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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lebensdauer von Modellflugmotoren.



Bronks
12.06.2002, 10:43
Hi!

Kann mir bitte jemand von euch berichten, wie lange eure 2takt-Methanoler mit 7-10ccm so ca. gelebt haben oder noch leben? (In Stunden so. ca). Der eine meinte am Flugplatz, daß er nach 50 Stunden ziemlich schrottig wird und der ganz andere meinte, daß die Teile nicht kaputtzubekommen sind.

Leben eigentlich 4takter länger??

Danke und schönen Gruß!

Bronks

Jürgen Heilig
12.06.2002, 11:09
Für eine genaue Aussage spielen da zu viele Faktoren mit. Motortyp, Luftschraube, Kraftstoff, Motoreinstellung, Betrieb etc. So richtig "ausgelutscht" waren in meiner "Modellfliegerkarriere" ein ENYA 19 III (3,2ccm) nach ca. 100l Kraftstoffdurchsatz und ein HB 61 nach ebenfalls ca. 100l verbrauchtem Kraftstoff. Beide Motoren liefen danach zwar noch, aber der Enya sprang immer schlechter an (Kompressionsverlust) und der Kraftstoffverbrauch des HB wurde immer höher (zum Schluß nur noch ca. 7 Minuten Vollgas mit 300ml). Ich schätze jedoch die meisten Motoren finden ein früheres Ende durch "verunglückte" Landungen. :) Jürgen

Peter Dörscheln
12.06.2002, 11:15
Hi Bronks,
ich erinnere mich daran, vor Jahren mal einen Bericht darüber gelesen zu haben, ich glaube es war in Modell. Der Autor - ganz sicher weiss ich´s nicht, aber ich glaube, es war W. Frings - hat einen Mittelklasse 10er Motor (dreimal darfst du raten, welches Fabrikat ;) im Dauerlauf getestet. Kann sein, es war ein damals noch erhältlicher OS MAX der FP Serie. Das Teil lief also Tag und Nacht in einem eigens dafür hergestellten Verschlag, aus einem grossen Tank mit Sprit versorgt. Ich glaube mich daran erinnern zu können, dass bei 300 Stunden nonstop-Lauf noch nicht Schluss war und der Motor auch innerlich gut aussah. Zu berücksichtigen dabei natürlich, dass wie bei Autos der Kaltstart ziemlich motormordend ist (wie bei Autos halt auch). Nicht umsonst haben gerade Taxi-Motoren ein hohe Standzeit - die werden ja fast nie ausgeschaltet. Und wenn ich mich so auf meinem Platz umsehe: kaum dass der Motor läuft, nix wie ab mit der Glühkerzenklemme und erstmal volle Pulle reingeschoben, kaum 5 sec. nach der ersten Zündung. Kein Wunder, dass die Dinger eben keine 300 Std. halten. Fazit: kommt darauf an, welches Fabrikat und wie der Motor behandelt wird. Vielleicht hat noch ein Kollege den Bericht damals gelesen ???

Gruss Peter

bkramer
12.06.2002, 12:16
Hallo !

OS 61 WC im Hubi 160 Stunden und ist noch "wie neu".

Dürfte auch sehr viel mit der Ölqualität zu tun haben ...

LG

Bernhard

Bronks
12.06.2002, 12:20
Hi!

Danke für die netten Antworten!

Ja der kaltstart ist ein Problem.

Mein Instruktor bei meinen ersten motorisierten Flügen hat auch gleich nach ca. 15 sekunden Motorlaufzeit die Anweisung "Gib Vollgas" losgelassen und hat dabei gleich die Düsennadel gequält. Dann hab ich den Motor ca. eine Minute mit standgas laufen lassen. Als ich gas gegeben hab ist der Motor ausgegangen. Ein anderer Kollege meinte, daß der Motor am Boden im Standgas überhitzt und er deshalb ausgeht. Das hört sich meiner Ansicht nach nicht ganz logisch an oder kann das wirklich sein? Ich dachte der eher, daß der Motor im standgas eher wieder etwas abkühlt!

Schönen Gruß!

Bronks

Gast_0063
12.06.2002, 12:48
Aus meiner eigenen nicht unerheblichen Werkstatterfahrung wäre zu berichten, das wohl die allermeisten Modellmotoren eher an den flugtechnischen Unzulänglichkeiten ihrer Besitzer zugrunde gehen, als das sie verschleissbedingt das Ende ihrer vorgesehenen Lebensdauer erreichen.

Als erstes gehen die Kurbelwellenlager dahin, denen ist aber die Schmierung wg. Rollreibung recht schnurz.
Sind in einem vielbewegten .61er O.S. "FX" nach einer Saison hin.

Zur Kühlung:
Bei einem standardmässig montierten Modellmotor könnte man von einer "Gebläsekühlung mit überlagertem Fahrtwind" sprechen.
Das ein Motor im Leerlauf, fast ohne Last, überhitzt, möchte ich mal in den Bereich der Märchenstunde verschieben.
Das Prob lag woanders.

Stefan Küster
12.06.2002, 13:00
Hallo
OS 61 HGL im Hubi 150 Liter, dann bekam er einen neuen Kolbenring und hat seit dem wieder 30 Liter geschluckt. Der Motor läuft einwandfrei.

klauskolb
13.06.2002, 12:20
Hallo,

ich meine auch, dass ich mal einen Artikel von Werner Frings gelesen habe, in dem etwas von 275 Stunden stand.

Tschüss

Klaus

Gast_443
14.06.2002, 10:57
Nun ja, OS6,5ccm im FunFlyer Doit.
Ca. 3 Jahre jeden zweiten Tag so 1Stunde geflogen.

Rechnet selber aus ;)

Das Modell und auch der Motor leben immer noch!

Mit OS habe nicht nur ich sehr gute Langzeiterfahrungen gemacht. Die passende Latte, synthetischen Sprit (RD...) und er läuft....

Auch ein Webra lief so seine hunderte Stunden, bis zum SPritwechsel (glaube ich jedenfalls, schon Jahre her) dann war die Kompression weg.