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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kobuz (2,56 m - RoWi): Baubericht



Edge1252
29.02.2016, 16:04
Hallo Leute,

ich möchte hier einen Baubericht eines Kobuz mit einer Spannweite von 2,56 m mit einem HQ 1,5/10 mod.-Profil erstellen. Es handelt sich um einen Bausatz von RoWi. Die Flächen und das Höhenleitwerk bestehen aus Flächenkernen und müssen entsprechend gebaut werden. Das wird für mich eine entsprechende Herausforderung werden, da dies das 1. Projekt dieser Art für mich ist. Nun heißt es natürlich, diverse Beiträge und Internetseiten durchforsten. Hilfe nehme ich natürlich von euch gerne an.

Zu den Flächen habe ich mir bereits ein paar Gedanken gemacht (Beplankung aus Kohlefaser-Abachi, Verbau eines Scharnierbandes, Überkreuzanlenkung). Die genaueren Überlegungen folgen aber noch. Weiters muss natürlich noch das entsprechende Material und vereinzelt Werkzeug besorgt werden.
Meine einzigen Anforderungen an das Modell werden sein: Vollgasfest und entsprechender Durchzug!
Die Kerne werden von mir "NUR" gepresst werden, da leider keine Vakuumtechnik vorhanden ist.

Anbei 2 Fotos d. Bausatzes:

1501473 1501474

Näheres folgt in weiteren Beiträgen.

Clemens84
29.02.2016, 16:26
Hallo,

ich habe letztes Jahr auch einen Kobuz mit RoWi Rumpf gebaut.
Allerdings mit 265cm und RG 15. Den Rumpf habe ich verstärken müssen.
Der war sehr weich.
Bin gespannt auf deinen Bericht.

Hier ein Bild von meinem Kobuz

1501481

schöne Grüße
Clemens

Edge1252
29.02.2016, 16:27
Wie hast du d. Flächen beplankt? Denn das ist derzeit mein größtes "Rätsel" ;)

Meine Bezugsquellen sind diverse Bauberichte hier im Forum und folgende Seiten:
- http://www.cb-roter-baron.de/
- http://www.speeder.at
- http://www.christiankoch.info/bautipps/tragflaechenbau/index.html
- http://www.swiss-composite.ch/

Clemens84
29.02.2016, 16:39
mit 100g/m2 Biax Cfk und Abachi.
gepresst mit viel Gefühl zwischen 2 Spanplatten mangels Vakuumpumpe usw.

1501487

Auf dem Bild ist eine Saltofläche in der "Presse".

Ich denke diese Methode wird hier einigen Nackenhaare aufstellen, wegen der Druckkontrolle usw.
Bei mir funktioniert es gut ich habe auf einfache Weise brauchbare Ergebnisse bekommen.

Edge1252
05.03.2016, 14:09
Hallo Leute,

allmählich komme ich mit meinen Überlegungen und Materialaufstellungen zu einem Ende. Besten dank schon mal an Clemens84 für seine Hilfe.

Ich werde eine 12 mm Rundsteckung (Edelstahlstab und CFK-Stab) mit einer Länge von 40 cm (Rumpfbreite 12 cm), gelagert in einem fertigen CFK-Rohr (Wandstärke 1 mm), verbauen. Dazu werde ich d. Wurzelrippe aus 2 x 5mm Sperrholz (1 Lage CFK) und einer gleich aufgebauten Stützrippe verbauen.
Der Holm wird ähnlich wie auf der Homepage www.speeder.at beschrieben, ausgeführt werden. Im Bereich der Stützrippe hat der Holm eine Breite von 15 mm und verjüngt sich schließlich bei der Endleiste auf 5 mm. Dazu werde ich 3 Stk. 5 mm Balsaplatten mit einer jeweiligen Lage CFK dazwischen, verkleben. Abschließend wird d. fertige Holm mit einem CFK-Schlauch überzogen werden. Darüber kommt ein CFK-Band zur nochmaligen Verstärkung.
Im Bereich des Ruders werde ich eine 5 mm u. 3 mm Balsaleiste, ebenso mit CFK-Schlauch überzogen, verbauen. Als Scharnierband werde ich Abreissgewebe verwenden.
Als Beplankung werde ich biaxiales CFK-Gewebe 140 g/m² (http://shop.hp-textiles.com/shop/product_info.php?info=p894_140g-m---bidiagonal-carbongelege-hp-b141c.html&no_boost=1) und 0,7 mm Abachi-Furnier verwenden.
Für das Höhenruder werde ich als Holm einen ebenso überzogene 5 mm Balsaleiste verwenden. Für das Ruder 3 mm Balsa. Das ganze wird abschließend mit biaxialem CFK-Gewebe 80 g/m² (http://shop.hp-textiles.com/shop/product_info.php?info=p1310_80g-m---bidiagonal-carbongelege-hp-b080c.html&no_boost=1) u. 0,7 mm Abachi-Furnier verwenden.

Das wars wieder fürs erste. Sobald es mit d. Bau los geht, werde ich natürlich weiter berichten und entsprechende Bilder einstellen.

Edge1252
08.03.2016, 14:37
Heute hab ich mal eingekauft und voller Vorfreude gleich mal begonnen.
Zuerst habe ich d. Größe d. Styroporkerne auf d. Abachi-Furnier gelegt und mit ca. 15 mm Überstand ausgeschnitten.
Da d. Wurzelrippe eine Breite v. 260 mm hat, musste ich das Furnier um dortigen Bereich verlängern. Dazu habe ich das fehlende Material zurechtgeschnitten und mit Malerkrepp fixiert.

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Anschließend hab ich es umgedreht, den Teil aufgeklappt und im dortigen Bereich eine Naht mit Leim gezogen. Abschließend auf d. Tischplatte gelegt und den überquellenden Leim mit einer Klinge abgezogen.

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Zum Abschluß habe ich das Furnier auf d. Innenseite, wo die CFK-Matte liegt, mit Grundierung Clou 300 mit einer Rolle gestrichen. Dies dient dazu, dass das Harz nicht zu weit in das Holz eindringt.

Milan
08.03.2016, 15:31
Hallo Edge.

Als Tipp für das nächste mal:

Die Beplankungsteile zum Pressen nur "kreppen" nicht leimen.

Beim leimen entstehen harte Beplankungsstösse die nach dem pressen sichtbar bleiben und schlecht zu schleifen sind.

Ansonsten: DAUMEN HOCH und weitermachen:cool:.

LG

Harry

Edge1252
08.03.2016, 16:24
Ok. Danke f. d. Tipp. Werde ich das nächste mal machen. Mal schauen wie es wird. Muss mich auch erst entscheiden, ob ich d. Flächen lackiere od. nur foliere. Dann müsste ich ohnehin vorher spachteln.

Ich hab nun gesehen, dass ich d. Hülsen für d. Steckung doch selbst machen muss. Geplant war eigentlich ein Kohlefaserrohr zu verwenden. Aber leider passt das nicht. Nun stellt sich d. Frage, wieviele Lagen Kohlefaserschlauch ich verwenden soll od. ob 1-Fach reicht.

Edge1252
08.03.2016, 18:29
Ich habe nun einen Versuch gestartet:
Steckung m. etwas Lageröl eingestrichen und mit Butterpapier umwickelt.

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Als nächstes den Kohlefaserschlauch aufgezogen, fixiert und m. Epoxyharz bestrichen.

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Das ganze habe ich dann mit einem langen Kohleroving fest umwickelt. Diesen habe ich vor d. aufbringen noch mit Harz auf d. Folie getränkt.

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Zum Abschluss habe ich noch einen Schrumpfschlauch drüber geschoben. Mal schauen, wie das morgen dann aussieht.

Sniping-Jack
08.03.2016, 21:13
Schade, liest s. inters. aber das m. den Abk. geht halt g. nicht. Sry. :D

Edge1252
08.03.2016, 22:41
Danke für die Kritik. Wusste ja gar nicht, dass sich Leute über so etwas den Kopf zerbrechen. Ich bin ja lernfähig und werde die Kritik annehmen.

Edge1252
09.03.2016, 10:01
Heute habe ich mir gleich mal die Steckung angesehen. Sieht dann so aus ohne Schrumpfschlauch:

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(Foto ist leider etwas unscharf geworden)

Dann habe ich versucht, die Hülse abzuziehen. DOCH LEIDER OHNE ERFOLG. Ich wusste sofort, woran es lag. Ich habe beim Butterpapier den Überstand nicht komplett abgeklebt. So konnte vmtl. Harz eindringen und so hat sich die ganze Sache verklebt. Zum Glück handelt es sich um 1 m Edelstahlsteckung. Somit kann ich damit leben, es als Versuch abzuhaken.

Somit habe ich heute gleich d. 2. Versucht gestartet mit folgendem Unterschied:
Die Steckung habe ich komplett eingeölt. Dann das Butterpapier drauf und den kompletten Überstand verklebt. Danach habe ich das Butterpapier ein bisschen hin und her geschoben, sodass sich das Öl schön verteilt. Weiters habe ich auch das Harz angewärmt, sodass es flüssiger wird. Mir fiel dabei auch auf, dass dadurch weniger Luftbläschen beim Verrühren entstehen.

Die nächsten Arbeitsschritte waren dieselben. Gewebeschlauch drüber gezogen, Kohleroving auf Folie vorgetränkt, Gewebeschlauch mit Harz bepinselt und danach den Kohleroving aufgerollt. Zum Abschluss habe ich dieses mal ein Abreissgewebeband verwendet. Dadurch sollte eine rauere Oberflächenstruktur entstehen, welche für die spätere Verklebung im Styroporkern sicherlich von Vorteil ist. Das ganze sieht dann so aus:

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Ich hoffe, dass ich die Hülse dieses mal tatsächlich abziehen lässt. Zumindest lässt sie sich bereits jetzt auf d. Steckung sehr leicht schieben.


Da ich es einfach nicht lassen kann, habe ich auch gleich mal mit d. Zuschnitten für d. Holm begonnen. Die Kernlänge der Fläche beträgt 122 cm. Wie bereits beschrieben werde ich eine Rundstahlsteckung mit Durchmesser 12 cm und einer Gesamtlänge von 40 cm verwenden. Somit ergibt sich abzügl. des Rumpfes eine Steckungslänge in den Kernen von 14 cm und eine Holmlänge von 108 cm. Die Wurzelrippe hat eine Höhe von 24 mm.
Der Holm wird aus 5 mm dicken Balsaplatten mit stehender Maserung aufgebaut werden. Im Bereich der Steckung wird der Holm eine Breite von 15 mm haben und an d. Endrippe 5 mm haben. Damit ich wusste, wieviele Balsaplatten ich benötige, habe ich mir eine Leiste auf die Länge des Holmes von 5 auf 15 mm gelegt. Somit konnte ich abschließend den Bereich mit Balsa auffüllen.

Die Balsalagen werden mit 100 g Biax CFK Gelege verstärkt, anschließend geschliffen und abschließend mit einem Kohlefaserschlauch überzogen.

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Begonnen habe ich damit, dass ich die Balsaplatten auf einer Seite mit Malerkrepp fixiert habe.

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Im nächsten Schritt habe ich die Stöße wiederum mit Leim verklebt.

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Anschließend habe ich den überquellenden Leim wieder mit d. Stanleyklinge abgezogen. Abschließend habe ich d. Balsaplatten auf der anderen Seite ebenso mit Malerkrepp fixiert.

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Dies habe ich mit allen 3 Lagen so gemacht. Zum Trocknen habe ich das ganze nochmals beschwert, damit die Lagen gerade werden.

StratosF3J
09.03.2016, 13:20
Da ich es einfach nicht lassen kann, habe ich auch gleich mal mit d. Zuschnitten für d. Holm begonnen. Die Kernlänge der Fläche beträgt 122 cm. Wie bereits beschrieben werde ich eine Rundstahlsteckung mit Durchmesser 12 cm und einer Gesamtlänge von 40 cm verwenden. Somit ergibt sich abzügl. des Rumpfes eine Steckungslänge in den Kernen von 14 cm und eine Holmlänge von 108 cm. Die Wurzelrippe hat eine Höhe von 24 mm.
Der Holm wird aus 5 mm dicken Balsaplatten mit stehender Maserung aufgebaut werden. Im Bereich der Steckung wird der Holm eine Breite von 15 mm haben und an d. Endrippe 5 mm haben. Damit ich wusste, wieviele Balsaplatten ich benötige, habe ich mir eine Leiste auf die Länge des Holmes von 5 auf 15 mm gelegt. Somit konnte ich abschließend den Bereich mit Balsa auffüllen.

Die Balsalagen werden mit 100 g Biax CFK Gelege verstärkt, anschließend geschliffen und abschließend mit einem Kohlefaserschlauch überzogen.



Hallo,

ich muss ein paar Fragen loswerden.
1. ich sehe keinen Holm sondern nur das Stegmaterial? Kann es sein, dass du dies evtl. verwechselt hast?
2. Du brauchst die Balsalagen nicht mit 100er CfK biaxial beschichten. Es langt vollkommen aus, wenn du das Stegmaterial mit einem Kohlefaserschlauch überziehst. Hier an der Wurzelrippe durchaus 2 Schläuche nehmen. Den ersten auf doppelte Hülsenlänge nehmen.
3. Wenn Balsa als Stegmaterial zum einsatz kommt, dann solltst du das Holz mit Clou absperren oder halt viel Harz verwenden :D

Edge1252
09.03.2016, 13:45
Ja da hast du natürlich vollkommen Recht, Thomas. Es ist das Stegmaterial für d. eigentlichen Holm. Wie anfangs beschrieben lehne ich mich an diverse Internetseiten, so auch an den Holmbau.
Danke für den Tipp bzgl. des Schlauches. Hast mit Sicherheit Recht. Wird sicherlich ausreichen.
Ich habe auch vor, das Balsa mit Clou zu streichen.

Edge1252
10.03.2016, 20:48
Heute habe ich mir die Hülse für d. Steckung angesehen. Ich muss sagen, sie ist echt toll geworden. Ich konnte sie ganz einfach von d. Steckung abziehen. Das Butterpapier könnte auch ganz einfach entfernt werden. Und zum Schluss habe ich noch das Abreissgewebe entfernt. Echt tolle Oberfläche. Aber schaut einfach selbst:

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Ansonsten habe ich heute noch die 2. Hülse laminiert, das Balsa mit Clou 300 gestrichen und das Kohlefaser bestellt. Hoffe es trifft Anfang nächster Woche ein.

Das wars wieder für heute. Vielleicht komm ich morgen dazu, die Wurzelrippe zu fertigen.

Edge1252
16.03.2016, 12:30
Mittlerweile ist auch das Gewebe eingetroffen. Natürlich musste ich gleich mal den Bau fortsetzen. ;-)
Zuerst habe ich gleich mal die Stege für den Holm zusammengeklebt. Dazu habe ich mir 80g CFK Matten zugeschnitten und zwischen den beiden Lagen einlaminiert. Ich habe wieder das Balsa zuerst mit Epoxyharz eingestrichen, anschließend die Matte auf Folie getränkt und abschließend das ganze zusammengeklebt und beschwert.

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Weiters habe ich auch die beiden Styroporkernenhälften des Höhenruders zusammengeklebt. Dazu habe ich jeweils die beiden oberen Schalenhälften, Kerne und die unteren Schalenhälften mit Epoxyharz zusammengeklebt. Zwischen Kern und Schalen habe ich eine Lage Folie eingelegt, damit diese nicht zusammenkleben. Dies habe ich auch nochmals beschwert.

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Und als letzten Schritt habe ich die Wurzelrippe angefertigt. Dazu habe ich den Umriss des Styroporkerns auf eine 3 mm Sperrholzplatte übertragen. Danach habe ich diese Rippe ausgeschnitten und geschliffen. Zur Kontrolle habe ich den Styroporkern und die obere Schale genommen, den Kern ein bisschen nach innen verschoben, sodass die Rippe auf der Schale aufliegen konnte. So habe ich nochmals genau den Überstand d. Rippe überprüft und nachgeschliffen.
Diese fertige Wurzelrippe habe ich abschließend auf die Sperrholzplatte übertragen und 3 weitere Rippen ausgeschnitten.

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Die 4 Rippen habe ich zu einem Paket zusammengefasst und auf die Kontur der 1. Wurzelrippe hingeschliffen.

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Da ich die endgültige Wurzelrippe aus 2 x 3 mm Sperrholz und 1 Lage 80 g CFK-Lage aufbaue, habe ich diese, wie bereits mehrere Male beschrieben, zusammengeklebt und gepresst.

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Jetzt heißt es wieder abwarten. Die nächsten Schritte werden sein:
- Beplanken der oberen Seite des Höhenruders
- Verschleifen des Holms und mit CFK-Schlauch überziehen

Edge1252
19.03.2016, 07:28
Natürlich geht's mit dem Baubericht weiter. Der nächste Bauschritt war die Oberseitenbeplankung des Höhenruders. Dazu habe ich 0,8 mm Abachifurnier und 80g bidirektionales CFK-Gelege verwendet.
Zu allererst habe ich den Kern und Schale auf dem Abachifurnier positioniert. Als Anschlag habe ich einfach Stecknadeln verwendet.

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Im nächsten Schritt habe ich das Furnier, Gewebe und Styroporkerne mit Harz getränkt bzw. eingestrichen und ausgerichtet. Da ich die Oberseite begonnen habe, zu beplanken, habe ich zwischen dem Styroporkern und der Unterschale Folie eingelegt, um ein Verkleben zu verhindern.

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Das Paket habe ich abschließend mit Malerkrepp fixiert.

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Da ich zu Beginn des Baus überlegt habe, die Flächen konventionell durch Gewichte zu Verpressen, kam mir doch die Vakuumpumpe meines Bruders ganz Recht. Es handelt sich um einen gewöhnlichen Kühlschrankkompressor mit Schlauchverbindungen und Manometer. Geregelt wird d. Druck ganz einfach über 2 Absperrhähne.
Das Styroporpakez kam abschließend in einen Kunststoffsack, welcher einfach mit Paketband verschlossen wurde. Im Inneren kam noch Fleece auf den Kern, damit das Vakuum über die gesamte Fläche anliegt. Beschwert wurde das ganze mit einer Holzplatte, damit der Styroporkern ausgerichtet ist. Zu guter Letzt wurde das ganze bei knapp -0,2 bar 18 Stunden lang verpresst.

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Edge1252
20.03.2016, 19:49
Mittlerweile wurde das Höhenruder ausgepackt. Auf der Unterseite habe ich bereits Malerkrepp angebracht und die Stege entsprechend ausgeschnitten.

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Im vorderen Bereich kommt ein 44 cm langer Balsasteg mit 5 mm Breite. Diesen habe ich mit einem Balsahobel an die Kernhöhe angepasst.

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Im Bereich des Ruders wird ein 3 mm Balsasteg und ein Kohlerovingsteg eingeklebt.

Edge1252
21.03.2016, 11:00
Heute habe ich das Höhenruder fertig gemacht. Dazu habe ich aus dem Styroporkern mittig noch einen 3 cm breiten Streifen ausgeschnitten.

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Diesen habe ich noch mit Holz ausgefüllt. Dieser dient für die Befestigung des Höhenleitwerks am Rumpf. Eingeklebt habe ich dies mit einem Harz-Baumwollflocken-Gemisch. Die unterste Ausnehmung des Kerns habe ich mit 11 Stk. Kohlerovings, welche der Länge nach abgestuft wurden, gefüllt.

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Abschließend habe ich noch ein Kohelband über den Hauptholm und Abreissgewebe im Bereich des Ruders gelegt. Dieses dient abschließend als Scharnierband.

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Zu guter letzt habe ich alles mit Epoxyharz bestrichen und abschließend mit der Kohlefaserlage und dem Abachifurnier beplankt. Das ganz wurde nun in den Vakuumsack gepackt und härtet bei -0,2 bar bis morgen früh aus.

Christian Volkmar
21.03.2016, 17:30
Hallo bin gerade über Deinen Bericht gestolpert und für mich sieht es so aus als hättest Du das HLW mit unidirektionalem Kohlegewebe in Flugrichtung aufgebaut.
Das wäre vom Aufbau nicht richtig. Eine diagonale Ausrichtung kann nur die hier auftretenden Torsionskräfte aufnehmen. Dies gilt auch für Deinen Flächenaufbau.
Ich hoffe ich irre mich.

Edge1252
21.03.2016, 17:45
@Christian: beim Gewebe handelt es sich um bidirektionales, also +/-45 Grad. Es sieht aufgrund der Nähfäden so aus.

Clemens84
21.03.2016, 19:49
Hallo,

muß mich mal wieder hier melden.
Super das es losgegangen ist bei dir. Mir ist aufgefallen, dass dein Scharnier für das Höhenruder auf der Unterseite ist. Warum??
Oder ist das passiert?? Pass bitte auf das Gewicht des HLW auf. Du brauchst sonst eine Menge Blei in der Nase.

schöne Grüße
Clemens

Edge1252
22.03.2016, 07:26
Guten morgen,

heute früh habe ich gleich mal das Höhenleitwerk ausgepackt. Was soll ich sagen. Es ist bretthart. Und die Waage hat 179,1 g angezeigt. Ich schätze, dass ich schlussendlich mit d. Höhenleitwerk auf ein Gewicht zwischen 160 - 165 g kommen werde. (Es muss noch d. Rand von 5 mm abgeschnitten, die Nasenleiste und das Ruder verschliffen werden) Keine Ahnung ob das nun ein guter od. schlechter Wert ist. Da ich vorhabe, den Kobuz zu elektrifizieren, wird das mit d. Schwerpunkt nicht so tragisch sein.

Leider habe ich doch etwas beim Höhenleitwerkbau vergessen: ich hätte noch vor d. Beplankung der Unterseite die Nasenleiste mit einem Harz-Baumwollflockengemisch ausfüllen sollen. Ich dachte, dass ich das nachträglich noch machen kann, da bei mir die Nasenleiste der Kerne fehlt. Jetzt muss ich nachträglich mit d. Dremel einen Schnitt machen und dann das Gemisch mit einer Spritze einbringen.

@Clemens84: ich weiß. Ich möchte wie bei den Querrudern ebenso Elastic-Flaps verwirklichen. Ob mir das gelingt, weiß ich noch nicht. Auch nicht, ob das überhaupt Sinn hat. Ansonsten werde ich das Höhenruder mit Silikon anscharnieren.

Clemens84
22.03.2016, 07:47
...Ich möchte wie bei den Querrudern ebenso Elastic-Flaps verwirklichen. ...

ja ja schon klar, nur wo das Scharnier ist, oben oder unten, ist dem Elastic Flap egal. Bewegen tut es sich so oder so.
Elastic Flap ist ja die Bauweise.
Üblicherweise wird das Höhenruder oben angeschlagen, da die Anlenkung unten läuft.
Bei den Flächen ist das Scharnier unten wenn du eine Überkreuzanlenkung baust und das Ruderhorn oben sitzt.
Normalerweise ist das Ruder auf der gegenüberliegenden Seite des Ruderhorns angeschlagen.

Edge1252
22.03.2016, 07:49
Da hast du natürlich absolut Recht, Clemens. Ich bau mal alles so weit fertig und entscheide zum Schluss, wie ich es machen werde.

Keulchen
22.03.2016, 20:32
Servus Marcus,

du bist ja wirklich fleißig am Bauen -Super!

Ich hab im Keller noch einen kompletten Satz an Flächenkernen von Rowi für den Kobuz rumliegen.
Falls du Interesse daran hast kann ich Dir die Kerne gegen Erstattung der Portkosten für Lau zusenden!?

LG

Thomas

Edge1252
23.03.2016, 11:32
Heute habe ich das Höhenruder zurechtgeschnitten. Weiters habe ich den Spalt der Nasenleiste mit Epoxy-Baumwollflocken-Gemisch mittels Spritze ausgefüllt. Fehlt dann nur noch das Einschneiden im Bereich des Ruderscharniers und Schleifen der Nasenleiste sowie der Ruderkante.

Ich habe heute auch noch die Oberseite der 1. Tragfläche mittels 140g CFK-Gewebe und Abachifurnier wie beim Höhenruder beplankt. Das ganze habe ich abschließend in einen großen Müllsack zum Pressen mittels Vakuum gegeben. Bin auf das Ergebnis gespannt.

Edge1252
24.03.2016, 16:23
Heute ging es wieder weiter. Ich habe nun die Oberseite der 2. Fläche beplankt. Dies möchte ich nochmals genau beschreiben.

Ich bin wie folgt vorgegangen:
- Schale auf das Abachifurnier gelegt und den Umriss mittels Stahllineal auf das Furnier übertragen.
- Als nächstes habe ich das Furnier mit 5 mm Übermaß mittels Stanleymesser abgeschnitten. WICHTIG: Im Bereich der Wurzelrippe die Stärke berücksichtigen, sodaß das Gewebe und das Furnier über die Rippe läuft.
- Anschließend habe ich zugeschnittene Furnier auf das 140 g CFK-Gewebe gelegt und dieses auf die Größe zugeschnitten.

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- Im nächsten Schritt wurden Stecknadeln in das Furnier von oben gesehen entlang der übertragenen Linie des Styroporkerns gesteckt. Dies dient für mich als Anschlag zum einfachen Ausrichten des Furniers beim Kern.
- Danach wurde die obere Schale auf die Werkbank gelegt.
- In die Schale selbst wurde auch nochmals Folie gelegt, damit die Schalen nicht verkleben.
- Als nächste Schicht wurde das Furnier eingelegt und mit den Stecknadeln an der Schale ausgerichtet.
- Nun wurde bereits das Furnier mit Epoxyharz mittels Schaumstoffwalze eingestrichen.
- Nun wurde das zugeschnittene CFK-Gewebe eingelegt und ebenso mit der Schaumstoffwalze gewalzt. Hier merkt man sofort, wie das Harz durch das Gewebe dringt. Das Gewebe fängt an, matt zu werden und die weißen Nähfäden werden blass. So kann man sicher gehen, dass alles mit Harz getränkt wird.
- Als nächstes wurde bereits der Kern eingelegt und ausgerichtet.
- Abschließend wurde nochmals Folie eingelegt und die untere Schale aufgelegt.
- Das ganze Paket wurde nach dem Ausrichten rundum mit ein paar Streifen Malerkrepp gegen Verrutschen gesichert.
- Bevor das ganze Paket in den Vakuumsack mit -0,2 bar Unterdruck kommt, darf man natürlich die Stecknadeln nicht vergessen.

Da das Paket nun bis morgen früh aushärtet, wurde auf der Unterseite der linken Tragfläche weitergearbeitet.

1576250

Ich habe bereits mit Stanleymesser den Holm und die Stützrippe ausgeschnitten.

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Die Stützrippe wird aus 2 x 3 mm Sperrholz mit einer Lage 80 g CFK-Gewebe ausgeführt. Diese habe ich ebenso mit Harz verklebt und im Schraubstock gepresst.

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Da ich den Flächenkern im Bereich der Stützrippe nicht über die gesamte Profillänge durchschneiden wollte, wird die Stützrippe 8 cm lang sein. Es wird ohnehin nochmals ein 5 cm breites Kohlefaserband auf der Unterseite über die gesamte Flügellänge gelegt.

Weiters habe ich mich auch der Wurzelrippe gewidmet. Diese habe ich bei der Fläche angelegt und wurde nun genau der Kontur des Kerns angepasst.


In Beitrag Nr. 7 wurde von Harry erwähnt, dass man die Beplankungsstöße bei zusammengeklebten Furnieren nach dem Kleben und Pressen erkennt. Dies konnte ich NICHT feststellen. Die Stöße sind nicht erkennbar.

Edge1252
29.03.2016, 16:07
Bei der Wurzelrippe habe ich heute die beiden Bohrungen für die Verdrehstifte gebohrt.

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Anschließend habe ich im dortigen Bereich auf der Seite zum Kern 8 x 15 mm Buchenrundholz angeklebt. Darin werden die Messingrohre für die Verdrehstifte gelagert. Dieser Bereich muss natürlich von den Kernen ausgenommen werden.

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Und zu guter Letzt habe ich noch die Stützrippe und die Wurzelrippe angelegt. Anschließend habe ich mit einem heißen Draht den Bereich vom Styropor befreit, damit ich die Hülse für die Steckung einkleben kann.
Danach habe ich die Steckung samt Hülse eingeführt und die Stützrippe beim richtigen Maß fürs erste eingeklebt.

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Vorhin wurde von mir im AutoCAD die Fläche mit den richtigen Abmessungen gezeichnet.

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Edge1252
29.03.2016, 17:35
Die Steckungsbohrungen im Rumpf habe ich heute auch gemacht. RoWi hat mir zwar die Linien angezeichnet, doch dies sind nur UNGEFÄHRE Positionen. Daher musste ich die Bohrungen neu anzeichnen.
Dies habe ich wie folgt gemacht:
Ich habe mir zuerst auf der Werkbank eine Markierung im Bereich der Nase und im Bereich des Hecks gemacht. Den Abstand habe ich von der Tischkante aus gemessen und entsprechend angezeichnet. Danach habe ich den Rumpf mit dem Winkel auf die Markierungen ausgerichtet.

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So habe ich mich versichert, dass die Längsachse des Rumpfes parallel zur Tischkante läuft. Im nächsten Schritt habe ich mit der Waage und Augenmass das Seitenruder senkrecht ausgerichtet. Nun habe ich von der Markierung der Nase auf der Werkbank 47 cm (Angabe lt. Clemens84) nach hinten gemessen. Dies ist d. Position der Nasenleiste. Und eine weitere Markierung habe ich bei 77 mm gemessen. Dies ist nun die fertige Position der Steckung. Diese Punkte habe ich senkrecht zur Tischkante angezeichnet. Im letzten Schritt habe ich diese Masse mit dem Winkel auf den Rumpf nach oben übertragen. Ebenso auf beiden Seiten die gleiche Höhe. So habe ich die genaue Position der Steckung ermittelt.

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Die Löcher habe ich mit einem 14 mm Bohrer gemacht. So kann ich dann die Steckung noch entsprechend ausrichten.

FWK
29.03.2016, 21:39
Hallo Marcus,

Ein nettes Tempo, dass du an den Tag legst, aber die Flugsaison ist ja auch gleich ums Eck...
Ich hoffe deine Steckungshülse ist nicht bloss mit der Wurzelrippe und der Stützrippe, sondern auf deren gesamten Länge ordentlich mit dem Holmgurt verklebt? Dieses Detail erkenne ich auf deinen Fotos nicht. Wünsche weiterhin viel Spass beim Bauen.

Gruss, Franz

Edge1252
29.03.2016, 21:46
Danke für dein Kompliment.
Auf den Fotos ist die Steckungshülse auch nocht nicht verklebt. Es wird auf der Ober- und Unterseite der Hülse eine 5 mm Balsaleiste eingelegt und mit Baumwollflocken-Harzgemisch verklebt.

Sollte ich das Buchenrundholz ebenso an der Schale abstützen? Ich könnte ja auch einfach im Bereich des Buchenrundholzes ein 5 mm Loch bis zur Schale bohren und anschließend mit dem Baumwollflocken-Harzgemisch ausfüllen, oder? Oder reicht es, wenn die Kräfte der Verdrehstifte NUR von d. 6,5 mm (2 x 3 mm Sperrholz, 1 CFK-Lage unidirektionales Gewebe) Wurzelrippe aufgenommen wird?

FWK
29.03.2016, 22:17
Hoi Marcus,

Ich empfehle dir die Balsaleiste wegzulassen und die Steckungshülse mit eingedicktem Harz (Baumwollflocken) satt einzukleben.
Bei den Holzdübeln wie von dir vorgeschlagen noch ein wenig Styro rausnehmen und ebenfalls mit eingedicktem Harz auffüllen.
Das Gewicht spielt an dieser Stelle keine grosse Rolle, da nahe dem Schwerpunkt.

Gruss, Franz

Edge1252
04.04.2016, 12:22
Heute habe ich wieder ein bisschen was geschafft. Ich habe heute im Bereich des Ruders die Balsastege mit einem Balsahobel auf die richtige Höhe geschnitten und anschließend mit Epoxyharz eingeklebt.

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Außerdem habe ich den 2. Holm mit dem CFK-Geflechtsschlauch verklebt.

FWK
04.04.2016, 13:49
Hallo Marcus,

hmm... da fehlen aber noch die C-Schläuche auf den Balsastegen.
Ausserdem würde ich diese Stege bis ganz zur Wurzelrippe ziehen.

Gruss, Franz

StratosF3J
04.04.2016, 14:16
hallo,

wenn du die Steckungshülse mit Balsa abstützt, muss diese auf den Ober- und Untergurt gehen. dies sehe ich leider nicht auf Deinen Bildern. Du solltest/musst deine Gurte bis zur Wurzelrippe führen. Sonst wird das Modell nicht artgerecht fliegen :D.

Edge1252
04.04.2016, 16:51
@FWK: Ich kann das Balsa leider nicht mehr rausnehmen. Ist bereits verklebt. Den Balsasteg habe ich aber nachträglich bis zur Wurzelrippe gezogen. Ich werde allerdings, wenn die Fläche fertig beplankt ist, das Styropor im Bereich des Ruders rausnehmen und dort nochmals CFK-Gewebe einlegen. Ich kann im Bereich des Ruders zusätzlich auch noch ein CFK-Band einlegen.

@StratosF3J: Die Steckungshülse, wie bereits von mir korrigiert, wird nicht mit Balsa abgestützt werden. Der Ausschnitt ist/wird mit Baumwollflocken-Harz-Gemisch ausgefüllt und es kommt abschließend noch ein CFK-Band über die Hülse bzw. den Holm.

Danke für eure Antworten. Ich denke, dass die Fläche ohnehin (oben und unten 140er CFK-Lage mit Abachi) sehr steif werden wird.

Edge1252
12.04.2016, 18:45
Heute bin ich dazu gekommen, das Seitenruder mit Abachi und 80er CFK Gewebe zu verkleben. Dazu habe ich das Furnier und das Gewebe mit 1 cm Überstand des Kernes ausgeschnitten. Die Furniere wurden an der Seitenruderkante mit Abreissgewebe fixiert. Anschließend das Harz eingewalzt und mit den Schalen des Kerns in den Vakuumsack gesteckt.

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Edge1252
14.04.2016, 10:08
Heute habe ich die Beplankung des Seitenruders zugeschnitten, etwas vom Styropor weggschnitten und den Bereich mit Balsa ausgefüllt. Eingeklebt wurde dieses mit dickflüssigem Epoxyharz.

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Edge1252
20.04.2016, 10:29
Beim Kobuz ging es wieder weiter, nachdem ich bei meiner kleinen Breitling B4 ein paar Arbeiten gemacht habe.
Doch zuerst möchte ich euch noch ein Foto vom Tränken es CFK zeigen. Beim Gewebe sieht man sehr schön, wie das Gewebe vom Harz durchtränkt ist.
Links = Harz aufgetragen / Rechts = ohne Harz

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Doch nun zur Tragfläche. Als erstes muss ich sagen, dass ich leider zeitbedingt davon leider keine Fotos gemacht habe. Daher schreibe ich, was gemacht wurde.
Zuerst wurde das Abachifurnier mit Harz eingestrichen. Im nächsten Schritt habe ich die zugeschnittene CFK-Matte aufgelegt und mit einem Roller auf das Furnier gewalzt. Dadurch hat sich die Matte schön mit Harz getränkt.
Als nächstes habe ich ein Baumwollflocken-Harz-Gemisch im ausgeschnittenen Berich oberhalb der Steckungshülse und im ausgeschnittenen Bereich der Führungsstifte aufgebracht. Auch im Bereich der Tragflächennase wurde verdicktes Harz verklebt.
Anschließend habe ich unverdünntes Harz in den Bereichen des Holmes aufgebracht und danach den Holm eingelegt.
Nun habe ich den Schaumstoffkern mit Harz eingewalzt.
Abschließend habe ich im Bereich der Ruderstege 3 cm breites Abreissgewebe, welches als Scharnier dient, aufgelegt und gewalzt. Anschließend kam noch über die gesamte Länge des Holms und der Steckungshülse sowie oberhalb des Abreissgewebes 5 cm breites CFK-Band. Dieses habe ich auch nochmals mit Harz eingewalzt.
Zu guter Letzt wurde das Furnier mit dem CFK-Gewebe und die untere Schale ausgerichtet. Das Paket wurde dann wieder im Vakuumsack bei - 0,2 bar gepresst.

Eine der beiden fertigen Flächen sah dann so aus:
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Meiner Meinung nach ein sehr gutes Ergebnis. Auch die Festigkeit!

Nachdem ich mit der 1. Fläche fertig war, kam aber doch großer Unmut. Der Grund war, dass ich Depp doch glatt vergessen hatte, den Kern für die Servokabeln auszuschneiden. Bei der 2. Fläche habe ich darauf NICHT vergessen.
Nun meine Frage an euch: Was kann ich tun, um nachträglich das Servokabel einzuziehen? Das Furnier möchte ich sehr ungern aufschneiden.

Frank Thorn
20.04.2016, 11:07
Saubere Arbeit...

Kabelkanäle habe ich auch schon vergessen. Ich habe einfach einen 4mm Holzbohrer in ein Messingrohr eingeklebt und dann von der Wurzelrippe aus von Hand reingebohrt. Ging problemlos.


Gruß
Frank

Clemens84
20.04.2016, 11:43
sieht doch gut aus.
Den Kabelkanal habe ich auch nachträglich gemacht. Habe dazu in ein Alurohr Sägezahn ähnlich Kerben gedremelt und habe mich so
durchs Styro gearbeitet. Hat super geklappt.
Weiter so, damit du bald fliegen kannst.

Ich war letztens wieder mit meinem Kobuz am Hang. Macht riesig Spaß die Kiste.
Top Speed: 218 km/h :cool::D

schöne Grüße
Clemens

Edge1252
20.04.2016, 11:50
Danke für eure Kommentare. Das sind gute Ideen. Hab auch schon überlegt, das ganze mit einem heißen Draht zu machen. Aber ich befürchte, dass sich dann der Draht verlaufen könnte.

Ich bin auch schon gespannt, wie das Verschleifen der Nasenleiste verlaufen wird. Hoffe, dass dies genauso schön und einfach geht wie beim Höhenleitwerk.

Ja ich freu mich auch schon unglaublich auf den Kobuz. Daher auch das schnelle Bautempo. ;-) Morgen werde ich gleich mal anfangen, das Ruder auszuschneiden und auch anfangen, die Flächen zu schleifen. Ich bin auch sehr gespannt, wie das V der Tragflächen passen wird. Aber da hat man ja zum Glück anhand vom Rumpf noch einiges an Spielraum. ;-)

Milan
20.04.2016, 11:55
Noch eine Möglichkeit:

Einen Kabelkanal in die Nasenleiste; beziehungsweise ins Styro vor der Nasenleiste, schneiden.

Klugscheissmodus an: Hast du das Furnier zuvor mit Lack abgesperrt? Holz säuft nämlich Harz wie ein Trunkenbold!
Harz nur auf das Gewebe auftragen - Holz und Styro trocken lassen und nicht extra mit Harz "einsaften". Das mach den Flügel nur unnötig schwerer ohne Festigkeitszuwachs.
Klugscheißmodus aus

Fröhliches Weiterbauen wünscht grüßend

Harry

Edge1252
20.04.2016, 14:01
Danke für die Info. Kann ich aber so nicht machen. Wie soll ich denn sonst mit dem Kabel am durchgehenden Holm vorbei?

Und natürlich habe ich, wie in Beitrag Nr. 6 beschrieben, das Furnier zuvor mit Clou 300 gestrichen.

Zum Thema "Gewicht": bei uns in Österreich haben wir das Glück, dass es KEINE 5 kg-Grenze, wie in Deutschland, gibt. Somit ist es mir im Prinzip egal, ob die Kiste nun ein paar g zuviel hat oder nicht. Ich will ja mit dem Kobuz nicht Thermikkreisen. Dafür gibt es andere Modelle, die auch dafür ausgelegt sind. Für mich ist der Kobuz eine Kunstflugmaschine, mit der ich herumheizen kann, entsprechenden Durchzug hat und eine gewisse Festigkeit aufweist. Zur Gewichtseinsparung kann ich ja immer noch die Edelstahlsteckung gegen einen CFK-Stab auswechseln.

Zum Thema "Klugscheißmodus": ich bin nicht der Typ, wie ein paar Leute hier im Forum, die sich sofort durch "Tips und Tricks" angegriffen fühlen. Solche Leute kann ich einfach nicht ausstehen. Aber das ist ein anderes Thema. Ich bin jedenfalls für jeden Tip dankbar.

jimmy.laessig
20.04.2016, 16:33
Danke für den Baubericht! Ist abonniert!
Frage, wo kriegt man so einen RoWi-Bausatz? Oder gibt es die nicht mehr?
Mich hat diese Bauweise immer interessiert, und würd sowas gerne in den nächsten 1-2 Jahren selbst versuchen!
Bitte weiter berichten, mit all den Erfahrungen und Fehlern! Ist gerade für Anfänger interessant!

Hut ab!
Bis dann!

Edge1252
20.04.2016, 16:43
Hallo Jimmy.laessig,

danke für dein Kommentar. Mir gehts genauso mit dem Bau. Es ist ja schließlich mein 1. Modell, das ich so baue. Ansonsten immer nur aus dem Baukasten.
Ich möchte hier aufzeigen, dass es mit einfachen Mitteln möglich ist, ein solches Modell zu bauen. Viele haben ja was weiß ich an Werkzeug herumliegen, das man aber im Endeffekt nicht wirklich benötigt. Und es soll auch zeigen, dass dies wirklich von jedermann zu schaffen ist. Es ist tatsächlich KEINE Hexerei! Das kann jeder.

Ich bin mir auch absolut sicher, dass ich ab und an einen Baufehler mache. Daraus lernt. Abschließend möchte ich im Beitrag natürlich sämtliche Fehler nochmals aufzeigen bzw. was ich zukünftig anders machen würde.

Clemens84
20.04.2016, 16:43
Hallo,

@ Jimmy
warum erst in 1-2 Jahren??

Meinen Kobuz kennst du ja. Das ist auch ein Rowi Rumpf. Allerdings nicht mit Rowi Flächenkernen.
Rowi erreichst und unter rowi-modellbau@gmx.de

@Edge1252
Da hast du recht, dass es auch mit einfachen Mitteln geht.
Ich habe auch keine Profi Werkstatt. Das Problem am selber bauen ist: Es mach süchtig!!!
Bin schon überlegen was ich als nächstes bauen werden.


So eine eigene Rumpf-Form wäre nett um verschiedenes zu testen.

Grüße
Clemens

Edge1252
20.04.2016, 16:52
@Clemens: ich habe jimmy bereits eine PN geschickt ;-)

Dann könnten wir ja mal ein Kobuz-Treffen in Niederösterreich veranstalten? ;-)

jimmy.laessig
20.04.2016, 16:55
Danke! Mail ist draussen.
Na ja. Ich will mal alle Projekte abarbeiten (Haha, der war gut) bevor ich mich auf was neues stürz...
Also ich bestell mal, und schau, wann ich dazu komm.
Also bitte fleissig weiter posten. (Vor allem Bilder, die helfen immer sehr)

Lg

Clemens84
20.04.2016, 16:57
ja das können wir machen.
Dann könnte man direkt dein HQ zu meinem RG 15 vergleichen.
Wäre sicher interessant ob man etwas in der Praxis merkt.

@Jimmy
sehr cool. Dein Pace kommt doch eh erst nächstes Jahr. Bis dahin bist leicht fertig.

jimmy.laessig
20.04.2016, 19:14
Bestellt!:D

Edge1252
21.04.2016, 21:09
Super!

Aber zurück zum eigentlichen Bauthema:
Leider hab ich heute am Kobuz nichts geschafft. Ich habe lediglich mal die Fläche abgewogen: Gewicht 601g. Ich denke, das ist ein sehr guter Wert.

jimmy.laessig
22.04.2016, 16:20
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So! Blut geleckt. Gehe mit absolut keiner Erfahrung ans Projekt!
Aber ich hab schon mit der Recherche begonnen.
Das ist die 4te Auflage aus dem Jahr 1994. Seit damals hat sich bei Faserverbundstoffen eh nix geändert, oder?:D:D:D

Edge1252
22.04.2016, 18:22
Naja, ein paar Kleinigkeiten vielleicht. ;-)

Schau dir einfach mal die Links an, die ich zu Beginn des Beitrags angeführt habe. Weiters steht auch im Magazin Aufwind (2/2016 u. 3/2016) ein sehr hilfreicher Baubericht von Markus Gutjahr über eine Swift mit Spannweite 3,2 m drin.

SimonWerba
11.07.2018, 15:11
Toller Baubericht!

Ich habe auch vor einem Jahr etwa einen Kobuz-Rumpf gekauft, als Baukasten (also leer und nicht angefangen). Leider fehlen bei mir sämtliche Markieren betreffend die Position der Tragflächen (EWD etc.), kann mir hier ggf. jemand weiterhelfen?

Liebe Grüße aus Graz,
Simon

P.S.: Die Flächen wurden selbst angefertigt aus Styro-Balsa, daher wird mein Steckungsrohr wohl nicht mit dem des Herstellers übereinstimmen.

alois1
12.07.2018, 20:38
Hallo Simon !
Gugst Du in Baubericht von SB13 da wirst Du viel mehr Anhaltspunkte zum Bau, auch von meiner Wenigkeit
finden.:)
Ich hoffe es hilft Dir weiter ,wenn nicht fragen kostet nichts !

Fliegergruss Gerhard