Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Projekt Flurry
Nachdem es hier im Forum ja einige sehr schöne Baudokumentationen zu bewundern gibt, will ich auch mein derzeitiges Bauprojekt etwas vorstellen. Vor allem, weil die gewählte Bauweise recht interessant wenn auch relativ aufwändig ist.
Ausgangspunkt war im Sommer bei einer ziemlich schwachen Thermiklage, daß mich einer der älteren Herrschaften aus unserem Club mit einem "Anfängersegler" gnadenlos ausgekurbelt hat, weil ich mit meinem Pfeil aufgrund etwas höherer Flächenbelastung einfach nicht eng und langsam genug kreisen konnte. Kann man sich als Nuri-Konstrukteur denn sowas bieten lassen ? :rolleyes: Also gut, was leichtes muß her und nach einiger Meditation und ein paar Abenden am Rechner enstand folgender Entwurf. :)
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Spannweite 2.35m, nur geringe Streckung damit viel Fläche (65dm²) und geringe Flächenbelastung (max. 1200g, d.h. unter 20g/dm²), Tiefensprung am Querruder-Anfang für gutmütiges Abrißverhalten, und ein eigens entwickeltes recht dünnes Profil, das trotz der geringen Flächenbelastung noch ein einigermaßen brauchbares Gleiten ergeben soll.
Die gewählte Bauweise stammt aus der Erfahrung mit GFK-Positivflächen bei HLGs, kombiniert mit der umwerfenden Erkenntnis, daß man nichts leichteres einbauen kann als Luft. :D
Getestet hab ich das erst mal an ein paar Winglets. Die Nase wird aus Styro geschnitten und mit Kohlegewebe unter Vakuum "beplankt". Als Folie zum Pressen der Oberflächen verwende ich Hostaphan RN, eine Mylar-ähnliche sehr steife Folie in 0.3mm Dicke. Daran werden Halbrippen aus Balsa und eine Kohlefaser-Endleiste angeklebt und fertig zum Bespannen.
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Da das mit den Winglets so schön lief, ging es weiter mit den D-Boxen für die Flügel.
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Die Kerne geschnitten und den Holm eingearbeitet. Der Holm besteht aus 4x1mm Kohleprofilen, die mit einem Steg aus 1mm Balsa verbunden wurden und dann das ganze einseitig mit 93er Kohlegewebe (45 Grad) beschichtet. Im Wurzelbereich wir das ganze Sandwich doppelt genommen. Die Folien werden entsprechend zugeschnitten und gewachst und ich hab sie dann auch noch mit einer dünnen Schicht Klarlack übernebelt, um nach dem Laminieren eine einwandfreie Oberfläche (Sichtkohle) zu erhalten.
Auf die Nasenleiste der Kerne wird mit Sprühkleber erst eine Lage Kohlegewebe und dann eine dünne Glaslage geheftet. Auf der Mylar-Folie wird erst eine dünne (25er) Glaslage mit Harz aufgerollt. Die sollte man angelieren lassen um eine porenfreie Oberfläche zu erhalten. Wenn man mit wenig Harz arbeitet ziehen das danach aufgebrachte Kohlegewebe und der Schaum sonst gerne mal zuviel Harz von der Oberfläche weg und man bekommt kleinste Luftbläschen in den Garnkreuzungen. Dann noch das Nasen-Gewebe mit Harz tränken, zusammenlegen und ab in den Vakuum-Sack. puh-geschafft, hoffentlich nichts falsch gemacht ;)
sicherheitshalber auf dem Tisch festspannen, damit alles gerade bleibt.
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Bei meiner Methode bildet das Oberseiten- und Unterseiten-Gewebe einen minimalen Überstand an der Nasenleiste. Der wird nachdem alles ausgehärtet ist verschliffen bis auf die extra aufgebrachte Nasen-Gewebelage. Bei meinen HLGs war das auch nie ein Problem - wie ich jetzt weiß aus gutem Grund verwende ich dort Kevlar. Das schleift man so schnell nicht durch. Hier aber mit gut schleifbarer Kohle und dem entstehenden schwarzen Schlamm (trocken mag ich Kohle nicht schleifen) sieht man erst zu spät was passiert. :cry:
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Na gut, hilft nichts. Nochmal Harzpanschen. Mit ganz dünner Folie (Overhead-Folie) werden noch ein paar Kohleflicken und ein Kohleroving mit Lage dünnes Glas über die Nasenleiste drüberlaminiert. (Im Bild rechts sieht man schon die vorbereitete Folie angeheftet.) Der Profiletreue hat die Aktion glücklicherweise keinen Abbruch getan, nur hab ich jetzt soviel schleifen müssen, daß ich jetzt die Oberfläche neu finishen darf. Eigentlich mache ich ja deswegen das Positivverfahren, weil man vorher auf der Folie lackieren kann und alles (fast) fertig aus dem Sack kommt. Hier ist nun leider doch wieder die viele Nacharbeit für die Oberfläche entstanden.
Ich bin gefragt worden, was das für eine Vakuum-Pumpe ist, die ich da verwende.
Die ist von Schego (Typ M2K3), das ist eine Membranpumpe (für Industrieanwendungen), die den Anschluß auf der Saugseite hat. Normale Aquarienpumpen blasen Luft in das Aquarium, wenn man sie "umdreht", also den Schlauch auf der anderen Seite des Membran/Ventil-Systems anschließt erzeugen sie einen Unterdruck. Die meisten aber nicht sehr viel, deswegen die Industrie-Ausführung, da wird der Unterdruck spezifiziert. Bei meiner habe ich einen Enddruck von 0.7 bar (also 0.3 bar Unterdruck) gemessen.
Für GFk-Positiv Zwecke sind 0.25-0.3 bar Unterdruck ausreichend, mehr hält Styropor z.B. nicht aus, wird verpresst und strukturell zerstört. Härtere Schäume (ich nehme Styrodur) vertragen etwas mehr, braucht man aber auch nicht unbedingt. Beim Absaugen von Negativ-Formen geht man natürlich gerne an's Limit (-1 bar), wenn man eine Pumpe hat, die das kann, dann braucht man aber auch einen Druckregler, wenn man damit Styro-Flächen pressen will.
Philipp Gardemin
29.11.2006, 13:44
Die ist von Schego (Typ M2K3)
Firma aus Offenbach/Main. Der freundliche Zoofachhändler kann da weiterhelfen... ;) ;)
Tolles Bauprojekt. Weiter so!
PHILIPP
Hans Rupp
29.11.2006, 14:58
Hallo,
genau die Bauweise habe ich mir auch schon überlegt.
Und jetzt kommt einer und macht Fehler, die ich dann vermeiden kann.
Das finde ich spitze :).
Wie hast Du die Halbrippen angeklebt? Mit Hilfe einer Schale / Schablone oder freifliegend?
Hans
Bei den Winglets hab ich die Rippen freifliegend angeklebt. Natürlich die Verwindung genauestens über den Daumen gepeilt. :D Profil an der Wurzel des Winglets entspricht dem Flügelprofil unter Null Grad Anstellwinkel, d.h. die Rippe, die die Montage am Flügel ermöglicht liegt in der Profilsehne. Der Randbogen ist auf den zugehörenden Profiltropfen gestrakt, Winkel Null kann man gut prüfen, wenn man die Montage-Rippe auf der Tischkante auflegt. Die Sehne muß dann auch horizontal stehen.
Für den Hauptflügel werden Helling-Rippen gebaut, an genau den Stützstellen, an denen ich die Verwindung festgelegt habe (Wurzel, Anfang und Ende des Tiefensprungs und Randbogen). Damit werden genau diese vier Rippen richtig ausgerichtet. Dann eine gerade Endleiste dran und der Rest der Rippen wieder frei Schnauze. Wenn ich soweit bin gibts Fotos.
So, hier gehts weiter. Ein Grundgerüst des Rumpfes ist fertig.
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Der soll im vorderen Bereich einen 3S Lipo aufnehmen. Welchen genau steht noch nicht fest, der Platz reicht für die meisten Zellen bis zur 1500er Größe, bis 2000 wenn ich mir dünne Zellen suche. (lichte Höhe ca. 20mm) Gekauft wird der Akku erst, wenn ich den Schwerpunkt abschätzen kann. Ich hab zwar alles haargenau in meiner Tabellenkalkulation, und die sagt mir, daß ich 150g Akku verbauen soll um auf den korrekten Schwerpunkt zu kommen, aber da ist noch zu viel Schätzometrie im Spiel. Hinten dran kommt ein kleiner 2212er Axi, der schon Erfahrung mit Pfeilen dieser Gewichtsklasse hat. Der Antrieb ist eher an der unteren Leistungsgrenze einzuordnen, reicht aber aus.
Der Empfänger kommt nicht in den Rumpf sondern wird in die Flügelwurzel geschoben. Man sieht in der Wurzelrippe die Aussparungen für die Steckung, Multilock, Empfänger und Multiplex-Stecker für die Verdrahtung. Das hat zwei Vorteile: erstmal ist der Empfänger weiter vom Antriebsstrang weg und ich weiß vom alten Modell, daß ich ziemlich rumgedoktort hab bis die Kombination Störungsfrei lief. Zum Anderen kann man die Antenne bequem im Flügel verlegen und nicht vergessen, sie beim Aufbau anzustecken. (Mein HLG fliegt nachweislich auch ohne Antenne :eek:)
So, und jetzt gehe ich und kleistere mir aus einem Kevlar-Schlauch eine Tasche für das Steckungsrohr (12er Kohlerohr).
Kannst du mal die Profile veröffentlichen, ich will einen Antikflieger bauen,
"RHÖNKÄMPE" da brauche ich noch ein paar taugliche Profile.
bisher wollte ich CJ3309 nehmen Modell 180 cm Spannweite, 450g Gewicht
" WIESEL "
Eigentlich möchte ich das Profil noch nicht veröffentlichen. Sobald das Modell geflogen ist und ich einigermaßen einschätzen kann, ob es das macht wofür es entwickelt wurde, stelle ich es hier rein (oder lösche es von meiner Festplatte).
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Schau mal ob du nicht ein gutes Thermikprofil für diesen Flieger hast.
" WIESEL "
wing gerd
12.12.2006, 19:20
Hallo Leute,
Also ganz super die Bauweise!!! Sehr interessant und schön dazu! Bin mal gespannt wie das Teil denn Fliegen wird.
Zum Thema Profile für den Antikflügel, kann nur sagen das das CJ 3309 das beste ist was mir untergekommen ist. Fliegt ohne Schränkung besser als mit! Also Baubrett ist die Helling weil unten glatt. Sehr stabil, weil nicht zu flach. Das allerbeste ist der Geschwindigkeitsbereich! Ich verwende das Profil bei meinem WING4 Der war mal als Hangsegler geplant. Was daraus geworden ist könnt Ihr auf meiner Seite sehen. www.wegner-flugmodelle.de:D
Da du schon der 2 bist der auf das Profil CJ3309 hinweist, werde ich solch einen Nurflügel bauen und hier im FORUM die Bauvorgänge mit Fotos zeigen.
Das Modell soll bei Antikflugmodellwettbewerbe ( AMD )eingesetzt werden.
" WIESEL " GER 86 Ich glaube nur was ich sehe!
Hallo, hab ne Weile nichts zu schreiben gehabt, aber hier solls mal ein bischen weiter gehen.
Über Weihnachten/Neujahr hab ich nur wenig Zeit zum Bauen gehabt, trotzdem ist der Rumpf fertig geworden. Fotos von den Anfängen gab es ja schon. Ich hab dann zunächst die Oberseite fertig mit 1.5mm Balsa beplankt und verschliffen. Dann außen und im Bereich der Haubenöffnung auch innen mit 53er Glasgewebe belegt. Dann erst die Unterseite fertig beplankt und ebenfalls mit Glasgewebe beschichtet. Im Bereich der Nase, wo man immer drauf landet, ist noch etwas Kevlar-Gewebe mit verbaut worden. Dann die etwas Ausdauer erfordernde Arbeit Spachteln/Schleifen, bis man endlich eine lackierfähige Oberfläche hat. Lackierung dann mit weißem Acryllack aus der Spraydose. Vor dem Lackieren hab ich dann mit Dremel und einem hauchdünnen Sägeblatt den Haubendeckel ausgeschnitten. Die Befestigung erfolgt durch einen schmalen Holzstreifen, auf dem der Deckel aufliegt, einem Holzstreifen am vorderen Ende des Deckels, der unter die Beplankung greift und einen Magneten, der das hinter Ende des Deckels hält. Ist ohne Werkzeug gerade so von Hand zu öffnen, hält im Flug aber bombig. Das Foto zeigt das fertige Resultat.
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Im Moment geht es leider nur schleppend voran. Die Profiltreue der Nasenleiste meiner D-Box hat mich noch nicht so recht befriedigt. Ich hab nochmal dran rum gekleistert und bin jetzt dabei das ganze schön nach Schablonen hinzuschleifen. Dauert aber ewig, dreimel mit dem Schleifklotz drüber, abwischen, mit Schablone kontrollieren, wieder Schleifklotz. Wenn ich mal abends ne halbe Stunde Zeit habe, schaffe ich so ein 20cm Stück. Motivationsfördernd ist das auch nicht gerade, so daß sich andere Projekte gerne in den Vordergrund drängeln. Aber es geht weiter
mal ein kurzes update
Ich hab endlich die ärgerliche Schleiferei an der Nasenleiste für beendet erklärt.
Nun kann man endlich mal wieder etwas bauen, wo man einen Fortschritt sieht und was etwas mehr Spaß macht. Als erstes Hab ich mal die Wurzelrippen und Steckung
fertig gemacht. Die Verdrehsicherung wurde ja schon beim Rumpfbau mit angepaßt.
Nun noch die Steckungs-Hülsen (am Rumpf ausgerichtet) mit den Wurzelrippen verklebt und im nächsten Schritt dann das ganze Teil mit den D-Boxen verklebt.
Das vereinfacht das Ausrichten, denn wenn man die Aussparung im Holmsteg an der richtigen Stelle gemacht hat stimmen danach alle Winkel (Pfeilung und neg. V-Form)
beim Verkleben automatisch. Mit Dremel und kleinem Zylinder-Fräser wird dann das Styro im Wurzelbereich der D-Box so ausgefräst, daß die Wurzelrippe saugend reinpaßt.
Geht frei Hand hervorragend - für ganz enge Ecken hab ich meiner Zahnärztin ein paar alte Bohrer abgeschwatzt..
Zur Aufnahme der Biegemomente und Einleitung in den Holm werden hier gerade noch ein paar Kohle-Rovings auflaminiert.
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Der Wurzelbereich des Flügels bekommt eine Beplankung. In dem Zuge werden dort
auch noch ein paar (notwendige) Verstärkungen angebracht. Entlang der Wurzelrippe
liegen Kohlerovings, die sollen Torsionslasten und einen Teil der von der Steckung
erzeugten Querkraft in die D-Box einleiten. Um Längskräfte auf den Flügel
abzufangen dienen UD-Kohlestreifen, die vom hinteren Bereich der Wurzelrippe
(hinterer Steckbolzen) schräg nach vorne zum Holm gehen. Beim Schließen
der Beplankung werden diese beiden Streifen durch einen Balsa-Steg verbunden.
Hier im Bild ist die untere Beplankung geheftet und die Verstärkungen direkt
einlaminiert. Die obere Beplankung wird vorgefertigt, und nach dem Anpassen
mit tixotropem Harz verklebt. So entsteht auch gleich ein "Kasten" der später
den Empfänger aufnehmen wird. Die Aussparung in der Wurzelrippe dafür ist schon drin.
Sicherung der Fläche am RUmpf erfolgt mit Multilock (schon verklebt).
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So, ich bin deutlich weitergekommen - der Rohbau ist fertig.
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Die Querruder habe ich wie die D-Box im Styro-Positiv gebaut. Styrodur mit
einer Lage 54er Glasgewebe, einem Streifen desselben Gewebes zur Verkastung,
einen Kohleroving für eine steife Endfahne und ein Streifen Kevlar-Gewebe
für das Scharnier. Die Rippen sind alle aus 1.5er Balsa, im Innensegment des Flügels
konnte ich die im Block fertigen, die außen sind alle einzeln geschnitzt.
Lediglich die Rippen, die später Servos halten sind aus 1.5er Sperrholz.
Die Stirnkanten aller Rippen habe ich mit 0.12*2mm Capstrips aus Kohlefaser
belegt. Damit sind die ungleublich steif geworden, lediglich seitlich können
sie noch etwas ausweichen, da werden sie aber später durch die Bespannung fixiert.
Als Test hab ich bei diesem Modell mal ein paar Störklappen eingebaut.
Dünnes Balsa, beidseitig glasbeschichtet und wieder mit einem Kevlar-Scharnier.
So, jetzt wird das gute Stück erst nochmal genau vermessen, dann wird nochmal
der Schwerpunkt abgeschätzt und dann kann ich als letztes fehlendes Teil
(alles andere liegt schon rum) den Akku bestellen.
Die Vermessung ergab :
1) Pfeilung ist 1cm (das entspricht einem halben Grad) größer geworden als geplant.
Das kommt aus einem halben Millimeter Fehler beim Einkleben der Wurzelrippen.
2) Die Spannweite ist 2.33m. Mann sollte in Positivbauweise immer ein paar
Millimeter zu groß bauen und den Überstand zuletzt wegschleifen. Wenn man
versucht genau zu treffen fehlt irgendwo immer ein Millimeter.
Ist aber alles im grünen Bereich. Lediglich der Schwerpunkt muß damit
(bezogen auf die Rumpfspitze) etwa 4mm weiter hinten. Also heißt es jetzt,
vorne überflüssiges Gewicht vermeiden (also einen leichten Akku),
sonst braucht man am Ende Blei an den Flügelspitzen :(
Aber meine Auslegung kommt recht gut hin. Der Pfeilwinkel ergab sich ja gerade
aus der Abschätzung des Schwerpunktes. Wenn man den Pfeilwinkel in der
Konstruktion vergrößert, wandert der Massen-Schwerpunkt langsamer nach hinten,
als der aerodynamische. D.h. stark gepfeilte Modelle haben das Problem, daß der
Schwerpunkt zu weit vorne liegt und man hinten Blei braucht. Bei (zu) geringer Pfeilung
braucht man vorne Blei. Durch Gewichtsabschätzung von allem, was man so bauen muß,
kommt man dann auf den "richtigen" Pfeilwinkel, bei mir hier eben 27°
wo man kein Trimmblei braucht.
Eine recht fummelige Angelegenheit war die Anlenkung der Störklappen.
Vor allem deswegen, weil meine MC12 nicht sonderlich frei programmierbar ist,
so daß ich (zumindestens wenn ich den Mischer vom Knüppel auf die
Klappen auch abschalten können will) wirklich nur den nominalen Servoweg
von +/- 45 Grad nutzen kann.
Zu Übersicht :
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Im offenen Zustand ergeben sich keine besonders günstigen Hebel am Servo,
aber wenn der Luftwiderstand so groß sein sollte, daß das Servo (Billig-Schrott)
nicht mehr dagegen ankommt, ist die Bremswirkung wohl groß genug :cool:
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Im geschlossenen Zustand (von unten fotographiert) ist dagegen das Servo
fast im Totpunkt, so daß der Unterdruck auf der Flügeloberseite nur auf die
Lagerung des Servos wirkt. Den geschlossenen Zustand kann man so mit der
Länge der Gestänge recht fein justieren, so daß das sauber schließt/verriegelt.
65632
Pfeiffer
15.03.2007, 10:07
Zum Thema Schwerpunkt,
bei Tiefensprung Konzepten ist der Schwerpunkt fast immer mit dem E-Punkt identisch. Der von diversen Programmen berechnete Schwerpunkt kann hier deutlich abweichen.
Ein sehr schöner Flieger, mein geodätischer ist übrigens genau so weit, ein Vergleichsfliegen wäre irgendwann mal interessant.
Grüße aus Hessen
Bernd
zum Schwerpunkt : der hängt von der Auftriebsverteilung ab.
Rechnet man mit einer planaren Geometrie (wie es das Ranis tut) ist natürlich
die elliptische Auftriebsverteilung Widerstands-optimal und mit einem
Tiefensprung-Konzept auch realisierbar.
Ich rechne mit einem (bald hier veröffentlichten) Wirbelleiter-Programm
eine 3D-Geometrie mit Winglets. Die optimale Auftriebsverteilung über einer
solchen Geometrie ist nicht elliptisch sondern überelliptisch, mit deutlichem
Auftrieb (nach innen) auf dem Winglet.
Das Bild hier zeigt die Auslegung von FLURRY auf cA=0.8
Oben in der integrierten Zirkulationsverteilung sieht man (rote Kreise) die
errechnete Verteilung. Als Vergleichswerte sind (gepunktet) die elliptische
Auftriebsverteilung eingezeichnet und (durchgezogen) die bei dieser Geometrie
optimale Auftriebsverteilung (nach Munk, nachzulesen auch bei Nickel/Wohlfarth).
Die optimale erreiche ich nicht ganz ;) ich komme auf ein k=0.83, wo k=0.80
theoretisch möglich wäre. Trotzdem ist eine solche Auslegung deutlich
kleiner im cwi als eine elliptische.
(wenn man im Ranis ohne Winglets elliptisch hinkommt und dann einfach
die Winglets dranbaut ist das aber meistens gar nicht so schlecht und fast immer
deutlich besser als eine "wirkliche" elliptische verteilung)
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Ansonsten - ich hoffe schon, daß ich es diese Jahr endlich mal auf eines der
Nurflügel-Meetings schaffe und wir uns vielleicht sehen.
Pfeiffer
15.03.2007, 12:35
Der Schwerpunkt hängt natürlich von der Auftriebsverteilung ab. Da brauchen wir und nicht drüber zu unterhalten, aber ich wußte nicht womit Du Deinen Flügel ausgelegt hast.
Bei den Simulationen mit Vortex waren die Unterschiede Winglet /Nicht Winglet in den Fällen die ich untersucht habe nicht so groß und ich habe daraufhin meine Flieger meist ohne Winglets ausgelegt.
Kann Dein Programm 90° Winglets rechnen oder nur 89°?
Allerdings habe ich seit neustem auch Bogenwinglets in der Flugerprobung, da könnte es Unterschiede (auch beim Schwerpunkt) geben.
Wenn Du aufs Nurflügel Treffen kommen solltest haben wir so einige Themen die wir diskutieren können.
Grüße aus Hessen
Bernd
Das Programm kann echte 90° oder auch jeden beliebigen anderen Winkel.
Im Prinzip rechne ich mehrere voneinander unabhängige Flächen,
die natürlich unter beliebigen Winkeln aneinanderstoßen dürfen.
(Damit gehen auch auch Doppeldecker mit breiten Flächenverbindern,
eigentlich alles was in der Näherung kleiner Anstellwinkel zu beschreiben ist.)
Bogenwinglets kann man so gut annähern, wie einem die eigene Faulheit
bei der Geometrie-Eingabe an Zahl der Segmente erlaubt.
Wäre mal interessant, sowas zu rechnen. Da mein Programm auch
Schiebe-Gier- und Schiebe-Rollmomente ausspuckt (in linearer Näherung,
eine Horten hat immer noch kein Schiebe-Giermoment) kann man
echt sehen wieviel das ausmacht.
David Stockmayr
16.03.2007, 07:48
Ich rechne mit einem (bald hier veröffentlichten) Wirbelleiter-Programm
eine 3D-Geometrie mit Winglets. Die optimale Auftriebsverteilung über einer
solchen Geometrie ist nicht elliptisch sondern überelliptisch, mit deutlichem
Auftrieb (nach innen) auf dem Winglet.
hallo
wann und in welcher form (freeware/kostenpflichtige lizenz) wird das programm vorraussichtlich veröffentlicht?
gruß
david
wann - mhm, das ist 'ne gute Frage.
Das Programm ist fertig und für die Veröffentlichung aus ausreichend getestet.
Im Moment arbeite ich noch an einer Dokumentation und an ein-zwei sinnvollen
Beispieldateien. Da ich mich mit solchen Sachen erfahrungsgemäß schwerer tue,
als mit der eigentlichen Entwicklung und Programmierung (Triebfeder ist ja da
der Bedarf, eigene Modelle zu rechnen), kann es noch ein paar Tage dauern.
wie - auf jeden Fall kostenfrei und im Quelltext.
Vermutlich GPL. Der Quelltext ist für LINUX, ich werde aber auch eine
WINDOOFS-exe zum Download bereitstellen.
Nachdem ich am Wochenende die letzten Bastelarbeiten abgeschlossen habe, ist Flurry heute geflogen. Und wie! Ganz langsam und ruhig, mit subjektiv sehr geringem Sinken. Begeistert hat mich das Handling - reagiert sehr gut auf die Ruder, das Höhenruder mußte ich nach dem ersten Start mit dual-rate und expo entschärfen. Kreist unwahrscheinlich eng und steil ohne jegliche Abriß-Tendenzen, sowas hab ich noch mit keinem anderen Modell erlebt. Thermik nimmt sie sehr gut an - das setzt eher das Pilotenkönnen die Grenzen. Also Design-Ziel voll erreicht - ich bin absolut happy. So, damit werde ich jetzt auch (nach und nach) alle Aerodynamik-Details hier reinstellen, mit denen ich bisher etwas hinter dem Berg gehalten hab. Heute nur ein Bild nach (!) dem Erstflug - ich hänge an einer langsamen Modem-Leitung, später mehr.
68739
Gast_34738
02.04.2007, 22:08
top, super, spitze, klasse!!!
lg
Super,
gratuliere zum erfolgreichen Erstflug!
Grüße
Stefan
speedy573
02.04.2007, 22:25
@NuriULF,
Respekt und Glückwunsch, sehr fundierte Beschreibung und Bauweise!
In spannender Erwartung der Geometriedaten und des angekündigten Vortex-Programmes....
Man könnte doch glatt mal spinnen... wie wäre es die Rippen a la Yoda aus Sperrholz zu fräsen kombiniert mit der Positiv-StyroNase?
Vielleicht die Fräsdaten als open licence veröffentlichen (würde ich machen wenns die Zeit erlaubt)?
Gruß
Mike
Danke für die Blumen!
Zur Profilierung :
Die Anforderungen waren - ein im schnellen Gleiten widerstandsarmes Profil,
das auch bei kleinen Re-Zahlen einen recht hohen Maximalauftriebsbeiwet liefern soll.
(das ist schon der erste Widerspruch in sich) bei einem leicht negativen
(cm -0.02 ... -0.03) Nullmoment.
Außerdem muß man die Profilierung an Stelle des Tiefensprunges anpassen,
weil ein Dickensprung in einer CfK-DBox nicht so gut aussieht.
Entstanden ist ein Strak UL-012a/Ul-012c. Das Basisiprofil UL-012a hat 9.2% Dicke
und 2.5% Wölbung. Am Tiefensprung (Querruderansatz) wird auf das UL-012c
gestrakt (d=8.1% w=2.1%). Das UL-012c ist aber nicht nur einfach ausgedünnt, sondern
auch die Position maximaler Dicke wurde weiter nach vorn verlagert
(26% beim UL-012a auf 23% beim UL-012c). Damit sind die Konturen im
Nasenbereich (fast) identisch über den Tiefensprung hinweg, was für das
Abrißverhalten wichtig ist. Der Momentenbeiwert wird vom Eppler-Code
mit -0.024 bzw -0.017 ausgespuckt.
68915
Xfoil sieht das Profil in einigen Belangen vor dem HS520.
Der Widerstand bei kleinen RE-Zahlen ist etwas geringer, der Maximalauftrieb
höher. Bei höheren RE-Zahlen und kleinem ca holt das HS520 auf, besonders
mein Außenprofil kann aber noch gut mithalten. Nachteile : die Laminardelle
liegt etwa höher und der Momentenbeiwert ist etwas negativer, was zu höherer
Streckung/Verwindung zwingt. Für einen Thermik-Flieger halte ich mein
Profil für überlegen, für was schnelles würde ich das HS520 bevorzugen.
Profil-Koordinaten könnt ihr auf e-Mail von mir bekommen, wenn jemand
(Siggi!) sie in irgendwelche Datenbanken aufnehmen will, ist mir das auch recht.
Ich bin darauf aufmerksam gamacht worden, daß in meinem ersten Posting
die Geometrie (zumindestens was die Maße angeht) nicht lesbar ist.
Hier also nochmal im Klartext das Design :
1) Das Rumpfsegment ist 15cm in der Spannweite, Profil an der Anschlußrippe ist das
UL-012a das Profil des Mittelschnittes ist etwas ausgedünnt (etwa die Mitte zwischen
UL-012a und UL-012c) weil die Tiefe etwas größer ist aber sowohl Rumpf-Oberseite
als auch Unterseite etwa flach bleiben sollten.
2) Das innere Segment 45 cm in der Spannweite ist konstant UL-012a profiliert
mit 280mm Tiefe, geschränkt von 0 auf -1.5°
3) Der Tiefen-"Sprung" geht über 10cm Spannweite von UL012a mit 280mm Tiefe und -1.5°
auf UL-012c mit 320mm Tiefe und -2.5° Schränklungswinkel
4) Der Außenflügel (55cm Spannweite) geht von 320mm auf 220mm Tiefe, Schränkung
außen -6°
5) Pfeilung der Nasenleiste 27°
6) die Querruder haben (fast) konstante Breite von 60mm
7) die Winglets sind profiliert von UL-012c (175mm) am Fuß auf den entsprechenden Profil-Tropfen (120mm) an der Spitze gestrakt. Profilsehne ist jeweils in Flugrichtung.
Profil-Koordinaten könnt ihr auf e-Mail von mir bekommen, wenn jemand
(Siggi!) sie in irgendwelche Datenbanken aufnehmen will, ist mir das auch recht.[/QUOTE]
Profil-Koordinaten könnt ihr auf e-Mail von mir bekommen, wenn jemand
(Siggi!) sie in irgendwelche Datenbanken aufnehmen will, ist mir das auch recht.
Hallo Ulf!Den Flurry möchte ich gern nachbauen.Mir fehlen jedoch die erforderlichen Profilkoordinaten.Ich würde mich freuen,wenn Du mir diese mailen würdest (wenn möglich im .dat Format) . Herzlichen Dank für Deine Mühe.Mit freundlichem Gruß Helmut Kaßner
Hallo zusammen
Ich kann den nuri ulf leider nicht erreichen. Hat jemand die profile und kann sie mir an patrick.nagel@psi.ch schicken?
Danke.
Patrick
flug-hund
09.02.2010, 11:35
Hallo Ulf,
sorry, dass ich hier reinplatze.
Ich suche die von dir verwendete Vakuumpumpe (Schego Typ M2K3).
Die normale Ausführung gibt es überall, aber wo bekomme ich die Industrieausführung?
Danke und Gruß
Walter
Tino Reinhardt
09.02.2010, 12:26
Hallo Walter,
ich bin zwar nicht Ulf aber ich denke ich kann Dir auch helfen. Hatte das gleiche Problem wie Du. Habe mir erst die normale Pumpe M2K3 gekauft und musste dann feststellen das es die falsche war. Hab dann im Internet nach der Industrie Variante gesucht und konnte nichts finden ausser bei Schego selbst.
Habe dann bei Schego angerufen und denen mein Problem geschildert. Ich muss sagen, das Unternehmen ist sehr kulant. Sie haben meine gegen die Industriepumpe ohne Kosten ausgetauscht.
Am Telefon sagten sie mir, man könne die normale auch einfach umbauen. Man muss hier nur den Deckel abnehmen und die Membrane um 180° drehen dann saugt die normale M2K3 auch. Wer aber eine mit Saug- und Blasanschluss haben will muss die Industriepumpe nehmen.
Hier der Link http://www.schego.de/industriepumpen.php?lang=de
Gruß
Tino
flug-hund
10.02.2010, 19:11
Tino,
danke für die Info!
Habe heute die Pumpe direkt bei Schego bestellt.
Gruß
Walter
Da doch immer wieder Anfrage kommen (freu :) )
geben wir mal Butter bei die Fische
UL-012a
1.000000 0.000000
0.999223 0.000062
0.996894 0.000251
0.993018 0.000569
0.987604 0.001023
0.980664 0.001623
0.972213 0.002379
0.962264 0.003303
0.950833 0.004409
0.937934 0.005709
0.923576 0.007219
0.907768 0.008952
0.890509 0.010920
0.871797 0.013133
0.851620 0.015600
0.829964 0.018324
0.806810 0.021306
0.782136 0.024539
0.755927 0.028011
0.728170 0.031700
0.698867 0.035576
0.668041 0.039598
0.635736 0.043712
0.602028 0.047853
0.567032 0.051945
0.530903 0.055900
0.493837 0.059619
0.456078 0.062998
0.417911 0.065926
0.379658 0.068297
0.341675 0.070005
0.304337 0.070958
0.268031 0.071080
0.233141 0.070316
0.200033 0.068638
0.169043 0.066051
0.140461 0.062594
0.114522 0.058341
0.091393 0.053401
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0.546969 0.044828
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0.461253 0.052392
0.444169 0.053707
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0.410078 0.056099
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0.275640 0.061845
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0.243557 0.062103
0.228230 0.062015
0.213471 0.061771
0.199153 0.061360
0.185140 0.060771
0.171346 0.059991
0.157727 0.059000
0.144260 0.057782
0.130942 0.056314
0.117790 0.054574
0.104819 0.052532
0.092047 0.050153
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0.317988 -0.017867
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0.386705 -0.016677
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0.421287 -0.016004
0.438609 -0.015650
0.455949 -0.015285
0.473306 -0.014910
0.490678 -0.014524
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0.664900 -0.010287
0.682359 -0.009833
0.699822 -0.009377
0.717285 -0.008916
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0.752222 -0.007984
0.769694 -0.007511
0.787172 -0.007037
0.804653 -0.006557
0.822135 -0.006076
0.839614 -0.005592
0.857088 -0.005101
0.874562 -0.004604
0.892030 -0.004100
0.909487 -0.003584
0.926894 -0.003050
0.944200 -0.002481
0.961387 -0.001858
0.978089 -0.001200
0.992682 -0.000637
1.000000 -0.000396
Ich wurde gefragt, ob es möglich (sinnvoll) sei, Flurry mit Wölbklappen zu bauen.
Ich hab bei Design mir einige Gedanken dazu gemacht und auch einiges gerechnet.
Klar kann man Wölbklappen einbauen. Sie bringen aber nicht unbedingt einen Leistungszuwachs
gegenüber der "Einklappenmaschine". Das Innenprofil ist sowieso etwas stärker gewölbt und
dicker als das Außenprofil, bringt also auch ohne Klappe ein höheres camax. Wenn man dort
ans Limit kommt, ist auch der Außenflügel ausgereizt, man würde also nicht höher kommen.
Lediglich wenn man die Auftriebsverteilung ändert indem man kopflastiger mit höherem Stabilitätsmaß fliegt,
würde eine Wöbklappe die dann noch höhere ca-Belastung des Innenflügels unterstützen.
Die Auftriebsverteilung mit dem kleinen Stabilitätsmaß ist aber nahe am Optimum und dank
des Tiefensprunges bleibt sie das auch über weite Bereiche der Fluggeschwindigkeit.
Also aus Leistungsgründen braucht man die Klappe nicht.
Ein Argument, das man nicht vom Tisch wischen kann, ist das Bremsen.
Aber da habe ich mit meinen Bremsklappen eine sehr wirksame und robuste Variante eingebaut.
Die Frage, die man sich nun selbst beantworten muß lautet: Wölbklappen, die man eigentlich nur
zum Bremsen braucht, oder "richtige" Bremsklappen.
Lieber Ulf,
erzähl uns doch noch was von deiner dreijährigen Flugerfahrung mit deinem Flurry. Würdest du etwas verbessern? Vergleich mit Thermik-Leitwerkler...
Gruß
Andreas
ja, was soll ich erzählen, das Ding fliegt einfach, genauso wie ich es haben wollte.
Bei gutem Wetter kurbelt man von 20m bis an die Sichtgrenze, turnt ein bischen rum,
dann das ganze von vorn. Maximale Höhe hab ich mir bis jetzt 700m über Grund getraut,
dank der Flächentiefe ist da noch was zu sehen. Die Störklappen funktionieren brutal,
Anflüge mit 45° Sinken sind machbar und brauchen dann nur noch so 10-20m zum Ausschweben, Trägerlandung.
Die Höchstgeschwindigkeit ist etwas limitiert, aber das ist so gewollt und
bei der Flächenbelastung auch nicht ander zuerwarten. Durchzug reicht geradeso für einen Außenloop.
Der 100W Elektroantrieb ist voll ausreichend, nur den Luftschraubenmitnehmer werde ich gelegentlich ersetzen.
Mein Eigenbau-Teil mit dem ich vor allem ein Überschlagen der Blätter erreichen wollte läuft leider nicht ganz rund,
was den Antrieb hässlich laut macht. Ich will demnächst man einen Mitnehmer von den Schambeck-Klapptriebwerken ausprobieren.
Was ich bei einem Neubau ändern würde?
- Die Winglet-Befestigung ist weder sonderlich schön noch robust, tut es aber noch
- Es ist relativ schwierig den Bereich um die Störklappe zu bespannen, ein paar Diagonalstreben und etwas mehr Auflagefläche würden dort Verzügen vorbeugen.
- Empfänger im Flügel ist für 35MHz eine hervorragende Idee wegen der fest verlegten Antenne, bei 2.4GHz lieber in den Rumpf
- Im anderen Flügel gibt es mei mir einen Schacht für's Vario, der ist zu klein, das ist viel zu fummelig, weil man das doch immer wieder in andere Modell stöpselt
Also nichts substantielles, die Auslegung funktioniert gut und die Bauweise ergibt einen haltbaren, robusten Flügel. Kann ich nur empfehlen
Hallo Ulf
was für Verwindungen fliegst du? Am Tiefensprung gehst du von 12a auf 12c, richtig?
Patrick
was für Verwindungen fliegst du?
siehe Post #30
Am Tiefensprung gehst du von 12a auf 12c, richtig?
genau
Hallo Ulf
Asche auf mein Haupt und ich habe den Thread noch mit "verwindung" durchsucht, aber auf schränkung spricht die such dann halt nicht an... :)
Danke für deinen Hinweis.
Patrick