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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DG-600 (Uwe Gewalt): Präsentation



Luongo
18.08.2017, 19:47
Hallo zusammen,

wie in diesem Thema ( http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/340848-DG-600-(Gewalt-Rumpf)-Tragfl%C3%A4chengeometrie-Fl%C3%BCgelprofil/page3 ) angekündigt, stelle ich hier nach und nach ein paar Bilder vom Bau meiner Uwe Gewalt DG-600 ein.
Leider ist der Bausatz, so wie ich ihn bekommen habe, heute nicht mehr erhältlich. Vielleicht ist trotzdem der eine oder andere an dem kurzen Bilderbericht interessiert.

Um 1995 stand ich als 10-jähriger vor diesem Modell eines Vereinskollegen. Zunächst nur an der Decke hängend, auf einer Ausstellung unseres Vereins. Später habe ich sie auch noch fliegen sehen. Gestartet im F-Schlepp folgte ein schöner Flug. Leider ist sie durch einen Strömungsabriss bei der Landung eingeschlagen. Ich fand die DG damals schon wunderschön und mir war klar, irgendwann muss ich so eine bauen.
Dann vergingen ungefähr 20 Jahre, bis ich im Sommer letzten Jahres übers Forum einen unangetasteten Bausatz genau dieser DG-600 gekauft und in Kirchheim Teck abgeholt habe.

Zum Modell:
Maßstab 1:3,5 (17m Version)
Spannweite 4,8m
Baujahr des Bausatzes 1993 (steht auf den Wurzelrippen)
Der Bausatz besteht im Wesentlichen aus einem GFK-Rumpf, laminiert von Harry Rosenthal, Styro-Abachi Flächen mit HQ3/14, einem Höhenleitwerk, Seitenruder und einer Kabinenhaube

Gruß,
Andi

Luongo
18.08.2017, 20:04
Angefangen hab ich mit dem Messingrohr für die Flächensteckung. Löcher in den Rumpf bohren, Rohr auf Länge schneiden, Löcher und Rohr durch feilen anpassen. Die Flächen müssen sauber an die Anformungen des Rumpfes passen und eine symmetrische V-Form (Bezug Seitenleitwerk) aufweisen. Als alles gepasst hat (da vergingen bei mir ein paar Stunden, bis ich zufrieden war ;-) ), habe ich das Rohr mit 24h Harz und Baumwollflocken (selbstverständlich alles angeraut und gereinigt) eingeklebt.

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Luongo
18.08.2017, 20:15
Jetzt kann man schonmal die Flächen an den Rumpf stecken. Allerdings müssen erst noch Verdrehsicherungsstifte eingebaut werden, die Steckung hierfür ist weder an Rumpf noch Fläche vorbereitet. Da hat man also Spielraum.

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foxfun
18.08.2017, 20:55
Hi Andi.

Flächensteckung ist ein Rundstahl mit 12mm Durchmesser? Schön, dass du die tolle Maschine und ihre Fertigstellung hier vorstellst.

Gruß Martin

Segelflieger45
18.08.2017, 21:19
...bitte weiter berichten...;)

Luongo
19.08.2017, 19:39
Ja es ist ein 12er Rundstahl. Ich habe mir vor dem Kauf Gedanken darüber gemacht. Paritech verwendet für die DG-600 z.B. immerhin einen 14er Rundstahl.
Ich habe dann mit Holger Brunke vom Gewalt Modellbau Geschäft telefoniert. Er stand als Jugendlicher schon mit Uwe Gewalt im Geschäft und kennt das Modell noch. Die Gewalt DG-600 war damals wohl recht beliebt und wurde unter anderem an der Teck von vielen Modellfliegern ganz schön rangenommen. Die Steckung hat dabei keine Probleme gemacht. Dass man keine 500m senkrecht runter und dann ums Eck abbiegen sollte ist klar. Aber das ist auch überhaupt nicht mein Ding. Dynamisch laufen lassen ja, aber ich bemühe mich immer um einen sauberen und weichen Flugstil und bin nicht so der Materialtester ;-)

Als nächstes hab ich die Servos ausgewählt und in die Flächen gebaut. Da es damals keine Digi Servos gab, spare ich mir auch heute die Pfeiferei am Platz. Also 4x HS225MG auf HR und SR und WK, 2x HS125MG auf QR (wegen geringer Flächendicke außen) und 2x HS85Mg auf Störklappen. Später kommen dann noch 3x Graupner C5077 für Schleppkupplung, EZFW mit Bremse dazu.

In den Flächen liegen bereits Servokabel mit 23 Jahre alter Kunststoffisolierung. Könnte man natürlich noch verwenden. Habe aber 15m neue Kabel geholt und eingezogen. Die kleinen runden Öffnungen in der Unterseite der Beplankung habe ich zu Servoschächten erweitert, passend für die Servos mit Rahmen. Sie Servorahmen habe ich mit mehreren Löchern versehen, angeschliffen und gereinigt. Anschließend mit Harz eingeklebt. Unter anderem wegen den Modifikationen ergibt sich eine Formschlüssige Verklebung.

Dann war Löten und Einschrumpfen angesagt...

foxfun
19.08.2017, 20:24
Hi.

12er Rundstahl war damals wohl stand der Technik. Meine ASW20 mit 4,20m Spannweite (ebenfalls von Uwe Gewalt aus 1993) hat auch einen 12er.

Schönen Gruß Martin

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Luongo
19.08.2017, 20:58
Sehr schönes Modell!
Ich denke mehr als 12mm Rundstahl wäre im Verhältnis zum restlichen Flächenaufbau einfach überdimensioniert. Die Styro-Abachi Flächen machen zwar einen festen Eindruck, aber ob man damit einen 12er Stahl verbiegen kann, ohne die Steckung aus der Fläche zu brechen? Ich werde es nicht testen. Das sieht für mich nach einem stimmigen Gesamtkonzept aus. Die gegebene Festigkeit führt zu einer gleichmäßigen Biegeverteilung der Fläche vom Rumpf bis zum Randbogen. Die konnten damals schon auch bauen ;) ! In der 4,5m ASH26 von Paritech ist heute noch ein 12er Rundstahl.

Noch zwei Anmerkungen zur Servoauswahl und zum Einbau.
Ich habe mich für Analogservos entschieden. 1. kein Gepfeife 2. weniger Ansprüche an die Stromversorgung
Die Stellkraft ist natürlich geringer als bei Digis. Deshalb baue ich möglichst spielfreie und leichtgängige Anlenkungen mit optimalen Hebelverhältnissen (möglichst weit innen am Servo und möglichst weit außen am Ruder).
Ich habe die Servos sauber in Frischhaltefolie gepackt und in die Rahmen verschraubt. Dann habe ich die Rahmen eingeklebt. Anschließend die Servos entnommen und die Rahmen einbetoniert. Durch dieses Vorgehen entstehen später beim Einschrauben der Servos keine Spannungen, die zum Abplatzen der Rahmen oder Dellen in der Fläche führen können. Wahrscheinlich nur bei Schalenflächen nötig, aber schaden kann es hier auch nicht :) .

DieterK.
19.08.2017, 23:49
Sauber! Da wird sich der Uwe aber freuen, wenn er das liest (und das tut er;):D), dass einer seiner schönen Segler so liebevoll aufgebaut und das Ganze auch noch so nett dokumentiert wird. Weiter so!

Luongo
25.08.2017, 20:27
Als Abwechslung zum Löten sind jetzt wieder Holzarbeiten dran. Also QR und WK aus solchen Flächen zu schneiden braucht ein bisschen Überwindung. Die Längen der Ruder habe ich aus der 3-Seiten Ansicht vom Original rausgemessen. Dann ausgeschnitten, grob verschliffen und verkastet. Was nach so wenig klingt, hat fast einen ganzen Tag gedauert. Ich freue mich darüber, dass die ganzen Klappen mit geringsten Spaltmaßen passen. :)

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Luongo
25.08.2017, 20:29
Zur Motivation immer mal wieder zwischendurch zusammen stecken...

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Luongo
25.08.2017, 20:39
Anschließend Servokabel für die 6 Servos in die Flächen ziehen. Die alten Kabel kamen an drei unterschiedlichen Positionen aus der Wurzelrippe heraus. Diese Löcher habe ich zu gemacht und die 10mm starke Wurzelrippe zur Aufnahme eines zentralen 9 poligen D-Sub Steckers vorbereitet (ausgefräst). Wie auf dem Bild ersichtlich habe ich nun auch die Verdrehsicherungsstifte eingebaut. Hierfür habe ich zuerst Löcher in den Rumpf gebohrt. Dann die Flächen aufgesteckt, ausgerichtet und die Position in den Flächen angezeichnet. Dann aus Messingröhrchen Hülsen angefertigt (das Ende zugelötet) und mit Harz in die Flächen geklebt. Die Hülsen nehmen die 3mm Stahlstifte auf, die ich hierfür angefertigt habe. Die vorderen Stifte sind 5mm länger als die hinteren, das erleichtert später das Anstecken an den Rumpf ("voreilende Stifte ;-) ").

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Luongo
25.08.2017, 20:51
Dann war wieder Löten angesagt. 2 Pärchen Stecker, d.h. 36 Lötstellen...


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Luongo
25.08.2017, 21:01
Als nächstes habe ich die Kabel von den Gegensteckern im Rumpf bis zum Empfänger konfektioniert. Für die Steckkontakte habe ich die Zange vom Nessel verwendet. Sieht auch wieder alles recht schnell aus. Hat aber, zumindest bei mir, mindestens nen halben Tag gedauert. Wenn mir ein einzelner Kontakt optisch nicht 100% gefallen hat (auch wenn dieser elektrisch natürlich dauerhaft i.O. wäre), war ein neuer Stecker angesagt. Also wieder 3 Kontakte zwicken, schleifen, reinigen, crimpen etc.. Naja jetzt ist alles fertig und die ersten 13m Servokabel sind weg (keine Ahnung wo das Zeug hinkommt ;) ) P.S.: Der alte Empfänger dient zum testen.

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Luongo
25.08.2017, 21:09
Einschrumpfen in drei Stufen unterschiedlicher Länge, sodass es im Modell auch über die Jahre nicht zu einem Kabelbruch kommen kann.

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Luongo
25.08.2017, 21:20
Um mir die Option auf 5,13m (Original 18m) Spw.-Verlängerung offen zu lassen, habe ich vor dem Bügeln eine Steckung für 16cm Ansteckflügel eingebaut. Die Steckung habe ich aus je zwei Messingröhrchen gemacht. Diese Änderung wiegt pro Fläche 2,5g, wäre also auch kein Drama wenn ich sie später doch nicht verwende.

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Luongo
25.08.2017, 21:27
Dann GFK fräsen und schleifen...

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foxfun
25.08.2017, 21:56
Saubere Arbeit Andi und tolle Dokumentationsbilder. Macht Spaß, deine Fortschritte zu verfolgen. Weiter so.

Schöne Grüße Martin

Luongo
13.09.2017, 12:49
Weiter ging es mit der Konstruktion der Abschlussleiste. Beide HS225MG Servos für HR und SR werden im Seitenleitwerk eingebaut. Seitenruder und Spornrad werden abnehmbar ausgeführt. Dann ist das HR-Servo durch die Abschlussleiste und das SR-Servo durch die Spornradöffnung zugänglich und zu entnehmen. Ich kann vorwegnehmen, die Lösung hat sich bestens bewährt.
Wenn es Fragen oder Kommentare gibt, einfach raus damit.

Gruß,
Andi

P.S.: Nächste Woche finden unsere Elektroflugtage zum 40-jährigen Jubiläum des MFC-Herzogenaurach statt (siehe Flyer unten). Über Zuschauer und Gastpiloten würden wir uns sehr freuen!

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foxfun
13.09.2017, 13:39
Hallo Andi.

Tolle Bilder, macht Spaß deine Arbeit zu verfolgen. Wie wirst du die Flächensicherung ausführen?

Schöne Gruß Martin

Luongo
15.09.2017, 11:02
Hallo Martin,

für die Flächenbefestigung wurden vom Hersteller schon Gewindebuchsen in den Flächen verbaut. Die Flächen werden also mit Innensechskant-Schrauben auf den Rundstahl geklemmt.

Gruß,
Andi

Luongo
15.09.2017, 11:34
Nach dem Sägen hatte ich mal Lust auf etwas Bügeln... ;)
Also zwei Tage Urlaub genommen und die habe ich auch gebraucht! Die Flächen und Ruderklappen habe ich mit Moltofill Leichtspachtel gespachtelt, fein verschliffen und alles entstaubt. Als Bügelfolie habe ich die normale Oracover weiß verwendet. Habe zwar auch gute Erfahrung mit Orastick, jedoch wollte ich alle Ruder direkt anbügeln, das wird mit Orastick (bei mir) bestimmt nix... :)
Beim Anbügeln der Ruder habe ich meinen Vater geholt. 4 Hände sind nicht verkehrt, wenn man schöne Ruderspalte will.
Wichtig, wenn die Unterseite der Ruder angebügelt wird, die Ruder nicht ganz zur Oberseite der Fläche umklappen, sondern nur soweit, dass sich eine 180° Linie ergibt. Sonst ist später zu viel Folie im Scharnier und es würde nicht so toll aussehen von oben!
Ansonsten das Übliche bei beplankten Styroflächen. Die Folie nicht wärmer als zum Ankleben nötig bügeln, sonst dehnt sich die Luft im Styro aus und wirft Blasen, die sich zwar beim Abkühlen wieder legen, aber später in der Sonne immer wieder kommen. Also wirklich jede Stelle ordentlich, aber so kalt wie möglich anbügeln.

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Luongo
30.09.2017, 09:50
Nachdem unsere Elektroflugtage am letzten Wochenende in Herzogenaurach mehr als erfolgreich verlaufen sind, ist es jetzt wieder an der Zeit für ein paar DG-600 Fotos.

Die Ruderhörner habe ich selbst aus GFK-Platten ausgeschnitten. Dadurch konnte ich sie perfekt an das Profil der jeweiligen Ruderklappe anpassen. Somit ergibt sich eine flächige Verklebung an unterer und oberer Beplankung des Ruders. Zusätzlich habe ich Querbohrungen eingebracht, in denen sich der Kleber einhakt. Obligatorisch anschleifen und entfetten... Die Ruderhörner sind so groß wie möglich (maximaler Hebel am Ruder ergibt steife und spielfreie Anlenkung) aber so klein wie nötig (Ruderhorn soll nicht über die Servoabdeckung herausstehen, sonst kommen die Kräfte bei Transport und Lagerung immer auf die Anlenkung und das Ruder-Folienscharnier). Den Anlenkpunkt habe ich direkt mittig übers Scharnier gelegt. Die Schubstangen bestehen aus 2,5er Gewinde, Gabelköpfen, Sicherungsmuttern und Sicherungslack.

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Segelflieger45
30.09.2017, 11:09
Hallo Andi


...schönes Modell....! Viel Erfolg beim Fertigstellen und vor allem Fliegen !!;);)

...bin momentan selber am Bauen einer ASW 28-18 ( 5,40 m Spw. M 1:3.33)... http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/564466-ASW-28-18 ,aber das dauert noch bis zum ersten Flug:(:).....

GC
30.09.2017, 13:34
Hier kann einer wirklich schön und sauber bügeln und bespannen. Sogar die Übergänge bei den Servos sind super gemacht.

foxfun
30.09.2017, 15:35
@Gerhard: Wollte ich auch gerade schreiben :D

Luongo
06.10.2017, 16:38
Danke!
Weiter ging es mit der Befestigung des Höhenleitwerks. Später am Flugplatz oder Hang, soll der Segler schnell und unkompliziert aufgebaut werden können.
Also habe ich zur Aufnahme einer M6 Einschlagmutter ein Brett in den Rumpf geharzt. Die Verdrehsicherung erfolgt über einen Buchen-Rundstab. Das Höhenruder bzw. Ruderhorn wird einfach auf einen 90° abgewinkelten 2mm Stahldraht (HR-Anlenkung) geschoben.
D.h. Leitwerk aufsetzen, eine Schraube rein, fertig :-)
Die Lagerung des abnehmbaren Seitenruders erfolgt durch einen 1,5mm Stahldraht, der von oben durchs Ruder und in der Abschlussleiste befindliche GFK-Zungen geschoben wird. Wenn das SR entnommen wird, kommt man ans HR-Servo und kann dieses bei Bedarf wechseln. Ins Seitenruder habe ich vorne einen Schlitz geschnitten, dann das Röhrchen für die Lagerung eingeklebt. Schlitz zu gemacht, verspachtelt, verschliffen und dann die Öffnungen für die GFK-Zungen Lagerung eingebracht.
Es sind so viele Details, die zu beachten waren... Ich stelle jetzt einfach ein paar Bilder ein. Falls es Fragen gibt, einfach raus damit.

Gruß,
Andi

Luongo
06.10.2017, 16:46
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Luongo
06.10.2017, 16:53
Das HR war 24 Jahre lang als Transportsicherung mit Tesafilm am HLW angeklebt. Der Tesa hat sich aufgelöst aber der Kleber war immer noch auf dem Holz. Hab alles versucht die Rückstände zu entfernen. Am Ende musste ich es abschleifen. Die entstandenen Dellen in der Beplankung habe ich dann gespachtelt und rausgeschliffen.

Luongo
06.10.2017, 17:01
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Luongo
06.10.2017, 17:11
Es hilft ja nix. Das Höhenleitwerk musste auch noch gebügelt werden. Bügeln gehört eigentlich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen...
Deshalb habe ich, abgesehen von einem Höllein-"Lego"-Flieger, in den letzten Jahren alle Flieger mit Papier bespannt und lackiert. Aber für einen Segler ist weiß bügeln doch das einfachste und ich bin mit dem Ergebnis, gerade auch bezüglich Folienscharnier, zufrieden!

Luongo
06.10.2017, 17:18
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foxfun
06.10.2017, 17:46
Hallo Andi.

Wirklich saubere und schöne Arbeit. Das wird ein tolles Modell. Weiter so.

Schöne Gruß Martin

Luongo
12.11.2017, 15:16
Als nächstes habe ich das Spornrad (abnehmbar wegen Zugang zum SR-Servo) eingebaut und die Störklappenabdeckungen aus Balsa gemacht.

Gruß,
Andi

Luongo
12.11.2017, 15:25
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Luongo
12.11.2017, 15:27
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Ralph Tacke
12.11.2017, 16:14
Tolle Arbeit, wird bestimmt ein feiner Flieger !

An der Höhenruderklappe hast Du ja die Aussparung für das Seitenruder..., wie hast Du das gebügelt? Hab mir da schon mal ziemlich einen bei abgebrochen. Du hast da sicher nicht gepfuscht ;)

Gruß Ralph

Luongo
12.11.2017, 20:20
Hallo Ralph,

das ist wirklich ne blöde Stelle. Habe die Folie nur leicht über die Kante gezogen, gebügelt und dann mit dem Messer abgeschnitten. Dann habe ich ein Reststück Orastick (Klebefolie) passend zugeschnitten, draufgeklebt und an den Kanten angebügelt.

Gruß,
Andi

Luongo
20.11.2017, 19:08
Hallo,

ich möchte ein FEMA EZFW, gebremst und gedämpft einbauen. Als Dämpfer werd ich, wie vom Hersteller vorgeschlagen, einen 106,5mm langen Gasdruckdämpfer mit 300N Kraft bestellen.

Ich möchte auch die Haube wie beim Original nach vorne aufklappbar machen. Welchen Dämpfer nimmt man hierfür am besten? Und wie könnte eine Klappmechanik dafür aussehen? In der DG Schnauze ist ja nicht so viel Platz wie bei anderen Typen. Über Vorschläge würde ich mich sehr freuen.

Gruß,
Andi

DasSpeed
20.11.2017, 22:53
Guck mal bei aiworld Modellbau. Da gibt es gute Bilder der Haubenmechanik bei der dg 600

Gruß Thies

Segelflieger45
21.11.2017, 09:05
Hallo Andi

, wenn du noch nicht den Gasdämpfer bestellt hast , würde ich dir diesen Dämpfer fürs EZFW empfehlen :http://www.wemo-ezfw.de/Federbein-fuer-EZFW-Massstab-1-4-0-Rad-90.html

Lies dir das mal durch : http://www.modell-federn.de/EZFW/EZFW.html !!!

Ich habe einen Öldämpfer mit Feder in meiner ASW 28 ( 9kg) verbaut und möchte ihn nicht mehr missen ...kein Springen oder Durchschlagen....!! Man kann die Feder-Vorspannung

an das Gewicht anpassen ! Einfach genial ....!


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Luongo
21.11.2017, 20:13
Hi, danke für die Infos.

EZFW:
Der Wemodämpfer wirkt echt massiv. Er ist auch für Modelle ab 10kg angegeben. Ich strebe eher 8kg an. Die steilere Kennlinie über einen größeren Lastbereich macht natürlich Sinn für die Verwendung am Fahrwerk. Für meine Anwendung könnte aber auch der wesentlich günstigere FEMA Dämpfer ausreichen. Ich werd beim Bau auf jeden Fall eine einfache Austauschmöglichkeit vorsehen.

Hauben-Klappmechanik:
Das Bild von der großen Airworld DG600 zeigt eine gute Möglichkeit. Hat noch jemand andere Ideen für die Klappmechanik? Und wie sollte hier der Dämpfer ausgelegt werden? Gewicht Haube mal Abstand zwischen Schwerpunkt der Haube und Scharnier? Die Kraft der Feder dann größer als das hier berechnete Drehmoment?
Und wie könnte das Scharnier ausehen?
Danke.

Gruß,
Andi

Börny
21.11.2017, 22:07
...Hat noch jemand andere Ideen für die Klappmechanik?
'n Abend Andi,

schau mal hier (https://www.cmsmodell.ch/gallery-modelle/diverses/hauben-klappmech/). Vielleicht ist das eine Möglichkeit. Hier im Forum wurde auch schon viel zu diesem Thema geschrieben. Vielleicht hilft das hier (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/173022-Ich-baue-eine-ASK-21-von-KD-Flugmodellbau/page11). Da geht es zwar um ein anderes Modell, aber Ideen sind einige dabei. Das (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/190880-DG-303-Elan-Acro-Paritech) könnte auch nützlich sein. Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Alby
22.11.2017, 09:25
Hallo Andi, Hut ab, sehr schön dokumentiert und saubere Arbeit.

Eine Frage habe ich,
wie hast du die Abschlussleiste #19 im Seitenleitwerk befestigt, ein Bild
wäre gut. Alles geklebt oder abnehmbar gemacht?
Danke und Gruß

Luongo
22.11.2017, 18:29
Danke für die Tipps. Das hilft mir weiter!

@Alby: die Abschlussleiste habe ich zunächst mit montiertem Seitenruder ausgerichtet und mit Sekundenkleber fixiert. Anschließend habe ich sie bei abgenommenem Seitenruder mit 24h Harz und Baumwollflocken eingeklebt. Die Bilder kommen bei der nächsten Doku. Die Abschlussleiste habe ich so konstruiert, dass ich jederzeit das SR-Servo über das abnehmbare Spornrad und das HR-Servo durch die Leiste entnehmen kann.

Gruß,
Andi

Alby
24.11.2017, 09:39
alles klar, ein Bild wäre schön.
Habe was ähnliches zu meistern (ASW24),
das Servo soll fest in die Flosse und das Pendel-Ltw. ansteuern,
habe aber wenig Platz und :confused:

Luongo
25.11.2017, 10:22
Zuerst habe ich die fertige Abschlussleiste (mit montiertem Seitenruder) im Rumpf ausgerichtet und mit Sekundenkleber fixiert. Dann habe ich das Seitenruder abgenommen und die Leiste mit Laminierharz (angedickt mit Baumwollflocken) eingeklebt. Da das Seitenruder und das Spornrad abnehmbar sind, könnte man die Servos jederzeit ausbauen.

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Alby
25.11.2017, 13:36
Das ist ja schön und sauber gemacht, vielen dank für die Bilder.
Werde demnächst meine Baustelle weiter machen, bei mir kommt
aus Platzmängel nur ein 10mm Servo, sonnst wirds eng, und habe das
Problem als Pendel, weiss noch nicht genau wie ich es machen kann.
Oben/unten 8mm/16mm Breite.

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Luongo
03.01.2018, 14:26
Hallo und ein gesundes neues Jahr zusammen!

@Alby: Ich sehe jetzt auf dem Bild nicht das Problem. Durch die Konstruktion der Abschlussleiste bestimmst Du die Breite des Seitenleitwerks und die ist ja durch die Breite des Seitenruders vorgegeben. Bitte beachten: Wenn die Abschlussleiste nicht bündig mit dem Ende des Seitenleitwerks verbaut wird, sondern etwas nach innen versetzt (wie bei mir, wegen Lagerung des Seitenruders), dann muss die Abschlussleiste je nach Profil des Seitenleitwerks breiter sein als der Ausschnitt hinten.

Gruß,
Andi

Luongo
03.01.2018, 14:56
Nachdem Höhenleitwerk, Seitenleitwerk und Flächen soweit fertig sind, fehlt eigentlich nur noch eine Schleppkupplung für den Erstflug. Das Fahrwerk, die Klappmechanik für die Haube, Cockpit und Lackierung kommen nach dem Erstflug.
Die Kupplung habe ich etwas zurückversetzt am Rumpfboden eingebaut. Verwendet habe ich vorhandene Materialien. Das Prinzip ist auf den Bildern ersichtlich. Anmerkung: Position und Material haben sich bei mir in mehreren Modellen und vielen Schlepps bewährt. Für mehr Sicherheit in kritischen Situationen kann man einen stärkeren Stahldraht (3mm), eine Messingführung und ein kräftigeres Digitalservo verwenden.
Den Servorahmen habe ich mehrfach gebohrt, angeschliffen, gereinigt und mit 24h Harz und Baumwollflocken eingeklebt. Die fertige Kupplung habe ich ebenso eingeharzt. Die Kupplung ist sehr leichtgängig und nahe am Servo eingehängt (minimaler Weg, maximale Servokraft).
Mit Klettband habe ich den Empfänger, das SBEC und einen 2s Akku befestigt.

Gruß,
Andi

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Pinsl
04.01.2018, 12:21
Hallo

Erstmal Respekt, sehr schöne Arbeit die du uns da zeigst.

Bin auch gerade am Bau einer Gewalt DG, leider fehlt mir da ein genaues Mass vom HLW wär es dir Möglich das du mir den Versatz beim HLW schreiben könntest?
Wär dir sehr dankbar
GLG
Oliver

Joachim Mink
04.01.2018, 17:37
Hallo zusammen,

(...) Später habe ich sie auch noch fliegen sehen. Gestartet im F-Schlepp folgte ein schöner Flug. Leider ist sie durch einen Strömungsabriss bei der Landung eingeschlagen.
(...)
Gruß,
Andi

Hallo Andi,

zunächst geht mein Kompliment zum Baubericht und zur ordentlichen Bauarbeit an Dich.

Als "gebranntes Kind" möchte ich Dich aber bitten, die Sache mit dem Strömungsabriss im Auge zu behalten und zu erforschen, ob Turbulatoren am Außenflügel bei diesem Modell mit den spitz auslaufenden Flügelenden anzuraten sind.

Es wäre doch schade, wenn Deine ganze sorgfältige Arbeit am Ende für die Katz gewesen wäre.

Gutes Gelingen

Joachim

Luongo
04.01.2018, 17:44
Hallo Oliver,

erstmal danke! Welche DG baust Du, auch die 600?
Die Vorderkante der HLW-Nasenleiste liegt bei mir ca. 20mm vor der HLW-Auflage.
Hast Du Bilder von deiner DG?

Gruß,
Andi

Pinsl
04.01.2018, 20:17
Hallo Andi

Vorerst nur vom Rumpf da ich gerade am Planen der Flächen bin. Nur beim HLW fehlt mir eben der Versatz für die Profilierung vom (von oben gesehen) da geben die Pläne von DG nicht alles preis
GLG
Oliver

Luongo
09.03.2018, 22:28
Hallo,

nachdem auch die Schleppkupplung drin war, wollte ich endlich wissen wie die DG-600 fliegt. Mit Fahrwerk, Haube, Cockpit, Lackierung etc. stehen noch einige intensive Arbeiten an. Also erstmal schauen ob es sich lohnt... ;)
Da ich keine Schwerpunktangabe hatte, habe ich den Schwerpunkt mit diesem Programm aus einer 3-Seiten Ansicht des Originals berechnet: http://www.rainers-modellflugseite.de/ . Die Ruder habe ich nach Gefühl und Erfahrung mit anderen Seglern eingestellt.

Am 15. August 2017 (ich hänge mit der Doku etwas hinterher... ;-) ) war es dann soweit. Die Wettervorhersage für den Nachmittag/Abend war zunächst ganz gut, doch das Wetter wurde im Laufe des Arbeitstages schlechter. Als ich dann direkt von der Firma zum Platz gefahren bin, waren schon Regenwolken in Sicht und der Wind frischte auf. Die Schleppmaschine, eine elektrische 1/3 Rödel Piper PA18, stand frisch geladen bereit und ein paar Mitglieder waren auch am Platz. Also kein Zurück!
Der ganze Flug, einfach ein Traum! Im Schlepp total entspannt. Fliegt ultra langsam und ruhig, trotz böigem Wind. Bleibt lange oben. Die Landung auch total entspannt. Kein einziger Zacken Trimmung war nötig, auf allen Rudern. :)
Insgesamt ist der Flieger noch etwas zu leicht, mit den nur 6,2kg. Aber das fehlende Gewicht kommt mit dem gedämpften und gebremsten Fahrwerk, Pilot, Cockpit etc. von alleine.
Ich bin überglücklich und jetzt lohnt es sich sie schön zu machen!

Danke an Uwe Gewalt für die wunderschöne Konstruktion der 90iger :cool:

Gruß,
Andi

P.S.: Es gibt zwei kleine Handyvideos von Start und Landung. Da ich nicht weiß, wie ich die hier einpflegen kann, habe ich einfach ein paar Screenshots gemacht.

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ingos
10.03.2018, 08:18
Hallo Martin,

für die Flächenbefestigung wurden vom Hersteller schon Gewindebuchsen in den Flächen verbaut. Die Flächen werden also mit Innensechskant-Schrauben auf den Rundstahl geklemmt.

Gruß,
Andi

Hallo Andi,

zum Thema Flächenbefestigung möchte ich hier auch noch eine Kleinigkeit anmerken ...
Ich habe eine ASH 26 mit 5,14m (die fliegt einfach göttlich) von Uwe Gewalt und an dieser ist die gleiche Befestigung angedacht wie an deiner DG. Leider
haben sich im Lauf der Zeit die Gewindebuchsen durch das Anziehen der Madenschrauben aus den Flächen gelockert was zur
Folge hatte, dass sich die Flächen nach jeder Landung vom Rumpf etwas gelöst haben weil eine ordentliche Klemmung nicht mehr
gegeben war.
Ich habe dann die Madenschrauben entfernt und nachträglich Multi-Locks eingebaut.
Das hält jetzt perfekt :).

Gruß Ingo

foxfun
10.03.2018, 09:40
Hallo Andi.

Gratulation zum Erstflug. Schöne Bilder. Hast du sie inzwischen ganz fertig gebaut, Fahrwerk drin, lackiert etc?

Schönen Gruß Martin

Luongo
10.03.2018, 18:59
Hi,

danke!
Ich werde weiterhin, in unregelmäßigen Abständen, bis zur Fertigstellung berichten. Ich bin schon recht weit, habe mir aber noch ein paar Arbeiten für wärmeres Wetter aufgehoben. Und ich brauch noch nen Piloten in 1:3,5 :) .

Gruß,
Andi

ingos
12.03.2018, 16:48
Gucksch du hier (https://andys-pilotenpuppen.jimdo.com/) ;)
Preislich akzeptabel und von den Lieferzeiten auch vertretbar

Grüße
Ingo

Luongo
13.07.2018, 16:46
Hallo,

als Nächstes habe ich den Haubenrahmen, zunächst äußerlich, an den Rumpf angepasst, die Haube zugeschnitten und mittels Schleifklotz die Feinanpassung vorgenommen. Hierfür habe ich die Haube gefühlte 100 mal abgenommen und wieder fixiert, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Hier gilt eben, was weg ist ist weg. Deshalb habe ich mir sehr viel Zeit genommen. Wer sowas schonmal an einer großen Seglerhaube gemacht hat, kennt das Thema...
Der dem Bausatz beiliegende GFK-Haubenrahmen diente gleichzeitig als Cockpitwanne. Da ich jedoch einen Cockpitausbau mit Piloten in 1:3,5 machen will, kann ich das Teil so nicht verbauen. Also habe ich aus dem sehr stabilen GFK-Teil einen Rahmen und eine Cockpitwanne angefertigt.

Gruß,
Andi

Luongo
13.07.2018, 16:56
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Luongo
13.07.2018, 16:59
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Luongo
26.07.2018, 18:48
Zur Abwechslung habe ich mal ein paar Arbeiten am Fahrwerk eingeschoben.
Es kommt ein FEMA Einziehfahrwerk mit 100mm Rad, Dämpfung, Bremse und GFK-Radabdeckung zum Einsatz.
Besonders wichtig war mir diesmal die Radabdeckung, da ich bei anderen Seglern immer ganz schön viel Gras aus dem Rumpf holen muss. Die Bremse und Dämpfung ist bei der Modellgröße eher Spielerei aber darum geht's ja im Modellbau :)
Da ich das Ergänzungsset für den gefederten Einbau nicht bestellt hatte, habe ich mir den Alu-Block zur Lagerung des Fahrwerks selbst gefräst und mit den nötigen Bohrungen und Gewinden versehen. Die Querbohrung zur Lagerung ist eine 8H7 Passung. Die Winkel habe ich aus einer Aluplatte ausgesägt, auf Maß gefeilt, gebogen und mit den nötigen Bohrungen versehen. Den Dämpfer habe ich wie von FEMA vorgeschlagen mit 300N Kraft bestellt.

Luongo
26.07.2018, 18:51
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Luongo
26.07.2018, 18:56
Dann habe ich die zwei Fahrwerksspanten konstruiert. Die Arbeit mit Holz macht doch immer noch am meisten Spaß :-)
Am Fahrwerk habe ich zwei JR Standardservos montiert und die Klappmechanik und Bremse eingestellt.

Luongo
26.07.2018, 19:01
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Luongo
26.07.2018, 19:07
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Luongo
02.10.2018, 15:44
Hallo,

die Klappmechanik für die abnehmbare Kabinenhaube habe ich im CAD gezeichnet und von einem Arbeitskollegen mit dem 3D-Drucker ausdrucken lassen. Zuerst wollte ich einen Dämpfer verbauen, um die Haube aufstellen zu können. Es funktioniert aber auch überraschend gut ohne, nur durch entsprechende Klemmung. Das spart Platz für Blei :-). Die Hülse zur Haubenbefestigung habe ich in drei Größen gedruckt. Eine davon passt perfekt saugend, sodass die Haube stramm sitzt und trotzdem einfach abgenommen werden kann.

Gruß,
Andi

Luongo
02.10.2018, 15:47
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Luongo
02.10.2018, 16:04
Die Klappmechanik funktioniert sehr geschmeidig und spielfrei, die Haube ist gerade, der Winkel passt, es steht nichts irgendwo an.
Im Bereich der Fahrwerksspanten und Klappen habe ich noch ein paar GFK-Verstärkungen einlaminiert, die endgültige Position des Fahrwerks festgelegt und dann die Klappen ausgeschnitten. Da ich das Scharnier, wie von FEMA vorgeschlagen, aus Rennradschlauch mache, brauch ich ca. 1mm Spaltmaß.
Zwischendurch kam der Pilot in 1:3,5 zur Baustellenbesichtigung vorbei.

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Luongo
02.10.2018, 16:22
Die Spanten habe ich mit montiertem Fahrwerk sauber ausgerichtet, eingepasst und mit Sekundenkleber fixiert. Dann kam das Fahrwerk raus und die Spanten wurden mit angedicktem (Baumwollflocken) Laminierharz eingeharzt. Wie bei jeder Klebung wurden alle Oberflächen natürlich vorher angerauht und mit Isopropanol gereinigt.

Dann war Lackiervorbereitung angesagt. Beim Wort "Lackierung" bekomme ich immer Respekt. Ein sehr entscheidender Schritt für die spätere Optik. Der Rumpf wurde nach Wunsch des Lackierers mit 800er Papier angeschliffen und gereinigt. Für den Haubenrand habe ich Konturklebeband und Kreppband von 3M verwendet (richtige Entscheidung), Rückstandsfreies ablösen des Klebebandes und kein Unterlaufen der Farbe sind hier die entscheidenden Kriterien.

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Segelflieger45
02.10.2018, 21:09
Hi Andi

, tolles Projekt...saubere Arbeit..;);),zumindest kann ich ja Berichte lesen,wenn ich schon momentan nicht bauen kann....aber das wird schon wieder...;););)!!

...schön weiter berichten...!!

Luongo
03.10.2018, 10:51
Hi,

danke!
Freut mich, dass noch jemand mitliest und nicht alle eingeschlafen sind, bei meiner unregelmäßigen Berichterstattung... ;)

Gruß,
Andi

Luongo
03.10.2018, 15:27
Nach langer Überlegung habe ich mich für den Lack in RAL 9003 entschieden. Das passt aus meiner Sicht sehr gut zur weißen Oracover Bügelfolie (kein Scale Weiß). Die Lackierung bringt knapp 50g auf die Wage. Insgesamt bin ich mit der Arbeit des Lackierers und meiner Abkleberei recht zufrieden.
Dazwischen mal wieder alles zusammenstecken und freuen ;) .
Schritt für Schritt geht's weiter... :)

Luongo
03.10.2018, 15:35
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Segelflieger45
03.10.2018, 16:39
Hi Andi

,es macht schon Spaß zu sehen,wie die DG so langsam ihr Finish-Finale erreicht....!!

Aber 50 g Mehrgewicht an Lack..???:(:(:confused:??,erscheint mir ein bissel wenig..!??

Zerleguan
04.10.2018, 08:20
Hallo,
bin zufällig auf deinen Bericht gestoßen.
Mach dir bitte noch am hinteren Fahrwerksspant einen Anschlag für den maximalen Einfederweg.
Ich denke das irgendwann der Moment kommt wo der Dämpfer stärker als die Verklebung des vorderen Spantes ist.
Ich mache das immer ein wenig anders. siehe Bild
In den beiden Löchern kommen Rundgummis hinein. zB. alter Hochstartschlauch
Nur als Tipp und nicht als Kritik zu verstehen;)
Schöne und saubere Arbeit die du leistest.
Gute Dokumentation!!
Andi
2021722

Luongo
04.10.2018, 20:12
Hi Andi,

danke für den Tipp! Ich freue mich über jede Hilfestellung und Rückmeldung, denn es ist mein erstes gedämpftes Segler-EZFW.
Ich hatte mir vorher auch überlegt eine andere gedämpfte Lagerung (z.B. Schwinggummis) zu realisieren, am Ende hat mir die FEMA-Variante mit Dämpfer am besten gefallen.

Einen Anschlag habe ich inzwischen am hinteren Spant eingebaut (schraubbar). Ich hänge mit der Doku ein paar Wochen hinterher. Ich werde aber noch Bilder vom Innenausbau einstellen, auf denen man das Fahrwerk dann sieht.

Gruß,
Andi

Luongo
04.10.2018, 20:18
@Andreas (Segelflieger45):
Von den nur 50g Lack bin ich auch positiv überrascht worden. Habe vorher/nachher gewogen.

P.S.: Andreas scheint ein beliebter Name in diesem Thema hier zu sein ;)

Gruß,
Andi

Luongo
25.10.2018, 20:47
Die Betätigung der Haubenverriegelung habe ich unter der Tragflächenanformung versteckt.
Im Rumpf zieht ein Kugelgelenkkopf über einen Bowdenzug an der Verriegelung. Zur Betätigung habe ich außerhalb des Rumpfes eine Kugel auf den Bowdenzug aufgelötet.

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Luongo
25.10.2018, 20:52
Die Scharniere für die Fahrwerksklappen habe ich, wie von FEMA vorgeschlagen, aus dünnem Rennradschlauch geschnitten. Diese Lösung erfordert einen etwas größeren Spalt (ca. 1mm) im Scharnierbereich. Fotos sind, wie so oft, gnadenlos... In Realität sieht der Spalt aber immer noch super aus und stört überhaupt nicht.
Ein 0,5er Stahldraht als Z-Winkel übernimmt den Verschluss. Auf dem Bild sind bereits die Röhrchen für den Stahldraht zu sehen. Das funktioniert perfekt und man muss nicht jede Saison Gummis wechseln ;-) .

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Luongo
25.10.2018, 21:07
Die Servoabdeckungen hatte ich beim Erstflug noch nicht drauf. Zunächst habe ich die relativ dicken ABS-Deckel von Simprop mit der Schere ausgeschnitten und die Kanten etwas angefast. Ich habe lange überlegt, wie ich die Deckel befestigen soll. Klebeband wollte ich auf keinen Fall nehmen... Ich habe mich letztendlich für Uho Por entschieden. Da ich keine Schaumflieger habe, musste ich mir diesen Kleber erstmal besorgen ;-) . Mit Kreppband und Balsastreifen habe ich Positionierhilfen für die Deckel aufgeklebt. Anschließend beidseitig dünn Kleber aufgetragen, 10min ablüften lassen und die Deckel kurz angedrückt. Die Deckel halten sofort bombenfest an Ort und Stelle. Ich bin absolut zufrieden mit dieser einfachen und optisch schönen Lösung. Übers die Demontage mache ich mir erst Gedanken, wenn es mal sein muss... ;-)

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darkworld
02.11.2018, 17:17
Toller Baubericht, vielen Dank dafür.
Eine Sorge, auch wenn du sie auf später vertagt hast, kann ich dir jetzt schon mal nehmen:
Die Demontage von Uhu Por Verklebungen geht mit der vorsichtigen Einbringung von Waschbenzin auch noch nach Jahren sehr leicht.

Grüße,
Christian

Luongo
03.11.2018, 12:39
Hallo Christian,

vielen Dank für den Tipp, dann bin ich beruhigt! :)

Gruß,
Andi

Luongo
30.12.2018, 16:20
Im Herbst (ich hänge schon wieder mit der Doku hinterher...) habe ich noch ein bisschen was an der GFK-Sitzwanne gemacht. Zur Erinnerung, die Sitzwanne habe ich aus dem Gewalt Haubenrahmen ausgeschnitten, der ja ursprünglich nicht für einen Cockpitausbau mit Piloten gedacht war. Etwas tiefer gesetzt kann man die "Wanne" aber noch verwenden.
Den Instrumentenpilz habe ich aus dünnem Balsa gemacht. Ein paar Hebel und Griffe aus Buchenrundstäben und Balsa, Pedale aus Messingröhrchen. Die sichtbaren Bereiche habe ich mit Stoff bezogen. Insgesamt bin ich einigermaßen zufrieden mit dem einfach gehaltenen Cockpitausbau, der ja durch den Piloten auch kaum mehr zu sehen ist.

Guten Rutsch!

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Luongo
30.12.2018, 16:22
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Luongo
21.02.2019, 19:43
Hallo,

eine Frage zum Dekor:
Die Kennung auf dem Rumpf und der Flächenunterseite, sowie die Modelbezeichnung möchte ich in Grau plotten lassen. Welchen Typ Oracal Klebefolie könnt ihr dafür empfehlen und welchen Grauton?

Gruß,
Andi

goevier
22.02.2019, 09:03
Hallo,

eine Frage zum Dekor:
Die Kennung auf dem Rumpf und der Flächenunterseite, sowie die Modelbezeichnung möchte ich in Grau plotten lassen. Welchen Typ Oracal Klebefolie könnt ihr dafür empfehlen und welchen Grauton?

Gruß,
Andi

Hallo Andi,

wer schnell, kreativ und immer preiswert arbeitet ist Andy von
andysfolienwelt.de (http://www.andys-folienwelt.de/)

Alternativ scheidet dir auch plott and fly gewünschte Kennung.
http://www.plott-and-fly.de/site/main.php?s=dekor

Als Farbton verwende ich bei meinen Kennungen schiefergrau oder eisengrau (dunkler).

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Farbtafel: Bildursprungsnachweis von Oracal Plottfolien

Grüße

Uwe
(der grad seine alte Nimbus 4D restauriert.)

Luongo
19.04.2019, 21:51
Hallo,

so langsam wird's...
Aus roter Orastick Folie habe ich ein paar Streifen auf die Tragflächen und das Seitenruder geklebt.
Die Schriftzüge und Kennung hat mir mein Vereinskollege Marco aus Oracal mittelgrau geschnitten. Danke dir nochmal!
Ausgewogen habe ich die DG mittlerweile auch. Es waren ca. 600g Blei nötig. Durch meine Haubenklappmechanik geht es in der DG-typischen Rumpfspitze recht eng zu, trotzdem konnte ich das herausnehmbare Blei gut verstecken :-)

Wenn alles passt, gibt's morgen den echten Erstflug (einmal war sie ja schon halbfertig in der Luft) und anschließend noch ein paar Bilder und Infos.

Auch wenn sich der Baubericht lange hinzog, würde ich mich freuen wenn es für den Einen oder Anderen interessant oder sogar hilfreich war.

Gruß,
Andi


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Luongo
19.04.2019, 22:02
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Segelflieger45
20.04.2019, 09:32
Hi Andi


, gratuliere ,..sehr schönes Modell...!!!

Luongo
22.04.2019, 13:31
Hallo,

am Samstag habe ich die DG-600 eingeflogen und drei Flüge gemacht. Sie fliegt traumhaft schön und ich musste nichts nachtrimmen.
Beim dritten Flug hätte ich sie, nur mit Störklappen, fast nicht mehr aus der Blauthermik herausbekommen. Nur für diesen Extremfall werde ich noch Butterfly zu den Störklappen (abschaltbar) hinzumischen.
Die Landungen mit Stoßdämpfer und Radbremse sind einfach genial. Da springt nichts mehr ;-).
Mit den gerade mal 7kg ist sie fast ein bisschen zu leicht geworden, das merkt man dann bei stärkerem Gegenwind. Dafür geht's dann auch mit schwächeren Schleppmodellen noch gut nach oben.

Wir fliegen im Verein rein elektrisch und haben auch ein paar aktive Schleppmaschinen und Piloten. Für den Erstflug habe ich die DG-600 an den neuen Höllein Eco Boomster von Werner gehängt. Er hat mich auch schon beim "technischen Erstflug" geschleppt, allerdings mit einem anderen Modell. Der Eco Boomster brauchte für die DG lange nicht die ihm zur Verfügung stehende Leistung. Statt 12s waren nur 11s drin, mit entsprechend niedrigerem Strom. Trotzdem ging es zügig und steil fast bis zur Sichtgrenze nach oben :-) . Danke an Werner!

Leider hat Uwe Gewalt meine Fertigstellung nicht mehr erlebt, vielleicht schaut er trotzdem noch zu...

Genug geschrieben, jetzt folgen einige Bilder...
Das erste Bild, als ich den Bausatz im Oktober 2016 begonnen habe, der Rest ist vom Samstag.

Gruß,
Andi

Luongo
22.04.2019, 13:43
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Luongo
22.04.2019, 13:55
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Luongo
22.04.2019, 13:58
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Luongo
22.04.2019, 14:09
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Luongo
22.04.2019, 14:16
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reinerc
22.04.2019, 19:50
Hallo Andi,

die DG schaut einfach super gut aus, das hast Du fein gemacht und noch viele schöne Flüge mit dem Modell.


Ist der Rumpf heute noch irgend wo käuflich zu erwerben.

Gruß
Reiner

Luongo
23.04.2019, 17:01
Hallo Reiner,

vielen Dank!

Der Rumpf meiner Uwe Gewalt DG wurde ursprünglich von Harry Rosenthal gefertigt. Ich denke zwischenzeitlich ging die Form dann an Blue Airlines und was dann passiert ist???

Evtl. könnte man mal hier nachfragen:
http://www.gewalt-grossegler.de/Do-it-yourself-Angebot.html

Ich bin froh den in Kirchheim Teck gut eingelagerten Bausatz von 1993 bekommen zu haben.

Gruß,
Andi

Börny
23.04.2019, 17:11
Servus Andi,

ich glaube nicht, dass von dort (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/698441-Gewalt-Modellbau) noch mit einer Antwort zu rechnen ist, leider...

Tolles Modell jeden Falls, sehr gelungen!

gecko_749
23.04.2019, 17:53
Hi,

Paritech hat noch ein Modell in der Größe.

Gruß

gecko