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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zukunft von RES-Wettbewerben



Liegestuhlflieger
19.01.2017, 19:25
Hallo,

hätte mal eine Frage zu den RES-Wettbewerben:

Im letzten Jahr war ich auf 4 RES-Wettbewerben. Alle vier fanden nicht auf einem Modellflugplatz statt. Wie sieht es jetzt mit der neuen Verordnung der 100m Deckelung aus? Es gibt doch kaum Modellflugplätze, die groß genug sind, um den Wettbewerb direkt auf dem Modellfluggelände auszutragen. Selbst die Wiese daneben ist ja eigentlich schon „Wildfluggelände“.

Ich will ja kein Schwarzseher sein aber ich befürchte, dass ist auch das Ende der RES-Wettbewerbe, auch wenn die Bewerbe von einem Verein mir AE ausgetragen werden.

Oder glaubt ihr, dass man da Ausnahmegenehmigungen beantragen kann?

Hoffe, der Beitrag wird nicht gleich wieder in den Drohnen-Thread geschoben, hier geht es nur um die RES-Wettbewerbe, wo ja schon viele Termine feststehen (andere F3..-Sparten, die große Gelände benötigen, sind natürlich genauso betroffen).

Viele Grüße
Dietmar

Phoenix35
19.01.2017, 22:19
Hallo Dietmar,

ich habe heute eine Email von Hans Müller (Petition "Kein Himmel voller Drohnen ...") erhalten. Die fand ich unzureichend informativ und dadurch letztlich in ihrer Wirkung sehr negativ; hatte ähnlich Gedanken wie du und bekam erstmal sauschlechte Laune.

Umfassendere und klarere Informationen zum Stand der Dinge fand ich dann eben hier:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/614966-Es-ist-(leider)-noch-nicht-vollbracht-!!

Es ist also noch nichts entschieden und erst dann (wenn der 100 Meterdeckel tatsächlich kommt) sollte man vielleicht schlechte Laune kriegen - oder doch nicht? Diese blöde Grenze würde für RES enorme Einschränkungen bedeuten - sowohl was die Wettbewerbe, als auch was das eigene Fliegen auf der schönen Wiese anbelangt. Aber bis jetzt ist es ja noch nicht soweit. Und wenn es doch soweit kommen sollte:

Mein alter Modellflugverein im Sauerland hat früher 2 Modellflugveranstaltungen pro Jahr auf dem Flugplatz der Kollegen von der Großsegelfliegerei geflogen. Nach solchen Möglichkeiten könnte man schauen. "Oft" teilen sich ja auch Modellflieger und Großsegelflieger ein Gelände oder sind im gleichen Verein.

Ausnahmeregelungen dürfte es auch geben. Scheinbar geht es ja in erster Linie darum die düsenbetriebenen Überschallmetallklumpen davon abzuhalten, von einem 450 Gramm Balsasegler vom Himmel geholt zu werden, was ja schon sehr oft vorgekommen ist (der musste sein). Wenn die wissen, wo die Gefahr lauert, können die sich durch eine interne Sperrung des Luftraums schützen (aber das ist alles Halbwissen meinerseits).

Es gibt schon Modellflugplätze, auf denen man mehrere Seile nebeneinander auslegen kann. Für die kleinerern / normalen Wettbewerbe (nicht für die DM) dürfte das ausreichen.
In der Regel wird der Pilot auf der Wiese des Modellflugplatzes stehen und steuern und wenn nicht: Jeder Modellflugplatz hat ja einen zugehörigen Luftraum, der in der Regel größer ist, als die Platzfläche. Wenn in diesem die Modelle höher als 100 Meter steigen dürfte das keinem Gesetz widersprechen, selbst wenn der Pilot mal mit einem Fuß auf dem Acker nebenan steht.

Auf kleineren Plätzen könnte man sich ein Verfahren ausdenken, bei dem nicht viele gleichzeitig starten, sondern zeitversetzt; vielleicht mit kürzerem Seil und weniger Flugzeit. Vor 35 Jahren haben wir RC IV - Wettbewerbe geflogen ( zwei oder drei Minuten Fliegen und im Kreis landen). Die meisten hatten Zweiachssegler - das war auch eine schöne Sache.

Oder, oder, oder - ich hoffe, uns wird dann was Gutes einfallen. Aber es ist ja noch nicht soweit. Ich werde mich erstmal auf das Beste einstellen und mich darauf ausrichten, dass das Verteidigungsministerium und dessen mir sehr unsympathische Führungskraft (entschuldigung: Führungskräftin) einen auf den Deckel kriegen (zumal deren Geräte im Gegensatz zu unseren aufgrund der vielen Defekte doch eh nicht fliegen und somit auch nicht gefährdet sind) und uns der Deckel erspart bleibt.

Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen. Obwohl ich weiß, dass unsere Verteidigungsministerin was ganz doofes vorhat, werde ich diesen Winter noch meinen FRESH fertigbauen. Lasst uns Wettbewerbe fliegen!

Herzliche Grüße und wir sehen uns Dietmar - beim RES-Fliegen :-)

Uli

UweH
20.01.2017, 00:03
Im letzten Jahr war ich auf 4 RES-Wettbewerben. Alle vier fanden nicht auf einem Modellflugplatz statt. Wie sieht es jetzt mit der neuen Verordnung der 100m Deckelung aus?

Hallo Dietmar,

wenn man den Aussagen von Alexander Dobrindt in diesem Interview glauben schenken kann kommt die neue „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ im Laufe dieses Jahres, allerdings ist der eh schon niedrige Glaubwürdigkeitsfaktor des Bundesverkehrsministers seit 18.01.2017 noch mal stark gesunken.

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/546252-DMFV-Stellungnahmen-(-bzw-quot-Modellflug-vor-dem-Aus-quot-)?p=4244819&viewfull=1#post4244819

Ich denke dass die RES-Wettbewerbe auf der grünen Wiese im ersten Halbjahr 2017 nach den bisherigen Regeln noch statt finden können, dann wird es eng werden. Am Dienstag hat Herr Dobrindt den Kompromiss für den 100 m Deckel außerhalb von Modellflugplätzen mit Aufstiegserlaubnis, der in den letzten Monaten mit unseren Verbänden ausgehandelt wurde, ohne Vorwarnung überraschend aufgekündigt. Sollte die neue Verordnung nach dem Bundestag auch den Bundesrat unverändert passieren, dann ist zusammen mit vielen anderen Modellflugklassen auch RES in der heutigen Form entweder Tod oder teilweise illegal, denn Training und Wettbewerb auf den Plätzen ohne AE ist dann faktisch verboten weil man eine Thermikklasse nicht mit einer so niedrigen Höhenbegrenzung chancengleich fliegen kann.

Ab hier habe ich mal aus meiner Sicht ein paar Indizien und Absonderlichkeiten der neuen Drohnenverordnung zusammen geschrieben:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/546252-DMFV-Stellungnahmen-(-bzw-quot-Modellflug-vor-dem-Aus-quot-)?p=4244834&viewfull=1#post4244834

Neben dem Verbot außerhalb von zugelassenen Modellflugplätzen über 100 m zu fliegen gibt es auch Verschärfungen beim Überfliegen von Naturschutzgebieten und ganz neu ein Mindestalter für das fliegen von Modellen über 2 kg von 14 bzw. 16 Jahren außerhalb von Plätzen mit AE.
Es gibt die Möglichkeit eine Ausnahmegenehmigung zur Höhenbegrenzung beim Luftfahrt-Bundesamt zu erhalten, aber die Versagensgründe für eine solche Genehmigung sind in der aktuellen Verordnung sehr weit gefächert und billig sind LBA-Ausnahmen schon heute nicht.
Der Jugendliche, der nach der Schule auf der Wiese des benachbarten Bauern den F3B-A-Flieger an der Flitsche startet um für die Jugendwertung dieser Klasse Thermikfliegen zu trainieren handelt damit illegal, selbst wenn Trainer oder Eltern dabei sind.....klar, das ist ja genauso gefährlich wie statt dessen Drogen zu konsumieren oder mit einer scharfen Knarre Schießübungen zu machen :eek::cry:

Es ist noch nicht alles entschieden, aber für den bisher genehmigungsfreien Modellsegelflug am Hang und in der Thermik sieht die Zukunft verdammt schwarz aus :(:

https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2017/01/2017-01-18-drohnen-verordnung.html?nn=434518
http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LR/151108-drohnen.html
http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pub...ublicationFile
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Bulletin/2017/01/06-1-bmvi-bt.html

Gruß,

Uwe.

Liegestuhlflieger
20.01.2017, 07:17
Hallo,

da es verständlicherweise nicht erwünscht ist, im RES-Termin-Thread über die Zukunft von RES-Wettbewerben zu diskutieren, bitte ich den Moderator die Beiträge Nr. 27, 28 und 29 hier her zu verschieben.

Kann sein, das einige hier das Thema nicht gerne lesen aber ich denke, wir sollten darüber mal reden, bevor wir von der Realität eingeholt werden.

Was nützt es, wenn wir über Rumpfnasenradius usw. diskutieren und am Ende unsere RES-Modelle nicht mehr einsetzen können.

Viele Grüße
Dietmar

Hans Hoffmann
20.01.2017, 11:12
Hallo,

Ich bin der Meinung, dass wir erst einmal abwarten sollten, was wirklich beschlossen wird.
Eine 100m Regelung würde das RES-Fliegen ausserhalb von Modellflugplätzen schon deutlich
be- und verhindern. Aber schon mit einer 150m- Regel könnten wir leben. Ich habe auf Wettbewerben
nicht oft größere Flughöhen gesehen.
Bei einer generellen Flughöhenbegrenzung kann man überlegen, die 50m Leine zum Standard zu machen. Aus Erfahrung, z.B. Wettbewerb Minden, kann ich sagen, dass damit die Wettbewerbe eher attraktiver werden.
Wie man ohne Telemetrie, die bei RES-Wettbewerb verboten ist, die max Flughöhe einhalten soll,
weiß ich allerdings nicht.

Gruß Hans

Liegestuhlflieger
20.01.2017, 11:33
Hallo Hans,

natürlich kann man abwarten - würde ich normalerweise auch tun.

Ich sehe das aber, genau wie Uwe, ein wenig realistisch. Das Ding ist durch, hier geht es hauptsächlich um wirtschaftliche Interessen. Würde mich freuen, wenn ich nicht recht habe!

Man könnte schon etwas vorbeugen und auf kleineren Plätzen mit AE evtl. Elektro - RES veranstalten (Uwe bitte weghören - ich starte auch lieber mit dem Gummiseil).

In Österreich gibt es ja auch eine Höhenbeschränkung (allerdings wenigstens 150m, soviel ich weiß), da werden in diesem Jahr schon viele E-RES-Wettbewerbe angeboten.

Na gut warten wir halt ab - hoffentlich werden wir dann nicht in ein paar Monaten genauso zusammenzucken, wie jetzt.

Okay, meinen im Rohbau fast fertigen Baba Comp. werde ich natürlich erstmal fertig bauen.

Vielleicht hilft uns ja ein Wunder.

Viele Grüße
Dietmar

Hans J
20.01.2017, 11:33
Ich bin der Meinung, dass wir erst einmal abwarten sollten, was wirklich beschlossen wird.

Moin Hans,
nein, das sehe ich völlig anders. Abwarten hilft nicht! Ob RES, F3A oder was auch immer, jetzt müssen wir nochmals aktiv werden und versuchen unseren Standpunkt dem Bundesrat zu verdeutlichen. Das ist meines Erachtens unsere einzige Chance, die vermaledeite Änderung der LuftVO noch zu verhindern. Siehe auch hier:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/546252-DMFV-Stellungnahmen-(-bzw-quot-Modellflug-vor-dem-Aus-quot-)?p=4245179#post4245179

Hans Hoffmann
20.01.2017, 12:08
Hallo Hans,

auf zugelassenen Modellflugplätzen soll die Höhenbegrenzung doch nicht gelten, dort haben
wir auch weiterhin keine Einschränkung. Die dort bisher ausgetragenen Wettbewerbe und
normalen Flüge können auch weiterhin stattfinden.
Die 3 Modellflugplätze, die ich kenne, erlauben auch von der Platzgröße zumindest mit 50m
Leinen Wettbewerbe.
Das Problem ergibt sich dort, wo die Plätze kleiner sind oder andere Vereinsmitglieder den Platz
nicht mal eben einen Tag lang für einen RES-Wettbewerb (wir sind hier bei RES) freigeben wollen.
Dort hilft eben nur das Ausweichen auf die freie Wiese. Und dort, und nur dort, gibt es Probleme
bei einer Höhenbegrenzung auf 100m.

Gruß Hans

Liegestuhlflieger
20.01.2017, 12:18
Hallo Hans,

sei dir da mal nicht so sicher, dass du auf deinem Vereinsplatz noch lange über 100m fliegen darfst.

Die EU ist gerade darüber, die Sache in die Hände zu nehmen....

Ich hoffe, dass ich hier wieder nicht recht behalte.

Viele Grüße
Dietmar

Hans Hoffmann
20.01.2017, 12:27
Hallo Dietmar,

magst recht haben. Ich bin halt als Optimist auf die Welt gekommen:)

Herzlichen Gruß
Hans

UweH
20.01.2017, 12:44
Das Problem ergibt sich dort, wo die Plätze kleiner sind oder andere Vereinsmitglieder den Platz
nicht mal eben einen Tag lang für einen RES-Wettbewerb (wir sind hier bei RES) freigeben wollen.
Dort hilft eben nur das Ausweichen auf die freie Wiese. Und dort, und nur dort, gibt es Probleme
bei einer Höhenbegrenzung auf 100m.


Ja und Hans, ist das nicht schlimm genug? Hätte sich Alexander Dobrindt an den mit unseren Verbänden vereinbarten Kompromiss zum 100 m Deckel gehalten wäre das akzeptabel gewesen, aber so werden nicht nur die Wettbewerbe auf der grünen Wiese verboten, sondern auch das Training und Spassfliegen in der Thermik über 100 m. Versuch mal nach in Kraft treten der Verordnung auf einem Platz mit AE Sonntags ein Gummiseil für RES auszulegen, damit machst Du Dich bei den anwesenden Kollegen der motorfliegenden Modelle sicher noch beliebter als bisher, denn dort wird es in Zukunft sehr eng zugehen.
Bitte beteiligt euch an der / den Mailaktionen für den Widerstand im Bundesrat.

Gruß, Uwe

sonouno
20.01.2017, 12:46
Hmmmm, ich sag nur:

Wir sind das Volk !!

muss man sich alles gefallen lassen? *lach*


grüssle, Christof;)

ps: wo kein Kläger da kein Richter......

little_wing
20.01.2017, 13:26
ps: wo kein Kläger da kein Richter......

...sehe ich auch eigentlich so.
Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, dass die 100m Begrenzung bei moderatem Verhalten unsererseits große Prbleme macht.
Selbst ein noch so ausgeprägter "Überwachungsstaat" (ich meine nicht die Bundesrepublik!) wird nicht soviel Personal aufwenden können oder wollen, um das präzise zu kontrollieren, und das auch noch überwiegend an Wochenenden:D

Ich bleibe da erstmal gelassen und werde so weiterfliegen wie bisher, warten wir...

Gruß
Rainer

hänschen
20.01.2017, 13:32
Hallo Dietmar,

ich habe heute eine Email von Hans Müller (Petition "Kein Himmel voller Drohnen ...") erhalten. Die fand ich unzureichend informativ und dadurch letztlich in ihrer Wirkung sehr negativ; hatte ähnlich Gedanken wie du und bekam erstmal sauschlechte Laune.


Uli

hi Uli, das bin ich...;), war ein Schnellschuss, dass wichtigste steht drin. Alle Infos findest du übersichtlich hier in meinem Blog.

@Uwe: deine Argumente bezgl. RES, F3B,J, etc. sowie Hangflug verwende ich in meinen Schreiben und Gesprächen bereits schon seit einem jahr. Auch in meinen aktuellen Anschreiben. Wir haben vor einem Jahr mal die Arbeitshöhen der einzelnen Modellflugklassen zusammengesammelt...

Hans Hoffmann
20.01.2017, 13:48
Hallo,

Hier mag vielleicht der Eindruck entstanden sein, dass ich eine Flughöhenbegrenzung
einfach so hinnehmen würde. Dem ist nicht so.
Ich fände es aber sehr schade, wenn durch diese Diskussion auch nur Einer davon abgehalten
würde, sich einen Res-Segler zu bauen.

Uwe, auf den Plätzen, auf denen ich fliege, gibt es ein sehr harmonisches Miteinander von
Motorfliegern und Hochstartern.

Mit Höhenbegrenzung kenne ich mich aus. Der FMC-Lübeck liegt im Bereich des Flughafens.
Dort sind uns 150m und (meistens) 300m erlaubt.

Gruß Hans

Hans J
20.01.2017, 15:00
Hier mag vielleicht der Eindruck entstanden sein, dass ich eine Flughöhenbegrenzung
einfach so hinnehmen würde. Dem ist nicht so.

Moin Hans,
klar, ich meinte auch nur, daß wir alle Solidarität mit den Vereinsplätzen ohne AE (ca. 1/3 der DMFV-Vereine) und mit den sogenannten "Wildfliegern" zeigen sollten und uns gegen diese unselige LuftVO ins Zeug legen.
RES hätte - glaub ich als F3A-Flieger - wohl am wenigsten Probleme mit dieser VO.

P.S. Sorry für Offtopic

Liegestuhlflieger
20.01.2017, 18:20
Hmmmm, ich sag nur:

Wir sind das Volk !!

muss man sich alles gefallen lassen? *lach*


grüssle, Christof;)

ps: wo kein Kläger da kein Richter......

Hallo Christof,

was du auf der grünen Wiese machst, damit habe ich keine Probleme.

Hier geht es aber speziell um RES-Wettbewerbe. Ich möchte mal den Wettbewerbsleiter sehen, der hier seinen Kopf dafür hinhält und sagt, ihr könnt alle fliegen, wie ihr wollt - wo kein Kläger da kein Richter.

Gruß
Dietmar

UweH
20.01.2017, 18:50
Hmmmm, ich sag nur:

Wir sind das Volk !!

muss man sich alles gefallen lassen? *lach*


grüssle, Christof;)

ps: wo kein Kläger da kein Richter......


Hallo Christof, sozialer Ungehorsam gut und schön, aber bei einem Unfall zwischen einem Flugmodell und einem Nicht-Modellflieger mit einem Schaden gibt es sowohl Kläger als auch Richter und bei Personenschaden dazu noch Kriminalpolizei, Staatsanwalt und Fachgutachter.
Dann ist Schluß mit *lach* und wie Dietmar schon geschrieben hat wird kein Veranstalter von Wettbewerben auf der grünen Wiese das Haftungsrisiko auf sich nehmen, ebenso wie Schwarzflieger sich im klaren sein sollten dass sie keinen Anspruch auf Versicherungsschutz haben, sie können höchstens Glück haben dass es nicht nachweisbar ist dass sie über 100 m geflogen sind oder sonst ein Gesetz missachtet haben.

Gruß,

Uwe.

Phoenix35
20.01.2017, 19:16
... und ich möchte dem noch hinzufügen:

Ich möchte mein Hobby nicht die nächsten 20 Jahre daraufhin ausrichten nicht erwischt zu werden. Mit nem ständigen Damoklesschwert unterwegs zu sein, dass neben dem RES-Segler hoch droben in der Thermik schwebt, ist nicht jedermanns Sache. Früher bin ich auch mit hochfrisierten Moppeds rumgeheizt (gut, dass nie was passiert ist) - heute wär das nicht mehr mein Ding.

Viele Grüße

Uli

Nichtflügler
20.01.2017, 19:48
.....aber bei einem Unfall zwischen einem Flugmodell und einem Nicht-Modellflieger mit einem Schaden gibt es sowohl Kläger als auch Richter und bei Personenschaden dazu noch Kriminalpolizei, Staatsanwalt und Fachgutachter......


Na klar, das Risiko ist immer da, aber wie oft ist es denn in den letzten 10 Jahren zu einem solchen Zwischenfall gekommen? Mit wieviel "Nicht-Modellflugzeugen" ist es denn zu einem Schadensfall gekommen? Ich würde dann immer die SD-Karte aus dem Sender vernichten und auf "Anlagenausfall" plädieren. Als Kompensation könnte man dann ja Lotto spielen, da gewinnt man eher im Lotto!!!



.... wird kein Veranstalter von Wettbewerben auf der grünen Wiese das Haftungsrisiko auf sich nehmen.....

Das ist dann die Konsquenz, das wird uns allen weh tun.

Individuell für den Freizeitflieger wird sich garnix ändern.

mfg
der Nichtflügler

UweH
20.01.2017, 20:08
Na klar, das Risiko ist immer da, aber wie oft ist es denn in den letzten 10 Jahren zu einem solchen Zwischenfall gekommen?

Es spielt für den ersten Betroffenen keine Rolle wie lange vorher nichts passiert ist.
Das vernichten der SD-Karte würde alles nur noch schlimmer machen. Du glaubst bei einem Personenschaden Staatsanwalt, Kriminalpolizei und Fachgutachter bewußt verarschen zu können? Träum weiter, wenn Dir der Arsch auf Grundeis geht weil jemand verletzt worden ist kannst Du froh sein wenn Du in der Situation Deinen Namen noch richtig schreiben kannst.
Wenn Du den Gesetzesübertritt zu vertuschen versuchst ändert sich die Rechtslage mindestens auf grob fahrlässig, damit bist Du voll in der Privathaftung.

Ich bin sicher kein Sicherheitsfanatiker und fliege oft in einem Naturschutzgebiet mit Modellflugverbot, in dem Modellflieger nur geduldet sind und deshalb der Versicherungsschutz zumindest fraglich ist, aber wie blauäugig manche Leute hier zu sein scheinen erschreckt mich.

Keine berufliche Unfallversicherung zahlt die Schußwunden von Bankräubern :eek:

Gruß,

Uwe.

Nichtflügler
20.01.2017, 20:26
Vielen Dank für den Vergleich mit den Bankräubern!

Du schätzt nach meiner Meinung das Risiko völlig falsch ein. Du kannst ja auf jeden Fall schon mal die SD-Karte gar nicht erst reinstecken - oder ist das dann auch schon "grob fahrlässig"?

mfg
Carsten, der Nichtflügler

UweH
20.01.2017, 20:54
Du schätzt nach meiner Meinung das Risiko völlig falsch ein.

Es ist egal wie ich das Risiko einschätze, es kommt darauf an wie meine Versicherung als Veranstalter die Situation einschätzt.

Kennst Du den Unterschied zwischen Gefahrenbeurteilung und Risikobeurteilung?

Ich werde mit Dir die Diskussion über dieses Thema ebenso wenig fort setzen wie ich noch Lust habe mit Dir über RES-Regeln zu diskutieren.
Illegal ist illegal und legal ist der einzige Weg der in der Öffentlichkeit als gut befunden werden sollte, egal wie das dann jeder für sich selbst handhabt.
Deshalb lohnt es sich dafür zu kämpfen dass das was in Zukunft im Modellflug tatsächlich gelebt wird legal sein wird.

Nix für ungut und Gruß,

Uwe.

dthomalla
20.01.2017, 22:45
Das Problem ergibt sich dort, wo die Plätze kleiner sind oder andere Vereinsmitglieder den Platz
nicht mal eben einen Tag lang für einen RES-Wettbewerb (wir sind hier bei RES) freigeben wollen.
Dort hilft eben nur das Ausweichen auf die freie Wiese. Und dort, und nur dort, gibt es Probleme
bei einer Höhenbegrenzung auf 100m.


Falsch. Es gibt Vereine, wie unseren, die Plätze ohne AE haben, und auch ohne Aussicht auf die bisherige AE sind.
D.h. es entfallen dann Wettbewerbe, mindestens mal unserer.

Zudem könnten unsere Mitglieder (und die anderer betroffener Vereine) nicht mehr sinnvoll trainieren.
Teilnehmerzahlen dürften somit auch schrumpfen.

Analog gilt das für andere Segelflugklassen ebenso, FxJ, F3B ...

Nicht schön.

Gruß

Dirk

Pesi5
20.01.2017, 22:52
So jetzt malen wir mal Schwarz

und dann warten wir mal ab, oder wir nehmen eine Glaskugel und wenn
das nichts hilft zuckt der Deutsche die achseln und nimmt es hin.
Der franzose geht auf die Strasse und die EX Ossis haben gerufen und getan
Wir sind das Volk. Ich befürchte, wir sind zu wenig.

Nichtflügler
21.01.2017, 00:16
Es ist egal wie ich das Risiko einschätze, es kommt darauf an wie meine Versicherung als Veranstalter die Situation einschätzt.

Kennst Du den Unterschied zwischen Gefahrenbeurteilung und Risikobeurteilung?

Ich werde mit Dir die Diskussion über dieses Thema ebenso wenig fort setzen wie ich noch Lust habe mit Dir über RES-Regeln zu diskutieren......


Ist vielleicht auch besser so, mit dir nicht weiter darüber zu reden.

Wenn du einen Modellflieger, der keine Speicherkarte in seinem Seder hat (ist die denn überhaupt zwingend vorgeschrieben?) im gleichen Post mit einem Bankräuber erwähnst, dann scheint da einem von uns jeglicher Realitätssinn abhanden gekommen zu sein.

Außerdem habe ich ja oben schon mal angemerkt, daß jeder Veranstalter von einer neuen Regelung, gleich welcher Art, hart getroffen wird, der normale Modellflieger, von dem ich aber jetzt gerade geredet habe, von den neuen Vorgaben kaum eingeschränkt sein wird, da die neuen Bestimmungen überhaupt nicht überprüfbar sind. Das wird sich so einpendeln wie Autoverkehr ohne Blitzer. Viele fahren vernünftig, einige nicht.

mfg
der Nichtflügler

UweH
21.01.2017, 00:51
der normale Modellflieger, von dem ich aber jetzt gerade geredet habe, von den neuen Vorgaben kaum eingeschränkt sein wird

Dieser Thread hat das Thema "Zukunft von RES-Wettbewerben" :rolleyes:

Liegestuhlflieger
21.01.2017, 07:51
hi Uli, das bin ich...;), war ein Schnellschuss, dass wichtigste steht drin. Alle Infos findest du übersichtlich hier in meinem Blog.

@Uwe: deine Argumente bezgl. RES, F3B,J, etc. sowie Hangflug verwende ich in meinen Schreiben und Gesprächen bereits schon seit einem jahr. Auch in meinen aktuellen Anschreiben. Wir haben vor einem Jahr mal die Arbeitshöhen der einzelnen Modellflugklassen zusammengesammelt...

Hallo Hans,

möchte dir jedenfalls für deine und auch die Bemühungen der Anderen, die sich so für den Erhalt unserer Sportart eingesetzt haben, danken.

Ihr hattet es hier mit einem übermächtigen, skrubellosen Gegner zu tun, da hattet ihr wenig Chancen.

Das ist so, wie wenn man mit einem Messer gegen 10 Panzer kämpfen muss.

Dass man hier ohne mit der Wimper zu zucken, einfach eine komplette Sportart auslöscht, zeigt mir, was da in Zukunft noch im normalen Leben auf uns zukommen wird.

Viele Grüße
Dietmar

Nichtflügler
21.01.2017, 10:17
Dieser Thread hat das Thema "Zukunft von RES-Wettbewerben" :rolleyes:

Hallo Uwe,

sorry, mein Fehler!

mfg
Carsten, der Nichtflügler

UweH
21.01.2017, 11:38
im gleichen Post mit einem Bankräuber erwähnst, dann scheint da einem von uns jeglicher Realitätssinn abhanden gekommen zu sein.

Ich versuche das Beispiel mit dem Bankräuber mal zu erklären, denn es scheint nicht klar geworden zu sein was ich damit meine.

Ein Modellflieger auf dem Wettbewerb, ein Sportschütze auf dem Schießstand oder ein Bankräuber im Straßenverkehr sind bei dem was sie tun über eine Haftpflichtversicherung abgesichert, sofern eine abgeschlossen wurde und sofern sie sich dabei an die bestehenden Gesetze halten.
Fährt der Bankräuber Auto um damit seinem Beruf nachzugehen erlischt der Versicherungsschutz für das Auto weil er dabei etwas illegales tut. Ist ja auch klar, die Versicherung wird einen Teufel tun die Schäden zu zahlen die er auf seiner Flucht im Rahmen der Straftat verursacht.
Das gleiche gilt für Schusswunden die der Bankräuber beim illegalen Bankraub bei anderen verursacht oder selbst erleidet, auch wenn er in der Freizeit versicherter Sportschütze und auch sonst unfallversichert ist.

Das ist zwar ein überzogenes Beispiel, aber das Prinzip ist beim Modellflug das gleiche.

Fliegt der Modellflieger an einem Ort an dem das Modellfliegen verboten ist oder trotz gesetzlicher Höhenbegrenzung in größerer Höhe, dann begeht er damit eine Ordnungswidrigkeit, die für die Versicherung ein Prima Aufhänger ist um Haftpflichtschäden die im Rahmen des begehens dieser Ordnungswidrigkeit entstehen nicht zahlen zu müssen.
Hätte sich der Modellflieger an die bestehenden Gesetze gehalten, dann wäre der Schaden nicht eingetreten, egal ob die Ordnungswidrigkeit während der dieser Schaden eingetreten ist Teil der Schadensursache war oder nicht.

Gruß,

Uwe.

UweH
21.01.2017, 12:55
Es gibt Vereine, wie unseren, die Plätze ohne AE haben, und auch ohne Aussicht auf die bisherige AE sind.
D.h. es entfallen dann Wettbewerbe, mindestens mal unserer.

Zudem könnten unsere Mitglieder (und die anderer betroffener Vereine) nicht mehr sinnvoll trainieren.
Teilnehmerzahlen dürften somit auch schrumpfen.

Analog gilt das für andere Segelflugklassen ebenso, FxJ, F3B ...

Beide Vereine die den Wertheimer Bocksbeutelpokal ausrichten sind davon auch betroffen, beide haben keine Plätze mit Aufstiegserlaubnis.

Ich befürchtete eigentlich schon länger dass die von unseren Verbänden mit dem BMVI ausgehandelte Ausnahme der Höhenbegrenzung außerhalb von AE-Plätzen im Rahmen einer Salamitaktik nur ein Kompromiss auf Zeit sein würde, aber dass Dobrindt mit Hilfe des Verteidigungsministeriums das jetzt von Anfang an vom Tisch fegen will bedeutet schon eine extreme politische Machtdemonstration.
Jetzt haben die Vereine mit Plätzen ohne AE nur wenige Wochen Zeit Schadensbegrenzung zu betreiben und sich auf die neue Situation einzustellen, was nur schwer gelingen wird weil bei den Vereinen ohne AE die Mitglieder schneller davon laufen als sie Alternativen finden können.
Für die Wettbewerbe auf der grünen Wiese könnte man mit einem geänderten Regelwerk auf die 100 m-Grenze reagieren, auch wenn sie dann gegenüber den Vollwettberwerben an Attraktivität und Vergleichbarkeit verlieren würden, aber auch das braucht Zeit.

Ich glaube nicht dass es den Gemeinden gefallen wird dass die vielen Vereine ohne AE-Plätze in den nächsten 1-2 Jahren aus dem öffentlichen Leben verschwinden weil Ihnen ein wesentlicher Teil der Existenzbasis ohne Galgenfrist genommen wird wenn die neue Verordnung in der Form vom letzten Mittwoch den Bundesrat passiert.

Gruß,

Uwe.

Rauschi63
21.01.2017, 14:41
Hallo,

jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazutun.

Man liest immer 100 Meter.:(

Woher soll der gemeine Modellflieger denn wissen ob er
nun 90 Meter oder schon 130 Meter hoch fliegt?:confused:

Hans Hoffmann
21.01.2017, 15:16
Hallo,
Woher soll der gemeine Modellflieger denn wissen ob er
nun 90 Meter oder schon 130 Meter hoch fliegt?:confused:

Schätzen: es gilt ja 100m, 200m, 300m,.........
Bis 150m wird abgerundet, darüber aufgerundet
Das bekommt man schon hin:D:D:D

Phoenix35
21.01.2017, 15:28
Hallo,

gibts irgendwo eine Liste, welche Modellflugplätze eine Aufstiegserlaubnis haben?

Viele Grüße

Uli

Rauschi63
21.01.2017, 16:36
Schätzen: es gilt ja 100m, 200m, 300m,.........
Bis 150m wird abgerundet, darüber aufgerundet
Das bekommt man schon hin:D:D:D

Ja prima.

Ich kann nicht einmal sagen, wieweit 10 Meter in der Horizontalen sind
und dann in der Höhe?:eek:

UweH
21.01.2017, 17:10
Ja prima.

Ich kann nicht einmal sagen, wieweit 10 Meter in der Horizontalen sind
und dann in der Höhe?:eek:

Tja Franz, dann wirst Du wohl zumindest bei Modellen über 2 kg Probleme bekommen, denn bei dem in Zukunft notwendigen Befähigungsnachweis für Modelle über 2 kg wird abgefragt ob Du die neue Flughöheneinheit "Do" drauf hast :eek:
1 "Do" = 1 Dobrindt = na...wie viel ist das wohl in Meter? :D

Bleib also lieber bei RES, die darfst Du auch ohne Befähigungsnachweis fliegen und wie hoch Du fliegst sagt Dir die Polizei oder der selbst ernannte Flughöhen-Heimatschutz gegen Auskunftgebühr an Vater Staat. :p


Gruß,

Uwe.

Rauschi63
21.01.2017, 17:30
Die Damen und Herren in Berlin sollten sich ihr Geschmier einmal vorlesen lassen
damit sie einmal hören, was sie für einen Mist verzapfen.:eek:

Obwohl ich es langsam bezweifle, dass die überhaupt in der Lage,
dieses mit ihrem IQ zu verarbeiten bzw. aufzunehmen sind.:confused:

Das ist ja schlimmer wie im Kindergarten:mad:

Rauschi63
21.01.2017, 17:45
Noch so ein Schmarrn:mad:

Ich dürfte eigentlich kein Flugmodell steuern, wenn ich Brillenträger bin.:eek: (optisches Hilfsmittel)

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Modellflug und Recht
LuftVG

§ 15a Verbotene Nutzung des Luftraums

(3) Der Betrieb von unbemanntem Luft
fahrtgerät im Sinne von § 1 Absatz
2 Nummer 11 des Luftverkehrs
gesetzes ist verboten, wenn
1. er außerhalb der Sichtweite des Steuerers erfolgt oder
2. die Gesamtmasse des Geräts
mehr als 25 Kilogramm beträgt.
Der Betrieb erfolgt außerhalb der Si
chtweite des Steuerers, wenn das
Luftfahrtgerät ohne besondere optische
Hilfsmittel nicht mehr zu sehen oder
eindeutig zu erkennen ist.
Die zuständige Luftfahrtbehörde des Landes kann in Gebieten mit Flugbe-
schränkungen nach § 11 und für den Fall des Betriebs, der nicht über den
Flugplatzverkehr eines Landeplatzes
hinaus erfolgt, Ausnahmen von dem
Verbot nach Satz 1 zulassen, wenn
von der beantragten Nutzung des Luft-
raums keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgehen.
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mattersburger
23.01.2017, 20:04
Hallo Rauschi

Ich gehe mal davon aus das du bisher deine Modelle rechtmäßig steuern durftest und weiterhin dürfen wirst.
Es sei denn, dass deine Brille unter die Kategorie ""besonderes"" optisches Hilfsmittel fällt.


Was sieht das Gesetz zukünftig eigentlich für den Luftraum der Sonderpiloten vor? die starten doch mit ihren Schirmen oft auch mal irgendwo am Hang raus, (auch Schipisten)?
Da war doch bei uns vor ein-zwei Jahren der große Aufschrei als denen mitsamt den Segelfliegern der Luftraum beschränkt wurde. (obwohl von der Seite auch keine "near missings"" bekannt wurden?)

LG Andreas

mattersburger
23.01.2017, 20:11
Die Damen und Herren in Berlin sollten sich ihr Geschmier einmal vorlesen lassen
damit sie einmal hören, was sie für einen Mist verzapfen.:eek:

Obwohl ich es langsam bezweifle, dass die überhaupt in der Lage,
dieses mit ihrem IQ zu verarbeiten bzw. aufzunehmen sind.:confused:

Das ist ja schlimmer wie im Kindergarten:mad:


IQ gestehe ich den Politikern durchaus ein, manche haben bestimmt eine ganze Menge davon, ABER wo haben die bitte ihren HAUSVERSTAND und setzen den mal ein? cry:

xtoph13
23.01.2017, 23:11
Hallo zusammen,

nun will ich mich auch noch einmischen.

Ich glaube ja, falls die 100m Höhenbegrenzug tatsächlich kommen würde, dass die Klassen RES und F3K einen wahren Boom erleben werden. Das sind nämlich die Klassen, die noch am ehesten mit den 100m klarkommen.

Für RES könnte ein angepasstes Regelwerk so aussehen:

- Gestartet wird mit 50m Hochstartseil anstelle 100m

- Jedes Modell hat ein Variomudul mit GPS und Speicherfunktion verpflichtend eingebaut. Ab ca. 90m Höhe werden Warnsignale zum Sender übertragen. Bis 100m mit steigender Vehemenz. Jeder Teilnehmer ist selbst verantwortich die 100m Grenze nicht zu überschreiten.

- Jeder Teilnehmer kann einmal pro Wettbewerb einen Mitwettbewerber bezüglich bezüglich Höhenüberschreitung überprüfen lassen. Sollte sich dabei herausstellen, dass eine Höhenüberschreitung stattgefunden hat, so ist dieser Teilnehmer zu disqualifizieren. Mit dieser Regelung kann ausgeschlossen werden, dass die Wettbewerbsleitung übermäßig mit Überprüfungen beaufschlagt wird.

Thats it!

Nachdem ich mich hier bei RES zum ersten Mal einbringe, hier kurz mein RES Hintergrund: Mit großer Begeisterung habe ich letztes Jahr im Frühsommer den RES Wettbewerb in München beobachtet. Danach einen Pures gebraucht besorgt (gebraucht, wegen der elend langen Lieferzeiten) und auf Elektro umgebaut. Das ist derzeit mein mit Abstand meistgeflogenes Modell.

Und nochmals zu Wettbewerben unter 100m: Gerade beim RES macht es doch besonders Spass quasi auf Augenhöhe nach Thermik zu graben. Wenn Bedingungen sind bei denen man auf über 100m steigen könnte, hat man doch ohnehin kein Problem den Zeitrahmen zu erfüllen. Da macht die Höhenbegrenzung den Wettbewerb doch eher interessanter.

Bitte versteht mich nicht falsch. Auch für mich als sogenannter Wildflieger wäre so eine Höhenbegrenzung äußerst bitter. Alle meine E-Segler jenseits RES könnte ich stillegen. Das macht dann keinen Sinn mehr!

Dieser Beitrag nur mal so als Gedankenanregung.

Viele Grüße
Christoph

Nichtflügler
24.01.2017, 03:01
.......Jeder Teilnehmer kann einmal pro Wettbewerb einen Mitwettbewerber bezüglich bezüglich Höhenüberschreitung überprüfen lassen. Sollte sich dabei herausstellen, dass eine Höhenüberschreitung stattgefunden hat, so ist dieser Teilnehmer zu disqualifizieren. Mit dieser Regelung kann ausgeschlossen werden, dass die Wettbewerbsleitung übermäßig mit Überprüfungen beaufschlagt wird........



Würde ja noch viel einfacher gehen:

wie auch beim E-RES muß jeder Teilnehmer einen Höhenlogger (altis) eingebaut habe, der jetzt aber nicht den Motor bei 90 m ausschaltet sondern bei 100 m die Landeklappen automatisch :mad: ausfährt.
Und natürlich unter 100 m wieder :D einfährt.
Das wäre dann die perfekte 100 m Lösung, da so auch der Veranstalter nachweisen kann, daß lt. Wettbewerbsausschreibung die Richthöhe nicht überschritten werden kann.

mfg
Carsten, der Nichtflügler und Nachtwandler

Liegestuhlflieger
24.01.2017, 05:31
Hallo Christoph und Carsten,

das ist genau die Art von Diskussion, wie ich sie mir hier wünsche!

Ich habe natürlich zunächst, genau wie die meisten hier Hoffnung, dass der 100m Deckel noch abgewendet werden kann.

Wenn es aber nicht so kommt, wie wir es uns wünschen, wäre natürlich ein Plan B nicht so verkehrt, damit wir wenigstens unsere Modelle trotzdem noch mit Spaß im Wettbewerb einsetzen können.

Eine weitere Frage, egal mit Höhenbegrenzung oder ohne: Müssen unsere Gäste aus dem Ausland dann auch so eine feuerfeste Plakette anbringen?
Lustig (eigentlich traurig) würde es in den anderen, internationalen FAI-Klassen werden, z.B. F3F, da wird oft unter 100m geflogen, dafür i. d. Regel mit mit bis zu 2kg Ballast: Müssen ausländische Teilnehmer, wenn sie über 2kg schwere Modelle fliegen, erst mal einen deutschen „Befähigungsnachweis“ ablegen?

Den Vorschlag von Carsten fände ich schon mal sehr praxistauglich, wenn es zum worst case kommen sollte.

Viele Grüße
Dietmar

Chandrayaan
24.01.2017, 11:00
Hallo Dietmar,
sollte der 100m Deckel kommen, dann ist (für mich) RES tot!

Ich werde ganz sicher nicht an einem Wettbewerb mit 100m Höhenbeschränkung, Loggerüberwachung, gegenseitges "anschwärzen"/Kontrollieren und ausfahren der Bremsklappe bei 100m teilnehmen!

Was soll das? Du fliegst ins Lee und brauchst dringend einen Bart um wieder zurück zu kommen. Dann hast Du einen Bart gefunden und dein Logger/Bremsautomat beschert die eine wunderschöne Aussenlandung!

Viele Grüsse
Martin

Hans Hoffmann
24.01.2017, 14:52
Hallo,

man kommt sich ja ein bisschen als Verräter an der Sache vor, wenn man jetzt schon die Möglichkeit von Wettbewerben mit 100m Höhenbegrenzung durchspielt. Mir fällt auf, dass im F3K- Forum diese Höhenbegrenzung offensichtlich keine Rolle spielt. Da wir beim RES auch gut und viel den unteren
Luftraum nutzen, sollte die 100m Grenze kein Aus bedeuten. Es könnte sogar noch interessanter werden.
120m Starthöhe aus 100m Seil +Schuss und ein leichtes Modell, da reicht schon einfaches Abgleiten für
eine volle Flugzeit. Bei geringeren Starthöhen erfordert das schon mehr Können.
Für den Fall der Fälle mein Vorschlag:
10 (max.15) m Schlaugummi
50 bis 75m Nylonseil
Telemetriepflicht, nur Höhenmesser (kein Vario) mit Warnton bei 100m . Sehr viele haben schon diese
Technik, ansonsten ist das nicht unerschwinglich. Wenn wir weiter bei RES so fair wie bisher miteinander
umgehen, sollte da auch keine gegenseitige Überwachung nötig sein. Sonst müssten wir Carstens
Lösung in Betracht ziehen. Das wäre, wenn kostengünstig, eine Möglichkeit, auch ohne Telemetrie auszukommen. Da müsste die Industrie liefern, ich kenne keinen solchen Logger.
Martins Einwand kann ich nicht nachvollziehen, man fliegt dann eben nur so weit ins Lee,
das 100m fürs Zurückkommen reichen.

Gruß Hans

Nichtflügler
24.01.2017, 15:04
Hallo Hans,

altis Höhenlogger sind handelsüblich und werden bei E-RES und F5J eingesetzt.

guckst du: https://zeller-modellbau.com/altis-micro-altimeter-aerobtec.html

mfg
Carsten, der Nichtflügler

Liegestuhlflieger
24.01.2017, 15:59
Hallo Dietmar,
sollte der 100m Deckel kommen, dann ist (für mich) RES tot!

Ich werde ganz sicher nicht an einem Wettbewerb mit 100m Höhenbeschränkung, Loggerüberwachung, gegenseitges "anschwärzen"/Kontrollieren und ausfahren der Bremsklappe bei 100m teilnehmen!

Was soll das? Du fliegst ins Lee und brauchst dringend einen Bart um wieder zurück zu kommen. Dann hast Du einen Bart gefunden und dein Logger/Bremsautomat beschert die eine wunderschöne Aussenlandung!

Viele Grüsse
Martin

Hallo Martin,

bestimmt hast du recht, das eigentliche, taktische RES-Fliegen wäre nicht mehr so gegeben. Aber daran zu denken, ganz aufhören zu müssen, ist schon ziemlich hart.

Vielleicht sollten wir uns ja wirklich erst dann mal Gedanken über die Sache machen, wenn der Deckel tatsächlich kommen sollte.

Zuletzt liest noch jemand von unseren politischen "Freunden" mit und denkt sich: "Seht ihr, ist doch alles kein Problem mit den 100m, denen fällt schon was ein."

Viele Grüße
Dietmar

Hans Hoffmann
24.01.2017, 16:01
Hallo Carsten,

der Altis Logger ist aber nur für die Verwendung am Regler vorgesehen.
Da braucht es zum Ausschalten des Motors nur das Auschalten der Impulsleitung.
Für die Regelung eines Servos müsste er aber einstellbaren Puls für die ausgefahrene Stellung liefern.
Du hast das Teil, korrigiere mich bitte, wenn der Altis dieses kann.

Gruß Hans

Hans Hoffmann
24.01.2017, 16:11
Vielleicht sollten wir uns ja wirklich erst dann mal Gedanken über die Sache machen, wenn der Deckel tatsächlich kommen sollte.
Zuletzt liest noch jemand von unseren politischen "Freunden" mit und denkt sich: "Seht ihr, ist doch alles kein Problem mit den 100m, denen fällt schon was ein."


Hallo Dietmar,

mein Gedanke, aber da der Thread schon lief...
F3K und RES sind auch meiner Meinung nach die Sparten, die mit einer 100m Deckelung am wenigsten Probleme haben. Aber das ist nur ein kleiner Teil der Modellfliegerei, eher eine Minderheit.

Gruß Hans

Chandrayaan
24.01.2017, 16:24
Hallo Martin,

bestimmt hast du recht, das eigentliche, taktische RES-Fliegen wäre nicht mehr so gegeben. Aber daran zu denken, ganz aufhören zu müssen, ist schon ziemlich hart.

Vielleicht sollten wir uns ja wirklich erst dann mal Gedanken über die Sache machen, wenn der Deckel tatsächlich kommen sollte.

Zuletzt liest noch jemand von unseren politischen "Freunden" mit und denkt sich: "Seht ihr, ist doch alles kein Problem mit den 100m, denen fällt schon was ein."

Viele Grüße
Dietmar

Hallo Dietmar,
da gebe ich Dir schon recht.

Aber ich finde es nicht viel besser über "kastrierte" RES-Wettbewerbe mit "Zwangsbremse" etc. nachzudenken und sich damit schon öffentlich mit der Höhenbeschränkung zu arrangieren. Ganz nach dem Motto: Wir haben ja noch Glück. F3B, F3J etc. trifft es tödlich ...

Viele Grüsse
Martin

Liegestuhlflieger
24.01.2017, 16:31
Hallo Martin,

ist angekommen - werde mich jetzt zurückhalten und lieber nichts mehr dazu schreiben.

Viele Grüße
Dietmar

UweH
24.01.2017, 20:16
Vielleicht sollten wir uns ja wirklich erst dann mal Gedanken über die Sache machen, wenn der Deckel tatsächlich kommen sollte.

Zuletzt liest noch jemand von unseren politischen "Freunden" mit und denkt sich: "Seht ihr, ist doch alles kein Problem mit den 100m, denen fällt schon was ein."

Hallo Dietmar, nur noch mal zur Sicherheit falls tatsächlich jemand von den politischen Freunden mit liest: selbst wenn RES mit Regelanpassungen mit dem 100 m-Deckel zurecht kommen sollte, ich bin auch Hangflieger und wenn ich an meinen meist beflogenen Hängen den Flieger raus werfe und 50 m einfach nur geradeaus fliege bin ich über 100 m über Grund und nach der neuen Verordnung über topografische Karten nachweisbar illegal unterwegs, egal ob mit dem F3F oder dem RES-Modell, da hilft auch kein Bagger :cry:

Deshalb werde ich meine Überlegungen über die Anpassung der RES-Klasse an die despotische BMVI-Modellflug-Maßregelung auf einen Zeitpunkt verschieben an dem das Kind im Brunnen ersoffen ist.

Bis da hin liegt der Schwerpunkt darauf dem Kind im Brunnen zu helfen den unfairen Stoß von hinten unbeschadet zu überstehen.

Gruß,

Uwe.

Liegestuhlflieger
24.01.2017, 21:25
Hallo Uwe,

geht mir leider genauso, bin zu 90% Hangflieger, 5% RES-Wettbewerbsflieger und 5% F5J Wettbewerbsflieger!

Viele Grüße
Dietmar

Phoenix35
26.02.2017, 21:33
Hallo allerseits,

ich weiß nicht, ob ihr es schon alle gelesen habt - es scheint berechtigte Hoffnung zu geben:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/620164-Klares-Votum-f%C3%BCr-den-Modellflug-im-Verkehrsausschuss-des-Bundesrats

Hat meine Laune heute nicht gerade verschlechtert.

Viele Grüße

Uli