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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BEC vs externe Empfängerstromversorgung



komar96
23.04.2015, 13:40
Ich stelle jetzt mal ein Frage in die Runde, auch wenn der eine oder andere mich für blöd erklären sollte, aber ich weiß es halt nicht!!!

Kann ich ein BEC z.B. mit 5,7V parallel zu eine externen Stromversorgung mit z.B. 5,0 V betreiben, bzw. am Empfänger anschließen? Ich würde mal intuitiv sagen ja, wobei 5,7V dann dominiert. Lieg ich da richtig?

Wolfgang

Schnubbi
23.04.2015, 13:52
Hi Wolfgang,

wenn du einen BEC Regler in Kombination mit einer weiteren Empfängerstromversorgung einsetzen willst, dann sollte vom Regler kommend die Plusleitung entfernt werden.
Es sollte nur eine Stromversorgung für den Empfänger verwendet werden ... (nicht verwechseln mit der normalen Doppelstromversorgung - diese ist natürlich okay!)




Lieben Gruß,
Tim

zettl57
23.04.2015, 14:12
Hallo,

wenn du einen Regler hast, der entkoppelt ist, kannst das so machen.
Falls nicht, Diode zwischen Regler und Empfänger, dann geht's auch.
Fällt das BEC von Regler aus, übernimmt der Empfängerakku.

Tims Aussage versteh ich nicht.

gaspet
23.04.2015, 14:15
Hallo Wolfgang!
Was Tim schreibt ist Unsinn - du kannst bei bestimmten Reglern (nicht bei allen!!) jederzeit einen Stützakku mit 4,8V (ich verwende eneloop 800 oder eneloop 2000 als 4er Pack) anschließen ohne die Plusleitung zu entfernen. Dazu gibt es jede Menge Berichte hier im Forum. Wenn du die Plusleitung kappst, hast du kein BEC mehr zur Verfügung!!!
z.B YGE 40 und 60, Kontronik Jazz, Kontronik Jive und sicher noch einige.
Ich verwende seit Jahren YGE und Kontronik mit Stützakku ohne Probleme!
Wenn Dein BEC z. B. 5,5V ausgibt, wird der Akku nur zum Einsatz kommen, wenn das BEC ausfällt oder eben unter 4,8V abfällt. So kannst Du auch Dein BEC kontrollieren - wenn du nach einem Flug in Deinen Zusatzakku (vollgeladen natürlich) ganz wenig oder nichts nachladen mußt, reicht und funktioniert Dein BEC einwandfrei.
Aber Du mußt dich beim Hersteller schlaumachen, ob ein Stützakku erlaubt ist - wenn ja, dann einfach an einen freien Steckerplatz anschließen.
Hoppla - Zettl war schneller - aber er hat natürlich recht!!
Gruß Peter

Schnubbi
23.04.2015, 14:39
Naja Peter, so ganz unsinnig war meine Aussage nicht.
Denn du hast ja selber geschrieben, dass die von dir beschriebene Methode nicht bei allen BEC Reglern gilt.
Und dann greift eben der von mir beschriebene Weg.

Dann ist es aber halt kein Stützakku, sondern eine Verwendung einer externen Empfängerstromversorgung und nicht via BEC.
Also nicht immer vorschnell schreiben, dass anderleuts Aussagen Unsinn sind. Danke! ;)

komar96
23.04.2015, 14:50
Da bin ich schon mal etwas schlauer! Danke sehr!!!!
Das was Tim schreibt kenne ich selbst aus der Praxis, also Plusleitung des Regels (sprich BEC) kappen und eine externe Stromversorgung nutzen. Genau das möchte ich nicht. Ich setze eine JEP Regler mit 90A und 12A BEC ein. Und da vorhanden, wollte ich zur Sicherheit noch ein externes BEC mit eigenem Akku dazu achalten. Ich denke mal, das sollte funktionieren, zumal sich JEP und YGE sehr ähnlich sind..... oder so.

gaspet
23.04.2015, 14:58
Hallo Tim!
Doch, es ist Unsinn - Du schaltest mit Deiner Methode das BEc komplett aus. Dann brauchst du aber auch einen entsprechen dimensionierten Empfängerakku als alleinige!!!! Stromversorgung!!
Und es geht bei allen BEC Regler mit Stützakku, bei den von mir genannten ist es nur am bequemsten - bei anderen, die nicht von haus aus entkoppelt sind, muß eben wie Zettl schreibt eine Diode dazwischen - dann hast du Dein Regler BEC plus dem sogenannten Angst - oder Stützakku!
Der Fragesteller wollte ja das Regler-BEC nutzen - nur eben mit einem Sicherheitsakku dazu!!!!
Gruß Peter
Und - das sollte kein angriff auf Dich sein - aber Deine Erklärung ist eben leider nicht richtig!!!

zettl57
23.04.2015, 15:08
zumal sich JEP und YGE sehr ähnlich sind..... oder so.

Bissi genauer nachhaken wär nicht schlecht. ;)

Wir hatten vor kurzem sowas, dass alte YGE entkoppelt sind
und einige neue nicht.

komar96
23.04.2015, 16:41
also sicher ist sicher,
willich beides nutzen externe Stromverosrgung -wie auch immer- und BEC empfiehlt es sich in die Plusleitung des BEC eine Diode einzuschleifen. ÄHHHM.... was für eine??????? Und Sperrrichtung Regler oder????

kioto
23.04.2015, 22:41
also sicher ist sicher,
willich beides nutzen externe Stromverosrgung -wie auch immer- und BEC empfiehlt es sich in die Plusleitung des BEC eine Diode einzuschleifen. ÄHHHM.... was für eine??????? Und Sperrrichtung Regler oder????

Hallo,
Ich benutze dazu Doppel-Shottky-Diode, z.B. MBR 2045 CT in den + Leitungen, dahinter einen Stützelko mit einigen 1000µF / 16V. Den Anschluß, bei dem die Dioden verbunden sind, in Richtung Empfänger/Servop. Immer Typen für möglichst geringe Spannung nehmen, weil dann die Durchlassspannung (um 0,4-0.5V) am kleinsten ist. Kühlkörper ist kaum nötig, da pro Ampere Dauerstrom 0,5 Watt abfallen. Am Besten immer mit 6V BEC arbeiten, dann bleiben noch 5,5V für den Normalbetrieb.
Auf eine kleine Platine im 2,5mm Raster mit abgewinkelten Steckpins lassen sich die 3 poligen Steckerchen schön flach aufstecken und haben auf der Platine gut Halt.

crutav
24.04.2015, 01:26
könnte mal jemand von euch von so einem Dioden anschluss ein Foto reinstellen? am besten wo man die lötungen erkennt.
lg max

rkopka
24.04.2015, 10:19
Denn du hast ja selber geschrieben, dass die von dir beschriebene Methode nicht bei allen BEC Reglern gilt.
IMHO sogar bei eher wenigen, und die gehören fast alle zur Hochpreiskategorie. Andere wiederum verbieten es dezidiert.

In der E-Technik gilt generell: man schließt keine (Spannungs-)quellen direkt zusammen. Selbst wenn sie die gleichen (Nenn-)spannungen haben, geht das nicht immer. Viele Regler mögen es auch nicht, wenn sie am Ausgang eine höhere Spannung als am Eingang haben (Flugakku abgesteckt, Empfängerakku noch angeschlossen).
Mit der Diode sicherst du das ab. Mit einer einzelnen Diode hast du dann aber wieder das Risiko, daß ein defekter Empfängerakku die Spannung runterzieht. Oder er wird durch das BEC dann geladen, bis er in Flammen aufgeht. Daher bin ich eher für richtige Weichen (2 Dioden/Doppeldiode + Elko). Der Aufwand ist auch nicht größer, die Sicherheit schon.

RK

kioto
24.04.2015, 15:15
Hallo,
auf dem Bild kann man den einfachen Aufbau sehen.
Vorn drei Steckmöglichkeiten, für 2 Akkus und Regler oder 1 Akku, ein BEC und Regler oder falls Regler mit BEC 1 oder 2 Akkus zusätzlich. Hinten 3 adrig mit JR Stecker zum Empfänger. Signal (gelb) vom Empfänger kann man auf alle Frontstecker durchschleifen, dann ist es egal, wo man was steckt. Anschlüsse der Doppeldiode siehe Gehäuse oder Datenblatt.

crutav
24.04.2015, 15:46
Wirklich sauber . Kannst du mir die Schaltung und die notwendigen Teile auch aufzeichnen ? Aber bitte nicht mit den elektronischen schaltungszeicjnjng , denn die versteh ich nie ggg
Ich tu mir leichter mit Zeichnungen ala paint wie in dem Thread max Bec 2D :-(

Horst Kartreit
30.08.2018, 13:33
Hallo allerseits,

ich lese mir hier die Augen aus dem Kopp:eek: und je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich. :confused::confused:

Ich frage mal ganz einfach:
Kann ich zu dem Regler-BEC des YGE 90 LV statt eines Stützakkus ein externes BEC einsetzen, die beide aus dem selben Antriebsakku gespeist werden?
"Vertragen" sich die beiden Systeme miteinander?
Wie verhält es sich mit der Spannung der beiden BEC's? Die sollten gleich sein! Der YGE hat ein BEC mit 5,7 V, muss das externe BEC genau die selbe Spannung liefern?? So ein ext. BEC habe ich bisher nicht gefunden.

Wäre schön, wenn jemand helfen kann.

Gruß
Horst

lastdownxxl
30.08.2018, 14:16
Hallo Horst,

mit einem externes BEC statt eines Stützakkus hast Du nichts an Sicherheit gewonnen. In der Regel verabschiedet sich ein BEC mit einem
Kurzschluss. Bei 2 BEC's hast du somit die Wahrscheinlichkeit für einen Totallausfall verdoppelt. Zudem musst du die BEC's über Schottkydioden
entkoppeln. Das BEC mit der größeren Spannung liefert dann den Strom.

Gruß
Micha

Artur Blömker
30.08.2018, 14:36
Kann ich zu dem Regler-BEC des YGE 90 LV statt eines Stützakkus ein externes BEC einsetzen, die beide aus dem selben Antriebsakku gespeist werden?
"Vertragen" sich die beiden Systeme miteinander?
Wie verhält es sich mit der Spannung der beiden BEC's? Die sollten gleich sein! Der YGE hat ein BEC mit 5,7 V, muss das externe BEC genau die selbe Spannung liefern?? So ein ext. BEC habe ich bisher nicht gefunden.


Das mit dem zusätzlichen externen BEC, gespeist aus dem Antriebsakku würde auch ich nicht empfehlen.

Der YGE 90 LV ist geeignet für die Verwendung von Stützakkus, ohne zusätzliche Schottky-Diode. Es ist sogar empfohlen, Pufferakkus zu verwenden. Zu dem BEC mit 5,7 Volt passt ein NiMH-Akku mit 4 Zellen.

Der Empfängerakku sollte so kräftig sein, dass er die Servos auch allein bewältigen kann. Den Stützakku sollte man vollständig laden.

Die Telemetrie des Senders auf ca. 5,3 bis 5,5 Volt einstellen. Sobald das Regler-BEC versagt, wird der Stützakku verwendet. Die Spannung des Stützakkus wird sinken und irgendwann bei 5,3 Volt landen, dann gibt´s eine Meldung des Senders, und man geht in aller Ruhe landen.

Näheres hatte ich auch hier beschrieben ab Punkt 3: Pufferakkus (https://www.f3x.de/blog/auswahl-und-verwendung-von-brushless-reglern)

Wenn Du nun unbedingt ein zweites BEC verwenden möchtest statt Stützakku, wäre es sinnvoll, für dieses BEC eine niedrigere BEC-Spannung einzustellen, zum Beispiel 5,0 Volt. Dann wird im Normalfall das Regler-BEC den Strom liefern. Das externe BEC wird dann nicht belastet. Ist das BEC des Reglers defekt, zeigt der Sender die 5,0 Volt des externen BEC an und Du kannst entsprechend handeln.

kioto
30.08.2018, 15:34
Hallo Horst,
Spannungsquellen, auch wenn sie nominell die gleiche Spannung haben, sollten immer irgendwie entkoppelt sein, wenn sie parallel geschaltet werden. Nur bei Akkus und Batterien geht es, wenn diese gleich sind und auch den gleichen Innenwiderstand haben. Sonst übernimmt immer die Quelle mit dem geringeren Innenwiderstand die Hauptlast. Bei einer Reservestromquelle soll die Entkopplung dafür sorgen, dass ein Kurzschluss der einen die andere nicht zerstört oder blockiert. Bei stabilisierten Spannungen wie BEC und Regler würde direktes zusammenschalten immer zu Problemen führen.
Die einfachste Art wäre eine Doppel-Shottky Diode. Du verlierst so 0,3 Volt Spannung. Gibt es für verschiedene Stromstärken, ungekühlt bis 3A. z.B. MBR20200
Ein Stützakku nützt bei Kurzschluss in der BEC des Reglers nichts.
Wer nicht löten will, muss halt einen fertigen Baustein kaufen.

Gruß Werner am NO-Kanal

Bushpilot
30.08.2018, 16:11
Moin,

Passend zum Thema mal'ne weitergehende Frage: Wenn ich nun den Empfänger und die Servos komplett vom BEC entkoppeln möchte, also mit einem Extra Akku betreiben will... wie mache ich das?

Grund der Frage:
Bei meinem (siehe Thema: GT3520/04: 14,8 oder 18,5Volt?) Fliegerchen, werkeln 3 uralte Graupner 5007. Da könnte ich mit einer winzigen LiFePo (500mA) und einer Diode für genug Energie sorgen, so das die den fetten 5500mA LiPo Flugakku nicht auch noch... nun ja... „belasten“ (mehr Flugzeit ;)).

Und, leider hat der verbaute Hobbywing Skywalker 80A (UBEC 5A) keinen „Sicherheitsschalter“, der den Empfänger und vor allem den Motor, „scharf“ macht.
Ich habe es nämlich nicht so gerne, wenn man den Akku eingesteckt hat und alles ist sofort Startbereit.
Vor allem mit dem APC Propeller so in Bauchnabelhöhe, beim einstecken vom Akku, da beschleicht mich immer so ein komisches Bauchgefühl...

Wenn das nicht geht...
Könnte man vielleicht die Signalleitung zum (Motor) BEC mit einem Schalter trennen, so das zwar der Empfänger und die Servos Strom bekommen (Plus und Minus) aber der Motor kein Signal vom Empfänger bekommt? Oder „meckert“ das BEC dann? Eingelernt auf den Sender („Gas“ Wege) ist es allerdings schon.

FamZim
30.08.2018, 16:14
Hallo

Warum vertragen sich viele BEC s denn nicht, und bringen sich gegenseitig um ???????????
Ich denke sie halten eine "Mindesspannung" und "verhindern gleichzeitig" das diese überschritten werden kann.
Dadurch werden Spannungsspitzen abgebaut.
Leider auch höhere Spannungen die dann vom anderen BEC kommen.
So wird das mit hoher Spannung unnötig belastet, und das mit geringer Spannung verheizt diese Leistung, wird heiß und tschüss.
Darum kann kein BEC mit 5 V zur Sicherung einfach parallel betrieben werden.
Ich kann diese Theori im Moment aber nicht beweisen, das wäre aber mal eine Aktion ;).

Gruß Aloys

kioto
30.08.2018, 19:43
Moin,

......
Und, leider hat der verbaute Hobbywing Skywalker 80A (UBEC 5A) keinen „Sicherheitsschalter“, der den Empfänger und vor allem den Motor, „scharf“ macht.
Ich habe es nämlich nicht so gerne, wenn man den Akku eingesteckt hat und alles ist sofort Startbereit.
Vor allem mit dem APC Propeller so in Bauchnabelhöhe, beim einstecken vom Akku, da beschleicht mich immer so ein komisches Bauchgefühl...
.......

Hallo Bushpilot.
Wie alt ist die ESC? So was ist mir mal vor Jahren mit einem 30A China Regler mit Spektrum Sender passiert. Stimmt, APC sind scharf. Die in den letzten Jahren gekauften sollten dieses Problem nicht haben. Ich hatte damals in eine Phase des Motors eine Steckbrücke eingebaut. Mit 2 Phasen tut sich nichts. Heute sollte das eigentlich durch die Fernsteuerung geregelt werden. Einen Schalter auf Motor aus (Signal 0%) programmieren. Ich habe eine FrSky, da geht das problemlos. Erst vor dem Start ein und direkt nach der Landung aus.

Gruß Werner am NO-Kanal

Teamspirit
30.08.2018, 22:47
Und seit Jahren muss das Rad immer wieder auf‘s Neue erfunden werden?
Es gibt absolut bewährte BECs als Single-Lösung oder auch bewährte Kombinationen aus BEC + Stützakks (-> gaspet, YGE mit NiMh-4-Zeller).
Und es gibt ganz viele Bastellösungen, die im günstigsten Fall auch funktionieren, die die Betriebssicherheit des Gesamtsystems Modellflugzeug-Pilot aber nicht erhöhen.
Nur zur Anregung: Bestimmung des tatsächlichen Strombedarfs der Anlage, daraufhin Auswahl einer geeigneten Stromversorgung. Ein richtig dimensioniertes BEC hat keine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit als ein x-beliebig anderes aber genauso wichtiges elektronisches Bauteil im Flieger (Höhenruderservo, Empfänger,...).
Ich habe mittlerweile sogar den Eindruck dass eher mehr Flieger durch vermurkst-verkomplizierte Stromversorgungen abstürzen als früher.
Viele Grüße
Axel

Matze7779
30.08.2018, 23:15
Nur zur Anregung: Bestimmung des tatsächlichen Strombedarfs der Anlage
Und das, so finde ich, ist eine sehr schwierige Aufgabe in der Praxis.
In der Werkstatt nicht zu ermitteln.

a) Alle Servos nur bewegen --> Das wäre nur der Strom ohne Belastung der Servos.
b) Blockierstrom der Servos messen --> Das wäre unrealistisch weil nie alle Servos in der Praxis blockieren.

"Eigentlich" müsste man das Flugzeug mit einem 100A BEC (absichtlich übertrieben) ausrüsten. Dann Fliegen und den Strom messen und daraufhin die Stromversorgung abstimmen.

Auch unrealistisch. Da bleiben doch nur Erfahrungswerte.

Oder wie machst Du das?


Ich habe mittlerweile sogar den Eindruck dass eher mehr Flieger durch vermurkst-verkomplizierte Stromversorgungen abstürzen als früher.

Aber da ist was wahres dran.

Horst Kartreit
31.08.2018, 06:49
.....Es gibt absolut bewährte BECs als Single-Lösung .....


Hallo zusammen,
ich hätte die Frage nicht gestellt, wenn
- mir nicht bei einem nagelneuen BEC-Regler aus namhafter, deutscher Fertigung das BEC beim Erstflug ausgefallen wäre und
- ich mir den Pufferakku und dessen Pflege ersparen wollte.

Ich habe bisher bei meinen YGE einen BackupGuard verwendet. Wenn man mal vergisst, das Teil auszuschalten isser nach spätestens einer Woche hin.
Im Rumpf ist wenig Platz für einen Pufferakku, auch bei 2/3A-Größe (der BackupGuard ist rel. klein und passte gut). Es wird dann aber wohl darauf hinlaufen, dass ich in den sauren Pufferakku-Apfel beißen muss und den Rumpf "aufräume", um Platz dafür zu schaffen.

Danke für Eure Meinungen,

Gruß
Horst

RC1-Flieger
31.08.2018, 07:35
Ich bin derzeit mit dem selben Thema beschäftigt und habe mich direkt bei Heino Jung erkundigt.
Demnach ist der Einsatz eines ext. BEC möglich, solange die Spannung beider BEC's gleich ist.

Gruß
OIIi

Bushpilot
31.08.2018, 08:01
Hallo Werner

Wie alt ist die ESC?
Nagelneu.

Und ja, es piepst panisch wenn man den Akku einsteckt; aber den Gashebel nicht auf 0 steht. Der Motor läuft dann nicht.
Diese Sicherheitsfunktion ist zwar gegeben, trotzdem ist mir immer mulmig zumute und ich hantiere den Vogel wie einen bissigen Velociraptor. Denn nur eine kleine Unachtsamkeit, schon rotiert der Lufthäcksler volle Kanne. Ohne Vorwarnung.
(Ein laufender Verbrenner brabbelt wenigstens vor sich hin und der Propeller dreht sich als netter Hinweis: Bitte hier nicht anfassen!)

Ein anderer Flieger mit einem anderen Regler (ich denke von E-Flight) den ich habe, der hat von hause einen Schalter. Der steht auf Aus. Dann piepst zwar das BEC seine Erkennungshymne beim einstecken vom Akku, aber der Empfänger und damit die Servos und der Motor bleiben aus.

Gefällt mir besser.

Hmm... offensichtlich hat keiner eine Idee wie man den Flugakku UND einen kleinen Extra Akku zur Stromversorgung verbasteln kann... Damit hätte sich nämlich auch das Thema Pufferakku erledigt.

onki
31.08.2018, 09:40
Hallo Thomas,

Warum sollte keiner eine Idee haben. Das wurde doch schon zig-mal hier durchgekaut.

Die einfachste aber effektivste Lösung für das Problem ist eine sog. Doppeldiode, vorzugsweise eine Schottky-Diode (z.B. eine MBR20200 (https://www.voelkner.de/products/747977/ON-Semiconductor-Schottky-Diode-Gleichrichter-MBR20200CTTU-TO-220-3-200V-Array-1-Paar-gemeinsame-Kathode.html))
Das Ding kann (bei korrekter Montage der Kühlfläche) 20A Dauerstrom.
Die beiden äußeren Pins sind die Anode, an die das Regler-BEC einerseits und den Pufferakku (ich bevorzuge hier einen kleinen 2sLifePo) andererseits angeschlossen werden.

Der mittlere Pin und das Gehäuse sind die Kathode, die den Ausgang darstellen und zum Empfänger hin gehen.
Wer möchte darf auch gerne dort noch einen ca 2,2-4,7mF low ESR-Elko dranhängen wegen der bösen Servo-Rückströme.

Damit ist eine einfache Lösung für BEC mit entkoppeltem Angstakku geschaffen, die genug Reserven bringt, um das Modell im Antriebsakku-Fehlerfall ohne Hektik landen zu können.

Hab ich selbst so vielfach (allerdings mit Jeti-Centralbox) im Einsatz und hab es auch schon gebraucht (Flugakku beim Kunstflug versehentlich abgeworfen).

Ich persönlich träume ja von einer Lösung, die den Angstakku bei vorhandener BEC-Versogung immer auf 80-90% Ladung hält und auch noch vor einem durchknallenden BEC schützt und auch dann auf den Angstakku umschaltet. Das nenne ich asymmetrische Weiche. Zudem würde ich mir mehr BEC-Regler wünschen, die man über einen Schalter aktivieren kann (oder alternativ über einen RC-Schalter) so wie den Jeti Mezon. Das ist wirklich keine Raketentechnik.

BEC Ausfall wird, sofern man einigermaßen seriöse Regler verwendet die nicht hoffnungslos unterdimensioniert sind, ziemlich überbewertet. Die meisten Geschichten stammen noch aus der Linearregler-Zeit. Zudem sind die Stromangaben einiger Regler doch sehr in Frage zu stellen, wie allerdings auch die Stromansprüche bei der Dimensionierung einiger Zeitgenossen.

All meine F3J und F3B Modelle sind ausschließlich mit einem BEC ausgestattet und verwenden Regler der verschiedensten Hersteller (Graupner, Sunrise etc.). Ohne auch nur den Ansatz eines Problems. Aber ich verwende auch YEP-Regler in großen Kisten mit Angstakku. Auch hier gab es noch nie ansatzweise Probleme (außer dem Akkuabwurf - da kann der Regler aber nix für).

Gruß
Onki

ingo_s
31.08.2018, 09:47
Im Heli Bereich setzt man auch gerne den R2Buffer ein, der für 1 bis 3 Minuten (je nach Last) als BEC Notversorgung arbeitet.
Arbeitet mit Super-Caps, der Vorteil ist, man muß sich nicht um einen Stützakku kümmern.

Gruß Ingo

fliegerassel
31.08.2018, 09:54
Ihr solltet die Nummer mit dem Stützakku oder sonstwelchen Sicherheitslösungen vielleicht auch nicht völlig überstrapazieren. Ich fliege jetzt schon viele Jahre ausschließlich elektrisch und mir ist noch KEIN BEC abgeraucht, weder externe noch im Regler integrierte. Wenn man elementarste Sachen beachtet, dem Regler z.B. ein Minimum an Kühlluft gönnt, ist die Ausfallwahrscheinlichkeit nicht höher, als bei allen anderen Komponenten. Und ich nutze z.B. nur einfachste Regler chinesischer Produktion, die funktionieren nämlich einfach...

Die Angst vor einem scharf gestellten Antrieb ist da schon berechtigter. Der lässt sich nämlich nicht so einfach abwürgen, wenn er einmal läuft. Und das Anlaufen geschieht nicht einfach so, sondern meist, weil man an den Gasstick kommt... Ich habe einfache Steckbrücken in die Rumpfwand gebaut, mit der der Akku letztlich scharf gestellt wird, wenn das Modell auf der Piste steht. Aber natürlich ist es auch einfach, einen zusätzlichen Schalter zu programmieren, welcher verhindert, dass der Antrieb ein Signal bekommt und anläuft. Logische Verknüpfungen gehen doch inzwischen bei fast allen Sendern. Oder?
Mein Rat also: Versucht nicht mit Gewalt eine Sicherheit zu schaffen, welche bestenfalls psychologischer Natur ist. Von Extremfällen abgesehen, funktionieren BEC sehr sicher.

Gruß Mirko

Bushpilot
31.08.2018, 10:14
Hallo Thomas,

Warum sollte keiner eine Idee haben. Das wurde doch schon zig-mal hier durchgekaut.
Moin Onki

Sorry. Ich bin neu im E Antrieb. Man möge mir daher bitte dumme, ganz und saudumme Fragen verzeihen.

Ich will aber gar keinen „Angstakku“ haben, sondern einen extra, sprich, separaten Akku zur alleinigen, dauerhaften Stromversorgung vom Empfänger und Servos.
So wie in einem Verbrenner, wo der Tank nun der (Flug-) Akku ist.
Die Frage ist also, ob der (ein) Regler nur den Impuls zum regeln des Motors braucht und ob der auch vom Fremdakku kommen darf?

Zu deutsch: Kann ich den mittleren Draht stehen lassen und nur Plus und Minus abknipsen?

Teamspirit
31.08.2018, 10:43
Hallo Thomas,

zieh einfach aus dem Servostecker das rote Kabel samt Stecker hinaus und isoliere den Kontakt, dann kannst Du es bei Bedarf ohne Lötarbeit wieder rückgängig machen.
Das hilft Dir aber leider nicht bei der Tatsache, dass mit dem Anstecken des Antriebsakkus dein Antrieb „scharfgeschaltet“ ist, da hilft nur Vorsicht wie bei einem Verbrenner im Standgas.

Viele Grüße
Axel

Bushpilot
31.08.2018, 13:11
Moin Axel,

zieh einfach aus dem Servostecker das rote Kabel samt Stecker hinaus und isoliere den Kontakt, dann kannst Du es bei Bedarf ohne Lötarbeit wieder rückgängig machen.
Wenn der Regler nicht im Dreieck springt oder Alarm macht, dann ist das kurz und schmerzlos ausprobiert (eingebaut).
Danke.


Das hilft Dir aber leider nicht bei der Tatsache, dass mit dem Anstecken des Antriebsakkus dein Antrieb „scharfgeschaltet“ ist, da hilft nur Vorsicht wie bei einem Verbrenner im Standgas.
Nun, nach meinem Verständnis kämme da dann ja der separate Empfängerbatterieschalter zum tragen: Ohne Strom zum Empfänger, kein Signal zum Regler. Der folglich den Motor nicht laufen lassen kann (darf) obwohl er schon Strom vom Flugakku hat. Egal wo der Gashebel steht. Für mich ein klarer Sicherheitsgewinn mit Minimalisten Aufwand.
Was zwei Fliegen mit einer Klappe erwürgt: Man hat zudem gleich noch den "Angstakku bzw. Pufferakku", weil man einem separaten Akku für den Empfänger und die Servos hat. Ich denke auch, dann kann der Regler abrauchen, ohne das gleich der Flieger Stromlos den Boden knutschen will: Das Gas - Signal geht halt ins leere.

Holger Lambertus
03.09.2018, 08:50
Moin
Das Problem mit dem Reglerinternen BEC ist meist eine andere Sache; brennt der Regler durch, z.B. wegen einer Fehlabstimmung, oder einen Kurzen im 25€ Motor im 1200€ Modell, dann nimmt der Regler oft auch das BEC, und in Folge das Modell mit ins Grab.

Vorletzte Woche erst auf dem Platz beim Vereinskollegen, Prop durch, ein anderer nur minimal größerer gefunden, nach dem Start kam ein "Booaaah, der geht ja viel bessser" direkt gefolgt von einem lauten "Sch****" parallel zu einer grossen weissen Wolke hinterm Modell, dann auch schon der Einschlag, da dem BEC auch der Rauch entwichen ist. >> Merke; auch Propeller töten BECs :rolleyes::D

Ich selber fliege auch viel Reglerinternes BEC, aber da ist dann auch nichts grenzwertig abgestimmt, und immer brav zumindest ein Elko direkt am Empfänger. Bin Vielflieger, und bis auf ein paar wenige "Übermut-Aktionen" seit vielen Jahren Absturzfrei.
Bei zwei Modellen (Pylon/Speed) greife ich am Antriebsakku am Balancerstecker den 2S Pin ab, und gehe über eine Diode direkt zum Empfänger und HV-Servos, weil je weniger in der Leitung, je weniger kann auch kaputt gehen :)

Auch wenn es den meisten nicht bewusst ist, HV-Setup ist keineswegs BEC-frei, da ist dann in jedem Empfänger und jedem Servo ein kleines Micro-BEC drinn, und das ist kein SBEC, sondern ein Linear-BEC billigster Sorte.

lastdownxxl
03.09.2018, 09:47
Ich selber fliege auch viel Reglerinternes BEC, aber da ist dann auch nichts grenzwertig abgestimmt, und immer brav zumindest ein Elko direkt am Empfänger.

Hallo Holger,

einen Elko direkt am Empfänger würde ich so generell nicht empfehlen. Ein Elko (Low ESR) ist eigentlich nur bei Diodenweichen als Stromversorgung notwendig. Mir ist vor einigen Wochen ein Regler mit BEC wegen einem schleichendem Kurzschluss im Elko, welcher auch direkt am RX war, abgeraucht.

Elkos und Tantal-Kondensatoren sind die Bauteile, die am meisten für Ausfälle in Geräten sorgen. Verglichen mit FETs und Dioden, ist die
Fehlerrate von Kondensatoren wessentlich schlechter.

Noch ein paar Gedanken zur Auswahl von einem UBEC oder Regler. Die Zuverlässigkeit elektronischer Bauteile ist unter anderem stark Abhängig
von dem elektrischen Stresslevel. Beim elektrischen Stresslevel gibt es eine alte Regel welche besagt:


Eine Erhöhung der Sperrschichttemperatur (Strom) in einem Halbleiter (FET, Diode) um 10°C bedeutet eine Verdoppelung der Fehlerrate.


Ein Elko mit einer Nennspannung von 25V (6S ESC) hat bei Betrieb an einem 6S Lipo eine um den Faktor 10 höhere Fehlerrate als beim Betrieb an 3S.

Generell sollten daher Regler mit BEC als auch UBEC nie an der Grenze vom Strom und Spannung betrieben werden.
Beachtet man diese Regeln, sind heutige BEC und Regler m. E. sehr zuverlässig.

Gruß
Micha

HE-219
03.09.2018, 15:37
Hallo,
warum an einem Empfänger zwei mal Stromversorgung?, der braucht es nur einmal wenn du noch externen Strom hast kannst du direkt jedes Bauteil mit Strom versorgen und nur Geberkabel an den Empfänger. Man könnte wenn man wollte an jedem Servo, Fahrwerk u.s.w. einen eigenen Akku hängen und das Geberkabel an den Empfänger, funktioniert auch.

Gruß
Markus