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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hochstarthakenposition?: FORESTER



fliegerassel
14.02.2016, 09:53
Ich bin gerade dabei, endlich meinen Forester fertig zu bauen. Dabei überlege ich gerade, an welcher Position der Hochstarthaken im Idealfall eingebaut werden soll.
Mir ist klar, dass ich ersteinmal einen vernünftigen Schwerpunkt erfliegen muss, um mich daran zu orientieren. Ich habe schon einige Threads durchforstet und stoße auf Werte von 5 mm vor dem SP bis zu 4 mm dahinter. Sind diese Werte mehr modellspezifisch oder hat es eher was mit persönlicher Einstellung zu tun? Ich will mit meinem Forester definitiv keinen ernsthaften Wettbewerb fliegen. Das Modell soll nur solide und sicher am Seil steigen. Kann ich hier einen guten Mittelwert einstellen, oder komme ich um einen verstellbaren Haken nicht herum? Den wollte ich mir eigentlich sparen...
Über ein paar Erfahrungswerte würde ich mich freuen, die fehlen mir nämlich.

Gruß Mirko

Norbert12
14.02.2016, 17:02
Hallo Mirko,

ich kenne zwar nur drei verschiedene RES Modelle aus eigener Erfahrung, aber die habe ich alle zunächst mal mit Haken 5 mm vor dem SP eingeflogen. Das war jeweils unproblematisch. Ich vermute mal wegen der weitgehend ähnlichen Bauweise, das das bei den anderen RES-Modellen nicht anders ist.

Somit sehe ich 5 mm als Deinen „Idealfall“. Mit der Zeit und wachsender Vertrautheit mit dem Modell wirst Du Dich sicherlich weiter vor trauen und damit noch etwas Höhe gewinnen. Aber damit wird dann jedes Modell weniger stabil und will aktiver gesteuert werden.

Zu „ernsthaften Wettbewerben“: Nichts gegen Ernsthaftigkeit und Ehrgeiz. RES-Wettbewerbe habe ich allerdings bisher insbesondere entsprechend dem Olympischen Gedanken als Treffen mit gleichgesinnten netten Leuten, viel Spaß, ausgeprägter gegenseitige Hilfsbereitschaft und nicht zuletzt als sehr guten Erfahrungsaustausch erlebt.

Gruß
Norbert

fliegerassel
14.02.2016, 19:49
Danke für die Hinweise. Meinstest du wirklich, der Haken kommt dann noch weiter vor, oder doch eher nach hinten? Vielleicht baue ich mir ja noch eine Mimik, um den Haken 5-10 mm verschieben zu können. Wollte da aber eigentlich keine großartigen Experimente starten.

Gegen Ernsthaftigkeit bei Wettbewerben habe ich gar nichts. Ich habe nur keine Lust drauf, weil ich beim Modellfliegen entspannen möchte. Und das passt mit Wettbewerb eben nicht zusammen. Aber das soll jeder machen, wie er will, ich bin da ganz leidenschaftslos. Mich interessiert eher die Einfachheit der RES-Modelle und das Starten mit dem Gummi. Außerdem baue ich ganz gern mit Holz, auch wenn es hier schon ziemlich zart wird...

Gruß Mirko

mattersburger
14.02.2016, 19:57
Hallo Mirko

Im BabaJaga Thread hat Ruben freundlicherweise eine sehr schöne und gute Skizze über seinen verstellbaren Haken eingestellt.

Ich habe mittlerweile 3 davon in Verwendung, ist ein wenig bastelei nötig, aber der funktioniert prächtig.:)

LG Andreas

mattersburger
14.02.2016, 20:01
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/505101-Erfahrungsbericht-Baba-Jaga-competition-(Vorserienmuster)

Beitrag 12

fliegerassel
14.02.2016, 21:08
Beim Forester ist im Bereich der Flächenauflage ein Sperrholzbrett eingezogen, um den Rumpf stabil zu bekommen. D.h., ich komme an den Rumpfboden in dem Bereich von innen nicht mehr heran. Da muss ich mir also etwas einfallen lassen.
Gibts noch Erfahrungen zur Hakenposition?

Gruß Mirko

little_wing
14.02.2016, 22:46
Hallo Mirko

Im BabaJaga Thread hat Ruben freundlicherweise eine sehr schöne und gute Skizze über seinen verstellbaren Haken eingestellt...

LG Andreas

Na, na Andreas, die Skizze und Beschreibung stammt zwar von mir - macht aber nix - freut mich das die Mimik gut funktioniert:D
Copyright ist beantragt :D

Viele Grüße nach Österreich
Rainer

mattersburger
14.02.2016, 23:02
:o Oh, verzeih mir Rainer, kaum hab ich "ein paar Tage" nix mit euch zu tun, verwechsle ich schon, was, von wem, wie genial, beigetragen wird.:cry:
Muss auch zugeben ein komisches unsicheres Gefühl gehabt zu haben, aber zu faul war, zu gucken, noch mal sry.

Ja es funzt, ich bleibe dabei.

LG Andreas

fliegerassel
15.02.2016, 07:38
Okay, und in welchem Bereich wird der Haken dann eingestellt? Oder besser, mit welchem Wert startet ihr denn nun in der Praxis? Das war ja meine eigentliche Frage.;)

Gruß Mirko

little_wing
15.02.2016, 10:51
Hallo Mirko,
ich würde von einem vorläufig erflogenem Schwerpunkt ausgehend, den Haken auf 5 - 8mm vor den Schwerpunkt einstellen und beobachten, wie das Modell am Seil steigt.
Dann Schritt für Schritt die Position nach hinten verlegen, bis sich ein ruhiger, steiler Hochstart ohne Ausbrechtendenz und ohne viel Steuereingriffe einstellt.
Das kann je nach Modell und auch Schwerpunkt, EWD und Steuergewohnheiten mehrere Versuche bedeuten, wobei iterativ alle drei Parameter verändert werden müssen.
"Spezialisten" legen den Haken auch oftmals geringfügig hinter den SP, dann muß aber ggf. beim Start mehr nachgesteuert werden um eine vernünftige Höhe zu erreichen...;)

Viel Erfolg
Rainer

Andreas Maier
15.02.2016, 11:03
10 - 12° vor dem SP
Aber niemals NIE hinter dem SP, das klappt nicht !


ich selber nutze bei meiner Alpina 11° und sie ist noch gut Handzahm,
reagiert aber bei zu viel ziehen mit deutlichem Ausbrechen, was man mit Seite noch gut abfangen kann.
Selbiges hatte ich beim Riser 100, und der Libelle ohne jemals Probleme zu bekommen.
- zu weit vorn belastet die Fläche ungemein, das Modell wird zu schnell, man muß mächtig ziehen
um Höhe zu gewinnen und so kommt eine sehr große Belastung auf die Fläche.

Ein Blatt Papier, Bleistift, Geodreieck und Lineal wird ja wohl jeder zu Hause haben.

man kann ja mittels Klettkupplung die ersten Flüge im F-Schlepp machen um den SP genau zu erfliegen.

Als ideal haben sich bei mir die weisen Graupner Kunststoff Hochstarthaken erwiesen.
selbst die knapp 5kg. schwere Alpina ist mit dem kleinen ausgerüstet und es funktioniert tadellos.


von hier 20 Seiten Hochstart http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/74981-Windenfr%C3%BChschoppen-bei-den-Rauenbergern?p=1321240&viewfull=1#post1321240
http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=270002&d=1239129668

Dank an Daniel. :)



Gruß
Andreas

Sebi87
15.02.2016, 11:41
10 - 12° vor dem SP
Aber niemals NIE hinter dem SP, das klappt nicht !


Gruß
Andreas


Hallo,

das ist totaler Quatsch.
Aber wenn ich hier lese, dass bei einem 5kg Flieger ein Kunststoffharken verwendet wird, kann ich mir vorstellen, was der Pilot von Hochstarts versteht.
Ich dachte immer, sowas wird nur von den "Experten" der Fachzeitschriften so gemacht.

Bei allen gängigen Leistungsseglern liegt bei erfahrenen Piloten der Hochstartharken im Schwerpunkt oder minimal (1-2 mm) dahinter.
Dadurch wird bewirkt, dass sich das Modell direkt nach der Freigabe senkrecht (und halt minimal darüber hinaus) zum Seil ausrichtet.
Somit kann man den besten Druck am Seil und die beste Hochstarthöhe herausholen.
Natürlich ist die Gefahr, dass das Modell ausbricht bei so einer Harkenposition höher. Das kann aber mit etwas Übung ohne Probleme ausgesteuert werden.

Trotzdem sollte man immer (wie schon beschrieben) ca 5mm vor dem Schwerpunkt anfangen.
Ich habe zunächst um die Hochstarthöhe nicht soviel gegeben und erstmal alles andere eingestellt (Schwerpunkt, EWD..)

Um vor dem ersten Start sein Nervenkleid etwas zu beruhigen, kann man den Segler ja einfach mal in der Rückenlage am Harken in einen Schlüsselring hängen.
Dabei sollte das Leitwerk leicht (über den Daumen gepeilt 10° bis 20°) nach unten hängen.

Wenn man sich dann langsam nach hinten orientiert und diesen kleinen Test mal irgendwann wiederholt, wird man feststellen, dass der Flieger am ende Waagerecht in Schlüsselring hängt.
(Bei meinen F3J-Böcken ist der Flieger rausgerutscht, wenn ich den Ring nicht ganz nach vorn im Harken eingehängt habe.
Die Starts waren trotzdem unproblematisch. Aber halt mit Hochstarthöhen, die im Wettbewerb bei schlechten Bedingungen entscheidend sein können.

Schöne Grüße
Sebastian

Andreas Maier
15.02.2016, 12:22
Komisch, dann müßten wir seit Jahrzehnten alles falsch machen !
bevor du weiterhin soetwas erzählst informiere Dich bei den Beteiligten,
welche im oben genannten Thread dabei waren und selbige Position fliegen.
Oder erkläre warum so ein leichtes Modell mit dieser Hakenposition zurecht kommen soll. :confused:


http://wiki.rc-network.de/index.php?title=Hochstarthaken


http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/342631-Position-des-Hochstart-Haken?p=2850828&viewfull=1#post2850828


http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/122268-Position-Hochstarthaken-Doppelhaken?p=1124107&viewfull=1#post1124107


http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/457664-Wie-geht-ein-Windenstart?p=3439854&viewfull=1#post3439854


...und wenn du schon jene Beteiligten fragst dann auch gleich ob der kleine Hochstarthaken hält !
Dann würden sie dir es erklären warum und wieso.
Ein Wettbewerbsmodell wird mit Schuß ausgeklinkt !


Bei der Hakenposition gilt: je weiter vorn der Haken sitzt (großer Winkel) desto gutmütiger und stabiler ist das Startverhalten. Je weiter der Haken hinten sitzt (kleiner Winkel), desto größer die erreichbare Starthöhe aber auch um so kritischer ist das Verhalten. Ein guter Ausgangswert sind 15°-20°. In Extremfällen (F3B/F3J) wird der Haken bei 0° oder sogar noch weiter hinten positionier

- nur mal so am Rande und die Alpina und der Forester können das Bauartbedingt nicht so dolle.


Gruß
Andreas

sonouno
15.02.2016, 12:34
Komisch, dann müßten wir seit Jahrzehnten alles falsch machen !
bevor du weiterhin solchen Mist erzählst informiere Dich bei den Beteiligten,
welche im oben genannten Thread dabei waren und selbige Position fliegen. :mad:

Gruß
Andreas

Öhmm...

also ich stimme mal Sebi voll und ganz zu.....
und wunder mich bissl über die moderatorischen Entgleisungen ?? :rolleyes:

ist sicher viel vom Modell und der jeweiligen Situation abhängig (wir sind hier bei RES ! )
aber auch Peter Wick schreibt von Starthaken hinter dem SP....bis zu 3 cm !

bissl Friede wieder hier ? ;)

grüssle, Christof

Andreas Maier
15.02.2016, 12:40
Öhmm...

also ich stimme mal Sebi voll und ganz zu.....
und wunder mich bissl über die moderatorischen Entgleisungen ?? :rolleyes:

ist sicher viel vom Modell und der jeweiligen Situation abhängig (wir sind hier bei RES ! )
aber auch Peter Wick schreibt von Starthaken hinter dem SP....bis zu 3 cm !

bissl Friede wieder hier ? ;)

grüssle, Christof

Das hat nichts mit Entgleisung zu tun, sondern ganz einfach daß man selber schon Modelle
genau aus jenem Grund dem Fliegergott geopfert hat und es Anfängern ersparen möchte.
- eine Erklärung warum es bei RES "funktioniert" wäre dann auch für mich sehr Lehrreich gewesen.



Denn es ist für Leute ohne Erfahrung am Gummi bzw Winde
sicherlich nicht gerade einfach die ersten Starts ohne große Augen zu bekommen
zu bewerkstelligen.

Wir fliegen Alle Modelle außer Nuris so. - diese noch eine Idee weiter vorne.


Gruß
Andreas

Sebi87
15.02.2016, 12:52
Das hat nichts mit Entgleisung zu tun, sondern ganz einfach daß man selber schon Modelle
genau aus jenem Grund dem Fliegergott geopfert hat und es Anfängern ersparen möchte.
- eine Erklärung warum es bei RES "funktioniert" wäre dann auch für mich sehr Lehrreich gewesen.



Denn es ist für Leute ohne Erfahrung am Gummi bzw Winde
sicherlich nicht gerade einfach die ersten Starts ohne große Augen zu bekommen
zu bewerkstelligen.

Wir fliegen Alle Modelle außer Nuris so. - diese noch eine Idee weiter vorne.


Gruß
Andreas


Ja dann macht das doch einfach weiter so.
(Wenn man den Harken an so einer Sicherheitsosition lässt, kann ein Flieger auch keinen Druck aufbauen, der für nen schönen Schuss ausreicht)

Aber dann schreibt halt nicht so eine veralgemeinerte Schei.. in ein Forum.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Schnauze halten.

Gruß
Sebastian

Andreas Maier
15.02.2016, 13:34
Hallo Sebastian,

im Übereifer, da es mir auf Ratschläge Anderer mehrere Modelle gekostet hat
war ich im ersten Moment so barsch zu Dir, was ich auch nach einer Bedenkminute zurückgenommen habe.

Dennoch entschuldige ich mich dafür bei Dir denn es ist nicht meine Art so zu reagieren !


Nun kann ich mir nur vorstellen daß eure Gummis so sanft ziehen, daß ihr den
Haken so weit hinter dem SP benötigt.
( Aber wehe der Gummi ist stärker )
Oder bin ich da auch falsch?


Zumindest gehört dann WIKI aufgeräumt,
damit die nächsten User einen 100% Anhaltspunkt haben.


Gruß
Andreas

little_wing
15.02.2016, 14:00
Jetzt kriegt euch alle mal wieder ein!

Wer meinen Text in Ruhe und konzentriert nochmal durchliest, müßte eigentlich erkennen, dass dieser Vorgehensweise für einen RES-Segler eigentlich nichts oder wenig hinzuzufügen ist, und nur dafür hab ichs geschrieben.
Daher sind meine Angaben der Abstände in mm auch zielführender als die Angabe in Winkelgrad, bei der die Rumpfgeometrie (Höhe) durchaus einen unerwünschten Einfluß auf den Haken (=Vorlage) haben kann.
Die Rumpfgeometrien der RES-Flieger sind da anders (niedriger) als bei Großseglern, unterscheiden sich aber untereinander nicht wesentlich. Daher bin ich bislang mit der von mir beschrieben Vorgehensweise immer gut gefahren.
Wer außerdem genau hinschaut, wird erkennen, dass ich die Positionen hinter dem Schwerpunkt bewußt den "Spezialisten" (man beachte die Semikoli!) vorbehalten habe.
Wer damit glücklich wird, soll es halt tun, ich kann mit diesen Rücklagen (bis zu 3 Zentimeter ???) nach meinem aerodynamischen Verständnis auch nichts anfangen...

Hier nochmal der Text (der Modi möge mir das doppelzitieren eimal verzeihen)

Hallo Mirko,
ich würde von einem vorläufig erflogenem Schwerpunkt ausgehend, den Haken auf 5 - 8mm vor den Schwerpunkt einstellen und beobachten, wie das Modell am Seil steigt.
Dann Schritt für Schritt die Position nach hinten verlegen, bis sich ein ruhiger, steiler Hochstart ohne Ausbrechtendenz und ohne viel Steuereingriffe einstellt.
Das kann je nach Modell und auch Schwerpunkt, EWD und Steuergewohnheiten mehrere Versuche bedeuten, wobei iterativ alle drei Parameter verändert werden müssen.
"Spezialisten" legen den Haken auch oftmals geringfügig hinter den SP, dann muß aber ggf. beim Start mehr nachgesteuert werden um eine vernünftige Höhe zu erreichen...;)

viel Erfolg

Nochmal viel Erfolg für Mirko
Rainer

Sebi87
15.02.2016, 14:03
Hallo,

ich fliege nur an einer Winde nach F3B-Norm.
(gans selten an einem Gummi von EMC-Vega)

Im Normalfall hällt man den Flieger ja hinter den Flächen mit der Nase leicht nach oben. Die Seilvorspannung kann ich nicht mit einem Wert erklären. Aber einen F3B/J Flieger halte ich, bis die Winde sich richtig quält.
Die Starts sind immer unproblematisch. (Ab und zu halte ich den Flieger auch vor der Fläche (der Schirm liegt dann auch in meiner Hand) und starte den Flieger hinter meinem Rücken mit einem Schuppser fast senkrecht.
Dabei kommt es vor, dass der Flieger ausbricht (vor allem bei bockigem Wind).)
Ich muss aber auch zugeben, dass sich bei meinem Startverhalten eine gewisse Routine einspielen sollte und wird, damit man das ganze einfach entspannt macht. Wenn man vor dem Start Angst hat, ob alles gut geht, ist entweder der Flieger falsch eingestellt oder man hat vllt nicht genug Übung.
Ich hatte auch mal die Situation, dass ich aus beruflichen Gründen einfach fast zwei Jahre nicht die Zeit hatte, an der Winde zu stehen. Danach war ich bei meinem ersten Start ganz schön überrascht, wie schnell das alles geht.
Vorher waren die paar Sekunden Start eine gefühlte Ewigkeit, wo man in aller Ruhe mit den Flugphasen gespielt hat, parallel die Winde kontrolliert hat und im Wettbewerb hat der Helfer noch die optimale Position für den Schuss angekündigt.
Und nach so einer Pause lässt man den Flieger los, und eh man sich versieht ist der schon oben ;).
Alles eine Frage der Routine.

Deine Lösung mit dem Kunststoffharken mag ja bei Resmodellen zu funktionieren. Bei großen Modellen könnte ich da keinen Start beruhigt durchführen. Ich habe schon gesehen, wie ein verstellbarer Hochstartharken aus Stahl (die ja eine recht große Auflagefläche haben) einfach aus dem Rumpf gerissen ist. Bei so einem Unfall wird einem schnell klar, welche Kräfte da auftreten.

Ich bin davon überzeugt, dass ein Resmodell erstmal physikalisch genauso betrachtet werden kann, wie jedes andere Modell auch. Und daher gibt es für mich auch keinen Grund, die Harkenposition nach hinten anders ein zu stellen, als bei einem anderen Modell.

Ich weiß, dass Großsegler oft einen Harken eitwas weiter vorn haben, da diese aufgrund der Spannweite meist nicht soo stabil sind, wie die verhältnissmäßig kleinen Wettbewerbskisten.


Gruß
Sebastian

Eckart Müller
15.02.2016, 14:26
[...] (der Modi möge mir das doppelzitieren eimal verzeihen) [...]Ich verzeihe alles, fast alles...;)

Norbert12
15.02.2016, 14:35
... Meinstest du wirklich, der Haken kommt dann noch weiter vor, oder doch eher nach hinten? Vielleicht baue ich mir ja noch eine Mimik, um den Haken 5-10 mm verschieben zu können...
Hallo Mirko,


ganz konkret zu Deiner Frage. Rainer hat unter #10 kurz und bündig für gängige RES-Modelle, die sich in den Abmessungen ja nicht so sehr unterscheiden eine gute Beschreibung gegeben, wie man sich einer guten Einstellung langsam annähert.


Mit steigender Flugerfahrung/Vertrautheit mit diesem Modell bietet es sich an, den Schwerpunkt weiter zurück zu verlegen (nur ganz geringer Abfangbogen nach dem Andrücken). Das Modell will dann aktiver gesteuert werden, bringt aber deutlich mehr Leistung. Der Hochstarthaken kann dann entsprechend auch nach hinten verlegt werden.
Anhaltswert für den möglichen Verstellbereich: Bis ca. 10 mm hinter dem beschriebenen Anfangswert.


Einige RES-Piloten gehen mit dem Haken auch etwas hinter den SP. Der Haken muss dann aber auch schon etwas „zugekniffen“ werden, weil das Modell dann zu schnell mal ungewollt aus dem Haken fällt. Nach diesem Verfahren habe ich bei anderen auch schon sehr gute Starthöhen beobachtet. Mir selbst ist das aber auch zu kippelig.


Noch mal ausdrücklich: Diese Angabe in mm bezieht sich ausdrücklich auf gängige RES-Modelle. Für andere Modellarten/Größen/Flächenbelastungen gibt es andere Erfahrungswerte.
Gruß
Norbert


P.S. Ich war jetzt etwas langsam/unterbrochen beim Schreiben und sehe, dass im pronzip schon ähnlich geantwortet wurde. Als ein weiteres Stück „Meinung“ schicke ich den fertigen Text aber doch noch ab.

sonouno
15.02.2016, 15:19
Wir fliegen Alle Modelle außer Nuris so. - diese noch eine Idee weiter vorne.

Gruß
Andreas

wir sprechen hier von RES Modellen die 500 Gramm bzw noch weniger auf die Waage bringen.
Die Zugkräfte beim Start sind nur etwa 4 bis 4,5 kg....
und alle Flieger haben viel V-Form !

und auch bei Nuris werden wir versuchen (mit kleinen technischen Tricks) den Haken hinter den SP zu bekommen :D

grüssle, Christof

http://thermik-board.de/viewtopic.php?f=27&t=1622&start=30 und folgende Seiten... falls Interesse besteht :rolleyes:;)

fliegerassel
15.02.2016, 17:19
Welch angeregte Diskussion über Haken und Harken (welche ich nur im Garten nutze :D )...

Ich denke aber, ich weiß jetzt, wie ich vorgehen werde. Auch habe ich nochmal in der Dokumentation nach den Werten geschaut, welche der Konstrukteur erflogen hatte und ich habe Erfahrungswerte von einem Piloten erhalten, welcher ebenfalls den Forester fliegt. Damit sollte eigentlich etwas anzufangen sein. Vielleicht nochmal abschließend: Ich habe nicht den Ehrgeiz, aus dem Modell das letzte Stück Leistung herauszukitzeln und dafür Gutmütigkeit zu opfern. Ich kann durchaus sehr ordentlich fliegen. Ich habe auch schon Modelle am Gummi gestartet, weiß also, wie das geht. Aber es waren eben andere Modelle, nicht vergleichbar mit RES. Es macht für mich nur keinen Sinn, nicht von den praktischen Erfahrungen der aktiven RES-ler zu lernen, zumal ich eigentlich nicht erst großartige Experimente machen wollte, um mich an eine fliegbare Hakenposition heranzutasten. Von dem her danke ich euch für die Infos. Ich werde den alten Forester-Thread demnächst ausgraben und über meine Erfahrungen berichten.

Gruß Mirko

UweH
15.02.2016, 20:31
Hallo,

ich fliege nur an einer Winde nach F3B-Norm.
(gans selten an einem Gummi von EMC-Vega)

(.......)

Deine Lösung mit dem Kunststoffharken mag ja bei Resmodellen zu funktionieren. Bei großen Modellen könnte ich da keinen Start beruhigt durchführen. Ich habe schon gesehen, wie ein verstellbarer Hochstartharken aus Stahl (die ja eine recht große Auflagefläche haben) einfach aus dem Rumpf gerissen ist. Bei so einem Unfall wird einem schnell klar, welche Kräfte da auftreten.

Ich bin davon überzeugt, dass ein Resmodell erstmal physikalisch genauso betrachtet werden kann, wie jedes andere Modell auch. Und daher gibt es für mich auch keinen Grund, die Harkenposition nach hinten anders ein zu stellen, als bei einem anderen Modell.

(.......)

Nun ja, die Diskussion mit den Unterschieden zwischen F3X-Windenstarts und RES-Gummiseilstarts hatten wir kürzlich schon mal:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/559037-Informationen-MAD-RES?p=3925757&viewfull=1#post3925757

Hier geht es um die Hochstarthakenposition von RES-Modellen beim Gummiseilhochstart und ich kann die von Rainer angeführten Argumente und empfohlene Vorgehensweise nur unterstützen....oder noch einfacher gesagt: bei RES-Modellen im Freizeiteinsatz den Haken 5 mm vor den im Handstart als sicher erflogenen oder vom Konstrukteur angegebenen Schwerpunkt setzen und fliegen, fertig.

Ob im Wettbewerbseinsatz der Haken auf oder hinter dem Schwerpunkt geflogen werden kann hängt vom Modell ab, nicht alle RES-Modelle vertragen einen weit hinten liegenden Haken. Im gleichzeitigen Wettbewerbsstart parallel mit den anderen Modellen Ausbrecher einfangen zu müssen ist gefährlich für die Modelle und kostet bei RES auch Hochstarthöhe, das musste ich leider am Beginn der letzten Wettbewerbssaison erfahren obwohl der Haken am Antist vor dem Schwerpunkt saß. Zur DM in Saisonmitte hatte ich den Haken nur 1 mm weiter vor gesetzt und die Ausbrecher waren Geschichte ohne dass es spürbar Höhe gekostet hätte, im Gegenteil.

Gruß,

Uwe.

fliegerassel
16.02.2016, 08:33
....oder noch einfacher gesagt: bei RES-Modellen im Freizeiteinsatz den Haken 5 mm vor den im Handstart als sicher erflogenen oder vom Konstrukteur angegebenen Schwerpunkt setzen und fliegen, fertig.

Gruß,Uwe.

Danke, das wäre ganz kurz und bündig das gewesen, was ich wissen wollte. So einfach kann die Welt sein. ;)
Dass ich nicht an der Winde mit einem Schuss Starten will, war nach meinem Eingangspost doch eigentlich klar. Oder?

Gruß Mirko

Andreas Maier
16.02.2016, 12:33
Darf ich fragen wie hoch der Rumpf über dem Haken ist ?



Gruß
Andreas

pro021
16.02.2016, 14:04
Weil ich es zuvor gelesen habe. Es gibt Flieger die einen Schuss, bereits bei geringem Wind, durch heftiges Flattern gutieren. Deshalb lass ich das in Zukunft lieber weg und fixiere den HSH um 1-2mm hinter dem Schwerpunkt und schieße nicht mehr.
Man (ich) muss dann halt höllisch aufpassen dass ich keinen Kunstflugdrachen an der Leine habe aber im anderen Fall, mit vorderen HSH vor dem CG, ist mein Flieger bereits so flott dass ich den Schuss wegen heftigem Schütteln und Beuteln weglasse. Besser für die Nörvs und die Ausklinkhöhe die ist ohne Schuss noch (solala) besser ist als mit.
Die RESerln, nicht alle, sind halt Mimosen :D

Gruß Heinz

Im übrigen ist es hier so laut ;)

MarkusN
16.02.2016, 14:26
Daher sind meine Angaben der Abstände in mm auch zielführender als die Angabe in Winkelgrad, bei der die Rumpfgeometrie (Höhe) durchaus einen unerwünschten Einfluß auf den Haken (=Vorlage) haben kann. Bloss hat die Rumpfhöhe eben wirklich einen Einfluss auf die sichere Hakenposition. Denn letztendlich geht es um ein Kräftegleichgewicht, in dem vor allem die Winkel und Hebelarme der beteiligten Kraftvektoren (Seilkraft, Gewicht, Auftrieb) wichtig sind. Ein hoher Rumpf führt auch zu gemeinen Kippmomenten bis die Gleichgewichtslage erreicht ist, und so etwas kann auch mal überschwingen. Was dann wieder eine konservativere Hakenposition nötig macht.

Uebrigens ist die hier im Thread von Sebi beschrieben Methode mit Auspendeln und Schwanz um 10..20° hängen lassen auch nichts anderes als eben genau eine Winkeleinstellung zum SP.

Was in dem Zusammenhang wahrscheinlich auch einen Einfluss hat, ist das Profil. Denn die hauptsächliche Gegenkraft zur Seilkraft ist der Auftrieb, und wo der angreift, ist zunächst mal unabhängig vom SP, aber ziemlich abhängig von der Wölbung und der Wölbungsrücklage. (Wenn auch der SP natürlich über die damit zusammenhängene EWD mit ins Spiel kommt.) Ich vermute stark, dass die unterschiedlichen sicheren Lagen des Hakens zum SP der verschiedenen Modelle von diesem Unterschied kommen.

turbo-enzo
16.02.2016, 14:51
Ihr seid doch fast alle "Märchenonkel".;) Behauptet zumindest der Godfather der guten, alten Holzsegler himself. :)

Quelle: Bauanleitung Krick Habicht


1493972

MarkusN
16.02.2016, 14:59
Jaaa, wenn natürlich ein Thermik- und Wiesenschleicher aus den 70ern die Absolute Wahrheit (TM) vorhält, dann können wir heute nur noch das Märchenbuch zuklappen...

;)


(War aber ein schönes Modell, der Habicht. Ist es immer noch, wenn er überlebt hat.)

Norbert12
16.02.2016, 15:30
So ein Kronzeuge ist natürlich perfekt. Da freut man sich. ;)
Darf ich fragen wie hoch der Rumpf über dem Haken ist ?

Im Mittel kann man von ca. 3 bis ca. 4 cm Höhe ausgehen. Wegen der hohen V-Form dieser Vögel gibt es oben relativ viel Gegengewicht zum Gewicht des Rumpfes. Der Schwerpunkt liegt daher in der Vertikalten etwa Unterkante bis Mitte der Flügelwurzel.

Ich vermute, dass Deine Frage auf den Winkel abzielt. Bei einer Lage des Hakens von 5 mm vor dem Schwerpunkt (Horizontalrichtung) sind das dann also etwa 7 Grad.

Gruß
Norbert.

fliegerassel
16.02.2016, 18:30
Im Bereich des Schwerpunktes ist der Rumpf 27 mm hoch, also liegt der Flügel über dem Rumpfboden. Der Foresterrumpf ist ja im Flächenbereich sehr tief ausgeschnitten, so dass das Modell eigentlich mehr ein Mitteldecker ist. Wenn ich heut abend in die Werkstatt gehe, mache ich mal ein Bild davon.

Gruß Mirko

Andreas Maier
16.02.2016, 23:12
Dank an Euch Beide. :)



So ein Kronzeuge ist natürlich perfekt. Da freut man sich. ;)

Im Mittel kann man von ca. 3 bis ca. 4 cm Höhe ausgehen. Wegen der hohen V-Form dieser Vögel gibt es oben relativ viel Gegengewicht zum Gewicht des Rumpfes. Der Schwerpunkt liegt daher in der Vertikalten etwa Unterkante bis Mitte der Flügelwurzel.

Ich vermute, dass Deine Frage auf den Winkel abzielt. Bei einer Lage des Hakens von 5 mm vor dem Schwerpunkt (Horizontalrichtung) sind das dann also etwa 7 Grad.

Gruß
Norbert.


Nun da man aber relativ einfach seitlich an der Flächenauflage beim SP
einen Strich hin machen kann, nehme ich immer diese als Anhaltspunkt.
- und da haben wir ca 27mm wie Mirko schreibt.





Im Bereich des Schwerpunktes ist der Rumpf 27 mm hoch, also liegt der Flügel über dem Rumpfboden. Der Foresterrumpf ist ja im Flächenbereich sehr tief ausgeschnitten, so dass das Modell eigentlich mehr ein Mitteldecker ist. Wenn ich heut abend in die Werkstatt gehe, mache ich mal ein Bild davon.

Gruß Mirko


Genau das habe ich gesehen und über den Daumen so 25 - 30mm geschätzt.


Da ich faul bin, (habs aber gelernt und kann es auch),
nutze ich aber lieber diese Seite hier:
https://rechneronline.de/pi/dreieck.php





1494286



Gruß
Andreas

Norbert12
17.02.2016, 11:20
Hallo Andreas,

ich hoffe „der Moderator“ ist jetzt etwas geduldig, da die Diskussion etwas Offtopic entgleitet.
Aber es ging ja nicht nur um den Forester, sondern die Eingangsfrage enthielt auch den Begriff „allgemein“. Insofern traue ich mich mal.

Der Rechner für die Faulen ist als Favorit abonniert. Aber welche Zahl gebe ich als Höhe ein?
Ein fieses Beispiel wäre, einfach die Rumpfhöhe ein zu gebe, also bis Flügelunterkante zu messen.
Hier mal am Beispiel des AndREaS.


1494374



1494375



16 Grad ist viel. Upps? Was ist falsch?


Ich hänge den AndREaS jetzt am SLW auf und pendele ihn aus, um den Schwerpunkt in Vertikalrichtung zu ermitteln. Ergebnis: Der Schwerpunkt liegt in vertikaler Richtung auf Höhe der Oberkante der Flügelwurzel.


1494376


Messe ich ab Flügeloberkante, dann sind es schon 35 mm bis zur Unterkante des Rumpfes. zusätzlich muss ich natürlich auch noch die Länge des Hakens von 5 mm berücksichtigen. Der Gesamtabstand vom Haken bis zum Schwerpunkt beträgt also 40 mm.

1494377

Der Angriffswinkel des Hakens zum Schwerpunkt beträgt also tatsächlich 7 Grad gegenüber der Senkrechten. Bei zwei anderen RES-Modellen mit anderen Rumpfhöhen habe ich das auch mal zwar nicht gemessen, aber den Winkel in gleicher Größe abgeschätzt. Ich kann nur vermuten, dass das geringe Gewicht und die hohe V-Vorm dieser Modelle bewirken, dass die Erfahrungswerte von schwereren Modellen mit geringerer V-Form hier nicht passen.

Ergebnis: Die Rumpfhöhe bzw die Höhe vom Rumpfboden bis zur Flügelunterseite kann ein ganz anderes Maß haben als der Abstand vom Haken bis zum Schwerpunkt in Vertikalrichtung.

Mein Fazit: Ich bleibe für das Einfliegen beim Hakenabstand von 5 mm vor dem Schwerpunkt in Horizontalrichtung, dann bin ich bei einem RES-Flieger auf der sicheren Seite.

Gruß
Norbert

Andreas Maier
17.02.2016, 11:59
Mir, ging es auch nur um die "Sichere Seite" und daß bei Wettbewerben anders geflogen wird ist mir auch klar.
- und beim AndREaS könnte die Position sogar im Plan sein.

Das wichtigste ist ja, daß man Spaß daran hat und nichts unnötig kaputt geht.



Gruß
Andreas

Eckart Müller
17.02.2016, 14:15
[...] ich hoffe „der Moderator“ ist jetzt etwas geduldig, da die Diskussion etwas Offtopic entgleitet. [...]
Ich zitiere mich mal selbst:

Ich verzeihe alles, fast alles...;)

Nichtflügler
17.02.2016, 15:43
Ich bin der Meinung, daß der direkte Zusammenhang Schwerpunkt-Hakenposition völliger Unsinn ist.

Man hat sich zwar dran gewöhnt und es wird ja auch schon lange so gemacht mit gutem Erfolg, aber...

Ein RES wiegt ca. 400 gr und hat in der Startphase bei etwas Wind einen Auftrieb von ca. 4000 gr (oder 40 N - ganz wie ihr wollt). Damit zieht er das Gummiseil sogar noch etwas lang in der ersten Startphase.
Bei F3J wiegt das Modell 2 kg und der Zug ist direkt vor dem Start ca. 30-40 kg, bei mehr Zug fällt der Mann um!
Also Gewicht zu Auftrieb ist ungefähr 1:10-1:20

Die Hakenposition ist also vom Auftriebsmittelpunkt abhängig, das Gewicht ist in der ersten Startphase völlig uninteressant und ist bloß eine "geringe" Kraft in Richtung Leitwerk!

Also jetzt den Gewichtsschwerpunkt am Rumpf oder in der Höhe zu messen ist nicht unbedingt zielführend.

Da der Gewichtsschwerpunkt am Rumpf eine gewisse Abhängigkeit vom Neutralpunkt der Auftriebskräfte hat (bei einer standart Fluggeschwindigkeit) kann der Schwerpunkt eine Referenzgröße für die Hakenposition sein.


Es ist also überhaupt nicht überraschend, wenn in einigen Wettbewerbsklassen auch Hakenpositionen hinter dem Schwerpunkt erfolgreich eingesetzt werden.


mfg
der Nichtflügler

fliegerassel
17.02.2016, 18:29
Aus dem letzten Beitrag kann ich nicht mehr erlesen, was das noch mit meinem Forester zu tun hat. Ich verstehe auch nicht so recht, was der Autor uns damit sagen möchte. Dass zwischen Hakenposition und Schwerpunkt ein Zusammenhang besteht, ist doch wohl praktisch belegt. Zumindest ändert sich das Startverhalten, wenn sich der Abstand von SP und Haken ändert. Und um nichts anderes ging es jemals.
Aus den bisherigen Stellungnahmen kann ich ganz klar ableiten, dass eine gut fliegbare Hakenposition 5 mm vor dem SP liegt. Ob und inwieweit da noch dran gestellt werden muss, können erst die Starts am Gummi zeigen. Damit weiß ich, in welchem Bereich ein verstellbarer Haken zu verschieben sein müsste. Vielleicht drehe ich ihn auch einfach bei 5 mm ein und fliege damit... Muss aber noch den Endschliff machen und Bespannen.

Gruß Mirko

pfeiferl
17.02.2016, 23:48
Sorry Mirko,
Du kriegst hier fast noch mehr Meinungen ab, wie beim Fussball über Abseits "philosophiert" werden.
Ich bring jetzt noch ein paar Fakten ins Spiel.

Beim Hochstart gehts nicht um mm sondern um Grad.
Damit erübrigt sich die Errechnung der Rumpfhöhe.

Einfachster Weg der Bestimmung der Übertragung vom SP auf den Rumpfboden ist:
Man nehme ein großes Geodreieck.
Peile damit vorne und hinten bei der Flügelauflage die gedachte Profilsehne an.
Die 90 Grad Linie liegt auf dem erflogenen Schwerpunkt.
Dann den Schnittpunkt auf den Rumpfboden übertragen.
Dann ca 3-5 Grad, seh ich am Geodreieck, anzeichnen.
Haken rein, und passt, für den Allrounder ;)
Passt bei hohem, niederem Rumpf, Hochdecker Mitteldecker....

Wieviel vor oder hinter dem SP?

Es geht hier vor allem um den Zug meiner Hochstarteinrichtung.
Ist der Zug zum Gewicht des Modells "schwach", muss ich das Modell vor allem so schnell machen, dass kein Strömungsabriss passiert und desshalb haben große Modelle mit schwachen Gummis oder Winden den Haken ev weit vorne und haben gute Erfahrungen damit.

Hab ich aber genug Zugleistung ;) und bei RES mit ein bisschen Gegenwind und einem Gummizug von ca 3 kg ist das genug für die 500g Segler, kann ich den Haken so weit zurücklegen bis das Modell in ein dynamisches Gleichgewicht kommt.
Voraussetzung ist, dass dabei nicht mehr das HR zum Höhe machen da ist, sondern um das Gleichgewicht von Zug und Auftrieb zu "leiten", also dieses labile Konstrukt stabil zu machen.
Dazu kommt der Haken hinter den SP möglichst noch knapp hinter den Neutralpunkt.
Und, der Flieger ist stabil, auch wenn der SP um vieles verschoben wird.
Praktiziert bei F3B zB, wenn für Speed oder Zeit der SP stark verschoben wird und, oh Wunder, der Flieger gleich stabil am Seil hängt.

So. Nun startet man bei RES Bewerben auch mal mit Rückenwind.

Da reicht natürlich der Gummizug nicht mehr um das dynamische Gleichgewicht herzustellen.
Also sollte dafür der Haken auf eine Position kommen, die das Modell so "nach vorne" zieht, dass wieder ein stabiler Hochstart möglich ist.

Ist der Zug nach vorne stark, und ich ziehe Höhe um hoch zu kommen, wird irgendwann das HR ko gehen.

So, jetzt kann wieder alles richtig sein.
Eben passend für die gerade nötigen Anwendungen.

Hihi, mach ihn 5mm vor den SP... Das passt dann schon, aber jetzt weißt du vielleicht warum:)

Noch ein Tipp: musst Du immer Ziehen um hoch zu kommen, dann verleg den Haken weiter zurück. Das HLW wird's dir danken.
GSD gibts ja in der Zwischenzeit Anlagen wo man den Start auf eine Flugphase legen kann und mit dem Trimm einen sicheren Hochstart einstellen kann.
Viele Grüße, Georg

fliegerassel
18.02.2016, 09:01
Moin Georg,

danke für deine Ausführungen, die waren verständlich. Dass der Haken in einem bestimmten Winkel vor dem SP positioniert werden soll, war mir schon klar. Dass man hier bei sehr ähnlichen Modellen einfacherweise einen Wert in mm vor dem SP angiebt, macht die Sache zwar nicht total korrekt aber vergleichbarer. Und letztlich ist die eigentliche Position ja doch immer irgendwie gleich (wir reden von RES!), zumindest annähernd. Ich wollte daraus, wie schon erwähnt, keine Wissenschaft machen, weil ich fliegen will und nicht theoretische Überlegungen anstellen. Das soll ja nicht heißen, dass es nicht gut ist, die Zusammenhänge zu kennen. Das hilft durchaus, das Startverhalten richtig zu beurteilen. Nur sollte das alles in einem vernünftigen Rahmen bleiben, denn Schwätzer haben wir genug auf den Plätzen, gute Piloten schon viel weniger...

In diesem Sinne
Mirko

Nichtflügler
18.02.2016, 11:19
Gute Erklärung pfeiferl, das deckt sich genau mit meinen Erfahrungen.

Eine pauschale Angabe, der Haken muß soundsoviel mm vor dem Schwerpunkt sitzen, ist also mit Vorsicht zu genießen, funktioniert oft aber nie optimal.

Das Gleichgewicht Hakenposition / Auftriebsmittelpunkt beim Hochstart ist entscheidend und der Schwerpunkt des Modells spielt für den optimalen Hochstartverlauf eine eher untergeordnete Rolle.


Danke für die erweiterten Infos

der Nichtflügler

fliegerassel
18.02.2016, 17:31
Das hieße dann aber auch, dass es egal ist, wo mein Schwerpunkt liegt, der Haken kann immer in einem Abstand X zum Auftriebsmittelpunkt bleiben? Und warum stellen gefühlt 98% der Piloten den Haken in Bezug zum Schwerpunkt ein? Sind die alle nicht informiert? Ich wills gern verstehen.

Gruß Mirko

h.eberbach
18.02.2016, 17:59
Mirko,

ganz einfach:
Der Schwerpunkt ist die einfachste "Eselsbrücke", bzw. der einfachste Referenzpunkt, für eine passable Hakenposition ;)
Das wurde vor 60 Jahren (und noch früher?) schon so gelehrt ...

Gruß
Herbert

Nichtflügler
18.02.2016, 18:02
Mal ganz einfach:
auch der Schwerpunkt muß immer einen bestimmten Abstand zum Auftriebsmittelpunkt haben. Man spricht dann vom "Stabilitätsmaß", das kann von 15-5 % vor dem Auftriebsmittelpunkt betragen. Das wird noch komplizierter, da auch der Auftriebsmittelpunkt keine feste Position hat, sonder je nach Fluggeschwindigkeit und Anstellwinkel vor oder zurück wandert.

Der Schwerpunkt liegt vor dem Auftriebsmittelpunkt und auch der Haken soll vor dem Auftriebsmittelpunkt liegen, aber in Wirklichkeit sind das eben zwei Paar Schuhe, die eigentlich nix miteinander zu tun haben und nur zufällig in der gleichen Ecke rumliegen.
Die Standartaussage: 30 Grad vor dem Schwerpunkt hat halt immer zu brauchbaren Ergebnissen geführt, für einen leistungsorientierten Wettbewerbsflieger, der sein Sportgerät optimal einstellen will, ist das aber keine akzeptable Hakenposition.

Es kommt also darauf an, ob du zufrieden bist, wenn alles funktioniert - oder ob du erst dann zufrieden bist, wenn alles perfekt funktioniert.


So einfach ist das

meint der Nichtflügler

MarkusN
18.02.2016, 18:09
Das hieße dann aber auch, dass es egal ist, wo mein Schwerpunkt liegt, der Haken kann immer in einem Abstand X zum Auftriebsmittelpunkt bleiben? Und warum stellen gefühlt 98% der Piloten den Haken in Bezug zum Schwerpunkt ein? Sind die alle nicht informiert? Ich wills gern verstehen.Der Auftriebsmittelpunkt für normale Gleitflugtrimmungen ist immer nahe beim SP (gäbe grosse dauernde Leitwerklasten sonst.) D.h. der SP ist eine gute Näherung für den AMP. Aber eben nur das. Eine Näherung.

Für den Hochstartfall kann man auch nicht nur den AMP des Flügels betrachten. Das Leitwerk arbeitet mit. Es hat zwar nur wenig Kraft, aber an langem Hebelarm, es kann also die Gesamt-Luftkraft deutlich verschieben. Aber auch hier gilt wieder: Wenn der Hochstarthaken deutlich vor dem AMP liegt, muss das HLW grosse Kräfte liefern, um den Flügel auf den richtigen Anstellwinkel zu ziehen. Dabei kann es schnell mal an eine Grenze kommen. Für ein glückliches HLW liegt für den Gleichgewichtsfall im Aufstieg am Seil der Haken um den Gleitwinkel vor dem AMP des Flügels. Der Flieger "gleitet" ja gegen die Seilkraft hoch. Das Gewicht spuckt auch noch etwas in die Suppe, denn ganz zu vernachlässigen ist es doch nicht. Dieser Einfluss erforder wieder etwas Vorlage gegenüber der eben genannten Regel. Wenn wir vorhin von Auftrieb zu Gewicht von 10:1 gesprochen haben, etwa 6° vor.

Hägar
19.02.2016, 10:59
... und wenn wir jetzt noch diesen merkwürdigen Begriff "Auftriebsmittelpunkt" gegen den korrekten Begriff "Neutralpunkt" ersetzen, dann wird die ganze Sache rund.

In erster Näherung kann man dann sagen:
- Man stellt den Schwerpunkt so ein, dass man ein gut fliegbares Stabilitätsmaß hat. Dabei liegt der Schwerpunkt naturgemäß vor dem Neutralpunkt.
- Wenn der Hochstarthaken im Schwerpunkt positioniert ist, greifen Seilkraft und Gewichtskraft beim Hochstart (in erster Näherung) im gleichen Punkt mit gleichem Abstand zum Neutralpunkt an. Man hat dann beim Hochstart etwa das gleiche Stabilitätsmaß wie im gewöhnlichen Geradeausflug.
- Vorsichtigerweise kann man den Hochstarthaken ein paar wenige mm vor dem Schwerpunkt plazieren. Die Gesamtkraft (Seilkraft + Gewichtskraft) greift dann bei Hochstart etwas weiter vorne mit etwas größerem Abstand zum Neutralpunkt an. Man hat dann ein vielleicht wünschenswert erhöhtes Stabilitätsmaß.
- Man kann den Hochstarthaken auch hinter dem Schwerpunkt anbringen, was dann nach obiger Logik zu einem verringerten Stabilitätsmaß um die Querachse beim Hochstart führt. Wenn man's braucht, will und steuern kann.
- Auch wenn der Hochstarthaken hinter dem Schwerpunkt plaziert ist, so muss er doch vor dem Neutralpunkt bleiben. Sonst wird die Fuhre beim Hochstart instabil.

Demnach gibt es tatsächlich keinen direkten Zusammenhang zwischen Hochstarthakenposition und Schwerpunkt, sondern nur zwischen Hochstarthakenposition und Neutralpunkt. Weil aber niemand so ganz genau weiß, wo eigentlich der Neutralpunkt liegt, orientiert man sich am Schwerpunkt. Durch Wahl des Schwerpunktes hat man ja bereits herausgefunden, ob einem das im getrimmten Geradeausflug erzielte Stabilitätsmaß zusagt oder nicht. Wie weit man dann den Haken vor oder hinter dem Schwerpunkt positioniert, hängt eigentlich nur davon ab, wieviel Nickstabilität man bei Hochstart haben will: mehr (Haken vorm SP), gleichviel (Haken im SP) oder weniger (Haken hinterm SP) Stabilität als im getrimmten Geradeausflug.

Stefan

MarkusN
22.02.2016, 09:55
Auch wenn Du recht hast, dass Du den Neutralpunkt ins Spiel bringst, weil es um eine Stabilitätsproblematik geht:

NEIN, der Neutralpunkt und der Auftriebsmittelpunkt/Druckpunkt sind nicht dasselbe. Letzterer wandert mit dem Anstellwinkel.

Und die Situation im Hochstart ist komplexer als im Gleitflug, weil die Gegenkraft zur Luftkraft sich aus zwei Komponenten (Seilkraft und Gewicht) zusammensetzt, die Ihren Winkel zueinander über die Startphase ändern. In der Anfangsphase ist die Gesamtkraft mehr nach hinten geneigt, da das Gewicht nach hinten zieht. Dann braucht es für stabile Verhältnisse mehr Vorlage. Ausserdem muss da noch beschleunigt werden, um Auftrieb überhaupt erst aufzubauen. Im stabilen Aufstieg, und vor allem, wenn die Flugbahn sich abflacht, könnte der Haken auch weiter hinten sein. Es geht also auch um die richtige Starttechnik, um diese erste kritische Phase gesund zu überstehen. Und da sehen die Massnahmen (eben auch Hakenposition) dann bei einem leichten RES und einem schweren Scale-Bomber anders aus.

mattersburger
22.02.2016, 10:44
Mark Drela gibt bei seinem Allegro Light den Neutralpunkt bei 95,25 mm ab Nasenleiste an, den Schwerpunkt 7,6-15,3 mm davor (dachte dieser sei ein Fixpunkt) und den Hochstarthaken gibt er bei 17,8 mm vor dem NP an, das sind 6mm vor dem im Plan angezeichneten SP 13mm vor NP.
(alle Maße umgerechnet von Inch)

Meine Erkenntnis daraus wäre, zumindest Mark Drela weiß wo der NP sich befindet, den Rest, SP und die richtige-für sich bessere-angenehmere Hochstarthakenposition muss man sich erarbeiten erfliegen, und dabei werden mir eure Kommentare sehr helfen. Danke schon mal dafür .:):cool:

LG Andreas