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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Post streikt



uli451
26.06.2015, 18:10
Hallo,
warte nun schon ca. 2 Wochen auf eine Bestellung ( Modellbauzubehör) die auch schon vor 2 Wochen abgeschickt wurde.
Aber leider tut sich hier bei uns seitens der Post ( DHL ) gar nichts.
Auch werden seit dieser Zeit keine Briefe mehr zu gestellt, leider.
Bin jetzt zum Örtlichen Modellbaugeschäft gewesen der allerdings ca. 40 km entfernt ist.
Bin mal gespannt wie lange sich das ( der Streik ) noch hinzieht.
Langsam ist das Nervend.
mfg Uli

grmpf
26.06.2015, 18:50
Selbst wenn der Post-Streik beendet wird, dann gibt es garantiert einen andere Gewerkschaft, die zum Streik aufruft. Und zwar interessanterweise immer die Gewerkschaften, bei denen die Streiks nicht nur unmittelbar den Arbeitgeber betreffen sondern vor allem auch die "wehrlose Öffentlichkeit".
Wie viele Tage ohne Streik gab es denn schon diesem Jahr? Gefühlt kann das nur eine einstellige Zahl sein :mad:
Was unterschiedet uns eigentlich da noch von den früher geschmähten "Streik-Ländern" wie Italien? Dass bei uns inzwischen mehr gestreikt wird als dort!

SpeedFlap
27.06.2015, 08:46
Viele Experten sind der Meinung (und ich auch), daß in D ein Nachholbedarf an Streiks entstanden ist.
Die Agenda 2010 hatte Zurückhaltung angemahnt bei Lohnforderungen und Streikerei. Das ist mit eine wesentliche Ursache für die heutigen Exportüberschüsse -- denn Deutschland ist im Vergleich zu seiner Wirtschaftskraft im Euroraum ein Billiglohnland geworden.

Usere Südländer gehen doch wegen jedem Kleinschxxx auf die Strasse. Die haben sich ein zu hohes Lohnniveau erstreikt, und damit langfristig über ihre Verhältnisse gelebt. In Deutschland ist das genau umgekehrt. Deshalb die bedrohliche und unaufhaltsame Euro Schieflage.

Also liebe Arbeitnehmer: Mehr streiken für einen ausgeglichenen Euro! Rückverlagerung von Marktanteilen nach Süden! Nieder mit dem Exportüberschuss!
;) ;) ;)

Reinhard
27.06.2015, 10:17
Mmmh, ich hatte am Mittwochmorgen vor 10 Uhr Zubehör bestellt (Händler sitzt im PLZ-Gebiet 9....).
Lieferung als Päckchen per "Post" am nächsten Tag. (PLZ-Gebiet 78...).

Irgendwie nicht "planbar".

Ost
27.06.2015, 10:18
Hallo,
warte nun schon ca. 2 Wochen auf eine Bestellung ( Modellbauzubehör) die auch schon vor 2 Wochen abgeschickt wurde.
Aber leider tut sich hier bei uns seitens der Post ( DHL ) gar nichts.
Auch werden seit dieser Zeit keine Briefe mehr zu gestellt, leider.
Bin jetzt zum Örtlichen Modellbaugeschäft gewesen der allerdings ca. 40 km entfernt ist.
Bin mal gespannt wie lange sich das ( der Streik ) noch hinzieht.
Langsam ist das Nervend.
mfg Uli


Ja, es nervt.
Es nervt daß funktionierende und gut verdienende Firmen ihre Unternehmen aufspalten und neue Unterfirmen gründen um dann die Löhne um 20% senken.
Oder nur noch Zeitarbeiter/ Leiharbeiter beschäftigen.
"Die anderen sind billiger" und die Lösung heißt dann "wir müssen auch billiger werden"

Ist DAS die Lösung?
Es kann eine Lösung sein wenn die Firma ansonsten droht in die Insolvenz zu schlittern.
Wenn sie aber dazu dient nur die Profitabilität zu steigern sollte man genauer hinschauen;)

Ich bin sogar der Meinung GANZ DEUTSCHLAND sollte mal für ne Weile streiken!
Gegen Lohndumping, Renditenmaximierung, gegen Politiker die unser Geld veruntreuen, gegen die Finanzbranche.....
Es gäbe gewiss jede Menge Gründe mal in den Ausstand zu gehen.

Momentan der Hauptgrund:
der unglaubliche Einfluß von Lobbyisten!


ALso- auch wenn es nervt- genau hinschauen warum gestreikt wird und in DEM Fall sollte man sich solidarisch zeigen.
Erst recht wenn nur der Hobbybereich darunter leidet;)

M.M.
Oliver

Henry Kirsch
27.06.2015, 11:08
Langsam ist das Nervend.


Es muss nerven, es muss wehtun !
Die Deutschen und die Solidarität mit Streikenden. Sie sind genervt wenn es nicht um ihre eigenen Interessen geht. (http://schoeppi.com/wordpress/solidaritaet/)

grmpf
27.06.2015, 12:17
Ein Streik sollte von seinem Grundgedanken her dem Arbeitgeber weh tun und nicht zig-Tausenden "Otot Normalbürgern", die zwar keinerlei Entscheidungsgewalt haben aber dafür die Opfer bei dem Konflikt spielen dürfen. Ist auch seltsam, dass die heftigsten Streiks von den Dienstleistungs- bzw Minigewerkschaften veranstaltet werden, während vergleichbare Angelegenheiten bei "produzierenden Gewerkschaften" meistens relativ still abgehandelt werden.

Ost
27.06.2015, 12:28
Dann dürften Dienstleistungsunternehmen nicht bestreikt werden?

van3st
27.06.2015, 12:37
Die Medaille hat in der Regel ja nicht nur eine Seite.
Streiks dienen als Mittel, den Arbeitgeber zu Verhandlungen zu bewegen. Grundsätzlich finde ich das auch ok.
Ich bin bei der Post jetzt leider nicht so im Bilde, aber das was die DLG dort betreibt, ist für mich glatter Missbrauch des Streikrechts, weil die nicht verhandeln sondern Ihre Forderungen erzwingen wollen. Darunter zu leiden sehe ich nicht wirklich ein.
Ich hoffe mal, dass das bei der Post anders läuft und vor allem, dass die Regierung dort mal den Daumen draufhält und schaut, dass speziell in diesen sensiblen Bereichen der Streikmissbrauch nicht kronisch wird.

Chrissy
27.06.2015, 12:44
Daumen hoch für Oliver!

Erst denken, dann lenken... ;) Macht euch mal schlau warum die Post streikt, dann überlegt ob ihr meckert. Vielleicht bekommt ihr...falsch...bekommen wir ja unsere Sendungen bald Sonntags vom lieben Nachbarn der dafür einen kleinen Bonus kriegt oder von sehr vertrauenswürdigen "Zustellern" aus dem Ausland...

grmpf
27.06.2015, 15:46
Dann dürften Dienstleistungsunternehmen nicht bestreikt werden?

Doch. Allerdings wäre hier ein gewisses Augenmaß wünschenswert, das ich hier teilweise nicht mehr erkennen kann. Auch, dass die Streiks quasi ineinander übergehen sehe ich schon als "komischen Zufall" an. Da mag der Verdacht bleiben, dass nicht immer gestreikt wird um BERECHTIGTE Forderungen durchzusetzten sondern dass Funktionäre, die schon seit Ewigkeiten nicht mehr "normal" gearbeitet haben, ihre Macht demonstrieren wollen.

van3st
27.06.2015, 15:51
...bekommen wir ja unsere Sendungen bald Sonntags vom lieben Nachbarn der dafür einen kleinen Bonus kriegt oder von sehr vertrauenswürdigen "Zustellern" aus dem Ausland...

Soll heissen, Post und Bahn wieder Verstaatlichen? ... Besser wär´s vielleicht.:eek:

grmpf
27.06.2015, 16:17
Es kann auch schlicht und einfach passieren, dass mehr die Alternativ-Anbieter gewählt werden. Das kann dann zur Folge haben, dass die Bahner/Postler/... zwar mehr Geld bekommen, aber weniger benötigt werden mit der Folge von Entlassungen. Klar, bei den Alternativen werden sie dann teilweise unterkommen, aber wahrscheinlich zu anderen Bedingungen. Ob das dann im Sinne der dauerstreikenden ArbeitNEHMER war?

DaIsser
27.06.2015, 18:03
Mich hats jetzt auch erwischt seit drei Tagen liegt mein Paket ca 70km von mir in ihrem Zentrum....ich kann nicht mal hinfahren und es mir dort abholen

Herbert1
27.06.2015, 18:52
Soll heissen, Post und Bahn wieder Verstaatlichen? ... Besser wär´s vielleicht.:eek:

Verstaatlichen nützt nichts , Nur Beamte dürfen nicht streiken.
Die Öffentlichkeit wollte doch alle Beamte abschaffen , jetzt hat man die Quittung.
Unsere Altväter wussten warum sie Schlüsselpositionen mit Beamte besetzte

Jürgen Steinbach
27.06.2015, 21:52
Langsam ist das Nervend.


@Uli
http://www.cheesebuerger.de/images/more/schilder/k034.gif

@Ost und Henry
http://www.cheesebuerger.de/images/more/schilder/a010.gif

Chrissy
27.06.2015, 22:34
Soll heissen, Post und Bahn wieder Verstaatlichen? ... Besser wär´s vielleicht.:eek:

Nee das solls net heissen. Google doch maln bischen rum, dann findste vielleicht die "Mittel und Wege" des Managements der Post wie sie es hinkriegen dass trotz 32.000 streikenden Postlern doch, laut Management, über 80% der Sendungen zugestellt werden.

Herbert1
27.06.2015, 23:14
Nee das solls net heissen. Google doch maln bischen rum, dann findste vielleicht die "Mittel und Wege" des Managements der Post wie sie es hinkriegen dass trotz 32.000 streikenden Postlern doch, laut Management, über 80% der Sendungen zugestellt werden.

DA hatte ich ja Glück das ich zu den 80% gehöre.:p:D:p

van3st
27.06.2015, 23:44
...
Die Öffentlichkeit wollte doch alle Beamte abschaffen , jetzt hat man die Quittung.
Unsere Altväter wussten warum sie Schlüsselpositionen mit Beamte besetzte

ebend, ich betrachte daher die "Streikwelle" auch als echtes staatlichesArmutszeugnis

Jürgen Steinbach
28.06.2015, 00:14
ebend, ich betrachte daher die "Streikwelle" auch als echtes staatlichesArmutszeugnis

Richtig erkannt, ein staatliches Armutszeugnis zum Nachteil vieler Arbeitnehmer!
Deshalb finde ich die "Streikwelle" in dieser Bananenrepublik mehr als überfällig. ;)

Und ich bin sehr froh darüber, das die Neuväter diesen aufgeblähten Beamtenstaat der Altväter ausgedünnt haben, das war auch schon mehr als überfällig.

BA-Biene
28.06.2015, 12:41
Ich bin sogar der Meinung GANZ DEUTSCHLAND sollte mal für ne Weile streiken!
Gegen Lohndumping, Renditenmaximierung, gegen Politiker die unser Geld veruntreuen, gegen die Finanzbranche.....
Es gäbe gewiss jede Menge Gründe mal in den Ausstand zu gehen.


da bin ich ganz deiner Meinung,
aber diese Möglichkeit wurde uns ja, in den Anfangsjahren diese Landes durch Altnazis in Verwaltung, Politik und Justiz durch
entsprechende Gesetze und Rechtssprechung, erfolgreich genommen,
hervor zu heben ist hier Hans Carl Nipperdey, ein NS-Jurist, der von 1954-63 Präsident des Bundesarbeitsgerichtes war,
es ist schon bezeichnent für diese Pseudodemokratie das nach ihm noch immer Straßen und Plätze benannt sind

jeder der sich jetzt über den Poststreik aufregt, sollte sich mal Dokumentationen über die Arbeitsbedingungen da
ansehen, die Arbeitnehmer in dieser Branche werden ja nicht ohne Grund manchmal auch als Paketsklaven bezeichnet,
ein Streik in diesem Bereich war daher schon längst überfällig, wenn sich daraufhin die Versandkosten erhöhen sollten,
hab ich damit auch kein Problem, wenn dadurch die Beschäftigten endlich mal anständig entlohnt werden

mfg Rene

DaIsser
28.06.2015, 12:53
Die Gewerkschaften sollten sich mal lieber darum kümmern das es keine ost West Unterschiede mehr gibt und denen helfen die Mindestlohn bekommen und nicht denen helfen den es so schön gut geht.

Ost
28.06.2015, 13:04
Das Problem ist halt daß andere Dienste erheblich billiger sind.
Und die dortigen Mitarbeiter sich nicht derart wehren können.
Freitag klingelte ein DPD Lieferant bei mir um nach dem Weg zu einer bestimmten Adresse zu fragen die ähnlich zu meiner klingt....der konnte praktisch kein Deutsch.
Wehren sich solche Leute gegen die Ausbeutung durch ihre Arbeitgeber?

Die ganze Versenderei ist mir ein Dorn im Auge da viel zu billig.
Jemand bezahlt dafür und es ist meist nicht der Kunde;)
Der packt gerne noch ein paar Dinge drauf damit das Ganze einen bestimmten Wert erreicht und "versandkostenfrei" wird.
Ein Wahnsinn:rolleyes:
Ich weiß, jetzt kommt jemand der mir vorrechnet wieso das geht,
ich werde es trotzdem nicht kapieren können:D
Denn "mehr Bestellung" bedeutet auch für irgendjemand "mehr Arbeit" und sei es nur daß der Bote mehr zu schleppen hat.

;)

OLiver

Ost
28.06.2015, 13:08
Die Gewerkschaften sollten sich mal lieber darum kümmern das es keine ost West Unterschiede mehr gibt und denen helfen die Mindestlohn bekommen und nicht denen helfen den es so schön gut geht.

Aber sie müssen sich auch darum kümmern daß die Beschäftigten, denen es "so schön gut geht" nicht morgen in einer neuen Gesellschaft aufwachen und plötzlich 20% weniger haben.
Speziell dann wenn das Leben immer teurer wird;)
Mein "Warenkorb" ist jedenfalls trotz Discountern nur noch 1/4 voll wenn ich 50€uronen auf den Tisch lege.

Ich bin mir im übrigen sehr sicher daß die Manager des betreff. Unternehmens nicht 20% weniger haben werden sondern mehr;)

montcorbier
28.06.2015, 14:13
Ost,

da pflichte ich dir vollumfänglich bei.

Wenn gesunde Firmen der Rendite wegen gegen die Wand geklatscht werden, damit Aktionäre ihre Dividende erhalten und Manager ihre Millionenabfindungen, die Mitarbeiter aber tatenlos ihrem Schicksal entgegensehen und Einbussen bis zur Entlassung hinnehmen sollen, dann stimmt hier etwas nicht.
Es stinkt zum Himmel!


Gruß
Monti (zum Glück :confused: Selbständiger)

Claus Eckert
28.06.2015, 14:24
Hallo

Machen wir uns nichts vor.
Die Arbeitsgesellschaft hat sich in diejenigen Arbeitsplätze geteilt, bei denen die Arbeitnehmer gutes Geld für ihre Arbeit bekommen und diejenigen im Niedriglohnsektor, die ohne staatliche Aufstockung nicht von ihrem Geld leben können.
Letztere haben keine Lobby und sowieso meistens keine effektive Arbeitnehmervertretung.
Es hat seit Beginn der Agenda 2010, also Anfang der Nuller-Jahre, nicht nur eine Neubewertung der Arbeit gegeben, sondern seitdem auch ein Lohndumping, letztendlich vom Steuerzahler bzw. den Einzahlern in die Arbeitslosenversicherung gefördert.
Wenn Unternehmen im großen Stil diese von der Politik geschaffenen Rahmenbedingungen ausnutzen und die Bürger dies tolerieren, so ist dagegen nichts zu sagen.
Nur damit es manifestiert ist, die Bürger haben mehrheitlich die Agenda 2010 und die Folgen daraus akzeptiert. Sonst hätten wir heute eine tiefrote Bundesregierung. :D

Bei der Post passiert nun die nächste Stufe dessen was innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen möglich ist. Tätigkeiten werden ausgelagert in neu geschaffene Unternehmen und Arbeitsangebote in diesen neuen Unternehmen zu wesentlich geringeren Löhnen gemacht. Warum die Gewerkschaft Verdi dagegen kämpft ist klar. Sie versuchen das entweder ganz zu verhindern oder aber wenn nicht möglich, vernünftige Tarifverträge innerhalb dieser neuen Unternehmen zu bekommen.

Wer nun meint Streiks sollen doch bitte schön nur den Unternehmen, aber nicht doch den Kunden schaden, der benennt unbewusst den weitgehend vorherrschenden Zeitgeist bein Namen: Entsolidarisierung
Was gehen mich die Probleme des Anderen an? Das muss man nicht weiter ausführen, denn so was geht nicht vorwurfsfrei und vor allem in viele Richtungen.

Hoffnung macht, dass die Geschichte der Menschheit lehrt, wenn es allen Menschen schlecht geht stehen sie zusammen. Bis auf die paar die in der Not ihre Chance wittern.
Aber muss es erst soweit kommen?

Kann man nicht akzeptieren, dass Postbedienstete sich schlicht gegen Einkommensverluste im zweistelligen Prozentbereich wehren?
Können wir als Gesellschaft überhaupt akzeptieren, dass damit ein geringeres Einkommenssteueraufkommen, geringere Sozialversicherungsbeiträge, weniger Kaufkraft, evtl. Aufstockungsleistungen auf unsere Kosten verbunden wird?

Ich meine Nein. Wir können und wir sollten das nicht. Denn es gibt keinen für uns nachvollziehbaren Grund für dieses Lohndumping, außer der hemmungslosen Gewinnmaximierung.

Und wer Aktien der Deutschen Post AG in seinem Portfolio hat, darf sich dann durchaus den Vorwurf gefallen lasssen, dass seine Dividende von den Steuerzahlern mitfinanziert wird. Auch ein Aspekt.....

Henry Kirsch
28.06.2015, 15:21
nicht denen helfen den es so schön gut geht.

Oh man...
Lies das (http://www.maz-online.de/Brandenburg/Ein-Paketbote-erzaehlt-Darum-streike-ich) mal bitte.

Chrissy
28.06.2015, 19:00
Die Gewerkschaften sollten sich mal lieber darum kümmern das es keine ost West Unterschiede mehr gibt und denen helfen die Mindestlohn bekommen und nicht denen helfen den es so schön gut geht.

Autsch...!!!

https://www.youtube.com/watch?v=5KT2BJzAwbU

udogigahertz
28.06.2015, 21:15
Wer nun meint Streiks sollen doch bitte schön nur den Unternehmen, aber nicht doch den Kunden schaden, der benennt unbewusst den weitgehend vorherrschenden Zeitgeist bein Namen: Entsolidarisierung
Was gehen mich die Probleme des Anderen an?

Das ist der Knackpunkt am ewigen Geschimpfe über Streiks: "Streiken ja, da bin ich dafür, auf jeden Fall, die Auswirkungen sollen doch aber bitteschön nicht MICH treffen! Dann werd ich sauer!"

Diejenigen, die auch dieser Meinung sind, empfehle ich einen Besuch im Berliner-"Bendler-Block", der teilweise zu einer Gedenkstätte umgebaut wurde, an einer Wand steht dort in etwa (sinngemäß) folgender Text aus einem Brief des im KZ der NAZIS ermordeten Pfarrers Dietrich Bonhöffer:

" - Als sie die Zigeuner holten, blieb ich still, denn ich war je kein Zigeuner,
- als sie die geistig Zurückgebliebenen holten, blieb ich still, denn ich war ja kein geistig Zurückgebliebener,
- als sie Tagediebe und Nichtsnutze holten, blieb ich still, denn ich war je kein Nichtsnutz,
- als sie die Homosexuellen holten, blieb ich still, denn ich war ja nicht homosexuell,
- als sie die Sozialdemokraten und Kommunisten holten, blieb ich still, den ich war weder Sozialdemokrat noch Kommunist,
- als sie die Juden holten, blieb ich still, denn ich war ja kein Jude,

- als sie mich holten, war keiner mehr da, der sich für mich einsetzen konnte."


Nicht umsonst heißt die erste und nachhaltig erfolgreiche friedliche Umsturzbewegung der Welt "Solidarnosz" ........ mal darüber nachdenken.


Grüße
Udo

Ost
28.06.2015, 22:15
Ich hoffe dass mehr so denken und dieser Thread gibt durchaus Hoffnung dazu.

flo
28.06.2015, 23:23
Es muss nerven, es muss wehtun !
Die Deutschen und die Solidarität mit Streikenden. Sie sind genervt wenn es nicht um ihre eigenen Interessen geht. (http://schoeppi.com/wordpress/solidaritaet/)

Hi,
naja wahrscheinlich gehörst du nicht zu den 20% Bestreikten - so wie ich.
Seit fast 4 Wochen habe ich keinen Brief oder Paket mehr erhalten - gut denkst du dir was solls.
Das ich mir aber genau für diese 4 Wochen Urlaub zum Bau meines nächsten Projekts genommen habe, keinen Flug nach x-y, und jetzt 10 oder mehr Pakete ( von mir vorab bezahlt) von den "§§§§" nicht ausgeliefert werden is scho a bisserl mehr als ärgerlich. Morgen is der Urlaub rum.
Leut die 4-5 Dioprtien haben und sich ne Brille von Mr. Spexx o.Ä. bestellen weil die alte kaputt is laufen jetzt 4 Wochen blind rum - klar kauf dir doch für 500 schnell ne neue wegen des Streikts...Kleinunternehmer die sich Platinen /Bauteile in kleinern Mengen schicken lassen kaufen jetzt für 500 Euro nochmal und vertickern dann 4 Wochen ohne Gewinn weil der ja auf der Post rumflackt... Geschenke für Enkelkinder ... da fallen einem schon genug Gründe ein warum man evtl nicht solidarisch mit denen is.
Ich hab ja nix dagegen wenn die Deutschlandweit mal streicken - auch unbefristet aber warum werden denn Bezirke beliefert und andere Zahlende Kunden werden komplett von der Welt abgeschnitten??
Warum nicht 10 Tage München dann 10 Tage Dortmund??
Sowas nennt man Geiseln nehmen und ich bin auch noch ihr Kunde - sollten die nicht ihren Arbeitnehmer bestreiken?
Warum nehmen die überhaupt Pakete an?
Der Post is doch egal wann die Pakete ausgliefert werden... solange nach wie vor Millionen am Tag reinkommen - völlig Schnuppe da könnse Streiken solange sie wollen. Haben die dann allen Ernstes vor mich und meine Bezirks Mitbewohner unbefristet zu bestrafen?? Waru nicht mal die anderen?? Damit überhaupt mal 80% der Befölkerung mitbekommen das gestreikt wird? Wie blöde kann man eigentlich noch sein um nicht doch einen hohen Posten bei Verdi zu erlangen?


Für mich is klar .. Hermes is nur 2 km weit - Die Post sieht keinen Cent mehr von mir...
Ob Harz4 soviel besser ist als 100 Euro jetzt?

Ich schreib jetz ne Bewerbung bei Verdi .. kann ja nur besser werden als jetzt-egal wie dumm ich mich anstell.

Flo

guckux
29.06.2015, 08:50
Guckux Claus


Wer nun meint Streiks sollen doch bitte schön nur den Unternehmen, aber nicht doch den Kunden schaden, der benennt unbewusst den weitgehend vorherrschenden Zeitgeist bein Namen: Entsolidarisierung
Was gehen mich die Probleme des Anderen an? Das muss man nicht weiter ausführen, denn so was geht nicht vorwurfsfrei und vor allem in viele Richtungen.

Aber muss es erst soweit kommen?

"Zuvielen" in Deutschland geht es noch viiiel zu gut - ihnen ist es egal, wie es dem Nachbarn geht.
Was habe ich mal gelesen:
Wir brauchen keine Ganztagsbetreuung, kein Elterngeld, keine Aufstockung, kein Ehegattensplitting.
Wir brauchen Löhne, die es 2 Leuten ermöglichen zu leben, ohne dabei 5 Jobs zu machen!

Die Tendenz ist in D mittlerweile wie in den USA, dort hat eine Person nach Möglichkeit 2 Jobs - einen um die Wohnung zu bezahlen und einen 2ten um Leben zu können...

Und ich bin geneigt, allen, die ein Problem mit den Streiks hier haben, gerade und vor allem im Dienstleistungsbereich, daß es diesen VIEL zu gut geht und sie eine ausgeprägte egoistische Natur haben und zuwenig soziales Bewußtsein. :(

DaIsser
29.06.2015, 09:58
So mein Paket kommt heute
Hoffe mal das die gewerkschafft mal einen Weg findet ihre Interessen durchzusetzen ohne die ganzen Kunden der Post zuverärgern......
Zweitens möchte nicht wissen wieviele Firmen das so machen wie die Post und dort interessiert es auch niemand.
Es muss andere Wege und Mittel geben sowas zu unterbinden ohne der ganzen Wirtschaft von de zu Schaden.

hänschen
29.06.2015, 10:18
Soll heissen, Post und Bahn wieder Verstaatlichen? ... Besser wär´s vielleicht.:eek:

wer ist denn Hauptanteilseigner von Post, Bahn, Lufthansa???:confused:

für Angies Party in Garmisch konnte man mal locker 130 Millionen locker machen...:rolleyes:

für neue Rüstungsprojekte ist auch Geld da...

grmpf
29.06.2015, 10:44
Und ich bin geneigt, allen, die ein Problem mit den Streiks hier haben, gerade und vor allem im Dienstleistungsbereich, daß es diesen VIEL zu gut geht und sie eine ausgeprägte egoistische Natur haben und zuwenig soziales Bewußtsein. :(
Du solltest besser vom "konkurrenzlosen Dienstleistungsbereich" schreiben. Ich lebe auch von Dienstleistung, allerdings im Bereich EDV-Service. Jetzt rate mal, was passieren würde, wenn in meiner Firma beschlossen würde, ein oder zwei Wochen zu streiken. Da fängt man dann doch an zu überlegen, wie weit man gehen will, weil die betroffenen Kunden dann ggf ihre Konsequenzen ziehen mit dann negativen Folgen für einen selbst.
Bei Bahn/Post/... ist das Problem nicht vorhanden, weshalb hier - so hat es zumindest für mich den Eindruck - doch sorgloser gestreikt wird. Die als Kollateralschaden betroffenen Kunden haben ja im Regelfall kaum einen Alternative, egal wie sehr ihnen ans Bein gepinkelt wird. Deshalb sollte etwas mehr Augenmaß bewiesen werden als derzeit erkennbar ist. Ob wirklich unbefristet Streiks notwendig sind um die den Standpunkt klar zu machen, wage ich zu bezweifeln. Aber das werden Funktionäre, die sich selbst seit Jahren keine Gedanken um Arbeitsplatzsicherheit machen müssen, sicher besser wissen.

Claus Eckert
29.06.2015, 12:08
Hallo Harald

Wer einen Streik als einziges legitimes Mittel zur Durchsetzung der Interessen von abhängig Beschäftigten in Zweifel zieht, sollte in einer konstruktiven Diskussion adäquate Alternativen anbieten.

Ost
29.06.2015, 12:11
Hallo Harald,
ich bin auch Dienstleister, sogar noch kleiner, ein Einmannbetrieb.
Auch ich kann nicht streiken und die Situation in meinem Gewerbe läßt es nicht zu meinen Kunden die Pistole an die Brust zu setzen und dringend höhere Preise zu verlangen.
Das ist heute das Los der meisten kleineren Dienstleister.
Und es ist Politik denn die fordert ja schon lange Zeit den Umbau Deutschlands in eine Dienstleistungsgesellschaft.
Denn dann hat sie viele Sorgen "outgesourct" und überläßt es dem Einzelnen dafür zu sorgen, daß er von seiner Arbeit leben kann- und private! Vorsorge fürs Alter aufbaut.
"Wir" haben halt keine Gewerkschaft und keinerlei Lobby und leiden unter Preisdumping in jederlei Hinsicht.

Aber das kann man nicht auf einen Konzern mit 140000 Beschäftigten übertragen;)
Auch wenn die Post bislang nur 6000 Beschäftigte "auslagern" will ist es nur eine Frage der Zeit bis noch mehr folgen.
Es ist nur logisch daß sich die Belegschaft wehrt, zumal es der Post nicht schlecht geht;)
Und den Funktionären ist es auch nicht vorzuwerfen wenn sie das Vorhaben der Post auf die Palme bringt.
Gespräche gab es wohl schon mehrere, aber die Postmanager haben sich stur gestellt.

Wie man sieht haben Gewerkschaften und ihre Funktionäre einen ganz miesen Ruf.
Der mag wohl manchmal berechtigt sein weil es in der Vergangenheit, noch vor der "Globalisierung" (die heute als Todschlagargument dient) z.T. unglaublich weltfremde Forderungen der Gewerkschaften gab.
Oder denken wir an England, wo ein ganzes Land drohte Zugrunde zu gehen weil viele Einzelgewerkschaften das Land in Einzelhaft nahmen.
M.Thatcher hat damit gewaltig aufgeräumt aber halt auch über die Stränge geschlagen.

Davon sind wir in Deutschland aber meilenweit entfernt.
In Deutschland (und woanders natürlich auch) wurde die Macht der Gewerkschaften gebrochen indem man ganze Bereiche in Einzel/Tochtergesellschaften umwandelte.
Damit konnten gleich mehrere Schnippchen geschlagen werden, neue Verträge, neue Tarife, kaum mehr einer der dreinredete, Angst unter den Beschäftigten gänzlich den Job zu verlieren und.....
natürlich vervielfachte sich dadurch auch die Zahl der "nötigen" Manager:D

Die Dimensionen, um die es in Deutschland geht gefährden nicht nur die Existenz von immer mehr Menschen sondern auch den sozialen Frieden.
Gedeckt und propagandistisch unterstützt von den Regierungen unter Schröder und Merkel.
Die Interessen der Unternehmen sind weit wichtiger als die Interessen der Belegschaften,
alles unter dem Deckmäntelchen der Globalisierung und "Wettbewerbsfähigkeit".
Was daraus geworden ist kann man an der immer weiter aufklaffenden Einkommenschere sehen.
Die dahintersteckende Idee, daß dadurch am Ende die Beschäftigten profitieren ist erst mal richtig,
leider sieht offensichtlich die Realität zunehmend anders aus.
Die Rechnung wurde ohne die Raffgier unserer "Eliten" gemacht.


OLiver

grmpf
29.06.2015, 13:15
Hallo Harald

Wer einen Streik als einziges legitimes Mittel zur Durchsetzung der Interessen von abhängig Beschäftigten in Zweifel zieht, sollte in einer konstruktiven Diskussion adäquate Alternativen anbieten.
Hi,

ich habe den Streik als solches nicht in Zweifel gestellt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass hier von der einen oder anderen Gewerkschaft bedenkenlos der Vorschlaghammer geschwungen wird, wo vielleicht auch der Haushaltshammer reichen würde. Aber es ist ja egal, wie viel nebenbei zerstört wird, die Betroffenen können sich eh nicht wehren. Das muss ich ggf akzeptieren, GEFALLEN muss es mir nicht und ich muss auch nicht AUF DAUER damit einverstanden sein.

Ost
29.06.2015, 13:30
Nein, das mußt Du nicht.
Allerdings in Betracht ziehen daß wir nicht Betroffene auch nur den Einblick in die Vorgänge haben die wir aus div. Medien ziehen können;)
Zum aktuellen Thema müßte also ein Betroffener (Postler) seine Sicht der Dinge schildern um sich ein umfassendes Bild machen zu können.

grmpf
29.06.2015, 14:00
Nein, das mußt Du nicht.
Allerdings in Betracht ziehen daß wir nicht Betroffene ...
Genau das ist der Punkt, wo ich nicht ganz bei Dir bin. Im Gegensatz zu den "normalen Streiks", bei denen sich der Streik und die Folgen in erster Linie zwischen Arbeitgeber und -nehmer abspielt, bin ich bei den Bahn/Post-Streiks durchaus betroffen. Mich persönlich trifft es zugegebenermaßen derzeit nicht besonders schlimm, aber frage mal, wie viele Leute ungewollt Urlaub nehmen mussten um die Kinder beim Kitastreik zu versorgen oder weil sie dank Bahnstreik nicht mehr sinnvoll in die Arbeit gekommen sind. Haben die eine Entschädigung bekommen oder die Möglichkeit, den "fehlenden" Urlaub nachzunehmen auf Kosten der betreffenden Gewerkschaften? Man darf/soll Verständnis für die Forderungen der Gewerkschaften haben, aber manchmal frage ich mich, ob die Gewerkschaft(sführung) außer Lippenbekenntnissen auch Verständnis für die "Nebenbeiopfer" hat.

Gast_93
29.06.2015, 14:13
naja...wenn ich mir so anschaue, wie denen die Mitglieder schwinden, dann verstehe ich die Gewerkschaften schon ab und zu zu streiken.
Bessere Verkaufsargumente gibt es nicht Mitglieder zu werden.
meine Frau leitet eine Kita, schon Hammer, wie da Angst gemacht wird...bei Personalversammlungen werden Gewerkschaftsmitglieder über einen ROTEN Teppich in die Halle-Versammlungsraum geführt...meine Frau dürfte da nicht drüber laufen, kein Gewerkschaftsmitglied.....

80 % der Mitglieder sind aus Angst dort, die wenigsten aus Überzeugung...

Ost
29.06.2015, 14:27
Angst vor was?

bie
29.06.2015, 14:37
Hmmm,


Genau das ist der Punkt, wo ich nicht ganz bei Dir bin. Im Gegensatz zu den "normalen Streiks", bei denen sich der Streik und die Folgen in erster Linie zwischen Arbeitgeber und -nehmer abspielt, bin ich bei den Bahn/Post-Streiks durchaus betroffen. Mich persönlich trifft es zugegebenermaßen derzeit nicht besonders schlimm, aber frage mal, wie viele Leute ungewollt Urlaub nehmen mussten um die Kinder beim Kitastreik zu versorgen oder weil sie dank Bahnstreik nicht mehr sinnvoll in die Arbeit gekommen sind. Haben die eine Entschädigung bekommen oder die Möglichkeit, den "fehlenden" Urlaub nachzunehmen auf Kosten der betreffenden Gewerkschaften? Man darf/soll Verständnis für die Forderungen der Gewerkschaften haben, aber manchmal frage ich mich, ob die Gewerkschaft(sführung) außer Lippenbekenntnissen auch Verständnis für die "Nebenbeiopfer" hat.

von wie vielen Streiks bist du denn in den - sagen wir mal - vergangenen 20 Jahren direkt betroffen gewesen?

Und das Gerede von "den Gewerkschaften":

Es ist doch so, dass eine Gewerkschaft aus vielen Mitgliedern besteht. Diesen wird nicht von der Gewerkschaftsspitze ein Streik verordnet, sondern in der Regel ist es so, dass die Gewerkschaft ihre Mitglieder befragt, ob für die Erreichung eines bestimmten Ziels gestreikt werden soll. Erst dann hat die Gewerkschaftsspitze ein Mandat, zum Streik aufzurufen.

Und dann hängt es auch davon ab, wer und wie viele mitmachen.

Ein Streik kostet - und zwar die Gewerkschaft und die Mitglieder. Jedes streikende Mitglied verzichtet in der Zeit des Streiks auf Einkommen. Das Streikgeld kann in der Regel den Lohn- bzw. Gehaltsausfall nicht vollständig kompensieren. Das bedeutet: Einem Mitglied muss es schon sehr wichtig sein, für eine Sache zu streiken - und zwar unter Inkaufnahme von persönlichen Nachteilen.

Jürgen Steinbach
29.06.2015, 15:32
naja...wenn ich mir so anschaue, wie denen die Mitglieder schwinden, dann verstehe ich die Gewerkschaften schon ab und zu zu streiken.
Bessere Verkaufsargumente gibt es nicht Mitglieder zu werden.
meine Frau leitet eine Kita, schon Hammer, wie da Angst gemacht wird...bei Personalversammlungen werden Gewerkschaftsmitglieder über einen ROTEN Teppich in die Halle-Versammlungsraum geführt...meine Frau dürfte da nicht drüber laufen, kein Gewerkschaftsmitglied.....

80 % der Mitglieder sind aus Angst dort, die wenigsten aus Überzeugung...

Was schreibst denn du da für einen Schmarrn zusammen:confused::confused::confused::confused:

Das hört sich ja an wie aus den düstersten Zeiten unserer Vergangenheit......

Aber keine Angst, denn von selbst steigen die Löhne nicht (https://www.verdi.de/themen/geld-tarif/++co++2a8c74e8-f0f0-11e0-55f7-0019b9e321e1)

Zum Thema:
Was mich aber so richtig ankotzt ist, das die "Kollegen" die NICHT in der Gewerkschaft sind, auch eine Lohnerhöhung bekommen wie ihre streikenden Gewerkschaftskollegen!

Ost
29.06.2015, 15:42
Für den Mitgliederschwund bei Gewerkschaften gibt es div. Gründe.
Frühverrentung z.B.
demoskopische Entwicklung
Trend zur Diensleistung
Aufsplittung von Betrieben in Untergesellschaften
prekäre Arbeitsverhältnisse
Leiharbeit
usw.
1 Punkt ist vielleicht auch Unzufriedenheit;)

Der fett geschriebene Punkt ist schillernd,
denn u.a. wird das gemacht um den Einfluss von Gewerkschaften zu minimieren;)
Und Kosten zu senken.
Man versetze sich mal in einen von der Auslagerung betroffenen Angestellten.
Auslagerung klingt erst mal besser als Arbeitslosigkeit:cool:
Da es heute trotz angeblichen Fachkräftemangel alles andere als einfach ist eine neue Arbeit zu bekommen,
nimmt man alles mögliche Inkauf:
niedrigere Löhne, längere Arbeitszeit, Verzicht auf Weihnachtsgeld usw.
Da muß man schauen wo man bleibt, Gewerkschaft kostet, das Geld hat man nicht mehr.

Nebenbei spart der Konzern wohl noch Steuern durch das interessant gestaltete neue Firmenkonstrukt.

Na, wer merkt was:D

Leider ist mein Schwager nicht hier angemeldet, jedesmal wenn wir uns treffen erzählt er neue Anekdoten seines Ulmer Großbetriebs

Jürgen Steinbach
29.06.2015, 17:10
Da muß man schauen wo man bleibt, Gewerkschaft kostet, das Geld hat man nicht mehr.


Der Mitgliedsbeitrag beträgt nach § 14 der v....-Satzung pro Monat 1 Prozent des regelmäßigen monatlichen Bruttoverdienstes, das geht ja noch finde ich.

Außerdem können Gewerkschaftsbeiträge als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden.;)

Wie dem auch sei, ich warte jetzt seit 3 Wochen auf Briefe und Pakete und werde auch noch einige Zeit auf diese warten müssen, was solls!:p

hänschen
29.06.2015, 17:34
Du solltest besser vom "konkurrenzlosen Dienstleistungsbereich" schreiben...
Bei Bahn/Post/... ist das Problem nicht vorhanden, weshalb hier - so hat es zumindest für mich den Eindruck - doch sorgloser gestreikt wird. Die als Kollateralschaden betroffenen Kunden haben ja im Regelfall kaum einen Alternative, egal wie sehr ihnen ans Bein gepinkelt wird. Deshalb sollte etwas mehr Augenmaß bewiesen werden als derzeit erkennbar ist. Ob wirklich unbefristet Streiks notwendig sind um die den Standpunkt klar zu machen, wage ich zu bezweifeln. Aber das werden Funktionäre, die sich selbst seit Jahren keine Gedanken um Arbeitsplatzsicherheit machen müssen, sicher besser wissen.

Drehen wir den Spiess doch mal um: ist es nicht so das die Eigentümer der betroffenen Betriebe einen Streik recht sorglos hinnehmen, oder welches private Unternehmen tut sich dies in diesem Umfang an?
Anders gesagt: hier lässt man einfach Mitarbeiter und Kunden am ausgestreckten Arm verhungern.
Seltsamerweise hört man in den Medien dazu kein Wort, den Befragten wird meist die Antwort direkt eingeflöst: "was sagen Sie zu den endlosen Streiks, ärgern Sie sich auch über die Streiks..."

Xare
29.06.2015, 17:53
[QUOTE=Ost;3757121]Für den Mitgliederschwund bei Gewerkschaften gibt es div. Gründe.


Na, wer merkt was:D

Hallo Ost,

Du hast vollkommen recht, da gibt es viel zu merken. z.B. durch die viel zu geringen Löhne bei den Arbeitnehmern (man muß sich mal die Vergleiche zu den europäischen Nachbarländern anschauen dann erschrickt man) werden entsprechend auch geringe Zahlungen in die Rentenkassen geleistet. Das wird in erster Linie Euch treffen wenn z.B. in 20 Jahren diese vielen Geringverdiener in die Rente gehen und damit Sozialhilfeempfänger werden. Dann müßt Ihr zahlen, Ihr seid der Staat, von Euch werden Steuern oder wie auch immer das dann genannt wird, erhoben. Ich sage deshalb Ihr, weil ich wahrscheinlich bis dahin, wenn das Problem richtig akut wird, schon die Radieserl von unten anschaue. Alleine aus diesem Grund sind die derzeitigen Streiks wichtig und notwendig auch für Euch alle die Interesse an unserer Gesellschaft haben.

Das wollte ich mal zu dem Thema los werden.

Xare

Ost
29.06.2015, 17:53
Der Mitgliedsbeitrag beträgt nach § 14 der v....-Satzung pro Monat 1 Prozent des regelmäßigen monatlichen Bruttoverdienstes, das geht ja noch finde ich.

Außerdem können Gewerkschaftsbeiträge als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden.;)

Wie dem auch sei, ich warte jetzt seit 3 Wochen auf Briefe und Pakete und werde auch noch einige Zeit auf diese warten müssen, was solls!:p

Ja, da kommen 3 Pizzen/ Monat zusammen die ich mir nicht mehr leisten will wenn ich plötzlich 20% weniger habe...
Alles relativ;-)

Ost
29.06.2015, 17:54
@ Hans,
vollkommen richtig.

@ Xare: ebenso

Jürgen Steinbach
29.06.2015, 18:35
Ja, da kommen 3 Pizzen/ Monat zusammen .....

Die machen den Bock dann auch nicht mehr fett.....:rolleyes:

Alles nur eine Einstellung......;)

Jürgen Steinbach
29.06.2015, 18:45
Mein Hirn streikt...http://www.cheesebuerger.de/images/smilie/konfus/p100.gif

Sorry Doppelt Gemoppelt

Dieter F.
29.06.2015, 19:38
Streikrecht ist ok und das muss ja auch sein. Auch ich bekomme seit drei Wochen nix mehr von der Post, während im Ort nebenan die Postautos rum fahren, Freunde und Kollegen haben alle in diesem Zeitraum hin und wieder mal was bekommen und ich warte auf meine Sachen vergebens und ärgere mich nun inzwischen über diesen Streik. So gehts sicher vielen, ich weiß. Aber wie lange soll das so weitergehen? Die Post stapelt sich irgendwo und muss letztendlich doch gebracht werden, wem hilfts also auf diese Art? Und warum werden überhaupt noch Sendungen angenommen, wenn gestreikt wird- mir ist das alles zu blöd und ich habe bald kein Verständnis mehr für diesen Streit.

flo
29.06.2015, 19:40
Hi

Die Frage ist doch wie ich millionen Schäden in der Gesellschaft für 100 Euro/Monat mehr rechtfertige.
Von mir wird Solidarität verlangt weils mir viiiel zu gut geht... na da macht man halt mal duzende Betriebe kaputt lässt Waren für Millionen verrotten haupsache meinem Postler geht es 5 Bier besser. Da geht es mir echt gut dabei. Hätt er mich gefragt, hätt ich ihm nen Zehner geschenkt ( Jup ich hab n Herz ich Spende auch recht viel etc..) - jetzt wünsch ich ihm Harz 4
Wie vorher schon erwähnt is für mich der gelbe ######verein gestorben.
Die sollen ihren Arbeitgeber bestreicken nicht die Kunden!!

Meiner Meinung nach sollten wir streicken und mal unbefristet keine Pakete Briefe mehr mit der Post versenden.
E-mail und Hermes / Ups etc machen es möglich.

Evtl zeigt sich Verdi ja solidarisch mit uns.


Flo

Ost
29.06.2015, 20:20
Hast Du immer noch nicht mitbekommen wieso die streiken?

montcorbier
29.06.2015, 21:15
Den Streik bei der Post hätte es aller Wahrscheinlichkeit nicht geben müssen, wenn die "Großkopferten" nicht die Belegschaft in neu geschaffene Unternehmen und Arbeitsangebote auslagern und dort zu neuen schlechteren Bedingungen (Lohnverzicht) beschäftigen.


Der Fisch fängt vom Kopfe an zu stinken! Nicht die Streikenden sollte man schelten...


Gruß
Monti

e-yello
29.06.2015, 22:41
Hast Du immer noch nicht mitbekommen wieso die streiken?


Für mein Empfinden streiken die Postler wie auch die Lufthansapiloten und bedingt auch die Lokführer für die Beibehaltung althergebrachter Privilegien......

Die Postler wehren sich dagegen nach dem Transport-und Logistiktarif vergütet zu werden obwohl ihre Tätigkeit ziemlich genau diesem Berufsbild entspricht... der Haustarif der Deutschen Post war bisher aber weit besser dotiert..

Ähnlich bei den Lufthansapiloten und ihrer Vorruhestandsregelung....

Diese "Privilegien" haben sich die Betreffenden zum Teil hart erarbeitet, bzw.sie haben diese von ihren Vorgängern (die sie sich hart erarbeitet haben) übernommen.... sie haben das Recht und die Möglichkeit dafür zu kämpfen, ich persönlich nehme etwaige,sich daraus für mich ergebende, Unannehmlichkeiten ohne Kritik hin......

Allerdings kann ich dabei keinen edlen Kampf für die Allgemeinheit erkennen, keinen Rächer der Enterbten, keine Solidarität mit anderen Beschäftigten des gleichen Gewerbes und keine gemeinsame Front gegen die Ausbeuter.......

Vielmehr geht es um die Erhaltung der eigenen Pfründe.......

Verständnis kann ich dafür aufbringen...Solidarität eher nicht...


Gruss
Yello

hänschen
29.06.2015, 23:05
Den Streik bei der Post hätte es aller Wahrscheinlichkeit nicht geben müssen, wenn die "Großkopferten" nicht die Belegschaft in neu geschaffene Unternehmen und Arbeitsangebote auslagern und dort zu neuen schlechteren Bedingungen (Lohnverzicht) beschäftigen.


Der Fisch fängt vom Kopfe an zu stinken! Nicht die Streikenden sollte man schelten...


Gruß
Monti

Genau das will eben keiner hören, auch, dass die Rentenkassen durch Niedriglöhne geplündert werden. Unsere Nachkommen sind zwar alle hoch gebildet, oft studiert, kapieren aber nicht was abgeht.
Naja, das ist Ihr Problem, meines nicht mehr.

flo
29.06.2015, 23:06
Ost
da du offensichtlich mich ansprichts:

Doch hab ich - nur warum werd ich und tausende andere um Millionen Euro geschädigt damit irgend ein Typ ohne Schulabschluss 100 euro mehr kriegt? Is da irgend ein Maßstab für dich zu erkennen ? Erklärs mir bitte denn so redet nur jemand der nicht betroffen is -Punkt.
Ich denk einfach mal du bekommst in deinem Kaff Post .

Die sollen Ihren Arbeitgeber bestreiken und,wie nun schon mehrfach von mir wiederholt, sollen sie mal ihr ############# einschalten und nachdenken- solange sie brav weiterhin Pakete annehmen is es ihrem Arbeitgeber total wurscht- die Umsätze haben sich nicht verändert.
Dann werd ich und andere einfach weiter bestreikt?- Ja ,dann merkst der aber Arbeitgeber schon ??- Echt?? -Waum, Geld kommt doch-alles Palletti.. ich glaub DU hast noch nix verstanden.
Der Leidtragende bin ich und andere, die für eine Leistung IM VORAUS BEZAHLT halben, wir sind "colateral Damage" wie es so schön heisst. Und offensichtlich der ach so sorgenden, sozial eingestellten Verdi herzlich egal .

In der Freinen Wirtschaft heist sowas schlicht Arbeitsverweigerung und wird mit fristloser Kündigung geahndet.
Und ja - ich bin - zum Glück- seit 25 Jahren Selbständig und werd für geleistete Arbeit bezahlt nicht für versprochene und nicht nicht für Geiselhaft und Faulheit- Was hindert die eigentlichdaran jezt mal zum Spass deinen Bezirk für 4 Wochen zu bestreiken und mir endlich mal weider was zu schicken - wofür sie vor 4 Wochen von mir bezahlt wurden? Dummheit, Faulheit oder Solidarität( - zu wem???) oder alles drei??

Ich hoff sie streiken noch lang - ehrlich - aber Deutschland-weit, und im Wechsel der Bezirke, sonst bringt das nix - ausser das du weiterhin deine Post erhällst und mir sagst ich soll mich solidarisch zeigen...

Denn je länger sie Streiken, desto mehr Kunden verlieren sie bei DIESER Taktik- und desto schneller kriegen sie was sie verdient haben .- Harz4

Flo

montcorbier
30.06.2015, 06:43
Liebster Flo,

glaube kaum, daß du in einem Lande dein Leben fristen magst in dem streikende Arbeiter an ihren Arbeitsplatz zurück geknüppelt werden.
Man sollte froh darüber sein, daß es in diesem Lande so etwas wie "soziale Marktwirtschaft" gegeben hat. (Ich schreibe nun extra in Vergangenheitsform, denn die Entwicklungen zeigen eher auf eine Ausbeuterei der neoliberalen Ideologen und einem entfesselten Raubtierkapitalismus).
Wie sagte man mir "früher" immer, wenn den Herrschaften meine Meinung nicht passte und sie mit ihrem bißchen Latein am Ende: "Geh doch in die DDR!" .
Ich könnte nun genauso "argumentieren", dann geh halt nach China, dort existieren keine "Arbeitnehmerrechte". Das wäre doch das "gelobte Land", oder? Ob es dir dort besser erginge wage ich allerdings zu bezweifeln! ;)

Ich weiß wie es ist Arbeitnehmer zu sein, ich weiß wie es ist Selbständiger zu sein.;)

Zudem bin ich selbst Betroffener, was diese ganzen Streiks der Bahn und der Post der letzten Monate angeht. Dies gar in mehrfacher Hinsicht im privaten und im geschäftlichen Bereich. Natürlich ärgere ich mich darüber, aber...

...es gibt wahrlich schlimmere Dinge! Schlimmer empfinde ich, daß man mit seiner Hände Arbeit kein Auskommen mehr findet und vom Niedrigstsalär auch noch Lohneinbussen hinnehmen soll, während die "Köpfe" sich mit Millionen "abfinden", obwohl sie für den Niedergang einst blühender Firmen verantwortlich sind. Heuschrecken gleich ziehen sie durchs Land und hinterlassen Verwüstung.
Nö, eine solche Entwicklung will und brauche ich nicht! Leben und Leben lassen war bisher meine Devise.



Gruß
Monti

Ost
30.06.2015, 07:25
@ Flo,
auch ich bin betroffen denn ich warte auf mehrere Displays die ich bei meinen Kunden einsetzen wollte und nicht kann.
Auch ich hadere also mit der Post;)

Deine Aussagen finde ich nicht OK.
Ohne Schulabschluß, Millionen Schäden nur dass ein solcher 100€ mehr hat......
Erst mal geht es darum dass 6000 Menschen nicht 20% weniger haben werden wobei das ja erst der Anfang ist.
Dass andere darunter leiden wenn die Beschäftigten eines großen Dienstleisters streiken....logisch.
Aber wieso sind daran nur die Streikenden Schuld?
Sitzen nicht die Konzernlenker auf so einem hohen Ross dass ihnen ihre Kundschaft völlig egal ist?
Deine Wut kannst Du also mind. genauso an den Postmanagern auslassen,
denn die haben mit ihrem Vorhaben diesen Streik zu verantworten!

Denk mal auch darüber nach.

Oliver

Ost
30.06.2015, 07:32
Für mein Empfinden streiken die Postler wie auch die Lufthansapiloten und bedingt auch die Lokführer für die Beibehaltung althergebrachter Privilegien......

Die Postler wehren sich dagegen nach dem Transport-und Logistiktarif vergütet zu werden obwohl ihre Tätigkeit ziemlich genau diesem Berufsbild entspricht... der Haustarif der Deutschen Post war bisher aber weit besser dotiert..

Ähnlich bei den Lufthansapiloten und ihrer Vorruhestandsregelung....

Diese "Privilegien" haben sich die Betreffenden zum Teil hart erarbeitet, bzw.sie haben diese von ihren Vorgängern (die sie sich hart erarbeitet haben) übernommen.... sie haben das Recht und die Möglichkeit dafür zu kämpfen, ich persönlich nehme etwaige,sich daraus für mich ergebende, Unannehmlichkeiten ohne Kritik hin......

Allerdings kann ich dabei keinen edlen Kampf für die Allgemeinheit erkennen, keinen Rächer der Enterbten, keine Solidarität mit anderen Beschäftigten des gleichen Gewerbes und keine gemeinsame Front gegen die Ausbeuter.......

Vielmehr geht es um die Erhaltung der eigenen Pfründe.......

Verständnis kann ich dafür aufbringen...Solidarität eher nicht...


Gruss
Yello

Du kannst es Pfründe nennen.
Ist es aber nicht so dass die Lebensplanung von 140000 Postmitarbeitern sich nach dem Gehalt richtet?
Und ist es nicht so dass die Beschäftigten der Logistik Branche allesamt unterbezahlt sind?

Das ist die Krux in diesem Land!
Der ganze Lohnsektor steht seit mind. 1 Jahrzehnt unter Druck und immer mehr Menschen bekommen deswegen Probleme.
Übrigens nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa, das unter den Dumpinglöhnen der Deutschen leidet.
Die Gehirnwäsche der Agenda 2010 wirkt offensichtlich nach;)

Oliver

PS. Ich denke dass das Lohndumping in D. hauptverantwortlich dafür ist dass GeizIstGeil heute mangels Geld so ausgeprägt in D. ist.
Es ist schlicht eine Notwendigkeit um den eigenen Lebensstandard einigermaßen zu halten.
Doch auf Dauer geht diese Rechnung nicht auf.
U.a. habe auch ich immer weniger trotz mehr Arbeit.
In der Masse bedeutet das eine Abwärtsspirale in der wir längst drinstecken.

BA-Biene
30.06.2015, 09:52
für 100 Euro/Monat mehr

es geht hier nicht um 100€ mehr, es geht darum das die Beschäftigten nicht bereit sind,
Einbußen beim Lohn von 200-300€ hinzunehmen, dazu kommt dann noch der Wegfall von
Urlaubs- und Weihnachtsgeld/13.Monatsgehalt, und je nachdem wie der Übergang in die
neuen Gesellschaften vollzogen wird, können dann bei langfristig Beschäftigten die
verlängerten Kündigungsfristen verloren gehen, von daher hab ich volles Verständnis
für den Streik, wenn sie dem Arbeitgeber jetzt nicht Einhalt gebieten können, haben sie
für die Zukunft verloren

Flo wenn du seit 4 Wochen keine Post erhältst, warum beschwerst du dich dann nicht
bei der Post? Schließlich ist es deren Aufgabe, mit den vorhandenen Mitarbeitern, den
Betrieb weitgehend aufrecht zu erhalten. Wenn in einigen Zustellbereichen seit Wochen
nicht zugestellt wird und in anderen praktisch keine Auswirkungen des Streiks sichtbar
sind, dann ist das für mich ein Zeichen von schlechter Organisation oder es ist gewollt,
um den Rückhalt in der Bevölkerung für den Streik zu minimieren.

der Arbeitskampf war im Vorfeld abzusehen, daher konnte man sich darauf einstellen
und auf einen anderen Dienstleister ausweichen, einige Versender haben das ja auch
gemacht, jetzt die Schuld den Streikenden zu geben weil man selbst und der
Geschäftspartner nicht richtig auf die absehbare Situation reagiert hat, ist wohl der
falsche Weg

mfg Rene

hänschen
30.06.2015, 10:38
... damit irgend ein Typ ohne Schulabschluss 100 euro mehr kriegt? ...Flo

Hier zeigt sich die ganze Einstellung:

- wer keinen Schulanschluss hat, ist nichts wert, soll sich also mit Almosen irgenwie durchschlagen. Nur: wohin soll das führen, wer zahlt noch Sozialbeiträge, wer kauft noch Dienstleistungen, Waren?

- 100.-€ sind nichts...: klar, das reicht gerademal für ein, zwei Servos, die bezahlen wir aus der Portokasse, nur: Geringverdiener haben keine Portokasse.



Ich komme mir hier oft vor wie im Club der Grosskopfeten BWL und Jura Naturtalente, die mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden.

Ost
30.06.2015, 11:02
Die Diskussion zeigt dass unsere Gesellschaft krank ist.
So schafft sich Deutschland selber ab.

Ich will keinen Wohlfahrtsstaat wo keiner mehr arbeiten muss.
Ich will aber auch keinem Staat wo man von ehrlicher Arbeit immer schlechter leben kann!
Und da ist der Schulabschluss außen vor, denn den braucht man nicht für jede händische Arbeit.

Oliver

guckux
30.06.2015, 11:44
Guckux Oliver


Und da ist der Schulabschluss außen vor, denn den braucht man nicht für jede händische Arbeit.

nicht nur - viele wollen sich auch nicht mehr die Hände schmutzig machen! Aber getan werden muss es - nur kosten darf es nichts!

Betrifft zwar die Geschichte der "Steuersenkung" als Erklärung, ist aber auch umgekehrt nach meinem Verständnis verwendbar - wenn flo den Text versteht und ihn umkehren kann, versteht er vielleicht, worauf wir raus wollen:

In einer Eckkneipe trafen sich jeden Abend 10 sozial eingestellte Freunde und zahlten ihr Besäufnis sozial gerecht und gemeinsam gemäß unserem Steuersystem. Es kostete täglich 100 Euro. Das sah dann so aus:
Die ersten Vier zahlten nichts.
Der Fünfte € 1.
Der Sechste € 3.
Der Siebte €7.
Der Achte € 12.
Der neunte € 18.
Der Zehnte, der Reichste € 59.
Da kam eines Tages der nette Wirt und sagte: Der Staat hat sozial gerecht die Steuern gesenkt, euer tägliches Besäufnis kostet jetzt nur noch 80 Euro. Die Kumpels einigten sich auch auf eine sozial gerechte Neuverteilung der Bierrechnung, und die sah dann so aus:
Die ersten Vier zahlten weiter nichts (Ersparnis 0%).
Der Fünfte zahlte auch nichts mehr (Ersparnis 100%).
Der Sechste € 2 Ersparnis 33%).
Der Siebte €5 (Ersparnis 28%).
Der Achte € 9 (Ersparnis 25%).
Der neunte € 14 (Ersparnis 22%).
Der Zehnte, der Reichste € 49 (Ersparnis 16%).
Jeder der bisherigen Zahler war besser dran als vorher. Aber als sie nach Hause gingen, fingen sie an zu vergleichen. Ich habe von der Verbilligung von 20 Euro nur 1 Euro gekriegt, sagte der Fünfte. Ich auch, sagte der Sechste. Der Siebte stimmte mit ein: Ja, es ist ungerecht, daß der Reichste 10 Euro Ermäßigung gekriegt hat von insgesamt 20 Euro. Und da schrieen die ersten Vier: Und was ist mit uns, wir haben gar nichts gekriegt. Und dann verprügelten alle den Zehnten, den Reichsten. Der kam dann am nächsten Tag nicht mehr in die Kneipe. Die anderen aber soffen wie bisher. Nur als es ans Zahlen ging, merkten sie, daß ihre Anteile nicht einmal für die halbe Rechnung ausreichten!

Ost
30.06.2015, 11:51
Der " Reichste" bringt heutzutage sein Geld " in Sicherheit".
Dann teilt er seine Firma in Einzelgesellschaften, spart noch mehr Steuern die ee " in Sicherheit" bringt und macht neue Tarife für die einzelnen Gesellschaften deren Angestellte froh sind nicht vollends auf der Straße zu sitzen.
Auch das gesparte Geld wird " in Sicherheit" gebracht.
Allerdings verdienen Grafiker und Designer daran dass neue, kunstvolle Logos entwickelt werden müssen.....

Gast_93
30.06.2015, 13:33
Der Schaden der angerichtet wird ist ein ganz anderer...bei uns läuft DHL als Standardlogistiker und DPD für spezielle Fälle...in der Vergangenheit war DPD für Privatanschriften kaum zu gebrauchen.... wir haben jetzt mal ein wenig auf dpd umgesattelt und mussten feststellen, dass es besser läuft den je....livetracking und vieles mehr, alles kein problem mehr, das ganze mit einen Ansprechpartner für uns im Depot, mit dem gleichen Abholfahrer der deutsch spricht seit mehreren Jahren. Und auch die Kundenakzeptanz ist gestiegen.
Bei der Post ist es so, dass die Abholer bei uns mittlerweile kein deutsch mehr können, die Pakete werden zu 70 % nicht am gleichen Tag ins Depot gefahren werden und vieles, vieles mehr.
Eine Reklamation bringt gar nichts, alles unantastbare bei DHL.
Alleine mir sind 10 Firmen bekannt, die ihr Volumen mittlerweile mit alternativ Paketdiensten zustellen lassen, die meisten als DPD Kunden, sind zufriedener als DHL....
Einzig die Samstag zustellung ist noch ein Vorteil, was allerdings durch die Abholmisere eh hinfällig ist.
Der Schaden ist enorm und alle die, die jetzt gewechselt sind und zufrieden, kommen nicht wieder.
Die Mitarbeiter sägen sich also am eigenen Ast...
Und was die Schulbildung angeht...mir isses wurscht welche Schuldbildung jemand genossen hat, nur die Erwartungshaltung das jeder Depp 2000 Euro netto verdienen können muss, nervt.
Es wird immer eine untere Lohngruppe geben, ich kenne viele die sind da noch drinne, aber auch einige die haben den Arsch hochbekommen und sich weitergebildet und haben jetzt ein schönes Auskommen.
Leistung soll und muss belohnt werden, basta.

Stein Elektronik
30.06.2015, 14:14
Meine Erfahrung bei DHL:

Zu Anfang nach der Firmengründung die Pakete im nächsten Postamt eingeliefert. Als die Mengen dann zu groß wurden, Kundendienst DHL kontaktiert und Paketmenge mitgeteilt.

Antwort:
Für diese Mengen müßten wir extra ein Zustellfahrzeug zu Ihnen schicken, die anderen Touren sind ausgelastet und der normale Paketzusteller, der eh bei Ihnen jeden Tag Pakete zustellt, bekommt diese Mengen nicht mehr ins Fahrzeug. Macht für uns zur Zeit keinen Sinn. Wir haben in Ihrer Region kein zusätzliches Fahrzeug frei.

Ja Super, Kunde droht mit Auftrag ! Klar, ich sitze nicht gerade in einer Großstadt aber das war ne coole Nummer.

Dann Wechsel auf UPS

Service war erstklassig, Fahrer waren sehr freundlich und vor allen Dingen auch gebildet (waren wohl einige Studienabbrecher dabei)
Handling absolut professionell, sowohl Inland als auch Ausland.

Dann Problem mit Gefahrengut (große Lipos)

Wieder mal große Rundrufaktion...Ergebnis:

DHL = Machen wir grundsätzlich nicht
UPS = Machen wir grundsätzlich nicht

DPD = Welche Paketmengen insgesamt ? Kommen Sie mit Ihrem Paketaufkommen komplett rüber zu uns ?
OK, dann kein Problem. Gefahrgutbeauftragter gibt Ihnen Infos, EDV Abteilung kümmert sich um die Anbindung der EDV. Können wir sonst noch was für Sie tun ???

Zustellung bisher absolut einwandfrei. Privatkunden haben die Möglichkeit, die Pakete umleiten zu lassen - alles ist gut.

Bei so viel Flexibilität kann DHL und die anderen mir gestohlen bleiben.

Wegen Lohnniveau:
Da muß sich DHL halt dem Wettbewerb stellen. Wenn die Lohnforderungen durch kommen, dann werden die die Preise anheben müssen und dann sind die bei vielen Unternehmen komplett raus.
Der Kunde mault ja jetzt schon rum, weil er 5,90 EUR für ein Paket zahlen muß !

Ich habe Verständnis, dass die Zusteller sauer sind, wenn sie weniger bekommen aber wenn DHL Kunden verliert, dann sind die Jobs komplett weg.

Gast_32271
30.06.2015, 14:52
wenn du mit einem höheren lohn beim arbeitsamt aufschlägst bekommst du auch mehr stütze,
von daher ist es mehr als konsequent erst einen nachschlag zu forden und dann zum zum arbeitsplatz adieu zu sagen


leider wird dhl überleben
gerade wegen der privatkunden mit wenig paketen,

die haben keine lust ständig den wechselnden hermes dpd oder gls shop hinterherzulaufen,
wo gestern noch ein shopbetreiber war ist heute leere,
grad GLS ist so ein spezialist - wenn du nicht da bist geht das paket in den nächsten shop auf der route,
wohlgemerkt den nächsten auf der route des fahrers, das kann für den kunden dann schom mal 8km mehr weg bedeuteten gegenüber den nächsten paketshop aus kundensicht,
ach ja und manchmal laden die die pakete auch im shop ab obwohl du zuhause bist ..... haben wohl keine lust zum klingeln oder liefern


man mag sich fragen warum .... es geht schneller, er spart die ortschaft oder das viertel oder die strasse anzufahren, dann triffst du alle nachbarn im paketshop .....
die shopbetreiber, die ja keinen paketshop sondern meist was anderes machen und das paketshop ding nebenher betreiben, haben manchmal lagerraum zu wenig, meiner am ort hat aufgegeben nachdem er eine doppelgarage voll mit paketen hatte die angeblich "wegen empfänger nicht zuhause" bei ihm angekippt wurden und er den spass daran verloren hat sich immer mit den kunden auseinander zusetzen die doch zuhause waren ...
dhl/post fährt die strasse sowieso wegen der briefe - da spart es nix

bie
30.06.2015, 15:00
Lieber Flo,


…In der Freinen Wirtschaft heist sowas schlicht Arbeitsverweigerung und wird mit fristloser Kündigung geahndet.…

entschuldige bitte, aber das ist gequirlte Kacke! Und der Rest deiner Einlassungen verrät, wieviel du über Arbeitsverhältnisse, Arbeitnehmerrechte und das Ungleichgewicht in tariflichen Auseinandersetzungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern weißt – oder besser: nicht weißt.

Dazu kommt dein Verständnis oder besser: Unverständnis für Menschen, die davon bedroht sind, in prekäre Arbeitsverhältnisse abgeschoben zu werden, die demnächst einfach mal so hinnehmen sollen, dass sie:

– 20% weniger Lohn erhalten

– 5 Tage weniger Urlaub

– indirekt damit verbunden eine schlechtere Rente (wegen geringerer Einzahlungen)

Die Lohnzurückhaltung in Deutschland hat in den vergangenen 20 Jahren dazu geführt, dass immer weniger Menschen von ihrer Vollzeitbeschäftigung anständig leben können, genügend Geld für ihren Altersvorsorge zurücklegen können, etc. pp.

Von den Auswirkungen, die das anerkanntermaßen auf die anderen Volkswirtschaften in Europa hatte, muss an dieser Stelle gar nicht geredet werden.

Und jetzt erdreisten sich diese Menschen - oder ein großer Teil davon unter Inkaufnahme persönlicher Nachteile (Lohnausfall) - dagegen zu protestieren bzw. zu streiken. Hölle auch!

matteusel
30.06.2015, 16:08
Danke Andy :) Mich hats auch in den Fingern gejuckt, aber du warst schneller!

Stein Elektronik
30.06.2015, 16:22
L
Die Lohnzurückhaltung in Deutschland hat in den vergangenen 20 Jahren dazu geführt, dass immer weniger Menschen von ihrer Vollzeitbeschäftigung anständig leben können, genügend Geld für ihren Altersvorsorge zurücklegen können, etc. pp.

Von den Auswirkungen, die das anerkanntermaßen auf die anderen Volkswirtschaften in Europa hatte, muss an dieser Stelle gar nicht geredet werden.

Und jetzt erdreisten sich diese Menschen - oder ein großer Teil davon unter Inkaufnahme persönlicher Nachteile (Lohnausfall) - dagegen zu protestieren bzw. zu streiken. Hölle auch!



Ja,

alle finden den globalen Wettbewerb toll und jeder will billig einkaufen.
Wir Unternehmer müssen uns diesem Wettbewerb stellen, Geiz ist ja bekanntlich geil.

Die Kehrseite ist, auch der Arbeitnehmer muß sich dem Wettbewerb stellen, denn irgendwann ist auch für den Unternehmer Geiz geil, weil ihm die Gewinne weg laufen.
Wir haben in DE ein hohes Lohnniveau und extrem hohe Lohnnebenkosten. Ihr müsst euch mal von dem Gedanken verabschieden, dass die Lohnspirale immer nach oben laufen wird.
Auch ihr steht im Wettbewerb mit den Arbeitnehmern aus anderen Ländern, die stellenweise weitaus schlechtere Arbeits- und Lohnbedingungen haben.

Jede Medaille hat 2 Seiten.

Hört sich komisch an, ist aber so....

turbinendruecker
30.06.2015, 16:54
grad GLS ist so ein spezialist - wenn du nicht da bist geht das paket in den nächsten shop auf der route,
wohlgemerkt den nächsten auf der route des fahrers, das kann für den kunden dann schom mal 8km mehr weg bedeuteten gegenüber den nächsten paketshop aus kundensicht,
ach ja und manchmal laden die die pakete auch im shop ab obwohl du zuhause bist ..... haben wohl keine lust zum klingeln oder liefern


:cry::D:D

informier dich mal - kannst bei GLS auch schriftlich einwilligen, dass die das Paket irgendwo bei dir hinstellen oder beim Nachbar abgeben. Die sind halt nicht so blöd wie DHL und machen das ohne schriftliche Genehmigung des Empfängers "einfach so". Die bösen Fahrer, was die sich manchmal erlauben tz tz tz tz. Wenn man den Schwachsinn hier so liest von machen könnte man glauben Paketdienstleister sind das "BÖSE". Seid doch froh dass es möglich ist für 6 Euro Waren innerhalb von einem Tag durch ganz Deutschland kutschieren zu können und sich das sogar noch an die Haustüre bringen zu lassen. Weiss nicht was ihr sonst so für Probleme habt, aber ich find das toll.

65gt
30.06.2015, 18:34
Hallo,
5,9€ Porto ? Ich glaube, die Transportbranche träumt davon !
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Großversender
wie Amaz... etc. das bezahlen. Da würde keine Portoflat funktionieren.
Bei vielen Sendungen ist der Wert des Inhalts geringer als das Porto WÄRE.
Die Paketdienste rutschen langsam in eine ähnliche Abhängigkeit wie die
Milchbauern. Oligopole haben der Wirtschaft noch nie gut getan, siehe die
gesamte Lebensmittelbranche, in der Aldi u.Lidl den Preis bestimmen.
Ach so, der Einwand der größeren Stückzahl der Massenversender zieht nicht :
der teuerste Schritt der Zustellung ist der letzte Schritt, nicht der Erste.
Gruß Martin ( selbständig, aber gesetzlich geknebelt )

Stein Elektronik
30.06.2015, 18:50
Naja,

eine Versandpauschale setzt sich üblicherweise zusammen aus reinen Transportkosten und dem Verpackungsmaterial und dem Lohn, den der Lagermensch bekommt.
Da sind 5,90 EUR auch nur mit Anlauf und Augen zu kostendeckend.

Am Versand macht kein Unternehmen Gewinn.

Was Amazon und Co. da macht und da gebe ich Dir Recht, ist nicht OK.
Ich denke mal, dass die Ihre Pakete um die 2,00 EUR pro Sendung raus schieben. Bei den Mengen werden die Logistikpartner ausgepresst.

Machen die Logistiker nicht mit, dann sind die weg vom Fenster. Also läßt Du dich auf die Nummer ein und mußt dann sehen, dass Du wiederum Deine Mitarbeiter im Preis drückst.
Machst Du das nicht, dann gehen die mit ihren Logistikzentren halt in irgendein Schwellenland, wo die armen Irren auch für 4 EUR und weniger die Stunde arbeiten.

Und da sind wir wieder beim globalen Wettbewerb, der halt auch jetzt den Arbeitnehmer zu anderen Preisen (Löhnen) zwingt. Und genau diese Nummer läuft im Moment bei DHL ab.
Und wenn die das nicht schaffen, dann werden halt Bereiche, die rote Zahlen bringen dicht gemacht und Leute entlassen.

Wen störts ? Keine Sau, es erscheinen in regelmäßigen Abständen Skandalberichte in den Medien über Amazon und Co. oder den Transportdienstleistern.....und wie die Mitarbeiter doch ach so ausgebeutet werden...blablabla..
Dann geht ein Aufschrei der Empörung durch das deutsche Volk und kaufen tun sie trotzdem dort. Ist halt billig und die Pakete sind am nächsten Tag da.
DHL ist in der aktuellen Situation wohl kaum auf den globalen Markt überlebensfähig.

Willkommen in der wundersamen Welt der globalen Wirtschaft und ich finde es gut, dass auch mal der Arbeitnehmer merkt, was er mit seiner immer bekloppter werdenden Sucht nach billigen Preisen anrichtet.

Schönen Abend noch

Ost
30.06.2015, 19:24
Du hast vollkommen recht,
unter einem Gesichtspunkt:
Die Post macht Miese.

Tut sie aber m.I. nicht, sie steigern auch 2015 den Gewinn.

Man kann das Ganze auch mal andersrum sehen:
höhere Löhne in derselben Branche haben auch einen Sogeffekt.
D.h. wenn der Job bei der Post finanziell mehr bringt wollen weniger bei der schlecht zahlenden Konkurrenz anfangen.

Wenn ich mir D. anschaue gibt es trotz der angeblichen FastVollbeschäftigung einen stetigen Zustrom von Menschen die jeden Job annehmen.
DHL Auslieferer hier sind allesamt Ortsansässige.
Alle! anderen Lieferanten sind meist Typen die verdächtig nach IS aussehen.
Kein Wunder,
beauftragen doch die anderen Zustelldienstleister Subunternehmen mit der Auslieferung.
GLS oder Hermes fast zu 100%.

Man sollte sich halt mal auch die Frage stellen in welchem Land wir leben wollen?
Globalisierungsdruck ist ein Todschlagargument das bei mir nicht zieht.
Wenn wir doch soooo hohe Lohnkosten haben und viel zu teuer sind,
warum sind wir dann nicht wie Greece pleite sondern eilen von einem Exporthoch zum nächsten?
Die Antwort ist einfach:
Löhne sind nicht alles;-)

Auch die Schweiz müsste seit 1 Jahrzehnt absolut pleite sein bei deren Lohnniveau, das oft doppelt so hoch ist wie bei uns.

Löhne generieren Nachfrage und wenn man Löhne immer weiter drückt dann sinkt die Nachfrage.
Ne zeitlang kann man das durch Geiz kompensieren.
Irgendwann aber kommt der Abstieg.
Hast Du auch noch die " Zwiebel" in der Schule gelernt wie ich, den " Wohlstandsbauch"?

Das hat sich in den letzten 15 Jahren RADIKAL gewandelt.
Sicher, es gibt einen gewissen Globalisierungsdruck,
wieso aber werden die obersten 1000 seither überproportional reicher?

Welches Land wollen wir?
Ein Vorbild wie bisher oder eines von vielen die nix mehr wert sind?

Oliver

hänschen
30.06.2015, 23:37
Dann geht ein Aufschrei der Empörung durch das deutsche Volk und kaufen tun sie trotzdem dort. Ist halt billig und die Pakete sind am nächsten Tag da.

Aus eben diesen Gründen kaufe ich dort schon seit Jahren nicht mehr, gute Preise und schnelle Lieferung gibts auch woanders, im Buchhandel selbst bezahle ich 0 Portokosten, kann am nächsten Tag abholen.

turbinendruecker
01.07.2015, 11:36
im Buchhandel selbst bezahle ich 0 Portokosten, kann am nächsten Tag abholen.

Stimmt, die holen meines Wissens nach die Bücher zu Fuss aus der Druckerei. :rolleyes:

uscha
01.07.2015, 19:54
Stimmt, die holen meines Wissens nach die Bücher zu Fuss aus der Druckerei. :rolleyes:

Nee. Die schicken aber auch keine der Amazonen los. Von Hans über Oliver zu Stein im Kontext nur über drei Beiträge zu folgen war nicht möglich?:rolleyes:
Meinen Respekt hast du.;)

Waco3w140
02.07.2015, 08:54
Ich warte auch noch auf ein Paket, mal schauen wie lange es dauert, bis es bei dem Caos geliefert wird,,,,,,,,,,,,

Dieter F.
02.07.2015, 16:51
Tolles Foto :rolleyes:
Der ganze Streik ist in dieser Form ein Schmarrn und nur Gestochere. Die Pakete und Briefe werden angenommen und ausgetragen wird dann letztendlich doch noch alles ( hoffe ich zumindest). Diejenigen, die jetzt streiken, dürfen dann alles wieder reinarbeiten- wer hat den Schaden? Das kann sich jeder selbst beantworten. Was soll das ganze also noch?

KD-Modelltechnik
03.07.2015, 07:43
Guten Morgähn,

ich hab's mir tatsächlich angetan und hab hier ein paar Seiten mitgelesen. Ehrlich gesagt, ich hab mich bei so manchen Ansichten mehr als erschrocken.
Scheinbar sind wir alle schon weichgespült und alles scheint "alternativlos".
Ich kann's nicht fassen, dass man quasi das Streikrecht in Frage stellt :eek:
Ebensowenig kann ich's nicht fassen, dass man nach dem Motto "der hat halt in der Schule ned aufgepasst" hinnimmt, dass sich jemand den ganzen Tag krumm macht, und als "Aufstocker" dann doch noch von uns allen subventioniert werden muss. :(

Liegt's wirklich nur an der Sparsucht der Verbraucher? Sicherlich auch, aber im Fall von DHL liegt das wohl eher an Gewinnoptimierungsmaßnahmen, denn wo käme man hin, wenn die Post-Aktie ins Trudeln käme?! :rolleyes:
Was der Post durch den Streik letztlich an finanziellem Schaden entstanden ist (auch nachhaltig), kann man nur erahnen ...ich bin mir sicher, er ist immens! Das ist aber meiner Meinung nach GUT so, denn alle Parteien hätten sich auch auf einen gesunden Kompromiss einigen können ...ohne Streik.
Vielleicht tritt nun durch diesen Streik auf Managementebene ein Umdenken (auch für die Zukunft und auch bei anderen Firmen) ein. Wenn wir alle immer nur "ja" und "amen" zu allem sagen würden, dann können wir uns gleich alle als Sklaven darbieten ....reicht doch, wenn der Arbeitgeber ne Scheune als Schlafgelegenheit und Haferschleim als Nahrung bereitstellt (schließlich geht's doch nur ums (über)leben). Das betrifft nicht nur Arbeitnehmer/Angestellte sondern letztlich auch uns Selbstständige.

Noch was grundsätzliches zu DPD/DHL und wie sie alle heißen mögen. Ich persönlich bin wieder zu DHL übergegangen, da DPD (zumindest hier) unberechenbar ist (sowohl was Zuverlässigkeit der Abholung angeht, als auch die Preise durch variable Zuschläge). Das wichtigste allerdings: die Akzeptanz von DHL auf Kundenseite ist nach wie vor am höchsten (was ich absolut nachvollziehen kann, denn bei DHL kann ich die Uhr nach dem Paketboten stellen, und wenn ich nicht zuhause bin, steht das Paket entweder an meinem Wunschort, oder ich kann's in der 1km entfernten Filiale am gleichen Tag abholen).

Gruß Dieter

Ost
03.07.2015, 07:59
Offensichtlich muß das Management keine Einbußen befürchten während etliche Mitarbeiter die hinnehmen um solidarisch zu sein;-)

Übrigens:
ein derartiger Streik ist immer auch eine Niederlage/ Versagen des Managements!

Denkt mal darüber nach wieso ;-)

aibex
03.07.2015, 08:08
Ist denn immer noch Streik ?

Am Mittwoch beim Himmlischen bestellt, mit DHL versendet, heute Morgen in Luxemburg angekommen.

Oder wird nicht überall gestreikt?

KD-Modelltechnik
03.07.2015, 08:12
Offensichtlich muß das Management keine Einbußen befürchten während etliche Mitarbeiter die hinnehmen um solidarisch zu sein;-)

Übrigens:
ein derartiger Streik ist immer auch eine Niederlage des Managements!
Denkt mal darüber nach wieso ;-)

Das Management hat halt nur ne Halbwertszeit von wenigen Jahren. Da zählt (wie in der Politik) oftmals nur der kurzfristige "Erfolg".
Umso perplexer war ich, dass in den eigenen Reihen der Postler "denkbefreite" sich haben vorletzten Sonntag mit doppeltem Lohn und Sonderzulage bereit erklärt, Pakete auszufahren.


Ist denn immer noch Streik ?

Am Mittwoch beim Himmlischen bestellt, mit DHL versendet, heute Morgen in Luxemburg angekommen.

Oder wird nicht überall gestreikt?

Betrifft nur bestimmte Standorte bzw. Umschlagplätze. Hier in Hof geht auch alles reibungslos seinen Gang der Gänge.

Gruß Dieter

Claus Eckert
03.07.2015, 08:18
Hallo

Gestern kam eine DHL-Lieferung innerhalb 24 Stunden nach Bestellung. :eek:

DPD zum gleichen Zeitpunkt bestellt, kommt heute. :D

Stein Elektronik
03.07.2015, 08:33
Bei mir wird auch zugestellt.

Scheinen aber Aushilfen und Schüler zu sein. Den Burschen , der im Moment zustellt, habe ich scherzhaft gefragt, ob er überhaupt schon einen Führerschein hat ;)

Claus Eckert
03.07.2015, 08:39
Bei mir ist es ein Bekannter aus dem Dorf. Der ist Beamter......

hänschen
03.07.2015, 09:29
Bei mir wird auch zugestellt.

Scheinen aber Aushilfen und Schüler zu sein. Den Burschen , der im Moment zustellt, habe ich scherzhaft gefragt, ob er überhaupt schon einen Führerschein hat ;)

Es ist Sommer, Urlaubseit, da sind immer Schüler und Studenten als Aushilfen tätig.

Dieter F.
03.07.2015, 15:27
Betrifft nur bestimmte Standorte bzw. Umschlagplätze. Hier in Hof geht auch alles reibungslos seinen Gang der Gänge.

Gruß Dieter

Da kann man ja dann leicht loben ;) Das Streikrecht ist völlig in Ordnung und auch nötig, aber es kommt halt auch darauf an, wie man es anwendet. Während bei vielen der Streik scheinbar keine Auswirkungen hat, bekommen andere seit Wochen nichts mehr! Da sollte man dann doch lieber überall gleichzeitig in den Streik treten oder aber die Schwerpunkte auch unangemeldet in andere Regionen, am besten in Ballungsräume, verlegen. So hat dann wenigstens jeder mal was davon ;) und die Post kann sich nicht so leicht darauf einstellen. Mir geht dieser Streik persönlich total auf den Keks, solage es immer die gleichen trifft und noch Pakete und Sendungen angenommen werden, als sei nichts im Gange. Finanzieller Verlust? Pakete und Briefe gehen doch weiterhin über den Schalter? Solidarität? Wer mit wem? Was geht bei vielen vom Streik betroffenen Sendern und Empfängern den Bach runter, weil nix kommt? Irgendwo sind da auch die Grenzen mit dem Verständnis für den Streik erreicht. Postler, einigt Euch endlich mal!
Ich warte auf ein paar Sendungen und auch auf Briefpost- und das schon seit über 3 Wochen...:rolleyes:

Gruß
noch ein Dieter

Ost
03.07.2015, 16:24
Heute verhandeln sie doch.....
die Chefs haben schon vorab gesagt daß sie die Ausgliederungen beibehalten möchten.
Ja, der Schaden ist enorm- scheint den Bossen egal zu sein.
Haben sie vielleicht von Merkel und Kohl gelernt?
Alles aussitzen:D
Deswegen hat heute ganz Deutschland den Schaden- außer denen, die ihre Schäfchen "in Sicherheit" gebracht haben:D

Wenn die Postler nachgeben und die Auslagerungen auf Logistiglohn Niveau mit der Zeit ausgeweitet werden,
dann kommen die anderen Lieferdienste ja ebenfalls unter Lohndruck.
Und so hat alles 2 Seiten.
Die Post würde rentabler werden auf Kosten anderer Dienste und schon haben wir eine weitere Lohnabwärtsspirale in Gang gesetzt.
Alles gaaaanz prima:cool:

Ost
03.07.2015, 17:16
Ob sich die Post Manager auch solche Gedanken machen wenn sie ihre Mitarbeiter in die Logistikgesellschaften runterstufen?
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/concierge-raffaele-sorrentino-ueber-personalfuehrung-a-1039779.html

darthkrass
05.07.2015, 21:44
http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/loehne-gehaelter/id_74614962/tarifeinigung-bei-der-post-streik-endet-diese-woche.html

Ost
05.07.2015, 22:22
Wenn ich das richtig verstehe behalten die ausgegliederten Postmitarbeiter den Posttarif.
Nur neu eingestellte Mitarbeiter werden dort mit dem Logistiktarif zufrieden sein müssen.
Warum nicht gleich so liebe Manager?

Claus Eckert
06.07.2015, 08:02
Falsch verstanden. ;) Keine Ausgliederung.


T-Online: Die Post verpflichtet sich aber, ihre aktuell im Unternehmen arbeitenden Paketzusteller beim Mutterkonzern zu behalten. Laut Verdi sind das rund 7650 Menschen. Nur neu eingestellte Beschäftigte können damit in die ausgegründeten Gesellschaften kommen.

Da die Regionalgesellschaften aber erhalten bleiben, wird es dort vermutlich eine fachliche und disziplinarische Zuordnung der Stammkräfte geben. Die personelle und tarifliche Zuordnung der Stammkräfte wird beim Mutterkonzern bleiben. Wenn in den Regionalgesellschaften aber auch Beamte sind, wird es noch mal kompliziert. Das ist aber bei den ehemaligen Postunternehmen ein bekanntes Konstrukt.

Ost
06.07.2015, 09:02
Verstanden hab ich es schon richtig, nur falsch formuliert
"die in den Ausgliederungsgesellschaften tätigen Postmitarbeiter";)

Bleibt die Frage weshalb man so lange hat streiken müssen.
Das geht auf das Konto der Manager!

udogigahertz
06.07.2015, 12:19
Wenn ich das richtig verstehe behalten die ausgegliederten Postmitarbeiter den Posttarif.
Nur neu eingestellte Mitarbeiter werden dort mit dem Logistiktarif zufrieden sein müssen.
Warum nicht gleich so liebe Manager?

Ich verstehe nicht, wieso dieser faule Kompromiss auch noch begrüßt wird?

Da hat eine bestimmte Personengruppe (Stamm-Postler) rein nur für IHRE eigenen Interessen gestreikt, völlig unsolidarisch, sowas!

Jetzt haben wir also 3 Klassen von bei der Post beschäftigten Mitarbeitern, die vielfach gleiche Arbeit machen, jedoch für völlig unterschiedlichen Lohn:

- Erstens die noch vorhandenen Beamten, die werden aussterben.

- Zweitens die "Stamm-Mitarbeiter" der Post, die ihre gegenüber den Beamten bereits deutlich verschlechterten Arbeitsbedingungen und Entlohnungen nun wenigstens beibehalten dürfen, bis sie, wie die Beamten, ebenfalls ausgestorben sind.

- Dann alle übrigen, die bereits jetzt bei "Tochtergesellschaften" ausgegliedert sind oder die sich zukünftig für einen Arbeitsplatz dort interessieren, die müssen am meisten für den wenigsten Lohn arbeiten. Die werden nicht aussterben, aber allmählich immer mehr werden.

Und das wird bejubelt?

Versteh ich nicht, wirklich nicht, es geht abwärts mit der deutschen Wirtschaftskraft, wir nähern uns dramatisch griechischen Verhältnissen.


Und das wird bejubelt?


Grüße
Udo

Claus Eckert
06.07.2015, 12:46
Da kenn ich aber auf Anhieb einige Unternehmen bei denen das ganz genau so ist.
Das hat weder die Post noch Verdi erfunden.
Richtig ist, dass die Arbeit in diesen Betrieben damit weniger wert wird.
Richtig ist auch, dass die politischen Rahmenbedigungen genau das zulassen.
Wenn man also was verändern möchte, dann an der Stelle.

Allerdings muss man dann auf "fadenscheinige Jubelmeldungen" wie "Exportweltmeister", "steigender IFO-Geschäftsklima-Index", "stärkste Volkswirtschaft", "steigendes Bruttosozialprodukt" oder "Rekord-Steuereinnahmen" verzichten lernen. ;)

Ahh Stop. Nein "Rekord-Steuereinnahmen" bleibt, denn wenn die Löhne steigen steigt auch die Haupteinnahmequelle Einkommenssteuer inkl. Progression. :D

Man kann es drehen und wenden wie man will. Verdi hat für ihre Mitglieder das maximale erreicht.

udogigahertz
06.07.2015, 13:12
Man kann es drehen und wenden wie man will. Verdi hat für ihre Mitglieder das maximale erreicht.

Eben. Und das stimmt mich tieftraurig, zeigt es doch unseren zukünftigen wirtschaftlichen Abstieg auf.

Wenn etwas genau SO auch andere machen, muss man das dann trotzdem doch nicht gut heißen, oder?

Du hast jedoch Recht: Der Staat gibt alle diese Einsparmöglichkeiten ja vor, die Firmenbosse müssten ja verrückt sein, wenn sie auf die Nutzung zum Sparen freiwillig verzichten würden, also muss hier der Staat eingreifen und die Agenda 2010 des Sozis Herrn Schröder wieder rückgängig machen. Machen die aber nicht.

Und warum nicht? Weil sie trotzdem immer wieder gewählt werden. Also ist die wählende Bevölkerung selbst Schuld an ihrem Elend, man sollte doch wirklich mal bei der nächsten Wahl sein Kreuzchen woanders machen, nur nicht bei CDU/CSU, SPD, Grünen und Freien Demokraten, die werden allesamt NICHTS ändern, wie die Vergangenheit beweist.


Grüße
Udo

Sebastian St.
12.08.2015, 13:15
Hallo

Gestern kam eine DHL-Lieferung innerhalb 24 Stunden nach Bestellung. :eek:

DPD zum gleichen Zeitpunkt bestellt, kommt heute. :D

Traumhafte Zustände , mir seint der Streik ist nur teilweise beendet , denn hier in Hamburg scheint es noch nicht angekommen das der Streik beendet ist :(

Aktuell warte ich auf 2 DHL Paketsendungen die beide letzte Woche abgeschickt worden sind ........

Hoffe das die nicht so lange brauchen wie das letzte DHL Paket :rolleyes:

1393157

flo
12.08.2015, 17:23
Hi,
ich hab geschlagene 7 1/2 Wochen nach Versandt und fast einen Monat nach Beendigung des Streiks dann doch noch meine Bezahlte Ware bekommen (500Euro)...

Da die Typen ja jetzt ein wenig mehr verdienen, sollte man meinen, das zumindest in den ersten Wochen das etwas bessere Gehalt der Motivation ein wenig zuträglich wäre.

Denkste,
Einmal bei ner Bestellung nicht aufgepasst, und leider doch mit der Post versendet...
Dieses, das erste Paket an mich seit dem Streik, wurde erst gar nicht zugestellt!!:eek:

Ich schau zufällig aus dem Fenster und seh den Postler davon fahren - Zettel in Briefkasten geschmissen- ich wär angeblich nicht da.
Ich durft mir mein Paket 16 km Entfernt am nächsten Tag abholen, weil mein Postler halt doch lieber früh zum Baden geht, als zu arbeiten:mad:.

Arbeitsverweigerung nennt man sowas, aber ruf mal unter der Beschwerde Nr. bei der Post an...

flo

udogigahertz
12.08.2015, 19:13
Ich schau zufällig aus dem Fenster und seh den Postler davon fahren - Zettel in Briefkasten geschmissen- ich wär angeblich nicht da.
Ich durft mir mein Paket 16 km Entfernt am nächsten Tag abholen, weil mein Postler halt doch lieber früh zum Baden geht, als zu arbeiten:mad:.

Arbeitsverweigerung nennt man sowas, aber ruf mal unter der Beschwerde Nr. bei der Post an...

flo

Auch bei der Post arbeiten Menschen, alle möglichen Menschen, manche sind so, andere anders. Ich habe ein gutes Auskommen mit meinem Postboten, nehme auch schon oft Pakete für die Nachbarn an, das spart ihm das Ausfüllen dieses Abholscheines, im Gegenzug würde der es nicht wagen, einfach so wieder wegzufahren, wenn ich da bin, und auch, wenn ich nicht da sein sollte, dann wird er das Paket seinerseits bei irgendeinem Nachbarn abgeben.

Sowas geht natürlich nur, wenn man ein einigermaßen gutes, gut nachbarschaftliches Verhältnis mit seinen Nachbarn und mit dem Postboten hat.

Kleiner Tipp fürs nächste Mal, wenn der Postmann zweimal klingelt: Mal ein Smalltalk anfangen, nach dem Befinden fragen, ihm sagen, er möge doch bitte auf jeden Fall klingeln, bevor er den Zettel ausfüllt. Eine Beschwerde bei seiner Dienststelle einreichen ...... dadurch wird doch nichts besser.


Grüße
Udo

Hans Schelshorn
12.08.2015, 23:12
...
Kleiner Tipp fürs nächste Mal, wenn der Postmann zweimal klingelt: Mal ein Smalltalk anfangen, nach dem Befinden fragen,
...

Göttlich! :D:D
Und die Auslieferung der nachfolgenden Sendungen verschiebt sich um 20 jeweils Minuten ...

Ich liefere mal die bayrische Smalltalk-Version:

"I häd a Packl fia Di!"
"Wos koschts?"
"Nix. I brauch blos Dei Unddaschrifd!"
"Dankschee und Pfiad Di!"
"Pfiad Di!"

Servus
Hans

flusiflieger
13.08.2015, 00:57
...Sowas geht natürlich nur, wenn man ein einigermaßen gutes, gut nachbarschaftliches Verhältnis mit seinen Nachbarn und mit dem Postboten hat...
Grüße
Udo

So So... :-)

Gruss
Axel

udogigahertz
13.08.2015, 09:20
Göttlich! :D:D
Und die Auslieferung der nachfolgenden Sendungen verschiebt sich um 20 jeweils Minuten ...

Ich liefere mal die bayrische Smalltalk-Version:

"I häd a Packl fia Di!"
"Wos koschts?"
"Nix. I brauch blos Dei Unddaschrifd!"
"Dankschee und Pfiad Di!"
"Pfiad Di!"

Servus
Hans

Ja genau, das ist doch schon "smalltalk", wie der Name sagt: small eben, klein.


Grüße
Udo

Schabe77
13.08.2015, 09:27
Schön. Von Udo kann man hier jeden Tag etwas lernen. Zum Glück ist das noch kostenlos.

Sebastian St.
13.08.2015, 10:29
Ich schau zufällig aus dem Fenster und seh den Postler davon fahren - Zettel in Briefkasten geschmissen- ich wär angeblich nicht da.
Ich durft mir mein Paket 16 km Entfernt am nächsten Tag abholen, weil mein Postler halt doch lieber früh zum Baden geht, als zu arbeiten:mad:.



Sei doch froh über die Karte ,

Bei mir hat sich nur bei der Online Sendungsverfogung etwas verändert : an 2 aufeinander folgenden Tag wurde angeblich versucht die Pakete zuzustellen .... war an beiden Tagen zu den angegebenen Zeiten zu Hause. ...
Und ein 3. Paket für mich liegt auch schon wieder seit dem 8.8. in irgendeinem Hamburger Paketzentrum und warzet auf die weitere Bearbeitung ...