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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Startwagen für Düsen Me163



Powermaster
11.11.2006, 09:48
wer hat Vorschläge für eienen effektiven - lenkbaren Startwagen für eine Düsen Me 163 zum starten auf Graspiste !?

steve
11.11.2006, 10:38
Hallo,
habe mich bei meinen Krafteiern auch einige Zeit mit diesem Thema beschäftigen dürften und nutze nun zur Stabilisierung beim Start ein Gummi. Ist aber immer ein Aufwand, alles aufzubauen, Gummi spannen und so weiter….
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Lenkbares Spornrad und Seitenruder bringen aber bei mir einfach nicht die Wirkung.
Das vernünftigste wäre ein 3-Bein-Startwagen, wie er von Manfred Richter bei der V1 und Spunki bei seinem Delta verwendet wird. In jedem Fall also mit separater RC-Anlage.
Das schaut dann allerdings nicht so super aus...3-Bein und Kraftei ...also ne ne!
Ich habe aber immer wieder Leute auf Flugtagen einen geraden Start mit dem Original -Setup machen sehen.

In Planung waren bei mir dann noch 4 Ansätze:
1. Wie beim Original eine kleine Schubvektorsteuerung. Muss nichts Großes sein. Eher seitliche oder ein kleines zentrales Leitblech im Schubrohr. Habe mir inzwischen bereits Teflon für die Anlenkungen besorgt.

2. Die Achse des Startwagens wird gesteuert. Hierzu wird der hintere der beiden Stifte, mit denen der Wagen am Modell befestigt wird, exzentrisch gelagert. Der Exzenter wird angesteuert und die Achse ist dann steuerbar.

3. Die Achse erhält eine weitere Lagerung wie bei den Skateboards, wodurch bei Neigung um die Längsachse auch eine Drehung der Radachse um die Hochachse ausgelöst wird. Diese Schrägachsensteuerung sollte gehen, weil ich bei der Landung immer wieder beobachten konnte, dass die Querruder sehr lange und noch bei ausgesprochen geringer Geschwindigkeit gut ansprechen.

4. Die Räder werden einzeln mechanisch gebremst. Damit kann dann auch eingeparkt werden.

Bei kleinen Modellen empfiehlt sich eine mechanisch anspruchlose Lösung und ich denke, da kann auch ein 3-Bein verschmerzt werden. Bei den größeren Maßstäben kann aber in den Fahrwerkskarren so einiges eingebaut werden.

Wichtig und von mir oft sträflich vernachlässigt ist aber, dass die gesamte Starteinheit von sich aus einen sauberen Geradeauslauf hat. Hat meine aber meist nicht, weil mal wieder da oder dort etwas verbogen ist, sich irgendwas gelockert hat oder sonst wie Spiel im System ist.

Das mit der Schubmanipulation werde ich sicher mal ausprobieren und dann mal berichten. In jedem Fall ist es immer wieder erstaunlich, welch komplexe Aufgaben ein im Grunde simples Konzept, wie das Kraftei stellen kann.

Grüsse

ThomasL.
11.11.2006, 18:27
Hallo, ich beschäftige mich seit etwa einem Jahr mit einem Düsen-Ei.

Gebaut ist es nach einem alten FMT-Plan (SPW 1,57m), es soll mal meine Lambert-Bine (60N) rein.

Heute bin ich heilfroh das ich erstmal den Stingray von Dirk Juras gebaut und geflogen habe. Eigendlich wollte ich mit der Me meinen ersten Turbinenflug wagen.

Nach einigen Tests mit dem Gummiseil ohne Antrieb habe ich jetzt einen 60er Webra mit Reso eingebaut. In die Luft habe ich das Teil noch nicht richtig bekommen, der Schwerpunkt scheint vorne und hinten nicht zu stimmen - ICH BIN FÜR JEDEN TIPP ZUM THEMA SCHWERPUNKT DANKBAR !

Zum Fahrwerk:

Ich habe einen Lenkbaren Sporn und ein Abwurffahrwerk ! eingebaut. Die Mechanik ist Simel und Funktioniert super. Später werde ich mal ein paar Bilder einstellen.

Das Startverhalten:

Eine mittlere Katastrophe ! Beim anrollen muss man kräftig anschieben, damit der Vogel nicht auf die Nase geht. Ist die Fuhre in Fahrt, geht es im Zickzack über die Piste, wobei die Abhebegeschwindigkeit nicht annähernd erreicht wird.
Abhilfe brachte ein Kreisel auf Seite und Sporn. So brachte ich das Ei das erste mal in die Luft. Die ME war aber nicht zu Kontrolliern und ist in den durchweichten Acker eingeschlagen, zum Glück ohne grossen Schaden !
Das ist momentan der Stand. Ein Kollege meinte der Kreisel würde bei gleichzeitigem Quer und Höhenruderausschlag störend eingreifen !?!? Ich vermute der Schwerpunkt war zu weit hinten !?! - - - Da hilft wohl nur ein neuer Versuch !

Das Kraftei ist einfach ein genialer Flieger und ich werde es irgendwann mit Turbine fliegen !

Gruss Thomas

grazy-horse
12.11.2006, 11:14
Hallo zusammen !

Bin neu hier, ist mein erster Beitrag......

Ich fliege seit ein paar Jahren und immer wieder sind "Kraft-Eier" dabei.
Das Problem beim Start hatten wir am Anfang nicht, da wir unsere immer geworfen haben.
Das ging natürlich nur bis zu 140cm Spannweite /15ccm. Seit die Dinger größer werden, wird´s zum Problem. Bei meiner 1:5er Me von Wega mit einem 25ccm motorisiert, sollte man(n) meinen der Luftstrahl des Propellers gibt mehr Druck auf das Seitenruder, dem ist aber nicht so.

Auf dem ersten Foto seht ihr das Fahrwerk (1:5), es ist ein Aluvierkantrohr das in einer entsprechenden Hülse im Rumpf steckt. Auslösung funktioniert einwandfrei. Auf dem zweiten Foto ist ein Vorschlag den ich im Netz gefunden habe, leider kann ich nicht sagen ob das so funktioniert hat, den Besitzer habe ich leider nicht erreicht.

Ralf

steve
12.11.2006, 11:17
Hallo Thomas,
ja die Me kann Hacken schlagen wie ein Feldhase. Dabei kannst du mit dem angeblasenen Seitenruder im Grunde noch gut korrigieren - wenn es angelenkt ist. Gegen das nach-vorne-kippen helfen große Räder etwas. Die Me war auch mein erster Turbinenflieger und dafür nicht unbedingt eine glückliche Wahl.
Der Schwerpunkt ist so eine Sache. Wenn exakt ein Scale-Grundriss vorliegt, kann er etwa am Ende des hinteren dreieckigen Fensters angenommen werden. Manche Hersteller reduzieren jedoch die Pfeilung und dann liegt er mehr in der Mitte dieses Fensters. Du kannst mir aber mal eine PN senden mit den Daten: Tiefe innen - Tiefe aussen - Spannweite gesamt und Breite des Rumpfes - und natürlich, wie weit das Aussenprofil zurückliegt. Die Profildaten und die ungefähren Schränkungsdaten wären auch ganz hielfreich. Ich habe ein Programm, dass dann ganz gute Näherungswerte liefert. Die Me ist aber insgesamt nicht ganz so empfindlich auf den Schwerpunkt, wie allgemein behauptet. Da hab ich schon ganz andere Dinger erlebt. Er darf heit nicht zu weit hinten liegen...da geht dann nichts mehr.
...und ganz klar: Die Me ist ein super Flieger!
Meine kleinen Me´s lasse ich auch immer zuerst am Gummi anziehen. Ich setze sie auf kurzen Rasen und ziehe das Gummi immer weiter aus, bis es die ersten Hüpfer macht. Da sieht man schnell, ob es mit dem Schwerpunkt hinhaut. Die Ruder lasse ich etwas hoch stehen. Wenn man bei den ersten Hüpfern dann etwas am Höhenruder zieht und die Reaktion sehr heftig ist, sollte der SP etwas vorverlegt werden. Ich fliege gerne mit 60% auf Quer und 40% auf Höhe. Dabei haben meine Me´s Elevons und einen Grundriss wie beim Original - mal mit etwas weniger Tiefe, mal mit der Originaltiefe der Ruder. Die FMT-Variante hatte, glaube ich, Streifenquerruder. Vielleicht probierst du es noch mal mit dem Gummi und beobachtest bei längeren Hüpfern die Höhenruderwirkung.

Um wieder auf das Fahrwerk zurückzukommen. Mein Eindruck war auch immer, das die Spurbreite einen großen Einfluß auf die Spurtreue hat. Ich kenne mich da aber wenig aus. Auch neigt man schnell dazu, gegen das nach-vorne-kippen eine eher weit vorne liegende Position zu wählen, was erfahrungsgemäß für den Geradeauslauf dann wieder nicht so günstig ist.
Das mit dem lenkbaren Sporn ist auch so eine Sache. Bei mir hielten die Dinger nie lange. Die ganze Geometrie der Kufe, des Sporns etc. begünstigt heftige seitliche Schläge und dann ist es schnell passiert.
Grüsse

Powermaster
13.11.2006, 09:07
Hallo grazy horse,

der Dreibeinstartwagen ist finde ich das richtige - da hat man wahrscheinlich die beste Ausgangsposition für einen reibungslosen Start.

Hat jemand mit so einem Teil schon Erfahrungen ?

Powermaster
13.11.2006, 09:53
Hallo grazy horse,

der Dreibeinstartwagen ist finde ich das richtige - da hat man wahrscheinlich die beste Ausgangsposition für einen reibungslosen Start.

Hat jemand mit so einem Teil schon Erfahrungen ?

Spunki
13.11.2006, 13:13
Hallo Powermaster

Mit meinem primitiven Dreibeinstartwagen hab ich nur gute Erfahrungen gemacht, bei meinem KSD (KalbsSchweinsDreieck), könnte aber bei der Me ebenso klappen. Wichtig ist ein genügend großer Nachlauf am Bugrad und viel Expo am Lenkservo, dann zieht das Ding schnurgerade weg und lässt sich auch gefühlvoll lenken ...

Mein KSD liegt (geführt durch drei Bolzen) dabei einfach auf dem Wagen drauf und hebt dann irgendwann ab, der Wagen rollt danach weiter bzw. aus ...

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=42886&stc=1&d=1161010570

Videos:
http://video.google.de/videoplay?docid=-2115161320094769497
http://www.myvideo.de/watch/210528

Klappt auf glatter Hartpiste ganz hervorragend, auf holprigem Rasen allerdings wär die Gefahr zu groß dass der Vogel frühzeitig vom Startwagen herunterspringt, man müsste ihn dann über ein Servo "ausklinkbar" gestalten und gleich nach dem Start abwerfen was aber die Gefahr in sich birgt den Startwagen jedes mal zu beschädigen ...


Grüße Spunki

ThomasL.
13.11.2006, 21:37
Hallo, hier erst einmal ein Bild von meinem Kraftei und dem kompletten Antrieb-natürlich mit Smoker (wenn ich noch irgendwo eine Lücke für den Tank finde)

Bilder vom Fahrwerk folgen noch - muss erst noch welche machen.

@Steve: Vielen Dank für Dein Angebot, ich werde Dir in den nächsten Tagen eine PN schicken !

Habt ihr schon Erfahrungen mit einem Kreisel auf Seite gemacht ? Haken hat meine Me damit nicht mehr geschlagen ! Aber der Flug ....s.o.

Gruss Thomas

ThomasL.
22.11.2006, 20:57
So, jetzt endlich Bilder vom Fahrwerk meiner 163.

Ohne den Stabilisator (gelb) ging garnichts. Das Fahrwerk hatte in der Führung zuviel Spiel und verdrehte sich seitlich etwas. Geradeausrollen war unmöglich.