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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meinungen zum Kopftuchverbot



Martin Stein
13.03.2015, 10:06
Wegen aktuellem Fall an unserer Schule: Mädchen soll Kopftuch abnehmen.

Mein Problem mit dieser Sache ist, dass ich keine Meinung dazu habe, ob ein Mädchen in der Schule ein Kopftuch tragen sollte oder nicht.
Mir ist das egal.
Mir ist ja auch der Hut des Rentners von gegenüber egal. Oder die Base-Cap des Nachbarjungen.

Wenn ich so etwas äußere, wird sofort wild mit den Armen gefuchtelt und irgendwas in die Richtung gefaselt, dass dieses Kopftuch ein öffentliches Bekenntnis zu etwas darstellt und deshalb mehr ist als eine Kopfbedeckung.

Na gut, dann ist es eben ein Bekenntnis. Was ist mit Nonnen? Was ist mit jemandem, der sich ein Kreuz umhängt?

Mir tut nur das Kind leid, das zwischen Familie und Öffentlichkeit zerrieben wird.

Wie denkt ihr?

Eisvogel
13.03.2015, 10:11
Mir ist das egal.
Wie denkt ihr?

Warum fragst du dann :confused:
Die folgenden Antworten werden wohl kaum dazu beitragen können, daß du dir eine Meinung darüber bilden kannst :rolleyes:

Martin Stein
13.03.2015, 11:56
Doch, das denke ich schon. Ich lasse mich gern aufklären.
Ich WILL ja nicht, dass es mir egal ist. Ich will eine fundierte Meinung.

MAD3007
13.03.2015, 12:06
Ein Kopftuch mit einem Base-Cap gleich setzen? LoL

Ein Kopftuch ist ein religiöses Zeichen, das nicht in die Schule gehört. Genau so wenig wie ein Kreuz in einen Klassenraum gehört.

Eine Schule sollte meiner Meinung nach religionsfrei sein.

Gast_8624
13.03.2015, 12:09
Hallo Martin,

unter dem Stichwort >Kopftuchverbot< bekommst du " Ungefähr 363.000 Ergebnisse (0,29 Sekunden) ", gerade in google probiert.

Ich denke dort wirst du mit viel Lesen eher tragfähige Informationen für deine Meinungsbildung bekommen als hier in der Klatsche.

Gruß Rolf

Carlos1
13.03.2015, 12:59
Ich glaube, meine Großmutter lief üblicherweise auch noch mit Kopftuch durch die Gegend. Ich finde das zwar nicht schön, aber was soll daran schlimm sein?

Ganz anders sehe ich die "Vollvermummung"!

Naitsabes
13.03.2015, 13:07
Mädchen soll Kopftuch abnehmen.

Meine fundierte Meinung;): Geht völlig in Ordnung.

Geht nur nicht weit genug. Religionsunterricht entrümpeln, die Gedanken der Aufklärung, sprich selbstständigen Denkens, von der ersten Klasse in den Stoff nehmen.
Im Deutschunterricht (noch besser im Englischunterricht) Referate über Richard Dawkins "Der Gotteswahn".

Und ja, ich diskriminiere. Ich unterscheide nämlich zwischen Leuten, die mir Müll als göttliche Gebote verkaufen, und solchen, die jungen Menschen eine Chance geben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.


Grüße
Andi

maxxs
13.03.2015, 13:33
im namen von religionen (egal welcher richtung), wurde nur übel über die menschheit gebracht.
verbrennungen, inquisitionen, köpfe abschneiden, was weiß ich.

wir leben in einem zeitalter, wo ein normal denkender mensch sicherlich in der lage sein sollte einzuschätzen, dass es keine gottheit gibt.

die ganze religionssch*** gehört abgeschafft. wenn nicht, dann hat es auf jeden fall nichts in schulen oder ähnlichen institutionen zu suchen.

ich verspreche:
sollte einer meiner jungs eine klassenlehrerin mit kopftuch haben, wird klasse/schule gewechselt.

Peter Dörscheln
13.03.2015, 13:37
Genau, und im Religionsunterricht dann eine fundierte Auseinandersetzung mit Dawkin´s dünnem Gefasel....
Die Freiheit ist nämlich immer auch die Freiheit der anders Denkenden (und anders Empfindenden). Und zu einem
selbstbestimmten Leben gehört sehr wohl auch die Entscheidung, als gläubiger Mensch zu leben - auch wenn´s dir nicht in den Kram passt. aber ich weiss, ich weiss...sowas hört man heute nicht gerne...von daher...bin schon weg.

Peter Dörscheln
13.03.2015, 13:41
im namen von religionen (egal welcher richtung), wurde nur übel über die menschheit gebracht.


Ja nee, ist klar. Nur nicht nachdenken...über Diakonie, Schulen, Kindertagesstätten, Hunger- und Entwicklungshilfe, Krankenhäuser in diakonischer Trägerschaft. Und auf keinen Fall über die Aufklärung, in deren Namen (franz. Revolution) die Henker Tag und Nacht arbeiten mussten, um die vielen Köpfe unter der Guillotine wegzuräumen...

...nun aber Tschüs, hat keinen Sinn...

Gast_8624
13.03.2015, 13:41
http://www.tagesschau.de/inland/kopftuch-109.html


Ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrerinnen ist nicht mit der Religionsfreiheit vereinbar. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Auf mehrere Bundesländer könnten damit Änderungen der Schulgesetze zukommen. Der Zentralrat der Muslime und die Grünen begrüßten den Beschluss.

Eisvogel
13.03.2015, 13:59
Ja nee, ist klar. Nur nicht nachdenken...über Diakonie, Schulen, Kindertagesstätten, Hunger- und Entwicklungshilfe, Krankenhäuser in diakonischer Trägerschaft.

Alles sehr lukrative Geschäfte auf denen die Kirche die Hand drauf hat und mit allen Mitteln versucht private Träger auszubooten.

Entwicklungshilfe stimmt, die gibt's ja auch noch. In zwei unserer Nachbargemeinden sind letztes Jahr neue Pfarrer gekommen, beide stark pigmentiert aus Afrika. Bin mal gespannt wie deren Entwicklungshilfe bei den Eingeborenen ankommt ;)

Ron Dep
13.03.2015, 14:15
Hier hat sich ein TV-Reporter extra ein Kopftuch aufgesetzt, um einen Islamisten interviewen zu können.

Es kam dennoch zu einem Streit:

https://www.youtube.com/watch?v=bOlpK6Yj5a4 :D

Old Stone
13.03.2015, 15:01
Ich vertrete eine klare neutrale Meinung.
Staatliche Schulen sind neutrale stellen. Daher KEINE offen getragenen Glaubensbekenntnisse! Kein Kopftuch, kein Kreuz, kein sonstwas. Auch nicht in Klassenräumen, an der Wand oder sonstwo! Gleiches Recht für alle....

maxxs
13.03.2015, 15:24
Ja nee, ist klar. Nur nicht nachdenken...über Diakonie, Schulen, Kindertagesstätten, Hunger- und Entwicklungshilfe, Krankenhäuser in diakonischer Trägerschaft. Und auf keinen Fall über die Aufklärung, in deren Namen (franz. Revolution) die Henker Tag und Nacht arbeiten mussten, um die vielen Köpfe unter der Guillotine wegzuräumen...

...nun aber Tschüs, hat keinen Sinn...


Habe darüber nachgedacht.
Religion ist rückständig...egal in welcher Hinsicht.
Hat schon immer die Menschheit am Fortschritt gehindert.
Von welcher Freiheit anders denkender redest du eigentlich?
Frag mal die Jungs mit ihrem Schariah - Mist und die Isis (behalte deinen Kopf und verbrenne dir die Finger nicht). oder frag den Papst, wieviel Freiheit Religionen erlauben und ob die Erde eine Scheibe ist und was im Universum sichum was dreht.

Bushpilot
13.03.2015, 15:30
Hallo


...
Die Freiheit ist nämlich immer auch die Freiheit der anders Denkenden (und anders Empfindenden). Und zu einem
selbstbestimmten Leben gehört sehr wohl auch die Entscheidung, als gläubiger Mensch zu leben - auch wenn´s dir nicht in den Kram passt. ...
Freie Selbstbestimmung? Wenn die Umgebung; Freunde- Verwandte- Familie usw. Gläubig sind, die Erziehung unter den Regeln einer Religion stattfindet? Also das Kind schon gezwungen wird mit Kopftuch in die Schule zu gehen. Was bitte, ist da dran Selbstbestimmung, das zu einem selbstbestimmten Leben führt? Da bestimmt Religion das Leben. Ausschließlich.

Von (der) Aufklärung ganz zu schweigen. Die findet dort nicht mal Ansatzweise statt, wird höchstens als Teufelszeug angesehen.




Ja nee, ist klar. Nur nicht nachdenken...über Diakonie, Schulen, Kindertagesstätten, Hunger- und Entwicklungshilfe, Krankenhäuser in diakonischer Trägerschaft. Und auf keinen Fall über die Aufklärung, in deren Namen (franz. Revolution) die Henker Tag und Nacht arbeiten mussten, um die vielen Köpfe unter der Guillotine wegzuräumen...
Und? Das war und ist alles eine Heimliche Missionierung im Gewand der… Nächstenliebe. (Was für ein Wort!)

Nächstenliebe gab es schon sehr, sehr lange bevor die Irrige Meinung, es gäbe einen Gott, zur Psychose wurde.
Denn, Gegenseitige Hilfe (ein besserer Begriff) ist essenziell für das Zusammenleben in einer Gemeinschaft: Ohne dieses Verhalten geht es nämlich nicht. Und Funktioniert daher auch bestens ohne Religion (die das als ihre „Erfindung“ verkauft).

Das Wissen sogar Tiere von denen man ziemlich sicher ist, dass sie keinen Bückling vor einem Imaginären Gott machen (müssen).

Eine „Gottesanbeterin“ mal als Ausnahme gesehen. :D



Und was die Französische Revolution anbetrifft… Kleiner Tipp: Noch mal schnell im Wiki nachlesen um was es dabei wirklich ging.


Außerdem hat der Staat ja schon (wieder) klein Beigegeben. :mad: Wen wundert’s, sind die Obersten Richter selbst Religiös… :rolleyes:

Eisvogel
13.03.2015, 15:42
Außerdem hat der Staat ja schon (wieder) klein Beigegeben. :mad: Wen wundert’s, sind die Obersten Richter selbst Religiös… :rolleyes:

Nicht nur die obersten Richter. Wie nennt sich unsere Regierungspartei gleich wieder:rolleyes:. Wenns kein Kopftuch gibt muß das Kreuz auch runter :eek: und das geht schon mal gar nicht :mad:

Okke Dillen
13.03.2015, 17:28
Ich vertrete eine klare neutrale Meinung.
Staatliche Schulen sind neutrale stellen. Daher KEINE offen getragenen Glaubensbekenntnisse! Kein Kopftuch, kein Kreuz, kein sonstwas. Auch nicht in Klassenräumen, an der Wand oder sonstwo! Gleiches Recht für alle....
schwierig!
Wo verläuft die Grenze zwischen Kleidungsstück und Glaubensbekenntnis? Wo, zwischen Schmuck und religiösem Fetisch? Oder Mode-Gag (siehe Punks mit ihren lustigen Kleidungsstücken, wobei das ja mehr Richtung Nonkonformismus geht)?
Meine Oma trug bei Schiedwedder auch ein Kopftuch, damit die Frisur nicht "davonflog". Sie war alles, nur nicht religiös.
Zu meiner Kindheit hatten die meisten Frauen ein Kopftuch auf bei Schiedwedder, ein durchsichtiges aus Plastik zwar, aber ein Kopftuch.

Was, wenn ich nun eine Religion erfinden würde und das rituelle Kleidungsstück wäre das Weglassen der Kleidung, wären dann alle FKK-Strände plötzlich eine religiöse NoGo-Zone? :D (natürlich überziehe ich absichtlich! ;) )

Der Regenbogen wurde als Symbol der "gleichgeschlechtlichen Liebe" (nennt man das so politisch korrekt?) eingeführt. Wie intolerant und egoistisch, ja regelrecht räuberisch! Der Regenbogen ist DAS Markenzeichen aller Spektralanalytiker! Schon immer! Es wurde einfach gekapert! Mach heute mal das sichbare Lichtspektrum (=Regenbogen) auf einen Briefbogen oder eine Werbebroschüre. Was wird HEUTZUTAGE assoziiert?? Richtig: falsch wird assoziiert! :cry:

Tja nu, da haben wir den Salat! Und nu?

Es geht grad weiter beim sog. Markenrecht, Klassiker: "auf diese Steine können Sie bauen" (Werbespruch einer Bauspargesellschaft)... seither waren diese Worte aus dem ALLGEMEINEN Sprachgebrauch verschwunden. Wurde früher aber gerne als blumigere Redewendung verwendet für "darauf kann man sich verlassen". Weg!

Und noch ein ganz krasses, für Deutsche im Besonderen, Beispiel: Führer. Das Wort wird seit 1933 aus dem Sprachgebrauch getilgt und seiner ursprünglichen Bedeutung beraubt. Die Vokabel mußte durch Synonyme ersetzt werden. Auch heute noch.

"Lügenpresse" ist auch so ein Begriff, der mit historischem Tiefgang belegt ist. Man beachte den kollektiven Aufschrei der gesamten Journalbranche. Da saßen plötzlich Blätter mit sehr großen, wenigen Buchstaben und solche mit kleineren, aber vielen Buchstaben im SELBEN Boot. Nanu?! Schade um das schöne Wort.

Inzwischen gibt es eine Menge Wörter, Gegenstände und Gesten, die durch irgendwelche "Organisationen" gekapert und vereinnahmt wurden. Dabei ist es völlig unerheblich, ob diese Organisationen Religionen sind oder zB Konzerne oder... oder... oder.

Ganz schlimm finde ich die Wortkreation "Gutmensch". Da werden zwei positiv belegte Einzelwörter, nämlich "gut" und "Mensch" zusammengefügt, aber im Kontext ins Negative verkehrt. Dabei ist keine klare Definition für den Begriff zu finden. Lediglich zahllose nebulöse Wischiwaschi-Umschreibungen, die sich alle wieder in Details unterscheiden. "Alle" wissen was gemint ist, aber keiner kanns definieren. Ja suuuper!
Ich würde wetten, ließe man eine Schar Leute, die das Wort "Gutmensch" regelmäßig benutzen, miteinander diskutieren, was denn nun dessen Bedeutung sein soll, würden sie sich in kürzester Zeit ganz fürchterlich in die Wollen kriegen! :D
Man komme mir nicht mit Wikipedia oder was auch immer, das ist nur EINE einzige Facette des Bedeutungsspektrums!

Es wird immer schwieriger, sprachlich objektiv zu sein, weil man immer mehr wie um den heißen Brei herumreden muß und nicht die ursprünglich dafür vorgesehen Vokabel, Redewendung, ..., Kleidungsstück verwenden kann. :cry:

Da geht uns ganz schön was verloren, das stört mich.
Insofern verstehe ich den Themenstarter durchaus, wenn er jetzt nach einer Möglichkeit sucht, sich zum Kopftuch eine Meinung zu bilden. Wenn man nur einen halbwegs weiten Horizont hat, ist das nicht so einfach wie es für manch anderen aussieht!

Das eigentliche Problem ist nicht das Kopftuch, sondern das Phänomen der Zweckentfremdung!

Bei einer Burka sieht es meiner bescheidenen Meinung nach etwas anders aus: diese ist von der Art des Kleidungsstücks von vornherein als religiöses Kleidungsstück entworfen worden und imho nicht von funktionellem Wert, weder modisch, noch von praktischem Nutzen, noch wärmend, noch kühlend. Klar, sie schützt vor den sog. gierigen Blicken der Männer. Aber das ist eher ein Problem, das Männer haben, nicht die Frauen.
--> Das Problem, das eigentlich die Männer haben, wurde also an der Frau gelöst... aha, auchn Ansatz. Sehr kreativ... :rolleyes:

Aber Kopftuch war das Thema, nicht Burka. Und beim Kopftuch sehe ich durchaus genügend praktischen Nutzen, um es nicht als zwingend religiös zu empfinden. Klar kann das so getragen werden, daß es kaum einen anderen als religiösen Bezug zuläßt, aber dafür kann das Kopftuch nix!

Analogie: Pflastersteine verbieten, weil man damit so schön gewalttätig rumschmeißen kann auf ner Randaledemo?

Wir haben ein Mißbrauchsproblem, kein Kopftuchproblem!

Ohjeh, viel zu lang geworden... :rolleyes:

jm2c,
;) o.d.

manfred walter
13.03.2015, 21:32
Ich würde mich sehr über viele Kopftuch tragende Lehrer freuen.
Um die Kopftuch tragenden Lehrerinnen zu unterstützen......

Duck und weg...
Manfred

Adrenalin
14.03.2015, 00:22
Und beim Kopftuch sehe ich durchaus genügend praktischen Nutzen, um es nicht als zwingend religiös zu empfinden. Klar kann das so getragen werden, daß es kaum einen anderen als religiösen Bezug zuläßt, aber dafür kann das Kopftuch nix!



Die Muslime tragen ihr Kopftuch aus praktischem Nutzen? Das Kopftuch selbst kann nichts dafür? Was ist denn nun deine Aussage zum Thema? Das Kopftuch ist nichts religiöses, oder was?

depronator.
14.03.2015, 00:51
Ich würde sagen, dass Religion in der Schule komplett abgeschafft gehört.
Kinder und Glauben? Ethikunterricht für alle, Religionsunterricht für keinen.
Wenn ich mich der Aufschriften auf den legalen Drogen bedienen darf:
"Glauben bitte erst ab 18". Erst wenn man wählen darf.

Gruß
Juri

Okke Dillen
14.03.2015, 01:30
Das Kopftuch selbst kann nichts dafür? Was ist denn nun deine Aussage zum Thema? Das Kopftuch ist nichts religiöses, oder was?man könnte es notfalls daraufhin abflachen, was jetzt noch da steht, ja. Aber du siehst beim Wort "Kopftuch" offensichtlich ausschließlich die muslimische Variante vorm geistigen Auge? Du denkst dabei nicht an die europäische Variante, richtig?

Guck mal hier: Kopftuch (https://www.google.de/search?q=kopftuch&biw=1708&bih=787&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=IWIDVcPkB8agPej7gagJ&ved=0CDQQsAQ)

Da findest du einige dazwischen, die sich mit meinem Verständnis von "Kopftuch" decken.

Da wir in unserer Sprache keinen eigenen Begriff für das "religiös motivierte Kopftuch" geschaffen bzw übernommen haben (wie zB "Kippa" von den Juden, da gings doch auch?! Und jeder weiß genau was gemeint ist), kommt es zu diesem Begriffsmischmasch. Jeder versteht was anderes darunter!

Leider geraten hier zwei Dinge völlig durcheinander: einmal das Kopftuch im heimischen Sinne. Es ist Bestandteil etlicher Moden im Lande, vom Norden bis zum Süden. Gerne nenne es auch Trachten. Durch die Alpen hindurch in den Süden, Kopftücher, Köpftücher, Kopftücher. Schau nach Skandinavien hoch, Kopftücher! Seit jeher! Schau nach Westen und nach Osten. Kopftücher. Auf Frauenköppen, auf Männerköppen.
Und andererseits das sich durch die aktuelle Debatte/Richterspruch in der Bedeutung des Wortes "Kopftuch" vordrängende "Stück Stoff religiösen Charakters".

Du siehst, was dabei rauskommt: ein unpräziser und bestenfalls schwülstiger Wortgebrauch. Das ist Mist! :(

Beleuchte vor diesem erweiterten Hintergrund jetzt noch einmal das Wort "Kopftuchverbot". Kommt dir die Bezeichnung jetzt nicht auch absurd vor?

Und zum aktuellen Richterspruch: ob der wohl so glücklich war?
In der Schule hat es immer schon geheißen "Kopfbedeckung runter!" und das ist auch ok so. Das gilt aber bitte für die Lehrkräfte im Besonderen, Schule hat Neutralität als oberstes Gebot anzusehen! Meiner bescheidenen Meinung nach.

;) o.d.

Adrenalin
14.03.2015, 07:00
man könnte es notfalls daraufhin abflachen, was jetzt noch da steht, ja. Aber du siehst beim Wort "Kopftuch" offensichtlich ausschließlich die muslimische Variante vorm geistigen Auge? Du denkst dabei nicht an die europäische Variante, richtig?




In diesem Thread geht es nun mal um die muslimische Variante des Kopftuches und nicht darum, einer Oma das ca. 40x40cm grosse, um´s Kinn gebundene Tuch zu verbieten. Das ist im Moment der Kern der Sache, alles andere ist ein bisschen Haarspalterei, richtig?

MarkusN
14.03.2015, 08:41
Traut sich einer von Euch atheistischen Extremisten etwas gegen die Kippa oder der Perücke der strenggläubigen Jüdinnen zu sagen? Nicht? Thought so.

Es ist alles eine Frage des Masses und der Absicht. Warum um alles in der Welt soll einer Lehrerin für Türkisch verboten sein, das Kopftuch zu tragen, das zu ihrer Kultur gehört!?

Bei den Konvertiten, die das Kopftuch quasi vor sich her tragen, sehe ich auch eine andere Absicht dahinter. Das ist ein lautes "seht her, wie wichtig meine alleinseligmachende Religion für mich ist!"; so etwas stösst auf. Vor allem, wenn weitere "holier than thou" Kommunikation dazu kommt.

Genauso stossen aber auch Tiraden der neugefundenen Atheisten auf, die alles religiöse aus dem Alltag verbieten wollen. Like it or not, aber Religion ist Teil des Alltags für viel Eurer Mitmenschen. Solange sie das nicht aktiv unter Eure Nase reiben, benehmt Euch bitte nicht so überempfindlich, sondern lasst sie machen.

Was die Indoktrination der Kinder betrifft: die kommen in Ihre Ablösungsphase. Wenn sie Zugang zu aller Information haben, werden sie ihre Schlüsse selber ziehen und ihre Entscheidungen treffen. Wenn sie dann allerdings von der vorherrschenden Kultur ins Abseits getrieben werden, könnt ihr in aktuellem Beispiel sehen, was gerade mit jungen Männern passiert.

maxnix
14.03.2015, 11:36
....Diakonie, Schulen, Kindertagesstätten, Hunger- und Entwicklungshilfe, Krankenhäuser in diakonischer Trägerschaft....
sind alles vom Steuerzahler finanzierte Einrichtungen. Auch wenn da im Namen tausendmal "katholisch" oder "evangelisch" davor steht und die Kirche sich damit als grosszügiger Wohltätigkeitsverein aufplustert.
Die Kirchen - egal welche - haben in staatlichen Einrichtungen nichts zu suchen. Sie sollen ihre gläubigen Schäflein in ihren eigenen Einrichtungen bequatschen und nicht versuchen, vernünftig und logisch denkende Menschen mit ihren verqueren Ammenmärchen und mittelalterlichen Kenntnisständen die Zeit zu stehlen. z.B. Zeugen Jehovas).

Hat doch kürzlich im K-TV der erzkonservative Pfarrer Buschor auf die Frage nach dem unermesslichen Reichtum der katholischen Kirche geantwortet, die Prachtbauten der Kirche seien ja nicht als materielle Güter anzusehen, sondern sie sind lediglich ein Zeichen der Verehrung Gottes.
Und welche Meinung dieser "christliche" Mensch und Pfarrer zum Islam und damit auch zum Kopftuch hat, darüber äussert er sich öffentlich lieber nicht, d.h. in seiner Fragestunde "Tagesthema" werden Anrufer mit solchen Fragen schon im Vorfeld aus der Telefonleitung geschmissen. Alles sehr christlich und gottgefällig.

Frieden auf Erden wird es erst dann geben, wenn ALLE Religionen abgeschafft sind. Das westliche Christentum ist auf dem Wege dahin, bei den anderen wird es noch etwas länger dauern, bis auch die letzten Mitläufer merken, welchen Rattenfängern sie da auf den Leim gegangen sind. Soll die katholische Kirche doch mal in z.B. Südamerika die Kirchensteuer einführen. Der Vatikan würde sich wundern, wie schnell die Zahl ihrer Anhänger schrumpfen wird.
Mag man mich als Atheist bezeichnen - ich gestalte mein Leben auf jeden Fall "christlicher" als so mancher fleissige Kirchengänger. Und bin gegen Kreuze, Kopftücher, Burkas, Kippas, Rosenkränze, prächtige Kostüme von Pfarrern, Hundertschaften von wohlbeleibten Pfaffen, Kardinälen, Bischöfen und was sich da im Vatikan alles so das Leben schön macht.

Wir haben im Ort seit Jahren eine Moschee mit Minarett, eben im "originalgetreuen" Baustil. Das stört mich in keinster Weise. Die türkischen Mitbürger die dort ihrer Religion nachgehen, sieht man dann auch wieder beim Jahrmarkt. Dort schmeckt ihnen dann das Bier, die Bratwurst und das Schweinesteak genau so gut, wie ihren "ungläugbigen" Nachbarn. Ich bin aber absolut gegen diese Hinterhofmoscheen, in den Hassprediger unkontrolliert ihre Tiraden gegen die "Ungläubigen" loslassen, in deren Land sie all die Freiheiten geniessen, die in ihrem eigenen Land verboten sind.
Hat man schon mal gehört, dass eine Nonne in "Uniform" an einer islamischen Schule unterrichtet? Ich bin über 70 Jahre alt, also erübrigt sich für mich die Frage nach der Duldung des Unterrichts von einer kopftuch tragenden Lehrerin für meine Kinder. Ich würde meine Kinder genau so von der Schule nehmen wie wenn dort Kreuze an den Wänden hingen, der Papst von der Wand lächelt und Nonnen unterrichten.

Fazit: Religion? wer will - bitte schön. Aber haltet euch aus öffentlichen Räumen fern. Es genügt, wenn ihr mit eurem Glockengebimmel meine Mittagsruhe stört. Das zum Thema "meine persönliche Freiheit".

Naitsabes
14.03.2015, 13:01
Wenn sie dann allerdings von der vorherrschenden Kultur ins Abseits getrieben werden, könnt ihr in aktuellem Beispiel sehen, was gerade mit jungen Männern passiert.

Au ja. Wir sind schuld. Wir sind quasi Haupttäter, wenn sie irgendeinem armen Teufel den Kopf absäbeln oder im Käfig verbrennen.
Da tut sich ein unendliches Betätigungsfeld für die Migrationsindustrie auf: Halt ja den Mund und bete sicherheitshalber gleich mit. Sonst bist du schuld, wenn sich in der Wüste wieder eine klitzekleine millieubedingte Unmutsäußerung Bahn bricht.


Grüße
Andi

MarkusN
14.03.2015, 13:03
Au ja. Wir sind schuld. Wir sind quasi Haupttäter, wenn sie irgendeinem armen Teufel den Kopf absäbeln oder im Käfig verbrennen.
Da tut sich ein unendliches Betätigungsfeld für die Migrationsindustrie auf: Halt ja den Mund und bete sicherheitshalber gleich mit. Sonst bist du schuld, wenn sich in der Wüste wieder eine klitzekleine millieubedingte Unmutsäußerung Bahn bricht.Ins Extreme getriebener Quatsch, und das weisst Du. Nichts von alledem habe ich gesagt.

Naitsabes
14.03.2015, 13:08
Überspitzt, ja.

Aber genau der Grundtenor, der eine sinnvolle, wirklich offene Diskussion abseits inszenierter "Talkshows" unmöglich macht.

Grüße
Andi

Okke Dillen
14.03.2015, 14:06
Moin,


In diesem Thread geht es nun mal um die muslimische Variante des Kopftuches und nicht darum, einer Oma das ca. 40x40cm grosse, um´s Kinn gebundene Tuch zu verbieten. Das ist im Moment der Kern der Sache, alles andere ist ein bisschen Haarspalterei, richtig?
deine Signatur impliziert eine gewisse Bereitschaft, sich differenziert mit Problemen auseinanderzusetzen. Deine Antwort hingegen deutet eher daraufhin, daß du mit indifferenten Äußerungen bereits zufrieden bist. Da könnte man sich auch zu-grunzen, ohne allzuviel Informationsgehalt zu verlieren. Ich bin nicht so gut im Grunzen, deshalb lasse ich das lieber. ;)

Schau dir einfach nochmal den genauen Wortlaut des Themas hier an und vergleiche diesen mit deinem ersten Satz bis zum Komma. Fällt dir was auf?
Falls nicht: du mußt bereits zu Erklärungen greifen, um zu umschreiben, was (für dich) gemeint ist.
Da ist also ein Interpretationsfreiraum. Dieser ist mir einfach zu weit. Zu unscharf.

Eine Diskussion funktioniert erst dann, wenn klar ist, worüber genau diskutiert werden soll. Dafür gibt es Vokabeln, das ist das Bereichernde an Sprachen. ;)


Mein Versuch, etwas differenzierter zu formulieren als "Kopftuchverbot": Verbot religiös motivierter Vorzeigesymbolik für Autoritäten an Schulen.



Traut sich einer von Euch atheistischen Extremisten etwas gegen die Kippa oder der Perücke der strenggläubigen Jüdinnen zu sagen? Nicht? Thought so.
Ist das eine Drohung?


...Euch atheistischen Extremisten...
"Euch" --> nicht so pauschal bitte!


Es ist alles eine Frage des Masses und der Absicht. Warum um alles in der Welt soll einer Lehrerin für Türkisch verboten sein, das Kopftuch zu tragen, das zu ihrer Kultur gehört!?

Bei den Konvertiten, die das Kopftuch quasi vor sich her tragen, sehe ich auch eine andere Absicht dahinter. Das ist ein lautes "seht her, wie wichtig meine alleinseligmachende Religion für mich ist!"; so etwas stösst auf. Vor allem, wenn weitere "holier than thou" Kommunikation dazu kommt.Da sind wir nahe beieinander, aber wie unterscheidest du das?


Genauso stossen aber auch Tiraden der neugefundenen Atheisten auf, die alles religiöse aus dem Alltag verbieten wollen. Like it or not, aber Religion ist Teil des Alltags für viel Eurer Mitmenschen. Solange sie das nicht aktiv unter Eure Nase reiben, benehmt Euch bitte nicht so überempfindlich, sondern lasst sie machen.
Religion und Glaube sind nicht dasselbe! Glaube ist Privatsache, Religion eine Doktrin und eine Mission.
Viele Naturwissenschaftler haben zB jenseits ihrer wissenschaftlichen Erkenntnis einen transzendenten Glauben, sind aber nicht religiös!
Weißt du, "leben und leben lassen" (mein Leitbild) könnte alles so einfach machen. ;)
Die Verbannung von Religionen in die Bedeutungslosigkeit ließe lediglich noch die Habgier übrig als Hinderungsgrund für einen globalen Frieden.
Man glaube, was man will, aber stilisiere es nicht zu einer missionierungsgeilen Religion hoch!

Irgendwo habe ich gelesen: "Moralisch ist, das Richtige zu tun, unabhängig davon, was einem gesagt wird. Religiös ist, zu tun, was einem gesagt wird, unabhängig davon, was richtig ist."
Wenige Worte, viel Wahrheit.

;) o.d.

comicflyer
14.03.2015, 15:10
Ach Jungs, was ereifert ihr Euch so nutzlos?

Irgendwie und irgendwann setzt sich der Islam schon durch:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/juden-in-deutschland-keine-kippa-in-problemvierteln-a-1020701.html
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/josef-schuster-kippa-zentralrat-juden
Geht alles ganz subtil. Kopftuch JA - Kippa NEIN.

Immer schön tolerant sein und immer nachgeben.
Man könnte ja sonst religionsfeindlich eingestuft werden...

Es könnte aber auch mal anders kommen?!?!?

CU Eddy

MarkusN
14.03.2015, 15:46
Ist das eine Drohung?Nö, eine sarkastische Prognose, und ein Nadelstich um die rassistischen Tendenzen in der Diskussion zu entlarven. Es geht mitnichten um alle religiösen Symbole. Ich bin auch der Meinung, dass die Achtung der hiesigen Gesetze gegen eine mittelalterliche Kultur durchgesetzt werden muss. Dann aber bitte den Esel hauen, nicht den Sack. Persönliches Ausüben muss gesichert sein. Missionieren oder gar Drohung und Subversion gehört an den Pranger.


"Euch" --> nicht so pauschal bitte!Die angesprochenen üblichen Verdächtigen wissen schon, wer gemeint ist. Wenn Du kein extremistischer Atheist bist, musst Du Dich nicht angesprochen fühlen. Du machst mir, ehrlich gesagt, nicht den Eindruck. Eigentlich geht es mir darum, zu entlarven, wie der gehässige (von Hass) Diskurs, der normalerweise aus dieser Ecke kommt, genau den gleichen Anspruch erhebt, wie die Kritisierten: "Alles wäre gut, wenn alle mein Weltbild übernehmen würden!"


Religion und Glaube sind nicht dasselbe! Glaube ist Privatsache, Religion eine Doktrin und eine Mission.
Viele Naturwissenschaftler haben zB jenseits ihrer wissenschaftlichen Erkenntnis einen transzendenten Glauben, sind aber nicht religiös!
Weißt du, "leben und leben lassen" (mein Leitbild) könnte alles so einfach machen. ;)
Die Verbannung von Religionen in die Bedeutungslosigkeit ließe lediglich noch die Habgier übrig als Hinderungsgrund für einen globalen Frieden.
Man glaube, was man will, aber stilisiere es nicht zu einer missionierungsgeilen Religion hoch!

Irgendwo habe ich gelesen: "Moralisch ist, das Richtige zu tun, unabhängig davon, was einem gesagt wird. Religiös ist, zu tun, was einem gesagt wird, unabhängig davon, was richtig ist."
Wenige Worte, viel Wahrheit.Passt. Fast. Denn so einfach ist es dennoch nicht. Es liegt in der menschlichen Natur, dass er den Austausch mit Gleichgesinnten sucht. Gerade in diesem Bereich. Deine Formulierung enthält quasi ein Versammlungsverbot für Glaubensthemen.


ließe lediglich noch die Habgier übrig als Hinderungsgrund für einen globalen Frieden.Da hast du immer noch eine gewaltigen Gegner. Der im übrigen heute quasi-religiösen Sukkurs erhält, denn Sprüche wie "Egoismus ist gut" und "der Markt ist intelligenter als das Individuum" haben heute axiomatischen Charakter und dürfen als Dogmen nicht in Frage gestellt werden.

Adrenalin
14.03.2015, 16:23
Moin,


deine Signatur impliziert eine gewisse Bereitschaft, sich differenziert mit Problemen auseinanderzusetzen. Deine Antwort hingegen deutet eher daraufhin, daß du mit indifferenten Äußerungen bereits zufrieden bist.




Oh, vielen Dank für die psycholgische Kurzanalyse. :D

Bushpilot
14.03.2015, 18:22
Nabend.

Kopftuch auf der Straße hin oder her… ist ziemlich Egal. Darum geht es nicht. Aber zumindest im Schulgebäude: „Schmuddel- Wetter“ sind dort recht selten. (Ja, mir ist der Zustand einiger deutschen Schulen bekannt. :()

An die Ach, ist doch nicht so schlimm Meinungen hier:

Seid doch mal Realistisch.

Denn, spätestens wenn ein Kind die Lehrerin fragt:
Warum trägst du ein Kopftuch?
Wird es unweigerlich Religiös.

Logisch, denn: Keine (Islamische) Lehrerin wird einem Kind sagen: Das geht dich nichts an. (Fertig!)
Sondern sie wird dem Kind lang und breit erklären warum sie das tut, und warum sie das tun muss. Auch in einer Mathestunde…


So einfach ist das!


Im Übrigen: Auch die Kinder untereinander:
Frage: Warum trägst du ein Kopftuch?
Antwort: Weil meine Mama und mein Papa gesagt haben; Gott will das so.
F: Welcher Gott?
A: Na… Unserer.
F: Aber meine Mama sagt, es gibt gar keinen Gott.
A: Vielleicht deinen nicht, aber meinen gibt es. Sagt mir mein Papa jeden Tag.

Das Tragen von Kopftüchern (usw.) im Unterricht ist also ein Zeichen von schleichender Missionierung (in dem Fall: Islamisierung).


Religiöse Freiheit? Ja, aber nur (noch) Privat.

Es geht nicht an das Kinder schon frühzeitig (bevor sie die Chance bekommen sich selbst finden und festigen zu könnten) von einer Aggressiven Religion „brain washed“ werden. Was leider früher im Christlichen Usus war, aber zum Glück eingeschlafen ist, muss nun nicht vom Islam übernommen werden. Wird es aber.

Keiner der Verantwortlichen will es Wahrhaben: Der Islam ist auf dem allerbesten Weg das Christentum in Europa abzulösen.


Viel Spaß im Geistig-Kulturellen Mittelalter!

van3st
14.03.2015, 19:04
Ich meine auch, dass man zwar vorsichtig sein muss, was genau mit "Kopftuch tragen" gemeint ist, dennoch hat es, solange wir uns nicht über die Definition streiten (tun wir mal so als wären wir uns einig worum es geht) in einer deutschen Schule nichts verloren.
Tolleranz sollte einer gewissen Hierachie folgen. Und so stelle ich die eigene Kultur über das Intresse von einzelnen. Achtung immernoch nur auf die Tolleranz bezogen!!!
Wenn ich als Deutscher in ein Islamistisches Land gehe, dann ist es doch nur normal, mein Kind "mit Kopftuch" in die Schule zu schicken, weil sonst alles so läuft wie hier schon ausführlich beschrieben, nur eben umgekehrt:rolleyes:

Wenn ich in Deutschland zur Schule gehe oder hier lebe, dann sollte ich auch die Bereitschaft besitzen, den kulturellen Gepflogenheiten zu folgen. Selbiges gilt auch für uns in allen anderen Kulturen.:p

rubberduck
14.03.2015, 20:53
Ich denke es kommt auf die Dame an die das Kopftuch trägt.
Manche ziehen es ja über das ganze Gesicht.
So wie ältere Männer bei uns gerne einen Hut tragen.
Vielleicht hat das Tradition, wegen dem Sonnenbrand in der Wüste?

Daniel Jacobs
14.03.2015, 22:12
Religion hat an öffentlichen Schulen wie auch im öffentlichen Leben nix verloren. Daher Kreuz und Kopftuch weg. Fertig. Wenn dann jemand heult, kann er gerne die Türe nutzen.

Gruß.

e-yello
14.03.2015, 22:23
Ende Januar 2015 befand das Bundesverfassungsgericht ein pauschales Kopftuchverbot in öffentlichen Schulen nach einem Grundsatzbeschluss als nicht mit der in der Verfassung garantierten Religionsfreiheit vereinbar....

Wem unsere Verfassung und unsere Rechtsprechung nicht passt kann

gerne die Türe nutzen


Yello

van3st
14.03.2015, 23:23
Ende Januar 2015 befand das Bundesverfassungsgericht ein pauschales Kopftuchverbot in öffentlichen Schulen nach einem Grundsatzbeschluss als nicht mit der in der Verfassung garantierten Religionsfreiheit vereinbar....

Wem unsere Verfassung und unsere Rechtsprechung nicht passt kann



Yello

Was hat das Kopftuch tragen mit der Religion zu tun?


Jetzt nich gleich wieder loshätzen von wegen, ..."im Islam müssen sie es aber, genau darum gehts... blablabla".

Es kann einfach nicht sein, dass sich sogar die dusseligen Christen damit auseiandersetzen können, dass z.Bsp. schwuhle Ehen vollzogen werden, ohne gleich ein Killerkomando loszujagen aber der Islam nicht mal beim Thema Kopftuch seinen "Mann-Frau-Rassismus" auch nur ansatzweise in den Griff bekommt.

Fakt ist doch mal, dass Chancengleichheit und Entscheidungsfreiheit an unseren Schulen nicht mit der erzwungenen Andersartigkeit (klingt blöd aber genau das sind die armen Mädels mit dem Kopftuch in dem Moment) vereinbar sind.
Also muss man was ändern. Das geht aber nicht nur von einer Seite.
Mal so daher gefragt: Was tut denn der Islam? ...Meiner Meinung nach nüx.

Und komm mir keiner mit Verfassungsrecht ... ich sag nur Zwangs-GEZ:mad: ... die Rechtssprechung wird nunmal nicht von Gott gemacht ... von keinem der vielen.

uscha
15.03.2015, 00:57
Was hat das Kopftuch tragen mit der Religion zu tun?
Nix. Je nach Überzeugungstiefe des/der Überzeugten. Dann heißt das Ding aber auch anders.


Es kann einfach nicht sein, dass sich sogar die dusseligen Christen damit auseiandersetzen können, dass z.Bsp. schwuhle Ehen vollzogen werden, ohne gleich ein Killerkomando loszujagen aber der Islam nicht mal beim Thema Kopftuch seinen "Mann-Frau-Rassismus" auch nur ansatzweise in den Griff bekommt.
Da sind ein paar Irrtümer drin, fängt bei der schwu(h)len Ehe unter Christen an. Was ist mit Lesben? Nicht existent? Androgyn?
Frag mal einen tiefgläubigen Moslem nach der koranreinen Auslegung zur gleichgeschlechtlichen Partnerschaft.


Fakt ist doch mal, dass Chancengleichheit und Entscheidungsfreiheit an unseren Schulen nicht mit der erzwungenen Andersartigkeit (klingt blöd aber genau das sind die armen Mädels mit dem Kopftuch in dem Moment) vereinbar sind.
Sprich mal mit einer Ordensschwester dazu, wie die darüber denkt, speziell zum Thema, wie arm sie sich damit vorkommt.


die Rechtssprechung wird nunmal nicht von Gott gemacht..

Stimmt, Rechtssprechung existiert nur in bestimmten Köpfen.
Bei uns ist es gewöhnlich eine Rechtsprechung und der Versuch wird durch die Weglassung nichts schlechter, ganz im Gegenteil.

MarkusN
15.03.2015, 09:26
Logisch, denn: Keine (Islamische) Lehrerin wird einem Kind sagen: Das geht dich nichts an. (Fertig!)
Sondern sie wird dem Kind lang und breit erklären warum sie das tut, und warum sie das tun muss. Auch in einer Mathestunde…


So einfach ist das!


Im Übrigen: Auch die Kinder untereinander:
Frage: Warum trägst du ein Kopftuch?
Antwort: Weil meine Mama und mein Papa gesagt haben; Gott will das so.
F: Welcher Gott?
A: Na… Unserer.
F: Aber meine Mama sagt, es gibt gar keinen Gott.
A: Vielleicht deinen nicht, aber meinen gibt es. Sagt mir mein Papa jeden Tag.Für wie blöd hältst Du Kinder?

Was die sehr schnell daraus lernen: Es gibt unterschiedliche Religionen und Weltanschauungen. Offenbar ist die Sache nicht so absolut, wie das in meinem kleinen Umfeld immer aussieht. Statt Indoktrinaton ergibt sich Wahlfreiheit. Und hoffentlich Distanz.

Naitsabes
15.03.2015, 15:20
Keiner der Verantwortlichen will es Wahrhaben: Der Islam ist auf dem allerbesten Weg das Christentum in Europa abzulösen.

Ach was, die wissen das schon lange. Deswegen ja auch die Appeasementpolitik.
Man lernt halt nichts aus der Geschichte: Totalitarismus teilt Macht nicht. Die Steigbügelhalter werden als nützliche Idioten als erste über den Jordan geschickt.

Grüße
Andi

Bushpilot
15.03.2015, 15:49
Für wie blöd hältst Du Kinder?

Meinst du tatsächlich das Kinder; und damit meine ich speziell Kinder die Ihre Lehrerin noch mit du ansprechen, und nicht ältere, die ihre Lehrerin mit sie anreden; schon einen Unterschied machen/erkennen (können)? (Und selbst bei den älteren Kindern ist die Lehrkraft eine Autoritätsperson.)

Distanz (1)? Gegenüber etwas Nebulösen von dem sie nichts wissen? Und das was sie darüber lernen, von einer „bekopftuchten“ Lehrerin vermittelt bekommen? (Die Ihre Religion Intuitiv vorzieht, auch wenn sie sich Mühe geben würde den Nicht- und den anderen Religionen demselben Stellenwert zukommen zu lassen.)
Eine Wahlfreiheit (1)? Die in Religiosen Familien und in besonderen in Islamischen, für Mädchen worin liegt? (Also Keine!)

Distanz (2)? Gegenüber der „bekopftuchten“ Klassenkameradin, Sitznachbarin… Freundin? (Wer passt sich wem an? Logisch, jene die keine Pflicht hat ein Kopftuch zu tragen. Jene die nicht mit drakonischen Strafen zu rechnen hat, wenn sie kein Kopftuch trägt.)
Eine Wahlfreiheit (2)? Die aus einer tief religiösen Familie kommt? (Hat sie eine?)

Distanz (3)? Gegenüber ihrer „bekopftuchten“ Lehrerin? (Kann ein Kind das?)
Eine Wahlfreiheit (3)? Gegen eine Lehrerin, die ihre Religion allein schon damit zum Ausdruck bringt, das sie ein Kopftuch trägt?

Hatte ich nicht geschrieben?

… bevor sie [die Kinder] die Chance bekommen sich selbst finden und festigen zu könnten

Kinder sind sehr leicht zu beeinflussen: Die Glauben erstmal ALLES. (Auch an das Monster unterm Bett, im Schrank…usw.) Kinder, die an den Weihnachtsmann (usw.) Glauben… Glauben dann auch sehr schnell auch an… Gott. (Allah.)

Der Sinn der Schule ist, das die Kinder was Gescheites lernen. Pädagogen sind speziell dafür geschult um Kinder ihr Wissen zu vermitteln. Sie indoktrinieren ihre Schüler.
Unweigerlich auch Religiös wenn sie selbst religiös sind. Und besonders, wenn sie so tief Religiös sind das sie das sogar zur Schau stellen.

Wenn dann die gestressten Eltern (weil beide Berufstätig) feststellen müssen, das ihr Kind (welches den größten Teil des Tages in der Schule verbringt) auf einmal ein Kopftuch tragen will?
(Meine beste Freundin trägt auch ein Kopftuch, meine Lehrerin auch…)

Was dann?

MarkusN
15.03.2015, 16:36
Ich kann vor allem aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, und der mit meinen Kindern.

Die Religiösen Geschichten und Prinzipien haben mich in der beeinflussbaren Phase tief beeindruckt. Dann habe ich Urteilsfähigkeit entwickelt, und mich begonnen, davon abzugrenzen. Eine Ehrfurcht vor der Schöpfung (nicht personalisiert verstehen), ist geblieben. Ich bin der Meinung, dieses Zusammenwegen, das unsere Welt ausmacht, anzuschauen, ohne zu staunen, macht einen armen Menschen.

Meine Kinder haben, aus der Überzeugung heraus, dass es eine Entwicklungsphase für diese Dinge gibt, die Gelegenheit bekommen, sich mit diesen Themen, und wie die Menschen damit umgehen, auseinanderzusetzen. Sie sind nie besonders darauf abgefahren. Vielleicht ist der Mensch heute wirklich weiter.

Ich habe Vertrauen in die Robustheit und Urteilsfähigkeit der Menschen. "Eine Weltanschauung, mit der ich mich nicht identifizieren kann, kommt mir nicht ins Haus!" hilft nichts, im Gegenteil. Letztendlich ist das nur "Alles wäre gut, wenn alle meine Weltanschauung teilen würden!" Unfrei. Ängstlich.


Was dann? Dann ist es ihre Eintscheidung, ihr Weg. (http://vev.ch/lit/gibran.htm)

Bushpilot
15.03.2015, 18:19
Ich kann vor allem aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, und der mit meinen Kindern.

Die Religiösen Geschichten und Prinzipien haben mich in der beeinflussbaren Phase tief beeindruckt. Dann habe ich Urteilsfähigkeit entwickelt, und mich begonnen, davon abzugrenzen.
Ich nehme mal an du (und deine Kinder) bist nicht (sonderlich) religiös und schon gar nicht Islamisch erzogen worden.


Eine Ehrfurcht vor der Schöpfung (nicht personalisiert verstehen), ist geblieben. Ich bin der Meinung, dieses Zusammenwegen, das unsere Welt ausmacht, anzuschauen, ohne zu staunen, macht einen armen Menschen.
Hahaha…
Hier hab ich oft und reichlich Gelegenheit dazu. Diese Weiten hier, die Stille… Das Leben, selbst in der Wüste...
Du kannst mir glauben: Ich schmelze oft dahin, vor Ehrfurcht.
Vor all dem, von dem ich kaum ein winzigen Ausschnitt sehen und noch viel weniger Verstehen kann.
Aber Wissend; im Bewusstsein weniger als ein Staubkorn zu sein; das dies bisschen Ich, ein Nichts ist; nur ein Teil des Unendlichen Kreislaufs Universum.

Von dem irgendwelche komische Vögel behaupten es wäre die „Schöpfung“ eines Gottes. :mad:

Das ist Einfältig, Naiv und Blind.

Jede Religion versperrt den Blick, verkleistert das Gehirn: Man staunt nicht mehr.

Und davor muss man die Kinder schützen.

Naitsabes
15.03.2015, 18:29
Viel Spaß im Geistig-Kulturellen Mittelalter!

Ja, man muss die Sache mit Humor nehmen. Ich brauch seit Jahren kein Kabarett mehr, Politrunden und Talkshows sind diesbezüglich unerreicht.:)

Nun dürfen wir miterleben, wie die Zauberlehrlinge von den Geistern, die sie riefen, Prügel beziehen: Muslime wollen Parlamente erobern (http://www.geolitico.de/2015/03/13/muslime-wollen-parlamente-erobern/)


Die Sozialisten haben sich früher über jeden Einwanderer gefreut, weil sie dachten, dass sie eine treue Wählerschicht gewinnen. Mittlerweile geht es den Sozialisten wie dem Zauberlehrling. Die Moslems machen sich selbständig und den Sozialisten fehlt die konservative Programmatik, um sie wieder einzufangen.
Mittlerweile dürften die Sozialisten langsam das Gruseln bekommen. Das ganze sozialistische Ideengebäude aus Gendertanten und Frühsexualisierung, Sozialversprechen, körperlicher Orientierungslosigkeit, Photovoltaik und Dämmplatten wird unter dem Ansturm der Muslime eines nicht allzu fernen Tages grandios in sich zusammenbrechen.

Grüße
Andi

MarkusN
15.03.2015, 20:39
Und davor muss man die Kinder schützen.Weil: "Alles wäre gut, wenn bloss alle meine Weltanschauung teilen würden."...

Daniel Loertscher
15.03.2015, 20:49
Ich nehme mal an du (und deine Kinder) bist nicht (sonderlich) religiös und schon gar nicht Islamisch erzogen worden.


Hahaha…
Hier hab ich oft und reichlich Gelegenheit dazu. Diese Weiten hier, die Stille… Das Leben, selbst in der Wüste...
Du kannst mir glauben: Ich schmelze oft dahin, vor Ehrfurcht.
Vor all dem, von dem ich kaum ein winzigen Ausschnitt sehen und noch viel weniger Verstehen kann.
Aber Wissend; im Bewusstsein weniger als ein Staubkorn zu sein; das dies bisschen Ich, ein Nichts ist; nur ein Teil des Unendlichen Kreislaufs Universum.

Von dem irgendwelche komische Vögel behaupten es wäre die „Schöpfung“ eines Gottes. :mad:

Das ist Einfältig, Naiv und Blind.

Jede Religion versperrt den Blick, verkleistert das Gehirn: Man staunt nicht mehr.

Und davor muss man die Kinder schützen.

@Bushpilot: Genau meine Meinung!

Gruss, Daniel

Bushpilot
16.03.2015, 11:46
Weil: "Alles wäre gut, wenn bloss alle meine Weltanschauung teilen würden."...
Wer sagt das?

Ich? Ich bitte dich, wie käme ich dazu?

Und wenn denn schon ich, dann Entschuldige bitte, wenn ich deinen Satz etwas umformuliere und nur ein >d< weg lasse:

Weil: „Alles wäre gut, wenn bloß alle eine Weltanschauung teilen würden.“...

Klingt doch besser, nicht wahr?

Doof ist nur… welche? Weißt du sie? (:confused:) Ich auch nicht.
Mist.

Okay… dann umformuliere ich noch mal um:

Weil: „Alles wäre gut, wenn man bloß die Religiöse Weltanschauung derer teilen würde, welche sie einem tagtäglich ungefragt Aufdrängen.“...


Passt dir das besser?


Die Sache hat aber einen winzigen Pferdefuß…

Einige wenige (meine Wenigkeit eingeschlossen) benötigen nämlich gar keinen Glauben. (Wissen recht schon. :D)
Erst recht keinen Gott, der angeblich durch seine selbsternannten Vertreter vorschreibt nach welcher Weltanschauung man gefälligst zu leben (und zu sterben) hat.


Nur… Was macht man mit uns Ungläubigen? Steinigen, Kreuzigen und Kopf abschlagen ist ja (noch!)verboten. Heimlich missionieren? Damit sie am Ende, wie so viele heute schon, sich alles gefallen lassen und dann aus Angst vor dem Gott (und seinen Vertretern) mit den Wölfen mitheulen.

Carlos1
16.03.2015, 16:13
Wenn Du kein extremistischer Atheist bist, musst Du Dich nicht angesprochen fühlen.

Was ist denn ein "extremistischer Atheist" und was ist ein normaler Atheist?

Also ich bin sicher, dass es keinen Gott gibt. Wie habe ich mich da einzustufen?

Eisvogel
16.03.2015, 16:21
Also ich bin sicher, dass es keinen Gott gibt. Wie habe ich mich da einzustufen?

Als arme verlorene Seele, die ewig im Fegefeuer schmoren muß und noch dazu ohne Priester im Friedhof verscharrt wird, sagt meine Schwägerin :rolleyes:
Als ich ihr sagte, daß ich mich nicht von den Würmern fressen laß, sondern wenns soweit ist verbrannt werde, da hatte ich ganz verschissen. Feuer gibt's im Himmel eh nicht, nur in der Hölle, da werd ich beim verbrennen direkt hinfahren:(

Julez
16.03.2015, 16:29
"Extremistische Atheisten" sind ungefähr genauso schlimm wie "extremistische Antinazis". Es gibt halt Leute, die glauben, der Nationalsozialismus sei keine gute Idee, und es gibt Leute, die ihn für wirklich, wirklich überhaupt gar keine gute Idee halten.

In der Politik sind wir immerhin schon so weit, dass die öffentliche Zurschaustellung von Sympathien für eine mörderische politische Ideologie verboten ist.
Wenn man eine solche aber als Religion tarnt, stehen einem alle Tore offen. Komisch, oder?

MarkusN
16.03.2015, 16:42
"Extremistische Atheisten" sind ungefähr genauso schlimm wie "extremistische Antinazis". Es gibt halt Leute, die glauben, der Nationalsozialismus sei keine gute Idee, und es gibt Leute, die ihn für wirklich, wirklich überhaupt gar keine gute Idee halten. Polemik. Und auch nicht mehr als:

"Alles wäre gut, wenn alle meine Weltanschauung teilen würden!"

Im Übrigen gewinnst Du den Godwin-Award für diese Diskussion.

Gegen falsche Ideen muss man mit besseren Ideen anstinken. Aber sicher nicht mit Weltanschauungs-Verboten.


Hier wird klar ein AUSÜBUNGS-Verbot gefordert. Einer freiheitlichen Staatsordnung absolut unwürdig.

Naitsabes
16.03.2015, 17:45
Also wenn schon, dann ganz: Analog zum Islam gäbe es dann Atheisten, gemäßigte Atheisten, extremistische Atheisten und radikale Atheisten.

Alles kein Grund zur Aufregung.
Denn wie wir über und vom Islam gelernt haben, hätten die dann alle gar nichts mit Atheismus zu tun :D

Grüße
Andi

Adrenalin
16.03.2015, 18:56
Gegen falsche Ideen muss man mit besseren Ideen anstinken.

Bei Moslems oder gar Islamisten?
Na dann mal die Hardcore-Missionare voran. :D

Julez
16.03.2015, 21:05
[]
Hier wird klar ein AUSÜBUNGS-Verbot gefordert. Einer freiheitlichen Staatsordnung absolut unwürdig.

Ja, ich finde auch, dass man Nazis nicht daran hindern sollte, ihre Überzeugungen auszuüben. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir Nazis ihre Freiheit wegnehmen würden?

Ich habe vor einiger Zeit gelesen, dass der erste Schritt von Leuten, die Muslime radikalisieren wollen, ist, den jungen Männern zu empfehlen, sich den Bart lang wachsen zu lassen, ungefähr so (https://www.google.de/search?q=Terrorist&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=QzgHVdb6EcrpaOD7gqgE&ved=0CAcQ_AUoAQ&biw=1400&bih=883#tbm=isch&q=Terrorist+bart). Damit kommt man dann schon mal nicht mehr so einfach in die Disko, und die Mädchen nehmen auch Reißaus. Somit fühlt sich die Person ausgegrenzt, und wendet sich verstärkt den muslimischen Lehren zu. Von dort an geht es recht einfach weiter.

Wäre es unlogisch, zu argumentieren, dass muslimische Mädchen hierzulande ein Kopftuch tragen sollen, gerade damit sie nicht so leicht in unserer Gesellschaft ankommen, wie es normalerweise der Fall wäre? Teile und herrsche, das passt genau auf die Schiene der Islamisten.

Bushpilot
17.03.2015, 08:24
Polemik. Und auch nicht mehr als:

"Alles wäre gut, wenn alle meine Weltanschauung teilen würden!"
(dick von mir)
Tatsächlich? Das "Alles wäre gut..." hast aber du selbst geschrieben. Also deine Weltanschauung?



Gegen falsche Ideen muss man mit besseren Ideen anstinken.
Absolut richtig! Religion ist auch eine dieser Ideen.



Aber sicher nicht mit Weltanschauungs-Verboten.
Stimmt auch. Wenn sie keine falschen Ideen beinhaltet, wer sollte da was dagegen haben (können)?



Hier wird klar ein AUSÜBUNGS-Verbot gefordert. Einer freiheitlichen Staatsordnung absolut unwürdig.
(dick von mir)

Ach? Ein Ausübungsverbot soll so verhindert werden? Wusste ich gar nicht. Sollte der Islam etwa verboten werden? Habe ich da was verpasst?

Nö: Diese Idee, diese Weltanschauung ist weiterhin erlaubt.
Sie (die Lehrkraft) kann und darf ihre Religion weiterhin ausüben. In der Moschee, Zuhause und auf der Straße, usw. kann sie sich ja ein Kopftuch umbinden.

Aber ich meine weiterhin, NICHT im Unterricht.

(Achtung: Ironie!)
Okay, sollte sie grade Religion - Das Thema heute: Der Islam - Unterrichten, da ist das etwas anders gelagert.

Sie könnte dann das Kopftuch sogar als Beispiel für die verschiedenen Trachten/Bekleidungsvorschriften in den verschiedenen Religionen vorführen. Und auch als Burka- Mannequin durch den Klassenraum staksen. (Pfennigabsatz ist erlaubt!)

Wobei es äußerst zweifelhaft ist, das sie die Trachten/Bekleidungsvorschriften der anderen Religionen überhaupt vorführt… z.B. der Christlichen; Und im Evakostüm das pralle Leben im Paradies verdeutlicht.
(Jaja, das ist jetzt ein klein bisschen übertrieben: Ein Feigenblatt darf‘s schon sein…:D)



Was auch die Frage aufwirft:
Eine Lehrkraft die einer Naturreligion angehört, darf mit Sicherheit nicht in Religiös- traditioneller Bekleidung Unterrichten.
Oder etwa doch?

(Nein, das ist jetzt nicht Ironisch gemeint.)

Bob Valdez
17.03.2015, 09:18
Ach? Ein Ausübungsverbot soll so verhindert werden? Wusste ich gar nicht. Sollte der Islam etwa verboten werden? Habe ich da was verpasst?

Moin ,
eben ... jeder kann , wie er will ... zu Hause .

Im Übrigen steht Nirgendwo im Koran explizid irgendwas von Kopftuch Zwang .
Da steht nur was von Bedecken der " Reize " ...
Das wird von Muslimen ... weltweit , mal so , mal so ausgelegt .
Es geht wohl darum , dass die männlichen " Triebe " nicht noch durch das Zeigen von weiblichen Attributen erregt werden sollen .:rolleyes:

Da müsste dann allerdings die Erziehung männlicher muslimischer Jugendlicher ansetzen ....
wenn ich das Verhalten , gerade Jugendlicher mit Migrationshintergrund :D , gegenüber Frauen und Mädchen auf der Strasse beobachte , kann ich oft sehr wenig bis keinerlei Respekt erkennen .
Von ihren Frauen und Mädchen wird absolute Tugend erwartet ... islamische Männer dürfen anscheinend Alles .
Der von ihnen stets und vehement eingeforderte Respekt ihnen und ihrer Religion gegenüber ... fehlt vollkommen wenn's um Andersgläubige/denkende geht .
Deutsche Mädchen werden als Schlampen und Huren tituliert , sind anscheinend das Allerletzte .... ausser natürlich , man vergnügt sich selbst mit ihnen ... das ist selbstverständlich was Anderes .
Verlogener gehts nicht ....

Adrenalin
17.03.2015, 17:19
[QUOTE=Bob Valdez;3678821
Deutsche Mädchen werden als Schlampen und Huren tituliert , sind anscheinend das Allerletzte .... ausser natürlich , man vergnügt sich selbst mit ihnen ... das ist selbstverständlich was Anderes .
Verlogener gehts nicht ....[/QUOTE]

Dämlich genug sind aber auch die Hühner, die sich dafür hergeben.

van3st
17.03.2015, 17:38
Dämlich genug sind aber auch die Hühner, die sich dafür hergeben.

Leider ist das oft genug nicht freiwillig und die "Hühner" werden dann doch eher genötigt.
Die Möchtegernmachos, über die wir hier reden wissen leider oft nicht wann schluß ist.

Julez
17.03.2015, 19:02
Dämlich genug sind aber auch die Hühner, die sich dafür hergeben.

Das würde ich jetzt so nicht unterschreiben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Missbrauchsskandal_von_Rotherham#Der_Untersuchungsbericht

http://de.wikipedia.org/wiki/Girl_A#Gerichtsverhandlung

8001wolfgang
26.03.2015, 11:35
....Diakonie, Schulen, Kindertagesstätten, Hunger- und Entwicklungshilfe, Krankenhäuser in diakonischer Trägerschaft....
sind alles vom Steuerzahler finanzierte Einrichtungen. Auch wenn da im Namen tausendmal "katholisch" oder "evangelisch" davor steht und die Kirche sich damit als grosszügiger Wohltätigkeitsverein aufplustert.
Die Kirchen - egal welche - haben in staatlichen Einrichtungen nichts zu suchen. Sie sollen ihre gläubigen Schäflein in ihren eigenen Einrichtungen bequatschen und nicht versuchen, vernünftig und logisch denkende Menschen mit ihren verqueren Ammenmärchen und mittelalterlichen Kenntnisständen die Zeit zu stehlen. z.B. Zeugen Jehovas).

Hat doch kürzlich im K-TV der erzkonservative Pfarrer Buschor auf die Frage nach dem unermesslichen Reichtum der katholischen Kirche geantwortet, die Prachtbauten der Kirche seien ja nicht als materielle Güter anzusehen, sondern sie sind lediglich ein Zeichen der Verehrung Gottes.
Und welche Meinung dieser "christliche" Mensch und Pfarrer zum Islam und damit auch zum Kopftuch hat, darüber äussert er sich öffentlich lieber nicht, d.h. in seiner Fragestunde "Tagesthema" werden Anrufer mit solchen Fragen schon im Vorfeld aus der Telefonleitung geschmissen. Alles sehr christlich und gottgefällig.

Frieden auf Erden wird es erst dann geben, wenn ALLE Religionen abgeschafft sind. Das westliche Christentum ist auf dem Wege dahin, bei den anderen wird es noch etwas länger dauern, bis auch die letzten Mitläufer merken, welchen Rattenfängern sie da auf den Leim gegangen sind. Soll die katholische Kirche doch mal in z.B. Südamerika die Kirchensteuer einführen. Der Vatikan würde sich wundern, wie schnell die Zahl ihrer Anhänger schrumpfen wird.
Mag man mich als Atheist bezeichnen - ich gestalte mein Leben auf jeden Fall "christlicher" als so mancher fleissige Kirchengänger. Und bin gegen Kreuze, Kopftücher, Burkas, Kippas, Rosenkränze, prächtige Kostüme von Pfarrern, Hundertschaften von wohlbeleibten Pfaffen, Kardinälen, Bischöfen und was sich da im Vatikan alles so das Leben schön macht.

Wir haben im Ort seit Jahren eine Moschee mit Minarett, eben im "originalgetreuen" Baustil. Das stört mich in keinster Weise. Die türkischen Mitbürger die dort ihrer Religion nachgehen, sieht man dann auch wieder beim Jahrmarkt. Dort schmeckt ihnen dann das Bier, die Bratwurst und das Schweinesteak genau so gut, wie ihren "ungläugbigen" Nachbarn. Ich bin aber absolut gegen diese Hinterhofmoscheen, in den Hassprediger unkontrolliert ihre Tiraden gegen die "Ungläubigen" loslassen, in deren Land sie all die Freiheiten geniessen, die in ihrem eigenen Land verboten sind.
Hat man schon mal gehört, dass eine Nonne in "Uniform" an einer islamischen Schule unterrichtet? Ich bin über 70 Jahre alt, also erübrigt sich für mich die Frage nach der Duldung des Unterrichts von einer kopftuch tragenden Lehrerin für meine Kinder. Ich würde meine Kinder genau so von der Schule nehmen wie wenn dort Kreuze an den Wänden hingen, der Papst von der Wand lächelt und Nonnen unterrichten.

Fazit: Religion? wer will - bitte schön. Aber haltet euch aus öffentlichen Räumen fern. Es genügt, wenn ihr mit eurem Glockengebimmel meine Mittagsruhe stört. Das zum Thema "meine persönliche Freiheit".

Bravo endlich was Vernünftiges!