Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 3W Vergaser beim 3W 85 einstellen ???
heikoherling
19.04.2002, 06:53
Prinzipiell läuft mein 3W 85 gut, mit sehr hoher Leistung, und springt gut an. Probleme habe ich aber mit der Einstellung des Vergasers. Wenn ich in den Rückenflug gehe oder langsame Rollen fliege sinkt die Drehzahl des Motors schlagartig ab. Es liegt definitiv nicht am Tank oder Pendel da ein anderer Motor mit dieser Konstellation problemlos lief. Der Kohlefaser Ansaugstuzen mit Rumpfansaugung ist auch montiert sodaß Änderungen der Strömungsverhältnisse am Vergaser auch ausscheiden.
Ich bekam jetzt den Tip das der Motor zu fett läuft. Das kann sein. Meine Frage ist wie die beiden L und H Schrauben zusammen hängen und wie man generell vorgeht um diesen Motor optimal einzustellen.
Danke für Eure Tips
Heiko
MechWerkAndi
19.04.2002, 07:07
Die Membranvergaser arbeiten lageunabhängig, d.h. die Einstellung ist für Dein beschriebenes Prob eigentlich unerheblich.
Der Fehler liegt vermutlich in der Kraftstoffversorgung.
L regelt Gemisch im Leerlauf/Teillast, H bei Vollgas.
Grundeinstellung: Beide 1,5 Umdrehungen offen
heikoherling
19.04.2002, 07:22
Also, ich verwende den original Toni Clark 1L Tank mit Clark Filz Pendel und dem dicken aber sehr flexiblen, schwarzen Benzinschlauch mit 3mm innen. Zwischen Tank und Vergaser ist noch ein kleiner Benzinfilter von MZ Modellbau gesetzt. Die Tankentlüftung setzt oben am Tank an und wird dann unten aus dem Modell herausgeführt. Der dritte Anschluß dient der Be- und Enttankung und läuft über ein Du Bro Ventil. Dieses ist bewußt nicht zwischen Tank und Vergaser geschaltet!
Kannst Du Dir mein Problem erklären ???
Grüße Heiko
MechWerkAndi
19.04.2002, 08:09
Was ist mit Looping und schnellen Rollen, läuft er da normal weiter?
Bodos Bastel Ecke
19.04.2002, 11:16
moinmoin Heiko
Du scheinst doch ein strömungstechn. Problem zu haben. Ist der Durchlaß durch den Kopfspant ( Durchlaß Vergaser ) entsprechend eng angelegt oder mit Gummi abgedichtet?
heikoherling
19.04.2002, 11:18
Ja, da läuft er normal weiter. Habe mittlerweile auch den Verdacht das es an der Tankentlüftung liegen könnte, allerdings leuchtet mir noch nicht ein was genau das Problem ist.
Klar ist das bei langsamen Rollen oder Rückenflug Sprit in die Tankentlüftung läuft, allerdings kann er nicht austreten da der Schlauch dann im 180 Grad Bogen nach oben geht (auf die Unterseite des Modells). Möglicherweise führt aber dieses Einlaufen in die Tankentlüftungsleitung zu einem momentanen Unterdruck im Tank der dann mein Motorverhalten erklären würde. Kann das sein ? Und wie mache ich es richtig ?
Danke nochmals
Heiko
heikoherling
19.04.2002, 11:26
@ Michael : Es handelt sich um die 2,50m Katana von Weiershäuser. In diesem Modell gibt es keinen durchgehenden Motorspant da die gesamte Oberseite des Modells auf fast 1 m Länge als Deckel abnehmbar ist.
Ich hatte mit Sicherheit vor Anbringen des Ansaugtrichters ein Strömungsproblem. Jetzt habe ich aber zusätzlich zum 3W Trichter einen 40 mm Alu Flex Schlauch angebracht. Dieser verbindet den Vergaser mit dem Inneren des Modells. Sicherlich wird auch dort eine gewisse Strömung vorhanden sein, ich kann mir aber nicht vorstellen das dies zu dem beschriebenen Motorverhalten führt.
Bin aber für jeden Tip dankbar.
Heiko
Klaus Harich
19.04.2002, 14:30
Ein Vereinskollege hat den Vorgängermotor den 3 W 78. Der Motor leidet unter der selben von Dir beschriebenen Symptomatik. Trotz vieler Versuche das Problem abzustellen, bekam er das Problem nicht in Griff. Inzwischen ist der Motor in einem alten Scaledoppeldecker, der nicht für Kunstflug vorgesehen ist.
Bodos Bastel Ecke
19.04.2002, 15:03
moinmoin,
hast Du dies Prob auch ohne Flexschlauch ?
Vom Tank kann es bei Verwendung eines Filzpendels nicht kommen.
heikoherling
19.04.2002, 19:27
Ohne Flexschlauch liegt der Ansaugtrichter in Flugrichtung nach hinten öffnend im Fahrtwind. Bei Geschwindigkeitserhöhung des Modells entseht ein Unterdruck im Ansaugtrakt was zur Überfettung des Motors führt. Er nimmt dann nur sehr unwillig Gas an. Hab ich probiert, funktioniert jetzt mit Flexschlauch deutlich besser. Die Gasannahme ist jezt sehr gut Aber es bleibt die unerklärliche Problem im Rückenflug ?!?
Wer hat noch Tips
Danke Heiko
Hallo Heiko,
habe einen Tipp bzw. Verdacht, ist aber ein abgefahrener welcher! Ich kenne dieses Syndrom von meinem alten 3W 70, vielleicht hast du ja das gleiche Problem!
Bist du mal für längere Zeit im Rückenflug geflogen? Wenn es das ist, was ich vermute, dann müßte der Motor nach wenigen Sekunden mit niedriger Drehzahl wieder auf normale Drehzahl zurückkommen! Ist das so, hat dein Motor das gleiche Problem wie mein alter 3W 70.
Wie ich auf der 3W Homepage gesehen habe, ist der Vergaser beim 85er unten angeflanscht, jetzt mittels einem Winkelstück von ca. 45° (der 70er hatte 90°). Was beim 70er passierte war folgendes: in Normalfluglage haben sich Benzin und oder Ölpartikel in dem Ansaugkrümmer angesammelt. Wenn man in den Rücken ging, sind diese Partikel in den Motor "getropft" und haben ihn überfettet, was er mit einem Drehzahlverlust angezeigt hat. Hat er das überschüssige Gemisch verdaut (mehrere Sekunden im Rückenflug), ist er in den normalen Drehzahlbereich zurück gekommen.
Sollte dass das Problem sein, hast du vier Möglichkeiten:
1. Motor um 180° gedreht einbauen! Geht aber meistens schon wegen der Abgasanlage nicht oder weil der Vergaser dann oben aus der Motorhaube schaut!
2. Pertinaxplatte zurecht sägen und Vergaser direkt auf Motor, also ohne Ansaugbogen, montieren. Geht oft auch nicht mehr unter die Haube!
4. Bau den Motor, wie von Murphy empfohlen, in einen Scaledoppeldecker der nicht im Rücken kann!
3. Motor verkaufen! Hab ich dann auch getan, nachdem mir die netten Leute von 3W wörtlich gesagt haben: der Motor hat NIE schuld, wenn, dann macht der Benutzer was falsch! Danke für den netten Tipp! ;)
[ 20. April 2002, 10:35: Beitrag editiert von: Rob ]
MechWerkAndi
20.04.2002, 11:59
Zusammengefasst liesse sich also sagen, bei Figuren mit negativer Beschleunigung bleibt der Motor weg.
Ob jetzt wegen zuwenig oder zuviel Sprit, muss noch geklärt werden.
Am Motor kann es eigentlich nicht liegen, denn bei anderen funzt es ja auch...
etiefenthaler
11.05.2002, 08:53
Hallo,
Nun, der Grund, dass ich diesen Beitrag wieder hervorhole ist:
Die Eigenschaften oder Symptome meines ZDZ 80 RV sind ähnlich wie bei dem 3W Boxer von Heikoherling.
Ich habe diesen in eine 2.55 m Extra von Ulrich eingebaut. Einbaupositione 8 Uhr. KS 89V Alu Schalldämpfer,
Problem: Sobald ich das Modell aus der Normalfluglage drehe (langsame Rolle) oder vertikal rauf fliege geht die Drehzahl drastisch zurück und ich muss Gas nachschieben. Die maximale Leistung ist aber in jeder Fluglage gleich. Wenn ich das Modell am Boden mit leicht erhöhtem Standgas anhebe und auf den Rücken drehe sinkt die Drehzahl ab, das Selbe in Vertikaler Fluglage (statisch), in der normalen Fluglage steigt dann die Drehzahl auf das normale Niveau.
Das Tanksystem habe ich schon überprüft, Tank liegt auf Vergaserhöhe. Gasanlenkung nach TC -Methode. Am Vergaser habe ich ein Messingröhrchen angelötet - dieses endet neben dem Ansaugtrichter.
Wenn jemand eine Idee hat dieses Prob. zu lösen - nur ran an die Tasten.... :confused:
Gruss Erich
p.s. der motor hat ca. 35 h
[ 11. Mai 2002, 10:09: Beitrag editiert von: etiefenthaler ]
heikoherling
14.05.2002, 18:12
Hallo Erich,
ich habe leider keine Lösung für Dein Problem, bin aber doch sehr überrascht das dies auch bei dem ZDZ auftritt. Dein ZDZ Boxer hat doch den Heckvergaser und ich dacht das mein Problem bauartbedingt durch den unter dem Motor liegenden Vergaser auftritt.
Vielleicht weiß noch jemand anders Rat.
Und noch eine Frage an die Gemeinde : Haben andere Besitzer des ZDZ 80 Boxers die selben Probleme, also Drehzahländerungen bei Beschleunigungen um die Längsachse oder bei negativ Figuren ?
Grüße Heiko
etiefenthaler
16.05.2002, 21:54
Hallo Heiko,
nun, habe die letzten Tage wegen des schönen Wetters :) keine Zeit gefunden hier meine Erfahrungen zu posten.
a) mein Motor ist ein ZDZ 80 RV (einzylinder)
b) mein Problem ist fast behoben:
habe letzten Sa. mit Chr. Wantzke, dessen Modell mit ähnlichen Probs aufwartete, tel.
Er hat die Ursache im Spiel der Gasanlenkung gefunden. (trotz TC Methode)
ich habe dann kurzerhand zum vierten Mal die Gasanlenkung überarbeitet. d. h. das Gas wird jetzt direkt mit 2.5 mm Schubstange angelenkt. Servo sitzt hinter dem Brandspant 5 cm vom Vergaser entfernt.
Und schwupps jetzt bin ich -- fast -- zufrieden.
.... beim vertikalen Steigflug zieht sich der Motor das Gas raus - und ich muss Gas nachschieben. Messerflug und langsame Rolle sind jetzt ok. Die Anlenkung ist also noch nicht ganz optimal. Die beste Position des Servos wäre auf dem HM Motorspant - ich will aber dem Servo diese Vibrationen nicht zumuten. und - vielleicht versuche ich's nochmal mit dem TC system, nur aber eben - so kurz wie möglich.
Gruss und ... die einfachste Lösung ist meistens die Beste...
Erich
[ 16. Mai 2002, 22:56: Beitrag editiert von: etiefenthaler ]
heikoherling
17.05.2002, 03:33
Hallo Erich,
danke fuer Deine Antwort. Allerdings hilft mir Deine Loesung nicht weiter da es sich bei meinem Motor um einen fest eingebauten 3W 85 Boxer handelt. In der Gasanlenkung liegt das Problem nicht begruendet sondern vermutlich in den Druckverhaeltnissen des Ansaugtraktes.
Werde mich in Kuerze dem Problem wieder widmen...
Gruesse Heiko
Hallo Heiko,
das Problem ist bei 3W seit Jahren bekannt, wird aber natürlich nicht offiziell zugegeben. Man flüchtet dann bei 3W in Aussagen wie "man verwendet das falsche Abgassystem oder den falschen Propeller etc." Der Fehler wird immer an anderen Teilen bei 3W gefunden.
Frage mal G. Ulsamer (TOC und 3W Pilot vor 3 Jahren): Der konnte über Monate nicht richtig trainieren, da er dieselben Probleme hatte wie Du. Sogar er wurde von 3W "als blöd" hingestellt. Das erste Argument war, er fliege das falsche Abgassystem (Krumscheid), dass könne ja nicht gehen. Die Privatfede zwischen 3W und Krumscheid dürfte bekannt sein. Danach wurde er hingestellt, als ob er zu doof zu Motoreneinstellen sei.
Selbst zwei oder drei Besuche bei 3W von G.Ulsamer brachten keinen Erfolg; auch die Einstellversuche der 3W Leute brachten keinen Erfolg. In Messerflug und Rückenlage ging das Triebwerk weg. Also war Günter wohl nicht zu blöd zu Motoreneinstellen!!
Selbst 3W TOC Leute kennen dieses Problem, aber es wird natürlich nur hinter vorgehaltener Hand zugegeben, da man die Motore ja kostenlos erhält.
G. Ulsamer und andere Piloten haben dann das Problem in Eigenarbeit gelöst. Das Problem ist nicht der Motor, sondern in erster Linie der Vergaser und hier die Membrane bzw. die Membranfeder und deren Spannung.
Veränderungen am Vergaser führen dazu, dass das Problem sofort behoben wird. Bin mir sicher, dass TOC Piloten den Vergaser mit den Modifikationen erhalten oder aber selber die Veränderungen vornehmen.
Vor kurzem gab 3W einen sehr bekannten Piloten (gerade in der Motorenszene bestens bekannt) zu diesem Problem die Antwort: " Das merken ja eh nur weniger Spitzenpiloten. Sie können das gar nicht merken." Danach hat dieser Pilot das Gespräch beendet, da es sinnlos gewesen wären, weiter zu reden. Der Pilot hatte dasselbe Problem mit seinem neuen 3W 75 Motor. Nun hat er das Problem eben selber gelöst; aber die Antworten von 3W sind schon nicht schlecht.
3W hat eine super Motorenpalette und die Produkte sind ja gut, aber wenn es mal Probleme gibt, liegt es nie an 3W, sondern immer an anden Dingen. Ich frage mich auch, warum 3W das Problem nicht von Hause behebt, da es sehr einfach zu beheben ist und auch bei 3W bekannt ist.
Von Leuten wie Somenzini ist eh bekannt, dass am Motor/Vergaer noch Veränderungen vorgenommen werden. Kannst mir dieses glauben, da ich alle TOC Piloten ja gut kenne, aber es wird eben nicht offiziell zugegeben.
Auch bei Konkurrenzprodukten wie DA gab es Probleme (Kurbelwellenbrüche); aber bei DA stand man für dieses Problem ein und leugnete es nicht.
Jedes Fabrikat kann mal Probleme haben, aber dann soll man dazu stehen und nicht Leute für "doof" halten.
Gruss
PW
Kuno Kamikaze
22.05.2002, 10:45
Hallo Peter,
kennst Du denn die nötigen Umbaumaßnahmen an den Vergasern oder könntest Du diese in Erfahrung bringen?
Es würde sicherlich einigen Leuten weiterhelfen, wenn Du den Umbau hier beschreiben könntest? Bei uns im Verein gibt es nämlich ebenfalls die Probleme mit 3W.
Gruß
Andreas Großheimann
Hallo Heiko,
habe gerade von A. Brömer erfahren, dass er Dich "aufgeklärt" hat wie das Problem zu beseitigen ist.
Andy hat mir die Mail an Dich zur Kenntnisnahme zugesandt.
Gruss
PW
Ralf Kohnen
22.05.2002, 21:00
Nein, Peter, dass ist nicht der richtige Weg!
Oder sollen sich jetzt alle an A. Broemer wenden.
Warum postest Du nicht ganz einfach hier, welche Umbaumaßnahmen nötig sind?
Momentan stellst Du 3W nur in ein schlechtes Licht.
Und dies ist nicht in Ordnung.
Ich Bitte um Klarstellung....
[ 22. Mai 2002, 22:41: Beitrag editiert von: Ralf Kohnen ]
macht Broemer den umbau selbst? gegen entsprechende aufwandsentschädigung? :D
[ 23. Mai 2002, 10:50: Beitrag editiert von: holie ]
macht Böhmer den umbau selbst? gegen entsprechende aufwandsentschädigung? :D
sorry hab heut seeeehr schlechte laune
Hallo Ralf,
wo stelle ich 3W ins schlechte Licht ??
Habe immer gesagt, dass 3W eine weltweit einzigartige Motorenpalette hat. Mir geht es nur um folgendes:
Wenn bei einem Produkte -egal welcher Firma - Probleme vorhanden sind, dass soll man nicht immer den Fehler wie hier bei Krummscheid etc. suchen oder aber die Piloten als nicht fähig hinstellen. Frage doch mal bei TOC Pilot G. Ulsamer nach. Oder aber bei TOC Pilot P. Erang: Hier soll laut 3W sogar der Propeller schuld gewesen sein, dass die Kurbelwelle beim 3W120 in Vegas abgerissen ist. P. Erang arbeitet bei Daimler Benz in der Motorenabteilung. Dort hat er dann die Teile kontrollieren lassen. Es war eine falsche Härtung und nicht der Prop.
Es ist schon markant, dass eine Firma sagt:
"Das können Sie gar nicht merken, dass merken nur einige Spitzenpiloten."
Wenn ein Kunde anruft und Probleme hat, dann sind diese sicherlich nicht erfunden, sondern real und die Firma sollte den Kunden ernst nehmen.
Dieses gilt nicht nur für 3W, sondern für alle anderen Firmen auch.
Und soll dann derjenige, der den Fehler in mühseliger Arbeit behoben hat (den es ja laut 3W nicht gibt), die Fehlerbehebung auch noch im Internet veröffentlichen ?? Wer verdient denn hier das Geld ? 3W oder der normale Modellflieger.
Laut 3W gibt es doch dieses Problem nicht bzw. es merken nur wenige Spitzenpiloten ?
Es geht mir nicht darum 3W Produkte schlecht zu machen, es gut allein um die Art und Weise, wie man zm Teil mit Kunden umgeht.
Gruss
PW
airtech-factory
23.05.2002, 11:11
Danke PW,
endlich mal einer der Klartext redet und kein Blatt vor dem Mund nimmt. Das wäre früher in einem anderen Forum nie möglich gewesen (danke auch an RCN)
Ich habe auch so meine Erfahrungen (auch Vereinskollegen) mit den Zündungen von 3W gemacht-neue Zündungen hielten 10 min, dann waren sie wieder defekt. 3W wollte hier auch den Fehler auf den Kunden abwälzen... der Ärger läuft heute noch..
Jörg
BTW: Könnte mir denn mal jemand die Lösung des Problems mit dem Vergasewr per Mail zuschicken? Das würde mich auch interesseiren - mein 3W48 B macht auch solche Probleme - oder soll ich ne MAil an A.Broemer schicken?
Hallo Inconel,
bin immer für offene Worte. Wir leben ja in einer Demokratie und ich akzeptiere selbstverständlich auch andere Meinungen. Das ist doch klar.
Maile doch Heiko Herling mal, der hat ja die Antwort:
Und hier noch ein kleiner Hinweis:
A. Brömer sollen hier keine Kunden zugeschustert werden, damit er Geld verdient: Nein, dazu hat er gar keine Zeit und keine Lust. Aber Andy hat enorme Motorenkenntnisse.
Gruss
PW
Konrad Kunik
24.05.2002, 11:06
Moin PW,
ich möchte hier noch einmal auf Deine letzten Antworten zurückkommen. Deine Aussagen über die Servicewilligkeit von 3W ist für mich ein Argument, das bei meiner Kaufentscheidung für einen Boxer mit eingehen wird. Aussagen dieser Art geben mir zu denken...
Anders verhält es sich aber mit Deiner Argumentation zur Veröffentlichung des Hinweises zur Fehlerbehebung. Hier kann ich Dir nicht folgen. In meinen Augen geht es dabei nicht um unerwünschte Hilfestellung für diese Firma, sondern um das Bemühen, den Modellfliegern, die ein spezifisches Einstellproblem mit einer gekauften Ware haben, zu helfen. Das ist eines der grundlegenden Anliegen dieses Forums und der daran teilnehmenden Gemeinschaft – Erfahrungsaustausch und Hilfestellung bei aufkommenden Problemen. Das wollen wir u.a. hier erreichen; wenn dabei eine Firma von den Erfahrungswerten der Verbraucher auch profitiert – gut so, kommt doch am Ende uns allen zu gute. Nehmen Firmen diese Anregungen nicht auf, so ist das ausschließlich ihr Problem, sie werden es am Verbraucherverhalten bemerken.
Bei Deiner Formulierung kommt leicht der Eindruck auf nach dem Motto: Ätsch, ich weiß was... mußt aber ganz lieb zu mir sein, daß ich es dir auch sage, aber nur dir allein.
Im Moment läßt Du die Leute im Regen stehen, die das gleiche Problem mit dem Vergaser haben...
Hurra und danke,
(vor allem an PW)
ENDLICH wird es mir bestätigt: ich bin ein Spitzenpilot!! :D Denn ich habe gemerkt, das an unseren 70er Boxer was nicht stimmt (siehe meinen Beitrag vom 19.04. zu diesem Thema)!
Dumm ist nur, das mich diese Bestätigung nicht wirklich weiter gebracht hat. Unsere Motoren liefen auch nach dem Umbau der von 3W empfohlen Vergaserteile nicht besser. Als wir 3W freundlich darauf hinwiesen, das die mehrwöchige Wartezeit für eine Feder auch nichts genutzt hat, wurde uns dann von 3W Unfähigkeit im Umgang mit Benzinmotoren bestätigt, denn ein Herr mit einem W vorne dran meinte: Der Motor hat nie schuld! (O-Ton)
Da war ich nun einigermaßen verwirrt, wurde mir doch damit bestätigt, das ich ein unfähiger Spitzenpilot bin. Als einsichtiger Mensch habe ich dann erkannt, das ein unfähiger Spitzenpilot nicht würdig ist, ein Produkt der Firma 3W zu verwenden. Also hab ich meinen 70er verkauft, hab meinen 100er und den 130er wo anders gekauft und erfreut festgestellt: auch andere Mütter haben schöne Töchter. Die sind sogar noch viel freundlicher und wenn ich mal ein Problem hab, behandeln sie mich sogar als Mensch!
Übringens: ich gebe zu, dass ich auch heute noch immer wieder zu den 3W-Töchtern hinüber schaue! Hübsch sinds ja schon, so geschmeidig und so kraftvoll....! Wenns bloß diese Mütter nicht hätten! So lange die noch da sind, kommt mir keines der Mädels ins Haus! :D :D
Hallo Konrad,
ich glaube, hier verstehst Du mich leider falsch. Ich bin bestimmt niemánd, der Kollegen (hierzu zähle ich eigentlich jeden Modellflieger) Informationen vorenthält.
Aber hier bin ich eigentlich nicht die richtige Ansprechperson, da ich zwar von diesen Problemem Kenntnis habe, allerdings nicht detailliert beschreiben kann, was genau gemacht werden muss.
Maile doch bitte Heiko, er hat wohl eine entsprechende Anleitung von A. Brömer erhalten mit der ausdrücklichen Zusage, dass er dieses hier veröffentlichen kann. Ich bin kein Motorenspezialist wie A. Brömer.
Das gesamte Know How stammt von Andreas Brömer, nicht von mir. Heiko kann die Mail von Andy hier sofort reinstellen.
Ichbin hier nicht der richtige Ansprechpartner, da ich die Modifikationen so gar nicht richtig beschreiben kann.
Also: Heiko bitte melden!!
Und zu 3W nochmals: Die Firma baut super Motoren in allen ccm Klassen; nur wenn es Probleme gibt, soll man diese lösen und nicht alles auf andere Dinge schieben. Also ein 3W Boxermotor ist schon empfehlenswert.
Gruss
PW
Konrad Kunik
24.05.2002, 14:53
Moin PW,
danke, das ist ein klares Wort!!!
Hallo "allerseits" ,
ich habe bis jetzt den Beitrag mit großem interesse verfolgt,
denn ich überlege mir diesen Motor zu bestellen,
der Testbericht in der "Modell 06/02" ist ja O.K.
(leider ist es ein Prüfstandtest)
Jetzt würden mich die "besagten Maßnahmen" naklar interessieren,
und vermutlich die restlichen RCN-Besucher auch.
Gruß Hannes
Hallo Hannes! Hallo Konrad!
Mailt doch mal den Heiko an, der hat eine genaue Beschreibung von A. Brömer erhalten mit der Genehmigung, diese hier hineinzustellen.
Gruss
PW
Hallo,
habe gerade erfahren, dass 2002 TOC Piloten neue Vergaser erhalten haben, um das Problem zu beheben. Fraglich ist nur, ob 3W dieses auch dem "Normalkunden" offenbart.
Kenn ja die TOC Piloten recht gut, so dass hier immer ein recht intensiver Informationsaustausch vorhanden ist.
Gruss
PW
airtech-factory
29.05.2002, 09:27
@PW
Hallo,
leider antwortet Heiko nicht auf emails - zumindest nicht auf meine - und Interesse zu haben es hier reinzustellen scheint er auch nicht zu haben, Du hast ihn ja schonmal drum gebeten, ist aber bisher nix passiert....
Muss es jetzt doch weiterhin ein Geheimnis bleiben..?!?!
Ich finde das irgendwo blöd, erst wird rumgedruckst und mit vorgehaltener Hand rumgemauschelt und was kommt dabei raus - nix. Der Fred hier ist jetzt 32 Beiträge lang - > mit welchem Ergebnis..?
Jörg
[ 29. Mai 2002, 10:33: Beitrag editiert von: Inconel ]
Hallo Inconel,
stimme Dir ja zu; aber Heike hat alle Infos. Warum er die Info, die er von A. Brömer erhalten hat, hier nicht reinstellt, vermag ich nicht zu beurteilen.
A. Brömer hat ihm dieses ausdrücklichst genehmigt. Habe Andy vorgestern in Düsseldorf getroffen und er ist beruflich voll eingebunden und hat wirklich keine Zeit, nochmals alles - was er Heiko geschrieben hat-, zu Papier zu bringen; deswegen hat er ja genehmigt, dass Heiko dieses hier reinstellt.
Ich habe erfahren, dass TOC Pilot B. Beschorner einen neuen Vergaser erhalten hat. 3W müßte dieses ja wohl wissen. Auch dort müßte man eigentlich entsprechende Auskünfte erhalten.
Aber glaube mir, dass Andy beruflich voll im Stress und nur unterwegs ist. Aber letztendlich liegt es an Heiko, dass er sich hier nicht mehr meldet und Andy Zeilen weitergibt.
Gruss
PW
heikoherling
30.05.2002, 19:03
Hallo an Alle,
kaum ist man 3 Wochen im Urlaub und schaltet seinen Computer wieder an hat sich ein schon totgeglaubter Fred zu neuem Leben erweckt ....
Hier jetzt die Antwort von A. Broemer. Da ich noch keine Zeit hatte die Vorschlaege zu ueberpruefen stelle ich die unveraenderte Original Antwort ein. Mehr dazu von meiner Seite in ca. 2 Wochen.
Zitat A. Broemer :
alles absoluter Schmarn!!!!!!!!
Habe das Problem (welches übrigens bei 3W intern bekannt sein
dürfte......!!!) endlich nach unzähligem "herum- Doktern" gefunden und zu
min. 90% eleminiert!!
Das Problem ist definitiv die Unterdruckmembran im Vergaser (Versager!).
Das Problem ist die Schwerkraft! Die Membran besitzt durch die
Metallplättchen ein relativ großes Eigengewicht, dadurch drückt sie im
Rückenflug auf die Wippe, diese wiederum auf den Spritkegel in Richtung
"zu". Aus, Punkt das wars!
Mache einfach folgendes und Du wirst das Problem los sein:
1. Versager (ab jetzt nenne ich den Metallklumpen so!)auf der
Unterdruckseite (da wo das Loch ist) aufschrauben und die Membrane
entfernen.(ist über eine Art Gabel eingehängt)
2. Die Schraube für die Wippe lösen und (vorsicht springt nach Murphy immer
raus!) die Feder und die Metallwippe entfernen
3. Die Feder (sieht aus wie die aus den Kugelschreibern) etwa 0,7 bis 1,0 cm
dehnen (bitte vorher messen)
4. wieder die Feder und die Metallwippe inklusive Abstechkegel
(Metallspitze) einbauen und Schraube anziehen
5. Vorsichtig (!!!!) die Metallwippe mit einem Schraubendreher auf der
Membranseite nach oben biegen und zwar so weit das die Wippe ca. 1,0 bis
1,5mm oberhalb der "normalen" Fläche steht (selbsterklärend wenn Du das
"Ding" auf hast (Vorspannung für die Membrane)
6. Spaß haben und allen anderen "Fachleuten" nur noch mit einem Lächeln
entgegnen!!
Bitte natürlich die Vergasereinstellung checken:
Vollgas (H) bitte auf max. Drehzahl, Leerlauf auf "absolut suuuper"
einjustieren, vielleicht dann den Leerlauf ca. 5min (mehr brauchst Du jetzt
nicht mehr, dient dann auch mehr der inneren Beruhigung) auf fetter stellen.
Punkt ende aus!
Der weitere Vorteil ist eine deutlich bessere Gasannahme und ein
vibrationsfreier Lauf!
Bitte in RC- Network oder auch bei den andren "Lines" veröffentlichen. Aber
bitte mit meinem Namen, wenn es geht, bin noch einigen anderen "Fachleuten"
einiges Schuldig. Denke damit einigen Leuten geholfen zu haben und hoffe Dir ebenfalls!
Da Du dieses Thema gepostet hast,... sollte die Antwort auch von Dir
kommen,.....siehe oben.
Viele Grüße aus der sonnigen Hauptstadt, jetzt sogar zum Benzinschrauber
geworden,...mal sehen was ein 3W noch für ungeahnte Power hat
Zitat Ende.
Stellt doch bitte Eure Erfahrungen mit den vorgeschlagenen Verbesserungen hier ein, dann haben alle etwas davon.
Liebe Gruesse
Heiko Herling
[ 30. Mai 2002, 20:49: Beitrag editiert von: RCN-Team ]
heikoherling
06.09.2002, 08:20
So, nun mein Feedback nach der vorgeschlagenen Verbesserung.
Ich habe die Modifikation genau so durchgeführt wie A. Brömer es vorschlägt. Genau diese Anleitung ist mittlerweile mit Photos garniert auch auf der Homepage von www.zdz.cz (http://www.zdz.cz) zu finden. Wenigstens ein Hersteller der sich um das Laufverhalten seiner Kunden bemüht die +/- 1000 € für einen neuen Motor gezahlt haben... Warum aber kein Hersteller, auch nicht ZDZ, von 3W ganz zu schweigen, diese kleine Modifikation nicht schon im Werk durchführt um damit seinen Kunden Motorabsteller und beschädigte Modelle zu ersparen ist mir ein Rätsel.
Mein Motor, der 3W 85 Boxer, läuft jetzt im Rücken-, Messer- sowie allen negativ Figuren sauber durch. Leistung hat er genug, er dreht mit Pefa Dämpfern eine Meijzlik 27x10 mit 6000 RPM, das Anspringverhalten ist vorbildlich.
Noch nicht zufrieden bin ich mit der Gasannahme im Mittelgasbereich, also genau der Bereich den ich zum Torquen brauche. Die Gasannahme ist hier verzögert und schlecht. Kann jemand dazu noch einen Tip geben, gibt es auch da ein Geheimnis das man hier lüften könnte.
Grüße Heiko
MechWerkAndi
06.09.2002, 09:48
Interessant...
heikoherling
06.09.2002, 11:21
Hallo Andi,
hhmmm, als Tip hatte ich mir etwas anderes vorgestellt, hoffe Du bist noch in der kreativen Nachdenkphase...
Cherio
Heiko
MechWerkAndi
06.09.2002, 12:48
Ohhhh nee, Heiko,
'tschuldigung, Kommando zurück: Das "Interessant" bezog sich auf Verlauf des Freds im allgemeinen und nicht auf Deine Frage. :(
Wir haben vor einer ganzen Weile, es mögen mittlerweile so etwa zwei Jahre her sein, bei einem Kundenmotor das gleiche (ähnliche) Problem gehabt.
Die Pumpenvergaser arbeiten zwar lageunabhängig, dafür sind sie ja auch konstruiert, aber eben nicht beschleunigungsunabhängig.
Und, je nach dem wie der Motor eingebaut ist, wie die Leute fliegen und wie die Beschleunigungskräfte auf den Vergaser einwirken, kann es zu den o.g. Problemen kommen, das ist auch technisch nachvollziehbar.
Es gab damals eine ziemliche Telefoniererei mit dem Walbro-Kundendienst, der ausserordendlich heftig davon abriet, an den Vergaser-Innereien irgendetwas herumzubiegen.
So wie er das schilderte, ist der Regelkreis im Vergaser eine äusserst komplexe Angelegenheit, bei der eine Veränderung an einem Ende etliches anderes nach sich zieht.
Wir haben das Prob letztendlich so gelöst, das der Vergaser mit einem Kunststoff-Zwischenflansch um 90° verdreht am Ansaugkrümmer zu sitzen kam, so das die Membranen in "Normalfluglage" senkrecht stehen.
Das sah dann zwar etwas merkwürdig aus, hat aber einwandfrei funktioniert.
Allerdings, und das sei nochmal unterstrichen, handelte es sich um einen Einzelfall.
Gerhard_G
06.09.2002, 18:22
Hallo
machen wir mit dem Thema jetzt hier weiter oder bei dem neuen Fred http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi? :confused:
die nächsten 2 Wochen bin ich aber nicht dabei, danach werde ich`s ja sehen
Grüsse an alle Rücken- Messer- und sonstwelchen Fluglagen Fans ;)
Gerhard
@ H. Herling !
Hat mir keine Ruhe gelassen !
Widerspreche ungern jedoch
1: Die Feder es ist eine Zugfeder von 8,5 mm länge (bei mir, habe den KING Vergaser auseinandergenommen )
Punkt 4 von Deinem Bericht.
Wenn ich diese nur weiter auseinander ziehe ,oder einfach nur auseinanderziehe,dann Verändere ich nur einfach die Sensibilität der Membrane ,könnte auch das Entlüftungsloch zumachen.
Demnach stelle ich den mOTOR auf einen Wert ein wo er Vermutlich auf Voll o. Standgas gut läuft ,aber im Teillastbereich unsensibel reagiert !
Näheres müsste aber erst bei genauer Kenntniss der Strömungsverhältnisse der einzelnen Kanäle im Vergaser herausgefunden werden.(daran Fehlt es )
Desweitern stosse ich mich daran das die Sache angenommen im Rückenflug bei Waagerecht liegender Membrane in erscheinung tritt , aber warum dann so wie geschildert auch im Messerflug ,wo die Membrane eibendlich dann senkrecht stehen sollte ???
Beanspruche bi meinen Ausführungen vorweggesagt zwar nicht das Recht auf Richtigkeit erscheint mir nur nicht so ganz logisch ,dass es ein nur Vergaser problem ist !
MFG Ronny
Thomas Platte
07.09.2002, 07:19
Hallo Erich,
wenn dein Problem wirklich in der Anlenkung liegt, versuch doch mal folgendes:
Bowdenzug aus dem Fahrradgeschäft, am besten die dünnen von den Kettenschaltungen.
Die Aussenhülle am HM-Spant und in der Nähe des Servos je einmal befestigen. Das ist spielfrei und hält die Vibrationen vom Servo weg.
Gruß
Thomas Platte
www.macminarelli.de (http://www.macminarelli.de)
Hallo!
Netter Hinweis !
MFG Ronny
portobello
13.09.2002, 22:08
Hallo an Alle.
Bei mir bzw. 3W70 B2 das gleiche Problem. Habe den Service von 3W kontaktiert. Das Problem ist dort bekannt und ein Vergasermontageproblem. Es tritt vornehmlich bei Motoren mit liegender Vergasermontage auf.(Schwarzer Ansaugbogen.)Dann zeigt die Seite des Vergasers die die Spritsteuerung werkelt nach aussen. 3W sagt die Spannung der Feder am Kipphebel erhöhen. Hat aber wenig Erfolg gebracht. Ein verbiegen des Kipphebels damit weniger Spritvorrat vorhanden ist brachte eine leichte Besserung. Das Problem scheint mir eine Überfettung zu sein. Wenn ich im Rückenflug den Choke vorsichtig schliesse wird das ganze schlechter. Alle deutet auf abmagern. Vor allem im Zwischengasbereich. So mager einstellen wie möglich. (L- Nadel) Bei stehender Vergasermontage gibt es diese Probleme nicht!!!!!!Das gibt zu denken. Ich wundere mich nicht daß auch andere Motore dieses Problem bei liegender Montage haben. Ich werde jetzt einen Walboro eine Nummer kleiner montieren. Auch liegend aber um 180° gedreht. Mal sehen. Ich melde mich dann wieder.
Potobello.
portobello
14.09.2002, 17:33
Hallo.
Wie angedroht melde ich mich noch mal zu diesem Thema.
Auf meinen 3W 70 B2 habe ich jetzt einen Walboro Vergaser eine Nummer kleiner montiert. Liegende Montage aber um 180° gedreht. So daß die Membrane zur Kurbelwelle zeigt.
Erste Feststelung, kein Leistungsverlust!!! Prop-23x12 von Engel. Zweitens, rein subjektiv, etwas leiser, unproblematisches Einstellen, runder Lauf bis 1200 U/pM herunter. Drittens, keinerlei Probleme mehr in welchen Lagen oder Figuren auch immer.
Ob turnen oder Programm, der Motor läuft absolut zuverlässig ohne zu Mucken.
Erklährundsnotstand. Ich will es aus meiner Sicht versuchen und auf die Brömer Änderungen eingehen die ich nicht ganz nachvollziehen kann.
Die Membrane ist mit Sicherheit nicht so schwer, daß sie im Rückenflug auf den Kipphebel und gegen die Feder drückt und die Sprittzufuhr abstellt. Geht nicht. Denn wenn dem so währe würde der Motor überfetten da dann das Ventil öffnet....!!!!!!! und nicht schliesst....!!!!
Die Modifikation (Kipphebel nach oben verbiegen) habe ich auch getestet. Dadurch überempfindliche Nadeljustage. Die L-Nadel war nur noch 1/8 geöffnet. Gesammtergebniss: schlechter wie vorher. Vermutlich ist durch das Verbiegen des Kipphebel nach oben der Vorratsraum immer übervoll und eine Regulierung durch das Ventil findet nicht mehr statt. Einstellungen im Zwischengasbereich sind kaum zu finden.
Meiner Meinung nach ist der Urheber allen Übels der kleine Stahlkegel der ja über die Membrane und Kipphebel teilweise !!!! gesteuert und mit Sicherheit schwerer ist als die Membrane und sich in einem begrenzten Bereich auch bewegen kann.
Daher stimme ich auch „Andi“ zu der sagt daß das Ganze auch ein Beschleunigungsproblem hervorgerufen durch schnelle Rotation, ist. Natürlich nur bei entsprechender Vergasermontage d.h. wenn die Membrane nach aussen zeigt. Durch die schnelle Rotation wird der kleine Stahlkegel nach aussen geschleudert, öffnet die Sprittzufuhr übermässig, der Motor überfettet. So gab es dann auch Teilerfolge mit strecken der kleinen Feder die dem Kegel entgegenwirkt.
Wird der Vergaser um 180° gedreht schliesst der Stahlkegel die Sprittzufuhr.für die Zeit der Rotation. Das scheint aber kein Problem zu sein denn es ist immer eine gewisse Menge an Kraftstoff im Vorrat unter der Membrane die für einige Sekunden völlig reicht.
Diese kleinen mechanischen Zauberlehrlinge möchte ich eigentlich nicht als „Versager“ bezeichnen, denn sie mache ihren Job recht gut für den Zweck für den sie gemacht werden. Für Baumsägen und dergleichen. Aber wir Modellflieger wollen eben mehr und schon haben wir ein Problem.
So. Das Langzeitergebniss steht noch aus. Der Motor läuft und ich kann mich auf fliegen konzentrieren und bin zufrieden...
Potobello.
MechWerkAndi
14.09.2002, 18:36
Der schönen Ordnung halber:
Die "Beschleungungstheorie" ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern wurde seinerzeit vom Walbro-Kundendienst aufgestellt.
Ich konnte diese Theorie im Einzelfall mechanisch nachvollziehen, weigere mich allerdings auch weiterhin hartnäckig, aufgrund selbstgemachter Einmal-Erkenntnisse mit Thesen von vermeindlich allgemeiner Gültigkeit loszulaufen.
Hallo Leute,
hier mal folgendes:
Am Wochenende war A. Brömer (wohl sehr bekannter Motorenguru bei mir). Sind eben auch privat befreundet, völlig unabhängig von der Fliegerei.
Auf dem Platz war unser Bekannter H. Schwering mit einem 3W 100 Boxer, der im Messerflug und Teillastbereich immer weg gin (= Drehzahl ging dauert weg).
Dann hat A. Brömer den Vergaser binnen ca. 10 Minuten bearbeitet und das Thema war gegessen. Wie aber bereits gesagt, es gibt auch 3W Vergaser, die sofort gehen.
Gruss
PW
Gerhard_G
18.09.2002, 21:20
Hallo zusammen
bin wieder da, war in Reno NV, Air-Race gucken.
Die schrauben noch viel mehr an ihren Motoren rum als wir Modellflieger :D
Aber nun zum Thema: sehr viel weiter ist der Fred ja nicht gekommen in den letzten 2 Wochen.
Mir fehlt z.B. eine Stellumgnahme von 3W zu dem Thema, oder sind die zu vohrnehm und geben sich mit unseren Problemen nicht ab? :(
Haben eigentlich die ZG`s oder die King`s das Problem nicht, die vergaser sind doch die gleichen?
Grüße
Gerhard
MechWerkAndi
19.09.2002, 08:25
zu 1): Könnte man so formulieren, ja.
zu 2): Ja und nein. Es sind zwar die gleichen Vergaser, es handelt sich aber definitiv um einen Summenfehler, und sowohl TC als auch King peilt eigentlich einen anderen Kundenkreis an.
Der Einzelfall, den ich weiter oben beschrieben hatte, war ein ZG 62.
Hallo Gerhard,
schau doch mal bei 3W nach. Da gibt es doch eine neue QS Somenzini Serie. In der Anzeige steht u.a.
--- modifizierter Vergaser -------
Warum ist der Motor in der QS Serie modifiziert?
Welches Probleme oder welche Verbesserung soll der modifizierte Vergaser bringen?
Was wurde modifiziert ?
Was ist mit der normalen 3W - also nicht QS Serie -, wo kein modifizierter Vergaser vorhanden ist ??
Ich weis nur aus sicherer Quelle, dass TOC Piloten sogar bei der QS Serie mehrere Vergaser von 3W erhalten haben, bis das Problem im Teillastbereich behoben war.
Gruss
PW
Hallo !
Mangelt mir an fundierten Fachkenntnissen,deshalb nur zur Aussage: Die (mein )ZG's 80 machen(t) das auch .Fliege mit einer Einstellung nicht ganz spitz wird dann bei der auftretenden Erscheinung ein nicht ganz mager.
Etwas was ich evtl. noch anmerken könnte ist eine Vermutung das es auch vom auf der gegenüberliegenden Seite der Membrane unter dem anderen Deckel liegenden zwei Flatterventilen liegen könnte sind auf alle fälle für die Spritzufuhr zuständig .
Aber möchte mich wie oben beschrieben zwecks fehlender Kenntnisse nicht spekulativ zu weiterem Hinreissen lassen.
Wird wohl ein Summenfehler sein !
Mfg
Motorsägendoktor der Weltmarke
19.09.2002, 10:11
Servus,
ich verstehe ja nicht viel von Vergasern, aber meiner Meinung nach, ist das Hauptübel dieses Problems der Kraftstoff, der sich in Kammer 1 befindet,
welcher sich bei sehr schnellen und zackigen Flugfiguren durch seine Schwerkraft ungünstig auf das Laufverhalten des Motors auswirkt.
http://www.beepworld2.de/memberdateien/members15/sagla/regel.jpg
lass mich gerne eines Besseren belehren.
[ 19. September 2002, 14:50: Beitrag editiert von: Schorsch - Motorsägendoktor ]
MechWerkAndi
19.09.2002, 10:50
Hallo Schorsch,
kannst Du das etwas KLEINER machen, ich hab' hier nur 17", mit platzt der Schirm, hast Du noch mehr so Bilder??
Es wäre dann etwas verständlicher für alle...
Motorsägendoktor der Weltmarke
19.09.2002, 12:53
servus,
@andi, ich glaube es ist das Wichtigste ersichtlich, kann doch kein ganzes Buch reinstellen
heikoherling
19.09.2002, 13:57
Noch mal ein abschließender Beitrag von mir als Initiator dieses Riesen Threads...
Ich hatte die von A.Brömer vorgeschlagene Veränderung zu 100 % umgesetzt und das Problem des massiven Drehzahlverlustes bei negativen Figuren war verschwunden. Es entstand aber ein neues Problem : Der Motor hatte im Zwischengasbereich eine sehr schlechte Gasannahme und reagierte auf kleinste Knüppelbewegungen entweder gar nicht oder mit großen Gassprüngen. Somit war ein konstanter Schub im Mittelgasbereich nicht einstellbar, auch nicht durch magerer oder fetter einstellen.
Von einem Stihl Motorsägen Fachhändler (auch Modellflieger) bekam ich jetzt den Tip das Verbiegen des Kipphebels soweit wieder rückgängig zu machen das der Kipphebel in eingebautem Zustand ca. 0,5 mm über die umgebende Alu Ebene steht. Wenn ich mich jetzt unverständlich ausgedrückt habe : Kipphebel normal belassen, nur die Federvorspannung erhöhen.
Ergebnis : Mein Motor läuft jetzt optimal. Keine weiteren Klagen !
Wenn man mal vom 3W Service absieht ein empfehlenswerter Motor.
Grüße Heiko
Motorsägendoktor der Weltmarke
19.09.2002, 14:52
servus,
@ heiko, um es ganz genau zu machen, Oberkante des
Regelhebels muß mit Gehäuse fluchten.
hier ein Bild vom STIHL-Sägendoktor
http://www.beepworld2.de/memberdateien/members15/sagla/regel1.jpg
portobello
19.09.2002, 21:44
Hallo Heiko Herling.
In der Zeichnung von "Schorsch Motorsägendoktor" ist sehr schön zu sehen.... das Teil Nr.6, das die Spitzufuhr regelt, von der Membrane gesteuert,ist aus Stahl und vergleichsweise schwer. Bei schnellen Rotationen oder im Rückenflug hat dann dieses Teil das Besterben nach aussen zu wandern. Der Motor überfettet. Das natürlich nur wenn der Vergaser liegend montiert ist und die Membrane nach aussen zeigt, also von der Kurbelwelle weg. Wenn die Spannung der kleinen Feder erhöht wird bremmst man ein wenig den Tatendrang dieses Stahlkegels. Aber die Sensibilität des Vergasers wird verändert. Wenn der Vergaser aber um 180° gedreht wird, schliesst bei wilden Kapriolen der Kegel dann zwar die Spritzufuhr aber es ist immer noch Sprit unter der Membrane und der reicht wohl immer aus.
Ich habe es so ausprobiert und es geht prima. Ich hab jetzt einen neuen Motor der alles mitmacht.
Also nochmal. Vergaser bei liegender Montage um 180° drehen. Vergaser im original Zustand. Für den Pumpendruck muss eine neue Leitung gelegt werden. Gestänge muss leider auch geändert werden.
Gruß, Portobello.
Motorsägendoktor der Weltmarke
20.09.2002, 07:25
servus,
endlich Einer der es kapiert hat.
bis auf Weiteres.
Kalter Kaffee für's Fettnäpfchen!
(Bitte nicht erschlagen)!!
Aus dem Kartsport
Drosselklappen-Membranvergaser
Drosselklappen-Membranvergaser sind sehr robuste Vergaser, die keine Schwimmerkammer besitzen.
Im Kartsport, bei Gartengeräten, Motorsägen, Außenbordmotoren und sogar Fluggeräten werden
Membranvergaser eingesetzt, da sie gegen Schwingungen und Vibrationen
nahezu unempfindlich
sind und in jeder Betriebslage problemlos funktionieren. Über Unterdruck,
der aus dem Ansaugkanal geholt wird, arbeitet das Membranpaket und regelt so das
Gas-Luft-Gemisch. Über einstellbare Nadeldüsen wird das Gemischverhältnis (fett-mager)
eingestellt.
Ausführliche Beschreibung
http://www.pixum.de/members/ronnyxl/06fbf8830bde0ed6b9091b90b1733897_2.jpg
http://www.pixum.de/members/ronnyxl/3b472001f0c211b5e6c13e4241e1dbf7_2.jpg
http://www.pixum.de/members/ronnyxl/33e80cac0c72b43d3d552f160d532b28_2.jpg
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http://www.pixum.de/members/ronnyxl/e6f532d6d3f3084a26fc52758b5cc2e9_2.jpg
Es gibt sogar soetwas wie ein Prüfverfahren !
Beim Zusammenbau sollte der korrekte Stand des Kraftstoffventils kontrolliert werden.
Der Steuerhebel sollte waagerecht stehen (beim Tillotsen in einer Flucht mit der vorhandenen Gehäusekante)
wenn das Karftstoffventil geschlossen ist. Die Feder muss dabei unter Druck stehen.
Nach dem erfolgten Zusammenbau muss man den Vergaser "abdrücken".
Hierzu wird mit einer speziellen Pumpe, an der ein Manometer angebracht ist,
ein Druck über den Kraftstoffanschluss im Vergaser erzeugt.
Bei geschlossenen Regulierschrauben (low + high) sollte der Druck konstant bleiben (bei ca. 0,6-0,8 bar).
Ist dies nicht der Fall, schließt das Kraftstoffventil nicht richtig.
Dann muss entweder der Anpressdruck der Feder angepasst, der Steuerhebel justiert,
oder das Kraftstoffventil gewechselt werden.
Links dazu !
http://home.arcor.de/schmidtralf/Gianluca/technik.htm
http://www.bahnsport.org/vergaser.htm
http://www.bahnsport.org/verg_link.htm
Raymund von den Benken
24.04.2007, 16:21
Hier noch ein alter Thread zum 3W70