Anonsten sieht die Hexe schick aus! :D ;)

Da hat man s als Rückkehrer leichter, für mich sind se neu, und gfalln tun se ma auch.

Und das mit dem einfacher zu schleifen stimmt auch. :D

LG Andreas

Kayb
02.04.2015, 18:56
Was der Drela da tut, ist in sehr vielen Gesichtspunkten sehr weit optimiert. Denke Kriterien waren da: Aerodynamik (Profiliert!), Struktur (Festigkeit und Steifigkeit), Gewicht, Baubarkeit. Gut der Allegro hält sehr deftige Hochstarts an E-Winden. Da brauchen wir natürlich schon weniger Material. Eigentlich ähnelt unser Leitwerk auch eher dem des Bubble Dancer, als dem des Allegros. Wenn ich wirklich an Gewicht alles rausholen wollen würde, könnte ich auch noch ca 2 Gramm sparen. Allerdings würde dann die Aerodynamik leiden.

Optik spielt für uns eher eine untergeordnete Rolle... ich würde auch tothässliche Flieger bauen, wenn sie ideal funktionieren. Leider bekommt man irgendwann ein geschultes Auge, sodass gute Aerodynamik gleichzeitig hübsch wirkt.

Das Brettchen wog, denke ich, um die 35g (4mm Standartbrett). Ist ne Dichte von 0,0875g/dm³. Laut Wikipedia kann Balsa Dichten von 0,040–0,340 g/dm³ haben. Das leichteste Brettchen, welches ich in den Fingern hatte, war bei 0,06g/dm³... damit hätte ich so nen Leitwerk nicht bauen wollen, selbst wenn ich es nicht ganz so dünn geschliffen hätte. So leichtes Balsa bricht zu schnell. Also nicht das leichteste Balsa nehmen, sondern sinnvoll leichtes Balsa an der richtigen Stelle (am besten noch aus dem richtigen Schnitt, meistens Quater Grain).

Die Leitwerksgröße ist kaum vom Allegro abgeändert. Leitwerksgröße und Hebelarm hat wesentlichen Einfluss auf die dynamische Stabilität eines Flugzeugs (Siehe Dutch Roll (http://de.wikipedia.org/wiki/Dutch_Roll), Spiralsturztendenz, etc.)

Dynamische Stabilität geht aufs Handling, wenn der Flieger ständig durch die Luft eiert, lässt sich die Flugleistung auch kaum abrufen.

Drela hat mit dem AVL ein Tool zur Verfügung gestellt, das sowas berechnen kann. Meiner Ansicht nach stimmt die Abstimmung vom Allegro recht gut. Vielleicht etwas zu viel Dutch Roll, haben wir aber durch etwas weniger V-Form gelöst.

Zu den Profilen:
Werden hoffentlich bald nach Ostern veröffentlicht. Samt Windkanalmessungen. Vorher geb ich sie keinem mehr *g*.

Noch nen Tipp an Andreas:
Bau mal deinen Flieger, wie du denkst, und zieh dann deine Schlüsse draus. So verkehrt ist das nicht, wie du baust. Der 2. Flieger wird dann eh immer besser ;). Die Baba-Jaga war auch nicht unser Erstlingswerk, da haben wir schon auch einige ähnliche Flieger (Bubble Dancer, 2-Achs Speerwurf HLG's etc.) damit wir wussten worauf wir achten müssen.

mattersburger
02.04.2015, 23:28
Hallo Ruben

Was soll ich sagen, Danke für deine ausführlichen, sachlichen, fachkundigen, wissenschaftlichen, in vieler Hinsicht mich bestärkenden, und meine Meinung deckenden Ausführungen, die wohl nicht nur mir eine große Hilfe sein werden. (sry, Beamtendeutsch :D aber aus ganzem Herzen)

:D vor einer Stunde habe ich mir ein 4 mm Balsabrett mit 34 Gramm herausgesucht und bereitgelegt, könnte schon Morgen ein neues Leitwerk werden.

Danke auch,für den letzten, mich betreffenden Absatz.
Ja, ich werde unbeirrt weitermachen, mir ist bewusst das ich beim ersten Versuch, auch wenn ich das Grundkonzept hier von euch, und hauptsächlich von Mark Drela "abgeguckt" habe, nicht gleich alles perfekt hinbekommen kann. Speziell deine Ausführungen bezüglich der V-Form machen mir ein wenig Sorgen, da werde ich wohl zu großzügig damit umgegangen sein.
Obwohl, geflogen bin ich mein "GenRes" ja noch nicht. :D

LG Andreas

Der dieses Forum wegen der vielen Genies hier, liebt und braucht :D

little_wing
14.04.2015, 15:13
Hallo,
muss mich jetzt mal mit einem aktuellen Stand melden, hier hat sich ja einige Zeit nichts getan.
Das „Einpacken des Fliegers in Folie“ dauert bei mir immer etwas länger; wie andere das schneller hinkriegen als ich, habe ich noch nicht herausgefunden...
Außerdem stand ganz oben auf der Prioritätenliste fürs Frühjahr ein bißchen Gartenumbau (es wird schon langsam grün) und einige andere Dinge waren auch zu erledigen.
Aber:
Jetzt sind alle Teile fertig bebügelt und alles ist zum Zusammenbau bereit. Als nächstes muss die Anlage eingebaut und die Ruderanlenkungen angefertigt werden, außerdem fehlt noch der Anbau des Höhenleitwerks mit Ausrichten und Verkleben der Wippe auf dem Rumpfrohr. Die Verlegung der Bowdenzüge für die Ruderanlenkungen erfolgt außen auf dem Heckausleger,da ich wahrscheinlich einen Teil des Heckrohres als Ballastkammer verwenden will, mein Ziel ist so ungefähr 200g Messing darin unterzubringen. Die Anlage ist noch zu programmieren mit vorab einstellen der Klappen , Ausschläge, usw.
Zum Auswiegen hoffe ich mit nur wenig Blei auszukommen :D
Wenn dann alles komplett ist, ab auf die Waage, da stellt sich dann heraus ob die Prognose von ungefähr 460g eingehalten werden konnte.
Als Letztes noch gründlich einfliegen und einstellen, denn schließlich will ich den Flieger nach Puchheim mitnehmen wenn alles gut geht.

Übrigens hat das Aufbringen der Folie (Oralight transparent) das Gewicht um 41g erhöht, Einzelgewichte und weitere Details (Klappeneinbau, Wippe, etc. kann ich noch nachmelden wenn alles fertig ist..



Hier erst mal ein paar Bilder zwischendurch…
Bilder von meinem „regelkonformen Carbonrumpf“ und einige Bilder vom fast fertigen ZsB




Gruß
Rainer

mattersburger
21.04.2015, 09:45
Hallo Rainer

Pfff, alle Achtung, sehr schön.

Sag mal, fotografierst du die Fehler nicht, oder gibt's da einfach keine,:confused::D wie kann man nur so sauber bügeln, sieht toll aus, die CFK Optik passt sehr gut.

Ich werde den Verdacht nicht los, das deine, eure, HL Wippe anders, "einfacher"? aufgebaut ist als meine. "Drela s" :D, ob du so lieb sein könntest mal ein Foto davon zu zeigen?

LG Andreas

little_wing
21.04.2015, 14:22
Hallo Andreas,

die Wippe ist aus 1mm GfK Plattenmaterial gefräst (geht auch ganz cool :cool: mit der bewährten Laubsäge :cool:).
Die Lagerung erfolgt in zwei 0,8er Bowdenzugröhrchen mit 0,8er Stahldraht als Achse. Auf den Fotos zu sehen ist der Einbau im Holzrumpf der Baba Jaga, von der competition habe ich grad kein Foto parat, ist aber prinzipiell das gleiche.
Grosser Vorteil der Wippe und des Pendelleitwerks ist die leichte Einstellung der EWD und natürlich die Abnehmbarkeit des HLW, das erspart dir schon den einen oder anderen Rempler schon beim Transport aus dem Keller zum Flugfeld:D

Gruß
Rainer

mattersburger
22.04.2015, 21:40
:) Hallo, Danke Rainer, vom Gefühl her müsste der Kasten mit Männerbrause jetzt voll sein, den ich dir schulde :D


"""""Grosser Vorteil der Wippe und des Pendelleitwerks ist die leichte Einstellung der EWD und natürlich die Abnehmbarkeit des HLW, das erspart dir schon den einen oder anderen Rempler schon beim Transport aus dem Keller zum Flugfeld:D
Gruß
Rainer[/QUOTE]"""""

Aus diesen Gründen habe ich meine Gedanken bezüglich eines gedämpften HLW immer verworfen. Für ein V-LW könnte ich die Transportkiste ja etwas breiter ausführen.

:( hätt ich vorher mal gefragt, hätte ich mir einiges an Zeit ersparen können, dachte wohl an eine ähnliche Lösung, hatte aber Bedenken das bei dem schmalen Abstand, bedingt durch den eher dünnen LW Träger das Hr zu sehr seitlich auspendeln könnte.
Gefällt mir sehr gut, und deine Verarbeitung spricht wieder für sich, keine Macke zu sehen, sehr sauber gebügelt. :p

Naja, wenn meine Euphorie so anhält, habe ich ja noch einige Modelle zum üben.
Werde demnächst einen weiteren GenRes beginnen, sollte mich niemand von euch zurückpfeifen, will ich das Selig 2046 versuchen, das kommt dem Anschein nach einer AG35 mit AG19 Modifikation sehr nahe.

LG Andreas

little_wing
23.04.2015, 16:57
Aus diesen Gründen habe ich meine Gedanken bezüglich eines gedämpften HLW immer verworfen. Für ein V-LW könnte ich die Transportkiste ja etwas breiter ausführen.

:( hätt ich vorher mal gefragt, hätte ich mir einiges an Zeit ersparen können, dachte wohl an eine ähnliche Lösung, hatte aber Bedenken das bei dem schmalen Abstand, bedingt durch den eher dünnen LW Träger das Hr zu sehr seitlich auspendeln könnte.
Gefällt mir sehr gut...

LG Andreas

Hallo Andreas,
die gezeigte Wippe stammt original aus dem Bausatz der Baba Jaga, ich müßte die "Männerbrause" also mit Ruben Bühler und Jonas Ilg teilen, denn die haben sie erfunden.
Ich habe das Teil bislang an drei Seglern im Einsatz (Baba Jaga, Baba Elektrorumpf und Simply RES) und muß sagen, es hat sich gut bewährt. Voraussetzung ist natürlich ein sauberer spielfreier Aufbau (ich habe bei allen dreien um die Lagerplatte noch eine "Angstwicklung" aus Kevlarfaden gelegt), das hat bis jetzt bei allen dreien in Summe vll 200 Flüge überstanden. Allerdings immer mit sauberen, anständigen Landungen und keinen "gesteuerten Abstürzen", das solls ja durchaus geben ;);)

Gruß
Rainer

P.S. Kleiner Nachtrag: mit meinen Waagen gewogen ist das Teil nicht oder nur unwesentlich schwerer als Drela's Kohleteil und der gibt glaube ich 2,5g an.

little_wing
27.04.2015, 18:32
Letzte Woche ist der Flieger endlich fertig geworden und am Donnerstag war Erstflug. Die ersten Handstarts verliefen problemlos, bis auf etwas mehr Höhe trimmen war nichts zu verändern (und das ist dank des Pendelleitwerks sehr einfach).
Dann sofort und ohne weitere Änderungen ans Gummiseil mit anfänglich ca. 45 Schritten Auszug. Bei den ersten Starts ging sie zu früh aus dem Seil, daraufhin habe ich den Haken noch ca. 3-4mm nach hinten verschoben, nun sitzt er fast im Schwerpunkt. Dazu noch 2-3 Zacken hoch getrimmt und dann passte der Hochstart fürs Erste. Auf Anhieb gelangen in der ruhigen Abendluft noch einige Flüge mit min. 6:40 und max. 11:00 min: breites Grinsen!
Zu den Flugeigenschaften gibt es bis jetzt nur positives zu berichten:
Die Steuerfolgsamkeit auf den Rudern ist genauso direkt und präzise wie bei der Vorgänger-Baba. Die Wirkung der doppelten Störklappen ist deutlich weicher und damit sehr viel angenehmer als die brachiale Wirkung der Riesen-Klappe der Vorgängerin. Dazu ist auch noch deutlich weniger Höhenruder-Zumischung nötig bei gleichzeitig feinerer Dosierbarkeit der Klappen (die Ausschläge habe ich auf ca. 85° eingestellt).
Das Wichtigste aber, die Flugleistungen, sind mit den neuen Profilen spürbar besser als die der Vorgängerin geworden, wobei die „alte Hexe“ immer noch als Maßstab für ein RES-Modell gelten kann. Kleinste Ablösungen werden angenommen, bei denen die „alte Hexe“ kaum eine Chance gehabt hätte. Einkreisen lässt sich gut spüren und einleiten, im Kreisflug liegt sie sehr stabil und ist einfach zu halten. Abrißtendenzen, die ich bei der alten Baba ab und zu, je nach Trimmung beim Kreisen beobachten konnte, sind nicht mehr vorhanden.
Dazu kommt noch ein deutlich besseres Gleiten, welches ungemein dabei hilft, wenn man ein Abwindgebiet verlassen muss um ein neues zu suchen und zu finden, man könnte fast schon von „Streckenfliegen“ reden, was eigentlich nicht so die Domäne für ein RES-Modell ist. Bei der Competition hat es den Anschein, als sei in diese Richtung ein erster Schritt gemacht.
Am Sonntag durfte die neue Hexe dann auf dem RES-Wettbewerb in Puchheim gleich einmal Wettbewerbsluft schnuppern. Naja, für mehr als den 21.Platz hat es nicht gereicht. Da muss ich noch fleißig üben und das Modell auch noch besser in den Griff kriegen, mehr Feintuning an den Einstellungen machen, vielleicht Startphasen programmieren, Hochstarthaken optimieren, etc. Allerdings war das Starterfeld in Puchheim mit 42 Teilnehmern auch recht groß und dazu noch hochkarätig besetzt.
Wieder einmal war es beim Kermess ein rundum gelungener Wettbewerb mit vielen netten Leuten, angenehmen Gesprächen und großer Hilfsbereitschaft und - auch noch ganz wichtig- das Wetter hat diesmal mitgespielt!

Noch eine Zahl: Fertiggewicht liegt aktuell bei 445g, darin sind ca. 15g Blei in der Nase enthalten.
Im Anhang noch ein Paar Bilder in der grünen Wiese…

Gruß
Rainer

Flyhigher00
18.08.2015, 20:46
Hallo Zusammen!

Da es hier mittlerweile sehr ruhig geworden ist, wollte ich mal nachfragen wie der aktuelle Stand ist?
Gibt es den Flieger mittlerweile zu kaufen?

little_wing
19.08.2015, 13:47
Hallo flyhigher00,
ich möchte jetzt Ruben nicht vorgreifen, aber nach meinen letzten Infos wird an der Umsetzung in einen verkaufsfähigen Bausatz gearbeitet, erhältlich dann wieder bei modellbauservice schuster.
Bitte noch etwas Geduld, zur kommenden Bausaison wird es aller Wahrscheinlichkeit nach den Flieger geben.
Aber vielleicht wird Ruben dazu in den nächsten Tagen selbst etwas sagen können.

Gruß
Rainer

Kayb
01.09.2015, 18:05
Hallo,

Bin wieder aus dem Urlaub zurück.

die Bauanleitung ist in Arbeit. Dauert aber noch etwas.

Gruß Ruben

sturm
13.11.2015, 11:30
Hallo Ruben,

ist schon eine Ende abzusehen?
Möchte wissen ob ich mich mit dem Weihnachtsmann oder doch besser dem Osterhase gutstellen muß.
Und keine Angst vor Konkurenz, keiner fliegt so gut wie Du.

Mit sportlichen Grüßen
Gerhard

Kayb
14.11.2015, 17:46
Hallo,

ich kanns noch nicht sagen wann genau. Aber in jedem Fall, so dass noch genug Bauzeit bleibt um nächste Session mit der Baba-Competition zu fliegen.

Aus Konkurenzdenken werden wir den Flieger sicher nicht zurückhalten. Zum Einen freuts mich selbst, wenn einer mit einer unserer Konstruktionen gut zurechtkommt und nen guten Wettbewerb fliegt, zum Anderen haben wir die Profile ohnehin schon mit Windkanalmessungen veröffentlicht.

Gruß Ruben

little_wing
18.11.2015, 13:53
Hallo RES-Freunde,

schon bei der Fertigstellung des Seglers kam mir die Idee, für die Baba comp. zusätzlich noch einen Elektrorumpf zu bauen und das hatte folgende Gründe:
Wenn am Ende des Sommers rund um unser Flugfeld die Äcker schon abgeerntet, bereits umgepflügt oder noch brachliegend sind, ist der Gummiseilstart schon eine mühsame Angelegenheit. Nicht dass ich zu bequem oder faul wäre, das Gummiseil auszulegen und immer wieder zurückzuholen, das gehört für mich als „entspannende“ Betätigung zu unserem Sport dazu. Es hat ja auch durchaus etwas Meditatives mit einem RES-Segler zu fliegen: Thermik suchen und auch (hoffentlich) finden, Höhe erkämpfen, taktieren, Flugzeit heraushungern, usw., landen, Seil wieder ausziehen … und das ganze von vorne…
Solange man damit alleine auf dem Platz ist und kein nerviges Um-und-um-Gefliege mit lauten Motormodellen, Helis, usw. stattfindet ist das ganz nach meinem Geschmack ).
Aber zurück zum Fliegen im Herbst zwischen frisch gepflügten Feldern: das Seil verheddert sich immer wieder beim Rückholen in den groben Schollen eines gepflügten Ackers usw. Das ist mitunter lästig und mühsam und schadet außerdem auf Dauer dem Seil und dem Gummi.
Da ist das Starten aus der Hand mit Motorunterstützung doch eben viel komfortabler und stressfreier, daher kam der Wunsch nach dem Elektrorumpf. Hinzu kommt noch, dass man dann wie bereits oben erwähnt unabhängiger vom restlichen Flugbetrieb auf dem Platz ist.

Das Konzept:
Der Rumpf sollte in den Abmessungen möglichst unverändert bleiben, nur die Bauweise war ggf. den Erfordernissen der Komponenten, die ich verwenden wollte, anzupassen.

Es kommen folgende Komponenten zum Einsatz:
- Hacker A10 mit Getriebe 4,4: 1
- Regler robbe roxxy 810 oder ähnl.
- Reisenauer Spinner D=29,5 mm mit Mittelstück 32mm/3,0
- Graupner CAM 13x7
- Lipo 3S 600 oder 800mAh
- 2 Dymond D60-Servos
- HOTT GR12 mit separatem Vario
- Die Tragfläche und das Höhenleitwerk stammen vom Segler.

Nach ein paar Handskizzen und einigen überschlägigen Schwerpunktberechnungen zur Positionierung der Komponenten sah das dann folgendermaßen aus:
- der Rumpf wird in der Draufsicht an der dicksten Stelle um 2mm auf 32mm verbreitert und im Bereich der Tragflächenauflage und des Kabinendeckels um 4mm höher (weil die Servos jetzt unter der Fläche sitzen).
- die Rumpfnase muss auf den Durchmesser des Spinners (29,5mm) verbreitert werden. Weiter hinten werden Rumpfseiten, -Boden und -Deckel auf die max. Breite von 32mm mit dem Kurvenlineal eingestrakt, sodass eine harmonische Kontur der Rumpfkeule entsteht.
- Mit den Ergebnissen aus den Berechnungen zum Schwerpunkt ergab sich folgende Reihenfolge der Komponenten:
1. Spinner mit Prop
2. Motor / Regler
3. Akku (direkt vor Hauptspant)
4. Empfänger
5. Servos (nebeneinander angeordnet)
6. Vario (ganz hinten vor der Tragflächenverschraubung)
-
- Das angepeilte Zielgewicht der E-Baba sollte eigentlich nur um das Mehrgewicht des Flug-Akkus höher sein als der Segler, d.h. die Meßlatte lag somit bei ungefähr 500g +/- 10g

Kurze Baubeschreibung:
Die benötigten Materialien fanden sich überwiegend in meiner Holzsammlung:
- 4mm Balsa für die Seitenwände,
- etwas 0,8 er Sperrholz für die sparsame Verstärkung im Bereich der Flächenauflage (siehe Bild),

- 3 mm bzw. 4mm Pappelsperrholz für die Spanten, ein 8mm Sperrholzrest für den Motorspant, usw.
- Zugekauft wurde nur ein ausgesucht leichtes 5mm Balsa für das neue Seitenleitwerk.
- Das Heckrohr ist ein „custommade“ - Teil von Ruben mit einem Gewicht von 17gramm, trotzdem aber sehr steif.


Nach etwas Zeichenarbeit (meist direkt auf dem Holz ) mit spitzem H7-Bleistift und 0,2er Feinliner, Geo-Dreieck und Kreisschablonen, fielen dann nach und nach die Teile aus meiner „oszillierenden Handfräse“. Dann noch etwas Nacharbeit an der Schleifscheibe und der Rumpfbau konnte beginnen.
Später musste noch die Höhenleitwerkswippe mühsamst aus einem Stück 1mm Aramidplatte gesägt werden (das hat mind. 5-6 Laubsägeblätter gekostet!). Dafür ist die jetzt aber auch absolut spielfrei, weil die im Aramid gebohrten Löcher immer leicht ausfransen und damit die Tendenz zum Klemmen haben, die dadurch sitzt die Lagerachse aus 0,8mm Stahldraht recht stramm.

Einen ausführlichen Baubericht gibt es nicht. Ich habe daher hier unten eine Bildersammlung vom Bauablauf angehängt, die - wie ich hoffe – selbsterklärend ist und die wichtigsten Details von der Entstehung des Rumpfes wiedergibt.
Ein Detail scheint mir vielleicht noch erwähnenswert, das sich aus der Technik des kleinen Hacker-Getriebemotors ergibt: das Getriebe hat einen recht kurzen Wellenstummel. Damit man einigermaßen „Fleisch“ zum Klemmen des Luftschrauben-Mittelstücks (mit Madenschrauben) hat, darf der Motorspant nicht viel dicker als 2-3mm sein. Das würde aber wiederum zu wenig Klebefläche des Spantes an den Rumpfseiten ergeben. Ich habe mir daher einen Doppelspant gebaut, der zum einen aus einem 8mm Sperrholzspant mit mittiger Bohrung (Getriebedurchmesser) besteht, (das gibt mehr Klebefläche zum Rumpf), davor wird dann nach dem Planschleifen der Rumpfnase der eigentliche Motorspant aus 2mm Birke geklebt. Anschrauben des Motors erfolgt mit M2-Schrauben. Wenn der dünne Spant dann noch auf den den exakt kreisrunden Durchmesser des Spinners von 29,5 (+ 5 Zehntel) geschliffen wird, kann man ihn als Schleifhilfe beim rundschleifen des Rumpfes verwenden, ist eine saubere Sache, dabei immer wieder den Spinner zur Kontrolle verwenden.


Der Rumpf im Rohbau war dann mit 63g recht leicht geworden, wohl auch ursächlich deshalb, weil ich auf die ganzflächige Seitenwandverstärkung aus Sperrholz verzichtet habe. Damit mag der Rumpf nicht so stecklandungstauglich wie der Seglerrumpf sein, aber das will ich dem kleinen Hackermotörchren auch nicht zumuten.

Beim anschließenden Komponenteneinbau und Aufrüsten des Rumpfes geht es dann doch verdammt eng zu, sodass eine große Pinzette, die Lupenlampe und entsprechende Spitzzangen und ähnl. ständige Begleiter sind. Diese Arbeit verlangt am Ende eigentlich mehr Zeit als der gesamte Rohbau, aber das ist irgendwann auch mal erledigt.
Am Ende zeigte dann die Waage exakt 500g (!) mit dem 600mAh-Akku und 514g mit dem 800mAh-Akku, damit war ich sehr zufrieden (aktuell liegt das Gewicht jetzt mit dem kleinen Akku bei 508g weil ich andere Stecker zwischen Motor und Regler eingelötet habe).


Einstellen und Einfliegen:

Alle Einstellungen wie Schwerpunkt, Ruderausschläge, Klappenstellung und Zumischung wurden 1:1 vom Segler übernommen. Wegen der neuen Pendelwippe für das Höhenleitwerk musste die EWD sorgfältig neu eingemessen werden.
Der Motor wird über einen 3-Stufenschalter bedient, zusätzlich wird über einen freien Mischer wird dem Motor prophylaktisch leichter Tiefentrimm zugemischt.

Der Erstflug verlief völlig unspektakulär, die vom Segler übernommenen Einstellungen passten auf Anhieb. Ein signifikanter Unterschied im Flugverhalten und in den Flugleistungen im Vergleich zum Segler ist nicht festzustellen (bis auf die ungewohnte Optik, wenn mal wieder ein Löffel des CAM-Props abhängt, der O-Ring zum Anklappen fehlt noch).
Da mir kein Logger zur Verfügung steht, muss ich mich auf die Höhenansage der „Vario-Dame“ verlassen: wenn bei Ansage „100m“ ausgeschaltet wird, sind in der Regel ca. 22 bis 26 sec vergangen, durch die Überfahrt steigt der Flieger meist noch auf ca. 110 – 120m. Dies entspricht etwa einem sehr guten Gummiseilstart mit leichtem Gegenwind (in der Ebene!), der dauert etwa genau so lange und bringt etwa die gleiche Höhe - vorausgesetzt der Flieger ist gut eingestellt und es wurde nicht versteuert. Mit den gemessenen Motorzeiten/Höhen liegt damit die Steigrate im Mittel bei ca. 4 bis 4,5 m/sec, das ist nicht gerade viel, erscheint mir aber ausreichend. Den Hacker mit Getriebe habe ich mir eigentlich etwas potenter vorgestellt! Man könnte den Flieger durchaus auch stärker an die Latte hängen, nach den ersten Probeflügen habe ich aber festgestellt, dass es effizienter ist den Steigflug durch etwas Tiefentrim auf Winkel von ca. 45 - 50° zu begrenzen. Das ergibt einen ruhigeren, aber dennoch zügigen Steigflug mit wenig Steuerkorrekturen, ohne ein Herumgeiere zu riskieren mit Steigwinkeln immer nahe am Strömungsabriß, wenn man es übertreibt.
An die möglichen Akkulaufzeiten habe ich noch nicht ermittelt, jedoch dürften mit dem 600er nach vorsichtiger Schätzung so etwa 5-6 Steigflüge möglich sein, mit dem 800er vielleicht 8-9 Steigflüge.

So, jetzt ist daraus doch eine längere Abhandlung zu der möglichen Elektrifizierung der Baba competition geworden, die ja eigentlich als reiner Segler konzipiert wurde und auch so eingesetzt wird.
Wie man aber hier im Forum auch lesen kann, gibt es doch ein gewisses Interesse an E-RES. Viele Modellflieger sehen darin eine interessante Variante zum RES. Durch die einfache Bauweise entstehen mit wenig Aufwand Modelle mit durchaus ansprechenden Flugleistungen, mit denen man auch viel Freude haben kann. Der Budgetaufwand und der Bauaufwand halten sich im Gegenzug dazu in erfreulichen niedrigen Grenzen. Es scheint auch schon vereinzelt Wettbewerbsaktivitäten für E-RES zu geben, wie man liest.
Dass damit der Segler-RES-Klasse mit ihrer doch schon weiten Verbreitung und Beliebtheit eine direkte Konkurrenz gemacht wird, sehe ich nicht.

Wenn es gewünscht wird, kann ich den Beitrag als link in den Thread zu den E-RES-Umbauten einstellen, denn da gehört er vielleicht eher hin…

Die Bildersammlung kommt direkt im Nachgang, bitte etwas Geduld:)


Gruß
Rainer

little_wing
18.11.2015, 14:06
hier die Bilder....

little_wing
18.11.2015, 14:20
...hier der zweite Satz Bilder...


Gruß
Rainer

P.S. ...leider ist mir die Reihenfolge etwas durcheinander geraten, sorry

vw4style
01.12.2015, 18:43
Gibt es noch Entwicklungen?

Gruss Lyckele

pfeiferl
02.12.2015, 00:13
Prima Rainer, schön gemacht!

Vielleicht sieht man sich ja in Salzburg.
Für den Altis v4 ist ja immer noch Platz;)

Viele Grüße, Georg

little_wing
10.12.2015, 15:57
Gibt es noch Entwicklungen?

Gruss Lyckele

Hallo Lyckele,

ich spreche jetzt mal im Namen von Ruben, dem Konstrukteur (ich hoffe er hat nix dagegen):
Zur Zeit wird intensiv an der Baubeschreibung und der Umsetzung in einen Bausatz gearbeitet, das dauert halt noch ein wenig, bis alles stimmig ist.
Ein "Bauanleitungs-Flieger" - Grundlage für den Bausatz - ist schon gebaut und bebildert, dazu müssen noch die Texte erstellt werden.
Warten lohnt sich also, bitte noch etwas Geduld

Gruß
Rainer

vw4style
11.12.2015, 12:45
Hallo Rainer,

Danke fur die info. Habe das auch van Jo gehort. Jetzt ist die oldskool baba (mit die altes rumpf form) unterwegs und wann die neues rumpf da ist, bestelle ich eine bei Jo.

Gruss Lyckele


Hallo Lyckele,

ich spreche jetzt mal im Namen von Ruben, dem Konstrukteur (ich hoffe er hat nix dagegen):
Zur Zeit wird intensiv an der Baubeschreibung und der Umsetzung in einen Bausatz gearbeitet, das dauert halt noch ein wenig, bis alles stimmig ist.
Ein "Bauanleitungs-Flieger" - Grundlage für den Bausatz - ist schon gebaut und bebildert, dazu müssen noch die Texte erstellt werden.
Warten lohnt sich also, bitte noch etwas Geduld

Gruß
Rainer

Simu
04.06.2016, 09:02
Hallo

gibt es inzwischen weitere Erfahrungswerte zur Baba Competition bezüglich Aufbau und Flugeigenschaften?

Grüsse Simon

little_wing
05.06.2016, 11:09
Hallo Simon,
ab sofort ist der Bausatz der Baba Competition bei Modellbauservice Jo Schuster direkt und für Austria im Vertrieb bei Zeller modellbau erhältlich.

Einige Kleinigkeiten sind bis zur "Serienreife" noch eingeflossen, viel war da aber nicht mehr zu ändern, der erste Entwurf des Vorserienmusters, das ich seit einem Jahr im Einsatz habe (mittlerweile auch elektrisch), hat sich in der Auslegung bewährt und bedurfte nur wenig Änderungen. Ein bißchen experimentieren mit einem Turbulator hat die Flugeigenschaften im Handling noch etwas verbessert.

Aktuell gibt es noch zu berichten, dass gestern der RES-Wettbewerb beim MCM München
von Ruben Bühler mit der Baba gewonnen wurde, auf den Plätzen 2, 5 und 15 waren ebenfalls Baba Competition vertreten, ich denke, das spricht erstmal für sich.


Gruß
Rainer

P.S.
Vielleicht startet ja jemand einen Baubericht mit der Serienversion hier im Forum? Wäre durchaus interessant...

Simu
05.06.2016, 16:54
Hallo Rainer

Danke für die Infos, die Competition sowie eine normale `alte`Baba sind bestellt , ich finde die Entwürfe einfach toll. Ich denke das Konzept wird erfolgreich sein, wie die erwähnten Erfolge belegen. Vor der Competition werde ich, wenn ich mal Zeit hätte, die alte Baba bauen. Ich bin gespannt...

nochmals Danke und Grüsse Simon

little_wing
05.06.2016, 17:18
...Vor der Competition werde ich, wenn ich mal Zeit hätte, die alte Baba bauen. Ich bin gespannt...

nochmals Danke und Grüsse Simon

Hallo Simon,
das ist sicher eine gute Entscheidung. Die Bauweisen der alten und neuen Baba sind sich zwar grundsätzlich ähnlich, aber der neue Flügel mit Rippenfüßchen und dem dünnen Profil verlangt doch etwas mehr Aufmerksamkeit als die Fläche mit gerader Unterseite.
Dafür entlohnt der neue Flügel in Zusammenarbeit mit dem neuen Rumpf mit noch besseren Flugleistungen. :)

Na dann leg mal los, wenn es soweit ist, und lass hier davon hören.

Gruß
Rainer

chamberlaia
05.06.2016, 18:50
Hallo,

als Zuschauer war auch ich gestern auf dem RES Wettbewerb beim MCM München. Es war herrliches Wetter (Bewölckung 60:40) und kaum Wind. Es kam eine thermische Ablösung nach der anderen.:eek:
Dies konnte man gut beobachten.

Schade daß der Veranstalter sehr unwillig war, den Hochstartgummi den Windrichtungen anzupassen.
Auch hatten einige Teilnehmer den Wettbewerb als sehr gehetzt empfunden. Es blieb wenig Zeit mit anderen Teilnehmern zu spaßen.

Das ein Ruben Bühler gewonnen hat, lag sicherlich nicht an dem verwendeten RES Segler, vielmehr an seiner Kunst des Fliegens.
Gratulation

Es gab jedoch Modelltypen die in der Thermik diesem davonstiegen und leichter stiegen. Ich möchte keinesfalls das Modell kritisieren, doch sollte man nicht übertreiben!

Viele Grüße
Laia

UweH
05.06.2016, 19:10
Es gab jedoch Modelltypen die in der Thermik diesem davonstiegen und leichter stiegen.


Hallo Laia, die Thermikleistung ist bei weitem nicht das einzige Kriterium für die Auslegung eines RES-Modells, sonst würden die leichtesten Modelle mit den auftriebsstärksten Flügeln immer gewinnen.
Baba Jaga in allen Varianten ist gut in der Thermik, aber auch gut um bei windigeren Bedingungen zurecht zu kommen und z.B. aus dem Rückraum gegen den Wind ohne zu verhungern den Landepunkt zu erreichen, das geht etwas auf Kosten der Thermikoptimierung.

Modellauslegung für den Wettbewerb ist immer ein Kompromiss der beim Baba Jaga passt, und Ruben kennt seinen Flieger, deshalb ist das Gesamtpaket sehr erfolgreich.
Glückwunsch an Ruben für den Erfolg beim MCM ;)

Gruß,

Uwe.

little_wing
06.06.2016, 13:44
...hier eine kleine Anekdote am Rande des Wettbewerbs, die mir zugetragen wurde:
Nach dem Wettbewerb - beim entspannten Vergnügungsfliegen zur Überbrückung der Wartezeit- übergab ein Baba-Pilot seinen Sender einem anderen Wettbewerbspiloten.
Der drehte einige Runden mit der Baba, gab dann konsterniert den Sender zurück mit der Äußerung "...mit dem Flieger kann ja jeder gewinnen!"
In diesem Sinne :cool:


Viele Grüße
Rainer

Simu
06.06.2016, 14:33
...Hallo...

ich denke auch dass die Babas sehr gute Leistungen bringen. Als weiter leistungsoptimierte Allegro-Abkömmlinge vertraue ich da voll und ganz der Auslegung. Wie Uwe schon geschrieben hat bringt meiner Meinung nach ein Kompromiss aus verschiedenen Anforderungen unter dem Strich eine bessere Leistung als ein nur auf einen engen Bereich optimiertes Modell, welches vielleicht im Bart ein bisschen schneller steigt, dafür im Streckenflug ein höheres Sinken aufweist. Hier können die Babas sicherlich punkten. Aber egal, ich muss sowieso zuerst bauen, wofür ich leider kaum Zeit bzw. zuviel andere Flieger habe. Aber ich freue mich, die Bausätze kommen wahrscheinlich Ende Monat.

seppale
06.06.2016, 15:32
"...mit dem Flieger kann ja jeder gewinnen!"
In diesem Sinne :cool:
Viele Grüße
Rainer

Servus Rainer,
sobald aber 2 Babas dabei sind - relativiert sich diese Aussage recht schnell wieder.

Tatsache ist halt, dass die Leute, die ganz vorne sind, auch ganz hervorragende Piloten sind.
Der eine oder andere auch mit vergleichsweise mehr Ehrgeiz, der manchmal sogar unüberhörbar ist :D (ein kleiner "Insider" vom RES Wettbewerb beim MCM).

Gruß
Sepp

little_wing
06.06.2016, 15:51
Servus Sepp,
ein bißchen trommeln muss halt manchmal sein, man möge mir verzeihen:D:D:D

Freundliche Grüße nach Dachau
Rainer

vw4style
08.06.2016, 22:42
Ich hatte noch ein bausatz zum verkauf von der baba jaga, pn bei Interesse.

mattersburger
24.06.2016, 23:44
Gruß
Rainer

P.S.
Vielleicht startet ja jemand einen Baubericht mit der Serienversion hier im Forum? Wäre durchaus interessant...[/QUOTE]

Ok. ich machs

Nachdem Wolfgang meine ganz neue Fläche für den Genres (hab ich noch nix erzählt, BC 70x mit Allegro Geometrie, also ziemlich ähnlich der von Baba Comp) gesehen hat, und auch mal aus der Hand einige Runden gefühlt hat, war er ziemlich angetan.
Auf meinen Hinweis, dass diese Flächen vermutlich jener der Baba sehr ähnlich sind, und er so was schnell haben könnte, weil ich gesehen habe das der Frästeilesatz bei Modellbau Zeller "auf Lager" ist, begann er zu überlegen.
Dabei raus kam, er kauft sich eine, und ich werde sie bauen, die kleine Hexe.

Also, Bausatz liegt im Keller, Bauanleitung "interessehalber" :D (Großkotz :o) gelesen, Pläne ausgedruckt, natürlich mit meinen üblichen Problemchen an der PC Maschine, denke die Schuld liegt an meinem sterbenden Drucker, aber Mail an Wolfi und die Pläne liegen bereit.

:D:D mal wieder eine fertige Arbeit seit langem, bin gespannt wie lange ich brauche das Ding zusammen zu nageln, der erste Eindruck ist sehr gut, und auch Aufschlussreich, jetzt kann ich nur was dazulernen.

Wetterabhängig (schon sehr schönes Flugwetter momentan) werde ich wohl in einem extra Thread demnächst berichten.

LG Andreas

little_wing
25.06.2016, 17:06
Hallo Andreas,
das finde ich ne gute Idee!
Leg mal mit deinem ganzen fundierten Erfahrungsschatz als Holzwurm los und berichte hier. Ich werde versuchen immer mitzulesen und wenn gewünscht den einen oder anderen kleinen "Senfklecks" dazu beisteuern:D:D

Gruß
Rainer

C.Kraaijeveld
05.10.2017, 21:03
Meine ist heute auch fertig geworden, Fluggewicht 405 Gramm inklusive 15 Gramm Blei in der Nase...bin gespannt wie sie fliegt.

little_wing
06.10.2017, 10:49
Mit diesem niedrigen Gewicht bist du für Leichtwindbedingungen sicher gut unterwegs!
Für NL, nehme ich mal an, wird es eher nicht immer schwachwindig sein, ich empfehle dir auf jeden Fall eine Ballastierung vorzusehen wie es in der Anleitung beschrieben wird, dann kannst du in kleinen Schritten den Flieger an die Bedingungen anpassen.
Denn grundsätzlich fliegt leicht bei RES-Seglern immer besser, schwerer kann man ja immer werden (geht uns ja genauso ;)).

Wenn alles richtig gebaut wurde, wird die kleine Hexe auf Anhieb fliegen, da dürfte nichts schiefgehen.
Berichte mal wieder, eventuell mit Bild...

Holm- und Rippenbruch
Rainer

C.Kraaijeveld
06.10.2017, 17:55
Das Ballastrohr habe ich nach Anleitung hergestellt und eingebaut, windstill ist es hier ja nicht immer....

C.Kraaijeveld
17.11.2017, 22:34
Hatte heute den Erstflug meiner Baba Jaga Competition....ein paar Handstarts, bißchen trimmen und dann ans Seil....fliegt eigentlich problemlos. Noch 10 Gramm Blei in die Nase gepackt und der Hochstarthaken etwas nach hinten verschoben, dritter Flug bei 2 Bft, 8 Grad Celsius Außentemperatur war über 5 Minuten reines abgleiten; nicht schlecht, oder? (ist mein erster RES-Segler, habe also wenig Vergleichsmöglichkeiten.....fliegt schon anders als mein Voll-GFK Shadow!). Nächstes Mal mit Ballast versuchen, bei Windstärke 2 marschiert das Modell kaum noch vorwärts.

1870120

Ja, ich weiß, das Farbschema hatten wir schon mal!

little_wing
18.11.2017, 15:10
Meinen Glückwunsch zum Erstflug!
Ich hätte aber auch nichts anderes erwartet, die Baba's sind da sehr problemlos in ihrer Einstellung. Jetzt den Flieger etwas besser kennenlernen, Hochstart, Klappen einstellen und wenigstens zwei Flugphasen programmieren, dann wirst du sehr viel Freude mit ihr haben.
Die Ballastierung ist auch noch ein wichtiger Punkt, wenn möglich, die Einzelgewichte so etwa 30 - 40 gramm wählen, dann kann man recht fein auf den Wind abstimmen. Dein Basisgewicht ist schon sehr gut für Schwachwind oder Nullwind.

Schön, daß dir mein Farbschema gefällt, sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch bei unterschiedlichen Bewölkungssituationen immer sehr gut zu erkennen, auch wenn man mal jenseits der 100m Höhe fliegt.
Werde diese Farben wahrscheinlich auch für meine neue 2.3M Fläche (Elektro!) wieder übernehmen.

Noch viele schöne Flüge

Rainer

E Segler GK
30.11.2017, 19:42
Hallo an die Baba Jaga Profis,

Könnte mir mal jemand die beste Möglichkeit aufzeigen wie man die
Füße entfernen kann.

Mit einen scharfen Messer abschneiden scheint einfach Zusein, aber dabei geht es immer tiefer
in die Rippe hinein.
Gibt es da noch eine bessere version.

Nichtflügler
30.11.2017, 20:15
Wie wäre es mit so einem kleinen Hilfswerkzeug? Einmal rechts und einmal links locker rüberfahren und das Füßchen oder der Haltesteg ist ab.

1876324

little_wing
30.11.2017, 20:18
Hallo Günther,
ich benutze dafür ein kleines Küchenmesser mit sehr dünner, sehr scharf geschliffener Klinge (von Zassenhaus).
Flach ansetzen und vorsichtig durchschneiden, dabei den Faserverlauf in der Rippe beachten dass die Klinge nicht ins Holz reinläuft, notfalls Richtung umkehren. Ich mußte mit dieser Methode kaum nacharbeiten.

Viel erfolg
Rainer

pfeiferl
30.11.2017, 20:22
Hallo Günther,

nachdem du scheinbar Beginner bist trau ich mich das zu sagen:
Maserung beim Holz beachten!
Von der richtigen Seite aus geschnitten wirdst du kaum in die Tiefe kommen. Probiers bei einem Rest aus. Mal mit der Maserung und mal gegen die Maserung.

Viel Spaß weiterhin beim Bauen.

Viele Grüße, Georg