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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : fehlende Aufstiegserlaubnis / hat der Vorstand versagt?



Ralf Kohnen
18.01.2007, 06:37
Hallo zusammen,

auf einem meiner bevorzugten Modellflugplätze wurde vor mehreren Wochen ein Schreiben der Bezirksregierung aufgehängt, in der uns das fliegen mit Modellen über 5kg und/oder Verbrennungsmotoren untersagt wurde.
Unser Vorstand hat diese Genehmigung vor Jahren beantragt, (wurde mir so von anderen Mitgliedern versichert)aber nie erhalten.

Da wir nun keine Möglichkeit mehr haben, zu fliegen, habe ich mich entsprechend aufgeregt. Unter Anderem habe ich nach ein paar Wochen bei der Bezirksregierung nachgefragt, warum wir keine Genehmigung erhalten und mir wurde daraufhin geantwortet; " weil sie nie beantragt wurde"
Ich habe daraufhin unseren Vorsitzenden gebeten, mir zu erläutern, warum wir nun keine Aufstiegsgenehmigung haben und warum er immer behauptet hat, wir wären bis 20 kg zugelassen.
Bis heute habe ich keine Antwort erhalten und das regt mich noch am meisten auf.

Nun stehen bei uns Neuwahlen des Vorstandes an und ich würde gerne wissen:

Würdet Ihr so einen Vorstand wieder wählen?
Wie begründet man, dass man eine erneute Kandidatur dieses Vorsitzenden ablehnt? (ist dies ein vereinsschädigendes Verhalten)

Mir geht der Hut hoch, wenn ich daran denke, dass wir jahrelang gegen geltendes Recht verstossen haben und zudem ohne Versicherungsschutz geflogen sind!

Wie ist Euere Meinung dazu?

Thomas Ebert
18.01.2007, 10:14
Hallo Ralf,
ich verstehe Deinen Ärger, muss aber auch sagen:
Ich habe die Aufstiegserlaubnis von meinem Verein gelesen, bevor ich Mitglied wurde. Auf eine AE vom Hörensagen würde ich mich nicht verlassen...

Was ich konkret an Deiner Stelle machen würde:
1. Versuch schriftlich zu bekommen, dass die AE nie beantragt wurde. Vielleicht wurde ja auch nur durch einen Irrtum versäumt, eine befristete AE verlängern zu lassen.
2. Versuch herauszufinden, ob der Vorstand irgendwann mal (von einer Mitgliederversammlung) beauftragt wurde, eine AE zu beantragen (alte Protokolle).
Wenn das möglich ist, hast Du etwas in der Hand, das belegt, dass der Vorstand seine Aufgaben nicht erfüllt hat. (Hat er mE im Prinzip aber schon deshalb nicht, da er zugelassen hat, dass ordnungswidrig geflogen wurde, und durch drohende Bußgelder die Existenz des Vereins gefährdet hat)
3. Ich würde gegen eine Entlastung des Vorstandes stimmen. Sollte noch ein Bußgeld kommen, das sich auf Fliegen ohne AE vor dem Datum des Schreibens der Bezirksregierung bezieht, müsste durch Juristen geprüft werden, ob das der Vorstand aus eigener Tasche zu zahlen hat. Der Vorstand muss ja von der fehlenden AE gewusst haben.
4. Beschluss der Mitgliederversammlung treffen, dass eine AE beantragt werden muss (als verbindlichen Auftrag an den Vorstand). Damit wäre dann egal, ob der alte Vorstand wiedergewählt wird.

Gruß, Thomas

Claus Eckert
18.01.2007, 10:34
Hallo Ralf

Was sagen denn die anderen Vorstandsmitglieder zu der Situation?

Ralf Kohnen
18.01.2007, 11:38
Hallo Thomas,

Danke für Deine ausführliche Meinung.

Ich kann Dir nur Recht geben: Ich rate jedem, der in einen Verein eintritt, sich die Genehmigung zeigen zu lassen! Man ist sogar dazu verpflichtet. Das habe ich in dem Gespräch mit dem Herrn der Bezirksregierung erfahren ( müssen)

Claus: uneinigkeit, da der Vorstand in der Zwischenzeit umbesetzt wurde, nur der 1. ist immer noch im Amt.

Im Verein herrscht teilweise sogar Gleichgültigkeit über die gesamte Situation, teilweise auch Unwissenheit, auf was man sich einlässt, wenn trotzdem geflogen wird.
Es gibt sogar Stimmen, die sagen" so schlimm ist das ja nun auch nicht, außerdem findet sich ja keiner, der das Amt machen will"

Ich denke inzwischen darüber nach, wenn sonst absolut keiner will, stelle ich mich zur Wahl.(Obwolhl ich da überhaupt keinen Bock drauf habe) ( Ich möchte den Verein nicht verlassen, da er einen supergeilen Platz hat.)

Ingo Seibert
18.01.2007, 14:58
Hallo Ralf,


Man ist sogar dazu verpflichtet. Das habe ich in dem Gespräch mit dem Herrn der Bezirksregierung erfahren ( müssen)

Stimmt absolut, daher wird bei uns im Verein, zu dessen Vorstand ich mich zählen darf/muss, jedem Neumitglied die Abschrift der AE zusammen mit den üblichen Unterlagen zugesandt - schon aus dem Grunde, um Sätzen wie "das habe ich nicht gewußt" zu begegnen. Weiterhin wird bei umfassenden Änderungen (wir haben seit letztem Jahr eine unbefristete AE mit längeren "Öffnungszeiten") selbige neben der alten Version in der Fliegerhütte ausgehängt.

Was die Neuwahl angeht: Wiederwahl nein, Entlasten auch nein, erst sollen sie die Sache ins Reine bringen!

plinse
18.01.2007, 17:05
Moin,

Ingo hat es auf den Punkt gebracht. Vor allem, wenn du bereit bist, dich zur Wahl zu stellen, kannst du es auch eskalieren lassen. Ich kann die Mitglieder vollkommen verstehen, die es eher gleichgültig sehen - mir würden 5kg und keine Verbrenner nur sehr geringfügig in die Suppe spucken und deshalb würde ich mich nicht zur Wahl stellen wollen - also logische Konsequenz. Maulen darf immer nur derjenige, der bereit ist, es besser zu machen. Das bist du, also kannst du auch gegen eine Wiederwahl stimmen (gesunder Menschenverstand).

Entlasten auf keinen Fall - denn sonst übernimmt der Verein ja den Mißstand als akzeptiert.

Dadurch, dass der Vorstand trotz scheinbar fehlender Aufstiegserlaubnis einen Flugbetrieb uneingeschränkt zugelassen hat, hast du in meinen Augen ausreichend Gründe, eine Entlastung abzulehnen.

Voll GFK
18.01.2007, 17:54
Was sagen denn die dazu, die bisher Flugleiter gemacht hatten? Die haben auch ein kleines Problem aufgehalst bekommen. Damit, daß sie es jetzt wissen sollten.
Keine Entlastung, ist klar, ob das Auswirkungen hat ist unklar. Aber daß er und andere Mitglieder keine Einsicht zeigen, das ist irgendwie sehr bedenklich. So ähnlich wie Zusehen beim betrunken schwarzfahren und es noch geil finden.
Aber, warum solls im Verein anders sein, solche Gemüter gibt es hier im Forum ja auch ein paar. So Rechtselberstricker. Aber lieber bin ich Warmduscher auf gesetzlicher Grundlage.
Gibt es keine Flugordnung ? Da müsste doch auch drinstehen, daß man sich an die AE auch noch halten muß. Dann seine Mitglieder auf Nachfrage anzulügen und zu Rechtsbrechern zu machen bzw. werden zu lassen, das ist irgendwie so ähnlich wie Anstiftung.

Ralf Kohnen
18.01.2007, 18:07
Ich Danke Euch zu Eueren bisher mitgeteilten Meinungen.

Ja, ich bin ein Kämpfer und nehme nicht alles als Gottgegeben hin und was mich echt sauer macht, ist, wenn sich jemand für schlauer hält als alle anderen zusammen.

Mal sehen, was die Versammlung so bringt. ( Auf den Vorstandsposten habe ich echt keinen Bock, ist nur viel Arbeit, die einem eh keiner Dankt und wenn was schiefgeht, muss man auch noch den Kopf ( für Andere) hinhalten.
Aber wir werden sehen, manchmal muss man auch Dinge tun, die einem nicht gefallen.....

Hans Rupp
18.01.2007, 18:09
Hallo,

aus der Ferne halte ich mich mit der Be- und Verurteilung mal raus. Obwohl es schon echt eindeutig aussieht.

Nur eines will ich klarstellen:
Eine Entlastung des Vorstands hilft diesemim Aussenverhältnis kein Stück, er ist und bleibt persönlich verantwortlic. Mit einer Entlastung nimmt sich "nur" der Verein die Möglichkeit, selbst Forderungen gegen den Vorstand geltend zu machen, insbesondere da der Mißstand im Zeitpunkt der Entlastung ja bekannt ist.

Eine Entlastung kommt deshalb bis zum Abschluss der Sache meines Erachtens nicht in Frage. Die Unzuverlässigkeit in der Vergangenheit kann eventuell bei Beantragung einer AE ganz nett hinderlich werden. Wenn wie bisher weitergeflogen wird erst recht. Und genauso würde ich das in Deiner Stelle auch so sagen. Persönliche Anschuldigungen für das Gewesene kann man sich dabei sparen. Was man davon hält, ergibt sich ja aus dem eigenen Standpunkt.

Der Vorstand kann froh sein, wenn das für ihn glimpflich ausgeht.

Für die Zukunft kann es nur den geraden Weg geben und der neue Vorstand tut gut daran, das bei seiner Wahl als Bedingung zu machen und harte Konsequenzen bis hin zum Ausschluß anzukündigen, wenn das Verbot nicht beachtet wird. Aber da habe ich bei Dir, Ralf keine Sorge.

Hans

Dieter Wiegandt
18.01.2007, 19:59
Du solltest erst einmal in eure Satzung schauen, was die über Wahl/Abwahl/Außerordentliche Mitgliederversammlung sagt. ;)
Nur auf dem Boden kannst du handeln.
Dann lese ich, dass die JHV wohl ansteht. Die Frage ist, wann die geplant ist.
Wenn du (man) das noch nicht weiß, kommt ihr in Zeitverzug mit der Genehmigung. Das Frühjahr kommt ja schon.
Dann stellt sich die Frage der Außerordentlichen Mitgliederversammlung.
Auch dazu wird eure Satzung vermutlich was hergeben. Da sind bei der Einladung auch Regularien zu beachten. In einer guten Satzung steht so was drin.
Bei all dem verständlichen Ärger, du solltest das sauber durchziehen.

Werner Wöhlecke
18.01.2007, 21:40
Hallo Ralph,

ich würde vor der Mitgliederversammlung über den Verband abklären, welche Folgen die einzelnen Schritte auslösen (entlasten, nicht entlasten, abwählen des Vorstands).

Grüße von
Werner

W. Holzwarth
18.01.2007, 23:56
Ach, Männer. So'n Vorstand hat's nicht leicht.
Ich meine ja, er hat das Privileg, auch mal versagen zu können.

;) Und da wird sich wohl nüscht dran ändern. Egal, wer dran ist ...

Hans Schelshorn
19.01.2007, 12:42
Im Verein herrscht teilweise sogar Gleichgültigkeit über die gesamte Situation, teilweise auch Unwissenheit, auf was man sich einlässt, wenn trotzdem geflogen wird.

Hallo Ralf,

ich denke, daß es das schlimmste wäre, wenn trotzdem geflogen würde. Auch bei Euch dürfte es Modellfluggegner geben. Wenn erst mal ein Verfahren anhängig ist, weil trotz Verbotes geflogen wurde, dann könnt' ihr mit einigen zusätzlichen Hürden beim Genehmigungsverfahren rechnen.
Ihr solltet so schnell wie möglich eine Genehmigung erwirken und darauch achten, daß Ihr bis zum Abschluß des Verfahrens nicht negativ auffallt.

Servus
Hans

Ralf Kohnen
28.01.2007, 14:15
Hallo zusammen,

ich möchte Euch an dem Ergebnis unserer JHV teilhaben lassen.

Ich habe den Antrag gestellt, dass der 1. nicht wiedergewählt werden darf/soll.
Dieser Antrag ist abgelehnt worden, nachdem der Vorstand darlegen konnte, dass er sich über Jahre!!! hinweg bemüht hat, eine AE zu bekommen. Diese AE ist immer wieder bei der Bezirksregierung angemahnt worden und gem. Aussage des Sachbearbeiters hiess es immer: Der Vorgang ist in Bearbeitung.
Von unserem Vorstand ist dies als Zustimmung gewertet worden.

Nun haben wir folgende Situation: alle Mitglieder bis auf einen (wer war das wohl) hat der Entlastung des Vorstandes zugestimmt.
Der Vorstand wurde wiedergewählt und hat das fliegen nunmehr strikt untersagt (< 5kg und/oder Verbrenner)nachdem die Sachlage von allen Anwesenden verstanden wurde.
Der Vorstand kümmert sich eingehend darum, dass wir eine AE erhalten.

Ich gehe davon aus, dass die gesamte Situation durch Unwissenheit entstanden ist, der Vorstand ( und die Mitglieder) jetzt aber sensiblisiert sind und in der Zukunft etwas umsichtiger agieren.

Alles wird gut; irgendwann !

Dieter Wiegandt
28.01.2007, 16:28
Schön, dass du eine Rückmeldung gibst.
Jahrelange Bearbeitung eines Vorganges, unglaublich.
Gestatte mir eine Bemerkung:
Das kann ich mir von Seiten der Behörde so nicht vorstellen. Da ist irgendwas gelaufen, von mir aus ein Telefonat, dass euer Vorstand nicht verstanden hat und das zu einem Ruhen des Antrages geführt hat.
Na trotzdem, schwaches Bild.
Erstaunlich, dass der Vorstand noch so viel Rückhalt genießt. Ich schließe aus deinem Antrag anläßlich der JHV, dass es keine Alternativen zum alten Vorstand gab.

Voll GFK
28.01.2007, 17:24
Ach, Männer. So'n Vorstand hat's nicht leicht.
Ich meine ja, er hat das Privileg, auch mal versagen zu können.

;) Und da wird sich wohl nüscht dran ändern. Egal, wer dran ist ...
Privileg = Sonderrecht. Ja, das hat wohl jeder, der Verantwortung trägt. Firmenchef, Busfahrer, Arzt ?
Schlimm ist, daß er mit seinem etwas eigensinnigen Kurs andere in der Scheinsicherheit lässt, sie täten etwas rechtmässiges. Aber, nachher würde man sagen, jeder Pilot und jeder Flugleiter hätte sich eben vorher darüber selbst informieren müssen, ob die notwendige AE nun da ist ( und was drinsteht) oder eben nicht. Dafür hat ein e.V. ja nun auch mehrere handelnde. Daß er dies nicht einsieht, und der Verein sich mit " die blöde Behörde braucht halt so lange" abspeisen lässt, lässt sehr tief blicken.
Nur gut, daß jetzt bei diesem Verein wohl Klarheit besteht, was momentan zu tun ( und zu lassen ) ist. Und, wie Dieter richtig bemerkt, irgendetwas läuft schief mit der beantragten AE, nur, da muss man eben nachgehen und nicht Augen zu und weiter wie bisher.
Leidtragender ist dann nämlich der eine, den es erwischt.
Aber dann hat der Vorstand sicher auch das zugestandene Privileg, die Hände in den Schoß zu legen und dem Unglücksraben seine Strafe zu bezahlen...

PW
30.01.2007, 11:33
Hallo Ralf,

finde ich toll Euren Vorstand:

- wertet die Aussage der Behörde "Vorgang ist in Bearbeitung" als Zustimmung
für eine AE
(also wenn ich einen Bauantrag bei der Behörde in "Bearbeitung" habe, habe
ich noch keine Baugenehmigung; frage ich wirklich, von welchem Geist
Eurer Vorstand ist)

- wann hat denn Eurer Vorstand den Antrag bei der Behörde gestellt ??? Da
muss es ja ein Schreiben von Eurem Vorstand an die Behörde geben ?

- dann wäre noch interessant, seit wie vielen Monaten/oder Jahren sich der Vorgang bei der Behörde sich in Bearbeitung befindet und zu erfahren, warum es so lange dauert (liegt es an fehlenden Unterlagen Eures Vorstandes oder an anderen beteiligten Behörden ?)

Also wenn Euer Vorstand alle Antragsunterlagen vollständig eingereicht hat (und somit korrekt gearbeitet hätte), dann würde ich spätestens nach 6 Monaten eine sogenannte Untätigkeitsklage gegen die Behörde stellen ! Dieses ist nämlich die Klageart im Verwaltungsrecht, die dafür sorgt, dass Behörden tätig werden.

Ich frage mich nur, was ihr für einen Vorstand habt !!!

Lächerlich:

"Vorgang ist in Bearbeitung" als Zustimming = Erteilung einer AE zu werten.

Sorry: Aber wie "blöd muss man da sein" !!

Und die Konsequenzen im Falles eine Unfalles (Modelle über 5 kg etc.) ??

Und wenn Eure übrigen Mitglieder dann noch den Vorstand Rückendeckung/Entlastug etc. geben, dann frage ich mich "nach dem Verstand" so mancher Eurer Mitglieder.


Gruss

PW

Eberhard Mauk
30.01.2007, 14:27
Hallo Ralf,
lass dich von deinem Vorstand ermächtigen, das er dir gestattet, diese Sache in Abstimmung mit Ihm in die Hand zu nehmen. Dann weist du, es geht weiter, so ist das wieder auf Monate für keinen mehr kontrollierbar.

Und geh einfach her, und erkundige dich beim zuständigen Luftamt was der genaue Sachstand ist.

Dann sieht man weiter.

Gruß
Eberhard

Ralf Kohnen
30.01.2007, 18:02
Hallo Eberhard,

sorry, aber das werde ich garantiert nicht tun!

Ich denke, es dürfte klar sein, warum...

@ Peter: da kann ich Dir nur Recht geben. Aber immerhin haben sie kapiert, dass sie nicht mehr fliegen dürfen. Und alleine dafür hat sich mein Einsatz gelohnt.

Eberhard Mauk
30.01.2007, 18:54
Hallo Ralf,
ich verstehs gut, aber das funzt auf längere Sicht nur dann, wenn du nicht aufs Fliegen auf diesem Platz angewiesen bist. Wenn ja, dann ist eine pragmatische Sichtweise als produktiver als die emotionale.

Ok, ich drück die Daumen, das es besser wird, egal auf welchem Weg...:D

Viele Grüße

Eberhard

speed
30.01.2007, 19:34
Hallo miteinander,
ich lese mit und bin eigentlich sprachlos!
Als Ergänzung zu Peters Beitrag. Wir haben 9 Jahre eine AE gehabt, dann Prozess vorm Verwaltungsgericht gewonnen, trotzdem keine AE.
Dann Untätigkeitsklage eingereicht siehe da. 3 Tage später war die unbefristete AE da. Das funktioniert also schon!
Ich habe damals den Eindruck gewonnen, dass das RP tatsächlich auf Zeit spielen wollte, den ein Verfahren zur Erweiterung des Landschaftschutzgebietes war auch in der Mache!

Na ja, gut gegangen. Seit dieser harten Zeit mit Flugverbot und Zerfallserscheinungen im Verein sind wir jetzt im Aufschwung und haben steigende Mitgliederzahlen.

Otto

W. Holzwarth
30.01.2007, 20:53
Und, Otto?
;) Antrag auf Pachtverlängerung schon gestellt?

PW
02.02.2007, 11:17
Hallo Ralf,

ich würde auf jeden Fall den Vorstand mal fragen, wann der Antrag auf Erteilung der AE gestellt wurde.

Dann sieht man ja, seit wann der Antrag gestellt ist.

Ferner nachfragen, warum es nicht vorwärts geht ! Liegt es am Verein (fehlende Unterlagen) oder an der Behörde.

Auf jeden Fall ist Eurer Vorstand "von besonderer Art" und hat aus meiner Sicht mehr als grob fahrlässig gehandelt.

Man stelle sich mal vor, es hätte einen Unfall mit Personenschaden gegeben und es hätte sich herausgestellt = keine AE.

Irgendwie hat Eurer Vorstand mehr als wenig Ahnung und ist mehr als "blauäugig".

Also ich als normales Vereinsmitglied hätte in so einem Vorstand null Vertrauen mehr und dieser Vortand würde von mir nie eine Entlastung erhalten.

Kann bei weitem nicht verstehen, dass der Rest Eurer Vereinsmitglieder diesen Vorstand entlasten und wohl wieder neu gwählt haben.

Dass hat mit Unwissenheit des Vorstands nichts zu tun; und es gilt der Satz "Unwissenheit" schützt vor Strafe nicht.


Gruss

PW

Hans Rupp
02.02.2007, 11:40
Hallo Ralf,

wie die Schreibenden hier denken ist ja klar geworden. Du bist immer noch im Verein und willst auch drin belieben, wenn ich es richtig verstehe.

Es gibt dazu eine paar Sprüche aus der Bibel vom Vergeben und aus der BWL (Den Kaufmann interessiert nicht das Gewesene). Wichtiger als das was war, ist das, was wird.

Wenn es alle wirklich begriffen haben ist ja schon mal ein guter Anfang. Und wenn Du nicht zum Buhmann gestempelt wirst, irgendwann die AE kommt und Du wieder auf dem Platz entspannt fliegen und mit Kollegen eine Tasse Tee trinken kannst, ist ja alles gut.

Ich denke es geht jetzt im weiteren Verlauf um viele Dinge, die nur zwischen den Beteiligten von Interesse sind. und das Thema eignet sich nicht mehr zum diskutieren.

Auf jeden Fall drücke ich Euch die Daumen, dass ihr bald wieder eine AE habt.

Bei RCNVV gibt es eine gute Dokumentation eines Genehmigungsablaufs nach neuen Richtlinien. War leider langwierig und zäh, aber schlußendlich erfolgreich. Kannst ja dem Vorstand sagen, dass er sich gerne dort registrieren lassen. De Infos können jedenfalls nicht schaden.

Hans

Ralf Kohnen
15.03.2007, 16:09
Hallo zusammen,

ich wollte Euch nur mitteilen, dass sich die Warterei gelohnt hat.
Am letzten WE sind wir, Dank der nun ausgestellten AE, zum ersten Mal in diesem Jahr wieder geflogen.

Dennis Schulte Renger
15.03.2007, 17:05
Schön Ralf!!

Dann hat dein "Aufstand" ja letztendlich was gebracht, und alle können nun in Ruhe fliegen!

Dieter Wiegandt
15.03.2007, 19:56
Glückwunsch! In der heutigen Zeit ist das was wert....

TJ-Dirk
20.03.2007, 09:58
Hallo Zusammen,

wir haben momentan auch das "Problem" auf unsere unbefristete Aufstiegsgenehmigung warten zu müssen.

Unsere befristete AE endete am 30.09.06

Einen Antrag auf unbefristete AE haben wir 2 Monate vorher (fristgerecht beantragt).

Bis heute haben wir keine unbefristete AE bekommen, trotz mehrfacher Telefonate. Es sei in Bearbeitung und die unbefristete AE werden wir auch erhalten, hieß es...

Allerdings haben wir auch ein Schreiben der Behörden bekommen, welches es uns erlaubt unter den bisherigen Konditionen weiterzufliegen...

Wie lange muss man eigentlich auf diese AE warten?? Gibt es bei anderen Vereinen ähnliche Situationen??

Grüße

Dirk

Dieter Wiegandt
20.03.2007, 12:42
Hallo Dirk, ich rate euch da, nicht mit den Hufen zu scharren ;)
Zusage auf Erhalt einer unbefristeten AE, Genehmigung, auf Basis der alten derzeit weiter zu fliegen (und noch schrifllich bestätigt).
Warten. Im Ergebnis ändert sich ja dezeit nichts, ihr könnt fliegen ;)
Es gibt die "Untätigkeitsklage" nach drei Monaten. Ein zweischneidiges Schwert, weil die Behörde ja in eurem Fall offensichtlich tätig ist.

Eberhard Mauk
20.03.2007, 19:39
Hallo Dirk,
ich schließe mich soweit meinem Vorredner an.
Rate jedoch dazu nachzufragen ob es zB an einem Zeitproblem des Bearbeiters liegt, dann lass dem Zeit.
Anders ist es wenn es zB an einem Behördeneinspruch liegen sollte, dann ist es gut dem genauer nachzugehen, damit sich daraus nicht Nachteiliges für euch entwickelt.
Oft liegt soetwas an Missverständnissen und ein zwei klärende Telefonate sind dann hilfreich.

Halbwegs stressfrei Beschleunigen kannst du indem du per kurzantrag für zB zwei interne Veranstaltungstage einen Teil der AE für einen bestimmten zB in 14 Tagen liegenden Stichtag beantragst, dann wird regelmäßig die gesamte AE vorgezogen, sonst muss der Sachbearbeiter 2 mal dran...:D Aber das ist individuell zu gestalten, da hilft nur Phantasie wie man das verpackt...

Jede Drohung/Nachfrage per Rechtsanwalt oder Klagedrohung verschlechtert das Klima, der Sachbearbeiter zieht sich dann automatisch auf eine Sicherheitsposition zurück. Also kein Druck wo unnötig.

Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, bis 1 Jahr Bearbeitungszeit ist durchaus nichts ungewöhnliches. Andere wiederum schaffen es zwar in wenigen Wochen, aber die Regel sind schon einige Monate. Also telefonier mit dem einfach mal.

Gruß
Eberhard

TJ-Dirk
20.03.2007, 20:15
Hallo,

danke für eure antworten. Also mit dem Anwalt drohen möchte ich lieber nicht. wir haben ein gutes verhältnis zu dem sachbearbeiter. da man aber nicht genauer in der Materie drin steckt, wird man halt ungeduldig. vor allem geht es ja um die unbefristete AE, so dass uns dann keiner von unserem liebevoll gestalteten Platz so leicht verjagen kann...
es hätte ja auch sein können, dass sich da irgendwas zusammenbraut, wie bei den Modellfliegern, die in Nachbarschaft zu manntragenden Plätzen fliegen

ich nehme mal an, dass die verzögerungen auch damit zusammenhängen, dass eben diese Modellflugplätze mit manntragenden Fliegern in der Nachbarschaft die AE neu beantragen müssen (ist bei uns nicht der Fall)...

Grüße

Dirk